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Oldboy

Oldboy (2003), KR Laufzeit 120 Minuten, FSK 16, Thriller, Drama, Actionfilm, Kriminalfilm, Kinostart 02.09.2004


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7.9
Kritiker
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7.8
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359 Kommentare
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von Chan-wook Park, mit Min-sik Choi und Ji-tae Yu

In Oldboy wird Min-sik Choi entführt und 15 Jahre lang eingesperrt. Als er eines Tages unvermittelt frei kommt, will er Rache üben und herausfinden, weshalb er eingesperrt wurde.

15 Jahre – so lange wird Dae-Su Oh, ein ganz durchschnittlicher Geschäftsmann und Familienmensch, in einem Ein Zimmer Appartement ohne Fenster eingesperrt, nachdem er von unbekannten Gangstern überwältigt und entführt wurde. 15 Jahre ohne jeden menschlichen Kontakt und in völliger Unklarheit darüber, warum und wie lange er festgehalten wird. Aus den Fernsehnachrichten erfährt er vom Mord an seiner Ehefrau, den die Täter ihm in die Schuhe schieben. Als er ebenso unvermittelt, wie er seiner Freiheit beraubt wurde, wieder in diese entlassen wird, stellt ihm sein Entführer die Aufgabe, den Grund für die unaussprechliche Tortur herauszufinden. Doch er kennt nur ein Ziel: Er will Rache üben. Rache an denen, die sein Leben zerstört, seine Frau getötet und seinen Seelenfrieden für immer auf dem Gewissen haben.

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Cast & Crew


Kritiken (13) — Film: Oldboy

kobbi88: Die Drei Muscheln

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10.0Lieblingsfilm

Oldboy, der neue Film von Spike Lee. Boah, der neue Film von Spike Lee ist der alte Film von Park Chan-wook, verdammt, einem der besten Regisseure, die hier so rumlaufen, auf dieser Welt (die wir uns als Titanen übrigens bald unter den Nagel reißen werden, das mal nur nnebenbei). Aber im Ernst. Ein Remake? Wozu das denn? Brauchts nicht, selbst wenn es ein guter Film werden könnte. Drum vergessen wir jetzt einfach mal, dass es ein Remake geben wird und konzentrieren uns auf das wahre Meisterwerk. Den koreanischen Oldboy. Den echten Oldboy.
Hm, blöde Einleitung bisher. Irgendwo hab ich mal gesehen, wenn einem nichts anderes mehr einfällt, dann soll man mit einem Zitat beginnen. Und das mache ich jetzt auch.
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„Rache ist für dich das beste Heilmittel. Aber was wird geschehen, nachdem du dich gerächt hast?“
>>OLDBOY<<

Rache. Rache für 15 Jahre. Für 15 Jahre, in denen die Hauptfigur Oh Dae-su in einem kleinen Zimmer eingesperrt war. Für 15 Jahre, in denen er sich gefragt hat, warum er dort festgehalten wird. 15 Jahre, in denen er Hass auf diesen unbekannten Entführer aufgebaut hat. Und nun, als er nach 15 Jahren freigelassen wurde, da will er diesen aufgestauten Hass in einem gewaltigen Racheakt ausleben. Und ganz nebenbei will er eine Antwort auf die Frage, warum ausgerechnet er ein solch qualvolles Schicksal erleiden musste.

Schockierend und fesselnd zugleich erzählt Regisseur Park Chan-wook die Suche von Oh Dae-su nach seinem Entführer und nach den Hintergründen.Park zeigt aber auch, zu welchen Handlungen, zu welchen abscheulichen Taten der Mensch fähig ist. Einerseits durch sein Gemüt selbst, andererseits durch die Umstände, durch Provokation, durch Hass, durch Rache, durch Verzweiflung. Der koreanische Regisseur schaut tief in die Abgründe der menschlichen Seele hinab. Und er fragt uns dabei auch: wie würde wir handeln. Wie reagieren wir, wenn wir den scheinbar grundlos entführten Oh Dae-su beobachten, wenn er seine Gegner abschlachtet. Sind wir für ihn, diesen Mörder? Oder doch gegen ihn. Würden wir ähnlich handeln? Oder das alles zumindest gutheißen? Verständnis aufbringen? Egal wie man diese Fragen beantwortet, Park schafft es, dass wir Zuschauer und mit uns selbst und mit unserer Position beschäftigen. Mit der Frage nach dem Richtig und Falsch. Und mit der Frage nach dem moralischen Richtig und Falsch.

Dabei hilft aber auch das fantastische Schauspielensemble, denn nur so können wir uns in die aufgezeigten Abgründe und Zwiespalte einführen. Besonders Hauptdarsteller Choi Min-sik sticht hier heraus. Und, um nicht zu untertreiben, es ist eine der eindringlichsten Darstellungen, die man je in einem Film erleben konnte. Choi spielt alles mit einer solch großen Intensität, so glaubhaft. Egal ob er am Boden zerstört ist, triumphierend grinst oder mutig ist wie ein Panther. Seine Zerrissenheit ist genauso echt wie seine Liebe. Er kann cool wie ein Eisblock sein, im nächsten Moment aber schon wieder flehend, in sich versunken oder brutal. Grandios. Doch auch die Nebendarsteller bringen Kälte und Wärme gleichermaßen rüber. Yoo Ji-tae zum Beispiel, besonders in seiner letzten Szene im Film – fantastisch.

