Zu Listen hinzufügen

Wer die Nachtigall stört

To Kill a Mockingbird (1962), US Laufzeit 129 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 28.06.1963


Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
8.1
Kritiker
27 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.3
Community
2049 Bewertungen
43 Kommentare
admin image admin trailer admin edit edit group memberships sweep cache Moviemaster:Movie

von Robert Mulligan, mit Gregory Peck und Mary Badham

Wer die Nachtigall stört ist die mehrfach Oscar-prämierte Verfilmung des Bestsellers von Robert Mulligan mit Gregory Peck als rechtschaffenen Anwalt im rassistischen Alabama der 1930er.

Maycomb County, Alabama, in den Dreißigerjahren. Atticus Finch (Gregory Peck) führt mit seinen Kindern Jean Louise (Mary Badham) und Jem (Phillip Alford) ein bescheidenes, aber unbeschwertes Leben.

Als der Schwarze Tom Robinson (Brock Peters) der Vergewaltigung der Weißen Mayella Ewell (Collin Wilcox Paxton) angeklagt wird, spaltet das Ereignis den Ort. Fast alle halten Tom sofort für schuldig und mit Atticus’ Loyalität zu dem Schwarzen, als er dessen Verteidigung übernimmt, macht der Anwalt sich viele Feinde.

Auch seine Kinder bekommen die Ablehnung der Bewohnerinnen und Bewohner von Maycomb County deutlich zu spüren. Sowohl in der Schule als auch auf der Straße sind sie offenen Anfeindungen ausgesetzt und erleben zum ersten Mal im Leben, dass böse Dinge passieren, denen selbst ihr Vater hilflos gegenübersteht.

Hintergrund und Infos zu Wer die Nachtigall stört
Die Vorlage zum Drehbuch lieferte Harper Lee, die 1961 den gleichnamigen Roman zu Wer die Nachtigall stört (OT: To Kill a Mockingbird) verfasste. Die Geschichte ist teilweise von autobiographischen Zügen geprägt. So orientierte sich die Autorin bei der fiktiven Stadt Maycomb an ihrer Geburtsstadt Monroeville. Wie Atticus Finch in ihrer Geschichte war auch ihr Vater Anwalt, dem sie als Kind öfter zusah, wenn er am Gericht war.

Harper Lee war eng mit einem weiteren erfolgreichen Autoren ihrer Zeit befreundet: Truman Capote. Im Oscar-prämierten Film Capote mit Philip Seymour Hoffman in der Titelrolle wurde Lee von Catherine Keener verkörpert.

Sowohl das Buch als auch der Film zu Wer die Nachtigall stört waren große Erfolge. Harper Lee erhielt 1961 für den Roman den Pulitzer Preis, während der Film neben vielen Nominierungen drei Oscars gewann: Gregory Peck wurde mit dem Oscar für den besten Hauptdarsteller ausgezeichnet, Horton Foote erhielt einen Oscar für das beste Drehbuch und auch die Ausstatter des Filmes empfingen einen Oscar.

Eine Figur, die in Wer die Nachtigall stört nur eine Nebenrolle als zurückgebliebener Freund der Kinder spielt, kam später zu besonderen Ehren als Namensgeber der britischen Band The Boo Radleys. (JP)

  • 37795279001_1859731376001_th-5061aa1f54eeb0e4d0d45856-672293878001
  • Wer die Nachtigall stört - Bild 6443949
  • Wer die Nachtigall stört - Bild 940869
  • Wer die Nachtigall stört - Bild 940856
  • Wer die Nachtigall stört - Bild 940843

Mehr Bilder (6) und Videos (2) zu Wer die Nachtigall stört


Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (2) — Film: Wer die Nachtigall stört

SoulReaver: CinemaForever, D3M

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

[...] "Wer die Nachtigall stört" erzählt eine zutiefst menschliche Geschichte über Mut, wahre Stärke und bittere Vorurteile und Atticus kann sich wahrlich als ein Vorbild für jeden Menschen sehen lassen, denn er hat gekämpft, auch wenn er sich damit unbeliebt gemacht hat und hat seine Meinung immer klar ausgesprochen. Auch wenn "Wer die Nachtigall stört" kein Meisterwerk ist und die ein oder andere Länge mit sich bringt, so ist es und bleib es immer ein wichtiges Werk, dessen Botschaft jeder Mensch verstehen und annehmen sollte. [...]

