Funny Games

Funny Games (1997), AT Laufzeit 103 Minuten, FSK 18, Drama, Horrorfilm, Thriller, Kinostart 11.09.1997


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7.2
Kritiker
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7.3
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150 Kommentare
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von Michael Haneke, mit Susanne Lothar und Ulrich Mühe

Eigentlich sollte es für das Ehepaar Georg (Ulrich Mühe) und Anna (Susanne Lothar) sowie deren gemeinsamen Sohn Schorschi (Stefan Clapczynski) ein fröhlicher Familienurlaub werden. Die Idylle am See wird aber jäh unterbrochen, als die beiden jungen Männer Peter (Frank Giering) und Paul (Arno Frisch) plötzlich vor ihrer Türe stehen. Was mit einem “Wir wollen uns nur ein paar Eier leihen” anfängt, wird zu einem sadistischen Spiel, dessen Spielregeln Peter und Paul diktieren. Und für die beiden sind es lediglich Funny Games.

Hintergrund & Infos zu Funny Games
Regisseur Michael Haneke schuf mit Funny Games einen Film, der sich zwar wie ein Horrorfilm anhört, seine Grausamkeit jedoch fast ausschließlich aus dem zieht, was er nicht zeigt. Premiere feierte Funny Games im Rahmen der Filmfestspiele von Cannes, bei dem das Werk für eine Goldene Palme nominiert wurde. Einige Kritiker befanden Funny Games jedoch als unerträglich, so dass sie vorzeitig die Filmvorführung verließen. Zehn Jahre später führte Michael Haneke Regie bei dem US-amerikanischen Remake Funny Games U.S., welches zwar eine exakte Kopie der Vorlage war, an den Kinokassen jedoch gnadenlos floppte. (GP)

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Kommentare (144) — Film: Funny Games


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AnnieWilkes

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Es gibt keinen Film bisher wo ich mir sagt - den will ich bestimmt nie mehr sehen. Doch Funny Games hat etwas in mir ausgelöst, dass ich nicht richtig beschreiben kann. Alles in dem Film kommt einfach so richtig schonungslos und realistisch rüber....Spannend vom Anfang bis zum Ende. Könnte Spoiler sein- Nur hätte ich mir ein anderes, besseres Ende erhofft - ich war so deprimiert nach diesem Film wie noch bei keinem zuvor (bis auf Martyrs) - man fühlt einfach extrem mit der ganzen Familie mit.....

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MrMcJones

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Bewertung9.5Herausragend

Ein perfektes Werk der Postmoderne.
Ich werde ihn mir nie wieder anschauen!

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Martin Oberndorf

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Bewertung7.5Sehenswert

Michael Haneke inszeniert den Film "Funny Games" auf eine Art und Weise, die den Zuschauer als Ursache der Ereignisse auf dem Bildschirm entlarvt.

So sehe es aus, würde ich diesen Film in einem Satz wiedergeben.

Um es sofort auf den Punkt zu bringen: "Funny Games" hat mir gefallen. Auf einer filmischen, den Inhalt nicht näher beleuchtenden Ebene hat er mir gefallen. Innovative Ideen, tolle Schauspieler, und brillanter, sich selbst dekonstruierender Aufbau.
Langeweile kam nie auf, der Film war immer interessant und eigentlich sollte ich nun vollends zufrieden den Fernseher ausmachen und eine durchwegs positive Review eintippen.
Ganz so einfach ist das dann aber doch nicht, denn "Funny Games" ist auch kein einfacher Film, und je mehr es am Streifen zu loben gibt, desto mehr muss ich auch negativ anmerken.

