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Pulp Fiction

Pulp Fiction (1994), US Laufzeit 154 Minuten, FSK 16, Drama, Komödie, Kriminalfilm, Thriller, Kinostart 03.11.1994


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8.7
Kritiker
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8.4
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51005 Bewertungen
602 Kommentare
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von Quentin Tarantino, mit John Travolta und Samuel L. Jackson

Mit Pulp Fiction schuf Quentin Tarantino die Mutter aller ‘Kultfilme’, in dem er philosophische Profikiller, abgebrühte Boxer, perverse Entführer und eine verführerische Gangsterbraut in eine wahnwitzige Geschichte schmiedete.

Was braucht man für ein gutes Stück Pulp Fiction (zu deutsch: Schundliteratur)? Ein Gauner-Pärchen, zwei Auftragskiller, eine Uhr, einen Koffer geheimnisvollen gold-glänzenden Inhalts, eine Menge Adrenalin in Form einer Spritze, Gespräche über das europäische metrische System von Fastfood und die Gefährlichkeit gewisser Fußmassagen, ein Bibelzitat (Ezekiel 25:17), einen versehentlichen Kopfschuss und einen Cleaner, einen Boxer auf der Flucht und die perverse Begegnung mit einem roten Gummiball, göttliche Vorsehung und eine Läuterung. Und das ist nur ein Bruchteil der Charaktere und Geschichten, die dem Publikum hier auf fundamentale Weise näher gebracht werden. Das Ganze wird auf geschickte Weise miteinander verwoben (gerne auch ohne die zeitliche Abfolge zu sehr zu berücksichtigen) und untermalt von einem groovenden Soundtrack. Heraus kommt ein Film, der direkt zum Klassiker wurde. Eben ein gutes Stück Pulp Fiction…

hintergrund & Infos zu Pulp Fiction
Da soll nochmal einer behaupten, es würde nichts bringen, wenn man den ganzen Tag in einem Video-Store abhängt und sich Film um Film reinzieht. Denn durch diese etwas andere Schule des Lebens schuf sich der Schulabbrecher Quentin Tarantino ein Filmwissen, um das ihn so mancher Filmschaffender nur beneiden kann, und das sich in seiner zitatreichen Filmsprache niederschlägt. Pulp Fiction stellte einen Wendepunkt in der Produktion von Independent-Filmen dar: Independent goes Mainstream war die Ansage der Stunde. Nicht nur kommerziell war Pulp Fiction ein Riesenerfolg (bei geschätzten 8 Millionen Dollar Produktionskosten warf der Film allein in den USA knapp 100 Millionen Dollar Gewinn ab). Künstlerisch veredelt wurde der Erfolg von Pulp Fiction unter anderem durch den Gewinn der Goldenen Palme von Cannes und den Oscar für das Beste Original-Drehbuch. Auch für Miramax, die Produktionsfirma der Gebrüder Weinstein, bedeutete der Erfolg von Tarantinos Zweitlingswerk nach dem viel beachteten Reservoir Dogs den Aufstieg in die A-Liga der Filmproduzenten.

Mit einem untrüglichen Gespür für Dialog und Charakterzeichnung gelang es Quentin Tarantino einen, wenn nicht gar den Kultfilm der 90er zu erschaffen. Wie nebenbei förderte er das Comeback John Travoltas, der nach Staying Alive endlich wieder zeigen konnte, dass sich Tanzen und Talent sehr gut zu einer schmierig-lässigen Performance ergänzen können, die prompt mit einer Oscar-Nominierung quittiert wurde. Auch sonst glänzt Pulp Fiction mit einem wahren Arsenal erstklassiger Schauspieler von Uma Thurman über Samuel L. Jackson bis hin zu Bruce Willis, denen man die Spielfreude in diesem Episoden- und Ensemble-Film anmerkt. Quentin Tarantino hat mit Pulp Fiction die Messlatte für cool inszenierte und intelligent geschriebene Filme sehr hoch gelegt. Und man mag rätseln: Vielleicht war es ja auch die Aura Tarantinos, die in dem Koffer verborgen war… (EM)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Pulp Fiction
Genre
Gangsterfilm, Schwarze Komödie, Kriminalfilm, Drama, Thriller
Zeit
1990er Jahre, Gegenwart
Ort
Los Angeles
Handlung
Abendessen, Aktenkoffer, Antiheld, Armbanduhr, Auftragskiller, Autofahrt, Bar, Barmann, Bibel, Boxen, Boxer, Drogen, Dusche, Eifersucht, Fast Food, Fernsehen, Folter, Fußfetischist, Gangster, Gangsterboss, Geschäft, Gewalt, Hamburger, Heroin, Joint, Katana, Keller, Kokain, Kultfilm, Massage, Motel, Musik, Nasenbluten, Oscargewinner, Perversität, Piercing, Pistole, Portemonnaie, Restaurant, Schießerei, Schuss in den Kopf, Spritze, Strip-Club, Tanzen, Taxi, Taxifahrer, Tomate, Twist, Verbrechen, Vergewaltigung, Überdosis, Überfall
Stimmung
Eigenwillig, Geistreich, Hart, Witzig
Zielgruppe
Männerfilm, Über 18, Über 18 (Gewalt)
Tag
AFI Top 100, Episodenfilm, Kultfilm, Oscargewinner, Time's All TIME Top 100 Movies
Verleiher
Scotia International Filmverleih GmbH Deutschland
Produktionsfirma
A Band Apart, Jersey Films, Miramax, Miramax Films

Kritiken (11) — Film: Pulp Fiction

kobbi88: Die Drei Muscheln

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10.0Lieblingsfilm

All-Time Classic! Tarantinos bester Film, mein zweitliebster Tarantino (nach RESERVOIR DOGS), wahnsinnig gutes Drehbuch (für das er im Gegensatz zu DJANGO UNCHAINED zurecht den Oscar erhalten hat), hervorragender Soundtrack, kultige Charaktere, Sprüche und Szenen, die mittlerweile in die Popkultur eingegangen sind ("This is a tasty burger") ...

