Biutiful
Biutiful (2010), MX/ES Laufzeit 147 Minuten, FSK 16, Thriller, Drama, Kinostart 10.03.2011
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von Alejandro González Iñárritu, mit Javier Bardem und Maricel Álvarez
Nach Babel, 21 Gramm und Amores Perros zeichnet Alejandro González Iñárritu in seinem neuen Film das Porträt eines Mannes, der anderen versucht zu helfen, um sich selbst zu retten. Biutiful ist ein Film voller Poesie, ein Gedicht über Liebe, Glaube, Hoffnung und Vergebung – kürzlich gleich zweifach für den Oscar nominiert (Bester Hauptdarsteller, Bester ausländischer Film).
Biutiful erzählt die Geschichte von Uxbal (Oscar-Gewinner Javier Bardem): Hingebungsvoller Vater, verzweifelter Liebhaber und Kleinganove im Untergrund. Ein Mann, den die Last seines Lebens und immer neuer Herausforderungen erdrücken würde, hätte er nicht die Liebe zu seinen Kindern Ana und Mateo. Sie hält ihn aufrecht, wenn es nicht weiterzugehen scheint, gibt ihm Kraft, wenn er das Licht am anderen Ende des Tunnels aus den Augen verliert. Für ihr Leben gibt Uxbal alles, während er mit nicht immer legalen Mitteln versucht, zu überleben. Wie ein Wanderer bewegt sich Uxbal zwischen den Welten am Rande eines modernen, unbekannten Barcelona, auf der Suche nach Versöhnung mit seiner Frau Marambra, seinen Kindern und doch letztendlich mit sich selbst.
Cast & Crew
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Alejandro González Iñárritu
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Javier Bardem
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Maricel Álvarez
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Marambra
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Maricel Álvarez
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Marambra
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Hanaa Bouchaib
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Guillermo Estrella
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Eduard Fernández
Regie
Schauspieler
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Cheikh Ndiaye
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Diaryatou Daff
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Cheng Tai Shen
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Luo Jin
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George Chibuikwem Chukwuma
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Lang Sofia Lin
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Ana Wagener
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Rubén Ochandiano
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Manolo Solo
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Violeta Pérez
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Krankenschwester
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Félix Cubero
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Bürokrat
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Alejandro González Iñárritu
-
Armando Bo
-
Nicolás Giacobone
- Genre
- Thriller, Schicksalsdrama, Psychodrama, Familiendrama, Drama
- Zeit
- Zukunft, Zukunft und Vergangenheit
- Ort
- Barcelona
- Handlung
- Afrikaner, Allein Stehend, Alleinerziehender Vater, Alte Freunde, Armut, Ausbeutung, Bettler, Bordell, Chinese, Diskothek, Drogen, Drogendeal, Drogendealer, Dysfunktionale Familie, Ehefrau, Ex-Frau, Familie, Familienausflug, Globalisierung, Illegale Immigration, Illegalität, Kinder, Kindheitserinnerung, Krebs, Kultfilm, Leben und Tod, Loyalität, Mann-Frau-Beziehung, Polizist, Religion und Übersinnliches, Sklaverei, Sozial schwache Familie, Spezialfähigkeiten, Telepathie, Vater, Vater-Sohn-Beziehung, Vater-Tochter-Beziehung, Vaterfigur, Vertrauen, Überleben, Übersinnliches
- Stimmung
- Berührend, Geistreich, Hart, Spannend, Traurig, Verstörend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Biutiful
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Trailer zum Film Biutiful
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Kritiken (17) — Film: Biutiful
SiameseAlex: SiameseMovies
Kommentar löschenRegisseur Alejandro González Inárritu portraitiert in seinem neuesten Werk »Biutiful« gewohnt symbolträchtig die Vergänglichkeit eines Mannes [namens Uxbal] im Diesseits, der mitten im Leben zu stehen scheint. Augenscheinlich in den besten Jahren verkommt dieser jedoch äußerst schnell zu einem verlebten Missbrauchsobjekt der Gesellschaft – sich mühsam durch die verdreckten Trümmer selbiger schleppend, vergeht er indes langsam und zerfällt.
[...]
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Prechtl 2011/10/14 18:04:36
Antwort löschenHat nicht Uxbals Tochter gefragt wie man "beautiful" schreibt?
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SiameseAlex 2011/10/14 18:06:18
Antwort löschenoh, sorry, danke für den hinweis. in meinem kopf hatt's nun grad die Tochter gesagt! =)
Sheeeeep 2011/10/27 10:47:34
Antwort löschenSteht ganz oben auf meiner "To-Watch-Liste"!
Richard Lammel: DVD-Forum.at Richard Lammel: DVD-Forum.at
Kommentar löschenBIUTIFUL dringt tief in die Magengrube um im Inneren des Zusehers gut durchzurühren. Alejandro González Iñárritus Werk nimmt einem umgehend in Besitz und trampelt schonungslos auf jegliche Gefühlsebenen ein. BIUTIFUL ist das komplette Gegenteil eines „Feelgoodmovies“. Dennoch lohnt es, sich mit diesem eindringlichen Werk zu beschäftigen, und es nicht zuletzt, zu erarbeiten. BIUTIFUL ist empfundenes Leid und Schmerz in seiner schönsten Art!
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Jürgen Kiontke: Jungle World, ai-Journal, K...
Kommentar löschenDen Himmel Spaniens wie auch sein Meer sieht man in diesem Film selten - und wenn, dann in Verbindung mit jenen angeschwemmten Toten am Strand, die von untergegangenen Schlepperbooten stammen. Iñárritu wirft einen spröden, harten Blick auf die europäische Migrationspolitik: Die Dienste des Schleppers kommen beinahe als alltägliche Normalität des globalisierten Arbeitsmarktes daher. Parallel wird aufgezeigt, wo es mit Europas Jugend hingeht: Eingezwängt in einer heruntergekommenen Bude versucht der Protagonist, der Kleinbandit Uxbal, seinen Kindern die Schule schmackhaft zu machen. „Beautiful, wie schreibt man das?“, fragt das Kind. „Mit zwei i“, antwortet Uxbal.
Genau wie das Urteil über dieses Werk: Spitzenfilm.
