Biutiful

Biutiful (2010), ES/MX Laufzeit 147 Minuten, FSK 16, Drama, Thriller, Kinostart 10.03.2011

noch nicht bewertet

Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
7.7
Kritiker
30 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.5
Community
2861 Bewertungen
157 Kommentare
admin image admin trailer admin edit edit group memberships sweep cache Moviemaster:Movie

von Alejandro González Iñárritu, mit Javier Bardem und Maricel Álvarez

Nach Babel, 21 Gramm und Amores Perros zeichnet Alejandro González Iñárritu in seinem neuen Film das Porträt eines Mannes, der anderen versucht zu helfen, um sich selbst zu retten. Biutiful ist ein Film voller Poesie, ein Gedicht über Liebe, Glaube, Hoffnung und Vergebung – kürzlich gleich zweifach für den Oscar nominiert (Bester Hauptdarsteller, Bester ausländischer Film).

Biutiful erzählt die Geschichte von Uxbal (Oscar-Gewinner Javier Bardem): Hingebungsvoller Vater, verzweifelter Liebhaber und Kleinganove im Untergrund. Ein Mann, den die Last seines Lebens und immer neuer Herausforderungen erdrücken würde, hätte er nicht die Liebe zu seinen Kindern Ana und Mateo. Sie hält ihn aufrecht, wenn es nicht weiterzugehen scheint, gibt ihm Kraft, wenn er das Licht am anderen Ende des Tunnels aus den Augen verliert. Für ihr Leben gibt Uxbal alles, während er mit nicht immer legalen Mitteln versucht, zu überleben. Wie ein Wanderer bewegt sich Uxbal zwischen den Welten am Rande eines modernen, unbekannten Barcelona, auf der Suche nach Versöhnung mit seiner Frau Marambra, seinen Kindern und doch letztendlich mit sich selbst.

  • 37795279001_640771160001_ari-origin06-arc-186-1287475033728
  • 37795279001_1859522353001_th-50616576c7e7b0e46d1c72d8-767904722001
  • Biutiful
  • Biutiful
  • Biutiful

Mehr Bilder (18) und Videos (3) zu Biutiful


Cast & Crew


Kritiken (19) — Film: Biutiful

SoulReaver: CinemaForever

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

[...] "Biutiful" wird zu einem intimen, schmerzhaften, deprimierenden und feinfühligen Charakterdrama, das zwar viele Schläge in Richtung Psyche und Magen austeilt, doch genauso viel einstecken kann. Wäre Iñárritus Inszenierung etwas weniger bepackt geworden und die Handlung zwischen chinesischen Fälschern, afrikanischen Händlern, korrupten Polizisten und der leidenden Familie straffer erzählt worden, dann hätte "Biutiful" das nächste wirklich große Meisterwerk im Schaffen des mexikanischen Regisseurs sein können. [...]

Kritik im Original 16 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 10 Antworten

Joeyjoejoe17

Antwort löschen

Hehe, dann ist ja gut.
Hab Amores Perros, Biutiful und 21 Gramm auf 10, Babel auf 9. Der macht einfach Dramen wie ich sie liebe. Fantastisch der Kerl.


SoulReaver

Antwort löschen

Weiß ich doch :)
Guter Mann, absolute Zustimmung.


Flibbo: Wie ist der Film?

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

Im Anschluss an Woody Allens „Vicky Cristina Barcelona“ durchstreift Hauptdarsteller Javier Bardem gleich ein weiteres Mal die spanische Hauptstadt. Doch statt durch die romantische Touristen-Brille sieht Regisseur Alejandro González Iñárritu Barcelona mit ganz anderen Augen und taucht in die ärmeren, schmutzigen Viertel ein. „Biutiful“ ist eine aufmerksame, intime Charakter- und Milieustudie. Obwohl Iñárritu anders als bei seinen Vorgängerwerken „Amores Perros“, „21 Gramm“ und „Babel“ eine lineare Erzählweise mit Fokus auf nur einem Protagonisten wählte, kann er es nicht lassen, seine Geschichte mit vielen verschiedenen Themen anzureichern. Dieser emotionale Rundumschlag läuft Gefahr, mehr erschöpfend als ergreifend zu sein. [...]

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

SiameseAlex: SiameseMovies

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Regisseur Alejandro González Inárritu portraitiert in seinem neuesten Werk »Biutiful« gewohnt symbolträchtig die Vergänglichkeit eines Mannes [namens Uxbal] im Diesseits, der mitten im Leben zu stehen scheint. Augenscheinlich in den besten Jahren verkommt dieser jedoch äußerst schnell zu einem verlebten Missbrauchsobjekt der Gesellschaft – sich mühsam durch die verdreckten Trümmer selbiger schleppend, vergeht er indes langsam und zerfällt.
[...]