Kritik im Original 12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

nerdkiller

Antwort löschen

Klasse geschrieben. ;)
Großartiger Film!


SoulReaver

Antwort löschen

Danke. :)
Allerdings!


Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Völlig zu Recht ein Klassiker, der Südstaaten-Romantik mit dem ganz normalen Alltagsrassismus kontrastiert und nebenbei eine archetypisch märchenhafte Geschichte über das Erwachsenwerden erzählt.

5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (41) — Film: Wer die Nachtigall stört


Sortierung

Cupio

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Charaktere wie der von Atticus Finch machen mir jedesmal auf erschreckende Weise deutlich, wie weit ich mich in zuvielen Belangen bereits von ihnen entfernt habe!

"Wer die Nachtigall stört" ist bewegendes Zeugnis einer Zeitepoche, in der Engstirnigkeit, Armut soziale Ungerechtigkeit und selbstverständlicher Rassismus den Alltag prägten.
Ein bittersüsses, einprägsames Filmerlebnis mit dem unvergessenen Gregory Peck in seiner wahrscheinlich wichtigsten Rolle. Eine anrührende Alltagsparabel über Mitgefühl, Toleranz, Zivilcourage, wahre Größe und Altruismus, welche Vorbilder präsentiert, nicht aufdrängt!
Und nicht zuletzt ein verdammt mutiger Film seiner Zeit, der auch 50 Jahre später noch Mut macht.

"Du brauchst nur einen einzigen Trick zu beherrschen, Scout, dann kommst Du mit allen Leuten viel besser zurecht. Du verstehst einen Menschen erst richtig, wenn Du Dinge auch einmal aus seiner Sicht betrachtest...wenn Du sozusagen einmal unter seine Haut kriechst und dort herumspazierst!"
- Atticus Finch -

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

blublossom

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Guter, solider Film. Ist interessant und unterhaltsam anzusehen. Ich mag schwarz/weiss Filme sehr, die versetzen mich gleich in eine andere Welt. Die Geschichte dahinter ist gut, hat auch eine Botschaft. Ich finde aber ebenfalls, dass die Gerichtsverhandlung eher Flach ist, keine Spannung.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

mikadoapache

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

ein Kinderfilm - wird der Umsetzung von Lee´s Roman wohl am ehesten gerecht - die 7.5 gibt es eigentlich auch nur für die konsequente Schilderung der Handlung aus Sicht der 3 Freunde - da zeigen sich Buch als auch Film von der besten Seite, von der Figur des Atticus Finch jedoch nimmt man bei genauem Hinsehen doch etwas Abstand - da ist nichts modern, Lee hat das Buch 1960 geschrieben, nicht 1930 - der Prozeß ist teilweise völlig daneben , auf das Böse kann man schön mit dem Finger zeigen und Finch trägt bei jeder Gelegenheit das große Kreuz vor sich her - er wirkt damit wohl unfreiwillig als gänzlich gescheiterter und zutiefst gepeinigter Mensch in einer degenerierten Dorf-Gemeinschaft, auch wenn Harper Lee ihm den Mantel des unbeugsamen Kämpfers für die *Gute Sache* umlegen will - sry, aber zur Aufklärung gegen Rassismus nicht wirklich geeignet

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Ener

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Abgesehen von der Technik einer dieser Filme, bei denen man sich ungläubig die Augen reibt, wann er entstanden ist. Stilistisch und in der Sache dem Gros Hollywoods doch einige Zeit voraus. Und dann auch noch richtig gut hinbekommen. Lediglich die Darsteller-Leistungen wollen mir nicht gefallen, wirkt zum Teil eher wie Live-Theater denn ein Dreh-Film.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

brucelee76

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Hallo zusammen,

Wer die Nachtigall stört, ist der wertvollste und vorbildlichste Film über Zivilcourage, überhaupt. Die Botschaft ist, egal welcher Rasse oder Gemeinschaft man angehört, ein vorurteilsloser Mensch zu sein, der Recht von Unrecht unterscheiden kann!!! Und zeitgleich ist er ein Lehrfilm über Vater-Kind Beziehung, auf eine sehr beachtliche Art und Weise, die sehr würdevoll und human, ist.

