The Man Who Wasn't There

US 2001

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7.6

Sehenswert

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Kritiker: 7.2

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Genre
Schicksalsdrama, Melodram, Gerichtsdrama, Familiendrama
Inhalt

Eine kalifornischen Kleinstadt Ende der vierziger Jahre: Der schweigsame Barbier Ed Crane (Billy Bob Thornton) hadert mit der Monotonie seines Lebens. Unzufrieden mit Job und Ehe, scheint sich ihm plötzlich eine neue Chance zu bieten, als ein Kunde… Mehr

Cast
Adam Alexi-Malle, James Gandolfini, Tony Shalhoub, Michael Badalucco, Billy Bob Thornton, Katherine Borowitz, Jon Polito Mehr
Regisseure
Ethan Coen, Joel Coen
Autoren
Ethan Coen, Joel Coen
Laufzeit
116 Minuten

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Kritiker — Sehenswert 7.2

Der Film The Man Who Wasn't There wurde von 19 Kritikern bewertet.

RR. Hamacher: Westfälische Rundschau, Köl...

6.0Ganz gut

In wunderbar komponierten schwarz-weißen Bildern erzählte Hommage an die "Schwarze Serie" Hollywoods, deren beabsichtigte Ironie aber in dem zum Selbstzweck verkommenden künstlichen Inszenierungsstil weitgehend untergeht. Auch die dahin plätschernde Handlung sowie die allzu marionettenhaft geführten Schauspieler lassen keine emotionale Identifikation zu

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C. Friedrich: aka Filmclub (a.D.)

10.0Lieblingsfilm

Das etwas ruhigere filmische Vorgehen der Coen Brüder als sonst macht diesen Krimi zu einem Glanzstück der Coen Filme. Thornton ist hier ein super Rollenspiel gelungen.

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Kommentare — Sehenswert 7.6

Der Film The Man Who Wasn't There wurde von 985 Mitgliedern bewertet.

BigDi

Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ganz kurz: Meine kleine und gemeine Definition von "Geheimtipp".

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GrafKoks

Bewertung9.0Herausragend

Unaufgeregte und überaus abgebrühte Neu-Interpretation der bekannten Noir-Mechanismen mit einer wunderbar geschlossenen Ästhetik.

Der bislang gelungenste Coen, da er nicht nur grandiose Einzelszenen besitzt sondern die gesamte Laufzeit über auf gleichhohem Niveau verweilt und dabei lässig paffend Haare vom Salonboden auffegt, dass es eine wahre Freude ist.

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filmfan90

Bewertung10.0Lieblingsfilm

Viele große Regisseure schufen zumindest ein Meisterwerk, das nahezu unbeachtet an der Öffentlichkeit vorbeiging, beispielsweise Kubricks "Barry Lyndon", Hitchkocks "Shadow of a doubt", oder David Lynchs "The Straight Story". Ähnlich scheint es sich mit dem Film "The Man who wasn't there" , der ein Flop in den Kinos war, der Coen- Brüder zu verhalten. Die Meinungen zu diesem Film differieren zwischen "langweilig und steril" bishin zu "grandios"; ich meinerseits schließe mich der letzteren Meinung an.
Ed Crane könnte mit seinem Leben recht zufrieden sein: er hat einen Job als Friseur, eine Frau und ein Haus, in dem sich ein Kühlschrank befindet. Doch weiß er, dass seine Frau ihn mit dem prahlerischen Big Dave betrügt und sein Job unterfordert und langweilt ihn. Er sehnt sich nach einem Ausbruch aus seiner spießigen, monotonen Welt. Der "Trockenreinigungsdeal" platzt jedoch und die Nachbarstochter entpuppt sich als völlig untalentiert, als Ed sie einem profilierten Klavierlehrerer vorstellt. Auf Grund all jener Enttäuschungen hat das Leben Ed gelehrt, stets passiv zu sein- er raucht ständig Zigaretten und redet nur sehr wenig mit anderen Menschen, als wäre er garnicht da... . Selbst als er in Notwehr Big Dave tötet schweigt er und behält sein Gehimnis für sich; lieber nimmt er es in Kauf, dass seine Frau sich vor Gericht für den Mord verantworten muss, als dass er seine Stimme erhob und berichtete, was tatsächlich geschah. Die Ironie des Films besteht letztlich darin (Spoiler!), dass Crane wegen eines Mordes, den er nicht begangen hat, hingerichtet wird.
Mit "The man who wasn't there" schufen die Coen Brüder eine Hommage an den Film Noir in wunderbaren Schwarzweiß- Bildern und einer enormen atmosphärischen Dichte, die auch vor allem durch den intelligent ausgewählten Soundtrack (Auszüge aus verschiedenen Klaviersonaten Beethovens) erreicht wird. Billy Bob Thornton liefert hier meines Erachtens seine beste Interpretation einer Rolle ab- seine wie eingefroren wirkende Mimik und seine stoische Ruhe in jeder Faser seines Körpers hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Auch die restlichen Rollen sind (typisch für die Coens) sehr gut besetzt, wobei ich an dieser Stelle insbesondere noch die Leistungen Tony Shalhoubs, der den berechnenden, eiskalten Anwalt Freddy Riedenschneider spielt, und Frances McDormands, die Eds Frau verkörpert, würdigen möchte.
Abschließend bleibt nur zu sagen, dass es sich bei "The Man who wasn't there" um ein Meisterwek moderner Filmkunst und um eine Studie, die die Abgründe und Tristesse der bürgerlichen Gesellschaft offenbart, handelt. Der Vorwurf, der Film sei zu "steril" und die Figuren lassen auf Grund ihrer "Kälte" keine Identifikation zu, halte ich für unbegründet, da die "sterile" Atmosphäre des Films vielmehr Ausdruck der Monotonie und Einseitigkeit von Eds leben ist und somit als bewusst eingesetztes Stilmittel verstanden sein will.
Ein Film, den ich den Liebhabern anspruchsvollen Kinos uneingeschränkt empfehlen kann!

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