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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschenBiutiful ist ein tiefgründiges und zugleich poetisches Porträt eines widersprüchlichen Mannes. Unprätentiös und chronologisch erzählt Alejandro González Iñárritu den Leidensweg seines Protagonisten und verbindet ihn zugleich geschickt mit einer Vielzahl von Einzelschicksalen. Raue, triste Bilder von dokumentarischer Schärfe zeichnen atmosphärisch stark die menschenunwürdigen Verhältnisse multi-ethnischer Parallelgesellschaften in den Armenvierteln Barcelonas. Treffende Sinnbilder wie die schimmelige Zimmerdecke, die die Handkamera mehrfach in den Blick nimmt, stehen für den Prozess des körperlichen wie seelischen Verfalls. Einzig die liebevollen Szenen zwischen dem fürsorglichen Vater Uxbal und seinen Kindern lichten das von düsteren Alltagsimpressionen bestimmte Drama auf.
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Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung
Kommentar löschenSicherlich ist "Biutiful" [...] schwer zu ertragen mit seiner hohen Konzentration an Tragik und Elend und all den Schicksalsschlägen, die er in seinen fast 150 Minuten bis zum finalen Übergang zwischen zwei Welten erbarmungslos auftürmt. Dem Sog dieses düsteren Films, seiner seltsamen Poesie und Zärtlichkeit und seiner Kraft, die in den besten Augenblicken die Kehle zuschnürt, kann man sich aber nur schwer entziehen. Schließlich findet sich tatsächlich eine seltsame Schönheit in "Biutiful", auch wenn sie sich auf den ersten Blick vielleicht nicht erschließt.
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José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschenDie Reise in das Untergeschoss einer europäischen Metropole wird von der fiebrig-nervösen Musik Gustavo Santaollalas und der hektischen Handkamera Rodrigo Prietos begleitet, die etwa die Verfolgung der illegalen Straßenverkäufer durch die Polizei aus dem Inneren heraus fotografiert. „Biutiful“ liefert sowohl poetische als auch von kruder Hässlichkeit strotzende, zuweilen fast pornografische Bilder. Die nahezu zum Stilmittel erhobene Hässlichkeit kommt in dem falsch geschriebenen Filmtitel zum Ausdruck: Als Ana ihren Vater fragt „Wie schreibt man ,beautiful‘, Papa?“, antwortet Uxbal: „So wie man spricht: ‘biutiful‘“ – der Filmtitel als Symbol für den menschlichen Makel, der sich durch den ganzen Film wie ein roter Faden zieht.
Die teils unzusammenhängenden Bilder fließen bei Javier Bardem zusammen: Es gibt kaum eine Szene, in der nicht seine Figur Uxbal, häufig im Großaufnahme, im Mittelpunkt steht. Dem spanischen Schauspieler gelingt die schwierige Aufgabe, einen von widersprüchlichen Eigenschaften geprägten Charakter glaubwürdig darzustellen. So liebevoll sich sein Uxbal um seine Kinder kümmert, so aufschäumend kann er in der nächsten Szene ausrasten. Komplex und widersprüchlich nimmt sich etwa auch seine Beziehung zu den Immigranten aus, die er einerseits als regelrechter Menschenhändler ausnutzt, mit denen er andererseits Freundschaften schließt. Um diese Figur zu zeichnen, setzt González Inárritu eine beinahe impressionistische Erzählweise ein: Statt der Verknüpfung verschiedener Episoden, die er in „Babel“ meisterhaft inszeniert hatte, verwendet der mexikanische Regisseur in „Biutiful“ lose miteinander verbundene, teilweise jedoch ausgefranste Erzählstränge.Trotz der bedrückenden Stimmung des ganzen Films entlässt „Biutiful“ den Zuschauer nicht ohne die Hoffnung, dass die gescheiterte Existenz Erlösung finden wird.
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goodspeed: KultHit.de / O L O s B L O G
Kommentar löschenMit „Biutiful“ beschritt Regisseur Alejandro González Iñárritu einen Weg, den bereits andere Regisseure wie Pedro Almodóvar oder James Cameron vor ihm gingen. Regisseure, die eine innige Beziehung zu starken Frauencharakteren besitzen und sich mit den eigenen Mutterkomplexen auseinandersetzen. Iñárritu kehrte diesen Ansatz um und erschuf seine eigene, sehr persönliche Familienbewältigung. Eine Hymne an die Beziehung zwischen ihm und seinem Vater, dem er den Film widmete und im Abspann liebevoll „Old Oak“ nannte.
Nach Filmen wie „Vicky Cristina Barcelona“ oder „L' Auberge Espagnole“ zeigt uns „Biutiful“ die Schattenseiten und Randzonen der katalanischen Hauptstadt: Das soziale Ende der Fahnenstange. Auch in Iñárritus viertem Kinofilm greift der Filmemacher erneut seine Hauptthemen Gewalt, Tod und menschliche Abgründe auf, die den väterlichen Alltag von Uxbal (Javier Bardem) umsäumen. Es ist eine Eigenheit des Regisseurs - man möchte fast sagen…
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Harald Steinwender : BR Harald Steinwender : BR
Kommentar löschenMit großer Zärtlichkeit nähert sich der Regisseur seinen Protagonisten, entwickelt selbst aus Nebenfiguren differenziert gezeichnete und vielschichtige Charaktere. [...] Immer wieder findet Biutiful trotz der zermürbend düsteren Alltagsimpressionen auch poetische Bilder, die den Film in die Nähe eines magischen Realismus rücken und Hoffnung auf etwas wecken, das es jenseits dieser Welt geben mag.
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Diemuth Schmidt: Radio Köln Diemuth Schmidt: Radio Köln
Kommentar löschenAlejandro González Iñárritu entwirft mit Uxbal eine überlebensgroße Figur, die nur ein Schauspieler wie Javier Bardem gerecht werden kann. [...] Ungewohnt gradlinig erzählt, liefert Iñárritu mit "Biutiful" einen starken Film über die großen tiefgründigen Themen ab, dessen Zärtlichkeit trotz aller Härte in Erinnerung bleibt.
