Kick-Ass 2

Kick-Ass 2 (2013), GB/US Laufzeit 103 Minuten, FSK 18, Actionfilm, Komödie, Kriminalfilm, Kinostart 15.08.2013


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5.4
Kritiker
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6.8
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5613 Bewertungen
267 Kommentare
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von Jeff Wadlow, mit Aaron Taylor-Johnson und Chloë Grace Moretz

In Kick-Ass 2 wachsen die Gruppen um Kick-Ass Aaron Johnson und Red Mist Christopher Mintz Plasse um weitere Amateur-Helden und -Schurken an.

Kick-Ass 2 ist das Sequel zur Verfilmung des beliebten Comics von Mark Millar. Die Story schließt direkt an den ersten Teil Kick-Ass an: Dave (Aaron Taylor-Johnson) hat andere Leute dazu inspiriert, auch zu Amateur-Superhelden zu werden, wohingegen Red Mist (Christopher Mintz-Plasse) eine Gruppe von Amateur-Superschurken um sich versammelt und sich fortan The Motherfucker nennt.

Hit-Girl (Chloë Grace Moretz) hingegen wird von einer Familie adoptiert, die ihr Superhelden-Dasein nicht toleriert. Ihnen zuliebe legt Mindy Macready Cape und Maske ab. Schlimmer ist jedoch, dass ihre doppelte Identität enthüllt wird. Als ob es für ein Mädchen ihres Alters nicht schon schlimm genug wäre, muss sie nun auch mit dem Getuschel ihrer Mitmenschen, ihrem neuen Spitznamen Captain Muffin-Muncher und einer Clique fieser Zicken klar kommen.

Während die Nachahmer von Kick-Ass in der vom ehemaligen Gangster Colonel Stars and Stripes (Jim Carrey) gegründeten Justice Forever-Vereinigung eine Anlaufstelle finden (unter ihnen auch Scrubs-Star Donald Faison als Doctor Gravity), bedient sich The Motherfucker der Dienste der eiskalten Söldnerin Mother Russia (Olga Kurkulina). Mit seinem mächtigen Verbrechersyndikat will er den Tod seines Vaters rächen. Dave schließt sich den Hobby-Helden an und mitten auf dem Time Square kommt es schließlich zum unvermeidlichen Kräftemessen. Schnell wird klar, dass The Motherfucker es todernst meint und auch vor kaltblütigem Mord nicht zurückschreckt. Kick-Ass braucht Hit-Girl. Wird Mindy ihr Versprechen brechen und Kick-Ass wieder hilfreich zur Seite stehen?

Hintergrund & Infos zu Kick Ass 2
Matthew Vaughn, der Regisseur, Drehbuchautor und Produzent des ersten Kick-Ass wird für Kick Ass 2 etwas zurück treten. Er übernimmt nur noch die Produktion, überlässt die Regie und das Drehbuch von Kick Ass 2 aber Jeff Wadlow (The Fighters). (ST)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Kick-Ass 2
Genre
Superhelden-Film, Komödie, Actionfilm, Kriminalfilm
Zeit
Gegenwart
Ort
New York (State!), Times Square
Handlung
Adoption, Adoptiveltern, Adoptivtochter, Amateur, Bandenkrieg, Bösewicht, Comicfigur, Doppelte Identität, Feindschaft, Geheime Identität, Gewalt, Gewaltausbruch, Gewalttätige Frau, Highschool, Identität, Intoleranz, Kampf, Kampfsport, Nahkampf, Rache, Rivalen, Rivalität, Ruhestand, Satire, Superheld, Superkräfte, Superschurke, Toleranz, Ungewöhnlicher Held, Unterstützung, Verkleidung, Verlust des Vaters, Waffe
Stimmung
Aufregend, Gutgelaunt, Hart, Spannend
Zielgruppe
Männerfilm, Über 18 (Gewalt)
Tag
Sequel
Verleiher
Universal Pictures International Germany GmbH
Produktionsfirma
Marv Films, Plan B Entertainment, Universal Pictures

Kommentare (250) — Film: Kick-Ass 2


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A-Wax

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Bewertung6.5Ganz gut

Durchschnittliche Fortsetzung des starken ersten Teils der Reihe, die aufgrund der neuen Figuren (fast) scheitert.

Ja ja, das Thema Fortsetzungen. Über wenig anderes kann und wird bei Filmen so leidenschaftlich diskutiert wie darüber ob eine Fortsetzung besser oder schlechter als das Original ist oder ob es sogar besser gewesen wäre, eine evtl. entstehende Filmreihe schon nach dem ersten Teil zu beenden.

Hier muss ich leider (mal wieder) feststellen, dass eine Fortsetzung nicht wirklich nötig war und sie auch nicht im Ansatz die Qualität des Vorgängers heranreicht. Die 6,5 sind sowieso schon gnädig, weil ich mich trotz vieler Kritikpunkte ganz gut unterhalten fühlte.

Fangen wir mal an mit der Stänkerei. Die Story wurde wenig originell fortgesetzt. Diese Highschool- und Coming-of-Age-Elemente von Hit Girl sind zumeist lächerlich und schwächen damit den Gesamtplot. Der Bösewicht soll natürlich komisch dargestellt werden, aber hier wird nichts persifliert, sondern einfach viel Schwachsinn zu einem unschönen Brei zusammengerührt. Eine Reminiszenz an die Zeiten des Kalten Krieges (Mother Russia gegen Hit Girl), überflüssige Splatter-Einlagen (Rasenmäher auf dem Kofferraumdeckel) und vor allem neue Heldenfiguren die einfach nur total lächerlich wirken. Natürlich ist mir bewusst, dass es sich hierbei um eine Komödie handelt, aber das sollen die "Puten von Panem" auch sein und ich hab mich selten so geschämt wie bei dem Trailer damals.

Ganz zu krass wie bei dem "Panem"-Quatsch ist es hier natürlich nicht, im Gegenteil. "Kick-Ass 2" hätte durchaus Potential gehabt. Die Figur des Colonels und seines treuen Gefährten Eisenhowers (genial: "Eisenhower, Schwanz!!!!") sind gut geschrieben und diese Gags zünden auch. Leider bekommen die beiden viel zu wenig Screen-Time. Hit Girl hätte auch unglaublich gut werden können, hängt aber zwischen der Trauer über den Tod ihres Vaters, den Highschool-Schlampen und ihrer Selbstfindung fest. Genau dieses Sammelsurium an Storyelementen überfordern die Filmfigur und leider auch ihre Darstellerin.

Wie gesagt, trotz aller Kritik, wurde ich ganz passabel unterhalten und ja, ich würde mir wahrscheinlich auch einen dritten Teil anschauen, denn den eigentlichen Hauptplot und die schrägen Charaktere finde ich (wie im 1. Teil) durchaus gut gelungen.

