Babel

Babel (2006), US
Laufzeit 144 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 21.12.2006

7.5 Kritiker
59 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.4 Community
9754 Bewertungen
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Babel - Bild 41373
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von Alejandro González Iñárritu, mit Brad Pitt und Cate Blanchett

Ein Schuss in der Wüste von Marokko ist das auslösende Moment einer ganzen Kette von Ereignissen, die vier Schicksale von unterschiedlichen Menschen auf drei Kontinenten miteinander verbindet: Da ist ein amerikanischer Tourist, der in Marokko um das Leben seiner schwer verletzten Frau kämpft. Ein mexikanisches Kindermädchen, das verzweifelt versucht, die Grenze mit ihren beiden amerikanischen Schützlingen zu überqueren. Ein taubstummer japanischer Teenager, der gegen den eigenen Vater und dessen mysteriöse Vergangenheit rebelliert. Und zwei kleine Jungs auf der Flucht vor der eigenen Verantwortung. Geschichten und Schicksale, die nur scheinbar keine Verbindung haben.

Handlung
Richard und SusanDas Ehepaar Richard (Brad Pitt) und Susan (Cate Blanchett) befindet mit einer US-amerikanischen Reisegruppe auf einer Busreise durch Marokko. Dort wollen die beiden wieder zusammenfinden, nachdem ihr drittes Kind am plötzlichen Säuglingstod verstorben ist. Die beiden anderen Kinder Mike (Nathan Gamble) und Debbie (Elle Fanning) sind derweil im Heimatort San Diego mit ihrem Kindermädchen Amelia (Adriana Barraza) zurückgelassen worden. Als Susan eine plötzliche Schusswunde im Bus erhält, bricht Chaos aus. Die Reisegruppe stoppt im nächsten Dorf, wo Susan auf einen Arzt sowie einen Krankenwagen warten soll. Doch der Arzt lässt sich Zeit und auch der Krankenwagen erreicht das Dorf nicht, da die Kunde vom Schuss sich mittlerweile zu einer Staatsaffäre augeweitet hat. Die USA halten den anonymen Übergriff für eine terroristische Tat, während die marokkanische Regierung dies abstreitet. So dauert es Stunden, bis endlich ein Helikopter das Dorf ansteuert und Susan in ein Krankenhaus transportiert, wo sie operiert wird.

Währenddessen hütet die mexikanische illegale Einwanderin Amelia in San Diego die beiden Kinder. Sie erhält einen Anruf von Richard, dass Susan verletzt ist. Doch am nächsten Tag soll sie angeblich zur Hochzeit…


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Cast & Crew


Kritiken (12) — Film: Babel

Evie: www.inderzange.de

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10.0Herausragend

Jeder, der die Filme von Alejandro González Iñárritu (21 Gramm, Amores Perros – Hundeliebe) kennt, weiß wie genial und stilreich seine Dramen erzählt werden.

Wo in “21 Gramm”, die Episoden noch sehr verwirrend aufgebaut waren, erkennt man bei “Babel” sofort, oder schon nach kurzer Zeit wie die Episoden zusammen hängen. Aber der größte Unterschied zu “21 Gramm” ist, dass die 4 Episoden für sich allein schon 4 kleine Filme hätten sein können. So Bildgewaltig und stimmungsvoll erzählt Alejandro González Iñárritu seine Filme, das einem fast die Spucke wegbleibt.

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Beny

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Genau das habe ich mir auch gedacht. Die verschiedenen Geschichten die hier zu einer verwoben werden, hätten definitiv Stoff für 4 Filme geboten. Wirklich ein ausgezeichneter Film.


fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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10.0Herausragend

Das Drama des Mexikaners Alejandro González Iñárritu ist einer der besten Filme von 2006. Ein eindringlicher Film.

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Fricki76: Asianfilmweb.de

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8.0Ausgezeichnet

In Babel, dem biblischen Namen für das alte Babylon verwirrte Gott die Sprachen der Menschen, weil sie sich anmassten, einen Turm bis in den Himmel zu bauen und damit Gott gleichkommen wollten. Nach der Verwirrung konnten sich die Menschen nicht mehr verstehen, weil plötzlich jeder in einer anderen Sprache redete. Genau dieses Thema der gestörten Kommunikation greift der mexikanische Regisseur Inárritu in seinem neuen und von der Kritik hoch gelobten Drama „Babel“ auf.

Der Amerikaner Richard (Brad Pitt) und seine Frau Susan (Cate Blanchet) sind auf einer Reise in der marokkanischen Wüste, um ihre kriselnde Ehe zu kitten, die nach dem Tod ihres jüngsten Kindes zu scheitern droht. Dort in den Bergen der marokkanischen Wüste hüten die Hirtenjungen Yusuf und Ahmad die Ziegenherde ihres Vaters. Um die Schakale zu vertreiben, hat er seinen Jungen das neu Erstandene Jagdgewehr mitgegeben. In kindlicher Naivität schiessen die Jungen auf den weit entfernten Reisebus und verletzen…

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Hausmeister: Nerdtalk.de

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9.5Herausragend

Wenn ich den Film mit einem Wort beschreiben müsste, dann wäre es sicherlich “intensiv”. Dieser Film ist intensiv wie in der letzten Zeit kaum ein anderer. Zum einen sicherlich dadurch, dass viel mit der “Original-Sprache” gearbeitet wurde: Mexikaner sprechen spanisch, Marokkaner arabisch und Japaner eben japanisch. Nur die wenigen Dialoge der Amerikaner kommen ohne Untertitel aus.

