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Gefährten

War Horse (2011), US Laufzeit 146 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 16.02.2012


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5.8
Kritiker
33 Bewertungen
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6.4
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1410 Bewertungen
145 Kommentare
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von Steven Spielberg, mit Jeremy Irvine und Tom Hiddleston

Ein Gefährte ist für gewöhnlich jemand, mit dem man gemeinsam eine längere Reise bzw. Fahrt unternimmt. Weniger verbürgt ist, dass der Ursprung des Wortes auf der ‘Gefahr’ beruht. Dennoch treffen beide Bedeutungen auf Gefährten zu, die Geschichte zweier Freunde vor dem epischen Hintergrund des Ersten Weltkrieges.
Im Falle von Albert Narracott (Jeremy Irvine) ist nicht der Hund des besten Freund, sondern ein Pferd, das auf den Namen Joey hört. Die beiden sind unzertrennlich. Doch als der Krieg ausbricht und jeder seinen Beitrag leisten muss, wird Joey an die Kavallerie verkauft und aufs Festland für den Kriegseinsatz verschifft. Albert ist untröstlich und setzt alles daran, Joey wiederzufinden. Für beide Gefährten bricht eine entbehrungsreiche Odyssee an, die sie auf unterschiedlichen Wegen durch die Kriegswirren führt.

Hintergrund & Infos zu Gefährten
Gefährten (OT: War Horse) ist die Effekt geladene und gleichsam gefühlvolle Verfilmung des gleichnamigen Kinderbuches von Michael Morpurgo aus dem Jahre 1982 (2007 auch als Bühnenstück adaptiert), welche eindeutig die Handschrift des ewigen Wunderkindes Steven Spielberg trägt. Mit Gefährten wird einem Geschöpf die Ehre erwiesen, die ihm im Kriegseinsatz so häufig verwehrt blieb: dem Pferd. Tatsächlich ist die Geschichte der klassischen Kriegsführung untrennbar mit dem Einsatz des Pferdes verbunden und im Falle der Kavallerie namengebend (vgl. frz. cheval = Pferd). Die Tierschützer seien allerdings beruhigt: In gefährlichen Szenen von Gefährten wurden keine echten Pferde verwendet, sondern in aufwendigen Arrangements kraft CGI zum Leben erweckt. Gefährten ist nicht der erste Film, in dem ein Pferd der eigentliche Star ist. Zu erinnern sei auch zum Beispiel an Der schwarze Hengst oder Seabiscuit – Mit dem Willen zum Erfolg.
Zu ersten Kriegsehren kam dann aber doch der weiterhin führende beste Freund des Menschen: Lassie in Lassie – Held auf vier Pfoten. (EM)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Gefährten
Genre
Anti-Kriegsfilm, Buddy-Film, Drama, Kriegsfilm
Zeit
Erster Weltkrieg
Ort
Frankreich
Handlung
Abenteuer, Alte Freunde, Angriff, Armee, Beste Freunde, Britische Armee, Deutscher Soldat, Einsamkeit, Erwachsenwerden, Freundschaft, Front, Gasmaske, Gefahr, Jugend, Jugendlicher, Kampf, Kampfeinsatz, Kavallerie, Krieg, Militär, Militärische Ausbildung, Neue Freunde, Odyssee, Offizier, Pferd, Rekrut, Schlacht, Schützengraben, Sergeant, Soldat, Suche, Truppen, Verkaufen, Verletzung, Wahre Freundschaft, ungleiche Freunde, Überlebenskampf
Stimmung
Berührend, Ernst, Spannend
Verleiher
Walt Disney Studios Motion Pictures Germany GmbH
Produktionsfirma
Amblin Entertainment, The Kennedy/Marshall Company

Kritiken (25) — Film: Gefährten

stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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1.0Ärgerlich

Lieber Baschar al-Assad,
lieber Mahmud Ahmadinedschad,
lieber Wladimir Putin,
lieber Benedetto.

Jungs, so kann es ja mal echt nicht weiter gehen. Kriege, Drohungen, Anfeindungen, Inkontinenz und immer sind die anderen schuld. Ernsthaft, das kann’s nicht sein. Müsst ihr immer rumballern, mit euren Raketen protzen und dann wenn man euch mal bittet dieses Verhalten zu erklären rummaulen und schmollen wie ein Zweitklässler der beim spicken erwischt wurde? Echt, so geht das nicht! Ich habe als Kind meinen Frust und meine Aggression ja mit Lego raus gelassen. Aber ich verstehe schon, ihr hattet vielleicht kein Lego. Bedauerlich, aber letztlich nicht eure Schuld. Dennoch ist das keine Universalentschuldigung um Frieden, Respekt und Gleichberechtigung auszuschließen.
Nimmt euch mal ein Beispiel an „Gefährten“. Steven Spielberg (und wehe einer mault jetzt rum, weil er Jude ist!) erzählt eine so hoffnungsvolle Geschichte von einem Jungen und seinem Pferd. So schöne Landschaftsaufnahmen, so toll besetzt und über allem steht die Freundschaft, die Bindung zwischen Besitzer und Ziege, äh Pferd. Sorry Mahmud.

Jedenfalls gibt es auch in diesem Film „Krieg“, aber der ist viel netter als wie ihr ihn immer propagiert oder zumindest damit droht. Ein einzelnes Tier kann die Welt besser machen und hey, keine Gnade für Verletzte oder Desserteure aber ein Pferd erschießen? Never. Das heißt übrigens „niemals“ Mahmud.

