Rocky

Rocky (1976), US Laufzeit 118 Minuten, FSK 12, Drama, Sportfilm, Actionfilm, Kinostart 01.04.1977

noch nicht bewertet

Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
7.0
Kritiker
50 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.1
Community
15301 Bewertungen
119 Kommentare
admin image admin trailer admin edit edit group memberships sweep cache Moviemaster:Movie

von John G. Avildsen, mit Sylvester Stallone und Talia Shire

Mit der Story des Rocky, eines aus ärmlichen Verhältnissen stammenden jungen Mannes, der sich an die Spitze boxt, schrieb Sylvester Stallone ein Stück Filmgeschichte.

Der junge, ungebildete Rocky Balboa (Sylvester Stallone) lebt im Armenviertel von Philadelphia und hält sich mit einem schlecht bezahlten Job als Geldeintreiber sowie kleineren Boxkämpfen über Wasser. Eines Tages bekommt er die Chance seines Lebens, als der Schwergewichts-Boxchampion Apollo Creed (Carl Weathers) sein Interesse an einem Kampf mit ‘The Italian Stallion’, so Rockys Kampfname, bekundet. Rocky begibt sich in die Obhut des Trainers Mickey (Burgess Meredith), der ihn für diese einmalige Gelegenheit fit machen soll. Rocky will den Meister schlagen und damit nicht nur den Kampf, sondern auch das Herz von Adrian (Talia Shire), der Schwester seines besten Freundes Paulie (Burt Young), gewinnen.

Hintergrund & Infos zu Rocky
Als 28-jähriger Schauspieler lebte Sylvester Stallone von der Hand in den Mund und musste sich jeden Dollar hart erarbeiten. Das erste Skript zu Rocky schrieb er in nur wenigen Tagen und obwohl Sylvester Stallone durch die Hilfe eines Agenten schnell ein Angebot von der Produktionsfirma United Artists bekam, zögerte er mit dem Verkauf des Drehbuches. Erst nach vielen Verhandlungen – Sylvester Stallone wollte unbedingt die Hauptrolle spielen – gelang ein Abschluss. Rocky entwickelte sich nicht nur zum Kassenschlager (bei einem Budget von gerade einmal 1,1 Millionen Dollar spielte Rocky über 220 Millionen Dollar weltweit ein), sondern war auch einer der großen Gewinner bei der Academy Award Verleihung im Jahr 1977. Rocky wurde für 9 Oscars nominiert und gewann am Ende 3: Für den Film, die Regie und den Schnitt. (GP)

  • 37795279001_1859529226001_th-506165b2c7e7b0e4dd2a72d8-1592194017001
  • Rocky 14
  • Rocky 9
  • Rocky - Bild 5875748
  • Rocky - Bild 5875706

Mehr Bilder (24) und Videos (2) zu Rocky


Cast & Crew


Kritiken (4) — Film: Rocky

SoulReaver: CinemaForever

Kommentar löschen
6.0Ganz gut

[...] Die affektiven Mechanismen von „Rocky“ sind genau da platziert, wo alle Beteiligten sie auch sehen wollten, die Türen waren dementsprechend weit geöffnet und es ist ein leichter Vorgang gewesen, auf dieser Underbog-Ballade mit geöffneten Armen aufzunehmen und die Wirklichkeit für zwei Stunden einfach mal zu vergessen, nur um Rocky am Ende nach seiner Adrian brüllen zu sehen. Wenn die Story einen emotional aber nicht aus den (Box-Hand)Schuhen haut, vor allem wenn das Leben schon für das gewisse Maß an Verbitterung verantwortlich ist, das Träumer und Optimisten zu Pessimisten und Realisten degradiert, dann bleibt am Ende zwar die Anerkennung der wirklich schönen Quintessenz, aber ein Meilenstein mit filmhistorischer Signifikanz wird „Rocky“ für mich nie werden, sondern nur ein guter Unterhaltungsfilm mit pushendem Soundtrack. Nach dem Abspann blieb von „Rocky“ nichts in mir haften, aber damit stehe ich wohl alleine da.

Kritik im Original 21 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 10 Antworten

Andy Dufresne

Antwort löschen

*schmeißt auch mit Kacka aber nur mäßig, da Kommentar/Souli gut seine Wertung untermauern kann* ;)


Stallforce

Antwort löschen

Den Kommentar unterschreibe ich mal genauso, wie er da steht!


Timo K.: Blockbuster Entertainment

Kommentar löschen
6.0Ganz gut

Runde #1. Keine andere Sportsaga stand derart aufrichtig unter dem Diktat ihrer Zeit, die sie beharrlich auf Zelluloid reflektierte. "Rocky" ist nicht nur die aufwühlende Geschichte eines hoffnungsspenden Werdegangs eines Niemand zum Jemand, eines etwas dummen Straßenkämpfers zum ungemein freudestrahlenden Volkshelden. "Rocky" lebt nicht den amerikanischen Traum. Bei "Rocky" geht es überhaupt erst einmal um die Errichtung des Traums in den gleichermaßen beißend-dampfenden wie schmuddelig-versifften Gassen Philadelphias als Balsam für die amerikanische Seele, die seinerzeit unter dem Eindruck von Watergate und dem Vietnamkrieg entgeistert schien. Eine Geschichte über die merkwürdigen Fügungen des Glücks und darüber, dass der Ansporn zur Besiegbarkeit der Unbesiegbarkeit sowie die Chance zur Chance den Verlierer zum Gewinner machen. Ein Klassiker des Genres, der nüchtern zwischen Milieu-, Sport- und Liebesstudie boxt, während er soziale Hierarchien ihrer Schablonenhaftigkeit…

16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

Timo K.

Antwort löschen

Dann sagen wir es so: Im vierten Teil.^^


SamRamJam

Antwort löschen

Perfekt :D


Flibbo: Wie ist der Film?

Kommentar löschen
6.0Ganz gut

Häufig wird es verschätzt, doch „Rocky” ist ein wahrlich simpel gestrickter Film, dessen Stärke hauptsächlich darin besteht, dass das schlichte Drehbuch keine klaren Ausfälle hat. Schnörkellos folgt man der Hauptfigur Rocky durch seinen Alltag bis hin zur Chance seines Lebens, die dank seiner gleichzeitig stattfindenden Liebesgeschichte an Dramatik gewinnt. Das ist ein bisschen graue Milieustudie, etwas Sport-Action und ein Schuss Romantik, wo Silvester Stallone Mut beweist, indem er einen leicht debilen Boxer verkörpert, was sich als die perfekte Rolle für ihn erweist. Möchte man Forest Gump in den Arm nehmen, wenn er sagt: „Ich bin kein kluger Mann, Jenny… aber ich weiß, was Liebe ist.“, so wird auch der muskelbepackte Rocky liebenswert, wenn er seiner Herzensdame erklärt, dass er, wie schon sein Vater, nicht helle im Kopf ist, und deshalb etwas aus seinem Körper machen muss. [...]

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders

Kommentar löschen
10.0Herausragend

"Rocky" ist einer der wichtigsten Sportfilme, mit einem gut aufgelegtem Hauptdarsteller Sylvester Stallone. Wenn sich die Filmfigur Rocky Balboa der Boxmaschine Apollo Creed stellt ist Spannung garantiert. Ein Film den man mindestens einmal im Leben gesehen haben sollte.

Kritik im Original 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (113) — Film: Rocky


Sortierung

Fabioko

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Die "Rocky" Reihe hatte für mich was Filme angeht eine sehr prägende Rolle eingenommen. Eine wunderbare Lebensgeschichte eines underdogs dessen Mut scheinbar ins unermessliche reicht. Mal abgesehen davon, dass Silvester Stalone hier und da nicht ganz einfach in der Originalvertonung zu verstehen ist, hätte ich mir keinen besseren Schauspieler in der Rolle des Rocky Balboa vorstellen können, exzellente Besetzungen, wie der angsterregende Ivan Drago(Dolph Lundgren) oder Clubber Lang(Mr.T), lassen die Spannung jedes Kampfen ins endlose steigen.
Neben vielem Humor und Romantik besitzt die Reihe Höhen und Tiefen die Der Handlung an fast nichts mangeln lässt. Meiner Meinung nach eine verdiente über 7 Bewertung.
In diesem Sinne : "Ain’t nothin’over , ’til it’s over" (Rocky).

