A Serious Man

A Serious Man (2009), US/FR/GB
Laufzeit 106 Minuten, FSK 12, Komödie, Drama, Kinostart 21.01.2010

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7.2 Kritiker
60 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.9 Community
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von Joel Coen und Ethan Coen, mit Michael Stuhlbarg und Richard Kind

A Serious Man handelt von dem Mathematik- und Physikprofessor Larry Gopnik (Michael Stuhlbarg), dessen Leben über Nacht aus den Fugen gerät: Seine Frau konfrontiert ihn mit der überraschenden Nachricht, dass sie die Scheidung von ihm will. Von dan an geht es abwärts mit Larry Gopnik. Sein Sohn kifft, die Tochter bestiehlt ihn und sein psychisch labiler Bruder hockt nur noch auf der Couch rum. Und dann droht auch die erhoffte Beförderung ins Stocken zu geraten, da Larry von einem anonymen Briefeschreiber verleumdet wird und ein koreanischer Student, den er hat durchfallen lassen, ihn zu bestechen versucht. Larry beschließt drei Rabbies zu konsultieren, die ihm in seiner Lebenskrise mit ihrem Rat helfen sollen. Nach dem düsteren No Country for Old Men und der leicht gehaltenen Komödie Burn After Reading – Wer verbrennt sich hier die Finger? siedelte das regieführende Bruderpaar Ethan Coen und Joel Coen ihren Film A Serious Man in der Mitte zwischen Schwarzer Komödie und ernstem Drama an.

Handlung

Man schreibt das Jahr 1967 und Larry Gopnik, ein Physikprofessor an einer kleinen Universität im mittleren Westen der USA, wurde gerade von seiner Frau davon in Kenntnis gesetzt dass sie ihn verläßt. Sie hat sich in einen seiner großspurigen Kollegen, Sy Ableman (Fred Melamed), verliebt und dieser scheint ihr eine ernsthaftere Person zu sein als der hilflose Larry. Darüber hinaus hat Larry auch noch andere Probleme: sein arbeitsloser Bruder Arthur lebt in seinem Haus auf der Couch und sein Sohn Danny hat Probleme mit Disziplin und schwänzt die hebräische Schule. Larrys Tochter Sarah (Jessica McManus) hingegen klaut ihm immer wieder Geld aus der Tasche, um für eine Nasen-Operation zu sparen.

Larry versucht im Gleichgewicht zu bleiben, obwohl sich die schlechten Nachrichten häufen. Seine Frau und ihr neuer Partner richten sich häuslich ein in ihrem neuen Zuhause. Arthur wird zunehmend eine Last, und ein anonymer Briefeschreiber droht, Larrys Chancen auf eine Festanstellung an der Uni zu sabotieren. Ein Student versucht derweil, Larry zu bestechen damit dieser ihn die Prüfungen bestehen lässt, und droht gleichzeitig, ihn im Fall des Mißerfolgs zu verklagen. Zu allem Überfluß quält die neue Nachbarin den rechtschaffenen Larry, denn sie besteht auf nacktem Sonnenbaden in ihren Garten.

Um sich in diesem Chaos zurechtzufinden, sucht Larry drei Rabbis auf. Er hofft, dass ihre Hinweise ihm bei seinen Problemen helfen werden und ihm aufzueigen, wie er eine rechtschaffene Person, und ein gefühlvoller und ernsthafter Mensch bleiben kann.

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Cast & Crew


Kritiken (37) — Film: A Serious Man

Fricki76: Asianfilmweb.de

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7.0Sehenswert

Ich liebe die Coens und mehrere ihrer Werke zählen zu meinen absoluten Lieblingsfilmen. Aber es fällt mir schwer diesen Film zu lieben. Er ist nicht schlecht und hat viele Parallelen zu anderen Coen Filmen. Dennoch: Der durchaus vorhandene skurrile Humor und Charaktere haben nicht die Brillanz anderer Meisterwerke, die die Coens geschaffen haben. Vielleicht ist mir die Aussage des Films ja zu still, zu wenig pointiert und überlässt mir zu viel Interpretation. Vielleicht passiert einfach zu wenig aufregendes, ich weiss es nicht so richtig... Ich hoffe aber, dass die Coens für mich nicht einen Trend Richtung unten bekommen. Noch solide Filme, aber nicht mehr das Niveau von früheren Werken. Das fände ich sehr schade. Aber für das nächste anstehende Projekt "True Grit" mit dem grandiosen Jeff Bridges bin ich zuversichtlich....

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the gaffer: the-gaffer.de

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7.0Sehenswert

Der Nachfolger von “Burn After Reading” hat zweifellos mehr food for thought, weniger Groteskerie für die Lachmuskeln zu bieten. Dafür ist “A Serious Man” ein auf der Handlungsebene weniger in sich abgeschlossenes Werk, das mehr noch als die letzten Filme der Brüder nach Interpretation und damit dem Wohlwollen der Zuschauer/Fans ruft.

