Der Hobbit: Eine unerwartete Reise

The Hobbit: An Unexpected Journey (2012), NZ/US Laufzeit 169 Minuten, FSK 12, Abenteuerfilm, Fantasyfilm, Kinostart 13.12.2012


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von Peter Jackson, mit Martin Freeman und Ian McKellen

In Der Hobbit: Eine unerwartete Reise führt uns Peter Jackson wieder nach Mittelerde. Auf dem Weg zum Einsamen Berg findet Bilbo Beutlin den Ring, den er später an Frodo weitergeben wird.

Bilbo Beutlin (Martin Freeman) ist eigentlich ein ganz normaler Hobbit in Mittelerde und doch der Held von Der Hobbit – Eine unerwartete Reise.
Sein ruhiges Leben wird unversehens zum Abenteuer, als der Zauberer Gandalf der Graue (Ian McKellen) den Hobbit auf eine unerwartete Reise schickt. Er soll den Zwergen dabei helfen, ihren Schatz aus den Klauen des Drachens Smaug auf dem Berg Erebor zurückzugewinnen.

Unter dem Kommando des unerschrockenen Zwergenführers Thorin Eichenschild (Richard Armitage) begegnen dem jungen Hobbit auf seiner Reise zum Berg Erebor Goblins, Orks und vor allem auch Gollum (Andy Serkis). Gollum ist der Besitzer eines unscheinbaren goldenen Ringes, von dem jedoch eine seltsame Anziehungskraft ausgeht.

Hintergrund & Infos zu Der Hobbit: Eine unerwartete Reise
Der Hobbit: Eine unerwartete Reise ist der erste Teil der Hobbitverfilmung von Peter Jackson, welche in Der Hobbit: Smaugs Einöde und Der Hobbit 3: Die Schlacht der Fünf Heere ihre Fortsetzung finden soll.

Nach dem unglaublichen Erfolg der J.R.R. Tolkien Verfilmung von Herr der Ringe (Der Herr der Ringe: Die Gefährten, Der Herr der Ringe: Die Zwei Türme und Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs), beschloss Peter Jackson auch die Vorgeschichte zu Frodos Abenteuern zu erzählen, welche ebenfalls auf einem Roman von Tolkien, Der Hobbit, basiert.

Für die Filmversion wurde das Drehbuch nicht nur von Fran Walsh, Philippa Boyens (King Kong) und Peter Jackson selbst adaptiert, sondern auch Produzent Guillermo del Toro (Pans Labyrinth) schrieb an der Filmfassung mit.

Drehort für die Mittelerden-Saga Der Hobbit: Eine unerwartete Reise ist wie schon bei der Herr der Ringe Trilogie die bergige Landschaft Neuseelands. Hier, wo sonst nur Schafe und Touristen über die grünen Weiden streifen, baute er ein komplettes Hobbit-Dorf nach.

Kontroverse: Der Hobbit: Eine unerwartete Reise wird der erste Kinofilm sein, der mit einer Bildrate von 48 Bildern pro Sekunde gedreht wurde. Im Vorfeld zur Veröffentlichung zeigte Peter Jackson Probeaufnahmen, welche bereits die doppelte Bildfrequenz normaler Kinofilme aufwiesen. Dadurch sollte ein bedeutend geschmeidigerer und realistischer Bildlauf erzeugt werden. Nachteil kann jedoch der sogenannte Seifenoper-Effekt sein, der auch bei modernen Fernsehgeräten zu beobachten ist, bei denen die Bildrate durch Zwischenbilder virtuell verdoppelt wird. Dabei entsteht der Eindruck, das Bild sei minderwertig, da Zuschauer von Kinofilmen unbewusst an die Verfremdung durch das 24Bilder-System gewöhnt sind. (ST)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Der Hobbit: Eine unerwartete Reise
Genre
Abenteuerfilm, Fantasyfilm, High Fantasy
Ort
Fantasiewelt, Schloss
Handlung
Abschied, Adler, Angriff durch Monster, Auge, Axt, Berg, Blockbuster, Brücke, Dolch, Dorfleben, Drache, Essen und Trinken, Explosion, Festmahl, Feuer, Gebirge, Gebirgspass, Gefahr, Gold, Goldgewinnung, Hexerei, Höhle, Hütte im Wald, Jagd, Kampf, Kampf auf Leben und Tod, Klettern, Kochen, Kreatur, Krieg, Monster, Notizbuch, Pfeil und Bogen, Pferd, Reise, Ring, Roman, Schatz, Schreiben, Schutz, Schutzkleidung, Schwert, Schwertkampf, See, Speise, Tiere, Troll, Unordnung, Unsichtbarkeit, Verfolgungsjagd, Versteck, Verwunschener Wald, Vogel, Vorrat, Wald, Wolf, Zauberei, Zauberer, Zwerg
Stimmung
Aufregend, Berührend, Ernst, Gutgelaunt, Hart, Spannend
Tag
Bestsellerverfilmung, Blockbuster, Kinderbuch, Literaturverfilmung, Prequel, Real 3D
Verleiher
Warner Bros. Pictures Germany
Produktionsfirma
MGM, New Line Cinema, Platinum Dunes, WETA

