Dallas Buyers Club

The Dallas Buyers Club (2013), US Laufzeit 117 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 06.02.2014


Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
7.3
Kritiker
50 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.8
Community
3470 Bewertungen
176 Kommentare
admin image admin trailer admin edit edit group memberships sweep cache Moviemaster:Movie

von Jean-Marc Vallée, mit Matthew McConaughey und Jared Leto

Oscarpreisträger Matthew McConaughey betreibt als Aids-Kranker den Dallas Buyers Club, in welchem er illegal erworbene Medikamente an Leidensgenossen vertreibt.

Handlung von Dallas Buyers Club
Wir schreiben das Jahr 1985: Ein Virus geistert durch die Gazetten wie ein Schreckgespenst und bringt Verwirrung, Hilflosigkeit, Leid und schließlich den Tod. Der Virus ist der HI-Virus, und er bringt die tödliche Krankheit Aids. Es ist eine Krankheit, die man im Volksmund zunächst als ‘Schwulenkrankheit’ bezeichnete, da sie in Homosexuellenkreisen weit verbreitet ist.

Der Vollblut-Cowboy und Teilzeit-Elektriker Ron Woodroof (Matthew McConaughey) ist Homophobiker, der die Frauen ebenso liebt wie die Drogen. Als dem Elektriker die Diagnose Aids eröffnet wird, fällt er entsprechend aus allen Wolken. Die Ärzte geben ihm noch einen Monat zu leben. Da das einzig legale Medikament AZT Ron mehr schadet als nützt, sucht er nach anderen Wegen, die ihn jedoch in die Illegalität führen. Er importiert Medikamente aus dem Ausland, die bei seinen Leidensgenossen reißenden Absatz finden.

Als Ron unter stillschweigender Billigung seiner Ärztin Dr. Eve Saks (Jennifer Garner) und mit dem ebenfalls kranken Rayon (Jared Leto) den sogenannten Dallas Buyers Club gründet, der schnell landesweit verstreute Vertretungen findet, gerät Ron mit der FDA (Food and Drug Administration) in Konflikt. Aber Ron sagt diesen Repressalien mit der gleichen Hartnäckigkeit den Kampf an wie seiner Krankheit.

Hintergrund & Infos zu Dallas Buyers Club
Die auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte des Ron Woodroof ist dem Texaner Matthew McConaughey wie auf den Leib geschneidert, auch wenn er für seine Rolle in Dallas Buyers Club innerhalb von vier Monaten knapp 25 kg Körpergewicht verlieren musste, um den Verlauf der Aids-Erkrankung authentisch aussehen zu lassen. Sein Leidenskollege Jared Leto, der gerne körperliche Herausforderungen sucht (vgl. Requiem for a Dream), hatte für den gleichen Krankheitseindruck gerade einmal drei Wochen zur Verfügung.

McConaughey ist so etwas wie das texanische Aushängeschild unter den Schauspielern. Wann immer er kann, betreibt er mit seinem Akzent Werbung, sei es in Bernie – Leichen pflastern seinen Weg, Magic Mike oder in Killer Joe.

Regie bei Dallas Buyers Club führte der Film-Festival-Liebling Jean-Marc Vallée (prämiert u.a. auf dem Toronto International Film Festival für C.R.A.Z.Y. – Verrücktes Leben). Dallas Buyers Club wurde 2013 auf dem Toronto International Film Festival uraufgeführt. Auf dem Hollywood Film Festival wurden sowohl Jared Leto als auch Matthew McConaughey ausgezeichnet, erster mit dem Breakthrough Award, letzterer als Actor of the Year. Auch Regisseur Jean-Marc Vallée durfte einen Preis entgegen nehmen, nämlich beim San Sebastián International Film Festival. Bei den Golden Globes 2014 und bei den Oscars 2014 schließlich wurden sowohl Matthew McConaughey als auch Jared Leto für ihre Darstellungen prämiert. (EM)

  • 37795279001_2633080564001_thumbnail-for-video-2633000344001
  • 37795279001_3100813546001_thumbnail-for-video-3099991201001
  • Dallas Buyers Club - Poster
  • Dallas Buyers Club
  • Dallas Buyers Club