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NewNemo

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Immer noch ein sehr guter Kick-Ass, aber der ganz große Kick des 1. Teils fehlte, leider nicht ganz so toll. Aber sehenswert - "der einzig echte Superheldenfilm" des Jahres 2013, schon wegen dem Spruch gibts einen Punkt mehr ;-)

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Dr.Hasenbein

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Bewertung7.5Sehenswert

Zwar bin ich mitlerweile Comicverfilmungen etwas überdrüssig und sie sind beim DVD Abend nicht mehr unbedingt meine erste Wahl, aber auf die Fortsetzng von "Kick Ass" habe ich mich dann doch gefreut.
Wie schon beim ersten Teil liegt hier der Reiz in der Mischung aus ziemlich normaler Teenager Dramödie und völlig übertriebener und typischer Comicverfilmung.
Dabei wird die reale Welt mit ihren alltäglichen Problemen so völlig normal dargestellt dass gewisse Gewalt und Kampfszenen wie komplette Fremdkörper wirken.
Aber genau das macht "Kick Ass" so anders.
Im Grunde sehen wir hier nur eine weitere Comicverfilmung von Mark Millar,
die sich aber Gott sei dank trotz ihrer Ähnlichkeiten und gleichen Stilmittel komplett von Superman, Spiderman und Co unterscheidet.
Eigendlich ist das ganze hier (wie auch schon Teil 1) eher eine Hommage,
nur eben dass diese auf einem Comic basiert und damit doch wieder eine Comicverfilmung ist.
Naja, ist ja auch egal, denn auch "Kick Ass 2" macht verdammt viel Spaß!
Im zweiten Teil folgen wir gleich drei Storys.
Der des Hit Girls und ihren typischen Teenager Problemen auf der High School,
Kick Ass`s der nun Farbe bekennen und zum richtigen Superhelden werden muß,
und der des Motherfucker alias Red Mist der nach Rache an Kick Ass dürstet.
Alle drei haben ihre Vorzüge und natürlich ist auch Hit Girl wieder eine verdammt coole Sau, aber hier hat mir einfach der verdammte Motherfucker am besten gefallen.
Nicht zu vergessen der ebenfalls ziemlich geile Auftrtt von Jim Carrey der hier die Rolle von Nicolas Cage als nicht mehr zugkräftiger ehemalige A Liga Star der hier in der zweiten Reihe spielt übernimmt.
Vielleicht ist "Kick Ass 2" nicht ganz so gut wie sein Vorgänger, aber ist das nicht bei fast allen Fortsetzungen so?
Schließlich fehlt jetzt der Überraschungsmoment und man weiß ganz genau auf was für einen kranken Scheiß man sich bei "Kick Ass" einläßt.
Das ist nämlich der einzige Kritikpunkt den sich der zweite Teil gefallen lassen muß.
Der folgt zwar den typischen Fortsetzungsregeln und legt in allen Bereichen noch eine Schippe drauf,
was mich aber normalerweise bei zweiten oder dritten Teilen stört finde ich hier sehr gelungen.
Der Film wird nie langweilig, ist immer verdammt böse und komisch, bietet mal wieder geile und blutige Action und hat jede Menge Anspielung auf andere Comicverfilmungen auf Lager.
Trotzdem ist es natürlich mal wieder so dass sich so mancher am hohen Gewaltfaktor stören dürfte, für solche Leute ist das hier natürlich nichts!
Ich will auf jeden Fall einen dritten Teil sehen!

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Kai_Asmus

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Kommt nicht an Teil 1 'ran. Das wäre aber auch überraschend gewesen. Es fehlt der Charme. Die Szene mit diesem Gerät in der Schule fand ich so gar nicht lustig. Das hätte Hit Girl doch viel subtiler Regeln können. Mir stellt sich auch die Frage, ob der Satz, "Wo es eine Wiese gibt, wird gespielt!", nun witzig oder geschmacklos ist. Ich gebe zu, dass ich mich beim lachen erwischt habe. Der Bösewicht überzeugt hier mehr als sein Gegenüber. Das war in seinem Outfit aber auch nicht schwer. John Leguizamo und Jim Carrey hatten auch gute Auftritte. Macht aber trotzdem Spaß!

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Agent Smith93

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Mir gefällt der Film nach dem zweiten Anschauen inzwischen auch etwas besser.


Stooorm

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Bewertung2.5Ärgerlich

Hat ganz gut angefangen, doch dann wurde es für mich einfach nur noch völlig übertrieben und abgehoben. Von der Charakterentwicklung bis zu den Tod von manchen Charakteren. Teils unverständlich und unnötig. Kann ja sein, dass dies im Comic auch so der Fall war, doch für mich fehlt deswegen klar der Charme des 1. Teil.

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oliver.reichlin

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Bewertung6.5Ganz gut

Als grosser Fan von Teil 1 gibt es hier eine 6.5. Die Fortsetzung hat leider deutliche Längen und hält leider nicht was sie verspricht.
Trotzdem, gutes Popcornkino um mal einen Abend auf dem Sofa tot zu schlagen.

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Amazing

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

die Fortsetzung der Comicverfilmung übertrifft diese meines Erachtens nach und
sorgt mit vielen bescheuerten helden und schurken für frischen und actionreichenden Wind.

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Agent Smith93

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Bewertung7.5Sehenswert

OBWOHL DIE KRITIKPUNKTE BESTEHEN BLEIBEN, GEFÄLLT MIR "KICK ASS 2" INZWISCHEN DEUTLICH BESSER. DAHER DIE AUFWERTUNG.
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DUMME TUSSI: Vielleicht ist sie ja eine Kampflesbe?
HIT GIRL: Vielleicht ramme ich dir meinen Stiefel in deine Fotze!

EINFÜHRUNG
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Nein meine lieben moviepiloten, diese Sätze stammen nicht aus einem SM-Porno, sondern aus der Fortsetzung von "Kick Ass" aus dem Jahre 2010.

Und wie ihr bereits lesen konntet bemüht sich auch der Nachfolger nicht um gute Manieren und feine englische Wortwahl. Oh, nein. Er legt in dieser Hinsicht sogar noch massig nach!

Wie die Meisten von euch wissen zieht ein erfolgreicher Film stets mehrere Nachfolger hinterher. Doch wartet mal?

"Kick Ass" war doch gar kein großer finanzieller Erfolg!
Das stimmt, aber das nur im Kino. Und wenn man das geringe Budget mit einbezieht war der Erstling doch (durchaus) als erfolgreich zu bezeichnen.
Nur eben nicht in den Dimensionen eines "Skyfall" oder so.
Doch wen wundert es auch. "Kick Ass" ist definitiv keine Filmreihe für die breite Masse und spricht eher Leute mit rotzfrechem Humor und einer großen Vorliebe für blutige Kämpfe an.
Auch die eher ungewöhnliche Idee mit stinknormalen Leuten die Superhelden sein wollen ist manchen vielleicht einen Tick zu lasch.
Doch lasst euch nicht täuschen. Der erste Teil ist ein kleines Meisterwerk, und sollte von jedem Comic-Fan wenigstens einmal gesehen werden!

Denn die vielen Elemente die der Film in sich vereint sind einfach grandios, und sorgen für ein erstklassiges Erlebnis.
Doch ich schweife ab. Wir haben es hier schließlich mit dem Nachfolger zu tun, und dieser spielt in einer ganz anderen Liga...

KRITIK AN DER UMSETZUNG
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Nach dem ersten Film waren meine Erwartungen (zugegebenermaßen) sehr hoch, und auch der flotte Trailer versprach einen Streifen welcher dem Vorgänger mindestens ebenbürtig ist.
Doch leider sieht die Realität ganz anders aus...

