Wer die Nachtigall stört

To Kill a Mockingbird (1962), US Laufzeit 129 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 28.06.1963


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8.1
Kritiker
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von Robert Mulligan, mit Gregory Peck und Mary Badham

Wer die Nachtigall stört ist die mehrfach Oscar-prämierte Verfilmung des Bestsellers von Robert Mulligan mit Gregory Peck als rechtschaffenen Anwalt im rassistischen Alabama der 1930er.

Maycomb County, Alabama, in den Dreißigerjahren. Atticus Finch (Gregory Peck) führt mit seinen Kindern Jean Louise (Mary Badham) und Jem (Phillip Alford) ein bescheidenes, aber unbeschwertes Leben.

Als der Schwarze Tom Robinson (Brock Peters) der Vergewaltigung der Weißen Mayella Ewell (Collin Wilcox Paxton) angeklagt wird, spaltet das Ereignis den Ort. Fast alle halten Tom sofort für schuldig und mit Atticus’ Loyalität zu dem Schwarzen, als er dessen Verteidigung übernimmt, macht der Anwalt sich viele Feinde.

Auch seine Kinder bekommen die Ablehnung der Bewohnerinnen und Bewohner von Maycomb County deutlich zu spüren. Sowohl in der Schule als auch auf der Straße sind sie offenen Anfeindungen ausgesetzt und erleben zum ersten Mal im Leben, dass böse Dinge passieren, denen selbst ihr Vater hilflos gegenübersteht.

Hintergrund und Infos zu Wer die Nachtigall stört
Die Vorlage zum Drehbuch lieferte Harper Lee, die 1961 den gleichnamigen Roman zu Wer die Nachtigall stört (OT: To Kill a Mockingbird) verfasste. Die Geschichte ist teilweise von autobiographischen Zügen geprägt. So orientierte sich die Autorin bei der fiktiven Stadt Maycomb an ihrer Geburtsstadt Monroeville. Wie Atticus Finch in ihrer Geschichte war auch ihr Vater Anwalt, dem sie als Kind öfter zusah, wenn er am Gericht war.

Harper Lee war eng mit einem weiteren erfolgreichen Autoren ihrer Zeit befreundet: Truman Capote. Im Oscar-prämierten Film Capote mit Philip Seymour Hoffman in der Titelrolle wurde Lee von Catherine Keener verkörpert.

Sowohl das Buch als auch der Film zu Wer die Nachtigall stört waren große Erfolge. Harper Lee erhielt 1961 für den Roman den Pulitzer Preis, während der Film neben vielen Nominierungen drei Oscars gewann: Gregory Peck wurde mit dem Oscar für den besten Hauptdarsteller ausgezeichnet, Horton Foote erhielt einen Oscar für das beste Drehbuch und auch die Ausstatter des Filmes empfingen einen Oscar.

Eine Figur, die in Wer die Nachtigall stört nur eine Nebenrolle als zurückgebliebener Freund der Kinder spielt, kam später zu besonderen Ehren als Namensgeber der britischen Band The Boo Radleys. (JP)

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Kommentare (40) — Film: Wer die Nachtigall stört


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brucelee76

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Hallo zusammen,

Wer die Nachtigall stört, ist der wertvollste und vorbildlichste Film über Zivilcourage, überhaupt. Die Botschaft ist, egal welcher Rasse oder Gemeinschaft man angehört, ein vorurteilsloser Mensch zu sein, der Recht von Unrecht unterscheiden kann!!! Und zeitgleich ist er ein Lehrfilm über Vater-Kind Beziehung, auf eine sehr beachtliche Art und Weise, die sehr würdevoll und human, ist.