Dieser Film war seiner Zeit, weit voraus. Als Rassentrennung und Diskriminierung, hauptsächlich in den Südstaaten von Amerika, noch an der Tagesordnung lagen. Wird hier schonungslos aufgezeigt, wie tief verwurzelt, Rassismus in den Köpfen der Menschen liegt. Leider auch heute noch. Vorbeugen kann man dagegen nur durch gute Erziehung und gewisser Bildung. Hervorragend dargestellt von Atticus und seinen Kinder Scout und Jem.

Mein Fazit: Gregory Peck als Anwalt Atticus Finch in der Rolle seines Lebens. Hier wird Zivilcourage und Selbstachtung sehr groß geschrieben. Ein ewiger Klassiker. Nicht umsonst wurde Atticus Finch, zum größten Held aller Zeiten des Amerikanischen Kinos, gewählt.

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

brucelee76

Antwort löschen

Tu das :-)


alex023

Antwort löschen

@fonda: Aber zuerst lesen ;)


Zwiebel88

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ungesehene-Klassiker-Tag, Teil 2:

Extrem stark gespieltes Drama, das Themen wie Erwachsenwerden und Rassismus in sich vereint. Während der ersten Hälfte begleitet man das Geschwisterpaar Jem und Scout beim Erleben alltäglicher "Abenteuer" und begegnet deren Vaterfigur Atticus Finch (grandios: Gregory Peck). In der zweiten Hälfte übernimmt dieser weitgehend die Hauptrolle, da er als Verteidiger eines beschuldigten Afro-Amerikaners vor Gericht bestehen muss. Gerichtsszenen brauchen keine herausragende Kamera oder einen experimentellen Schnitt, sondern neben scharfen Dialogen nur eins: gute Darsteller. Das gelingt "To Kill a Mockingbird" in beeindruckender Form: jede der Figuren im Gerichtssaal ist stark gespielt und so wird das Ganze zu einem wahren, spannenden Vergnügen.

Einziger Kritikpunkt: Die zwei Hälften sind zwar thematisch aneinander angelehnt, wirken aber dennoch irgendwie wie zwei verschiedene Filme. Eventuell ist das im Buch ja besser gelöst (nicht gelesen). Nichtsdestotrotz ein sehr empfehlenswerter Klassiker.

bedenklich? 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Zwiebel88

Antwort löschen

Danke. Stimmt, vergessen zu erwähnen. Die Musik ist mir auch direkt sehr positiv aufgefallen :)


Sven - Friedrich Wiese

Antwort löschen

Erstklassiger Film für Humanisten! - Merci, super Kommi!!!


Icytower

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Diese wunderbare Verfilmung des Harper-Lee-Klassikers hat auch nach all den Jahren nichts von der Aktualität ihrer Botschaft(en) eingebüßt und ist mit Recht ein gern gesehener Dauergast im Englischunterricht. Auch für diejenigen, die meinen, die Toleranz nebst anderen Werten schon mit der Muttermilch aufgesogen zu haben, lohnt sich der Film schon allein wegen der wohl herausragendsten und bekanntesten Darstellung Gregory Pecks und der dank toller Kameraarbeit und stimmiger Musik absolut gelungenen Inszenierung. Zudem ist dies - jedenfalls meines Erachtens - einer der ganz wenigen Filme, in denen es die Kinderdarsteller nicht schaffen, irgendwann doch noch mit dem Nerven zu anzufangen, sondern durchgängig sehr ansprechende Leistungen darbieten.
Kurzum: Ein wirklich schönes Beispiel für formal wie inhaltlich rundum geglücktes klassisches Hollywood-Kino. Angucken, bitte! ;-)

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Neo_seven

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

"Wenn ich das gekannt hätte, dann hätte ich eins meiner Kinder Atticus genannt."