Kritik im Original 11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

SiameseAlex

Antwort löschen

oh, sorry, danke für den hinweis. in meinem kopf hatt's nun grad die Tochter gesagt! =)


Sheeeeep

Antwort löschen

Steht ganz oben auf meiner "To-Watch-Liste"!


Richard Lammel: DVD-Forum.at Richard Lammel: DVD-Forum.at

Kommentar löschen
9.0Herausragend

BIUTIFUL dringt tief in die Magengrube um im Inneren des Zusehers gut durchzurühren. Alejandro González Iñárritus Werk nimmt einem umgehend in Besitz und trampelt schonungslos auf jegliche Gefühlsebenen ein. BIUTIFUL ist das komplette Gegenteil eines „Feelgoodmovies“. Dennoch lohnt es, sich mit diesem eindringlichen Werk zu beschäftigen, und es nicht zuletzt, zu erarbeiten. BIUTIFUL ist empfundenes Leid und Schmerz in seiner schönsten Art!

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Jürgen Kiontke: Jungle World, ai-Journal, K...

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Den Himmel Spaniens wie auch sein Meer sieht man in diesem Film selten - und wenn, dann in Verbindung mit jenen angeschwemmten Toten am Strand, die von untergegangenen Schlepperbooten stammen. Iñárritu wirft einen spröden, harten Blick auf die europäische Migrationspolitik: Die Dienste des Schleppers kommen beinahe als alltägliche Normalität des globalisierten Arbeitsmarktes daher. Parallel wird aufgezeigt, wo es mit Europas Jugend hingeht: Eingezwängt in einer heruntergekommenen Bude versucht der Protagonist, der Kleinbandit Uxbal, seinen Kindern die Schule schmackhaft zu machen. „Beautiful, wie schreibt man das?“, fragt das Kind. „Mit zwei i“, antwortet Uxbal.
Genau wie das Urteil über dieses Werk: Spitzenfilm.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Biutiful ist ein tiefgründiges und zugleich poetisches Porträt eines widersprüchlichen Mannes. Unprätentiös und chronologisch erzählt Alejandro González Iñárritu den Leidensweg seines Protagonisten und verbindet ihn zugleich geschickt mit einer Vielzahl von Einzelschicksalen. Raue, triste Bilder von dokumentarischer Schärfe zeichnen atmosphärisch stark die menschenunwürdigen Verhältnisse multi-ethnischer Parallelgesellschaften in den Armenvierteln Barcelonas. Treffende Sinnbilder wie die schimmelige Zimmerdecke, die die Handkamera mehrfach in den Blick nimmt, stehen für den Prozess des körperlichen wie seelischen Verfalls. Einzig die liebevollen Szenen zwischen dem fürsorglichen Vater Uxbal und seinen Kindern lichten das von düsteren Alltagsimpressionen bestimmte Drama auf.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Sicherlich ist "Biutiful" [...] schwer zu ertragen mit seiner hohen Konzentration an Tragik und Elend und all den Schicksalsschlägen, die er in seinen fast 150 Minuten bis zum finalen Übergang zwischen zwei Welten erbarmungslos auftürmt. Dem Sog dieses düsteren Films, seiner seltsamen Poesie und Zärtlichkeit und seiner Kraft, die in den besten Augenblicken die Kehle zuschnürt, kann man sich aber nur schwer entziehen. Schließlich findet sich tatsächlich eine seltsame Schönheit in "Biutiful", auch wenn sie sich auf den ersten Blick vielleicht nicht erschließt.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

José Garcia: Textezumfilm

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

Die Reise in das Untergeschoss einer europäischen Metropole wird von der fiebrig-nervösen Musik Gustavo Santaollalas und der hektischen Handkamera Rodrigo Prietos begleitet, die etwa die Verfolgung der illegalen Straßenverkäufer durch die Polizei aus dem Inneren heraus fotografiert. „Biutiful“ liefert sowohl poetische als auch von kruder Hässlichkeit strotzende, zuweilen fast pornografische Bilder. Die nahezu zum Stilmittel erhobene Hässlichkeit kommt in dem falsch geschriebenen Filmtitel zum Ausdruck: Als Ana ihren Vater fragt „Wie schreibt man ,beautiful‘, Papa?“, antwortet Uxbal: „So wie man spricht: ‘biutiful‘“ – der Filmtitel als Symbol für den menschlichen Makel, der sich durch den ganzen Film wie ein roter Faden zieht.