Jungs, seid doch einfach mal ein bissel netter. Schaut euch „Gefährten“ an, der zeigt euch wie man einen humanoiden Krieg führt. Dann kann Krieg nämlich auch voll dufte sein und zu Herzen gehen. Vielleicht solltet ihr euer Taschengeld nicht immer für Atomwaffen, Geschenke für die Waffenindustrie oder Happenings auf dem Petersplatz ausgeben, sondern euch mal die „Ein Herz für Tiere“ abonnieren? Versucht es einfach mal aus. Für den Frieden!

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LittleBell

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da sieht man mal wieder das an den klischees über männer eben doch was dran ist.... und dann wundert sich mann warum frau sich aufregt....... ^^


SoulReaver

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Ach Susi!


sushi25: movie-fan.de

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5.5Geht so

Auch Steven Spielberg hat offensichtlich mal Rohrkrepierer. War Horse ist ja von der Idee ganz nett. Aber die Episodenhafte, nicht wirklich gelungen verzahnte Erzählweise macht den Film zäh und etwas langwierig. Die Ausstattung und Inszenierung vermögen dem Pathos nicht paroli zu bieten. Jede Episode trieft mehr, die beleuteten Einzelschicksale geraten zur Nebensächlichkeit und verblassen vor den Farben und der aufgefahrenen Bilderflut. Das ist angesichts des Themas und der Fähigkeiten von Spielberg bedauerlich.

Gefährten hätte bei mehr Fokus auf die Figuren und bessere Vernetzung der Abschnitte etwas vergleichbar Großes, wie das Theaterstück werden können.

Pferdefans werden den Film lieben. Freunde des Kriegsfilmgenres werden eher entäuscht sein.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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4.0Uninteressant

Selbst ein besserer Regisseur als Steven Spielberg hätte wohl seine Schwierigkeiten aus diesem Kinderbuch, diesem Wendy-with-Weapons-Abenteuer etwas ansehbares zu machen. Und über Spielberg wird die Luft ja, trotz Ausfällen, immer noch ziemlich dünn. Was ihn geritten haben mag diese Story zu verfilmen weiß ich trotz diverser Making-Of-Interviews nicht, noch was der Appeal der Geschichte sein soll. Vielleicht funktioniert es stilisiert auf der Bühne ja besser und vielleicht sieht Spielbergs Film deswegen auch aus wie eine Mischung aus Bauerntheater, Titanic - quasi Von der Wunde verweht. Aber der Film ist wirklich ganz gruselig fade. Der Hauptdarsteller Albert (Jeremy Irving), ein Kritikerkollege nannte ihn verdient den ältesten Teenager der Welt, ist derart charismalos und austauschbarer Hunk, dass es schwer fällt ihn auch nur auf der Leinwand zu bemerken - und das in einem Spielbergfilm, der bislang immer ein Händchen dafür hatte gute Kinderdarsteller zu casten. Das Pferd... ist nunja ein Pferd und auch wenn man ihm zum Glück eigene Dialoge erspart hat, wie sie im Roman vorkommen, ist seine digital verbesserte Mimik immer noch für ein paar sehr creepige Momente gut. Als Charakter bleibt es hingegen aber ähnlich blaß wie Albert, dessen unsägliche Ansprachen es in der ersten Hälfte des Films erdulden muss. Komm Junge, du schaffst es, ich glaube an dich, wir verlieren die Farm wenn du den Pflug nicht ziehst, usw. usf.

Fast wünschte ich mir Artax und Atreju zurück die in der 2min Sumpfaubsauf-Szene mehr Emotionen rüberbrachten als Spielbergs Megakitsch mit seinen malerischen Sonnenuntergängen, malerischen Kriegsszenen, malerischen Pferden in Stacheldraht und malerischen Erschiessungsszenen in denen Windmühlenflügel oder andere taktvolle Dinge das Grauen des Krieges hübsch verdecken, wenn es ernst wird. John Williams ist ja ein begnadeter Pathosproduzent, aber selbst sein Score fügt sich nur ein in das schwurbelig-anstrengende Ganze. The Black Stallion, ja selbst Mr. Ed waren spannender und interessanter anzusehen, denn sie wirken gegen War Horse wie brutale Dokudramen. Hier jedoch ist alles irgendwie kutzi-kutzi und statt Gefühlen gibt es Schwulst, statt Emotionen gibt es Kitsch. Nichts ist echt, nicht die Schützengräben, nicht die Figuren und anderen Pferde denen Joey (ja der Gaul heißt wirklich so) begegnet. Sie werden meist durch eine Charaktereigenschaft definiert und entwickeln sich in der Zeit die sie auf der Leinwand haben kaum weiter, tragen aber auch nicht zwingend irgendwas zur übergreifenden Story bei. Wo Spielberg in Reich der Sonne treffende Bilder dafür fand, wie Kinder den Krieg wahrnehmen können - als Mischung zwischen Angst und Abenteuerspielplatz, bietet er hier nur Fototapeten-Ästhtik und Künstlichkeit ohne Substanz.

Ich glaube ich schaue im Zweifel dann doch lieber nochmal Two Guys one Horse. Sorry Steven.

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Christoph Huber: Die Presse Christoph Huber: Die Presse

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5.5Geht so

Dennoch scheint es Spielberg um [...] das Grauen moderner Kriegsführung zu gehen. Zugleich führt er den Ansatz ad absurdum, weil er nur in den Maßstäben des Überwältigungskinos denkt.