"Kick Ass 2" HÄTTE ein Meisterwerk werden können, verspielt seine (teilweise) genialen Ansätze aber schamlos.
Wer letztendlich Schuld daran ist, dass dieser Film (relativ) enttäuschend ist, lässt sich nur schwer sagen, da diese Serie wie ihr vielleicht schon wisst auf einer Comic-Vorlage basiert. Zudem halten sich die Macher sehr nah an ebenjene Vorlage, wodurch man wohl eher dem Erfinder der Serie Mark Millar den schwarzen Peter zuschieben muss.

Allerdings will ich auch Millar verteidigen, welcher dem Regisseur selbst gesagt hat, dass er gerne von der Vorlage abweichen darf wenn es dem Film guttut. Getan hat dieser es jedoch nicht!

Was ist nun eigentlich das Hauptproblem des Films?
Das werde ich nun zu erklären versuchen. Meiner Ansicht nach ist schon alleine die Handlung ausgesprochen ungeschickt und holprig inszeniert. Und das verpasst jedem Film den Todesstoß!

Zwar gab es auch im ersten Film eine (teilweise) etwas wirre Handlung, doch fiel es nie negativ auf.

Vor allem die Entwicklung der Charaktere stößt einem sauer auf.
Fangen wir doch einfach mit Dave Lizewski also Kick Ass persönlich an.
Dieser wollte ja im Vorgänger seinen neongrünen Strampelanzug an den Nagel hängen und mit seiner Freundin friedlich weiterleben.

Doch plötzlich verspürt Dave unglaubliche Langweile in seinem Leben.
Laut dem Film hat er es vier Jahre durchgehalten nicht als Superheld umherzulaufen, doch nun hat er wie aus dem Nichts doch wieder Bock auf Arschtritte bekommen.

Eine ausgesprochen billige Weiterführung der Handlung. Auch die Beziehung zu seiner Freundin aus dem ersten Teil die dort recht sympathisch eingeführt wurde wird nun total in den Dreck gezogen.
So belauscht Daves Freundin ebendiesen bei einem Gespräch mit Hit Girl, und missversteht dieses. Sie glaubt die Beiden haben eine heimliche Beziehung, und verlässt ihn sofort, ohne auch nur ein bisschen nachzustochern.
Das wirkt nicht nur total unglaubwürdig, sondern lässt auch beide Figuren sehr an Sympathie einbüßen.
Zum einen weil die einst so nette Freundin sich als freche Fremdgeherin entpuppt, und Dave es völlig wurscht ist, dass sie nun nicht mehr zusammen sind.

Nicht eine weitere Szene versucht dieses Missverständnis aufzuklären. Hier hat man wirklich viel verspielt.

Doch nicht nur bei der eigentlichen Hauptfigur hat man eine Menge versaut. Auch bei der heimlichen Heldin des ersten Films hat man sich für einen komplett unnötigen und schlecht gemachten Handlungsstrang entschieden, in welchem Hit Girl versucht ein "normales" Leben zu führen.
Ich glaube zwar, dass die Macher es hier gut gemeint haben, und versuchten der Figur so "Tiefe" zu verleihen, doch der Schuss geht eindeutig nach hinten los.
Die Szenen auf der High-School und den seltsamen Freundinnen zu denen Mindy nicht mal ansatzweise eine Verbindung hat fallen vor allem durch ihre Langeweile auf.

Selbst Chloe kann hier nicht viel besser machen.
Überhaupt tut es dem Film nicht gut, dass Hit Girl mehr als die Hälfte des Films gar nicht vorkommen darf, da ihr Vormund es ihr verboten hat.
Das macht zwar Sinn, kostet den Film aber auch eine Menge Spaß!
So richtig in die Ärsche treten darf unser perückentragendes Girl erst wieder im letzten Filmviertel, und das auch nicht mehr so mitreißend wie im Vorgänger.

Der Film braucht eindeutig zu lang um richtig durchzustarten. Obwohl Teil 2 kürzer als der Erste ist, fühlt er sich alles in allem sogar länger an.

Die Story dreht sich im Großen und Ganzen darum, dass der aus dem ersten Teil bekannte "Red Mist" unbedingt Rache für den Tod seines Vaters nehmen will. Warum er es so wichtig findet ist aber auch nur mäßig nachvollziehbar, da sein Verhältnis mit dem Daddy im ersten Film eher kühl und wenig freundlich war.
Auch ist fraglich warum er vier Jahre lang nichts getan hat, und sich erst jetzt dazu besinnt hat seinen Papa zu rächen.

Durch einen Unfall seiner Mutter (welchen er übrigens selbst verursacht) wird Mist nun zum Boss des Verbrechersyndikats seines Vaters. Er benennt sich in "The Motherfucker" um und schwört Kick Ass ewige Rache.

Naja, nicht gerade innovativ, aber eigentlich wäre trotzdem eine Menge Potential vorhanden gewesen, welches aber (drei mal dürft ihr raten) nicht genutzt wurde. Der Film verstrickt sich in vielen unnötigen und überflüssigen Szenen die rein gar nichts bringen.

Nett hingegen ist die Idee der "Justice Forever" welche wohl eine Parodie auf die "Avengers" darstellen sollte.
Diese wird vom coolen "Colonel Stars and Stripes" angeführt, welcher zudem einen Hund namens Eisenhower hat, welcher auf Befehl nun ja...männliche Geschlechtsorgane malträtiert.

Viel über die weitere Handlung brauche ich hier gar nicht zu sagen, da der Film wie ein Flickwerk aus vielen Szenen wirkt die miteinander verwoben wurden um halbwegs die Illusion einer richtigen Handlung zu erzeugen.

Am Ende läuft alles auf den großen Kampf zwischen Gut und Böse aus, denn The Motherfucker hat sich eine ganze Armee an wilden Schlägern aus allen Ecken der Welt geholt. Darunter auch die trashige russische Kampflesbe "Mother Russia", welche ich übrigens total unlustig fand.

Ein weiteres Problem des Films ist der Humor welcher nicht mehr so richtig zünden möchte. Während der Vorgänger einen ebenso bissigen, aber perfekt pointierten Humor besaß hat dieser Teil nur wenige wirkliche Schenkelklopfer zu bieten. Und nein, die Kotz und Scheiß-Szene gehört NICHT dazu!
Ich frage mich wirklich wer das witzig finden soll, dass man Gegner (in diesem Fall aber ein paar stupide Cheerleader) mit einem von "Big Daddy" gebauten Gerät zum entleeren sämtlicher Körperflüssigkeiten zwingen kann. Das ist einfach nur eklig, und überhaupt nicht komisch.
Gott sei Dank beschränkt sich dieser Fäkalhumor auf nur zwei Szenen im Film.

Die neuen Charaktere im Film sind meist überraschend langweilig. Die neuen Superhelden wie "Dr. Gravity" oder "Night Bitch" sind nicht sonderlich interessant.
Und auch bei den Gegnern sieht es eher öde aus. Zwar ist "The Motherfucker" nicht weniger cool als "Red Mist" aber im direkten Vergleich hat sich auch hier nicht viel allzu verändert.

Die einzige neue Figur die ich wirklich großartig finde ist (überraschenderweise) der von Jim Carrey gespielte "Colonel Stars and Stripes", welcher mit seiner christlichen Nächstenliebe und strengster Moral durchaus einige Sympathiepunkte für sich erzielen kann.

Leider hat der Film hier mal wieder einen großen Fehler gemacht. Anstatt diese wirklich gute Figur weiter auszubauen verliert sich ihre Wichtigkeit im Laufe des Films immer mehr bis er schließlich -SPOILER-

ziemlich unsanft von Mother Russia getötet wird.