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Corsovilla: SchönerDenken

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8.5Ausgezeichnet

Larry will nur tun, was richtig ist. Aber Larry ist ein ein überrumpelter Mann, sein Leben entgleitet ihm an verschiedenen Fronten, seine Frau will ihn verlassen, seine Kinder sind mit Drogen oder Haarewaschen beschäftigt, seine Verwandtschaft lässt sich auf Glücksspiele mit der Mafia ein, anonym wird er auf der Universität angeschwärzt. Und das sind alles nur Vorgeplänkel. Den Coens gelingt mit diesem period picture der 60er wieder ein wunderbarer Film, eine handwerklich hochklassige Gratwanderung mit perfektem Spannungsbogen, die zeigt, dass auch in einer jüdischen Gemeinde die Menschliche Komödie am besten mit schwarzem Humor erzählt wird. Allein die Anekdote im Prolog ist schon die Eintrittskarte wert. (Mehr im Podcast)

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A.Stäheli: Neue Zürcher Zeitung A.Stäheli: Neue Zürcher Zeitung

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8.5Ausgezeichnet

Dass die Zeichnung der Charaktere in diesem Film wieder einmal speziell prägnant ausgefallen ist, liegt nicht nur an dem hervorragenden Ensemble, das die Coens vor der Kamera zusammengebracht haben, sondern auch an der Tatsache, dass sie nach all den Rollen für George Clooney auf die Magie der Stars verzichtet haben. In den leicht hyperrealen Bildern von Kameramann Roger Deakins, die den leisen Wahn gutbürgerlichen Mittelmasses und den sanften Grusel der sechziger Jahre in hellen Blau-Olive-Tönen einfangen, finden sich die Figuren dieses Kosmos in einer lichten, gläsernen und modern-kantigen Welt gefangen, durch die sie ziellos treiben wie Fische durch ein Aquarium.

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beetFreeQ: http://blog.freeqnet.de/

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9.0Herausragend

“A Serious Man” ist keine Komödie, in der an jeder Ecke ein riesiger Lacher lauert. Der Humor ist wie auch die sich gemächlich entwickelnde Story generell verhalten und hintergründig. Die Coens machten in gewisser Weise hiermit auch einen Schritt zurück zu ihren filmischen Wurzeln, denn solch kreative Ideen, verschrobene Szenarien und skurrile Sub-Plots hat man in ihren Filmen lange nicht mehr gesehen. Zudem spielt die wunderbar ausgewählte Musik[2] wieder eine größere Rolle, als man auf den ersten Blick annehmen mag.

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Khitos: Kälte Reich

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7.0Sehenswert

[...] A Serious Man ist eine ruhig erzählte, von Zeit zu Zeit immer besser werdende, mit einem tollen Soundtrack bestückte Parabel auf das Leben und die Hiobsbotschaften, die es mit sich bringt. Es kann nicht immer gut, aber sehr wohl immer schlecht verlaufen. Und erblickt man die erste gute Nachricht seit gefühlten Jahren, so wird einem dieser Glücksmoment vom Leben genommen. Wer ist daran Schuld? Hat überhaupt jemand Schuld? Ist es Gott, der gerade dich ausgewählt hat, um zu leiden oder ist es purer Zufall der Natur, die aus unerklärlichen Faktoren alles gegen dich wenden lässt. Der Interpretationsspielraum ist groß und wird einem subjektiv schwer fallen. Gerade Larry Gopnik will alles durch die Mathematik erklären, es ist die Basis für den Großteil seines Lebens. Aber die (Er-)Lösung für sein Leben hat er noch nicht gefunden.

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Ulrich Behrens

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10.0Herausragend

Die Hiobsbotschaft – vielleicht ist das der Film selbst. Die Coens bugsieren uns in die Rolle des Interpreten, des Direktors, des Allmächtigen, der wir nun gerecht werden sollen. Oder wir lassen es einfach. "A Serious Man" glänzt vor trockenem Humor in einer Tragik, die meinem Gefühl nach wenig mit Tragischem zu tun hat, sondern mehr mit der Frage, wie wir unser Leben verstehen. Larry trifft der strafende Gott – aber nur über diese Geschichte und vor allem uns. Das kann am Schluss gut ausgehen oder auch nicht. Wie bei uns. Roger Deakins fasziniert mich mit den schönen, manchmal hübsch-hässlichen Bildern, ab und an in den Farben der 60er Jahre, und ergänzt damit die skurrilen Figuren der Coens in überzeugender Weise. Diese Skurrilität geht bis in die Dialoge, seien sie nun zu Ende geführt oder nicht, wie meistens in diesem Film.

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Evie: www.inderzange.de

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2.0Ärgerlich

“A Serious Man”, der neue Film der Coen Brothers, will uns in die Welt der 60er entführen und uns etwas über einen jüdischen Mann und seine Gemeinde erzählen. Nach dem für mich sehr enttäuschenden “Burn after Reading”, ahnte ich schon fast das dieser Film ähnlich schlecht ausfallen würde. Obwohl mir der Film als rabenschwarze groteske Komödie beschrieben wurde, mit einer Neuenddeckung in der Hauptrolle und wirklich schrägen Charakteren. Ich war zwar nicht gespannt, aber neugierig, besonders nach dem Trailer, der ja ganz gut war.

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StuckInside

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Du magst Recht haben.....mit Lebenerfahrung hat es wirklich nicht viel tuen, da ich den Film genial finde und selber erst 23 bin......aber mit Reife, (und wie weiter unten schon erwähnt) Intellekt und Intelligenz hat es enorm viel zu tuen....
Und ich kann dich bezüglich deiner gelesen Review beruhig, der Film ist eine groteske rabenschwarze Komödie mit skurrilen Charakteren, wie sie im Buche steht.
Allerdings wundert mich nach besuchens deiner URL wirklich garnichts mehr.
Wie kann man z.B. Ananas Express besser bewerten als Hangover, oder die 3te Dexter Staffel schlechter als die ersten beiden, oder Sunshine generell ziemlich schlecht, Cloverfield generell ziemlich gut...:D :D
Wenigsten bei Inglourious Basterds war der Seitenbetreiber sich mit 9/10 Punkten relativ sicher.....
Eine wirklich merkwürdige Seite mit absolut dummen Bewertungen.....ist echt einen Besuch wert.


moench_gmbh_co

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scheint so als sei der film mit zu viel denken verbunden, weswegen er dir nicht gefaellt. Es ist ja eindeutig das du in deine Punkte verteilung nur die feel-good points nach dem film einfliessen laesst(zumindest in diesem fall).
Und da ham wirs schon wieder mit scheiss Moviepilot. Jeder der will darf Kommentare als Kritiker abgeben und die seite ist mitlerweile scheisse verbuggt und ueberhaupt. (sry meinen frust auf die seite in des comment packen zu muessen)


Kaltduscher: MoviezKult.de

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7.5Sehenswert

[...]"A Serious Man" ist ein Kuriosum, ein Sammelsurium mysteriöser Ereignisse, eine wundervolle Parabel mit einer echten Neuentdeckung in der Hauptrolle.

