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Videodrome
Videodrome (1983), CA/US Laufzeit 89 Minuten, FSK 18, Horrorfilm, Thriller, Fantasyfilm, Kinostart 16.05.1984
8.1
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von David Cronenberg, mit James Woods und Leslie Carlson
Max Renn hat sich in der Welt des Kabelfernsehens eine kleine Nische geschaffen, von der er leben kann. Provozieren um jeden Preis, das ist sein Moto, und er schreckt weder vor Pornographie noch vor Gewalt zurück. Eines Tages entdeckt einer seiner Mitarbeiter einen Piratensender, dessen Programm ihn fasziniert: der Sender “Videodrome” zeigt immer den selben Raum, in dem sadomasochistische Spielchen gefilmt und ins Fernsehnetz eingespeist werden. Auch die Freundin von Max, Nicky, will mehr über den geheimnisvollen Sender wissen, und macht sich auf die Suche.
Mehr Bilder (13) und Videos (2) zu Videodrome
Cast & Crew
Drehbuch
Filmdetails Videodrome
- Genre
- Horrorfilm, Mysterythriller, Splatterfilm / Gorefilm, Fantasyfilm, Thriller
- Ort
- Pittsburgh, Toronto
- Handlung
- Fernsehsender , Fernsehshow, Gehirnwäsche, Halluzination, Kultfilm, Radiomoderator, Suizid
- Stimmung
- Eigenwillig, Gruselig, Hart, Verstörend
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Kritiken (2) — Film: Videodrome
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Kommentar löschen„I am the video word made flesh.“ -
1983 - einige Jahre bevor die langsam expandierende Videoindustrie zum Gesprächsstoff besorgter Diskussionsrunden avancierte - griff sich David Cronenberg bereits deren Hauptthemen und -thesen heraus, vermengte und erweiterte sie dabei geschickt mit den Ergebnissen seines bisherigen Schaffens. Das Resultat heißt VIDEODROME, und darf gerade in Retrospektive als der analoge Vorläufer zum Cyberspace-Kommentar "eXistenZ" begriffen werden.
Auf selbstreflexive Art und Weise arbeitet der sechste Langfilm des Kanadiers dabei die Mechanismen des eigenen Mediums "Film" heraus, nur um sie im weiteren Verlauf nach und nach zu hinterfragen und schlussendlich zu demontieren.
So fügt sich VIDEODROME letztlich auch konsequent in das Œuvre Cronenbergs ein, in dem er in seiner Medienmeditation weniger neue Fragestellungen aufwirft, als vielmehr an der Vertiefung vorangegangener interessiert ist.
Nachdem vor allem BROOD…
Kritik im Original 19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenAlptraumhaft guter Cronenberg Film, dessen inspirierte Bilder noch lange nach dem Film im Kopf bleiben.
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Kommentare (57) — Film: Videodrome
David Lukas Julisa Sat, 18 May 2013 15:12:14 -0000
Kommentar löschender einzige film meines lebens der mir mehrere nächte massive alpträume verursachte! (und damit ist nicht die qualität des films gemeint... ;))
erschreckdend interaktiv, erschreckend aktuell, erschreckend grandios.
eindeutige empfehlung!
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the assassin 666 Sun, 12 May 2013 20:14:40 -0000
Kommentar löschenMedien & sozialkritischer Horrorthriller vom kanadischen Regieass David Cronenberg. James Woods (Vampire) spielt seine Rolle überzeugend, die Idee ist gut nur hätte man etwas mehr Spannung einbauen können, aber dennoch fesselt der Film an den Bildschirm. :)
PS: Krass wo die VHS Kasseten überall zum Einsatz kommen. ;)
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erik.stein.12 Fri, 26 Apr 2013 08:15:34 -0000
Kommentar löschenEin gesellschaftskritischer, sozialsatirischer, erotisch-pornografischer und dezent verstörender Sado-Maso-Psycho-Thriller mit Sci-Fi-Elementen, Torture-Porn Anleihen, einer guten Portion an fantastischen, handgemachten Effekten von Rick Baker, einem Schwall Blut und Cronenberg-typischen Metamorphosen, sowie einem sehr guten Ende – mit einem Wort: genial!
Videodrome ist garantiert nichts für die breite Masse und auch nichts für schwache Nerven. Wer sich auf o.g. Punkte einlässt und etwas mitdenkt bekommt einen Kult-Klassiker präsentiert, der heutzutage erstaunlich aktuell ist und damals zweifelsohne seiner Zeit um Meilen voraus war. Themen, wie der Umgang mit Medien (insbesondere dem Fernsehen), Suchtverhalten, dem persönlichen Drang und Hang zum Extremen und Ausloten von Grenzen, Zensur, Meinungsfreiheit, gesellschaftliche Tabus und und und, werden in diesem Meisterwerk auf unterschiedlichste Art und Weise behandelt und hinterfragt.
Bewertung der Blu Ray findet ihr hier:
http://mr-stone-movies.blogspot.de/2012/12/videodrome-at-import-mediabook-blu-ray.html
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MrDepad Sat, 23 Mar 2013 13:07:05 -0000
Kommentar löschen"Videodrome" ist David Cronenberg´s Kommentar zu einer Gesellschaft, die völlig dem Voyeurismus der Medien zu verfallen droht.
Max Renn ist ein Betreiber eines kleinen TV-Kanals, deshalb sucht er nach neuen Formaten, mit denen er mal wieder für hohere Quoten sorgen will. Über seinen Techniker stößt er auf ein verschlüsseltes Programm, welches über verschiedene Frequenzen Bildmaterial sendet, in dem explizite Tötungen gezeigt werden. Renn scheint von dem Material so fasziniert zu sein, dass er mit dem Sender Kontakt aufnehmen möchte, welches die sogenannte Sendung "Videodrome" geschaffen hat, nichtsahnend in was für einen bizarren Albtraum er geraten wird.