Die teils unzusammenhängenden Bilder fließen bei Javier Bardem zusammen: Es gibt kaum eine Szene, in der nicht seine Figur Uxbal, häufig im Großaufnahme, im Mittelpunkt steht. Dem spanischen Schauspieler gelingt die schwierige Aufgabe, einen von widersprüchlichen Eigenschaften geprägten Charakter glaubwürdig darzustellen. So liebevoll sich sein Uxbal um seine Kinder kümmert, so aufschäumend kann er in der nächsten Szene ausrasten. Komplex und widersprüchlich nimmt sich etwa auch seine Beziehung zu den Immigranten aus, die er einerseits als regelrechter Menschenhändler ausnutzt, mit denen er andererseits Freundschaften schließt. Um diese Figur zu zeichnen, setzt González Inárritu eine beinahe impressionistische Erzählweise ein: Statt der Verknüpfung verschiedener Episoden, die er in „Babel“ meisterhaft inszeniert hatte, verwendet der mexikanische Regisseur in „Biutiful“ lose miteinander verbundene, teilweise jedoch ausgefranste Erzählstränge.Trotz der bedrückenden Stimmung des ganzen Films entlässt „Biutiful“ den Zuschauer nicht ohne die Hoffnung, dass die gescheiterte Existenz Erlösung finden wird.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

goodspeed: ANIch / UFA / KultHt.de / O...

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Mit „Biutiful“ beschritt Regisseur Alejandro González Iñárritu einen Weg, den bereits andere Regisseure wie Pedro Almodóvar oder James Cameron vor ihm gingen. Regisseure, die eine innige Beziehung zu starken Frauencharakteren besitzen und sich mit den eigenen Mutterkomplexen auseinandersetzen. Iñárritu kehrte diesen Ansatz um und erschuf seine eigene, sehr persönliche Familienbewältigung. Eine Hymne an die Beziehung zwischen ihm und seinem Vater, dem er den Film widmete und im Abspann liebevoll „Old Oak“ nannte.

Nach Filmen wie „Vicky Cristina Barcelona“ oder „L' Auberge Espagnole“ zeigt uns „Biutiful“ die Schattenseiten und Randzonen der katalanischen Hauptstadt: Das soziale Ende der Fahnenstange. Auch in Iñárritus viertem Kinofilm greift der Filmemacher erneut seine Hauptthemen Gewalt, Tod und menschliche Abgründe auf, die den väterlichen Alltag von Uxbal (Javier Bardem) umsäumen. Es ist eine Eigenheit des Regisseurs - man möchte fast sagen „morbides Talent“ - seine Filme…

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Harald Steinwender : BR Harald Steinwender : BR

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Mit großer Zärtlichkeit nähert sich der Regisseur seinen Protagonisten, entwickelt selbst aus Nebenfiguren differenziert gezeichnete und vielschichtige Charaktere. [...] Immer wieder findet Biutiful trotz der zermürbend düsteren Alltagsimpressionen auch poetische Bilder, die den Film in die Nähe eines magischen Realismus rücken und Hoffnung auf etwas wecken, das es jenseits dieser Welt geben mag.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Diemuth Schmidt: Radio Köln Diemuth Schmidt: Radio Köln

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Alejandro González Iñárritu entwirft mit Uxbal eine überlebensgroße Figur, die nur ein Schauspieler wie Javier Bardem gerecht werden kann. [...] Ungewohnt gradlinig erzählt, liefert Iñárritu mit "Biutiful" einen starken Film über die großen tiefgründigen Themen ab, dessen Zärtlichkeit trotz aller Härte in Erinnerung bleibt.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Filmering: Filmering.at

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

Biutiful balanciert haarscharf an der Grenze zwischen Genie und Wahnsinn. Vieles funktioniert leider nicht so gut: So erzählt Regisseur Alejandro González Iñárritu zwar zum ersten Mal eine lineare Geschichte mit einer Hauptfigur, aber trotzdem öffnen sich ständig neue Handlungsstränge fast in Episodenform, die aber oftmals nur angedeutet werden. Auch wirkt es störend, dass der Film ständig und immer weiter auf die Hauptfigur einprügelt. Es reicht nicht, dass Uxbal an Krebs stirbt und alleinerziehender Vater ist, es müssen immer weitere Schicksalsschläge nachgereicht werden. Das Problem dabei ist nur, dass diese nicht organisch wirken, sondern oftmals sehr kalkuliert erscheinen. Jede Einstellung, jeder weitere Schlag, alles wirkt wie kalt errechnet. Einzig der warmen und sensiblen Darbietung von Javier Bardem ist es zu verdanken, dass man sich dennoch für die Figur interessiert und mitleidet. Zwar lässt Alejandro González Iñárritu den ganzen Film über durchscheinen, dass er ein großer Regisseur ist, aber wirklich ohne Abstriche gelungen ist lediglich die letzte halbe Stunde des Films in der er die Geschichte von Uxbal mit viel Feingefühl und ohne unnötige Effekthascherei zu Ende bringt. Biutiful ist ein sehr schwierig zu bewertender Film, weil viele Dinge schlecht, andere hingegen wieder ausgezeichnet. funktionieren. Insgesamt betrachtet ist Biutiful natürlich ein wirklich guter Film, aber wenn man bedenkt, dass er vom selben Regisseur wie Amores Perros, 21 Gramm und Babel ist, hinterlässt ein “guter” Film dennoch einen etwas schalen Nachgeschmack. Und Kritiker des Regisseurs haben hier noch mehr Grund denn je um zu kritisieren.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