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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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7.0Sehenswert

[...]Um es auf den Punkt zu bringen: Mit „A Serious Man“ machen die beiden Brüder wieder das richtig, was sie in ihrem letzten Film so schmerzlich vermissen ließen, der seinen Höhepunkt tragischerweise dann erreicht, wenn er in seinen letzten Zügen liegt – was natürlich viel zu spät ist. „A Serious Man“ hingegen bleibt, was den Wortwitz und die zahlreichen wohl platzierten Spitzen angeht, auf gleichbleibend hohem Niveau. Vielleicht hätte Larry Gopniks in seinem Leben einfach nicht so ernst sein sollen. Seine Schöpfer haben es ja durchaus versucht, aber noch nicht einmal mit seiner Mrs. Robinson die da nackt und mit Joint und Eistee bewaffnet im Garten liegt und die nur auf Larry zu warten scheint, kann der Kerl etwas anfangen. Apropos Schöpfer, da haben wir es doch: Es ist nicht Gott, der Larry prüft, sondern die Coens. Und die bleiben sich auch in „A Serious Man“ durchaus treu: Dumme Taten werden geradezu unerbittlich bestraft.

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C. Friedrich: aka Filmclub (a.D.)

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7.0Sehenswert

A Serious Man überrascht in vieler Hinsicht - er kommt ohne die üblichen Stars aus und die Menschen sterben nicht reihenweise durch gewaltsame Einwirkung hinweg (abgesehen vom konträren Prolog). Trotzdem wird die Handschrift der Coen Brüder in dieser bitterbösen Satire über das Leben in einer amerikanisch-jüdischen Gemeinde schnell ersichtlich, obgleich es sich um einen sehr persönlichen Film mit deutlich autobiografischen Einflüssen handelt.
Die Kinder der Familie Gopnik versuchen jeder auf seine Art gegen die jüdischen Werte zu rebellieren, Gopniks Frau fühlt sich einem Freund der Familie hingezogen und an der Uni gelten auch andere Gesetze als sich der Professor Gopnik vorstellt. Letztlich gerät Gopnik in seine eigene Hiobsgeschichte, in der Stück für Stück seine heile Welt wegbricht. Dabei handelt Gopnik strikt nach einem Spruch eines mittelalterlichen Rabbis, mit dem die Coens in den Film einsteigen: "Empfange mit Einfachheit das, was dir passiert." Das dies auch anders ginge, zeigt der ansonsten unabhängige Prolog des Films. Selbst die dreimalige Bitte um Hilfe verhallt angesichts verschiedenster arroganter Auftritte der befragten Rabbis.
A Serious Man ist ein sehr mutiger Film, an dem man sich auch insofern erfreuen kann, dass er überhaupt entstehen konnte, da er ganz klar keinem kommerziellen Hintergrund folgt.

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Enk: Mental Savage Enk: Mental Savage

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3.0Schwach

[...] In gewisser Weise machen die Coens nichts anderes als die diversen Rabbis im Film, die mit scheinbar vielsagenden Gleichnissen und Parabeln darüber hinwegtäuschen wollen, dass sie auch keine Antwort auf die großen Fragen und den Sinn des Ganzen haben, außer der Platitüde, dass die eigenen Handlungen Konsequenzen haben, die Wege des Herrn ansonsten aber unergründlich sind. [...]

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moench_gmbh_co

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du kannst doch nicht ernsthaft die coen brother blamen das sie darauf keine antwort haben?? und ueberhaupt ist es doch wunderbar wie der mann hilfe beim rabbi sucht und statt hilfe diese stories bekommt.. haha omg so ist das leben Alle labern aber keiner hat was zu sagen, selbst die es gut meinen :)


Zoran Gojic : br-online Zoran Gojic : br-online

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7.0Sehenswert

"A Serious Man" ist ein virtuoser Balanceakt, eine komische Tragödie wenn man so will. Dass dies so mühelos gelingt liegt nicht zuletzt an der Besetzung, die ohne die üblichen Stars auskommt.

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Sm0K1ngGnu

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4.5Uninteressant

Der persönlichste Film der Coens? Nur, weil er in den 60ern spielt und klischeehafte Juden in der Hauptrolle hat? Ein bisschen aneinandergereihten Situationskomik und Dialogwitze und eine Geschichte, so sinnvoll wie die vom Goj mit Gravierungen in den Zähnen. Und dann ist der Film plötzlich zu Ende. Wer kein Coen-Fan ist, wird mit A Serious Man nicht viel anfangen können.

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D.Bickermann: Schnitt D.Bickermann: Schnitt

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9.0Herausragend

[Die Coens] sind wieder da, und A Serious Man stellt einen erneuten Höhepunkt ihrer künstlerischen Reife dar. Und wie früher gibt es bei Ihnen handwerkliche Brillanz zu erleben, von der beeindruckenden Theaterentdeckung Michael Stuhlbarg in der Hauptrolle über den immer verläßlichen Roger Deakins hinter der Kamera bis zu, vor allem, dem Klangkünstler Carter Burwell. Burwell, der einstmals ebenfalls eine Originalentdeckung der Coens war [...].

