Crash

Crash (1996), GB/CA/FR
Laufzeit 100 Minuten, FSK 18, Thriller, Drama, Kinostart 31.10.1996

7.6 Kritiker
17 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.5 Community
518 Bewertungen
12 Kommentare
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von David Cronenberg, mit James Spader und Elias Koteas

Nach einem schlimmen Autounfall entdeckt ein Fernsehregisseur eine Untergrundszene, in der einige seltsame Menschen einem bisher unbekannten Fetisch nachgehen: Sex und Crashs. Die Narben und Verstümmellungen, die sie davontragen, sind für sie sogar Auszeichnungen.

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Kommentare (12) — Film: Crash

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Le Samourai

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Bewertung9.0Herausragend

Sex und Autos.
Empfehlenswert für Fans von "American Pie" und "The Fast and the Furious".

19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 12 Antworten

Mimuschka

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mein alltime cronenberg favourite ist immernoch "10.000 PS – Vollgasrausch im Grenzbereich". wird leider hierzulande meist unterschlagen.


Hartigan85

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Mein Liebling von Cronenberg ist auch A History of Violence, dicht gefolgt von der Fliege und Tödliche Versprechen. Hab aber den Shivers auch noch nicht gesehen.


horro

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein echter Crash im wahrsten Sinne des Wortes. In teilweise verstörenden Bildern, manchmal lustvoll anziehend, manchmal abstossend, versteht es diese Geschichte eine sehr spezielle Atmosphäre aufzubauen. Ballard's Erzählung weiss zu erschrecken wie auch zu faszinieren und Cronenberg hat das Ganze fast perfekt umgesetzt. Sicher einer der subtileren, wenn auch gewöhnungsbedürftigeren Filme von ihm.

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Pygar

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Der Zusammenstoß in all seinen Variationen, als Fetisch und erlösende Selbstverwirklichung, als überwältigende Erfahrung und notwendige Erweiterung. Weit entfernt von einer sanften Kollision, ein ebenso ekstatischer Aufprall wie ein verkeilendes und sämtliche Routine vergessendes Ereignis. Eine Suche nach dem ultimativen Kick und der befriedigenden Gelegenheit erneut an Erlebtem teilzuhaben, alte Grenzen zu durchbrechen und Versautes bewusst auszuleben. Der Unfall als hochgespieltes/nachgespieltes Abenteuer, als einzige Möglichkeit sich selbst in einer unterkühlten wie durchstrukturierten Welt zu finden, seinem Trieb zu erliegen und sich einem Rausch hinzugeben, der von Außenstehenden im besten Fall für befremdlich befunden wird. Ein friedliches koexistieren von Körper und Erschaffenem, von Sehnsucht und Realität scheint dabei kaum mehr vorstellbar, vielmehr ist es hier ein gegenseitiges und langsames Zerfleischen/Verschrotten welches die verbleibende Lust am Leben erhält, geistige/sexuelle Befriedigung verspricht und die allgegenwärtige Leere, zwar zu erkennen aber nur zeitweilig zu vertreiben vermag.

23 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

crab1973

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Vielen Dank fürs Erinnern an diesen Film und den wunderbaren Kommentar. Als ich den damals in irgendeinem Programmkino in Hamburg gesehen habe war ich wirklich erstaunt, wie sehr einige der Zuschauer den Fim hassten und ablehnten. Nicht wenige haben die Vorstellung verlassen und das obwohl sie Cronenberg und seine Filme kannten. Nehme ich jedenfalls an. Warum sollten sie sonst in das einzige Kino in Hamburg pilgern, das den Film im Original zeigt.


Pygar

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Sehr interessant, danke dir! Ich hatte leider noch nicht das Vergnügen den Film im Kino zu genießen.


Henry Spencer

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

It's something we're all intimately involved in - the reshaping of the human body by modern technology.

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tom777

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Bewertung3.5Schwach

Cronenberg will schocken wie fast immer,schafft es aber diesmal nur bedingt.
Nicht nur das ein Fetisch in dieser extremen Form etwas unglaubwürdig ist,lässt einem die Handlung spätestens zur Hälfte kalt da sich trotz der obligatorischen Steigerungen kaum Neue Handlungselemente auftun.
Der Zuseher wird zum Voyeur aber ob ihm das gezeigte auch gefällt bleibt fraglich.
Ein Film der wahrscheinlich polarisiert,für mich eines der schwächsten Werke von David Cronenberg.