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Filmering: Filmering.at
Kommentar löschenBiutiful balanciert haarscharf an der Grenze zwischen Genie und Wahnsinn. Vieles funktioniert leider nicht so gut: So erzählt Regisseur Alejandro González Iñárritu zwar zum ersten Mal eine lineare Geschichte mit einer Hauptfigur, aber trotzdem öffnen sich ständig neue Handlungsstränge fast in Episodenform, die aber oftmals nur angedeutet werden. Auch wirkt es störend, dass der Film ständig und immer weiter auf die Hauptfigur einprügelt. Es reicht nicht, dass Uxbal an Krebs stirbt und alleinerziehender Vater ist, es müssen immer weitere Schicksalsschläge nachgereicht werden. Das Problem dabei ist nur, dass diese nicht organisch wirken, sondern oftmals sehr kalkuliert erscheinen. Jede Einstellung, jeder weitere Schlag, alles wirkt wie kalt errechnet. Einzig der warmen und sensiblen Darbietung von Javier Bardem ist es zu verdanken, dass man sich dennoch für die Figur interessiert und mitleidet. Zwar lässt Alejandro González Iñárritu den ganzen Film über durchscheinen, dass er ein großer Regisseur ist, aber wirklich ohne Abstriche gelungen ist lediglich die letzte halbe Stunde des Films in der er die Geschichte von Uxbal mit viel Feingefühl und ohne unnötige Effekthascherei zu Ende bringt. Biutiful ist ein sehr schwierig zu bewertender Film, weil viele Dinge schlecht, andere hingegen wieder ausgezeichnet. funktionieren. Insgesamt betrachtet ist Biutiful natürlich ein wirklich guter Film, aber wenn man bedenkt, dass er vom selben Regisseur wie Amores Perros, 21 Gramm und Babel ist, hinterlässt ein “guter” Film dennoch einen etwas schalen Nachgeschmack. Und Kritiker des Regisseurs haben hier noch mehr Grund denn je um zu kritisieren.
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P. Wellinski: Filmszene.de P. Wellinski: Filmszene.de
Kommentar löschenSelbst ein guter Regisseur - der Innaritu zweifelsohne ist - kann bei [...] einer Überfülle an Katastrophen eine gewisse Balance der Glaubwürdigkeit schwerlich aufrechterhalten. [...] So wird gerade die Geradlinigkeit und Konzentration der Erzählung "Biutiful" zum Verhängnis, da sich in Innaritus bisherigen verschachtelten Filmen das Leid und die Schicksalsschläge auf mehrere Episoden und Figuren verteilten. Dabei hat "Biutiful" Momente schrecklicher Schönheit, Ausbrüche voller Rhythmus und Tempo und mit Javier Bardem einen wuchtigen Hauptdarsteller, der es schafft seine Figur nie ins Esoterische abschweifen zu lassen.
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Kirk Honeycutt: Hollywood Reporter
Kommentar löschenMan sollte wissen, dass Alejandro Gonzales Inarritu's Biutiful einen starken, geradlinigen erzählerischen Drang hat. Nichtsdestotrotz, und am allermeisten, ist es ein sagenhaftes, melancholisch-gestimmtes Gedicht über Liebe, Vaterschaft und Schuld. […] In vielen Belangen ist dies Inarritu's am stärksten verschachtelte Studie über das menschliche Sein.
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alviesinger: bummelkino
Kommentar löschenAlejandro Gonzáles Inárritu kann auch linear erzählen. Manchmal weiß der Mexikaner allerdings nicht, wie viel Leid und Glücksmomente ein Film mit der immensen Laufzeit von fast 150 Minuten verträgt. Das emotional stark aufgeladene „Biutiful“ ist ein für Inárritu typisch komplexes Konstrukt: eine ungerechte Welt, wo jeder sich und seiner Familie selbst der Nächste ist und wo sich in den Schmuddelecken Barcelonas menschliche Tragödien abspielen. Es wird geweint, gestorben, gelitten und auch gelacht. Inárritu wollte diesmal bewusst von seiner üblichen Erzählstruktur mit steten Ortswechseln weg. Trotz der Vorgabe klammert er sich dann aber wieder an alte Strukturen: Die bereits in „Babel“ anvisierte Globalisierungsdebatte wird fortgesetzt. Der Filmemacher vermischt das Elend der spanischen Unterschicht mit den unfassbaren Schicksalen der illegalen Einwanderer – ob nun aus dem Senegal oder China. Und der Mexikaner trägt dick auf. Das Drama wirkt in seiner Gesamtheit überladen und schier endlos. Aber dank eines gut aufgelegten Javier Bardem und einer schier großartigen Maricel Àlvarez – dem heimlichen Star des Dramas – ist „Biutitful“ ein sehenswerter Film über das Leben in einer aus den Fugen geratenen Welt.
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G. H. Jekubzik: programmkino.de G. H. Jekubzik: programmkino.de
Kommentar löschenIn Cannes hing sich die Kritik daran auf, dass Alejandro González Iñárritu [...] nicht wie in seiner Globalisierung des Gefühls „Babel“ oder in dem Schuld-Puzzle „21 Gramm“ verschiedene Erzählstränge verflochten hat. [...] So mag „Biutiful“ im Fluss der Geschichte etwas konventionell sein - Figuren, Visionen, Gefühle und die ungewöhnlichen Mittel sind es nicht. Wenn sich der poetische Rahmen versöhnlich [...] schließt, vollendet sich das großartige Erlebnis dieses eindringlichen Films.
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Andreas Borcholte: Der Spiegel Andreas Borcholte: Der Spiegel
Kommentar löschenAlejandro González Iñárritu zeigt in seinem poetischen Film "Biutiful", wie man am Rande der westlichen Reichtumsgesellschaft überlebt. [...] Iñárritu inszeniert "Biutiful" konsequent als Charakterstudie. Die Kamera bleibt ganz nah an Javier Bardems trauriger Miene, seinem sorgenvollen Blick. Mit der geduckten, stets zum Sprung bereiten Physis eines verletzten Raubtiers trägt er den gesamten Film auf seinen Schultern und lässt den Wunsch des Regisseurs nach größtmöglicher Identifizierung und Nähe [...] in Erfüllung gehen.