-SPOILER ENDE-

Wie ihr sehen könnt beißt sich der Film mit dem unausgegorenen Drehbuch und dem deutlich schwächeren Humor selbst in die Eier.

DIE DARSTELLER UND IHRE LEISTUNGEN
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Doch können dann wenigstens die Darsteller überzeugen?

Hier kann ich euch wenigstens beruhigen. Ja, die Darsteller geben im Rahmen dessen was möglich ist ihr Bestes.

Aaron Taylor Johnson gibt als Dave Lizewski erneut eine gute Darstellung ab, wenn auch ich ihn im ersten Film insgesamt doch einen kleinen Tick besser fand.
Dies hängt aber eher mit der schwachen Weiterentwicklung (also dem Drehbuch) seiner Figur zusammen, als mit seinen Schauspielkünsten.

Christopher Mintz gibt von allen Schurken die beste Leistung ab.
Wie auch schon im ersten Film spielt er seinen Charakter welcher sich (inzwischen) von einem etwas feigen Softie in einen skrupellosen Freak gewandelt hat mit großem Einsatz. Die meisten (wenigen) guten Gags gehen daher auch auf sein Konto.

Chloe Moretz ist als Hit Girl bzw. Mindy erneut großartig, wenn auch das Drehbuch ihrer Figur gar nicht guttut, und (leider) viel Potential welches in der Darstellerin steckt für dämliche Szenen opfert. Trotzdem gibt Moretz erneut alles, und es ist eine wahre Freude sie mal wieder beim Kämpfen zu bestaunen.

Jim Carrey den ich eigentlich nur in wenigen Filmen gut finde hat mich diesmal sehr positiv überrascht. Als religiöser Superheld mit einem Hund an seiner Seite gibt er einen ungewöhnlich ruppigen Charakter mit großem Herz, was so gar nicht zu seinen (meist) nervigen Rollen passt.
Leider wird diese wunderbare Figur total verschwendet, und vom Drehbuch ziemlich undankbar behandelt. Hier hätte man einige Mindy-Szenen opfern, und dafür mehr Colonel Stars and Stripes-Momente einbauen können.

Carrey selbst distanzierte sich übrigens später von dem Film, obwohl er laut eigenen Angaben einen Riesenspaß bei den Dreharbeiten hatte.
Der Grund für die Distanzierung war übrigens der Gewaltgrad des Films welcher dem Darsteller wenig zusagte.
Dabei ist er (laut Making-of) ein großer Fan des ersten Films gewesen.
Und dieser war ja auch nicht gerade zartbesaitet. Daher vermute ich, dass Carrey in Wahrheit aus einem anderen Grund nichts mehr mit dem Projekt zu tun haben möchte.

Die meisten restlichen Darsteller geben eine durchschnittliche bis gute Darstellung ab. Lobenswert möchte ich hier noch Garrett Brown erwähnen, welcher schon im ersten Film den Vater von Dave sehr sympathisch mimte.
Auch Morris Chestnut als Vormund von Mindy spielt seine wenigen Szenen mit viel Mitgefühl.

Grottig hingegen empfand ich Linda Booth als sexbesessene "Night Bitch" welche mir in ihrer Rolle überhaupt nicht zugesagt hat, und mehr wie eine ungeschickte Drehbuch-Lösung wirkt um ein bisschen Sex in den Film zu bringen.

Auch Olga Kurkulina (bitte nicht verwechseln mit Olga Kurylenko) spielt peinlich schlecht als "Mother Russia" und ist weder lustig noch irgendwie cool.

SONSTIGES
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Im Gegensatz zum ersten Film sticht der Trash-Faktor diesmal (leider) deutlich hervor, und das ungewollt.

Das Design hält sich sehr stark an das des Vorgängers und bietet dem Zuschauer wieder eine Menge skurrile Kostüme und Waffen, welche jedoch bei Weitem nicht mehr den
WOW-Effekt des ersten Films erreichen können.

Was ich jedoch nicht verstehen kann ist die erhöhte Altersfreigabe.
Vielleicht bin ich ja von "Rambo" und Co. ein wenig abgestumpft, aber deutlich gewalttätiger als der erste Film ist dieser hier nicht!
Eigentlich ist dieser Teil hier sogar etwas weniger blutig, da die meisten harten Momente einfach weggeblendet werden.
Nur die kurze Szene mit dem Rasenmäher welche vielleicht als kleine Anspielung auf "Braindead" gedacht war kann man als ziemlich deftig bezeichnen.

Und wo wir schon bei Anspielungen sind. Im Gegensatz zum Vorgänger konnte ich kaum welche vorfinden. Allerdings hat mir hier ein Kumpel mitgeteilt, dass die meisten Anspielungen nur echten Nerds auffallen, und zu denen zähle ich mich nicht gerade.

Das Budget wurde im Gegensatz zu Teil 1 welcher bereits mit "nur" 28 Millionen Dollar auskommen musste nochmals gekürzt, was aber auch logisch ist, da man hier durchaus mit einem Flop fürchten musste.
Leider weiß ich nicht ob "Kick Ass 2" erfolgreicher war, aber auch wenn dies nicht der Fall ist. Ein dritter und definitiv letzter Teil ist bereits fest eingeplant, obwohl das Ende des zweiten Films ausgesprochen endgültig wirkt, und eine Fortsetzung (auf den ersten Blick) anzweifeln ließe.

Der Soundtrack wurde zu großen Teilen vom Vorgänger übernommen, und lediglich ein bisschen im Tempo abgeändert.
Während die Musik im ersten Film jedoch meist sehr passend war, und das Geschehen gut untermalt hat gibt es hier einen eher unauffällig abgemischten Track welcher oft in den lauten Kampfgeräuschen untergeht.

FAZIT
-------

Alles in einem ist "Kick Ass 2" (so schwer es mir nach dem wundervollen ersten Film fällt) eine schwere bis mittelschwere Enttäuschung.

Der Film bietet eine schlecht konstruierte und mit falschen Tiefpunkten ausgestattete Story, welche die Figuren oft in die falsche Richtung gehen lässt, oder aber einfach verkümmern lässt.
Auch der Humor ist eindeutig schwächer als damals und wurde zudem mit einer unnötigen Portion Fäkalhumor "bereichert".

Überhaupt lässt sich nur Weniges an diesem Film finden was wirklich gut ist.
Naja, die Kämpfe machen mal wieder eine Menge Spaß, und Colonel Stars and Stripes ist wirklich köstlich! Das war´s dann aber schon.

Leider macht sich auch das geringere Budget bemerkbar.
So hatte man (scheinbar) nicht mal genügend Geld um sich einen echten Hai zu "mieten".

Stattdessen haust in Motherfuckers Becken (in seinem Versteck) eine ständig auf dem Boden liegende (unbewegliche) Haifischattrappe welche unechter nicht hätte aussehen können.
Auch wirkt der Film insgesamt nicht mehr so spektakulär wie Teil 1 und selbst das Finale im Versteck der Bösewichte ist eher lasch inszeniert bzw. choreographiert.

Mein endgültiges Fazit lautet daher: Wer den ersten Film liebte (so wie ich) wird den Zweiten zwar nicht hassen, aber möglicherweise doch sehr enttäuschend finden.
Da ein (letzter) dritter Teil bereits angekündigt ist, bleibt uns noch ein Quantum Hoffnung übrig, dass mit dem Abschluss der Trilogie Kick Ass und seine Freunde doch noch zu einem würdigen Ende finden.

