Cassandras Traum

Cassandra's Dream (2007), US Laufzeit 108 Minuten, FSK 12, Drama, Kriminalfilm, Kinostart 05.06.2008

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6.6
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von Woody Allen, mit Ewan McGregor und Colin Farrell

Zwei Brüder aus dem Working-Class London: Terry (Colin Farrell) liebt das Pokerspiel, Hundewetten und Whiskey, Ian (Ewan McGregor) verfällt dem Charme der wunderschönen Schauspielerin Angela (Hayley Atwell), die einen hohen Lebensstandard fordert. Zunehmende Geldsorgen verleiten die Brüder dazu, sich auf einen gefährlichen Deal einzulassen. Zu spät stellen sie fest, dass es kein Zurück mehr gibt, wenn eine gewisse Grenze erst einmal überschritten ist.

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Cast & Crew


Kritiken (10) — Film: Cassandras Traum

Oceanic6: CinemaForever

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7.0Sehenswert

"After all I've done for you, it should be automatic. Family is family! Blood is blood! You don't ask a question! You protect your own."

Wir alle träumen von Ansehen und Wohlhaben. Die Frage, welche sich viele stellen: Bin ich bereit dafür meine Freizeit, meine Freunde und meine Geliebten aufzugeben? Woody Allen geht in "Cassandras Traum" noch einen Schritt weiter. Er erzählt von zwei Brüdern, die für das "gute" Leben die Grenzen der Menschlichkeit überschreiten und ethische Tabus brechen. Diese Konstellation entwickelt sich soweit, bis sie in einen Auftragsmord gipfeln soll.

Woody Allen geht diese Story mit sehr viel Feingefühl an. Die Darsteller, allen voran Ewan McGregor, Colin Farrell und Tom Wilkinson, spielen sehr authentisch. Die Inszenierung ist trocken und düster und wird von biederem Humor begleitet. Immer wieder schafft Allen durch das grandiose Zusammenspiel von Musik, Bild und Mimiken der Darsteller eine sehr spannende…

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ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/

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7.0Sehenswert

[...]Entgegen einiger Logiklöcher, so nimmt man es Tom Wilkinson als Onkel Howard nicht wirklich ab, dass ein offensichtlich in finstere Machenschaften verwickelter Geschäftsmann keine ‚professionelle‘ Hilfe zur Beseitigung seines ‚Problems‘ anzuheuern weiß, entwickelt sich ein starkes Psychogramm. Ewan McGregor steigert seinen Ian in eine beinahe dämonische Skrupellosigkeit, Colin Farrell driftet überzeugend in Depression und Wahn ab (wenn auch manchmal etwas arg weinerlich).[...]"Cassandras Traum" ist also vor allem als ansehnlich ausgearbeitetes und dargestelltes Charakterstück zu empfehlen, dem es streckenweise an erzählerischem Einfallsreichtum mangelt. Ein im wohlwollendsten Sinne 'guter' Film, was eben auch wenn (und weil!) der Regisseur Woody Allen heißt, genügt.[...]

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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9.0Herausragend

Das Drehbuch von Allen setzt nicht wirklich auf Spannung, sondern richtet seinen Blick vielmehr auf die psychologischen Auswirkungen. Die Brüder gehen nämlich ganz unterschiedlich mit der Situation um. Herrlich ist die Rationalisierung von Ian: «If we we're in the army, we'd be expected to kill strangers everyday to profit men who are up to here in corruption.» Wenn sie in der Armee wären, würde von ihnen erwartet, dass sie jeden Tag fremde Menschen ermorden, um Männer zu bereichern, die bis über den Kopf in Korruption stecken. Was ist da schon ein kleiner Mord für einen reichen Verwandten, der sich in einer Notlage befindet.