Cronenberg zeigt uns mit diesem Film eine Gesellschaft, denen normale Fernsehformate längst nicht mehr genügen. Die grausamen Bilder aus "Videodrome" üben eine eigenartige Faszination auf die Betrachter aus, was man natürlich auch in unserer heutigen Zeit immer wieder erlebt. Meistens sind auch wir immer neugierig, wenn mit einem neuen Film geworben wird, der "alles bisherige an Härte in den Schatten stellen soll". Auch Max Renn, toll gespielt von James Woods, macht sich auf die Suche nach den Verantwortlichen der Sendung, um die Show in seinen Kanal aufnehmen zu können. Nach nichtmal der Hälfte kippt die bis dahin schon ziemlich mysteriöse Atmosphäre des Films und Max gerät in einen bizzaren, albtraumhaften Abgrund, welcher sein Vorstellungsvermögen bei weitem überschreitet. Durch seine typischen, auch heute noch herrlich ekligen Momente hat Cronenberg genau die richtige Bildsprache für seine Geschichte geschaffen, die optimal mit dem düsteren Score harmoniert.
Man wird bei dem Film durchwegs das Gefühl nicht los, dass die Fantasie von damals heute schon realer denn je ist, denn immer mehr verschmelzen heutzutage Realität und Medien und sind immer abhängiger voneinander, was gefährliche Konsequenzen mit sich bringt. Cronenberg treibt diese Befürchtung zwar übertrieben und auch ein wenig schwarzhumorig auf die Spitze und übertreibt es hier und da natürlich ein klein wenig, doch auch wenn der Film von 1983 ist, ist seine Aussage heutzutage aktueller denn je.
"Videodrome" ist eine faszinierende Mischung aus Gesellschaftskritik, abgründigem, intelligentem Horror und gelungenen Ekelmomenten. Cronenberg drückt seine Botschaft in bizarren, surrealen Bildern aus und hat ein kleines Meisterstück geschaffen, welches heute so aktuell wie damals ist.
"Well, I think we live in overstimulated times. We crave stimulation for its own sake. We gorge ourselves on it. We always want more, whether it's tactile, emotional or sexual. And I think that's bad."
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Cayopei Thu, 21 Mar 2013 16:05:45 -0000
Kommentar löschenDeath to Videodrome! Long live the new flesh!
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JackoXL Wed, 06 Mar 2013 20:20:15 -0000
Kommentar löschen"Es lebe das neue Fleisch!"
Nach seinen sexuell motivierten Body-Horror-Filmen der 70er widmete sich David Cronenberg Anfang der 80er mit "Scanners" einer neuen Thematik: Der Kraft der Gedanken, der tödlichen Macht des Geistes. Was großartig begann, findet mit dem Folgefilm "Videodrome" seinen Höhepunkt. Hintersinnig, intelligent, subtext-lastig waren bisher alle seine Filme, versteckt hinter der Fassade aus Blut und Gekröse. "Videodrome" wagt sich erstmals weit über den Tellerrand hinaus. Waren seine Werke bis dato auch abseits jeglicher Symbolik frei genießbar und oberflächlich als reine Genrekost zu verkaufen, geht "Videodrome" den gewagten Schritt weiter. Cronenbergs Film soll nicht mehr als "einfacher" Horrorfilm wahrzunehmen sein, er durchbricht bewusst die Grenze zwischen Genrefilm und Anspruch, wie seine Figuren die Grenze zwischen Wahn und Verstand, Bildschirm und Wirklichkeit. Cronenberg erweist sich lange vor dem Zeitalter des Internets als erschreckend visionär. Was sich heute jedes Kind mit den entsprechenden Links problemlos auf den heimischen Bildschirm zaubern kann , ist bei "Videodrome" noch beruhigend weit weg. Und deshalb so interessant. Was ist eigentlich der größere Horror?
Getrieben von der Gier, sein Publikum durch Sex und Gewalt zu gewinnen, durch angestrebte Tabubrüche die Einschaltquoten hoch zu treiben, begibt sich Max Renn (grandios: James Woods) auf die Spuren von Videodrome. Einem Kanal, der genau das bietet, was er als die Zukunft der Unterhaltung ansieht.
Was Cronenberg daraus macht scheint erst eine reine Satire auf die Medien- und Konsumgesellschaft, doch es offenbart sich weit mehr. Sein Werk führt den Zuschauer wie seinen Protagonisten Schritt für Schritt an einen Abgrund, dessen Boden nicht mehr zu sehen ist. Vollkommen unvorbereitet stürzen wir immer tiefer, die Grenzen zwischen Fakt und Fiktion fließen zusammen, am Ende lässt sich nicht mehr ausmachen, wo wir uns gerade bewegen. Aversion und Perversion verschmelzen wie das Fleisch mit dem Stahl. Nicht ist mehr logisch oder konventionell, alles scheint möglich und wird es auch. "Videodrome" öffnet Türen, die damals kaum vorstellbar waren und selbst heute, wo wir uns direkt im ungefilterten Medienzeitalter bewegen, ist dies noch der pure Horror. Die Welt hinter dem Bildschirm wird zur Realität, das Unvorstellbare und mit der entsprechenden Distanz Interessante wird zum Albtraum. Cronenberg hält der Gesellschaft Anfang der 80er einen Spiegel vor, den sie heute viel nötiger hätte. Er repräsentiert das Chaos, das Ende der greifbaren Wirklichkeit, den Übergang vom Voyeur zum Täter.