Und hoffentlich übernimmt wieder Matthew Vaugh die Regie, denn Jeff Wadlow hat Null Gespür für die Charaktere.

Der hat echt einen Hund am Sack verdient! Eisenhower fass!

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Drehmumdiebolzen

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Irgendwie hab ich ja den Eindruck, dass ich dir den ein wenig zu madig gemacht haben könnte und du den mit meiner Wertung im Hinterkopf gesehen hast...;P

Komisch, den unbeweglichen Hai fand ich noch so den letzten halbwegs gelungenen Gag, bevor der Witz sich dann endgültig selber eingekerkert und den Schlüssel wohl verschluckt hat.


Agent Smith93

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Nein Mumdie, keine Sorge.
Ich war wirklich aufs Beste eingestellt, und der Anfang des Films hat mir auch sehr gefallen. Vor allem wie Hit Girl schneller als ihr Vormund zu Hause ankommen muss, um nicht aufzufallen:)

Und zu diesem Zeitpunkt war ich mir auch sehr sicher, dass das ein 8 oder 7 Punkte-Film wird, aber mit der Zeit ließ der Film immer mehr und mehr nach, und die von mir genannten Kritikpunkte wurden immer deutlicher.

Am Ende war ich schon wirklich sehr enttäuscht, und selbst überrascht wie treffsicher deine Kritik war. Ich hatte wirklich erwartet das er mir besser gefallen würde. Aber diesmal muss ich dir zustimmen.

Ach, das mit dem unbeweglichen Hai war ein absichtlicher Gag? Das habe ich gar nicht verstanden:D


Drehmumdiebolzen

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Bewertung4.5Uninteressant

„Ready for Round 2?“

Anno 2010 sorgte der Brite Matthew Vaughn, der sich 2004 bereits mit „Layer Cake“ anschickte, dem inoffiziell patentierten Stil eines Guy Ritchie oder Quentin Tarantino nachzueifern, für reichlich Furore, als er seiner vergleichsweise handzahmen Fantasy-Träumerei „Stardust“ die abgefahrene Superhelden-Parodie „Kick-Ass“ hinterherschob.
Aus der wahnwitzigen Idee, dass sich ein fanatischer Comicfreak und Durchschnitts-Highschool-Loser zum selbsternannten Real Life Superhelden aufschwingt und das Böse auf eigene Faust bekämpft, bastelte er einen „Anti-Superheldenspaß“, bei dem typisches Coming-of-Age auf trashig-blutige Exploitation traf, während gleichzeitig ein wahres Feuerwerk an Pop-und Geek-Kultur abgefackelt wurde, das es eine wahre Freude ist.

Inmmitten der nicht enden wollenden Flut an Comicverfilmungen, die zum Großteil mehr oder weniger dem durch Christopher Nolans „Dark Knight“ gesetzten Trend der düsteren, ernsthaften Herangehensweise hinterhechelten, war „Kick-Ass“ der kompromisslose Bastard (oder besser die Schlampe?) des Genres, der sich genauso schamlos darüber lustig machte wie er ihm huldigte, womit man eine heikle Balance meistern konnte.
Zusätzlich war er der einzige Vertreter, dessen Verfilmung es bereits vor der eigentlichen Vorlage gab. An deren Fortsetzung mit dem ursprünglichen Arbeitstitel „Balls to the Wall“ setzte sich Erfinder Mark Millar denn auch gleich nach dem buchstäblich durchschlagendem Erfolg und baute das Universum prompt für eine Trilogie aus.

Aus Zeitmangel verdrückten sich er und Matthew Vaughn für „Kick-Ass 2“ aber ins Executive-Producer-Hinterstübchen und überließen Drehbuch und Regiestuhl Jeff Wadlow, der mit seinen beiden Filmen „The Fighters“ oder „Cry Wolf“ nicht unbedingt als übermaßig talentiert gilt.
Anders als beim Independent-Vorgänger, der aber nicht zuletzt dadurch seinen ganz eigenen Charme versprühte, produzierte man nun unter dem Global Player Universal einen waschechten Hollywoodstreifen.
Wer allerdings befürchtet, dass aufgrund dessen wohl oder übel mehr Zugeständnisse ans Mainstream-Publikum gemacht werden mussten, der dürfte bei „Kick-Ass 2“ schnell sein blaues (bzw. kick-assgrünes) Wunder erleben. Zumindest auf den ersten Blick.

Nach einem etwas holprigen Anfang, der aber einigermaßen stimmig rund zwei Jahre nach dem Ende des Originals ansetzt, ist spätestens nach der ersten Viertelstunde klar, welche von dessen Qualitäten sich Wadlow besonders aneignen will.
Doch so denkwürdig es auch ist, wenn Hit-Girl bei einer Straßenprügelei abgebrühten Gangstern sagenhaft choreographiert die Gossenvisagen poliert und dem letzten obendrein nach einem „If I ever catch you robbing again, shit-burger, I'm going to go to Saudi Arabia on your ass and cut your hand off.“ ungeniert die ungewaschene Hand abhackt, kann man nicht umhin zu behaupten, dass man nur noch halbwegs in dieselbe WTF Schockstarre verfallen ist wie bei ihrem ersten Auftritt, wo eine damals 11-Jährige (!!) mit einem Mal ein ganzes Appartement voller bewaffneter Schurken im Alleingang niedermäht.

Der bis dato minderjährigen Chloë Grace Moretz kann man das aber nicht unbedingt ankreiden, sondern vielmehr dem Drehbuch, was versucht, sie mit heißer Nadel in ein mehr als hautenges Kostüm zu verstricken, dem sie offenkundig entwachsen ist.
Da erscheint es zunächst nur konsequent, wenn sie mit einem Mal das "Hit" in Hit-Girl streichen und erstmal nur noch brav zur Schule gehen will.
Damit stellt sich der Film allerdings gleich doppelt ein Bein.
Wie man es dreht und wendet, der heimliche Star von „Kick-Ass“ war das minderjährige, rotzfreche Hit-Gör, was hier aber nun erzählerisch an die Kette dröger Selbstfindungsklischees gelegt wird.
Zwar kann Moretz, wenn sie sich durch die verspätete Pubertät prügeln und mit hinterhältigen High School Bitches rumschlagen muss, auf ihre Rolle im „Carrie“ Remake zurückgreifen, letztendlich ist es aber vollkommen egal, wenn Hit-Girl am Ende wieder Hit-Girl ist und bleibt und der High School Plot in einer peinlich übertriebenen Kotz-Brech-Reiz(darm) Szene gipfelt, die dem Fäkalien-Valhalla der Spoof-Schwachmaten Seltzer/Friedberg gefährlich nahekommt.

Neben dieser immerhin verklärten Charakter-Entwicklung gibt es bei Kick-Ass Aaron Taylor-Johnson so gut wie gar keine mehr.
Zwischen den Jahren ist aus dem schmächtigen Loser-Typen mit Schwäche fürs Heroische ein selbstbewusster Player geworden, der inzwischen viel zu „good in shape“ ist, sich nach der Trennung von Freundin Katie (Lyndsy Fonseca in einer unglaublich undankbaren "haha, sie hat Schwanz gesagt!" Szene) mit Kollegin "Night Bitch" tröstet.
Da kann später noch so oft die Rede vom „real life“ mit seinen „real life consequences“ sein: „Kick-Ass“ fährt inzwischen auf derselben „with great power comes great responsibility“ Einbahnstraße wie alle Anderen auch, was ihn schließlich ziemlich langweilig macht und unweigerlich die Frage aufkommen lässt, warum überhaupt immer noch er die Story aus dem Off erzählt.