Der Film wird in perfekten Bildern gezeigt. Kameraeinstellungen, die den Darstellern oft zentral ins Gesicht blicken, in ihre Augen und oft noch viel weiter in ihr Inneres. Einsatz von Licht, von Schatten, von Effekten, die die Stimmung der jeweiligen Situation zu uns bringen. Ästhetik pur. Untermalt mit einer unglaublich vielfältigen Musik. Mal moderne, elektronische Klänge, dann wieder Streicher, manchmal modern und klassisch gemischt und dann kommen hin und wieder gar keine Instrumente zum Einsatz und die Geräusche können ihre Wirkung selbst entfalten. Dazu kommen fantastisch choreographierte Actionsequenzen, die einerseits übertrieben, andererseits von roher Gewalt, von absoluter Brutalität durchzogen sind. Überhaupt, der Film besteht aus einer Reihe von Szenen, die wohl unvergessen bleiben werden. Wenn Oh Dae-su einen lebenden Kalmar verspeist, seine wahnsinnige Verzweiflung gegen Ende, das Messer im Rücken – eine Szene denkwürdiger und ikonischer als die andere.

Oldboy ist ein Film, der beim Zuschauer Ekel und Hass, Abscheu und Mitleid, Hoffnung und Hoffnungslosigkeit, Verständnis und Schockmomente hervorruft. Es ist ein Film, der dem Zuschauer nicht nur einen Tiefschlag versetzt. Ein Film, der den Zuschauer über sein eigenes Verhalten nachdenken lässt, der ihn normalerweise niemals kalt lassen kann, der ihn aufwühlt, beschäftigt. Ein Film, der mich visuell, strukturell, erzählerisch und emotional orgasmiert. Oldboy ist ein Meisterwerk.

„Auch wenn ich schlimmer bin, viel schlimmer bin als jedes Tier, hab ich nicht wenigstens das Recht zu leben?“

Kritik im Original 45 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 59 Antworten

kobbi88

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So, muss jetzt aber weg, WG-Feier bei Freunden.. Real Life und so ;)


Martin Oberndorf

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Dann ciao!
(und Guilty Pleasure ist es nur dann, wenn es mir peinlich bzw. unangenehm ist, dass ich es mag. Wie hier. Aberczu den anderen stehe ich mit Pride.)


SoulReaver: CinemaForever, D3M

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8.5Ausgezeichnet

Ein Film, an dessen imposanten Klippen es sich zu stoßen und verletzen gilt, der dich im hypnotischen Taumel mit dem audiovisuellen Hammer bearbeitet, jeden gesunden Zahn einzeln aus dem Kiefer reißt und sich schlussendlich selbst in die Knie zwingt: Die Vergangenheit muss vergessen und darf nie wieder in Worte gefasst werden. Die Suche nach Wahrheit und dem Gefühl der letzten Lebendigkeit finden ihre gebrochenen Stütze im introspektiven, zwischenmenschlichen Puzzle; jedes Stück verlautet den individuellen Schmerz, die Sucht nach Rache, die bittere Akzeptanz und die Antwort auf die einschneidende Frage nach Schuld. Nach 15 Jahren unbegründeter Gefangenschaft wird die Freiheit nicht zur ungebundenen Erlösung, die grenzenlose Realität des Dae-su Oh entpuppt sich nur als noch größere Zelle, während seine Seele strömende Blutbäche weint und im eigenen, manipulativen Chaos zerfällt. Schweißgebadet aufzuwachen, ohne je geschlafen zu haben - Der emotionale Zustand des bis auf die Knochen geschundenen Dae-su Oh; die katalytische Getriebenheit, seine Peiniger zu vernichten, nur um an der eigenen Faktizität zu scheitern. Egal, ob Sandkorn oder Stein. Im Wasser sinken sie beide. Memorabel, philosophisch und knüppelhart. In jedem Augenblick.

35 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 5 Antworten

Andy Dufresne

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Sehr guter Kommentar Souli!


Big_Kahuna

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Hammermäßiger Kommentar!


Mr.Film: City of Cinema

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8.0Ausgezeichnet

"Auch wenn ich schlimmer bin, viel schlimmer bin als jedes Tier, habe ich nicht wenigstens das Recht zu leben?"
Oldboy ist ein wirklich beeindruckender Film. Er ist verstörend, auch ein bisschen krank aber dennoch ein schönes Werk geworden. Die Story hatte viel Potenzial und dies wurde auch gut ausgeschöpft. Der Film kann mit vielen Überraschungen aufwarten, die man meist gar nicht erwartet.
Der Schauspieler des Gefangenen, geknechteten, entführten Oh Dae-su zeigt wie ein Schauspieler auftreten muss, ich habe noch nicht oft gesehen wie gut ein Darsteller seine Gefühle im Griff hat, alleine wegen dieser schauspielerischen Leistung ist dieser Film absolut empfehlenswert. "Oldboy" ist ein Film bei dem man grade zu Ende genau aufpassen sollte, sonst sitzt man auf dem Sofa und fragt sich: "Hä?"
Was mir besonderst an dem Film gefallen hat, ist wohl der unglaublich schöne Soundtrack: http://www.youtube.com/watch?v=1mbKjV5OChA&feature=related
Außerdem treten wirklich schöne Zitate auf die einem zu denken geben.

5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

BellaS.

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hmm hat mich neugierig gemacht und bei ner Vorhersage von 8.5 muss ich ihn mir anschauen :D


Mr.Film

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Der ist wirklich sehenswert, irgendwie haben die Asiaten ein Händchen für so tolle Filme.