Mehr Bilder (32) und Videos (15) zu Dallas Buyers Club


Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kommentare (172) — Film: Dallas Buyers Club


Sortierung

Bletch

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Eine bewegende Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht und den Zuschauer in eine Zeit versetzt, als es im Kampf gegen HIV noch wenig bis keine Hoffnung gab und im Hinblick auf Homosexualität wenig Toleranz.
Doch der Rodeo-Macho Ron Woodroof nimmt in seiner nahezu hoffnungslosen Lage den Kampf mit der Krankheit und seiner eigenen Lebenseinstellung an.
Authentischer und glaubwürdiger konnte man die Rolle von Ron Woodroof sicherlich nicht spielen als es Matthew McConaughey getan hat. Großartig!
Auch wenn man über den Magerwahn von McConaughey und Leto sicherlich unterschiedlicher Meinung sein kann. Aber darüber ist wohl schon genügend diskutiert worden.
Insgesamt ein toller (nicht emotional übertriebener) Film mit überzeugenden Darstellern, der aus meiner Sicht zu Recht bei den Oscar- und Golden Globe-Verleihungen so viele Auszeichnungen abgeräumt hat.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

hrxuuuu

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sehr spannendes Drama über eine Wahre Geschichte mit guter Darstellung der Charaktere.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

patcharisma

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Oftmals sind es Filme, an die man die grössten Erwartungen hegt gerade dann die, die auch ein hohes Entäuschunspotenzial mit sich bergen. So erging es mir mit "Dallas Buyers Club". Natürlich ist es eine Geschichte, die erzählt werden muss, das Schauspiel aller Beteiligten ist grandios und das geslurrte texanische Rodeo-Amerikanisch macht durchwegs grossen Spass (Synchros sind hier eh verboten!). Wo hapert es denn? Der Film lebt vorallem durch den gesellschaftlichen Culture-Clash zwischen Bull-reitenden Cowboys vs. der diamertralen, recht kaputten Drag- und Queerszene (aus Dallas 1985). Immer wieder lieben wir diese eigene Tragikomik in solchen Filmen, wie z.B. "Transamerica" oder "Liberace". Aber hier wollte bei mir der Funke nie wirklich herüberspringen, echt dramatische Höhepunkte oder Schlüsselszenen mit Aha-Effekt suchte ich vergeblich. Aus der zwangsweisen Beziehung zwischen McConaughy und Leto wäre viel mehr drin gewesen. Zudem plagen überflüssige Wiederholungen und der ganze aufgegleiste Erzählfluss (zwischen Hektik und Langatmigkeit) immer wieder die Freude. Auch das Gros der Aufmüpfigkeiten gegen die Behörden und die Pharma-Mafia waren für mich dramaturgisch einfach zu harmlos. Zwei, drei dürftig geschriebene End-Sätze sind für eine wahre Geschichte dann nochmals zu wenig.

Trotzdem: Filme mit einer so edlen gesellschaftskritischen Intention wie "Dallas Buyers Club", die zudem anhand einer (Teil-)Biographie ein Stück Zeitgeschichte authentisch erzählen und ihr Credo für die Schwächeren zollen, gehören natürlich immer geschaut. Denn die gibt es eben nur im Kino.

bedenklich? 18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Dr. Train Spotting

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Manche Filme hinterlassen einen mit einem absoluten "wow" Effekt. Ehrlich gesagt hab ich die ganze Zeit beim anschauen gedacht bitte hör nicht auf, hör bitte noch nicht auf.

Schauspielerische Leistung, abgesehen von Garner die durchschnittlich aber gut spielt, ist überragend. Sowohl Leto, als auch Maccohny spielen unterstützt von grandiosen Kostümen großartig, sodass man beinahe nicht erkennt wer da überhaupt durchs Kino tanzt.

Der Plot ist ehrlich, hart und überzeugend und jeder sollte diesen Film sich zu Gemüte führen.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Aco_o

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein unglaublich guter Film, der einfach in vielen Situationen zeigt wie krank unsere Welt doch in Wirklichkeit ist und das mit Macht und Geld alles möglich ist.
Super Story!!!
Guter Cast!!!