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KlapTrap

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Sex und Schrott und Schrott und Sex.
In CRASH ist es also der Stahl, der den Körper korrumpiert, vorzüglich geeigneten für die Abgründes des "Body Horrors" die Cronenberg zelebriert, und wahlweise auch als Antithese zu ALIEN zu sehen.
War es dort noch ein Tumor, ist es hier Maschinerie - also Penetranz von außen, und durch Maschinen.
Außerdem sind die Grenzen der Spaßgesellschaft punktgenau zuende gedacht : Wenn ein Fallschirmsprung zur adrenalingeladenen Selbstverwirklichung (oder sollte ich sagen "Selbstverneinung" ?) nicht mehr reicht, erledigt es vielleicht der nächstgelegene Auffahrunfall.
Und ab da wird dann auch kärftig gerammelt.
Und so vermischt sich Fetisch und Adrenalin, Maschine und Anima in CRASH zu einer durchgeschwitzten Zellulidshow das nur noch so die Synapsen wackeln.
Nur berühren, das schafft der Streifen nicht.
Die Leidenschaft bleibt so kühl wie frisch gestanzte Motorhauben, was sicherlich auch folgerichtig ist, in CRASH geht es nicht um Liebe, sondern um Triebabfuhr.
Genauso mechanisch wie eine Gangschaltung.
Aber notwendig.
Und da sich diese mechanische Triebabfuhr inzwischen durch alle Fernsehkanäle und Städte dieser Welt zieht, hebt CRASH dann trotz aller Kühle in den relevanten Bereich.
Manchmal will man keine Liebe machen, man will rammeln.
Ob zu zweit (oder bessser) gleich alleine.
CRASH zeigt was passsiert, wenn man eins mit dem anderen verwechselt.
Und das Ganze dann Leben nennt !

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BigDi

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Verdammt, den muss ich auch noch unbedingt sehen.


Nevenka

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Strange und faszinierend. Meine erste Reaktion: Ein fassungsloses und ungläubiges "Häh?". Der alte Spruch "Für alles gibt's nen Fetisch" war dann aber zu einfach als Erklärung. Während die Protagonisten sich an Unfällen und Wunden aufgeilen, können wir Zuschauer als dritten Gafferreiz auch noch Sex betrachten. Voyeurismus pur. Wobei die Perspektiven sich vermischen, wenn z.B. Vaugham seine MitstreiterInnen beim Sex filmt, die Charaktere sich immer wieder öffentliche, gut einsehbare Orte für's Ficken aussuchen oder wenn das Vögeln einem Unfall gleich, Verletzungen nach sich zieht, die wiederum anschließend erotisch gewürdigt werden. Sehr dicht getaktet und konsequent durchgezogen.

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Janus Winter

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Bewertung4.5Uninteressant

eigentlich mag ich abgefahrene, kranke filme. aber mit CRASH kann ich nur wenig anfangen. als kurzfilm würde der stoff sicher ganz gut funktionieren, aber so gibt es nach 30 minuten nur noch redundanz. holly hunter wie immer großartig, james spader langweilig wie eh und je.

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Pelle

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Dieser Film ist für mich ganz schwer zu fassen. Eine Benotung eigentlich nicht möglich. Aber ein Sache weiss ich. Diesen Film werden ich nicht so schnell vergessen.

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Sonse

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Bewertung7.0Sehenswert

Und wenn du denkst "kranker geht's nicht mehr", kommt irgendwo ein Cronenberg her. Cronenberg trifft meinen Geschmack nicht immer. The Fly, History of Violence, Videodrome und eXistenZ mag ich - mit Naked Lunch konnte ich absolut gar nichts anfangen und der Rest, den ich kenne liegt irgendwo dazwischen.

