Magnolia
Magnolia (1999), US Laufzeit 188 Minuten, FSK 12, Drama, Thriller, Kinostart 13.04.2000
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168 Kommentare
Keine
von Paul Thomas Anderson, mit Tom Cruise und Jason Robards
Paul Thomas Anderson führt mit Magnolia eine All-Star-Besetzung um Tom Cruise, Julianne Moore und Philip Seymour Hoffman in einer bewegenden Geschichte zusammen, die wenige Gewinner, aber umso mehr Verlierer kennt.
Magnolia – das ist der Name eines großen Boulevards, der mitten durch das San Fernando Valley führt. Innerhalb eines Tages kreuzen sich hier die Wege von neun empfindlich verletzten Seelen. Fernsehmagnat Big Earl Partridge liegt im Sterben. Während seine Frau Linda daran zu zerbrechen droht, versucht Pfleger Phil den letzten Wunsch des alten Mannes zu erfüllen: Er will dessen Sohn Frank ausfindig machen. Aber Frank T.J. Mackey, ein berühmter und egozentrischer Sex-Guru, hat ein für alle Mal mit dem Vater gebrochen. Auch Jimmy Gator, Moderator von Partridges erfolgreichster Game-Show, weiß, dass er nicht mehr lange zu leben hat. Seine kokainabhängige Tochter Claudia will ebenfalls nichts von einer Aussöhnung wissen, verliert ihr Herz jedoch an den unsicheren Cop Jim Kurring. Währenddessen hadert auch Gameshow-Wunderkind Stanley Spector mit seinem ehrgeizigen Vater. Und Donnie Smith, einst wie Stanley als Kindergenie gefeiert, steht vor den Trümmern eines verkorksten Lebens. Dann beginnt es zu regnen.
Vollständige Handlung
An einem Tag im kalifornischen San Fernando Valley finden parallel unterschiedliche in Episoden erzählt Geschichten statt. Stellenweise überschneiden sich die mit einander verknüpften Erzählstränge. Die Hauptcharaktere teilen ein gemeinsames Schicksal: Sie wurden entweder von ihren Vätern missbraucht oder im Stich gelassen. Im Verlauf des Filmes heißt es: “Wir haben mit der Vergangenheit abgeschlossen, aber sie nicht mit uns.” Am Ende dieses Tages wird es Kröten regnen und alle werden durch die geschehenen Ereignisse ihre Vergangenheit neu betrachten können.
Familie Partridge
Der ehemals bedeutende Fernsehproduzent, Earl Patridge (Jason Robards), liegt…
Paul Thomas Anderson führt mit Magnolia eine All-Star-Besetzung um Tom Cruise, Julianne Moore und Philip Seymour Hoffman in einer bewegenden Geschichte zusammen, die wenige Gewinner, aber umso mehr Verlierer kennt.
Magnolia – das ist der Name eines großen Boulevards, der mitten durch das San Fernando Valley führt. Innerhalb eines Tages kreuzen sich hier die Wege von neun empfindlich verletzten Seelen. Fernsehmagnat Big Earl Partridge liegt im Sterben. Während seine Frau Linda daran zu zerbrechen droht, versucht Pfleger Phil den letzten Wunsch des alten Mannes zu erfüllen: Er will dessen Sohn Frank ausfindig machen. Aber Frank T.J. Mackey, ein berühmter und egozentrischer Sex-Guru, hat ein für alle Mal mit dem Vater gebrochen. Auch Jimmy Gator, Moderator von Partridges erfolgreichster Game-Show, weiß, dass er nicht mehr lange zu leben hat. Seine kokainabhängige Tochter Claudia will ebenfalls nichts von einer Aussöhnung wissen, verliert ihr Herz jedoch an den unsicheren Cop Jim Kurring. Währenddessen hadert auch Gameshow-Wunderkind Stanley Spector mit seinem ehrgeizigen Vater. Und Donnie Smith, einst wie Stanley als Kindergenie gefeiert, steht vor den Trümmern eines verkorksten Lebens. Dann beginnt es zu regnen.
Vollständige Handlung
An einem Tag im kalifornischen San Fernando Valley finden parallel unterschiedliche in Episoden erzählt Geschichten statt. Stellenweise überschneiden sich die mit einander verknüpften Erzählstränge. Die Hauptcharaktere teilen ein gemeinsames Schicksal: Sie wurden entweder von ihren Vätern missbraucht oder im Stich gelassen. Im Verlauf des Filmes heißt es: “Wir haben mit der Vergangenheit abgeschlossen, aber sie nicht mit uns.” Am Ende dieses Tages wird es Kröten regnen und alle werden durch die geschehenen Ereignisse ihre Vergangenheit neu betrachten können.
Familie Partridge
Der ehemals bedeutende Fernsehproduzent, Earl Patridge (Jason Robards), liegt in seiner Villa auf dem Sterbebett. Seine schöne, deutlich jüngere zweite Ehefrau Linda (Julianne Moore) hat Earl nur wegen des Geldes geheiratet. Während ihrer Ehe hat sie ihn öfter mit anderen Männern betrogen. Jetzt als ihr Mann im Sterben liegt, spürt sie auf einmal, dass sie Earl wirklich liebt. Sie sucht den Rechtsanwalt Alan Kligman (Michael Murphy) auf, um ihn zu bitten das Testament zu ihren Ungunsten zu ändern. In diesem Fall würde allerdings Earls Sohn, Frank T. J. Mackey (Tom Cruise), das gesamte Vermögen erben. Linda sieht darin keine Alternative, da Frank sich nie um seinen Vater gekümmert hat. Über den Hausarzt bekommt sie flüssiges Morphium, das Earls Schmerzen verringern soll. Weinend übergibt Linda das Fläschchen den Pfleger Phil Parma (Philip Seymour Hoffman). Danach setzt sie sich in ihr Auto, fährt ein Stück und schluckt mehrere Tabletten. Doch bevor sie an der Überdosis stirbt, allarmiert Dixon (Emmanuel Johnson), ein kleiner schwarz-amerikanischer Junge, den Notarzt.
