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Sylvester Stallone wird als Autorenfilmer geehrt. Geht denn das?
Veröffentlicht am 14.08.2009, 09:00
Sylvester Stallone war zuerst Rocky, Robert “Rocky” Balboa, der als ungebildeter Boxer seine Chance nutzt und gegen den Weltmeister antritt. Zwar gewinnt er nicht, aber die Zuschauer feiern ihn für seinen Kampfgeist. Rocky war 1976 ein Überraschungserfolg an den Kinokassen und konnte sogar drei Oscars erringen. Der Film begründete eine Filmreihe mit bisher insgesamt sechs Rocky-Filmen.
Sylvester Stallone war dann Rambo, der wortkarge Vietnamkriegsveteran John Rambo, der aufgrund seines heruntergekommenen Aussehens vom Sheriff einer Kleinstadt gejagt und diskriminiert wird, aber trotz gigantischer Übermacht bestehen kann. Rambo zählt zu den rentabelsten Filmen seiner Zeit, weil er wenig gekostet, aber viel eingespielt hat. Es folgten bisher drei Fortsetzungen.
Beide Filme und ihre nicht mehr so erfolgreichen Nachfolger provozierten immer wieder Dispute. Rambo wurde als Schieß- und Trümmerorgie bezeichnet, die zwar handwerklich perfekt daherkommt, aber auch Gewalt verherrlicht. Das schlichte, aber schlagkräftige Gemüt von Rocky fand auch nicht überall Befürworter. Der US-Filmemacher, der aktuell an dem Actionstreifen The Expendables arbeitet und auch einen weiteren Rambo-Film plant, hat bei Kritikern nicht die höhsten Weihen erhalten.
Nun gab der Chef des Filmfestivals in Venedig in einer Pressemitteilung des Festivals bekannt, dass Sylvester Stallone beim kommenden Festival im September ausgezeichnet wird. Er hat im zeitgenössischen Film deutliche Zeichen gesetzt, zum Beispiel mit seinen visionären Verfolgungsjagd über die Dächer während des Vorspanns seiner ersten Regie- und Drehbucharbeit Vorhof zum Paradies. Hier hat der Filmemacher einen persönlichen Stil und die Entschlossenheit eines Autorenfilmers bewiesen, die er auch in nachfolgenden Filmen demonstrieren konnte. In seinen Filmen herrscht eine Zartheit, selbst wenn ziemlich viel Blut fließt. Mit Rocky und Rambo, für die er alle Drehbücher schrieb, ist Sylvester Stallone durch die Höhen und Tiefen des Amerikanischen Traums gereist.
Die Auszeichnung “Jaeger-LeCoultre Glory to the Filmmaker Award” haben vor Sylvester Stallone bereits die Regisseure Takeshi Kitano, Agnès Varda und Abbas Kiarostami erhalten. Was meint Ihr? Passt der muskelbepackte Actionheld in diese Reihe?
Ines Walk (Ines Walk) 2009/08/14 09:00:00
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Kommentare
über Sylvester Stallone wird als Autorenfilmer geehrt. Geht denn das?
spanky 2009/08/14 09:59:03
Ortega Lorre 2009/08/14 10:02:01
Man muß Stallone nicht mögen um festzustellen dass er ein Autorenfilmer ist. Nur eben ein sehr kommerzieller und manchmal auch flacher. Egal, Preis passt.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
keddschabb 2009/08/14 11:00:51
Eben. Und wenn Schweizer Dekadenz-Uhrmacher damit einverstanden sind, wieso sollten wir es nicht sein?
xtheunknown 2009/08/14 10:21:47
für sein lebenswerk rocky ist das verständlich. ansonsten hat er in seiner karriere zu viele qualitätsschwankungen um dafür jemals eine auszeichnung bekommen zu können.
Kommentar gefällt mir 3 Antworten
Ortega Lorre 2009/08/14 11:32:38
Bitte??? Hast du dich mal mit den "qualitätsschwankungen" eines Scorsese, Louis Malle oder Godard beschäftigt? Oder Almodovar?
Da kann einem schlecht werden.
Trotz allem sind das Preiswürdige Filmemacher.
xtheunknown 2009/08/14 16:38:21
als filmemacher hat er ausser rocky nicht viel vorzuweisen. sein drehbuch für fist ist noch ok, aber sonst? auszeichnung für rocky ist ok, ansonsten nicht.
stalker 2009/08/14 13:18:02
Ok. Malle vs Stallone. Barbarisches Zeitalter ick hör dir trapsen.
Kommentar gefällt mir 1 Antworten
Luke19 2009/12/30 00:19:08
gebührt ihn! Er ist einer von den ganz großen, überhaupt wenn man seine Biografie kennt, vergönn ich es ihm um so mehr!
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Tja, man braucht halt Stars in Venedig, sonst kommt keiner. Nix gegen Rocky und Rambo (jeweils die ersten Teile!). Gegen die Drehbücher von ihm gibts nichts auszusetzen. Man sollte ihn aber eher für sein Lebenswerk ehren, denn er ist halt schon ne eigene Marke im Filmbusiness.
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