Funny Games

Funny Games (1997), AT Laufzeit 103 Minuten, FSK 18, Drama, Horrorfilm, Thriller, Kinostart 11.09.1997


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7.1
Kritiker
43 Bewertungen
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7.3
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4204 Bewertungen
142 Kommentare
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von Michael Haneke, mit Susanne Lothar und Ulrich Mühe

Eigentlich sollte es für das Ehepaar Georg (Ulrich Mühe) und Anna (Susanne Lothar) sowie deren gemeinsamen Sohn Schorschi (Stefan Clapczynski) ein fröhlicher Familienurlaub werden. Die Idylle am See wird aber jäh unterbrochen, als die beiden jungen Männer Peter (Frank Giering) und Paul (Arno Frisch) plötzlich vor ihrer Türe stehen. Was mit einem “Wir wollen uns nur ein paar Eier leihen” anfängt, wird zu einem sadistischen Spiel, dessen Spielregeln Peter und Paul diktieren. Und für die beiden sind es lediglich Funny Games.

Hintergrund & Infos zu Funny Games
Regisseur Michael Haneke schuf mit Funny Games einen Film, der sich zwar wie ein Horrorfilm anhört, seine Grausamkeit jedoch fast ausschließlich aus dem zieht, was er nicht zeigt. Premiere feierte Funny Games im Rahmen der Filmfestspiele von Cannes, bei dem das Werk für eine Goldene Palme nominiert wurde. Einige Kritiker befanden Funny Games jedoch als unerträglich, so dass sie vorzeitig die Filmvorführung verließen. Zehn Jahre später führte Michael Haneke Regie bei dem US-amerikanischen Remake Funny Games U.S., welches zwar eine exakte Kopie der Vorlage war, an den Kinokassen jedoch gnadenlos floppte. (GP)

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Kommentare (136) — Film: Funny Games


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marcel.neumann.9022

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Bewertung3.5Schwach

Hier sage ichs gerne auch nochmal das dt original hat mir schauspielerisch leider garnicht gefallen. Fande die US Version wirklich viel viel besser!

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DonTango81

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Bewertung1.0Ärgerlich

Michael Haneke serviert uns einen mörderischen Culture Clash zwischen der bildungsbürgerlichen Aufgeklärtheit konservativer Spießer und den dumpfen Gewaltphantasien zweier Vollpfosten, die gänzlich der zeitgenössischen Unkultur und dem ach so diabolischen Mainstream verfallen sind. Das scheinen zumindest die gängigen Schubladen zu sein, in denen der Maestro denkt, denn er geifert in seinem demagogischen Rundumschlag mit einer fast schon Ekelerregenden Arroganz gegen so ziemlich alles, was nicht seiner bornierten Weltsicht entspricht, allerdings geht er dabei selbst so subtil wie ein Elefant im Porzellanladen vor und kommt auch sonst mit seiner selbstgefälligen Oberlehrerattitüde nicht über das übliche Stammtischniveau hinaus. 1/10

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Big T.

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Bewertung7.0Sehenswert

Spoiler

"Aber die Fiktion ist doch wirklich"
"Wieso?"
"Na du siehst sie doch in dem Film oder?"
"Na klar!"
"Dann ist sie genau so wirklich wie die Wirklichkeit wie die du siehst"

Nett diese abschließenden Worte in Funny Games ;-)
Funny Games hat sicherlich den ein oder anderen Streitpunkt wie z.B. das Reden zum Zuschauer von einem der Protoganisten oder eben auch die "Rückspulfunktion".
Ich persönlich empfand das als unpassend aber groß gestört hat es mich auch nicht.

Habe jetzt 3 oder 4 Filme von Haneke gesehen und eins kann ich jetzt schon sagen: Seine Filme sind hart aber echt und ehrlich. So ist eben auch Funny Games. Ein tolles Element was Haneke hier eingebracht hat ist dass er die grausamsten Szenen weggelassen hat bzw. er hat es dem Zuschauer überlassen sich das Bild dazu zu machen.
Da kann man auch mal kurz über die ersten 20 Minuten hinwegsehen die 1A ZDF-Heimatfilmflair haben und einem tollem Dialog wie:
"Ruf die Polizei an"
"Welche Nummer hat die denn?"
Das war wirklich hart, da musste ich wirklich lachen.
Was aber wirklich nicht ging dass die beiden am Ende nicht büßen müssen. Ich mein, sie haben es ja gut gemacht, selten war mein Hasslevel so groß, aber naja, Haneke eben... kein Happy End :-/

Wie dem auch sei, Funny Games wird seinem Namen gerecht und ist ein idealer Film für die ganze Familie.