In einem halb wachen Zustand bittet Earl den Pfleger Phil seinen Sohn zu kontakten. Frank ist ein bekannter Sex-Guru. In seinen Seminaren bringt er frustrierten Männern bei, wie erfolgreich sie sein können, wenn sie Frauen als Lustobjekte begreifen. Während einem Fernsehinterview konfrontiert ihn die Moderatorin mit seiner verdrängten Vergangenheit. Aus emotionalem Schutz behauptet er, dass sein Vater vor Jahren gestorben sei. In Wirklichkeit konnte Frank seinem Vater nie verzeihen, dass er die Familie verließ, während seine Mutter im Sterben lag. Nach ihrem Tod hat er den Mädchennamen seiner Mutter angenommen.
Unermüdlich telefoniert Earls Pfleger, um schließlich Frank zu erreichen. Der verlorener Sohn weigert sich zunächst seinem sterbenden Vater aufzusuchen. Nach langem Ringen steht er aber doch vor der Tür und nähert sich zögernd Earls Sterbebett. Earl ist nicht bei Bewusstsein, als Frank seine Hand umklammert und verzweifelt ‘Ich hasse Dich!’ wiederholt. Nach dem Tod seines Vaters fährt Frank ins Krankenhaus zu Linda.
Familie Gator
Seit dreiunddreißig Jahren moderiert Jimmy Gator (Philip Baker Hall) die von Earl Partridge produzierte Quizshow “Was wissen Kinder?”. Nachdem er erfährt, dass er an einer unheilbaren Krankheit leidet, stattet er seiner Tochter Claudia Wilson (Melora Walters) einen Besuch ab. Doch seine drogensüchtige Tochter möchte nichts von seiner Krankheit wissen, brüllt ihn an und schmeißt ihn aus ihrer Wohnung. Seine zweite Ehefrau Rose (Melinda Dillon) unterichtet er nach seinem Auftritt in der Quizshow über sein Leiden. Reuevoll gesteht er ihr, sie öfter betrogen zu haben. Daraufhin möchte Rose wissen, warum seine Tochter Claudia damals vor ihm geflüchtet sei. Jimmy erläutert die Vorwürfe seiner Tochter. Claudia meine, dass er sie in ihrer Jugend missbraucht habe. Jimmy könne sich aber an nichts mehr erinnern. Weinend verlässt Rose ihren Mann, um zu Claudia zu fahren. Während Rose über den Magnolia-Boulevard fährt, beginnt es auf einmal Kröten zu regnen. Innerhalb kürzester Zeit ist die gesamte Straße voll toter Tiere. Der verlassene Jimmy erschießt sich.
Nachdem Claudia ihren Vater aus der Wohnung geschmissen hat, dreht sie die Musik auf volle Lautstärke und konsumiert Kokain. Auf Grund der Ruhestörung rufen Nachbarn die Polizei. Der gutmütige Polizist Jim Kurring (John C. Reilly), der zuvor eine Leiche in einem Kleiderschrank einer anderen Wohnung entdeckt hat, wird zu der Unruhestifterin geschickt. Nachdem er Claudia über das Risiko eines Hörschadens durch Lärm aufklärt, bleibt er noch auf eine Tasse Kaffee bei der nervösen Frau. Beim Gehen lädt er sie4 zum Essen ein. Die überraschte Claudia war bisher nur gewöhnt sich von Männern ausnutzen zu lassen. Bei dem gemeinsamen Essen ist sie von dem liebevollen Mann gerührt. Da sie ob ihrer Beziehungsunfähigkeit weiss, küsst sie den etwas naiven Polizisten und läuft davon.
Familie Spector
In Jimmy Gators Quizsendung “Was wissen Kinder?” treten immer drei Kinder gegen drei Erwachsene an. Der rekordverdächtige Star der Sendung ist diesmal der zehnjährige Stanley Spector (Jeremy Blackman). Mühelos kann er nahezu jede Frage beantworten. Der fleißige und interessierte Wunderknabe wird von seinem ehrgeizigen, arbeitslosen Vater Rick Spector (Michael Bowen) begleitet. Während einer Sendepause bittet Stanley kurz auf Toilette gehen zu dürfen. Da die Zeit knapp ist, wird er dazu angehalten bis zum Schluss durchzuhalten. Stanley gelingt es nicht und pinkelt in in seine Hose. Als das Wunderkind dazu aufgefordert wird für die Endrunde aufzustehen, weigert er sich. Die Show muss abgebrochen werden. Sein Vater ist stinksauer und stürzt sich wütend auf seinen Sohn.
Donnie Smith
Der 40-jährige Donnie Smith (William H. Macy) verfolgt die Show am Fernsehappart einer Kneipe. Als Kind war er selbst der Star der Quizsendung und stellte einen Rekord auf. Verletzt erinnert er sich, wie ihm seine Eltern die Gewinne abnahmen. Seitdem er vom Blitz getroffen wurde, ging es mit ihm bergab. Er träumt von einer Zahnspange, wie sie sein Schwarm, der Mann hinter der Theke trägt. Allerdings wurde dem unglücklichen Versager gerade sein Job gekündigt und ihm fehlt das nötige Geld.
Aus diesem Grund bricht Donnie mit nachgefertigten Schlüsseln seines ehemaligen Arbeitgebers in einem Lagerhaus ein. Aus einem Versteck im Boden holt er einen Bündel Geldscheine. Nach dem geglückten Raub besinnt sich Donnie auf der Rückfahrt und kehrt zu dem Lagerhaus zurück. Da ihm beim Abschließen der Schlüssel abbrach, klettert er das Abflussrohr der Dachrinne hinauf.
Dabei wird er von dem Polizisten Jim Kurring entdeckt, der gerade von dem gemeinsamen Essen mit Claudia kommt. Dem Polizist gelingt es Donnie zu überwältigen, nimmt ihn aber nicht fest, sondern hilft ihm das Geld zurückzulegen.