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Sascha Ormanns: Schnitt Sascha Ormanns: Schnitt

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9.5Herausragend

Stuhlbargs Figur rutscht immer tiefer in einen Sumpf von Grausamkeiten, die sie schlicht nicht verdient hat, ohne sich jedoch tatsächlich zu beschweren. Vielmehr sucht der Protagonist gutherzig, aber leider erfolglos nach einer Lösung. Es gibt sie schlichtweg nicht. Und genau darum gelingt den Coens mit A Serious Man zwar nicht ihr zugänglichster, gleichwohl aber ihr persönlichster – vielleicht sogar bester – Film, der trotz seiner perfiden Grausamkeit überaus unterhaltsam daherkommt. Und sehr realistisch die Einsamkeit des modernen Menschen offenbart.

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tristessedeluxe: Filmtagebuch tristessedeluxe: Filmtagebuch

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9.0Herausragend

Es ist ein ruhiger Coen-Film, nicht so mainstreamig, eine wenig aufgejazzte Tragikkomödie, die sich wieder stärker auf den feinsinnigen, jüdischen Humor der Coen-Brüder verlässt. Der Film ist explizit jüdisch, darin gut durchdacht, erzählt ein im Kern beliebtes Grundmotiv: Ein typischer Loser wird mit dem Zusammenbruch seiner kleinbürgerlichen Welt konfrontiert. Damit ist die Hauptfigur ein Klassiker des jüdischen Humors. Der akademische Familienvater Larry, der plötzlich vom Unglück verfolgt wird, ist der Schlemihl, der Pechvogel, auf dessen Nase alle in der jüdischen Gemeinde herumtanzen.

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José Garcia: Textezumfilm

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6.5Ganz gut

Nicht so sehr die ohnehin immer wieder durch skurrile Nebenstränge unterbrochene Erzählung steht hier im Mittelpunkt, sondern die Charakterzeichnung und die Milieubeschreibung. Schon immer besaßen Ethan und Joel Coen eine stilsichere Meisterschaft darin, die Sympathie des Zuschauers für Verlierer-Typen zu wecken. Ähnlich ihrem letzten, mit vier Oscars ausgezeichneten Film „No Country for Old Men“ (2007, siehe Filmarchiv), der sich durch eine desillusionierte, geradezu nihilistische Sichtweise auszeichnete, wirkt „A Serious Man“ freilich im Grundtenor zynisch: Larry sucht Antworten, die ihm niemand, am allerwenigsten die Vertreter seiner Religion, geben können. In „A Serious Man“ bricht sich immer wieder der Humor Bahn, aber das Lachen bleibt dem Zuschauer angesichts des höhnischen Existentialismus im Halse stecken.

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Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...

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7.0Sehenswert

[...] Denn, hier dürfen die Coen-Brüder ganz die alten sein, spinnen sie Zusammenhänge nach der ihnen eigenen Logik: In freien Parallelmontagen erzeugen sie kuriose Spannungsverhältnisse, während sie die eigentliche Erzählung gern für ausschweifende Intermezzi verlassen. Das ergibt hier indes einen Gesamtsinn, denn man erfährt viel über die Figuren und die kleine seltsame Welt, in der dieser Film verortet ist. Das hat einen ganz eigenwilligen Charme und ist trotz seiner gelegentlichen Zähheit und Coen-typischen Humordialektik um einiges interessanter als die rein filmtechnischen Spielereien Marke "No Country for Old Men".

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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6.0Ganz gut

Vielleicht ist es mit den Coens ein wenig wie mit der ehemaligen Lieblingsband, die man sich irgendwann einfach mal übergehört hat. Das bedeutet nicht unbedingt, das sie schlechter geworden ist, aber vielleicht das sie es nicht mehr so richtig schafft einen zu überraschen.

Die süffige, aber letztlich inhaltslose Fingerübung "Burn after reading" hat mich schon nicht mehr nachhaltig beeindrucken können und auch "A serious man" ließ mich eher ernüchtert zurück. Es bleibt skurril und auch wenn der allgegenwärtige Humor anderer Werke fehlt, bleibt die Distanz zu den Figuren gewahrt der alle Coen-Filme auszeichnet. Da hilft auch die vielfache Wiederholung nicht, dies sei ein sehr persönlicher Film, denn selbst wenn die Coens hier eigene Erfahrungen verarbeiten, bleiben diese seltsam distanziert. Die Figuren sind keine liebevollen Karikaturen, sondern kalte Skizzen von Versagern und anderen Unsympathen. Larry Gopnik, der hier als moderner Hiob durch die…

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Slevin Kalebra

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Erinnere dich an die Szene in der Larry mit dem Junior Rabbi spricht und der ihm, an Hand seines Parkplatzbeispiels, erläutert das es oft nur eine neue Perspektive braucht. Ich habe die Coens erst vor 2-3 Jahren für mich entdeckt und habe diesen Film sehr genossen. Jetzt stell dir einfach mal vor dies wäre einer der ersten Coen-Filme, die du jemals gesehn hast. Da könnte man doch gar nicht anders als die Bewertung anheben :)


Batzman

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Der Film hat seine Meriten, aber letztlich ließ er mich doch zu unbeindruckt zurück. Barton Fink, Fargo, O brother where art thou?, Hudsucker Proxy haben einfach eine andere Qualität, die mich über die reine Kunstfertigkeit hinaus tangiert hat.