Oceanic6: CinemaForever

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10.0Herausragend

"Oldboy" erzählt die Geschichte von Oh Dae-Su, der ohne Grund gekidnappt, aus seinem Familienleben gerissen und 15 Jahre in einem Raum festgehalten wird. Ohne Erklärung wird er schließlich wieder ein freier Mann. Glaubt man zunächst, denn seine Freiheit wird von einer Sache in die Schranken gewiesen. Oh Dae-Su sinnt auf ewige RACHE an seinen unbekannten Peinigern!
Soviel zum Inhalt. Was ich erwartet hatte war ein stinknormaler Rachefilm. Allerdings hatte ich nicht mit den Koreanern gerechnet. Denn "Oldboy" ist vielmehr als nur ein simpler Rache-Trip.
"Es heißt die Menschen kriegen nur Angst, weil sie zu viel Fantasie haben." Wohl wahr, denn gezeigt wird nicht viel, und trotzdem ist der Film eine kleine Waffe, welche dem Zuschauer erhebliche Schmerzen und Kopfzerbrechen bereitet. Er ist ein atemstockender Krimi, ein todbringender Thriller und vor allem ist er ein zutiefst erschütterndes, menschliches Drama, in gewissem Maße sogar eine Studie des menschlichen Verhaltens. "Oldboy" ist ein knapp 2-stündiger, lupenrein inszenierter, effektvoller Ausflug in die Abgründe der menschlichen Psyche. Um es nochmals zu betonen: ich meine effektvoll, nicht effektreich! Denn Chan-Wook Park hat mich mit Oldboy auf eine Reise geschickt, welche ich aufgrund der formvollendeten Schauspielerei, Action und Musik immer wieder antreten werde. Ich werd nie wieder ablassen können von dieser Droge "Oldboy". Vor allem die Filmmusik, die muss wohl Hauptbestandteil dieses Stoffes sein. Denn Hyun-jung Shims Score ist die perfekte Untermalung für dieses einmalige, poetische, kunstvolle und vorbildliche Werk. Und wenn ich zwei Dinge auf meine wichtigste Reise, welche sich "Leben" nennt, mitnehmen konnte, dann sind es folgende zwei Sätze:
"Lache und die ganze Welt lacht mit dir, weine und du weinst allein." - "Ob ein Sandkorn oder ein Stein, im Wasser gehen sie beide unter." In diesem Sinne: ""Auch wenn ich schlimmer bin, viel schlimmer bin als jedes Tier, habe ich nicht wenigstens das Recht zu leben?"

21 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 5 Antworten

fabel

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@cineast:
Dann gucke flott Sat1 - dann gehts ab.:)


Dox

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In etwa diesen Worten würde ich ebenfalls meine Liebe zu diesem Film ausdrücken. Ganz großes Kino.


stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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10.0Lieblingsfilm

Mal wieder muss Rache als leitendes Motiv für einen Film herhalten, doch Park Chan-Wook bietet mit "Old Boy" einen wenn nicht sogar den besten Film über Rache aller Zeiten.
Der südkoreanische Regisseur entfacht einen tobenden, atemlosen Kreislauf aus Liebe und Hass, eine existenzielle, gewalttätige Suche nach Erlösung, die für die Hauptfigur Oh Dae-Su zu einem fiebrigen, alptraumhaften Trip wird. Vorbei an der inneren Ohnmacht, durchschneidet Oh Dae-Su alle gängigen Formen des emotionalen Lebens und krallt sich nur noch an seiner Wut fest, die ihn zu einem unbesiegbar scheinenden Henker macht, der nur noch atmet um den Grund seiner 15-jährigen Gefangenschaft zu erfahren verbunden mit dem Drang nach innerem Frieden.
"Old Boy" ist ein brodelnder Vulkan, dessen Ausbrüche jedoch nicht in oberflächlichen Szenen ausartet, sondern in cleveren, teilweise poetischen Bildern, die zum einen das Leiden von Oh Dae-Su spürbar einfängt, zum anderen aber auch Zeit und Muse hat eine positive Wandlung aufzuzeigen, auch wenn das bittere Ende diese Anflüge von Hoffnung mit einem Hieb zerschlägt, denn der Racheengel aus der Gefangenschaft hat seine größte Prüfung noch vor sich, wo bei man Oh Dae-Su nicht mit den typischen Racheengeln der Filmindustrie vergleichen darf, denn wo die Racheengel, z.B. von Tarantino die Gewalt nur oberflächlich benutzt, da bohrt "Old Boy" tiefer.
Der Film ist brutales Kino, denn er hört nicht bei physischer Gewalt auf, er geht in die Psyche seiner Akteure und lässt sie leiden ohne erkennbare Chance auf (die erhoffte) Erlösung und gerade dass macht "Old Boy" zu einem cineastischen Erlebnis, denn zwischen der Psychologischen und Physischen Gewalt versteckt sich eine essentielle Frage, die in vielen Rache-Filmen gar nicht erst genannt wird, die Frage nach dem Warum. Daraus gewinnt der Film seine wahre Kraft und Größe und macht ihn zu einem heißen Eisen: Ein Film der sich in den Kopf einbrennt.

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J. Buttgereit: epd-Film, TIP Berlin, ray, ...

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8.0Ausgezeichnet

Es geht um absoluten Schmerz und Verlust. [...] Park hat einen meisterhaft düsteren Film über die Bürde der Erinnerung und die Gnade des Vergessens gedreht. Trotz seiner Härte gilt "Old Boy" als Hoffnungsträger für Koreas derzeit aufblühende Filmwirtschaft.