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

PommesPapst

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Nachdem ich Stallone in "Inside the Actors Studio" gesehen habe, wie er von der Rocky-Hintergrundgeschichte erzählte, bekam ich mal wieder Lust, das Schmuckstückt zum x-ten Mal zu sehen.

Und nach wie vor ist es einfach ein Klassefilm, der, genauso wie Stallone damals, von ganz unten kam und mit $1,1 mio Budget $117 mio eingespielt hat, und das zurecht!

Die Message des American Dreams ist zwar alt, sehr alt sogar, aber ich kenne keinen Film, der dies mehr verinnerlicht hat als Rocky. Dennoch ist Slys Drehbuch-Debüt mehr als das. Vielmehr handelt es sich um eine Milieustudie mit sehr dramenharften Zügen im Gewand eines Boxerfilms, in dem Stallone zeigt, dass auch er anständig schauspielern kann.

Das finale Duell erinnert mehr an die Arcade-Version eines Boxkampfes als eine Simulation, und das ist es, was den Reiz des Films ausmacht.

Ein Klassiker.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

smu137

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Bei aller Liebe und Offenheit fürs Werk, lag Rocky für mich doch deutlich unter der Vorhersage von 8,0. Die heutige und auch schon damalige Größe des Films kann ich nicht nachempfinden. Da haben andere Filme der Siebziger und Achtziger viel mehr Charme, Charakter und Nachhaltigkeit.

Sylvester Stallones Genuschel mag zudem zur Rolle des ungebildeten Hinterhofboxers passen, hat mir den Film jedoch recht madig gemacht. Es war zwar keinesfalls auf dem Niveau von Sharlto Copley in District 9, aber auf jeden Fall störend.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

svensen

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Der Beginn von 6 Filmen für die Ewigkeit!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

MrTrombone

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Seit langem Frage ich mich, warum ein Boxfilm mir eine Prognose von 8,0 ausgibt. Rocky, legendäres, beinahe autobiografisches Werk von und mit Sly, endlich der Erstsichtung unterzogen. Nun kann ich sagen: Die Prognose stimmt.
Bei Rocky geht es um mehr als Boxen. Er ist auf der Suche nach sich selbst, nach einer Bedeutung, ja geradezu einer Flucht aus den Slums der amerikanischen Großstadt der 70er Jahre. Schlussendlich findet er ihn, den Sinn. Doch nicht etwa der Ruhm ist es, denn selbst im Moment des größten Erfolgs kann er nur an seine Adrien denken. Eine Bescheidenheit, die in der gegenwärtigen Realität vergessen zu sein scheint.
Der Weg des Italian Stallion grenzt dann nicht nur im Schlusskampf an die Faszination des Krieges. Man kommt nicht umhin, ihn sich anzuschauen, so ausgezeichnet ist dieses Meisterwerk der 1970er.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

AceVentura

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

ROCKY - für mich ein Lebensmotto. Danke Stallone

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

MissEliza0706

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Nichts auf der Welt kann Rocky toppen...

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

JoseyWales

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Für mich mehr ein Drama, eine Millieustudie, denn ein Sportfilm. Das Boxen als Vehikel, uns das Philadelphia der 70er Jahre nahe zu bringen. Das verkommende Arbeiterviertel als Abbild vieler amerikanischer Großstädte. Authentisch auch der Aufstieg eines Einwanderers, der amerikanische Traum eines Boxers. Sehr gefühlvoll in Szene gesetzt. Die Charaktere gut gezeichnet; eben kein Einheitsbrei. Stallone kann schauspielern, was er hier beweist. Natürlich ist auch Pathos und Kitsch vorhanden.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

Wilson_Blunt

Antwort löschen

traurig, traurig.....pischti.....:-P


pischti

Antwort löschen

Nagut nagut, wird gemacht ^^


beast667

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Rocky war mein Held, er war es. Musik Weltklasse, aber alles in allem ist Rocky alt geworden. Sehr alt.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

cpt. chaos

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Zu dem Film an sich, braucht man wohl nicht noch unnötigerweise viele Worte zu verlieren. Von der Geschichte her natürlich der mit Abstand beste Teil der Rocky-Reihe und auch schauspielerisch stellt Sylvester Stallone mal zur Abwechslung unter Beweis, dass er einiges zu bieten hat.

bedenklich? 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten

Hartigan85

Antwort löschen

Kannst dich dann bei mir beschweren :) Also mir gefällt er sehr gut.


cpt. chaos

Antwort löschen

Da werde ich bei Bedarf Gebrauch von machen... ;o)


Poor Boy

Kommentar löschen
Bewertung5.0Geht so

In jeder Szene sieht man das geringe Budget.Das Sly mit diesem Film den internationalen Durchbruch schaffte halte ich aber für ein Gerücht.Er wurde mit Rocky bekannt aber mehr zu der Zeit auch nicht.Es folgten jede Menge Flops ehe er Rocky erneut in den Ring schickte um nicht in Vergessenheit zu geraten.Eine nette Underdog Geschichte aber beim besten Willen nicht mehr.Ja ja,ich weiß,Oscar Gewinner als bester Film.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

J-Ross

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Rocky Balboa: Ein Vorbild und eine Inspiration für jede Person. Ein Boxer-Drama auf höchstem Niveau, das man wegen der Box-Thematik nicht auf einen stumpfen Sportfilm reduzieren sollte. Das Boxen dient bei diesem großartigen Film nur als Fassade. Mit dem Boxen vermittelt Sylvester Stallone in seinem Drehbuch wertvolle Botschaften. Vieles in diesem Film ist übertragbar auf das echte Leben.
Rocky ist wahrlich ein Underdog, ein kleiner Boxer, der sich finanziell nur schwer über Wasser halten kann. Doch Boxweltmeister Apollo Creed ermöglicht einem unbekannten Boxer einen Kampf gegen ihn selbst. Schnell wird er auf Rocky, den "Italllion Stallion" aufmerksam, der daraufhin die Chance seines Lebens erhält...
Zweifellos ein purer Glücksfall, doch Rocky will sich die Chance nicht nehmen und schlägt zu. Er kämpft wortwörtlich dafür und lässt sich nicht aufhalten. Stallone gab hiermit seine stärkste Leistung als Schauspieler ab und spielt Rocky auf eine einfältige, lässige und sehr gutmütige Art. Er weiß, dass er nicht der schlauste Typ ist und muss darum mit seiner Kraft auftrumpfen. Rocky ist ein sehr sympathischer Kerl mit eisernen Willen. Gerade die Tatsache, dass er jemand ist, der nicht sonderlich reich und gebildet ist, macht ihn noch weitaus zugänglicher. Mit diesen Typen fiebert man mit.
Für die Figuren nimmt man sich sehr viel Zeit, besonders die für die Entwicklung der Beziehung zwischen Rocky und der schüchternen Adrian. Nicht jede Szene wirkt dabei flüssig und an einigen Stellen fehlt etwas Spannung, doch das wird zum Ende hin ausgebessert. Gerade wenn das Training beginnt, sitzt man gebannt vor dem Bildschirm, positiv angetrieben von der hochmotivierenden Musik von Bill Conti.
Und besonders der Boxkampf wurde spannend in Szene gesetzt. Rocky zeigt, was er drauf hat und es entsteht ein Kampf auf Teufel komm raus. Creeds Reaktionen auf Rockys eiserne Standhaftigkeit und Ehrgeiz sind dabei die Krönung.
Rocky ist das beste Beispiel für die Hoffnung auf den amerikanischen Traum. Ein emotional voll überzeugender, grandioser Film mit schöner Reflektion auf das Leben und einem überzeugenden Boxkampf.

bedenklich? 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

uncut123

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

was für ein abend---opa fackelt mit seiner zigarre den halben weihnachtsbaum ab---geschwister duellieren sich mit der schneeschaufel und tante musste ja ihren paris hilton köter verschnitt ne halbe flasche eierpunch einflößen so das er alles schön aufn teppich verteilt...dünnschiss versteht sich!!da dennkst du du bist der verlierer des abends aber eigentlich bist du doch der gewinner...so auch in diesen grandiosen film...rocky hatt mir doch noch den abend versüsst!DANKE!!!

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Oliver0403

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Sly in einer seiner ersten Rollen. Hier und da ein paar Längen, aber dennoch ein sehr guter Film. Einer der wenigen Wermutstropfen ist nur, dass er in den ersten beiden Teilen nicht von Thomas Danneberg gesprochen wurde.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Hartmut Wastian

Kommentar löschen
Bewertung0.0Hassfilm

Amerikanischer Propaganda-Film der 80er mit einem völlig unbegabten Schauspieler in der Hauptrolle und tumben, faschistoiden, oft auch chauvinistischen Tendenzen. Wi-der-lich!

