Nightmare Before Christmas

This is Halloween - und einer der schönsten Weihnachtsfilme

I sense there's something in the wind...
© Walt Disney/moviepilot
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Es weihnachtet! Okay, es sieht draußen noch nicht so aus, und George Michael und Mariah Carey sind auch noch nicht in jedem Supermarkt angekommen, aber es hilft nichts, Widerstand ist zwecklos: Weihnachten kommt! And this time it's personal! Letztes Jahr war der Kommentar der Woche die letzte Zufluchtstätte für alle Grinche da draußen - dieses Jahr gibt es die volle Dröhnung! Jeden Samstag bis zum Fest packen wir euch einen der besten Kommentare zu einem der besten Weihnachtsfilme aus ... denn keiner kommt hier raus, ohne dieses flauschige Gefühl im Bauch, das uns nur einmal im Jahr überkommt!

Der Kommentar der Woche
Den Anfang macht ein Kommentar von Hooded Justice zu einem der schönsten Weihnachtsfilme da draußen: Nightmare Before Christmas! Was sich 1993 noch wie die unwahrscheinlichste Mischung anhörte, um ein skeptisches Publikum zu erobern, hat über die Jahre sein Versprechen mehr als wahr gemacht: Making Christmas!

Um Halloween und die Glühweinsaison zu eröffnen, gibt es von mir heute Tim Burtons Nightmare Before Christmas, bei dem – um nichts misszuverstehen – Henry Selick Regie geführt hat.

Weihnachten ist ein Fest, das uns zusammenbringen und Freude und „Besinnung“ bereiten sollte. Und als einst der Kürbiskönig Jack Skellington, der König von Halloween Stadt – dessen Einwohner im Grunde genommen etwas ganz anderes mit den Menschen vorhaben, als der Sinn des Weihnachtsfests, nämlich die Leute zu gruseln und zu erschrecken – in seiner Traurigkeit, im Halloween-Trott versunken und in den Vorbereitungen vom nächsten Halloween, quasi in seiner „Berufung“, keine Erfüllung mehr sehend, durch Zufall Weihnachten entdeckt, ist er ganz beflügelt von den weißen Flocken, die vom Himmel fallen, fasziniert von den bunten Lichtern und dem lebhaften Schmuck der Stadt und möchte es nunmehr nicht nur selbst feiern, sondern es sogar in die Hand nehmen – sprich: er möchte der neue Weihnachtsmann werden; von ihm – wie sich früher oder später herausstellt – fälschlicherweise als „Nikkigraus“ interpretiert. Um das Fest zu analysieren, zeigen die Macher Jack Skellington beim wissenschaftlichen Kopfzerbrechen, er sucht verzweifelt danach, Weihnachten zu begründen und zu deuten. Doch es läuft alles aus den Fugen. Weihnachten veranstaltet und zelebriert vom König des Halloweens kann – und wie eigentlich schon von Anfang an feststeht – nur im Chaos enden. Seine Freundin Sally fasst es bereits vor der Katastrophe in Worte: „Du siehst dir ja gar nicht mehr ähnlich! Du bist doch der Kürbiskönig!“

Was dieses bezaubernde Burton-Kunstwerk dem Zuschauer mit auf den Weg geben will, mag ebenso einfach wie herzergreifend sein: Wir brauchen nicht in allem verzweifelnd nach dem Grund suchen, denn das kann schnell in die Hose gehen. Wir brauchen auch nicht ständig nach etwas Neuem zu forschen, denn wir sind nicht zu allem bestimmt. Wir sollten uns selbst treu bleiben, uns dafür schätzen, was wir können, denn darin sind wir gut. Wir sind nicht für alles gemacht, aber sicherlich für irgendwas. Und wenn wir das tun, [Achtung Spoiler] wie uns das fabelhafte Ende zeigt [Spoiler Ende], dann können wir unsere Freude und unser Können sogar teilen, und uns gegenseitig glücklich machen: In Halloween Town kann man sich an Weihnachten erfreuen, und in Christmas Town kann man sich – mehr oder weniger, aber mit einem Augenzwinkern – an Halloween „erfreuen“.

Abseits von seiner ermutigenden Bedeutung, die wir vielleicht nicht nur gerade zur Weihnachts- und Halloweenzeit gebrauchen könnten, halte ich Nightmare Before Christmas für ganz große Kunst. Die bis ins Detail verliebte Charakter- und Kulissengestaltung und Danny Elfman geschriebene und komponierte Musik führt den Film in seine Atmosphäre der Vollendung. Neben Burtons Batmans Rückkehr das vielleicht Schönste, was man sich zur Weihnachtszeit filmisch antun kann.

Den Originalkommentar findet ihr hier.

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