Brokeback Mountain

Brokeback Mountain (2005), US Laufzeit 134 Minuten, FSK 12, Drama, Western, Kinostart 09.03.2006


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7.6
Kritiker
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von Ang Lee, mit Jake Gyllenhaal und Heath Ledger

Heath Ledger und Jake Gyllenhal verlieben sich auf dem Brokeback Mountain, müssen nach dem Sommer jedoch in ihr normales Provinzleben zurückkehren.

Wyoming 1963: Der Rancher Ennis del Mar (Heath Ledger) und der Rodeoreiter Jack Twist (Jake Gyllenhaal) begegnen sich auf dem Brokeback Mountain, wo sie den Sommer über eine Schafherde hüten sollen. Fernab der Zivilisation lernen sich die beiden zunächst widerwillig kennen, entdecken aber bald, dass sie mehr als nur Kameradschaft verbindet: Der wortkarge Ennis und der notorisch gut gelaunte Jack verlieben sich ineinander. Als der Sommer zu Ende geht und die Schafe wieder bergab getrieben werden, gehen beide getrennte Wege: Die rigiden Moralvorstellungen der US-Provinz lassen keinen Platz für Liebe unter Männern in der Öffentlichkeit. Während Ennis heiratet und versucht ein geregeltes Familienleben zu führen, lassen Jack die Erlebnisse auf dem Brokeback Mountain nie los. Zwar heiratet auch er, doch seine Ehe bleibt eine reine Zweckbeziehung. Vier Jahre nach dem gemeinsamen Sommer auf Brokeback Mountain steht Jack vor Ennis’ Tür: In einer ergreifenden Wiedersehensszene erliegen beide ihrer Leidenschaft und küssen sich wild – während Ennis’ Frau Alma (Michelle Williams) die Szene schockiert beobachtet. Von da an sehen sich die beiden Familienväter regelmäßig und fahren mehrmals im Jahr ins abgelegene Gebirge, wo sie ihre Liebe leben können. Doch als Jack auch das nicht mehr reicht, unternimmt er einen letzten verzweifelten Versuch, für ihre gemeinsame Zukunft zu kämpfen…

Hintergrund & Infos zu Brokeback Mountain
Brokeback Mountain ist der erfolgreichste Film des taiwanesischen Regisseurs Ang Lee. Er basiert auf der gleichnamigen Erzählung von E. Annie Proulx, an deren Verfilmung zuvor auch Joel Schumacher und Gus van Sant Interesse gezeigt hatten. Während Brokeback Mountain vom Großteil der Zuschauer und Kritiker euphorisch begrüßt und gefeiert wurde, löste er, insbesondere in konservativen Teilen der USA, auch Skepsis, Ablehnung und kontroverse Diskussionen aus.

Konservative Kritiker und kirchliche Vertreter äußerten den Vorwurf, Brokeback Mountain mache unmoralische Werte salonfähig und propagiere mit den Mitteln des Kinos einen schwulen Lebensstil, der unnatürlich, gefährlich und nicht mit der Ehe gleichzustellen sei. Katholische Bischöfe verurteilten den Film und stuften Brokeback Mountain als „moralisch anstößig“ ein, da der Film zu unmoralischem Handeln einlade. Teils wurde der Film auch als unpatriotisch abgelehnt. Durch das Herstellen von Bezügen zum Kampf gegen den Terror, ließ sich beispielsweise das Renew America-Forum dazu hinreißen, festzustellen, dass der Kampf gegen die Islamisten nicht mit schwulen Comboys zu gewinnen sei. Vereinzelt nahmen Kinos Brokeback Mountain nach Protesten wieder aus ihrem Programm, so geschehen beispielsweise in einem Vorort von Salt Lake City, der amerkanischen Hochburg der Mormonen. Distanziert äußerte sich selbst US-Präsident George W. Bush zum Film: „Ich würde liebend gern über das Ranch-Leben reden, aber ich habe den Film nicht gesehen. Ich habe davon gehört. Ich hoffe, sie kehren zurück zur Ranch und zur Farm, und das ist alles was ich dazu sagen will.“ Regisseur Ang Lee wollte nach eigener Aussage durch seinen Film die gesellschaftliche Haltung gegenüber Schwulen nicht kommentieren. Unter vielen Homosexuellen hat Brokeback Mountain aber die Hoffnung geweckt, dass das Kino einen Beitrag zu Gleichberechtigung und Akzeptanz leisten könne. Schwulenverbände und Liberale feierten den Film emphatisch.