...und in Anlehnung an den Kommentar von GRAND unter mir: Pulp Fiction für alle Franken und die, dies mal werden wollen ;)

http://www.youtube.com/watch?v=6Rab0ooHGLo

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doktormovie

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http://www.youtube.com/watch?v=2_BEv6pSylQ
:D


Oceanic6: CinemaForever

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10.0Herausragend

Tarantinos "Pulp Fiction" ist nicht nur eine bis ins letzte Detail hervorragend durchdachte Gangster-Ballade. "Pulp Fiction" ist ein Lebensgefühl, welches seinesgleichen sucht und noch Generationen später weiterbestehen wird. Ein Stück endlosen Ideenreichtums, randvoll mit zügelloser Energie, unverschämter Leichtigkeit, herrlicher Lebensphilosophien und verbotener Coolness, oder ganz einfach durch und durch ein Film für den das Wort "Kult" erfunden wurde.

27 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 34 Antworten

DivDav

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Ich find euch alle Kindergarten, nur damit ihr wisst wie ich euch finde. Findet ihr das nicht schön. Einmal wieder Kind sein und bleiben oder sein und immer wieder werden. Pulp Fiction


Andy Dufresne

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oO


Timo K.: Blockbuster Entertainment

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8.0Ausgezeichnet

pulp fiction /pʌlp/ fɪkʃn 1. Film, Kult, Kultfilmedelware.
2. Postmodernes, frei von der Leber gackerndes, ungezwungenes Tratschen eines Zitats aufs Zitat vom Zitat gegenüber dem Zitat hinten am Zitat quer übers Zitat vorbei. Ästhetisch hochwertige und moralisch minderwertige, in Dauerschleife gesprochene Anekdoten über den Sinnlosgehalt des Lebens in lispelfreier DVD- oder Blu-ray-Qualität.

Hawaiian Cinema Dictionary
New Kahuna Edition
(Herausgeber ist heute leider verhindert)

Beachte: Toiletten sind (S)scheiße (fürs Leben).

28 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 6 Antworten

*frenzy_punk<3

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Wegen diesem bösen Wort mit "K" in der ersten Zeile wollte ich schon fast nicht mehr lesen :)
Aber du bekommst trotzdem ein Like weil es originell war.


Timo K.

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Schön wär's. :) | Ach für diesen, DIESEN Film ist kein Wort angemessener... ;) Trotzdem danke.^^


Mr.Film: City of Cinema

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8.0Ausgezeichnet

"PULP FICTION". Stand ja schon lange auf meiner Vormerkliste. Aber ich hatte es nie sehr eilig ihn zu sehen. Auch nicht nachdem viele weitere Freunde ihn mit 10 Pünktchen ausgezeichnet haben. Das Interesse war einfach nie da. Was weiss ich warum, fragt Dj Bobo. Also warum habe ich mich dazu entschlossen den Film endlich zu schauen?
Nette Geschichte: Bin seid diesem Jahr auf einer neuen Schule.
Also = Neue Gestalten. Oh mein Gott. Und was für Gestalten. Wäre ja aber auch langweilig wenn es nur normale Menschen in meinem Leben geben würde. Naja, auf jeden Fall kam ich mit einem 'deutschen Kanacken'(alda ich schwör auf deine Mutter, er nennt sich selber so, schwör!) ins Gespräch, er musste mir ja uuuuunbedingt davon erzählen wie 'krass scheiße' doch der Mathe Lehrer ist. Nun gut. Die Meinung teile ich ja auch irgendwie, also sagst du mal höflich "Ja, seh ich auch so." Dann kam völlig aus dem Kontext gerissen der Satz "Guckst Filme?". "Na klar" kam es aus mir herausgeschossen, und ich hatte noch einen kleinen Funken Hoffnung in mir, das dieser Kerl wenigstens zum Teil interressant sein könnte. "Hab gestern Pulp Fiction geschaut, aba weisch du wie scheiße der war lan, nur Gerede, Gerede, bissl Action war auch, aber voll wenig undso. Schau bloß net man.". 'Aber weisch du wie' schnell ich mir den Film angeguckt habe? An dem gleichen Tag, sofort als ich zu Hause war, denn ich musste einfach mein Gewissen erleichtern und drauf hoffen das ich nicht so denke wie dieser Eimer.

8 Punkte. Und es stimmt kein Kritikpunkt mit dem des Eimer's zusammen. Er fand die Dialoge 'verkackt eh', ich dagegen echt interessant und auch überwiegend unterhaltsam. Metrisches System, YEAR! Nein, keine Ironie war echt gut gemacht. Ist eben der Quentin-Style. Die Charaktere sind auch zum küssen, Schauspieler aus der Champions League treten hier auf und vereinen ihr Können zu einem einzigartigen Auftreten. Der Eimer fand nur die zwei "Gangsta" gut. Kann ich ihm natürlich nicht verübeln, aber es ist schon unglaublich das er den restlichen Cast links liegen gelassen hat. Weiter gehts zum Anhaltspunkt "Trash-Style". <3. Sehr fein. Ich muss aber auch noch BRUCE WILLIS und seinen Auftritt als 'Butch' hervorheben, er hat mir hier echt noch am meisten gefallen. Die Idee, das man eine Hand voll Szenen etwas versetzt, so das kleine Zeitsprünge entstehen, fand ich klasse als Abrundung.

Achja, die Geschichte mit dem Eimer ist wirklich wahr. Ist nicht meine schönste Erinnerung, aber es ist eine. Und irgendwie war es ja auch gut, denn jetzt hab ich den 'Platz 1 meiner Top-100 Filmtipps" abgearbeitet. Platz 1 meiner Top-Filme wird er trotzdem nie erreichen, da gibt es für mich einfach viel bessere.

aber

"....mhmhmh...das ist ein wirklich leckerer [Film]..."

47 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 20 Antworten

Mr.Film

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@FumerTrue: Leider habe ich die Erfahrung gemacht, das fast jeder in meinem Umfeld englischsprachige Filme boykottiert. Es gibt natürlich Außnahmen, aber ich finds unglaulich wie man sich dafür zu bequem sein kann. Es gibt ja auch Untertitel, aber selbst das scheint zu anstrengend.
@alexandravonkappen: Ob dein Glückwunsch nun ironisch gemeint ist oder nicht - danke! :) Na man kann es ja auch nicht jedem recht machen, wäre ja ein Unding :)


alexandravonkappen

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Ich finde es sehr schmeichelhaft, dass Du mir den Gebrauch der Ironie zutraust, aber ich muss Dich enttäuschen, der war ehrlich!:)


stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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10.0Herausragend

Ist „Pulp Fiction“ ein besonderer Film?

