A Serious Man

A Serious Man (2009), FR/GB/US Laufzeit 106 Minuten, FSK 12, Drama, Komödie, Kinostart 21.01.2010

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7.3
Kritiker
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6.9
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188 Kommentare
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von Ethan Coen und Joel Coen, mit Michael Stuhlbarg und Richard Kind

Die Tragikomödie A Serious Man von den Coen-Brüdern widmet sich dem katastrophalen Leben eines jüdischen Professors, der das Gefühl hat, von Gott bestraft zu werden – doch wofür?

Das Leben des Mathematik- und Physikprofessors Larry Gopnik (Michael Stuhlbarg), gerät über Nacht aus den Fugen: Seine Frau konfrontiert ihn mit der überraschenden Nachricht, dass sie die Scheidung von ihm will. Von dan an geht es abwärts mit Larry Gopnik. Sein Sohn kifft, die Tochter bestiehlt ihn und sein psychisch labiler Bruder hockt nur noch auf der Couch rum. Und dann droht auch die erhoffte Beförderung ins Stocken zu geraten, da Larry von einem anonymen Briefeschreiber verleumdet wird und ein koreanischer Student, den er hat durchfallen lassen, ihn zu bestechen versucht. Larry beschließt drei Rabbies zu konsultieren, die ihm in seiner Lebenskrise mit ihrem Rat helfen sollen.

Hintergrund & Infos zu A Serious Man
Nach dem düsteren No Country for Old Men und der leicht gehaltenen Komödie Burn After Reading – Wer verbrennt sich hier die Finger? siedelte das regieführende Bruderpaar Ethan Coen und Joel Coen ihren Film A Serious Man in der Mitte zwischen Schwarzer Komödie und ernstem Drama an.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (38) — Film: A Serious Man

Fricki76: Asianfilmweb.de

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7.0Sehenswert

Ich liebe die Coens und mehrere ihrer Werke zählen zu meinen absoluten Lieblingsfilmen. Aber es fällt mir schwer diesen Film zu lieben. Er ist nicht schlecht und hat viele Parallelen zu anderen Coen Filmen. Dennoch: Der durchaus vorhandene skurrile Humor und Charaktere haben nicht die Brillanz anderer Meisterwerke, die die Coens geschaffen haben. Vielleicht ist mir die Aussage des Films ja zu still, zu wenig pointiert und überlässt mir zu viel Interpretation. Vielleicht passiert einfach zu wenig aufregendes, ich weiss es nicht so richtig... Ich hoffe aber, dass die Coens für mich nicht einen Trend Richtung unten bekommen. Noch solide Filme, aber nicht mehr das Niveau von früheren Werken. Das fände ich sehr schade. Aber für das nächste anstehende Projekt "True Grit" mit dem grandiosen Jeff Bridges bin ich zuversichtlich....

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the gaffer: the-gaffer.de

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7.0Sehenswert

Der Nachfolger von “Burn After Reading” hat zweifellos mehr food for thought, weniger Groteskerie für die Lachmuskeln zu bieten. Dafür ist “A Serious Man” ein auf der Handlungsebene weniger in sich abgeschlossenes Werk, das mehr noch als die letzten Filme der Brüder nach Interpretation und damit dem Wohlwollen der Zuschauer/Fans ruft.

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Corsovilla: SchönerDenken

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8.5Ausgezeichnet

Larry will nur tun, was richtig ist. Aber Larry ist ein ein überrumpelter Mann, sein Leben entgleitet ihm an verschiedenen Fronten, seine Frau will ihn verlassen, seine Kinder sind mit Drogen oder Haarewaschen beschäftigt, seine Verwandtschaft lässt sich auf Glücksspiele mit der Mafia ein, anonym wird er auf der Universität angeschwärzt. Und das sind alles nur Vorgeplänkel. Den Coens gelingt mit diesem period picture der 60er wieder ein wunderbarer Film, eine handwerklich hochklassige Gratwanderung mit perfektem Spannungsbogen, die zeigt, dass auch in einer jüdischen Gemeinde die Menschliche Komödie am besten mit schwarzem Humor erzählt wird. Allein die Anekdote im Prolog ist schon die Eintrittskarte wert. (Mehr im Podcast)

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A.Stäheli: Neue Zürcher Zeitung A.Stäheli: Neue Zürcher Zeitung

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8.5Ausgezeichnet

Dass die Zeichnung der Charaktere in diesem Film wieder einmal speziell prägnant ausgefallen ist, liegt nicht nur an dem hervorragenden Ensemble, das die Coens vor der Kamera zusammengebracht haben, sondern auch an der Tatsache, dass sie nach all den Rollen für George Clooney auf die Magie der Stars verzichtet haben. In den leicht hyperrealen Bildern von Kameramann Roger Deakins, die den leisen Wahn gutbürgerlichen Mittelmasses und den sanften Grusel der sechziger Jahre in hellen Blau-Olive-Tönen einfangen, finden sich die Figuren dieses Kosmos in einer lichten, gläsernen und modern-kantigen Welt gefangen, durch die sie ziellos treiben wie Fische durch ein Aquarium.

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beetFreeQ: http://blog.freeqnet.de/

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9.0Herausragend

“A Serious Man” ist keine Komödie, in der an jeder Ecke ein riesiger Lacher lauert. Der Humor ist wie auch die sich gemächlich entwickelnde Story generell verhalten und hintergründig. Die Coens machten in gewisser Weise hiermit auch einen Schritt zurück zu ihren filmischen Wurzeln, denn solch kreative Ideen, verschrobene Szenarien und skurrile Sub-Plots hat man in ihren Filmen lange nicht mehr gesehen. Zudem spielt die wunderbar ausgewählte Musik[2] wieder eine größere Rolle, als man auf den ersten Blick annehmen mag.