It's my way or the highway, Baby. Hasta la Vista!

Gut, dass es dann doch nicht ganz zur Zwangsbeglückung der gesamten Welt mit diesem "american way" gekommen ist. Oder doch? ;-)

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Julian F.

Antwort löschen

Ach, diese Leute gibts auch noch.. ;)
Sowas ist mittlerweile selbst im Feuilleton der linksgerichteten Medien rar geworden.


craax

Kommentar löschen
Bewertung5.0Geht so

Auf die Fresse - Rocky Stallone
Eine Entwicklung vom Tellerwäscher an

Dies war das Rocky I-V–Wochenende. Der Eindruck:

„The Italien Stallion“ – nicht umsonst die Umlaut-Remineszenz.
„Sly“ war 28, arm und arbeitslos-einfacher Familienpapa, als er (selbst) auf die Story kam und schrieb – und durchsetzte, das er die Hauptrolle übernahm. Rockys Traum ist – oder war – Stallones Traum, bevor er Rambo wurde. Sympathieretter: seine Karriere zerbröckelte dann allmählich. Rocky war sein größter Erfolg. Und was ...träumte ihm?

Einer jener Körperfilme, die so mit Conan der Barbar, der Schwarzenegger-Ära, einsetzten. Der Körper war das Filmprogramm, nach bescheidenen Johnny-Weißmüller-Anfängen,- und Stallone hat sich redlich geschunden und gequält, um seinen Körper echt Rocky sein lassen können zu dürfen. Aber es handelt sich um eine Abart des american dream : in dem nämlich nicht nur jeder Amerikaner, sondern auch bloß bestimmte amerikanische Körper „es schaffen“ können. Die Möglichkeiten eines Körpers (abgesehen davon, das ein normaler Bestandteil dessen üblicherweise auch ein Gehirn ist) sind allerdings begrenzt. Da gibt es als Hauptargument neben kreatürlichem Ausdruck (gar Schönheit) doch auch Muskeln, Fäuste, und Aktion. Und wenn man also von normal-durchschnittlicher Hirntätigkeit abstrahieren will, unter dessen Gürtellinie man zu bleiben hat,- kann man sich noch bis zur Obergrenze des Willens als Zugehörigkeitslimit hochversteigen. Damit ist das Ausdrucksinstrumentarium allerdings auch schon komplett : Muskeln und Willen.

Wenn man beim Willen noch die Höchstgrenze zulässig überschreiten will (etwa wie der Toleranzabzug beim Geschwindigkeits-Blitzen oder die geduldete Konto-Überziehung) landet man in der Vorstellungswelt eines Vierzehnjährigen von Sternenzugriff und Größenrausch und Aufhebung jeder physiko-realen Limit-Schranke, die uns Sterbliche in Grenzen bannt: der Superman-Sehnsucht, das einem Nicht-mehr-ganz-Kind gemäß und erlaubt und sympathisch- sogar fördernd ist (weil es seine Ziele moralisch positiv abstecken- und abrunden hilft): einem Dreißigjährigen allerdings steht so eine pubertäre Haltung nicht mehr recht angemessen ins zerbombte Gesicht. Nur noch in einem Amerikanischen Traum, welcher eine Art fixe Idee für verschaukelbare Erwachsenwerdens-Resistente ist. Rockys IQ wurde dieser Erwartens-Hürde angepaßt: ein Herz aus Gold und ein Wille aus Stahl in einem standby-hirnigem Körper. Jener Wille, der in einer Welt, die innerhalb dieser Grenzen angesiedelt ist,- eben so weit kommen kann, wie es möglich ist : wenn es keine Möglichkeit des Aufgebens,- nur des Totgeschlagen-Werdens alternativ,- gibt. –
Soweit, wie eine Welt, in der es keine erlaubte Niederlage gibt (denn Du kannst, was du müssen willst!), also reicht, erstreckt sich Rocky‘s Welt. Triumph des Willens. Nicht eben buddhistisch.

Es mag eine Menge,- vielleicht sogar die der meisten Menschen geben, die in dieser (Rockys) Welt leben, und scheinbar gern leben (der Erfolg gibt ihnen recht). Diese müssen sich, da dem Supremat des Siegers (etwa nach einem Kriterium wie: „Ich bin der Größte“ – oder Stärkste- oder Schönste) notwendig-logischerweise viele Niederlagen zuortenbar sind (oder wieviele Weltmeister gibt es auf jeden Anwärter?-),- damit abfinden, - das wenn sie eben nicht einsame Spitze sind, nunmehr das bedrückte Fundament, auf dem die Spitze thront, zu bilden - haben. Es formt sich so ganz natürlich eine auf einer Ecke balancierende Raute. Die Diagonalen und sonstigen mathematischen Relationen innerhalb dieses geometrischen Körpers würden in Schwerelosigkeit von natürlich relativ-ausgewogenem Gegenbezug sein; tritt aber, wie nicht anders sein kann(?), notwendig Schwerkraft hinzu, erhält simultan jeder einzelne Punkt innerhalb der Konstruktion seine einmalige Ausrichtung nach absoluten Maßstäben, erhält sein Nord und Süd, sein Schräg-rechts oder Mittig-Links oder mehr oben oder weiter unten nach Maßgabe der Kraftlinien, welche sein Inneres durchfließen,- und so, wie Eisenfeilspäne um ein Magnetmuster sich anordnen, jeden Punkt des inneren Vierecks-Bestandes nach dieser Kraft-Ordnung richten - vom alleruntersten Spitzen-Ruhdruckpunkt– zur gegenüberliegenden, ganz weit dort oben in leicht schwankender höchster-, sturzgefährdetster Extremspitze hin gemäß dem Diktat der alldurchwirkenden: - ich bin die Stärke, ich bin das innere Gesetz, ich bin die - SCHWERKRAFT – .
Wer die Massenanziehung akzeptiert, weil er wollen muß (und wer entkommt ihr schon auf Erden?), der akzeptiert diese Festlegung der absolut bestimmten Örtlichkeit innerhalb der Gruppe, sein Ost und sein West, sein Oben und Unten.

Das ist Schicksal. Das zu akzeptieren, - amerikanisches Gemein-Schicksal. Wer den amerikanischen Traum generell als sein Lebensprinzip akzeptiert,- akzeptiert damit also höchstwahrscheinlich sein eigenes mittig gelegenes Schicksal,- oder gar -Versagens-Schicksal, wenn ausschließlich der oberste Pyramidenspitzen-Ort der Leitstern -, das Leitplanken-Ziel,- die Leitideologie,- der Leithammel ist. Man muß ja nicht nach diesem Stern greifen! Dies bleibt ohnehin dem oberen spitzenzugewandten nächstbenachbarten Sahne- Drittelchen nur realistische Vorstellungsmöglichkeit; Für alle anderen bleibt der Weg, statistisch verifizierbar, zu lebenslang. - Und manchmal, manchmal geschieht das WUNDER – immer wieder, da die Spitze, sich zwar ständig neu ordnend, doch immer stets auch vorhanden bleibt (stellen Sie sich ein Viereck ohne Ecken vor!) ,- ein Weg durch die Gassenmenge sich auftut,- wie ein Fettklümpchen nach oben dringt oder dem Gesetz von spezifischer Dichte und Wichte gehorchend – ein unscheinbar-beliebiges Ex-Körnchen,- innerer Bestimmung höherer physikalischen Wichte folgend, sich aufhebt und anhebt und emportaucht zum vorbestimmten,- ihm allein zugehörigen Platz – dem des leichtest wiegenden, innerlich am porösesten gestalteten Teil des Ganzen, dort nach oben,- in singuläre Exklusivität - schwankende Spitze des Zuoberst Gekehrten. Wie atemberaubend -! Was für ein Abenteuer -! Tausende träumen davon – porös-, gar das Poröseste zu sein. Doch nur eines, ein seiner Durchsichtigkeit selbst kaum inne sein müssendes Teilchen,- kann nur dieses eine ganz aller-einste auserwählte Teilchen aus dem Gänzlichen sein. „Das“ Schwerste, „das“ Krümmste, „das“ Blondeste, „das“ Stärkste – komisch, seltsam, bezeichnend-?...das es dieses Gewusel und Gewirre-, dies Flirre und Gezerre um „das“ Klügste oder „das“ Sanfteste oder „das Gutartigste“ nicht gibt oder nicht zu geben scheint? ...Unverstehbare und verwirrende mysteriöse und geheimnisvolle Welt, und doch so schön. -