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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

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5.0Geht so

Steven Spielberg setzt auf alte Schule und sein Stammpersonal: Komponist John Williams sorgt für orchestrale Dramatik, Kameramann Janusz Kaminiski dreht Bilder in Technicolor-Ästhetik, die hier einem John Ford, dort „Vom Winde verweht“ schmeicheln. Und die Antwort auf die rhetorische Frage von „Spiegel Online“, was den Regisseur bloß geritten haben mag, Weltkriegshorror mit „Wendy“-Kitsch zu kombinieren, ist eigentlich ziemlich offensichtlich: das ganz große Gefühlskino.

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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de

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4.5Uninteressant

Dass Spielberg dieses lauwarme Hufeisen angefasst hat, kann man sich nur erklären, weil dieser Gaul irgendwie wie E.T. ist: Nach Hause galoppieren…

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P. Wellinski: Filmszene.de P. Wellinski: Filmszene.de

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8.0Ausgezeichnet

Mit einem Budget von 66 Millionen Dollar gibt uns Spielberg noch einmal Kino, wie er es am besten kann, noch einmal ist alles „bigger than life“.

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Michael Ranze: film-dienst, Spiegel Michael Ranze: film-dienst, Spiegel

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8.0Ausgezeichnet

Spielberg hat ein Epos inszeniert, wie es sie eigentlich gar nicht mehr gibt. Und das macht seinen neuen Film so besonders.

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Kai Mihm: epd Film Kai Mihm: epd Film

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6.5Ganz gut

Anders als bei den eingangs genannten Filmen wird das nostalgische Moment in War Horse nicht reflektiert, es bleibt bei einer reinen Reproduktion klassischer Vorbilder. Dadurch schrumpft das »Epische« zu einer bei Spielberg ungewohnten Biederkeit zusammen.

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H.-U. Pönack: Deutschlandradio H.-U. Pönack: Deutschlandradio

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9.0Herausragend

Die gedankliche wie emotionale Wirkung ist enorm. "Gefährten" ist ein Film der emotionalen Superlative: "Ziemlich beste Freunde" "auf Spielbergsch" - großartig.

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Walli Müller: br-online, NDR Walli Müller: br-online, NDR

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6.0Ganz gut

Erst Pferdefilm, dann heftiges Kriegsdrama. Stellenweise ist diese Kombi sehr bewegend, gelegentlich aber auch pathetisch bis zum Kitsch.

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Simon Rothöhler: Der Freitag, taz Simon Rothöhler: Der Freitag, taz

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4.5Uninteressant

Spielberg fährt denn auch alles auf, was ihm an Anthropomorphisierung so in den Sinn kommt - nicht viel: vor allem Großaufnahmen pechschwarzer Pferdeaugen, weit geöffnete Fenster einer tiefgründig-verständigen Seele.

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David Kleingers: Spiegel Online David Kleingers: Spiegel Online

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4.5Uninteressant

Heute wirken die einfachen Antworten eines Films, der "Wendy, das Pferdemagazin" mit Weltkriegshorror vermählt, naiv, schlimmstenfalls verlogen.

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Stefan_R.: Mann beisst Film

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6.0Ganz gut

- "Der Krieg hat allen alles weggenommen." - Rund um diese Aussage zäumt Altmeister Spielberg seine sehr aufwendige Kinoversion der von Michael Morpurgo verfassten Jugendbuchvorlage als bildgewaltig inszeniertes und von Hofkomponist John Williams pompös orchestriertes Epos auf. Jede Facette, jede Sekunde des Zweieinhalb-Stunden-Werkes ist bis ins Kleinste durchkomponiert, um auch ja alle Zuschauer auf emotionaler Ebene für sich zu gewinnen. Scheinbar soll nichts dem Zufall überlassen werden, wenn sich ein solch dramatischer Stoff, wie er aus dem Jugendbuch destilliert wurde, anschickt, den Begriff der Kinomagie gänzlich neu zu definieren. Ein großes Vorhaben, das sich zumindest in den ersten Minuten noch auf dem richtigen Pfad zu befinden scheint. Doch schon bald offenbart "GEFÄHRTEN", was leider auch seine fortdauernd schönen Bilder nicht verbergen können, sondern im Gegenteil nur noch deutlicher hervortreten lassen: Wirklich echte Gefühle sind, man höre und staune, Mangelware in diesem Tränendrüsen-Epos, sieht man von einigen wenigen Ausnahmen ab. Dabei bemüht sich Spielberg nach Leibeskräften, die vorrangig thematisierte Freundschaft zwischen Mensch und Tier und ihre Bedeutung in krisengeschüttelten Zeiten eindringlich einzufangen. Das Problem hierbei: Er meint es zu gut. Denn eigentlich sollte doch die Geschichte selbst Katalysator für Publikumsemotionen sein; stattdessen verlässt sich der Meisterregisseur aber fast ausschließlich auf seine kunstvoll gestalteten Bilder, was durchaus seine Momente hat, abseits davon jedoch schnell zum reinen Selbstzweck gerät.

Kritik im Original 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 5 Antworten

stuforcedyou

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Erster Weltkrieg, was waren das noch für Zeiten, nicht wahr Herr R? ;) Schöne Kritik und bei "District 9" kann mit dem Punkten nicht großzügig genug sein.


Benjamin W.

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Interessante und wohl leider auch zutreffende Kritik, wie ich befürchte. Werde ihn mir aber trotzdem anschauen.


Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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9.5Herausragend

Es ist einer der grausamsten aber auch schönsten Tierfilme, ein längst überfälliges Denkmal an die armen Kriegspferde, ein wunderbares Mahnmal gegen die Ausbeutung von Tieren!