Um das näher zu erleuchten muss ich den Hintergrund des Films beleuchten, und offenlegen, was genau er denn eigentlich ist, nämlich Michael Hanekes Antwort auf die immer ansteigende Brutalität in Filmen, die er als Ausbruch einer Abstumpfung sieht.
Also drehte er aus Protest "Funny Games", der aufgrund seiner Gewalt im deutschsprachigen Raum auch erst ab 18 freigegeben wurde.
Er inszeniert den Plot eines Home-Invasion-Thrillers, schafft Charaktere, und Situationen.
Und dann macht er etwas, er entlarvt den Film als Film.
Eines der Opfer fleht die beiden Täter an, aufzuhören, einer der beiden spricht offen mit dem Publikum:
"Meinen Sie, das reicht schon?"
Natürlich nicht. Filmisch wäre es absolut lächerlich, der Täter würde aufhören, wenn es das Opfer verlangt. Das ist ja das Paradoxon. Wir sympathieren mit den Gequälten, würden es aber hochgradig kritisieren, würde der "Bösewicht" plötzlich aus seiner Rolle ausbrechen. Das zeigt Haneke perfekt auf.

Aber das verträgt sich auch nicht ganz mit der anderen Mission, die Haneke mit dem Film verfolgte: er wollte, dass der Zuseher die Gewalt so abstoßend findet, dass er das Kino verlässt bzw. den Bildschirm abstellt. Er wollte herbeiführen, dass die Brutalität "nicht konsumierbar" wird. Aber da macht er einen Fehler: sein Streifen ist zu interessant, zu gut, zu faszinierend. Ästhetisch zu gelungen. Wir nehmen die Gewalt in Kauf, weil der Film, in dem sie vorkommt, gefällt.

Durch meine filmische Abstumpfung bedingt vielleicht auch zu harmlos. Es wird zu oft weggecuttet, wo die Kamera hätte draufhalten sollen, um den Zuschauer wirklich hart in die Magengrube zu treffen.
Er möchte das Ziel erreichen, dass der Zuseher durch die unerträgliche Gewalt komplett angewidert ist, geht aber nicht unbedingt weit genug.

Ich weiß schon. Ich habe in meiner Review zu 'Der siebente Kontinent' geschrieben, nur weil ein Film absichtlich ehlend ist, ist er immer noch ehlend.
Mit "Funny Games" verhält es sich so: der Film will ehlend sein, ist es aber nicht. Er ist gut. Er verfehlt dadurch sein Ziel, aber er ist gut.
Es macht eigentlich sogar Spaß, wie Haneke mich als Zuseher entlarvt, in einem Streifen, dessen letzte Absicht es war, zu unterhalten.

Hanekes Ansicht, dass Medien und die Realität kaum oder nicht unterscheidbar sind, den teile ich nicht.
Ein fiktiver Film kann noch so realistisch sein, er ist nicht real, sondern ein Produkt eines realen Verstandes. Das ist ein gravierender Unterschied.
Ich habe problemlos zig Hektoliter Blut in den Medien gesehen, und muss trotzdem wegsehen, wenn mir Blut abgenommen wird.
Medien und Realität zu distanzieren, ist etwas, dass man lernen muss. Deshalb finde ich es auch wichtig, dass sich Kinder mit Medien auseinandersetzen. Aber das ist ein anderes Thema.
Folglicherweise dürfte es auch keine Küchenmesser mehr geben, da sie immer jemand als Waffe benutzen könnte.
Wer nicht im Stande ist, Realität und Fiktion unterscheiden, der ist psychisch krank.
Wobei eine Distanzierung keineswegs Sympathiebildung für Figuren ausschließt. Man kann sich vollends mit einer Figur verbunden fühlen, weinen, lachen, triumphieren - und dennoch wissen: es ist nur ein Film.

Okay, Hanekes These zur Entstehung von Gewalt in Bezug auf Medien kommt hier auch nur am Rande vor.
Als Dekonstruktion eines Psychothrillers funktioniert der Film wahrhaft großartig. Denn immer an Spannungsmomenten spielt er mit der Erwartung des Zusehers und erinnert uns daran, dass wir bei einem Film zusehen, und dass es dramaturgische Effekte sind, die im Medium etwas geschehen lassen.
Als Film, der jedoch vollends abschrecken, ja, eine widerliche, ekelhafte Gewaltorgie sein soll - was nach Aussagen Hanekes wohl so war - funktioniert er nicht.
Er ist schlicht und ergreifend zu gut.
Da hätte es der Regisseur besser so gehandhabt, eine sinnlose, zusammenhanglose Aneinanderreihung abscheulicher, ausgespielter und perverser Gewalt zu liefern, wenn er das erreichen wollte.
Dann, auf der anderen Seite, wäre der Film aber nicht gut, was er jedoch ist.
Eine ziemliche Zwickmühle die ganze Angelegenheit.