Dieser Film war seiner Zeit, weit voraus. Als Rassentrennung und Diskriminierung, hauptsächlich in den Südstaaten von Amerika, noch an der Tagesordnung lagen. Wird hier schonungslos aufgezeigt, wie tief verwurzelt, Rassismus in den Köpfen der Menschen liegt. Leider auch heute noch. Vorbeugen kann man dagegen nur durch gute Erziehung und gewisser Bildung. Hervorragend dargestellt von Atticus und seinen Kinder Scout und Jem.

Mein Fazit: Gregory Peck als Anwalt Atticus Finch in der Rolle seines Lebens. Hier wird Zivilcourage und Selbstachtung sehr groß geschrieben. Ein ewiger Klassiker. Nicht umsonst wurde Atticus Finch, zum größten Held aller Zeiten des Amerikanischen Kinos, gewählt.

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alex023

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Bewertung7.0Sehenswert

»It would be sort of like shooting a mockingbird«

Wie definiert sich Mensch-sein?

Maycomb County, Alabama, 1932: Scout und Jem, die Kinder vom Anwalt Atticus Finch, wachsen mutterlos in der krisengebeutelten Kleinstadt in den Südstaaten von Amerika auf, jung und abenteuerlustig, frech und mutig erkunden sie die Gegend zusammen mit ihrem Freund Dill, versuchen einen Blick in das Haus der Radleys zu werfen, wo sich der mysteriöse Boo versteckt halten soll, folgen ihrem Vater zum Gericht, machen allerhand Dinge, die alle Kinder machen (oder früher, vor dem Internet getan haben). Atticus erhält die Verteidigung für den wegen Vergewaltigung angeklagten Farbigen Tom Robinson. Er versucht nicht nur den Prozess zu gewinnen, weil es sein Job ist oder weil Tom unschuldig ist, sondern auch, weil es seine humanistisch-idealistischen Prinzipien so verlangen. Er versucht, seinen Kindern zu zeigen, was es bedeutet, ein wirklicher Mensch zu sein, ihnen beizubringen, was Vernunft, Toleranz und das Gute sind. Und uns allen zeigt er, dass wir alle noch viel von ihm lernen können, einem aufrichtigen, mutigen Mann mit allerlei Gaben, der in seiner Denk- und Handlungsweise seiner Zeit voraus war.

Ich habe den Roman von Harper Lee erst im letzten Jahr zum ersten Mal gelesen und zähle ihn zu meinen wenigen absoluten Lieblingsbüchern. Es ist wunderbar geschrieben aus der Sicht der Tochter Jean Louise (Scout), rückblickend auf die Magie einer Kindheit nach der großen Finanzkrise, inmitten der Großen Depression. Die Menschen haben kein Geld, aber auch die Vernunft existiert scheinbar nicht, sie muss erst gewonnen werden. Vor der Verfilmung habe ich mich lange gedrückt, einerseits aus Zeitgründen und weil ich ihn nicht besaß und griffbereit hatte, andererseits, weil es ja immer auch ein sehr schwieriges Unterfangen ist, einen solch guten Roman zu verfilmen. Jedoch gelingt Robert Mulligan die Umsetzung, der Transport der Gefühle, die ich damit assoziiere im weitesten Sinne. Ganz genau und auf den Punkt getroffen war sowieso ein Ding der Unmöglichkeit und die Qualität der Vorlage zu erreichen ebenso, da sie bei mir (wie schon erwähnt) in sehr hohen Sphären schwebt.