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Christiane Peitz: Der Tagesspiegel Christiane Peitz: Der Tagesspiegel
Kommentar löschenVor allem ist „Biutiful“ Bardems Film, von der ersten bis zur letzten Szene. Sein Leidensweg, sein Märtyrerantlitz, die Agonie eines Rastlosen, die Verzweiflung, die Schuld [...]. Aber warum ästhetisiert Inárritu das Elend [...], warum bürdet er diesem Schmerzensmann alles Unglück und alle Verantwortung auf für die Hilflosen um ihn herum? [...] Inárritu beutet das Elend der Anderen als Staffage für das so existenzielle wie eindringliche Dilemma seines Helden aus: eine spekulative, moralisch bedenkliche Dramaturgie.
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D.Brüggemann: Schnitt D.Brüggemann: Schnitt
Kommentar löschenVerglichen mit dem lautstarken Pathos seiner früheren Filme ist Biutiful still, ehrlich und unglaublich tiefgründig, er ist viel eher ein Meisterwerk als alles, was Iñárritu bisher gemacht hat.
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Kommentare (115) — Film: Biutiful
Kommentar schreibenRoldur 2012/01/11 17:33:12
Kommentar löschenIch hab den Film bereits vor einer Woche gesehn hab mich aber an keine Kritik herangetraut, da ich einfach nicht wusste was ich denken sollte. Biutiful hat auf mich nicht gewirkt wie ein normaler Film. Zu sperrig und lang aber eben auch so echt. Emotional berühren oder mir Tränen in die Augen treiben kann mich normal kein Film aber durch die Schauspielerei und die zahlreichen Situationen die der Film heraufbeschwört konnte ich manchmal garnicht anders. Vielleicht werden viele das anders sehen aber durch Bildsprache, starke Charaktere und sehr realitische Set schafft es der spanische Regisseur Alejandro González Iñárritu in kombination mit seinem grandiosen Hauptdarsteller Javier Bardem mich zu berühren und wie ein Spielball zu behandeln. Ich hab zwangsläufig mitgelitten, nie gibt es Entlastung und die glücklichen Momente sind nichts weiter als Details. Das tolle daran ist eben, dass bei all der Traurigkeit/ bzw. einfach nur Scheiße die dem HC passiert bei mir nie das Gefühl aufkam etwas wirke aufgesetzt. Biutiful ist kein formelhaftes Drama und drückt eigentlich garnicht stark auf die Tränendrüse (vergleiche Negativbeispiel 7 Leben), sondern wirkt durch die Ruhe der Charaktere und Bilder und versetzt mich in einen Zustand in dem ich nicht anders kann als mitfühlen.
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sachsenkrieger 2012/01/09 10:30:11
Kommentar löschenEs gibt nicht viel zu sagen, da hier schon sehr viele gute Kommentare abgegeben wurden. Ein Film, den man mitleben, mitleiden, mitkämpfen kann. Manchmal glaubte ich, mich wirklich dort in Barcelona in dieser Situation zu befinden und das ist es, was die meisten Filme nicht schaffen (können). Die Zuschauer dermaßen in ihren Bann zu ziehen wie ein gutes Buch. Biutiful hat das bei mir geschafft. Bardem und Inarritu: DANKE!
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König Leonidas 2012/01/05 08:26:27
Kommentar löschenStark gespieltes Drama...
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aopen 2011/12/29 22:16:42
Kommentar löschenBiutiful einer meiner besten Filme ohne Action. Dieser Film geht tief unter die Haut! Auf alle Fälle sehenswert! Made in Espania.
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ZaZa 2012/02/10 05:19:22
Antwort löschenDas heisst Espana! hahahahahahahahahaahhhahhahahha
blockbusterandmore 2011/12/29 10:55:32
Kommentar löschenYou can give up, let yourself go... or grit your teeth and hang on like stupid people do." -
Es gibt wohl kaum einen fähigeren Regisseur wie Alejandro González Inárritu, der es versteht, die manchmal doch klein erscheinenden / an einem persönlich vorbeigehenden, allgemeinen, unsere Mitmenschen betreffenden Dinge des Alltags in all ihren Facetten dem Betrachter zugänglich zu machen, sprich diesen die dabei so wichtige Epik / Bedeutung / wuchtige Tragik beizumessen, so das man sich diese wieder ins kollektive Gedächtnis rufen kann. Schon in "Babel" verstand es Alejandro González Inárritu in meisterhafter Art und Weise dem Betrachter zu schildern, welche kausalen Zusammenhänge / erschreckenden Wechselwirkungen / negative Folgen in unserer Gesellschaft durch unüberlegtes handeln / die Wahl unserer Mittel tagtäglich für uns selbst oder unsere Mitmenschen entstehen können. Denn die Menschen sind wie im alten "Babel" (sei es durch äußere oder innere Einflüsse) unfähig geworden, richtig miteinander zu kommunzieren. Obwohl Alejandro González Inárritu in "Biutiful" dieses mal auf eine verschachtelte Erzählweise verzichtet / seinen Film deutlicher, aber immer noch nicht zu 100% gradlinig gestaltet, sind die Parallelen zu "Babel" verblüffend.
"A cada cerdo le llega el San Martín." - (jeder Missetäter bekommt einmal seine Strafe).
Leider trifft das auch auf den Protagonisten Uxbal (grandios: Jarvier Bardem) zu, der zwar das Herz an der richtigen Stelle trägt, aber einst unüberlegt / aus dem Bauch heraus gehandelt hat, als er eine Karriere als Kleinkrimineller eingeschlagen hat, um seine Familie über die Runden bringen zu können. Vielleicht ließ ihm das Schicksal einfach keine andere Wahl, vielleicht hat er nie einen anständigen Beruf erlernt oder wenn er einen vernünftigen Beruf ausgeführten hat, hat er diesen irgendwann verloren, keine Arbeit mehr gefunden, so dass er ins kriminelle Milieu abrutschte... "Biutiful" befindet sich trotz der Vermengung von vielerlei Fakten über das Leben und der unübersehbaren, hinzugefügten Fiktion so nah dran an knallharten der Realität des Lebens wie nur wenige, vergleichbare Genrebeiträge. Alejandro González Inárritu appelliert stets an die Mündigkeit / Intelligenz des Betrachters, um sich die gestellten, als Beispiel erwähnten Fragen z.B. selbst beantworten zu können. Und dabei offenbart "Biutiful" die enorme erzählerische Tragweite / Komplexität des zu Grunde liegenden Stoffes / das emotionale, wieder von "Babel" bekannte, vorhandene, schwere Gewicht, welches den Betrachter sukzessive, je weiter man in der Erzählung voranschreitet, immer mehr erdrückt, bis man am Ende nach aller Tristesse und wahrer, zwischenmenschlicher Tragik noch kaum zum Luftholen kommt.