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willy50

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Hausmeister können nicht irren.


Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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10.0Herausragend

Der Film ist von Anfang bis Ende beeindruckend. Im Vordergrund steht das Unvermögen der Menschen zur Kommunikation, und zwar im doppelten Sinne. Auf der einen Seite Kommunikation im eigentlichen Sinne, sei es nun auf Grund unterschiedlicher Sprachen, oder Einschränkungen durch Behinderungen. Auf der anderen Seite dreht es sich um die Schwierigkeiten die in der Kommunikation im zwischenmenschlichen, sowie im interkulturellen Bereich auftreten.

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apreussler

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10.0Lieblingsfilm

Sehr gut gemachter Film, auch wenn ich von der Besetzung erst abgeschreckt war. Aber er hat sich wirklich gelohnt!

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Birgit Heidsiek: dpa Birgit Heidsiek: dpa

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6.5Ganz gut

Mit genauem Blick führt der Regisseur vor Augen, wie sehr die menschliche Kommunikation von Missverständnissen und daraus resultierenden Fehlperzeptionen geprägt ist.

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Moviesteve: Podcast

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2.5Ärgerlich

Ganz klar: Thema verfehlt! Hinter der bemüht anspruchsvollen Inszenierung, die sich dem untertitelaffinen Programmkinopublikum anbiedert und zum Langweilen neigt, verbergen sich unglaubwürdig konstruierte Zufalls-Ereignisse, die der vom Trailer suggerierten Thematik "Globalisierung - Sprachbarrieren - Probleme der modernen Welt" nicht ansatzweise gerecht werden. Die Schauspieler geben ihr Bestes, können Iñárritus gehaltlosen "Blabla"... tschuldigung: "Babel" aber auch nicht mehr retten.

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Chuchaqui: Critic.de

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8.5Ausgezeichnet

"Babel" ist ein Film, der seine gesamte Wirkung einzig und allein im Kino entfalten kann. Er verdankt seine Qualität nicht etwa einer politisch besonders scharfen Beobachtung. Aber das ist auch nie das Ziel von Iñárritu gewesen. Schon "Amores Perros" war mehr Stadt-Porträt als radikale Sozialkritik und auch mit "Babel" geht es dem Regisseur mehr um eine Zustandsbeschreibung als um eine politische Zuspitzung. So sehr die Meinungen über die vermeintliche Botschaft des Films auseinandergehen: Der filmischen Qualität und Wahrhaftigkeit von "Babel" wird man sich nicht entziehen können. "Babel" jedenfalls ist der bisher herausragende Film des Kinojahres 2006 und ein weiteres Meisterwerk in der Filmografie eines der interessantesten Regisseure unserer Zeit.

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Nevenka

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Obwohl ich sowohl bei Amores Perros wie auch bei bei 21 Grams die Gesellschaftskritik als einen ganz wichtigen Punkt sehe. In Babel ist sie nicht omnipräsent, nichtsdestotrotz wird sie von der großen Wirkung der Bilder nicht verschluckt, sondern vom Regisseur klar formuliert.


Mr.Vengeance: Lost In Imagination

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4.0Uninteressant

Kommt ihr dummen Kinder, ich erkläre euch mal die Globalisierung. Bis auf die Japan-Episode vermochte mich der Film nicht zu packen. Iñárritu macht eben das, was er immer macht. Und das wird zunehmend langweiliger und abgenutzter. Überschätzt. Und das Ethno-Geklimper nervt hier tierisch.

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al-x: blog:x - Royal with cheese

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9.0Herausragend

Sprache, Kommunikation bzw. Probleme bei eben dieser

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Synopsis: zeitgeist Print & Online

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9.0Herausragend

Verwobene Episoden im Stil von "Magnolia", nur radikaler. Trotz vieler langsamer Momente nie langatmig. Fotografie und Musik unterstützen die erschreckende Authentizität.

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Kommentare (128) — Film: Babel

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Filmar

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Unglaubliche Spannung!
8/10

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mcclane91

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Mein Vater sagte zu mir nachdem Film: "Wenn du suizidgefährdet bist und dir Babel anschaust, danach begehst du Selbstmord" - Sicherlich hat dieser Film einen negativen Grundtenor und ist sehr von Tod und Trauer geprägt, doch die Botschaft dieses Films ist eine ganz andere - jede Tat, die du begehst, hat Einfluss auf viele Menschen überall auf der Welt. Also überlege gut was du tust. Und dieser Gedanke ist meiner Meinung nach eher positiver Natur.

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TFX

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Wobei der Grundgedanken mit den Einflüssen auf andere Personen in jedem Episodenfilm auftaucht.


blockbusterandmore

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Bewertung9.0Herausragend

"I killed the American, I was the only one who shot at you. They did nothing... nothing. Kill me, but save my brother, he did nothing... nothing. Save my brother... he did nothing."