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Cast & Crew
- Genre
- Coming of Age-Film, Ehedrama, Familiendrama, Gerechtigkeitsdrama, Psychodrama, Psychothriller, Schicksalsdrama, Sozialdrama, Drama
- Emotion
- Eigenwillig, Emotionen, Geistreich, Hart, Spannend, Traurig
- Handlung
- Abschied, Affäre, Alleinerziehende Mutter, Arroganz, Aufstieg und Fall, Autounfall, Beziehung, Desillusionierung, Ehebruch, Eltern-Kinder-Beziehung, Enthüllung, Enttäuschung, Erwachsenwerden, Familie, Familiengeschichte, Fernsehen, Fernsehshow, Filmproduzent, Freundschaft, Frosch, Game Show, Gut und Böse, Hoffnung, Hoffnungslosigkeit, Identität, Interview, Krankenschwester, Krebs, Lampenfieber, Leben und Tod, Lebenskrise, Leiden, Liebe auf den ersten Blick, Macho, Mann-Frau-Beziehung, Melancholie, Menschliches Zusammenleben, Minderwertigkeitskomplex, Morphium, Narzissmus, Panik, Pessimismus, Polizist, Produzent, Schicksal, Selbstmordversuch, Seminar, Sterben und Tod, Streit, Strenger Vater, Suizid, Trauer, Treffen, Trübsinn und Klage, Ungeselligkeit, Urban Legend, Vater, Vater-Sohn-Beziehung, Vater-Tochter-Beziehung, Vaterfigur, Verdrängte Vergangenheit, Vergebung, Verlust des Sohnes, Verlust des Vaters, Verzweiflung, Wut und Hass, Zerrüttete Beziehung
- Ort
- Los Angeles
- Zeit
- 1960er Jahre, 1990er Jahre, 1999


Der Eissturm
Das Fest
Boogie Nights
Happiness
Capote




















Kritiken (8) — Film: Magnolia
Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...
Kommentar löschen"I think they have those scenes in movies, because they're true...they're really happen" -
Hypnotisch in seiner Präsenz und Wirkung offenbart sich Andersons dritter Film als sein bis dato bester - und bei jemanden, der "There will be blood" und "Boogie Nights" als Bestandteil seines Œuvres bezeichnen darf, kommt einer solchen Aussge durchaus Gewicht zu.
Die wohl beeindruckenste Eigenschaft von "Magnolia" dürfte zweifellos darin bestehen, dass es Film und Regisseur in nahezu jeder Sekunde schaffen, die oftmals unvereinbare Dualität von Zugänglichkeit und Komplexität stets zu ihren Vorteil und zu Gunsten des Publikums zu lösen: So zerfahren und absurd die einzelnen Szenerien und die darin involvierten Personen anfänglich wirken mögen; sie werden von Anderson und dem durchweg hochkarätigen und brillanten Cast, dem man Unrecht widerfahren lassen würde, entschiede man sich dazu, einzelne Protagonisten herauszuheben, allesamt…
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Hitmanski Sat, 20 Nov 2010 12:15:40 -0000
Antwort löschenDanke, Danke :)
Dolly Zoom Sun, 21 Nov 2010 19:33:28 -0000
Antwort löschenEs geht wieder aufwärts :D
(auch weil ich Into the Wild noch nicht gesehen habe; scheint aber ein potenzielles Meisterwerk zu sein^^)
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Hitmanski Sun, 21 Nov 2010 22:12:39 -0000
Antwort löschenEs steht zu befürchten, dass du den Wildnis-Kitsch mögen wirst :D
Aber auf Anderson lass' ich sowieso nix kommen.
DerMarvin Tue, 28 Dec 2010 20:41:06 -0000
Antwort löschenGebe dir voll und ganz Recht.
Hitmanski hat sein Markenzeichen hinterlassen: Œuvres
;D
J. Berardinelli: ReelViews J. Berardinelli: ReelViews
Kommentar löschenZugegeben, Magnolia ist nicht für jedermann. Aber diejenigen, die ihn „raffen“, erleben mehr eine cineastische Erfahrung als einfach nur einen bloßen Film.
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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times
Kommentar löschenMagnolia ist opernhaft in seiner Ambition, eine großartiger, freudiger Sprung zum Melodrama und Zufall, mit zerlumpten Emotionen, Verbrechen und Bestrafungen, Totenbett-Szenen, romantischen Träumen, Generationsaufruhr und himmlischem Eingriff, alles untermalt mit eindringlicher Musik.
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Ulrich Behrens
Kommentar löschen„Magnolia“ ist vollgestopft mit Geschichten, Hauptlinien und Nebenlinien, die zu Hauptlinien werden, Geschichten und Geschichte, Kultur und Mentalität, Stoff, sehr viel Stoff. Ich habe den Film innerhalb kürzester Zeit dreimal gesehen, und jedesmal neue Seiten, Aspekte, Gefühle, Katastrophen, Möglichkeiten entdeckt. „Magnolia“ gehört zu der Sorte Film, die mich nicht los lassen, und das ist gut so, das beste, was ein Film leisten kann.
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Kubrick_obscura: CinemaForever
Kommentar löschenP.T. Andersons bester Film bisher ist ein gewagtes Stück Kino. Die Wurzeln des Drehbuches liegen irgendwo zwischen Scorsese und Altman, aber der Rest gehört diesem Wunderkind des amerikanischen Kinos. Magnolia ist super lang, aber so schnell wie ein Thriller, melodramatischer als ein Sirk-Film und bombastischer als jeder Hollywood-Blockbuster. Der größte Arthouse-Film aller Zeiten.
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Kommentar löschenWas MAGNOLIA aber vor allem und jenseits all dessen zu einem Ereignis macht, ist nicht die Story, sondern sein Stil, die suggestiven Bilder in denen dieses Panoptikum aus Isolation und Leiden zusammengeführt wird: eine saugende, geschmeidig fließende, fast immer bewegte Kamera, eine kaum je stockende Orgie aus Bewegungen und der Überlagerung von Bildern und Tönen. [...] MAGNOLIA ist mutig, zwingend, anrührend und als Film wunderschön - ein Meilenstein.
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Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...
Kommentar löschenDie Zufälle und Irrtümer, die Absichten und Fatalitäten, die ganze Dichotomie der Abläufe, der Geschichte, der Entwicklung, diese einfach schlichte Absurdität des Lebens wird in P.T. Andersons "Magnolia" unwahrscheinlich elegant, wahrhaftig und uneigennützig zu einer episodischen Struktur verwoben. Ein Film ohnegleichen, der schwebt über den Dingen, auf die er nicht hinabblickt, der sich so weich, so weise, so unheimlich intuitiv anfühlt, und der ein Tablett paralleler Schicksale gereicht, auf deren reflektierender, nicht jedoch blendender Oberfläche man sich bereitwillig zu spiegeln wagt. Es fällt schnell leicht, sich in die Arme dieses Films, dieses kraftvollen, verdichteten, reichen Films zu begeben, und es wird mit Geborgenheit und Verständnis gedankt, mit einem aufrichtigen Blick in die Intimität von Menschen, die wissend und unwissend, bewusst und unbewusst, freiwillig und unfreiwillig miteinander verkittet sind. Dass die inneren Dämonen nie wirklich bezwungen werden, sondern stets nur als Sequenzen des Innehaltens dem immerwährenden Kampf vorausgehen können, ist eine der weisesten Erkenntnisse Andersons. Und Dialoge gibt es da, die wird man nicht mehr vergessen: "I have so much love to give, I just don't know where to put it." - Ein Meisterwerk für die Ewigkeit.