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

hoppla87

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Sehr guter Film und das obwohl ich den Schauspieler gorher so scheisse fand

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

cronic

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wie erwartet durchgehend starke Performances

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

keskushermoston.pesakekovettumatauti

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Film hat mich von Beginn an in den Bann gezogen. Zwar verzichtet Regisseur Vallée nicht auf kleinere Soundsperenzchen, die mir persönlich so gar nicht zusagen, dafür hält er den von Craig Borten und Melisa Wallack gut geschriebenen (will heißen: keine Glückskeks-Dialoge) Film in ruhigen Fahrwassern. Keine übertriebenen Emotionen, keine peinlichen Einstellungen, keine überbordende Musik.
Die Charakterentwicklung des Herrn Woodroofs ist nachvollziehbar und nicht unrealistisch - er verhökert die Medizin zunächst nur, um an Kohle zu kommen. Erst allmählich schärft sich sein Sinn für die Nöte anderer. Auch seine homophobe Art wird er bis zum Ende nicht vollends los. Er respektiert Rayon zusehends und sieht AIDS als Grund der Distanz mehr und mehr kritisch, zieht sie/ihn aber bis zum Ende mit durchaus derb-homophoben Sprüchen auf. Er ist halt einfach ein Joe Average aus Texas - aber einer, der dazulernt.
Und ich traue es mich kaum zu schreiben: selbst Jennifer Garner - ja, sie spielt auch mit - als Ärztin nervt ausnahmsweise nicht, sie bereichert den Film sogar um ein paar Nuancen.
Der Film behandelt also mehrere Ebenen: die Pharmakonzerne und ihren Profit, Homophobie, AIDS als Grund der Ausgrenzung, Zusammengehörigkeitsgefühl, Gerechtigkeitsempfinden, Ärzte, die sich gegen die Regeln stellen wollen.
Und das macht er in meinen Augen überdurchschnittlich gut. Dabei muss ich noch etwas, von dem ich dachte, ich sage es nie, erwähnen: der Film wird zwischenzeitlich mehr von Leto als von McConaughey getragen. Leto spielt den Transvestiten einfach richtig, richtig gut und überaus sympathisch. Auf der anderen Seite steht McConaughey eigentlich in nichts nach - Leto macht es halt trotzdem einen Ticken besser. Vor allem, da Matthew eine obligatorische "Weinkrampf-im-Auto"-Szene hat, und die erinnerte mich unangenehm an Thomas Jane in "Der Nebel". Ansonsten macht er seine Sache wirklich gut.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Jan-Malte

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Ein absolut sehenswerter und berührender Film über Menschen, die am Abgrund stehen. Ich habe schon bessere Filme gesehen, aber zum Nachdenken regt er in jedem Fall an. Daumen hoch!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

DrunkenCherry

Kommentar löschen
Bewertung5.5Geht so

Für mich ein etwas überbewerteter Film. Er ist nicht schlecht, aber so unheimlich mitgerissen hat er mich auch nicht. Die Thematik ist super, aber ich denke, man hätte da viel mehr rauskitzeln können.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

