L.A. Crash

Crash (2004), US Laufzeit 113 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 04.08.2005


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von Paul Haggis, mit Sandra Bullock und Don Cheadle

In L.A. Crash kreuzen sich die Schicksale verschiedenster Menschen, was viele Zusammenstöße, tragische Unfälle, aber auch einige glückliche Momente mit sich bringt.

L.A. Crash zeigt 24 Stunden im Leben verschiedener Menschen in Los Angeles, deren Schicksale alle miteinander verwoben sind.
Anthony und Peter, zwei junge schwarze Kriminelle, klauen das Auto des Anwalts Richard Cabot (Brendan Fraser) und seiner Frau Jean (Sandra Bullock). Ein ähnliches Auto taucht auf; Polizist Ryan (Matt Dillon) ist mit seinem jungen Kollegen Thomas Hanson (Ryan Phillippe) auf Streife und hält es an. Darin befinden sich der TV-Regisseur Cameron und seine Frau Christine (Thandie Newton). Vor den Augen des Latinos Cameron und seines Kollegen befummelt Ryan die attraktive Frau, ohne dass ihr einer der beiden Männer hilft.
Währenddessen versucht der iranische Ladenbesitzer Farhad sich vor Übergriffen zu schützen und rüstet sich mit einer Waffe und Patronen aus. In seinem Laden wurde eingebrochen, also bestellt er einen Reparateur (Michael Peña). Dieser jedoch führt den Auftrag nicht zu Farhads Zufriedenheit aus, was schwere Folgen nach sich zieht.
Alle Geschichten der Figuren kreuzen sich immer wieder, stoßen sich aneinander, zusammen. Dabei lernen einige von ihnen eine Menge über sich selbst, ihre Vorurteile und die Schwierigkeit, mit diesen vernünftig umzugehen.

Hintergrund & Infos zu L.A. Crash

Paul Haggis bekam die Idee zu seinem Regiedebüt L.A. Crash (OT: Crash), nachdem er sich daran erinnerte, wie er vor Jahren selbst überfallen und ihm sein Auto gestohlen wurde. Ursprünglich sollte es darin vor allem um Vorurteile und weniger um Rassismus gehen.

Das Casting zu L.A. Crash dauerte fünf Jahre; doch der Film wurde in nur 36 Stunden (und ausschließlich in Los Angeles) gedreht. Die Entstehung des Filmes dauerte ein Jahr.

L.A. Crash gewann 2006 mehrere Oscars in der Kategorie Bester Film, Bester Schnitt und Bestes Drehbuch. Auch wurde Paul Haggis für die Beste Regie, Matt Dillon als Bester Nebendarsteller und Kathleen Yorks Lied ‘In the Deep’ als Bester Filmsong nominiert. Die Auszeichnungen durch den Oscar und der Film im Allgemeinen riefen neben viel positiver Resonanz auch zahlreiche Kritiken hervor. So wurde L.A. Crash unter anderem als klischeehaft, rassistisch und kitschig bezeichnet. (JP)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails L.A. Crash
Genre
Ehedrama, Schicksalsdrama, Sozialdrama, Drama
Zeit
Gegenwart
Ort
Beverly Hills, Metropole
Handlung
Armut, Ausländer, Autodiebstahl, Beschützung, Dieb, Diebstahl, Diskriminierung, Ehekrise, Einwanderer, Explosion, Falsche Beschuldigung, Geldnot, Gesundheit, Gewalttätigkeit der Polizei, Gewehr, Hispanoamerikaner, Immigration, Immigrationsverfahren, Installateur, Integration von Ausländern, Jagdgewehr, Korruption, Krankenhaus, Oralsex, Oscargewinner, Polizei, Polizist, Rache, Rassismus, Rassist, Schießerei, Schuldgefühl, Schutzengel, Sozial schwache Familie, Unfall, Vater-Sohn-Beziehung, Vater-Tochter-Beziehung, Vergeltung, Versehentlicher Mord, Waffenkauf, Waffenladen, Überfall
Stimmung
Berührend, Ernst, Hart, Traurig
Tag
Episodenfilm, Oscargewinner
Verleiher
Universum/Central
Produktionsfirma
ApolloProScreen GmbH & Co. Filmproduktion KG, Blackfriars Bridge Films, Bob Yari Productions, Bull's Eye Entertainment, DEJ Productions, Harris Company, Mambo Inc., Paul Haggis Productions, Stratus Film Co.