Das geschieht in einer beeindruckenden Form, atmosphärisch unglaublich packend und inszenatorisch weit über dem Niveau, auf dem sich "Videodrome" eigentlich bewegen müsst. Erst danach wurde Cronenberg für größere Studios interessant, dass es sich hier noch um eine eher kleiner Produktion handelte, adelt sie um so mehr. Als Maßstab dafür müssen nur die Effekte genommen werden. Besonderes Lob gebührt dafür Rick Baker, der für seine Arbeit bei "American Werewolf" ein Jahr zuvor den Oscar erhielt. Was "Videodrome" in dieser Hinsicht auffährt, muss jedem CGI-Anhänger zu denken geben. Das ist brillant, teils sogar ekelhaft, aber wollen wir nicht genau das sehen? Auf dem Niveau auf jeden Fall.
"Videodrome" ist ein einschnürender, grauenvoller, hochintelligenter Unruhestifter von einem genialen Filmemacher, hier auf seinem Gipfel angelangt.
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Deathpool Wed, 06 Mar 2013 20:25:53 -0000
Antwort löschenJap Zustimmung ganz großer.
Die Effekte waren echt derbe fies und heute noch sehenswert.
Da können die CGI Nutten von mir aus Millionen reinpulvern.Nix geht über gutes altes selbstgemachtes Handwerk.
JackoXL Wed, 06 Mar 2013 20:35:14 -0000
Antwort löschenDas kann heute wohl kaum jemand mehr. Bin ich ziemlich sicher. Außer Tom Savini. ;)
Deathpool Wed, 06 Mar 2013 20:41:52 -0000
Antwort löschenTom Savini ist ein Meister was dieses angeht;)
JackoXL Wed, 06 Mar 2013 20:54:39 -0000
Antwort löschenAbsolut. Aber dieses Handwerk wird aussterben, leider. :(
lieber_tee Wed, 06 Mar 2013 21:48:55 -0000
Antwort löschenVielleicht Cronenbergs bester Film. Am Zenit seines Könnens.
JackoXL Wed, 06 Mar 2013 21:54:58 -0000
Antwort löschenDa ich noch nicht alle gesehen habe: Bis jetzt auf jeden Fall. Besser als z.B. "Dead Zone", "Die Fliege" oder "A History Of Violence", die ich bisher als seine besten Filme gewertet habe.
JackoXL Wed, 06 Mar 2013 21:59:45 -0000
Antwort löschenAch, und "Scanners". :)
SoulReaver Wed, 06 Mar 2013 22:01:33 -0000
Antwort löschenUnd als Nächstes: Crash & Dead Ringers. :)
Hartigan85 Wed, 06 Mar 2013 22:02:13 -0000
Antwort löschenUnd ich habe "Videodrome" immer noch nicht gesehen, Schande über mein Haupt. Aber der ist doch vor kurzem erstmals deutschsprachig als Unrated-Version in Österreich veröffentlicht worden. Muss ich mir dann demnächst unbedingt besorgen!!
JackoXL Wed, 06 Mar 2013 22:04:31 -0000
Antwort löschen@Harti: Die Version (von Koch Media) habe ich ja gerade erstanden. Sehr empfehlenswert. Etwas kostspielig, aber das Paket lohnt sich. :)
Hartigan85 Wed, 06 Mar 2013 22:11:06 -0000
Antwort löschenMist, erst letzte Woche hab ich eine größere Bestellung gemacht. Hab aber nicht mehr an den Film gedacht. Wenn du deinen Kommentar 1 Woche früher geschrieben hättest, wäre der Film jetzt auf dem Weg zu mir :-)
Vic Mackey Wed, 06 Mar 2013 22:15:59 -0000
Antwort löschenIch konnte mich noch nie entscheiden, welchen ich am besten finde... "The Fly", "Dead Ringers" oder "Videodrome". Ganz schwierig, da einen Favoriten auszumachen, alle drei großartig!
JackoXL Wed, 06 Mar 2013 22:16:24 -0000
Antwort löschenHab den erst seit Montag. Der wird nur billiger. Obwohl, ist limitiert... schnell Harti, schnell... :D Das Media Book ist echt schön. Gute technische Qualität, für einen so "alten" Film auch ordentliches Bonusmaterial, den darf man ruhig kaufen. ;)
JackoXL Wed, 06 Mar 2013 22:19:02 -0000
Antwort löschen@Vic: "Dead Ringers" fehlt mir noch. Finde "Videodrome" besser als "Die Fliege", was aber keine große Rolle spielt, der ist auch großartig.
Vic Mackey Wed, 06 Mar 2013 22:23:27 -0000
Antwort löschen"Dead Ringers" wird dir gefallen, bin ich mir sicher. Nicht unbedingt mit den anderen beiden zu vergleichen, aber nicht minder großartig. Und Jeremy Irons war nie besser!
JackoXL Wed, 06 Mar 2013 22:26:01 -0000
Antwort löschenGlaube ich sofort. Steht schon länger auf dem Zettel, aber der ist sooo lang. :)
Hartigan85 Wed, 06 Mar 2013 22:31:22 -0000
Antwort löschenDer wird bei der nächsten größeren Bestellung garantiert dabei sein :) Freue mich schon auf einen anderen Klassiker, den ich mitbestellt habe. "Phenomena" als Blu-ray Metalpak aus Österreich, war auch nicht gerade billig :D "Dead Ringers" hat mich jetzt nicht so umgehauen, da fand ich "The Fly" und auch "A History of Violence" sowie "Eastern Promises" deutlich besser. Sehenswert fand ich ihn aber und Irons war klasse...