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djstoewi

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Bewertung9.5Herausragend

Das heftigste ist ja auch dass die beiden Psychopathen sowas von höflich und scheinbar auch intellektuell wirken und nie Schimpfwörter benutzen oder ausrasten.

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djstoewi

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Der Film schaffr es sogar die heutige verrohte Generation zu schocken. Der Film ist einfach total unangenehm und geht echt auf die Psyche


tschuja

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total krass


pabloundtrish

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein junger Mann stiehlt sich unter Tricks und Vorwänden in ein Einfamilienhaus ein und trifft zunächst nur die Mutter an. Schon währenddessen erahnt man, dass es Methode hat und er auf irgendetwas hinaus will. So viele Zufälle können gar kein Zufall sein. Es steigert sich perifer bis die Frau ebenfalls, ohne genau zu wissen, warum, den Terror bemerkt und sich wehren und ihn hinausbitten will. Aber nunmal keine Argumente findet. Dann kommt sein Komplize dazu, sowie ihr Sohn und ihr Mann und es eskaliert immer mehr.

Die Jungs erinnern an eine organisierte Bande von Taschendieben, Polizei oder gerissene Vertreter, eigentlich richtig eklig so auf die Psycho Tour "kommen Sie, wir haben doch gar nichts gemacht, so lassen Sie sich doch helfen" - während sie wirklich nichts gemacht haben aber es deutlich spüren lassen und unterschwellig unbemerkt halt doch jede Menge machen.

Andererseits wirkt es aufgrund der überspitzen zynischen Eloquenz und Höflichkeit sympathisch, fast schon charmant. Vielleicht auch unter anderem, weil sie vom reinen Erscheinungsbild eher das Gegenteil sind, mehr wie unschuldige kleine Kinder die Streiche spielen wollen. Einer ist ganz attraktiv und engagiert, der andere dick und trottlig, sie streiten sich untereinander betont fake inszeniert, ziehen eine fast schon routine mäßige show für ihre opfer und zu ihrem eigenen Vergnügen ab. Sie sind optisch oft an Uhrwerk Orange angelehnt.

Das ist das faszinierende, fast einzigartige an dem Film: Der Zuschauer wird mit vielen realistischen Feinheiten verwirrt, kombiniert mit einer Art Faszination für diese Fähigkeiten.

Realistisch betrachtet, und es ist ja ein Kompliment so eine Art Film auch ernst nehmen zu können, ist es sehr grausam, demütigend, finster, ein Szenario das man niemandem wünscht. Jemand dringt zu dir ein, missbraucht dein Vertrauen, manipuliert und verhöhnt dich, quält deine Leute vor deinen Augen usw.. harter Stoff! Die Geschichte selbst ist so glaubwürdig, dass sie trotz meiner tendenziellen Täter Perspektive zu den vielleicht 10-20% gehört, bei denen ich mich automatisch auch gleichermaßen mit den Opfern identifizieren konnte.