Aber sie ist voller Undurchschaubarkeiten, manche müssen unerklärlich und unerwiesen einfach hingenommen werden.- Was bleibt, ist die massenhafte Existenz der dicklichen Mitte – oder etwa noch weiter abwärts. Ein Ort hier ist im Gedränge -, wenigstens niemals einsam. Man schaut, eingedenk seiner Beschwerlichkeit, heimwärts, Engel,- gen oben linsend, ob ein Spalt sich auftäte, der im Geriesel und Gerinsel ein wenig aufwärts weisen-, lüpfen drücken-, sich ab-stützend empordienen könnte –Druck von allen Seiten ist hier stets die Gegenwärtigkeit. Man gruppiert sich um und rührt und rutscht ein wenig von der Stelle und auf der Stelle, und hält doch stets die zugemessene Region – Fluch der Physik innerer Trägheits-Dynamik und Bestandteils-Bestimmung,- des Gehorsams gegenüber dem Gesetz. Wer Anziehungsbindung akzeptieren muß weil er Schwere spürt,- dem bleibt wenigstens der Blick nach oben, und der Traum – wie es sich dort wohl sein und leben ließe. Wie fühlt es sich wohl an, wenn man porös genug dafür ist?

Er tröstet sich und er muß sich trösten lassen mit dem Bild des Königsglanzes vor Augen – einer Dynastie, der er selbst angesichts seiner Beschaffenheit nicht zugehören kann außer im -, wenn pflichtschuldigst erfüllt -, fernem Bewunderungszoll von erprobter Wichte UNTEN nach vorgestelltem lichtem Glanz OBEN. Wer sich eine Welt in Hinsicht auf Erfolg in ihr in seiner Vorstellung gehorsam erschafft (weil erschaffen muß, siehe oben), erschafft in Wirklichkeit (es ist nicht anders möglich) eine Welt einsamer Spitzenstellung und vielem umgebenden – untergebenden - Kroppzeug. Wer den Top of the - Kings of armour – akzeptiert : akzeptiert in Wirklichkeit eine Welt der tausendfachen Mittendrinne-Untertänigkeit, gegen dessen erdrückende Realität ein singulär expressives Königs-Schicksal kaum ins Gleichgewicht fällt.
Denn die Könige sind in Wahrheit für die inneren Schaubedürfnisse des Volkes da wie Leuchttürme und Orientierungspunkte, und nicht umgekehrt. „Die Königs-Erwähltheit ist das Opium des Volkes“, mit dem Karl-Friedrich frei zu reden. (Der Boß selbst allerdings erlaubt sich, die Sache umgekehrt zu betrachten). - Wer mit genügender Zahl anderer zusammen an den Chefetagen-Modus prinzipiell glaubt: installiert eine um so unentrinnbarere Käfig-Existenz nach der Gesetzlichkeit der Schwerstkraft für allen mediokren Rest. Man sieht, ich glaube nicht an den amerikanischen Traum,- ich halte ihn für unmoralisch. Präsident der Usa könnte ich mit dieser Einstellung kaum werden, nicht mal Konzernchef, nicht mal Abteilungsleiter, eventuell Vorarbeiter-? Da das Zauberwörtchen, das alle Türen der unteren Etage aufschließt, darin vorkommt, vielleicht. –
Aber die USA sind keine Chimäre,- Präsidenten und Weltmeister im Mittel- und Schwergewicht auch nicht: sie sind eine Realität.

Rocky ist wohl, so unglaublich es klingt, ein Abbild nicht der, aber einer tatsächlichen -, einer inner-äußerlichen, einer wie’s scheint vorhandenen Realität. Rocky ist kein Traum. Und damit auch nicht einmal ein schlechter. Für einen, den es also nicht gibt, kein schlechter Traum, denn den es nicht gibt, ist nun einmal keiner. - Und wollen wir also hoffen, das es so ist.

Wenn es so scheinen sollte, das es ihn doch geben sollte, das es ihn gibt : wollen wir von Herzen träumen, das wir noch einmal mit einem blauen Irrtums-Auge davon gekommen sein werden.

II
Viel spricht allerdings dafür, das es nicht so ist ( das wir uns also irren, das es ihn nicht gibt, den amerikanischen Traum). Vieles spricht dafür, das Rockys Traum geteilt wird. Viele Menschen, die den Film sehen, und sich anrühren lassen von seinen Sehnsüchten und Triumphen, teilen genau diesen Traum. Viele Menschen, die glauben, das man die Mißerfolgs-Möglichkeit mit Fäusten zerschmettern,- ihr so entrinnen kann, glauben weiterhin an den Circus Maximus (so heißt in der Tat eine Box-Arena im dort angesiedelten Film-Kunstvokabular) - und eine in seinem Bannkreis nieder-ringbare Lebenskrone. Auch Neandertaler (von denen es so wenige nicht gab noch gibt...) müssen, um sich in diesen all-gemein- amerikanischen Traum teilen zu können, eine faire Chance zum Weg an die Spitze sich weiterhin glauben und sich bewahren können: für diese Sub-Spezies ist Rocky installiert und zuständig. Begeben wir uns damit zu seinem sympathischsten Aspekt.

Der erste Teil des Rocky-Quintetts (mittlerweile soll es sich ja um ein,- mittels Heirat zur linken Hand - konkubinatisches Sextett handeln) – gefällt mir persönlich weit am besten. In ihm, dem Beginn der Reihe ( die erst daraufhin nicht umsonst eine wurde) ist am wenigstens Anspruch auf Allgültigkeits-Ideologie und Rocky am real-menschlichsten, einem realen Menschen und keinem Strategie-Produkt am ähnlichsten: zwar kein oberfixschlaues-, sondern sehr schlichtes Gemüt,- aber mit dem Dampfhammer-Grove- Drive, einem glaubwürdigen persönlich-bescheidenen Traum von Lebensversuch- und –schicksal,- und legitimen Herzschmelz-Ambitionen – und schließlich eingesegneter individuell realistischer Erfolgschance. Noch kein ausgreifender „Gesellschaftsvertrag“, sondern ein einmalig authentisches Lebensschicksal. - Das geht in Ordnung, weckt Sympathie und zunickendes Einverständnis und vereinigt ein anfeuerndes Publikum dahinter wie ein Mann. Mit diesem eingehegten zumeßbaren Triumph- Traum mag man mitfiebern und einverstanden sein. Dieser fiktionäre Erfolg sei auch Stallone, dessen persönliches Traumschicksal es realiter war, gegönnt. Schade, das er bei diesem Hungerbefriedigungserfolg nicht stehenblieb; das er höher und immer höher seinen Jugendsublimierungs-Weiterwahn hinaufzustapeln-und zu -schrauben -wußte und –mußte : wachse-oder-weiche-Wahn,- zu einem Kontinents-, schließlich weltergreifen-meinenden Anspruchs-Kontext der !Erfolgsverabsolutierungs-Maschinerie der einzigen Durchsetzungslegitimation im Äußeren. - Dem Tanz ums Goldene Kalb. - Das reich bezahlte Kalb ist dabei nicht das Goldige /des Reichtums selbst, welcher für Rocky genugsam auf seine wahrhaft minore Bedeutung : als bloße äußere Rückstau-Projektion der Umwelts-Gloriole für Helden und den ebenso wähnlichen Horizont des häuslichen Rocky-Umkreises (ohne doch diesen selbst zu korrumpieren) zusammengestaucht wird (Rocky zu seiner Adrien :„...nicht an die Dinge glauben, die man ersetzen kann: Häuser, Reichtum, Autos...“) ,– ... sondern den eigentlichen Kälbchenwahn des ERFOLGs an sich-, den pubertär-bedürftigen Glauben des An-Sich-selbst als Besten... und dieser Glauben ist an SIEGes-Heil gekoppelt: an den auserwählten einen Platz an DER SPITZE, den einsamen, elitären, unikaten Platz dort, der alle und den ganzen Rest der Welt auf nachfolgende Ränge verweist und notwendig verweisen muß. Rockys Glauben macht einsam. Er läßt gerade noch genug Platz für ein gewisses Paulies‘(in Maßen), einen Trainer und Schwergewichtsfreund und ein Söhnchens‘ und ein Weibchens‘ und sonst -, höchstens noch -, geschätzte Rivalens-Gegner (wir reden nicht von Feindschaft, die nichts für einen Rocky ist. Er ist mit seinem erwählten Päckchen auch so genug beschäftigt und ausgelastet -). - Denn es geht in Wahrheit und letztens um den TITEL. Und den Titel kann nur der Eine-der-Wahre (Rocky) tragen. Rockys Welt ist, all seinem Sympathie-Werbungskosten- Einschlags-Eintrag entgegen, eine zutiefst UNSOLIDARISCHE. Rockys Stärke ist die Konkurrenz. Rocky arbeitet nicht mit -, sondern gegen die anderen, der Rest (bis auf Abgezählte) sind Mitläufer, Zuträger, Jobkonforme, Bewunderer zweiten oder darauf folgender Ränge – die Richtung ist klar,- denn es gibt sie ja, die Gerichtetheit (nach oben gegen unten). - Wer mit Rocky mitfiebert, hat anders ein Faible für den devoten Hundeblick von unten nach oben, der insgeheim davon träumt, auch einmal Leitwolf sein zu können,- um alle auf ihre Plätze zu verbeißen dürfen. Es ist wohl der Traum der stets Verbissen-Wordenen – und Verwiesenen – vom einmal einst Zurückgebissen-haben-werden-können – aber bisher und stets (und weiter) ...nur im amerikanischen Traum, von freier Konkurrenz- und Siegessage.