Hartigan85 Wed, 06 Mar 2013 22:32:22 -0000
Antwort löschenUnd "Crash" ist klasse!
JackoXL Wed, 06 Mar 2013 22:37:23 -0000
Antwort löschenAuf "Phenomena" kannst du dich freuen, der ist klasse! :)
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Timo K. Thu, 07 Mar 2013 16:08:54 -0000
Antwort löschenGuter Text. Für mich liegt die Qualität des Films vielmehr darin, dass er dramaturgisches Geschick beweist, wenn Cronenberg auf eine formale Zweiteilung zurückgreift und sich VIDEODROME deshalb nur schwerlich als reine Mediensatire lesen lässt, die in einen "Abgrund" führe. Thematisiert Cronenberg zu Beginn noch die selbstzerstörerischen Dimensionen des neuen, sagen wir, auf den bloßen sadistischen Unterhaltungseffekt getrimmten Fernsehens und läuft dabei allerdings Gefahr, sich der gleichen Mittel zu bedienen, die kritisiert werden sollen (immerhin kleckert Rick Baker formschön), versteht er das Fernsehen in der zweiten Hälfte wiederum als einen Neuanfang, der nicht schlimm sein muss. Dem Protagonisten Max verhilft es zur persönlichen reinigenden Erlösung vom Täter zum fleischlichen Weltenwandler. Diese Kombination, gleichzeitig zu mahnen, aber auch aufgeschlossen gegenüber dem zu sein, was wir heute als selbstverständlich erachten, schält erst dieses Prophetische heraus und mutiert zum äußerst komplexen Manifest, das, im Gegensatz zu NETWORK beispielsweise, eben keine gänzlich kulturpessimistische Haltung einnimmt. Im Übrigen sehe ich VIDEODROME durchaus in der Tradition des sexualisierten Cronenberg-Body-Horros (vor allem weil SCANNERS eine seltsame Ausnahmeerscheinung im Cronenberg-Schaffen verkörpert - es geht diesmal um eine Gruppe), ist es doch so, dass mit dem bizarren Sadomaso-Raum, der Nadel nach (oder vor?) der Sexszene und der Videokassette, die ins Fleisch hineingeschoben wird (ein Kritiker schrieb, glaube ich, gar von einem weiblichen Geschlechtssymbol), eindeutiges sexuelles Understatement verdeutlicht wird, das in der organischen Transformation des Körpers seine abschließende Entsprechung findet. | Ich empfehle dir auch den Text des Mediabooks! :)
JackoXL Thu, 07 Mar 2013 22:40:46 -0000
Antwort löschenDanke. Der Film bietet reichlich Interpretationsspielraum. Hab den tatsächlich noch nie vorher gesehen, bei wiederholter Sichtung kommen mir da sicher auch andere Sichtweisen in den Kopf. Werde mir demnächst das Bonusmaterial anschauen, vielleicht verändert das meinen ersten Eindruck schon.
Boogers666 Tue, 19 Feb 2013 12:25:30 -0000
Kommentar löschenKritik zu "Videodrome"
Handlung:
Der Betreiber eines kleinen Privatsenders Max, sucht immer neue Mittel um seine Zuschauer zu schocken und zu unterhalten und schreckt dabei weder vor Sex noch Gewalt zurück. Als er eines Tages mit Hilfe seines Kollegens den Piratensender "Videodrome" ausfindig macht, auf dem außschließlich Gewalt und Pornographie zu sehen sind, wittert er seine Chance das Fernsehen zu revolutionieren und taucht immer mehr in die gefähliche Welt von Videodrome ein, bis die Grenzen zwischen Realität und der Spirale aus Gewalt und Sex verschwimmen.
Bewertung:
Ich bin mir selbst nicht ganz sicher was der Kern der Aussage von "Videodrome" ist. Spiegelt er dei Gefahr des Fernsehens wieder ?, oder die Auswirkungen von Gewalt auf die Gesellschaft ?oder die Verkommenheit der Gesellschaft? oder will steckt noch viel mehr dahinter?. Ich bin mir da nicht sicher und das ist vielleicht auch gut so. Aber abgesehen vom tiefgründigeren und künstlerischen Aspekt des Films ist er für die damalige Zeit handwerklich herrausragend gemacht, vor allem in Sachen Effekte, aber was anderes hab ich von Cronenberg auch nicht erwartet. Denn die Effekte wirken teilweise sehr verstörend und extrem realistisch auch der sehr gewöhnungsbedürftige Soundtrack, bestehend aus dunklen Synthesizern , trägt dem nur positiv bei. Was man dem Film aber ankreiden kann, ist, dass er teilweise die ursprüngliche Thematik des Films, eher vernachlässigt und eher versucht neue Charaktere einzuführen, was teilweise etwas unpassend wirkt. Aber davon abgesehen, ist der Film ein sehr unterhaltsamer Thriller, der durch ekelhafte und verstörende Bilder punktet.
"Keine Handlung, nur noch Sex und Gewalt, das ist die Zukunft!"
Wie Recht er hatte, der gute alte Cronenberg....
Fazit:
David Cronenberg erschuf mit "Videodrome" ein verstörendes und krankes Meisterwerk, das zwar seine Schwächen hat, aber in aller erster Linie durch seine interressante Story und seine künstlerichen Aspekte überzeugt.
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dustin.schluter.7 Fri, 08 Feb 2013 11:41:27 -0000
Kommentar löschenIch muss sagen, dass der Film zu recht einen Platz in der Liste meiner Lieblingsfilme erhalten hat.
Technisch gesehen ist er für die Zeit (1983!!) ein Meisterwerk und auch die Story ist gut. Als ich den Film das erste mal gesehen habe (ist erst ca. 2 Jahre her... vllt. 2,5) war ist total geflasht.