P. Wellinski: Filmszene.de P. Wellinski: Filmszene.de

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Selbst ein guter Regisseur - der Innaritu zweifelsohne ist - kann bei [...] einer Überfülle an Katastrophen eine gewisse Balance der Glaubwürdigkeit schwerlich aufrechterhalten. [...] So wird gerade die Geradlinigkeit und Konzentration der Erzählung "Biutiful" zum Verhängnis, da sich in Innaritus bisherigen verschachtelten Filmen das Leid und die Schicksalsschläge auf mehrere Episoden und Figuren verteilten. Dabei hat "Biutiful" Momente schrecklicher Schönheit, Ausbrüche voller Rhythmus und Tempo und mit Javier Bardem einen wuchtigen Hauptdarsteller, der es schafft seine Figur nie ins Esoterische abschweifen zu lassen.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kirk Honeycutt: Hollywood Reporter

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Man sollte wissen, dass Alejandro Gonzales Inarritu's Biutiful einen starken, geradlinigen erzählerischen Drang hat. Nichtsdestotrotz, und am allermeisten, ist es ein sagenhaftes, melancholisch-gestimmtes Gedicht über Liebe, Vaterschaft und Schuld. […] In vielen Belangen ist dies Inarritu's am stärksten verschachtelte Studie über das menschliche Sein.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

alviesinger: bummelkino

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

Alejandro Gonzáles Inárritu kann auch linear erzählen. Manchmal weiß der Mexikaner allerdings nicht, wie viel Leid und Glücksmomente ein Film mit der immensen Laufzeit von fast 150 Minuten verträgt. Das emotional stark aufgeladene „Biutiful“ ist ein für Inárritu typisch komplexes Konstrukt: eine ungerechte Welt, wo jeder sich und seiner Familie selbst der Nächste ist und wo sich in den Schmuddelecken Barcelonas menschliche Tragödien abspielen. Es wird geweint, gestorben, gelitten und auch gelacht. Inárritu wollte diesmal bewusst von seiner üblichen Erzählstruktur mit steten Ortswechseln weg. Trotz der Vorgabe klammert er sich dann aber wieder an alte Strukturen: Die bereits in „Babel“ anvisierte Globalisierungsdebatte wird fortgesetzt. Der Filmemacher vermischt das Elend der spanischen Unterschicht mit den unfassbaren Schicksalen der illegalen Einwanderer – ob nun aus dem Senegal oder China. Und der Mexikaner trägt dick auf. Das Drama wirkt in seiner Gesamtheit überladen und schier endlos. Aber dank eines gut aufgelegten Javier Bardem und einer schier großartigen Maricel Àlvarez – dem heimlichen Star des Dramas – ist „Biutitful“ ein sehenswerter Film über das Leben in einer aus den Fugen geratenen Welt.

Kritik im Original 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

G. H. Jekubzik: programmkino.de G. H. Jekubzik: programmkino.de

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

In Cannes hing sich die Kritik daran auf, dass Alejandro González Iñárritu [...] nicht wie in seiner Globalisierung des Gefühls „Babel“ oder in dem Schuld-Puzzle „21 Gramm“ verschiedene Erzählstränge verflochten hat. [...] So mag „Biutiful“ im Fluss der Geschichte etwas konventionell sein - Figuren, Visionen, Gefühle und die ungewöhnlichen Mittel sind es nicht. Wenn sich der poetische Rahmen versöhnlich [...] schließt, vollendet sich das großartige Erlebnis dieses eindringlichen Films.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Andreas Borcholte: Spiegel Online Andreas Borcholte: Spiegel Online

