Gangs of New York
Gangs of New York (2002), US Laufzeit 166 Minuten, FSK 16, Drama, Historienfilm, Thriller, Kinostart 12.06.2008
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94 Kommentare
Keine
von Martin Scorsese, mit Leonardo DiCaprio und Daniel Day-Lewis
Leonardo DiCaprio will in Gangs of New York den Tod seines Vaters rächen und die üblen Machenschaften von Daniel Day-Lewis für immer beenden.
Es ist das Jahr 1862: In den Five Points, einem Stadtteil von New York, herrscht ein erbitterter Krieg zwischen den einheimischen ‘Natives’ und den irisch-stämmingen ‘Dead Rabbits’. Nach 16 Jahren in der Erziehungsanstalt kehrt Amsterdam Vallon (Leonardo DiCaprio) nun an den Ort zurück, wo 1846 sein Vater und Anführer der ‘Dead Rabbits’, Priester Vallon (Liam Neeson), während eines Bandenkrieges durch die Hand von Bill ‘The Butcher’ Cutting (Daniel Day-Lewis) starb. Bill ist Oberhaupt der ‘Natives’ und schürt abgrundtiefen Hass gegen Schwarze und Einwanderer aus Europa. Er regiert das Viertel wie ein König und ehemalige Weggefährten von Amsterdams Vater haben sich seiner Macht gebeugt. Um seinem Ziel ‘Vergeltung’ näher zu kommen, unterwandert Amsterdam die ‘Natives’ mithilfe seines alten Freundes Johnny Sirocco (Henry Thomas). Nach und nach kann er sich in der Hierachie hocharbeiten und das Herz des Butchers für sich gewinnen. Doch sein Plan wird noch schwieriger, als er Jenny Everdeane (Cameron Diaz) begegnet. Denn auch Jenny hat eine Vergangenheit mit dem Butcher, wodurch seine Pläne noch komplizierter werden.
Hintergrund & Infos zu Gangs of New York
Historische Filme kosten immer viel, da Requisiten, Drehorte oder Schauspieler zum dargestellten Jahrzehnt passen müssen. So war es auch bei Gangs of New York. Gedreht wurde in den Silvercup Studios (New York City, USA) und Cinecittà Studios (Rom, Italien). Das geschätzte Budget belief sich auf ca. 100 Millionen US-Dollar, jedoch gab es immer mal wieder Meldungen das Scorseses Epos unter chronischem Geldmangel leiden würde. Diese Meldungen wurden aber natürlich nie offiziell bestätigt oder dementiert. Was bleibt sind die 100 Millionen US-Dollar auf dem Papier und das weltweit erzielte Einspielergebnis von 191 Millionen US-Dollar. Zusätzlich gab es auch hitzige Diskussionen über die Gewaltdarstellung im Film und über den Starttermin, der mehrfach verschoben wurde. Trotz der zahlreichen Kritiken gegen die künstlerische Freiheit von Scorsese und den Vorgehen des Produzenten Harvey Weinstein, wurde der Film ein großer Erfolg. Selbst Regisseur Martin Scorsese lässt sich als wohlhabender Hausbesitzer einen Cameo-Auftritt nicht nehmen. (DL)
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Cast & Crew
- Genre
- Drama, Historienfilm, Thriller
- Zeit
- 1840er Jahre
- Ort
- Brooklyn, Großstadt, Irland, Manhattan, New York City
- Handlung
- Armee, Aufruhr, Bandenkrieg, Bordell, Diebesbande, Diversität, Dreck, Einwanderer, Flagge, Gang, Gangster, Ghettoaufstand, Hausmädchen, Immigrationsverfahren, Irish-Amerikaner, Kampf auf Leben und Tod, Kopftuch, Nation, Nationalität, Nebel, Oscargewinner, Patriarchat, Rache, Stadtporträt, Starke Frau, Straße, Straßenbande, Straßenkampf, Straßenkrieg, Taschendieb, US-Amerikaner, Verfolgungsjagd, Verlieben
- Stimmung
- Hart, Spannend


Departed - Unter Feinden
Shutter Island
GoodFellas - Drei Jahrzehnte in der Mafia
Casino
Django Unchained




















Kritiken (8) — Film: Gangs of New York
_Garfield: Blogbusters
Kommentar löschen[...] Bereit zur alles entscheidenden Schlacht, die Messer, das Schlachter-Beil und die Knüppel gezückt; sich entschlossen - mitsamt der treu ergebenen Gang-Mitglieder im Rücken - gegenüberstehend, werden sie vom plötzlichen Eingreifen der Marine unterbrochen. Und während die Kanonenschläge zwischen den Gangs tiefe Krater reißen, scheint es, als zoome Scorsese aus dem bislang bestimmenden Geschehen heraus und präsentiere uns den lange vorbereiteten Twist: Seine Protagonisten und ihre Geschichten sind nur eine Momentaufnahme ohne scheinbare Relevanz für das weitere zeithistorische Geschehen. Unsere Helden werden ebenso schnell vergessen sein, wie sie sich einen Namen in den Straßen einer zutiefst gespaltenen Stadt gemacht haben. Die Zeit wird ihren Weg gehen, New York – inzwischen ein autonomer Organismus, dessen politisches und soziales Geschehen nicht weiterhin autoritär zu lenken ist – wird seinen Weg gehen. Es geht nicht um die vordergründige Geschichte um Rache, es geht – und hier wird Scorsese seinen Ansprüchen vollkommen gerecht - um die Historie, die Unruhen, die Kriege, das Blut und all die Opfer aus der diese Stadt und ihr politisches System gewachsen sind. „Gangs of New York“ - vielleicht sogar Scorsese's wichtigstes Projekt, das auch unter Betrachtung seiner ungemein problematischen Entstehungsgeschichte einmal mehr beweist, was für ein unerschrockener Filmemacher Scorsese bis heute geblieben ist. Ebenso epochal, wie blutig. Ein Meisterwerk.
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SoulReaver: CinemaForever
Kommentar löschen[...] Hier geht es um Liebe, Hass, Freundschaft, Korruption, Gewalt, politische Veränderungen, Bürgerkrieg und den schwerwiegenden Verrat. Scorsese inszeniert einen dreckigen, brutalen, brachialen und kompromisslosen Kampf, der die raue Rohheit dieser Zeit ohne Scheu darstellt und das Blut haltlos vergießt. "Gangs of New York" wird zum pochenden und brodelnden Überlebenskampf, der in seiner ganzen Bildgewalt den Zuschauer erdrückt und dabei einfach nur ein Erlebnis ist, wenn auch kein weiteres Meisterwerk im Schaffen von Scorsese. [...]
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TFX Tue, 31 Jul 2012 15:18:35 -0000
Antwort löschenHachja, wir haben den Film damals im Geschichts-Leistungskurs gesehen. War echt traurig, dass die Leute weder Scorsese kannten, noch den Film mochten.
SoulReaver Tue, 31 Jul 2012 15:26:07 -0000
Antwort löschenGanz furchtbar Filme in der Schule gucken zu müssen, wenn man sich für Filme interessiert und über Schauspieler oder Regisseure erzählt, aber keine Sau irgendetwas mit den Namen anfangen kann.
Dietmar Kesten: Filmmag.de
Kommentar löschen[...] „Gangs of New York“ bleibt an der Oberfläche. Der Film erklärt nichts, will vielleicht auch nichts erklären, womöglich nur andeuten. Selbst dabei macht er aus dem Publikum einen Narren. [...]