Anfangs verspielt, in der Mitte intensiv, spannend und ehrlich, am Ende erfüllend, inspirierend und insgesamt so lehrreich. Eine Erfahrung für das ganze Leben, man entwickelt sich als Mensch, wenn man mit diesem Werk in Berührung kommt, in welcher Form auch immer. Gregory Peck erhielt den Oscar für seine Rolle, er ist auch toll, aber ebenso großartig ist eigentlich Phillip Alford als Jem, der als kleiner Junge hier eine Wahnsinnsleistung abliefert. Zudem ist der Auftritt von Robert Duvall auch klasse. Dass einige eigentlich größere Aspekte des Romans im Film keine Rolle spielen, ist nun mal etwas, was für eine Verfilmung sein muss, insofern ist es nicht weiter tragisch. Atticus Finch sollte jedem Menschen ein Vorbild sein, so lehrt er seine Kinder doch, was die wahrhaft wichtigen Dinge im Leben sind. TO KILL A MOCKINGBIRD verbindet eine Gesellschaftsstudie in Südstaatenromantik über die damaligen Zustände bezüglich Rassismus und Toleranz mit einer eher typischen Coming-of-Age-Story, erzählt vom jüngsten Mitglied der Figurenriege, Scout, dem damalig sechs- und siebenjährigen Mädchen, was aus dem Erwachsenen-Dasein auf die Magie dieser Kindheit zurückblickt.

Fazit: TO KILL A MOCKINGBIRD erzählt die wundervolle Geschichte von Scout und Jem und Atticus, die mit der traurigen von Tom Robinson verbunden ist. Dabei werden nicht nur Atticus Kinder gelehrt, was es bedeutet, ein wirklicher und richtiger Mensch zu sein, sondern auch der Zuschauer, der ganz eingefangen wird von der Romantik dieser idealistischen Geschichte, vom Humanismus des Anwalts und Vaters Atticus und vielleicht sich selbst ein wenig hinterfragt. Unbedingte Empfehlung zum Schluss aber nochmal: Roman lesen!

[http://planetofpictures.blogspot.de/2014/06/to-kill-mockingbird-us-1962-robert.html]

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Lydia Huxley

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Nein, den Roman kenne ich nicht. Ich kann mir aber ganz gut vorstellen, dass diese Geschichte mich über das geschriebene Wort besser erreichen könnte.


alex023

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Kann ich auf jeden Fall nur empfehlen. Wie schon am Ende des Kommentars. Definitiv eins meiner Lieblingsbücher.


blublossom

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Bewertung6.0Ganz gut

Guter, solider Film. Ist interessant und unterhaltsam anzusehen. Ich mag schwarz/weiss Filme sehr, die versetzen mich gleich in eine andere Welt. Die Geschichte dahinter ist gut, hat auch eine Botschaft. Ich finde aber ebenfalls, dass die Gerichtsverhandlung eher Flach ist, keine Spannung.

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mikadoapache

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Bewertung7.5Sehenswert

ein Kinderfilm - wird der Umsetzung von Lee´s Roman wohl am ehesten gerecht - die 7.5 gibt es eigentlich auch nur für die konsequente Schilderung der Handlung aus Sicht der 3 Freunde - da zeigen sich Buch als auch Film von der besten Seite, von der Figur des Atticus Finch jedoch nimmt man bei genauem Hinsehen doch etwas Abstand - da ist nichts modern, Lee hat das Buch 1960 geschrieben, nicht 1930 - der Prozeß ist teilweise völlig daneben , auf das Böse kann man schön mit dem Finger zeigen und Finch trägt bei jeder Gelegenheit das große Kreuz vor sich her - er wirkt damit wohl unfreiwillig als gänzlich gescheiterter und zutiefst gepeinigter Mensch in einer degenerierten Dorf-Gemeinschaft, auch wenn Harper Lee ihm den Mantel des unbeugsamen Kämpfers für die *Gute Sache* umlegen will - sry, aber zur Aufklärung gegen Rassismus nicht wirklich geeignet

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Ener

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Abgesehen von der Technik einer dieser Filme, bei denen man sich ungläubig die Augen reibt, wann er entstanden ist. Stilistisch und in der Sache dem Gros Hollywoods doch einige Zeit voraus. Und dann auch noch richtig gut hinbekommen. Lediglich die Darsteller-Leistungen wollen mir nicht gefallen, wirkt zum Teil eher wie Live-Theater denn ein Dreh-Film.