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Khitos: Kälte Reich

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7.0Sehenswert

[...] A Serious Man ist eine ruhig erzählte, von Zeit zu Zeit immer besser werdende, mit einem tollen Soundtrack bestückte Parabel auf das Leben und die Hiobsbotschaften, die es mit sich bringt. Es kann nicht immer gut, aber sehr wohl immer schlecht verlaufen. Und erblickt man die erste gute Nachricht seit gefühlten Jahren, so wird einem dieser Glücksmoment vom Leben genommen. Wer ist daran Schuld? Hat überhaupt jemand Schuld? Ist es Gott, der gerade dich ausgewählt hat, um zu leiden oder ist es purer Zufall der Natur, die aus unerklärlichen Faktoren alles gegen dich wenden lässt. Der Interpretationsspielraum ist groß und wird einem subjektiv schwer fallen. Gerade Larry Gopnik will alles durch die Mathematik erklären, es ist die Basis für den Großteil seines Lebens. Aber die (Er-)Lösung für sein Leben hat er noch nicht gefunden.

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Ulrich Behrens

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10.0Herausragend

Die Hiobsbotschaft – vielleicht ist das der Film selbst. Die Coens bugsieren uns in die Rolle des Interpreten, des Direktors, des Allmächtigen, der wir nun gerecht werden sollen. Oder wir lassen es einfach. "A Serious Man" glänzt vor trockenem Humor in einer Tragik, die meinem Gefühl nach wenig mit Tragischem zu tun hat, sondern mehr mit der Frage, wie wir unser Leben verstehen. Larry trifft der strafende Gott – aber nur über diese Geschichte und vor allem uns. Das kann am Schluss gut ausgehen oder auch nicht. Wie bei uns. Roger Deakins fasziniert mich mit den schönen, manchmal hübsch-hässlichen Bildern, ab und an in den Farben der 60er Jahre, und ergänzt damit die skurrilen Figuren der Coens in überzeugender Weise. Diese Skurrilität geht bis in die Dialoge, seien sie nun zu Ende geführt oder nicht, wie meistens in diesem Film.

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Evie: www.inderzange.de

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2.0Ärgerlich

“A Serious Man”, der neue Film der Coen Brothers, will uns in die Welt der 60er entführen und uns etwas über einen jüdischen Mann und seine Gemeinde erzählen. Nach dem für mich sehr enttäuschenden “Burn after Reading”, ahnte ich schon fast das dieser Film ähnlich schlecht ausfallen würde. Obwohl mir der Film als rabenschwarze groteske Komödie beschrieben wurde, mit einer Neuenddeckung in der Hauptrolle und wirklich schrägen Charakteren. Ich war zwar nicht gespannt, aber neugierig, besonders nach dem Trailer, der ja ganz gut war.

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StuckInside

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Du magst Recht haben.....mit Lebenerfahrung hat es wirklich nicht viel tuen, da ich den Film genial finde und selber erst 23 bin......aber mit Reife, (und wie weiter unten schon erwähnt) Intellekt und Intelligenz hat es enorm viel zu tuen....
Und ich kann dich bezüglich deiner gelesen Review beruhig, der Film ist eine groteske rabenschwarze Komödie mit skurrilen Charakteren, wie sie im Buche steht.
Allerdings wundert mich nach besuchens deiner URL wirklich garnichts mehr.
Wie kann man z.B. Ananas Express besser bewerten als Hangover, oder die 3te Dexter Staffel schlechter als die ersten beiden, oder Sunshine generell ziemlich schlecht, Cloverfield generell ziemlich gut...:D :D
Wenigsten bei Inglourious Basterds war der Seitenbetreiber sich mit 9/10 Punkten relativ sicher.....
Eine wirklich merkwürdige Seite mit absolut dummen Bewertungen.....ist echt einen Besuch wert.


moench_gmbh_co

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scheint so als sei der film mit zu viel denken verbunden, weswegen er dir nicht gefaellt. Es ist ja eindeutig das du in deine Punkte verteilung nur die feel-good points nach dem film einfliessen laesst(zumindest in diesem fall).
Und da ham wirs schon wieder mit scheiss Moviepilot. Jeder der will darf Kommentare als Kritiker abgeben und die seite ist mitlerweile scheisse verbuggt und ueberhaupt. (sry meinen frust auf die seite in des comment packen zu muessen)


Kaltduscher: MoviezKult.de

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7.5Sehenswert

[...]"A Serious Man" ist ein Kuriosum, ein Sammelsurium mysteriöser Ereignisse, eine wundervolle Parabel mit einer echten Neuentdeckung in der Hauptrolle.

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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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7.0Sehenswert

[...]Um es auf den Punkt zu bringen: Mit „A Serious Man“ machen die beiden Brüder wieder das richtig, was sie in ihrem letzten Film so schmerzlich vermissen ließen, der seinen Höhepunkt tragischerweise dann erreicht, wenn er in seinen letzten Zügen liegt – was natürlich viel zu spät ist. „A Serious Man“ hingegen bleibt, was den Wortwitz und die zahlreichen wohl platzierten Spitzen angeht, auf gleichbleibend hohem Niveau. Vielleicht hätte Larry Gopniks in seinem Leben einfach nicht so ernst sein sollen. Seine Schöpfer haben es ja durchaus versucht, aber noch nicht einmal mit seiner Mrs. Robinson die da nackt und mit Joint und Eistee bewaffnet im Garten liegt und die nur auf Larry zu warten scheint, kann der Kerl etwas anfangen. Apropos Schöpfer, da haben wir es doch: Es ist nicht Gott, der Larry prüft, sondern die Coens. Und die bleiben sich auch in „A Serious Man“ durchaus treu: Dumme Taten werden geradezu unerbittlich bestraft.

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C. Friedrich: aka Filmclub (a.D.)