Brokeback Mountain war in insgesamt acht Kategorien für die 78. Oscar-Verleihung nominiert, darunter auch in der Kategorie „Best Picture“. Nachdem der Film bereits vier Golden Globes abräumte und bei fast allen wichtigen Preisvergaben im Vorfeld der Oscar-Verleihung auch mit der Auszeichnung für den besten Film des Jahres bedacht wurde, galt er als heißester Favorit für den Academy Award.

Tatsächlich konnte sich die Jury aber nicht dazu entscheiden, Brokeback Mountain als „Best Picture“ auszuzeichnen, was ihr den Vorwurf einbrachte, feige und homophob entschieden zu haben. Sieger der Verleihung wurde das Drama L.A. Crash von Paul Haggis. Brokeback Mountain musste sich mit Oscars in den Kategorien “Best Director” (Ang Lee), “Best Adapted Screenplay” (Larry McMurtry und Diana Ossana) und “Best Original Score” (Gustavo Santaolalla) geschlagen geben. (AW)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Brokeback Mountain
Genre
Coming Out, Western, Drama, Liebesfilm, Neo-Western
Zeit
1960er Jahre, 1963, Gegenwart, Sommer
Ort
Landschaft, Mexiko, Wyoming
Handlung
Affäre, Amour Fou, Angst, Annäherung, Bar, Betrogene Ehefrau, Cowboy, Domestikation von Tieren, Ehefrau, Ehekrise, Einsamkeit, Familienkonflikte, Ferien, Fremdgehen, Freundschaft, Große Liebe, Heimliche Homosexualität, Heimliche Liebe, Hochzeit, Homoerotik, Homophobie, Homosexualität, Homosexueller, Homosexueller Kuss, Kuss, Liebe auf den ersten Blick, Liebe gegen alle Widerstände, Liebesbrief, Liebeskummer, Liebespaar, Liebeswirren, Liebhaber, Lüge, Mord, Nackte Frau, Nackter Mann, Oscargewinner, Pferd, Reiten, Rodeo, Romanze, Scheidung, Schweigen, Schwule Sex Szene, Schwuler, Sex, Sommerurlaub, Stille, Tiere, Tod, Trauer, Unterdrückte Homosexualität, Vater-Tochter-Beziehung, Vatermord, Verbotene Liebe, Verheirateter Liebhaber, Verlassen der Familie, Verlieben, Verlust einer geliebten Person, Vorgetäuschte Liebe, Vorurteil, Zuneigung, Zärtlichkeit
Stimmung
Berührend, Romantisch, Sexy, Traurig
Zielgruppe
Pärchenfilm, Queer-Film, Schwuler Film
Tag
Oscargewinner
Verleiher
Tobis StudioCanal GmbH & Co. KG
Produktionsfirma
Focus Features, Good Machine, Paramount Pictures, This Is That Productions

Kommentare (184) — Film: Brokeback Mountain


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Der Film hat Tiefgang.Die beiden schweigsamen Helden sind glaubwürdig in ihrer Darstellung des zwischen "So muss man Leben" und "Könnte ich nicht auch ganz anders?" hin- und hergerissenen Rollenverständnisses. Eigentlich bis zum Stetson-Rand unemanzipiert, kommt ihnen die eigene Persönlichkeit mit Macht in die Quere. Aus diesem Film kann man (und das sage ich nicht leichtfertig über einen amerikanischen Film) etwas für das eigene Leben lernen, und wenn es nur das ist, seine Chancen nicht zu vertrödeln. Nicht zu vergessen: der Film ist auch von einer betörenden Schönheit: Wyomings wilde Landschaften, atmosphärisch dichte Aufnahmen aus der Rodeoszene, Heath Ledgers Lächeln...

Mehr zum Film unter: http://friendly101.blogspot.de/2014/06/brokeback-mountain.html

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Kai_Asmus

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Bewertung9.0Herausragend

Großartig!

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Troublemaker69

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Auch wenn der Film einige Längen hat, ist er ein sehr gefühlsvolles und andersartig umgesetztes Drama.
Zum einen sind gewisse Szenen von der gleichen Hintergrundmusik hinterlegt, was in diesem Fall ein wirklich sehr passendes und originelles Stilmittel ist.
Außerdem agieren Gyllenhaal und Ledger wie gewohnt wunderbar vor der Kamera und bilden ein zärtliches, wenn auch oft grobes, Liebespaar.
Der Film trägt viele verdeckte Botschaften, unter anderem, dass man nie zu lange mit etwas warten sollte, weil es sonst sein kann, dass es einem schnell wieder genommen wird.
Zudem konfrontiert uns der Film auf wunderbare Art und Weise mit dem sogenannten "Romeo-und-Julia-Konflikt"
Trotz einiger Längen eine tolle Regiearbeit mit gut unterlegter Musik, grandiosen Darstellern und einem wunderbaren Drehbuch.

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Kai_Asmus

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Schöner Kommentar! Sehe ich auch so.