Die Unterzugeordneten haben dabei stets- und machen ranggemäß Sitz auf vorgemerkten Parkplätzen (mit zeitlich unbegrenzter und vorausüberwiesener Nummernschild-Reservierung) in dieser Welt: die, die sich eben von Natur aus oder Kindsbeinen an einfügen-, unterordnen können, weil sie ein Oben akzeptieren, das nicht für sie ist, nur sein könnte. Rockys Welt ist die Arena des Hahnenkampfes und der Hühnerhof-Hierarchie. In dieser Welt sind Verhältnisse erst dann geklärt, wenn die Rangfolge aus- oder vielmehr niedergekämpft feststeht. Bis dahin gibt es leider keine Ruhe, innerlich. Die Rocky-Innenschau braucht hier und vor allem nur eines: Gewißheit. Who’s best? - und sie glaubt, das man die Besten-Frage über die Einhand-Liegestützen-Frage ausreichend klärend diskutieren kann. Wer die meisten Beugungen schafft, und die meisten Abschläge einstecken kann und doch Kopf und Herz oben behält,- darf,- muß vielleicht nicht unbedingt,- darf jedoch auch sanktus‘salbter Thronkandidat höchster Weihe sein (schon gut,- die Simplergestrickten wissen, das es auch den ausweglosen Cleverprimat gibt). Und doch rechtfertigt ‚Rockys‘ eigener auch den prinzipiellen Glauben daran, das ebenso die, welche nichts denn nur ihren Körpermuskelschmelz (ohne gleichen-der Gehirnakrobatik-) haben, zumindest theoretisch wenigstens gleichfalls Königs sein werden – dürften, wenigstens in der Theorie obwohl- Rocky-! Rocky ist somit ziemlich archaisch strukturiert,- eine Reminiszenz an die Frühzeit der Menschheitskultivierung,- und damit für viele eine uralte Bastion (letzten) Trostes. Viele mögen an die Moderne nicht glauben. Viele fürchten, an die Moderne glauben hieße, an Manager, Politbarone,- an Funktionäre, an Bürokratenschimmelhengste und Aktienfüchse zu glauben und den somit beglaubigten Führungsanspruch,- denen die meisten der Beherrschten (gottseidank) jedoch nur Menschheitsabdankens-Qualitäten zumessen mögen : der Welt der Bonzenblöße und aller Perfide-Wasser-Gewaschenen. Dann lieber immer noch ein schlicht- gediegener Rocky. Simpel aber aufrecht. Eine Dampfhammer-Nostalgie, die Durchsetzensstrategie-Sehnsucht des Aller-Einfachsten, des Nachprüfbaren, des Verifizierbaren – wo im Modernen doch alles außer dem Füchsischen oder Verklausulierten versumpft und steckenbleibt und versackt -, und nichts mehr zur verdienstgemäßen Entscheidung kommt – alles im Kreise, und im schiefen dazu, läuft. - Rocky ist die einfache Sehnsucht nach Gerechtigkeit, nach Übersicht, Durchblick und Verdienst. Rocky ist eine äußerst überschaubare Welt. Rocky ist eine prästabilisierte Weltharmonie, in der das Gute und Rechtmäßige prädestiniert den Sieg erringt. Rocky ist so einfach. Einfach Rocky. Rocky ist die Sehnsucht zurück in die Welt der Ewig-Dreizehnjährigen, in der Siege noch mit den Fäusten (oder Messern? oder Pistolen? als Faustverlängerung) erringbar scheinen und bleiben. Rocky ist der Traum von einer verstehbaren und einverständigen Welt. Rocky ist ein Traum von einem Mann. Der Mann ist ein Amerikaner, ein einfacher Amerikaner, ein einfacher amerikanischer Mann. Der amerikanische Traum des Mannes ist einfach. Von der Einfachheit einer überzüchteten Simplizität.
Von der Simplizität eines überforderten Einzelnen vor einem komplexen Gefügeganzen. Aber es gibt ja den Königsweg des Erfolgs, und selbst Rocky zeigt ihn.
Rocky zuvor ist etwas ratlos, aber hat ja immer noch seine Fäuste, um sich zur Not den Weg freizuschießen.
Rocky bedeutet also alternativ eine überforderte Welt. Wer Rocky einsame Spitze findet: dürfte im Umkehrschluß von dieser realen, vorfindbaren Welt überfordert sein – und einen berühmt-berüchtigten „-A-dri-ien...-!“- Schrei simpel nach Gerechtigkeit auf der Lippe kitzeln spüren.

II
Der erste Teil von Rocky ist (mir) noch sympathisch und glaubhaft. Kritisch wird es spätestens dann, wenn das Rocky-Prinzip sich aufmacht, und „morgen die ganze, Welt“ sich einzuverleiben und virushaft in angrenzende Lebensanspruchs-Bereiche hinein sich auszubreiten. Endgültig überspannt (in Rocky IV ?) findet sich dann der Bogenfaden im plattgewalzten Kaltkrieg (und Final-Sieg) des american dreamway of life gegen den hünensymboliden Weltkommunismus: hier hat the Rock endgültig sein abstecklich-zumeßbares homefield überschritten und die Binnenzollgrenzen des noch tolerierbar umfriedeten Geschmacks und tiefhängenden Anstands verlassen. – Würde er nicht gerade von zuvor eingeheimsten Sympathien sich noch nähren und verzehren können (handelte es sich hier also etwaig vorgestellt um eine erste Ausgabe der Serie) – wahrlich die Vorstellung wäre völlig unerträglich und pronto-disqualifiziert: es hätte garantiert keine weiteren-zwei Fortsetzungswünsche gegeben. Hier sind die Grenzen der gültig (und gütig) erlaubten Weltweitsichts- und -sehnsüchte der gedrückt-Pubertierenden-Ära endgültig geschmackvollverlassen und überschritten: hier muß dem Ideologie-Anspruch ein entschieden brüsk-finales „Njet“ entgegengeraunzt- und –zugeschnauzt werden. - Das - geht - nicht - mehr. -Ein Klischee jagt das andere. Die endgültige Weltsicht eines GeorgeZweimalDu(wert)Bush (die des Reagan war diejenige eines intelligiblen Intellektuellen dagegen!) -. - z.B. Gorbatschov wird zu einem -- man mag sich gar nicht vorstellen, als was und zu was er, eine historische Tatsache, hier gedacht und wegmutiert wurde. Die blonde Kampfesrobot-Maschine: die Mercedes-Überwachungsspitzel: die heruntergezogenen Mundwinkel des beliebigen Wachschiebe-Soldaten: die Hünenhühnergattin, einer James-Bond-Imagination frevelhaft entsprungen; der perfekt solidarische Bevölkerungs-Querschnitt-Jubelabteilungsblock : nicht etwa gerade die humankonvenible Welt eines Tolstoj-, Tschechov-, Gogol- und Nabokovenvironments. Diese vorgestellten sind, allerdings, nur selten Teil der Welteroberungssuggestionen eines Vierzehnjährigen. Nicht jeder Russe ist dermalen ein Nabokov: aber auch nicht mancher Russe ein Ivan Drako. Drako ist so real wie Super- oder Batman. Das darf einem Erwachsenen, selbst einem Stallone, nur in revitalisierten Grenzbereichen passieren,- einem Grenzbereich, in dem sich Rocky Teil Eins und Zwei gerade eben noch legitim ausbalaciert bewegen können und ausgehalten (geduldet) sein mögen; in Teil III aufwärts kulminierend IV - allerdings – NICHT MEHR . Hier ist die Toleranzschmerzschwelle endgültig –überzeichnet wie ein ungedeckter Scheck. Ich fürchte (ohne es zu kennen) in RAMBO demzufolge xx (Pleite) - (aber man wird ja sehen).