Kommentare (177) — Film: L.A. Crash


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A-vienna

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Bewertung9.5Herausragend

Ein Film der aufzeigt, wie verachtend und asozial manche Menschen doch sein können. Eine bewegende Story, die allgegenwärtige Themen behandelt und dazu noch gut inszeniert ist. Der Film zeigt Schicksale verschiedener Personen, deren Wege sich nicht nur einmal in L.A. Kreuzen werden. Schauen lohnt sich.

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MetalFan92

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Bewertung7.5Sehenswert

Sehr bewegendes Drame mit starkem Cast und einen klasse Soundtrack. Ich mag die Art von Episoden-Filmen die geschickt ineinander verknüpft sind. Ein weiteren Pluspunkt gibt es dafür, dass gezeigt wird, welche Vorurteile die Menschen gegenüber anderen Menschen mit anderer Hautfarbe, Kultur oder Abstammung haben. Es wird nichts verharmlost, nein, es wird die traurige Realität gezeigt.

#########! Achtung Spoiler !############

Es gab sehr viele Momente wo mir der Atem stockte. Das kleine Mädchen rennt schützend vor ihren Vater, weil sie denkt einen unsichtbaren Umhang zu haben, der vor Kugel schütz und ihr passiert im nachhinein nichts. Auch sehr krass fand ich, wie der einst rassistische Cop die farbige Frau aus dem brennenden Auto zieht, einfach nur Klasse !

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Curryman1312

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Wahre Worte, nur zu wenig Punkte.


MetalFan92

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Naja eben meine Meinung :)


Marc_McFly

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Bewertung7.0Sehenswert

hier fehlen eindeutig noch mehr Kommentare von AFD-Wählern die was von "Holzhammer-Message" quatschen und den Film nicht mal im Ansatz verstanden haben.

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sachsenkrieger

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Bewertung9.5Herausragend

Ob Rassismus nun eine Sache der Evolution ist oder eine der sich stetig weiter entwickelnden Gesellschaftsordnung, ist vielleicht gar nicht so wichtig. Er ist vorhanden und wird es vorraussichtlich auch noch lange bleiben. Wer will sich vollständig freisprechen von rassistischen Gedanken? Wer will behaupten, noch nie in seinem Leben solche Gedanken gehabt zu haben? Ich nicht!

Rassismus ist dumm und trotzdem passiert es jedem Menschen, das er aus Angst, Verzweiflung, Wut oder Trauer andere Menschen (vor)verurteilt. Beamte sind faul, Polizisten sind doof, Kölner trinken ihr Bier aus Reagenzgläsern, das ist im engeren Sinne kein Rassismus, aber es ist ähnlich schlimm und entspringt derselben Quelle.

"Es ist das Gefühl der Berührung. In einer normalen Stadt geht man zu Fuß, verstehst du? Man berührt einander, rempelt sich an. In L.A. berührt dich nie jemand. Wir sind doch immer nur hinter Metall und Glas. Ich glaube, diese Berührung fehlt uns so sehr, das wir miteinander kollidieren müssen, um überhaupt etwas zu spüren."

Eine starke Einstiegssequenz, die uns eines der gewichtigsten Probleme mit Vorurteilen und Klischees vor Augen führt. Man fürchtet, was man nicht kennt. Um es kennenzulernen, muss man es berühren, auf die ein oder andere Art und Weise. Wir begleiten eine Reihe von Menschen 36 Stunden durch L.A.´s Straßenwüsten. Die meisten von ihnen sind Täter und Opfer, Schuldige und Unschuldige, Rassisten und rassistisch Verfolgte in einer Person. Jeder von ihnen lebt in seiner eigenen Welt, ihre Umlaufbahnen kreuzen sich, ohne das sie sich berühren.

Sie erleben Angst, Wut, Hoffnungslosigkeit, Gewalt und Diskriminierung, für die sie teils selbst die Schuld tragen. Am Ende sind sie alle verändert, auf die eine oder andere Weise. Einige erlangen Einsicht, Hoffnung oder Glück, andere bleiben auf der Strecke oder enden in Verzweiflung. Der einzige Sinn des Lebens ist das Leben und wer frei ist von Schuld, der werfe den ersten Stein.