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

movie.max

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Selbstverständlich großartig. Mir macht es sich 'Mockingbird' jedoch zu einfach. Mit seiner direkten Art, seinem perfekten Gutmenschen und seiner klaren Botschaft bietet mir Mulligan's Klassiker zu wenig Reibungsfläche, als dass er mich tatsächlich zum Nachdenken anregen könnte.
Seiner Zeit voraus ist 'Mockingbird' ohne Zweifel dennoch.

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Alienator

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein Meilenstein

Immer wieder wird Gregory Peck als Atticus Finch zum "Größten Helden in Filmen" gewählt und das zurecht. Hier spielt er wohl seine beste Rolle um einen alleinerziehenden Vater und Verteidiger des Rechts und der Gleichheit. Der Film, der im schwülen Süden der USA spielt und damit viel Zündstoff besitzt, ist einer der besten Anti-Rassismusfilme die gedreht wurde, auch wenn die Story recht langsam anfängt. Aber mit seiner emotionalen Art erreicht der Film die Herzen der Zuschauer und erreicht so eine große Symphatie.
Man muss ihn gesehen haben.
Auch weil das Filmdebüt von Robert Duvall unerwartet und einzigartig ist.
Ein großer Klassiker

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

David "Noodles" Aaronson

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Gregory Peck als Atticus Finch, vom American Film Institute zum größten Helden der (amerikanischen) Filmgeschichte gewählt. Verdient der Verteidiger des dunkelhäutigen Tom Robinson - welcher beschuldigt wird eine weiße Frau vergewaltigt zu haben - dies überhaupt?
Mehr als alles andere!!

Einer der ganz großen Klassiker (hier ist das Wort einfach angebracht) des Kinos. Wir sehen Finchs einsamen Kampf gegen Rassismus & Intoleranz - schlicht gegen jenes falsche, Böse, vordergründig sogar noch charmante(!), in der Welt.
Atticus: so einen Vater, Lehrer, Freund hätten wir doch alle gerne. Die sardonischen Zyniker nennen ihn Gutmenschen, andere möglicherweise sogar Fanatiker! Doch sollte jeder einmal inne halten & nachdenken was solche Annschuldigungen wirklich bedeuten; nachdenken über das gesehene egal ob vor dem Bildschirm oder vor der eigenen persönlichen Bildfläche.
Denn letztlich; leider gibt es sie nicht, solche Menschen wie Atticus & wenn doch, dann sind sie viel zu selten. Er ist schlicht eine Überlebensgroße Figur der Roman- & Filmwelt, die so eigentlich nur in den Seiten bzw. auf der Leinwand - und nie in uns selbst - funktionieren kann. Doch vielleicht, möglicherweise, wenn wir uns ein wenig mit Atticus Finch befassen, können wir ihn in unseren eigenen Kopf hereinbitten & ihn so ein Stück weit Realität werden lassen.

bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

HimmelHoch

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Ich mag den Film wirklich sehr, aber ich liebe das Buch einfach mehr!

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Donzaffi

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein Film dessen Buch Pflichtlektüre beim Abitur war, dort habe ich auch diesen Film zum ersten Mal gesehen, damit begann damals bei mir die Zeit auch mal Schwarz Weiß Filme zu schauen, alleine die Darstellung der Schauspieler, genial.
Je weniger visuelle Reize für den Zuschauer umso mehr treten die eigentlich wichtigen Sachen in den Vordergrund.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

TheBruceWayne

Antwort löschen

grandioser Film - schöner Kommentar.Nur 1-1,5 Punkte zu wenig :D


Donzaffi

Antwort löschen

Die werden hochgestuft bei erneuerter Sichtung, habe viele Filme noch nicht bewertet die ich geschaut habe, und viele mit zu wenig.
Ich will den auf Englisch gern mal sehen, da meine Klasse leider zu unfähig war Englisch zu verstehen