Nun wird’s Zeit für’s Fazit: bis zu diesem fünftem Teil sich kontinuierlich steigernd hinauf (oder hinab) - darf man also in Rocky einsteigen?: nun ja mit Schmerzen, nur zu. Wird wohl Teil der Filmlegende schon geworden sein. Die Emotionalität ist süßlich, das Strickmuster (etwas zu insistierend wiederholbar) zu sehr das stets gleiche: anfänglich schlichteste Bescheidenheit, vermessene Herausforderung, abwehrender Unwille, einsehende Ergebung, keuchend- glaubhaftes absolutes Härte-Training (nur deswegen funktioniert der Film: der Schweiß wie die Muskeln sind e c h t , das Blueberry- Italo-Western-Prinzip (lang leben Django und SpencerHill, ebenso vorgesetellt-authentische, aber humorvolle!- lustige unverbissene amüsante Jugendwahn-Strolche-!!) - ) - , - also die Trainings- Härteszenen (die eigentliche Quintessenz des Rocky- Universums- Anspruchs),- und schließlich: das zu weckende Tier!, das zusammengeprügelte -, geweckte -, und dann sich zum traumhaften Veitstanz erhebende Tier, das in jedem Vierzehnjährigen steckt,- und das Die-über-Vierzigjährigen klug (genug daran) tun, auswärts unter güteversiegelten Verschluß zu bringen- und –hermetisch approbiertem Verschluß zu käfig-halten.

So lange die Welt meint, Armeen zu bedürfen, mag es Rocky-Motivationswellen zur Animation der kaum-volljährigen Kämpfer geben zu sollen (ich würde liebendgern auf all dies verzichten – können, müssen und dürfen-) – aber immer noch ist es wohl nicht so weit ? so weit? - Ich empfehle, dieses Entfesselungselixier maximino sehr sorgfältig verschlossen in druckgesicherten Gasflaschen – besser Massivstfässern – aus Edelstahl – verschwindend zu halten. Dies wird wohl staatlicherseits nicht erlaubt sein und gelingen. Bis zum endgültigen überflüssigen Verschluß hoffe ich, für euch, das Rockys Dr. Jeykill niemals den in ihm verschlossenen Rambo- Mr.Hyde als betörendes Flaschengeist-Odeur – herausläßt... ; ich weiß, ihr glaubt an den amerikanischen Traum. In diesem schlummert, ganz versteckt, ein möglicher, noch nicht erschienener, aber verhüllter amerikanischer Alptraum. Gebe Gott, das ihr niemals gegen den veritablen Rocky-Glauben antreten müßt, um ihm die Titelsucht auszutreiben. Gebe Gott, das es nicht dahin kommt. Wenn wir darauf verzichten, vierzehnjährig zu bleiben, dürfte es gewiß ein abwendbares Schicksal sein. Wenn genügend viele Zwanzig-, Dreißig- und Vierzig-Plus-Jährige ihr realentsprechendes Alter erreichen suchen und verwirklichen,- und auch nur ein wenig über Rocky lächeln,- und das Schwarzenegger-Zwinkern in seinen Augen vermissen, denen wahrhaft der Humor fehlt : jenes: Sich-nicht-zu-ernst-Nehmen- ; - wenn es nur genügend Leute gäbe, die über oder mit Rocky lieber gern lächeln und lachen würden,- und nicht nur mit ihm erbeben möchten,- wenn es nur genügend Menschen gibt, die Sly Stallone und seine Version des amerikanischen Traums etwas reichlich überkandidelt- und –verdreht,- und der Weltsicht eines Erwachsenen nicht- überhaupt nicht angemessen finden (- dann aber, bitte,- im Erwachsenen-Leben auch die Konsequenzen ziehen!), - wenn es genügend Leute gibt, die finden, das es Rocky eben etwas zu sehr an Selbstironie und herzhaftem Humor fehlt,- und an etwas-zuviel-des-Guten von Kitsch-Rührseligkeit gebricht,- wenn es diese genügenden Nicht-Prä-Adoleszenten,- sondern darüber Hinaus-Gewachsene gibt,- dann, liebe Leute, dann und nur dann, müssen wir nie gegen Rocky im realo-fight antreten – und dann unbedingt gewinnen müssen – weil sonst die ganze Welt,- der wahren Träume,- im totalen Arsch ist.-
Denn Rocky ist kein wahrer Traum. Rocky ist ein amerikanischer Traum.
Rocky ist eine mythische Idee. Rocky ist eine Legende im Film-Universum. Sorgen wir dafür, das er dort bleibt und bleiben können soll und bleiben muß. Machen wir den Amerikanischen Traum überflüssig. Verzichten wir auf die Welt der alleinigen Champiosse. Es gibt genügend Menschen. Für Alle ist und muß und darf nicht anders als ebenfalls gleichberechtigter Platz sein. Die Welt ist nicht der Spitzenort für Könige. Die Welt ist der Ort des,- und für den Menschen. Die Welt ist ein menschlicher Ort. Noch nicht ganz: aber so sollte es sein. Dafür: müssen wir, ein jeder von uns, den inneren Rocky-Schweinehund abdanken. So schwer es fällt. Diesen Ringkampf kann ein jeder in sich bestreiten,- und kann dabei Rockys Durchhaltebravour wahrhaft beweisen,- ihn in sich zu besiegen und einmal überflüssig zu machen. Denn wer es einsieht und Rocky besiegt,- den Champion,- ist der wahre Champion. In diesem Sinne: auf das, was den wahren Rocky ausmacht, den echten – Den in Wirklichkeit,- der Erwachsenenwelt. Auf Uns – Champus‘ für alle! - Und das heißt nicht, dem billigen Profan-Bündnisübergewicht der Millionen Kellerasseln gegen den einen heroischen König-der-Löwen (des Dschungelrambos!) beizutreten -,- sondern einer konkurrenzlosen Senatsversammlung von Königen, die gemeinsam ihr vereinigtes Reich regieren. Die Welt hat Platz für alle: wenn ihr den ersten Rocky nicht aufkommen laßt. Dafür müßt ihr allerdings, jeder für sich, zuerst den Rocky in euch entmachten,- das heißt herausfordern und um den Titel bringen. Dann könnt ihr verzichten,- jeder für sich. Und gegen die vereinte Macht so vieler, abgedankter Rockys,- kann einzelne Titelambition nicht aufkommen. Und dann begießt nicht nur Einer den popligen Rest mit Champus aus seiner höchstselbsten Flasche: sondern jeder hält sein Glas in der Hand. Noch besser als e i n Rocky ist : v i e l e Rockys! Warum so schwer der Glaube daran? Weil er so viel schwerer zu verwahren ist, als sogar tatsächlich Weltmeister zu werden? Was ist schwerer, als einen Weltmeister zu machen? Viele Weltmeister machen! Das ist schwer. Das ist so schwer, das kaum jemand daran glauben mag. - Der Tapfere ist am stärksten allein.- Also warum nicht das Schwerste: den Mut die Welt herauszufordern! Das ist es: den wahren Rocky machen! Wozu reicht es bei Dir?
Wozu reicht es bei dir?
Dich berieseln und „Weisheit in dich einträufeln“ zu lassen? Oder selbst aktiv zu werden?
Rocky hat selbst gekämpft. Mach es ihm nach. Tu es selbst. Dann - d a n n bist du Rocky.