Ein starker Film mit einem tollen Soundtrack und durch die Bank hervorragenden Schauspielern, aus denen der leider viel zu selten zu sehende Matt Dillon positiv heraussticht. Leichte Abzüge gibt es, weil der Film bei der Zweitsichtung doch etwas poliert und aufgesetzt daherkommt.

GOOD NIGHT AND GOOD LUCK!

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DonChris

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Bin ganz Deiner Meinung.


sachsenkrieger

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Das ist nett, weil ich manchmal selbst nicht so ganz meiner Meinung bin ;-)


Moviegod

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein gesellschaftskritisches Episodendrama mit ebenso verschiedenen wie realistischen Figuren. Die Dramatik der Handlung und die Aktionen/Reaktionen der Figuren wirken zu keinem Zeitpunkt zu konstruiert oder unglaubwürdig. Man kann sich als Zuschauer des öfteren denken was als nächstes geschieht bzw. getan wird, da das die logische Reaktion eines Menschen ist. Und das hat nichts mit einer vorhersehbaren Story zu tun, sondern es macht den Film so menschlich. Jeder der Darsteller liefert eine super Leistung ab, auch wenn manche Rollen ein wenig zu kurz kommen. So hätte ich gerne mehr von Matt Dillons sowieso schon genialem Spiel gesehen.
Ein wichtiger, weil so realer Film.

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Lori007101

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein selbstkritisches und sozialkritisches Drama, gefilmt als einen Episodenfilm. Die Figuren sind natürlich und realistisch gezeichnet und offenbar begegnen sich die Menschen nur, wenn sie sich gegenseitig auf die Füsse trampeln. Der Film macht zwar nachdenklich, bleibt aber am Schluss unerreichbar. Kein Wunder, dass der Film am wenigsten erfolgreich war, unter den besten Filmen, der Oscarverleihung. Denn der Film spricht wirklich nicht jeden an.

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elias.beldzik

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Bewertung6.5Ganz gut

Joar. Ich finde, der Film ist ziemlich verwirrend und ich musste bis zur Hälfte tatsächlich mal auf Wikipedia schalten (war mir nicht sicher, wer wer ist), im Nachhinein wird allerdings alles geklärt. Die Vorurteile-Kritik ist sehr wohl berechtigt. Ganz guter Film, allerdings muss man ihn sich nicht ansehen. Dennoch bewegend, obwohl ich persönlich keinen Oscar gegeben hätte.

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GRAND

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Bewertung10.0Herausragend

Ein sehr bewegender und eindringlicher Film, über den man viel schreiben könnte.
Ich will nur sagen, dass ich nach keinem Film mehr darüber froh war, dass wir in Deutschland so strenge Waffengesetze haben, als nach diesem.

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fcb_bavaria

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Bewertung7.5Sehenswert

Bewegendes Drama über Sechs Menschen deren Schicksale miteinander Verknüpft werden ! Super Cast und zu Recht mit dem Oscar als "bester Film" ausgezeichnet ! Die knapp 2stunden vergingen wie im Flug und es hätten auch noch ein paar Minuten mehr sein dürfen . Schönes Kino zum mitfühlen ! 7.5 punkte

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timmoe

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Bewertung6.0Ganz gut

Recht nettes Drama, bei dem sich das Schicksal verschiedener Menschen verschiedener Ethnien kreuzt. L.A. Crash bedient sich dabei vieler Klischees, nur um sie arg konstruiert dann bis zum Ende wieder über den Haufen zu werfen. Man wird zwar gut unterhalten, aber dafür fehlen dann auch die Alleinstellungsmerkmale, was eine höhere Wertung verhindert.