"Eine der Sachen die man Alejandro González Iñárritu als Regievirtuosen nicht vorwerfen kann, ist der Sachverhalt, das sich seine Werke trotz inhaltlicher und formaler Komplexität dem Verständnis des Betrachters im nach hinein entziehen. Iñárritu schafft es wie ein kleines Wunderkind immer wieder, das seine Regiearbeiten, trotz der in der Anlage vorhandenen Komplexität, dem Betrachter am Ende einfach, logisch strukturiert , ambitioniert und verständlich erscheinen. Wie auch in seiner zentralen Arbeit "Babel": geschickt werden verschiedene Episoden und Ereignisse, die vordergründig betrachtet keinen Zusammenhang zu haben scheinen, stililistisch, erzählerisch und emotional miteinander verknüpft, um am Ende zu einem rundem ganzen zu werden.

Babel erweist sich im Verlaufe der zu erzählenden Geschichte als clevere Verhaltens- und Bestandaufnahme und moralische Reflexion / Parabel über die Kurzsichtigkeit und moralische Desintegrität der Menschen, die dem eigenen Handeln vorausgeht und beschreibt die Folgen dieser Defizite. Im Zuge der tagtäglich zunehmenden Globalisierung und der Erkenntnis, das die Menschen im Kern irgendwie doch alle gleich sind, herrscht eine gewisse persönliche Trostlosig-, Hilflosigkeit und Distanz zwischen den Menschen, die es scheinbar unmöglich macht, nicht nur sprachliche, sondern auch größere Hindernisse zum Zwecke eines besseren Miteinanders und einer friedlichen Koexistenz auf unserem Planeten zu überwinden. Diese Dinge haben ihre Gründe. Wer jemals genau wissen wollte, wie die Welt wirklich tickt, sollte in "Babel" genau hinschauen. Sitzfleisch und permanente Aufmerksamkeit sind erforderlich, um "Babel" vollständig erfassen und emotional begreifen zu können. "Babel" verkörperte im Alten Testament schon immer, in einem tieferen Sinne, all die Sünden, die die Menschheit seit je her begangen hat. Die Menschheit ist schon immer arrogant, exzentrisch und stets nur auf den eigenen Vorteil bedacht gewesen. Und dafür wurde sie laut der Überlieferung damit bestraft, dass sie nicht mehr in einem ganzen miteinander kommunizieren konnte. Man spricht seit vielen Jahrhunderten verschiedene Sprachen. Und selbst die Erfindung der modernen Kommunikationstechnologie kann, obwohl sie Sprachbarrieren mittlerweile manchmal mühelos überwindet, scheinbar nichts am moralischen (Fehl)Verhalten der Menschen ändern. Unsere Welt befindet sich aktuell in einem gefährlichen Zustand: Kriege, Hungersnöte und wirtschaftliche Probleme zehren die Menschen aus, diesen droht ab und an der Verlust des menschlichen Einfühlungsvermögens. Oder man verfällt diesem Verlust am Ende gänzlich. Solche Verluste führen immer wieder zu bedauernswerten globalen Kettenreaktionen. Und selbst wenn ab und an etwas geschieht auf unserer Welt, das oft in Konflikten auf mehreren Kontinenten unserer Erde mündet, wird dies lediglich mit einem müden Achselzucken zur Kenntnis genommen / quittiert. Es wird kurz getrauert und dann gehen die Menschen weiterhin ihrem Tagwerk nach, schauen beim im übertragenen Sinne überqueren der Straße weder nach links noch nach rechts. Was kümmert es einen persönlich, wenn der Nebenmann durch die eigenen Unzulänglichkeiten dauerhaft zu Schaden kommt, solange das eigene Seelenheil wichtiger ist?

Alle diese Konflikte werden wie in "Babel" chronologisch und erschütternd erzählt:
In Japan leidet die taubstumme Chieko, gespielt von Rinko Kikuchi, immer noch an den seelischen Folgen, ausgelöst durch den Selbstmord ihrer Mutter. Ihr Vater Yasujiro (Koji Yakusho) schenkt ihr keine Aufmerksamkeit mehr und weiß sich auch später nicht mehr zu helfen.... Als Folge davon nimmt die Katastrophe in "Babel", die sich über mehrere Kontinente erstreckt, ihren Lauf. Chieko findet ein Gewehr ihres Vaters… Und überlässt in ihrer Kurzsichtigkeit jemanden anderen, macht sicht keine Gedanken darum, ob andere evtl. zu Schaden kommen könnten, wenn einfach Waffen in den Umlauf gebracht werden. Später spielen die Hirtenjungen Ahmed (Said Tarchani) und Yussuf (Boubker Ait El Caid) mit dem neuen Jagdgewehr ihres Vaters, um eine Schafherde beim hüten zu beschützen. Es kommt wie es kommen mus: durch die fehlende Übung des älteren Bruders mit der Waffe nimmt der jüngere Bruder diese an sich, zielt und schießt auf einen sich nähernden Reisebus… Mit fatalen Folgen: Die Amerikaner Richard (Brad Pitt) und Susan (Cate Blanchett) versuchen im Marokko-Urlaub ihre bröckelnde Beziehung und Ehe wieder zu kitten, doch dieses Unterfangen wird auf Grund eines plötzlich auftretenden Ereignisses sehr schwierig bzw. zu einer Nagelprobe für die Beteiligten. Susan wird im Reisebus von einer Kugel aus besagter Waffe in den Hals getroffen, ihr Mann kämpft fortan verzweifelt um ihr Leben. Alle Episoden, die vorhandene Zeit und der zur Verfügung stehende, große Raum werden meisterhaft zu einem ganzem bzw. chronologisch zu einem Plot verwoben. Untermauert wird das ganze von nüchternen, exzellent eingefangenen Bildern, welche auf das Konto von Rodrigo Prieto gehen und ihre Wirkung nicht verfehlen. Schauspielerisch liefern Brad Pitt und Cate Blanchett in ihren Rollen eine gute Performance ab, die zum gelingen des Filmes beiträgt. Ist "Babel" am Ende sogar ein sehr guter Film, ein absolutes Meisterwerk? Nun, trotz aller vorangehenden Perfektion trübt am Ende eine nicht unerhebliche Schwachstelle den Genuss von Babel: Iñárritu erkauft sich das gelingen seine Werkes mit viel Trägheit und einigen Längen, die sich in Babel bis zum Ende hin einschleichen. Man wird nie das Gefühl ganz los, das "Babel" in vielen Momenten so wirkt, als hätte man dem eigenem Werk bleierne Gewichte angelegt. Vom emotionalen, kulturellen wie auch erzählerischen Verständnis und von der Atmosphäre her ist Alejandro González Iñárritu sicherlich etwas ganz außergewöhnliches gelungen, aber eine kleine dramaturgische Raffung, mehr Tempo und mehr Aktionen hätte "Babel" sicherlich noch richtig gut getan.