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7.0Sehenswert

A Serious Man überrascht in vieler Hinsicht - er kommt ohne die üblichen Stars aus und die Menschen sterben nicht reihenweise durch gewaltsame Einwirkung hinweg (abgesehen vom konträren Prolog). Trotzdem wird die Handschrift der Coen Brüder in dieser bitterbösen Satire über das Leben in einer amerikanisch-jüdischen Gemeinde schnell ersichtlich, obgleich es sich um einen sehr persönlichen Film mit deutlich autobiografischen Einflüssen handelt.
Die Kinder der Familie Gopnik versuchen jeder auf seine Art gegen die jüdischen Werte zu rebellieren, Gopniks Frau fühlt sich einem Freund der Familie hingezogen und an der Uni gelten auch andere Gesetze als sich der Professor Gopnik vorstellt. Letztlich gerät Gopnik in seine eigene Hiobsgeschichte, in der Stück für Stück seine heile Welt wegbricht. Dabei handelt Gopnik strikt nach einem Spruch eines mittelalterlichen Rabbis, mit dem die Coens in den Film einsteigen: "Empfange mit Einfachheit das, was dir passiert." Das dies auch anders ginge, zeigt der ansonsten unabhängige Prolog des Films. Selbst die dreimalige Bitte um Hilfe verhallt angesichts verschiedenster arroganter Auftritte der befragten Rabbis.
A Serious Man ist ein sehr mutiger Film, an dem man sich auch insofern erfreuen kann, dass er überhaupt entstehen konnte, da er ganz klar keinem kommerziellen Hintergrund folgt.

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Enk: Mental Savage Enk: Mental Savage

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3.0Schwach

[...] In gewisser Weise machen die Coens nichts anderes als die diversen Rabbis im Film, die mit scheinbar vielsagenden Gleichnissen und Parabeln darüber hinwegtäuschen wollen, dass sie auch keine Antwort auf die großen Fragen und den Sinn des Ganzen haben, außer der Platitüde, dass die eigenen Handlungen Konsequenzen haben, die Wege des Herrn ansonsten aber unergründlich sind. [...]

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moench_gmbh_co

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du kannst doch nicht ernsthaft die coen brother blamen das sie darauf keine antwort haben?? und ueberhaupt ist es doch wunderbar wie der mann hilfe beim rabbi sucht und statt hilfe diese stories bekommt.. haha omg so ist das leben Alle labern aber keiner hat was zu sagen, selbst die es gut meinen :)


Kubrick_obscura: CinemaForever

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7.0Sehenswert

Wirklich ernst darf man den Film nicht nehmen, obwohl er so "serious" wie möglich rüberkommt. Vielleicht hatte der letzte Film der Coens "Burn after Reading" sogar höhere Ziele, aber ist daran ziemlich gescheitert. In "A Serious Man" fröhnen sie nun wieder ihrer nihilistischen Ader.
Keine meiner Handlungen muss Konsequenzen und keine Handlung muss eine Ursache haben. Danke für diese Weisheit, ihr Coens! Aber ist es nicht so, dass man Krebs bekommt oder vom Tornado gekillt wird, wenn man ein böser Mensch ist? Moralität ist nur was für kindische Melodramen aus Hollywood, nicht aber für solch ernste Männer wie Joel und Ethan.

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Sonse

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Den moralischen Zusammenhang siehst du, den muss es aber nicht geben. Wie du schon sagst, spielen sie damit. Wenn man Kausalität unterstellen will, kann man alternativ auch die Anfangssequenz heranziehen, oder nicht?


Kubrick_obscura

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Der moralische Zusammenhang ist die ganze Zeit vorhanden und Kausalität wird nur verwendet um sich über sie lustig zu machen. Nur weil ich böses tue, muss mir nicht gleichzeitig böses widerfahren. Genauso wenig geschieht mir immer nur gutes, wenn ich gutes tue. Das ist doch die ganze Hiob-Kiste. Unsere religiös-verwurzelte Moral lässt die meisten doch heute noch glauben, dass gutes Handeln belohnt wird. Erst wer selbstlos handelt, handelt moralisch richtig, die einzig ernsthafte Form von Moral. In diesem Bezug ist Larry wirklich kein "serious man".


Zoran Gojic : br-online Zoran Gojic : br-online

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7.0Sehenswert

"A Serious Man" ist ein virtuoser Balanceakt, eine komische Tragödie wenn man so will. Dass dies so mühelos gelingt liegt nicht zuletzt an der Besetzung, die ohne die üblichen Stars auskommt.

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Sm0K1ngGnu

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4.5Uninteressant

Der persönlichste Film der Coens? Nur, weil er in den 60ern spielt und klischeehafte Juden in der Hauptrolle hat? Ein bisschen aneinandergereihten Situationskomik und Dialogwitze und eine Geschichte, so sinnvoll wie die vom Goj mit Gravierungen in den Zähnen. Und dann ist der Film plötzlich zu Ende. Wer kein Coen-Fan ist, wird mit A Serious Man nicht viel anfangen können.

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D.Bickermann: Schnitt D.Bickermann: Schnitt

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9.0Herausragend

[Die Coens] sind wieder da, und A Serious Man stellt einen erneuten Höhepunkt ihrer künstlerischen Reife dar. Und wie früher gibt es bei Ihnen handwerkliche Brillanz zu erleben, von der beeindruckenden Theaterentdeckung Michael Stuhlbarg in der Hauptrolle über den immer verläßlichen Roger Deakins hinter der Kamera bis zu, vor allem, dem Klangkünstler Carter Burwell. Burwell, der einstmals ebenfalls eine Originalentdeckung der Coens war [...].

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Sascha Ormanns: Schnitt Sascha Ormanns: Schnitt

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9.5Herausragend

Stuhlbargs Figur rutscht immer tiefer in einen Sumpf von Grausamkeiten, die sie schlicht nicht verdient hat, ohne sich jedoch tatsächlich zu beschweren. Vielmehr sucht der Protagonist gutherzig, aber leider erfolglos nach einer Lösung. Es gibt sie schlichtweg nicht. Und genau darum gelingt den Coens mit A Serious Man zwar nicht ihr zugänglichster, gleichwohl aber ihr persönlichster – vielleicht sogar bester – Film, der trotz seiner perfiden Grausamkeit überaus unterhaltsam daherkommt. Und sehr realistisch die Einsamkeit des modernen Menschen offenbart.