So spitzt es sich immer dramatischer zu, wird immer sichtbarer und verstörender. Und doch immer noch unterhaltsam, wie sie das "Spiel" spielen, sehr schwarzhumorig, so wird zum Beispiel der Ehemann von einem der Täter immer respektvoll "Käptn" genannt. Einiges wirkt gestellt und in die Länge gezogen, aber gezielt, es tut dem Film keinen Abbruch. "Nur" 7 Punkte, weil er insgesamt etwas dünn aber auch etwas zu eindeutig/einseitig geraten ist. Sehr interessant, sehr gut und originell, nicht unbedingt was zum immer wieder gucken. Gar nicht mal allzu rabiat, dafür sehr sehr gruselig:)

Das Tim Roth Remake "Funny Games U.S." werde ich nicht schauen, da der Trailer schon völliger Verzicht ist: noch mal genau das selbe nur viel Klamauk artiger und gestellter. Der Stoff, insbesondere die Täterfiguren sind eher europäisch. Zwei trocken humorige steife Beamtennaturen die geschwollen daher reden, das ist zwar der ultimative Horror Stoff aber passt so gar nicht nach Hollywood. Und 1:1 Remakes haben bis auf ganz wenige Ausnahmen wie Roter Drache eigentlich nie was getaugt.

"Funny Games" ist neben "Angst" ein weiteres verstörendes Machwerk aus Österreich, das ich für Leute die so was auch mögen, nur empfehlen kann.

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Bletch

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein wahrlich perfider Psychothriller, in dem das Böse ein ganz neues (Milchbubi)Gesicht gezeigt.
Was die beiden Eindringlinge und Kidnapper hier mit der braven Familie treiben ist erstmal kaum zu glauben und später auch nur noch kaum zu ertragen.
Die vornehme Rhetorik und der freundliche Gesichtsausdruck der beiden Psychopathen treibt das ganze noch auf die Spitze. Mich hat das wahnsinnig gemacht.
Schauspielerisch ist der Film wirklich genial. Besonders Susanne Lothar hat mich sehr überzeugt.
Der Film enthält mehrfach ziemlich lange bzw. ungeschnittene Szenen, was aus meiner Sicht den hohen schauspielerischen Anspruch unterstreicht.
Insgesamt also ein guter Thriller, der lange nachwirkt, aber von dem ich mir persönlich einen anderen Verlauf gewünscht hätte.

Spoiler!
Ich habe immer auf den Augenblick gewartet, dass sich das Blatt wendet. Aber als es dann endlich so weit war und einer der Kidnapper erschossen wurde, spulte der Film sich ja plötzlich zurück und der Film nahm dann einen anderen Verlauf. Das fand ich genauso seltsam wie das Augenzwinkern und Sprechen von einem Kidnapper in die Kamera. Sehr merkwürdig.

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pabloundtrish

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Ich fand gerade das sehr genial, mal was anderes:) mich hat der Film auch gar nicht nachwirkend verstört und ich bin auch von keinem happy end ausgegangen.. ich seh schon die 7 Punkte aber vielleicht ist das doch nicht ganz so deine art film?


Bletch

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Stimmt, ist nicht ganz meine Art von Film ;-) Hab den Film aus meiner Sicht dennoch positiv bewertet, weil ich beeindruckt und schockiert war. Das Sprechen mit dem Zuschauer hat dem Film sogar etwas die Ernsthaftigkeit genommen und die '4 Eier' zum Schluss natürlich auch :-)