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost

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9.5Herausragend

Parks Film wechselt mehrmals sein Erkenntnisinteresse. Zuerst scheint es um reine Rache zu gehen, dann um die eigene Schuld und schließlich um die Manipulierbarkeit des Menschen und seinen Kampf um ein selbst bestimmtes Leben. Wie Park das alles in einen Film packt, ohne ihn zu überfrachten, wie er in Sekundenbruchteilen nahtlos das Genre wechselt - vom Paranoia-Thriller zur blutdurstigen Action, von tränendrückender Romanze zu berührendem Drama - verdient Bewunderung.

Kritik im Original 23 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

der cineast

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Wie auch der Kommentar :)


ZaZa

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Gut gesagt :D


Evie: www.inderzange.de

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10.0Lieblingsfilm

Oldboy ist für mich ganz klar, der beste asiatische Film, den es bis jetzt gegeben hat! Ein wirkliches must see für jeden Asiafan!

7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

Hitmanski

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Gewohnt hilfreiche und nachvollziehbare Argumentationsstruktur...


der cineast

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Warum so Ironiefrei Herr Manski? :)


Kubrick_obscura: CinemaForever, arte

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9.0Herausragend

Chan-Wooks Meisterwerk ist trotz seiner hyperstylishen Oberfläche ein Film der Zwischentöne, Bei dem man ganz genau hinhören muss. Das Prinzip Rache wird intelligent und differenziert durchexerziert und nebenbei wir auch noch ein überaus spannender Thriller erzählt. Ein herrliches Stück postmodernes Kino, dass sich grazil zwischen Exploition, Arthouse und Mainstram bewegt.

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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8.0Ausgezeichnet

Mit dem Staunen beginnt die Philosophie. Vielleicht liegt es daran, dass Park in Deutschland Philosophie studiert hat. Sein Film ist ein spannender, hochemotionaler Rache-Thriller, eine Art koreanische Version von KILL BILL, auch in seinem Stilwillen, zugleich aber auch ein Ideendrama. [...] Und der Film enthält sich aller moralischen Eindeutigkeit, die im Westen so beliebt ist. Seine Coolness ist nicht die schöne eines Melville oder Tarantino. Im Gegensatz zu ihnen, die gern alles ästhetisieren, zeigt Park einfach die Dinge, wie sie sind.

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Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten

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8.0Ausgezeichnet

Große Filmkunst, kein Zweifel; doch jeder potenzielle Kinogänger muss sich ernsthaft fragen, ob er sich ihr aussetzen möchte, denn das Zuschauen schmerzt. Wer den Film dennoch anschaut, wird ihn nicht so schnell wieder vergessen.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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6.0Ganz gut

Park verhebt sich etwas an seiner "Graf von Monte Christo"-Paraphrase, die über weite Strecken zu sehr auf großes Drama macht und die im Grunde lächerliche Story ad Infinitum dehnt. Wenn sich endlich das Ende abzeichnet und der Bösewicht als knallchargierender Bondschurke auftaucht, ist es auch zu spät noch die Kurve ins Abstruse zu kriegen. Old Boy lahmt.

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Fu-Jay

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Eine Antwort kommt zwar erst nach 8 Monaten aber sie kommt.

-SPOILER-
Ich denke, was Batzman an der Geschichte lächerlich findet, ist die übertriebene Art und Weise, mit der sich Böse an Gut rächt. Ja, er hat seine Schwester geliebt und sie hat sich (wenn man es ganz genau nimmt) umgebracht, weil Oh Dae-Su die beiden bei ihrem Treiben erwischt. Aber sich deswegen so etwas absurd-grausames auszudenken IST lächerlich. Vorallem, da er sich jeden anderen hätte suchen können, den mehr Schuld an der ganzen Sache trifft.


Harrigan

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"Egal, ob ein Sandkorn oder ein Stein. Im Wasser sinken sie beide." Wer Oldboy nicht versteht findet ihn freilich doof.


Synopsis: zeitgeist Print & Online

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4.5Uninteressant

Verstörende, sinnarme Leinwandkost, die auch durch die Art der Umsetzung nicht punkten mag. Von Kritikern im Vorfeld völlig überbewertet. Bleibt zu wünschen, dass das für 2008 geplante Hollywood-Remake besser abschneidet.

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styx.canomo

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das hollywood remake wird bestimmt absolut beschissen, so wie ich die amis kenne.


TheBruceWayne

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Wer Oldboy ablehnt, at den Gefahren des Lebens nicht erkannt/begriffen.



Kommentare (345) — Film: Oldboy


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Schlopsi

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Bewertung7.5Sehenswert

Manchmal frage ich mich ob Park das absichtlich macht. Dem Zuschauer erst tempomäßig Futter zuwerfen um dann die ganze Handlung so dermaßen zu entschleunigen bis der Ruhepuls mit minimalen Ausflüchten erreicht ist, nur damit dir das Ende wieder hammermäßig eins überziehen kann. Gerade in der zweiten Runde und im Vergleich mit "Sympathy for Mr. Vengeance" fällt das auf.
Abgesehen davon das ich geschätzt die Hälfte der Handlung vergessen oder komplett anders in Erinnerung hatte, fand ich "Oldboy" dieses mal enorm anstrengend.
Dabei ist die Bildsprache wunderschön, die Musik so eindringlich und zugleich nie in den Vordergrund drängend, die Handlung immer noch innovativ und die Hammerkampszene in dem engen Korridor lässt sich mittlerweile auch als Referenz für solcherlei Szenen benennen. Die beiden Hauptakteure Min-sik Choi und Ji-tae Yu spielen auch noch ganz ausgezeichnet. Aber der Funke, der am Anfang und Ende auf mich überspringt, erlischt jedesmal im Mittelteil. Ich weiß auch partout nicht woran das liegt. Die Geschichte um Oh Dae-su ist erschütternd, aber irgendwann verliert mich der Drive und lässt mich am Straßenrand stehen. Einfach so. Lacht ihr alle, ich weine allein... zumindest bis er mich wieder einsteigen lässt.