Troublemaker69

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Vielen Dank! Das freut mich :)


Lili 9ochefort

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Brokeback Mountain ist ein sensibles und eindringliches Drama. Es wird sicher Leute geben die gleichgeschlechtliche Liebe an den Pranger stellen, aber ich nicht und deswegen sollte man Ang Lee´s Film unbedingt eine Chance geben. Und vielleicht kann´s ja passieren das man dann doch einen anderen Blickwinkel erhält. In dem bewegenden Film überzeugen Jake Gyllenhall und Heath Legder in ihren Rollen, absolut, und nebenbei gelingt es Ang Lee auch noch viel von dem wunderschönen Panorama ein zu fangen. Habe ich schon oft im Tv gekuckt wenn er gelaufen ist, und war immer wieder berührt. Ich denke ich sollte mir den Film mal kaufen. :)

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Dr.Hasenbein

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ang Lee kleidet sein Männer-Liebesdrama "Brokeback Mountain" in tolle Landschaftsaufnahmen und geht die ganze Sache wie man es von ihm gewohnt ist angenehm ruhig und unspektakulär an.
Das gibt einem Zeit in die Geschichte einzutauchen, seine Figuren kennen und verstehen zu lernen, und natürlich die schönen Landschaften zu genießen.
Dabei schafft er es sogar nicht in die typischen Genreklischee-Fettnäpfchen zu treten und umschifft diese sogar gekonnt.
Außerdem versucht er nicht mit aller Gewalt die beiden ständig beim knutschen oder vögeln zu zeigen.
Das ganze ist einfach sehr schlicht und würdevoll in Szene gesetzt.
Der größte Pluspunkt sind aber wohl die beiden Hauptdarsteller
"Heath Ledger" und "Jake Gyllenhaal" ,
die völlig uneitel, ungeniert und realistisch ihre Rollen verkörpern.
Die Chemie zwischen ihnen stimmt einfach und man nimmt ihnen ihre Zuneigung zueinander in jeder Einstellung ab.
Ganz fair ist es hierbei nicht dass meistens "Ledger"
(natürlich wegen der dankbareren Rolle) die größeren Lorbeeren für sein Spiel einstreicht, denn "Gyllenhall" steht diesem in nichts nach.
Die wenigen erwähnenswerten Nebenrollen sind ebenfalls gut besetzt, ordnen sich aber komplett den beiden Hauptakteuren unter.
"Brokeback Mountain ist ein schöner und trauriger Film über eine Liebe die keine Chance bekommen hat und immer im geheimen stattfinden mußte.

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Samweis_Gamdschie

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Bewertung7.5Sehenswert

Sehr sehr sehr gewagter Film von Ang Lee, hätte auch richtig in die Hosen gehen können. Ich finde dem Film nicht schlecht, er ist aber auch kein Meisterwerk.
Besser als 80% der heutigen Filme.

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vicktoria.piekarz

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Das ist einfach mein Absoluter Lieblingsfilm 4 Ever ... der Film hat so viele Gefühle das mir ganze Zeit die tränen gelaufen sind ... ein Meisterwerk das jeder sehen muss

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Filmfan30

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Bewertung7.5Sehenswert

Ang Lee hat Mut bewiesen. Das muss man ihm lassen. Nicht nur, dass eine schwule Liebesgeschichte unter zwei Männern erzählt wird, die nicht romantisch verklärt ist, sondern völlig normale Menschen zeigt, die an den Widerständen der damaligen Gesellschaft scheitern.

Er spielt außerdem noch in der konservativsten und engstirnigsten Ecke von Amerika. Gerade am Land schauen die Leute selten über den Tellerrand hinaus. Deshalb hat die Liebe von Jack und Ennis keine Chance. So weit, so schon 1000 Mal in anderen Romeo-und-Julia-Verschnitt-Filmen gesehen.

Ihre Liebe ist von Anfang an grob und verzweifelt. Zärtlichkeit kommt gar nicht auf weil sie innerlich so zerrissen sind, dass sie sich für ihre "sündigen" Gefühle wohl bestrafen wollen. Dann kommt die homophobe Gesellschaft noch dazu. Natürlich muss das im Drama enden.

Andererseits ist der Film dann wieder doch kein glühendes Statement für die freie Liebe. Zu klischeehaft ist das Ganze und außerdem ist eine Handlung, deren einziger Spannungsbogen im versuchten Brechen von Tabus liegt, eine für Gutmenschen angelegte unrunde Sache.

Ich meine, der hauptsächliche Reiz an dem Film liegt daran, dass zwei Homosexuelle sich gegen eine intolerante Gesellschaft stellen müssen. Da können viele bequem auf der Coach sitzen und mitleiden.