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Zwiebel88

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ungesehene-Klassiker-Tag, Teil 2:

Extrem stark gespieltes Drama, das Themen wie Erwachsenwerden und Rassismus in sich vereint. Während der ersten Hälfte begleitet man das Geschwisterpaar Jem und Scout beim Erleben alltäglicher "Abenteuer" und begegnet deren Vaterfigur Atticus Finch (grandios: Gregory Peck). In der zweiten Hälfte übernimmt dieser weitgehend die Hauptrolle, da er als Verteidiger eines beschuldigten Afro-Amerikaners vor Gericht bestehen muss. Gerichtsszenen brauchen keine herausragende Kamera oder einen experimentellen Schnitt, sondern neben scharfen Dialogen nur eins: gute Darsteller. Das gelingt "To Kill a Mockingbird" in beeindruckender Form: jede der Figuren im Gerichtssaal ist stark gespielt und so wird das Ganze zu einem wahren, spannenden Vergnügen.

Einziger Kritikpunkt: Die zwei Hälften sind zwar thematisch aneinander angelehnt, wirken aber dennoch irgendwie wie zwei verschiedene Filme. Eventuell ist das im Buch ja besser gelöst (nicht gelesen). Nichtsdestotrotz ein sehr empfehlenswerter Klassiker.

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Sven - Friedrich Wiese

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Erstklassiger Film für Humanisten! - Merci, super Kommi!!!


SusannMScott

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Mir erging es ähnlich was den Kritikpunkt anbelangt ..


Icytower

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Diese wunderbare Verfilmung des Harper-Lee-Klassikers hat auch nach all den Jahren nichts von der Aktualität ihrer Botschaft(en) eingebüßt und ist mit Recht ein gern gesehener Dauergast im Englischunterricht. Auch für diejenigen, die meinen, die Toleranz nebst anderen Werten schon mit der Muttermilch aufgesogen zu haben, lohnt sich der Film schon allein wegen der wohl herausragendsten und bekanntesten Darstellung Gregory Pecks und der dank toller Kameraarbeit und stimmiger Musik absolut gelungenen Inszenierung. Zudem ist dies - jedenfalls meines Erachtens - einer der ganz wenigen Filme, in denen es die Kinderdarsteller nicht schaffen, irgendwann doch noch mit dem Nerven zu anzufangen, sondern durchgängig sehr ansprechende Leistungen darbieten.
Kurzum: Ein wirklich schönes Beispiel für formal wie inhaltlich rundum geglücktes klassisches Hollywood-Kino. Angucken, bitte! ;-)

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Neo_seven

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Bewertung9.5Herausragend

"Wenn ich das gekannt hätte, dann hätte ich eins meiner Kinder Atticus genannt."

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movie.max

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Bewertung6.0Ganz gut

Selbstverständlich großartig. Mir macht es sich 'Mockingbird' jedoch zu einfach. Mit seiner direkten Art, seinem perfekten Gutmenschen und seiner klaren Botschaft bietet mir Mulligan's Klassiker zu wenig Reibungsfläche, als dass er mich tatsächlich zum Nachdenken anregen könnte.
Seiner Zeit voraus ist 'Mockingbird' ohne Zweifel dennoch.

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Alienator

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein Meilenstein

Immer wieder wird Gregory Peck als Atticus Finch zum "Größten Helden in Filmen" gewählt und das zurecht. Hier spielt er wohl seine beste Rolle um einen alleinerziehenden Vater und Verteidiger des Rechts und der Gleichheit. Der Film, der im schwülen Süden der USA spielt und damit viel Zündstoff besitzt, ist einer der besten Anti-Rassismusfilme die gedreht wurde, auch wenn die Story recht langsam anfängt. Aber mit seiner emotionalen Art erreicht der Film die Herzen der Zuschauer und erreicht so eine große Symphatie.
Man muss ihn gesehen haben.
Auch weil das Filmdebüt von Robert Duvall unerwartet und einzigartig ist.
Ein großer Klassiker

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David "Noodles" Aaronson

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Bewertung9.0Herausragend

Gregory Peck als Atticus Finch, vom American Film Institute zum größten Helden der (amerikanischen) Filmgeschichte gewählt. Verdient der Verteidiger des dunkelhäutigen Tom Robinson - welcher beschuldigt wird eine weiße Frau vergewaltigt zu haben - dies überhaupt?
Mehr als alles andere!!