Und trotzdem ist das ganze Ding auf seine (handwerkliche) Weise beeindruckend. Da kann man gar nix anderes sagen und das will ich auch gar nicht. Vielleicht packt er mich beim dritten Mal umso mehr.

Hach, dieser Soundtrack ist auch soo schön und läuft bis auf weiteres in Dauerschleife:

https://www.youtube.com/watch?v=GR4rXH5Aqa4

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jacker

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Hihi, nach der kleinen Unterhaltung über Asien also gestern erstmal OLDBOY angeschaut?! Fein!
Bei mir ist der auch recht lang her, aber Park Chan-Wook haut mich auch mit Filmen, die ich vor kurzem gesehen hab meist um (siehe zuletzt DURST)!


Schlopsi

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Ich habe echt keine Ahnung warum das beinahe nur bei Parks Filmen so ist. Habe ich ihn in Gedanken etwa so dermaßen (filmästhetisch) hochstilisiert das ich jedes mal mit einer "Enttäuschung" ende? Weiß ich leider nicht und das bereitet mir allmählich Kopfzerbrechen.

@Cupio: Jepp, die kommt ganz ohne Schnitt aus und die brennt sich ein. Dazu der ruhige aber drückende Score. Grandios.
Muss zugeben den Film hatte ich anfangs "normaler" im Sinn, zumindest ist der Film einer der zugänglichsten von Park. Das Ganze ist für westliche Verhältnisse tatsächlich etwas, nennen wir es mal überzogen, aber damit habe ich kein wirkliches Problem, zumal es sich hier ja noch in Grenzen hält ("I'm a Cyborg..." fand ich bspw. wirklich extrem). Die Worte von deinem Kumpel treffen es ja auch ganz gut.
Zu Oh Dae-su als Identifikationsfigur: Da ist was dran. Wobei er den Film über absolut dufte spielt, trifft mich alles erst am Schluss, wenn sich alles auflöst. Da aber auch richtig. Kann einfach nicht beschreiben woran das liegt? Das was mich halt am ehesten stört ist das fast tippelmäßige voranschreiten der Handlung im Mittelteil. Hier wird es mir jedesmal zu langsam, auch wenn die Figuren sich etwas entfalten können. Das gibt mir leider nichts und wirkt auf Dauer ermüdend auf mich.

@jacker: Ja, hatte vorgestern die blendende Idee mich endlich durch die Revengetrilogie zu gucken. Heute Abend kommt dann erstmals "Lady Vengeance" dran, danach vielleicht noch "Stoker". Aber "Oldboy" ist der einzige Film, den ich bisher zweimal gesehen habe.


brucelee76

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Bewertung10.0Herausragend

Hallo zusammen,

ein absoluter Oberkracher aus Südkorea!!! Adrenalin und Spannung pur!!! Sehr böse, brillant, beklemmend, schockierend und brutal. Für mich ein Meisterwerk!!!

Mein Fazit: Mehr Kino geht nicht. Absoluter Top-Film mit einer unglaublichen Story!!!

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brucelee76

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Hi Bruce, ja das ist er, ohne Zweifel. Mir hat ihn meine Schwester empfohlen. Ist jetzt schon zwei Jahre her und der Film wirkt immer noch.
Hast du das Remake von Spike Lee gesehen? Ist so überflüssig wie ein Bärenfurz :).


TheBruceWayne

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Nein zum Glück nicht. Ist bei mir auf Uninteressant :)


DoctorWho

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Bewertung5.0Geht so

Ich fand diesen Film, grade zum Ende hin, einfach nur noch verstörend und konnte in deshalb nicht wirklich genießen oder mir in Ruhe angucken.

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Fujing

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich fand den Film echt klasse, die Story ist echt geschickt gestrickt.
Leider hat er zwischendurch einige Längen...
„Lache, und die ganze Welt lacht mit dir. Weine, und du weinst allein“

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manuel.luger.3

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Bewertung4.5Uninteressant

naja, ich sags mal so, hab mir mehr und doch auch ein bisschen was anderes erwartet, naja kann man nix machen einfach nicht mein Film, Geschmäcker sind nunmal verschieden.

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manuel.luger.3

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???