Kommentare (837) — Film: Der Hobbit: Eine unerwartete Reise


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John3101

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Bewertung1.0Ärgerlich

Meine Güte. Peter Jackson bleibt seinen Herr der Ringe Motiven aber gar nicht treu. Hab das Buch gelesen. Mir scheißegal ob ich jetzt spoiler aber der weise Ork kam überhaupt net vor. Die Orks waren im gegensatz zu Herr der Ringe zum Großteil animiert. Soviel Effekte wie möglich nehmen und draufklatschen schien Jackson hier wichtig gewesen zu sein. Deshalb auch die Wertung. Fad erzählte Story, Fad geschauspielert. War mit einem Freund im Kino, naja hätte nicht sein müssen.

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lok

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Besser als Herr der Ringe. Ich liebe diesen Film!

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Samweis_Gamdschie

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Nö.


lok

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Allein an deinem Bild sieht man das du Herr der Ringe Fan bist. Ich mag Hobbit viel mehr weil es viel mehr Spaß macht den Film anzuschauen. Teil 2 kriegt auch 10 Punkte und das Prädikat Lieblingsfilm!!!


TShael

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Bewertung5.0Geht so

Sie laufen weg. Den ganzen Film lang. Und am Ende fragt man sich: Warum habt ihr nicht gleich diese Vögel gerufen, dann hätte man sich den kompletten Film sparen können!!
Dann noch die übliche Figurendiskriminierung: Die hübschen Figuren muss man mögen, wenn die sich den Fuß verdrehen würden, wäre das ein Drama. Die hässlichen Figuren sind böse und dumm, die kann man massenhaft und beiläufig erledigen.
Ach ja, und weil die Vorlage gefühlt aus dem Mittelalter stammt, gibt eine keine vernünftigen Frauenrollen, die man nicht zusätzlich hätte erfinden müssen.
Für Mittelerde Fans sicher super, mich holt der Film nicht richtig ab.

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Stierli_Superstar

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Bewertung0.0Hassfilm

Als erstes: Herr der Ringe ist ein episches Erlbnis und es gibt nichts ansatzweise vergleichbares in der Hinsicht.