Es gibt wohl keinen anderen Film, der so häufig auf cineastischen Bestenlisten auftaucht wie Tarantinos kultisch verehrter zweiter Spielfilm. „Pulp Fiction“ kam gewaltig, suchte sich einen schönen Thron in der Popkultur und sah von dort aus zu, wie diverse Epigone mal erfolgreich („Bube, Dame, König GrAs“, „Bang Boom Bang“) mal mehr schlecht als recht („Thursday“, „Kaliber Deluxe“) versuchten sich als Kultfilm ähnlicher Couleur zu profilieren. Vom Thron gestoßen wurde er bis heute nicht und so ziemlich alle Angriffe auf seinen Herrschersitz gingen, ohne größere Blessuren hinterlassen zu haben, an ihm vorbei.

Damals wie heute ist der pulp‘sche Bekanntheitsgrad immens hoch. Wenn selbst ein 12-jähriger in der Videothek nach „Pulp Fiction“ statt nach „Avatar“ oder „Harry Potter“ fragt, ist das durchaus ein Zeichen von hoher, stetiger Popularität. Macht das „Pulp Fiction“ zu einem besonderen Film?

„Pulp Fiction“ ist ein, mal nonchalantes und mal drastisches, Vergnügen. Wunderbare, oft genug sinn- und ziellose Diskussionen werden genauso treffsicher abgefeuert wie überspitzte Gewalteruptionen, leichtfüßige Ikonisierungen, die richtige Dosis Vulgarität und teils perfide Situationskomik. Daraus entstehen umwerfend komponierte Szenen, jede für sich bereits mit einem enorm hohen Unterhaltungswert ausgestattet, alle zusammen genommen sind schlicht unschlagbar. Man nehme nur die legendäre Tanzszene. Kein anderer Filmtanz wurde so oft imitiert und nachgeäfft. Selbst die großen 80er Jahre Tanzklassiker „Flashdance“ und „Dirty Dancing“ wurde nicht so zahlreich rezitiert wie die gespreizten Finger von John Travolta und Uma Thurman. Mittlerweile ist eine „Pulp Fiction“-Parodie ein Zeugnis für Kreativ- und Mutlosigkeit.

Neben den bereits genannten Darstellern kann Tarantino auf weitere erstklassige Akteure zurück greifen. Einige spielen hier die Rolle ihres Lebens (Ving Rhames), andere starteten danach durch (Samuel L. Jackson) und wieder andere bewiesen, dass sie mehr können als die Annahme zu erfüllen immer wieder langsam zu sterben.

Bei seiner Rollenverteilung spielt „Pulp Fiction“ mit den Erwartungen des Zuschauers, wie bei vielen anderen Dingen auch. So verbirgt sich hinter dem Amoralischen der Figuren und Geschichten letztlich doch eine ziemlich konventionelle, puritanische Botschaft: Jeder bekommt das, was er verdient. Das klingt jetzt biederer als es in Wirklichkeit ist, denn egal was im Film passiert, es wirkt immer lebendig, frech und frei. Ist das besonders?

Tarantino und seine Co-Autor Roger Avary („Killing Zoe“, „Die Regeln des Spiels“) nutzen ein Maximum von stereotypen, uramerikanischen Figuren und plündern ordentliche im Fundus anderer Filme. Doch anstatt Figuren und Fundsachen durch genormte Ereignisse und Dialoge zu scheuchen zelebriert „Pulp Fiction“ die Destruktion des Gewöhnlichen. Gangster reden hier auch mal über Fast Food und nicht bloß über Geld und Drogen. Diese Kombination aus anscheinend nicht zusammenpassendem Material ergibt eine Fülle von grandios-komischen Szenen, die dazu virtuos miteinander montiert wurden. So besonders ist es zwar nicht, dafür aber umso besser.

Dass dieses Format auch nach über zwei Stunden noch funktioniert und nicht verschleißt, liegt nicht nur am Humor, sondern gewiss auch am Episoden-Puzzle-Konzept des Films, indem während der gesamten 154 Minuten eine Vielzahl von exquisiten Höhepunkten serviert werden. Eine wahre Klimax-Parade. „Pulp Fiction“ zum ersten Mal ansehen hat etwas von einer großen, prallgefüllten Wundertüte für Erwachsene. Der geniale Soundtrack - auch heute noch unübertrefflich: „Miserlou“ von Dick Dale & his Del Tones(warum konnten diese Black Eyed Peas davon nicht ihre schmierigen Pfoten lassen) - tut sein übriges dazu.

Quentin Tarantino, dessen Name auf Plakaten und in den Credits ausreicht um Aufmerksamkeit und höhere Gewinne zu erzeugen, hat mit „Pulp Fiction“ nichts weiter als einen Meilenstein geschaffen. Ein Film, der von anderen Filmen kopiert und gleichzeitig so eigen ist, dass man ihn selbst nur schwer nachahmen und beschreiben kann. Eine Revue aus Klischees, Stilmitteln, Erwartungen, Überraschungen, großen und kleinen Details und das macht – natürlich- einfach eine Menge Spaß, auch bei der 100. Sichtung. Da ist es doch völlig egal, ob der Film wirklich besonders ist.

40 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Flibbo: Wie ist der Film?

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10.0Lieblingsfilm

[...] Der Film arbeitet mit Zeitsprüngen und erfordert Konzentration, behält dabei aber immer Pepp und wirkt nie zu verliebt in eine ausgefallene Struktur, weil am Ende alles genauso durcheinander Sinn macht und harmoniert, wie es erzählt wurde, und nicht anders. Der „Kult“-Stempel dabei ist von Tarantino geradezu berechnet, aber nicht um des Kults willen, sondern als Nebeneffekt einer aufrichtigen Lust auf Neues aus Altem. Ein Haufen Retrosongs, gehuldigt durch die Einbettung in schräge, interessant verschachtelte Szenarien, an die man sich einfach erinnert, weil darin Figuren agieren, die so sympathisch reden wie auch unsereiner der Schnabel gewachsen ist, gleichzeitig aber von etwas Magischem umgeben sind, weil sie alle auf ihre Art eine kriminelle Berufung haben, die nie gänzlich offengelegt wird. Das alles schreit einfach nach Coolness, welche den Kult ganz logisch begründet. [...]