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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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5.5Geht so

Im letzten Film seiner britischen Trilogie - „Match Point“ und „Scoop“ - ließe sich „Schuld und Sühne“ erwähnen. Auch die „Brüder Karamasow“ könnten als Zitatwissen eingefügt werden, um die Leere dieses Woody Allen zu überbrücken. Die Idee ist klar, das Drama kleiner, armer Leutchen soll dargebracht werden, als hätte es klassische Größe. Deshalb Cassandra. Deren Traum, oder korrekter: der Traum von ihr erzählt eigentlich eine kleine Geschichte von der großen Gier. Zwar mit besten Zutaten aufgefrischt, doch die Mischung stimmt vorne und hinten nicht. Wahrscheinlich ist Allen nicht der richtige für so ein Drama kleiner Leute. Dafür gibt es in Finnland Aki Kaurismäki und in Großbritannien Ken Loach. Dessen Working Class Heros berühren nicht nur mehr, sich lassen sogar mehr lachen als Woody Allen.

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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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7.0Sehenswert

Nach dem Misserfolg von „Cassandras Traum“ in den USA hatte der deutsche Verleih schon erwogen, den Streifen nur auf DVD zu starten.

Schön, dass er es sich doch noch anders überlegt hat, überrascht das Werk doch wie Allens jüngste Krimis „Match Point“ und „Scoop“ mit unvorhersehbaren, hoch spannenden Wendungen, wobei der düstere Soundtrack von Phil Glass eine Klasse für sich ist.

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GrammatonCleric: Equilibrium, X-RATED, DAS M...

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7.5Sehenswert

In den letzten Jahren verstand es Woody Allen durchaus, wie man einen intelligenten Thrillerplot geschickt mit einer Prise Humor verbindet und sogar noch einen Fokus auf das Zwischenmenschliche legt. Dabei favorisierte Allen London stets als zentrales setting, samt seiner Oberschicht. Dass es laut Allen gerade hier zu vielen Krimis kommt, spricht für sich. Cassandra's Dream setzt die Tradition fort, jedoch mit einem kleinen aber feinen Unterschied: Allen konzentriert sich dieses Mal nicht auf die oberen Zehntausend, sondern auf zwei Brüder, die charakterlich zwar unterschiedlicher nicht sein könnten, im Kern aber beide gleich sind. Sie stammen nämlich nicht aus der Oberschicht, sondern aus dem normalen Gutbürgertum, der Mittelschicht. Der eine ist erfolgloser Restaurantspekulant, der anderer bodenständiger Automechaniker. Ian (Ewan McGregor) und Terry (Colin Farrell) komplettieren sich dabei perfekt: Während der eine die Autos seiner Kunden zum Gepose seines Bruders dazusteuert, unterstützt der ihn wiederum mit kleinen Finanzspritzen um dessen Schattenseite, das Glücksspiel, zu fördern - denn sie beide hoffen eines Tages auf den Jackpot, eines Tages muss er ja einfach kommen!

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Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

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3.5Schwach

[...] Rührend ist's zwar, dass Allen hier zwei Sunny Boys ins Verderben rennen lässt, und hübsch anzusehen ebenso, immerhin geben McGregor und Farrell ein schniekes Brüderpärchen ab, dem man nur alles Beste wünschen kann. Aber der Film interessiert sich nicht die Spur für sie, und so ist es auch egal, ob sie den Coup über die Runden bringen, unbeschadet überstehen und mit reiner Weste aus der Sache herauskommen werden. "Cassandra’s Dream" ist ein ziemlich tristes, unausgegorenes Thriller-Drama, das unbeholfen, staksig und kraftlos von Menschen und Lebensstilen erzählt, zu denen es nicht nur keinen Zugang findet, sondern von denen es auch keine wirkliche Ahnung zu haben scheint. Man könnte den Film als das unenglischste bezeichnen, was englische Schauspieler vor englischen Kulissen so hinbekom- men können, inszeniert von einem ewigen Plappermaul, das mit seinen Arbeiten seit Dekaden nichts Handfestes mehr anzubieten hat. [...]

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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7.5Sehenswert

Das Ergebnis ist ein durchaus origineller Allen-Film, der Fans und Kenner zwar nicht überraschen wird, und auch qualitativ nicht an Allens beste Filme heranreicht. Aber den Kinobesuch lohnen die bösen Taten der Baine-Brüder in jedem Fall.

