Dallas Buyers Club

The Dallas Buyers Club (2013), US Laufzeit 117 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 06.02.2014


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7.3
Kritiker
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von Jean-Marc Vallée, mit Matthew McConaughey und Jared Leto

Oscarpreisträger Matthew McConaughey betreibt als Aids-Kranker den Dallas Buyers Club, in welchem er illegal erworbene Medikamente an Leidensgenossen vertreibt.

Handlung von Dallas Buyers Club
Wir schreiben das Jahr 1985: Ein Virus geistert durch die Gazetten wie ein Schreckgespenst und bringt Verwirrung, Hilflosigkeit, Leid und schließlich den Tod. Der Virus ist der HI-Virus, und er bringt die tödliche Krankheit Aids. Es ist eine Krankheit, die man im Volksmund zunächst als ‘Schwulenkrankheit’ bezeichnete, da sie in Homosexuellenkreisen weit verbreitet ist.

Der Vollblut-Cowboy und Teilzeit-Elektriker Ron Woodroof (Matthew McConaughey) ist Homophobiker, der die Frauen ebenso liebt wie die Drogen. Als dem Elektriker die Diagnose Aids eröffnet wird, fällt er entsprechend aus allen Wolken. Die Ärzte geben ihm noch einen Monat zu leben. Da das einzig legale Medikament AZT Ron mehr schadet als nützt, sucht er nach anderen Wegen, die ihn jedoch in die Illegalität führen. Er importiert Medikamente aus dem Ausland, die bei seinen Leidensgenossen reißenden Absatz finden.

Als Ron unter stillschweigender Billigung seiner Ärztin Dr. Eve Saks (Jennifer Garner) und mit dem ebenfalls kranken Rayon (Jared Leto) den sogenannten Dallas Buyers Club gründet, der schnell landesweit verstreute Vertretungen findet, gerät Ron mit der FDA (Food and Drug Administration) in Konflikt. Aber Ron sagt diesen Repressalien mit der gleichen Hartnäckigkeit den Kampf an wie seiner Krankheit.

Hintergrund & Infos zu Dallas Buyers Club
Die auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte des Ron Woodroof ist dem Texaner Matthew McConaughey wie auf den Leib geschneidert, auch wenn er für seine Rolle in Dallas Buyers Club innerhalb von vier Monaten knapp 25 kg Körpergewicht verlieren musste, um den Verlauf der Aids-Erkrankung authentisch aussehen zu lassen. Sein Leidenskollege Jared Leto, der gerne körperliche Herausforderungen sucht (vgl. Requiem for a Dream), hatte für den gleichen Krankheitseindruck gerade einmal drei Wochen zur Verfügung.

McConaughey ist so etwas wie das texanische Aushängeschild unter den Schauspielern. Wann immer er kann, betreibt er mit seinem Akzent Werbung, sei es in Bernie – Leichen pflastern seinen Weg, Magic Mike oder in Killer Joe.

Regie bei Dallas Buyers Club führte der Film-Festival-Liebling Jean-Marc Vallée (prämiert u.a. auf dem Toronto International Film Festival für C.R.A.Z.Y. – Verrücktes Leben). Dallas Buyers Club wurde 2013 auf dem Toronto International Film Festival uraufgeführt. Auf dem Hollywood Film Festival wurden sowohl Jared Leto als auch Matthew McConaughey ausgezeichnet, erster mit dem Breakthrough Award, letzterer als Actor of the Year. Auch Regisseur Jean-Marc Vallée durfte einen Preis entgegen nehmen, nämlich beim San Sebastián International Film Festival. Bei den Golden Globes 2014 und bei den Oscars 2014 schließlich wurden sowohl Matthew McConaughey als auch Jared Leto für ihre Darstellungen prämiert. (EM)

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Kommentare (163) — Film: Dallas Buyers Club