Einer der ganz großen Klassiker (hier ist das Wort einfach angebracht) des Kinos. Wir sehen Finchs einsamen Kampf gegen Rassismus & Intoleranz - schlicht gegen jenes falsche, Böse, vordergründig sogar noch charmante(!), in der Welt.
Atticus: so einen Vater, Lehrer, Freund hätten wir doch alle gerne. Die sardonischen Zyniker nennen ihn Gutmenschen, andere möglicherweise sogar Fanatiker! Doch sollte jeder einmal inne halten & nachdenken was solche Annschuldigungen wirklich bedeuten; nachdenken über das gesehene egal ob vor dem Bildschirm oder vor der eigenen persönlichen Bildfläche.
Denn letztlich; leider gibt es sie nicht, solche Menschen wie Atticus & wenn doch, dann sind sie viel zu selten. Er ist schlicht eine Überlebensgroße Figur der Roman- & Filmwelt, die so eigentlich nur in den Seiten bzw. auf der Leinwand - und nie in uns selbst - funktionieren kann. Doch vielleicht, möglicherweise, wenn wir uns ein wenig mit Atticus Finch befassen, können wir ihn in unseren eigenen Kopf hereinbitten & ihn so ein Stück weit Realität werden lassen.

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HimmelHoch

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Bewertung9.5Herausragend

Ich mag den Film wirklich sehr, aber ich liebe das Buch einfach mehr!

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Donzaffi

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein Film dessen Buch Pflichtlektüre beim Abitur war, dort habe ich auch diesen Film zum ersten Mal gesehen, damit begann damals bei mir die Zeit auch mal Schwarz Weiß Filme zu schauen, alleine die Darstellung der Schauspieler, genial.
Je weniger visuelle Reize für den Zuschauer umso mehr treten die eigentlich wichtigen Sachen in den Vordergrund.

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TheBruceWayne

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grandioser Film - schöner Kommentar.Nur 1-1,5 Punkte zu wenig :D


Donzaffi

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Die werden hochgestuft bei erneuerter Sichtung, habe viele Filme noch nicht bewertet die ich geschaut habe, und viele mit zu wenig.
Ich will den auf Englisch gern mal sehen, da meine Klasse leider zu unfähig war Englisch zu verstehen


emotionfreak

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Bewertung7.5Sehenswert

Erst nachdem ich den Film gesehen habe, habe ich erfahren was dies für ein hochgelobtes Werk ist. An meiner persönlichen Meinung ändert das aber nichts. Ganz schlecht fand ich ihn nicht, aber stellenweise langweilig und etwas seltsam im Aufbau und der Dramaturgie. Wo ist der rote Faden? O.K schon klar, es geht um Rassismus und Vorrurteile, trotzdem und was hat z.B die Sache mit dem tollwütigen Hund mit der Geschichte zu tun. Auch kann ich persönlich nicht nachvollziehen, warum das Spiel von Gregory Peck so hoch gelobt wurde. Ich fand aber die Darstellung des Bösewichts und seiner Tochter sehr gut. Ausserdem gefiel mir der Spruch von Atticus zum Thema Vorurteile und den Schluss fand ich wirkich sehr, sehr schön. Dafür gibt es auf jeden Fall Punkte.

