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Emergency Room verabschiedet sich nach 15 Jahren
Veröffentlicht am 19.08.2009, 11:14
Als Michael Crichton, der Autor von Jurassic Park und Westworld, 1974 ein Drehbuch über eine hektische Notaufnahme schrieb, konnte noch niemand ahnen, daß er damit einen der größten Hits der TV-Geschichte schreiben würde. Erst als Chrichton 1990 mit Steven Spielberg an Jurassic Park arbeitete und die beiden ein neues Projekt suchten, kamen sie auf das Drehbuch zu Emergency Room zurück.
Aus dem Spielfilm unter der Regie von Spielberg wurde schließlich ein Pilotfilm für eine TV-Serie, produziert von Spielberg. Über Nacht wurde aus einer Serie des totgesagten Genres des Krankenhaus-Dramas das kräftigste Zugpferd für den Muttersender NBC. Nebenbei wurden auch die Schauspieler der Hauptrollen zu Stars: Anthony Edwards, Noah Wyle und Julianna Margulies werden auch auf lange Sicht keine Probleme haben, TV-Rollen zu finden. So richtig den Vogel abgeschossen hat aber ein anderer: George Clooney wurde durch Emergency Room zum Superstar und schaffte den Sprung auf die große Leinwand.
Während die Serie in ihren ersten fünf Jahren ständig zwischen Platz 1 und 2 der Zuschauerzahlen wechselte, ging es ab Staffel 6 langsam abwärts, bis 2007 schließlich der Tiefpunkt erreicht war und ER nur noch auf dem 55. Platz landete. Für die letzte Staffel berappelte sich die Serie zwar etwas, aber über den 36. Platz kam auch sie nicht hinaus. Erst das heutige Finale schaffte wieder bessere Zahlen – und das lag nicht zuletzt an den vielen Gastauftritten der früheren Schauspieler.
Teaser gefällig? Hier seht ihr den Trailer, mit dem NBC das Finale bewarb:
Insgesamt war ER für unglaubliche 375 Awards nominiert und gewann 116 davon. Zudem ist die Serie mit 123 Emmy-Nominierungen die am meisten nominierte Show in der Fernsehgeschichte, knapp vor Cheers mit 117. Und nicht zu vergessen: zwischen 1995 und 2002 hatte keine andere Serie eine Chance, den Preis der Lieblingsserie bei den People’s Choice Awards abzuräumen.
Heute Abend geht mehr als nur ein Vehikel für Emotionen und den üblichen Ärzteschmalz zu Ende. Mit ER verabschiedet sich auch eine Serie, die das Fernsehen revolutionierte. Die Verwendung von Steady Cam und Farbdramaturgie, die Verquickung von Soap und fachlich anspruchsvolleren Elementen, selbst die tiefgehende psychologische Konzeption von Charakteren war noch lange nicht alltäglich, als ER im September 1994 startete. Von den vielen Gaststars und Gastregisseuren mal ganz zu schweigen. Quentin Tarantino drehte bereits 1995 eine Folge für ER, als CSI noch der feuchte Traum eines Filmproduzenten war. Und wenn Euch das nicht überzeugt: Ohne ER gäbe es heute kein Dr. House.
Die letzte Folge von Emergency Room läuft heute Abend am 19. August 2009 um 22:15 auf Pro 7. Zwar ohne George Clooney (den habt ihr dann knapp verpasst), aber dafür mit allen anderen Stars. Und wenn Euch so gar nicht nach Ärzten ist, schaut einfach mal in unser Fernsehprogramm, irgendwas findet sich da immer!
Kängufant (Andreas Gerold) 2009/08/19 11:14:00
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Kommentare
über Emergency Room verabschiedet sich nach 15 Jahren
M_A_X 2009/08/19 17:48:41
Sagitta 2009/08/20 10:08:26
Mir haben die "Schlußfolgen" der letzten Wochen gut gefallen. Kein Schmalz, es wurden einige lose Enden verknüpft (und ER-typisch noch mehr offen gelassen) und die Veteranen geschickt eingebaut --teilweise nonchalant, wie das Urgestein Doug Ross (George Clooney), der zwei neueren Mitarbeitern des "ER" in einer Klinik im Westen der USA begegnet, die ihn gar nicht kennen. In der gleichen Folge hatte Susan Sarandon einen Cameo-Auftritt. Die Anziehungskraft der Serie ist anscheinend immer noch da.
In 15 Jahren war es jedoch zwangsläufig, dass sich Themen wiederholten, und einfach nicht mehr alles "neu!" war. Trotzdem gehören einige ER-Folgen mit zu meinen Lieblingsfilmen (beispielsweise die Darfur-Folgen).
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feininger75 2009/08/24 09:23:23
Die erste Staffel ER war in ihrer Zeit atemberaubend. Ein Glück, dass die Macher endlich ein Einsehen hatten und einen Schlußstrich unter diese einstmals großartigen Serie gesetzt haben.
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