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Chronicle - Wozu bist du fähig?

Chronicle (2012), GB/US Laufzeit 84 Minuten, FSK 12, Drama, Science Fiction-Film, Thriller, Kinostart 19.04.2012


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7.0
Kritiker
37 Bewertungen
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6.9
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8955 Bewertungen
285 Kommentare
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von Josh Trank, mit Dane DeHaan und Alex Russell

Drei Teenager erlangen im Found-Footage-Stil zu übermenschlichen Kräften. Doch ob sie damit umgehen können und Gutes tun wollen ist fraglich.

Chronicle ist ein Superheldenfilm im Found-Footage-Stil. Andrew (Dane DeHaan), Matt (Alex Russell) und Steve (Michael B. Jordan) sind drei ganz normale Teenager in einer Highschool. Der eine mit weniger Problemen – so will Steve später einmal in die Politik und ist dank seiner Popularität unter den Mitschülern auf dem besten Weg dorthin, der andere hat hat eine größere Bürde zu schultern: Andrews Mutter ist schwerkrank, sein Vater hat sich in den Alkoholismus geflüchtet und schlägt seinen Sohn. Andrew will seiner Umwelt zeigen, wie er zu leben hat und hält deswegen alles mit seiner Kamera fest.

Eines Tages entdecken die drei Teenager eine seltsame Trümmerstelle. Kurz danach bemerken sie eine Veränderung an sich. Sie können mit der Kraft ihrer Gedanken Gegenstände beliebig bewegen und verformen. Plötzlich steht ihnen fast unbegrenzte Kraft zur Verfügung, mit der sie sogar Stahl wie Papier zerknittern können. Doch wie normale Jugendliche ist ihr Charakter noch nicht gefestigt und ihre unbeschränkte Macht überfordert sie. Was ist schlimmer als Superkräfte in den falschen Händen?

Hintergrund & Infos zu Chronocle – Wozu bist du fähig?
Chronicle ist ein Superheldenfilm im sogenannten Found-Footage-Stil. Wir sehen die Ereignisse um die drei Freunde daher fast ausschließlich aus der Perspektive Andrews, der als Hobby-Filmemacher stets seine HD-Kamera dabei hat und damit die Veränderungen der Freunde dokumentiert. Hier liegt laut Regisseur Josh Trank auch der Unterschied zu anderen Filmen dieser Sorte. Denn während in Genrekollegen wie Blair Witch Project, Project X oder Paranormal Activity Amateure mit Wackelbildern bzw. die unscharfen Aufnahmen von Überwachungskameras zu sehen sind, ist in Chronicle nicht nur ein Profi an der Kamera, sodern ein Kameramann mit Superkräften. Mit der Zeit lernt Andrew seine telekinetischen Fähigkeiten auch für die Kamerarbeit zu nutzen, was Chronicle auch zu einem visuellen Erlebnis machen soll.

Obwohl Chronicle im verregneten Seattle spielt, wurden große Teile des Filmes im milden Klima Südafrikas in Kapstadt gedreht. (ST)

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Mehr Bilder (19) und Videos (11) zu Chronicle - Wozu bist du fähig?


Cast & Crew


Kritiken (29) — Film: Chronicle - Wozu bist du fähig?

Arthur A.: www.filmfutter.com

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8.5Ausgezeichnet

Ein überaus gelungener "Found Footage" Beitrag zum Superhelden-Genre. Trotz einiger Schwächen ist Chronicle ein rasanter Trip mit gut entwickelten Charakteren und beeindruckenden Effekten.

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Corsovilla: SchönerDenken

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7.5Sehenswert

Endlich mal ein Superheldenfilm, in dem das passiert, was wirklich passieren würde: Junge Männer sind mit Superkräften überfordert und werden ihre Kräfte brutalstmöglich an die Wand fahren.

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Martin Beck: Giga Martin Beck: Giga

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6.0Ganz gut

Trotz „found footage“ ist der dramatische Bogen des Films nämlich fest in den fiktiven Klischeeklauen Hollywoods, was mindestens die Beinchen der CGI-Spinne und höchstens das finale Gedonner aus durchschlagenen Wänden und irrem Gelächter ziemlich überflüssig macht.

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Mr.Film: City of Cinema

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7.0Sehenswert

"Chronicle" ist im gesamten eigentlich nicht mehr, als ein verfilmter Traum eines jeden Menschen. Die Jungs hier können fliegen, Sachen mit ihren Gedanken bewegen, wollen damit nicht die Welt retten sondern einfach Spaß haben. Und so ist es auch kein Film über ein paar Leute die jetzt Superkräfte haben und sich denken "Year, jetzt können wir was gutes tun", sondern einfach eine mit einer Handkamera dokumentierte Erlebnissreise dreier Teenager die Kräfte erlangen, die sich jeder wünscht.

Es ist schön wie ungezwungen man an diese Geschichte rangegangen ist, man erzählt locker, absolut ohne verkrampft zu wirken von dem Leben eines (nicht so) normalen Jugendlichen und seiner zwei Freunde. Und obwohl man dieses "Superkräfte"-Thema im Rücken hat, bleibt man am Boden, zeigt die erste Stunde nicht mehr als den Quatsch den die Jungs mit ihren neu erworbenen Talenten anstellen. Das reicht auch. Es ist Spaß pur, jeder hat schonmal davon geträumt und deswegen gibt es diese gewisse Verbindung zum Zuschauer. Zwar musste man auch hier kleine, traurigere Nebengeschichten mit reinwerfen, wie zum Beispiel einen ziemlich tiefgreifenden Streit mit dem Vater, doch passt das gut rein, vor allem zum Ende hin läuft alles zu einem schönen roten Faden zusammen. Wo am Ende der rote Faden zusammenläuft, explodiert er dann auch, denn umso stärker die Jungs, vornedran Andrew(Dane DeHaan), umso gefährlicher werden sie. Das Dreiergespann, das aus Jungdarstellern besteht, kann sowieso durchgehend überzeugen, vor allem Michael B. Jordan als Steve sammelt viele Pluspunkte. Wo in der ersten Stunde das CGI ziemlich sympathisch aussah(nicht hübsch, aber sympathisch), hat man zum Ende hin mit viel Action auch noch was für die Optik gemacht. In Verbindung mit der Persönlichkeitsimplosion von Andrew ist das ein bombastisches Finale das absolut nicht too much ist.

Der Found Footage Style hat mich nicht unbedingt gestört, mit einer normalen Kameraführung hätte man zwar noch schönere Bilder einfängen können, doch dann hätte dieser Film nicht diese authentische und angenehme Ausstrahlung. Was jedoch sehr schade ist, ist das man mit der Dramartugie, die nach dem Streit von Andrew und seinem Dad ausgebrochen ist, etwas sehr übertrieben hat, es sind Sachen ausgeartet(und damit meine ich eine ganz bestimmte) die man nach der ersten, spaßigen Stunde einfach nicht sehen wollte.

26 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 10 Antworten

Mr.Film

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Grade zum Ende hin wirds wirklich Actionreich, sowas kommt im Kino eben viel besser. Aber wenn du den Ton etwas hochdrehst, lässt er sich bestimmt auch sehr gut zu Hause anschauen :)


freakualizer

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Der Kritik am Ende stimme ich zu. Wie ich schon in meinem Kommentar erwähnte, war mir der Film einfach zu kurz. Noch 30 - 45 Minuten mehr, dann hätte man das Ende auch nicht so voll packen müssen.