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KonTaicho

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"To kill a Mockingbird"
Was der Beschreibung nach zu urteilen nach einem Gerichtsdrama in den von Rassismus gebeutelten Südstaaten der 30er 40er Jahre irgendwo zwischen "Die 12 Geschworenen" und "Mississippi Burning" aussieht, ist in Wahrheit deutlich mehr als das.

Ferner ist "To kill a Mockingbird" "die Geschichte eines Sommers", hier vielmehr die Geschichte von zwei Sommern, die einen Reife- und Erwachsenwerdensprozess zweier Kinder dokumentiert.
Jem und Scout sind die Kinder des Witwers und Anwalts Atticus, der all seine Energie in seine Arbeit, die er im Sinne der Gerechtigkeit ausübt, und in die Erziehung seiner Kinder steckt. So scheut er sich nicht, ihnen abends vorzulesen, sie auf flehentliches Bitten hin zu interessanten Plätzen mitzunehmen oder ihnen die wirklich wichtigen Weisheiten des Lebens mit auf ihren Weg zu geben.

"You never really understand a person until you consider things from his point of view, until you climb inside of his skin and walk around in it."

So lernen die Kinder, diese Weisheit zu beherzigen und zu verstehen und erkennen außerdem, dass die von ihrem Vater gepredigten Werte in ihrer Welt scheinbar nur sehr wenigen bekannt sind.
Männer anderer Hautfarbe werden haltloserweise verurteilt und auch andere Menschen in ihrer direkten Umgebung scheinen nicht das zu sein, wofür sie von der ignoranten Gesellschaft gehalten werden.

Und schließlich endet "To kill a Mockingbird" als eine lehrreiche Parabel und einer wunderbaren Pointe und lässt den Protagonisten eines weisen, allwissenden, allumsorgenden, heldenhaften und bescheidenen Mannes ähnlich noch lange in unseren Köpfen verweilen.

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HopeWithinChaos

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Bewertung6.5Ganz gut

Es hat mich etwas gestört, dass die Geschichte hauptsächlich aus der Perspektive der Kinder erzählt wird.
Ansonsten aber ein guter und vor allem wichtiger Film.

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uncut123

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

das der film so auf mich wirkt hätte ich nicht gedacht...grade die 2te hälfte war unglaublich!

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knusperzwieback

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Bewertung3.0Schwach

Ich liebe Gerichtsfilme. Diesen Film fand ich einfach nur langweilig. Liegt aber bestimmt daran dass ich schon viel zu viele gute Gerichtsfilme- und Serien gesehen hab.
Wer da noch nicht so vorbelastet ist kann ihn sich schon mal an einem ruhigen Sonntag auf der Couch anschauen.

Gebe mal 3/10 Punkten weil ich den Hauptdarsteller mag.

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BobbyIII

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Bewertung7.5Sehenswert

"Books are useless! I only ever read one book, To Kill A Mockingbird, and it gave me absolutely no insight on how to kill mockingbirds! Sure it taught me not to judge a man by the color of his skin . . . but what good does that do me?"
Homer Simpson

"To Kill A Mockingbird", zusammen mit "In The Heat Of The Night" wahrscheinlich das Anti-Rassismus-Film-Plädoyer der 60er Jahre. Ungewöhnlich erzählt, durch die Sicht der Kinder, wird diesem emotional vielschichtigem Drama, auf den ersten Blick, eine gewisse Kinderfilm-Mentalität verliehen, die dem Thema ein wenig Härte nimmt. Dennoch ist es genau diese Vielschichtigkeit die den Film, zusammen mit einem DER Filmhelden der amerikanischen Filmgeschichte (Gregory Peck ganz groß in der Rolle des Atticus Finch), aber auch so ungemein traurige und schöne Momente beschert. Trotz der Zeitlosigkeit des Themas haben die Zeichen der Zeit aber ein wenig an der Inszenierung genagt. Die Kulisse der Vorstadt ist zwar grandios, die Szeneninszenierung an einigen Stellen aber durchaus kümmerlich. Dass die Buchvorlage bis heute ungemein umstritten in den Staaten ist, und das meist verbotene Buch in Schulen ist, ist bezeichnend für die Nachhaltigkeit die diese Geschichte bis heute hat. Der Film hat sie storymäßig auch. Inszeniertechnisch allerdings nicht durchgängig.

