David Cronenberg

Beteiligt an 46 Filmen (als Regisseur, Drehbuch, Produzent, Akteur, Autor und Kamera) und 1 Serien

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David Cronenberg
Geburtstag: 15. März 1943
Geschlecht: männlich
Anzahl Fans: 293

David Cronenberg ist ein kanadischer Regisseur der Independent-Szene. Außerdem arbeitet er auch als Produzent, Autor und Darsteller. Bekannt wurde David Cronenberg mit einer Reihe von Kombinationen aus Psycho-Thriller und Horrorfilm, die sich vor allem mit Mutationen des Körpers befassen (z.B. Die Fliege, eXistenZ oder Crash).

Leben und Anfänge

David Cronenberg wurde am 15. März 1943 als Sohn einer Musikerin und eines Schriftstellers und Verlegers in Toronto (Kanada) geboren. Später ging er auf das North Toronto Collegiate Institute, studierte Naturwissenschaften und machte 1967 an der University of Toronto seinen Abschluss in Anglistik.

Seine ersten Kurzfilme enstanden noch während des Studiums in den 1960er Jahren mit Transfer (1966) und From The Drain (1967). Außerdem schrieb David Cronenberg schon früh skurrile Fantasy- und Science-Fiction-Geschichten, die keinen Verleger fanden. In den 1970er Jahren produzierte er zahlreiche Zwischenakte für das kanadische Fernsehen.
David Cronenbergs erste 35-mm-Filme Stereo (1969), Crimes Of The Future (1970) und Jim Ritchie Sculptor (1971) weisen bereits auf spätere Themen seines Werks hin.

Erfolge
Den ersten kommerziellen Film von David Cronenberg stellt Parasiten-Mörder von 1974 dar. 1976 folgte Rabid – Bete, dass es nicht Dir passiert. Bei beiden Filmen handelt es sich um Horrorfilme, wobei der erste eher den Schwerpunkt auf Parasiten, der zweite eher auf Zombies und Vampire legt. David Cronenberg stieg schnell in die Riege der kanadischen Newcomer auf. Die bisher erfolgreichsten Filme David Cronenbergs entstanden in den 1980er Jahren: Mit Scanners – Ihre Gedanken können töten (1981) hatte David Cronenberg seinen endgültigen Durchbruch. Der folgende Film Videodrome (1983) wurde von Andy Warhol als das Uhrwerk Orange der 80er Jahre gepriesen. Bei Dead Zone (1983) handelt es sich um eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Stephen King. Die Fliege (1986) ist ebenfalls ein Horrorfilm und eine Neuverfilmung des Klassikers von Kurt Neumann (1958). Auch hier ist die menschliche Angst vor körperlichen Mutationen beschrieben, da in dem Film ein Zwitterwesen zwischen Fliege und Mensch entsteht.

David Cronenbergs Naked Lunch (1991) beruht auf dem gleichnamigen Kultroman von William S. Burroughs, ist aber nicht eine einfache Verfilmung des Stoffes, sondern eine Schilderung der Entstehung des Romans. Seine neueren Filme zeigen eine Tendenz zur Gesellschaftskritik, das Genre Horrorfilm wird von David Cronenberg kaum noch behandelt. Neue Themen sind Fetische (Crash, 1996), Geisteskrankheit (Spider, 2002) und Gewalt in der heutigen Gesellschaft (A History of Violence, 2005). Zwei Jahre später drehte David Cronenberg erneut mit Viggo Mortensen und auch diesmal stand Gewalt im Zentrum der Handlung von Tödliche Versprechen – Eastern Promises.

2011 präsentierte David Cronenberg mit Eine dunkle Begierde ein Drama, das die Anfänge der Psychoanalyse in ihren historischen und biographischen Kontext einbettet und damit gleichzeitig eine spannende Dreiecksgeschichte zwischen Sigmund Freud (Viggo Mortensen), Carl G. Jung (Michael Fassbender) und Sabina Spielrein (Keira Knightley) erzählt.

2007 wurde David Cronenberg im Rahmen des Filmfests Hamburg bei der Aufführung seines Werkes Tödliche Versprechen – Eastern Promises mit dem Douglas Sirk-Preis ausgezeichnet.