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José Garcia: Textezumfilm

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6.0Ganz gut

Janusz Kaminskis Kamera gelingen atemberaubende Bilder des Hengstes Joey, der dadurch trotz bekannter Schauspieler entsprechend dem Originaltitel „War Horse“ zum wirklichen Protagonisten von Spielbergs Film wird. Insbesondere die Sequenzen mit Joeys Flucht mitten in einer Schlacht bestechen durch einen Realismus, der dem Film trotz des wie immer bei Spielberg bis etwa in die echt aussehenden Stoffe ausgesuchten Produktionsdesigns sonst weitgehend abgeht. Denn über weite Strecken sehen die Landschaften, nicht nur in den in Südengland angesiedelten Anfangsszenen, sondern auch im Krieg idealisiert, ja gekünstelt aus. Dies korrespondiert mit einem Pathos, das der Geschichte durchaus innewohnt, dem sich Steven Spielberg jedenfalls kaum entzieht. Hinzu kommt eine auf Rührseligkeit hinzielende Dramaturgie, die von John Williams' heroisierender Musik noch verstärkt wird. Lediglich die in den Schützengräben spielenden Szenen spiegeln die Realität des Krieges wider. Darin kann der Zuschauer die Enge des Schützengrabes, den allgegenwärtigen Schlamm und die Nähe des Todes regelrecht spüren.

Ähnlich seinem Welterfolg „E.T. – Der Außerirdische“ (1982) gelingt Steven Spielberg wieder eine Lobeshymne auf die wunderbare Freundschaft über alle Unterschiede hinweg. Denn „Gefährten“ ist trotz seiner Schwächen vor allem ein Familienfilm über Freundschaft und Loyalität, der die Grausamkeit des Krieges weitgehend in Totalen zeigt, sodass der Film in Deutschland ab 12 Jahren freigegeben wurde. Die episch ausgebreitete Freundschafts- und Heldengeschichte scheint auch den Geschmack der amerikanischen Oscar-Akademie getroffen zu haben. Denn Steven Spielbergs „Gefährten“ erhielt für den diesjährigen Oscar sechs Nominierungen (darunter „Beste Kamera“, „Bestes Szenenbild“, aber auch „Bester Film“).

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Petra Schrackmann: Outnow.ch Petra Schrackmann: Outnow.ch

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7.0Sehenswert

War Horse ist emotionsgeladenen, häufig tragisch und weiss zumindest in den Kriegsszenen fast immer zu überzeugen. Manchmal wird's aber etwas gar rührselig, wobei der gefühlsschwangere Soundtrack seinen Teil zum Kitschfaktor beisteuert.

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Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

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4.0Uninteressant

Ein schönes Pferd, ein aufrechter Junge, ein schlimmer Krieg. Steven Spielberg verbindet einmal mehr Allgemeinplätze und fährt vor historischem Setting die ganz dicken Gefühle auf. Während John Williams majestätisch eine seiner stärksten Musiken seit Jahren orchestriert, galoppieren und rennen wir mit dem wunderbaren Ross durch die Schrecken des Ersten Weltkrieges, die unter der Suche nach wahrer Freundschaft zum gemütlichen Hintergrunddekor umorganisiert werden. Über Gebühr banal und arm an Zwischentönen und Subtilität, erweist sich der das alte große Epos anklingende "Gefährten" leider als einer der bisher schwächsten Spielberg-Filme. [...]

Kritik im Original 16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 4 Antworten

Schlegel

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Williams reicht mir, um ins Kino zu gehen. Muss man ja ausnutzen, dass der Mann noch lebt.


Mr Vincent Vega

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Der Abspann war wirklich sehr schön.


Oceanic6: CinemaForever

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2.0Ärgerlich

[...] Die finale Erkenntnis: "The war has taken everything from everyone." Vielen Dank, Mr. Spielberg, aber dass der Krieg Opfer jeglicher Art fordert, ist wohl kaum etwas Neues. Dass diese unfassbare Erkenntnis dann als billige "Lassie" meets "Der Soldat James Ryan"-Odyssee verkauft wird, ist beleidigend. Selten hat man so viel Pferdemist auf einem Haufen gesehen, in der selbst die starken Kameraeinstellungen, die Spielbergs Filme normalerweise auszeichnen, zu keinem Zeitpunkt präsent sind.

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christoph-m

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Das ist aber nicht das erste Mal. Spielberg hat aber schon vieeel Mist gemacht.


Oceanic6

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@christoph-m: Das stimmt, Spielberg hat schon einigen Mist abgeliefert, aber noch keinen Film, der so schlecht war wie "Gefährten".


Filmering: Filmering.at

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9.0Herausragend

Gefährten ist der vielleicht mutigste und schönste Hollywoodfilm des Jahres. Steven Spielberg inszeniert ohne Kompromisse ein reines, herzerwärmendes Abenteuer, das es schafft seinen Stil punktgenau auf die Leinwand zu bündeln. Gefährten ist dabei ein Film, dem (speziell vor dem Ansehen) heftige Skepsis entgegen kommen wird - aber man sollte sich davon nicht abhalten lassen sich eine eigene Meinung zu bilden. Denn Spielbergs Film versteht sich vor allem als Parabel, die auf märchenhafte Weise eine Geschichte über Freundschaft und das Leben selbst erzählt. Ich selbst war im Vorfeld äußerst kritisch (vor allem, da Spielberg nun schon seit einiger Zeit wieder ein Meisterwerk schuldig ist) - aber Gefährten gelingt das Kunststück auch die Skeptiker um den Finger zu wickeln. Der Film sorgt für große Emotionen und dank der unglaublich mutigen Herangehensweise von Spielberg ist es sein bester Film seit Minority Report.