Alle Kritiken (37)


Kommentare (130) — Film: A Serious Man

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Jack_Torrance

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Bewertung10.0Herausragend

A Serious Man ist das beste Beispiel für die Kraft der Komödie: Ich erkläre euch jetzt auch mal, wieso:

Kennt ihr die sogeannten Panikreaktionen ? Sie treten auf, wenn ihr beispielsweise von jemandem angeschrien, erniedrigt oder beleidigt wird. Diese Panikreaktionen treten in unterschiedlicher Form auf: Entweder man schreit zurück oder gibt contra oder es tritt wirklich direkt eine Panikreaktion im wahrsten Sinne des Wortes auf oder man holt sie später nach, während man vorher mit einer Seelenruhe reagiert, dieses Nachholen kann auftreten: im Bett, bei der Heimfahrt, am darauffolgenden Morgen etc.
Ich gehöre zu letzteren und ich bin definitiv nicht zu beneiden. Ich bin aus dem Grund teils unnötig gestresst, schlecht gelaunt und im allerschlimmsten Falle dauert es eine gefühlte Ewigkeit, bis ich nachts einschlafe !
Dieses Nachholen der Panikreaktion trat auch gestern bei mir auf, als mir jemand aus meiner bravsten Klasse der Welt sagte, dass ich blöd und peinlich bin ("Der ist cool, du nicht !"). Zu damaligem Zeitpunkt dachte ich mir: "Och, scheißegal, du gehst mir eh am Arsch vorbei !" und antwortete (pseudo-)sarkastisch: "Och göö, wie süß !" Später am Abend kauerte ich auf meinem Sofa, war depressiv und machte mir Vorwürfe und Sorgen wie "Was hab ich nur falsch gemacht ?" oder "Oh Scheiße, jetzt bin ich nur noch unbeliebter..." (im tiefsten Innern will ich doch nur, dass mich alle lieb haben, während ich von außen die Scheiß-auf-euch-alle-Attitüde auspacke).
Doch irgendwann kam der Gedanke: "Hey Dude, du wolltest dir doch A Serious Man ansehen..." und ich antwortete quasi direkt in Gedanken: "Na klar, wie konnte ich das nur vergessen ?"
Und so kam es, dass mein guter und auch sehr günstiger DVD-Player A Serious Man abspielte...

Und was soll ich sagen: Joel und Ethan Coen sind zwei Schätze, die es einfach drauf haben. Während man sich in der ersten Sekunde kaputtlacht, denkt man sich in der zweiten Sekunde verblüfft: "Wie kommen die nur auf solche Ideen ?"
Eines vorweg: A Serious Man ist eine kongeniale psychologische Studie eines Menschen, der aus seinem gemütlichen Alltag gerissen wird - und Larry Gopnik ist einer der vielen Charaktere, mit denen ich mich identifizieren kann:

Ich lebe im Grunde genommen auch so gemütlich: Ich habe genug Zeit, um ins Internet zu gehen und dort meine Lieblingsmusik zu hören, habe eine recht prall gefüllte DVD-Sammlung, die von Coen bis Kiéslowski zwar nicht alles, aber doch viel zu bieten hat, in meinem Bücherregal befinden sich Werke sowohl von Autoren wie Chuck Palahniuk als auch von Autoren wie William Shakespeare.
Ich bin ein verdammt verwöhntes Mamakind, der sich zwar nicht alles, aber doch genug leisten kann; fragt sich aber nur, wie lange...
Irgendwann ist es an der Zeit auszuziehen, das Weite zu suchen, zu studieren, arbeiten zu gehen, da hat man nicht mehr genug Zeit, um auf Moviepilot Kommentare zu verfassen und sich mit User-Freunden auszutauschen. Die hässliche Fratze der Realität nähert sich.

Larry Gopnik scheint es da wohl ähnlich zu ergehen: Er hat einen recht guten Job, Frau, Kinder, Auto, Haus mit Garten, eine idyllische Wohnumgebung...doch alles droht in sich zusammenzustürzen.
Er wird von einem angepissten, weil durchgefallenen Schüler verklagt und bestochen, seine Frau hat einen anderen und will sich scheiden lassen, sein Sohn kifft, sein Auto wird geschrottet, sein Nachbar übernimmt einen Teil seines Gartens...
Doch die Coens machen daraus kein todtrauriges Drama, sie schmunzeln über Larry. Vielleicht ist meine Notlage auch ein Grund zum Schmunzeln. Vielleicht sollte ich aus mir keine traurige und verzweifelte Gestalt machen...
Jedenfalls fügen die Coens in den Film mit einer geradezu beneidens- und bewundernswerten Leichtigkeit poetische Einschübe und skurrile Charaktere ein, sodass A Serious Man niemals langweilig oder anstrengend wird. A Serious Man ist ein weiterer Beweis dafür, wie gut die Coens ihr Handwerk beherrschen und für rund 100 Minuten und auch lange danach war mein ganzer Frust vergessen.

"Don't you want somebody to love ?
Don't you need somebody to love ?"

Oh yes, I need !

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Markbln

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hübsch, aber der film ist trotzdem nur mäßig *duck*


Jack_Torrance

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Tz tz tz, der Film ist großartig !


cheesy738

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Bewertung7.5Sehenswert

Ich weiß nicht wieso, aber der Film hat mir gut gefallen. Im Nachhinein kann ich keine einzelnen Aspekte nennen, wieso er mich "gefesselt" hat. Wohl das Gesamtwerk der Coens - einfach anders, nicht mainstream, gut.