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Mr.Vengeance: Lost In Imagination
Kommentar löschenWunder passieren - jeden Tag. Auch in der Filmwelt. Meiner Meinung nach einer der besten Filme aller Zeiten.
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Kommentare (160) — Film: Magnolia
Velly Sun, 05 May 2013 19:59:27 -0000
Kommentar löschen"Wir haben vielleicht mit der Vergangenheit abgeschlossen, aber die Vergangenheit nicht mit uns."
Schlimme Dinge gehen nicht einfach weg, nur weil wir sie in eine Kiste auf dem Dachboden stecken, Schuldgefühle lassen sich nicht einfach runterschlucken und Einsamkeit wird nicht angenehmer, nur weil wir uns einreden, wir hätten sie freiwillig gewählt.
Täglich tragen wir Masken und lassen die Menschen nicht auf unseren Dachboden herauf, bis wir das Spiel selber glauben.
Aber schlimme Dinge gehen nunmal nicht einfach weg...
"Was können wir alles verzeihen...?"
MAGNOLIA trifft mich immer wieder ins Mark und lässt mich während der 180 Minuten nicht ein einziges Mal los.
Der Film fängt harmlos, fast ein wenig humoristisch an und führt uns dann mit hypnotischer Wirkung immer weiter auf besagten Dachboden hinauf, auf dem die Figuren ihre Geheimnisse hüten...
Immer mehr Verknüpfungen werden uns preis gegeben und immer näher kommen wir der Kiste, die hier so gut weggesperrt steht...
Jedes der Schicksale fesselt mich und jeder Charakter wird von den Darstellern mit einprägsamer Intensität gezeichnet.
William H. Macy, Philip Seymour Hoffmann und Julianne Moore ( <3 ) liefern wunderbare Leistungen ab, wie so oft, und Tom Cruise spielt hier, unsympathisch, zynisch und verletzlich zugleich, die Rolle seines Lebens (allein für diesen Film bekommt er bei mir BonusPunkte für den Rest seiner Karriere).
Die "Wise Up"-Szene zerreisst mir jedes Mal aufs neue das Herz und der Regen am Ende lässt mich immer wieder staunen.
Wenn ich Freunden Filme empfehle, dann immer auch MAGNOLIA. Und wenn sie mich fragen wieso, kann ich es meist gar nicht wirklich erklären. Am liebsten würde ich einfach mit den Schultern zucken und ihnen sagen, dass es Liebe ist.
Aber wie klingt das schon....?
Und wer würde das schon verstehen, der den Film noch nicht erlebt habt?
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VisitorQ Sun, 05 May 2013 20:07:24 -0000
Antwort löschenIch lieb den. echt. total. ♥
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JackoXL Sun, 05 May 2013 20:13:16 -0000
Antwort löschenSchön geschrieben. Bei mir hat der damals nicht so gezündet, aber der bekommt noch eine Chance, spätestens jetzt. ;)
Suki93 Sun, 05 May 2013 22:45:42 -0000
Antwort löschenSo schön geschrieben! Ich schiebe den Film schon die ganze Zeit vor mir her... aber vllt. finde ich ja morgen auch schon eine neue Liebe zu Magnolia? :)
Andy Dufresne Sat, 27 Apr 2013 23:31:29 -0000
Kommentar löschenNo, it's not going to stop,
'Til you wise up...
No, it's not going to stop,
So just...give up...
(-Magnolia-Essenz pur-)
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VisitorQ Sat, 27 Apr 2013 23:36:52 -0000
Antwort löschenich war anfang des jahre auf einem Aimee Mann Konzert. Es. War. So. Toll. ♥
Andy Dufresne Sat, 27 Apr 2013 23:40:45 -0000
Antwort löschenBin...neidisch...:)
Ich schaue schon ewig Filme, ich höre schon sehr lange Soundtracks, aber die Magnolia-Musik ist DAS Ding!
Hab den Soundtrack gekauft als der Film rauskam und lausche ihn Heute noch, immer (mal) wieder...
Und "Wise up" ist DAS Lied aus diesem Soundtrack...
Martin Oberndorf Sat, 27 Apr 2013 23:59:38 -0000
Antwort löschenEigentlich braucht es nicht mehr als diese Zeilen um den Film zu beschreiben, aber was ist denn in letzter Zeit mit dir los?
Schaffungskrise? Schreibfaulheit? Oder ein ganz und gar tiefer Sinn?
Natürlich steht es mir nicht zu, dem MP-Master etwas vorzuschreiben. Aber...
Andy Dufresne Sun, 28 Apr 2013 00:13:24 -0000
Antwort löschenWenig Zeit, viel zu tun, mit dem Kopf wo anders und doch gibt es in den letzten Tagen immer wieder Dinge die raus müssen :) Demnächst kommen lange Kommentare , ich werde viele Klassiker aufholen in der nächsten Zeit, hab ein Riesenpaket an Filmen , die ich schon ewig sehen wollte, bekommen, demnächst mehr dazu.