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aggrotainment

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kann man so gelten lassen, wobei ich mir ernsthaft nicht sicher bin ob sich ein spielberg um sowas überhaupt noch schert. und dann wäre im endeffekt nicht mutig sondern ignorant :D


RoosterCogburn

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Ich hätte mir schon mehr Mut gewünscht. Warum hat er z.B. alle Beteilligten auf dem Schlachtfeld englisch (mit entsprechenden Akzent) sprechen lassen? Da gab es schon mutigere Leute, die Nicht-englisch-sprachige einfach untertitelt haben. Was ich sinnvoller finde und mehr Authenzität besitzt.


Alle Kritiken (25)


Kommentare (118) — Film: Gefährten


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MaceWindu1998

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Bewertung7.0Sehenswert

Gelungener Film.
Sehr interessante Einblicke in den ersten Weltkrieg.
Auch wenn der Krieg hier Nebensache ist. Hier steht die Beziehung eines Jungen und dessen Pferd im Vordergrund. Die Geschichte ist eigentlich gut erzählt, aber sie hat doch einige längen.
Kann man sehen, muss man aber nicht.

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Moonwolf2000

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Bewertung7.5Sehenswert

Der Film ist ok, meiner Meinung nach aber nichts Besonderes. Da er nicht auf dem Buch, sondern auf dem Musical basiert, weicht das Ganze ziemlich weit davon ab und das finde ich schade, da das Pferd im Buch zwar sehr vermenschlicht wurde, aber viele Szenen meiner Meinung nach besser wären wenn der Film auf dem Buch basiert hätte.

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Baumkopf Holzfaust

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Bewertung7.0Sehenswert

***Spoileralarm***

Da schau her. Die "Deutschen" sind also doch nicht so böse, wie Herr Spielberg es jahrzehntelang zelibriert hat. Dafür sind die Engländer von so stolzer Arroganz besessen, dass sie ihren Kavallerieangriff mitten in eine MG-Stellung starten. Und die Franzosen...du meine Güte, da hat aber mal jemand ordentlich Prügel bekommen: Häßlich, rücksichtlos, diebisch, habgierig, bösartig, selbst gegenüber der eigenen Bevölkerung, meine Güte, das nenne ich ja mal einen Twist. Dagegen der Deutsche: Fair und Wütend, wenn sinnlos Mensch und Tier den eigenen MGs zum Fraß vorgeworfen werden. Tja. Sehr Schmeichelhaft. Anscheinend will Herr Spielberg wieder etwas gut machen. Um ehrlich zu sein...langsam wird´s auch Zeit.

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jorg.hoffmann.9849

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Bewertung9.0Herausragend

Als der erste Weltkrieg ausbricht,wird das Pferd Joey an die Armee verkauft.Der Junge,der Joey aufgezogen hat,zieht danach selber in den Krieg.Beide erleben nun viele Abenteuer und müssen viel Leid ertragen.
Spielbergs ruhige Erzählweise ist es zu verdanken,daß ein wunderbarer, herzerwärmender Film über die Liebe zwischen Tier und Mensch herausgekommen ist.Emotional ist das unglaublich bewegend und wie Joey immer wieder neue Menschen kennenlernt und am Ende wieder zurückkehrt,ist tiefst bewegend und Steven Spielberg erreicht mit Gefährten,daß was in der heutigen, hektischen und schnelllebigen Zeit kaum ein anderer Film erreicht,ein Film ohne jegliche Effekte,aber mit einer emotionalen Wucht,der man sich nicht entziehen kann.

Herausgekommen ist ein wunderschöner und emotional sehr bewegender Film über die Freundschaft zwischen Mensch und Tier.

Für mich nah an der Höchstwertung 9/10 für Gefährten

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Junoreaktor-7

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Bewertung1.5Ärgerlich

Beim Trailer erwachten große Erwartungen und ich ging davon aus, seit langem mal wieder etwas Sehenswertes serviert zu bekommen und ins Kino zu gehen.
Nach der Hälfte des Films hätte ich am liebsten den Kinosaal verlassen.....
Ein derart kitschiges, auf Gefühlsduselei getrimmtes, mit abtstrakter Story bei der das Happy-End vorprogrammiert - vorhersehbar - und daher langweilig wirkendes Machwerk hatte ich nicht erwartet !! :(
(Was mir am ganzen Konzept schon vorher missfiel war die 'ewige' Konstellation zwischen "Spielberg" und (dem völlig überbewerteten) "John Williams".)
Überhaupt gefallen mir die "Saubermann"-Bilder nicht. Es ist alles irgendwie zu bunt, zu prächtig, zu sauber & adrett, was auf Kosten des Realitätsbezugs und der Identifizierung mit dem Film geht. - Wäre alles trister, dreckiger und mit weniger "schöne Welt-Atmosphäre" dargestellt worden, wäre er zumindest optisch ansprechend, glaubhaft & authentisch.