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alviesinger: bummelkino

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9.0Herausragend

Woody Allen und die griechischen Mythologie. Diesmal muss die arme Cassandra, die er schon in "Mighty Aphrodite" für einen netten Kalauer nutzte - für seine dramatische Gier-Sühne-Story mit Akropolis-Background herhalten. Zweifelte ich zu Beginn am Cast von Farrell und McGregor, war ich gegen Ende von ihrer Arbeit restlos überzeugt. Die Darstellung der beiden Mittelklasse-Briten, die ihren heuchlerischen Traum leben und dabei das unüberörbare Schreien Kassandras erwartungsgemäß ignorieren, dafür schlussendlich bestraft werden, ist überragend und wird nur durch den vermeintlichen Deus Ex Machina-Auftritt von Tom Wilkinson mit seiner unübertrefflichen Leinwandpräsenz überschattet. Allen gelingt mit der Offenbarung Wilkinsons im strömenden Regen eine Szene, deren Druckkulisse an Intensität nur schwer zu überbieten ist. Man kann fast den Herzschlag der patschnassen Protagonisten hören. Gleichwertig sind die intimen Momente auf dem "Nomen est Omen"-Segelboot "Cassandra`s Dream". Der Rückzugsraum der Brüder, ein symbolischer Elfenbeinturm der Glückseligkeit, der auf Lug und Betrug fußt und zu ihrem Verhängnis wird. Eigentlich kann man Constantin Film nur danken, dass "Cassandras Traum" nach so vielen Monaten doch noch den Weg in die deutschen Kinos gefunden hat. Allens Film, der den Abschluss seiner London-Trilogie bildet, sollte zuerst nur auf Video/DVD erscheinen. Denn der mittlerweile 72-Jährige zeigt mit einem überzeugenden Skript und seiner trockenen Inszenierung, geradlinig und in ihrer direkten Art an junge Klassiker wie "In the bedroom" erinnernd, in dem ebenfall Tom Wilkinson brilliert, einen Überlebenskampf der Darwin anklingen lässt sowie auf ethische Grundfragen trifft - Existentialismus, eben - und knüpft somit an eines seiner Grundthemen an, das er bereits Mitte der 1980er Jahre in "Verbrechen und andere Kleinigkeiten" thematisierte. Beeindruckend.

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Lukas Foerster: taz / cargo / perlentaucher...

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9.0Herausragend

Woody Allens Filme werden von Jahr zu Jahr klassischer und überholen das klassische Hollywoodkino inzwischen rückwärts.

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Kommentare (30) — Film: Cassandras Traum


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Thomas Hetzel

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Bewertung7.0Sehenswert

Tja, das war der erste Film den ich von Woody Allen gesehen habe und ich muss sagen er ist eigentlich ganz gut gelungen. Klar ist er an manchen Stellen etwas langatmig und man hätte auch mehr aus der Idee machen können, aber er hat doch ein gewisses Spannungsgrad. Ewan McGregor kann ich ja überhaupt nicht leiden, aber dafür gab es ja Colin Farrell, der hier ja sowieso die schwierigere Rolle hat. Als kaputter Alkoholiker passte er perfekt und man leidet praktisch mit ihm. Man kann sich in seine Figur gut hineinversetzen und er hat es mal wieder geschaft, dass ich richtig Mitleid mit ihm hatte.
Das Ende war schön böse und mal was anderes, und hat mir Lust auf mehr Filme von Woody Allen gemacht. Ich würde auch gerne "Match Point" schauen, wenn er bloß nicht mit Scarlett Johansson wäre.

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eyeminded

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-ACHTUNG SPOILER MATCH POINT-
Wenn du ihn sowieso nicht schaust, kann ich dir ja verraten, dass sie eh umgebracht wird ;)


Thomas Hetzel

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Danke, dass weiß ich schon. Einen Teil vom Film habe ich ja schon gesehen. Nur ich habe ihn von vorne bis hinten noch nicht gesehen.


based_god

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein von Woody Allen sehr schön eingefangener Krimi.