Eines Tages, hoffe ich, wird Homosexualität nichts Besonderes mehr sein. Dann werden wir es alle als das Selbstverständliche akzeptieren was es ist und dann wird der Unterhaltungswert solcher Dramen drastisch sinken weil keiner mehr nachvollziehen kann was daran "anders" sein soll.

Dennoch hat Ang Lee, wie gesagt, Mut bewiesen. Der Film ist schwere Kost und nimmt einen oft in seiner beeindruckend nüchtern erzählten Weise ziemlich mit. Heth Ledger war grandios und Jake Gyllenhall nicht weniger gut.

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sweeneytodd

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Bewertung9.0Herausragend

Es ist schon ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft, dass ein Film wie "Brokeback Mountain" in der heutigen Zeit noch solche Diskussionen auslöst. Vor allem im angeblichen "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" finde ich so eine Einstellung schon reichlich seltsam. Man will aufgeschlossen sein, verwendet in jedem zweiten Satz das Wort "Fuck" und auch kein noch so schmutziger Gag ist den Amis zu platt. Doch sobald sich zwei Männer in einem Film küssen, geht der große Aufschrei durchs Land. Schon lustig!

Schön, dass sich Ang Lee davon nicht beeindrucken ließ, denn, was er hier auf die Beine stellte, ist wirklich mehr als sehenswert. Die beiden Hauptdarsteller schaffen es, dass man in der Geschichte voll mitgeht. Hin und wieder gibt es Szenen, die für mich ein wenig dahinplätschern und den Film ein wenig die Fahrt verlieren lässt. Vor allem die Szenen im Hause Ledger/Williams sind da zu nennen. Am Ende geben alle Beteiligten allerdings nochmal alles. Ich kann mich nicht an viele Filme erinnern, die mich am Ende so sehr berührt haben wie dieses Meisterwerk und obwohl ich den Film schon mehrere Male gesehen habe, schafft er dies immer noch. Starke Vorstellung aller Beteiligten und einer der besten Filme, die ich je gesehen habe.

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Prinzessus

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Bewertung0.0Hassfilm

Manche Filme richten den Scheinwerfer auf Dinge, die ich lieber nicht sehen will.....

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HellGreetings

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Schnullernazi-Alarm!


emmaranza

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der kommentar und die bewertung hätten doch echt nicht sein müssen


mabellecomunication

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Bewertung9.0Herausragend

Ein stiller Film in großartigen Bildern. In dem es nicht vordergründig, wie ich dachte, um Homosexualität geht. Nein, der Film inszeniert einen schüchternen, respektvollen Versuch, sich dem Phänomen zu nähern: Dass zwei Männer mit Vieh sich treffen - und sich irgendwann lieben. Schüchtern wie der Film selbst und gleichsam unausweichlich. Natürlich wird das auch zu einem Gesellschaftsdrama. Aber das spielt sich genauso still und jäh und unabdingbar ab, wie die Liebe selbst. Es ist ein sehr eindringlicher Film. Wer seinen Figuren nicht nah kommen will, der sollte ihn nicht schauen. 
Ich hatte mich gewundert, dass schließlich Lee und nicht Van Sant, wie vorgesehen, den Film gemacht hat. Ich glaube aber, dass die Entscheidung für Lee die richtige war, denn die Ästhetik Lees holt den Menschen hervor - was Van Sant vielleicht anders gemacht hätte... 

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Arschhoernchen

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Bewertung1.5Ärgerlich

Brokeback Mountain erzählt, kurz gefasst, die Geschichte zweier verkappt Schwuler Kuhhirten im Amerika der sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Die beiden arbeiten zusammen, verlieben sich, gehen auseinander, heiraten und können doch nicht von einander lassen. Und wie es sich für ein anständiges Drama werden sie am Ende alt und schrecklich unglücklich und dann sterben sie. Diese nicht wirklich abendfüllende „Handlung“ bläst Starregisseur Ang Lee mit vielen leidlich schönen Landschaftsaufnahmen zu einem Langfilm auf.

Außer der gut geratenen Kameraarbeit hat „Brokeback Mountain“ aber nicht viel zu bieten, außer Klischees über Schwule, wie sie jeder Homophobe tadellos unterschreiben könnte. Schwuler Sex ist in diesem Film immer roh, schwerzhaft und beide müssen sogar dabei weinen. Es hat etwas schuldiges und sündiges, wenn sich die beiden Cowboys in ihrem einsamen Zelt brutal durchnehmen. Natürlich führt schwule Liebe zu Unglück und natürlich sind die beiden Schwulen verlogen und feige. Warum Homophobe „Brokeback Mountain“ nicht lieben kann man nur damit begründen, dass die meisten ihn wohl nicht gesehen haben werden. In der Liebe der beiden Kuhhirten ist nichts schönes, helles oder romatisches. Alles ist blutig, traurig und irgendwie wahnsinnig krampfig.

