A Serious Man
edit edit group membershipsUS 2009
Kinostart: 21.01.2010, Laufzeit 106 Minuten.
Eigentlich lebt Larry Gropnik ein beschauliches Leben in einer kleinen jüdischen Gemeinde im Mittleren Westen der USA. Er ist ein liebender Ehemann, fürsorglicher Vater und erfolgreicher Professor. Aber irgendwie läuft plötzlich nichts mehr so wie gewohnt. Larrys Gattin verlangt plötzlich die Scheidung, um mit ihrem selbstgefälligen neuen Liebhaber zusammenleben zu können. Sein Soh… — Mehr
Eigentlich lebt Larry Gropnik ein beschauliches Leben in einer kleinen jüdischen Gemeinde im Mittleren Westen der USA. Er ist ein liebender Ehemann, fürsorglicher Vater und erfolgreicher Professor. Aber irgendwie läuft plötzlich nichts mehr so wie gewohnt. Larrys Gattin verlangt plötzlich die Scheidung, um mit ihrem selbstgefälligen neuen Liebhaber zusammenleben zu können. Sein Sohn schwänzt die Schule, die Tochter bestiehlt ihn, um sich eine Nasekorrektur finanzieren zu können. Sein psychisch labiler Bruder hockt nur noch auf der Couch rum. Und als ob die Familie nicht schon genügend Probleme bereiten würde, gerät auch noch Larrys Karriere ins Trudeln: Anonyme Briefschreiber verbreiten falsche Anschuldigungen über ihn, und außerdem versucht ein Student, ihn zu bestechen. Larry sucht Hilfe, und hofft diese bei einem Rabbi zu finden. Doch auch das ist leichter gesagt, als bekommen…
Handlung
Man schreibt das Jahr 1967 und Larry Gopnik (Michael Stuhlbarg), ein Physikprofessor an einer kleinen Universität im mittleren Westen der USA, wurde gerade von seiner Frau davon in Kenntnis gesetzt dass sie ihn verläßt. Sie hat sich in einen seiner großspurigen Kollegen, Sy Ableman (Fred Melamed), verliebt und dieser scheint ihr eine ernsthaftere Person zu sein als der hilflose Larry. Darüber hinaus hat Larry auch noch andere Probleme: sein arbeitsloser Bruder Arthur lebt in seinem Haus auf der Couch und sein Sohn Danny hat Probleme mit Disziplin und schwänzt die hebräische Schule. Larrys Tochter Sarah (Jessica McManus) hingegen klaut ihm immer wieder Geld aus der Tasche, um für eine Nasen-Operation zu sparen.
Larry versucht im Gleichgewicht zu bleiben, obwohl sich die schlechten Nachrichten häufen. Seine Frau und ihr neuer Partner richten sich häuslich ein in ihrem neuen Zuhause. Arthur wird zunehmend eine Last, und ein anonymer Briefeschreiber droht, Larrys Chancen auf eine Festanstellung an der Uni zu sabotieren. Ein Student versucht derweil, Larry zu bestechen damit dieser ihn die Prüfungen bestehen lässt, und droht gleichzeitig, ihn im Fall des Mißerfolgs zu verklagen. Zu allem Überfluß quält die neue Nachbarin den rechtschaffenen Larry, denn sie besteht auf nacktem Sonnenbaden in ihren Garten.
Um sich in diesem Chaos zurechtzufinden, sucht Larry drei Rabbis auf. Er hofft, dass ihre Hinweise ihm bei seinen Problemen helfen werden und ihm aufzueigen, wie er eine rechtschaffene Person, und ein gefühlvoller und ernsthafter Mensch bleiben kann.