Also keine Angst, nur momentan liegt in der Kürze die Würze ;)
Poor Boy Sun, 28 Apr 2013 08:20:12 -0000
Antwort löschenZitate klauen,he ;-)
Andy Dufresne Sun, 28 Apr 2013 08:32:45 -0000
Antwort löschenNein! Liedtexte klauen...;-)
VisitorQ Sun, 28 Apr 2013 09:12:01 -0000
Antwort löschenNichts gegen lange Texte aber die sind oftmals.... zu lang. In der Kürze liegt die Würze, nach wie vor. Sind hier ja nicht im Feuilleton der sueddeutschen oder FAZ. :D
VisitorQ Sun, 28 Apr 2013 09:13:43 -0000
Antwort löschenUnd ja, ich sage das, weil ich keine 10 vernünftige Sätze über einen Film zustande bekomme. ;-)
Andy Dufresne Sun, 28 Apr 2013 09:14:18 -0000
Antwort löschenDann wirst du meinen (überarbeiteten) Kommentar zu Apocalypse Now, den ich grad gepostet hab, hassen, der ist einen Kilometer lang :)
stuforcedyou Sun, 28 Apr 2013 09:43:32 -0000
Antwort löschenÄtsch! 4 Stunden früher als du. Tja, du kannst es wenden und drehen wie du willst, aber es bleibt dabei: DU BIST ÄLTER - und das wirst du immer bleiben. Haha. ;)
Andy Dufresne Sun, 28 Apr 2013 09:50:43 -0000
Antwort löschenDarauf KANN es nur eine Antwort geben Stu, du der sich hiermit sein eigenes Grab geschaufelt hat :) :) :)
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stuforcedyou Sun, 28 Apr 2013 10:08:34 -0000
Antwort löschenWas willst du damit sagen, alter Mann? ;)
Andy Dufresne Sun, 28 Apr 2013 10:32:50 -0000
Antwort löschenDas hier: http://www.youtube.com/watch?v=-zRBVmRTICk
Aber nur der Titel, das Video scheint ganz schlimm zu sein :D
stuforcedyou Sat, 27 Apr 2013 20:10:13 -0000
Kommentar löschenWas ein Film bedeutet? Ganze Wissenschaften beschäftigen sich damit. Dieses heißt eigentlich genau das und dieses steht für jenes. Letztlich geht es aber dann doch um den eigenen Blick. Das eigene Empfinden. Mein Empfinden bei "Magnolia"? Mein ganz eigener Blick, der nur mir gehört und den vielleicht keiner wirklich versteht oder mit mir teilt? Ja, genau der ist es, der aus dem Film eine Essenz, ein Botschaft filtert: Niemand muss alleine sein um sich einsam zu fühlen. Alles was man braucht ist Leere. Und auch wenn viel passiert, um diese Leere zu füllen - wenn Menschen, Schicksale sich begegnen, bleibt da immer noch ein freier Raum, der sich irgendwann wieder so weit ausdehnt, dass man wieder da steht. Alleine mit sich selbst, alleine mit ihnen, alleine mit denen, alleine mit jedermann. Es hört einfach nicht auf. It's not going to stop. Selbst wenn Frösche vom Himmel fallen. Deprimierend? Ja. Niederschmetternd? Mehr als nur manchmal. Aber gleichzeitig hat es auch etwas befreiendes.
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SoulReaver Sat, 27 Apr 2013 20:24:10 -0000
Antwort löschen<3
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J4KOB Sat, 27 Apr 2013 21:54:39 -0000
Antwort löschen<3
phoenix409 Sat, 27 Apr 2013 22:42:50 -0000
Antwort löschen<3
kations Mon, 22 Apr 2013 20:17:28 -0000
Kommentar löschenBei jeder Sichtung einfach besser und besser, beim dritten mal ist die 10 endgültig erreicht, aber ich wette er gefällt mir beim viertel mal wieder ein tick besser.
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movie.max Mon, 22 Apr 2013 21:14:45 -0000
Antwort löschenWird er!
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Mundharmonika Thu, 16 May 2013 18:09:09 -0000
Antwort löschenDann hab ich ja beste Aussichten, nachdem er mich nach der Sichtung halbwegs ratlos zurückgelassen hat.
movie.max Mon, 20 May 2013 21:13:51 -0000
Antwort löschenSicherlich kein einfacher Film, aber sicherlich einer der Großartigsten aller Zeiten!
MrUgly Sat, 20 Apr 2013 19:12:59 -0000
Kommentar löschenEinfach ein unglaublich guter Film.
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Tohuwahbohu Tue, 09 Apr 2013 02:34:59 -0000
Kommentar löschenDies war tatsächlich mein erster Film von Paul Thomas Anderson und ich muss wirklich sagen, ich habe bis dato echt ein Meisterwerk verpasst. Zum Glück konnte ich das heute mit fast 6 Stunden unglaublich intensivem Filmmaterial ("Magnolia" und im Anschluss "There will be blood") nachholen. Ich hatte eigentlich vor, trotz der recht hohen Bewertungen für diesen Film, völlig unvoreingenommen an diesen heranzugehen. Doch leider wurde dieses Vorhaben schon nach dem genialen Vorspann des Films verworfen und ich war wie gefesselt und gespannt auf jedes weitere Detail das mir im Laufe des Streifens dargelegt wurde. Der Zufall und die Vergangenheit spielen in diesem Film eine wirklich geniale Rolle und die Art wie dieses Phänomen des Zufalls dargestellt wird und die Vergangenheit der Charaktere zum Tragen kommt, ist wirklich unglaublich gut inszeniert. In verschiedenen Episoden werden nach und nach die Geschichten mehrerer zunächst voneinander unabhängiger Menschen dargestellt und von Episode zu Episode immer weiter miteinander verknüpft. Zudem profitiert der Film wirklich von tollen Schauspielern und deren guten Leistungen und von der überragenden Filmmusik, welche wirklich in jeder Situation treffend und absolut intuitiv wirkte wie z.B. in der Szene, in der die eigentliche Handlung kurzzeitig aussetzt und die Charaktere selbst die Musik mit ihrem Gesang wiedergegeben oder als die Musik bei manchen Szenen bewusst lauter wird als die eigentlichen Dialoge der Charaktere. Es wird einfach sehr schnell deutlich wie viel Wert auf die Musik als filmisches Stilmittel gelegt wird. Als auch sehr gelungen empfand ich die Aussage: "Nein, dies war kein purer Zufall. Solche eigenartigen Sachen passieren andauernd." zu Beginn des Films und die Aussage: "Wir haben mit der Vergangenheit abgeschlossen, aber die Vergangenheit nicht mit uns." am Ende, welche diese wirklich sehr sehenswerte und rundum quasi perfekt gelunge Inszenierung sehr gut abrunden.
Abschließendes Fazit: Diesen Film sollte man definitiv gesehen haben !