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kaot76

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Bewertung7.0Sehenswert

Bislang mochte ich M.McConaughey nicht sonderlich.Hier hat er mich allerdings restlos überzeugt.Leto ebenso.Ein guter Film nach wahren Begebenheiten der leider doch einige längen hat.Was mich allerdings extrem ärgert ist, daß man um einen Oscar zu gewinnen meißtens ein Drama abliefern muss welches sich mit irgendwelchen Randgruppen beschäftigt z.B. Behinderte (The King's Speech, Rain Man,etc.) , Rassendiskriminierung (12 Years a Slave, Blind Side, Precious,etc.) , Todkranke (Philadelphia, Dallas Buyers Club,etc.), Homosexuelle (Milk, Brokeback Mountain), usw. Das nervt mich schon seit längerem extrem an.Da sind die Globes oder Cannes noch etwas besser als diese Pseudo-mitfühlenden Hollywood Egoisten.Das beste Beispiel war doch wieder, daß "The Wolf of Wall Street" leer ausging obwohl es eindeutig der bessere Film war und den besten Darsteller sowie Regisseur hatte.Selten sind Ausnahmen wie "Inglourious Basterds", "Django Unchained", "No Country for old Men", "Departed", "There will be Blood", "Erbarmungslos".Das Scorsese erst einen Oscar (als Regisseur) oder DiCaprio gar keinen (bei so unglaublich guten Leistungen) bekommen hat ist doch ein schlechter Witz. Man nehme eine wenn möglich wahre dramatische Geschichte, in der Randgruppen die Protagonisten sind.Sucht einen nicht schlechten Darsteller der sich wenn möglich körperlich malträtiert.Einen guten Regisseur und garniert alles mit guten Kostümen und Soundtrack und da ist er- der Oscar!Sowas von billig und heuchlerisch!

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Fu-Jay

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Bewertung7.5Sehenswert

Darstellerisch ist Dallas Buyers Club die gewohnte auf Oscars magnetisch wirkende Augenweide, wie man sie mindestens einmal im Jahr auch im Mainstream-Kino zu sehen kriegt, was ich absolut nicht negativ meine. Insgesamt zollt Dallas Buyers Club dem unheimlich gewichtigen Thema AIDS sowie Homosexualität auch erstaunlich viel Respekt für einen im Mainstream angesiedelten Film. Ähnliches gab es meines Wissens nach nur in Philadelphia zu begutachten.
Es fällt mir schwer dem Kritikpunkt vieler, der Film habe einige Längen, beizupflichten, da mich vor allem die rasche Charakterentwicklung etwas irritiert hat. Ginge es nach mir, hätte man dem ganzen Film durchaus mehr Zeit geben können, sich völlig zu entfalten und wäre für mich damit statt nur sehenswert wahrscheinlich einer der besseren Filme des vergangenen Jahres geworden.

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clarkkent

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

McConaughey und Jared Leto`s Spiel ist wirklich gut,
wobei ich gleich am Anfang sagen möchte, das ich mir den Film ziemlich genau angeschaut habe, und zwar im Bezug auf den Oscar der De Caprio damals entgangen ist.
ich bin ein McConaughey-Fan, und es ist schon beachtlich was er hier leistet, wie er sich runtergehungert hat usw,
aber ich finde De DiCaprio hätte ihn damals bekommen sollen.
Er hatte seine Figur noch Facettenreicher gespielt.
Der Film an sich ist schon interessant, leider baut sich in den2 stunden kaum Spannung auf, was zur Folge hat das sich einige längen zum Ende hin ziehen.
Fazit: Drama bei dem viel pharmazeutisches Hintergrundwissen vermittelt wird mit starken Cast der zum Ende anfängt zu schwächeln.
DER WOLF war wirklich der bessere Film.

Ich möchte noch ergänzen das meine Bewertung eventuell höher ausgefallen währe, wenn ich nicht unweigerlich den Film mit the Wolf of wall street vergleichen müsste.
ich bin da leider ein wenig befangen, da de caprio einer meiner LieblingsSchauspieler ist und ich ihm schon so lange einen Oscar gönne.
Das ist eventuell nicht ganz fair, aber dagegen kann ich nichts machen.
Leto spielt auch überragend, und hat sich seinen goldjungen redlich verdient.
McConaughey eigendlich ja auch. ..
Mensch das war aber auch knapp.
Wer mal was richtig perverses sehen will, schaut sich auf der DVD unter Extras mal den Photocall an.
KotzTüten bereithalten :)

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2ndFugee

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Bewertung6.5Ganz gut

Ein Film, der wohl an meinen hohen Erwartungen gescheitert ist. Mit Lob überschüttet und mit Oscars beschenkt waren diese bei mir nämlich nicht grade gering - für mich kommt der Film dann letztendlich aber nicht über den Ruf eines typischen Hollywood-Dramas heraus. Eine Spannungskurve wird vermisst und an einigen Stellen zieht sich der Film dann doch etwas in die Länge. Zweifelsfrei sind die schauspielerischen Leistungen von Matthew McConaughey und Jared Leto verdammt stark - allerdings hätte ich den Oscar in beiden Kategorien an jemand anderen gegeben, aber gut. Das is dann natürlich auch immer sehr subjektiv. Insgesamt für mich ein ganz guter Film, den man sich schon mal angucken kann, der allerdings den Hype, der um ihn gemacht wurde nicht ganz rechtfertigt..