Aber warum Schwule diese überlange bildreiche Tränensülze lieben ist unerklärlich. An den holzschnittartigen Schauspielleistungen der beiden Hauptdarsteller kann es nicht liegen. Die spielen ihre harten Kerls als grobmotorische Puppen ohne Mimik und brüllen und stammeln ihre Texte erbarmungswürdig dahin. „Brokeback Mountain“ mag als Landschaftsfilm ohne Ton erträglich sein, als Spielfilm versagt der erbärmlich langweilige Streifen aber völlig. Schade, dass hier Ang Lee, Regisseur des wunderbaren "Das Hochzeitsbankett" hier so tragisch auf ganzer Linie versagt.

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Weltenkind

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Bewertung9.0Herausragend

[...] Die Liebe zweier Individuen ist der Mittelpunkt aller Konspiration. Ennis Del Mar begegnet der Liebe mit Abneigung. In ihrer ersten Nacht reagierte er aggressiv und später abweisend. Er ist sich der gesellschaftlichen Ausgrenzung Seinerselbst bewusst, während Jack Twist, der naive und lebenslustige Jüngling, in seinen Gefühlen lebt. Beide Gegenpole zementieren ihre Liebe ganz individuell, aber verlieren sie niemals. Während Ennis nach ihrer Trennung heiratet, ein geordnetes Leben zu führen versucht, gleitet Jack verloren durch die Welt. Der Versuch, ein Jahr später auf den Brokeback zurückzukehren, endet mit der Einsicht, dass ihr Geheimnis nicht so geheim war, wie erhofft.
Dennoch bleibt die Liebe der beiden zueinander, trotz verschiedener Lebensstile, allgegenwärtig. Die Suche der Gefahr, das fehlende Gefühl des Zusammenseins, verstärkt sich im Laufe der Jahre, verliert sich in vorgeheucheltem Interesse an Frauen und dem Aufbau anderer Existenzen. Dann der Versuch der Wiedervereinigung: Im Schatten der eigenen Ehen zelebrieren sie eine Affäre. Zurück auf dem Brokeback besprechen sie ihre Zukunft. Aussichtlos, verloren, unmöglich – da ist nichts, was sie zusammenhält. Ihre Liebe besteht nicht die Prüfung der Gesellschaft. „Wie lange denn?“, fragt Jack und Ennis resümiert nur vage: „So lange, wie wir können.“ [...]

http://www.cereality.net/kritik/brokeback-mountain-12622

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Punsha

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Empfandest du ihr Interesse an Frauen wirklich so vorgeheuchelt? Vorsicht! ;)


Weltenkind

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Allerdings. Zumindest in der Beziehung, dass Ennis' Ehe aus reiner gesellschaftlicher Konvention entstanden ist. Natürlich haben sich im Laufe der Jahre und durch die Kinder gegenseitige Gefühle entwickelt, aber niemals so sehr, dass ein Vergleich mit seinen Gefühlen zu Jack standhalten würde. Auch nach der Scheidung hatte Ennis diese Freundin, die für ihn ohne Interesse war. Seitens Jack geht das relativ gut hervor, als er mit der anderen Frau getanzt hat, anstatt mit seiner Frau. Auch wenn ich Brokeback nicht als schwulen Liebesfilm sehe, ist er dennoch nicht im Geringsten heterosexuell. Die sexuelle Basis der Protagonisten ist jederzeit homosexuell. Die Ehen belaufen sich auf reiner gesellschaftlicher Konvention. Auch wenn Ennis vor der Zeit am Brokeback bereits in einer Beziehung war, ist diese seit dem Abstieg nicht mehr an Liebe gebunden. Wenn ich von "vorgeheuchelt" spreche, meine ich Interesse im Sinne von Gefühlen.


hnnng

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Bewertung6.5Ganz gut

Eine alte Volksweisheit besagt:
Schwule Cowboys schützen vor Langeweile nicht.

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Brenda von Tarth

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein sehenswerter, trauriger, beeindruckender und sehr mutiger Film - jenseits aller Klischees über Cowboys! Mich haben die Darsteller sehr berührt - traut euch und überzeugt euch selber!

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Otto Normal

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Ich finde den Film alles andere als mutig, denn er entspricht sehr dem amerikanischen Zeitgeist. Und das "jenseits aller Klischees" ist auch etwas daneben. Der Film ist schön, aber ein einziges Marlboro-Cowboy-Klischee. Nur sind die Klischeecowboys eben schwul, das wars aber auch schon. Trotzdem kein schlechter Film....