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philipp.endres.18 Tue, 09 Apr 2013 07:23:04 -0000
Antwort löschenDie Szene, in der alle Protagonisten anfangen zu singen, ist einer der besten Filmszenen, die ich kenne. Und auch sonst stimme ich dir zu 100% zu :)
philipp.endres.18 Mon, 01 Apr 2013 14:05:52 -0000
Kommentar löschenSelten war ich von einer Eröffnungssequenz so begeistert wie hier. Wenn der Film dann beginnt, hat man das Gefühl, dass das soeben Gesehene komplett aus dem Kontext gerissen scheint. Aber wer den Regisseur kennt, wird wissen, dass hier nichts "zufällig" mal so geschieht. Also genau durchdacht, wirkt der ganze Film wie eine perfekte Verschmelzung 9 grundverschiedener Menschen.
Die lange Spielzeit fällt zu keiner Zeit auf, da der Wechsel zwischen den einzelnen Geschichten extrem gut gelingt, ohne den Film hektisch wirken zu lassen. Es wird für jede Episode genug Zeit gelassen sich zu entfalten, um die volle Wirkung zu erzielen.
Was dann gegen Ende passiert, lies mich sprachlos zurück. Diesem Werk etwas anderes als eine 10 zu geben, war für mich schlicht und einfach nicht möglich. Dafür war es ein zu cineastisches Erlebnis.
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keinohrhase88 Fri, 15 Mar 2013 09:35:01 -0000
Kommentar löschenwarum regnest es frösche?? ich glaub den film kann man gar nicht verstehen,das hat der regisseur genauso gemacht. und alle glauben damit sie nicht als dumme dastehen müssen den gut bewerten. wäre fast eingeschlafen.
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Denny Crane Sat, 23 Mar 2013 19:40:11 -0000
Antwort löschenDie Frösche sollen den Neuanfang bzw. das Ende der jeweiligen Flüche einleiten. Wenn Du dir den Film vielleicht irgendwann nochmals ansiehst,wirst Du merken dass jede einzelne Stunde der dreien anders aufgebaut ist. In der ersten geht es um die Vermittlung der jeweiligen Probleme,in der zweiten geht es um den Konflikt an sich,in der dritten geht es um Einsicht,Aussprache und Verzeihung. Gerade die letzte Stunde, wird mit diesem etwas kitschigen Lied ziemlich genial eingeläutet.
michael.pliet Wed, 13 Mar 2013 07:25:23 -0000
Kommentar löschenAm Ende des Films saß ich irgendwie da und überlegte: "Was wollte dieser Film jetzt eigentlich von mir?". Er hat mich drei Stunden lang gut mit seinem kurzweiligen Geschichten unterhalten. Alle Charaktere waren glaubwürdig und es wurde so gut wie nie langweilig. Vorallem Tom Cruise spielt ein grandioses Arschloch, welches am Ende durchaus eine Wandlung wiederfährt. Ich denke in der Grundstory geht es darum: "Gibt es Zufälle oder ist am Ende alles nur Schicksal?" Hervorragender Film, den ich allerdings zu gegebener Zeit nochmal schauen muss, um alles zu verstehen. Ich habe bestimmt den einen oder anderen Zufall übersehen.
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Martin Oberndorf Thu, 28 Feb 2013 17:38:18 -0000
Kommentar löschen"It's not going to stop, until you wise up..."
Man kann sagen was man will, an "Magnolia" gibt es NICHTS auszusetzen. Mit diesem Film hat Paul Thomas Anderson die Aufgabe geschafft, die nur sehr wenige andere geschafft haben: er ist perfekt. Man dreht "Magnolia", diesen Film, der zwar unter echten Cineasten hochgelobt, aber von der breiten Masse eher vergessen wurde, auf und erwartet sich einen guten, sehr guten, vielleicht auch fantastischen Film, aber ich sage auch, wer auch immer das hier liest, dass ihr eure Erwartungen noch höher schrauben könnt, und sie werden immer noch übertroffen.
"Magnolia" ist kein Film, "Magnolia" ist ein Erlebnis.
Die Studie der vielen Charaktere ist derart komplex, es wirkt, als hätte man unwissende, nicht fiktionale Personen gefilmt, die alle auf ihre Art und Weise mehr oder weniger latent unten angekommen sind.
Am Boden, ob verdeckt oder ganz offen, ob im eigenen Abgrund versunken oder von dritten Personen zu Grunde gepeitscht.
Doch "Magnolia" gibt uns auch einfühlsam einen Hoffnungsschimmer. Ein derart feinfühliges, zärtliches Schulterklopfen, dass es selbst in größter Dunkelheit genug Licht hat, um den Raum zu erhellen.
Die kleinen Dinge können Halt geben, und jede Bekanntschaft, die wir machen, prägt unser Leben entscheidend. Ob eine Liebesaffäre, ein harter Schlag oder eine zufällige Begegnung.
Ob jung oder alt, Mann oder Frau, heterosexuell oder homosexuell, schüchtern oder offen, mit weißer Weste oder kriminell - wir sind alle verletzlich und verdienen in unseren seelisch verwundbaren Momenten diesen einen Schulterklopfer, diesen Lichtstrahl, diesen Hoffnungsschimmer.
Egal, ob du ein Wunderkind bist, ein Polizist, eine Drogensüchtige, ein im Sterben liegender oder ein selbsternannter Sexgott - eine Begegnung kann dein Leben verändern, in den ersten, wie in den letzten Momenten. Sie kann beeinflussen, helfen, zu Tränen rühren, verletzen, inspirieren, schenken, geben, nehmen, belasten.
Nach 3 Stunden fällt es schwer, die Leute, die man kennengelernt hat, wieder fallen zu lassen. Zu wissen, dass man sie nicht noch einmal treffen wird, dass man nie mehr erfahren wird, wie sie sich entwickeln und nie mehr mit ihnen lächeln, weinen, singen, prädigen oder verstehen kann.
Und dann wird einem erst wieder bewusst, dass man eben nicht in eben nicht reale Personen gesehen hat, sondern nur einen Film.
Man lächelt noch einmal in sich hinein, mit einer leichten Träne im Gesicht, verabschiedet sich von den Begegnungen und Erfahrungen mit "Magnolia",... und schaltet schließlich den Fernseher aus.
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Velly Thu, 28 Feb 2013 17:49:07 -0000
Antwort löschenSehr schöner Kommentar. Nur der Rest trifft bei mir nie zu.
Mit ner leichten Träne ist es da nicht getan! Ich heule bei dem Film jedes Mal Rotz und Wasser bis ich Kopfweh habe. ;-)
vanilla Thu, 28 Feb 2013 14:30:42 -0000
Kommentar löschenso hoch gelobt, und Vorhersage von 8????