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cule0809

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ob der Oscar nun verdient ist oder nicht, auf die Diskussion lass ich mich nicht ein. Fakt ist, Matthew McConaughey sich wirklich gemacht hat die letzten Jahre. Egal ob in der Serie True Detective, in Mud oder nun in Dallas Buyers Club. Er ist schlichtweg eine Wucht. Doch Dallas Buyers Club bietet mehr als nur einen guten Schauspieler! Zu einem haben wir von diesem gleich ein ganzes Duzend. Besonders auffällig ist dabei Jared Leto. er und Matthew spielen dabei ein ungleiches Paar, doch die Chemie stimmt. Auf der einen Seite den etwas homophoben, egoistischen aber nicht unterkriegenden Matthew. Auf der anderen Seite den drogenabhängigen, exzentrischen und als Transfrau auftretende Leto. So unterschiedlich beide sind, so sehr sie sich am Anfang schwer tun, so haben sie aber eins gemeinsam. Sie sind beide an AIDS erkrankt und beide wollen nicht nur länger leben, sondern auch das ganze profitabel ausnutzen. Was am Anfang einen Egotrip gleicht, soll später die Behandlung dieser Krankheit um einiges leichter machen. So wird aus einem egoistischen Arschloch, ein Revolutionär der einfach mal die ganze Pharmaindustrie auf den Kopf stellt, die selbst nur nach Profit strebt. Beide spielen sich hier regelrecht in Rage. Gegen Ende zerreißt es einen förmlich. Ob der Oscar für den besten Nebendarsteller verdient war? Hier lege ich ganz klar fest und sage ja!

Der Film schafft es, dass er trotz seiner langen Laufzeit wie im Flug vergeht. Denn neben dem AIDS-Drama sehen wir auch die einzelnen Mechanismen einer Industrie, die mit dem Leben der Bevölkerung spielt. Ob das Medikament wirkt oder nicht spielt keine Rolle, Hauptsache es bringt Geld. Ein perverser Gedanke und doch Realität. Schön, dass der Film auch diese Seite zeigt.

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FilmFreak2K13

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein typisches Hollywood Drama, welches nach Schema-F abgearbeitet wird. Große Überraschungen o.ä sucht man hier vergeblich. Es läuft genauso wie man es erwartet und schon von zig anderen Filmen dieser Art kennt. Des Weiteren hat der Film auch noch mit einigen Längen zu kämpfen was das Folgen des Geschehens etwas erschwert.

Was den Film dann rettet ist das Schauspiel seiner 2 Hauptdarsteller. Allen voran McConaughey liefert eine echt gute Performance ab. Noch vor seiner Diagnose sieht er schon sehr abgemagert und hager aus. Dieses Bild verschlechtert sich dann nach und nach noch mehr. Und doch kann man auch den Erholungsprozess an ihm sehr gut nachvollziehen. Oscarreif? Diesen Goldjungen hätte Leo eher verdient. Aber das ist typisch Hollywood bzw. Academy.

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TakaTukaLand

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Bewertung7.5Sehenswert

Mal wieder bereitet Hollywood ein "schwules" Thema für ein Hetero-Publikum auf, wobei auch mal eben der Hauptcharakter dieser "wahren Begebenheit" von einem eigentlich Bisexuellen, der sich in der Schwulenszene bewegte, zu einem homophoben Hetero-Chauvi gemacht wird. Drückt man bei dieser Geschichtsfälschung ein Auge zu, schafft es der Film aber durchaus zu überzeugen und erzählt - wenn auch falsch - eine wichtige, interessante und mitreißende Geschichte. Nicht nur schauspielerisch großartig, aber Punktabzug für die Veränderung der Geschichte.