Solveig

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Bewertung4.0Uninteressant

Inzwischen komme ich mir ja tatsächlich schon so ein bisschen wie ein stumpfer Hater vor, der gerade einen kontroversen Film (oder jene, die es unbedingt sein wollen) nach dem anderen mit einer Standardpunktzahl abwatscht.
Liebe Hanekefreunde, nehmt es mir bitte nicht übel, dass es jetzt auch Funny Games getroffen hat. Ich kenne ja Haneke inzwischen ein klein wenig und wollte eigentlich Abstand von ihm nehmen, da mich seine Filme oft einfach nur aggressiv machen und mir inhaltlich verhältnismäßig wenig zurückgeben. Da dieser Film hier aber gestern im TV-Programm lief und ich eine Inhaltsangabe las, dachte ich mir, dass dieser Film Haneke doch wie auf den Leib zugeschnitten sein müsste - vielleicht neben seinem Weißen Band dann doch mal einer seiner Filme, die mir gefallen würden. Aber ganz ehrlich? Ich fand den Film durch und durch uninteressant. Geschmerzt, provoziert oder verstört hat mich hier nichts, was ich aber an mir oft bei Filmen beobachte, die so offensichtlich auf den Gewalteffekt zielen (washalb auch so mancher Horro- oder Kontroversfilm bei mir scheitert). Dabei ließ ich mich noch soweit auf die Funny Games ein, die Wette mit Paul einzugehen, die er richtig vorhersagte, dass der Zuschauer sicher der Familie das Überleben bis zum Morgen wünsche. Bis dahin fand ich den Film auch noch durchaus spannend und meine Neugier war da. Was danach kam, wurde für mich mit zunehmender Laufzeit aber immer uninteressanter, bis mich der Film ganz verloren hat und ich ihn nach insgesamt 80 min. auch ausschalten wollte, wenn ich nicht nur vollständig geschaute Filme hier bewerten würde.
Objektiv logisch betrachtet sollte eine "uninteressant"-Wertung Haneke aber wohl freuen, oder nicht? (Meine ich jetzt auch ernsthaft, und keinesfalls ironisch, als versöhnliche Haltung.)

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Schlegel

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Aus berufenem Munde weiß ich, dass seine guilty pleasures eher so Chansons aus den 70ern sind. Ich glaub, bei John Zorn hat er sich beraten lassen, er wird ihn nicht verteufeln, aber wirklich auseinandersetzen tut er sich mit so ner Musik auch nicht.


Solveig

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Okay, überredet. ;)


vanilla

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Bewertung2.0Ärgerlich

Puhhh, ganz schön harte Kost.
2 Psychopathen bei der Arbeit zuzusehen ist sehr anstrengend.
Warum finden viele den Film so toll??
Brutal, eklig, hart und wirklich nichts für schwache Nerven.
Manchmal denk ich, dass Herr Haneke nicht alle Latten am Zaun hat.
"Benny´s Video" war schon so krass, aber besser, meiner bescheidenen Meinung nach.
Diese Kamera, die 10 Minuten, wie bei einem Homevideo nur eine Szene einfängt, ist zwar realitätsnah, jedoch völlig langweilig und kaum zu ertragen.
Sinnlose Gewalt......haben wir nicht genug auf unseren Straßen und in den Nachrichten??
Soll man solchen abscheulichen Menschen noch absichtlich im TV zusehen??
Ich versteh wirklich nicht, dass manche diesen Film sogar in höhsten Tönen loben.
Vielleicht sollten einige von denen mal einen Doc aufsuchen.
Die perfiden Gedanken sollten schleunigst untersucht werden.

Fazit: Gleiche abscheuliche Ecke wie die Saw-Reihe. Für mich völlig daneben.

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DougHeff

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Man muss ja nicht gleich beleidigend werden, oder vanilla? ;-)

Zitat: "Vielleicht sollten einige von denen mal den Doc aufsuchen"

War gestern meine Erstsichtung und für mich klare 10 Punkte.
Super Schauspieler und meiner Meinung nach auch eine gute Spannung sowie eine gelungene Einbeziehung der Zuschauer.


vanilla

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Hey Douggi, die die mich kennen wissen, dass ich es immer mit Humor meine;-))
Also lass den Kopf nicht hängen und genieß weiterhin die Filme.
Wenn er dir gefallen hat, Daumen hoch.


Couga[MH]

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Bewertung4.0Uninteressant

"Aber die Fiktion ist doch wirklich."
"Wieso?"
"Na, du siehst sie doch in dem Film, oder?"
"Na klar!"
"Dann ist sie genau so wirklich wie die Wirklichkeit wie die du siehst"
"Blödsinn."
"Wieso?"

Weil sie nicht wirklich ist. Sie ist Teil eines Kunstprodukts, in konsumierbare Form versetzt. Selbst wenn nicht weltfremd sondern bewusst (sowohl vom Regisseur als auch auch vom Betrachter) mit dem Anspruch der Realiät möglichst gleich zu kommen inszeniert. Es bleibt etwas vollkommen anderes, zumindest meiner Meinung nach. Selbiges gilt für jede andere Kunstform, ob Musik, Games oder Kunst. Genauso gilt selbiges auch nicht nur für Gewalt, sondern auch für soziemlich alles andere. Erneut, zumindest meiner Meinung nach.