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Alejandro González Iñárritu zeigt in seinem poetischen Film "Biutiful", wie man am Rande der westlichen Reichtumsgesellschaft überlebt. [...] Iñárritu inszeniert "Biutiful" konsequent als Charakterstudie. Die Kamera bleibt ganz nah an Javier Bardems trauriger Miene, seinem sorgenvollen Blick. Mit der geduckten, stets zum Sprung bereiten Physis eines verletzten Raubtiers trägt er den gesamten Film auf seinen Schultern und lässt den Wunsch des Regisseurs nach größtmöglicher Identifizierung und Nähe [...] in Erfüllung gehen.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Christiane Peitz: Der Tagesspiegel Christiane Peitz: Der Tagesspiegel

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Vor allem ist „Biutiful“ Bardems Film, von der ersten bis zur letzten Szene. Sein Leidensweg, sein Märtyrerantlitz, die Agonie eines Rastlosen, die Verzweiflung, die Schuld [...]. Aber warum ästhetisiert Inárritu das Elend [...], warum bürdet er diesem Schmerzensmann alles Unglück und alle Verantwortung auf für die Hilflosen um ihn herum? [...] Inárritu beutet das Elend der Anderen als Staffage für das so existenzielle wie eindringliche Dilemma seines Helden aus: eine spekulative, moralisch bedenkliche Dramaturgie.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

D.Brüggemann: Schnitt D.Brüggemann: Schnitt

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Verglichen mit dem lautstarken Pathos seiner früheren Filme ist Biutiful still, ehrlich und unglaublich tiefgründig, er ist viel eher ein Meisterwerk als alles, was Iñárritu bisher gemacht hat.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (138) — Film: Biutiful


Sortierung

mattxl

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Hab den lange vor mir hergeschoben, auch, weil ich mir nicht vorstellen können wollte, dass Inarritu einen mittelmäßigen Film machen könnte.

Inarritu kehrt sein Erzählprinzip hier um: Machte er bisher aus v i e l e n Geschichten e i n e, so ist es hier der e i n e, der in v i e l e Geschichten verstrickt ist. Das ist zunächst einmal traditioneller - und auch ein bischen langeweiliger. Vor allem aber sind es zu viele zerfleddernde Geschichten, die nicht sehr sorgfältig erzählt werden, die hier zusammengeflickt werden.

Das Probematischste am Film finde ich seine Depressions-Routine. Das Aufeinanderhäufen von Gefühlen, Gesichtern, Blicken, Geschichten, Farben und Dingen, die alle nur zu schreien scheinen, dass alles in der Welt ach so furchtbar und grausam ist, ruft irgendwann beim Betrachter das Gegenteil dessen hervor, was es hervorrufen will. Das fängt bei dieser popelgrünen Adidas-Traniningsjacke an und hört beim unbeabsichtigten Massenmord auf. Selbst den Kindern, die sonst üblicherweise in Depri-Filmen als Frohsinn schaffende Zeichen der Hoffnung herhalten müssen, bleibt hier nichts anderes übrig, als mit oder ohne Alki-Mutti in schlickgrauer Tristesse zu verharren.

Gleichwohl: Das ist wahrlich kein schlechter Film. Er hat seine eigene Poesie, teilweise großartige Bilder. Vielleicht sollte man einfach vergessen, dass er von Inarritu ist?