Da ich den Film schon mit sehr, sehr geringen Erwartungen wider Willen in den Blu-Ray Player geschoben habe, dachte ich mir eigentlich, dass er diese nur noch übertreffen kann, nachdem es hieß: "Die epochale Vorgeschichte zu Herr der Ringe" und meine Freunde, die nichts von guten Filmen wissen, mir versicherten, dass er beinahe so gut sei wie "Der Herr der Ringe". Nein!
Es beginnt mit dem netten Teil, den man natürlich schon lange gekannt hat. Das wars dann schon mit dem Teil, der gerade noch zu akzeptieren war.
Als dann der Reihe nach ca. 10 Zwerge Bilbos Haus niederwalzen und man als Zuseher die Handlung sehr wahrscheinlich kennt, war es meiner Meinung nach unklug, Bilbo so dumm hinzustellen. Zumindest hätten sie das nicht 20minuten hinauszögern sollen. Dann kommt das nervige Festessen der Zwerge in Bilbos Haus. Gute 15 Minuten lang brauchen sie, um alles, was Bilbo heilig ist, platt zu machen und alle seine Vorräte aufzuessen und nebenbei noch nervige Lieder zu schmettern.
Nebenbei: Ich finde, dass die Zwerge alle aussehen, als hätte jemand sein Gartenzwerge digitalisiert und dann freigegeben.. Kommen niemals an den guten alten Gimli... Und Gandalf sieht man leider sein Alter schon an, was schade ist, denn er ist der einzig wirklich gute Schauspieler in dem Film (von Legolas in Tel 2 fange ich am besten gar nicht erst an sonst muss ich wen erschlagen)
Dann kommt natürlich die Enttäuschung, er komme nicht mit.
Am nächsten morgen dann wie erwartet die Erleuchtung und er läuft ihnen hinterher.
An diesem Punkt beginnt das langweilige, viel zu lange und total vorhergesehene "Abenteuer". Der Reihe nach kommen verschiedene Hindernisse oder Gegner, die sie entweder mit Gandalf oder Glück meistern bzw. überwältigen können.
Es gibt absolut nichts, was mir an diesem Film gefällt. Sogar umwerfende Bilder von Landschaften auf BluRay und in 3D bringen hier nichts mehr... Traurig!
Die Handlung, die mir im Buch gut gefallen hat, wurde schlechter verfilmt, als ich es mir jemals vorstellen könnte. Die Darsteller sind eigentlich alle ziemlich schlecht und die Story ist zu 100% vorhesehbar. Wer es wagt, diesen grottenschlechten Müll im Vergleich zu Herr der Ringe positiv wirken zu lassen, kennt sich null aus.
Reine Zeitverschwendung.

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DeMoxl

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Bewertung2.5Ärgerlich

Geschmäcker sind ja verschieden...
ein Film der übertrieben in die Länge gezogen ist... nichts, rein gar nichts war bei diesem Film irgendwie spannend. Und dann noch dafür Geld ausgegeben (wg. 3D Kino).
2,5 Punkte wegen der schauspielerischen Leistung und der "eigentlichen" Story.

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lennardB.

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Eine würdige ferfilmung des Buches.

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Samweis_Gamdschie

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*Verfilmung


Bleecher

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Bewertung4.0Uninteressant

Ich ging mit großen Erwartungen ins Kino und wurde längelang enttäuscht. Da war nichts mehr von der Brillianz der Herr der Ringe Trilogie. Die Masken der Orks waren nicht mehr echt. CGI-Zauber, wohin das Auge blickte. Natürlich gab es da Augenfutter wie der Kampf der zwei Steinriesen, aber das hat den Film für mich nicht gerettet.
Das beste an dem Streifen war das Rätselspiel, in dem Jackson sein wahres Können aufblitzen ließ. Das war´s dann aber auch schon.
Die neue Technik mit mehr Bildern hat höchstens dazu beigetragen, den Film cleaner und sauberer zu machen, was ihm absolut nicht gut getan hat.
Zuerst dachte ich, ich hätte den Film nicht richtig verstanden, weil ich einfach nicht glauben wollte, das das so ein Absturz sein sollte. Aber ich hatte richtig verstanden. Der Film war einfach nicht besser.

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manuel.scharrer

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Bewertung5.5Geht so

Warum zum Teufel macht er aus dem kleinen Hobbit drei Filme. Ich finde den Stoff des Buches hätte man gut und gerne in einem 3 Stunden Film unterbringen können. Bei Herr der Ringe hat er es ja auch halbwegs gut geschafft die Essenz der Bücher einzufangen, ohne dabei auf jedes Detail einzugehen. Zu dem hat der Film durch die neuen Animationssmöglichkeiten den Charme den noch die Herr der Ringe Filme hatten, verloren.