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tristessedeluxe: Filmtagebuch tristessedeluxe: Filmtagebuch

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9.0Herausragend

Es ist ein ruhiger Coen-Film, nicht so mainstreamig, eine wenig aufgejazzte Tragikkomödie, die sich wieder stärker auf den feinsinnigen, jüdischen Humor der Coen-Brüder verlässt. Der Film ist explizit jüdisch, darin gut durchdacht, erzählt ein im Kern beliebtes Grundmotiv: Ein typischer Loser wird mit dem Zusammenbruch seiner kleinbürgerlichen Welt konfrontiert. Damit ist die Hauptfigur ein Klassiker des jüdischen Humors. Der akademische Familienvater Larry, der plötzlich vom Unglück verfolgt wird, ist der Schlemihl, der Pechvogel, auf dessen Nase alle in der jüdischen Gemeinde herumtanzen.

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José Garcia: Textezumfilm

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6.5Ganz gut

Nicht so sehr die ohnehin immer wieder durch skurrile Nebenstränge unterbrochene Erzählung steht hier im Mittelpunkt, sondern die Charakterzeichnung und die Milieubeschreibung. Schon immer besaßen Ethan und Joel Coen eine stilsichere Meisterschaft darin, die Sympathie des Zuschauers für Verlierer-Typen zu wecken. Ähnlich ihrem letzten, mit vier Oscars ausgezeichneten Film „No Country for Old Men“ (2007, siehe Filmarchiv), der sich durch eine desillusionierte, geradezu nihilistische Sichtweise auszeichnete, wirkt „A Serious Man“ freilich im Grundtenor zynisch: Larry sucht Antworten, die ihm niemand, am allerwenigsten die Vertreter seiner Religion, geben können. In „A Serious Man“ bricht sich immer wieder der Humor Bahn, aber das Lachen bleibt dem Zuschauer angesichts des höhnischen Existentialismus im Halse stecken.

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Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

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7.0Sehenswert

[...] Denn, hier dürfen die Coen-Brüder ganz die alten sein, spinnen sie Zusammenhänge nach der ihnen eigenen Logik: In freien Parallelmontagen erzeugen sie kuriose Spannungsverhältnisse, während sie die eigentliche Erzählung gern für ausschweifende Intermezzi verlassen. Das ergibt hier indes einen Gesamtsinn, denn man erfährt viel über die Figuren und die kleine seltsame Welt, in der dieser Film verortet ist. Das hat einen ganz eigenwilligen Charme und ist trotz seiner gelegentlichen Zähheit und Coen-typischen Humordialektik um einiges interessanter als die rein filmtechnischen Spielereien Marke "No Country for Old Men".

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Alle Kritiken (38)


Kommentare (149) — Film: A Serious Man


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Bob Loblaw

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Bewertung9.0Herausragend

Als ich damals, mit Anfang 20, Barton Fink gesehen habe, hat mich der Film tief beeindruckt und mit Sicherheit auch meinen Filmgeschmack bis heute enorm geprägt. Kein folgender Film der Coen Brüder hat das je wieder geschafft... Sie boten zwar immer perfekte Unterhaltung aber es gelang mir nicht mehr, einen "Mehrwert" darin zu finden. Eine Zeit lang (mindestens seit seit "Oh Brother") war ich sogar ein bisschen von ihnen genervt und habe sie dann aus den Augen verloren. Bis ich dann "Serious Man" 2009 im Kino gesehen habe. Der ganze Ärger war vergessen ich habe mich mit den beiden Brüdern quasi wieder versöhnt.

Zunächst einmal möchte ich bei dem Film das Szenario/Milieu hervorheben, mit drei Eckpfeilern, die ich immer wieder gerne sehe:
1. "wie ist es, amerikanisch zu sein ?", 2. "wie ist es, in den 60ern zu sein ?", und 3. "wie ist es, jüdisch zu sein ?"... Eines dieser Themen würde mir ja schon genügen, aber wenn ich einen Film bekomme mit einer "amerikanischen" "jüdischen" Familie "in den 60ern", dann ist die hohe Punktzahl quasi schon vorprogrammiert.
Und noch besser: Diese Themen bilden nicht nur den Rahmen des Filmes, sondern prägen diesen auch aktiv und nachhaltig (vor allem das "jüdische").
Mit Sicherheit werden echte amerikanische Juden in dem Film noch haufenweise witzige Seitenhiebe auf ihre Kultur sehen, welche "Nichtjuden" gar nicht verstehen können. Trotzdem machen die gewonnenen Eindrücke hier extrem viel Spass und regen an, sich ein bisschen mehr mit dem jüdischen Thema auseinanderzusetzen.

Zwei Kleinigkeiten noch... die Musik von Jefferson Airplane (die die Handlung nicht nur begleitet, sondern auch selbst zu einem Teil der Handlung wird) hat mich dermassen begeistert, dass ich mir nach dem Film einige Platten von Grace Slik + Co. gekauft habe und bis heute häufig höre.
Ausserdem wurde in dem Film häufig ein Staranwalt namens Meshbesher erwähnt... soo ein cooler Name... und das Büro gibt es wirklich... würde ich in Amerika leben, hätte ich wahrscheinlich mein Leben absichtlich auf die schiefe Bahn gelenkt, nur um mich mal von Meshbesher vertreten zu lassen. :D

Jetzt mal zur eigentlichen Handlung, bzw. was da für mich interessant ist (also meine Interpretation). Da kommen gleich natürlich jede Menge Spoiler und wer den Film noch nicht gesehen hat, sollte sich dessen bewusst sein. ( Ich würde mich übrigens bei Spoilern nie so anstellen... ich finde dass man einen Film sogar besser geniessen kann, wenn man die Handlung vorher schon kennt... man wird beim Film schauen quasi nicht mehr durch die Handlung abgelenkt und kann sich mehr auf die Essenz des Filmes konzentrieren... aber ich schweife ab :)

Also:

* * * S P O I L E R * * *

Das Grundthema von "Serious Man" ist für mich die alte Auseinandersetzung zwischen "Glauben" und "Wissen" und wie unsere Wahrnehmung und unser Handeln dadurch bestimmt wird.