Fazit: Mit dem im nachhinein doch unschwierigen, aber gewöhnungsbedürftigem, in Sachen Parallelmontage referenzverdächtigem "Babel" gelingt Regisseur Alejandro González Iñárritu dank einem exzellentem Drehbuch ein phasenweise emotionales, packendes u. glaubwürdiges Werk auf hohem Niveau mit einer universellen Anziehungskraft, die es mühelos schafft (auf Grund des eintretenden "worst case") den Betrachter in den Bann zu ziehen. Für den Sprung in die absolute "Hall of Fame" reicht es auf Grund des angesprochenen Makels am Ende zwar, aber nur sehr knapp. In der eigenen Best-of Sammlung der persönlichen Film-Hit Liste macht sich "Babel" wirklich ausgesprochen gut. Iñárritus Regiearbeit ist ein Musterbeispiel an Innovation, welche dem aktuellen Kino richtig fehlt. Für Fans von Dramen und Filmen abseits des gängigen Mainstreams ist Babel genau das richtige. Und der Rest der Menschheit, welcher 08/15 Mainstream Produkte wie "Transformers" als die "Vollkommenheit" des Schaffens betrachtet, wird Iñárritu Opus phasenweise als öde und nicht geeignet empfinden. Das ist aber an der Stelle auch nicht weiter tragisch, denn jeder ist dazu in der Lage, irgendwann den eigenen Horizont zu erweitern und über den Tellerrand des normalen Blockbuster Bereichs hinauszuschauen... Babel erweist sich als kluge Zustandsbekundung der (Post) 9/11 Ära...

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Gentleman Jack

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Bewertung9.0Herausragend

Babel ist ein schöner und nachdenklicher Film über Grenzen und ihren flüchtigen Charakter:

Kommunikationsgrenzen, soziale Grenzen - welche sich im Film häufig durch Uniformen zeigen, rechtliche Grenzen, monumentale unüberwindbare Staatsgrenzen, kulturelle Grenzen, die grenze zwischen einem dummen Fehler und einem verbrechen und letztlich die fragilste aller Grenzen: die zwischen Schuld und Unschuld.

Babel zeigt still aber eindrucksvoll wo Barrieren uns trennen und wie sie uns dennoch verbinden.

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Flominator

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Bewertung6.5Ganz gut

Die Verbindung der Geschichten hat mir gefallen, wobei ich mit der Japanerin relativ wenig anfangen konnte. Alles in allem hat sich mir die Message nicht so richtig erschlossen: Klar, konnten alle nicht mit den anderen reden, aber ...

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taunus-nuss

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Bewertung7.5Sehenswert

Tolle Bilder, tolle Atmosphäre.
Genre passt! Und leider muss ich genau das hier bewerten, deshalb absolut sehenswert.

Was ich nicht verstehen kann, sind Menschen, die auf sowas stehen,
warum will man sich einen Film angucken, nachdem man dann völlig am Boden zerstört ist, gefühlsmäßig stark irritiert, und sich am liebsten zum Schlafen auf Eisenbahnschienen legen will?

Ihr wollt Drama?
Dann geht auf die Straße, da gibts Drama genug. Live!

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SoulReaver

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

„Da, ein Auto! Was krieg ich wenn ich es treffe?“

Kommen wir jetzt zum letzten Teil von Alejandro González Iñárritu's Todes-Trilogie. Nach dem grandiosem 'Amores Perros' und dem einmaligen Meisterwerk '21 Gramm' dreht sich jetzt alles um den 2006 erschienen Abschluss 'Babel'. Mit 'Babel' erreicht Iñárritu zwar nicht die meisterhafte Klasse seiner ersten beiden Filme, inszeniert trotzdem einen starken Episodenfilm rund um das Leben und den Tod.