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Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten
Kommentar löschenEin irrwitziges Millionen-Budget hat der Regisseur gebraucht, um sein lange geplantes Traumprojekt zu verwirklichen. Das Ergebnis ist ein scharfkantiger, unbarmherziger Film, ein Gewaltepos, das den Zuschauer beeindruckt und abstößt zugleich.
Dennoch bleibt am Ende mehr als historische Erkenntnisse. Das Bild des maliziös grinsenden Butchers zum Beispiel, wie er mit dem Messer an sein Glasauge tippt. Eine eindringliche Erinnerung daran, dass der Mensch eine Angst nicht auf die leichte Schulter nehmen darf: die vor sich selbst und seiner unzähmbaren Natur.
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Kubrick_obscura: CinemaForever
Kommentar löschenWeltklasse-Schauspieler in einem etwas unausgegorenen Film.
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HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschen"Gangs of New York" ist, trotz aller politischen Implikationen, vor allem ein grandioses Prunkstück Kino, von dessen Art wir nicht viele gesehen haben und nicht mehr viele sehen werden. [...] Scorsese schafft es trotz Faustkämpfen und Brandmarkungstortur nicht, aus dem Milchbubi [DiCapri] einen Mann zu machen, und somit gibt es kein Gegengewicht zu Daniel Day-Lewis' Schlächtereien, keinen Rivalen von Statur, keine moralische Position, letztlich – trotz Cameron Diaz – nicht einmal eine alles entflammende Liebe. Und so verlässt man "Gangs of New York" zutiefst beeindruckt, aber nicht tief berührt.
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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenScorsese mutet den Zuschauern den Blick auf sich selbst zu, ins Innere der eigenen, aber auch der sozialen Existenz: Ein urbaner Gegenentwurf zum amerikanischen Gründungsmythos des Western - "America was born in the streets." Verherrlicht wird dabei nichts, auch nicht die Gewalt. Scorsese will seine Zuschauer nur dazu zwingen, sich nichts vorzumachen, genau hinzuschauen: In GANGS OF NEW YORK sind das die letzten Worte eines Vater an seinen Sohn: "Never look away!"
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Rochus Wolff: freier Journalist
Kommentar löschenBeim ersten Versuch mußte ich den Film nach ein paar Minuten ausschalten: zuviel pathetische Prügelei schon gleich am Anfang. Beim zweiten Mal haben wir durchgehalten, aber es wurde auch nicht wirklich besser. Vielleicht verstehe ich nur einfach von Hollywood inszenierte Gründungsmythen nicht. Oder Leonardo diCaprio geht mir auf den Keks. Oder sowas. Oscars gab es dafür? Auweia. Ein verdorbener Abend.
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Kommentare (85) — Film: Gangs of New York
andaction94 Wed, 08 May 2013 11:44:08 -0000
Kommentar löschenAcht Monate lang drehte Regisseur Martin Scorsese für 100 Millionen US - Dollar sein auf einer 1928 erschienenen, kriminalhistorischen Buchvorlage beruhendes Historienepos.
Nach vielen Starterminverschiebungen und Budgetüberschreitungen kam "Gangs of New York" schließlich am 9. Dezember 2002 in den USA in die Kinos. Er spielte über 200 Millionen US - Dollar ein und wurde damit zu einem Kassenschlager.
Der Film beginnt im New York des Jahres 1846. Die zwei großen, rivalisierenden Gangs Natives und Dead Rabbits wollen ihre Konflikte miteinander in einer letzten Straßenschlacht klären. Bill Cutting (unerreichbare Glanzleistung: Daniel Day – Lewis) alias “Der Butcher”, führt die Gang der Natives in den Kampf, die davon überzeugt sind, dass sie rechtmäßig in Amerika “geboren und aufgewachsen” sind und, dass die Iren ihr Land beschmutzen.
Die Iren dagegen wollen sich nicht länger tyrannisieren lassen, weshalb Priest Vallon (Liam Neeson) seine hauptsächlich aus Iren bestehende Gang Dead Rabbits zur Straßenschlacht gegen die Natives zusammentrommelt. Bei diesem Kampf tötet der Butcher Priest Vallon. Die Iren müssen sich weiterhin unterdrücken lassen.
16 Jahre später kehrt der nun erwachsene, in einem Waisenhaus aufgewachsene Sohn von Priest Vallon, Amsterdam (ebenfalls eine großartige Leistung: Leonardo DiCaprio), nach New York zurück. Er trifft alte Freunde, wie zum Beispiel Johnny (Henry Thomas), die mittlerweile alle für den Butcher und seine Gang arbeiten.
Gezwungener Maßen gerät Amsterdam durch seinen naiven, neu - alten Freund in eine kleine Gang, die für Bill Cutting die Drecksarbeit erledigt. Nach einiger Zeit schließt der Butcher Amsterdam in sein Herz, weiß jedoch nicht von dessen Abstammung. Amsterdams Dilemma ist groß. Zudem lernt er noch die hübsche Jenny kennen (in ihrer besten Rolle: Cameron Diaz), die sich zu ihm hingezogen zu fühlen scheint. Dadurch wird Amsterdams Freund Johnny aber abgrundtief eifersüchtig. Die Katastrophe nimmt ihren Lauf und Amsterdam tritt das Erbe seines Vaters an.
“Amerika wurde in den Straßen geboren.” Mit diesem Slogan wirbt der Film. Scorsese sieht in Elend, Brutalität und Bandenkämpfen den Ursprung des American Dream.
Jene Brutalität im Film wurde heftig kritisiert. Doch im Vergleich zu den wahren Verhältnissen der damaligen, längst vergessen Zeit ist die in Scorseses Epos dargestellte Gewalt noch harmlos.
Meiner Meinung nach, ist die Gewaltdarstellung in Gangs of New York auch nur am Anfang ein wenig übertrieben, wenn sich die beiden rivalisierenden großen Banden New Yorks bekämpfen. Was diese Anfangssequenz aber an Brutalität zu viel aufweist, macht sie mit ihrer grandiosen Inszenierung wieder wett. Hier fällt vor allem die Musik auf, sowie das großartige Szenenbild. Beide Aspekte ziehen sich wie ein roter Faden durch den Film und begeistern so durchgängig.
Scorseses in gewaltigen Bildern und von einem lebhaften Erzähler beleuchtetes Epos überzeugt von Anfang an nicht nur mit einer sehr guter Kameraführung, sondern vor allem auch mit den perfekt besetzten Rollen. Nicht einer der Charaktere hätte von einem anderen Schauspieler derart authentisch dargestellt werden können. Allen voran überzeugt Daniel Day - Lewis als skrupelloser und gefürchteter Fleischermeister Bill the Butcher. Auch Leonardo DiCaprio spielt seinen Part als rebellischer Sohn eines Bandenanführers, der das Erbe dessen wieder auferstehen lassen will, gut. Jedoch kommt er an Day – Lewis Leistung nicht heran. Das ist aber auch wirklich unmöglich, da es sich hier um die am besten gespielte Rolle der Kinogeschichte handelt, die sogar Marlon Brandos legendäre Darbietung als Don Vito Corleone in "Der Pate" übertrifft. Spätestens durch diese Rolle müsste Day - Lewis sich den Ruf als wohl weltbester Schauspieler verdient haben. Warum er hier nicht den Oscar gewann, bleibt fraglich.
Wie bereits zu Beginn erwähnt, ist die Musikunterlegung von Howard Shore großartig und trägt nicht zuletzt dazu bei, dass der Zuschauer das Gefühl bekommt, in die düstere, gewaltätige und brutale Welt von "Gans of New York" hineingeführt zu werden. Mit Trompeten und Trommeln trifft die Musik auch die Musik der damaligen Zeit ziemlich gut und verleiht dem Streifen damit eine gewisse Glaubwürdigkeit. Besonders einprägsam ist hierbei der Soundtrack "Brooklyn Heights".