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

ElMagico

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Ich würde "Biutiful" so gerne so viel mehr mögen, aber sovieles in mir wehrt sich dagegen, da ich ständig das Gefühl hatte, Iñárritu füllt ganz bewusst meine Schuhe mit Zement, nur um auch ganz sicher sein zu können, dass ich mit diesem Film auch untergehe. Das ist alles irgendwie ansprechend, geht in den besten Momenten auch zu Herzen, ist aber viel zu sehr durchtränkt von einem Weltschmerz, welcher sich diesmal selbst zu genügen scheint.
Leider kann hier der vorzüglich zurüchhaltend agierende Javier Bardem dem Film nur teilweise zu einem besseren Gesamteindruck verhelfen, denn so sehr er durch sein Spiel seiner Figur Authenzität verleiht, so sehr wird diese vom Charakterentwurf Iñárritu genommen. Als müsse dieser Mann alle Pein der Welt auf sich vereinen, wird ihm auf seinem Weg kontinuierlich Stein auf Stein in sein Säckchen geworfen, mit dem er durch das Leben geht. Dieser Uxbal hat nicht nur im privaten Bereich Probleme an allen Ecken und Enden, er muss sich auch noch mit den großen sozialen und wirtschaftlichen Problemen dieser Welt herumschlagen und ist dabei mit einer ambivalenten Gutmütigkeit oder Gerechtigkeit gesegnet, die ich ihm einerseits nie ganz abnehmen konnte und ihn andererseits auch zu einer seltsamen, fast schon religiösen Figur hochstilisierte.
Inszenatorisch zumeist über jeden Zweifel erhaben, scheitert "Biutiful" daran, dass er sich einfach zuviel vornimmt und mit all seinen Elementen nichts mehr anzufangen weiß. Ein Fokus auf die Intimität des Privaten hätte aus diesem Film eine großartige Milieustudie machen können, welche dann meinetwegen auch ein bisschen rührselig hätte sein können. Wohl hätte dann das Potrait dieser recht wilden Stadt viel besser gegriffen. Iñárritu überfrachtet dieses Bild aber, verwischt den Blick durch zuviele Einflüsse. Wirkt die Geschichte der Afrikaner noch recht anständig ausgearbeitet, so erscheint einem z.B. die Storyline rund um die Chinesen teilweise nicht wirklich nötig. Und immer öfter fragte ich mich: Warum? Warum müssen diese beiden chinesischen Geschäftspartner jetzt auch noch homosexuell sein? Wieso muss der Bruder jetzt unbedingt mit Uxbals Frau schlafen? Warum diese komische Fähigkeit von Uxbal? Ich wusste bei vielen Dingen einfach nicht wozu sie gut sind in "Biutiful", sie gaben mir nur das Gefühl da zu sein, um eben noch einen Problem aufzuzeigen, noch eine dunkle Tür zu öffnen. Wenn deren aber schon 10 offen sind, dann stört mich die 11 aber halt auch kaum noch.
Vielleicht hab ich es einfach nicht kapiert, aber wirklichen Zugang konnte ich zu diesem Film nie erlangen. So sehr mir die Figur des Uxbal eigentlich zusagte, so sehr mich der Kern seines Leidensweges auch interessierte, so sehr verlor ich mich dann auch in diesem Berg an Bedrückung.
Zumindest eine lang gehegte Frage konnte mir "Biutiful" beantworten: Es gibt im Jenseits Zigaretten! Juhu!

bedenklich? 18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

spanky

Antwort löschen

Ganz große Metapher mit dem Zement in den Schuhen! Super


ElMagico

Antwort löschen

Merci! :)


heiko.buschhaus

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

An diesem Film ist nun wirklich nichts beautiful! Die Story ist so depremierend, so tiefgreifend, so impulsiv, dass es einen mit den Charakteren zusammen in diesen endlosen Strudel hinunter reißt! Javier Bardem spielt, wie man es aus 'No Country for old Man' und 'Skyfall' von ihm gewohnt ist: einfach nur genial. Die Kamera ist extrem gut und zieht den Zuschauer unversehens ins Innere des Filmes hinein. Der Soundtrack unterstreicht dies alles noch. Der große Nachteil des Film ist seine ewig wirkende Länge, die den Film extrem ansträngend zu gucken macht!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Clerence

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Was soll man zum Film sagen. Absolut sehenswert, aber nichts für schwache Nerven. Herzzerreißend, rührend. Wer nah am Wasser gebaut ist sollte es lassen :D, auch wenn es nur ein Film ist...

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

florian.fiele

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Mit Biutiful ist auch Iñárritus (den Namen werde ich für den Rest meines Lebens copy & pasten^^) vierter Film wieder ein gelungenes Drama geworden, das aber für mich nicht ganz an das Niveau von Babel (9.0), 21 Grams und Amores Perros (jeweils 8.5) heranreicht. Problematisch ist hier vor allem die Länge: Waren Babel und 21 Grams komplett ohne Längen, konnte Amores Perros durch die grundsätzlich interessanten unterschiedlichen Handlungsstränge über manche Länge hinwegtäuschen. Die ruhige dokumentarische Dramaerzählweise ist nett, 147 Minuten Uxbal sind jedoch definitiv gewaltig viel. Dass auch hier wieder mehr als nur Familienkonflikte thematisiert wurden, dass gleich noch aus diversen Ländern stammende illegale Einwanderer in den Dramatopf geworfen wurden...es störte mich nicht, sondern wusste zu gefallen. Möglicherweise war die überfrachtete Story auch richtig, um dem Zuschauer etwas zu bieten, über das er nachdenken kann. Dramaunterhaltung kann man jedoch definitiv effektiver gestalten.