Abseits dessen schlummert aber noch mehr an verschwendetem Talent und verschossenem Potenzial.
Bestes Beispiel ist dafür wohl die Justice-League Verarsche, „Justice Forever“.
Angeführt von Colonel „Stars and Stripes“ wollen sie die Welt zu einem besseren Ort machen, und, wie gefühlt jeder (zweite) Superheld, ihre Wut über persönliche Tragödien in "Gutes" (ergo Selbstjustiz) verwandeln.
Hier tummeln sich einige Gestalten: da wäre zum Einen Night Bitch, die eher wie vom letzten Cosplay in den Film verirrt wirkt, oder das Ehepaar „Remembering Tommy“, das eventuell schon als böse Parodie auf den Vermisstenfall Maddie gemeint sein könnte.
Allen voran ist es hier aber Jim Carrey als Colonel „Stars and Stripes“, dessen Anblick einem das Herz bluten lässt.
Sichtlich gealtert spielt der berüchtigte Improvisateur und Grimassenkönig seinen überraschend limitierten Part inklusive "Eierbeißer Eisenhower" beileibe nicht schlecht, aber doch merkwürdig lustlos herunter. Ob Carrey sich mit diesem Auftritt ein Comeback erhofft hatte, wie es Nicolas Cage als "Big Daddy“ schon hätte haben können (wäre da nicht sein wohl nicht mehr aufzuhaltender Karriereverschleiß), bleibt fraglich.
Aber wie heißt es doch an einer Stelle? „Without „Kick-Ass“, no one of us would be here.“

Dem bunten wie blassen Treiben der Amateur-Superhelden um Kick-Ass stellt Wadlow, wie bereits am Ende des ersten Teils zu erwarten, den selbsternannten „Motherfucker“ aka „Red Mist“ aka Chris D'Amico aka Christopher Mintz-Plasse entgegen, der (wie könnte es auch anders sein) aus Rache für seinen toten Vater mit dem Familienvermögen eine Armee aus Amateur-Super-Villians auf die Beine stellt.
Während Hit-Girl Moretz unerklärlicherweise durch die Teenie-Film-Selbstfindungshölle gejagt wird, darf Mintz-Plasse als einer der wenigen endlich einmal auftrumpfen. Als wandelnder Ödipus- und Vaterkomplex im schnittigen SM Outfit seiner SPOILER toten SPOILER Mummy ist er schlicht zum Schreien komisch, wo immer er auftaucht. Für eine wirkliche schauspielerische Glanzleistung (die er durchaus mitbringt, wie man am, warum auch immer dringelassenen Knasti-Besuch bei „GoT“ Star Iain Glen sehen kann)ist seine Rolle aber dann doch zu albern, als das er als wirklich bedrohlicher Antagonist funktionieren könnte.
Rausstechen aus seiner angeheuerten Super-Söldner Truppe der "toxischen Mega-Fotzen" (Pause für Gelächter) kann dann eigentlich nur noch „Mother Russia“, die so dermaßen überspitzt den weiblichen KGB-Dolph Lundgren gibt, dass sie auch gut und gerne aus Robert Rodriguez' „Machete“ Franchise entsprungen sein könnte.

Wo man sich hin und wieder aber immerhin noch ein paar schlicht abgefahrene Momente SPOILER Rasenmäher meets Windschutzscheibe SPOILER gönnt, die durchaus gute (CGI-) Action bieten können, fällt Jeff Wadlow im Gegensatz zum kreativ verspielten Comic-Stil Matthew Vaughns optisch nicht wirklich viel ein, wenn er diesen mal nicht gerade plump rezitiert/imitiert. Bis auf das traurige "In the Warehouse, in a Heartbeat" Hintergrund-Geklimper John Murphys sind vom fetzigen Soundtrack des Erstlings eher audiovisuelle Herzrhythmusstörungen übriggeblieben, der unterschwelligen Gesellschaftskritik, mit der Vaughn u.a. die Mediensensationsgeilheit anprangerte (man denke nur an die TV Live Übertragung der Big Daddy Hinrichtung) hat er ebenfalls kaum etwas hinzuzufügen.

Den Ausgleich versucht man also mit ständigen Drehern an der Gewaltschraube. Und auch wenn hier ein paar Details gegenüber der Vorlage dann doch unter der Studio-Knute zurückgehalten wurden, wie etwa die Vergewaltigung von Night Bitch (bei der der „kleine“(von) Motherfucker hier nicht so richtig „in Stimmung“ kommen will) ist die FSK 18 durchaus berechtigt.
Trotz der eloquenten Aneinanderreihung erlesener Schimpfwörter im gepflegt manierlichen "South Park" Jargon scheitert Jeff Wadlow auch damit jämmerlich. „Kick-Ass“ behielt bei all dem „holy shit“, der sich beim Showdown abspielte, immer das perfekte Timing für den absurden Wortwitz, den Esprit, das unübersehbare Augenzwinkern.
In „Kick-Ass 2“ ist davon nicht mal mehr ein Blinzeln übrig.
Das Finale ist eine lachhafte Wannabe Heros vs. Wannabe Villians Scharade, die endgültig ohne den Hauch von Selbstironie zum rein selbstzweckhaften, freudlos durchexerzierten Magerquark-Metzelfest ausartet, dem in seinem immer wieder gleichen selbstgefälligen Schema F eigentlich schlussendlich nichts anderes übrig bleibt, als sich selbst zu zerlegen.

Fazit: Jeff Wadlow liefert mit „Kick-Ass 2“ die Parodie auf einen Film, der das Superhelden-Genre parodiert. Und doch hat er erstaunlicherweise mit seinem Überfluss an verheizten Charakteren, Talenten und Ideen einen Aspekt des gesamten Genres absolut treffsicher persifliert: Übersättigung.

„Oh, I'm real. Real enough to defeat you! And I did it without your precious gifts, your oh-so-special powers. I'll give them heroics. I'll give them the most spectacular heroics the world has ever seen! And when I'm old and I've had my fun, I'll sell my inventions so that everyone can have powers. Everyone can be super! And when everyone's super...no one will be.“

(Syndrome in „The Incredibles“)

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Drehmumdiebolzen

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@Agent: Hannon le, Mellon! :)

Also, der erste hat bei mir immer noch 'ne starke 8, da sind 4,5 für Teil 2 also schon 'nen stolzer Einbruch.
Aber wenn Teil 1 bei dir mittlerweile auf 10 (?!) gelandet ist, könnte am Ende bei vllt doch noch ne 7 bei rumkommen...?
Wie auch immer, freu mich auf den Verriß, äh Kommentar! ;)