"A la muerte, ni temerla ni buscarla, hay que esperarla." - (Den Tod braucht man weder zu fürchten noch zu suchen, man muss darauf warten).
"Cosecharás tu siembra." - (Man erntet was man sät).
Schicksale wie das von Protagonist Uxbal sind aber leider keine Seltenheit, wir übersehen sie nur manchmal, weil wir sie übesehen wollen. Wir verschließen leider allzuoft die Augen vor Armut, Krankheiten, sozialem Elend. Und vor unseren Mitmenschen sowieso. Schicksale wie das von Uxbal gehen uns sehr stark an die Nieren, (was ja relativ normal ist), weil wir nie gelernt haben, mit der stetig präsenten Angst vor solchen Schicksalen (mit samt den dazugehörigen Lebensgrundlagen), die ins uns steckt, umzugehen. Alejandro González Inárritu entwirft, um diesen Aspekt zu verdeutlichen, neben dem Schicksal Uxbals aber auch ein gleichzeitig faszinierendes und abstoßendes Undergroundporträit von Barcelona, von Orten aus dieser Stadt, welche wie der entworfene Vorort zur Lebenshölle anmuten. Die philosophischen Anspekte, die "in Biutiful" dort stets zum tragen kommen, sind enorm in ihrer Bandbreite, Sogkraft und Wechselwirkung. Alejandro González Inárritu befasst sich auch an dieser Stelle geradezu vorbildlich im innersten mit den positiven wie negativen ethischen Werten und der Manipulierbarkeit einzelner Individuen (nicht nur von Uxbal, sondern auch von Ana (Hanna Bouchaib), Mateo (Guillermo Esterella), Marambra (Maricel Álvarez) ), Tito (Eduard Fernández) uund dem auch im Nachtleben transzendenten Erfahren bestimmter Emotionen (sei es im Leben/ ob bis kurz vor Schluss des Lebens von Uxbal).
In seiner ganzen Trostlosigkeit gerät "Biutiful"in einigen sehr starken Momenten zu einenm Angst machenden und mitreißendem Film, wobei ich mich nicht der Meinung anschließen kann, das die vierlei emtionalen Tiefschläge, die Uxbal nach einigen positiven zwischenmenschlichen Momenten, (die dem realem Leben bzw. den absurdesten Lebenssituationen durchweg prima nachempfunden sind) wegstecken muß, gerade zu konstruiert / reißbrettartig inszeniert erscheinen. Wie gesagt: für jeden Missetäter folgt die Strafe auf dem Fuße, jeder ist für sein Tun und Handeln selbst verantwortlich, wird von seiner Vergangenheit in Form des Schicksals irgendwann wieder eingeholt. Man muß bei verantwortungslosem Handeln mit den Konsequenzen rechnen. Man denke nur an Uxbals Verantwortung für die eingeschleusten Gastarbeiter. "Biutiful" ist mit keiner Schippe "Schweinchen Schlau" gesegnet, sondern randvoll mit Lebensweisheiten/Erkenntnissen/Tatsachen gefüllt, die sich nicht mal im Ansatz von der Hand weisen lassen, sondern tagtäglich Einzug in unseren Alltag erhalten...
Das Leben kann man durchaus "Beautiful" (wunderschön) sein, nur manchmal meint es das Schicksal nicht mehr gut mit uns, wenn wir unser eigen Schicksal Schmied sind und unser Leben in die falschen Bahnen gelenkt haben. Aber selbst im Angesicht des Schicksals erscheint selbst der nahende Tod als als etwas noch wunderschönes, erlösendes. Wobei man Alejandro González Inárritu, obwohl er den weiteren Ablauf von "Biutiful" schon recht vorhersehbar gestaltet, zu Gute halten muß, das seine christliche Erlöseresoterik am Ende nie zu selbstverliebt/prätentiös daherkommt, sondern auch dank dem authentischen und zurückhaltendem Spiel der Darsteller in der kalten Einöde nie anfängt zu nerven.
Fazit: Dank einer feinen Darstellerriege, die auch die schwierigsten, härtesten und emotionalsten Passagen scheinbar mühelos meistert, dank den eingefangen, brillanten Bildern von Rodrigo Prieto, einem erstklassigem Schnitt und dem Drehbuch, das Alejandro González Inárritu mit Armando Bo und Nicolás Giacobone entworfen hat, gelingt ein ganz hervorragendes Arthouse Drama, das locker in der obersten Liga mit "Babel" mitspielt. "Biutiful" ist nicht nur ein erstklassiges Charakterdrama, sondern offenbart sich auch als hervorragendes Existenzialdrama, welches das Leben stets hintergründig und schonungslos in all seinen Facetten (bis zur Schmerzgrenze hin) ausleuchtet. "Biutiful" bekommt trotz kleiner Längen und seiner Vorhersehbarkeit eine ganz klare Empfehlung ausgesprochen...
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the traveler 2011/12/28 19:19:11
Kommentar löschen.. Spoiler ..
Du pisst Blut, krümmst dich vor Schmerzen. Hast nicht mehr lange, Sohn. Du empfindest es als gerecht. Du hast viel zerstört, hast Menschenleben auf dem Gewissen. Ihre gequälten Seelen verfolgen dich. Nachts siehst du ihre Geister. Siehst sie an deiner Zimmerdecke hängen. Aber du bist kein schlechter Mensch, Uxbal. Das Leben ist hässlich. Du würdest es gern rückgängig machen, aber du kannst es nicht. Finde dich mit deiner Schuld ab. Und mach weiter. Du kannst deinen beiden Kindern den Weg bereiten, damit sie es besser machen als du. Das Leben hat zwei Gesichter. Das Leben ist auch schön. Deine Kinder können vielleicht mehr davon sehen, von der Schönheit des Lebens, mehr als du es konntest. Mach es zum Ende hin richtig, Uxbal. Räum dein Chaos auf und bereite alles vor. Beiß dir jetzt in den Arsch, auch wenn dein Körper kaum noch kann. Dann hast du für deine Kinder alles getan. Sie werden dich nicht vergessen, mach dir keine Sorgen. Du kannst dann Frieden schließen, mit dir selbst. Und endlich loslassen. Noch ein letztes mal das Rauschen hören. Dann kann ich dich mitnehmen, nach dort drüben, wo es keine Zeit mehr gibt.