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TakaTukaLand

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Es gibt unendlich viele schwule Filmemacher, lesbische Filmemacherinnen und queere Filmmenschen, die auch zu diesen Themen Filme machen. Aber die werden entweder aufgrund geldmangels zu B- oder C-Movies oder aber einfach nicht dem breiten Publikum präsentiert. Und genau deshalb ja auch meine Kritik: es gibt ein riesiges schwul/lesbisch/queeres Genre mit Tausenden von Filmen, aber der Mainstream guckt und kennt halt nur Hetero-Schwulenfilme.
Wenn man schon von 2 (sich vermeintlich gegenüberstehenden) Gruppierungen spricht, wäre es schön, wenn die privilegierte (heterosexuelle) Gruppe mal auf die andere zugeht und sie kennenlernt, statt sie nach der eigenen Vorstellung zu assimilieren.


clarkkent

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Genau das macht sie doch in dem sie diese Filme schaut. alles andere finde ich ein bisschen viel verlangt.
ich geh Jap auch nicht auf rosa Veranstaltungen,
das ist dann doch zu viel des guten.
und das hat nichts mit Vorurteilen zu tun.
privilegierter find ich heteros auf keinen fall.
zudem beweisen schwule Männer meist den besseren Geschmack in vielerlei Hinsicht.
bei lesbischen Frauen lässt sich dss eher schwer für mich beurteilen,
da hab ich nicht so den Draht zu


FordFairlane

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Bewertung7.0Sehenswert

"Dallas Buyers Club" besticht nicht nur durch zwei herausragende Hauptdarsteller, sondern auch durch eine mitreißende Geschichte. Der Film selber hat aber auch mit einigen Längen zu kämpfen, was die Nerven schon etwas strapazieren kann. 7 von 10 meinerseits!

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gassifan2410

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Bewertung7.5Sehenswert

Überragende Leistung der beiden männlichen Hauptdarsteller!
Aber sonst?
Zieht sich ein wenig.
Matthew hat einige grandiose Einzelszenen und das Spiel von Jared ist schon beeindruckend, vor allem wenn man bedenekt das der Mann eher unregelmässig Filme dreht.
Allein wegen dieser zwei Typen echt empfehlenswert!

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LivingDead

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Bewertung7.5Sehenswert

Ganz offensichtlich sind die beiden Hauptdarsteller, McConaughey und vor allem Jared Leto, hier die Hauptattraktion, die mit ihrem körperverachtenden Method-Acting ganz klar einmal mehr Stirnrunzeln beim Betrachter auslösen. Davon abgesehen geht es um einen Menschen, der durch eine erschütternde Diagnose zum Sinneswandel getrieben wird und versucht, sich selbst und viele andere Menschen vor einem langen und schmerzhaften Tod zu bewahren. Die wirklich ganz schmerzhaften Szenen werden in dem Film umschifft, was zur Folge hat, dass der schwermütige Stoff bisweilen doch recht leicht konsumierbar erscheint. Unter diesem Deckmantel tut das Gesehene natürlich dennoch ausreichend weh, um auch nach dem Abspann Wirkung zu zeigen. Die subtile Regie, das sehr gute Hauptdarstellerduo machen diesen Film sehr sehenswert, durch die dogmatisierte Inszenierung bleibt ihm das Prädikat Meisterwerk jedoch erspart.

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Friedsas

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Mr. Woodroof wir schätzen das ihnen noch 30 Tage bleiben." - "Ich hab eine kleine Neuigkeit für euch: Nichts tötet einen Ron Woodroof binnen 30 Tagen!!"

Jop Leute, Spoiler tauchen auf...