Die Prämisse des Films ist recht originell und durchaus mutig: die sexuelle Energie, die die Menschen hier empfinden, wenn sie gefährlich mit dem Auto fahren bzw. einen Unfall verursachen - ein ganz orgiastischer Crash. Nachdem James (Spader - wer sonst?) einen Autounfall hat, erregt ihn der Anblick des verbeulten Wagens mindestens ebenso wie die Überlebende (Holly Hunter). Er gerät in eine Subkultur, die gänzlich dieser Obsession huldigt und versucht seine Frau (D. Kara Unger) auch dafür zu begeistern.
Übrigens: *Spoiler* - hat hier eine ganz eigene Bedeutung.

Der Film ist dabei keineswegs schön, erotisch und erregend, sondern soll wohl schockieren, anekeln und entsetzen. Letzteres ist ihm bei mir aber nur zum Teil gelungen. Ich weiß, dass die Geschichte auf einem Buch von von Ballard aus den 70ern basiert. Wie gelungen die Adaption ist vermag ich nicht zu beurteilen, aber Cronenberg hat es durchaus geschafft, die Kritik an moderner Technik, Objekten (Autos) als Mittel menschlicher Kommunikation und dem Promikult (es werden Autounfälle von Stars nachgespielt, z.B. James Dean) zu übertragen, um die es wohl auch in der Vorlage geht. Bedenkt man das nicht, könnte man manchmal meinen man habe es nur mit einem Porno zu tun. Denn von Anfang bis Ende wird praktisch in einem Jeder-mit-Jedem-Szenario durchgevögelt. Da kann ich mich auch noch so anstrengen, ich konnte meinen Zynismus nicht im Zaum halten. Ja, Cronenberg durchbricht manchmal bei dem Film jegliche klassische Erzählstruktur. Ja, die Sexszenen sollen alle möglichst befremdlich sein und mindestens so kalt und distanziert wie die Protagonisten wirken (Schauspieler, die zu viel Chemie miteinander hatten wurden entweder rausgeschnitten oder gar nicht erst gepaart) - doch irgendwie kam mir das Ganze oftmals doch noch recht "hollywoodesque" herüber. Okay, das Wunde-im-Oberschenkel-Ficken ist Cronenberg pur!

Sehr schön fand ich den vereinzelt eingestreunten schwarzen Humor. Beispiel: Helen (Hunter) zeigt eine Verzweiflung, die von Komik nicht mehr weit entfernt ist, als eine Videokassette (alle kucken gemeinsam Autosendungen...) verklemmt und sie aufspringt und wild mit der Fernbedienung rumfuchtelt bis das Band weiterläuft. Die perfekte Mischung aus Fetisch, Kontrollfreak und Angst. Oder Arquette, die versucht mit ihrem im Metallgerüst (Unfall = Verletzungen) steckenden Bein in ein Auto einzusteigen... Spader war sehr gut und auch die anderen Darsteller, allen voran Elias Koteas als Vaugham als Anführer der Auto-Akolyten, der Wunden und Narben wie ramponierte Autodellen streichelt. Einzig Deborah Kara Unger als Spaders Ehefrau konnte ich nicht ausstehen. Warum flüstert sie den ganzen Film hindurch? Warum? Sogar in einem großen Saal... Nun ja, am Ende - nachdem sie auch mal ihren Crash hatte, aber "leider" unverletzt bleibt (sowas aber auch), sind sich Ehemann und Ehefrau anscheinend viel näher als zuvor.

Ich kann den Film respektieren und für seine Konsequenz bewundern, aber eben diese erwünschte Distanz, Kälte etc. bringt bei mir auch mit sich, dass ich ihn auch nicht so recht mögen kann.

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derblonde

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Bewertung5.0Geht so

Krank und obendrein ziemlich langweilig. Aber nicht gänzlich ohne Reiz.

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Kubrick_obscura

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Bewertung10.0Herausragend

Cronenbergs kontroversester Film ist nur was für hartgesottene Cineasten. Ist der Film in seinen Bildern eher weniger provokativ als Cronenbergs frühere Filme, ist es besonders die Erzählweise, die an Grenzen geht.
Die minimale Handlung, die im Laufe des Films zu einer bloßen Aneinderreihung von Sexszenen wird, verschreibt sich komplett dem Erfahrungskino. Hier gehts es nicht um altbackenes Story-Telling, sondern um das Eintauchen in fremde Welten. Es geht um das Kino schlechthin. Meisterwerk!!!

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Hitmanski

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