Ein Schuss in der Wüste von Marokko ist der auslösende Moment einer ganzen Kette von Ereignissen, die vier Schicksale von unterschiedlichen Menschen auf drei Kontinenten miteinander verbindet: Da ist ein amerikanischer Tourist, der in Marokko um das Leben seiner schwer verletzten Frau kämpft. Ein mexikanisches Kindermädchen, das verzweifelt versucht, die Grenze mit ihren beiden amerikanischen Schützlingen zu überqueren. Ein taubstummer japanischer Teenager, der gegen den eigenen Vater und dessen mysteriöser Vergangenheit rebelliert. Und zwei kleine Jungs auf der Flucht vor der eigenen Verantwortung. Geschichten und Schicksale, die nur scheinbar keine Verbindung haben.

Die dreckigen, körnigen und trostlosen Bilder von dem 'Amores Perros' und '21 Gramm' lebten, gehören der Vergangenheit an. Was 'Babel' aber rein virtuell keinen Abbruch tut. Die klaren Aufnahmen der Marokkanischen Landschaft oder auch die Bilder der japanischen Welt, vor allem da zu erwähnen die letzte Einstellung des Films, sind stark eingefangen. Rodrigo Prieto leistet also wieder ganze Arbeit, nachdem er auch schon in Iñárritu's anderen beiden Filmen die Kamera geführt hat, und zeigt kraftvolle Bilder der verschiedenen Episoden. Die Oscar prämierte Musik von Gustavo Santaolalla ist auch wieder ein absolutes Highlight und gibt den Szenen den richtigen dramatischen Klang und die feine Unterstreichung die sie auch benötigen.

Einen richtigen Hauptdarsteller gibt es auch hier wieder nicht. Mit Brad Pitt, Cate Blanchett und Gael Garcia Bernal sind bekannte Gesichter vertreten. Brad Pitt als amerikanischer Tourist Richard in Marokko, der seine kreiselnde Ehe in den Griff bekommen will, erlebt durch einen schrecklichen Vorfall die schlimmste Zeit seines Lebens. Pitt bringt wieder mal eine starke Leistung, auch in den recht spärlich gesehenen Szenen zeigt er eine äußerst intensive und authentische Leistung. Blanchett als Richard's Ehefrau Susan, die vom Ehe-Chaos in diesen schrecklichen Vorfall gezogen wird, bringt ebenfalls eine solide Leistung. Gael Garcia Bernal als Santiago zeigt sich auch von keiner schlechten Seite, aber auch nicht von seiner besten. Seine Leistung ist zwar gut, aber nicht ansatzweise mit der von 'Amores Perros' zu vergleichen. Die unbekannten Darsteller hingegen bringen durchgehend eine mehr als starke Leistung. Rinko Kikuchi spielt den taubstumme japanischer Teenager Chieko, die mitten in der Entwicklungsphase steckt und auf dem Weg zu sich selbst ist. Kikuchi sagt ohne Worte extrem viel und bringt eine der kraftvollsten Darstellungen des Films und bekam bei der Oscar Verleihung 2006 eine Nominierung. Dann Adriana Barraza, ebenfalls Nominiert, als Kindermädchen Amelia von Richard und Susan. Auch ihr Charakter zwischen Freude und purer Verzweiflung wird grandios von Barraza dargestellt und lässt den Zuschauer in ihrer mehr als schweren Situation mitleiden.

Nach Filmen wie 'Amores Perros' und '21 Gramm' erwartete ich mit Iñárritu‘s Trilogie-Abschluss einen durch und durch pessimistischen und hoffnungslosen Film zu sehen. Doch was am Ende von Babel übrig blieb, ist quasi das komplette Gegenteil. Alles findet sein gutes Ende, alles ergibt wieder Sinn, alles gibt uns Hoffnung und eine Zuflucht und schenkt uns den Glauben am Leben. Das kann man natürlich nicht als Kritikpunkt ansehen, gestört hat es mich trotzdem, da ich mich auf einen depressiven Film eingestellt hatte. Die Episoden zwangen mich förmlich dazu immer mehr an kein gutes Ende zu glauben. Alles schien verloren, dem Ende nah. Was mir für einen Iñárritu Film dann irgendwie auch besser gefallen hätte. Aber naja. Das sieht mit Sicherheit jeder anders. An ganz anderen Kritikpunkt ist aber, dass 'Amores Perros' und '21 Gramm' dadurch begeistert haben, dass keine der Episoden zu kurz kam oder überladen wirkte. Das ist bei 'Babel' auch anders. Vor allem hatte ich immer wieder das Gefühl, dass irgendwas fehlte. Irgendwie kam etwas zu kurz, dabei vor allem die Japan-Episode, die für mich die interessanteste gewesen ist. Schade, dass diese nicht noch mehr ausgebaut wurde und auf die Vater-Tochter-Beziehung eingegangen ist. Aber wir wollen die positiven Sachen des Films nicht vergessen, denn die überwiegen ganz klar. 'Babel' scheint in jedem Fall Iñárritu's reifste Inszenierung zu sein. Er zeigt uns einen Film der wie von ihm gewohnt unzählige Dinge thematisiert. Da wäre die Kindliche Naivität und Unüberlegtheit. Die Gefühle zu Menschen, die man erst in extremen Situationen wieder fühlt. Die Bindung zur Familie und die daraus entstehenden Komplikationen, ob in der Pubertät oder im hohen Alter. Der Schmerz des Erwachsenwerdens, die damit verbundene Sucht nach Anerkennung und das Verlangen nach unbekannten und neuen Dingen. Das richtige Ziel finden, das meistens über den falschen Weg führt. Dazu ist 'Babel' ein Film, der uns zeigt, was es bedeutet durchzuhalten. Für das zu Kämpfen, dass man braucht und liebt. Zu dem zu stehen, egal wie schwer es in dem Moment auch scheinen mag. Wieder ist alles vertreten, von Liebe über Schmerz bis zum entdecken neuer Lebenslust. All das zieht, wie jeder von Iñárritu's Filmen, einige der besten Filmmomente überhaupt nach sich. Zu erwähnen wäre das Telefonat zwischen Richard und seinem Sohn nach unglaublich schweren Tagen der Verzweiflung und Angst, oder die absolut perfekt inszenierte Szene in der Chieko durch eine Disco wandert und der Zuschauer dabei immer wieder in ihre Situation gepresst und genau das fühlt wie sie. Ein junges Mädchen in ihrer leisen Welt zwischen greller Farben und extremer Lautstärke. Aber man könnte an dieser Stelle jede Szene mit Chieko erwähnen, da diese zu den besten des Films zählen, das würde aber viel zu weit führen. Auch 'Babel' wird wieder zu einem durchaus starken, gefühlvollen und streckenweise schmerzhaften Film.