Vor einem Monat habe ich mir dann aus Österreich die BluRay bestellt und ich muss sagen, dass ich nicht erwartet hätte, dass die eine so gute Bildqualität aus dem Film raus holen können.
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Jek-Hyde Tue, 05 Feb 2013 19:07:53 -0000
Kommentar löschenHier hätte ich fast vorzeitig abgeschaltet. Man sieht bei den Folterszenen nicht wirklich viel, aber gerade das lies sie mir so ekelerregend realistisch erscheinen. Doch sobald die erste Wahnvorstellung kam wurde der Film großartig! Videodrome ist eine Mischung aus SM verrückten Pornosender Chefs mit Visionen, die ebenso gewalttätig wie verrückt und surreal sind wie die Filme die sie Senden und einen handwerklich grandiosen Horrorfilm in alter Midnightmovie Tradition. Ich will gar nicht so viel verraten, aber sollte es jemals so was wie ein Remake geben, wäre ich dafür, dass es diese Botschaft adoptiert und in das Internetzeitalter verfrachtete.
Im Endeffekt ist Videodrom eine Kritik an der Perversität der Menschen, so als würde eben diese Perversität Fleisch werden und einmal kräftig in die Realität langen. Also langen wir mal alle kräftig in uns rein und holen eine gute Bewertung für einen sehr guten Horrorfilm aus unsrer feuchten Bauchhöhle!
ES LEBE DAS NEUE FLEISCH!
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Vergalduk Sat, 19 Jan 2013 13:02:41 -0000
Kommentar löschenMein erster Cronenberg und es wird wohl nicht der letzte bleiben. Der mir viel Liebe inszenierte Schocker über die Gefahren des Fernsehens fesselt, trotz abstruser und verwirrender Handlung, bis zum Schluss. Diese ganzen Semi-Endzeitfilme aus der 80er-Jahren haben einfach eine ganz spezielle Stimmung, einen Charme, dem man sich schwer entziehen kann.
Die schauspielerische Leistung geht im Großen und Ganzen in Ordnung, das etwas Hölzerne mancher Figuren passt mit etwas gutem Willen sogar in die Story. Bei den super Effekten wird nicht gekleckert; einzig der Soundtrack ist (wie so oft bei 80er-Filmen) gewöhnungsbedürftig.
Wer es also ein wenig abgedreht mag und kein Problem mit verstörenden Bildern hat, sollte einen Blick riskieren.
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KonTaicho Wed, 26 Dec 2012 19:47:06 -0000
Kommentar löschenSehr interessant.
Irgendwie wie "Brazil".
Gefällt mir beides nicht.
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ukrainer Mon, 31 Dec 2012 11:27:27 -0000
Antwort löschenEntschuldige die merkwürdige Frage, aber wenn es dir nicht gefällt, wieso dann eine "ganz gut" Bewertung?
KonTaicho Mon, 31 Dec 2012 12:33:04 -0000
Antwort löschenWeil Videodrome bei weitem kein schlechter Film ist und man auch noch in einer gewissen Weise objektiv bewerten muss.
Mir hat er schlicht und einfach nicht gefallen, das heißt aber nicht, dass er deshalb mit einer Bewertung á la "Phantastic Movie" oder dergleichen gestraft werden muss.
horro Sun, 23 Dec 2012 20:13:44 -0000
Kommentar löschenimmer noch äusserst interaktiv die Sache hier ... da hält man doch besser den empfohlenen Mindestabstand zu seinem Fernseher ein
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VisitorQ Sun, 23 Dec 2012 20:19:28 -0000
Antwort löschenCronenberg würde ich auf der Stelle heiraten.
DerDude_ Sun, 23 Dec 2012 20:20:23 -0000
Antwort löschenTrotz der dunklen Begierde ?
VisitorQ Sun, 23 Dec 2012 20:28:30 -0000
Antwort löschenSeit wann hat der Film nen schlechten Ruf? Ich fand den durchaus sehenswert.
SoulReaver Sun, 23 Dec 2012 20:28:34 -0000
Antwort löschenJeder macht mal Fehler.
horro Sun, 23 Dec 2012 20:35:00 -0000
Antwort löschenalso solche Fehler verzeihe ich immer äusserst gerne ... und Debbie Harry ... mjamm
DerDude_ Sun, 23 Dec 2012 20:35:25 -0000
Antwort löschenSelbstverständlich. Cronenberg ist für mich ein Meister und ich kenne Dead Ringers noch nicht mal ;)
horro Sun, 23 Dec 2012 20:36:47 -0000
Antwort löschenmein Lieblingsstück von ihm ... sein Film mit der grössten intelektuellen Klasse und trotzdem sowas von packend und unterhaltsam
VisitorQ Sun, 23 Dec 2012 20:42:12 -0000
Antwort löschenMein Lieblingscronenberg ist Scanners. Nein, the fly. Nein, videodrome. nein, rabid. Nein, shivers. Nein, dead ringers. Nein, the brood... nein. FUUUUUUUUUUUUUUUCK! Too hard to say!
horro Sun, 23 Dec 2012 20:42:55 -0000
Antwort löschenna dann musst du den alten Bock wohl wirklich heiraten :D
DerDude_ Sun, 23 Dec 2012 20:48:13 -0000
Antwort löschenCosmopolis <3
horro Sun, 23 Dec 2012 20:51:25 -0000
Antwort löschender steht bei mir noch aus ... wirklich gut? ... okay, wenn du das meinst dann wohl schon :)
N. Hornblower Mon, 24 Dec 2012 07:19:23 -0000
Antwort löschen@horro: Mindestabstand? Ich wollte danach süße Liebe mit meinem Fernseher machen... ;)
Alle 14 Antworten zeigen
horro Mon, 24 Dec 2012 08:52:09 -0000
Antwort löschenwohl eher nicht mit deinem Fernseher, ausser der heisst Blondie ;)
SoulReaver Mon, 24 Dec 2012 10:30:54 -0000
Antwort löschenCosmopolis ist fein!
theomc Thu, 20 Dec 2012 22:14:27 -0000
Kommentar löschencracy
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Roldur Sun, 09 Dec 2012 15:31:02 -0000
Kommentar löschen"Television is reality, and reality is less than television."