Im Film gibt es einen kleine Vorgeschichte. Fazit dieser Geschichte ist entweder, dass das Ehepaar dort einen Menschen umgebracht hat oder es hat einen Dibbuk (so eine Art Untoter) vertrieben. Das hängt jetzt davon ab, ob man glaubt, dass der alte Mann ein Dibbuk war, oder eben nicht. Wissen tun das weder wir als Zuschauer, noch das Ehepaar im Film.

Larry Gopnik, der Protagonist des Filmes, ist Physiker an einer Universität. Er möchte Dinge viel lieber "wissen" als "glauben"... Seine ganzes, biederes Leben richtet sich danach aus. Passend dazu unterrichtet er auch so paradox erscheinenden physikalische Erlärungsmodelle, wie "Schrödingers Katze". Wir wissen nicht, ob die Katze in der Box tot oder lebendig ist... die Physiker sagen uns: "Die Katze ist beides gleichzeitig"... :)
Larry Gopnik ist ausserdem noch ein religöser Jude (wie es sich eben gehört) und seine Religion liefert ihm (wie die meisten Religionen) Verhaltensregeln, die auf Belohnungen aufbauen: "Wenn Du dich richtig verhältst, wird Gott dich belohnen, tust Du das falsche, wird er dich bestrafen"...
Gopniks Leben im Film verläuft nicht gerade rosig... Obwohl er tapfer und passiv die schlimmsten Erniedrigungen erduldet und auch den grössten Versuchungen widerstehen kann, wird alles einfach immer schlimmer. Da beginnt er am ganzen Konzept seiner Religion und seines Lebensmodelles zu zweifeln und sucht nach Erklärungen bei den Rabbis... möchte wissen, was er denn "falsch" macht... vermutlich erwartet er ähnliche Antworten wie "die Katze ist gleichzeitig tot und lebendig"... das können ihm die Rabbis natürlich nicht liefern, weil Religion eben nicht wissenschaftlich-rational ist.
Mit diesem Thema spielt der Film die ganze Zeit (und auf eine sehr geistreiche Art, wie ich finde). So lässt er auch den Zuschauer am "Nicht"-Glauben zweifeln indem er mehrmals eine wirkliche "Strafe Gottes" suggeriert, z.B. wenn der fiese Rivale einen Autounfall hat, oder der Tornado am Ende des Filmes, der die "Strafe" für die Annahme des Bestechungsgeldes sein könnte.
Ob das jetzt wirklich so ist, können nicht mit Bestimmtheit wissen, aber gerne glauben... wenn wir wollen ;)

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Matty

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Bewertung6.0Ganz gut

Die Darsteller sind alle Top. Der Film endet leider etwas zu plötzlich und hinterlässt mehr fragen als das er Antworten gibt. So sind sie eben, Filme der Coen Brüder. Dieser hier hat mich weniger angesprochen.

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Chris12zero

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Bewertung9.0Herausragend

Ich schrei es mal ganz frei und laut raus... JAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!!!!!

Endlich wieder mal einer von den Coen's, so wie ich sie mag und liebe: schrullig,
verworren, schräg, lakonisch, ironisch & tiefenschwarz!!
Michael Stuhlbarg ("Boardwalk Empire") spielt sich als jüdischer Mathe-Professor Larry Gopnik "seriös weltklasse" in die Lebenskrise!!
Was von Filmminute zu Filmminute für Gopnik katastrophaler wird, wurde für mich immer amüsanter & so was von unterhaltsam.
Dieser Coen entlockte mir in all seiner Genialität einen Schmunzler, gar Grunzler nach dem anderen, konnte viiieel mit seiner Tiefsinnigkeit punkten und brachte die gute alte Gehirn-Schmalz-Rattermaschine auf Hochtouren!! Toll, was will ich mehr??
Stuhlbarg ist einfach grandios als schrulliger Gopnik & ihm sei hiermit eine große Filmkarriere prophezeit. ;-)

Fazit: Komisch, seltsam... genial!! Ein Coen-Juwel, seriös grandios!! :-)

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brainchild

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Bewertung7.0Sehenswert

"Ich habe nichts getan!"

Dürfte man einem Coen-Film nur eine einzige Botschaft entnehmen, sie wäre: Das Universum hasst dich. Bestätigen kann dir das wahlweise ein Gott oder eine Naturwissenschaft deiner Wahl, in ihrer Willkür nehmen die sich nämlich nix. Das Leben entgleitet dir auf spektakuläre Weise, aber was bringt schon Kontrolle, wenn den Sinn sowieso niemand kennt (Schrödingers Katze vielleicht?). Sicher ist nur die Unsicherheit. Und eigentlich bist du ja auch irgendwie ganz alleine an allem schuld.

Leider kann sich mit solchen Erkenntnissen nicht jeder so gut arrangieren wie ein Jeffrey Lebowski, und so bemüht sich der hiesige Protagonist Larry Gopnik in beeindruckender Konsequenz, als einer der deprimiertesten sowie deprimierendsten Filmcharaktere ever im Gedächtnis zu bleiben. Der jüdische Physikprofessor muss sich unter anderem herumschlagen mit einer scheidungswilligen Ehefrau, die sich den Nachfolger schon längst ausgekuckt hat, einem schizophrenen Bruder als übersteigerter Form des eigenen Ichs, einem Student, der sich mit dem "F" in der Klausur nicht zufrieden geben will und einem Nachbarn, der so ziemlich das komplette Gegenteil an Männlichkeit verkörpert. Wobei die finanzielle Situation stets schwankend auf der Kippe steht. So mancher in dieser Position würde sein Heil im Glauben suchen, die verfügbaren Rabbis taugen allerdings nicht mal mehr zum Phrasendreschen.