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Maniac

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...für die ganze Familie ;)


pischti

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auf jeden Fall für die ganze Familie! :D "Ruf die Polizei an"
"Welche Nummer hat die denn?" zu geil :D


chinojacky90

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Bewertung5.0Geht so

Auf jeden Fall ein beeindruckender und besonderer Film, den man nicht so schnell vergessen wird. Grundsätzlich gefällt mir Haneke mit seinem realistischen Stil und dem langsamen Verlauf seiner Filme sehr. Mit diesem hier konnte ich ab einem bestimmten Punkt aber nicht mehr so viel anfangen (spätestens ab der Szene mit der Fernbedienung...), da ich die Intention dieses Films nicht so ganz nachvollziehen kann. Dem Zuschauer als Voyeur und Sadist den Spiegel vorhalten? Bei mir will das Ganze irgendwie nicht so richtig zünden. Da ging es mir so ähnlich wie mit "Natural Born Killers".

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BountyHunter2602

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Bewertung0.5Schmerzhaft

So einen Blödsinn habe ich wirklich schon lange nicht mehr gesehen. Der Film versucht den Zuschauer wohl angeblich an seine Grenzen zu bringen, doch ich fand ihn lächerlich und langweilig. Vor allem das einer der beiden Psychopathen direkt in die Kamera sieht und mit dem Zuschauer spricht ist einfach nur lächerlich. Absolutes No-Go dieser Film!

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Gottesgleicher

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Natürlich kann man sowas als lächerlich empfinden... Ich fands auch nicht gut. Man kann anspruchsvoller und gekonnter mit der Erwartungshaltung des Zuschauers spielen, als auf so absurde, billige und überhaupt nicht in den Rest des Films passende Szene. ;)


TheRambostar007

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Bewertung6.5Ganz gut

Ich hatte zuerst "Funny Games U.S" gesehen, bevor ich mir dann das Original zu Gemüte führte. Ich bin der Meinung, dass das Remake besser funkioniert, weil mir auch einfach die Schauspieler Tim Roth, Naomi Watts und Michael Pitt besser gefallen, als die im Film von 1997. Schwächen und Stärken haben die beiden Filme jedoch die gleichen und man sollte sie sich auch nur ansehen, wenn man auf eine filmische Tortur vorbereitet ist. Man sollte Fan von Atmosphäre sein, um diese teils ewigen Kameraeinstellungen zu ertragen. Das kann einem schon mal den Nerv rauben. Bei dem minimal Tempo fühlte ich mich mehr als nur einmal an "2001" erinnert. Man könnte sagen, dass die Spannung nicht vom Film selbst, sondern vom bedrückendem Szenario ausgeht. Was die Filme zurücklassen ist die pure Fassungslosigkeit über die psychischen Qualen, welchen die hilflose Familie ausgesetzt wird. Ob einem das nun "gefällt", ist eine andere Frage.

Fazit: Verstörender und abstoßender Psychothriller, in seinen unendlichen Einstellungen fast schon wie eine Diashow.

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Einar

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Bewertung7.0Sehenswert

Teilweise ein perfider Psycho-Terror, so wie er mich gelegentlich unterhalten kann.
Teilweise aber nur lang und leer.
Und zugleich anziehend und abstoßend, faszinierend und dennoch verstörend.
Ein in jedem Fall intensiver Film, der auf sein richtiges Publikum stoßen muss - es bei mir geschafft hat, aber nicht die überschäumende Begeisterung ausgelöst hat.
PS: Händel's Werk habe ich erraten - ein Musikquiz ist doch ein richtiges "Funny Game"...

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mattxl

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

So manch ein Privatsender hat sich ja schon als Arthouse-Pulverisierer hervorgetan. Aber Tele 5 hat da heute Nacht mit Funny Games wirklich den Vogel abgeschossen. Wie macht man einen komplett unerträglichen Film noch unerträglicher? Richtig, man zeige ihn zu nachtschlafender Zeit z.B. bei Tele 5, wo er auf das feinste von Telefonsex-Werbung zerhackt wird. Zwischendrin war ich mir unsicher: War das vielleicht eine Anordnung Hanekes, so im Sinne von: "Ihr dürft den Film nur zeigen, wenn ihr schon viele von diesen Stöhn-Tussis mit reinpackt!"