Es kommt auch nicht selten vor, dass Straßensänger für die musikalische Unterlegung sorgen. Auch hierdurch gewinnt der Film an Glaubwürdigkeit und vor allem auch an Ästhetik. Die Atmosphäre, die u.a. durch solche Faktoren entsteht, sucht Ihresgleichen.
Allgemein passt in diesem Film einfach alles zusammen, sodass es nahezu unmöglich erscheint, sämtliche Punkte in einer Kritik zu nennen. Da sind dann natürlich auch noch die großartigen Kostüme, die tollen Kulissen, die in Italien gebaut wurden, der wirklich gute Titelsong "The hands that build America" von U2, dessen Titel auch inhaltlich sehr gut zum Film passt, das herausragende Drehbuch, die gute Leistung der Regie, das grandiose Finale, und, und, und ...
Bei der Oscarverleihung 2003 konnte Scorseses Meisterwerk, welches mit zehn Nominierungen als der haushohe Favorit ins Rennen ging, keine einzige Trophäe für sich beanspruchen, was mir bis heute unerklärlich bleibt.
Meiner Meinung nach handelt es sich bei dem Historienepos um einen der am meisten unterschätzten Filme. Die Geschichte von dem Sohn eines ermordeten Bandenführers, der seinen Vater rächen will, jedoch von dessen Mörder ins Herz geschlossen wird, begeistert durch seine Originalität von Anfang an. Bei Gangs of New York wird außerdem erneut deutlich: Ein Film ohne einprägsame und vor allem atmosphärisch passende Musik wird nur selten zum Meisterwerk.
Letztlich muss ich also sagen, dass dieser Film mit mein absoluter Lieblingsfilm ist. Ich könnte ihn mir zehnmal nacheinander ansehen und es würde mir nicht langweilig werden.
bedenklich? 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 10 Antworten
onauratoutvu Wed, 08 May 2013 12:21:42 -0000
Antwort löschenIch bin ja ein ganz großer Scorsese- und Day-Lewis-Fan!
Ohne Zweifel ein Meisterwerk, wenn man vieles zusammen betrachtet: die tolle Kameraeinstellungen und -führungen von Ballhaus, das Szenenbild von Ferretti, der Schnitt von Thelma..., ABER: Leo ist zwar ganz in Ordnung, aber Diaz passt nicht in die Rolle des "Ghetto-Mädchens", is einfach nicht drin! Aber Leo und Diaz waren noch besser als die ganzen nervigen kleinen Nebendarsteller (aus Leo's und Day-Lewis's Gang!). Der einzige Nebendarsteller der mich noch überzeugt hat (wenn man Day-Lewis als HD betrachtet) war dieser Ire (ich komme nicht mehr auf den Namen) der Leo gleich zu Beginn erkannt hatte!
Bei den kleinen Nebenrollen hatte Scorsese hier kein gutes Händchen, wie z. B. bei "Goodfellas", wo selbst der Hund von Paulie brilliant war!!!), aber das ist meine Meinung!
Vielleicht waren alle zu sehr im Schatten von Day-Lewis!
Und was die Oscars angeht, ist "Gangs of New York" nicht das einzige Meisterwerk das nicht ausgezeichnet wurde! Ich denke nur an "Es war einmal in Amerika", "Spiel mir das Lied vom Tod", "Der Leopard" usw.,
auch "Goodfellas" hatte mehr als nur einen verdient gehabt!
Aber das hat was mit Hollywood-Politik zu tun (wenn ein Film wie "Argo" schwache Einnahmen hatte, zum damaligen Zeitpunkt, bekommt er halt einen Oscar), mit Film eher weniger!
Rechne mal zusammen, wieviele Oscars Italo-amerikanische Regisseure bis jetzt erhalten haben? Das Scorsese bis jetzt nur einen Oscar erhalten hat (und dann auch noch ausgerechnet für einen der schächeren Filme von ihm) finde ich unverschämt!!!
andaction94 Wed, 08 May 2013 12:47:29 -0000
Antwort löschenDu meinst den Iren mit der Glatze oder ? Ja den fand ich auch sehr überzeugend. Aber die anderen Nebendarsteller, z.B. aus Leos Gang sollten ja auch junge Heißsporne sein und ich denke, diese Darstellung ist ihnen gelungen. Durch ihre Entscheidungen, die manchmal Hals über Kopf getroffen werden, können sie natürlich ein wenig nerven. Ansichtssache. Ich fand sie gut gespielt und nicht nervig. Und du kannst mir nicht sagen, dass Jim Broadbent in der Rolle des William Tweed mit dieser wunderbaren, heuchlerischen Korruptheit nicht brilliert.
Genauso fand ich Cameron Diaz in der Rolle sehr gut. Sie ist auch kein einfaches "Ghetto - Mädchen", da sie in einer feinen Umgebung als Hausmädchen arbeitet und dort richtig abkassiert. Sie lebt zwar im Ghetto, aber ist klug, geschickt und distanziert sich zu Beginn deutlich von Amsterdam und Co. Ich finde ihre Darstellung sehr gut.
Natürlich ist das alles wieder Ansichtssache.
Stimme dir aber zu, dass die Oscars kaum noch an künstlerisch hochwertige Leistungen gehen, sondern, dass es sich mehr um Hollywood - Politik handelt.
"Gangs of New York" hätte meiner Meinung nach aber alle Oscars, für die er nominiert war, verdient. Und "Goodfellas" mochte ich nie, weil es mir zu viel Schauspielerei ohne große Action ist. Ich bin bei weitem kein Freund von übermäßiger Action, aber es muss ein gutes Mittelmaß zwischen Schauspielerei und Action sein, damit der Film mir gefällt. Und deshalb hat mich "Goodfellas" gelangweilt, sorry. Außerdem finde ich, hätte Scorsese schon für "Taxi Driver" den Oscar gewinnen sollen.
kobbi88 Wed, 08 May 2013 13:02:06 -0000
Antwort löschen@ action: sehr schön und totale Zustimmung, nur dass mir das Drehbuch in dieser Umsetzung nicht ganz stimmig zu sein schien, da fehlt einfach ein bisschen was (die Geschichte ist einfach nicht in allen Bereichen komplett fertig erzählt)
@ onauratoutvu: Wenn du mit "Leo ist zwar ganz in Ordnung" meinst, er kommt fast an seine Darstellung in Aviator ran, dann stimme ich dir zu. Diaz wollte nur optisch nicht so richtig reinpassen.
Und die Nebenrollen waren doch der absolute Oberhammer. Reilly, Gleeson, Broadbent... um nur mal drei Megakaliber zu nennen ;)
onauratoutvu Wed, 08 May 2013 13:20:09 -0000
Antwort löschenJa, Jim Broadbent hatte ich vergessen, der war natürlich toll!
Mit den meisten Argumenten stimme ich dir schon bei (außer bei "Goodfellas", aber wie du schon sagst das ist Ansichtssache)!
In vielen Filmen spielen natürlich einige Nebendarsteller mit denen man nicht unbedingt sympathisieren muss (manchmal ist es vielleicht auch nur die Rolle), muss deswegen auch nicht das Gesamtbild des Filmes zerstören!
