Brokeback Mountain
US 2005
- Genre
- Western, Romanze, Coming Out
- Zielgruppen
- Queer-Film, Pärchenfilm
- Inhalt
Wyoming, 1961: Die Cowboys Jack und Ennis werden auf Brokeback Mountain als Schafhirten engagiert. Zwischen beiden entwickelt sich schnell mehr als nur eine tiefe Freundschaft - sie verlieben sich ineinander. Doch angesichts der engen… — Mehr
Wyoming, 1961: Die Cowboys Jack und Ennis werden auf Brokeback Mountain als Schafhirten engagiert. Zwischen beiden entwickelt sich schnell mehr als nur eine tiefe Freundschaft - sie verlieben sich ineinander. Doch angesichts der engen Moralvorstellungen und herrschenden Konventionen im rauen Wyoming bleiben ihnen nur getrennte Wege. Beide heiraten, gründen Familien - und kommen doch nicht voneinander los. Nur heimlich können sie über die Jahre Augenblicke des gemeinsamen Glückes genießen, die raue Realität holt sie immer wieder ein. Bis Jack einen letzten verzweifelten Versuch unternimmt für ihre Zukunft zu kämpfen.
- Cast
- Jake Gyllenhaal, Heath Ledger, Anne Hathaway, Randy Quaid, Michelle Williams, Anna Faris, Tom Carey — Mehr
- Regisseure
- Ang Lee
- Autoren
- Larry McMurtry, Diana Ossana
- Laufzeit
- 134 Minuten
- Zeit
- 1960er Jahre, Gegenwart
- Ort
- Landschaft, Mexiko, Wyoming
- Handlung
- Affäre, Amour Fou, Bar, Betrogene Ehefrau, Cowboy, Domestikation von Tieren, Ehefrau, Ehekrise, Einsamkeit, Fremdgehen, Freundschaft, Große Liebe, Heimliche Liebe, Hochzeit, Homophobie, Homosexueller Kuss, Kuss, Liebe auf den ersten Blick, Liebe gegen alle Widerstände, Liebesbrief, Liebeskummer, Liebespaar, Liebeswirren, Liebhaber, Lüge, Mord, Nackte Frau, Nackter Mann, Pferd, Reiten, Rodeo, Romanze, Scheidung, Schweigen, Schwule Sex Szene, Sex, Sommerurlaub, Stille, Tiere, Trauer, Vater-Tochter-Beziehung, Vatermord, Verbotene Liebe, Verheirateter Liebhaber, Verlassen der Familie, Verlieben, Verlust einer geliebten Person, Vorgetäuschte Liebe, Zuneigung, Zärtlichkeit
- Stimmung
- Berührend, Romantisch, Traurig
Über diesen Film
Handlung
Wyoming 1963: Der Rancher Ennis del Mar (Heath Ledger) und der Rodeoreiter Jack Twist (Jake Gyllenhaal) heuern bei dem Schafzüchter Joe Aguirre (Randy Quaid) an, um während der Sommermonate auf Brokeback Mountain dessen Scha… — Mehr
Handlung
Wyoming 1963: Der Rancher Ennis del Mar (Heath Ledger) und der Rodeoreiter Jack Twist (Jake Gyllenhaal) heuern bei dem Schafzüchter Joe Aguirre (Randy Quaid) an, um während der Sommermonate auf Brokeback Mountain dessen Schafherde zu hüten. Abgeschnitten von jeglicher Zivilisation, schlagen die beiden ihr Camp auf, um die Herde vor Raubtieren und Wilderern zu schützen.
Der wortkarge Ennis und der extrovertierte, zumeist gut gelaunte Jack verstehen sich bald auch ohne große Worte und entdecken langsam, dass sie mehr als nur die Kameradschaft unter Männern verbindet. Als Ennis eines Abends zu betrunken ist, um vom Lager zur Schafherde zurückzukehren, verbringen beide ihre erste gemeinsame Nacht. Sie gipfelt in rauem und leidenschaftlichem Sex. Beide empfinden sich nicht als schwul und doch wächst die Zuneigung: Fortan fallen sie immer häufiger übereinander her.
Doch die rigiden Moralvorstellungen der konservativen US-Provinz verbieten es ihnen, ihre Liebe auch in der Öffentlichkeit zu leben. Als der Sommer zu Ende geht und die Schafe wieder bergab getrieben werden, gehen Ennis und Jack getrennte Wege. Während Ennis die junge Alma (Michelle Williams) heiratet und fortan versucht, ein geregeltes Familienleben zu führen, lassen Jack die Erlebnisse auf dem Brokeback Mountain nicht los. Trotzdem heiratet er die draufgängerische Texanerin Lureen Newsome (Anne Hathaway), deren Vater ein erfolgreicher Geschäftsmann ist. Auch Jack wird Vater, doch seine Ehe bleibt eine reine Zweckbeziehung.