Brenda von Tarth

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Oha. Jetzt habe ich gedacht, dass das Klischee vom Cowboy das ist, dass er ein harter Hetero-Mann zu sein hat.
Der Klischee-Cowboy darf so ziemlich alles sein - ausser halt eben schwul.
So kann man sich täuschen...


EvertonHirsch

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Bewertung4.0Uninteressant

Schöne Landschaften und wirklich gute Kameraarbeit (vor allem eben in den Gebirgen) und Ledger spielt ebenfalls gut (Gyllenhall fand ich eher durchwachsen). Aber mein Thema ist es nicht und der Film schaffte es auch nicht, bei mir Interesse für die Charaktäre zu wecken. Das liegt wahrscheinlich zum großen Teil an der ermüdenden Erzählweise - und dass eben Wichtigeres gestern um fast die gleiche Zeit lief.

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EvertonHirsch

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Ich glaube, wenn das wirklich so wäre, hätte ich den Film erst gar nicht geguckt. Ich denke bei Brokeback Mountain weiß man vorher, auf was man sich thematisch einlässt.


EvertonHirsch

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Und auch ich finde Queen genial, allen voran Freddie Mercury


FilmFreeza

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Bewertung6.5Ganz gut

„Brokeback got us good, don't it?“

Mit dem 2005 erschienenem Western-Drama BROKEBACK MOUNTAIN erschuf Ang Lee nicht nur einen äußerst viel diskutierten Film, sondern auch eine einzigartige Geschichte. Viele anstößige und unverständliche Kommentare und Bemerkungen trudelten auf den Streifen ein, viele Verbände sahen es als ihre Pflicht an gegen den Film vorzugehen und ihn anzuprangern. Letztlich setzte sich die Kunst durch. Lee kreirte einen zeitlosen und berührenden Western-Film, der es aber in seiner Beschaulichkeit verschlaft den Zuschauer restlos zu beeindrucken und zu erreichen.

Ennis del Mar ist ein neunzehnjähriger Burscher der auf einer Ranch groß geworden ist, Im Jahre 1963 nimmt er einen Job auf dem Brokeback Mountain an. Dort muss er eine Schafherde hüten. Mit ihm arbeitet der ein Jahr ältere Jack Twist der schon Erfahrung in diesem Beruf hat. Zusammen müssen sie in der Einsamkeit des vor ihnen aufstrebenden Berges ihre Zeit verbringen. Mit der Zeit entwickelt sich eine Kameradschaft zwischen den Beiden, welche in einer Affäre gipfelt. Geplagt vom Druck der Gesellschaft, Unsicherheit und intensiven Gefühlen gehen die Beiden nach Abschluss der Arbeit wieder getrennte Wege. Sie finden Frauen, heiraten, bekommen Kinder, versuchen ein normales Leben zu führen. Die Sehnsucht jedoch obsiegt und schon bald finden sich Ennis und Jack in einer Flucht aus einem Leben wieder, dass sie nie wirklich haben führen wollen.

BROKEBACK MOUNTAIN ist ein unheimlich tragischer Film. Eine wahre Tragödie. Zwei Menschen, eine Liebe. In einer Zeit in der Homosexualität verachtet wird, finden zwei Männer zueinander und entwickeln Gefühle füreinander, die jedweder Norm und Sitte widersprechen. Schüchternheit und Mut treffen einander, Angst und Hoffnung, Traum und Realität. In der Abgelegenheit und Kälte des Brokeback Mountain´s ist die einzige Wärmequelle das unbändige Verlangen der beiden Protagonisten füreinander. Zwischen kalten Bergflüssen, kühler Schafswolle und Dosengerichten ist das einzig edle und anmutige die Leidenschaft, welche sich zwischen zwei Individuen entwickelt. Auch wenn BROKEBACK MOUNTAIN häufig als Stichwort für Witze über Homosexualität fällt, gibt es doch rein gar nichts abstoßendes an diesem Film. Möglicherweise sind einige Bilder ungewohnt, aber keinesfalls unappetitlich oder gar ekelerregend. Ein ehrlicher Film über ein unehrliches Paar.

Ang Lee jedoch verpasst es in den wichtigen Momenten wahre Highlights zusetzen. Die Dramaturgie des Streifens entfacht erst gegen Ende der Laufzeit. Erst dann werden Gefühle freigesetzt, erst dann wird dem Zuschauer erst bewusst wie ernst die Lage überhaupt ist. Bis dorthin ist der Film zwar faszinierend und keinesfalls langweilig, jedoch nicht die Gefühlsexplosion die man aufgrund der Kritiken und Resonanz erwartet hätte.