Fazit: Mit 'Babel' glückt Alejandro González Iñárritu für mich leider kein erneutes Meisterwerk. Dafür ist der Film für mich schlussendlich zu positiv und kommt an einigen Stellen der Episoden deutlich zu kurz. Doch 'Babel' ist auf jeden Fall ein weiterer ausgezeichneter Film von Iñárritu, der durch seine überwiegend starke Inszenierung, den tollen Darstellern, den kraftvollen Bildern und dem einfühlsamen Soundtrack begeistern kann. Ein kraftvoller Film der berührt, mitfühlen lässt und den Zuschauer am Ende nicht verlassen oder erdrückt zurück lässt.

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Punsha

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Viele bewegende Schicksale auf drei verschiedenen Kontinenten. Ein Unfall im Mittelpunkt, der alle verbindet. Aber schnell wird einem klar, dass es hier so viel mehr gibt, was die Menschen verschiedenster Kulturen gemeinsam haben. Obwohl keiner den anderen versteht, sind es doch die Gefühle, die ein und die selbe Sprache sprechen.
Iñárritu zeigt in BABEL den Kampf eines jeden Menschen um Verständnis und Toleranz, und wie Sprachvielfalt und Bürokratie versucht, diesem ersehnten Wunsch einen Riegel vorzuschieben. Sehr eindringlich gespielt, packend und gewohnt emotional: BABEL stellte für mich eine große Überraschung dar und ist für mich nach 21 GRAMM Iñárritus bester Film. Viel bleibt nicht zu sagen: Nicht viel reden, einfach erleben!

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fkfilmkritik

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Bewertung5.0Geht so

Ja, also ääääh. Ich sage es mal zuerst: "21 Gramm" ist für mich ein unglaublich depressives und deprimierendes Meisterwerk. Und ist dies das Ende der Trilogie von Iñárritu auch? Öh, jaaaa näää nicht so direkt. Dabei ist die Ausgangsposition garnicht mal schlecht: 3 Kontinente. 3 Stories und eine Auflösung, die diese weit voneinander entfernten Gebiete zusammenhält. Das gelingt ja auch, teilweise, aber warum nicht ganz. Ja, "Babel" hat eine Schwäche. Eine die den kompletten Plot für mich deutlich weiter nach unten zieht. *Trommelwirbel* Nämlich die Asia-Episode, die in meinen Augen jedenfalls unpassend war. Bietet sie sich doch gut an um der Geschichte mehr Abwechslung zu verleihen und die interessante Kultur miteinzubinden, wird daraus ein für mich etwas nerviges. "Ich will unbedingt Sex haben!!!"-Gesülse. Wenn dann mich wenigstens die Auflösung oder Zusammenführung der Episoden überzeugt hätte, hätte ich es ja noch verziehen, aber dem war nicht der Fall! Ich dachte es käme ein richtiges zusammenführen der Mechanismen. Dabei war das nur basierend auf irgendeinem Zufall, der noch nichtmal wirklich Aussagekraft in den Händen hielt. Oder sollte es nur zeigen: "Waffen sind schlecht!" Wenigsten riss mich die Episoden mit Pitt und Blanchett mit und den Kindern mit dem Gewehr.