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michael.pliet

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Bewertung6.5Ganz gut

Der Film braucht ein wenig bis er in Gang kommt, dann weiß er etwas zu unterhalten. Er kommt aber bei Weitem nicht an "Der Herr der Ringe" ran. Schauspieler Martin Freeman sorgt ebenfalls für eine bessere Bewertung des Film. In letzter Zeit schaue ich ganz gerne Filme mit ihm.

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Einsamer_Wolf

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Bewertung10.0Herausragend

Getäuscht..als damals die ersten News zu den ersten Teil der Hobbit Trilogie kamen und ich davon gelesen hatte dachte ich das kann ja nur böse enden..aber dann wollte ein Kumpel von mir den Film eines Tages unbedingt im Kino gucken und da dachte ich mir so "Naja was solls, was soll schon großartig schief gehen, läuft schließlich sonst eh nur Schrott."..aber als der Film dann die ersten Minuten lief, da wurde ich einfach nur mehr als umgehauen, und der Film wurde immer spannender und spannender, allein wegen der Musik bekam ich schon Gänsehaut pur, einfach nur klasse..was ich am Ende zu bemängeln hatte, war dass dann ein Cliffhanger kam wo sie alle gradmal die Hälfte ihrer Reise überstanden hatten, ich wusste da noch nicht, dass es eine Filmtrilogie von "Der Hobbit" geben wird..Fazit: Besser als "Herr der Ringe"

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MemoriAria11

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Bewertung6.0Ganz gut

Der Hobbit ist ein guter Film auch wenn er nicht an Herr der Ringe rankommt. Trotzdem sind die Darsteller sehr überzeugend und der Film sehr spannend.

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Troublemaker69

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Bewertung5.0Geht so

Was die ganzen Menschen so an dem Hobbit lieben wird mir wohl immer schleierhaft bleiben.
Die Story des ersten Teils ist ziemlich dünn, es geht eigentlich nur um den Aufbruch und sich dem knappe zweieinhalb Stunden zu widmen ist einfach zu wenig. Ich verstehe auch nicht warum man das Buch unbedingt in drei Teile splitten muss. Wahrscheinlich (ohne hier jemanden etwas unterstellen zu wollen) möchte man einfach noch ein wenig mehr Profit aus Mittelerde hinausschlachten.
Dadurch, dass man so wenig zu erzählen hat, wirkt der Streifen unheimlich in die Länge gezogen und gerade im letzten Drittle möchte man schon nicht mehr.
Der Hobbit schafft es zudem nicht eine richtig gute Atmosphäre aufzubauen, es wirkt alles unheimlich konstruiert und es fehlt auch an Herz und Seele.
Was man dem Hobbit natürlich zu Gute heißen muss sind die Effekte und das man die Charaktere authentisch aus Herr der Ringe übernommen hat. Ansonsten hält mich aber nicht viel an dem Streifen, es gibt vielleicht noch die eine oder andere nette Szene, aber ein guter Film wird daraus trotzdem nicht.

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pischti

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Zustimmung, auch wenn ich ihm 1,5 Pkte mehr gab. :)


Troublemaker69

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Danke =)


BlackLupetto

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Bewertung9.0Herausragend

Ich liebe Hobbit! Viel besser als Herr der Ringe! Martin Freeman ist einfach grossartig...

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Bleecher

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Wirklich???


chrissley

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Bewertung9.0Herausragend

Grandiose Verfilmung von Tolkiens Buch "The Hobbit" Es ist einfach umwerfend in diese Welt einzutauchen und die Bilbo auf der Suche nach dem Arkenstein zu folgen. Die Kulisse ist unglaublich gut gelungen und die Special Effects geben diesem Film erst seinen Charme. Wer auf Fantasy steht, sollte sich den Film unbedingt anschauen. Ein würdiges Prequel zu der Herr der Ringe Triologie !