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11 Kommentare

über David Cronenberg

Hornblower

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Was für ein entspannter und sympathischer Kerl!

http://www.3sat.de/mediathek/index.php?display=1&mode=play&obj=35323

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franticfury

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Moviepilot ist im Cronenbergfieber (ein Traum wird wahr) und der 70. Geburtstag des Kanadiers schreit nun endlich auch nach einem längst überfälligen Kommentar meinerseits zum "Baron of Blood".
Es ist wohl völlig überflüssig zu erwähnen, dass ich David Cronenbergs Filme liebe. Auf den ersten Blick mag der Kanadier mit seinem explodierenden Köpfen und hübsch-hässlichen Fleischwunden irgendwie nicht so Recht hineinpassen in die erlesene Liste meiner Lieblingsregisseure um Kurosawa, Bergman, Tarkovsky oder Tarr. Doch neben all dem visuellen Overkill in Cronenbergs Filmen, beweist der Kanadier, der sich auch eine Karriere in der Wissenschaft hätte vorstellen können, immer wieder aufs Neue eine feine und sehr scharfsinnige Beobachtungsgabe. Ob er sich nun in "Videodrome" mit der voyeuristischen Faszination von Gewalt innerhalb unserer Gesellschaft auseinandersetzt, oder in seinem vielleicht radikalsten Film "Crash" aber mal ganz tief in sexuelle Abgründe blickt, wenn man dem Kanadier eins nicht vorwerfen kann, dann, dass er nur auf Provokation gebürstet sei. Doch, dass David Cronenbergr Meister aller Klassen des Filmemachens ist, das zeigt er vor allem in seinen weniger drastischen, vorwiegend psychologischen Werken. Der kafkaeske "Spider", sein atmosphärisch bis heute unübertroffenes Meisterwerk "Dead Ringers" oder der dystopisch anmutende "The Dead Zone", alles Filme, die mit einem Minimum an Gore-Effekten auskommen, die aber nichtsdestotrotz unverkennbar seine Handschrift tragen. Cronenberg spielt wie kein zweiter Regisseur mit menschlichen Urängsten, die ganz tief in uns verankert sind, Mutation, Infektion und Geisteskrankheit bilden den Mittelpunkt vieler seiner Filme. Und auch wenn Cronenberg vielleicht nicht der allergrößte Ästhet sein mag, so ist er in seiner Inszenierung so herrlich kompromisslos, dass er seine Wirkung aber auch wirklich nie verfehlt. Denn irgendwie hat der kanadische Regisseur, der selbst bekennender Anhänger der Psychoanalyse ist, tatsächlich einen Nerv in unserer Gesellschaft getroffen. Das zeigt allein die stetig wachsende Fangemeinde um Cronenberg, die jeden seiner Filme brennend erwartet und ihm mittlerweile sogar den Status eines Kultregisseurs eingebracht haben. Einen Status, den er wohl selbst überhaupt nicht wahrhaben möchte. Schließlich ist der Kanadier bescheiden, würde nie nach Hollywood gehen, wie er selbst betont. Nicht aus Abneigung gegenüber Hollywood, sondern, weil er weiterhin die Filme machen will, die er machen möchte. Das zeigt, wie wichtig ihm seine Kunst ist, der Wunsch sich mit jedem Film neu zu entdecken und Licht auf Bereiche innerhalb der menschlichen Psyche, innerhalb der Gesellschaft zu werfen, die noch nicht ausreichend beleuchtet wurden. Und auch wenn Cronenberg in seiner Inszenierung mittlerweile ein wenig handzahmer geworden sein mag, seinen kritischen Blick, hat er sich immer noch bewahrt, weshalb ich ihn für einen der wichtigsten Regisseure halte, die das Kino momentan zu bieten hat. In diesem Sinne, alles Gute zum 70., möge er uns weitere Meisterwerke vom Schlage eines "Dead Ringers", "Videodrome" oder "The Fly" schenken, doch vor allem, möge er weiterhin die Projekte realisieren können, die ihm am Herzen liegen. Möge er sich auch in Zukunft seine Eigenständigkeit bewahren. Doch in dieser Hinsicht habe ich bei David Cronenberg nun mal überhaupt keine Bedenken!

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nerdkiller

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Oder Mauel de Oliviera, der ist schon über 100. ;)


franticfury

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Okay, der ist in dieser Hinsicht natürlich das Nonplusultra, da kann man nur sagen Hut ab :)


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