Manchmal ist es auch Gewöhnungssache, wie z. B. der Kirchenfanatiker bei "There will be Blood" (brillianter Film), der aber dennoch, nachher betrachtet, ein perfekter Gegenpart zu Day-Lewis war (aber nur in diesem Film!).
kobbi88 Wed, 08 May 2013 13:24:48 -0000
Antwort löschen@ ona...: Ooohja, Paul Dano war das... den hab ich anfangs auch nicht ausstehen können... aber dann beim zweiten mal kucken war er richtig klasse.. und beim dritten, beim vierten .... ;) Und der FIlm hat sowieso n Herzchen ;)
andaction94 Wed, 08 May 2013 13:28:22 -0000
Antwort löschenJa, da hast du recht onauratoutvu ! Kann mal vorkommen, dass es Rollen oder Schauspieler gibt, die man nicht mag.
"There will be blood" muss ich, v.a. als Day- Lewis - Fan unbedingt noch sehen!!! Also bitte keine Spoiler :D
onauratoutvu Wed, 08 May 2013 13:32:20 -0000
Antwort löschenkobbi88, nicht ganz, weil in "Aviator" Leo seine bisher beste Leistung ablieferte!
Und bei "Gangs of New York" stand er vielleicht zu sehr im Schatten von Day-Lewis!
Aber das ist Ansichtssache! Ich mag Leo, aber bin kein HC-Fan von ihm, deswegen betrachte ich jeden Film einzeln, mit kritischem Blick!
Auf jeden Fall spielte Leo in "Aviator" mit viel mehr Intensität als in "Gangs of New York"!
kobbi88 Wed, 08 May 2013 13:35:19 -0000
Antwort löschen@ on: sag ich ja, fast ;)
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onauratoutvu Wed, 08 May 2013 13:37:14 -0000
Antwort löschenAch ja, mit dem Iren meine ich nicht den mit der Glatze (der war nervig), ich meine den mit dem Zylinder-Hut, der für die Iren das Sprachrohr bei der Wahl übernommen hatte!
andaction94 Wed, 08 May 2013 13:38:19 -0000
Antwort löschen"Aviator" war meiner Meinung nach irgendwann zu viel des Guten. Irgendwann ging mir dieser exzentrische, pingelige Howard Hughes auf die Nerven. Spätestens, wenn er seine Ängste aufgrund des Unfalls bekam. Zu Beginn war ich allerdings überaus begeistert. Aber natürlich reicht die schauspielerische Darbietung in "Gangs of New York" nicht an die in "Aviator" ran. Wie Kobbi sagt halt nur fast. Trotzdem sind beide sehr gut.
kobbi88 Sat, 20 Apr 2013 06:18:27 -0000
Kommentar löschen"Unser Glaube ist die Waffe, die unsere Feinde am meisten fürchten, denn es gibt unserem Volk die Kraft, sich gegen diejenigen zu erheben, die uns vernichten wollen."
Schon die Eröffnung, dieser Kampf zwischen den „Natives“ und den „Dead Rabbits“, er hat eine tolle Mixtur aus Brutalität und viel Blut. Aus Gewalt und Abschlachten. Tolle Kameraeinstellungen, Großaufnahmen der Fratzen und dazu die moderne Musik machen daraus eine (wie zumindest ich finde) künstlerisch große Sequenz.
Danach ist man sofort mitten in dieser Welt drin. In den Five Points, einem heruntergekommenen Viertel in New York um das Jahr 1850.
Die Geschichte von „Gangs of New York“ wird oft als „dünn“ beschrieben und oberflächlich könnte man sie auch schnell zusammenfassen. Es ist die Geschichte von Amsterdam, dessen Vater von Bill „The Butcher“ Cutting getötet wurde. Dafür will er, jetzt als junger Mann, Rache. Und er will etwas gegen die Herrschaft des skrupellosen und grausamen Butchers tun. Aber diese Zusammenfassung würde diesem Film nicht gerecht werden. Denn sie ist viel mehr. So haben wir die echten historischen Hintergründe der „Draft Riots“ im Jahr 1863. Und wir haben neben der Geschichte über Rache auch die Geschichte von Macht und Vorherrschaft. Von Einfluss. Es geht um Freundschaft, Liebe und Verrat. Um Bürgerkrieg, um Politik, um Gewalt. Die Geschichte zeigt, dass man für seine Überzeugungen, dass man für seine Ideale und sein Glück kämpfen muss.
Ich habe eine gewisse Zuneigung für Kostümfilme. Für Kostüme und für Zeiten, die mehr als 100 Jahre her sind. In denen man die Historie förmlich fühlen kann. Und gerade in der Hinsicht ist der Film einfach fantastisch. Kombiniert mit den tollen Kulissen und der vor allem mit Trommeln, Flöten und Geigen eingespielten Musik vermittelt der Film ein glaube ich wirklich gutes Bild der damaligen Zeit, vor allem aber, und das ist viel wichtiger, lässt er den Zuschauer in diese Welt eintauchen, bringt einem das Gefühl näher.
Auch ästhetisch kann der Film so einiges bieten. Nicht nur in der bereits erwähnten Eröffnungsszene, eigentlich den ganzen Film hindurch. Durch Rückblenden, durch tolle Kameraeinstellungen und vor allem durch die Darstellung der Gewalt. Grausam, brutal, blutig. Roh und ungeschönt. Phasenweise auch zur Kunst stilisiert und gleichzeitig erniedrigt, wenn zum Beispiel das Töten mit dem Schlachten von Schweinen gleichgesetzt wird.
"Durch das Fleischerhandwerk lernst du so einiges. Wir sind alle gleich geschaffen, aus Fleisch und Blut, Gewebe und Knochen."
Schauspielerisch ist der Film nicht weniger als überragend: Leonardo DiCaprio spielt den jungen Amsterdam super. Man nimmt ihn den rachsüchtigen jungen Heißsporn und den charismatischen Anführer gleichermaßen ab. Wer, warum auch immer, behauptet, DiCaprio sei ein schlechter Schauspieler, der wird hier mal wieder eines besseren belehrt. Er gehört zu den besten Männern seiner Generation. Ja, und sein Gegenspieler ist der vielleicht beste. Der dreifache Oscar-Gewinner Daniel Day-Lewis. Ausgerechnet in der Rolle, die einem vielleicht am längsten im Gedächtnis bleibt, die Rolle des Bill „The Butcher“ Cutting, ist ihm „nur“ eine Nominierung für den Goldjungen zu Teil geworden. Und dam man seine Performance sowieso nur versteht, wenn man sie gesehen hat, kann ich auch eigentlich gar keine angemessenen Worte dafür finden. Nur eines: Solche Leistungen sieht man so gut wie nie. Selbst für den genialen Schauspieler Day-Lewis ist der Butcher wohl nicht unbedingt alltäglich.
Und neben den beiden Hauptdarstellern sind da dann noch die für meinen Geschmack exquisiten Nebenfiguren. So ziemlich jeder der Darsteller gehört zu meinen Lieblingen: Liam Neeson als Amsterdams Vater, Jim Broadbent als einflussreicher Politiker, Brendan Gleeson als hervorragender Straßenkämpfer und später gewählter Sheriff oder John C. Reilly als korrupter Polizist. Und sogar die sonst ziemlich nervige Cameron Diaz ist diesmal nicht schlecht (auch wenn sie optisch nicht so recht passen will). Weil aber der Cast ansonsten so außergewöhnlich perfekt ist, ist sie doch so ein kleiner Schwachpunkt im Ensemble.