*Ding Ding Ding* "Laaaaaaaaaaaaaaadys and Gentleman, willkommen zum großen Oscarpreisboxen!!! Ich heiße Friedsas und stelle euch nun die beiden Kontrahenten vor die in mein Oscarpreisboxen um das goldene Männlein kämpfen (persönliche Meinung!): In der linken Ecke haben wir Leonardo DiCaprio alias The Wolf, oftmals auch scherzhaft Wolfi, welcher sich seinen Platz hier durch schieres Poweracting und brüllen erkämpft hat! Man könnte meinen der Mann hat sich die Seele rausgespielt und geschrieen beim viel gepriesenen Meisterwerk "The Wolf of Wallstreet" aber er steht hier quicklebendig vor mir und ist heiß sich zu beweisen. Was DiCaprio dort zeigte hat einfach nur aus dem Sitz gehauen, er war die Dampflock in Menschengestalt - ob er das in den Fight übertragen kann? Und in der rechten Ecke steht schon Matthew McConaughey bereit alias Ron Woodroof. McConaughey ist ein Charakterdarsteller! Er ist wie einst Charlize Theron bei Monster vollkommen mit der Rolle des Ron Woodroof verschmolzen, er wurde zu Woodroof! Man fühlte emotional mit ihm. *Ding Ding Ding* Das war die Ringglocke und DiCaprio nimmt noch schnell ne Pille und nähert sich wild schreiend McConaughey der lässt sich aber nicht so leicht zurückschrecken, weicht gekonnt aus und geht hart in den Fight. Es fallen Beleidigungen und Oh da ist McConaugheys trauriger Hundeblick zusammen mit seinem verschmitzten lächen, DiCaprio fällt für eine Sekunde drauf rein und kassiert gleich darauf ein Haken. DiCaprio taumelt! War es das schon für DiCaprio? Hat er sich etwa verspekuliert? Nein DiCaprio rappelt sich nochmal auf den das Publikum klopft sich auf die Brust und ruft "Wolfi, Wolfi, Wolfi" das gibt ihm den Ansporn McConaughey ordentlich ein paar zu verpassen. Und ich glaube nicht was ich da sehe aber außerhalb des Ringes zanken sich nun auch noch Jonah Hill und Jared Leto! Aber dort sieht es klar aus als hätte Leto, trotz Kleid, die Oberhand. Oha das war ein Schlag von DiCaprio mitten ins Gesicht und McConaughey fällt zu Boden. Er zuckt, aber da er durch die Krankheit sowieso schon leicht angeschlagen ist war es das schätze ich und ja der Ringrichter fängt an zu zählen 1-2-3... McConaughey hustet und will zur Alkoholflasche in seiner Tasche greifen, aber schafft er es? 6-7-8 DiCaprio ist sich ziemlich siegessicher und brüllt und tobt und ist definitiv in Feierlaune, ob das nicht ein Fehler ist?! 9-10 aus! Nein McConaughey bleibt am Boden und ganz knapp aber mit heftigen Blessuren bleibt DiCaprio oben! Ja für mich ist er es! Für mich bleibt es so DiCaprios pures Poweracting hätte ihn für mich zum verdienteren Oscargewinner gemacht. Aber nein wehrte Leserinnen und Leser damit will ich McConaugheys Leistung in keinster Weise schmälern, mir persönlich gefiel nur DiCaprios besser. So und nun zum Film...

Dallas Buyers Club ist wirklich gut anzusehen. Er ist dramatisch und fesselnd. Er hat wirklich verdammt gute Darsteller und ein brisantes Thema. Dies zeigt er auch oftmals locker aber wie ich fande immer ungeschönt. Egal ob die Homosexuellen Szene, die Kranken in den Krankenhäusern oder die Menschen die sich einfach zu wenig informiert haben damals. Zitat: "Ich hab gehört man bekommt AIDS schon vom Handschlag"

"Ich hab dich gesucht Lonestar." - "Hör zu Tinkerbell, entweder krieg ich mehr Geld oder neue Kunden ansonsten hab ich zu tun." - "Du verdienst unsere Mäuse nicht."

Darstellerisch ist wie schon geschrieben hier nichts auszusetzen im Gegenteil. Neben einem sehr guten McConaughey und einer wirklich positiv überraschenden Jennifer Garner spielt sie alle einer an die Wand wo ich es nie gedacht hätte: Jared "The Man from Mars" Leto!!! Ja nach der Schauspielerischen Leistung glaube ich ihm alles auch das er nur 40 Sekunden zum Mars braucht, Gott der könnte mir wahrscheinlich weiß machen er wäre König vom Uranus und ich würde ihn nur noch mit "Eure Majestät" anreden. Aber mal ehrlich: Jared Leto spielt hier auf den Punkt einen kaputten, zerrissenen Charakter der leider stirbt. Klar das gab noch einmal einen dramatischen Aufschwung aber trotzdem. Woodroof entwickelt sich klar weiter das merkt man aber Rayon nicht, muss er auch nicht. Rayon zeigt nur mehr von sich selbst. Und was er da zeigt ist faszinierend und verstörend zugleich. Die Szene als er beim Vater ist bzw. sich danach wieder schminkt ist wahrlich Gänsehaut verursachend.
Die Optik des Films, also die Optik der 80iger ist hier auch sehr gut eingefangen. Es wirkt äußerst authentisch.

"Sie spielen Arzt?" - "Die behandeln sich selbst. Ich verkaufe keine Medikamente, ich verkaufe Mitgliedschaften"

Fazit: Dallas Buyers Club ist mitfühlend, faszinierend und an manchen Stellen knallhart verstörend. Er ist definitiv fesselnd - wenn man sich auf das Thema einlässt. Die Darsteller welche allesamt sehr überzeugend sind sorgen denke ich dafür das man das auch kann.