JonnyvsSherlock

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?????????
Was ist die Regel von diesem Spiel, letze ?-Anzahl verdreifachen?;)


JonnyvsSherlock

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

„Lache, und die ganze Welt lacht mit dir. Weine, und du weinst allein“

Oldboy ist ein unfassbar intensives Meisterwerk, mit einer der bemerkenswertesten Storys der Filmgeschichte.
Noch nie, ich wiederhole noch nie bin ich derart in einen Film abgetaucht. Die Welt um mich herum war vergessen, einfach völlig unwichtig. Jede Sekunde habe ich dankbar in mir aufgesogen. Ich habe es wirklich miterlebt. So lebensecht, dass ich es teilweise kaum glauben wollte. Die Gewalt ist so unerträglich, dass man weggucken möchte. Das Rätsel um Oh Dae-su's Gefangenschaft ist so faszinierend, so mitreißend, dass es schon alleine die volle Laufzeit an den Bildschirm fesselt.
Wenn das Geheimnis dann schlussendlich aufgedeckt wird, sitzen wir schockiert und völlig gehirngefickt da, und versuchen mit Mühe, dem Rest des Films volle Konzentration zu schenken. Das ist aber höchst lohnenswert, da das Drehbuch einen weiteren Kniff parat hat und ein grandioses Ende abliefert.
Oldboy ist nicht nur die Hülle der absolut genialen Story, sondern bebildertes Leben. Liebe, Freude, Schmerz und Tod. Einfach alles was dazugehört. Und das auf so eine wunderbar melancholische Weise, voller Wahrheiten und Philosophie, dass einem das Herz aufgeht.
Die wunderschönen Bildkompositionen sind zum Niederknien. Jede Bewegung der Kamera ist traumhaft und voller Leben. Der Schnitt ist schlichtweg genial, da er so lässig mit Zeit und Informationen spielt, wie es wohl nur Chan-wook Park umsetzen konnte. Die absolut grandiose Musikuntermalung macht die Einheit von Bild und Ton endgültig zu einem Kunstwerk.
Der Hauptdarsteller Min-sik Choi personifiziert den Charakter unglaublich emotional und beeindruckend, was der Tiefe des Films auf keinen Fall abträglich ist. Die Darstellerin von Mi-do spielt berührend und mehr als überzeugend. Natürlich neigen alle Schauspieler des Films ein wenig zur Theatralik, dass gehört aber zum Grundgefühl des haarsträubenden Abenteuers und stört kein Bisschen.
Ich habe den Film mittlerweile schon zwei Male gesehen und tatsächlich habe ich den komplexen Handlungsverlauf erst beim letzten Mal völlig verstanden.
Ich bin dankbar. Dankbar, was für ein unvergessliches Erlebnis Oldboy ist. Dankbar, wie lebensecht und emotional mich der Film begleitet hat. Dankbar, dass sich diese unglaubliche Geschichte schockierend und faszinierend zugleich in mein Hirn gebrannt hat. Ein perfektes Kunstwerk!

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V2013

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Bewertung9.0Herausragend

Der Film ist schon harter Tobak. Es sind einige Szenen drin, an die ich von Zeit zu Zeit denken muss und die ich grandios fand, auch oder gerade, weil sie schlimm waren.
Ich würde sagen, ich mag den Film nicht, es ist wie ein Autounfall, den man schrecklich findet, aber nicht wegsehen kann. Sehr sehenswert aber auf jeden Fall!

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jp@movies

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Bewertung4.0Uninteressant

Pubertärer Schweinekram.
Bis Mitte 20 hätte ich den wohl abgefeiert.
Heute? Gähn.

Version 1.0 (Vorzeitiger Reaktionserguss)

- - -

“What’s all the fuss about?” (Cersei Lannister)
“I have no idea.” (Craster)

Version 2.0 (GAME OF THRONES Edition)

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jp@movies

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Na was jetzt, Haken rein oder raus? *confused*


jp@movies

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^^


BlackLevel

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Bewertung9.0Herausragend

Chan-wook Parks "Oldboy", ist tatsächlich mein erster koreanischer Film, den ich bis jetzt gesehen habe. Der Film hat mich doch mehr als positiv überrascht. Klasse!

Zum einem ist es die Art und Weise, wie dieser Film inszeniert wurde: Hervorragend choreographierten Kämpfe, geniale Kameraeinstellungen und ein fantastischer Score.

Und zum anderen die Darsteller:
Min-sik Choi (ganz großes Schauspiel) und Ji-tae Yu.

Der Film ist unglaublich intensiv, sehr spannend und mit cleveren Wendungen versehen.
Viel mehr als einfach nur ein Rache-Thriller, es ist Poesie..

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EvertonHirsch

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Bewertung9.0Herausragend

Lange hat es gedauert, ich habe “Oldboy“ immer wieder vor mir her geschoben. Von Chan-wook Park war ich bisher (“Durst“ und “Stoker“) alles andere als begeistert. Aber “Oldboy“ hat alle hohen Erwartungen, die man aufgrund der vorher gelesenen Kommentare bekommen hat, mindestens gehalten, eigentlich sogar weit übertroffen.

Liest man die Inhaltsangabe, könnte man meinen, man hat es hier mit einer typischen Rachestory zu tun, bei der ein Mann, der, ohne die Gründe zu kennen, 15 Jahre lang in einem Zimmer eingesperrt war und als er frei gelassen wird, Jagd auf seinen Peiniger macht.

Aber “Oldboy“ ist so viel mehr. Er hat eine so intelligente und vor allem immens spannende Geschichte zu bieten, bei der ein ums andere Mal die Erwartungen, Vermutungen und Ideen des Zuschauers ins Gegenteil gelenkt werden. Dabei hat “Oldboy“ mit Min-sik Choi noch einen richtig genialen Hauptdarsteller zu bieten, eine geniale Musik von Young-wuk Cho und natürlich diese typisch asiatischen Momente, bei der aus dem Nichts heraus eine angespannte Situation durch einfache Stilmittel (wie dem Klingeln eines Handys) etwas fast schon Groteskes verliehen bekommt.