Rocky ?V
Die in den ersten beiden Teilen von Rocky angelegte, aber noch in Schach gehaltene Tendenz zur VerabsoluTierung des Ich gewinnt in zunehmenden Folgen, legitimiert durch den äußeren Erfolg, wie sichtbar an Substanz in Stallones Selbstkonzeption, und manifestiert sich schließlich in Ausgabe ?V vier in vollendetem Größenwahn, dem unumschränkten Glaube des Ich, das alle Realitätsgrenzen verabschiedet und endgültig hinter sich gelassen hat. Das realitätsbindungslos gewordene Ich, das seine Fiktionen im Glauben an sich absolut setzt, endet schließlich in Gefahr für die Umwelt,- ob in Hitlers Eigenperspektive unrealisiert oder im erst halbvollendeten Realitätserlebnis der Bekehrung eines unwilligen americandream-ungläubigen kommunistischen Restwelt-Blocks durch freiwillige Selbstbekehrung in Rocky vier. Hier wird eine Kinderfabel gesungen: der böse Osten (beispielhaft für jeden möglichen anderen Gesinnungsrest der Welt, der vom rechten einzigen amerikanischen Pfad abirrt) wird bekehrt durch das gleißend-heroische marienleuchtende Beispiel des individuellen Tapferkeits-Erfolgs und dahin zur Einsicht gebracht, das der an das Individuum appellierende amerikanische Traum, der die Freiheit zugleich in sich bedeute und mit sich bringe,- den gegenüberstehenden kollektiven Schafs-Gesinnungsblock: sogar im Guten: überwinde und, bis hin selbst zum Oberfunktionärs-Bösen (dämlicherweise auch noch in Gorbatschovs äußerer Erscheinung visioniert) missionarisch überwinde, - wobei die Überwindungskraft schließlich auf die ausgeübte Gewalt im Boxring beschränkt bleibt. Rocky macht in dieser Vision, durch belehrte Einsicht: wozu der Glaube an das Individuum führen kann, (das jedem herdenzwingenden Blockbilde-Automatismus überlegen ist),- in zujubelnder Überzeugtheit den dritten Weltkrieg überflüssig. Der hart errungene und mit schwerer Prügel bezahlte Triumph Rockys bezeugt im obersten Gerichtsstuhl der Geschichte die Überlegenheit der individuellen amerikanischen Freiheits – und Individualkonzeption über jeden kollektivistischen Fabrikgesinnungsproduktions-Glauben,- da helfen auch keine unfairen Einspritzungen unterhalb der Gürtellinie. Der durch den Individualismus begünstigte Wille und die Freiheitskonzeption im Einzelnen siegen und besiegen jede Herden-Viehfältigkeit des unfreien-, in die Voraussetzung der Selbstaufgabe eingebundenen Kollektiv-Ichs. Rocky, in einer Einfalts-angenehmen Weltvision hier, bekehrt den kommunistischen Gesinnungs- Einheitsblock des gesamten Ostens, um Geschichte zu schreiben. Höher kann man die Hybris der vierzehnjährigen Weltkonzeption nicht treiben. Der Erfolgsglanz von Rocky in der Kunstwelt Hollywoods hat Stallones geistige Ich-Konzeption endgültig Bomberfleisch geworden in den Ruin getrieben.

Danach kommt nur noch -, sollte der unbekehrbar und unbelehrbare undankbare trotzdem-nicht-hören-Wollende kommunistische oder sonstwie-gesinnte-Restwelt-Block in seinem trotzigen unamerikanischen Wahnwiderstand verbleiben,- nur noch die finale Rambo- Lösung. RAMBO ist die Vollendung der in Rocky angelegten, angekündigten und sich vollendenden Welt-Missionierungs-Aufgabe, - in Notwehr natürlich, versteht sich. - RAMBO ist die Fortsetzung von Rockys „friedlicher“ Körper-Missionarsgesinnung, - mit anderen Mitteln, - denn Wer nicht amerikanisch hören will, muß nach amerikanischem Recht doch fühlen. - Nach Rocky bleibt dem verabsolutierten Ich nur noch die Rambo-Steigerung. Stallone hat es dem amerikanischen Traum vorgemacht. Mal sehn, obwann dieser bereit wäre, zu folgen.

Kunst ist eine visionäre Konzeption. Die stammelnden Kassandra-Unkungen der Kunst haben eine fatale Tendenz, die visionär erschauten Wirklichkeiten von morgen vorauszubedeuten (Debatte der Mediengewalt). - Gebe Gott,- das hier nur ein Geistig-Vierzehnjähriger ins zu freie Drogen-Halluzinieren geriet ( „jener berauschenden Hollywood- Erfolgsdroge“) und das es sich bei Stallones Stammeleien nicht um ein verpflichtetes-, sondern ein ins Vollkommene restlos verabschiedetes Ich handelte, das etwas zu verantwortungslos über die dem Ich gebotenen und gezogenen Grenzen einmal schlug.- Die Gefahr ist gleichwohl da. Wird sie nur einer genügender Zahl von Begegnenden erspür- und ersichtlich,- ist sie gebannt. Ist aber die Erweiskraft dieser Vision, im Kinderglauben an Erfolgs-Legitimation, manifest im Glanz und monetärer Rendite des Hollywood-Ruhms, - so stark, das sie genügend Schneeball-Massen-Effet im zuschauenden Publikum gewinnt, um lawinenartigen Charakter anzunehmen,- so winkt Land-Unter. Wir Deutschen haben so etwas schon mal erlebt. Selbst ein ganzes millionenfach potenziertes Kollektiv kann unter Gesamt-Psychose geraten. Rocky vier und fünf, die Hybris des Ich,- stellt die Diagnose-Frage zur geistigen Volksgesundheit der amerikanischen Selbst-Befindlichkeit. Glaubt sich das amerikanische Volk selbst die Gretchenfrage des Amerikanischen Traums, wenn sie sich selbst frei gestellt wird? Ist die amerikanische Gesinnung kernhaft gesund?-

Zur endgültigen Antwort kam es durch den rechtzeitigen Abbruch des Kalten Krieges,- Gott sei’s trotzdem gedankt dafür,-(vorerst) nicht. Vorschneller Optimismus ist gleichwohl nicht angesagt. Die Geschichte ist zäh und hat langen Atem in der Gewohnheit, auf der Beantwortung von Fragen, die sie einmal gestellt hat und nicht ohne Grund stellt so, zu bestehen. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Die amerikanische Hybris-Frage hatte und hat noch genug Gelegenheit, zu verhärten. Frage ist, ob sie sie in diesem Sinn genutzt hat. Die Zukunft wird es erweisen. Man kann auf den 11.09. mit technischer und moralischer Hochrüstung antworten. Der vorher latente Rocky hieße dann in Rambo ausarten,- jedenfalls was die moralische Seite der Angelegenheit betrifft (der Rest ist Sache von Mac Donnell /Douglas).
Nur Kinder glauben, daß das, was man heute für wahr hält, nicht morgen wahr wirklich sein wird. Der Gedanke ist der Vorgriff auf die Wirklichkeit. Nur Kinder glauben daß das, was in Hollywood projiziert wird, harmlose Befriedigungen des reinen Spiel- und Unterhaltungstriebs nur von heute sind, ohne latentes Lauern für das Morgen. Nur Kinder glauben, daß das Fieber, das durch Rocky ( Eins Zwei Drei- plus, steigend) als erzeugt erwiesen ist,- eine gesunde Selbstheilungs-Reaktion auf eine bloß äußerlich verursachte Infektion ist. - Nur Kinder können glauben, das Hollywood von harmloser Funktion ist. Hollywood ist die Selbstdiagnose der amerikanischen Autoimmun-Reaktion auf sich selbst. Sehe ich Rocky, - anfängliche Witterung aus harmlosen Anfängen,- bekomme ich Angst. Nicht umsonst,- nicht umsonst drehte Stallone nach Rocky den Rambo. Stallone ist das persönlich individuelle Fieberthermometer des Amerikanischen Traums, und der Amerikanische Traum ist die ideele Formulierung der sichtbaren amerikanische Neurose.