CINEMAN.ch

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8.0Ausgezeichnet

Drei Freunde finden ein außerirdisches Element, das ihnen telekinetische Kräfte verleiht. Anfangs ist das für die Jungs ein großer Spaß, nutzen sie ihre neu gewonnenen Fähigkeiten doch, um anderen alberne Streiche zu spielen. Doch aus Spaß wird bitterer Ernst, als einer der drei einen schweren Unfall auslöst. Plötzlich stehen sie auf verschiedenen Seiten. - Realistisch gestalteter Superheldenfilm ohne Kostüme, aber dafür mit viel Drama.

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stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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9.0Herausragend

Wow. Gibt es ein schöneres Gefühl, als aus dem Kino zukommen und begeistert zu sein? Begeistert weil man genau das bekommen hat, was man erwartete? „Chronicle“ war so ein Fall. Ich hoffte auf eine einnehmende Inszenierung, echtwirkende Figuren, netten Radau und eine gute Mischung aus Amüsement und Drama. Genau das, exakt das bekam ich und obwohl ich diesem ganzen Found Footage mittlerweile eher genervt gegenüber stehe, wirkten die Bilder dennoch passend. Sie transportierten Emotionen zielgenau. Dass die Kamera meist immer den perfekten Blick hatte störte mich nicht im Geringsten, war sie doch für Protagonist Andrew schon so etwas wie ein Freund. Außerdem lieber so als im Dauerwackel-ADHS-Modus a la „Cloverfield“.

„Chronicle“ ist für mich neben „Watchmen“ einer der interessantesten Superhelden-Filme, weil er sich ernsthaft mit der Frage beschäftigt, was aus einem wird, dem unbeschreibliche Kraft geschenkt wird. Dass dies in einer Hybris endet ist klar, wird sogar von einen der Figuren regelrecht angekündigt und eingeleitet, aber es war trotz der Vorhersehbarkeit jeder Zeit packend und unterhaltsam und die Wandlung vom spaßigen Streichespielen, hin zum dramatischen, überbrodelnden Finale (dass viele andere große Blockbuster alt aussehen lässt) war schlüssig (wenn auch recht simpel) erzählt und endet damit, dass ich während des Abspanns etwas fassungslos zurück blieb. Warum? Weil ich das bekommen habe, was ich erwartete. Ist selten geworden.

33 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten

Le Samourai

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White_Tip, nicht viel... :)


A.V.

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der trailer gibt eigentlich ein ziemlich klares bild, bzw ne kurzzusammenfassung des films wieder, also magst du ihn wahrscheinlich nicht ;)


Xander8112: Xanders Blog

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8.0Ausgezeichnet

[...]
“Chronicle” ist ein sehenswerter Superhelden-Film ohne wirkliche Helden, dafür sind sie halt super. Ein Drama mit der richtigen Dosis Action, die vor allem im Finale noch mal alles gibt. Der beste “Found-Footage”-Film seit “Blair Witch” – bzw. der erste, der das Prinzip seitdem wieder sinnvoll einsetzt.

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DonDisdi

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trollhunter? behind the mask?


Xander8112

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"Trollhunter" ist ja im Grunde wie "Blair Witch", die Innovationskraft hält sich doch arg in Grenzen. "Behind The Mask" ist als Film ja sehr gut, aber, um mich einfach mal selber zu zitieren: "Denn leider vergibt der Film sein gesamtes Potenzial im letzten Drittel, wenn die “Kameras aus” sind. Der komplette Mockumentary-Stil ist vorbei, die Genrezitate, der Spaß – denn hier wird der Film leider zu dem, was er die ganze Zeit im Vorfeld zitiert hat: Ein typischer Slasher."


Filmering: Filmering.at

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7.0Sehenswert

Chronicle ist ein Superheldenfilm der etwas anderen Sorte und überzeugt dank Found Footage Konzept und neuen Ideen mit einem frischen Stil, der speziell in der ersten Hälfte für einen hohen Unterhaltungswert sorgt. Hinzu kommt eine Prise Melancholie, die dafür sorgt, dass das Spektakel nicht zum reinen Klamauk verkommt, sondern sich immer seinen ernsten Zwischenton behält. Gegen Ende hin fällt der Film aber spürbar ab. Das liegt unter anderem daran, dass er seinen eher zurückhaltenden Stil fallen lässt und sich einen großen Showdown gönnt und zum anderen, dass man es sich doch nicht hat nehmen lassen die üblichen Heldenklischees breit zu treten (nachdem man sie zuvor so geschickt vermieden hat). Doch trotz diesen Schwächen ist Chronicle dank seines frischen Ansatzes ein überaus unterhalsamer Film geworden.

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Sabine Metzger: Radio Köln Sabine Metzger: Radio Köln

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8.0Ausgezeichnet

Einziger Störfaktor in dem 84 Minuten kurzen Thriller ist die Kameraführung. Chronicle ist ein sogenannter Found-Footage-Film [...]. Nötig wäre die holprige Erzählweise nicht unbedingt gewesen, zusätzliche Facetten gewinnt die Geschichte dadurch kaum.

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Andreas Busche: taz,fluter, Der Freitag Andreas Busche: taz,fluter, Der Freitag

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6.0Ganz gut

Josh Trank und sein Auor Max Landis, beide in ihren Zwanzigern, haben mit Chronicle ein beachtliches Debüt mit guten Special Effects hingelegt. Hätten sie bloß auf die Handkamera verzichtet.

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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de

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8.5Ausgezeichnet

Den beiden jungen Kaliforniern Josh Trank und Max Landis (Jahrgang 1985) gelang mit Chronicle ein bei aller Bodenhaftung sagenhafter Film mit „Donnie Darko“-Potential.

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S. Staake: Filmszene.de S. Staake: Filmszene.de

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7.0Sehenswert

Als einmaliges Experiment ist Chronicle allemal gelungen. Jetzt darf es dann aber auch langsam mal gut sein mit dem gefundenen Videomaterial.

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Dirk Henninger: Echo Online Dirk Henninger: Echo Online

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8.5Ausgezeichnet

Die hervorragenden Jungdarsteller – allen voran der vielversprechende Theaterschauspieler Dane DeHaan – tun ihr Übriges, um aus Chronicle gleichzeitig ein überzeugendes Teenager-Drama als auch einen ambitionierten Science-Fiction-Thriller zu machen. Oder anders gesagt: ein kleines Meisterwerk.

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Martin Schwickert: Die Zeit Martin Schwickert: Die Zeit

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7.5Sehenswert

Seinen besonderen Charme entwickelt Chronicle dadurch, dass er zunächst wie ein Amateurvideo aussieht, in das sich die zahlreichen Spezialeffekte organisch einfügen, so dass das Unfassbare visuell völlig selbstverständlich wirkt.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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7.5Sehenswert

Die lange erwartete positive Überraschung im Found Footage-Bereich. Das Genre das in den letzten Jahren genervt hat wie kein anderes, bekommt jetzt endlich mal wieder einen ansehbaren Beitrag. Chronicle, mit einem Mikrobudget gedreht (zumindest für Hollywood-Verhältnisse) bietet gute Schauspieler, ordentliche Dialoge und eine ausgewogene Mischung aus Witz und Drama. Der Showdown lässt es ordentlich krachen und bietet originellere Bilder als so mancher Big-Budget-Film, die Tricks sind effektiv und zielgerichtet - es gibt vieles was an Chronicle überzeugt und Spaß macht.