“Oldboy“ ist großes koreanisches Kino, allein die Szene, in welcher Dae-su (Min-sik Choi) in dem engen Gang gegen die Aufseherbande kämpft, ist grandios. Kein Schnitt und ähnlich einem alten NES-Spiel wird das Bild auf eine zweidimensionale Fläche reduziert, in der sich Dae-su von links nach rechts kämpfen muss.

Ein Must-See für Jedermann.

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EvertonHirsch

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Ganz abschreiben würde ich das restliche asiatische Kino noch nicht. Zumindest würde ich noch mal einen Blick riskieren bei "The Good, the Bad, the Weird"


Einar

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Der ist ohnehin schon lange auf meiner Vormerkliste... :D
Ansonsten gefiel mir bislang aus Asien nur der japanische Film und "Don" aus Indien. Allerdings bin ich auch nicht der Mensch, der sich eine Reihe von asiatischen Filmen ansieht, also beruht meine Einschätzung auf den paar Werken, die ich gesehen habe.


sachsenkrieger

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Hey, endlich stimmt mal eine Voraussage! 8,5 für Oldboy bei der verspäteten Erstsichtung. Mann oh Mann, wie viele Kritiker-"Titanen" sich hier selbst beweihräuchern ob ihrer so genialen Kommentare. Image ist nichts, Geschmack ist alles, oder?

Der Streifen ist eigentlich eine 8,5 ..... häh? Eine 10 ist er, wenn man auf die für den durchschnittlichen Europäer anstrengende Machart koreanischer Filme, und die völlig überflüssige, teils desolat in Szene gesetzte Gewalt abfährt. Das tue ich nicht, darum ist der Film eine ..... wart mal, jetzt wird´s kompliziert ..... rechen-rechen-fummel-fummel-schieb-schieb-grübel-grübel ..... hah, eine 7.

Jetzt kommen aber der wunderbare Soundtrack, die Hauptdarsteller und die teils geniale Story mit ihren Windungen und Wendungen, die ruhigen Passagen und die für koreanische Verhältnisse recht mäßig aufdringliche ..... Pokemon-Machart ..... obwohl, die sind japanisch ..... egal, das macht summasumarum, simsalabim ..... 8,5 Zähler!

Ne, ohne Quatsch, wer auf asiatische Filme steht, findet hier ein Meisterwerk der Filmkunst wieder. Die Mischung aus ruhigen und hektischen Passagen war mir einfach zu unruhig für eine höhere Wertung, zumindest bei der Erstsichtung.

GOOD NIGHT AND GOOD LUCK!

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Laserdance

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Absoluter Kracher dieser Film. Wollte den damals nur kurz ansehen. Und hat mich echt überrollt. Das ist einer der Filme die mich vom Hocker gehauen haben.

Dabei kann ich nicht genau sagen warum. Die Story ist ja nun echt gut finde ich.

Da wird jemand 15 Jahre eingesperrt und weiß nicht warum.

Das Faszinierende ist die Umsetzung. Wie er in dem Zimmer sitzt. Und langsam Irre wird. Das ist ganz großes Kino. Die Kommentare und Szenen sind unglaublich intensiv. Auch genial der Hauptdarsteller. Grandiose Leistung in meinen Augen.

Auch später auf dem Rache tripp, gibt es unglaubliche Szenen. Dabei sind die gar nicht mal so überhart, einiges wird nur angedeutet. Und die Fantasie über nimmt dann den Rest. Was grausamer ist als aller Splatter, den man Zeigen könnte. Bilder, Sound, Umsetzung hier stimmt alles.

Das ende ist auch einfach knüppelhart und Schockierend in seiner Konsequenz. Wenn man kurz drüber nachdenkt.

Mir ist vollkommen unbegreiflich, wie dieses Meisterwerk keinen Oscar bekommen kann. Ja nicht mal nominiert wurde.

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Centipede

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Für was muss man eine Antenne haben? Um auf den Film zu stoßen oder was? Der Film ist wohl hier bei uns in Deutschland schon sehr bekannt. Und grade unter Leuten die mehr als 4 Filme in der Woche gucken, dürfte OldBoy kein Thema mehr sein.


Laserdance

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Lesen Sie einfach nochmal. Oder morgen nochmal. Dann kommen Sie schon drauf.


Gewitter.Kind

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Vom Ende zum Anfang - Vom Anfang zum Ende. Was rechtfertigt Liebe, was rechtfertigt Hass. Das Leben ist eine Wage der Erinnerung, es lässt uns fühlen, es lässt und weinen. Wo ist Schatten - wo Licht! Der Mensch und das Tier, vergib es mir. Was vermag es mir dieses Meisterwerk zu werten, vielmehr noch es zu lieben. Danke Chan-wook Park, danke.

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mariega

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"Das Leben ist eine Wage der Erinnerung" Schön!


Holzwerner

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Bewertung7.0Sehenswert

Gute Schilderung der Bestie Mensch und der real existierenden Machtverhältnisse, die ihn zu diesem Monster degenerieren. Aufgrund diverser übertreieben brutaler Bilder allerdings nur wenig erträglich bis ungenießbar. Daher noch eine 7.