emotionfreak

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Erst nachdem ich den Film gesehen habe, habe ich erfahren was dies für ein hochgelobtes Werk ist. An meiner persönlichen Meinung ändert das aber nichts. Ganz schlecht fand ich ihn nicht, aber stellenweise langweilig und etwas seltsam im Aufbau und der Dramaturgie. Wo ist der rote Faden? O.K schon klar, es geht um Rassismus und Vorrurteile, trotzdem und was hat z.B die Sache mit dem tollwütigen Hund mit der Geschichte zu tun. Auch kann ich persönlich nicht nachvollziehen, warum das Spiel von Gregory Peck so hoch gelobt wurde. Ich fand aber die Darstellung des Bösewichts und seiner Tochter sehr gut. Ausserdem gefiel mir der Spruch von Atticus zum Thema Vorurteile und den Schluss fand ich wirkich sehr, sehr schön. Dafür gibt es auf jeden Fall Punkte.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Cupio

Antwort löschen

Der tollwütige Hund diente als dramaturgisches Element, um zu zeigen, daß Atticus durchaus zur Gewaltausübung fähig ist (guter Schütze), aus philanthropischen Gründen aber generell davon absieht. Auch sehr schön inszeniert, als der Vater des "vergewaltigten" Mädchens ihm ins Gesicht spuckt und sichtlich Angst vor Finchs zornigem Augenausdruck bekommt, ohne daß eine gewalttätige Reaktion erfolgt!
So wird gezeigt, daß Atticus durchaus zu gewalttätiger Machtausübung gegenüber seiner Umgebung (Androhung von Prügel gegenüber Scout, die dann nie erfolgen) fähig wäre und aus reiner Selbstbeherrschung, nicht aus Feigheit, davon absieht!


KonTaicho

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

"To kill a Mockingbird"
Was der Beschreibung nach zu urteilen nach einem Gerichtsdrama in den von Rassismus gebeutelten Südstaaten der 30er 40er Jahre irgendwo zwischen "Die 12 Geschworenen" und "Mississippi Burning" aussieht, ist in Wahrheit deutlich mehr als das.

Ferner ist "To kill a Mockingbird" "die Geschichte eines Sommers", hier vielmehr die Geschichte von zwei Sommern, die einen Reife- und Erwachsenwerdensprozess zweier Kinder dokumentiert.
Jem und Scout sind die Kinder des Witwers und Anwalts Atticus, der all seine Energie in seine Arbeit, die er im Sinne der Gerechtigkeit ausübt, und in die Erziehung seiner Kinder steckt. So scheut er sich nicht, ihnen abends vorzulesen, sie auf flehentliches Bitten hin zu interessanten Plätzen mitzunehmen oder ihnen die wirklich wichtigen Weisheiten des Lebens mit auf ihren Weg zu geben.

"You never really understand a person until you consider things from his point of view, until you climb inside of his skin and walk around in it."

So lernen die Kinder, diese Weisheit zu beherzigen und zu verstehen und erkennen außerdem, dass die von ihrem Vater gepredigten Werte in ihrer Welt scheinbar nur sehr wenigen bekannt sind.
Männer anderer Hautfarbe werden haltloserweise verurteilt und auch andere Menschen in ihrer direkten Umgebung scheinen nicht das zu sein, wofür sie von der ignoranten Gesellschaft gehalten werden.

Und schließlich endet "To kill a Mockingbird" als eine lehrreiche Parabel und einer wunderbaren Pointe und lässt den Protagonisten eines weisen, allwissenden, allumsorgenden, heldenhaften und bescheidenen Mannes ähnlich noch lange in unseren Köpfen verweilen.

bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

HopeWithinChaos

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Es hat mich etwas gestört, dass die Geschichte hauptsächlich aus der Perspektive der Kinder erzählt wird.
Ansonsten aber ein guter und vor allem wichtiger Film.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

uncut123

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

das der film so auf mich wirkt hätte ich nicht gedacht...grade die 2te hälfte war unglaublich!

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

knusperzwieback

Kommentar löschen
Bewertung3.0Schwach

Ich liebe Gerichtsfilme. Diesen Film fand ich einfach nur langweilig. Liegt aber bestimmt daran dass ich schon viel zu viele gute Gerichtsfilme- und Serien gesehen hab.
Wer da noch nicht so vorbelastet ist kann ihn sich schon mal an einem ruhigen Sonntag auf der Couch anschauen.