„I wish I knew how to quit you.“

Filmtechnisch liefert Ang Lee jedoch wieder einiges ab. Die Settings sind sorgsam ausgewählt und perfekt eingegliedert worden. Kalte Orte, triste Atmosphäre, alles ein wenig kahl und trostlos. Sie spiegeln die Gefühlslage und die Situation in denen sich die Protagonisten befinden sorgsam wieder. Die Berglandschaft macht einiges her. Auf der einen Seite ruft sie eine beklemmende und abschreckende Wirkung hervor, auf der anderen Seite hat bietet eben diese Landschaft den genau richtigen Ort für die Geschichte um diese glaubwürdig zu bebildern.
Beim Score patzt BROKEBACK MOUNTAIN zum größten Teil, was den Oscargewinn für die beste Filmmusik ein wenig dubios erscheinen lässt. Erst zum Ende des Filmes können die Kompositionen Santaolalla´s das Publikum ernsthaft erreichen. Bis zu diesem Punkt bleibt der Soundtrack unscheinbar und unspektakulär. Er unterstützt das emotionale Schauspiel der Hauptdarsteller nur selten und hat somit eine gewisse Teilschuld an dem oftmals fehlenden gewissen Etwas, welches den Film in den etwas stärkeren Durchschnitt rutschen lässt.

Schauspielerisch bietet BROKEBACK MOUNTAIN ganz großes Kino. Der tragischerweise schon verstorbene Heath Ledger und sein Kollege Jake Gyllenhaal zeigen einmal mehr das sie Ausnahmekönner sind/waren und in emotionalen Rollen ein ums andere Mal aufblühen. Heath Ledger der den dominanteren Part im Film einnimmt besticht vor allem durch den Kampf mit sich selbst. Während Gyllenhaals Figur Jack ganz genau weiß was er will und auch entschlossen ist diesen Weg zu gehen, lässt sich Ennis häufig von der Meinung der Gesellschaft unterjochen und flüchtet so in seinen fleischgewordenen Alptraum. Beide spielen am absoluten Limit, eine gewaltige Vorstellung, die trotz der sehr starken Konkurrenten mit einem Oscar hätte honoriert werden müssen.

BROKEBACK MOUNTAIN ist ein Film der mehr Emotionen zeigt als er hervorruft. Diesen Umstand hätte Ang LEE beispielsweise umgehen können indem er den Kampf der Protagonisten nicht nur im Innern austrägt sondern auch in der Gesellschaft und dem direkten Umfeld. Hiermit werden die Figuren Ennis und Jake leider zu selten konfrontiert, was dazu führt dass die Tragödie zwar stattfindet, jedoch nicht in der Intensität wie es hätte sein können.

„Jack, I swear...“

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craax

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differenzierter und sensibler Kommentar, ich frage mich nur, wie da die doch eher eingeschränkte Punktzahl (sind Schall und Rauch) nicht etwas höher hinaus möchte...? (einmal klingt an: erst zum Schluß würd's etwas 'dramatischer',- aber ist das nicht eigentlich ein übersteigerter Schlußakkord, der vor allem der Tatsache Rechnung trägt, das die Mißachtung der "Gesellschaft" bishin zu Mord (tatsächlich: KZs) vor (nichts) je zurückschreckt(e)? - die Dramatik ist doch eher (m.M.n) die >stille< Tragödie, die (uns) jeden Tag umgibt - heute, hier und jetzt, -wie zumeist allen Epochen. Das Drama ist die (stattfindende, nicht >damalige<) Ächtung einer -völlig schuldlosen- Minderheit. Reicht mir schon, als Spannungsgenerator. In jedem Fall einen lieben Gruß, danke für die Worte. Ernst. :)


danklorix

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Bewertung6.5Ganz gut

So muß ma einschreiten...Mit welcher Leidenschaftlichkeit manchmal Beschimpfungen die Runde machen, zeigt schon das, dass Thema die Leute peinlich berührt. Irgendwie sehr ironisch, dass sich Menschen an nem Thema aufhängen das sie eigentlich gar nichts angeht...was in anderen Betten abgeht sollte ja eigentlich Privat bleiben, aber dank dem Internet und Fernsehn is das ja mittlerweile passe.