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Donnos 2011/12/09 15:12:41
Kommentar löschenEin sehr nachdenklich machender Film, der mich sehr viel mehr bewegt hat als zB. "The Tree of Life" oder ähnlich runterziehende Filme. Habe den Film damals in der spanischen Originalversion gesehen und fand die darstellerische Leistung Bardems und auch seiner Frau (ja klar wäre weniger möglich gewesen, aber man nimmt es ihr ab) großartig. Musste den Film mehrere Stunden lang sacken lassen, die Familienbindung ist sehr intensiv und die verschiedenen Problemfelder dieses quasi aussichtslosen existenziellen Downswings der Hauptfigur sind sehr eindrücklich und selbst in ihrer Heftigkeit glaubhaft dargelegt.
Bis auf eins: Ich kann bis heute nicht verstehen, warum der Regisseur bei einem Film, der die reale Härte des Lebens auf mehreren Ebenen abbildet und ohnehin schon genügend, wenn nicht zuviele Themen aufmacht, plötzlich noch eine übernatürliche Sphäre aufmacht und Uxbal (kein Spoiler, weil bereits in den ersten Minuten klar) mit Toten kommunizieren kann und solche Sachen.
Nimmt man die Schlussfolgerungen dieser den Film leider etwas ins Lächerliche ziehenden Fähigkeit, müsste Uxbal sich nämlich überhaupt nicht fürchten vor allem was kommt oder für irgendwelche schlimmen Ereignisse ein Normalmensch (= ohne Kontakt zu Toten) -Gewissen haben. Er weiß doch, dass "danach" noch etwas kommt. Und im Umkehrschluss würde das dann seine kompletten Handlungen unglaubwürdig machen.
Aufgrund der Intensität und weil die Stimmung und die Bilder ein wahres Erlebnis sind gibt es trotzdem 8,5 Punkte. 8,5 und schade. Auch selten. ;-)
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JackieB 2011/11/18 17:26:47
Kommentar löschensehr langatmiger und deprimierender Film, dennoch sehenswert. Bardems gute schauspielerische Leistung rettet die Geschichte...
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Punsha 2011/11/17 19:36:05
Kommentar löschenEine tragische, mitleiderregende Geschichte? Check!
Familiendrama? Check!
Hin und wieder leise Gitarren- und Pianoklänge? Check!
Ein klein wenig Thrill, um auch den Durchschnittszuschauer bei Laune zu halten? Check!
Eigentlich ist BUITIFUL grob betrachtet wie jeder andere Iñárritu-Film. Doch diesmal entfernt sich der mexikanische Regisseur von der Verwendung mehrerer Erzählstränge, und konzentriert sich lediglich auf Uxbals Geschichte. Diese eine Story mit seinen größtenteils altbewährten Mitteln über 140 Minuten zu tragen, fällt Iñárritu sichtlich schwer, sodass der Film sehr mit seiner Langatmigkeit zu kämpfen hat. Bardem schafft es aber, dieses Problem mit einer beeindruckenden Performance weitestgehend zu beseitigen. Was alles andere angeht, bewegt sich Iñárritu in seinem fachmännischen Rahmen und leistet gewohnt gute Arbeit. Für Fans sicher eine weiteres herausragendes Werk. Ich hingegen bestreite zwar keinesfalls BUITIFULS Klasse und bewegende Kraft, die auch bei mir teilweise starke Emotionen auslöste, verweise aber schon mal auf ein erstes kleines Gähnen und warte sehnsüchtig auf einen Anflug neuer Kreativität beim mexikanischen Drama-Experten.
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Dachsman 2011/11/17 10:16:18
Kommentar löschenDiagnose: Krebs. Dann hat man ja jetzt noch Zeit alles in Ordnung zu bringen. Sich zu verabschieden und alles so zurückzulassen, damit man in Ruhe gehen kann. Aber, was wenn die Zeit da ist, aber die Möglichkeit nicht? Wenn es an Geld fehlt, an Sicherheit, Leuten auf die man sich verlassen kann und es ohnehin keine Perspektive gibt?
"Poetisch", wie uns diverse Marketing-Leute weiß machen wollen, ist hierbei wenig (wegen ein paar Federviechern? Bitte...).
Schlimm ist das nicht, der ganze übersinnliche Krams hat schon gestört, da wäre irgendwas (gezwungen) Poetisches auch fehl am Platz gewesen.
Abwärtsspirale in den Sumpf der Hoffnungslosigkeit in den Armenvierteln Spaniens. Arg dick aufgetragen, aber doch sehenswert.
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based_god 2011/11/14 19:54:52
Kommentar löschen"Biutiful" ist gut, aber lange nicht perfekt.
Nach so vielen grossartigen Filmen ist es für einen Regisseur natürlich schwer auf dem Boden zu bleiben. Inarritu ist das geglückt. Er hat sich nicht in Special-Effects verloren und erzählt "Biutiful" gewohnt bodenständig. Javier Bardem spielt die Hauptrolle eindrücklich. Kann man so einen Film nicht mögen? Ja, zumindest teilweise... Vor allem Anfangs und im Mitelteil noch stärker, kam Langeweile auf. Mit seinen 140 Minuten ist der Film deutlich zu lang. Gegen Ende wird "Biutiful" nochmals deutlich stärker und kommt in Sachen Intensität teilweise gar an "23 Gramms". Die Schlussszene ist dann einfach nur episch und lässt sich nur mit dem Begriff "Kunst" treffend beschreiben.
Ich habe "Biutiful" gemocht. Trotz einigen langweiligen Stellen.
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Pressley 2011/11/13 15:04:41
Kommentar löschenEhrlich,der geht unter die Haut.Und ich muss gestehen mindestens eine Träne vergossen zu haben.