Gebe mal 3/10 Punkten weil ich den Hauptdarsteller mag.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Bandrix

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

„Wer die Nachtigall stört“ ist trotz seines Alters immer noch ein brisantes Lehrstück über Toleranz, Gleichheit und den Mut sich gegen eine Übermacht zu stellen.
Die Geschichte ist somit zeitlos und das wird sich sobald nicht ändern. Die Darsteller, angeführt von dem großen Gregory Peck, geben ihr bestes und verhelfen dem Film über die Zeit zu kommen.
Denn Haken gibt es.
Die Inszenierung ist leider nicht ganz so gut weggekommen, wie die Grundstory.
An einigen Stellen zu einfallslos und fade, dann wieder beinahe verwirrend in schnellen Szenen.
Jedoch nimmt der Film seine ihm zugrunde liegende Thematik ernst und schafft ein genaues Bild des damaligen amerikanischen Denkens und Handelns.
Zwei Mitglieder des Castes müssen jedoch noch einmal hervorgehoben werden: Mary Badham und Phillip Alford spielen das junge Geschwisterpärchen absolut glaubhaft und perfekt auf den Punkt. Da können selbst die erwachsenen Kollegen wenig dagegenhalten.
Generell ist die Idee, die Zeit der Rassendiskriminierung aus der Sicht der Kinder zu zeigen, originell.
Anders als zuvor vermutet, spielt sich der Film nicht nur im Gerichtssaal ab, sondern ist viel mehr nur Beiwerk in diesem Drama, der die zwei Kinder deutlich in den Mittelpunkt stellt.
So wird hier niemals eine Botschaft mit dem Holzhammer eingetrichtert, sondern, ähnlich wie Peck versucht seine Kinder vor zu viel Bösem in der Welt zu bewahren, der leise und zarte Weg gewählt.

bedenklich? 14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

BobbyIII

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

"Books are useless! I only ever read one book, To Kill A Mockingbird, and it gave me absolutely no insight on how to kill mockingbirds! Sure it taught me not to judge a man by the color of his skin . . . but what good does that do me?"
Homer Simpson

"To Kill A Mockingbird", zusammen mit "In The Heat Of The Night" wahrscheinlich das Anti-Rassismus-Film-Plädoyer der 60er Jahre. Ungewöhnlich erzählt, durch die Sicht der Kinder, wird diesem emotional vielschichtigem Drama, auf den ersten Blick, eine gewisse Kinderfilm-Mentalität verliehen, die dem Thema ein wenig Härte nimmt. Dennoch ist es genau diese Vielschichtigkeit die den Film, zusammen mit einem DER Filmhelden der amerikanischen Filmgeschichte (Gregory Peck ganz groß in der Rolle des Atticus Finch), aber auch so ungemein traurige und schöne Momente beschert. Trotz der Zeitlosigkeit des Themas haben die Zeichen der Zeit aber ein wenig an der Inszenierung genagt. Die Kulisse der Vorstadt ist zwar grandios, die Szeneninszenierung an einigen Stellen aber durchaus kümmerlich. Dass die Buchvorlage bis heute ungemein umstritten in den Staaten ist, und das meist verbotene Buch in Schulen ist, ist bezeichnend für die Nachhaltigkeit die diese Geschichte bis heute hat. Der Film hat sie storymäßig auch. Inszeniertechnisch allerdings nicht durchgängig.

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

cyranorick

Antwort löschen

Kann nie und niemals auch nur ansatzweise mit dem (originalsprchigen) Buch mithalten, dennoch: grossartig


cred

Antwort löschen

... mal langsam. Erstmal ist das Buch eins der (vielleicht das) meistgelesene Buch in amerikanischen Schulen. Dann aber auch tatsächlich wohl oft verbannt (vgl. Wikipedia): z.B.weil etwa das Wort "Nigger" darin sehr oft vorkommt. Und solche undifferenzierte Zensur und Political Correctness kann man nicht nur in den USA gerne mal beobachten...



Fans dieses Films mögen auch