Videodrome ist für mich die beste Regiearbeit Cronenbergs nicht mehr und nicht weniger. Eine bizarre, dystopische Gesellschaft, welche unserer auf beunruhignede Weise gleicht, bewohnt von einem toll spielenden James Woods und gewürzt mit einer faszinierenden, spannenden Story. Leben wir auf Zelluloid gebannt weiter? Ist Fernsehen unsere neue Realität? Welchen Einfluss hat Gewalt und sexuelle Gewalt auf unser Gehirn und was ist wenn man versucht diesen Gedanken weiterzuspinnen. "Videodrome" tut genau das. In Cronenbergs Welt wird all das Realität, was Medienkritiker uns schon immer prophezeit haben und das alles nur um diese radikale Sichtweise mit der Gegenteiligen zu konfrontieren.
"Well, I think we live in overstimulated times. We crave stimulation for its own sake. We gorge ourselves on it. We always want more, whether it's tactile, emotional or sexual."
Eine Aussage, welche auf unser heutiges Denken mehr denn je zutrifft. Unser Selbstverständnis hat sich durch das Internet stark verändert und wir sind mehr gewohnt, sind schwerer zu stimuliteren und dringen immer weiter in die Tiefen des Netz vor um "mehr" zu bekommen.
Einige Charaktere in "Videodrome" geben Dinge von sich, die so sehr auf meine Realität zutreffen, dass mir ein Schauer über den Rücken läuft. Vielleicht bin ich auch deswegen so fasziniert, bin der Überzeugung ich würde gerade etwas ganz "großes" sehen.
Für mich ist "Videodrome" definitiv etwas ganz großes und fasziniert mich auf so viele verschiedene Weisen, dass ich diesen Kommentar noch um einiges ausweiten müsste. Cronenbergs Meisterwerk ist beunruhigend, monströs, bizarr, ekelerregend,auf eine ganz spezielle, vielleicht auch simple Weise visionär und hat bedeutungsschwangere (für manche zu offensichtlich? Mir egal.), wunderbar gefilmte Bilder. Da aber all das, was ich hier ankreiden könnte wie zum Beispiel ekelhafter Body-Horror und unpassende Gewalt nunmal zu meinen Faibles gehören kann "Videodrome" nicht weniger sein als mein fleischgewordener Lieblingsfilm.
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180391 Mon, 03 Dec 2012 20:35:45 -0000
Kommentar löschenSeit dem 30.11. gibt es über Österreich ein Mediabook mit DVD sowie BluRay; enthalten sind die Kinofassung auf DVD, sowie auf BR die Kino- und Unrated Fassung.
Meine Bewertung beruht auf der Unrated.
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TWDuke Tue, 13 Nov 2012 03:38:51 -0000
Kommentar löschenGestern Cosmopolis gesehen, heute Videodrome - ein altes und ein neues Werk von Cronenberg. Er kann es einfach nicht, der Cronenberg. Eine Geschichte erzählen. Mit Bildern schon, ansonsten nicht. Stummfilme, das sollte er mal probieren. Aber ansonsten hat er in 20 Jahren scheinbar so gar nix gelernt. Die Story löchrig wie ein Schweizer Käse, die Dialoge wunderbar naiv-dümmlich. Am Anfang greift er wenig unsubtil Medienkritik auf, ein bisschen Gewalt hier, ein bisschen Sex da, alles ganz nett und hat eigentlich Potential, doch dann dreht sich Cronenberg um und reisst mit dem Hintern alles wieder ein, zugunsten von sinnlosem Mutantenunsinn. Da wird dann die angefangene Medienkritik auf der Strecke gelassen, um zu zeigen, wie toll man aus nem Bauch nen VHS-Slot machen kann. Einige würden hier wahrscheinlich sagen, wie genial das sei, und dass das doch die Aussage erst versinnbildlichen würde, aber ganz ehrlich: da hätte er lieber tiefer in die Materie eindringen können anstatt Screentime mit oberflächlichem und langweiligem Splatterkram zu verschwenden.
Gut fand ich den leichten Cyberpunk-und Dystopie-Einschlag und auch die Grundprämisse, die ja durchaus Potential hatte. Deswegen 4.5 Punkte, weil ich sowas eigentlich mag.
Meinen nächsten Cronenberg werde ich mir sehr genau überlegen müssen. Wenn ich sowas schon über Rabid lese: "Rabid handelt von einer Frau, der eine penisartige Mutation aus der Achsel wächst und mit der sie eine Seuche verbreitet." und bei Cronenberg davon ausgehen kann, dass er sowas wahrscheinlich auch noch ernst meint, wird es der Film sicher nicht.
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Filmsuechtiger Tue, 13 Nov 2012 07:17:46 -0000
Antwort löschenCronenberg "kann es". Aber du siehst es offensichtlich nicht. Hier ist gar nichts naiv, außer deiner Rezeptionshaltung.