Anfang und Ende von 'A Serious Man' sind allegorisch angelegt und schwer zu deuten. Aber auch so wird die nihilistische Weltanschauung der Coens hier noch deutlicher als in ihren anderen Werken. Wahrscheinlich, weil sie sich hier so exlizit wie noch nie auf ihre Religion beziehen. Eine Religion, die es nicht geschafft hat, ihre Daseinsberechtigung in einer modernen Gesellschaft zu behaupten, die in ihrer derzeitigen Form schlicht obsolet ist.

Das Coen-Barometer (Tragödie <--> Komödie) reißt dementsprechend vergleichsweise deutlich in Richtung Tragödie aus; schlimm nur, dass die Hybris sich so gar nicht zu erkennen geben will (Gopniks Passivität vielleicht?). Das macht die ganze Angelegenheit so deprimierend.

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justice

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Bewertung7.5Sehenswert

Die Willkür der Dinge, die im Leben geschehen und die Tatsache, dass das Leben nicht einem Drehbuch gleicht, das immer sinnhaltig ist, mal ganz unberücksichtigt, hat mir "A Serious Man" darüber hinaus nichts gebracht. Daher beschränkt sich "A Serious Man" auf nichts weiter als eine kleine Anekdote am Rande anderer Filmmeisterwerke, die dieses Thema viel wirkungsvoller darlegen, wobei man deren Gehalt an tatsächlicher Willkür dann wiederum auch anzweifeln dürfte, wenn alles einer nahezu perfekten Darstellung der Beliebigkeit heranwächst. Paradox so scheint es mir. Also lässt mich "A Serious Man" mit gemischten Gefühlen zurück, lauter Fragezeichen, die sich aber nicht lösen müssen. Ich weiß deswegen nicht genau einzuordnen, ob "A Serious Man" möglicherweise ein Film ist, der sich gerade dadurch auszeichnet, die Eigenmächtigkeit des Lebens auf humoristische Art darzulegen, indem es sich selbst in seinem Genre nicht allzu ernst nimmt, wobei das wiederum nur eine Annahme ist, da "A Serious Man", so wie eben das reale Leben auch, nicht immer und überall einer uns nachvollziehbaren Gesetzmäßigkeit unterliegt. Ich bin verblüfft. Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr teilt sich meine eigene Meinung in zwei verschiedene Richtungen...

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Filmfanatiker

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Bewertung4.0Uninteressant

Klar typische Coen-Geschichte mit Biss, schrulligen Persönlichkeiten und absurden Storys. Aber was bleibt? Der fade Beigeschmack der Belanglosigkeit. Was bei Burn After Reading funktionierte ist hier doch leider nur verschwendete Zeit.

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Kurono

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Vielleicht der beste Coens.

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Waran

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Bewertung4.5Uninteressant

Ich habe mir den Film zweimal angesehen, aber auch danach hat sich mir der tiefere Sinn nicht erschlossen. Für mich einer der Filme die man nicht unbedingt braucht oder gesehen haben muß. Auch wenns von den Coen Brüdern ist.

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8martin

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Bewertung6.0Ganz gut

Schon beim Titel nehmen sich die Coen-Brüder selber auf den Arm. Die zentrale Figur Larry (Michael Stuhlbarg) ist nicht unbedingt ein ernster Mann, sondern eine arme Sau. Bei der oft zitierten jüdischen Gemengelage, die mit vielen Fachausdrücken untermauert wird, erinnert Larrys Situation eher an das Buch Hiob. Für ihn kommt es knüppeldick: Frau, Kinder, Ehe, Job: alles läuft schief. Und das ist alles sehr kurzweilig. Es reicht nicht bis zur Schadendfreude – dafür ist Larry einfach ein zu lieber Kerl – doch Dialoge und Situationen schaffen eine groteske Atmo, die in Albträumen überdreht und keine Sinnfrage aufkommen lässt. Erklärung? Fehlanzeige! Es ist Unterhaltung pur. ‘Und wie spricht Gott zu uns? Er lässt Fragen entstehen, aber keine Antworten.‘ Es gibt keine Entwicklung, sondern es geht einfach immer nur weiter. Man gewöhnt sich an das Groteske. Die Figuren agieren marionettenhaft, ihre Aktivitäten verlaufen in schablonenhaften Bahnen. Auch das ist Komisch. Es entsteht eine emotionale Distanz zwischen Zuschauer und Darsteller. Da halten es die Coen–Brüder mit Shakespeare: ‘Wie es euch gefällt‘ oder ‘Was ihr wollt‘. Na ja!? Über das Niveau kann man streiten, ohne William mit diesem Vergleich zu nahe treten zu wollen.

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CousinFly

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Bewertung6.5Ganz gut

Ich hatte A Serious Man eigentlich erst eine 5 gegeben. Aber dann erschien mir das "Geht so" doch zu hart für diesen total genialen Start und ein noch viel genialeres Ende. Der Film hat zwischen Beginn und Ende sicher so seine Schwächen und Längen, aber irgendwie bleibt er einem doch im Kopf ...

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nilswachter

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Mitunter etwas zähe, aber höchst amüsante Tragikomödie, die von skurrilen Charakteren, absurden Szenarien lebt und die einen etwas ratlos zurücklässt. Genau dies ermöglicht jedoch die Identifikation mit der in jeglicher Hinsicht nicht gerade vom Glück gesegneten Hauptfigur und der Zuschauer hofft inständig, er möge wenigstens von den so weisen Rabbinern auch Antworten erhalten. Die muss aber erst mal einer verstehen...