Natürlich holpert die Logik und die Story an ein paar Stellen und auch wenn er der beste Found-Footage-Film seit langem ist, plagt ihn sein eigenes Gimmick nach dem ersten Drittel schon ganz gewaltig. Größter Haken des Films ist, dass einen immer wieder das gefühl befällt, die Macher suchen ständig Loopholes um die "Found Footage"-Prämisse zu umgehen. Da werden unnötige Bloggerfreundinnen eingeführt, die wahllos alles mitdrehen um Gegenschüsse zu bekommen, der Hauptdarsteller lässt die Kamera fliegen um kinogerechte Fahrten zu rechtfertigen und für die Multiperspektive im Finale wird einfach jede verfügbare Kamera irgendwie in die Story gebogen. Dass das Bildmaterial qualitativ selten mit der verwendeten Kamera korrespondiert und es nie wirklich plausibel gemacht wird, warum die Hauptfigur überhaupt alles mitfilmt (er scheint nicht wirklich vorzuhaben mit dem Material irgendetwas anzufangen) und die YouTube-Kultur auch nicht verstanden wurde, versteht sich da fast von selbst.

Das ruiniert nicht den Spaß an diesem kurzweiligen Film mit seinen sympathischen Hauptdarstellern, stellt aber die Frage warum sich die Macher selbst das Leben so schwer machen. Denn diese männliche Version von Carrie hätte auch ohne die ganzen Found-Footage-Sperenzchen genug zu bieten um wirklich gut zu unterhalten. Und würde er vor dem aufgezwungenen Epilog enden, wäre er wirklich super.

Trotzdem angucken: Denn einen besseren Film um ambivalente Nachwuchs-Superhelden, der ganz zurecht die Frage stellt, ob die Kräfte nicht in erster Linie für selbstsüchtige Zwecke benutzt würden, werdet ihr vor den Avengers nicht zu sehen bekommen.

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schalli

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Na SUPER! Jetzt bin ich noch gespannter auf den Film...


Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

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7.0Sehenswert

[...] Sein Superhelden-Sujet nutzt "Chronicle", um auch die eng abgesteckten Erzähl- und Darstellungsmöglichkeiten der Kamera zu lockern. So lässt Andrew diese eben schlicht Kraft seiner telekinetischen Fähigkeiten im Raum schweben, um so natürlich nicht nur seinen, sondern auch den unsrigen Blick zu erweitern, das Geschehen zu strukturieren und damit vielleicht den ersten subjektiv perspektivisierten Genrefilm in Heimvideoästhetik zu drehen, der auch auktorial zu Bildern findet. Dieses mindestens so spannende wie effektive Konzept erreicht im Schlussakt einen Höhepunkt, der die Abläufe durch alle verfügbaren Aufnahmemedien filtert – und damit ein (vermeintlich) rekonstruiertes Mosaik dokumentierter Superheldenereignisse formt. "Chronicle" ist der interessanteste Versuch eines alternativen Superheldenfilms seit M. Night Shyamalans "Unbreakable".

Kritik im Original 19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

José Garcia: Textezumfilm

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4.5Uninteressant

Der 25-jährige Regisseur Josh Trank setzt in seinem Spielfilmdebüt zunehmend auf Action. Obwohl er dies handwerklich durchaus gut tut, wie übrigens im gesamten Film auch, um mit einem verhältnismäßig bescheidenen Budget halb Seattle in die Luft fliegen zu lassen, hinterlässt die sich bei einer Gesamt-Filmlänge von nur 84 Minuten viel zu sehr in die Länge ziehende Materialschlacht einen schalen Beigeschmack. Denn diese Überhandnahme der reinen Action wirkt wie ein Vorwand, um sich nicht um die Charakterentwicklung kümmern zu müssen. Obwohl der unbekannte Schauspieler Dane DeHaan Andrews anfänglichen Frust und den späteren Spaß an den neuen Fähigkeiten durchaus glaubwürdig verkörpert, hat er gegen lauter Klischees anzukämpfen, so dass seine Wandlung vom Außenseiter zum Super-Bösewicht mit jeder solchen Figur in einem Superheldenfilm völlig austauschbar bleibt. Vielleicht liegt es daran, dass der Regisseur bislang lediglich bei einigen Folgen einer TV-Serie Regie und der Drehbuchautor bisher nur Skripte für Kurzfilme verfasst hatte. Jedenfalls taugt die Geschichte um die drei Jugendlichen, die unverhofft zu Superkräften kommen und damit nichts anzufangen wissen, kaum zu einem abendfüllenden Film

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SchnabelPower: filmosophie.com

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7.0Sehenswert

Chronicle ist eigentlich gar kein Superheldenfilm, sondern eine Mischung aus einem Coming of Age Drama und dem Psychogramm eines potentiellen Highschool-Amokläufers. Im Zentrum stehen nicht die Superkräfte, sondern Andrews Persönlichkeitsentwicklung. Hierbei bedienen sich Regisseur Josh Trank und Drehbuchautor Max Landis meiner Ansicht nach zu vieler Klischees. Die aggressive Vaterfigur, die das Selbstwertgefühl des eigenen Kindes zerstört, und die schwache Mutter, die beschützt werden muss – plakative Elemente, die Andrews Sinneswandel erklären und rechtfertigen sollen, unterm Strich aber wie ein Kapitel aus dem Lehrbuch für pädagogische Psychologie wirken. So können wir uns emotional trotz der lobenswerten Schauspielleistung von Hauptdarsteller Dane DeHaan nie ganz auf die Gefühlswelt von Andrew einlassen.
Chronicle ist in seiner Erzählung der etwas anderen Superheldengeschichte leider nicht wirklich originell. Auch Spiderman & Co mussten sich auf der Leinwand schon mit ihrer dunklen Seite auseinandersetzen. Doch Film sticht durch seine Hauptcharaktere heraus, außergewöhnliche Underdogs, die uns mit ihrem tapsigen Umgang mit den Superkräften einige Lacher entlocken. Wenn wir von der missglückten Sozialstudie einmal absehen, lässt sich Chronicle insgesamt als durchaus gelungenes Unterhaltungskino bezeichnen. Nicht mehr und nicht weniger.

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ismirwurst

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Wo ist es bitte ein Klichee das es sozial schwache Familien gibt wo die Eltern so drauf sind wie in diesem Film, das ist kein Klischee sondern Realität.....


SchnabelPower

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Das Klischee besteht ja nicht darin, dass es solche Dinge in der Realität nicht gibt, sondern in der undifferenzierten Darstellung stereotyper Charaktere. Damit wird die Glaubwürdigkeit der Geschehnisse riskiert, was gerade deshalb ein Problem ist, da es diese Situation im wahren Leben sehr wohl gibt.


Holger Römers: Film-Dienst.de Holger Römers: Film-Dienst.de

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7.5Sehenswert

Chronicle bleibt im Kern eine simple Teenager-Tragödie. Eben das gewährleistet die Anteilnahme der Zuschauer.