TWDuke Tue, 13 Nov 2012 13:13:34 -0000
Antwort löschenGenau! Das wirds sein! Bestimmt! Nein.
jacker Wed, 05 Dec 2012 11:42:30 -0000
Antwort löschen"Rabid handelt von einer Frau, der eine penisartige Mutation aus der Achsel wächst und mit der sie eine Seuche verbreitet."
Eine bessere Beschreibung geht doch gar nicht :D
Ähnlich geil die Beschreibung zu Sono's "Exte": 'In einer Stadt treiben tödliche Haarverlängerungen ihr Unwesen.'
Und wie ernst Cronenberg sein Body-Geschleime meint kann erst beantwortet werden wenn der Begriff 'ernst' definiert ist!
Filmsuechtiger Wed, 05 Dec 2012 12:14:59 -0000
Antwort löschen@Duke: Kleine Hilfe, die deine Kritikpunkte komplett widerlegt: http://www.f-lm.de/2004/03/19/%C2%BBthe-retina-of-the-minds-eye%C2%AB/
TWDuke Thu, 06 Dec 2012 13:45:42 -0000
Antwort löschen" Einige würden hier wahrscheinlich sagen, wie genial das sei, und dass das doch die Aussage erst versinnbildlichen würde, aber ganz ehrlich: da hätte er lieber tiefer in die Materie eindringen können anstatt Screentime mit oberflächlichem und langweiligem Splatterkram zu verschwenden." Wird dadurch sogar nur noch bestärkt. Die Darstellung von Allgemeinplätzen trägt halt nichts zum Diskurs bei.
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Filmsuechtiger Thu, 06 Dec 2012 14:08:02 -0000
Antwort löschenDer Splatter ist nicht oberflächlich, sondern genau das Gegenteil. Er passiert nur in der subjektiven Empfindung des Protagonisten. Alles, was du siehst, musst du in Frage stellen. Wer das nicht tut mag Videodrome über oberflächlich halten, entlarvt damit jedoch nur die eigene Oberflächlichkeit.
TWDuke Sat, 08 Dec 2012 12:56:50 -0000
Antwort löschenad hominem, schon wieder von dir :D Klar passiert der nur in der Empfindung des Protagonisten - das ändert aber nix daran, dass es nunmal Splatter ist, der zwar die Ideen visuell darstellen soll, aber trotzdem nunmal Splatter bleibt.
SamRamJam Thu, 20 Sep 2012 07:23:56 -0000
Kommentar löschenACHTUNG SPOILER
Da hatte ich scheinbar das selbe Problem wie bei 'Shivers'. Am Anfang kommen viele Einzelbilder die ersteinmal im Raum stehen. In meinem Kopf tummeln sich viele Fragezeichen aber ich bin interessiert und bleibe dran. Was sind das für seltsame Videos und warum schaut sich James Woods diese an? Wieso wirkt er so unsicher und Plattitüden-schwingend in der Talkshow, warum gibt ein Professor der scheinbar gegen mediale Gewalt ist seine Interviews nur über einen Fernseher? Und die wichtigste Frage: Ist Videodrome gespielt oder echt?
Doch, genau wie bei Shivers, gerade wo die Puzzleteile beginnen ein Gesamtbild zu ergeben und sich die Fragezeichen langsam eins nach dem anderen auflösen macht Cronenberg plötzlich einen Schwenk und vergnügt sich lieber in philosophischen Gedankengänge zwischen Schein und Sein, was ist Wirklichkeit, was ist Einbildung? Ab da stürzte für mich die Anfangsbasis (wie weit darf ein Sender gehen? Wo endet die Unterhaltung? Wie viel nehmen wir als Real auf, von dem was wir auf dem Bildschirm sehen?) ein, stattdessen gibt es Intrigen, verfeindete Parteien und Einbildung nach Einbildung.
I'm sorry, Dave, mir hat das gar nicht gefallen. Du scheinst ein großer in deinem Metier zu sein, mir bleibt deine Kunst, warum auch immer, leider verschlossen. Aber wenn man sich hier den roten Bewertungsoverkill ansieht, dann habe ich ja vielleicht als Einziger den Witz nicht verstanden? Ich gebe dir noch eine Chance mit Crash (schließlich habe ich ihn schon gekauft, da wäre es doch doof den nicht zu gucken). Aber ich schätze wir werden keine Freunde mehr. Jedem viel Spass mit Cronenberg der da meint etwas zwischen den Zeilen sehen zu können, ich bin hier scheinbar raus.
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crab1973 Thu, 20 Sep 2012 10:09:37 -0000
Antwort löschenSauber geschrieben und begründet. Bin zwar anderer Meinung aber Du scheinst ja deine Probleme mit Davy zu haben.
SamRamJam Thu, 20 Sep 2012 10:37:36 -0000
Antwort löschenMoin, habe gerade deinen Text entdeckt. Der ist ja echt toll und erklärend geschrieben ;)
Hm, ich habe scheinbar immer dann ein Problem mit Cröni, wenn er die Grundidee verlässt und beginnt sie mit seiner Zusatzidee anzureichern (wobei diese Zusatz Idee wahrscheinlich meist die Grundidee war durch welche die eine von der anderen begünstigt wurde, kurios) oder anders ausgedrückt: Die mediale Wirkung (die hier ja als Ausgang diente) fand ich sehr viel interessanter als dann die persönliche Wahrnehung von Woods Charakter, aber ich mag geradlinige Filme wohl einfach mehr.
Aber schön dass du es in deinem Text sehr schön umschreibst. Das konnte ich wirklich mal nachvollziehen (also wo da deiner Meinung nach die Kritik lag) als dieses Rumgewerfe mit den üblichen Schlagwörtern die man zu Videodrome so hört: Body Horror, mediale Kritik, Blah
crab1973 Thu, 20 Sep 2012 12:57:59 -0000
Antwort löschenDas mit der Medienkritik ist mir auch ein bisschen zu simpel und das mit dem Body Horror ist so eine Sache (wer hat da eigentlich mit angefangen?).