Kritik im Original 15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

Skwisgaar

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bhbres<whb<a


Skwisgaar

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bhbres<whb<a


Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

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8.0Ausgezeichnet

Quentin Tarantinos zweite Regiearbeit nach "Reservoir Dogs", die mit ihrer Vorliebe für Gangster- und Heist-Motive sowie einer zeitlich zerstückelten Handlung erneut sichtlich von Kubricks "The Killing" beeinflusst scheint. Wesentlich präziser als im Vorgänger konzentriert sich Tarantino jedoch auf bizarre Figurentypen und absurde Nonsensdialoge, die in ihrer profanen Detailliertheit ebenso faszinieren wie amüsieren. In seinem bereits im Titel aufrichtig verdeutlichten Selbstverständnis ist "Pulp Fiction" nicht zuletzt wegen seiner ausgestellten Banalität und Bedeutungslosigkeit ein Schlüsselwerk postmodernen Filmemachens, wenn nicht sogar der qualitative Höhepunkt eines Kino der Verweise, die sich permanent gegenseitig auf die Schulter klopfen. Tarantino selbst hat in keinem anderen Film originelle Musikauswahl, gegen den Strich besetzte Schauspieler und irrwitzige Situationskomik so harmonisch und geradezu erfrischend vereinen können – entgegen der Logik eines kenntnisreichen, medial determinierten und von Popkulturcodes durchsetzten Systems, das ständig auf seine Cleverness hinweisen muss.

20 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

CIT

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Habe selten eine inhaltlich bessere Kritik gelesen, wirklich treffend formuliert. Chapeau !


Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders

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10.0Lieblingsfilm

"Pulp Fiction" gehört einfach in jeden Haushalt eines Filmfans. Ich werde dieses Manko schnellstmöglich nachholen und kann jedem raten sich den Film zuzulegen. Mit "Pulp Fiction" hat Quentin Tarantino ein Meisterwerk geschaffen.

Kritik im Original 14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Evie: www.inderzange.de

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10.0Herausragend

Genialer Klassiker!! Muss man gesehen haben...

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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9.5Herausragend

Natürlich ist der Film großartig. Warum sollte jeder selbst entdecken.

11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Strikerth

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So einfach wollen wir es dir doch auch nicht machen Patrick :D


-Stingray-

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Bis auf ein paar Szenen fand ich den halt langweilig.Lieg wohl darin,dass ich Tarantino und seine Filme einfach nicht mag!


MartinSchwarz: zitty MartinSchwarz: zitty

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9.0Herausragend

Die Dialoge, der Umgang mit dem Bildformat, die Besetzung: perfekt, besser geht's nicht. Und bei jedem Sehen entdeckt man was Neues.

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Kommentare (591) — Film: Pulp Fiction


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ossibuh

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Bewertung3.5Schwach

Ich fand die bisherige Arbeit von Tarantino recht passabel aber dieser und "From Dusk Till Down" waren sehr enttäuschend. Ich hoffe das der geplante 2. Teil für 2015 sich steigert, ansonsten werde ich mich mit seiner zukünftigen Arbeit nicht mehr befassen - Ihr Lümmel..

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willwallace

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wasn fürn geplanter zweiter teil ?????


Samweis_Gamdschie

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Troll Troll Troll


robert.schneider.100

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Bewertung10.0Herausragend

Was soll man da noch sagen... 10,0!
Absolute Meisterleistung von Quentin Tatantino. Kult!

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robert.schneider.100

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*Tarantino


ossibuh

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nein


Troublemaker69

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Bewertung9.5Herausragend

Ein Meisterwerk von einem der besten Regisseure der Welt.
Die Dialoge können besser gar nicht sein, die Schauspieler spielen brillant und der Film ist keine Sekunde langweilig.
Der Film ist von der ersten bis zur letzten Minute spannend und kommt so andersartig interessant her, dass er nicht zu Unrecht Kultstatus erreicht hat.
Pulp Fiction-Mein liebster Film von Quentin Tarantino

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Promoter

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Kult oder Cool (dem damaligen Zeitgeist entsprechend);-) - immer wieder grandios!

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mvpkennedy

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Bewertung3.0Schwach

Langweilig. Langatmig. Kein Spannungsaufbau. Lange unlustige Dialoge.

Da finde ich Django, Kill Bill & I.B. deutlich stärker. Vielleicht traf der Film den damaligen Zeitgeist, aber ich habe mich extremst gelangweilt und nur aufgrund der positiven Bewertungen durch den Film gequält.

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d3af

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Kindsköpfe 10/10 geben und Pulp Fiction 3/10

Bester Mann xD


MaceWindu1998

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich hatte mich auf keinen Film mehr gefreut als auf Pulp Fiction.
Schließlich bekommt man eine so hohe Wertung nicht alle Tage zu sehen;)
Dennoch wurde ich ziemlich enttäuscht. Ich erwartete Coolness, etwas Spannung und eine Menge schwarzer Humor. Zum Teil traf dies auch zu.

Die ersten 20 Minuten des Films ließen hoffen, das der Film mit dem Witz weitermacht, mit dem er beginnt. Leider lässt der Humor extrem nach in der nächsten Stunde und es wird die Geschichte von Bruce Willis erzählt; leider viel zu ernst. Dabei war die Geschichte sehr gut gemacht, nur wenn man schwarzen Humor erwartet bekam man an dieser Stelle leider kaum welchen.
Doch die letzten 40 Minuten ... die führen zu meiner Wertung! Als endlich wieder John Travolta und Samuel L. Jackson auftauchten, da hat der Film mich perfekt unterhalten. Verdammt makabere Szenen, und so viel schwarzer Humor, das ich nur gedacht hatte; O gott, das ist ja so kranker Scheiß!
Das Ende ist verdammt cool geworden und hilft Pulp Fiction trotz meiner sehr hohen Erwartung (10 Punkte), mir im Gedächtnis zu bleiben!