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Edward Nigma: CinemaForever

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5.5Geht so

"Andrew, don't fart, we'll never find you again!"

Zwei Filmgenres haben in Hollywood momentan Hochkonjunktur, zum einen Comicverfilmungen und zum anderen sogenannte Found-Footage-Filme. Letztere, die seit dem 1999 erschienenen „Blair Witch Projekt“ auch im Mainstream angekommen sind und spätestens seit dem Erfolg der „Paranormal Activity“-Reihe auch Produzentenherzen wieder höher schlagen lassen, versuchen durch verwackelte Handkameraaufnahmen einen hohen Grad an Authentizität zu erzeugen, was im besonderen Maße als spannungsförderndes Mittel in Horrorfilmen eingesetzt werden kann. Doch inzwischen sind die Tage, an denen Found-Footage alleine im Horrorgenre zu finden ist, längst gezählt, denn Hollywoods Produzenten haben begriffen, wie viel Geld auch in anderen Genres mit den verwackelten Kameraaufnahmen zu machen ist, und so können wir demnächst nicht nur sturzbesoffenen Halbgewalkten beim Komasaufen in „Projekt X“ über die Schultern schauen, sondern dank Josh Tranks („The Kill Point“) „Chronicle“ auch den Werdegang eines waschechten Superhelden aus nächster Nähe miterleben. Leider wird der in den USA gefeierte „Chronicle – Wozu bist du fähig?“ seinen Vorschusslorbeeren nur selten gerecht, denn zumeist verläuft der Found-Footage-Superheldenfilm in vorhersehbaren Mustern, die jedem, der schon einmal ein Comicheft durchgeblättert hat, nur allzu bekannt vorkommen sollten.

Der Teenager Andrew (Dane DeHaan) ist der absolute Außenseiter an seiner Schule und verbringt die meiste Zeit allein. Als er jedoch gemeinsam mit seinem Cousin Matt (Alex Russell) und dessen Kumpel Steve (Michael B. Jordan) eine ungewöhnliche Entdeckung macht, ändern sich die Dinge abrupt für ihn. Auf einem Feld entdecken die drei Jungen ein riesiges Loch, indem sie auf einen Kometen stoßen, der ihnen übermenschliche Kräfte verleiht. Anfangs kann es keiner der Teenager so richtig glauben und gemeinsam beginnen sie die Grenzen ihrer Fähigkeiten zu erforschen. Doch als einer der Drei beginnt, seine Kräfte zu missbrauchen, wird aus anfänglichem Spaß plötzlich bitterer Ernst.

„Chronicle“ hat bisher weltweit satte 120 Millionen Dollar eingespielt, bei Produktionskosten von gerade einmal 12 Millionen Dollar ein satter Erfolg für alle Beteiligten. Doch was ist das Erfolgsgeheimnis von „Chronicle“? Die verwackelte Kameraführung? Sicher nicht, denn diese ist inzwischen ein alter Hut und lockt allein höchstens noch Genrefreunde ins Kino. Auch storytechnisch hat „Chronicle“ wenig zu bieten und bedient sich munter an den klassischen Themen der Comicliteratur. Einen echten Glücksgriff hat Regisseur Josh Trank jedoch mit der Wahl seiner Schauspieler gelandet, so wirken seine drei Jungschauspieler Dane DeHaan („True Blood“), Alex Russell („Bait“) und Michael B. Jordan („The Wire“) allesamt spielfreudig, frisch und angenehm authentisch. Besonders die Szenen, in denen sie beginnen die Grenzen ihre Fähigkeiten auszutesten, sind ein wahres Gag-Feuerwerk und können ein wenig für die zähe zweite Hälfte des Films entschädigen.

Zäh zieht sich die zweite Hälfte des Films, was einem bei der knapp bemessenen Spielzeit von 84 Minuten zu denken geben sollte, und schafft es trotz einiger dramatischen Augenblicke nicht, den Zuschauer wirklich zu fesseln. Dies könnte in erster Linie daran liegen, dass man mit dem von Dane DeHaan hervorragend gespielten Andrew Detmer ausgerechnet den Charakter in den Mittelpunkt gestellt hat, der dem Zuschauer am wenigsten Raum zur Identifikation bietet. Zu eigenwillig und stellenweise fast schon unheimlich benimmt sich der Kamerafetischist Andrew, als das man nicht verstehen könnte, warum gerade dieser Teenager der Außenseiter schlechthin an seiner Schule ist. Wenn er dann schlussendlich dem Wahnsinn verfällt, über natürlich Auslese philosophiert und beginnt, seine dunkle und sadistische Seite zu entdecken, macht ihn das zwar zu einem interessanten Charakter, jedoch aber nicht gerade zu einer Identifikationsfigur.

Eine andere Schwierigkeit ist die zwingend erforderliche Anwesenheit einer Handkamera in den einzelnen Szenen. Das ist kein Problem, solange Kamerafreak Andrew in die Szenen integriert ist, denn dieser lernt schnell seine Kamera mit Hilfe seiner übermenschlichen Kräfte zu kontrollieren und ermöglicht somit dem Regisseur auch Aufnahmen abseits der sonst üblichen Wackelkamera-Einstellungen. Sofern aber Andrew mal nicht in einer Szene zu sehen ist, übernimmt die Bloggerin Casey (Ashley Hinshaw), die zufällig auch sämtliche Nichtigkeiten ihres Lebens mit einer Videokamera aufzeichnet, dessen Funktion. Diese Lösung wirkt nicht nur plump, sondern sorgt stellenweise (während des finalen Showdowns) auch für unfreiwillig komische Momente. Dennoch bleibt positiv anzumerken, dass in „Chronicle“ nicht stur darauf bestanden wurde, das Geschehen nur durch eine Kamera zu verfolgen. Besonders im letzten Drittel des Films werden vermehrt Aufnahmen von anderen Kameratypen, zum Beispiel einer Handykamera oder einer Überwachungskamera, eingestreut.

Fazit: Trotz vieler Schwächen ist „Chronicle – Wozu bist du fähig?“ kein Totalausfall. Gut aufgelegte Jungschauspieler und die äußerst knappe Spieldauer von 84 Minuten retten den Film letztendlich doch noch in die Mittelmäßigkeit. Bleibt zu hoffen, dass die Schwächen in dem bereits angekündigten „Chronicle 2“ ausgemerzt werden können, ob es sich dann wieder um einen Found-Footage-Film handeln wird, bleibt abzuwarten.

5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Edward Nigma

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Danke :) Dürften den sogar in der gleichen Vorstellung gesehen haben, in Anwesenheit der Schauspieler...


Le Samourai

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Am Potsdamer Platz? Yep da war ich auch..


Alle Kritiken (29)


Kommentare (256) — Film: Chronicle - Wozu bist du fähig?


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hallidalli

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Bewertung7.5Sehenswert

Gut gespielter und getrickster Anti-Superheldenfilm. Hier wird mal nicht wer gerettet, verdonnert oder die Welt von Geheimgruppen überwacht. Es dreht sich hier allein um die Studenten Clique. Ich freue mich auf einen zweiten Teil und um weitere Aufklärung des Mysteriums.