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niceeddy

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Tja, ab und zu gibt es Filme, die mich überhaupt nicht interessieren und beim Sehen dann diese Erwartung auch erfüllen. Und dennoch weiß man, dass das Gesehene nicht schlecht war, aber halt nicht für mich gemacht war. Da die Coens aber genug Output haben, kann ich diesen Leerlauf verkraften. Keine Wertung

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niceeddy

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Muss ich jetzt zwischen Mr. White und Mr. Pink schlichten?


Le Samourai

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Ach Quatsch. :)
Zum Abschluss: Schade, dass dir der Film nicht zugesagt hat... Vielleicht beim nächsten Anlauf!


knusperzwieback

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Bewertung4.0Uninteressant

Den Anfang fand ich noch ganz erfrischend. Aber dann ist irgendwie nichts mehr passiert. War einfach nicht mein Film. Gebe ihm deshalb nur 4/10 und die 4 auch nur weil ich die ersten 10 Minuten klasse fand.

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jetteleli

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Diesen Film kann ich mir getrost noch ein zweites Mal anschauen!
Ich werde zwar erneut ratlos vom Ende des Films zurückgelassen werden, aber dann bin ich wenigstens drauf vorbereitet. Die äußere Gelassenheit von Hauptfigur Larry hat mich innerlich fast zur Weißglut gebracht. Nimm hin was dir geschieht, es ist alles eine Frage der Perspektive... Wo bleibt da das Leben?
Wirklich ein wunderbar ausgestatteter und gut gespielter Film bei dem man den Kopf einschalten darf.

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michebavaria1986

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Bewertung9.0Herausragend

Großartiger, extrem witziger Film der genialen Coen-Brüder.

Nach dem nicht ganz so starken „Burn after Reading“ gelang ihnen hiermit erneut ein Meisterwerk.

„A Serious Man“ gilt als der bislang persönlichste Film der beiden, da er in einem Umfeld spielt, wo sie aufgewachsen sind.

Bereits der Vorspann mit dem „Dibbuk“ ist so herrlich seltsam und abgedreht, wie es wohl nur die Coen-Brüder zustande bringen. Das zieht sich durch den ganzen Film.

Wie eigentlich immer bei den Coens muss man mit diesem Art des Humors halt etwas anfangen können (siehe nur „The Big Lebowski“). Dann aber kann man bei vielen Szenen (ich sage nur Junior-Rabbi oder Sy Abelman) wirklich Tränen lachen.

Die Darsteller des Films sind fast gänzlich unbekannt. Trotzdem sind sie auf den Punkt genau besetzt und spielen allesamt hervorragend.

Der Schluss des Films ist eigentlich eine einzige Gemeinheit. Aber er passt wunderbar.

Fazit: Neben „The Big Lebowski“, „Fargo“ und „No Country for old Men“ der beste Film zweier herausragender Filmemacher.

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waltwhite

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Bewertung9.0Herausragend

Die Jimi Hendrix Montage macht es doch ganz gut deutlich. Was ist dann passiert? Wer will das wissen? Ja, im Film passiert für den oberflächlichen Betrachter recht wenig, aber es macht verdammt viel Spaß, den Coens bei ihrer Inszenierung zuzusehen. Extrem unfreiwillig komisch, furztrocken, sarkastisch ohne Ende, fesselnde Kameraarbeit. Das Ende streckt dem Publikum dann den blanken Hintern ins Gesicht. Köstlich.

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Joeyjoejoe17

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein durch und durch guter Coen.

Der Film bietet eine sehr gut erzählte und interessante Story, beinhaltet klasse Dialoge mit Witz und Sinn, hat gute, aber rare Situationskomik zu bieten, bietet toll ausgefeilte Charaktere, ist mit wunderbar passender Musik untermalt, mit gekonnten Kameraaufnahmen gedreht und mit Schauspielern in Topform besetzt worden. Gut, dass die Gebrüder Genie hierbei auf dem breiten Publikum namentlich unbekannte, aber nichtsdestotrotz gute und vor allem aus dem Serienbereich bekannte, Darsteller zurückgegriffen haben, so bekommt der ganze Film einen eigenen und besonders sympathischen Charme.

Nur irgendwie hat das gewisse etwas gefehlt, das aus diesem guten Coen einen hervorragenden Coen hätte machen können. Ob jetzt der rare Humor, die nicht ganz ausgefeilte Dramatik, die über die ganze Länge herrschende nur seichte Spannung oder einfach nur ein weniger offenes Ende dafür verantwortlich sind, kann und will ich nicht beurteilen. Nur so viel: Es ist definitiv ein äußerst sehenswerter und anspruchsvoller Film, dessen Sichtung man auf keinen Fall bereuen wird.

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Keky

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Dieser Film ist mehr als empfehlenswert, wenn man Verstand hat, um ihr zu begreifen. Er ist nicht einfach, da er hauptsächlich mit jüdischer Symbolik und Mystizismus arbeitet, sodass man mehr oder weniger Ahnung davon haben muss, um die Semantik bzw. Bildsprache nachvollziehen zukönnen. Der Film beginnt mit dem Zitat "Empfange mit Einfachheit das, was dir passiert" (Rashi), und um aufzuzeigen, was das bedeutet , und wie man sich das Leben viel zu schwer machten kann, darauf basiert der Film! Meines Erachtens, einer der besten Filme 2010! Wenn ihr qualititative Inhalte wollt, dann schaut euch das an, aber wenn ihr euch nur, mit seichter Unterhaltung, zudröhnen wollt, dann Finger weg!

Noch etwas Musik! ^^
http://www.youtube.com/watch?v=Pk7mGoKD2sg

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Finnegan23

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich schätze mal, Woody Allen gefällt dieser Film. Ich mag Woody-Allen-Filme, daher die 8. Das Ende passt perfekt dazu.