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Luke_92

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

1994 wurde ein Kultfilm geboren und der heißt >Pulp Fiction<. Aber weshalb? Tja, eben deshalb, weil Tarantino mit der genialen Idee daherkam dem Zuschauer alte Filmklischees so unverfroren um die Ohren zu hauen und auf eine derart coole Weise zu entstellen, dass man es nie wieder vergisst. Sein unvergleichliches Talent für kesse Ikonen und aberwitzige Dialoge hat ihm daher nicht nur einen Oscar, sondern auch eine ewige Signatur in unser Popkultur beschert.
Besonders gefällt mir der Episodencharakter der Erzählung, der pointierte Einsatz von Musik und Samuel L. Jackson, der als „Jules Winnfield, unser Mann in Inglewood “ zu einem meiner Lieblingsschauspieler wurde.
Aber wieso dann nur 8.5 Punkte? Ich kann es nicht genau sagen, oder will es vielleicht nicht. Keine Ahnung. Genauso wie Tarantino mir nie erzählen wird, was in dem Koffer mit dem Code „666“ steckt, bleibt diese Begründung nicht auszumachen.
Fazit: >Pulp Fiction< ist ein Stück Leinwandkultur, das durch ein freches Drehbuch und einen comichaften Style besticht und damit ohne Frage zu den besten Filmen aller Zeiten gehört. Und ja … letzten Endes sitzt man in seinem Sessel und fragt sich wiederholt: Was soll das Ganze eigentlich? Was soll mir das hier sagen? Doch bei >Pulp Fiction< ist dieses Gefühl gar nicht weiter tragisch. Man lehnt sich einfach etwas mehr zurück und genießt ein verwegenes und vulgäres Tarantino-Spektakel und ist glücklich dabei.

Legendäre Zitate:
„Ey, mach mal halb lang.. ne Pussy auszuschlecken und ner Pussy ne Fussmassage zu geben ist noch lange nicht dasselbe.“

„Und weißt du wie die einen eh Quarterpounder mit Käse in Paris nennen?“ - „Die nennen ihn nicht einen Quarterpounder mit Käse?“ - „Nein Mann, die haben das metrische System, die wissen gar nicht, was ein Viertelpfünder ist.“ - „Wie nenn die ihn?“ - „Die nenn ihn den Royal mit Käse.“ - „Royal mit Käse?“ - „So ist es!“ - „Wie nennen die einen Bic Mac?“ - „Big Mac ist ein Big Mac, aber die nennen ihn Le Bice Mace“ - „Le Bice Mace?“ - „Wie nenn die einen Whopper?“ - „Keine Ahnung, im Burger King war ich nich. Weißt du was die in Holland anstatt Ketchup auf die Pommes tun?“ - „Was?“ - „Mayonaise!“ - „Ieh, is das eklig!“ - „Hab ich selbst gesehen, Mann, die ersäufen die in der Tunke.“

„Jules, wenn du dem verdammten Penner 1500$ gibst, muss ich ihn aus Prinzip erschießen!“

„Liest du die Bibel, Brad? Also da gibts 'ne Passage die ich halb auswendig kann, die passt irgendwie zu diesem Anlass. Ich glaube Ezekiel 25, 17. »Der Pfad der Gerechten ist zu beiden Seiten gesäumt mit Freveleien der Selbstsüchtigen und der Tyrannei böser Männer. Gesegnet sei der, der im Namen der Barmherzigkeit und des guten Willens die Schwachen durch das Tal der Dunkelheit geleitet. Denn er ist der wahre Hüter seines Bruders und der Retter der verlorenen Kinder. Und da steht weiter ich will große Rachetaten an denen vollführen, die da versuchen meine Brüder zu vergiften und zu vernichten, und mit Grimm werde ich sie strafen, daß sie erfahren sollen: Ich sei der Herr, wenn ich meine Rache an ihnen vollstreckt habe.«“ etc.

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Kai_Asmus

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Bewertung9.5Herausragend

Der beste Tarantion überhaupt. Jedesmal wenn ich den sehe, bekomme ich Bock auf einen Burger.

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Lady_Birdl

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Es ist lang her, dass mich ein Film so so gefesselt hat. Einfach legendär!

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miahorrorlove

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Einfach Geil.

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Holzwerner

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Bewertung6.0Ganz gut

Warum werden die Gewaltakte, die hier zelebriert werden so abgefeiert ? Jugendliches (Un)Verständnis filmischer Inszenierung womöglich. Aber dafür kann der Regisseur natürlich nichts. Was aber ebneso fraglich ist, ist die Beweiräucherung seiner filmischen Schaffensart. Herr Tarantinos verschachtelte Geschichten sind im Grunde nur die Trash Version eines Rashomon und so auch zu bewerten. Darstellerisch und inszenatorisch oft erhaben, krankt der Film letztendlich aber an seiner banalen Geschwätzigkeit. Nur wer viel redet hat noch lange nicht Bedeutungschwangeres zu sagen. Ich kann verstehen, wie man als junger Mann solche Filme, welche sehr seicht daher kommen mögen kann. Aber in die Liga großer großer Regisseure wird Trantino eh nicht kommen.

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Samweis_Gamdschie

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Ich glaube es ist eher andersrum, die Leute die ihn damals im Kino gesehen haben, schwärmen heute noch davon.
Die heutige Jugend findet den Film bestimmt zu langweilig.
Natürlich gibt es auch Ausnahmen .
Also ich feier die Gewaltakte nicht ab. Wer das macht, hat wohl eher das besondere an diesem Film nicht gesehen. Pulp Fiction ist auf keinen Fall ein gewaltverherrlichender Film. Wer das findet, muss wohl jeden Film als gewaltverherrlichend finden.
Der letzte Satz ist wirklich lächerlich. Er gehört klar zu den Besten die es jemals gab.
Aber natürlich muss es solche Leute wie dich geben, die an allem etwas zu bemängeln haben.


Holzwerner

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Film ansich, zumindest der große Film muss auch kritisieren. Und das tut Pulp Fiction nur marginal. Tarantino ist ein künstlerischer Regisseur. Aber nur auf Unterhaltungsebene.