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LeeHe

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Bewertung9.5Herausragend

Hmm, was soll ich dazu groß sagen? Vorerst einmal se angemerkt,dass "A Serious Man" ein Familienportrait oder vielleicht eine Biografie ist. Bei solchen Filmen kann man recht wenig bemängeln (oder soll ich etwa sagen er hätte dies und jenes in seinem Leben besser machen sollen) Das wichtigsten Kriterien die man hierbei beachten sollte sind der Realismus und ob die Biografie interessant oder skurril ist.
Und was soll man an den Coens schon groß bemängeln? Die Story ist wirklich irre aber
auch realistisch, die schauspielerische Leistung wie gewohnt gut und der Soundtrack ist eh saugeil.
Mein einziger Kritikpunkt wäre,dass der Humor hier ein bisschen zu kurz kommt.
Vielleicht ist er aber auch so schwarz,dass ich ihn gar nicht verstehe und die Gags nur so an mir vorbeiballern.Trotzdem gabs keinen Moment,wo ich mich wirklich weggepisst habe. Ab und zu ein kleiner Schmunzler - das war´s.

In Großen und Ganzen eine gute Biografie,die leider sehr unterschätzt wird,da sie im Schatten der anderen Coen Hammer steht. Reinschauen lohnt sich!

LeeHe

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karma-karman

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Ich fand den Film unglaublich langweilig. Mich hat die Geschichte zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise packen können, hab deswegen nach der Hälfte genervt abgeschaltet. Die Zeit war mir einfach zu schade... Hab den Film aber auch nicht gewertet, ist mir einfach nicht möglich, selbst wenn ich wollte.


Bastominator

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Die Szenen mit dem koreanischen Studenten habe ich zum Totlachen gefunden.


Freidenker

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein Film der mal wieder zeigt das die Coen-Brüder einfach unberechenbar sind.
Kurz nach "Burn After Reading",einen Film mit enormen Star-Ensemble,drehen die beiden mal eben eine kleine groteske Tragikkomödie mit absolut unbekannten,aber talentierten Darstellern

Im Mittelpunkt des Filmes steht Larry,ein verdammt armes Schwein.
Seine Frau will die Scheidung,er wird von Zuhause rausgeschmissen,sein Sohn nimmt Drogen,der Bruder hat mit dem Gesetz Schwierigkeiten und als der Neue seiner Frau stirbt,darf er schließlich sogar die Beerdigung zahlen wodurch er in große finanzielle gerät.
Das ganze ist mal wieder eine total typisch Coen'sche Mischung aus unheimlicher Tristesse,tieftrauriger Depression und sehr komischem,tiefschwarzen Humor.
Gleichzeit ist da ganze sehr leise,subtil und vielschichtig inszeniert.
Sicher ist "A Serious Man" nicht jedermanns Geschmack,alleine schon da er einiges offen lässt,doch mir hat dieser Coen-Film gut gefallen.

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Hundertmark

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

A serious man hat keine Komik wie Big Lebowski und auch keine Thrill-Momente wie No country for old men, aber er ist dennoch eine genauso treffsichere Abrechnung mit dem was wir vom Leben zu erwarten haben, wenn wir eigentlich nach Sicherheit und Beschaulichkeit streben. Die Katastrophen denen Gabnik begegnet sind haarsträubend aber nicht so überzeichnet, dass sie konstruiert wirken würde und am Ende bleibt nur die Gewissheit, dass weder das eine noch das andere wirklich wahr ist. Ein großes philosophisches Thema anschaulich in Szene gesetzt.

Noch ein Wort zu den Kritiken: Ich habe den Eindruck als würde heutzutage gerne erwartet, das das Werk von Künstlern gefälligst das Ewiggleiche aufgewärmt mit neuen Gags zu sein habe. In diesem Fall ist man wohl bei Hangover 1 und 2 und der Too Fast Too Furious-Reihe besser aufgehoben.

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sebastianxxx

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Bewertung2.0Ärgerlich

Der Film lief eben gerade auf ARD ich konnte höchstens die erste halbe - dreiviertel Stunde gucken dann habe ich es beim besten Willen nicht mehr ausgehalten - bis zum Ende hätte ich das unmöglich ertragen - es sei denn die Coen Brüder hätte dafür bezahlt dass man dieses "Werk" sich noch weiter reinzieht - künstlerisch ein Absolutes vom Nichts :-)

.... alles nur Pseudogetue - und erst das künstliche 60er Jahre Colorit - einfach grausam ...

das war mein erster Film der Coen-Brüder - ich kann nur hoffen die anderen sind besser :-)

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pischti

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Obwohl wir, was diesen Film angeht, komplett einer Meinung sind, kann ich Dir versprechen, dass es definitiv besser mit den Coen´s wird. "Millers Crossing" wäre z.B. empfehlenswert. ^^


eisn_

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Bewertung7.5Sehenswert

Scheint mir mir ein Film zu sein der eher dafür taugt, dass man sich danach 4 Stunden zusammensetzt und philosophische Grundsatzdiskussionen führt anstatt zu unterhalten.

Meiner Meinung nach der langweiligste Film der Coen Brüder...

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Lorion42

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Bewertung6.0Ganz gut

Ich und die Coens werden einfach keine Freunde mehr... und das obwohl ich ihre handwerkliche Perfektion bewundere. Ich hab sogar das Gefühl, dass jeder neue Film, den ich von ihnen sehe mir noch ein bisschen weniger gefällt.
"A serious man" war teilweise so banal, dass man sich dabei ertappt, wie man sich mehr für die Vögel auf der Fensterbank interessiert als für das Schicksal des Hauptdarstellers. Immer wieder blinkt das Weltbild der Regisseure durch, der mir einfach viel zu zynisch ist. Biutiful erzählt eine ähnliche Geschichte mit umgedrehten Vorzeichen und funktioniert sehr viel besser.
6 Punkte für die sehr vielversprechende Eingangsszene.