Dass der Film keine Höchstwertung bekommt liegt für mich aber vor allem an einer Sache. Wie schon erwähnt, wirkt die Story für manche etwas dünn und zu lang. Ich sehe das nicht so, ganz im Gegenteil. Sie ist zu kurz! Das mag bei einer Laufzeit von über zweieinhalb Stunden zwar vielleicht etwas merkwürdig klingen, aber es ist so. Sie ist so voll mit spannenden Geschichten, mit interessanten Persönlichkeiten, über die ich so gerne mehr erfahren hätte. Und oft wird deren Einzelgeschichte auch begonnen, aber irgendwo verläuft sie dann meistens im Sand, bleibt leider zu oberflächlich. Ich habe einfach den Eindruck, dass Scorsese eigentlich noch viel mehr erzählen wollte. Aber um das angemessen für dieses wie ich finde epochale Historienwerk zu machen, hätte es mindestens noch ne halbe Stunde mehr gebraucht. Wahrscheinlich noch viel viel mehr. Wirklich schade.
Aber bis auf diesen kleinen Schönheitsfehler ist „Gangs of New York“ dennoch ein wahrhaftig großer Film, ein toll gespieltes, optisch starkes, rohes, brutales und blutiges Historiendrama. Und ein leider viel zu unterschätztes Werk.
bedenklich? 21 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 16 Antworten
Martin Oberndorf Sat, 20 Apr 2013 06:57:39 -0000
Antwort löschenIch finde es immer wieder toll, zu sehen, wenn Leute bei einem Film genau das selbe denken wie man selbst.
Naja bis auf das, dass er zu kurz wäre.
Super Kommentar zu einem brillanten und viel zu unterbewerteten Film!
Daniel Day-Lewis ist hier echt super, aber ich finde es komisch, dass er für den Hauptdarstelleroscar nominiert war. Er ist ja eigentlich der Gegenspieler, und die werden ja grundsätzlich zu den Nebendarstellern gezäht.
kobbi88 Sat, 20 Apr 2013 07:16:09 -0000
Antwort löschenMuchas Gracias Martin :)
Ach, Neben- und Hauptdarsteller, das darf man nicht so eng sehen ;)
Aber ich finde tatsächlich, dass der Film zu kurz ist. Auch wenns merkwürdig klingen mag. Denn ich finde, dass gewisse Längen in dieser Geschichte nur entstehen, weil der Film zu kurz ist. Denn da manche Hintergründe nur angeschnitten waren, fragt man sich wirklich, was das nun gebracht haben soll. In so einer Situation gibt es nun zwei Möglichkeiten: entweder, man schmeißt die Figur komplett raus oder fängt auch nicht mit ihrer Hintergrundgeschichte an. Dann wird der Film kürzer und griffiger.
Ich finde aber, dass die erste Variante nicht erstrebenswert ist, da die Figuren (Polizist Jack, Shang, Jimmy Spoils, aber auch Priest Vallon oder Monk McGinn) viel zu interessant sind, als dass man sie einfach weglassen kann. Also muss man sich noch mehr Zeit nehmen. Dann dauert der Film halt drei, dreieinhalb Stunden. Allein schon für die zusätzlichen Hintergründe der Figuren wäre es absolut wünschenswert gewesen.
Martin Oberndorf Sat, 20 Apr 2013 07:24:23 -0000
Antwort löschenIch finde auch nicht, dass der Film Längen hat. Eigentlich finde ich die Länge so wie sie ist perfekt.
Andy Dufresne Sat, 20 Apr 2013 12:27:47 -0000
Antwort löschenSehr guter Kommentar!
Hartigan85 Sat, 20 Apr 2013 12:41:05 -0000
Antwort löschenSchöner Kommentar zu einem tollen Film! Für mich fast schon eine Unverschämtheit, dass Day-Lewis hier den Oscar nicht abgestaubt hat...
kobbi88 Sat, 20 Apr 2013 12:46:01 -0000
Antwort löschenDanke euch zwei. Und ja Harti, würd ich auch so sehen. Brody war zwar in "Der Pianist" wirklich gut, aber an DDLs Leistung als Butcher kommt er für mich auch nicht heran. Ach, da kommt kaum ein Oscargewinner überhaupt heran, egal in welchem Jahr
Andy Dufresne Sat, 20 Apr 2013 12:46:19 -0000
Antwort löschenDay Lewis hat original jeden Preis südlich der Milchstrasse für den Butcher gewonnen, außer eben den Oscar...Mit die größte Ungerechtigkeit EVER!
Vic Mackey Sat, 20 Apr 2013 12:48:05 -0000
Antwort löschenDu liegst mit deiner Vermutung schon richtig, die erste Schnittfassung dauerte stolze 220 Minuten, wurde nach Unstimmigkeiten seitens der Produzenten dann aber auf 160 Minuten gekürzt.
kobbi88 Sat, 20 Apr 2013 13:05:18 -0000
Antwort löschenMensch, was würde ich drum geben die 220-Minuten-Version sehen zu dürfen...
Poor Boy Sat, 20 Apr 2013 13:29:03 -0000
Antwort löschenWas sind eure 220 min gegen eine 16 DVD Stunden Staffel von 24 ;-)
Andy Dufresne Sat, 20 Apr 2013 13:31:15 -0000
Antwort löschenDie bessere Alternative (also lieber 220 Minuten GoNY als 16 Stunden 24) ;)
kobbi88 Sat, 20 Apr 2013 13:33:02 -0000
Antwort löschenMüsste eine Staffel von 24 nicht auch 24 Stunden statt nur 16 dauern? (tut mir leid, hab das nie gesehen, aber ich dachte, es würde in Echtzeit ablaufen..)
Ben Kenobi Sun, 21 Apr 2013 15:18:50 -0000
Antwort löschenIch müsste den auch noch mal sehen... Ist ewig her (und der Film mir nicht in allzu guter Erinnerung).
kobbi88 Mon, 22 Apr 2013 11:34:23 -0000
Antwort löschenTu das, Ben! Gerade der sollte ne zweite Chance erhalten^^
Alle 16 Antworten zeigen
andaction94 Sun, 05 May 2013 18:35:34 -0000
Antwort löschenNichts hinzuzufügen. Großartiger Kommentar. "Gangs of New York" bleibt mein absoluter Lieblingsfilm neben "Das Imperium schlägt zurück".
kobbi88 Sun, 05 May 2013 18:38:21 -0000
Antwort löschenDanke dir. Wie gesagt, und da bin ich mir sicher, ne halbe bis eine Stunde länger und er hätte höchstwahrscheinlich auch ein Herz von mir gekriegt.
RoosterCogburn Sat, 09 Mar 2013 09:30:07 -0000
Kommentar löschenDiesmal zeigt Scorsese die Welt der Unterschicht. Der Film spielt während des US-Bürgerkriegs und zeigt die Gegend rund um "Five Points", einen kleinen Platz im Süden der Lower East Side, in der Scorsese selbst aufwuchs (der im Film übrigens einen Cameo-Auftritt hat).
Was alles in dem fast dreistündigen, episch breiten Film nebenbei angedeutet wird - eigentlich schade, das der Film dadurch schon beinah wieder ein wenig überfrachtet wirkt.
a) Eine weitere dunkle Gründungsgeschichte Amerikas. Der Einwandererstaat Amerika, zeigt das Elend der Verhältnisse und das organisierte Verbrechen der Banden. b) Die menschliche Konstante Gewalt. Ein Bestandteil für große Dramen. c) Nimmt der Film eine Menge aktuelle Bezüge. Es geht um verschobene Wahlen, Korruption und die sinnlosen Straßenkämpfe zwischen den Banden.
Mein Fazit: Scorsese's Film hat vor allem großartige Momente. Verherrlicht wird nichts, auch nicht die Gewalt. Aber mir ist es, verglichen mit dem was ich von ihm kenne, nicht rund genug. Der Film glänzt durch die Darstellung des dämonischen Daniel Day-Lewis und auch DiCaprio brauch sich nicht verstecken. Doch den 70er Jahre Stil, zu dem der Regisseur hier noch mal zurück gekehrt ist, muss ich mir nicht unbedingt mehr von ihm rein zimmern. Mir sind Inszenierungen wie "Casino", "The Aviator" oder "Goodfellas" sehr viel lieber.