Weiterführende Links
A Serious Man – Filmkritik auf KultHit.de
A Serious Man auf moviepilot.de
A Serious Man – Pressespiegel auf film-zeit.de
A Serious Man – Trailer auf KultHit.de
Trailer zu A Serious Man auf moviepilot.de
A Serious Man – Trailer auf film-zeit.de
- Cast
- Michael Stuhlbarg, Richard Kind, Fred Melamed, Sari Lennick, Aaron Wolff, Jessica McManus — Mehr
- Regisseur
- Ethan Coen, Joel Coen
- Autoren
- Ethan Coen, Joel Coen
- Genre
- Tragikomödie, Psychodrama, Ehedrama
- Ort
- Kleinstadt
- Handlung
- Affäre, Autounfall, Bar Mitzwa, Bruder-Bruder-Beziehung, Bruder-Schwester Beziehung, Ehefrau-Ehemann-Beziehung, Ehepaar, Ehepaar, Erpressung, Geschwister, Glücksspiel, Judentum, Mathematik, Mathematiker, Mathematikprofessor, Midlife Crisis, Misserfolg, Nachbar, Professor, Rabbi, Radiogerät, Scheidung, Schutzgeld, Sinn des Lebens, Synagoge, Tornado, Tornado, Vater-Sohn-Beziehung, Verlust der Ehefrau
- Stimmung
- Eigenwillig, Ernst, Hart, Witzig
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Kritiker — Film: A Serious Man
Larry will nur tun, was richtig ist. Aber Larry ist ein ein überrumpelter Mann, sein Leben entgleitet ihm an verschiedenen Fronten, seine Frau will ihn verlassen, seine Kinder sind mit Drogen oder Haarewaschen beschäftigt, seine Verwandtschaft lässt sich auf Glücksspiele mit der Mafia ein, anonym wird er auf der Universität angeschwärzt. Und das sind alles nur Vorgeplänkel. Den Coens gelingt mit diesem period picture der 60er wieder ein wunderbarer Film, eine handwerklich hochklassige Gratwanderung mit perfektem Spannungsbogen, die zeigt, dass auch in einer jüdischen Gemeinde die Menschliche Komödie am besten mit schwarzem Humor erzählt wird. Allein die Anekdote im Prolog ist schon die Eintrittskarte wert. (Mehr im Podcast)
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A.Stäheli: Neue Zürcher Zeitung A.Stäheli: Neue Zürcher Zeitung
Dass die Zeichnung der Charaktere in diesem Film wieder einmal speziell prägnant ausgefallen ist, liegt nicht nur an dem hervorragenden Ensemble, das die Coens vor der Kamera zusammengebracht haben, sondern auch an der Tatsache, dass sie nach all den Rollen für George Clooney auf die Magie der Stars verzichtet haben. In den leicht hyperrealen Bildern von Kameramann Roger Deakins, die den leisen Wahn gutbürgerlichen Mittelmasses und den sanften Grusel der sechziger Jahre in hellen Blau-Olive-Tönen einfangen, finden sich die Figuren dieses Kosmos in einer lichten, gläsernen und modern-kantigen Welt gefangen, durch die sie ziellos treiben wie Fische durch ein Aquarium.
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Kommentare — Ganz gut 6.9
damneDarling 2010/07/29 22:15:53
Kommentar löschenmal ehrlich, hat einer verstanden um was es wirklich geht? bin irgendwie ratlos... bin eigentlich auch mit wenig zufrieden, kann mir fehlende szenen zusammen reimen, aber irgendwie...keine ahnung, das mit den zähnen war gruselig irgendwie, ich mags gruselig (irgendwie^^) daher 5 punkte.
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Prof.Hirnriss 2010/07/25 04:51:25
Kommentar löschenEs gibt ja keine schlechten Coen-Filme (auch wenn mich Ladykillers und Ein unmöglicher Härtefall nicht wirklich begeistert haben) und darum ist auch A Serious Man wieder ein herrlich schräger, aber eben auch poetischer und faszinierender Film geworden. Dabei ist die eigentliche Geschichte um einen Mann, dessen Welt zu bröckeln beginnt eher alltäglich, doch aus eben dieser (scheinbaren) Banalität, die sich oft mystisch verklärt oder zu einer Offenbarung stilisiert präsentiert bezieht der Film seinen Reiz. Besonders das Ende des Filmes besticht durch eine Konsequenz vor der man auf die Knie fallen möchte. Aber auch das überrascht ja bei den Coens niemanden mehr.
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Moe Szyslak 2010/07/25 00:24:55
Kommentar löschenWTF?! Also das ist mal wieder so ein typischer Coen...
Mich wundert ehrlich gesagt, dass die beiden so erfolgreich und angesehen sind, denn der Film ist wieder so unendlich schräg, dass das der Normal-Kinogänger eigentlich gar nicht schauen wird bzw wenn er es schaut den Eintritt bestimmt bereuen wird..... soll heißen, der Film ist mal wieder typisch Coen und jenseits von allem, was Hollywood ist....
..... ich fand ihn genial!
Der Film schlägt genau in die selbe Kerbe wie "Fargo", "The Man Who Wasn't There" oder "Barton Fink" und schlägt den selben skurrilen, schrägen, tristen und pessimistischen Ton an, so dass man während des Schauens verwirrt, verstört, amüsiert und fasziniert zugleich ist. Also das ist ein ganz merkwürdiges Sehvergnügen, schwer zu beschreiben....