kaot76

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Bislang mochte ich M.McConaughey nicht sonderlich.Hier hat er mich allerdings restlos überzeugt.Leto ebenso.Ein guter Film nach wahren Begebenheiten der leider doch einige längen hat.Was mich allerdings extrem ärgert ist, daß man um einen Oscar zu gewinnen meißtens ein Drama abliefern muss welches sich mit irgendwelchen Randgruppen beschäftigt z.B. Behinderte (The King's Speech, Rain Man,etc.) , Rassendiskriminierung (12 Years a Slave, Blind Side, Precious,etc.) , Todkranke (Philadelphia, Dallas Buyers Club,etc.), Homosexuelle (Milk, Brokeback Mountain), usw. Das nervt mich schon seit längerem extrem an.Da sind die Globes oder Cannes noch etwas besser als diese Pseudo-mitfühlenden Hollywood Egoisten.Das beste Beispiel war doch wieder, daß "The Wolf of Wall Street" leer ausging obwohl es eindeutig der bessere Film war und den besten Darsteller sowie Regisseur hatte.Selten sind Ausnahmen wie "Inglourious Basterds", "Django Unchained", "No Country for old Men", "Departed", "There will be Blood", "Erbarmungslos".Das Scorsese erst einen Oscar (als Regisseur) oder DiCaprio gar keinen (bei so unglaublich guten Leistungen) bekommen hat ist doch ein schlechter Witz. Man nehme eine wenn möglich wahre dramatische Geschichte, in der Randgruppen die Protagonisten sind.Sucht einen nicht schlechten Darsteller der sich wenn möglich körperlich malträtiert.Einen guten Regisseur und garniert alles mit guten Kostümen und Soundtrack und da ist er- der Oscar!Sowas von billig und heuchlerisch!

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Fu-Jay

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Darstellerisch ist Dallas Buyers Club die gewohnte auf Oscars magnetisch wirkende Augenweide, wie man sie mindestens einmal im Jahr auch im Mainstream-Kino zu sehen kriegt, was ich absolut nicht negativ meine. Insgesamt zollt Dallas Buyers Club dem unheimlich gewichtigen Thema AIDS sowie Homosexualität auch erstaunlich viel Respekt für einen im Mainstream angesiedelten Film. Ähnliches gab es meines Wissens nach nur in Philadelphia zu begutachten.
Es fällt mir schwer dem Kritikpunkt vieler, der Film habe einige Längen, beizupflichten, da mich vor allem die rasche Charakterentwicklung etwas irritiert hat. Ginge es nach mir, hätte man dem ganzen Film durchaus mehr Zeit geben können, sich völlig zu entfalten und wäre für mich damit statt nur sehenswert wahrscheinlich einer der besseren Filme des vergangenen Jahres geworden.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

clarkkent

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

McConaughey und Jared Leto`s Spiel ist wirklich gut,
wobei ich gleich am Anfang sagen möchte, das ich mir den Film ziemlich genau angeschaut habe, und zwar im Bezug auf den Oscar der De Caprio damals entgangen ist.
ich bin ein McConaughey-Fan, und es ist schon beachtlich was er hier leistet, wie er sich runtergehungert hat usw,
aber ich finde De DiCaprio hätte ihn damals bekommen sollen.
Er hatte seine Figur noch Facettenreicher gespielt.
Der Film an sich ist schon interessant, leider baut sich in den2 stunden kaum Spannung auf, was zur Folge hat das sich einige längen zum Ende hin ziehen.
Fazit: Drama bei dem viel pharmazeutisches Hintergrundwissen vermittelt wird mit starken Cast der zum Ende anfängt zu schwächeln.
DER WOLF war wirklich der bessere Film.

Ich möchte noch ergänzen das meine Bewertung eventuell höher ausgefallen währe, wenn ich nicht unweigerlich den Film mit the Wolf of wall street vergleichen müsste.
ich bin da leider ein wenig befangen, da de caprio einer meiner LieblingsSchauspieler ist und ich ihm schon so lange einen Oscar gönne.
Das ist eventuell nicht ganz fair, aber dagegen kann ich nichts machen.
Leto spielt auch überragend, und hat sich seinen goldjungen redlich verdient.
McConaughey eigendlich ja auch. ..
Mensch das war aber auch knapp.
Wer mal was richtig perverses sehen will, schaut sich auf der DVD unter Extras mal den Photocall an.
KotzTüten bereithalten :)

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

kaot76

Antwort löschen

Ich fand das wieder mal Scorsese/DiCaprio Betrug.Keine Frage .Guter Film, starke Darsteller (M.McConaughey hat sich echt absolut gemausert.-Knnte ich bis jetzt nie ab) ABER im direkten Vergleich mit The Wolf of Wall Street wäre meine Wertung so ausgegangen:
Bester Film: Wolf of Wall Street
Beste Regie: Martin Scorsese
Bester Darsteller: L.DiCaprio
Bester Nebendarsteller: M.McConaughey (Wolf of Wall Street)
Beste Kostüme: American Hustle
Mal ehrlich 4 Nominierungen und nie was gewonnen.Was hat er denn verbrochen?DiCaprio ist für mich der DeNiro unserer Zeit!