Hintergrundinfo: Erst mit "Gangs of New York" und den darauf folgenden drei Filmen (alle mit Leonardo DiCaprio) erreichte Scorsese den kommerziellen Höhepunkt seiner Karriere.
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heikschn Fri, 25 Jan 2013 14:01:18 -0000
Kommentar löschenDer Film enttäuscht trotz toller Darsteller, allen voran Daniel Day-Lewis, und beeindruckender Bilder. Er krankt an der dünnen und vorhersehbaren Geschichte, die überhaupt nicht zu fesseln vermag.
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fuerchtegott Sat, 19 Jan 2013 15:50:16 -0000
Kommentar löschenBildgewaltiges, zum Teil ausuferndes Gang-Epos mit brutalster Gewaltdarstellung. Ueberragend spielt Daniel Day-Lewis einen hassträchtigen Fiesling von Bösewicht. Da kriegt selbst der Belzebub Haarausfall! Für mich ist Bill the Butcher der Bösewicht Nr. 1 der Filmgeschichte. Leo spielt ganz gut. Allerdings kaufe ich ihm die Rolle eines rauhbeinigen Rächers (genauso wie die des Rambos in den entsprechenden Szenen von the beach) aufgrund seiner filigranen Gesichtszüge und Art nicht ab. Cameron Diaz ist für mich eine Fehlbesetzung, auch wenn sie sich redlich bemüht. Die weiteren (Neben-)Rollen sind exzellent besetzt. Insgesamt ein langatmiger, aber irgendwie trotzdem spannender Film, der das gute Niveau nicht ganz bis zum Schluss halten kann. Allein aber schon wegen Bill the Butcher lohnt sich der Film.
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marvel_master Tue, 15 Jan 2013 22:05:28 -0000
Kommentar löschenEines muss man echt sagen. Der Film ist schon echt brutal. Und zwar durchgängig. Ich denke es wird wohl so im 19.Jh dort gewesen sein. Dann war das Leben echt kein Zuckerschlecken. Auch diese Gleichgültigkeit wie man Menschen verstümmelt oder umbringt, während der einfache Bürger zuschaut, kann sich der "normale", westliche, fette Durchschnittsbürger, der in seinem Sessel vor seinem Plasmafernseher mit einer Tüte Chips hängt, gar nicht mehr vorstellen. Hartz IV inkl einer warmen Bude gab es da jedenfalls noch nicht.
Sieht man davon einmal ab, ist der Film echt gut gemacht. Die Schauspieler überzeugen in ihren Rollen und die Kulisse wirkt auch sehr real. Wenn man auf solche historischen Filme steht, kann man den sich wohl anschauen.
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VisitorQ Sun, 23 Dec 2012 20:24:04 -0000
Kommentar löschenDiCaprio und DDL sind (wie fast immer) famos famos. Doch irgendwie wollte mich die Geschichte nicht so wirklich packen und den Charakter von Frau Diaz hätte man sich getrost in die Haare schmieren können (oder wenn zumindest nicht das, dann bitte besser besetzen!). So bleibt wie ich finde ein fader Beigeschmack. Naja, so bitter wie der von Scorsese bei den Oscars 2003 war er dann aber wohl doch nicht. ;-)
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Tom S. Jaeger Sun, 16 Dec 2012 01:23:24 -0000
Kommentar löschenIch habe den Film seit fast 10 jahren im Regal... er war irgendwann mal bei einer Computerzeitschrift dabei... Damals hatte ich weder eine sonderlich ausgeprägte politische noch geschichtliche bildung und ich denke es lag dadran das ich den film damals mit verständnislosigkeit aufgenommen habe. Jetzt ... lange jahre danach - habe ich mich viel und intensiv mit der irischen Vergangenheit auseinandergesetzt und auch das entstehen "der Staaten" ist mir mitlerweile ein begriff. Ich weiß wer Lincoln war und wofür er stand. Mitlerweile kann ich sagen der in der blauen Jacke war für das und der in der grauen für "das". Ohne all dieses Wissen ist der Film eine absolut fruchtlose erfahrung - mit dem Hintergrundwissen bzw. auch dem intresse an der Vergangenheit - ein klassiker. Daniel D. Lewis ist großartig - gradezu virtuos. Sein Spiel ist leider so gut das es alle anderen überschattet. Grade der damals noch junge und unerfahrene DiCaprio und C.Diaz wirken so unbeholfen bzw. stümperhaft gespielt. Diaz halte ich eh für kein sonderlich großes Schauspielerisches Licht .. sie hat einen Gnadenbonus für ihr Cameo in Fear and Loathing. Ohne den Bonus würde sie wahrscheinlich auf eine ähnlich niedrige Stufe fallen wie N.Portman. Talent, ja. Schauspielerische Rafinesse... no way. Di Caprio war damals jung und hat nichts gemein mit dem DiCaprio aus 2012, welcher eine art zweiter brando geworden ist. Und wenn kein brando dann ein Bogart. Vergleicht man den DiCaprio aus "The Beach" und "Titanic"... mit dem aus "Shutter Island" und "Blood Diamond"... so wird man merken was ich meine. Das ist ein sehr großer unterschied. Naja. Aber schlecht sieht auch anders aus. Lewis überschattet sie halt nur. Deutlich. Das Script is gut aber hat seine Lücken und wirkt stark gestreckt an einigen stellen. Manche Dialoge wirken mir zu künstlich - sowas wie "warum wolltest du denn nicht mit john tanzen?" würde kein auch nur halbwegst vernünftige Mann fragen nur ein beispiel. Zum Glück sind das nur aussetzer und nicht die regel. Die Gewalt kann hier als vorherschender Mechanismus gesehen werden. Sie ist im ganzen Film allgegenwärtig. Das istaber nichts schlechtes und ich finde das man schlimmere zensur ausübt an der geschichte wenn man eben nicht das Mas der Gewalt darstellt wie es war. Wenn schwarze an Laternenpfählen gelyncht werden oder wenn ein Mob die Patrizier niedermacht so ist es richtig das nicht in watte gepackt darzustellen.
FAZIT
Der Film ist zu lang und Lewis überschattet alles - ähnlich Ledger in DK. Das Script hat aussetzer und die Botschaft des Films ist mir zu vaage. Daher nur 7 Punkte. So gesehen sicher ein schwacher Scorsese. Aber nur weil "der Meister" mal nur was gutes und nichts außergewöhnliches gemacht aht falle ich nicht aus den Socken. Auf jedenfall ansehenswert!