Nein nach 30 Minuten musste ich das beenden.
Schade, denn die ersten Minuten waren super. Hatte richtig Lust auf mehr. Die Idee daran zu zweifeln, ob alles ein Zufall ist, oder Schicksal, hat mir gut gefallen.
Leider unnötige Dialoge, Tom Cruise in seinem Element, als würde er Scientology representieren, ganze Zeit perverse Gedanken und Wörter.
Es gibt so viele die diesen Film einfach lieben, sorry für mich waren die ersten 5 Minuten super, danach richtig schlecht.
Ich bewerte auch nicht, da ich nicht den kompletten Film gesehen habe.
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Andy Dufresne Thu, 28 Feb 2013 14:49:35 -0000
Antwort löschenMagnolia wird mit längerer Laufzeit KOMPLETT anders, wechselt mehrfach seinen "Inhalt" sozusagen und wird erst mit einigen Schlüsselszenen rund, greifbarer. In diesem Fall solltest du echt daran denken dem Film noch einmal eine Chance zu geben, du könntest wirklich etwas verpassen...
Den mit besten Soundtrack ever hat der Film übrigens :)
Marcelinho Thu, 28 Feb 2013 15:07:26 -0000
Antwort löschenIch hatte nach etwa 2 Stunden auch so einen Moment wo ich mir nicht sicher war ob ich den zu Ende schauen möchte, Habe es aber doch durchgezogen und es hat sich meiner Meinung nach gelohnt. Magnolia ist einer dieser Filme, die man nicht unbedingt perfekt findet (zumindest ich), aber dafür einer der einen so schnell nicht mehr loslässt...
vanilla Fri, 01 Mar 2013 07:30:36 -0000
Antwort löschenna ich weiß nicht, bin schon bisschen enttäuscht. Ich steh eigentlich auf anspruchsvolle Filme, die sich zum Ende hin entfalten. Der Cast, die Idee und die Musik sind schon Klasse, auch die Kameraarbeit sehr gut. Aber ich konnte das Geplapper einfach nicht mehr anhören. Vielleicht geb ich ihm doch noch mal ne Chance, wenn die Zeit reif ist;-)
Andy Dufresne Sat, 02 Mar 2013 01:03:33 -0000
Antwort löschenTu es. Die Chance das du mit etwas ganz besonderem beschenkt wirst ist, ungleich höher denn der Chance , das du deine Zeit schlimm vergeudest...;)
vanilla Sun, 03 Mar 2013 20:04:17 -0000
Antwort löschenok, werd es mir merken, bei der nächsten Gelegenheit werde ich es noch einmal versuchen;-)
Andy Dufresne Sun, 03 Mar 2013 23:47:38 -0000
Antwort löschenBin ja mal gespannt was du dann (irgendwann) dazu schreiben wirst :)
vanilla Wed, 06 Mar 2013 07:24:18 -0000
Antwort löschenich auch;-)
Dimatrius Thu, 07 Mar 2013 15:10:56 -0000
Antwort löschenIch kann dir auch nur raten den Film zuende zu gucken.
Ich hab ihn selbst auch erst beim zweiten Anlauf komplett gesehen und muss sagen, dass sich der Film im Verlauf stark steigert und dann auch wirklich mitreißt.
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cpt. chaos Thu, 14 Mar 2013 16:11:42 -0000
Antwort löschenSolltest du dir auf jeden Fall nochmal geben! Bei mir ist er zunächst auch vor allem wegen zwei Dingen (Mittelteil und kurz vor dem Ende) fast durchgefallen.
D.h. zunächst waren es 5, nach der zweiten Ansicht schließlich 6 Punkte und ich würde nicht einmal ausschließen, dass ich den bewertungsmäßig noch ein wenig weiter nach oben hieve.
vanilla Fri, 15 Mar 2013 13:47:18 -0000
Antwort löschenich hatte ja wie gesagt eher mit dem Anfang zu kämpfen, wenn es aber so vielen ähnlich wie mir erging, werde ich dem definitiv noch ne Chance geben-)
Jek-Hyde Sat, 16 Feb 2013 21:26:43 -0000
Kommentar löschenJa, Magnolia war schon irgendwie richtig gut. Ich muss sagen, bei solchen Filmen fällt es mir immer schwer tage Später daran zu glauben, dass ich sie wirklich so gut fand, doch wenn ich sie dann wieder sehe, weiß ich warum ich sie so hoch bewertet habe. So viele Personen, mit so vielen Unterschieden, auf so vielfache Weise in so vielen Situationen zu vernetzen und einem gleichzeitig noch die Macht des Zufalls näher zu bringen, hat schon einen riesen Haufen Respekt verdient. Ich bin froh ihn gesehen zu haben.
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wtfname Tue, 05 Feb 2013 19:43:51 -0000
Kommentar löschenEin hochintelligenter Junge, der zu doof ist zu sagen, dass er mal pissen muss. Wasn Schwachsinn. Und seit wann ist es "intelligent", möglichst viel Mumpitz auswendig zu wissen?
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keinohrhase88 Fri, 15 Mar 2013 09:37:04 -0000
Antwort löschenja der hätte einfach auf das klo gehen können,da musste ich auch lachen :)
movie.max Tue, 29 Jan 2013 22:49:13 -0000
Kommentar löschenRingen musste ich mit mir schon, aber nun erscheint es mir so offensichtlich: 'Magnolia' gehört zu meinen Lieblingsfilmen!
Einen Dreistünder ein zweites mal in einer Woche zu gucken und das trotz Migräne und Halbtoten-Dasein spricht für dieses Meisterwerk. PeeTee Anderson hat hier etwas geschaffen. Punkt. Ein Essay aus Ungereimtheiten, Zusammenhangslosigkeiten, Zusammenhängen, Witz, Tragik, Tränen, Unbeschwertheit und Kamerabewegungen. Punkt. Wie ein Hitchcock schwebt er durch die Räume, hat Ideen, wie selten ein Zweiter und schafft Figuren, die für alle Ewigkeit in meinem Herzen bleiben werden.
Dass er am Ende nicht jede Geschichte so auflöst, wie sie es vielleicht verdient hätte, verzeihe ich ihm ohne mit der Wimper zu zucken.