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FilmFan92

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

SPOILER

Ein Lächeln des "Oldboy"s, untermalt von stimmiger Flötenmusik bildet das Ende dieses melancholischen Meisterwerks. Nach einer unbeschreiblich grausamen Tour de Force, schenkt uns der Regisseur einen kurzen Moment der Freude, es ist zwar nur ein Lächeln, ein verzweifelt anmutendes Lächeln, aber es erlöst den Zuschauer.
Park Chan-Wooks "Oldboy" ist voll von solchen Momenten. Ein Kunstwerk der Filmgeschichte. Ein Mann wird 15 Jahre eingesperrt. Kommunikation mit anderen Menschen bleibt ihm verwährt, das einzige was er hat, ist sein Zimmer und ein Fernseher. Schon hier wird klar, was uns in "Oldboy" erwarten wird. Kein Feel-Good-Movie, kein versöhnliches Ende. Oh Dae-Su verfällt scheinbar nach und nach dem Wahnsinn, ich meine, wer würde das nicht? Ameisen krabbeln auf ihm herum, reine Einbildung.
"Nach 10 Jahren gewöhnt man sich an die Situation" (Zitat aus dem Original "frei" übersetzt) lässt Oh Dae-Su später im Film verlauten. So scheint er den Entschluss zu fassen, zu trainieren, um Rache auszuüben. Rache für verlorene 15 Jahre. Doch nachdem er frei gelassen wird, zeigt sich sein Peiniger erstaunlich schnell und schickt Oh Dae-Su auf die Frage nach dem "Warum?". Warum 15 Jahre?
Park Chan-Wook bebildert sein ästhetisches Kunstwerk mit düsteren und melancholischen Bildkompositionen, unterbricht diese immer wieder mit brutalen Gewaltszenen, die aber nie bejahend oder zum Selbstzweck verkommen. Sei es das Ziehen von Zähnen oder das Abschneiden einer Zunge, Rache ist nunmal kein edler, sondern ein grausamer Weg. Ein Weg auf dem man sich verliert und verirrt. Und je mehr Oh Dae-Su über das "Warum" erfährt, desto weiter stürzt er in die Abgründe seines eigenen Monsters. Seine Beziehung zu Mi-Do bietet zwar einen gewissen Schutz, denn sie bewahrt seine Menschlichkeit. Doch Schluss endlich, stellt er sich seinem Peiniger, ein Mann der seine ganz spezielle Art der Rache ausübt. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Doch schlussendlich, verwährt er Mi-Do den Blick in die Kiste, ein Blick den Oh Dae-Su schon vollführt hat und der ihn in eine aussichtslose und bettelnde Unterwerfung führt.
Hier stoppt Woo-Jin seine Rache. Dae-Su wurde zu einem Monster und Woo-Jin ist erlöst. Die darauffolgende Szene im Aufzug, bietet eine der emotional stärksten Szenen der letzten Jahre. Woo-Jin verabschiedet sich von seiner Schwester und dann von sich selbst und seinen Schuldgefühlen. Unterlegt mit einem zu Tränen rührenden Streicherensemble und einem wunderbar verzweifelten Blick von Ji-Tae Yu, (Schauspiel)Kunst in Perfektion.
Beachtlicher ist jedoch die Ausnahmeleistung von Choi Min-Sik, der seiner Figur einiges abverlangt. Vom rachegetriebenen Monster, bis zum verzweifelten "Hund" bietet er eine explosive und facettenreiche Schauspielleistung, wie es sie selten gibt. Auch in den Kampfszenen macht er eine hervorragende Figur. Herausstechen tut hierbei natürlich die Kampfszene im Korridor seines ehemaligen Gefängnisses. Klasse gefilmt, keine "Sprung-Kicks", Salti oder andere unnötige Manöver, einfach nur echt und brutal.
Die Gewaltszenen sind aber in Anbetracht der zwei Stunden Laufzeit, recht rar gesät und weit vom Fokus entfernt. Oldboy lebt viel mehr von seiner Atmosphäre, der Philosophie, der melancholischen Musik, von den Bildern, den Metaphern und der gnadenlosen Auflösung. Sei es das Essen eines lebenden Tintenfisches, die gemeinsame Zugfahrt mit einer Ameise oder das Teilen der Persönlichkeit und der darauffolgende "Tod" des Monsters, "Oldboy" steckt voller Symbole, die nach jeder Sichtung in einem anderen Licht erscheinen. Man entdeckt immer wieder neue Facetten, interpretiert den Film anders. "Oldboy" ist ein Film für die Ewigkeit, ein Kultfilm und der Grund warum Südkorea bei vielen Filmfans so hoch im Kurs steht. Oldboy ist perfekt und daran besteht kein Zweifel.

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FilmFan92

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Dank' dir :)


Big_Kahuna

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Ganz klasse! Meine halbe Freundesliste und ich haben den mit Herz drin und das völlig zurecht! ;)


matzekaeiou

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

the last waltz ist die schönste filmmusik, die ich kenne...
sehr genialer film:)

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naibaf

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Bewertung9.0Herausragend

:) zu irre cool um es gross zu kommentieren ...

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FilmSuechtig

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Kranker, toller Film mit vielen unerwarteten Wendungen.

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vuvuzela

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Bewertung6.0Ganz gut

Der Film ist mir zu komplex, wahrscheinlich künstlerisch wertvoll, allerdings hat er mich nicht so gefesselt wie manch anderen hier in diesem Forum

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hrxuuuu

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Bewertung9.0Herausragend

Oldboy ist ein Film, der alles hat was Filmkunst ausstrahlt. Dramatisch mit Musik untermalt, poethisch sowie zeitlos erzählt, brachial brutal und lässt Charakter ihren Freiraum. Oldboy ist Filmkunst in alller hinsicht und das aus einer koreanischen Produktion.

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pischti

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Jo, toller Film! :)



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