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L-viz

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Bewertung9.0Herausragend

Zwischenbesprechung zu "Der Hobbit: Eine unerwartete Reise".
<Basierend auf der Kinoversion (einschließlich der Kenntnis der Buchvorlage), d. h. wegen vorläufiger Nichtberücksichtigung der SEE und der aus Unkenntnis des dritten Teils nicht möglichen Einordnung des ersten Teils in die Gesamttrilogie, muss ein abschließender Kommentar zwangsläufig noch angepasst werden>
Achtung: Langes Thema! SPOILER
I. Die Erwartungen
Höhere und höchste Erwartungen waren mit der Hobbit-Duologie..äh Trilogie verknüpft, nachdem sicher war, dass Peter Jackson es noch einmal machen würde; eingedenk seines sagenhaften "Herr der Ringe". Weniger als 10 Punkte schienen da gar nicht möglich zu sein. Doch wie so oft kommt vieles anders, als man sich das so denkt. Nur allzu oft beißt die Realität die Erwartung in den Hintern. Die ersten Trailer sahen verlockend aus, doch mit der Premiere hagelte es vorwegs negative Kritik. Bedeutende und immer wiederkehrende Kritikpunkte waren:
1. kindlich naiver Humor in Slapstickform (Zwerge, Trolle, Radagast sogar als der Jar Jar Binks von Mittelerde)
2. viel zu langgezogen, drei Stunden für ein Drittel eines hauchdünnen Buches, sprich ein langatmiger Einstieg, bis es endlich losgeht.
3. Austausch der bewährten Orkmasken durch seelenlose CGI
Auf diversen Plattformen nannte man Jackson schon den neuen George Lucas - eine schlimmere Beleidigung kann es für einen Filmemacher kaum geben. Alles Sachen, die ich auf keinen Fall in diesem (oder jedem anderen Film epischen Ausmaßes) sehen wollte.
Und so kam es natürlich, dass ich mich mit äußerst gedämpften Erwartungen, ja schon fast mit Sorge, ins Kino begab.
II. Die Realität
a) Gelingt es nun die Kritikpunkte zu entkräften?
Größtenteils ja. Dass nicht wenige Kritiken von Dummheit getragen sind, zeigt sich schon daran, dass einige immer noch nicht kapiert haben, dass die Adler nicht Gandalfs privates Taxiunternehmen sind (was aber auch schon ein Thema für HdR war) oder dass der Film sich nicht allein auf den Hobbit als Vorlage stützt, sondern diesen korrekterweise mit den Anhängen aus HdR verschweißt. Im Einzelnen:
1. Der Humor stellte sich als keineswegs so peinlich wie befürchtet heraus. Viele humoristischen Passagen sind eher situativ bedingt, wie etwa die Interaktion des überforderten Bilbos mit den Zwergen bei dem ersten Treffen oder die leidenden Zwerge, als sie das Elbenfutter vorgesetzt bekommen. Diese sind schon sehr witzig, aber eben nicht so platt und damit weniger auffällig. Und natürlich gibt es auch die viel geschmähten Slapstickeinlagen. Unvermeidlich ist es also, dass der dicke Bombur mit dem Stuhl zusammenkracht. Ok, muss man nicht mögen, es überwiegen aber nach meinem Empfinden die wirklich witzigen Passagen. Der Humor ist dabei größtenteils auch richtig platziert und findet sich vor allem am Anfang, wo die Stimmung betont heiter ist und auch sein soll.
Radagast wird auch etwas zu unrecht vom Hammer der Kritik erschlagen. Als verpeilter Ökozauberer, der vor allem auch nicht permanent im Bild ist, im Gegensatz zu dem von der Kritik herangezogene Jar Jar Binks, gehen die auflockernden Szenen mit ihm voll und ganz in Ordnung. Zwei humoristische Störfaktoren gibt es allerdings schon; dazu später mehr.