Schräge Figuren, schräge Geschichte, schräge Dialoge, schräge Szenen, alles am Rande des Bizarren und immer extrem skurril. "Groteske" triffts bei den Coens immer noch am Besten, diesmal gänzlich ohne Mord und Totschlag, aber nicht minder makaber und schwarzhumorig. Zudem kommt wieder diese typische gewollte Langatmigkeit mit Szenen, denen man am liebsten in den Allerwertesten treten möchte, damit es ENDLICH mal weiter geht, weil sie so ewig dauern, aber gerade deswegen so herrlich schräg sind.
Hinzu kommen diese ganzen Wiederholungen, die nur am Rande erscheinen, aber die jedesmal dieses bizarre Aha-Erlebnis bewirken: Der Sohn wird von dem Schläger verfolgt und entkommt ihm immer. Der Sohn meckert rum, weil das TV-Programm nicht funktioniert. Die Tochter kommt nicht ins Bad und kann sich daheim nie die Haare waschen. Der Bruder weint. Das alles kommt gefühlte tausend mal vor, und immer im Vorbeigehen, und es ist merkwürdigerweise immer lustig, weil es so bizarr ist.
Also das ganze Erlebnis ist unheimlich schwer zu beschreiben, ich denke aber, dass man ein Coen-Fan sein muss, um das so richtig gut zu finden, das ist Humor jenseits von Humor, und wenn ein Rabbi über einen Parkplatz sinniert und ein anderer eine pointenlose Geschichte über Gravuren in den Zähnen erzählt, dann ist das Humor, der einen nicht wirklich in den Kopf will, aber doch reingeht, weil die ganze Atmosphäre und und die Szene um die Szene herum das Ganze erst so witzig machen.
Es geht um einen Loser, wie immer.
Der erleidet viele Schicksalsschläge, aber alle nicht weltbewegend, wie immer.
Aber sein Leben und sein Mikrokosmos gerät vollends aus den Fugen, es kommt einer Apokalypse gleich, wie immer.
Und letztendlich ist das Ganze belanglos, wie immer.
Ein typischer Coen also.
Perfekt, krank, man weiß nicht wirklich, was man gesehen hat bzw wie man das, was man gerade gesehen hat, einordnen soll, wie immer.
Und dann endet das Ganze auch noch total krank, total offen und total bedrohlich, total pessimistisch, wie immer.
Es gibt eigentlich kein Ende, aber man kann das Ende dann doch weiterspinnt, und das was man sich da ausmalt, ist nicht erfreulich, wie immer.
Mit der Hauptfigur konnte man einfach nur Mitleid haben, der erhält einen Schlag nach dem anderen mitten ins Gesicht und als er sich an die wendet, die eigentlich Antworten auf alles haben, erhält er nichts als kryptische Antworten (wenn er überhaupt welche erhält). Letztendlich gibt es gar keine Antworten und vielleicht ist die Geschichte mit dem Zähnen ebenso sinnlos wie richtig.... so scheint es zumindest....
Rein optisch gesehen passt natürlich der grelle 60er-Jahre-Look so gar nicht perfekt mit der tristen Atmosphäre und Szenen zusammen. Aber es passt ein bizarre Art und Weise perfekt in diesen Film.
Kurzum: Ein weiterer (diesmal kleiner) Geniestreich der Coens, der einen mal wieder ratlos über das soeben Gesehene zurücklässt
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A Serious Man wird von der moviepilot community mit 7 von 10 Punkten auf Grundlage von 1152 Bewertungen und 114 Nutzerkritiken bewertet.

The Man Who Wasn't There
Barton Fink
A Single Man
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Was macht ein Mensch, wenn ihm die Scheiße bis zum Hals und darüber steht? Im Falle von Larry Gopnik: Irgendwie weiter den Kopf oben halten; ganz egal wie. Selbst wenn die Scheiße dadurch symbolisiert wird, dass sich seine Frau von ihm trennt, seine Tochter ihm Geld für eine Nasenoperation klaut, sein Sohn Rockmusik hört und kifft, sein mathematisch-hochbegabter Bruder vom FBI verfolgt wird, sein Posten als Professor am seinden Faden hängt, er von einem südkoreanischen Schüler erpresst wird und wahrscheinlich ein negativer ärztlicher Befund auf ihn lauert. Larry Gopnik versucht weiter positiv zu denken. Armer Hiob... [...]
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