A Serious Man

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US 2009

A Serious Man - Poster
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Kritiker: 7.3 Community: 6.9 1152 Bewertungen

Kinostart: 21.01.2010, Laufzeit 106 Minuten.

Eigentlich lebt Larry Gropnik ein beschauliches Leben in einer kleinen jüdischen Gemeinde im Mittleren Westen der USA. Er ist ein liebender Ehemann, fürsorglicher Vater und erfolgreicher Professor. Aber irgendwie läuft plötzlich nichts mehr so wie gewohnt. Larrys Gattin verlangt plötzlich die Scheidung, um mit ihrem selbstgefälligen neuen Liebhaber zusammenleben zu können. Sein Soh… Mehr

Cast
Michael Stuhlbarg, Richard Kind, Fred Melamed, Sari Lennick, Aaron Wolff, Jessica McManus Mehr
Regisseur
Ethan Coen, Joel Coen
Autoren
Ethan Coen, Joel Coen
Genre
Tragikomödie, Psychodrama, Ehedrama

Kritiker — Film: A Serious Man

True Story!: http://theentertainmentguy....

9.0Herausragend

Was macht ein Mensch, wenn ihm die Scheiße bis zum Hals und darüber steht? Im Falle von Larry Gopnik: Irgendwie weiter den Kopf oben halten; ganz egal wie. Selbst wenn die Scheiße dadurch symbolisiert wird, dass sich seine Frau von ihm trennt, seine Tochter ihm Geld für eine Nasenoperation klaut, sein Sohn Rockmusik hört und kifft, sein mathematisch-hochbegabter Bruder vom FBI verfolgt wird, sein Posten als Professor am seinden Faden hängt, er von einem südkoreanischen Schüler erpresst wird und wahrscheinlich ein negativer ärztlicher Befund auf ihn lauert. Larry Gopnik versucht weiter positiv zu denken. Armer Hiob... [...]

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Corsovilla: SchönerDenken

8.5Ausgezeichnet

Larry will nur tun, was richtig ist. Aber Larry ist ein ein überrumpelter Mann, sein Leben entgleitet ihm an verschiedenen Fronten, seine Frau will ihn verlassen, seine Kinder sind mit Drogen oder Haarewaschen beschäftigt, seine Verwandtschaft lässt sich auf Glücksspiele mit der Mafia ein, anonym wird er auf der Universität angeschwärzt. Und das sind alles nur Vorgeplänkel. Den Coens gelingt mit diesem period picture der 60er wieder ein wunderbarer Film, eine handwerklich hochklassige Gratwanderung mit perfektem Spannungsbogen, die zeigt, dass auch in einer jüdischen Gemeinde die Menschliche Komödie am besten mit schwarzem Humor erzählt wird. Allein die Anekdote im Prolog ist schon die Eintrittskarte wert. (Mehr im Podcast)

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A.Stäheli: Neue Zürcher Zeitung A.Stäheli: Neue Zürcher Zeitung

8.5Ausgezeichnet

Dass die Zeichnung der Charaktere in diesem Film wieder einmal speziell prägnant ausgefallen ist, liegt nicht nur an dem hervorragenden Ensemble, das die Coens vor der Kamera zusammengebracht haben, sondern auch an der Tatsache, dass sie nach all den Rollen für George Clooney auf die Magie der Stars verzichtet haben. In den leicht hyperrealen Bildern von Kameramann Roger Deakins, die den leisen Wahn gutbürgerlichen Mittelmasses und den sanften Grusel der sechziger Jahre in hellen Blau-Olive-Tönen einfangen, finden sich die Figuren dieses Kosmos in einer lichten, gläsernen und modern-kantigen Welt gefangen, durch die sie ziellos treiben wie Fische durch ein Aquarium.

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Alle Kritiken (38)


Kommentare — Ganz gut 6.9

damneDarling

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Bewertung5.0Geht so

mal ehrlich, hat einer verstanden um was es wirklich geht? bin irgendwie ratlos... bin eigentlich auch mit wenig zufrieden, kann mir fehlende szenen zusammen reimen, aber irgendwie...keine ahnung, das mit den zähnen war gruselig irgendwie, ich mags gruselig (irgendwie^^) daher 5 punkte.

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lyogen

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das mit den zähnen war das einzig gute!!!


Prof.Hirnriss

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Es gibt ja keine schlechten Coen-Filme (auch wenn mich Ladykillers und Ein unmöglicher Härtefall nicht wirklich begeistert haben) und darum ist auch A Serious Man wieder ein herrlich schräger, aber eben auch poetischer und faszinierender Film geworden. Dabei ist die eigentliche Geschichte um einen Mann, dessen Welt zu bröckeln beginnt eher alltäglich, doch aus eben dieser (scheinbaren) Banalität, die sich oft mystisch verklärt oder zu einer Offenbarung stilisiert präsentiert bezieht der Film seinen Reiz. Besonders das Ende des Filmes besticht durch eine Konsequenz vor der man auf die Knie fallen möchte. Aber auch das überrascht ja bei den Coens niemanden mehr.