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JokerReviews

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Bewertung7.5Sehenswert

Dane DeHaan hat mich im neuen Spider-Man Film umgehauen, deswegen wollte ich mal seine Rolle in Chronicle begutachten, mit der er sich für die Rolle als Harry Osbourne qualifiziert hat. In Chronicle geht es um 3 Highschool Studenten die mit einer seltsamen Materie in Berührung kommen und von da an Superkräfte haben. Telekinese um genau zu sein. Was anfangs wie ein Spaß aussieht, entpuppt sich später als ein wahrer Alptraum. Die Story klingt erst mal wenig spektakulär. Doch das besondere an Chronicle ist, dass es sich hierbei um einen Found Footage Film handelt. Alles wurde hier mit einer Handkamera gedreht. Und genau das ist auch das Problem dieses Film. Die Kameraführung ist einfach unglaubwürdig perfekt. Es gibt kein Gewackel oder Sonstiges doch genau das machen Found Footage Filme, wie der großartige Cloverfield, eigentlich aus. Den ganzen Stil mit der Handkamera hätte es eigentlich nicht gebraucht denn der hätte auch so wunderbar funktioniert. Spannung ist hier trotz einiger kleiner Längen immer vorhanden und gerade Dane DeHaans Schauspielleistung, der mich immer an den jungen Leonardo DiCaprio erinnert, ist famos! Die Effekte sind beeindruckend und fesseln zu jeder Minute.

Fazit : Chronicle ist mal ein Superhelden bzw Superkräfte Film der eine etwas andere Perspektive zeigt. Leider wirkt die Kameraführung zu perfekt wodurch der Film als Found Footage Movie etwas enttäuscht. Trotzdem ist es ein interessanter Film den ich auf jeden Fall empfehlen kann!

7,5/10

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RoboMaus

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Bewertung6.0Ganz gut

'Chronicle' ist ein origineller Film mit einer guten Grundidee, nämlich dass drei Jungs auf mysteriöse Weise Superkräfte bekommen und sich fragen wie sie damit umgehen sollen. Es gibt ein paar gute Momente, v.a. der (SPOILER:), in dem Andrew als Zauberkünstler auftritt, mit seinen Tricks die Menge verblüfft und hinterher zum Mädchenschwarm wird (SPOILER ENDE). Obwohl das ein low-budget-Film ist, wirkt die CGI durchaus gelungen - anscheinend wird es mit steigender Rechenkapazität und entsprechendem know-how zunehmend möglich auch mit wenig Geld mehr oder weniger überzeugende CGI einzubauen (weniger in der Szene, wo einer der Jungs bei Minusgraden im Hochgebirge steht, aber kein Atemhauch zu sehen ist - dafür hat es dann doch nicht gereicht). Der Plot bleibt leider Stückwerk und kommt mir vor wie eine Aneinanderreihung von Szenen aus dem sich verändernden Leben der Jungs. Dadurch will einfach keine Spannung aufkommen. Man hat wohl versucht, das im Finale zu kompensieren, aber das macht auf mich einen reichlich übertriebenen Eindruck - Holzhammer-Action statt guter Plot-Ideen. Alles in allem kein schlechter Film, aber nichts, was ich mir zweimal anschauen würde.

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Maniac

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Meine Vorhersage steht bei 7.0, ich lass mich überraschen :)


RoboMaus

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War es bei mir auch - bin gespannt was Du postest


JupiterKallisto

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich weiss nicht wieso, aber dieser Film gefällt mir einfach sehr gut. Die Story ist gut durchdacht und mal wieder etwas neues. Leider aber etwas kurz, deshalb empfehle ich euch, die Extended Version als Blu-ray/DVD/DigitalCopy Bundle zu holen. Die eher weniger bekannten Schauspieler bringen die Charaktere sehr überzeugend auf den Bildschirm. Die Tatsache, dass der Film eine Low-Budget Produktion ist, sieht man nur ein bisschen an den Effekten, welche z.T. etwas billig wirken. Aber der Gesamteindruck, den Chronicle hinterlässt, verdient eine gute Bewertung.

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Hueftgold

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Bewertung7.0Sehenswert

Da denkt man, man hat schon alles im Found Footage Genre gesehen und dann kommt Josh Trank und zaubert aus einem Budget von 12 Mio $ ein starkes "Superhelden"-drama, mit starken Jungdarstellern, starken Effektsequenzen und erstaunlich viel Gefühl! Es ist echt angenehm, so überrascht zu werden, wenn die eigentlichen Erwartungen niedriger Messlatte sind! Auch wenn man im Finale vielleicht etwas zu sehr übertreibt, ist das Ergebnis absolut sehenswert!

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Cupio

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Der hat mich seinerzeit auch sehr positiv überrascht! Vor allem den Showdown im dokumentarischen Stil der Nachrichten fand ich ganz, ganz groß.
Auf so etwas warte ich in einem regulären Superheldenfilm! ^^


Hueftgold

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Ich fand den Einfall wie man die Kamera ständig im geschehen hat exzellent!


Murphante

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Bewertung7.5Sehenswert

Film Nummer: 1084
gesehen am: Sonntag, den 16. März 2014
Stimmung: Immer wieder SONNTAG ...... der Dritte vor Mitternacht !!!
Wie oft gesehen: Erstsichtung !!!
Vorhersage: 7 Points ... wegen der Spinne gibts n halben mehr :D

Chronicle ... hatte einzig noch die Erinnerung daran gehabt das ein Jeep den Abhang runtergedüst ist ... also bin ich mit null Erwartung an den Film herangetreten und wusste halt nur das sie irgendwelche Art von Kräften besitzen ...

Die ganze Story ist zu einem Gesamtpaket gebündelt mit viel Kraft, Ideen und Effekten !!! Einzelne Szenen die uns hier gezeigt werden sind für mich persönlich dermaßen cool gemacht ... das man besonders zum Schluss des Films ein ganz trockenen Hals bekommen hat ... weil der Mund vor Staunen gar nicht mehr zu ging ...
So hatte der Anfang des Films ganz schleppend so seine kleinen Momente gehabt ... aber bretterte mit voll Karacho durch die Gegend mit dermaßen coolen Ideen ... die den Punktepegel nochmal gesteigert haben !!!

Dies war nun eine ganz andere Art von Superhelden-Movie ... und ihre Auswirkungen.
Hat mir sehr gefallen und hoffe das ich mich in der Traumwelt auch mal so dermaßen auskotzen kann ... das die Partikel dabei nicht den Boden berühren können !!! :D
Hier werden nicht nur billige Kartentricks gezeigt oder einfach nur Eindruck bei den Mädels povoziert ... hier sind noch ganz andere Mächte am Start ...

Wie das zu all dem gekommen ist ???
Schaut es Euch an ... ich kann diesen Streifen für jeden Action Fan mit Superkräften empfehlen die sich gerne von beeindruckenden Effekten berieseln lassen können !!!
Dem Krümelmonster hat es gefallen =)

Genug Action für Heut !!!
Es ist Geisterstunde und ich kann jetzt aus meinem Sarg aussteigen :D
Bis bald Euer morphiiii

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Murphante

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Hey hoooo sabbernder Bro ... dann wird es Zeit für Dich
auszuhibbeln :D und chronolisiere Dich vor deinen quadratischen Leuchtkasten und zieh es Dir rein !!! Lass deine Sinne wegzaPPen und werd Zeuge von übermäßigen Kräften :D
Danke Dir ... Buddy ;) =)


Chris12zero

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Bald Buddy, baaaaald muss nur noch paar Serien fertig gucken, dann sind wieder Filme dran^^
Vlt. hau zieh ich ihn mir auch zwischendurch mal rein^^ :D
Biddöööö mit Ö ;D ^^ mooooMooooP ^^


Niho

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Man weiß schon seit Filmen wie "Cloverfield" und "Project X", dass Found Footage auch außerhalb des Horror Genres funktioniert. Dieser Film ist dafür das absolut beste Beispiel.