Big_Kahuna

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Nun denn, vor vielen Jahren entfachte ein Film meine Leidenschaft die jetzt schon seit einigen Jahren anhält, die mich nicht los lässt, die mich mit dem Medium Film unspaltbar zusammenbrachte. Ich meine, vorher war es auch schon so, dass ich Filme gerne sah, es geschah allerdings beiläufig, was ja normal ist in so jungen Jahren. Man gut, dass ich einen Kumpel hatte, der durch seinen großen Bruder auch an Streifen kam, die einem 12-Jährigen ansonsten verwehrt geblieben wären. Und so saßen wir mit unseren spitzbübischen Blicken vor der Glotze, um uns völlig unbewusst einen der besten Filme anzusehen, die es wohl jemals geben wird. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich natürlich noch nicht, dass ich diesen einen Film sehen würde, der mich für immer in seinen Bann zieht. Einen der Filme, die man sich so oft angucken kann, wie man möchte, der einfach nichts an seinem Charme und seiner Spannung verliert. Einer dieser Filme bei denen man mitsprechen kann und trotz dessen noch mitfiebert, wie beim ersten mal. Und das war noch lange nicht alles, der Film war sogar so prägend, dass er meinem Filmgeschmack einen Startpunkt setzte und mich am Pfahl des Gangsterfilmgenres festband und zwar mit einer Titankette. Wenn mich einer davon los machen möchte, muss er wenn dann schon den verdammten gesamten Erdball in die Luft sprengen. Dabei war Pulp Fiction eigentlich alles andere als ein gewöhnlicher Gangsterfilm, wirklich völlig anders. Unchronologische Erzählweise, wirklich unglaublich durchdachte aber fetzige Dialoge, Figuren die eigentlich völlig menschlich sind, dennoch wie aus einer anderen Welt zu stammen scheinen und ein Spannungsbogen, der mich trotz der vielen ruhigen und mit Redewitz versetzten Stellen, wie eine an den Kopf gehaltene Waffe bedrohte, vor erwartungsvollem Wirbel. Ich war erst 12 und sah mir den untypischsten Gangsterfilm überhaupt an, welch ein Glück eigentlich, wenn ich's mir im Nachhinein so überlege, schließlich ist Quentin Tarantino jetzt einer meiner absoluten Lieblingsregisseure und ich gucke mich regelmäßig durch seine Vita. Mit 12 war also bereits alles klar und ich hatte den jetzigen Kultfilm aller Kultfilme vor der Nase. Marsellus Wallace und seine Gangster, Vincent Vega und Jules Winnfield, das ist der Beginn und das Ende, verrückt. Honey Bunny und Pumpkin starten einen Restaurantüberfall, einfach so, und wieso? Ganz einfach, weil irgend so ein koreanischer Opi im Spirituosenladen sowieso nicht versteht, was du von ihm willst und dir mit seiner 9mm, die er unterm Ladentisch vorholt, die Birne weggepustet hat, eh du dich versiehst. Logische Konsequenz also: einfach mal ein Restaurant überfallen, wieso auch nicht, die sind doch sowieso nicht vorbereitet. Reingeworfen ins Geschehen, ist das der Beginn eines genialen Films, der irgendwo zwischen dem metrischen System, seinen Vorteilen und einer gewaltigen Prise Coolness rangiert. Wenn man heutzutage an Coolness in Hollywood denkt, kann einem eigentlich nur einer in den Sinn kommen: Samuel L. Jackson aka Jules Winnfield. Zusammen mit seinen Partner Vincent Vega (John Travolta) bildet er das coole Gangsterduo, dass sich auf dem Weg zum nächsten bleihaltigen Auftrag vom Boss Marsellus Wallace (Ving Rhames) über Dinge wie Fußmassagen oder Serien im Fernsehen (oder jene, die es gern werden wollten) unterhalten. Bei allem was die beiden machen, sprießt die Coolness nur so aus ihnen heraus, eben richtige Gangster, scheißegal worüber sie sich unterhalten oder ob sie sich halbnackt im Vorgarten von nem alten Bekannten mit nem Gartenschlauch das Blut von den Bäuchen spritzen lassen. Verdammt, wenn die Pistole einfach losgeht, obwohl man es gar nicht wollte, passieren eben solche Sachen, wahrscheinlich warsn Hubbel oder sowas, wer weiß das schon. Göttliche Vorhersehung ist hier sowieso ein Thema, so wie die Bibel an sich oder ein Vers aus ihr. Was genau ist hier eigentlich nicht Thema? Normalerweise laufen Gangsterfilme zwischen großangelegten Drogendeals und Bandenkrieg ab. Irgendwer pustet lässig irgendwem die Birne weg und klaut ein bisschen Kohle und/ oder Drogen, sodass der Drogenkartellkrieg erst so richtig los gehen kann, das ganze wird hier allerdings zur Nebensache, so ganz nebenbei. Drogen, Geld? Interessieren nicht wirklich. Ein Koffer mit aussendendem goldenen Schimmer ist hier Symbol, mittlerweile ein absolut mystisches Kultsymbol, mehr aber auch eigentlich nicht. Interessiert niemanden, außer den Zuschauer, den dann aber richtig und das treibt die Story nur noch mehr an. Zwischen weiteren wirklich interessanten Nichtigkeiten, geht sie weiter, die Berg- und Talfahrt der Nostalgiegefühle. Irgendwo zwischen Marilyn Monroe und Mamie van Doren, in nem alten Chrysler eines Restaurants mit 5$-Shakes muss sich nämlich John Travolta ganz ordnungsgemäß um den schönen Abend der Gangsterbraut Mia Wallace (Uma Thurman) kümmern und alles tun, wonach ihr Wohlbefinden dürstet, auch das ein Auftrag vom Boss. Das dazu natürlich der goldene Pokal des abendlichen Tanzcontests und eine Menge gefährlicher Drogen gehört, ist nur ein kleiner Nebenausflug im originellen Handlungsstrang. Sei's drum, mitten im Box-Ring wartet ja noch Butch Coolidge (Bruce Willis) darauf, in der 5. Runde wie abgesprochen seinen Arsch auf dem Parkett zu verfrachten, ganz unverblümt. Zum Unmut der Gangsterfraktion nimmt unser kerniger, aber doch irgendwie einfühlsamer Butch das nicht wirklich ernst und versucht sich aus dem Staub zu machen, mit seiner kleinen französischen Mamacita (Maria de Medeiros) und ein paar grünen Scheinen im Hinterstübchen, wie sich das gehört. Wenn man schon was durchzieht, dann aber auch richtig, das musste ungefähr das leicht lebensmüde Motto von Mister Coolidge gewesen sein. Wenn da nur nicht die vergessene goldene Uhr wäre, die einst sein Vater vor den grabschenden Händen irgendwelcher Vietnamesen in seinem Allerwertesten versteckte, in jahrelanger Kriegsgefangenschaft natürlich. Dieses Erbstück, eigentlich das wichtigste im Leben von Butch, darf selbstverständlich nicht irgendwo liegen bleiben und so nimmt die verkettete Geschichte ihren Lauf, inmitten irgendwelcher Sadomaso-Phantasien von Antiquitätenladenbesitzern und warmen Blaubeerpfannkuchen zum Frühstück. Hier Rücken die Nebenfiguren à la Wolf der Problemlöser in den Fokus, die Hauptfiguren werden zur Nebensache und anders herum. Sie sind alle bis ins Detail gezeichnet und ich könnte über alle bestimmt 10 Sätze schreiben, aber das lassen wir wohl besser, sonst werden das vorm Bildschirm ein paar Minuten zu viel. Viel mehr hab ich es an der Stelle noch nicht mal ansatzweise fertig gebracht, die Story in ihrer Gesamtheit zusammenzufassen, ich weiß nicht mal, ob das überhaupt irgendwie möglich ist. Eins ist sicher, das was sich bei Tarantino so in den Jahren davor an Ideen im Kopf angestaut haben muss, hat er auch in diesem Film platziert - er hat den Ideenkochtopf bildlich zum überkochen gebracht, cool und spritzig, wie eine Tour im Auto mit Jules und Vincent, das dachte sich Marvin bestimmt auch, zumindest so lange, bis sein Gehirn auf dem Rücksitz verteilt war. Absurd und doch irgendwie an Originalität nicht zu überbieten. So richtig cool ist auch der Soundtrack, der ja als ein absolut wichtiges Stilmittel von Tarantino bekannt ist. Fernab von den gängigen Gangsterfilmsoundtracks tauchen wir zwischen den funky Sounds von Kool & the Gang und der souligen Dusty Springfield endgültig in dieses kultige Kabinettstück von Film ab. Rückblickend betrachtet hat sich dann hier auch noch die hohe Riege der späteren, großen Hollywoodstars und welche, die es bereits waren, versammelt: John Travolta, Tim Roth, Samuel L. Jackson, Uma Thurman, Bruce Willis, Steve Buscemi, Christopher Walken, ja sogar Harvey Keitel gab sich die Ehre. Wenn heutzutage ein Film - besetzt mit diesen Stars - in die Kinos käme, würden die meisten Filmfans wohl ihren Augen nicht trauen. Wenn man das ganze als göttliches Schauspielaufgebot betiteln würde, wäre das wahrscheinlich fast noch untertrieben. Quentin Tarantino, der damalige Neuerfinder des Gangsterfilms webt also diese 3 Handlungsstränge, die auf den ersten Blick eigentlich überhaupt gar nicht zusammenpassen, so gekonnt ineinander, dass davon heute noch Diagramme erstellt werden, die sich manch einer sogar als Poster an die Wand hängt. Er hat seinen ganz eigenen Stil in Hollywood etabliert und sich mit seinem Kultklassiker von 0 auf 100 zur absoluten Stilikone gemausert und ganz nebenbei hat er einen kleinen Jungen zum Filmliebhaber mutieren lassen, zumindest wenig später. Da saß ich nun also, wie der kleine Comic-guckende Butch gebannt vor dem Fernseher und sah meinen persönlichen Film der Filme an, mein cineastisches Fundament, auf dem alles weitere bis zum jetzigen Zeitpunkt aufbaut.
Und ich sitze immer noch, Jahr für Jahr, immer wieder diesen Film anschauend, immer wieder diese Genialität bestaunend. Chapeau Mister Tarantino, ich danke Dir!