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Jenny von T

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:-D


inceptionfan

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Bewertung7.0Sehenswert

Bei "Funny Games" handelt es sich um einen ziemlich originellen Film meiner Meinung nach! Die Schauspieler sind mir alle unbekannt, aber sie spielen ihre Rollen wirklich gut. Vor allem Arno Frisch und Frank Giering spielen die 2 Psychos absolut großartig. Die Erzählweise ist extrem nüchtern, was dadurch unterstützt wird, dass es während des gesamten Films keinen wirklichen Soundtrack gibt und dadurch wirkt der Film auch erschreckend realistisch. Das hatte aber leider auch zur Folge, dass der Film besonders im Mittelteil extrem langatmig daherkommt, weil in vielen Szenen überhaupt nicht gesprochen wird und diese dann noch ziemlich in die Länge gezogen sind. Teilweise wirkt der Film sogar wie ein Theaterstück. Wegen dieser Langatmigkeit und der doch recht dünnen Handlung hätte ich eigentlich auch nur 6 Punkte gegeben, aber den 7. Punkt erhält "Funny Games" von mir dafür, dass er mit den Zuschauern spielt wie kein anderer Film! Die Szenen, in denen die Psychos direkt in die Kamera schauen und die Zuschauer ansprechen waren absolut grandios und spätestens am Ende sollte jedem klar werden, dass es Haneke in diesem Film darum geht, den Zuschauer als Voyeur zu entlarven, was noch dadurch unterstützt wird, dass die Gewaltszenen niemals gezeigt werden (was man bei einer FSK 18 ja nicht erwartet).
(Am Ende die Szene mit der Fernbedienung fande ich im ersten Moment ziemlich übertrieben, hat aber die Wirkung des Films noch perfekt unterstützt!)
Fazit: "Funny Games" ist vielleicht kein Muss und ist wegen der ungewöhnlichen Erzählweise auch definitiv Geschmackssache, aber er ist definitiv einer der besten Home-Invasion-Filme meiner Meinung nach.

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fliegendreck84

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Bewertung3.5Schwach

Es kommt mir so vor als ob der Film wirklich zwingend durch Gewalt nach Unterhaltung sucht. Und so böse sich das anhört, kann mir dieser Peter durch seinen österreichischen Akzent keine Angst einjagen. Komisch ist es auch, warum die beiden Typen einfach nicht aus dem Haus rausgeschmissen werden. Chancen genug gab es doch. Irgendwie alles lächerlich dieser "dramatische Psychohorrorthriller". Die Punkte gibts, weil sich der Film von anderen zumindest unterscheiden wollte.

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whitywhite

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Ist doch spannend, wie das Gleiche unterschiedlich wahrgenommen werden kann...


StrawStar

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Heilige Sch***. Dieser Film ist wirklich krass. Ein Film-Trauma in Reinform.
Exzellent arbeitet Haneke mit der Kadrage: Die Einstellungsgrößen allein sorgen für psychische Schmerzen, wenn die Kamera im Detail auf etwas verharrt, während wir den Blick eigentlich unbedingt auf etwas anderes im Off richten wollen. Und dann folgt wieder eine Totale, die so lange in der Stasis bleibt, dass man am liebsten den Raum verlassen will.
Pauls Kamera-Blicke hätte ich nicht unbedingt gebraucht, aber wenn sich dann am Ende der Kreis zu den am Anfang aus der Ferne begrüßten Nachbarn schließt, holt einen der Schrecken endgültig ein...
Die größte Qual ist allerdings die vollkommen nervenaufreibende, fast durchgehend präsente "Freundlichkeit" der beiden Peiniger. Da kann man sich nur allzu bildlich vorstellen, wie wenig man selbst damit umgehen könnte. Das hat mir wirklich den Rest gegeben.