Dieser Film ist mein persönlicher Maßstab für Fehleinschätzung & falscher Hoffnung !!!
ENTTÄUSCHUNG PUR

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The Chief

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Bewertung9.0Herausragend

Meiner Meinung nach ist Spielberg auch mit diesem Film wieder etwas gelungen, was viele andere eben nicht schaffen. Der Film hat Herz, Verstand und eine subtile Botschaft, die in der heutigen Zeit wie auch schon damals häufig vernachlässigt wird.
Natürlich leidet unter der Story die Logik und es wird ordentlich auf die Tränendrüse gedrückt, aber ich finde, dass dies hier auch mal sein darf.
Es werden schöne Momente geschaffen und das trotz des schrecklichen Hintergrundes der Zeit, in der der Film spielt.
Insgesamt ein Film, der unter die Haut geht.

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KimSkyy1

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Einfach nur ein wundervoller film.
Ist einer meiner lieblingsfilme geworden. Meiner Meinung Nach sollten alle die Pferde mögen diesen Film gesehen haben.
Wer den Film nicht mag versteht die aussgae nicht.
Jeder film Hat eine Aussage und in diesem Film geht es nicht nur einfach um Ein "ganz besonderes" Pferd, sondern um Hoffnung.
Der Film zeigt Das eine Freundschaft Isn eine tiefe Verbindung einen ganzen Krieg überstehen Kann und Das der Mut und der Wille zu überleben einen zurück nachhause bringen kann.
Mich hat dieser film einfach nur begeistert Ich habe nichts daran auszusetzten. Ich Kann den Film immer wieder gucken und es fängt mich immer wieder.
Die Länge des Films finde Ich für mich perfekt.

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geeki2805

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Wow, ich kann es noch gar nicht so ganz fassen. Dieser Film hat mich zum Weinen gebracht und zwar nicht, weil etwas mit einem Menschen gewesen ist. Die Geschichte des Pferdes Joey berührt zutiefst.
Eigentlich wollte ich diesen Film bloß wegen Tom Hiddleston sehen, der natürlich auch in diesem Epos hervorragend schauspielert :p aber dann wurde ich von der Geschichte rund um die Freundschaft von Albert und Joey gefangen genommen. Es ist so berührend und obwohl niemand in den Kopf des Pferdes gucken kann, wird trotzdem deutlich, wie es gerade fühlen muss.
Es sind keine 10 Punkte geworden, weil ich zwei kleine Kritikpunkte anzubringen habe. Zunächst einmal starb Captain Nicholls (Tom Hiddleston) für meinen Geschmack viel zu schnell. Es waren bloß 30 Minuten, in denen ich seinen Anblick genießen konnte (aber besser als gar nichts).
Mein zweiter Kritikpunkt betrifft die Länge des Filmes. Obwohl er so gefühlvoll gemacht worden ist, spürt man schon die Ausmaßen des Filmes. Mit 146 Minuten dauert er um einiges länger als ein Durchschnittfilm von 90 Minuten.
Aber hey, es lohnt sich. Er ist auf jeden Fall sehenswert. Die Schauspieler demonstrieren sehr überzeugend ihre Rollen.

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Sommergirl

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Genau wegen dieser traurigen Geschichte des Pferdes sehe ich ihn mir nicht an, ich bin zu nahe am Wasser gebaut und nur schon die Trailer haben mich zum Heulen gebracht, Tierschicksale berühren mich immer extrem tief... auch wenn mein Schatzi Cumberbatch mitspielt wird das ein Film sein den ich nicht schauen werde.....


Line3105

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Endlich wieder etwas Monumentales von Steven Spielberg. Auch wenn viele Leute der Meinung sind, dass er in den letzten Jahren nichts gutes mehr zustande gebracht hat, muss ich ehrlich zugeben, dass mir seine Filme noch immer gefallen. In “Gefährten” geht es hauptsächlich um den Rassehengst Joey, der in seinem Pferdeleben einiges durch machen muss. Joey’s bester Freund ist Albert, der Sohn einer Farmerfamilie. Die beiden sind unzertrennlich. Bis eines Tages Soldaten bei der Familie vor der Tür stehen und den Hengst mitnehmen – denn sie bräuchten ihn für den Krieg als Lastpferd. Ein harter Kampf beginnt… Die Arbeit ist schwer, fast unerträglich, und niemand behandelt das Halbblut liebevoll.

Diese Szenen sind wirklich grauenvoll für alle Pferdeliebhaber. Am liebsten möchten man in den Fernseher springen und die armen Tiere, die voller Erschöpfung, vor sich hin vegetieren, retten.

Dieser Film ist sehr herzzerreißend und schön, wenn auch zugleich etwas traurig und nachdenklich stimmend. Das Einzige Manko: Die Spielzeit von 146 Minuten. Irgendwie kommt dem Zuschauer das wie eine halbe Ewigkeit vor. Lohnt sich dennoch anzuschauen!!!

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Copacabanasun

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Bewertung0.0Hassfilm

Lieber Steven Spielberg. Mit "Gefährten" haben sie ein glanzloses Dreckswerk geschaffen, das vor unglaubwürdigen Momenten nur so strotzt und je länger der Film läuft desto schlimmer wird es. - Mir ist echt übel dabei geworden. Was haben sie sich dabei nur gedacht? Wollten sie das sich die Leute reihenweise im Kino die Seele aus dem Leib kotzen!? - Für "Gefährten" sollten sich alle Beteiligten schämen und vor allem sie lieber Steven Spielberg.