2. Der Film ist keineswegs zu lang gezogen. Der geruhsame Einstieg ist genau richtig, um auf das folgende große Abenteuer einzustimmen. Auf gar keinen Fall würde ich nach fünf Minuten in die krasseste Action geworfen werden wollen (das Intro jetzt mal außen vorgelassen). Gelangweilt habe ich micht keine Minute.
3. Keine "realen" Orks etc. mehr? Dieser Kritikpunkt wiegt schon schwerer. War es wirklich nötig? Hätte es nicht gereicht, die im Hintergrund agierenden Orks etc. zu animieren und im Vordergrund echte Schauspieler agieren zu lassen? Es liegt vermutlich daran, dass die Illusion durch 48 Bilder pro Sekunde noch mehr Schaden genommen hätte. Letztlich kann man aber mit den Computerfiguren die meiste Zeit leben. Einigermaßen. Hätte schlimmer sein können.
Man kann diese Kritikpunkte also größtenteils verwerfen. Es reicht einfach nicht, den Spaß am Film zu verderben.
b) Alles das, was positiv ist
Und da gibt es einiges, was sich an dieser Stelle zusammenfassen lässt.
Es fängt schon bei dem Intro an, dass die Situationsschilderung direkt an den Anfang verlegt. Was ist das Thema des Films und was kann uns erwarten, was ist die Motivation der Zwerge? Dabei ist es löblich, dass der Drache selbst kaum zu sehen ist und uns als Highlight des zweiten Teils vorenthalten wird. Er wird nicht schon in der ersten Szene verheizt. Sehr schön, so wird ein Spannungsbogen aufgebaut. Die lange, ruhige Einstiegssequenz wurde ja bereits lobend erwähnt.
Die bereits aus HdR bekannten und beliebten Neuseeland-Landschaftsbilder sind auch wieder dabei und überzeugen nach wie vor, computergenerierte Welten bleiben uns nach wie vor erspart. Naja, oberirdisch jedenfalls. Sehr schön ist auch die abschließende Kamerafahrt über das öde Land bis hinein ins Smaugs Unterschlupf, direkt in sein Auge. Das verfestigt schon mal die Vorfreude auf den nächsten Teil.
Besonders zu erwähnen ist Bilbo als Sympathieträger. Martin Freeman spielt den Hobbit, der gerade zu Beginn, als die Zwerge aufmarschieren und sein Leben ins Chaos stürzen, zwischen Verwirrung, Überforderung und der Wahrung der gebotenen Höflichkeit, ganz hervorragend und trägt dabei entscheidend zum Witz der Anfangsszenen bei.
Auch Gandalf wird seiner Rolle als weiser Zauberer wieder gerecht, auch wenn er nun mehr auf Action setzt, woran sich doch ein kleiner Kritikpunkt anschließen mag.
Die Zwerge machen es Jackson nicht leicht, sie sinnvoll einzubauen. Es gelingt ihm jedoch sie optisch zu unterscheiden und es gelingt eine ansatzweise Charakterisierung von immerhin fünf von dreizehn Zwergen. Hier lässt die Buchvorlage Jackson fast ganz im Stich, so dass es doch noch als gelungen bewertet werden kann, was er draus gemacht hat.
Ebenfalls ist die Musik wieder überragend, das "Misty Mountains Theme" ist toll, ebenso wie die bereits bekannten Kompositionen von Howard Shore.
Die Actionszenen stellen sich als äußerst zweischneidig da. Dass diese etwas mehr aufgeblasen wurden, ist verständlich. So zum Beispiel die Szene mit den Steinriesen. Hier hat Jackson aus den zwei Sätzen im Buch wirklich etwas gemacht, was imposant, aber noch nicht übertrieben wirkt (etwa in der Hinsicht, dass die Riesen mal eben von der Party platt gemacht würden). Andere Szenen sind dagegen äußerst fraglich in ihrer Darstellung. Das ist vor allem die Szene in der Goblinhöhle. Die Jump & Run-Szene ist wirklich abartig und so schlimm hatte ich das auch noch nie in einem Film gesehen. Hier verschmelzen Computerspiel und Film aufs Heftigste miteinander.