Ich könnte heulen vor Trauer und vor Glück und vor Überwältigung, diesen Film jetzt doch in mein Herz geschlossen zu haben.
Liebe Grüße!
Max
PS: Nie war es aufregender, Trivia zu lesen!
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natedb Mon, 28 Jan 2013 13:18:53 -0000
Kommentar löschenMagnolia ist ein Monstrum von Film. Und damit meine ich nicht nur die 190 Minuten-Laufzeit.
Nein! Es sind die Bildgewalt, die unaussprechlich guten Darsteller (ja, sogar Tom Cruise den ich hasse wie die Pest), der so präzise Einsatz von Musik, welche "Magnolia" zu der Urgewalt von einem cineastischen, atmosphärisch dichtem Erlebnis machen, die er letztendlich ist. Und der Schlussakkord biblischen Ausmaßes auf den der ganze Film hinarbeitet setzt dem noch eine Krone auf.
Ich gebe zu, ich musste den Film erst einmal sacken lassen und für mich feststellen, ob das alles am Ende nicht doch nur banaler Scheiß in glänzender Verpackung war...
Nun bin ich aber der Meinung, dass innere Verlorenheit und die Suche nach... ja, wonach eigentlich? Den "Sinn"? Das gewisse Etwas? Glückseligkeit? - selten besser filmisch dargestellt wurden.
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Harrigan Sun, 06 Jan 2013 21:17:11 -0000
Kommentar löschenLt. Cmdr. Data, nehmen Sie Kurs auf die Tränendrüsen-Galaxie.
Volle Kraft voraus!
Und ZACK! Da ist er! Der Fehler, den einfach jeder Vertreter dieses Genres macht. Völlig überambitioniert bemüht, eine möglichst herzerweichende und noch so tragische Geschichte zu erzählen. Tom Cruise als zerrütteter Sex-Guru war ja wirklich noch lustig, warum dann so ein riesen Fass aufmachen? Ich hätte noch eine Idee für einen weiteren Handlungsstrang: Eine Frau leidet an multipler Sklerose und hat auch einen Gehirntumor. Am Ende der Episode erfährt sie dann, dass sie sich mit HIV infiziert hat, als sie als kleines Kind von einem Gossenpenner vergewaltigt wurde.
Nicht traurig, sondern einfach nur lächerlich...viel lieber "There will be blood".
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cj durden Sun, 06 Jan 2013 11:45:28 -0000
Kommentar löschenSo da habe ich mir nun Magnolia auf Blu-Ray gekauft um dieses hoch gepriesene Meisterwerk auch endlich mal sehen/erleben zu können. Und was soll ich sagen, da saß ich nun 3 stunden und sah ihn mir an und war völlig gefesselt, keine einzige Szene war überflüssig, der soundtrack ist perfekt gewählt, die Darsteller spielen ihre Rollen alle auch bis zur Perfektion, die Kamera fängt alles super ein und die emotionale Achterbahn, die man beim Sehen dieses Meisterwerks erlebt ist einfach ohne Worte. Der Film lässt auch viel Platz für Spekulationen und Deutungen, da manche Geschichten nicht zu Ende geführt werden und manche Szenen irgendwie deplatziert wirken, aber bei weiterem Überlegen sich doch wunderbar in die Stimmung und die Geschichte des Films einfügen. Abschließend bleibt zu sagen, dass Magnolia eine wunderbare Charakterstudie und auch ein emotionales Meisterwerk ist, dass die Prämisse "Alles ist verbunden!" auch besser erfüllt als Cloud Atlas.
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Benchmark Sun, 06 Jan 2013 04:26:58 -0000
Kommentar löschen......so, endlich hab ich es mir angetan und 3 Stunden diesen Film reingezogen. Was war denn das für eine kranke Scheisse. Die vom Himmel fallenden Frösche setzten dem Ganzen die Krone auf. Bewertungen mit 9 und 10 kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen.
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movie.max Tue, 12 Feb 2013 16:42:17 -0000
Antwort löschenTrivia lesen! Da gibt es genug Erklärungen zu den Fröschen!
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DerDude_ Wed, 13 Feb 2013 11:53:45 -0000
Antwort löschenGibt keine Erklärung dazu.
Manchmal passieren Dinge einfach.
movie.max Thu, 14 Feb 2013 08:25:38 -0000
Antwort löschenStimmt. Erklärung wäre das falsche Wort. Aber Denkanstöße gibt es genug. Belese dich mal zum Exodus 8:2
Kasparle Sat, 05 Jan 2013 03:11:30 -0000
Kommentar löschenIch verstehe nicht was an diesem Film besonders sein soll? Da hat es jemand gewagt lose zusammenhängende Schicksale in einem Film vorsichtig zu verknüpfen, das ist ihm auch gelungen, aber das macht einen Film nicht gut. Er ist überragend besetzt und gespielt, die einzelnen Handlungsstränge sind an und für sich echt interessant aber das wars auch. Die Antwort auf die Frage ob das alles Zufall oder Schicksal ist wird nicht aufgeklärt... OHHOOOO unfassbar tiefgründig und fordern: D....
Ne echt, komischer Film, der gut anfängt, in dem Tom Cruise sich einfach mal selber spielt und irgendwie jeder Charackter für sich unfassbar toll ist. Aber keiner dieser kriegt auch nur ansatzweise den Raum den er benötigt. 2 Handlungsstränge weniger hätten dem Streifen echt gut getan.
Eine 6 weil man sich dieses doch ganz gut gelungene Experminent anschauen kann.
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r3sortiane Tue, 05 Feb 2013 12:27:58 -0000
Antwort löschen... dem kann ich nur zustimmen. Ging mir genauso! Finde die "Magie" in dem Fim bis jetzt auch nicht ...
dmtjdc Fri, 04 Jan 2013 09:53:08 -0000
Kommentar löschenStellenweise wirklich gut gemacht, tolle Besetzung. Leider zu verkopft und manchmal auch zu bemüht. Das Ende, so habe ich jetzt hier gelesen, mag zwar durchaus Sinn machen, kommt aber lächerlich rüber. Die Bewertung solcher Filme ist immer auch eine Art Glaubensfrage. Allerdings muss auch das vielschichtigsten Meisterwerk elegant erzählt und beendet werden. Ansonsten wären die beiden Matrix-Sequels ja Meilensteine der Filmgeschichte.
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