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Punsha

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Babel fehlt mir schon seit Ewigkeiten als einziger Film in meiner Iñárritu-Sammlung, da ich mich seit Biutiful an den guten Mann nicht mehr herantrau...der Kommentar bestätigt mich irgendwie. :)


Punsha

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So, ich nehms zurück. Schande über dich! :DD


_Garfield

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Drei Kontinente. Vier Leben. Vier Schicksale. Ein auslösendes Moment. Scheinbar ohne Zusammenhang. Kindliche Unbekümmertheit als Auslöser für eine Verkettung von Schicksalen. Zufall als wiederkehrendes Leitmotiv. Ein gehörloser Teenager, geprägt von seinem Schicksal. Auf der Suche nach Liebe, Verständnis, Glück. Wir empfinden nicht nur Mitleid mit ihr. Wir empfinden nach, beginnen zu verstehen und bewundern sie für ihre Stärke. Keine aufdringliche Behinderten-Werbung, kein Zeigefinger, kein schlechtes Gewissen. Lediglich das Produkt einer intoleranten und von Egoismus zerfressenen Gesellschaft bekommen wir präsentiert. Wir bekommen einen Ausblick auf die möglichen Folgen. Der Ausgang ist logisch. Der Ausgang ist menschlich. Ein junger Polizist als Rettung, als Musterbeispiel, als Appell an die Menschlichkeit in uns. Ein Hilfeschrei und eine Reaktion. Ursache und Wirkung. Eine fürsorgliche Mexikanerin. Sie arbeitet als Kindermädchen. Seit sechzehn Jahren. Sie fällt eine falsche Entscheidung. Das falsche Auto, die falsche Person. Ein Zwischenfall. Nun droht die Abschiebung. Nach sechzehn Jahren. Sie ist fleißig, integriert, angenommen. Keine Gnade. Amerikanische Bürokratie, Existenzverlust. Ein amerikanisches Pärchen in Marokko. Sie haben Probleme. Eine Busfahrt wird zur Beziehungsprobe. Sie wird angeschossen, droht zu verbluten. Ein lokales Kaff als unfreiwilliger Zufluchtsort. Ein Bus mit spießigen Touristen. Die Bewohner des Dorfes. Neugierde. Kulturschock. Skepsis. Angst. Sprachbarriere. Wissenslücken. Politische Barrieren. Rassismus. Ein junger Marokkaner und sein Bruder. Der Schütze, ein Kind. Ein Unfall. Die Waffe wurde erst gekauft. Von einem Nachbarn. Dieser bekam sie als Geschenk von einem Japaner aus Tokio. Zufall. Unglücklich verkettet. Ein leiser Film, akzentuiert tritt Musik auf. Viele Untertitel. Viele Sprachen. Eine Ode an das Leben. Ein Film voller Optimismus. Aber auch eine Warnung und eine Erkenntnis. Unser Handeln bleibt nicht ohne Folgen, Toleranz kann Leben retten, die, die am wenigsten haben, werden hilfsbereit sein, die Lösung fängt in jedem von uns an. Sprachliche Barrieren, ethnische Barrieren, politische Barrieren existieren nur in unserem Kopf. Wir stehen uns selbst im Weg, kein Schicksal, kein Zufall. Es ist unsere Entscheidung. Wie die junge Teenagerin. Sie bricht aus, entscheidet, tut alles. Der Ausgang des Films. Unendlich optimistisch. Unendlich rührend. Keine bahnbrechende Erkenntnis, nur ein Schritt dahin, sie endlich zu verstehen.

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Patrick Zecca

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Interessant und gut geschrieben, leider erzählst du schon die ganze Geschichte. Für Unwissende also weniger zu empfehlen, eine Warnung wäre nett.


_Garfield

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Danke und Entschuldigung!


Kahlewoo

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Bewertung4.0Uninteressant

Ich muss sagen, dass ich mir viel mehr von dem Streifen erwartet habe. Meiner Meinung nach ist diese Geschichte viel zu sehr in die Länge gezogen und auch die aufmacherische Filmbeschreibung: "Ein Schuss in der Wüste von Marokko ist das auslösende Moment einer ganzen Kette von Ereignissen, die vier Schicksale von unterschiedlichen Menschen auf drei Kontinenten miteinander verbindet." bestätigt sich nicht. Schicksale wie sie unterschiedlicher nicht sein können sind einfach künstlich dramatisch mit einander verknüpft und öffnen mir keine Tür durch die ich gehen kann um mich in den Film einzufühlen, was meiner Meinung nach das Ziel eines Dramas sein sollte.
Von mir bekommt Babel lediglich 4 Punkte und das auch nur aufgrund der spitzen Schauspielleistung von Brad Pitt und Cate Blanchett

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Karowdame

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wunderschöner, ruhiger Film...aber das schönste ist die Musik von Gustavo Santaolalla!

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cecile

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich weiß gar nicht, welche negativen Kritikpunkte ich bei Babel aufführen kann. Selbst beim zweiten Mal Sehen schaffte der Film es, mich zu fesseln und gespannt auf die nächste Szene warten zu lassen. Von den Längen, die andere hier aufführen, spüre ich kaum etwas.

Worum geht es eigentlich? Es ist schwer, das auszudrücken. Man lernt in drei (oder sogar vier?) Handlungssträngen Menschen aus verschiedenen Kulturen kennen, die durch Zufälle miteinander verbunden sind.
Sie alle kämpfen mit ihren persönlichen Problemen. Diese unterscheiden sich zwar vor allem in ihrer Art und Intensität, doch es ist nachvollziehbar, warum gerade das gerade jetzt so wichtig für diese Person ist.