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Tom S. Jaeger Sun, 16 Dec 2012 01:24:29 -0000
Antwort löschenEdit: können auch 7 jahre gewesen sein... 10 waren es wohl eher nicht. Da der Film ja so alt noch nich is und nich im erscheinungsjahr als Beilagen DVD rauskam... velleicht auch nur 6... herje was is blos mit der zeit los. ^^
haha.sp Mon, 26 Nov 2012 15:08:07 -0000
Kommentar löschenEinfach nur unterschätzt. Nicht nur das Daniel Day Lewis hier einer seiner, wenn nicht DIE beste Rolle seines Lebens abgibt, der Film ist allgemein ein absolutes Epos. Die Handlung ist dermaßen Gewalt verherrlichend und Menschenfeindlich dass sie einen doch schon sehr schockieren kann. Dies aber spricht für den Film denn genau das macht den Film aus (größten Teils). Natürlich gibt es noch die anderen Kreterin wodurch der Film sich selbst zum Meisterwerk macht. Beispielsweise diese Kulisse ist so echt und liebevoll gemacht dass man sich wirklich vorstellen kann, dass das was sich vor seinen Augen abspielt wirklich am besagten Ort hätte abspielen können. Die Straßen, die Häuser und die Kostüme sind so unglaublich glaubwürdig gemacht worden dass man merkt wie viel liebe Scorsesse dort rein gesteckt hat. Wie gesagt ist die ganze Handlung sehr brutal und dennoch episch gemacht. Das Drehbuch ist einsame klasse und vor allem die Darsteller spielen makellos. Leonardo Di Caprio, Brendon Gleeson selbst Liam Neeson hatte für eine viertel Stunde eine wichtige und sehr gut gespielte Rolle aber den renner (wie ich am Anfang schon erwähnte) macht hier Daniel Day Lewis. Nach meiner Meinung hat er hier wirklich die größte Rolle gehabt die er jemals spielen durfte. William Cutting oder auch Billl the Butcher ist so ein Tyran, Rasisst und Brutal und dennoch gleichzeitig so sympathisch, dass man tatsächlich anfängt ihn zu mögen und Sympatie mit ihm aufzubauen. Nach meiner Meinung ist er nach dem Joker der beste Bösewicht aller Zeiten, da man ihn obwohl er so ein Monster ist irgendwie mag. Die einzige Darstellung die mir nicht gefallen hat war die von Cameron Diaz. Sie hat nicht wirklich gut auf die Rollle gepasst, da wäre mir doch Nicole Kidman lieber gewesen. Zwar spielt sie hier gut aber für die Rolle ist sie nicht besonders gut geeignet.
Es gibt nur drei Dinge die ich an dem Film auszusetzen habe, erstens ist die Handlung nicht zu hundert Prozent verständlich, erst beim zweiten oder dritten mal sehen wird einem wirklich alles klar, es wird einfach zu wenig erklärt. Dann gibt es ein oder zwei Stellen die ein bisschen ermüdent sind aber das hat ja nun wirklich jeder Film und zu aller letzt, der Soundtrack. Nicht der Soundtrack an sich der passt wirklich gut und reißt einen mit, es ist wie die Soundtracks geschnitten bzw. platziert wurden. Beispielsweise gibt es eine Stelle wo sich die Deadrabbids und die Natives gegenüber stehen und dabei läuft eine wirklich passende und epische Musik und von jetzt auf gleich stoppt der Titel, mitten drin. Sowas war schon nervig aber dies sind ja auch nur kleinigkeiten. Alles in allem wurde hier ein Epos erschaffen, ein wirklich gewaltiges Epos. Spannung, Epik, Geniale Kulisse, tolle Besetzung und eine gewaltige mit reißende Geschichte.
Für 5 Oscars nominiert und nicht einen gewonnen. Ein absoluter Skandal. Der Film ist viel zu unterschätzt wobei er doch wirklich viel zu bieten. Ein Film den ich mir wirklich jeden Monat mal ansehen könnte. Ein Film der mich immer wieder umhaut. Ein Film der genau meinen Geschmack trifft. So muss ein Film sein. Das macht ihn zu einen der besten Filme die es jemals gab.
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Andy Dufresne Thu, 11 Oct 2012 00:00:48 -0000
Kommentar löschenIch war damals drei Mal im Kino.
Das erste Mal hat er mich einfach komplett umgehauen.
Das zweite Mal war ich allein im Kino (also 100 prozentige Konzentration + das Wissen was passieren wird) und er war sogar noch besser.
Das dritte Mal offenbarte er seine (minimalsten) Schwächen.
Ich hab ihn mir dann auf DVD gekauft und noch 4-5 mal angeschaut.
Ich muss zugeben das ich ein großer Scorsese Fan bin, Daniel Day Lewis für den zweitbesten lebenden Schauspieler halte, schon seit "Gilbert Grape " weiß was Leonardo di Caprio kann (haben ja anscheinend viele erst spät mitbekommen oder bis heute nicht mitgekriegt) und Gangsterdramen und epische,ausufernde Filme sehr, sehr schätze.
Allein deshalb muss ich den Film wohl schon lieben.
Es gibt aber noch andere Gründe:
Ich finde es schlicht genial wie Daniel Day Lewis den Charakter des Bill the Butcher verkörpert.
Diesen Menschenfänger, dieses Riesenarschloch, diesen durchtriebenen, sensiblen, brutalen, derben, sanftmütigen, extremen und speziellen Menschen.
Alle Schauspieler sind glaubhaft in ihren Rollen.
Im Besonderen kauft man di Caprio seine Darstellung des Amsterdam ab,schaut erstaunt auf Jim Broadbent in der (historisch real existierenden) Rolle des durchtriebenen William Tweed, mag Brendan Gleeson als Keulenschwinger und ist erfreut zu welch guter Leistung Cameron Diaz (die ich ansonsten nicht für eine der führenden Charakterdarstellerinnen halte) fähig ist.
Der (doppelte) alles antreibende Vaterkonflikt/ Vaterkomplex ist sehr gut und nachvollziehbar dargestellt.
Die Story ist sehr breit angelegt, es geht quasi um alles.
Um Krieg und Frieden, um Kampf, um Liebe, um Hass, um Veränderung, um Brutales, um Politisches, um Wahres, um Bewegendes, um Freundschaft,um Verrat und um noch vieles, vieles mehr.
Dies ist allerdings auch der minimale Schwachpunkt des Filmes:
Er kann nicht alles zu Ende führen was er anfängt (was sicher den Produzenten geschuldet ist,die Scorsese wohl zwangen den Film zu kürzen).
Die Erzählweise, die Narration ist spannend und stringent.
Die Kulissen und Kostüme sind schlicht perfekt.
Und auch die musikalische Untermalung passt.
Der einzige Grund warum der Film keine 10 Punkte bekommt ist ,das ich auf einen Directors Cut warte (da kann ich sicher lange warten, ich glaube nicht das Scorsese der Film noch soooo wichtig ist das er dies demnächst in Angriff nimmt ),
wenn dies passieren sollte wird aus der 9,5 sofort ein Lieblingsfilm.
Ein Epos wie es Heutzutage nur noch selten produziert wird, ein Großereignis!
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Mr. Pink Thu, 11 Oct 2012 10:35:16 -0000
Antwort löschenWie kommst du denn darauf, dass da was gekürzt werden musste oder es einen möglichen Directors Cut gibt? Bei Scorsese ist doch die normale Fassung schon immer der 'Directors Cut'.
crab1973 Thu, 11 Oct 2012 12:25:13 -0000
Antwort löschen@Mr.Pink: Angeblich ging der erste Cut über vier Stunden (Quelle: DER SPIEGEL) bei der Besprechung zwischen Weinstein und Scorsese flogen angeblich Gegenstände. Weinstein zwang Marty zum kürzen. Es gibt also noch eine Menge gedrehtes Material.
Ist es eigentlich nur mir aufgefallen, dass "GoNY" einen ganz seltsamen Schnitt zwischen "Leo wird fertiggemacht" und "Leo hat eigene Gang und rächt sich" gibt.
Das passt überhaupt nicht zusammen. Also ob da eine Stunde fehlt. Nämlich: "Leo rappelt sich wieder auf und schmiedet (Konkrete) Rachepläne" ;)
Andy Dufresne Thu, 11 Oct 2012 16:42:21 -0000
Antwort löschenDa ist einiges weggelassen worden, oft dementiert, oft nachgewiesen (Quellen hab ich jetzt aber keine, hab es schon oft gelesen, in diversen Foren, Artikeln,sogar bei Wiki steht was dazu) das es so ist.