"Chronicle" ist von der Idee her nichts, was es schon tausendmal gab, aber auch nichts absolut Neues (Vorallem das Ende und die Thematik Telekinese erinnert unweigerlich an "Carrie"). Aber das mit Found Footage zu verpacken ist einfach eine tolle Idee. Hier wird ein Regiedebüt abgeliefert, das gute Effekte, tolle Unterhaltung und überraschend gute Jungschauspieler vereint.

Negativpunkte waren für mich nur, dass an ein paar Stellen die aufgebaute Spannung zu schnell verloren ging und das an einigen Stellen die Sache mit den vielen verschiedenen Kameras aus verschiedenen Perspektiven etwas übertrieben wird.

Fazit: Ein Film, der auf jeden Fall überrascht und einfach gut unterhält. Sehr, sehr sehenswert!

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Melanie Neß

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Chronicle ist mal ein found footage Film, den man sich wirklich gut ansehen kann, auch wenn man kein Fan dieses ewigen Kamera-Gewackels ist.
Die Story um die Freunde, die durch ein geheimnisvolles Artefakt übernatürliche Fähigkeiten bekommen, ist anfangs mal nichts Neues. Dass sie aber dadurch nicht automatisch zu Superhelden werden und Gutes tun hingegen schon. Man sieht den Jungs dabei zu, wie sie all das tun, was man von Jugendlichen eben erwarten kann: Mitschüler ärgern, sich gegen die Eltern auflehnen, angeben,... Dass sie dann irgendwann einem gewissen Größenwahn erliegen ist eigentlich nur logisch. Es wird einen Schneise der Zerstörung gezogen, die optisch auch einigermaßen gut gemacht ist.
Besonders schön finde ich aber diese Anti-Helden-Haltung. Wenn man mir mit ~16 Jahren solche Kräfte gegeben hätte, hätte ich vermutlich bis zu einem gewissen Punkt dasselbe getan.

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albi0211

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Bewertung7.0Sehenswert

Hat mir bis auf das Ende sehr gefallen. Erinnert wegen der Kameraführung stark an Cloverfield. Ich denk hier wäre sehr viel mehr drin gewesen, vielleicht gibt's ja nen zweiten Teil der mit dem Hintergrund rüber kommt. Das würde den ersten Teil wahrscheinlich auch besser machen!

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cronic

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Bewertung7.5Sehenswert

Der Film hat mir eigentlich ganz gut gefallen, was vor allem an den Effekten lag. Die Phase wo sie die Fähigkeiten lernen und zum Spaß anwenden, war sehr witzig anzuschauen. Das Ende artet ein bisschen aus und lag mir nicht so. Extras sind spärlich.

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deevaudee

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Bewertung6.5Ganz gut

Ich denke ich erzähl nicht mehr, als wenn ich sage, wenn man den Trailer gesehen hat, man diesmal im groben, wirklich die Highlights schon Vorgespult bekommt. Letztlich nur die Zusammenhänge im Film besser zu verstehen sind. Die "Mode" in Hollywood, wir latschen los, und tun so als würden die Charaktere die Kamera bedienen, war in dem Film zwar Stilmittel, aber leider völlig daneben. Denn gerade zum Ende hin des Films, bei vielen Schnitten, fragt man sich, von wo kommt bitte gerade jetzt diese Kameraperspektive her??!! Das wurde mir Alibimäßig komplett verhauen. Dadurch die Glaubwürdigkeit, schon surrealer Bilder, nochmal gelitten hat. Auch die Schwebesequenzen sehen stark nach Fisch am Haken aus. Nur das man heutzutage die Seile und Klammerstellen komplett wegretuschieren kann, was man vor 20 Jahren noch gesehen hat, das die Leute an Seile hingen. Auch die merkwürdige Konstellation unter den "Freunden". Sah etwas dürftig aus. Wobei mir im Grunde alle 3 Jungs ideal gefallen haben.

Wie meine Buddylistige (Pardus) schon anmerkte, eignet sich dieser Film ideal für eine Charakterstudie. Und gerade beim Andrew, dessen Geschichte quasi der Kern des ganzen ist, liest sich eigentlich nicht untypisch. Gewisse Parallelen zieh ich kurioserweise mit ihm und den Ge-remakten Michael Myers. Gut, hier ist Mutter krank und keine Stripperin, aber der Vater ist ein Tyrann, in der Schule ist er das Hänselopfer und auch sonst versteht sich kaum einer mit ihm. Und nachdem die Jungs die Entdeckung gemacht haben, entwickelt Andrew noch die stärksten Eigenschaften, und wie klein Michael Myers fängt seine Psychopathische Art mit dem Masakrieren von Tieren an. Das sind durchaus prägnante Parallelen.

Im Grunde ist Chronicle eine schöne Idee. Wer träumt nicht davon, Superkräfte zu besitzen. Und für welche Zwecke würde man seine Kräfte einsetzen? Zum Guten, oder zum Bösen? Und da auch immer wieder im Mittelstrang Bruchstücke fehlen der Story, wie ein Blackout, haben sich die Herren Filmemacher genug Spielraum für Sequel, wie gar auch Prequel gelassen. Denn a) was für ein Ding ist das da in der Erde? Muss ja irgendwie dahin gelangt sein b) der Teil aus dem Schacht zu kommen ist gänzlich weg, und wird wie ein Blackout thematisiert c) der Typ im Auto hinter den Jungs, welches Problem hatte er? Man merkt, Ansatzpunkte gibt es reichlich. Die Story ist plausibel erklärt, trotz Lücken, man kann die Stimmungsänderung des Andrew sehr gut nachvollziehen, dennoch sind viele Perspektiven gerade im Finalen Kapitel nicht Nachvollziehbar, und somit geht die fiktive Glaubhaftigkeit flöten. Dennoch hab ich mich an den Film erfreuen können. Sollte man zumindest mal geguckt haben.