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Big_Kahuna

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Ahh ok, verstehe.


Cupio

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42!


Ioosh698

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

"Pulp Fiction" war der nun insgesamt dritte Film den ich mir von Quentin Tarantino bisher angesehen habe, neben "Django Unchained"und "Inglourious Basterds". Da stellt sich automatisch die Frage, welcher Tarantino Film bis jetzt mein liebster ist? Ganz klar, "PULP FICTION"!
Ich hatte ja im Vorfeld durchweg nur positives über den Film gehört, dass er mich dann aber so begeistern konnte hätte ich niemals gedacht!
"Pulp Fiction" ist für mich DER Kultfilm schlechthin und ein Werk das Quentin Tarantinos Liebe zum Kino repräsentiert. Ich kann es bucht oft genug sagen, Tarantino ist für mich ein wahres Genie, ein Poet der vor geistlichen Ergüssen nur so strotzten muss. Anders kann ich mir das was er hier geschaffen nicht erklären.
"Pulp Fiction" ist von Anfang an ein Film bei dem so gut wie keine Schwächen festzustellen sind, und das kommt heute nur noch sehr selten vor...
Dieser Film kann wie kein zweiter eine unglaubliche Komplexität aufweisen. "Pulp Fiction" ist eine Mixtur aus verdammt genial geschriebenen Dialogen, skurrilen und einmaligen Charakteren, einer faszinierenden und zugleich verwirrenden Story und einem absoluten Top Soundtrack. So habe ich den Film jedenfalls empfunden.
Ich habe wirklich noch nie solche Dialoge zwischen diversen Filmfiguren gesehen wie hier! Der Oscar für das Drehbuch war hier absolute Pflicht, Quentin Tarantino hat sich in "Pulp Fiction" seine Seele aus dem Leib geschrieben! Ich bewundere sein Talent für das schreiben von Drehbüchern immer wieder, denn es gibt in meinen Augen keinen anderen der eine solche Klasse hat. Man könnte an dieser Stelle hunderte Zitate schreiben, die diese alles nochmals bestätigen. Denn mit Zitaten aus "Pulp Fiction" könnte man bestimmt ein halbes Buch schreiben!
Doch all diese abstrusen, verrückten und teils abartig komischen Dialoge wären nicht so gut wenn der Film nicht so tolle Schauspieler hätte.
Samuel L.Jackson als Jules Winsfield und John Travolta als Vincent Vega sind durch "Pulp Fiction" zu zwei Kultfiguren geworden . Jeder kennt sie, jeder liebt sie. Zwei absolut coole, lässige Typen die man im übertriebenen Sinne einfach nur gern haben muss. Vor allem Samuel L.Jackson haut es mal wieder richtig aus, für mich ist er der mit Abstand geilste Charakter im ganzen Film. Wobei, eigentlich sind alle verdammen Charaktere in diesem verdammten Film einfach nur verdammt Geil ;)!! Punkt. Schauspielerisch ist hier wirklich alles auf aller höchstem Niveau.