Vier Jahre nach ihrem gemeinsamen Sommer auf Brokeback Mountain taucht Jack erstmals, angemeldet durch eine kurze Postkarte, bei Ennis auf. In einer ergreifenden Wiedersehensszene erliegen beide ihrer Leidenschaft und küssen sich wild vor Ennis’ Haus – beobachtet von seiner Frau Alma.
Von nun an sehen sie sich selten, aber regelmäßig: mehrmals im Jahr begeben sie sich auf Angelausflüge, bei denen die echten Angeln erst gar nicht ausgepackt werden. Obwohl ihre Liebe sie aneinander bindet, wagen sie nicht, Frau und Kinder zu verlassen und eine gemeinsame Zukunft zu planen. Der Umgang mit Homosexuellen in der amerikanischen Provinz wird drastisch über ein Kindheitserlebnis Ennis’ dargestellt: Sein Vater zeigte ihm einst die Leiche eines schwulen Ranchers, der wegen seines Lebensstils ermordet worden war: am Penis zu Tode geschleift, bis dieser abriss und er verblutete.
Als 1983 erneut ein gemeinsamer Trip in die Berge ansteht, erfährt Ennis am Telefon von Jacks Frau, dass ihr Mann verstorben sei. Jack habe nach einer Reifenpanne versucht, ein Fahrzeug wieder in Gang zu setzen. Beim Aufpumpen des Reifens jedoch sei dieser geplatzt und ihm die Felge so hart ins Gesicht geschlagen, dass er auf der Stelle tot gewesen sei. Während des Telefonats werden Bilder gezeigt, wie Jack brutal zusammengeschlagen wird. Ob sie die Gedanken Ennis’ oder den tatsächlichen Hergang zeigen, bleibt offen.
Ennis reist schließlich zu Jacks Eltern, wo es ihm nicht gelingt, die Asche seines Freundes ausgehändigt zu bekommen, die er auf Brokeback Mountain verstreuen wollte. Sie berichten ihm aber, dass Jack stets von einer Zukunft auf einer gemeinsamen Farm mit Ennis gesprochen habe, und kurz vor seinem Tod seine Pläne mit einem Farmer aus Texas verwirklicht habe.
Das Ende zeigt Ennis mit seiner Tochter, die kurz vor ihrer Heirat steht, in seinem Wohnwagen. Zunächst widerwillig, dann aber auf ihre glückliche eheliche Zukunft anstoßend, sagt er sein Kommen zu. Anschließend öffnet er, der sich der gemeinsamen Zukunft mit Jack stets widersetzte, seinen Kleiderschrank, in dem auch ein Hemd von Jack hängt. Er nimmt das Hemd heraus, streicht über eine Postkarte vom Brokeback Mountain und schluchzt unter Tränen: „Jack! Ich schwör’s…“.
Weiterführende Informationen
- Releasestrategie des Verleihs sorgte für Box Office-Rekorde
- Rezeption: gesellschaftliche Kontroverse in den USA
- Von Brokeback zu Broke Crack Mountain – Wissenswertes rund um den Film
Weitere Informationen im Internet
- Harte Kerle wollen endlich schwul sein!, Analyse und Einordnung des Films in das schwule Kino auf Telepolis
- Umgesattelt, Artikel von Tobias Vetter mit Informationen zur Rezeptionsgeschichte auf Filmrezension.de
Quellen
- Umgesattelt, Artikel von Tobias Vetter mit Informationen zur Rezeptionsgeschichte auf Filmrezension.de
- Brokeback Mountain auf Box Office Mojo
- Brokeback Mountain in der Wikipedia (dt.)
- Brokeback Mountain in der Wikipedia (engl.)
Poster und Merchandise zum Film im Fanshop
Kritiker — Sehenswert 7.6
Der Film Brokeback Mountain wurde von 66 Kritikern bewertet.
Sorry, aber der Film ist für mich total überbewertet. Schön er Thematisiert Homosexualität unter Cowboys (so neu nun auch wieder nicht siehe die Band Village People) aber bis auf die Reaktion der Ehefrau von Ennis und des Farmers, der die beiden Protagonsiten den Cowboyjob gegeben hat, wird das Umfeld und deren Reaktion zu sehr ausgeklammert.
Warum hat Jack am Ende den "Unfall" mit der Radkappe? Hier wäre mehr Hintergrund mehr gewesen.
Nichtsdestotrotz eine mutige Darstellung von Jake Gyllenhaal und Heath Ledger.
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Anke Westphal: Berliner Zeitung
Gewiss erzählt Ang Lee in "Brokeback Mountain" eine ganz besondere Geschichte über eine nicht ausgelebte Liebe, die sich nicht gegen die Gesellschaft behaupten kann, weil deren Verständnis von Natur und Kultur nun mal unverblümt rigide ist. Aber es ist auch eine universelle Geschichte über die Natur des Menschen - über die Ersatzexistenzen, die er sich aufbaut wie Kartenhäuser, und die Arrangements, die er auch gegen seine Natur trifft.