@freak23: Musste ja früher oder später dazu kommen, dass du über meinen Text stolperst :D
Hatte deine Lobeshymne hier vom Kinostart noch sehr gut vor Augen ;P
Mir kam das allerdings auch so vor, dass der größtenteils eingeschworene Fanboys (der Comics) bedient.
Aber wie kann man denn bitteschön die Titelfigur so dermaßen fade weiter vor sich hinerzählen lassen, wo wir doch alle wissen, dass die eigentliche Protagonistin die ganze Zeit auf der Selbstfindungs-Ersatzbank hockt und so ziemlich alles zum Thema "the worst of high school movies" über sich ergehen lassen muss?
Der Film hatte ja auch seine Momente (Motherfucker!! :D), aber zum Finale hin hab ich mich ständig gefragt, ob das überhaupt noch 'ne Komödie oder irgendwie witzig sein soll.
Btw:Würde mich interessieren, welche Szene du da genau meinst, gerne auch per PN ;)


filmfreak23

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Naja, im Grunde eigentlich alle Szenen die irgendetwas mit dem Spin-Off-Comic zu tun hatten, den ich übrigens für den besten Band halte, einfach weil hier Mindy´s Vergangenheit und eben jetzt ihre Selbstfindungs - Phase nach Big Daddys Tod, sehr sehr gut beleuchtet werden und alle nur erdenklichen dramaturgischen Asse aus dem Ärmel gezogen werden, sodass man es erst wieder aus der Hand legt, wenn die letzte Seite gelesen ist.
Da aber längst nicht alles auch in den Film übernommen wurde, hoffe ich nun, dass das jetzt nachgeholt wird.
Aber insbesondere meine die Trainings-Szene gegen Anfang in der Gasse und das anschließende Duell Hit-Girl vs. Marcus, wer zuerst zu Hause ankommt.
Hab ich sowas von abgefeiert, als das kam.


The Freewheelin Fonda

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Bewertung7.5Sehenswert

"Kick Ass"
der Streifen war damals fantastisch gewesen, brachte frischen Wind in das abgenutzte Superheldengenre und schickte mit Kick Ass und HitGirl zwei geniale Helden mit brachialen und witzigen Kampfszenen auf die Leinwand.

Im zweiten Teil ist das Prinzip dasselbe geblieben, zwei "normale" Teenager als Superhelden, die Gangstern die Hände abschlagen, außer dass sie nun Unterstützung von immer mehr Anhängern bekommen und dass HitGril versucht sich wie ein ganz normales Collegemädchen zu verhalten, was ihr nicht so recht gelingen will.

Die erste Hälfte des Streifens ist dabei großartig geworden, die neue Heldentruppe, angeführt von JIM CARREY(Hammerauftritte auch wenn ich Cage natürlich vermisse), sorgen in ordentlichen Actionszenen für Gerechtigkeit, während der BADMOTHERFUCKER für zahlreiche witzige Stellen verantwortlich ist.
In der großen Anzahl von Helden und Schurken, bekommt man hier eine ganz neue Dynamik in die Geschichte rein und bis zur Hälfte sorgte "Kick Ass 2" sogar für noch mehr Spaß bei mir als der starke Vorgänger.

Aber ab der zweiten Hälfte büßte der Film bei mir einiges an Sympathie ein.
Sobald der Badmotherfucker gegen die Heldentruppe zurück schlägt, wird "Kick Ass2" zu einem unausgeglichenem Film, der selbst nicht weiß welche Richtung er einschlagen soll.
Die Gewaltdarstellungen waren an einigen Stellen wirklich grundlos überzogen und vermischten sich mit immer mehr Szenen bei denen es unglaublich übertrieben zur Sache geht, dass jeglicher Hauch von Komik verfliegt.
War es dem ersten Teil noch perfekt gelungen eine Brücke zwischen ironischem Witz und brutalsten Metzelorgien zu ziehen, versagt die Fortsetzung in dieser Hinsicht und man hat ein unausgeglichenes Werk, dass zum Ende hin leider noch an Punkten einbüßte.
Hier konnte ich viele der negativen Kritiken gegenüber "Kick Ass 2" durchaus nachvollziehen.

Das Thema der Selbstjustiz ansich wird hier hier aber überraschenderweise doch recht "intelligent" angegangen, hier hat man viel bittere Szenen die die Konsequenzen von solchem Vorgehen zeigen aber auch die Ungerechtigkeiten der Welt unterstreichen, die einen an Gerechtigkeit zweifeln lassen und zu eigenem Handeln führen.

In der ersten Hälfte genau das was ich haben wollte, doch ab der Mitte war der Handlungsleerlauf kein "Kick Ass" mehr, weshalb die Fortsetzung gegenüber Teil 1 doch etwas abfällt, trotzdem ein mehr als unterhaltsamer Film!

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Leinzi

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Mir fehlte irgendwie die Art von plattem Humor, die Teil 1 bereits in der Startszene hatte (der Kerl in seinem Fluganzug ;-) ) Dazu noch der krasse Gegensatz zwischen Musik und Bilder, bspw. bei Hit-Girls erstem Auftritt im ersten Teil. ("Lalalala lalalala...." *sing*)

Big Daddy hat natürlich auch ein großes Loch gerissen.


The Freewheelin Fonda

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Fand die Durchfallszene passte schon in den Humor des Streifens, statt Blut floss halt nur Scheiße ;D
Weiß auch nicht genau was es ab der zweiten Hälfte war aber für mich war das da doch teils enttäuschend :/
Vieles war mir "Zu krass" als dass ich es noch lustig hätte finden können, geschah im ersten teil nie.
Die Prüfer verstehe ich auch nicht GANZ, kann ne FSK18 IRGENDWO verstehen aber finde den jetzt auch nicht viel brutaler als den ersten...


doenef

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Bewertung2.5Ärgerlich

Unverständlich, wie dieser, doch eher harmlosere(?/!) Comic-Film im Gegensatz zum weitaus blutigeren Vorgänger FSK 18 erhalten hat, zudem ist die erfrischende Coolness des Originals nahezu gänzlich verflogen, wenn auch einige, leider nur eher wenige Gags gerade noch so, bis vielleicht(?) richtig zünden und überragend sind,...im Vergleich zu dem brillanten ersten Teil trifft's ein Wort wohl am treffendsten: ENTTÄUSCHEND!!!
OKAY, 3,0 ist noch zu gut, also...

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Shady95

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Bewertung2.5Ärgerlich

Wie kann man mit niedrigen Erwartungen trotzdem noch enttäuscht werden ? Richtig. Mit Kick-Ass 2! War der 1. Teil noch einer meiner Lieblingsfilme und so brilliant, macht man hier alles falsch, was man nur falsch machen kann. Dem Film fehlt völlig der schwarze Humor aus dem Vorgänger und die auf den Punkt gebrachten Dialoge, die Figuren benehmen sich plötzlich völlig untypisch für ihren Charakter, die Actionszenen haben meist gar keinen Sinn, sondern sind nur Mittel zum Zweck, um möglichst viel Gewalt darstellen zu können. Man hat damit aber komplett das Ziel verfehlt. Die einzelnen Szenen passen nicht ansatzweise zusammen und man hat generell nicht das Gefühl in der Welt von Kick-Ass zu sein. Die Story an sich ist ja schon etwas abgedreht, aber die Handlung dieses zweiten Teils ist absoluter Blödsinn. Kick-Ass wird zur Nebenfigur, Hitgirl weiß nicht so recht was sie will, und auch die vielen anderen Superhelden sind weder lustig noch unterhaltsam. Einzig allein der Motherfucker, ehemals Red Mist, sorgt für eine handvoll unterhaltsame Momente. Aaron Taylor-Johnson wirkt als wäre er nicht ganz in seiner Rolle, die sonst wunderbare Chloë Grace Moretz bleibt durch das Drehbuch unter ihren Möglichkeiten und überhaupt wirkt hier jede Figur fremd. Bevor ich nicht mehr aufhören kann bleibt nur als Fazit mit der Frage, ob ich diese auf Gewalt getrimmte Kostümparade als Fortsetzung des einzigartigen Vorgängerfilms anerkennen soll.