Mir ist wirklich nichts an "Pulp Fiction" aufegfallen, was man in irgendeinem Sinn negativ bewerten kann. "Pulp Fiction" ist eine filmische Achterbahnfahrt und DER Tarantino Film schlechthin. Der Film ist ein Trip der ganz anderen Sorte. Verrückt, krank, blutig, lustig, abstrus, intelligent, dreckig, verschachtelt, poetisch, kurzum einfach GENIAL!
Mich hat in letzter Zeit neben "Fight Club" kein Film so beeindruckt wie "Pulp Fiction", ein wegweisendes Meisterwerk eines visionären Regisseurs. Oft kopiert aber niemals erreicht.
Völlig zurecht der am zweitbesten bewerteste Film hier auf Moviepilot!

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Mr.Queeqeq

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Bewertung10.0Herausragend

Von allen Kultfilmen dieser Welt ist Pulp Fiction wohl der Kultigste, es trieft aus jeder Szene des Films.

Angefangen bei der Tanzszene im 50´s Schuppen, über das Zerschneiden perverser Männer bis hin zur Szene mit der Leichenbeseitigung.

Und zum Glück bietet der Film genug Substanz, um ihn auch als Inszenierung zu mögen abseits des Kultgew.....

Pulp Fiction bietet mehrere Handlungsstränge die sich mal mehr mal weniger miteinander kreuzen, dann wieder entzweien um letztenendes doch wieder irgendwie zueinander zu passen, sorry, ohne zu spoilern kann ich die Chronologie des Films wirklich nicht beschreiben.

An prominenten Schauspielern mangelt es beileibe nicht, Uma Thurman als dezent verrückte Gangsterbraut, Bruce Willis als abgehalfterter Boxer der vom einen Unglück ins nächste stolpert, oder Samuel L. Jackson.....

Jedenfalls, die größte Stärke von Pulp Fiction ist meiner Meinung nach die Atmossphäre, zu jeder Zeit wirkt der Film glaubwürdig, obwohl er völlig verrückt ist, klingt unlogisch? Ist aber so. denn dass ist wohl, neben dem Kult und der Coolness von Samuel L. Jackson, der Hauptgrund dafür dass Pulp Fiction zum Klassiker geworden ist.

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sachsenkrieger

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Bewertung10.0Herausragend

Einer der Knüller der 90er Jahre mit oscarreifen Leistungen von John Travolta und Samuel L. Jackson, der definitiv nicht Laurence Fishburne ist. Gibt´s nicht viel mehr zu sagen, 10.0 Punkte, Perfekt!

GOOD NIGHT AND GOOD LUCK!

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BlackLevel

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Bewertung9.0Herausragend

Mit "Pulp Fiction" zeigte uns Tarantino seine ganze Klasse als Regisseur.

Ein perfekt inszeniertes und durchdachtes Schauwerk, welches enormen Einfluss auf die damalige Filmlandschaft ausübte und zu einem Teil der Popkultur wurde.

In allen Punkten ein visionärer Film..
Clevers Story-Telling, sauber ausgearbeitete Dialoge - messerscharf und präzise. Absolut unverkennbare Charaktere, die an Lässigkeit kaum zu übertreffen sind. Besonders Sam Jacksons Figur "Jules Winnfield" und Travoltas Figur "Vincent Vega", sind schlichtweg genial gezeichnet und eben genauso genial gespielt.

"Pulp Fiction" ist und bleibt Tarantions bester Film!

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an-go

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Was gibts da zu sagen... 10.0! Der grösste Film überhaupt.

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fcb_bavaria

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

DER Film schlechthin ! Geniale Dialoge , pefekt besetzte Rollen mit Schauspielern der Extraklasse (allen voran Travolta ) ! Ich hab den Film unzählige male gesehen und er schafft es immer wieder aufs Neue mich zu begeistern ! Gibt's heutzutage was vergleichbares ??? Vorschläge sind sehr Willkommen !

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Samweis_Gamdschie

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Nein gibt es nicht !! Alles nur schlechte Kopien.
Der Film ist der Wahnsinn.


razzo

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Bewertung9.0Herausragend

''Warm, wärmer, Disco!''

Drei Jahre nachdem Tarantino die Hunde so beeindruckend auf die Filmwelt losgelassen hat, meldet er sich mit seiner fleischgewordenen Version der Groschenromane furios zurück.

Pulp Fiction ist ein Geniestreich seiner Zeit, der in Sachen Timing, Inszenierung und gestalterischer Kreativität seinesgleichen sucht. Nie da gewesenes Storytelling trifft auf legendäre Dialoge und die lässigsten Gangster der Filmgeschichte. Nein, dieser Trip ist keine Fiction, sondern so real wie ein herrlich saftiges Steak, das noch besser schmeckt als es aussieht. Hier muss man einfach herzhaft reinbeissen, auch wenn das Blut einem noch so entgegen spritzt. Fucking (*265) Brilliant!!!

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Lydia Huxley

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Es wird mich wohl für immer verfolgen... :D


Niho

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Bewertung9.5Herausragend

Über "Pulp Fiction" ist meiner Meinung nach alles gesagt worden. Er ist Kult und ist einfach ein absoluter Top Film. Hier passt fast alles: Soundtrack, Cast, Drehbuch, Kamera und vorallem die Dialoge.
Einziger negativer Punkt ist für mich die Langatmigkeit einiger Szenen im Mittelteil.

Fazit: Ich habe lange überlegt, ob es nicht doch noch für die 10 Punkte reicht, aber es ist eben sehr knapp. Trotzdem zurecht ein absoluter Kult Film!

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