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RoboMaus

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Bewertung1.0Ärgerlich

Wieder so ein Film, bei dem die Story durch eine Serie von parallelen Handlungssträngen ersetzt ist und man erst spät versteht, worum es überhaupt geht. Geschickterweise werden die Stränge durch eine Kette unglaubwürdiger Zufälle verknüpft, wobei die Unglaubwürdigkeit nur noch von dem Schwarzen getoppt wird, der zuerst supervernünftig die Cops bei der Kontrolle beschwichtigt, um sie dann nach einer 180°-Charakterwende bei der nächsten Kontrolle zu provozieren. Das nur, weil seine bescheuerte Frau ihm vorwarf, er sei ein Weichei. So sind die Menschen eben, weil wir doch alle gern mal unsere Prinzipien über Bord werfen, wenn jemandem an uns etwas nicht passt. Oder nicht? Wenn das bei null Spannung und unendlicher Langatmigkeit wenigstens einen Sinn ergäbe. Oh, sorry, der steckt ja in der Message: Rassismus ist bescheuert, Sturheit führt zu nichts, und am besten leben wir alle, wenn wir uns vertragen. Grossartig. Dafür einen Punkt.

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RoboMaus

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Cool bleiben - am besten leben wir alle, wenn wir uns vertragen. Ist doch die Message aus dem Film...


MetalFan92

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Gut, dass Geschmäcker verschieden sind. :)


Saalowsky

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Bewertung6.5Ganz gut

Ein Film der sehr gut zeigt, wie subjektiv das menschliche Handeln ist. Man muss begreifen, dass jede Handlung eines Menschen einen für ihn durchaus nachvollziehbaren Impuls hat, so unverständlich sie einem Außenstehenden auch erscheinen mag. Stigmatisierung ist ein großer Fehler unserer Gesellschaft, die einfach sehr bequem ist. Der film selbst ist kein Kracher, allerdings hat er doch mehr Nachwirkungen als so manch anderer. Ich war sehr positiv überrascht über Matt Dillon in seiner Performance, der sonst immer auffällig unauffällig ist.

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Admiral.Nogura

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Bewertung1.0Ärgerlich

Dieser durchstilisierte Episoden-Film ist Sozial-Kitsch par excellence. Es wird mit dem Holzhammer auf die Brennpunkte der Gesellschaft geprügelt, um in die filmische Katharsis zu münden, damit der Zuschauer am Ende mit dem guten Gefühl aus dem Kino gehen kann, mal über das Übel der Welt nachgedacht zu haben. Ein Film bei dem das Wort „pseudointellektuell“ mal wirklich angebracht ist.

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sam_ace_rothstein

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Bewertung7.0Sehenswert

Lässt zwar kaum ein Klischee aus, gehört aber trotzdem zu den besseren Filmen zum Thema Rassismus. Auch dank teilweise sehr guten Darstellerleistungen. Vor allem Matt Dillon konnte mich überzeugen.

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The Freewheelin Fonda

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Hab eig. Genau das gleiche geschrieben :D
Auch 7 Punkte von mir.


sam_ace_rothstein

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Habe mich von dir insperieren lassen Hfonda ;)


The Freewheelin Fonda

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Bewertung7.0Sehenswert

Seit Monaten wollte ich meinen Kommentar zu L.A. Crash überarbeiten und ich habe mich des Öfteren dran gesetzt, ohne einen ordentlichen Text auf die Reihe zu bekommen.
Das liegt nicht daran, dass mir der Streifen besonders viel bedeutet(was man ja schon an der Bewertung sieht) sondern ich viel mehr versuche eine neutrale Wertung abzugeben, um weder von der Seite runtergemacht zu werden, die diesen Streifen genial findet
als auch von der Seite die L.A. Crash einfach scheiße findet und für einen VÖLLIG ungerechtfertigten Oscargewinner hält.
Ich steh da irgendwie zwischen den Fronten, richtig toll oder herausragend finde ich ihn nicht
aber ein schlechter Film sieht anders aus.
Also jetzt kein Satz mehr zu irgendwelchen lächerlichen Goldstatuen, sondern einfach meine Meinung zu L.A. Crash!
Rassismus und Vorurteile behandelt dieser Film, ein wichtiges Thema, was für uns auch noch in 1000 Jahren beschäftigen wird, weil Vorurteile einfach menschlich sind, sich von unbestätigten Eindrücken(teils unbewusst) sofort ein Bild zu machen.