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someone8 2011/11/12 04:06:42
Kommentar löschenWird Iñárritu mit seinem neuesten Film an die vorherigen Meisterwerke 'Amores Perros', '21 Gramm' und 'Babel' anknüpfen können? Diese Frage stellt sich mit Sicherheit jedem, der die Vorgänger als kunstvolle Werke mit geschickter Erzählweise in Erinnerung hat. Mit jener Erwartungshaltung könnte man nun zunächst enttäuscht sein, denn Iñárritu bekundete im Vorfeld als nächstes eine geradlinige Inszenierung über einen Charakter in einer einzigen Stadt in seiner Muttersprache zu erschaffen - quasi als Erholung von seinen vergangen Erzählungen. Und was ihm nun hoffentlich gut tut, ist auch für den Zuschauer eher eine Überraschung als Enttäuschung. 'Biutiful' beweist, dass auch ohne komplexe Erzählweise ein dicht gepacktes Drama entstehen kann, welches sich durch das Leben und Handeln dieser beinahe bedauernswerten aber zugleich bewundernswerten Person, Uxbal, auszeichnet. Auch in einem trostlosen Viertel, welches von illegalen Machenschaften und Korruption geprägt ist, ist Uxbal ist ein solidarischer Mensch, der aber auch an sich und vor allem seine Kinder denken muss. Dies trifft vor allem dann zu, wenn bei ihm Krebs diagnostiziert wird. Der fortan geschilderte Überlebenskampf ist die eigentliche Stärke des Films und trägt eindeutig die Handschrift Iñárritus, der damit aber kein cineastisches Neuland betritt.
'Biutiful' nur als Drama zu bezeichnen wäre wohl unzureichend. Die Ereignisse, welche immerzu in eine Krise führen, lassen es daher insbesondere als Tragödie erscheinen. Iñárritu selbst hat einen noch passenderen Begriff für sein Werk gefunden: Requiem.
Erwähnt sei an dieser Stelle noch der wie gewohnt magische und einzigartige Score von Gustavo Santaolalla. Unterstützt durch die visuelle Komponente kann sich die atmosphärische Wirkung erst entfalten und lässt 'Biutiful' zu einem vierten Meisterwerk Iñárritus werden.
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Padder 2011/11/08 13:25:43
Kommentar löschenVöllig überbewertet...
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nilswachter 2011/11/17 14:45:07
Antwort löschenund weshalb?
annaberlin 2011/11/07 12:19:14
Kommentar löschenEin Paukenschlag direkt in die Magengrube. Brillant, depressiv machen und gewaltig. Inárritu beweist nach dem etwas zu glatt polierten Babel einmal mehr, dass er zu den größten Regisseuren unserer Zeit zählt.
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Asgard 2011/11/06 10:56:09
Kommentar löschenBiutiful erzählt die Geschichte Uxbals, einem Esoteriker und Familienvater der versucht seinen Kindern eine Zukunft zu sichern und sie bestmöglich zu erziehen. Er gibt sich alle Mühe, doch das Leben macht ihm schließlich einen Strich durch die Rechnung und als dann die Diagnose seines Arztes ein Ergebnis besitzt, dass niemand gerne hört, muss er sich Gedanken darüber machen, wie es in Zukunft für seine kleine Familie weitergehen soll…
Biutiful, ein Film wie er bedrückender und ergreifender kaum sein könnte. Der Film zeigt das Leben auf der Schattenseite Barcelonas, das Leben der Menschen die vom Glück nicht begünstigt sind und ein hartes, trostloses Leben fristen. Zwischen qualmenden Fabrikschloten, die ihm Verlauf des Filmes immer wieder gezeigt werden, ebenso wie triste und heruntergekommene Straßenzüge, die dem Rezipienten das Gefühl der Hoffnungslosigkeit näher bringen, lebt Uxbal mit seinen Kindern und verdient das Geld für den Unterhalt. Trübe Sonnenaufgänge über der Millionenstadt steigern das düstere Bild der Örtlichkeiten an denen sich das Leben des Protagonisten abspielt. Matschige Baustellen, dicht bevölkerte Plätze und heruntergekommene Gässchen sowie eine neuzeitliche Kirche. Das Elend ist allgegenwärtig und trotz seiner Bemühungen kann er nicht immer der liebenswürdige Vater sein der er gerne sein möchte. Sein Leben ist dominiert von der Gier nach Geld und den Sorgen, dass es seinen Kindern schlecht gehen könnte.
Eindrucksvoll wird gezeigt wie er sich durchschlägt, versucht mit seiner Ex-Frau ins Reine zu kommen und die Kinder gemeinsam zu erziehen, was jedoch an den Problemen der Mutter sowie Uxbal selbst scheitert, der die Beziehung ebenso sehr sabotiert wie seine Frau. Doch für kurze Zeit blüht die kleine Familie auf und ist glücklich, ehe die kalte und herzlose Realität sie auf den Boden der Tatsachen zurückholt, härter und erdrückender denn je. Uxbals Zustand verschlechtert sich und dazu gesellen sich Schuldgefühle, verursacht durch eine Katastrophe die ihn schwer belastet und schließlich Rat bei jemandem suchen lassen, der ebenso wie er selbst, mit den Toten sprechen kann.
Kompromisslos und brutal serviert Alejandro González Iñárritu dem Rezipienten einen Wettlauf mit der Zeit, in dem es dem Protagonisten nur darum geht, eine sichere Zukunft seiner Kinder zu kreieren und dieser Wettlauf, konsequent und erbarmungslos auf den tragischen Höhepunkt getrieben, endet schließlich mit einer surrealen Szene in einem verschneiten Wald, die dem geneigten Zuschauer schon zu Beginn des Filmes Rätsel aufgibt und es schließlich lüftet, auch wenn das Ende ebenso viele Fragen offen lässt, wie es zu beantworten vermag.
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_Garfield 2011/11/06 13:04:39
Antwort löschenSehr eloquente Kritik! Iñárritu ist übrigens auch der Regisseur von "Babel". Dann können wir uns die mal gegenseitig ausleihen. ;)
Asgard 2011/11/06 14:24:57
Antwort löschenVielen Dank und auf die Idee bin ich auch schon gekommen ;o)
Können wir gerne machen
Silv1 2011/10/19 14:22:02
Kommentar löschenZutiefst pessimistisches und nhilistisches Drama mit einem grandiosen Bardem.