Beruhigend ist, das Stallones Karriere zunehmend stagnierte. Die nationale geistige Volksgesundheit schien Stallones überventillierendes Identfikations-Angebot denn schließlich doch nicht annehmen zu wollen. Aber Mißtrauen bleibt angesagt. Zelluloid ist geduldig, vor allem in Digital-Version-, es bleibt Zeitbombe genug zurück für die Zukunft. Vielleicht kommt doch einmal der rechte Augenblick, wo man Rocky noch zuerst-, dann Rambo-, zum endgültigen Nutznieß und Gebrauch, hervorholen füglich kann, - und gerade zupaß kommend scheint, über solche Reserven verfügen zu können. Nietzsche und Bismarck und Wagner und Karl May enthalten Bestandteile, die man auch fürder einmal gut brauchen konnte und gelegen kamen. Rocky und Rambo bestücken das Arsenal der amerikanischen Selbstfindungs-Historie und stehen nicht nur zu momentaner Verfügbarkeit. Marxens Wortdressuren sind historisch widerlegt (?)-, der Amerikanische Traum und sein angezweigtes Vokabular,- bereits noch nicht. Rocky ist eine solche erkennbare Vokabel im Gestammel dieses fiebernden, amerikanischen Versuchs, sich durch den Dschungel der Geschichte zu schlagen. Hoffen wir, das er es nicht einmal mit Rambo-Mitteln tun muß oder meint tun zu müssen. Auch die nazistische Psychose begann scheinbar harmlos mit Leuten wie Oberbürgermeister Karl Lueger, der sich stolz als Exponent der Avantgarde fühlen durfte,- der verheimlichten Mehrheit. Hoffen wir, Leute und Zukunftsgenossen, daß das Fieber fällt und der Patient, ohne weitere äußere Krise, von selbst genese und in den Kreis der Gesunden zurückkehre,- ohne weiteren Eklat. Ein Bush ist ein Symptom. Ein O‘bama aber auch. Wir, der abgekoppelte und auf Gedeih und Verderb ausgelieferte Rest der Welt, sollten das amerikanische Fieberthermometer, und also auch den Skalenschlag in Hollywood,- im Auge behalten. Er ist die Höhe des Quecksilberfrosch-Kletterns in der Glassäule. Er weist voraushin auf unser Schicksal.

Aber wenn erst ROCKY-, dann RAMBO, durch den geschichtlichen Dschungel der Auseinandersetzung der Weltanschauungen marschieren, - dann Leute-, denkt dran, „Zuerst hat‘s Charlie euch gesagt-“, sind WIR nicht Rambo. Wir erleben die Sache aus der Perspektive der andern. Wir sind die Anderen (Mitspieler) in RAMBO. Denn der Amerikanischen Traum ist vor allem der Traum von Amerikanern für Amerikaner. Im Amerikanischen Traum ist an der Spitze nur der eine Platz für den Einen. Für die anderen ist ein Logenreservat vorgesehen womöglich mit Betonschuh im Fundamentbereich, - zuunterst dieses ebenfalls abonnierten Spitzen-Platzes. Denkt dran: im Rambo-Film seid ihr der vorgesehene Cast außerhalb der Rambo-Perspektive. Allerdings dürft ihr eben auch überhaupt mitspielen und einen Teil von Hollywoods Glanz ausmachen. Ein Teil von Rambos Ruhm strahlt auch auf euch herab. Eben derjenige, den die anderen Mitspieler-Rollen in RAMBO beizutragen haben, laut Skript des Regisseurs.

‚Um hervorragendes Mitglied einer Schafherde zu sein, muß man vor allem ein Schaf sein‘ A. Einstein. Schafe sind bekannt für ihr geduldiges Mittrotten – bis zum Ende des Wegs. Und tschüß.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

Poor Boy

Antwort löschen

:D er hat ein like bekommen,immerhin :D aber seine Antwort hier,meine Liste Lieblingsfilme von vor 2 Monaten hier rein zu setzen zeugt von einem Luftleeren Raum im Oberstübchen...


iiicchh

Antwort löschen

Das unterschreib ich :D
Seltsam!


Braunbaer11

Kommentar löschen
Bewertung2.0Ärgerlich

Ich kann nicht verstehen, warum ausgerechnet dieser Film zum Kult geworden ist.
Die Dialoge sind einfach schlecht. Es gibt keinen richtigen Spannungsbogen, die Geschichte rund um den Kampf läuft einfach so vor sich hin. Die Liebesgeschichte verläuft ohne Wendungen und sehr sprunghaft. Die Frau bleibt dabei vollkommen uninteressant und blass. Ich kann als Zuschauer nicht nachvollziehen, was Rocky an dieser Frau findet.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Poor Boy

Antwort löschen

Die gute Adrian ist auf ihre Art genauso naiv wie Rocky,insofern ist es verständlich das Rocky sich zu ihr hingezogen fühlte.


Mr.Scarface

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Kein Film hatte auf mich so einen großen Einfluss wie Rocky, es ist einfach dieses gewisse Etwas, das dieser Film und kein Anderer hat. Sylvester Stallone zeigt uns
in seiner Paraderolle, das man sich niemals von Aufgeben und immer sein Besten zeigen sollte.

Die Story: Der erfolglose Boxer Rocky lebt in Philadelphia und arbeitet für einen Kredithai als Eintreiber, er ist verliebt in die schüchterne Adrian, diese ist die Schwester seines besten Freundes Paulie. Doch dann wird Rocky als Gegner für den amtierenden Champion Apollo Creed ausgewählt, um gegen diesen in einem Schaukampf anzutreten. Nun diese Story ist ja Jedem bekannt und ich kann verstehen warum Stallone für das Drehbuch für einen Oscar nominiert wurde. Wenn es nach mir ginge hätte er ihn auch gewinnen sollen, denn bei diesem Film stimmt einfach alles, es ist die ultimative Underdog Story.

Die Schauspieler:
Sylvester Stallone ist die Rolle des Rocky einfach auf den Leib geschrieben, kein Wunder, er hat sie ja auch geschrieben. Der gutmütige Boxer mit dem treudoofen Hundeblick wird von ihm in einer weise verkörpert die ich gerne öffter von ihm gesehen hätte, denn als Rocky hat Stallone gezeigt das wirklich mal ein sehr guter Schauspieler war und nicht nur ein um sich ballernder Aktionstar. Den Oscar hätte er verdient, allerdings war in dem Erscheinungsjahr von Rocky die Konkurrenz einfach zu groß. Der Film wird allerdings nicht nur von Stallone getragen, auch die übrigen Darsteller sind in hochform und bringen alle tolle Leistungen. Talia Shire, Burt Young,Carl Weathers und Burgess Meredith überzeugen in ihren Rollen und besonders Burgess Meredith bleibt dem Zuschauer in seiner Rolle als Mickey im Kopf.

Die Musik:
Wenn es etwas gibt das so bekannt ist wie der Film, oder seine Figuren, dann ist das seine Musik. Bill Conti hat mit dem Rocky Soundtrack wohl eine der motivierendsten Kompositionen aller Zeiten geschaffen. Jeder kennt die Lieder die Rockys Training untermalt, Jeder kennt die Scene in der Rocky die Treppen zum Philadelphia Museum of Art zu eben dieser Musik hinaufrennt.

Die Effekte:
Der Kampf ist ja das auf das alle Jeder wartet, also müssen sie auch Einiges bieten und das tun sie auch. Die Kämpfe sind sehr gut in Scene gesetzt, sie sind brutal und roh. Genau das erwartet man auch von einem Kampf, natürlich wurde an manchen Stellen etwas übertrieben, aber trotzdem wirkt das Endergebnis realistisch. Auch die Verletzungen und Schwellungen wurden von der Maske gut gemacht und wirken so echt das man manchmal denkt, die beiden Schauspieler würden sich wirklich einen Kampf über 15 Runden liefern.

Mein Fazit:
Der Boxerfilm schlechthin und ein Meilenstein der Filmgeschichte, Sylvester Stallone zeigt sein Talent und zeigt uns das er mehr kann als wir alle dachten, denn dieser Film lieferte ihm nicht nur den Grundstein zu seiner Karriere als Schauspieler, sondern er lieferte uns auch den Grundstein zu einer der besten Filmreihen überhaupt!!!

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Poor Boy

Antwort löschen

Und wie genau hat Dich der Film jetzt beeinflusst?


MelinaHelene

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Kultstatus längst erreicht und sich auch endlich in mein Herz gespielt, der gute Rocky.
Adriaaaaaaaaaaaaaaaaaan!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Fineout

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Rocky ist DER Sportfilm. Motivationsschub gefällig? -> Rocky. Die für mich "kultigste" Rolle von Sly. Nach dem Film bekommt man doch glatt Lust auf Training, yeah!

bedenklich? 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Fans dieses Films mögen auch