Fluch der Karibik 5 - Das sagen die Kritiker zum neuen Piratenabenteuer

Pirates of the Caribbean: Salazars Rache mit Johnny Depp
© Walt Disney
Pirates of the Caribbean: Salazars Rache mit Johnny Depp
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"Ganz gleich was Du auch ausrichtest, es wird nie mehr sein als ein einzelner Tropfen in einem unendlichen Ozean!" - "Was ist ein Ozean, wenn nicht eine Vielzahl von Tropfen?"

Mit einem weltweiten Einspielergebnis von fast 4 Milliarden Dollar kann Disney das Fluch der Karibik-Franchise natürlich nicht sang- und klanglos untergehen lassen. Mittlerweile wird schon über einen 6. Teil spekuliert. Vorher läuft aber erst noch der 5. Teil an, mit dem Titel Pirates of the Caribbean 5: Salazars Rache. Nach einer Pause in Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten kehren Orlando Bloom und Keira Knightley in ihren Rollen als Will Turner und Elizabeth Swann zurück. Hauptdarsteller ist erneut Johnny Depp, der es diesmal mit Javier Bardem als Captain Salazar zu tun bekommt. Denn der will, wie der Titel schon sagt, Vergeltung üben für ein früheres Vergehen von Jack Sparrow.

Hier die harten Fakten zu Pirates of the Caribbean 5: Salazars Rache:

  • 6 Kritikerbewertungen mit einem Durchschnitt von 6,9
  • 32 Community-Bewertungen mit einem Durchschnittswert von 7,5
  • 8 Kritiken & 66 Kommentare
  • 14 x Lieblingsfilm und 0 x Hassfilm
  • 1971 Vormerkungen, 49 sind nicht interessiert

Das sagen die englischsprachigen Kritiker zu Pirates of the Caribbean 5: Salazars Rache:

Andrew Barker von Variety findet, dass mit Teil 5 der Charme des ersten Films nahezu komplett verloren geht:

Joachim Rønnings und Espen Sandbergs Pirates of the Caribbean 5: Salazars Rache zeigt nur die leichtesten Spuren von dem Funken, die diese einst wenig versprechende Idee in ein fast vier Milliarden Dollar-Unternehmen verwandelte. [Es] ist ein geldgieriges, visuell unattraktives Beispiel für Markenpflege. Das Franchise hat mit jedem Folgefilm ein wenig von seinem Glanz verloren, aber noch nie hat sich ein 'Pirates'-Film so unwichtig, so deprimierend pro forma angefühlt.

Der Kritiker der Village Voice, Alan Scherstuhl, stört sich an der Darstellung der Frau im Film:

Wie im ersten Film bestreiten Helden aus der zweiten Reihe die Handlung: Ein säbelrasselnder Typ und eine hitzköpfige Heldin, die anfangs klug und kompetent erscheint, dann aber doch oft genug gerettet werden muss. Weil jeder immer gefasst wird in diesem Film, würde ich mich nicht über dieses Moment beschweren, wenn nicht [...], anstatt selber für Ordnung zu sorgen, Kaya Scodelarios eigensinnige und sich selbst verwirklichende [...] Abenteurerin den Großteil des Showdowns damit beschäftigt wäre, ihren bedeutungslosen Gehilfen (Brenton Thwaites) aufzuwecken, damit er es tut. [...] Ihr Flehen und ihre leichten Schläge [...] könnten Signale an Erwachsene sein, dass der Film zu Ende und es Zeit ist, aufzuwachen.

Brian Triutt von USA Today findet besonders die Geisterhaie gelungen:

Die wichtigste Lektion des neuen Pirates of the Caribbean? Geisterhaie hätten schon vor langer Zeit auftauchen sollen. Nach drei Filmen mit abnehmender Qualität und einem vierten Teil zum Vergessen nimmt Disneys mit Seeräubern gefülltes Franchise wieder den richtigen Kurs mit dem fünften Film. Johnny Depp's betrunkener Captain Jack Sparrow stolpert in ein Seefahrer-Abenteuer, das seine wackligen Momente hat, aber auch eine ansprechende Handlung mit Familienvermächtnissen, überdurchschnittlichem Säbelrasseln und einem fantastischen neuen Bösewicht in Form von Javier Bardem bietet.

Das sagen die deutschsprachigen Kritiker zu Pirates of the Caribbean 5: Salazars Rache:

Alexandra Seitz (EPD Film) bescheinigt dem Piratenfilm den Verlust jeder Logik, gerade das mache aber auch Spaß:

Wie die Vorgängerfilme zeichnet sich auch dieser aus durch den jederzeit möglichen Verlust an Bodenhaftung, das frei flottierende Drauflosfabulieren, viele unvorhersehbare Handlungswendungen und quasi minütlich wechselnde Allianzen des exzentrischen Personals. Haare in der Franchise-Suppe lassen sich freilich immer finden, und der Lieblingsvorwurf der Kritik lautet denn auch: Maßlosigkeit bis hin zu Aufgeblähtheit und daraus folgende Explosion in die totale Sinnlosigkeit. [...] Doch dann reitet die wiedererstandene 'Black Pearl' frech auf der Rasierklinge einer Meereskluft und bietet einen ebenso absurden wie atemberaubenden Anblick. Reiner Wahnwitz, der gnädig stimmt. Hat er ja schon immer.

Susan Vahabzadeh schreibt für die Süddeutsche Zeitung, dass das Franchise wohl ewig weitergehen wird:

[...] Man kann sich in dem Labyrinth der Plots der vier ersten Filme schon einmal verlieren. Zumal eben eine ganze Reihe zentraler Figuren irgendwann mal tot waren, Gefangene auf Sklavenschiffen der Unterwelt, Geister. Die Piraten gehen in verschiedenen Aggregat- und Existenz-Zuständen ein und aus, wie ein Rudel von Schrödinger-Katzen. Man hätte insofern erwarten können, dass es gar keine folgenden Generationen braucht, denn warum sollten solche Gestalten altern? Und mit den Mitteln heutiger Technik könnte man Keira Knightley mühelos in einen Teenager zurückverwandeln, und wenn sie gerade wichtigere Dinge zu drehen hätte, müsste sie dafür nicht mal ans Set kommen.

Jan Küveler von der Welt findet, dass das Franchise gar keine Handlung benötigt:

[...] Kompletter Wahnsinn, Dadaismus, Golshifteh Farahani als kahl geschorene Kräuterhexe, Depps komödiantisches Genie im freien Flottieren. Es hätte einer der schönsten Kunstfilme aller Zeiten werden können. [...] 'Tote Männer erzählen keine Geschichten'. Weil das natürlich stimmt und es auch unbedingt weitergehen muss, überleben die Helden logischerweise alle, während ein paar verzichtbare Gestalten an Poseidons Dreizack ertrinken, was sofort Eingang finden müsste in die Liste kurioser Todesarten. Alles okay so weit. Für die Fortsetzung fordern wir aber den konsequenten Verzicht auf jede Handlung.

Das Kritiker-Fazit zu Pirates of the Caribbean 5: Salazars Rache:

Die amerikanischen Kritiker sind von der Fortsetzung des Fluch der Karibik-Franchise weitaus enttäuschter als die deutschen. Sie finden, dass die Reihe nichts Neues mehr zu erzählen hat und mehr wie ein Pflichtfilm des Studios als eine kreative Leistung wirkt. Die deutschen Kritiker sind sich einig, dass das Piratenabenteuer fern jeglicher Realität sei, worin aber auch der Reiz der Filme liege.

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