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craax

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Bewertung4.5Uninteressant

A Serious Man unmerklich von den Coens
Eine inhaltslose Geste. Sorry, nicht mein Ding. Pseudointelektuelles Getue. Demontiert. Wirr. Leer. Anspruchsvolles Nichts, anspruchsloses Etwas. So metaphernbeschwert, das es – plumps – beim ersten Auftritt sang- und klanglos unter der Oberfläche verschwindet und nie wieder gesehen ward. Das Übliche: viele Komplimente von den Internet-Meinungsabgaben, wobei mir keiner erklären konnte, was ich gesehen habe (ernsthaft, ich habe versucht über andere herauszuklügeln, was ich nicht in der Lage war zu entdecken),- und konnte nur finden, das alle sagten, dieser Film ließe, bei hohem Gefallen, jeden ratlos bei sich selbst zurück. Hm.
Ein paar Bröckchen eines Ansatzes von Gereimtheit, die über Plattitüde hinausgeht, flammt immer wieder einmal auf, wie der Versuch eines verlöschenden Feuers. Mir scheint, als Ulti-ma Ratio bleibt sehr anspruchsvoll (nicht von mir) ausgedrückt zurück: jeder Versuch, einen Sinn zu geben, scheitert an der Irrationalität einer Welt, die hier einem allgemeinen Mißver-ständnis folgend mit einem zeitüberlieferten Gott üblicherweise als Fehltritt benamst ist, post-hum. Wem das genügt? – immerhin kann man damit einige Rechnungen begleichen. Ist doch schon was.
Auf meine offenen Rechnungen reagiere ich anders. Die Coens können gute Filme machen. Hier sind sie wohl etwas zu tief in die Innerlichkeiten von Absichten hineingestiegen. Ein klarer Griff ins Klo. Witze, die erklärt werden müssen, sind keine. Philosophien oder meinet-wegen Mystiken, desgleichen, auch nicht. Denn, liebe Freunde, Die Wahrheit ist konkret. Wenn auch anspruchsvoll. Purer Anspruch genügt nicht. Hinter einer Haltung sollte auch ein Inhalt stehen. Entgegen einer weitverbreiteten Ansicht: Haltung allein genügt nicht. Sonst müßte man den Nazis einen glorios in Szene gesetzten Untergang zugestehen. Da kommt aber etwas zu kurz: denn das, wofür Sie Haltung annahmen und bewahrten, war kurz gesagt Schei-ße.
Dieses ? - : ist Zeuge eines dunklen Zeitalters, der Verwirrung. Diese Orientierungslosigkeit gilt möchtegern als Offenbarung. Wo andere Offenbarung auftritt, ist vielleicht ein Plus, deren mystagoges Gequatsche zu persiflieren, und als unverständliches Genuschel abzutun. Aber etwas allein seiner Scheinheiligkeit zu entkleiden, ist ein Armutszeugnis: seinerseits ein noch dürftigeres Vakuum hinterlassend als eine vehement wenigstens mit Haltung beglaubigte Lüge. Leere ist kein Argument. Die Enthaltung enthält keine Antwort. Es ist bloß ein nichtvorhandener Arsch in einer fehlenden Hose. Klar? Mit einem Wort: Nichts. Ich habe das Nichts angestarrt. Leider. Zwei Stunden lang. An der Kasse: das Geld können sie behalten. Aber die Zeit hätte ich gerne zurück. - Keine Reaktion. Nichts rührt sich. Alles löst sich auf – und verflüchtigt sich, was immer war. Wenn. Reicht’s?*

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sebastianxxx

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oh ich könnte es nicht besser formulieren - habe den Film eben auf ARD gesehen - einfach nur grausam und Langeweile pur


Uli Kunkel

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Die Coens und die Tragödie / Komödie des Menschseins.
Eine unendliche Geschichte.
Glücklicherweise.
Denn wer sonst brächte uns so unterhaltsam wie poetisch zum Schmunzeln über unser Hineingeworfensein in Begrenzung und Vereinzelung? Wer sonst könnte uns so warmherzig lächeln oder gar befreiend laut lachen lassen über die eskalierenden Widrigkeiten, denen wir uns schlimmstenfalls ausgesetzt sehen? Wer sonst könnte uns so skurril augenzwinkernd und zugleich versöhnlich hinter die des öfteren farcehafte Fassade unseres alltäglichen Daseins blicken lassen? Wer sonst wagte es, so präzise wie unaufgeregt beobachtend und schildernd, uns so voller Mitgefühl und leisem Humor innerhalb der Verwerfungen des Schicksals zu begegnen? Wer sonst macht mit uns ein oder zwei Schritte zurück und betrachtet aus kühler wertungsfreier Distanz unsere seelischen Abgründe und selbstsüchtigen Spiele? Wer sonst läßt die großen Zwänge und kleinen Notwendigkeiten unserer Existenz so nonchalant entschärfend ins Abseits der Absurdität laufen? Wer sonst hebt vor unseren Augen Banalität und Überhöhung in Authentizität auf? Wer sonst vermöchte uns in solch herrlicher Beiläufigkeit 1000 prosaische und intime Details über Individuum und Gesellschaft offenbaren? Wer sonst nimmt uns an die Hand und sagt uns ehrlich, daß am Ende sich nicht alles in Wohlgefallen auflöst, einem jedoch immer die Wahl zwischen Verzweiflung und Akzeptanz bleibt? Wer sonst schafft es, den Menschen so liebevoll zu porträtieren, in all seiner Widersprüchlichkeit und Vielschichtigkeit, in all seiner vorgetäuschten Wichtigkeit und inhärenten Würde?

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Shritz

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Wow, sehr schön geschrieben. Finde A serious man wird leider oft unterschätzt, wenn es um die besten Filme der Coens geht


Uli Kunkel

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@Shritz: ❤
Gerade "The Man Who Wasn't There" und "A Serious Man" werden wohl wirklich gerne übersehen, da sie zurückgenommener sind und unspektakulärer wirken. Schade. Beides menschlich tiefgründige, vielschichtige Dramen. Die Coens in Reinform.


gruener-fuchs

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Bewertung6.0Ganz gut

Puh... kann nicht so viel mit dem Film anfangen... um was geht es eigentlich? Um sein Leid mit dem er allein gelassen wird?
Zu wenig Humor über den man lachen kann, zu viel Humor um den Film ernst zu nehmen...

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