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pischti

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Dazu kommt das gelungene Ende, das fernab von Mainstream ist. Einfach bitterböse :)


Popelspecht

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Bewertung0.5Schmerzhaft

Einer der überbewertetsten Filme, die mir untergekommen sind. Nun liegt es ja im Auge des Betrachters, was große Kunst ist, und was nicht, aber meiner bescheidenen Ansicht nach hat sich der große Künstler Haneke hier selbst ins Knie geschossen. So unsubtil und grobschlächtig, wie er versucht, mittels Fernbedienung den Zuschauer wachzuboxen und zum Nachdenken zu zwingen, erinnert es dann doch eher an einen ulkigen Werbespot... von Mel Brooks.
Und übrig bleibt ein ziemlich öder Homeinvasionfolterporno mit dem Anspruch eines Slashers.

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Brascon

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Kein Motiv, kein Entrinnen, jeder Funke Hoffnung wird per Fernbedienung innerhalb des Filmes zurückgespult. Genialer Einfall, denn kein Motiv für Gewalttaten zu haben scheint keine Seltenheit zu sein. Klasse Schauspielerische Leistung aller Akteure, sie machen das ganze Realitätsgetreu wie nie zuvor!

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djstoewi

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Es passieren doch täglich Gewalttaten ohne Motiv. Sehr gutes Kommentar von Brascon


Gottesgleicher

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nenn mir eine. du bist dann der erste der so etwas in der psychologie gefunden hat. btw.: nur weil man kein motiv findet, heißt es nicht, dass es keins gibt. es gibt immer eine intention, warum du etwas machst oder nicht machst...


Zavone

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Des is a hundsgemeines Schmankerl von Film!

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Gottesgleicher

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Bewertung0.5Schmerzhaft

Gewalt hat kein Motiv? Natürlich... Werfen wir einfach mal sämtliche psychologischen Erkenntnisse der Menschheitsgeschichte über Bord und tun so, als ob es emotionslose, völlig schuldunfähigfühlende Kinder gibt, die dann doch irgendwie Spass an Grausamkeiten haben. Ein Fantasyhorrorfilm der sich hinter einem möchtegern anspruchsvollen Drama versteckt und dabei einfach nur stupide, menschenverachtende Brutalität zeigt und sich dabei noch an ihr ergötzt. Halten wir doch möglichst lange auf die Gewalt drauf, zeigen größte Gefühle und wollen damit Niveau erreichen. Leider geht es einfach nur darum, die Qual anderer Menschen zu zeigen. Ohne Hintergedanken oder wenn dann auf Grund lauter pseudointerlektuellen Anspielungen wie "Hey Du kannst auf dem Videorecorder zurückspulen". Die Hohe Qualität der Schauspieler schafft es, dass man diesen Film schockierend und aufwühlend findet. Langweilig ist dieser Film sicherlich nicht. Auch trägt die Hoffnung, dass diese zwei Kinder (bzw. Aliens weil sich höchstwarscheinlich noch nie ein Mensch so verhalten hat) irgendwie bestraft werden, den Film. Ansonsten ähnelt der Film jedoch lediglich der primitiven Nachstellung eines Snufffilms mit äußerst fragwürdiger Intention. Was auch zeigt: Nur weil ein Film bewegend oder gut geschauspielert ist, muss er nicht gut oder gar nievauvoll sein. Nein, dieser Film will einfach nur Qualen und Leid zeigen und ist ein abstumpfendes Machwerk.

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Gottesgleicher

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Ach ja? Aber jetzt bitte nicht mit dem logischen Fehlschluss: Weil Du Dir den Film angeguckt hast und nicht abgeschaltet hast, bist Du ein Mensch, der gerne Gewalt erlebt/ sieht. :D

Wie kann es um den Zuschauer und seine Motive gehen, wenn der Regisseur gar nicht weiß, wer später diesen Film gucken wird und der Zuschauer (meistens) nicht genau weiß, was ihn erwarten wird?
Sieht man davon ab, dass du nicht begründest, warum es in dem Film nicht um Gewaltäter, sondern um den Zuschauer und seine Motiive geht bleibst Du auch die Antwort schuldig: Warum will der Film den Qualen und Leid zeigen?
Das was Du bis jetzt machst, ist einfach irgendwelche Behauptungen aufzustellen ohne eine einzige Begründung zu liefern.