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Neverman

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Mir fehlen die Worte, dieses Meisterwerk zu beschreiben...

Neben "Mondo Candido" einer meiner allerliebsten Filme, so komplex, so lustig und traurig zugleich, so... wahr.

Wenn uns der Film eines sagen will, dann, dass es keine Antworten gibt. Nicht von Gott, nicht vom Rabbi, nicht von der Physik. Ist er ein Dybbuk oder ist er kein Dybbuk? Ist die Katze tot, oder ist sie nicht tot? Diese Paradoxien sind wie biblische Metaphern in diesem Film über das Leben und jedes einzelne gibt uns ganz klar die Antwort, dass es keine Antwort gibt. Wir wissen nur, dass wir nichts wissen, und die höchste Weisheit besteht in der Akzeptanz dessen und darin, "ein guter Junge" zu sein.
Der Film ist wie ein einziger Witz, er ist raffiniert, subtil, aber im Grunde ganz klar.

Am Ende begreift der Zuschauer vielleicht, dass jede Ursache eine Wirkung hat und nichts im Leben gewiss ist.

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waltwhite

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Sehr treffend formuliert.


Baumkopf Holzfaust

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Geiler Filmmit interessanten Einblicken in die schrullige Innenwelt jüdischer Gemeinden. Als GOIN hat man ja nicht so die Gelegenheit dazu. Sind die Coens eigentlich Juden? Ich meine nur...man könnte sich ja mal spasseshalber vorstellen, das Ding wäre in Deutschland gedreht worden. Na da hätten wir aber unseren Spaß mit dem Zentralrat gehabt...

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alex023

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Bewertung4.5Uninteressant

"I'm a serious man, Larry."

Ihr könnt sagen, was ihr wollt, aber A SERIOUS MAN ist auf jeden Fall sehr komisch. Verstanden habe ich ihn auch nicht wirklich, so dachte ich jedenfalls, bis ich merkte, dass es nicht wirklich viel zu verstehen gibt. Es ist halt ein typischer Film der Brüder Ethan und Joel Coen, einen wirklichen Sinn sucht man vergeblich. Zu Anfang musste ich noch sehr lachen, das ganze war irgendwie lustig gemacht. Doch je länger der Film dauerte, desto blöder wurde es. Es ging sogar soweit, dass ich das Ende herbeisehnte. Schade eigentlich. Komischer Film.

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LynchFan1706

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein Film über den Alltag einer stinklangweiligen, vordergründig spießigen jüdischen Familie, in der schon lange einiges marode ist... Jede Handlung schon 1000 mal getan... Alles Routine... Alles geplant... Und doch geht plötzlich im Leben des Larry Gopnik alles den Bach runter... Unvorhergesehene Ereignisse werfen den Physikprofessor, der mit Inbrunst physikalische Formeln auf der gesamten Tafel verteilt, völlig aus der Bahn... Seine Frau will ihn wegen eines anderen Mannes verlassen, seine Kinder kennt er längst nicht mehr, was sein verrückter Bruder bei ihm macht, weiß er nicht so genau, sein Job steht auf dem Spiel und ein schlechter Student will ihn bestechen... Da hilft ihm die Logik der Physik nicht weiter... Er versucht mit eiserner Disziplin all die Einflüsse von außen, die in sein geruhsames Leben prasseln, in den Griff zu bekommen, aber seine Welt zerbricht ihm unter den Händen... Er muss Entscheidungen treffen, die gegen seine Prinzipien verstossen... schafft es nicht... Er versucht sich Hilfe zu holen, aber das alles verwirrt ihn nur... Er nimmt hin, was er nicht ändern kann, was er kaum versteht... Es ist diese traurige, hilflose, desillusionierte Art, des Larry Gopnik, die einen schaudern lässt... Man hat Mitleid, möchte ihn aber auch schütteln und ihm Durchsetzungsvermögen einprügeln... Es sind jedoch die witzigen Kuriositäten, die im Hintergrund passieren, z.B. wenn der Sohn bekifft zu seiner Bar Mitzwa geht, die abstruse "Hilfe" der Rabbis oder Larrys Träume die verhindern, dass Melancholie oder Schwermut aufkommt... Sachlich, nahezu nüchtern, ohne jeglichen Firlefanz, aber mit ungeheuer trockenem Humor erzählen die Coens diese Geschichte von einem verplanten Leben, in dem es niemand schafft, flexibel zu reagieren und agieren... Ich finde diese Balance ist ihnen hervorragend geglückt... Und das Ende ist nur die konsequente Lösung dieser Geschichte ;-)

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custin

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Bewertung7.5Sehenswert

Die Coen Brüder mit einer Geschichte eines jüdischen Familienvaters, dessen Existenz sich aufzulösen beginnt.
Viele wirklich tolle Momente. Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, ich hätte ihn verstanden.