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vega_vincent

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Meine Fresse! Ich habe eine Vorhersage von 8,0! o_O Immerhin steht darunter: «Wir sind uns unsicher» ^^


Copacabanasun

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lol


Kara92

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

So grandios wie er angepriesen wurde, war Gefährten nun nicht, aber dennoch voller Gefühl und Spannung. Nicht nur für Pferdemenschen ein bewegender Film, sondern für alle, die wissen wie besonders eine Freundschaft zwischen Tier und Mensch sein kann, denn wer sowas noch nie erlebt hat, oder dafür nicht mal Verständnis hat, der braucht bei dem Film gar nicht erst versuchen, irgendwelche Emotionen zu bekommen.
Mich hat der Film ordentlich mitgenommen und zu Tränen gerührt, und genau das, sollte er schließlich auch erreichen.

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Frankie Dunn

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Bewertung6.0Ganz gut

hahaha Nicht nur stellenweise (freiwillig?) komisch, aber trotzdem (oder gerade deswegen) ist das bislang mein Lieblings-Spielberg. Bislang. Der Weiße Hai, Indiana Jones und einige andere Filme fehlen. Vielleicht kommt ja noch etwas besseres. Mir hat War Horse gut gefallen, auch inhaltlich. Vor allem aufgrund der Idee dem Pferd auf seinem langen Weg zu folgen. Wer den Film nicht mochte, dem sei gesagt: Wenigstens hat er hier nicht auch noch den Holocaust mit reingezogen. War Horse ist ebenso wenig ein nationalistischer Kriegsfilm. Kompliment dafür, Herr Spielberg. Während bei Schindlers Liste und Spielbergs anderen Filmen alberne Kitschorgien unangebracht waren, bieten sie hier ordentliche Unterhaltung, wenn man sich darauf einstellt. Man muss natürlich schon sehr geringe Erwartungen in Sachen Ernsthaftigkeit mitbringen. Ich befürchte Spielberg meint vieles in seinen Filmen ernster, als ich es gerne nehmen möchte, aber was solls. Wenigstens waren hier beide Seiten tierfreundlich. Ich hatte befürchtet Spielberg zaubert auch dieses Mal wieder so ne "Die Deutschen zerstampfen das Pferd zu Lasagne und dafür müssen sie jetzt abgeschlachtet werden" Nummer daher. Inklusive nationalistischer Pferdekriegsheldengrabszenen am Schluss. Gut, dass ich mich geirrt habe.

Die Story ging in Ordnung. Das Pferd war süß (bin kein Fan dieser Tiere), die Landschaften schön und der Score war großteils auch vollkommen in Ordnung. Die Darsteller und ihre Figuren fand ich ebenfalls ordentlich. War Horse ist ein ziemlich guter Film mit einigen gelungenen (zum Teil sogar gewollt) urkomischen Momenten. Zum ersten Mal habe ich Verständnis dafür, dass Spielbergs Filme beliebt sind. Ironischerweise beim ersten unbeliebten Film von Spielberg, den ich mir angesehen habe :P Hätte ich niemals gemacht, wenn War Horse nicht eine der Empfehlungen einer Freundin gewesen wäre. Spielbergs mit Abstand bester Kriegsfilm und nicht nur für Spielberg ein guter Film, sondern generell ein mehr als nur sehenswerter Film. Ich wurde gut unterhalten und sogar das Ende gefiel mir.

7.5 - diiiiiiese Augen!! :D

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Frankie Dunn

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Mein bisheriger Hassregisseur. Die beiden habe ich noch nicht gesehen. Bei E.T. ist meine Befürchtung "belangloser Kitsch", denn ich mag diese kommerziell erfolgreichen Filme häufig nicht. Ist nur ein Gefühl. Ich platzier den in dieser Jurassic Park, Forrest Gump, Fluch der Karibik Ecke. Jurassic Park gefiel mir null. Bei München habe ich die Befürchtung, dass Spielberg politisch wieder daneben greift (Schindlers Liste, James Ryan gefielen mir ebenfalls nicht). Aber ich werde sie mir ansehen. Minority Report auch. Da hoffe ich auf solide Unterhaltung. Wenn mir mehrere Filme gefallen, schaue ich mir auch Jurassic Park noch mal an. Der hat mich nur gelangweilt, nicht geärgert (wie Schindler, Ryan, Terminal), und mit mehr Aufmerksamkeit gefällt der mir vielleicht besser. Aber meinem Stil entsprechen Spielbergs Filme definitiv nicht. Mann, Cronenberg, Nolan, Fincher, Scorsese etc. Ich mag sie fast alle, die beliebten Regisseure. Spielberg ist und bleibt die große Ausnahme. Tom Hanks ist das entsprechende Pendant bei den Schauspielern :D


Frankie Dunn

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Achja. Catch Me If You Can habe ich auch noch gesehen. Über weite Strecken ganz amüsant (5-7), aber gegen Ende fand ich ihn immer schlechter. 4.5 ist es geworden, gerade so lohnenswert anzuschauen. Gegen Happy Ends habe ich allerdings überhaupt nichts. Gegen Kitsch auch nicht unbedingt. Ist immer die Frage wie bzw. welche Art von Kitsch und Ende.


IriasYrenee

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Bewertung1.0Ärgerlich

Mir fielen bei der letzten Einstellung nur folgende Worte ein: Ach - du - Scheiße.
Wie schmallzig! Kein Film für mich. Als Kind hätte ich ihn vielleicht noch okay gefunden, da hätte ich dem Pferd seine menschlichen Züge noch geglaubt, aber jetzt - nein danke.

Es war alles so übertrieben, so unrealistisch, so oberflächlich. Man kommt gar nicht dazu sich emotional an das Pferd oder an einen seiner Besitzer zu binden, weil man nichts über sie erfährt, als wären sie nur Statisten.