Das absolute Highlight im Hobbit stellt aber ohne Frage die "Riddle in the dark"-Szene dar. Gollum ist ja sowieso der interessanteste Charakter und das Aufeinandertreffen mit Bilbo ist ganz ohne Actionschlacht höchst spannend anzusehen. Zudem wird die alte Trilogie besonders hier aufgewertet, wenn Bilbo sich entscheidet, Gollum nicht zu töten. Sofort kommt die entsprechende Szene in den Sinn, als Gandalf und Frodo genau darüber sprechen. Toll! Toll! Toll! Zählt für mich schon heute zu den ganz legendären Filmszenen.
c) Die Schattenseite
So hätte ich eigentlich euphorisiert aus dem Kino kommen müssen, aber irgendwie war das nicht der Fall. Irgendwas hat mich erheblich gestört, ich konnte aber nicht sagen, was es ist. Ich setzte die Bewertung erst mal unter Vorbehalt auf 8 fest und nahm mir noch die halbe Nacht und den ganzen Tag Zeit darüber zu sinnieren, bis ich schließlich die beiden wirklichen Störfaktoren ausfindig gemacht hatte.
1. Trolle
Die sind ziemlich idiotisch, das stimmt schon. Die Three Stooges von Mittelerde! Aber das war es nicht. Schlimmer ist, dass es mit den Gesetzen von HdR kollidiert, wonach Trolle einfach nicht sprechen. Der Vorwurf geht aber nicht an Jackson, der das aus dem Buch selbst hat. Dazu gesellt sich noch ein Problem des nicht genutzten Potenzials dieser Szene und dieser Vorwurf geht an Jackson. Das ist die Rolle Gandalfs in dieser Szene. Gandalf ist ja weniger als Kampfmagier, denn als großer Manipulator konzepiert. Das wird im HdR (Film) auch noch besser dargestellt, durch die Gespräche mit den Hobbits (insbes. das schon erwähnte Gespräch mit Frodo, wo er ihn dazu bringt Gollum später nicht zu töten) oder der Versuch eine Allianz zwischen Rohan und Gondor zu schmieden (letztlich setzt er sich da über den Willen hinweg und lässt eigenmächtig die Leuchtfeuer aktivieren). Im Hobbit (Buch) ist es nun so gedacht, dass Gandalf zwischen den Trollen so viel Streit entfacht, dass diese abgelenkt sind und dadurch den Sonnenaufgang vergessen und so ganz kampflos besiegt werden. Dies hätte auch im Film eine bessere Wirkung erzielt, als der Hieb auf den Stein. Finde ich jedenfalls.
2. Goblin King
Wie bereits erwähnt, gelingt es fast immer die humorvollen Passagen richtig zu platzieren. In diesem Fall nicht. Dass der Goblin King einen blöden Spruch bei seiner Schlachtung bringt, will sich nicht in den epischen Gesamtzusammenhang einordnen lassen. Wenn es sich um einen Film handelt, wo der Fun im Vordergrund steht, wäre das in Ordnung. Als Vergleich kann man hier die alten Filme Bud Spencer und Terence Hill nehmen. Absolut in Ordnung, wenn Bud eins mit der Bratpfanne übergezogen bekommt und die einzige Reaktion ein trockener Spruch ist. Aber in einem epischen Film, wo es um etwas geht, passt das nicht.
Somit erklärt sich dann auch, warum der Film nicht die erwarteten 10 Punkte bekommt. Warum aber dann immerhin 9?
III Abgleich mit der Buchvorlage
An dieser Stelle müssen allel Tolkien-Fans ganz tapfer sein, aber ich finde die Buchvorlage einfach grauenhaft. Das geht vom besserwisserischen auktorialen Erzähler über die spannungsarme, seichte Geschichte, die fehlende Charakterisierung, die Actionarmut bis hin zu den sinnlosen Liedern. Es ist das zweitschlechteste Fantasybuch bis jetzt. Nur die Gollum-Szene ist auch im Buch gut, vielleicht sogar besser gelungen. Was Jackson aus der schwachen Vorlage alles rausgeholt hat, ist außergewöhnlich. Ein Glück, dass er sich nicht skalvisch an die Vorlage gehalten hat und auf die schlimmsten Lieder verzichtet wurde!
Somit ergeben sich vorerst 9 solide Punkte.