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benjamin.svvs

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Bewertung7.0Sehenswert

Besser als erwartet, aber da wäre einiges mehr gegangen, die Entwicklung von Andrew ist meiner Meinung nach viel mehr stereotyp als alle anderen, "der looser der zum amokläufer wird" - ganz was neues. Ausserdem sind die Dialoge teils echt schwach, besonders wo sie es nicht hätten sein dürfen, die Grundidee war aber sehr geil und die Effekte waren auch sehr eindrucksvoll, nur die Charaktere und der Storyablauf sind nicht besonders gut gelungen, mir wäre es da lieber gewesen wenns keine schema F story mit einer wird gut einer wird böse und am ende kämpfen sie bla bla. vielleicht hätte man da was vielschichtigeres machen können, wo man zB nicht genau weiss wer jetzt richtig handelt oder so, weils glaub ich schon ziemlich viele grau schattierungen gäbe wenn sowas passieren würde, nciht einfach entweder psycho amok spast oder weisser ritter. allgemein sind superkräfte was gutes um moral und ethik zu behandeln, weils halt die handlungsfähigkeit ins unermessliche treibt und dann alles was passiert eigentlich nur noch vom charakter desjenigen abhängt der sie besitzt, und da wäre es halt mal interessant sich mit was anderem ausser anakin skywalker verschnitt etc. ausseinander zu setzen. so von wegen "wenn einer ne kranke mutter hat und sein vater ihn schlägt und keiner ihn mag, dann geh ihm lieber aus dem weg, denn in ihm schlummert eine bestie" das hat man einfach schon viel zu oft gesehen und es ist einfach ein vorurteil, in dem film wird zwar die "dumme highschoolwelt" als doof etc. gezeigt und total unnötig, mit der zeichnung der charaktere allerdings, schlagen sich die autoren auf die seite von biersaufenden quarterbacks, die leuten die unterhose hochziehen, und marty mcfly die freundin ausspannen wollen.

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libertad

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Bewertung7.0Sehenswert

Highschool-SciFi-Drama im Found-Footage-Stil, das trotz seiner etwas stereotyp geratenen Charaktere zu unterhalten weiß.

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mikkean

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Es hat etwas länger gedauert. Die Mischung aus Hype und mittlerem Bashing wegen des Found-Footage-Aspekts haben mich ein bisschen zögern lassen. Und dann bin ich sogar wirklich mehr als nur positiv überrascht. "Chronicle" haut ordentlich auf den Putz, lässt seine Figuren durch die Lüfte jagen, Innenstädte radikal umgestalten und hat dennoch Platz für eine ernste Auseinandersetzung mit dem Thema "Normalos-erhalten-Superkräfte".

Was mir an "Chronicle" wahrscheinlich am meisten gefällt, ist die Tatsache, dass hier nichts radaumäßig überzeichnet wird, um der nächste "Kick-Ass" oder "Super" zu sein. oder dass keine allzu verkrampften Maßnahmen ergriffen werden, um das Format der Video-Aufzeichnung übers künstliche Leben hinaus aufrechtzuerhalten. Denn eigentlich ist "Chronicle" ja eine äußerst empathische Erfahrung, die sich ihrem Sujet so ernsthaft nähert wie die ersten "X-Men"-Adaptionen.

Klar, irgendwie geht es auch darum, dass die drei unterschiedlichen High-School-Typen Andrew, Matt und Steve in eine Höhle kriechen und leicht verändert wieder rauskommen. Die Chronik bezieht dann auch auf ihren stetigen Wandlungs- und Lernprozess, der immer neue Kräfte offenbart. Aber statt daraus das längste Dödel-Party-Video aller Zeiten zu machen, geht der Film eine Ebene tiefer. Offenbart uns das verstörende Psychogramm einer tickenden Zeitbombe, das eines Losers und Gescholtenenen, der mit seinen Kräften auf böse und auch absolut verständliche Gedanken kommt.

Dane DeHaan, der Metallica-Roadie aus "Through The Never", legt eine wirklich tolle Leistung als Kamera-Besitzer Andrew hin. Seine Schreie sind zunächst bedrückend stumm, lichte Momente sind rar gesät. Und irgendwie ahnt man schon früh, dass er seine neuerhaltene Gabe nicht unbedingt als Menschenfreund einsetzen wird. Vielleicht ist "Chronicle" auch deshalb so faszinierend. Weil der Film, ob Superkräfte oder nicht, irgendwie als Countdown bis zum Knall aufgefasst werden könnte. Die Aufzeichnungen des stillen, gemobten Typen an der Schule, der schließlich ausrastet und zurückschlägt.

Es sollte also niemand einen typischen Superhelden-Murks aus der Sicht einer ständig laufenden Kamera erwarten. Sondern einen oberflächig betrachteten launigen, zunächst witzigen Streifen über herumtollende Kids, der sehr bald seinen düsteren Unterton offenbart. Ach ja, für einen Found-Footage-Vertreter war ich, in diesem Fall, mit dem Ende mal ziemlich zufrieden. Auch da ist "Chronicle" besser als erwartet.

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The Freewheelin Fonda

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Bewertung6.5Ganz gut

Ich habe im Laden lange überlegt welchen Film ich mir kaufen sollte, ,,Chronicle" der von vielen Kritikern gelobt wurde und ein kleiner Überraschungserfolg war oder ,,Gangster Squad" den ich als Gangsterfilm-Fan unbedingt sehen wollte, der aber von den meisten Kritikern zerissen wurde?
Am Ende hab ich mich für ersteren entschieden und bin nun genauso überfragt, ob bei dem Streifen meine positiven oder negativen Kritikpunkte überwiegen, ob ich ,,Chronicle" eine glatte 7 gebe oder doch eher 6,5.

Denn die Grundidee des Streifens ist schon einmal super, ein Junge der sich vom Rest der Gesellschaft absondert, zwar geistig schon was auf dem Kasten hat aber vom Rest der Schulgemeinde kaum aktzeptiert wird, was man bei vielen Sätzen von ihm auch nachvollziehen kann.
,,Normalerweise gehe ich nicht auf Parties!"
,,Normalerweise trinke ich keinen Alkohol."
Diese Figur des Andrew Datmer ist es aber die den Film am Laufen hält. Ein Typ der in seinem Leben immer in der zweiten Reihe stand, dessen Mutter schwer krank ist, dessen Vater ihn schlägt und der von Mädchen nicht wahrgenommen wird.
Wenn dieser Junge durch die Ereignisse in ,,Chronicle" ,,Superheldenkräfte" bekommt macht dieser Charakter das Geschehen wirklich interessant. Wie sich ein unterdrückter Jugendlicher, der in seinem Leben immer nur einstecken musste, nun mit übermenschlichen Kräften an der Gesellschaft rächen kann.
Während die Story eine gute Idee hat aber ziemlich unglaubwürdig und teilweise auch uninspiriert daher kommt(eine genauere Erklärung für die Superkräfte der Jungs hat ich mir schon gewünscht, als dass sie irgendwann in ein Loch steigen)
macht Dane DeHaan in der Rolle des Andrews wirklich eine interessante Geschichte aus dem Film.

Doch sonst hat mich ,,Chronicle" etwas enttäuscht, neben der Entwicklung des Hauptcharakters hat man viele sterotypische Figuren, eine uninspirierte Handlung, die immer vorhersehbarer wird und vor allem einen RICHTIG NERVIGEN Found Footage Stil.
Diese Art des Filmens war hier nicht einmal zwingend nötig und so bekommt man durch den Stil letzten Endes nur einen Haufen Wackelbilder.
Diese Art der Kameraführung hat mich bis zum Schluss richtig gestört, weshalb ich mich nun auch für 6,5 statt glatte 7 Punkte entschieden hat auch wenn man ,,Chronicle" als nette Abendunterhaltung durchaus empfehlen kann.

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Martin Oberndorf

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Nein, nein.
Aber ich empfinde es recht unnötig.
Mit Betrunkenen kann ich nur schlecht sprechen und selbst bin ich ohnehin immer offen (90% hemmungslos laut dem Feuchtgebiete-Test :3)
Ich komme such nie in die Situation, Alkohol trinken zu "müssen".
Außerdem finde ich, dass es scheiße schmeckt.