Den 1 Punkt gab's von mir nur für Tom Hiddleston, mit dem konnte ich was anfangen, dem habe ich seine Beweggründe noch halbwegs abgekauft.

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heiko.buschhaus

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Bewertung7.0Sehenswert

Dieser Film reißt mich wie fast kein zweiter hin und her. Denn in meinen Augen hat der Film in seiner ersten und in seiner zweiten Hälfte einen starken Qualitätsunterschied. In der ersten Hälfte ist der Film so grundkitschig und schmalzig, dass ich Spielberg am liebsten selbst nocheinmal beigebracht hätte, wie man Kino macht. Jeder Depp hätte das so inszenieren können, das haben wir schon tausendmal gleichwertig oder besser gesehen (ja, auch schon schlechter)! Doch in der zweiten Hälfte, ab da, wo die Pferde in die Hände der Deutschen fallen, gewinnt der Film ordentlich an Reife und Ernsthaftigkeit, bleibt zwar immernoch grundkitschig, dies wird aber perfekt mit einem kräftigem Drücken auf die Tränendrüse überspielt, das selbst vor mir nicht Halt gemacht hat; das Ende ist zwar so weit hergeholt, das Speilberg dafür wahrscheinlich nach China gefahren ist, und trotzdem ist es genau das, was der Zuschauer sehen will, und was er sich nach all den bitteren Ereignissen erhofft hatte. Da beweist Spielberg einmal mehr, dass er doch nicht der 08/15-Regisseur ist, den er sonst viel zu oft miemt, sondern dass er kann, wenn er will; und er beweist, dass die Magie eines wahren Kinomärchens trotz allen Kitsches am Ende siegt!

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RoosterCogburn

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Im Mittelpunkt der Romanverfilmung geht es darum, wie verschiedene Menschen durch die Begegnung mit dem Pferd Joey verändert werden.
War Horse setzt auf die Macht malerischer Bilder um Emotionen zu übertragen. Die epische Geschichte kommt dabei nur langsam ins Rollen, hat bei mir jedoch letztendlich funktioniert. Aufgrund der Handlung macht das Pferd, wie auch sein Besitzer, eine Reise durch. Handwerklich 1a und in tadellosen Bildern umgesetzt, gliedert sich die Story in verschiedene Abschnitte, die doch nur bedingt zusammenhängen. Dabei reicht die Verweildauer des Pferdes beim jeweiligen Besitzer nie, um eine tiefgreifende Figurenzeichnung vor zu nehmen. Doch das will man auch gar nicht. Das Pferd Joey dient als Symbolträger und steht für Hoffnung in schier unauswegbaren Situationen.

Ausgezeichnetes, berührendes, farbenfrohes Abenteuerdrama um die Freundschaft zwischen Mensch und Tier. Wer Filme mag wie Der schwarze Hengst, Sein Freund Jello oder Hidalgo, dem könnte auch dieser gefallen.

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ThomasWzS

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Epic!
Ein echter Spielberg :)
Hat mich am Schluss zu Tränen gerührt.
Schön, dass es noch solche Filme, Regisseure gibt.
Wer sich die Zeit nicht nehmen will, soll andere Filme sehen.

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mondauge

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Bewertung7.0Sehenswert

Leider wird durch die übertrieben rührsehlige Entwicklung ab der Lazarettszene gegen Ende der ansonsten schöne und abenteuerliche Film ins Unerträgliche gezogen, so dass selbst ich als pathetisch gesinnter Mensch den Kitsch kaum mehr ertragen konnte.

Wenn die Auflösung nicht so schnell vonstatten gegangen und der Kitsch zu dick aufgetragen worden wäre, dann hätte ich sicherlich 8 Punkte gegeben.

Vielleicht kommt der Kitsch ja bei kleinen barbiespielenden Mädchen gut an.

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Martin Jurgeluks

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Bewertung7.0Sehenswert

Sehr ergreifend.

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LivingDead

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Bewertung7.5Sehenswert

Konsequent klassisch gehalten, vor allem was die unbefangene Emotionalität anbelangt, die den Film in vielen Momenten - und das ist positiv gemeint - geradezu antiquiert wirken lässt. Das Pferd dient hier als Bindeglied zwischen den Gräueltaten des Ersten Weltkrieges und der immer wieder aufkeimenden Hoffnung. Spielberg verwebt dies in viele kleinere Episoden, die alle für sich eine ungewöhnliche emotionale Sogwirkung entfalten. Trotz der (unausweichlichen) Vermenschlichung des Hauptdarstellers (das Pferd), bleibt der Film im Kern ehrlich und schafft die Gratwanderung zwischen Familienkino und glaubhaftem Kriegsdrama.
Auf jeden Fall sehenswert.

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graveyardstory

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Bewertung3.5Schwach

Öde und übertrieben rührselig, hab mir doch deutlich mehr davon erhofft. Und dann geht das Ganze auch noch über 140 min… Die Kameraführung ist gewohnt gut und es wurden einige wirklich schöne Bilder eingefangen aber der Zirkus der um dieses „ganz besondere“ Pferd veranstaltet wurde war echt absurd, genau wie die Story selbst.
Ganz schwache Leistung.

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pischti

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Ich glaube Deine Bewertung von dreieinhalb Lasagnen ist angemessen.


graveyardstory

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Lasagnen... ^^
Also mir sind Pferde außerhalb von Lebensmitteln dann doch lieber und auch gerne gesehen in Filmen wenn eine gut erzählte Geschichte dahinter steht aber "Gefährten" ist im Großen und Ganzen Müll.



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