Mr. Pink Fri, 12 Oct 2012 11:57:01 -0000
Antwort löschenJa, bei Wiki steht wirklich was von einer längeren Fassung und so. Aber da wird halt z.B. auch Roger Ebert nach einem Gespräch mit Marty zitiert mit: "His discussions with Weinstein, he said, were always about finding the length where the picture worked. When that got to the press, it was translated into fights. The movie is currently 168 minutes long, he said, and that is the right length, and that's why there won't be any director's cut — because this is the director's cut."
@crab: Dieser Schnitt ist mir tatsächlich noch nie aufgefallen (Ist aber auch schon ein Weilchen her, dass ich den Film das letzte Mal gesehen habe.), ich finde, da hat immer alles gut zusammengepasst.
Andy Dufresne Fri, 12 Oct 2012 22:03:23 -0000
Antwort löschenIch finde es passt fast perfekt, aber eben fast. Ich denke das die damals Stillschweigen vereinbart haben, ich persönlich glaube weiterhin das die bekannte Fassung nicht zu 100% Scorseses Wünschen entspricht, dafür hab ich schon zu viel dazu gelesen (was nicht bedeutet das ich mich nicht auch irren könnte ;D)...
andaction94 Sat, 20 Apr 2013 17:31:09 -0000
Antwort löschenIch könnte zu diesem Kommentar so viel sagen, aber vermutlich trifft es keine Formulierung besser als folgende: Du sprichst mir soooooo aus der Seele! :) :D
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Andy Dufresne Sat, 20 Apr 2013 17:49:00 -0000
Antwort löschenSehr schön, das freut mich, macht uns in dem Falle zu Brüdern im Geiste ;)
andaction94 Sat, 20 Apr 2013 18:05:57 -0000
Antwort löschenDas stimmt wohl :D
Vinyard Wed, 26 Sep 2012 22:34:49 -0000
Kommentar löschenStarke Bilder , unausgegorene Story . Aber ein Scorsese weiß wie man den Zuschauer 2 1/2 vor den Bildschirm fesselt.
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CrazyWizard Tue, 21 Aug 2012 19:31:21 -0000
Kommentar löschenEin Epos, wie es im Buche steht! - Ein kleiner Junge sieht den Vater sterben, schwört Rache muss sich von unten hoch arbeiten und zahlreiche Tiefschläge einstecken, bis es zu einer großen epochalen Schlacht kommt. Nichts neues? - Stimmt wohl, aber das ganze in einem tollen Scorsese-Flair, mit tollen Aufnahmen und künstlerischem Lichttspiel und Post-Production-Effekten. Eingebettet ist das alles in die tragische Geschichte der irischen (und anderer) Immigranten, die in New York landen und auf die "Alteingesessenen" mit ihrem Ausländerhass treffen. Dieser Konflikt und die darausresultierende Gang-Bildung, die bis heute noch andauert, ist sehr gut eingefangen. Obwohl es viel Lob für die Leistung von Daniel Day-Lewis gab, fand ich ihn nicht sehr herausragend. Die Figur des schmierigen Obergangsters Butcher ist herausragend, weil sie viele Facetten besitzt, doch Day-Lewis Handlungen sind meistens nicht mehr als finster dreinblicken. Zum Ende her wird der Stoff etwas zäh und man bekommt in der letzten halben Stunde zu spüren, dass der Film länger als zwei-einhalb Stunden geht. Doch das stört nicht stark. "Gangs of New York" ist ein zu empfehlender Scoresese-Film,wenn auch nicht einer der Besten.
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Kasparle Tue, 21 Aug 2012 13:58:04 -0000
Kommentar löschenMeiner Meinung nach ein sehr überschätzter Film. Nicht von der Masse überschätzt, sondern von einer Hand von Leuten die ich als Cineasten bezeichnen würde. Für mich, mit Shutter Island einer der schwächsten Scorcese Filme und ich kann auch echt nicht nachvollziehen wie dieser Film mehr als eine 8 als Bewertung kriegen kann. Ich finde Stimmung, Plot und Atmosphäre eher reisserisch als irgendwie besonders. Naja, er hat mich gut unterhalten, aber im Gegensatz zu den meisten Scorcese Filmen hatte ich nicht das Bedürfniss ihn nochmal sehen zu wollen.
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uncut123 Mon, 20 Aug 2012 00:40:15 -0000
Kommentar löschenhatte ihn schlechter in erinerrung gehabt
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mellowtree Sun, 19 Aug 2012 23:27:06 -0000
Kommentar löschenmanches von der handlung hab ich nicht kapiert.
warum hat der butcher ihn nicht getötet oder wenigstens verstümmelt wie er es angekündigt hatte?
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Andy Dufresne Thu, 11 Oct 2012 00:10:18 -0000
Antwort löschenWeil er ihn liebt?
Abettertomorrow Thu, 19 Jul 2012 07:07:06 -0000
Kommentar löschenSensationeller, epischer Klassiker von Martin Scorsese, lang, schwer und heftig, wirkt wie eine Chateaubriand mit Sauce Bernaise.
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Brentano Sun, 08 Jul 2012 15:17:25 -0000
Kommentar löschenKlischee haft verdummend, einseitg überstrapazierend und unsäglich, diverse Ausschnitte haben mir es verwehrt, den Film zur Gänze zu "konsumieren" glücklicherweise,..
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Uwe B.B.B. Sun, 20 May 2012 00:25:19 -0000
Kommentar löschenEin grandioses Historienepos, das gründlich recherchiert über ein gern verdrängtes Stück Geschichte berichtet, die New Yorker Julimassaker von 1863.
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HulktopF Sat, 19 May 2012 15:13:07 -0000
Kommentar löschendieser film hat mein denken über leonardo dicaprio vollängs verändert.
nicht nur das, der film ist genial gespielt, das setting ist perfekt und roh.
ein klasse film.
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lil.weeze Sat, 12 May 2012 12:35:23 -0000
Kommentar löschenTrotz eindrucksvoller Kulissen und Ausstattung, Ballhaus‘ grandioser Kameraführung und einem genialen Daniel Day-Lewis, ist Gangs of New York meilenweit von einem Meisterwerk entfernt.
Hauptgrund dafür ist sicherlich die sehr überschaubare Story, die zwar vor einem interessanten Hintergrund spielt, aber für ein knapp 3 Stunden Epos viel zu dünn ist.
Ein weiteres Problem sind die Nebencharaktere, die, wie von Scorsese gewohnt, wirklich großartig besetzt sind (u.a. John C. Reilly, Liam Neeson, Brendan Gleeson, Stephen Graham), aber in diesem Fall entweder völlig vernachlässigt oder schlichtweg uninteressant gezeichnet wurden.
Der größte Fauxpas ist sicherlich die Figur der Jenny Everdeane, die mit Cameron Diaz nicht nur grandios fehlbesetzt, sondern an sich total überflüssig ist und deren Liebesgeschichte mit Amsterdam nie wirklich nachvollziehbar ist.
Die Inszenierung wird vor allem in der zweiten Hälfte immer konfuser und einige Handlungsstränge somit nicht ganz nachvollziehbar (z.B. Amsterdams Wandel vom Geächteten zum Anführer der irischen Gang).
Ich bin mir sicher, dass der ursprüngliche, ca. 20 Minuten längere, Work Print einige Ungereimtheiten ausgebügelt hätte, ob es den Film wirklich besser gemacht hätte darf allerdings bezweifelt werden, da sich die so schon dünne Story, nur noch mehr in die Länge gezogen hätte.
Für mich zählt Gangs of New York somit trotz der opulenten Ausstattung und eines überragenden Day-Lewis zu den schwächsten Filmen Scorseses.
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