Terry und Ian sind das perfekte Brüderpaar. Beide aber leben unter ihren Möglichkeiten und ihr reicher Onkel Howard könnte dies verändern. Der Preis den sie dafür bezahlen müssten ist aber hoch. Und unmoralisch. Der Titel "Cassandras Traum" bezieht sich auf das Boot, welches den Brüdern gehört und auf welchem Anfang und Ende stattfinden.

Grossartige Schauspielerleistungen seitens "Ewan McGregor" und "Colin Farrell" und der typische "Woody Allen"-Biss heben "Cassandras Traum" aus der breiten Masse der Krimis heraus. Die Geschichte ist unvorhersehbar und sehr spannend. Der Identifikations-Faktor ist hoch; ich zumindest habe sehr mit den Figuren mit gelitten und mir oftmals die Frage gestellt: "Was würde ICH tun?"

Der Film ist an alle die, denen schon "Match Point" gefallen hat, uneingeschränkt zu empfehlen. Ansonsten ist es sicher solide Kost für Krimifans, die gerne mit den Figuren mitdenken bzw. -leiden.

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kinogaengerin

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Bewertung7.0Sehenswert

Nachdem ich soeben Woody Allens Filmografie durchgesehen habe, muss ich tatsächlich feststellen, dass 'Cassandras Traum' mein erster Film von ihm ist. Und der ist als Einstieg gar nicht schlecht ausgefallen. Zwei Brüder kämpfen mit finanziellen Problemen, bis ihnen ihr Onkel ein unmoralisches Angebot macht, dass all ihre Sorgen mit einem Hieb auslöschen würde. Was also tun? Obwohl sich der Anfang ziemlich in die Länge zieht, bekommt der Film mit dem Auftritt vom großartigen Tom Wilkinson eine neue Richtung verpasst. Eine Lösung scheint greifbar nahe, doch wie weit würde man dafür gehen? Ewan McGregor (der eigentliche Grund, warum ich den Film sehen wollte) und Colin Farrell als Brüderpaar leisten recht ansehnliche Arbeit und ergänzen sich ziemlich gut. Und obwohl ich schon dachte, dass 'Cassandras Traum' ein unpassender Titel ist, gibt es ein umso passenderes Ende, das mich für einen winzigen Moment überrascht hat, was den Streifen doch sehenswert macht.

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jacker

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Bewertung6.0Ganz gut

"Cassandra's Traum" hat mich in meiner Meinung etwas gespalten.
An sich ist es ein schöner Film, aber mit einigen Einschränkungen.
Der Plot: Zwei grundverschiedene, aber doch irgendwie gleich tickende Brüder, ständig auf Jagd nach dem großen Geld, der eine durch Sportwetten und Pokerrunden, der andere durch dubiose Investments die sich scheinbar bereits in der Vergangenheit als wenig seriös herausgestellt haben sitzen ziemlich in der Patsche.
Abgebrannt bis aufs letzte kann nur noch der wohlhabende Onkel Howie helfen, allerdings nur unter einer bestimmten Bedingung. Und da wird es langsam interessant. Aber leider auch etwas zu rasant. Während sich die erste Filmhälfte die nötige Zeit nimmt um die Ereignisse ins Rollen zu bringen, die Charaktere und ihr Handeln kennen zu lernen, Zugang zu finden, kommt mir die zweite Hälfte schon fast wie im Zeitraffer vor.
Ich weiß nicht woran es liegt, aber ein wenig mehr Spielzeit und eine weitere Vertiefung der Geschehnisse hätte mich wahrscheinlich mehr mitfühlen lassen und das Ende nicht so völlig abrupt erscheinen lassen. Vielleicht hab ich einfach nach dem entscheidenen Ereignis dem Farrell sein Schauspiel nicht mehr so ganz abkaufen können? Storytechnisch hätte es eigentlich reichen müssen um seine Wandlung abzukaufen.
Aber als es dann alles viel zu schnell vorbei war ist der denkbar schlechteste Fall eingetreten: Einmal in mich gehorcht was für ein Gefühl ich denn nun zu dem Ganzen habe brachte die ernüchternde Antwort: Eigentlich keins!
Und das ist bitter und zeigt mir wie sehr der Film im späteren Verlauf gekippt ist, nach 40-50 Min. Laufzeit hätte ich überzeugt prognostiziert: Das wird mindestens eine 8.
Schade, aber ich hab ja noch einiges an Allen-Filmen vor mir!