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Kommentare — Ganz gut 6.1
Der Film Brokeback Mountain wurde von 15650 Mitgliedern bewertet.
svunzel 2010/01/04 22:13:09
Ich habe Brokeback Mountain das erste Mal im Kino gesehen. Ich bin ohne Erwartungen hineingegangen. Zugegeben, bei den Anfangsszenen wusste ich auch noch nicht so Recht. Diese ruhige und irgendwie verhaltende Atmosphäre ist sicherlich nicht für jedermann. Und in diese eigensinnige Liebe (womit ich nicht die Sexualität meine) muss man sich ebenfalls erst mal hinein finden. Es ist keine typische Romanze wie man sie vielleicht erwartet hätte, weil sich beide Protagonisten weitestgehend eher verschließen und nur selten einen Einblick in ihre Gefühlswelt gewähren.
Aber wenn man sich erst mal auf die Machart und die ruhige fast betrübte Stimmung des Filmes einlässt, und mit jedem Schritt und jedem Wort mitfühlt dann ist es schlichtweg tiefergreifend.
Wenn sich die etwas versteckten Emotionen letztenendes doch zu erkennen geben. Wenn der Zuschauer Stück für Stück Einblicke in das komplizierte Gefühlsleben von Jack Twist und Ennis del Mar erhält - egal wie kurz diese Augenblicke auch sind - man ist von Kopf bis Fuß eingenommen. Ich war es zumindest.
Ich habe geschmunzelt, war fraglos, habe nachgedacht, habe gehofft, gelacht und geweint.
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swissroland 2010/01/04 00:39:37
reine enttäuschung. Den film hab ich 3 mal gesehen. Das 1. einzige und letzte mal. Schlafen kann ich auch ohne TV
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Greeble 2010/01/03 11:31:37
Okay, als Mann ist es sehr schwer zu sagen, dass man den Film mag. Aber ich fand ihn wirklich klasse, auch wenn ich mich bei den besonders homosexuellen Szenen nicht immer hinschauen konnte. Ich hoffe ihr versteht mich.
Die Darsteller sind klasse, sowie in den Hauptrollen als auch in den Nebenrollen. Die Story ist wunderbar gestrickt zwischen Handlung und Charakterbeschreibung. Die Kulissen sind ebenso sorgfältig ausgesucht und die Musik wunderschön eingesetzt in den Bildern.
Wir finden ein sehr gutes Ende vor, was den Film noch Mal verbessert.
Gruß,
Nikolas Alexander.
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Der Film Brokeback Mountain gehört zum Genre Western, Romanze. Regie führte Ang Lee.


Zwar hebt sich Brokeback Mountain von seiner Tragik nicht von anderen Liebesmelodramen großartig ab, wurde (und wird) jedoch in der Rezeption aufgrund seiner Prämisse der gleichgeschlechtlichen Liebe jedoch etwas bedeutsamer aufgenommen. Die Tragweite des Filmes mag jeder für sich selbst ermessen, sicherlich unbestreitbar ist, dass Ang Lee mit seinem neunten Spielfilm eine epische Romanze erschafft hat, die ihren Weg in die Kinogeschichte fand.
Link zu vollständiger Kritik (externer Link)
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten
Burning Brain 2009/09/06 20:01:05
Sorry, ich muss mal fragen, was Du an diesem Film episch fandst? Wenn es um verbotene Liebe geht, hat schon der gute, alte William ca. 1595 eine tatsächlich epische Geschichte geschrieben. Aber hier wird doch nur das Thema Homosexualität ausgeschlachtet um einer langweiligen Story Bedeutung zu verleihen. Daraus entstand eine Medienhype und auf einmal war es `in´ Brokeback Mountain gut zu finden. Wäre es hier um heterosexuelle Liebe gegangen hätte man den Film zerrissen. Atemberaubende amerikanische Landschaften haben wir auch schon genügend gesehen, u.a. in „The Horse Whisperer“. Nur die Musik von Santaolalla ist gut.
derHOBBIT 2009/10/06 16:35:50
Also ich muss schon sagen, wir haben es hier tatsächlich mit einem Meisterwerk zu tun, das weit davon entfernt ist, Homosexualität auszuschlachten. Die Geschichte mag nichts Neues sein, allerdings mit diesen beiden Männern und mit dem Thema der Homosexualität, die großenteils in unserer Gesellschaft immer noch nicht akzeptiert wird, bildet dieser Film einen Mainstream Film für das gesamte Kinopublikum. Von diesem haben mit Sicherheit 90 Prozent noch nie zwei sich küssende Männer gesehen, daher ist es mit dieser meisterhaften Filmmusik ein tadelloses Meisterwerk von Ang Lee, einem der wenigen, die sich getraut haben, sich eines solchen Themas anzunehmen.