Hat mich zum Teil trotdem ein bisschen kalt gelassen.
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Hooded Justice 2011/10/15 17:28:09
Kommentar löschenWas tun, wenn man eigentlich schon verloren hat?
Er tat es. Er tat es wieder. Er tat es wieder. Und nun tut er es wieder wieder. Alejandro González Iñárritu, der Mann, der Stimmung spüren lässt, wie es für mich keinem anderen Filmemacher gelingt. Sein bereits viertes Werk aus Meisterhand BIUTIFUL ist eigentlich wie immer. Vollbepackt mit Melancholie, Greuel und Lebensphilosophie; der Tod, Hoffnung und Schicksal. Und dennoch diesmal ganz anders. In seinem gewohnten Stil und seiner eigenen Fasson werden seine Werke nie langweilig, denn er erfindet sie immer neu. Vielleicht nicht gerade in seiner Machart und seiner Erzählweise, aber in seinen Geschichten und Themen. In BIUTIFUL stehen Armut, die Familie und der Wohlwollen im Mittelpunkt. Dabei haben die Bilder eine Bedeutung wie nie zuvor, denn sie spiegeln das Bedrücken der Figuren außerordentlich wider: Enge Straßen Barcelonas, schmutzige Wohnungen, triste und trübe Kameraaufnahmen, ein Schwarm umherfliegender Vögel am dämmernden Himmel und die Lichter einer so dunklen Stadt, die einem allein vom Ruf her immer so hell erscheint. Jeder hat Geheimnisse, jeder hat Abgründe. Jeder Mensch, oder sogar eine halbe Stadt.
Biutiful ist biutiful.
Obwohl … Nein, eigentlich ganz und gar nicht.
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JohnnyKee 2011/10/15 21:22:52
Antwort löschenIch liebe es! ^^
Telebaum 2011/10/15 08:12:54
Kommentar löschenAn diesem Film ist tatsächlich der Titel das Schönste, ja Bardem ist auch sehr gut, zugegeben, ansonsten gähnende Langeweile, kitschtriefender Pathos und eine Aneinanderreihung von Willkürlichkeiten: da hat jemand die Grundlage des Dramas aber mal vollkommen ignoriert, nämlich dass sich der Fortgang der Handlung allein aus dem Konflikt der Figur herleiten sollte.
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Telebaum 2011/10/15 09:01:40
Antwort löschenDas Problem ist bei Iñárritu nicht neu, allerdings wusste er es in seinen vorigen Filmen durch die Verstrickung ganz willkürlich aneinandergebastelter Schicksale und Handlungsstränge geschickt zu kaschieren. Einem zweiten Sehen halten all diese Filme allerdings kaum stand. Hat sich der Reiz des zusammen- bzw. auseinander klamüserns erst einmal erschöpft, bleibt nicht viel als die vollkommen überflüssige Botschaft: das Schicksal kann ja so so grausam sein und immer trifft es die Guten ...
SaulKaroo 2011/10/21 23:06:40
Antwort löschen…aber die verquaste Sch…e von David Lynch über den grünen Klee loben… mancher wechselt seine Kriterien, wie andere Leute Unterhosen!
Telebaum 2011/10/23 10:29:02
Antwort löschen:)
Telebaum 2011/10/23 10:40:03
Antwort löschen@saulkaroo Lynch ist tatsächlich ein andere Liga, ja, denn bei ihm leitet sich die Handlung nicht nur aus der Figur ab, sondern sie findet allein in deren Wahrnehmung statt: was äußere Wirklichkeit ist, was Traum, bleibt meist unklar, so etwas wie zufällige äußere Ereignisse interessieren ihn nicht.
SaulKaroo 2011/10/23 11:08:07
Antwort löschen…was äußere Wirklichkeit ist, was Traum, bleibt meist unklar… und das nicht nur dem Betrachter… der Regisseur/Autor Lynch zündet gerne Nebelkerzen, um die unscharf/nicht zuende gedachten Szenarien irgendwie im Wohlgefallen des Absurden aufzulösen… ich nenne es denkfaul… echter Feuilleton-Schrott… der beste David Lynch Film (nehmen wir mal seine frühen Eraserhead/Elephantman aus) ist leider nicht von ihm, sondern über ihn:"David wants to fly" von David Sieveking… andere Liga? Ja! Die Liga der Schaumschläger, Windmacher, Nebelwerfer und Pseudo-Künstler - da ist Lynch ganz vorne mit dabei!
LuckyPunk 2011/11/03 16:56:51
Antwort löschenWORD!
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Telebaum 2011/11/07 23:00:03
Antwort löschenWORD? WAT?
SKURRIL 2011/11/17 02:34:21
Antwort löschen@SaulKaroo: Wenn Lynch Pseudo-Künstler ist, wer ist dann bitte ein Künstler? Was ist Kunst? Hör mal bitte auf, Dinge zu kritisieren, nur weil sie dir nicht gefallen, was mir im Übrigen ehrlich gesagt SEHR LEID für dich tut!
Kunst ist für mich allgemein gesagt alles, was einen Menschen faszinieren kann. Mich fasziniert David Lynch. Also ist er ein Künstler ;)
Lynchhasser haben ALLE eins gemeinsam: Sie haben keine Fantasie!
stalker 2011/09/30 17:18:21
Kommentar löschenLateinamerika ist schon etwas ganz anderes, kann man mit Europa doch nicht vergleichen, schon gar nicht die Armut, aber Moment, war da nicht ein Berliner Nummernschild, ein Zufall, gewiss, also die Armut in Lateinamerika, Moment, warum bezahlt der jetzt in Euro, ich weiß, dass in einigen afrikanischen Staaten der Euro als Zahlungsmittel gilt, aber in Lateinamerika?, und da kommt mir doch ein Verdacht, eine Ahnung, da ist gar nicht Mexico, das ist Spanien, und mir wird schlecht.
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Lippo Lengua 2011/10/09 21:24:27
Antwort löschenging mir sehr ähnlich