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sweetForgiveness

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Bewertung4.0Uninteressant

Amelie und Woody Allen, Klappe, die Fünfte!
Ich meine leichter kann es Woody Allen eigentlich nicht bei mir haben, denn er hat einfach mal Ewan McGregor in einen seiner Filme gesetzt, dass reicht. Das war eine steil Vorlage zu einem Woody Film, der mir endlich gefallen würde.
Nein! CASSANDRAS TRAUM bietet einfach außer großartigen Schauspielern, die ihre Rollen dann jedoch eher blass verkörpern, nichts. Allen baut nichts auf, was einer Spannungskurve nur ähnlich sieht und lässt den Film so vor sich hin treiben, dass hatte ich dann doch in Match Point schon besser gesehen. Daher steht man dem Ende auch nicht kritisch oder geschockt entgegen. Es war mir schlichtweg egal und das ist das schlimmste was passieren kann.
Ganz netter "Krimi" mit zwei tollen Schauspielern, die hier allerdings ganz weit hinter ihren Möglichkeiten bleiben.

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Joeyjoejoe17

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@sweet: Wenn dir Annie Hall nicht gefällt, dann wirds wohl definitiv nix mit dir und Woody :<


Petunientopf42

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Oder schau dir einen von den älteren Filme an, die sind ganz anders als seine heutigen. Da erlaubt er sich noch albern zu sein ;)


dada20

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Bewertung6.5Ganz gut

Also, die Story hat mich jetz nich so umgehauen, war aber recht gut inszeniert.
Die Spielweise von Colin Farrell erinnert doch stark an "Brügge sehen... und sterben?", gefällt mir aber. Macht also nix :)
Alles in allem ein ganz netter Krimi/Drama

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acefromspace93

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Bewertung7.5Sehenswert

Absolut sehenswert! Colin Farrell und Ewan McGregor spielen äußerst überzeugend und die Story ist auch gut. Dazu kommen noch sehr schöne Landschaftsaufnahmen.

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Nikolaus117

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Merke Nummer 1:
Töte niemals Jemanden der nicht versucht dich oder Jemand anderes zu töten
Merke Nummer 2:
....

guter Film :)

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servo80

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Bewertung7.0Sehenswert

Was Farrell hier spielt, ist oberste Liga. Er trägt mit seiner Darstellung den gesamten Film, der, zugegeben, etwas behäbig daher kommt. McGregor ist wie meistens austauschbar, aber die Nebenrollen sind ebenfalls erstklassig besetzt. Ein altmodischer Krimi, in dem Woody Allens Handschrift höchstens in manch gewitztem Dialog noch durchschimmert.

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monopixel

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Bewertung5.5Geht so

Schade, daß Woody Allen es diesmal nicht schafft, die Charaktere so zu inszenieren, daß man in sie "hineinkriechen" kann. McGregor und Farrell sind mit ihrer blassen Darstellung enttäuschend und somit kann sich der Spannungsbogen nur mühsam aufbauen. Alles zu durchschaubar.
Daß die ganze Geschichte bricht, als der Onkel Howard auftaucht ist leider schon vorher klar, und die Aufgabe und die Folgen sind daraufhin schon sehr absehbar und macht den Film mit seinem relativ schwachen und zu kurz kommenden Ende sehr mittelmässig, da hätte man einen großartigen Film draus machen können.

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juraldhahnke

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Bewertung5.5Geht so

Mit großem Abstand der schwächste Woody Allen Film. Bin teilweise schockiert ob des hanebüchenen Drehbuches. Selbst die schauspielerischen Leistungen lassen zu wünschen übrig. Besonders Colin Farrell spielt am Rande des Unerträglichen. Gerade für Woody Allen Fans nicht zu empfehlen...für alle anderen halt: Geht so!