Velly

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Ich selber habe nichts gegen Leute, die trinken, trinke aber selbst auch sehr selten und muss mich deswegen dauernd fragen lassen: "Wieso willst denn nichts trinken?"
Interessanterweise werden Nichtraucher das nie gefragt ^^
Wieso muss man sich dauernd erklären, wenn man nicht trinkt?
Das ist eine allgemeine Feststellung von mir, zielt also jetzt nicht direkt auf Deine Frage ab, Hfonda.


dustyOn3

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Mittlerweile wieder zig Filme gesehen, aber einfach keine Zeit zum Kommentieren / Bewerten gehabt. Und ich bewerte bekanntermaßen keine Filme ohne Kommentar. Aber nun zum Film.

"Chronicle" verkörpert im Grunde genau das, was ich in meiner Kindheit ständig geträumt habe. Seitdem ich Peter Pan kenne habe ich mir gewünscht fliegen zu können. Mehr als alles Geld der Welt habe ich mir das gewünscht. Für eine passende Anekdote muss ich hier etwas weiter ausholen, dennoch fasse ich mich (vergleichsweise) kurz. Eines Tages, als ich ca. 8 Jahre alt war, erzählte mir meine Tante eine merkwürdige Geschichte. Damals, so sagte sie, sei sie vor nicht all zu langer Zeit von Außerirdischen eines weit entfernten Planeten entführt worden und durch diverse Vorfälle (es würde den Rahmen sprengen, alles zu schildern) nun befreundet mit den Bewohnern des Planeten. Diese Geschichte erzählte sie mir wieder und wieder und jedes Mal erfuhr ich mehr. Ich musste ihr schwören keiner Menschenseele davon zu erzählen. An einem Tag bot sie mir schließlich an, mit ihr zu fliegen. Jedoch sei in dem Raumschiff nur Platz für 2 Personen und ich müsse meine Familie zurücklassen. Ich fragte sie, ob wir nicht einfach hinfliegen, uns umsehen und dann wieder zur Erde zurückkehren könnten. Sie sagte, dass aufgrund der Zeitverschiebung durch die Reise mit Lichtgeschwindigkeit alle Menschen die ich kannte dann schon lange nicht mehr am Leben seien. Jedenfalls war es laut meiner Tante auf dem Planeten möglich, das Fliegen zu erlernen und diese Fähigkeit auch mit zur Erde nehmen zu können. Und genau daran hat mich dieser Film erinnert, weswegen ich ihn auch so bewundere.

Josh Trank schuf aus dem Drehbuch von Max Landis genau die Art von Superheldenfilm, die ich schon lange gesucht habe. Und zwar die in Form eines Found-Footage Streifens. Häufig verteufle ich die moderne Technik in Filmen, wenn alles mit Special-Effects dicht gekleistert ist, doch in diesem Fall bin ich für den technologischen Fortschritt dankbar. Das Gefühl in die Welt von 3 Freunden, die sich mit Superkräften "infiziert" haben, einzutauchen, das Gefühl unbesiegbar zu sein, das Gefühl zu fliegen... es war noch nie so greifbar und realistisch wie in "Chronicle". All meine Kindheitserinnerungen an Peter Pan, die Geschichte meiner Tante und meine Träume, machten sich wieder bemerkbar. Es war ein zugleich merkwürdiges aber auch fantastisches Gefühl.

Schauspielerisch ist das alles nur Mittelmaß, das ist mir klar. Aber bei Filmen zählt doch nicht zuletzt (wenn nicht sogar in erster Linie), das was sie übermitteln. Und zwar subjektiv und nicht das, was jeder Hans und Franz in der TV-Movie lesen kann und sich der vorgeschriebenen Massenmeinung anpassen kann. Klar, man hätte irgendwo mehr daraus machen können, man hätte alles massiver und epischer inszenieren können und die Privatleben der Hauptcharaktere weiter ausleuchten können, aber für mich stellt sich diese Frage gar nicht, denn ich habe genau das bekommen, was ich mir im Nachhinein nur hätte wünschen können. Ich bin mit absolut null Erwartungen an dieses kleine Meisterwerk gegangen. Zum Glück.

Abschließend sei noch gesagt, dass ich Found-Footage Filme generell gerne mag. "Chronicle" stellt da abseits seines persönlichen Wertes für mich, keine Ausnahme da. Ein technisch hervorragender, schauspielerisch konstanter Superhelden-Film, der für mich auf jeden Fall etwas besonderes bleiben wird.

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Andy Dufresne

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Glaub ich sofort, ganz spezielle Menschen/Typen akzeptieren das Grau nicht und machen es bunt, einfach weil sie es können. ;)


dustyOn3

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:D Gut gesagt!


Martyman

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Wow!
Was geht denn jetzt ab?
Fliegen durch bloße Gedankenkraft? Mann, die haben's drauf!
Diese "Wow"-Momente finden sich über weite Strecken in diesem etwas anderen Science-Fiction-Film. Komplett mit guter Hand(video)kamera gedreht (ist es nicht wie z.B. auch bei "Cloverfield" manchmal komisch, in welch schockierenden Momenten man immer noch an die blöde Filmaufnahme denkt anstatt die Kamera einfach wegzuwerfen?...), ohne Musik und insgesamt ziemlich verblüffend kommt "Chronicle" daher.
"Wozu bist du fähig?", fragt man den Film. Und er antwortet: "Ich schraube die Spannung immer höher und gehe immer weiter ins Extreme - und dadurch fessele ich meine Zuschauer und unterhalte sie."
Nicht mehr und nicht weniger; also eine klare Empfehlung für einen coolen und kurzweiligen Filmabend.
Mal was anderes!

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AbteilungLSD

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Bewertung7.0Sehenswert

Eine interessante Idee - 3 Teenies, welche Superkräfte entwickeln.
Schöner Spannungsaufbau mit relativ gut inszenierten Effekten. Das Ende hätte ich in dieser Ausprägung nicht erwartet.

Insgesamt ein netter viel für nebenbei, ohne erkennbare Stärken oder Schwächen.
Wenige, aber gute Spannungsmomente, tolle Effekte, inhaltliche Einzigartigkeit machen den Film zu einem guten Abendfüller. Komplett vom Hocker gerissen hat mich das Teil aber nicht..

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fliegendreck84

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Ich hätte es nicht besser ausdrücken können


Fedkek2

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Bewertung9.5Herausragend

Ein sehr außergwöhnlicher Film! Mir is doch glatt die Kinnlade aufgesprungen bei der Szene in den Wolken und das Ende ist einfach nur spektakulär! Wurde auch endlich Zeit für einen ich sag mal realistisch gedrehten "Superhelden-Film" ohne die typischen Klischees, ok vielleicht nur das eine vom Prügelknaben zum Superhelden oder Superbösewicht? Die Frage darf jeder für sich selbst beantworten! Jedenfalls, soviel Kreativität und Einfallsreichtum belohne ich doch gerne mit einer super Wertung!

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Aqua72

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Mein Mann hat den Film herausgesucht und ich befürchtete das Schlimmste: blöde Hau-Drauf-Action. Aber ich wurde überrascht: interessante Story, nachvollziehbare Charaktere und auch noch gut gemachte Spezialeffekte. Wirklich sehenswert!

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