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tobmovie

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Genau so!! Perfekt


gandalfdergraue

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein durchaus guter Film, mit vielen langweiligen Dialogen zu Beginn und einer nicht besonders spannenden Handlung zum Schluss. Als riesen Herr der Ringe Fan, habe ich mir den Film natürlich angeschaut und bin zu dem Schluss gekommen, dass dieser Film leider nicht im entferntesten an die Herr der Ringe Triologie herankommt, die nebenbei gesagt von mir 10 Punkte bekam.

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WHSS

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Bewertung4.0Uninteressant

Ein durchaus sehenswertes Märchen...für Kinder. Hat einem Erwachsenen leider nicht viel zu bieten. Unlogische Handlung. Total blöde Dialoge. Uninteressante, gar lächerliche Figuren. Die Optik ist ganz OK, und manche Szenen gut gelungen, verliert aber als Gesamtbild deutlich gegen Herr der Ringe. Fazit: 2,5 Stunden Langeweile...

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SBS

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Eine Unerwartete Reise" setzt anfangs bei Bilbos 111-zigstem Geburtstag ein, wo Bilbo in einem Buch für Frodo von seinen Abenteuern schreibt. Danach setzt der Film ca. 60 Jahre davor an, als Gandalf Bilbo ein Abenteuer vorschlägt. Am Abend essen und feiern die Zwerge in Bilbos Höhle. Der Führer Thorin Eichenschild spricht über seinen Plan, die Festung Erebor zurückzuerobern. Als Bilbo verneint, gehen die Zwerge ohne Bilbo in den Osten. Bilbos Meinung ändert sich aber und er verlässt mit den Zwergen das Auenland und begegnet unterwegs ganz verschiedenen Landschaften, aber auch bösen Kreaturen wie Gollum oder den Orks.
1937 erschien Tolkiens Roman "Der Hobbit" und wurde ein weltweiter Erfolg. Wenige Jahre nach der Verfilmung von "Herr der Ringe" kam Peter Jackson zur Überzeugung den Hobbit in zwei Teilen zu verfilmen, was ich für eine gute Idee hielt, doch als Jackson sich auf drei Teile entschied, dachte man etwas skeptisch über die Verfilmung. 2012 kam der erste Teil heraus und war ein grosser Kinoschlager. Ich war im gesamten auch zufrieden mit dem Ergebnis. Die Handlung wird uns gut, aber etwas zu lange erzählt und es kommt mir vor, als ob man so viel wie möglich reinquetschen wollte, um dadurch einen knappen Dreistünder zu präsentieren. Die Idee, aber mit Bösewicht Azog und seiner Geschichte mit Thorin fand ich noch gut gelungenen. Der Film wird auch durch formidable Darsteller wie Martin Freeman, der den jüngeren Bilbo toll verkörpert, Richard Armitage formidabel als Thorin, Ian McKellen wie immer als Gandalf und Andy Serkis phänomenal als Gollum, gestützt. Visuell ist der Film ein Augenschmaus und das 3D macht grossen Spass. Jackson hat für mich etwas zu viel wert auf sein CGI und den 48 Frame (wo ich kaum einen Unterschied zu 24 Frame erkannt habe) gelegt. Im Fazit ist "Der Hobbit : Eine Unerwartete Reise " eine angemessene Tolkienverfilmung, welche aber nicht an die "Ring" Trilogie herankommt. And if he loses? What then? Well if he loses precious then we eats it! If Baggins loses we eats it whole! Fair enough.

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Mirabilis

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Die bestaussehenden Zwerge, der sympathischte Hobbit, die männlichsten Lieder (darunter auch ein Abwaschlied), einige der besten Kampfeinlagen Gandalfs, eine schöne Szene mit Gollum, die mit Sicherheit beeindruckendste Art lästige Quasselstrippen zu ignorieren (einfach telepathisch ein Gespräch mit wem anders beginnen), die gefährlichsten Brücken und Balkone, insgesamt die stressigste Reise seit Lord of the Rings, und nicht zu vergessen die hilfreichste Motte, die absolut großartig eingebrachten Adler des Westens und Sebastian der Igel, der für sich steht. Nur die Orks waren unnötig albern, aber was soll's. Insgesamt ein sehr hübscher Film, den ich noch häufiger im Hintergrund laufen haben werde.

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DaHeino

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Bewertung10.0Herausragend

Ein epischer Neuanfang in mittelerde große Atmosphäre super Landschaft heile Charakter und epischer soundtrack

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