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*frenzy_punk<3

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Bewertung1.0Ärgerlich

"cassandras traum" ist durchgehend langweilig. nachdem nach 20 minuten nun immer noch nichts großartiges passiert ist, soll nun ein großes ereignis stattfinden. doch selbst dass lässt keinerlei spannung aufkommen. das ausführen eines mordes zieht sich ewig in die länge, der zuschauer fragt sich, ob das ereignis jemals stattfinden würde. farell nervt durchgehend durch sein gejammer und nicht mal mcgregor war sympathisch. der moralische unterton ist nur ein beigeschmack, aber im großen und ganzen sagt der film nicht viel aus. nicht mal das ende kam überraschend. 104 langweilige minuten, die man wirklich besser hätte nutzen können.

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Chris12zero

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

" ... lass es uns so menschlich wie möglich tun ... !! " ;D ^^

Mit großartigen und schwarzhumorigen Dialogen wie diesem Zitat hier inszenierte Woody Allen ein glänzendes Krimi-Drama, dass mit moralischen Untertönen, einer Prise bitterschwarzem Humor und einem Klasse-Soundtrack unterlegt ist !!
Aber allein schon das wunderbare Zusammenspiel der einfach großartig agierenden Hauptakteure Colin Farrell (.. herrlich selbstbemitleidend und fast genauso stark wie in "Brügge" !!) und Ewan McGregor (.. klasse als Snob in Spee .. !!) macht diese bitterböse Krimi-Farce besonders sehenswert !!
Ein würdiger Abschluss Woody Allens GB-Trilogie (Match Point/Scoop) !!

Fazit: Eine kleine, bitterböse Krimi-Perle !! Stark gespielt !! Großartig !!

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KlausTrophobie2011

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Der Spruch "Lass es uns so menschlich wie möglich tun!" ist mir auch im Gedächtnis geblieben. Wobei menschlich hier, nicht gerade unblutrünstig wäre.


Bollundus

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Bewertung6.5Ganz gut

Trotz aller Vorhersehbarkeit ist der beklemmend dargestellte Gewissenskonflikt sehenswert.

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BlueSquirrel

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich habe irgendwo mal gelesen der Film wär eine mittelmäßige Kopie von irgend 'nem anderen Flick. Tja hab' ich leider nicht gesehen. Mal davon abgesehen habe ich nichts gegen Wiederholungen bis zu einem gewissen Maß. Mal davon abgesehen habe ich nichts gegen Wiederholungen bis......schon gut, nicht lustig! Schön gespielt, und mit pessimistischen Ambitionen zeigt uns "Cassandras Traum" wie zerbrechlich unsere Moral sein kann. Eine wahrhaft traurige Geschichte über Reichtum und der Schuldenfalle, welche zwei verzweifelte Brüder auf den Abgrund zu treibt.

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Rorschach_

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Bewertung10.0Herausragend

Einfach unfassbar spannend.
Dieser Film zeigt die Abgründe des Lebens. Zwei Brüder, die eigentlich nur das wollen, was alle wollen: etwas erreichen. Aber dieses Streben führt sie auf die schiefe Bahn.

Die Musik ist wahnsinnig gut eingesetzt worden, Vor allem Colin Farrell glänzt in seiner Rolle als Terry

Ich bin beeindruckt. Großes Kino.

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Greeble

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Unglaublich dramatisch, einzigartige Darstellung der Psyche des Menschen. Hier wird gezeigt, wie es wirklich sein könnte, jemanden umzubringen.
Woody Allen, super gemacht!

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spanky

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Bewertung5.5Geht so

Enttäuschend lahmarschiger und vorhersehbarer Film, zu routiniert in Szene gesetzt, ohne den Allen'schen Biss im Dialog. Obwohl ich Colin Farrell nicht ausstehen kann, könnte man hier auf den Geschmack kommen...

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maslobojew

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Gutes Drama, eigentlich passt alles. Etwas Spritzigkeit und Humor hätte dem Film vielleicht noch gut getan.

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annaberlin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Simples, aber hervorragend gespieltes kammerspielähnliches Drama aus Woody Allens britischer Trilogie. Colin Farrell und Ewan McGregor machen den Film sehenswert.

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