Aber ist auch nur meine Deutung.
Ich muss trotzdem zugeben: Mein liebster Cronenberg ist auch sein mainstreaminglastigster "The Fly". Auf jeden Fall ist der Film geradlinig und trotzdem noch interpretierbar.
SamRamJam Thu, 20 Sep 2012 14:12:26 -0000
Antwort löschenVon ''Die Fliege'' höre ich bisher ja nur gutes (gut habe ich von ''Videodrome'' bisher auch). Ich habe den zwar schon mal gesehen aber dass war irgendwann in 90ern, also ewig her. Trotzdem mach ich mal etwas Pause mit dem Cronenberg und schaue mich lieber anderswo um. Es gibt schließlich noch genug zu entdecken in der großen Horrorfilmwelt... oder ich schaue meine Lieblingsfilme einfach noch mal alle durch :D
VisitorQ Thu, 20 Sep 2012 18:50:16 -0000
Antwort löschen*schnüff* aber man kann nicht alles mögen. und das ist auch gut so.
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SamRamJam Thu, 20 Sep 2012 20:06:19 -0000
Antwort löschen@visi: ich merke schon, ich vergraul mir hier langsam alle meine Freunde :D Aber was soll ich sagen?
crab1973 Fri, 21 Sep 2012 08:47:14 -0000
Antwort löschen@sam: Ach... Solange Du keine Drohbriefe erhälst. Ich kann durchaus mit anderen Meinungen leben. So und jetzt änderst Du mal bitte Deine Bewertung auf acht und schreibst Deinen Kommentar um. Sonst ist aber was los. ;D
Vellocetta Wed, 15 Aug 2012 20:13:16 -0000
Kommentar löschenEin schwieriger Film. Ich erinnere mich, als ich jünger war, las ich einmal eine dieser kostenlosen Kinozeitschriften. In dieser wurde über Videodrome berichtet, da er im Rahmen irgendeiner Reihe neu aufgeführt wurde.
Ich war fasziniert von diesem winzigen Bericht und dem Inhalt.
Allerdings war ich in einem Alter, in dem es kein rankommen an solche Filme gab.
Nun hab ich mich allerdings daran erinnert und mir Videodrome endlich zur gemüte geführt. Ich muss sagen, ich bin verstört und sehr angetan. Die Halluzinationen von Max 'gruselten' mich mehr als jeder moderne Horrorfilm und die Idee des Tumors, der als eine Art eigenständiges Organ durch die Videodrome-Signale entsteht ist erschreckend und faszinierend.
Ein guter Film, allerdings teilweise recht schwer verdaulich.
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AlexDeLarge Sun, 12 Aug 2012 11:03:22 -0000
Kommentar löschen"Death to Videodrome, long live the New Flesh!"
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Hooded Justice Thu, 02 Aug 2012 17:18:48 -0000
Kommentar löschen'Videodrome' hangelt sich irgendwo zwischen medienkritischer Genialität und vollkommener Kotze. An dieser Stelle lasse ich Nina Hagen für sich sprechen:
Allein!
Die Welt hat mich vergessen.
Ich hänge rum!
Hab's bei allen verschissen.
Ich sitz' zu Hause,
Keine Lust zu gar nichts!
Ich fühl' mich alt,
Im Sumpf wie meine Omi.
Ich schalt' die Glotze an,
Die Daltons Waltons, everyone.
Ich glotz' von Ost nach West!
Ich kann mich doch gar nicht entscheiden,
Ist alles so schön bunt hier!
Ich glotz' TV!
Ich glotz' TV!
Ich bin so tot!
War das nun schon mein Leben?
Meine schöne Phantasie!
Meine Schaltstellen sind hinüber!
Ich schalt' die Glotze an,
Happiness, Flutsch-Flutsch! Fun fun!
Ich glotz' von Ost nach West!
Ich kann mich gar nicht entscheiden,
Ist alles so schön bunt hier!
Ich glotz' TV!
Ich glotz' TV!
Ich krieg 'ne Meise weil
Na, ich fass' kein Buch mehr an!
Literatur? Da wird mir übel!
Und die Arztromane hab' ich mit zwölf hinter mich gebracht.
Mann, bin ich belesen, ey!
Und die Erfrischungswaffeln sind ausgelaufen.
Und diese Scheißschokolade macht einen fetter und fetter
Und fetter und fetter und ach!
Ich schalt' die Glotze an,
Happiness, Flutsch-Flutsch! Fun fun!
Ich glotz' von Ost nach West!
Ich kann mich doch gar nicht entscheiden,
Ist alles so schön bunt hier!
Ich glotz' TV!
Ich glotz' TV!
Ich glotz' TV!
Ich glotz' TV!
Ich glotz' TV, TV, TV, TV, TV, TV, TV!
TV, TV, TV, TV, TV, TV!
TV IST 'NE DROGE!
TV MACHT SÜCHTIG!
TV TV TV TV TV!
– 'TV-Glotzer' von Nina Hagen Band.
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SoulReaver Thu, 02 Aug 2012 17:24:06 -0000
Antwort löschenWas soll ich nur mit dir machen? Sags mir.
Hooded Justice Thu, 02 Aug 2012 17:40:26 -0000
Antwort löschenEs ist hoffnungslos.
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SoulReaver Thu, 02 Aug 2012 17:42:42 -0000
Antwort löschenBleibst trotzdem scharf.
Hooded Justice Thu, 02 Aug 2012 17:45:09 -0000
Antwort löschenDas ist lieb.