2ndFugee

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Ein Film, der wohl an meinen hohen Erwartungen gescheitert ist. Mit Lob überschüttet und mit Oscars beschenkt waren diese bei mir nämlich nicht grade gering - für mich kommt der Film dann letztendlich aber nicht über den Ruf eines typischen Hollywood-Dramas heraus. Eine Spannungskurve wird vermisst und an einigen Stellen zieht sich der Film dann doch etwas in die Länge. Zweifelsfrei sind die schauspielerischen Leistungen von Matthew McConaughey und Jared Leto verdammt stark - allerdings hätte ich den Oscar in beiden Kategorien an jemand anderen gegeben, aber gut. Das is dann natürlich auch immer sehr subjektiv. Insgesamt für mich ein ganz guter Film, den man sich schon mal angucken kann, der allerdings den Hype, der um ihn gemacht wurde nicht ganz rechtfertigt..

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

cule0809

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ob der Oscar nun verdient ist oder nicht, auf die Diskussion lass ich mich nicht ein. Fakt ist, Matthew McConaughey sich wirklich gemacht hat die letzten Jahre. Egal ob in der Serie True Detective, in Mud oder nun in Dallas Buyers Club. Er ist schlichtweg eine Wucht. Doch Dallas Buyers Club bietet mehr als nur einen guten Schauspieler! Zu einem haben wir von diesem gleich ein ganzes Duzend. Besonders auffällig ist dabei Jared Leto. er und Matthew spielen dabei ein ungleiches Paar, doch die Chemie stimmt. Auf der einen Seite den etwas homophoben, egoistischen aber nicht unterkriegenden Matthew. Auf der anderen Seite den drogenabhängigen, exzentrischen und als Transfrau auftretende Leto. So unterschiedlich beide sind, so sehr sie sich am Anfang schwer tun, so haben sie aber eins gemeinsam. Sie sind beide an AIDS erkrankt und beide wollen nicht nur länger leben, sondern auch das ganze profitabel ausnutzen. Was am Anfang einen Egotrip gleicht, soll später die Behandlung dieser Krankheit um einiges leichter machen. So wird aus einem egoistischen Arschloch, ein Revolutionär der einfach mal die ganze Pharmaindustrie auf den Kopf stellt, die selbst nur nach Profit strebt. Beide spielen sich hier regelrecht in Rage. Gegen Ende zerreißt es einen förmlich. Ob der Oscar für den besten Nebendarsteller verdient war? Hier lege ich ganz klar fest und sage ja!

Der Film schafft es, dass er trotz seiner langen Laufzeit wie im Flug vergeht. Denn neben dem AIDS-Drama sehen wir auch die einzelnen Mechanismen einer Industrie, die mit dem Leben der Bevölkerung spielt. Ob das Medikament wirkt oder nicht spielt keine Rolle, Hauptsache es bringt Geld. Ein perverser Gedanke und doch Realität. Schön, dass der Film auch diese Seite zeigt.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

FilmFreak2K13

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Ein typisches Hollywood Drama, welches nach Schema-F abgearbeitet wird. Große Überraschungen o.ä sucht man hier vergeblich. Es läuft genauso wie man es erwartet und schon von zig anderen Filmen dieser Art kennt. Des Weiteren hat der Film auch noch mit einigen Längen zu kämpfen was das Folgen des Geschehens etwas erschwert.