Werke die neue Aspekte und Aussagen, wie Ursachen über Rassismus beinhalten und am Besten noch die Sinnlosigkeit von Vorurteilen aufdecken, sind für mich wichtig aber ein Film muss mir das auch gekonnt zeigen und nicht so Hollywoodhochglanzpoliert, wie man es hier hat. L.A. Crash hat tolle Ausgangslage, gute Darsteller, ein paar sehr gute Szenen aber leider eine(für mich) viel zu konstruierte Story.
L.A. Crash hat einen äußerst interessanten Anfang, man wird in einen viele verschiedene Schicksale von Bewohnern L.As hineingeworfen und man bekommt viele unterschiedliche Sichten zum Thema Rassismus zu sehen.
Man hat Leute, die in ihren Vorurteilen gegenüber Schwarzen oder Ausländern mal nicht bestätigt werden und viele Wendungen in der Handlung, die Vorurteile auch teils wahr werden lassen, wenn man schwarze Kriminelle zeigt, die genauso handeln, wie es sich weiße Privilegierte aus L.A. vorstellen.
Manche Geschichten fand ich auch richtig toll, wenn man einen rassistischen Polizisten hat, der für den Zuschauer am Anfang zu einem Hassobjekt wird, dessen Vorurteile aber später gut erläutert werden, so dass man immer neue Ansichten von Charakteren bekommt.
Viele Geschichten, die der Streifen anfangs präsentiert haben mir dann so gut gefallen, dass ich mit bis zu 8 Punkten rechnete, doch ab einem bestimmten Punkt des Films konnte ich die negativen Kritiken hier voll nachempfinden.
Wie sich hier alle Episoden zusammenfügen war mir irgendwann VIEL zu konstruiert und auch viele der Charakterwendungen waren mir einfach zu klischeehaft.
Das zieht den Streifen für mich runter, zum Ende hin einfach zu einfach gestrickt ohne mir irgendwas zu bieten, was mich richtig vom Hocker gehauen hätte.
Die Aussage des Streifens ist natürlich löblich, L.A. Crash anzusehen ist auch nicht zu letzt wegen der Darsteller( Matt Dillon ist richtig klasse!) eine gute Filmerfahrung aber für mich kein überragender Film, der mir irgendwelche neuen Sichtweisen eröffnet hat!

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Markbln

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Oh, hatte den noch gar nicht bewertet. Danke fürs erinnern, 2 wäre ok, der ist für mich aber nur uninteressant, was für mich eigentlich noch weniger ist. Die MP-Scala ist immer etwas strange in der richtung, finde ich.


The Freewheelin Fonda

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Acht die Bezeichnung für die Punkte nehme ich hier auch nicht ganz Ernst, hab mein eigenes Punktesystem ;)


Luke_92

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Bewertung9.0Herausragend

Dieser Hochgenuss der Leinwandkultur ist ein perfektes Paradebeispiel dafür, was es bedeutet ein Thema filmisch anspruchsvoll aufzuarbeiten. Paul Haggis spiegelt die Problematik des Rassismus zu allen Seiten, durchdenkt kritisch und liefert somit ein emotionales Gesamtbild. Unvergesslich ist das melancholische Finale, bei dem die nachdenklichen Bilder rührend durch den Song „In the Deep“ untermalt werden.
Wegen all dieser Faktoren regt L.A. Crash dazu an, sich zu hinterfragen und festzustellen, wo man selbst reflexartig in diskriminierende Denkmuster verfällt.
Fazit: Intelligent, brisant, herzergreifend, meisterhaft.

Legendäres Zitat:
"Es ist das Gefühl der Berührung. In einer normalen Stadt geht man zu Fuß, man berührt einander, rempelt sich an. In L.A. berührt dich nie jemand. Wir sind doch immer hinter Metall und Glas. Ich glaube, diese Berührung fehlt uns so sehr, dass wir miteinander kollidieren müssen, um überhaupt etwas zu spüren."