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ElMagico

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Bitterböse Groteske der Coen-Brüder, die gerade noch genug Witz aufbringt um einen nicht total runterzuziehen. Denn dass sie dieses eigentlich niederschmetternde Stück Film dann doch so locker herüberbringen ist schon eine Leistung. Einen schönen oder frohen Augenblick gibt es in diesem Film nämlich nicht.
Natürlich lebt auch "A serious man" von den traditionellen Coen-Zutaten: seltsame Menschen, absurde Situationen und eine immerwährende Diskrepanz zwischen Entwicklung der Geschichte und der daraus resultierenden Reaktionen der Protagonisten. Die Coens nehmen sich diesmal jedoch etwas zurück, verzichten auf als arge Überspitzungen ihrer Charaktere, behalten in all ihrer Grotesken Ideen immer eine klare Verbindung zum echten Leben. Und so ergibt es sich, dass man schon paarmal schlucken muss, denn was vorallem Larry alles so widerfährt ist schon sehr unschön. Ich würde auch nicht von Sympathie für diese Figur sprechen, das war schon fast reines Mitleid.
Und doch hat der Film eine irgendwie beschwingte Atmosphäre, die gegen alles steht was in "A serious man" passiert und von der man auch danach nicht weiss, warum sie da war und warum sie so gut funktionierte. Denn bezieht man diese erzählerische Heiterkeit mit ein, ist "A serious man" ein fuchtbar gemeiner Film. Schelmisch und nicht ohne Schadenfreude wir erzählt, wie ein das soziale Leben eines Mannes zerstört wird. Nicht so schön.
Aber man selbst ertappt sich immer wieder dabei, wie man sich daran ergötzt. Auch wenn man ja doch eigentlich Mitleid empfindet. Das hat schon alles etwas sehr wahrhaftes in sich, eine sehr reale Kante, die dadurch unterstützt wird, dass der Cast zwar gut, aber weitesgehend unbekannt ist. Ein Star hätte einen immer daran erinnert, dass dies ein Film ist. So konnte man sich in diesem grotesken Drama aber total verlieren.
Mir konnte "A serious man" sogar so etwas wie Spannung bieten, auch wenn ja eigentlich gar nicht soviel passiert, ausser das die Lebens-Spirale des Larry sich immer weiter abwärts bewegt. Aber durch das sparsame einsetzen alllzu offensichtlicher Absurditäten, war für mich die weitere Entwicklung der Geschichte völlig offen. Stellenweise wäre für mich auch ein Fortlauf der Story vorstellbar gewesen, der z.B. einem "Falling down" ähnelt. Vielleicht war es auch gar keine Spannung, sondern nur eine perverse Faszination. Was passiert da noch und vorallem: was kann bei Larry noch schief gehen. Aber auf eine angemessene Reaktion wartet man vergebens und so nimmt am Ende, im wahrsten Sinne, Mutter Natur ihren Lauf.
Ein guter, aber oft unangenehmer Film. Und wenn er sowas wie eine Aussage hat, dann will ich die gar nicht kennen. Zu deprimierend würde diese wohl sein.

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ElMagico

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...und wenn man etwas biegt und etwas bricht, dann passt der Sonttext sogar ganz gut zum Film....


cuboid

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Stimmt, die Offenheit der Handlung macht viel vom Reiz dieses Films aus. Irgendwie driftet alles so dahin. Mich erinnert das an einen Autounfall, einen Flug ins Ungewisse, jedenfalls bergab. Als säße man im Auto, käme von der Straße ab und flöge durchs Gebüsch; in extremer Zeitlupe, bewegt sich die Umgebung an einem Vorbei, nichts Einzelnes ist wirklich wichtig, aber alles zusammen sagt einem "Dass. Ist. Nicht. Gut."


dumas

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Bewertung7.5Sehenswert

Die Eröffnung des Films ist einer der vielen Höhepunkte im Schaffen der Coens und das Ende ist eine Unverschämtheit, wie sie sich nur diese Brüder leisten können, Respekt! Alles dazwischen ist so vielsagend wie das Gleichnis mit den Zähnen des Goj, wobei ich wirklich nicht weiss, ob das nichts oder eine ganze Menge ist.

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eXoduS

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Bewertung3.5Schwach

Ich hab echt keine ahnung was der film vermitteln will...
entweder bin ich beschränkt oder der film is wirklich so langweilig !

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juicee

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Bewertung0.0Hassfilm

Abosulter Mist.. Nach 20 Minuten ausgeschaltet

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Broda

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Bewertung9.5Herausragend

Nennt mich doof, nennt mich Schwachsinnig. Aber verstanden habe ich diesen Film nicht wirklich. Was will uns der Prolog sagen? Was bedeutet der Film? Welche Botschaft will er einem vermitteln? Was hat es mit dem Mysteriösem Nachbarn auf sich? Warum ist "A Serious Man" von den Coen's mein Lieblingsfilm? Ich weiß es nicht genau, ganz ehrlich, aber es ist so. Der Score ist Atemberaubend, die Atmosphäre Greifbar. Die Unbekannten Darsteller waren Großartig, besonders "Michael Stuhlbarg" der Wahrscheinlich nie mehr so Groß Spielen wird. Jeder Schauspieler hat nun mal einen Film in dem er Unglaublich gut war, und ab dann nie mehr besser. Und Wahrscheinlich wird es dieser Film sein.
Bin ich mir sogar ziemlich sicher. Perfekte Kameraführung und die Perfekten Dialoge von den Coen's sind, naja einfach nur Perfekt eben. Schwarzhumorig, bissig, Genial.
Das Schlimme ist ja nicht nur das ich Am Anfang des Films nichts verstanden habe, oder in der Mitte, nein das Schlimme ist selbst am Ende des Films blieb ich Ratlos. Selbst nach langem überlegen während ich mir das Interview mit "Michael Stuhlbarg" an sah fand ich keine Erklärung. Was sollte das? "Der Schluss des Films ist eine geniale Unverschämtheit!“ schrieb irgend ein Kritiker, und recht hat er.

"I'm a serious man, Larry."

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Broda

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Hätte ich sicherlich viel, sehr viel zu Tun. ;)


stalker

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Der Schluss ist konsequent. Und der Film vermittelt gewiss keine größere Botschaft, er ist "lediglich" ne Geschichte, ne verdammt komische Geschichte über einen Mann, den es aus seinem Leben wirft und für den jede Chance auf Rettung zur Falle wird, das ist hohe Komik, nicht mehr, aber auch nicht weniger.


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