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cyranorick

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Kann nie und niemals auch nur ansatzweise mit dem (originalsprchigen) Buch mithalten, dennoch: grossartig


cred

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... mal langsam. Erstmal ist das Buch eins der (vielleicht das) meistgelesene Buch in amerikanischen Schulen. Dann aber auch tatsächlich wohl oft verbannt (vgl. Wikipedia): z.B.weil etwa das Wort "Nigger" darin sehr oft vorkommt. Und solche undifferenzierte Zensur und Political Correctness kann man nicht nur in den USA gerne mal beobachten...


ElMagico

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Eigentlich hatte ich mir den Film ganz anders vorgestellt. Ich erwartete ein packendes Rassismus-Drama, das ist "To kill a mocking bird" aber nur ganz selten. Vielmehr ist es die Geschichte des Geschwisterpaares Scout und Jem die, zusammen mit ihrem Freund, zum erstenmal in ihrem Leben die Ungerechtigkeit, Tiefe und Unberechenbarkeit des Lebens erfahren und ist somit mehr "Stand by me" als "12 angry men".
In jedweder Aussage die der Film trifft, und er hat einige inne, bleibt "To kill a mocking bird" sehr zart, sehr vorsichtig und sehr leise. Er prangert nichts an, er zeigt Ungerechtigkeiten auf, aber verurteilt nicht, sondern kehrt symbolisch vor seiner eigenen Tür. Und so bleibt die Gerichtsverhandlung um den wohl zu Unrecht verurteilten Schwarzen, der vom Vater der beiden Kinder verteidigt wird, doch nicht mehr als ein Nebenschauplatz. Denn der Handlungsstrang um den zurückgebliebenen Boo Radley, der nie das Haus verlässt und dadurch zum mystischen Wesen für die Kinder wird, nimmt fast mehr Platz ein, hat aber die selbe humanistische Aussage. In "To kill a mocking bird" gibt es jedoch eine Menge an Situationen und Momenten, die immer wieder auf den einen gemeinsamen Punkt kommen: Lernt die Menschen kennen, verurteilt sie nicht, man weiss doch nichts über sie und man sollte sich in seiner Urteilsfindung nicht auf Mythen, Geschichten und die Meinung anderer stützen, sondern nur auf das, was der Mensch ist. Doch wie gesagt, dies wird nie Plakativ oder Anbiedernd vermittelt, der Film verlässt kaum seinen zurückhaltenden Standpunkt. Er ist wie der strenge, aber liebevolle Blick einer Mutter, bei dem man als Kind bescheid weiss, ohne dass die Mutter noch ein Wort verlieren müsste.
Vielen wird der Film etwas zu romantisch-verklärt sein, denn er hat schon was vom Gut-Menschen in sich. Aber von Zeit zu Zeit mag ich so etwas und es ist im Falle von "To kill a mocking bird" einfach sehr schön verpackt, denn die Handlung um die 3 Kinder ist einfach wunderschön und Mary Badham als kleine Scout ist einfach hinreissend. Aber auch Gregory Peck brilliert in seiner Rolle, genau wie es das fast schon etwas zu düster gehaltene Setting tut, auch wenn der Film aus technischer Sicht doch sehr nüchtern, fast schon simpel umgesetzt wurde. Ja er drückt noch nicht mal auf die Tränendrüse, was ich ihm hoch anrechne.
Ein herzlicher Film, kein provozierender. Ein stiller, aber kein unwichtiger. Auch heutzutage nicht. Denn auch wenn die Welt heute eine andere ist....Vorurteile werden wir in 100 Jahren noch haben.

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