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HomerSimpson09

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Bewertung9.0Herausragend

Beeindruckend,packend, berührend, dramatisch. L.A. Crash ist ein großartiger Episodenfilm über das Leben im multikulturellen Schmelztiegel Los Angeles. Er zeigt offen den Rassismus und die Schwierigkeiten der zwischenmenschlichen Beziehungen in einer Gesellschaft mit derart vielen verschiedenen Kulturen. Dieser Film regt zum Nachdenken an, wenn man sich selbst dabei ertappt wie man über manche Szenen lacht und über andere schockiert ist. Das Ganze ist perfekt untermalt von einem wunderbaren Soundtrack und wird von einer großen Darstellerriege getragen, die hier alle überzeugen und von denen mich besonders Matt Dillon als rassistischer Cop beeindruckt hat. Ein jeder muss sich in seinem eigenen Handeln immer wieder überdenken wenn die Figuren in diesem Meisterwerk immer wieder miteinander kollidieren. Und gerade das macht L.A. Crash so sehenswert. Ein Film der niemanden eindimensional darstellt. Und ein Film der seine Zuschauer nicht unberührt lässt.

Legendäres Zitat:

„Es ist das Gefühl der Berührung. In einer normalen Stadt geht man zu Fuß, man berührt einander, rempelt sich an, in L.A. berührt dich nie jemand. Wir sind doch immer hinter Metall und Glas, ich glaube diese Berührung fehlt uns so sehr, dass wir miteinander kollidieren müssen um überhaupt etwas zu spüren.“

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Nebelung

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Schmelztiegel? Wohl eher nicht. Jeder ethnische "Community" bleibt im Grunde unter sich. Die Weißen, die Afrikaner, die asiatischen Völker und die Latinos. Die Weißen werden übrigends immer weniger. Die einzelnen Gruppen begegnen sich hauptsächlich nur in notwendiger sozialer Interaktion und durch das Gesetz. Da wird nichts "eingeschmolzen". Höchstens verschwindet die Gruppe, die am wenigsten Nachkommen hat.


HomerSimpson09

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Schmelztigel meint hier, dass die Kulturen aufeinanderprallen, nichts anderes. Und was mit den ethnischen Gemeinschaften passiert, kann das legendäre Zitat wohl am besten beantworten.


Fedkek2

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Bewertung9.0Herausragend

Exzellenter Streifen mit super Besetzung, viele bekannte Namen dabei, die wirklich alle gut bis sehr gut gespielt haben. Außergewöhnliche Erzählstruktur und Aufbau der Story mit Gänsehautabgang! wobei mir bei der Szene vom Coverbild fast die Tränen gekommen sind inkl. Klößchen im Hals und das mir als Machoarsch!

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patrick.rohrer.5

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

L.A. Crash hat absolut verdient den Oscar für den besten Film bekommen.
Sehr guter Episodenfilm, der keinen kalt lässt, Matt Dillon als rassistischer Polizist ist einfach herausragend.
Echte Überraschung bei den Oscars, und das zurecht !!!

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pischti

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Ich halte ihn für völlig überbewertet, die FIlmidee, dass sich mehrere Schicksale kreuzen hat man schon in anderen Filmen die VOR diesem erschienen sind, viel besser gesehen (z.B. "21 Gramm") und auch die einzelnen Geschichten haben mich alles andere als berührt. Highlight war wahrscheinlich die Szene (VORSICHT SPOILER) als Dillon die Frau aus dem Auto zerrt, die war wirklcih groß und da kam auch bei mir ein bisschen Gänsehaut auf, der Rest war solala. :)


Harvey Specter

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

In "L.A. Crash" wurde mir nach kurzer Zeit klar, worum es eigentlich geht. Es behandelt besonders das Thema Rassismus und Vorurteile gegenüber anderer Kulturen. Die Thematik wird hier nicht sensibel behandelt, sondern zeigt uns eine knallharte Realität, die einem so manche Fragen aufwerfen sollte. Es ist wirklich erstaunlich wie groß der Einfluss bei einigen Leuten ist und welche Auswirkungen es haben kann.
"L.A. Crash" ist ein großartiger Film, der die Schicksale verschiedener Menschen zusammen knüpft. Die Verbindung wurde nahezu realistisch hergstellt ohne dabei kitschig zu wirken. Es gibt hier eine gute Mischung aus rührenden, erfreulichen und schockierenden Momenten. Ein Gesamtwerk aus Angst und Verzweiflung, die sich entweder in Wut oder in etwas gutes entwickeln kann.

Ich habe mich voll und ganz dem Film gewitmet und eine Trailervorschau übersprungen. Das empfehle ich auch weiter. Denn er geht unter die Haut!

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