Jomo

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„Ich versuche Wege zu finden, um Gewalt als das darzustellen, was sie immer ist, als nicht konsumierbar. Ich gebe der Gewalt zurück, was sie ist: Schmerz, eine Verletzung anderer!“ (Michael Haneke zu Funny Games)


Curryman1312

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wenn ein Kumpel mit neuer Freundin, die man selbst noch nicht kennt, den Film anschaut, einfach mal am nächsten Tag nen Kumpel schnappen, zu zweit bei ihr klingeln und nach Eiern fragen..
;)

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Curryman1312

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Sure xD
Aber vorher abklären, dass die Alte nicht durchgeknallt ist, am Ende hat sie nen Base hinter der Tür ^^


Andy Dufresne

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:D


Mac_C_Tiro

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Bewertung5.0Geht so

Da war mal ein böser Sadist/Masochist namens Mac, der wollte mal wieder richtige Qualen sehen und böse sadistisch über die Pein schwacher Sympathieträger lachen und sich danach seinem Tun schämen, also sah er sich endlich einmal "Funny Games" an. Der sanftmüttige, intellektuelle Antigewalt- Onkel Haneke hats ihm dann auch kräftig gegeben. Er hat 2 böse Ösi Jungs (von denen einer absurderweise an "Luwig Thoma" ala Hansi Kraus erinnert) auf eine arme nette Familie hetzt und sie dann auch noch alle paar Minuten durch die 4. Wand mit dem bösen Mac kommunizieren lässt. Das der böse Sadist/Masochist, als den sich der Zuschauer (hier nur zufällig "Mac" genannt) ja zwangsläufig begreifen soll, schon bei diesem ersten Einbruch durch die 4. Wand weder geschockt noch angeekelt sondern höchstens genervt ist, das kann sich Gutonkel Haneke nicht vorstellen. Auch das besagter Zuschauer nun beginnt alle Logikfehler im Film zu zählen und auf stolze 21 kommt hätte er wohl nicht erwartet.... Tja, Soa Pech aber auch!

Was als immerhin durchschnittlicher Psychothriller mit gerade noch erträglichen Logikbrüchen beginnt, und von Haneke natürlich als oberlehrerhaftes Traktat über die Unmenschlichkeit des Konsums von Gewalt und der medialen Inszenierung Selbiger gedacht war, degeneriert leider genau ab dem ersten druchbrechen der 4. Wand zur Farce. Der Regisseur mag es als Versuch sehen die Gesellschaft im Allgemeinen und den Zuschauer (Mac) im Besonderen, bei dem blutlüsternen schockgieringen Konsum von Gewalt zu schulmeistern und der Freude am Leid anderer zu überführen, doch letztlich gelingt ihm dies nur bei sich selbst. Bloßgestellt wird hier keine Gesellschaft die Terror zum Konsumgut pervertiert hat und auch kein Zuschauer der sich in die Mittäterrolle gedrängt fühlt, sondern lediglich der Initiator, welcher einem Cäsaren gleich Blut und Abschäu, Erniedrigung und Gewalt in die Arena entsendet. Jeder andere rehabilitiert sich schon durch das bloße Durchschauen und ablehnen des Machwerks. Herrn Haneke sei angeraten zwischen realler Gewalt und inszeniertem Phantasieterror unterscheiden zu lernen. Und zwar nicht nur rein intellektuell, sondern emotional, strukturell.. ja geradezu instinktiv. Wenn er das mal irgendwann schafft erkennt er vielleicht wie sehr er hier seine Zeit vertan hat.

Was "Funny Games" in meinen Augen rettet ist nicht der Thrill und der Spannungsbogen oder gar die hehre Idee einer Studie medialer Gewalt, es sind die Darsteller. Alle agieren glaubwürdig und spielfreudig und verleihen dem ganzen die Anziehungskraft die es braucht um bei Hanekes 2 Min. Standbildern nicht entnervt das Handtuch zu werfen.

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uncut123

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Bewertung7.5Sehenswert

das cover mag ich zu gerne...

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laya.omen

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Beängstigend!!

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uncut123

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lol


Kai_Asmus

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Bewertung10.0Herausragend

Funny Games ist für mich der beste Homeinvasion-Film. Extrem dichte Atmosphäre, super Schauspieler und die Interaktion mit dem Zuseher machen Funny Games zu einem pervers, genialen Erlebnis der wirklich sehr üblen Art! GEIL!

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Kai_Asmus

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Exakt!



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