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Black_Sheep_Kills

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Bewertung5.5Geht so

Kurz und bündig:

Der kann dem ersten Teil nicht das Wasser reichen. Für nen schnellen/kurzfristigen Filme-Abend ganz gut, gerät aber auch sehr schnell wieder in Vergessenheit...

Einmal g`schaut, für immer verstaut!

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Gabster

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Bewertung7.0Sehenswert

Völlig zu Unrecht gehasste Fortsetzung zu dem Kultfilm von 2010. KICK ASS 2 macht immer noch jede Menge Spaß und ist überdrehte Superhelden-Comedy, auch wenn er um ehrlich zu sein natürlich nicht an den alles überragenden ersten Teil herankommt. Dessen Regisseur Matthew Vaughn (was macht der eigentlich grade?) hat vor kurzem ja auch ein anderes Franchise verlassen, das er phänomenal begonnen hat. Während DAYS OF FUTURE PAST mich etwas enttäuscht hat, kann KICK ASS 2 auf ganzer Linie überzeugen, den direkten Vergleich gewinnt Wadlow gegen Singer.
Der Charakter Dave scheint dann aber doch durcherzählt zu sein, er dient hier eher als Klebstoff zwischen den anderen Figuren und deren Storys, seine Freundin wird am Anfang kurz beim Abhaten gezeigt, hier und da ein deepes Gespräch mit Vattern, das wars dann aber auch. Hit Girl bekommt von ihrem Ziehdaddy Marcus leider eine Fußfessel verpasst und kickt so etwas weniger Ärsche als zuvor, was Chloe Grace Moretz aber nicht davon abhält, genial zu spielen und in den Szenen, in denen sie dann doch eine Prügelei vom Zaun brechen darf, wirkt sie dementsprechen auch absolut entfesselt und blüht umso mehr auf. Ob sie jetzt allerdings bei den nervigen Mädels aus ihrer Schule akzeptiert wird, war mir herzlich egal.
KICK ASS 2 macht sich nicht die Mühe, einen neuen Antagonisten zu entwickeln sondern recycelt unser aller Red Mist unter neuem Outfit und dem kreativen Namen Der Motherfucker wieder. Das haut auch noch hin, hauptsächlich weil er eine durchgeknallte Killerin namens Mother Russia an seiner Seite hat, die im Gegensatz zu ihm auch wirklich was drauf hat. Was beide verbindet ist das jegliche Fehlen moralischer Hemmungen und die riesige Freude daran, anderen Leid zuzufügen. Es gibt wohl keine Bedrohung, die von den beiden Typen nicht ausgehen würde und das macht den Film so spannend. Mark Strong fehlt mir persönlich zwar etwas, aber den Konflikt auf die Generation der Jugend zu verlagern, find ich ok.
Auch Kick Ass ist trotz Hit Girls künstlerischer Pause nicht alleine unterwegs. Seine Crew stiehlt ihm hier und da die Show, auch wenn auch deren Charakterentwicklung eher unter ferner liefen zu suchen ist. Jim Carrey spielt glücklicherweise nicht wie Jim Carrey, das kann seine heillos dämliche Rolle aber auch nicht wirklich retten. Den hätte man sich sparen können, es gibt auch noch andere Hundebesitzer, deren Lieblinge Hoden beißen können. Da ist Donald "Turkleton" Faison als Dr. Gravity schon spaßiger. Hätte gern n Spinoff von dem Typen, falls das grad in den Plan passt...
Ja, storytechnsich wird hier nicht das Großhirn bemüht und die Motivationen, warum die Leute dauernd aufeinander losgehen, sind Copy-Paste-mäßig für jeden dieselbe. Und nicht jede Selbstjustiz-Rede würde ich so unterstützen. Abgesehen davon wäre ich gewillt einen halben Punkt mehr zu geben, wenn es "Das Kotzteil" nicht gäbe, keine Ahnung, welcher Sechsjährige sich da in den PC der Filmemacher gehackt hat... Aber KICK ASS 2 ist kurzweilige, supergut inszenierte und spannende Action, die natürlich am Ende (Trommelwirbel :P) emotional hinterfragt wird. Das tut der Film aber weniger aufgesetzt und lieblos als so einige Marvel-Verfilmungen (*hust* AMAZING *hust* SPIDER-MAN *hust*). Ich hab gehört, der dritte Teil ist auch schon angedacht, dafür muss man natürlich frech das Ende des zweiten ignorieren, aber ich freu mich drauf. Und bitte wieder mit Faison! Vorschlag am Rande: Zach Braff als dessen Sidekick und Neil Flynn als dessen Erzfeind. Nur so ne Idee von mir.

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Gabster

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Stimmt, sofern "ganz ok" super awesome heißt :D


pischti

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punktetechnisch kann ich ihn nicht mehr so gut einordnen, aber er gefiel mir auf jeden Fall, mit m guten Nicolas Cage :D


cyberpunky

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Bewertung9.0Herausragend

Fand ihn beim ersten mal schon gut, auch wenn ich meinte das er teilweise etwas zu sehr ins Alberne und Vulgäre abdriftet, bei der Zweitsichtung hat das für mich aber wunderbar gepasst, hab mich einige Male innerlich kaputt gelacht! Ein Punkt nach oben!

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EvertonHirsch

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich konnte nie wirklich in die großen Lobeshymnen zu “Kick-Ass“ einstimmen. Die großartige Parodie habe ich nie wirklich in dem Film gesehen bzw. fand ich ihn einfach etwas zu langweilig.

Aber bei “Kick-Ass 2“ funktioniert das, was viele beim ersten schon gesehen haben, auch bei mir. “Kick-Ass 2“ ist voller Satire und treibt das Superheldengenre auf die Spitze. An jeder Ecke scheinen auf einmal Superhelden zu entstehen, Typen in Kostümen auf den Straßen scheinen zur Normalität zu werden, die Helden kopieren sich gar untereinander. “Kick-Ass 2“ kommt richtig schön fidel daher. Dabei ist der zweite Teil für mich noch um einiges lustiger als sein Vorgänger und überhaupt finde ich die Geschichte um Hit-Girl und Kick-Ass (mit einem Hauch von The Dark Knight Returns) gut fortgesetzt.

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BenAffenleck

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Ich fand den ersten schon sehr geil. Teil 2 muss ich auch endlich mal sehen.


xElectrox

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Bewertung6.0Ganz gut

Kommt nicht an seinen grandiosen Vorgänger ran, aber man kann ihn sich auf jeden Fall ansehen.

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Clazzique

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Bewertung7.5Sehenswert

Ich finde der 2. Teil steht dem ersten in nichts nach ... War ein echt guter Streifen werd ich mir auch definitv noch mal ansehen!!!

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Norman117

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich hoffe Hit-Girl bekommt mal ihren eigenen Film wär sofort gekauft!
Ihre Art und die Sprüche passen einfach wie die Faust aufs Gesicht ;)

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TrunxX

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Bewertung5.0Geht so

ich bin mit dem Gesamtkozept dieser Fortsetzung unzufrieden

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