Für mich setzt sich Haneke am Ende mit FUNNY GAMES eher für die Einschränkung künstlerischer Freiheit (wenn auch mit den wohl besten Absichten) ein. Wenn dabei auch noch auf sehr plakative Weise versucht wird, den Zuschauer auf Teufel komm raus zu entlarven und ihm aufzuzeigen, wie irregeleitet seine Ansichten doch sind, verdirbt die oft an Haneke angebrachte Oberlehrer-Attitüde leider den "Spaß" and den nichtsdestotrotz grandiosen Schauspielern, der Atmosphäre und gelungenen (wenn auch ebenfalls eher plakativen & vorhersehbaren) Thrillerelementen.

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marcel.neumann.9022

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Bewertung3.5Schwach

Hier sage ichs gerne auch nochmal das dt original hat mir schauspielerisch leider garnicht gefallen. Fande die US Version wirklich viel viel besser!

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DonTango81

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Bewertung1.0Ärgerlich

Michael Haneke serviert uns einen mörderischen Culture Clash zwischen der bildungsbürgerlichen Aufgeklärtheit konservativer Spießer und den dumpfen Gewaltphantasien zweier Vollpfosten, die gänzlich der zeitgenössischen Unkultur und dem ach so diabolischen Mainstream verfallen sind. Das scheinen zumindest die gängigen Schubladen zu sein, in denen der Maestro denkt, denn er geifert in seinem demagogischen Rundumschlag mit einer fast schon Ekelerregenden Arroganz gegen so ziemlich alles, was nicht seiner bornierten Weltsicht entspricht, allerdings geht er dabei selbst so subtil wie ein Elefant im Porzellanladen vor und kommt auch sonst mit seiner selbstgefälligen Oberlehrerattitüde nicht über das übliche Stammtischniveau hinaus.

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Big T.

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Bewertung7.0Sehenswert

Spoiler

"Aber die Fiktion ist doch wirklich"
"Wieso?"
"Na du siehst sie doch in dem Film oder?"
"Na klar!"
"Dann ist sie genau so wirklich wie die Wirklichkeit wie die du siehst"

Nett diese abschließenden Worte in Funny Games ;-)
Funny Games hat sicherlich den ein oder anderen Streitpunkt wie z.B. das Reden zum Zuschauer von einem der Protoganisten oder eben auch die "Rückspulfunktion".
Ich persönlich empfand das als unpassend aber groß gestört hat es mich auch nicht.

Habe jetzt 3 oder 4 Filme von Haneke gesehen und eins kann ich jetzt schon sagen: Seine Filme sind hart aber echt und ehrlich. So ist eben auch Funny Games. Ein tolles Element was Haneke hier eingebracht hat ist dass er die grausamsten Szenen weggelassen hat bzw. er hat es dem Zuschauer überlassen sich das Bild dazu zu machen.
Da kann man auch mal kurz über die ersten 20 Minuten hinwegsehen die 1A ZDF-Heimatfilmflair haben und einem tollem Dialog wie:
"Ruf die Polizei an"
"Welche Nummer hat die denn?"
Das war wirklich hart, da musste ich wirklich lachen.
Was aber wirklich nicht ging dass die beiden am Ende nicht büßen müssen. Ich mein, sie haben es ja gut gemacht, selten war mein Hasslevel so groß, aber naja, Haneke eben... kein Happy End :-/

Wie dem auch sei, Funny Games wird seinem Namen gerecht und ist ein idealer Film für die ganze Familie.