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Moe Szyslak

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

WTF?! Also das ist mal wieder so ein typischer Coen...
Mich wundert ehrlich gesagt, dass die beiden so erfolgreich und angesehen sind, denn der Film ist wieder so unendlich schräg, dass das der Normal-Kinogänger eigentlich gar nicht schauen wird bzw wenn er es schaut den Eintritt bestimmt bereuen wird..... soll heißen, der Film ist mal wieder typisch Coen und jenseits von allem, was Hollywood ist....
..... ich fand ihn genial!
Der Film schlägt genau in die selbe Kerbe wie "Fargo", "The Man Who Wasn't There" oder "Barton Fink" und schlägt den selben skurrilen, schrägen, tristen und pessimistischen Ton an, so dass man während des Schauens verwirrt, verstört, amüsiert und fasziniert zugleich ist. Also das ist ein ganz merkwürdiges Sehvergnügen, schwer zu beschreiben....
Schräge Figuren, schräge Geschichte, schräge Dialoge, schräge Szenen, alles am Rande des Bizarren und immer extrem skurril. "Groteske" triffts bei den Coens immer noch am Besten, diesmal gänzlich ohne Mord und Totschlag, aber nicht minder makaber und schwarzhumorig. Zudem kommt wieder diese typische gewollte Langatmigkeit mit Szenen, denen man am liebsten in den Allerwertesten treten möchte, damit es ENDLICH mal weiter geht, weil sie so ewig dauern, aber gerade deswegen so herrlich schräg sind.
Hinzu kommen diese ganzen Wiederholungen, die nur am Rande erscheinen, aber die jedesmal dieses bizarre Aha-Erlebnis bewirken: Der Sohn wird von dem Schläger verfolgt und entkommt ihm immer. Der Sohn meckert rum, weil das TV-Programm nicht funktioniert. Die Tochter kommt nicht ins Bad und kann sich daheim nie die Haare waschen. Der Bruder weint. Das alles kommt gefühlte tausend mal vor, und immer im Vorbeigehen, und es ist merkwürdigerweise immer lustig, weil es so bizarr ist.
Also das ganze Erlebnis ist unheimlich schwer zu beschreiben, ich denke aber, dass man ein Coen-Fan sein muss, um das so richtig gut zu finden, das ist Humor jenseits von Humor, und wenn ein Rabbi über einen Parkplatz sinniert und ein anderer eine pointenlose Geschichte über Gravuren in den Zähnen erzählt, dann ist das Humor, der einen nicht wirklich in den Kopf will, aber doch reingeht, weil die ganze Atmosphäre und und die Szene um die Szene herum das Ganze erst so witzig machen.
Es geht um einen Loser, wie immer.
Der erleidet viele Schicksalsschläge, aber alle nicht weltbewegend, wie immer.
Aber sein Leben und sein Mikrokosmos gerät vollends aus den Fugen, es kommt einer Apokalypse gleich, wie immer.
Und letztendlich ist das Ganze belanglos, wie immer.
Ein typischer Coen also.
Perfekt, krank, man weiß nicht wirklich, was man gesehen hat bzw wie man das, was man gerade gesehen hat, einordnen soll, wie immer.
Und dann endet das Ganze auch noch total krank, total offen und total bedrohlich, total pessimistisch, wie immer.
Es gibt eigentlich kein Ende, aber man kann das Ende dann doch weiterspinnt, und das was man sich da ausmalt, ist nicht erfreulich, wie immer.
Mit der Hauptfigur konnte man einfach nur Mitleid haben, der erhält einen Schlag nach dem anderen mitten ins Gesicht und als er sich an die wendet, die eigentlich Antworten auf alles haben, erhält er nichts als kryptische Antworten (wenn er überhaupt welche erhält). Letztendlich gibt es gar keine Antworten und vielleicht ist die Geschichte mit dem Zähnen ebenso sinnlos wie richtig.... so scheint es zumindest....
Rein optisch gesehen passt natürlich der grelle 60er-Jahre-Look so gar nicht perfekt mit der tristen Atmosphäre und Szenen zusammen. Aber es passt ein bizarre Art und Weise perfekt in diesen Film.
Kurzum: Ein weiterer (diesmal kleiner) Geniestreich der Coens, der einen mal wieder ratlos über das soeben Gesehene zurücklässt

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