Der Film erzählt eine Geschichte über Kommunikation. Er zeigt Personen, die versuchen, sich einander mitzuteilen, auf ganz verschiedene Weisen. Es werden sowohl gescheiterte Versuche gezeigt als auch Menschen, die lernen, wieder aufeinander zuzugehen. Und trotzdem wird der rote Faden der Geschichte nie außer Acht gelassen.

Welche Sprache verstehen Menschen am besten? Sprache, Gewalt, Sex, Körpernähe, Aufmerksamkeit?

Ein unglaublich gelungener Film mit eindrucksvollen Schauspielern, Bildern und Musik. Selbst die harten Schnitte sind gelungen.
Ich kann ihn nur empfehlen :)

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Rodon

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wie schon in "21 Gramm" verwebt Regisseur Alejandro González Iñárritu drei einzelne Storylines aus aller Herren Länder zu einem toll erzählten Ganzen. Alle Geschichten sind zum Teil zutiefst tragisch und bieten sowohl den Hollywood-Kalibern Brad Pitt/Cate Blanchett als auch den vielen unbeschriebenen Blättern eine tolle Bühne zum Schauspielern. Ganz nebenbei bekommt man realistische Einblicke in ferne Kulturen. Damit es nicht langweilig wird, springt der Film immer mal wieder an spannenden Stellen zur nächsten Story über, die Dramatik wird dadurch auf die Spitze getrieben. Wem also die beiden Vorgänger gefallen haben, der wird auch hier wieder sehr gut bedient.

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Narrisch

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Bewertung2.0Ärgerlich

Sinnfreies, leeres, gar dummes Drama um Nichtigkeiten die eigentlich keine sind aber in der Verknüpfung des ganzen künstlich dazu aufgeblasen werden. Enttäuschend.

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Kreaexo

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Bewertung9.0Herausragend

Hm... in den Kommentaren wurde eigentlich schon alles zu diesem Film gesagt.
Daher: Angucken! Genießen! Mitfiebern!

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lovenotwar

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Alejandro González Iñárritu inszeniert mit "Babel" einen eindrucksvollen Film über Gewalt, Schuld und Reue. 4 zusammenhängende Geschichten erzählen, wie verschiedene Leute mit diesen Themen umgehen und diese erleben.
Der Film lädt dazu ein, sich ein eigenes Bild über die Schuld oder die Reue der verschiedenen Charaktere zu machen, da der Film uns keine Meinung vorgibt.
Die verschiedenen Geschichten sind berührend und traurig, da man sich meist gut in die Lage der Figuren hineinversetzen kann.
Zudem ist die Musik des Filmes klasse und unterstreicht die traurigen und eindrucksvollen Geschichten.
Mit tollen Bildern hat der Film auch visuell viel zu bieten.
Im Großen und Ganzen ein toller, berührender Film, der zum Nachdenken anregt!

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Isolation

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Bewertung7.0Sehenswert

Alejandro González Iñárritu breitet das Zusammenwirken verschiedenster Lebens- und Verhaltensweisen auf die gesamte Welt aus und will so beeindruckender und noch etwas größer zeigen, vielleicht auch beweisen, wie eng wir doch alle miteinander verbunden sind und wie nur ein Ereignis alles aus der Bahn werfen kann. Der Schmetterlingseffekt.
Packend ist „Babel“ auf jeden Fall, tragisch auch und in einigen Szenen einfühlsam und unglaublich bedacht. Leider ist er nicht völlig fehlerfrei, so wirkt die Geschichte im asiatischen Raum etwas deplatziert, zu blass und zu unbedeutend für die eigentliche Handlung, das eigentliche Ereignis. Dafür bietet uns Iñárritu fesselnde Einblicke in die Gefühlswelt von Chieko (Rinko Kikuchi), gestört hat mich dieser (stellenweise) fehlende Bezug aber schon.
Eine typische Geschichte wirst du hier übrigens nicht vorfinden, es sind vielmehr einzelne Moralansätze und Resultate, die diese Menschen schlussendlich alle in Verbindung bringen. Und dies kommt, abgesehen von der japanischen Episode, sehr gut zur Geltung.
Mit Brad Pitt und Cate Blanchett ist „Babel“ zudem bekannt und absolut glaubhaft besetzt. Doch auch die unbekannteren Darsteller liefern eine sehr berührende und melancholische Arbeit ab. Feste Hauptdarsteller gibt es hier nicht, was auch vollkommen richtig ist – wäre schade, wenn man Pitt und Blanchett den Vorzug gegeben hätte.
Zwar reicht's für mich nicht für ein Meisterwerk, aber sehenswert ist „Babel“ definitiv. Ein sehr ehrliches und emotionales Erlebnis, toll gespielt, musikalisch perfekt untermalt und mit großartigen Kamerafahrten ausgestattet.

8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten

Isolation

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Also ich fand die beiden (indirekten) Vorgänger von Iñárritu besser, muss man auch irgendwie an der Wertung deutlich machen. :-)


Patrick Zecca

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Würde ich meine Meinung zu diesem Film abgeben wollen: Deinen Kommentar kopieren, einfügen, Kommentar speichern, fertig!


La Bardot

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Bewertung4.5Uninteressant

Blieb etwas unter meinen Erwartungen. Ein anständiges Drama ist es dennoch und für den ein oder anderen sicherlich empfehlenswert.

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agynessa

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wenn man sich den mal anschaut, kann man eigentlch nix verkehrt machen.

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