Zu hohe Erwartungen

7 Gründe, warum Der Hobbit uns enttäuschen könnte

Der Hobbit - Eine unerwartete Reise
© Warner Bros. Pictures
Der Hobbit - Eine unerwartete Reise

Bei geringen oder gar keinen Erwartungen ist es verhältnismäßig leicht, den Zuschauer mit einem Film zu beeindrucken. Der kleine Ted hat es zum Beispiel in diesem Jahr geschafft. Enttäuschungen beim Kinobesucher dagegen sind fast immer das Ergebnis von Erwartungen, die etwas zu hoch angesetzt oder gar falsch sind. Bei Der Hobbit: Eine unerwartete Reise hängt die Latte richtig, richtig hoch und ohne Enttäuschung aus dem Kino zu gehen, ist schier unmöglich. Wir haben 7 Gründe, warum Der Hobbit uns enttäuschen könnte.

Die Verehrung der Herr der Ringe-Trilogie
Die Herr der Ringe-Trilogie ist mit 2,9 Milliarden erspielten Dollars die erfolgreichste Filmtrilogie der Welt. Außerdem wurde sie sage und schreibe 30-mal für den Oscar nominiert und mit insgesamt 17 Oscars ausgezeichnet. Millionen Zuschauer waren begeistert von den drei Filmen um den Hobbit Frodo Beutlin und die Rettung von Mittelerde; auch bei moviepilot hat die Trilogie mit einem Durchschnittswert von 8 eine wirklich hohe Bewertung. Zu sehen gab es Bildgewaltiges, Poetisches, Eindrucksvolles. Peter Jackson hat mit der Trilogie einen Meilenstein des Fantasy-Genres geschaffen, der seinesgleichen sucht und dafür lieben die Fans ihn. Die Trilogie ist somit das Maß aller Dinge. Die große Verehrung schließt ein, dass jedes nachfolgende Werk aufs kleinste Detail hin mit der Herr der Ringe-Trilogie verglichen wird. Highlander wusste es bereits: Es kann nur einen geben.

Mehr: Verursacht Der Hobbit Brechreiz beim Zuschauer?

Jahrelanges Aufstauen der Erwartung
Schon seit 1995 gibt es Gerüchte um eine Verfilmung des J. R. R. Tolkien-Buches Der kleine Hobbit. Peter Jackson und Fran Walsh wollten das Kinderbuch bereits in die Herr der Ringe-Trilogie einbauen, aber Rechtestreitigkeiten verhinderten dies. 17 Jahre dauerte es also bis zur Umsetzung. 17 Jahre, in denen Neugierde geweckt wurde, sich Enttäuschungen bei Fans breit machten und wieder Hoffnung wuchs. Das ständige Auf-und-Ab der Fan-Gefühle trägt nicht gerade dazu bei, die hohen Erwartungen auf ein reales Maß herunter zu schrauben. Vielmehr steigern sie entgegen aller rationaler Erwägungen die Zuversicht: Endlich, endlich, jetzt endlich kommt der Der Hobbit auf die Leinwand. Das Erträumte wird also Wirklichkeit, aber diese bleibt – und das ist nicht nur ein Sprichwort meiner Oma – stets hinter dem Erträumten zurück.

Das Hin-und Her-Gerangel im Vorfeld
Streit um Rechte- und Geldfragen ersticken jegliche künstlerische Kreativität. Das musste schmerzlich Guillermo del Toro erfahren, der zunächst als Regisseur vorgesehen war. Peter Jackson und Fran Walsh wollten am Drehbuch arbeiten und produzieren. Der Mexikaner stieg allerdings aus. In einer Stellungnahme erklärte der Filmemacher, dass seine Verpflichtungen bei dem Projekt extreme persönliche und berufliche Opfer forderten. Peter Jackson übernahm die Regie, auch auf tausendfachen Druck der Fans. Ein Regie-Tausch ist in der Regel kein gutes Zeichen für ein Filmprojekt.

Das Gefühl, den Hobbit bereits aus dem Marketing zu kennen
Im Sommer 2009 wurde es endlich ernst: Der Hobbit bekam grünes Licht und seitdem werden wir bombardiert mit Nachrichten über das Filmprojekt. Peter Jackson und sein Team sind hervorragend darin, Fans an sich zu binden und mit Videos vom Dreh bei der Stange zu halten. Teaser, diverse Trailer und Clips, unzählige TV-Spots und Bilder ohne Ende erreichten uns, die eine große Gefahr in sich bergen: das Gefühl, den Film bereits gesehen zu haben.

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