Weiterhin muß festgestellt werden, das sich bei diesem Film alle über das falsche Thema echouffieren, denn man muß doch sagen das hier eine Randgruppe von Leuten glorifiziert wird die in meinen Augen keine Toleranz verdient haben....nämlich: COWBOYS!!!!!
Cowboys sind dafür verantwortlich das tausende Amerikanische Ureinwohner ihr Leben verloren...Cowboys haben unzählige unschuldiger Büffel und Bären getötet...Cowboys sind dafür verantwortlich das Millionen Amerikaner mit ner Wumme im Hosenbund über die Straßen von Detroit flanieren...Cowboys tragen die alleinige Schuld an einem Klamaukwestern von Bully Herbig...Cowboys tragen total geschmacklose Hüte....Cowboys geben ihren Kindern die dämlichsten Namen...Cowboys kaufen bei Wal Mart...Cowboys hassen Kommunisten...Cowboys kommen meistens aus fucking Texas...Cowboys sehen aus wie George W. Bush...Cowboys scheissen in die Wüste...Cowboys fahren Umweltverpestende Geländewagen...Cowboys nerven genauso wie Gunther Gabriel...Cowboys kommen nicht mit Marty McFly klar....Cowboys reden total unverständliches Kauderwelsch...und Last but not Least....Cowboys rauchen Malboro!

So wer jetzt immernoch meint Homosexuelle seinen irgendwie störend, der sollte mal zu ner Squaredance-Party gehen und sich 2 Std. mit nem Waffenfanatiker aus dem mittleren Westen unterhalten...

Ah ja, der Film noch...irgendwie sehr verstörend...mußte immer an Scary Movie denken;-)

PRÄDIKAT: Ey Bush....wat hältst du denn von dem Streifen?

"Was ist das hier? Holy-Gay on Ice?"
Queer as Folk

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Filmfan30

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Lol. Danke für den lustigen Kommentar und die herrlichen Vergleiche!


Hartigan85

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Wie kann man nur? So einen Scheiß guck ich mir nicht an. Das ist ein Film über Schwuchteln und Tucken, so einen Mist gucken doch nur Schwule! So in etwa klingen die häufigsten Reaktionen, wenn man über den 2004 entstandenen „Brokeback Mountain“ spricht oder davon hört, bzw. liest.
Doch Fakt ist:
Ang Lee hat mit "Brokeback Mountain“ ein fantastisches Liebes-Drama über die jahrelange homosexuelle Liebe zweier Cowboys gedreht. Der Film wurde zu Recht mit vielen Filmpreisen und Nominierungen bedacht. Und ich als heterosexueller Kerl muss sagen, dass mir der Film verdammt gut gefällt. Ich habe ihn jetzt zum mittlerweile dritten Mal gesehen, jedes Mal konnte er mich begeistern.
Ang Lee erzählt hier die tragische Geschichte einer verbotenen Liebe zwischen 2 Männern, die sich kennenlernen, als sie zusammen in Wyoming Schafe hüten. Diese schwierige und immer wieder von Enttäuschungen und Trennungen geprägte Beziehung beginnt Anfang der 60er Jahre und erstreckt sich über einen Zeitraum von knapp 20 Jahren…
„Brokeback Mountain“ ist vor allem auch ganz großes Darstellerkino! Der leider viel zu früh verstorbene Heath Ledger brilliert hier in der Rolle des Ennis del Mar. Für mich die beste Leistung seiner Karriere, noch vor seiner (ebenfalls herausragenden!) Performance als Joker in „The Dark Knight“. Auch Jake Gyllenhaal zeigt einer seiner stärksten Leistungen als Jack Twist. Und auch die leider immer wieder unterschätzte Anne Hathaway überzeugt in ihrer nicht unwichtigen Nebenrolle. Selbiges gilt für Michelle Williams, die hier Alma, die Ehefrau von Ennis spielt. Auch Randy Quaid darf kurz in einer kleinen Nebenrolle als fieser und homophober Schafzüchter glänzen.
Der Regisseur lässt sich viel Zeit, um seine Charaktere einzuführen und ihre emotionale Geschichte zu erzählen. Seine unaufdringliche Inszenierung, wie er sich mit diesem schwierigen Thema auseinandersetzt, ist aller Ehren wert. Zu Recht durfte Ang Lee dafür den Regie-Oscar entgegennehmen. Der Film begeistert auch durch tolle Landschaftsaufnahmen Wyomings und durch einen schönen ohrwurmverdächtigen Soundtrack.
Ang Lees „Brokeback Mountain“ ist ein mutiges, großartiges, intensiv-bewegendes, ehrlich-authentisches und tragisches Liebes-Drama. Ein wichtiger Film, der von jedem gesehen werden sollte um mehr Toleranz und Respekt im Umgang mit diesem (scheinbar immer noch) Tabu-Thema zu erreichen…

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mary84

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Sensationelle Vorstellung der 3 Hauptakteure :) sehr unterhaltsam, danke dafür. ;)


fuerchtegott

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@paba: Auch dir seien deine 5 Minuten gegönnt. ;-)


Daymare

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Bewertung9.0Herausragend

Der Film hat mich mehr berührt als die meisten Liebesfilme, die ich kenne! Intensives Meisterwerk!

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Ja Nos

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ha, gay!



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