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Maniac

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...für die ganze Familie ;)


pischti

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auf jeden Fall für die ganze Familie! :D "Ruf die Polizei an"
"Welche Nummer hat die denn?" zu geil :D


BountyHunter2602

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Bewertung0.5Schmerzhaft

So einen Blödsinn habe ich wirklich schon lange nicht mehr gesehen. Der Film versucht den Zuschauer wohl angeblich an seine Grenzen zu bringen, doch ich fand ihn lächerlich und langweilig. Vor allem das einer der beiden Psychopathen direkt in die Kamera sieht und mit dem Zuschauer spricht ist einfach nur lächerlich. Absolutes No-Go dieser Film!

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Gottesgleicher

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Natürlich kann man sowas als lächerlich empfinden... Ich fands auch nicht gut. Man kann anspruchsvoller und gekonnter mit der Erwartungshaltung des Zuschauers spielen, als auf so absurde, billige und überhaupt nicht in den Rest des Films passende Szene. ;)


TheRambostar007

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Bewertung6.5Ganz gut

Ich hatte zuerst "Funny Games U.S" gesehen, bevor ich mir dann das Original zu Gemüte führte. Ich bin der Meinung, dass das Remake besser funkioniert, weil mir auch einfach die Schauspieler Tim Roth, Naomi Watts und Michael Pitt besser gefallen, als die im Film von 1997. Schwächen und Stärken haben die beiden Filme jedoch die gleichen und man sollte sie sich auch nur ansehen, wenn man auf eine filmische Tortur vorbereitet ist. Man sollte Fan von Atmosphäre sein, um diese teils ewigen Kameraeinstellungen zu ertragen. Das kann einem schon mal den Nerv rauben. Bei dem minimal Tempo fühlte ich mich mehr als nur einmal an "2001" erinnert. Man könnte sagen, dass die Spannung nicht vom Film selbst, sondern vom bedrückendem Szenario ausgeht. Was die Filme zurücklassen ist die pure Fassungslosigkeit über die psychischen Qualen, welchen die hilflose Familie ausgesetzt wird. Ob einem das nun "gefällt", ist eine andere Frage.

Fazit: Verstörender und abstoßender Psychothriller, in seinen unendlichen Einstellungen fast schon wie eine Diashow.

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Einar

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Bewertung7.0Sehenswert

Teilweise ein perfider Psycho-Terror, so wie er mich gelegentlich unterhalten kann.
Teilweise aber nur lang und leer.
Und zugleich anziehend und abstoßend, faszinierend und dennoch verstörend.
Ein in jedem Fall intensiver Film, der auf sein richtiges Publikum stoßen muss - es bei mir geschafft hat, aber nicht die überschäumende Begeisterung ausgelöst hat.
PS: Händel's Werk habe ich erraten - ein Musikquiz ist doch ein richtiges "Funny Game"...

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mattxl

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

So manch ein Privatsender hat sich ja schon als Arthouse-Pulverisierer hervorgetan. Aber Tele 5 hat da heute Nacht mit Funny Games wirklich den Vogel abgeschossen. Wie macht man einen komplett unerträglichen Film noch unerträglicher? Richtig, man zeige ihn zu nachtschlafender Zeit z.B. bei Tele 5, wo er auf das feinste von Telefonsex-Werbung zerhackt wird. Zwischendrin war ich mir unsicher: War das vielleicht eine Anordnung Hanekes, so im Sinne von: "Ihr dürft den Film nur zeigen, wenn ihr schon viele von diesen Stöhn-Tussis mit reinpackt!"

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Jenny von T

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:-D


Bletch

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Hatte den Film bei Tele 5 aufgenommen und konnte das Dauergestöhne vorspulen. Die Geräusche hätten zu Hause auch meine 'Chefin' aufmerksam gemacht ;-)