Bei aller Kritik: Das Ansehen des Films rechtfertigt allein schon Hauptdarsteller Javier Bardem durch eine der besten schauspielerischen Leistungen, die ich bisher erleben durfte. Die Rolle des Uxbal ist ihm wie auf den Leib geschnitten. Inszenierung und Score sitzen; das ist keine Veränderung zu den Vorgängern, wobei ich Babel imposanter fand, "effektiver" im Hinblick auf Bildsprache und Score. Biutiful ist mehr als nur ein sehenswerter Film, aber wirklich gut gelungen finde ich ihn auch nicht. Dafür hakt die Story an einigen Stellen zu stark, sodass ich die drei Vorgängerfilme im direkten Vergleich vorziehe. Schwierig zwischen 7.5 und 8.0 zu entscheiden. Als interessant empfand ich die Grundidee, der Hauptfigur Verantwortung für praktisch alles auf der Welt oder zumindest in seinem Umfeld aufzubürden (/sich aufbürden zu lassen), und ihn so praktisch leidend an die Erde zu "ketten". Biutiful bietet auf jeden Fall Potential zur Reflexion; für mich mehr als 21 Grams, aber weniger als Babel. Reflexion über das Thema Verantwortung (und wie viel davon gut ist), über den Tod, über diverse Familienkonflikte sowieso....hmmmm, Biutiful verdient die 8.0, auch wenn es Iñárritus bislang schwächstes Werk geworden ist. Obwohl der Film insgesamt nicht rund wirkt, verfügt er auf allen Ebenen eindeutig über eine hohe Qualität.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Prechtl

Antwort löschen

Ich fand den Film irgendwie zu dramatisch, zu dreckig, einfach zu viel von allem. Machte mich ganz depressiv :D


florian.fiele

Antwort löschen

Hehe, ich fand ihn fast schon überraschend positiv, Shame ist bei mir die 1 der Filme, die ich kein zweites Mal anfassen will. Der machte mich richtig depressiv^^


jannick.ganger

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Biutiful hat definitiv seine Momente. Besonders die letzte halbe Stunde beeindruckt. Bedrückende Bilder in Perfektion. Dennoch: die erste Hälfte fand ich zu langatmig, zu schwach. Dennoch: Javier Bardem spielt hervorragend, jede Minute. Dabei verliert sich die Geschichte in den ersten 60 Minuten in einigen Belanglosigkeiten und inkonsequenten Handlungssträngen, während erst am Ende richtig Fahrt aufkommt.

Ein schön bedrückender Film, bei dem jedoch mehr drin gewesen wäre.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Wednesday90

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Alejandro González Iñárritu Werkschau Part IV.
Uxbal lebt mit seinen beiden Kindern in einer heruntergekommenen Wohnung in Barcelonas Armenviertel. Seine Frau ist ein psychisches Wrack, was die elterlichen Pflichten komplett auf Uxbals Schultern ruhen lässt. Mit kleineren Deals versucht er sich über Wasser zu halten und seinen Kindern im Rahmen seiner Möglichkeiten ein normales Leben zu bieten.
Als bei ihm eine tödliche Krebserkrankung festgestellt wird, versucht er in seinen letzten Monaten sein Leben auf die Reihe zu bekommen und seine Kinder so gut es geht für die Zukunft abzusichern.
Der Film hat seine Längen, vor allem in der ersten Hälfte. Dank des Hauptdarstellers fallen diese Längen aber nicht allzu negativ ins Gewicht.
Was Javier Bardem hier zeigt ist unfassbar, eine monströse Darbietung der Schauspielkunst. Er hat in jeder Einstellung eine Präsenz, der man sich nicht entziehen kann. Sein Gesicht und vor allem seine Augen sind unglaublich ausdrucksstark, in jeder Szene beweist er sein außergewöhnliches Talent. Bardem spielt den von Schmerz, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit gepeinigten Uxbal perfekt. Für mich eine der besten schauspielerischen Leistungen, die ich je gesehen habe.
Iñárritu hat wieder ein zutiefst bewegendes Werk geschaffen. Ein sehr emotionaler Film, der lange nachwirkt.
Trostlos. Deprimierend. Aussichtslos. Der Film ist so gar nicht biutiful und genau deshalb ist er es.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Harvey Specter

Kommentar löschen
Bewertung4.5Uninteressant

Ein sehr anspruchsvoller Film. Ich finde Javier Bardem auch ganz gut hier. Doch insgesamt hat mich der Film nicht so beeindruckt. Hoffentlich ist mir keiner Böse, aber mir persöhnlich war es zu zäh. Ich stehe nicht nur auf Spannung und Action, aber ich hätte mir hier gerne mehr gewünscht. Teilweise kam es mir eher wie eine Doku vor.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

cyberpunky

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Schade, da hatte ich doch viel mehr erwartet, sicher kein schlechter Film aber mich hat er leider nicht in seinen Bann gezogen, bin ich von Inarritu anders gewohnt!
Fazit : Blindkäufe soll man doch lieber sein lassen !

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

MikeC.