Was den Film dann rettet ist das Schauspiel seiner 2 Hauptdarsteller. Allen voran McConaughey liefert eine echt gute Performance ab. Noch vor seiner Diagnose sieht er schon sehr abgemagert und hager aus. Dieses Bild verschlechtert sich dann nach und nach noch mehr. Und doch kann man auch den Erholungsprozess an ihm sehr gut nachvollziehen. Oscarreif? Diesen Goldjungen hätte Leo eher verdient. Aber das ist typisch Hollywood bzw. Academy.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

TakaTukaLand

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Mal wieder bereitet Hollywood ein "schwules" Thema für ein Hetero-Publikum auf, wobei auch mal eben der Hauptcharakter dieser "wahren Begebenheit" von einem eigentlich Bisexuellen, der sich in der Schwulenszene bewegte, zu einem homophoben Hetero-Chauvi gemacht wird. Drückt man bei dieser Geschichtsfälschung ein Auge zu, schafft es der Film aber durchaus zu überzeugen und erzählt - wenn auch falsch - eine wichtige, interessante und mitreißende Geschichte. Nicht nur schauspielerisch großartig, aber Punktabzug für die Veränderung der Geschichte.

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

TakaTukaLand

Antwort löschen

Es gibt unendlich viele schwule Filmemacher, lesbische Filmemacherinnen und queere Filmmenschen, die auch zu diesen Themen Filme machen. Aber die werden entweder aufgrund geldmangels zu B- oder C-Movies oder aber einfach nicht dem breiten Publikum präsentiert. Und genau deshalb ja auch meine Kritik: es gibt ein riesiges schwul/lesbisch/queeres Genre mit Tausenden von Filmen, aber der Mainstream guckt und kennt halt nur Hetero-Schwulenfilme.
Wenn man schon von 2 (sich vermeintlich gegenüberstehenden) Gruppierungen spricht, wäre es schön, wenn die privilegierte (heterosexuelle) Gruppe mal auf die andere zugeht und sie kennenlernt, statt sie nach der eigenen Vorstellung zu assimilieren.


clarkkent

Antwort löschen

Genau das macht sie doch in dem sie diese Filme schaut. alles andere finde ich ein bisschen viel verlangt.
ich geh Jap auch nicht auf rosa Veranstaltungen,
das ist dann doch zu viel des guten.
und das hat nichts mit Vorurteilen zu tun.
privilegierter find ich heteros auf keinen fall.
zudem beweisen schwule Männer meist den besseren Geschmack in vielerlei Hinsicht.
bei lesbischen Frauen lässt sich dss eher schwer für mich beurteilen,
da hab ich nicht so den Draht zu


FordFairlane

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

"Dallas Buyers Club" besticht nicht nur durch zwei herausragende Hauptdarsteller, sondern auch durch eine mitreißende Geschichte. Der Film selber hat aber auch mit einigen Längen zu kämpfen, was die Nerven schon etwas strapazieren kann. 7 von 10 meinerseits!

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

gassifan2410

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Überragende Leistung der beiden männlichen Hauptdarsteller!
Aber sonst?
Zieht sich ein wenig.
Matthew hat einige grandiose Einzelszenen und das Spiel von Jared ist schon beeindruckend, vor allem wenn man bedenekt das der Mann eher unregelmässig Filme dreht.
Allein wegen dieser zwei Typen echt empfehlenswert!

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

LivingDead

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Ganz offensichtlich sind die beiden Hauptdarsteller, McConaughey und vor allem Jared Leto, hier die Hauptattraktion, die mit ihrem körperverachtenden Method-Acting ganz klar einmal mehr Stirnrunzeln beim Betrachter auslösen. Davon abgesehen geht es um einen Menschen, der durch eine erschütternde Diagnose zum Sinneswandel getrieben wird und versucht, sich selbst und viele andere Menschen vor einem langen und schmerzhaften Tod zu bewahren. Die wirklich ganz schmerzhaften Szenen werden in dem Film umschifft, was zur Folge hat, dass der schwermütige Stoff bisweilen doch recht leicht konsumierbar erscheint. Unter diesem Deckmantel tut das Gesehene natürlich dennoch ausreichend weh, um auch nach dem Abspann Wirkung zu zeigen. Die subtile Regie, das sehr gute Hauptdarstellerduo machen diesen Film sehr sehenswert, durch die dogmatisierte Inszenierung bleibt ihm das Prädikat Meisterwerk jedoch erspart.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Fans dieses Films mögen auch