inceptionfan

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Bewertung7.0Sehenswert

Bei "Funny Games" handelt es sich um einen ziemlich originellen Film meiner Meinung nach! Die Schauspieler sind mir alle unbekannt, aber sie spielen ihre Rollen wirklich gut. Vor allem Arno Frisch und Frank Giering spielen die 2 Psychos absolut großartig. Die Erzählweise ist extrem nüchtern, was dadurch unterstützt wird, dass es während des gesamten Films keinen wirklichen Soundtrack gibt und dadurch wirkt der Film auch erschreckend realistisch. Das hatte aber leider auch zur Folge, dass der Film besonders im Mittelteil extrem langatmig daherkommt, weil in vielen Szenen überhaupt nicht gesprochen wird und diese dann noch ziemlich in die Länge gezogen sind. Teilweise wirkt der Film sogar wie ein Theaterstück. Wegen dieser Langatmigkeit und der doch recht dünnen Handlung hätte ich eigentlich auch nur 6 Punkte gegeben, aber den 7. Punkt erhält "Funny Games" von mir dafür, dass er mit den Zuschauern spielt wie kein anderer Film! Die Szenen, in denen die Psychos direkt in die Kamera schauen und die Zuschauer ansprechen waren absolut grandios und spätestens am Ende sollte jedem klar werden, dass es Haneke in diesem Film darum geht, den Zuschauer als Voyeur zu entlarven, was noch dadurch unterstützt wird, dass die Gewaltszenen niemals gezeigt werden (was man bei einer FSK 18 ja nicht erwartet).
(Am Ende die Szene mit der Fernbedienung fande ich im ersten Moment ziemlich übertrieben, hat aber die Wirkung des Films noch perfekt unterstützt!)
Fazit: "Funny Games" ist vielleicht kein Muss und ist wegen der ungewöhnlichen Erzählweise auch definitiv Geschmackssache, aber er ist definitiv einer der besten Home-Invasion-Filme meiner Meinung nach.

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fliegendreck84

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Bewertung3.5Schwach

Es kommt mir so vor als ob der Film wirklich zwingend durch Gewalt nach Unterhaltung sucht. Und so böse sich das anhört, kann mir dieser Peter durch seinen österreichischen Akzent keine Angst einjagen. Komisch ist es auch, warum die beiden Typen einfach nicht aus dem Haus rausgeschmissen werden. Chancen genug gab es doch. Irgendwie alles lächerlich dieser "dramatische Psychohorrorthriller". Die Punkte gibts, weil sich der Film von anderen zumindest unterscheiden wollte.

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StrawStar

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Heilige Sch***. Dieser Film ist wirklich krass. Ein Film-Trauma in Reinform.
Exzellent arbeitet Haneke mit der Kadrage: Die Einstellungsgrößen allein sorgen für psychische Schmerzen, wenn die Kamera im Detail auf etwas verharrt, während wir den Blick eigentlich unbedingt auf etwas anderes im Off richten wollen. Und dann folgt wieder eine Totale, die so lange in der Stasis bleibt, dass man am liebsten den Raum verlassen will.
Pauls Kamera-Blicke hätte ich nicht unbedingt gebraucht, aber wenn sich dann am Ende der Kreis zu den am Anfang aus der Ferne begrüßten Nachbarn schließt, holt einen der Schrecken endgültig ein...
Die größte Qual ist allerdings die vollkommen nervenaufreibende, fast durchgehend präsente "Freundlichkeit" der beiden Peiniger. Da kann man sich nur allzu bildlich vorstellen, wie wenig man selbst damit umgehen könnte. Das hat mir wirklich den Rest gegeben.

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pischti

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Dazu kommt das gelungene Ende, das fernab von Mainstream ist. Einfach bitterböse :)


Popelspecht

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Bewertung0.5Schmerzhaft

Einer der überbewertetsten Filme, die mir untergekommen sind. Nun liegt es ja im Auge des Betrachters, was große Kunst ist, und was nicht, aber meiner bescheidenen Ansicht nach hat sich der große Künstler Haneke hier selbst ins Knie geschossen. So unsubtil und grobschlächtig, wie er versucht, mittels Fernbedienung den Zuschauer wachzuboxen und zum Nachdenken zu zwingen, erinnert es dann doch eher an einen ulkigen Werbespot... von Mel Brooks.
Und übrig bleibt ein ziemlich öder Homeinvasionfolterporno mit dem Anspruch eines Slashers.

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