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Biutiful ist so toll, wie er traurig ist!
Ein Fest beim ersten Sichten, aber ein so harter Brocken, dass man sich kaum vorstellen mag, ihn noch einmal zu gucken. Javier Bardem verkörpert seinen Charakter Uxbal so überzeugend, dass man wirklich jeden Schicksalsschlag mitfühlt und jede Emotion nachempfindet. Unglaublich tiefe, vielschichtige und realistische Charakterzeichnung!
Biutiful ist aber auch ein Paradebeispiel für die "Filme nur im O-Ton" Fraktion.
Ich habe ihn mir im Original angeguckt, obwohl ich kein Spanisch verstehe und Untertitel normalerweise überhaupt nicht leiden kann. Aber im Endeffekt bin ich überglücklich, dass ich es mir trotzdem angetan hab. Die Intonation der Dialoge - obwohl für mich nicht viel mehr als Kauderwelsch und somit eher unterbewusst wirkend - verleiht dem Film noch einmal eine zusätzliche Dimension. Sowas kann selbst der beste Synchronsprecher nicht einfangen. Spanisch hat eine ganz eigene, fließende Akustik.
Wirklich sehr, sehr beeindruckend!

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

VisitorQ

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Alejandro González Iñárritu, seinen Nachnamen werde ich mir nie merken können. Wie peinlich, dabei mag ich doch all seine Filme. Vor allem Amores perros und 21 Gramm finde ich verdammt stark. Auch biutiful hat vor allem in der zweiten Hälfte einige sehr intensive Momente, doch bis man dort angelangt ist braucht es eine ganze Weile. Vor allem in der ersten Stunde wollte mich der Film nicht so recht fesseln. Zu unnahbar waren die Charaktere, zu aufgesetzt die Geschichte. Aber dann hat der Film keine Gefangenen mehr gemacht und sagte "Drama ohne Gnade" und ab dafür. Ich konnte damit leben.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Nevica

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Großartiger Film, welcher vor allem durch Glaubhaftigkeit & Herz überzeugt. Ich liebe es, wie Uxbal mit seinen Kindern umgeht, wie er sie zu schützen versucht; insbesondere auch vor der "Mutter" (-> die anrührendste Szene ist mir jene, als er erfährt, dass sie Mateo nicht nur psychisch zugesetzt, sondern ihn auch geschlagen hat - Uxbals Blick in diesem Moment ist so wunderbar - kalt, wütend, beinahe resigniert, aber auch zutiefst zerbrechlich und lädiert). Auch jene Anfangssequenz im Wald ist wunderbar gemacht und dann die Eule als Metapher..
Zu loben sind auch die Darsteller - allen voran natürlich Javier Bardem, aber auch Rubén Ochandiano glänzt in seiner bescheidenen Nebenrolle.
Bisher sah ich nur 'Amores Perros' von Regisseur Alejandro G. Iñárritu, aber auch dieser besitzt eine tiefgehende 'Botschaft' & außergewöhnliche Einblicke in die Leben der Protagonisten. Wiedermal ein wunderschöner Film außerhalb des (oftmals verkitschten & übertreibenden) US-amerikanischen Raumes!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

AlexMartin

Kommentar löschen
Bewertung4.0Uninteressant

147 minuten in denen man sich fragt wo denn hier die Handlung sein soll und wohin der Film einen überhaupt hinführt. Mittel bis Schlecht.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

StylerVerteiler

Kommentar löschen
Bewertung5.0Geht so

Kurz und knapp formuliert: Langweilig!!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

countcount

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Barcelona von seinen "Un-Bi(a)utifulen" Seiten...

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

sitzdisko

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

etwas anstrengend, aber es lohnt.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kill_Diether

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

147 starke, intensive Minuten. Die Gefahr und der Tod ist im Leben des großartig spielenden Javier Bardem, in der multikulturellen Hafen-Metropole Barcelona, ständig präsent. Das schlichte Leben und überleben am Rande der Gesellschaft wird gezeigt. Kontraste, wie beispielsweise geliebte, unschuldige Kinder in einer morbiden Umgebung, wirken wie ein emotionaler Verstärker. So verbinden sich hier auch Realität und Spiritualität auf hohem Niveau, klar und differenziert.

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

bleistiftmine

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

Einer der besten Filme die ich je gesehen hab der einen mitreißt und rührt.
Dennoch hat der film etwas ganz besonderes da er einem ein gewissen gefühl von einer "sicherheit" gibt und zum nachdenken anregt.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

PerryHotter

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Beim schauen wollte ich nicht dass der Film zu Ende geht. Javier Bardem ist einfach einer der besten Schauspieler. Mehr gibt es nicht zu sagen.

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

stuforcedyou

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Tristesse. Trauer. Tod.
Leben. Liebe. Leidenschaft.
Wahrlich biutiful.

bedenklich? 17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Fans dieses Films mögen auch