"Willkommen im DALLAS BUYERS CLUB!!"

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FilmFreak2K13

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Was für eine Einleitung^^ Sehr schön. Wie immer sehr gut geschrieben und nachvollziehbar.
Steht bei mir auch noch auf der Liste.


Friedsas

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Ach du oller Schmeichler mal wieder ;) abrr Danke^^


Alienator

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Alienators „Filme die im Flug vergehen“, Teil 5

Aids ist im Hollywood ja immer mal wieder ein beliebtes Thema. Solange man es nicht spielerisch behandelt und verharmlost. Manchmal kommen ziemlich gute Filme dabei raus, die aber allesamt irgendwie immer im Bereich des melodramatischen liegen. Das war bei „Philadelphia“ so oder bei „Fickende Fische“. Natürlich sind (und das soll nicht despektierlich klingen) schwere Krankheiten ein zwar schwieriges, aber gern genommenes Thema im Film. Wo sonst kann man Dramatik besser erzählen. Ich finde das auch in Ordnung, solange nichts verharmlost wird oder es zu sehr billig gehandhabt wird. Ein Grad an Realismus muss sein, sonst wird man den Erkrankten nicht gerecht und behandelt diesen dann ohne Achtung. Und hier liegt der Pluspunkt in diesen Film, der unmissverständlich Aids als Thema hat, aber dies ist nicht das Hauptthema des Films. Der Pluspunkt liegt hier bei den Darstellern, die sich die Seele aus dem Leib spielen und dabei nicht den nötigen Ernst vermissen lassen. Matthew McConaughey spielt so brilliant echt den machoartigen Cowboy, der nur sehr, sehr langsam sensibel wird. Aber wirklich umwerfend und völlig zu Recht geehrt wurde Jared Leto (obwohl der härteste Konkurrent dieses Jahr Michael Fassbender war, aber zu den komme ich noch im 6ten Teil). Er spielt mit solchen inbrunstigen, verzweifelten Einsatz, dass er nicht die Rolle spielt, er ist sie. Und er lebt diese Rolle. So zerbrechlich und doch versuchend stark hat man selten jemanden spielen gesehen. Auch die anderen Darsteller agieren sehr schön zurückhaltend. Denn nur so wird die eigentliche Quintessenz des Filmes klar: man benutzt hier respektabel das Thema Aids um auf das eigentliche hinzuweisen. Nämlich um die Kapitalisierung des Lebens. Darum geht es hier. Es geht hier um die Mechanismen des Marktes im Felde der Gesundheit. Es geht hier um die abscheuliche Behandlung kranker Menschen zu Gunsten von Projekten, Marktanalysen, Testverläufen und allerlei sonstigen kapitalistischen Hirngespinsten. Der Verkauf eines Medikamentes steht über dem Wohle des Menschen. Und das prangert der Film (grade zum Ende hin) aufs schärfste an. Und das macht er gut, denn er haut nicht mit den Vorschlaghammer drauf, sondern benutzt die beiden Einzelschicksale der Protagonisten um genau darauf hinzuweisen. Aber auch hier kommt die eine oder andere Träne nicht an der Kitschigkeit manchmal vorbei und auch braucht der Filme eine Weile um in Fahrt zu kommen. Aber das schmälert nicht dien gut gemeinten Ansatz und dessen Bearbeitung. Also drei große Pluspunkte gibt es hier durchaus. Der Minuspunkt wird sein, dass obwohl der Film viel politisches zeigt (wenn auch versteckt) er untergehen wird im Laufe der Zeit. Denn unbequeme Filme haben es immer schwer….leider!

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vanilla

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toller Film, sehr treffend geschrieben amigo.


Alienator

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Gracias!


TinaCocaine

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Bewertung6.0Ganz gut

Ein authentischer Film, der sich meiner Meinung nach viel zu viele Längen erlaubt. Zwar ist die Handlung interessant und die darstellerischen Leistungen von Matthew McConaughey sind einfach grandios, aber für mich persönlich war "Dallas Buyers Club" einfach keines von den Dramen, die emotional nachhaltig sind, ich war nicht gepackt, nicht wirklich beeindruckt...Ich kann gar nicht genau sagen, woran das liegt, der Film hat bei mir den Nagel einfach nicht auf den Kopf getroffen, auch wenn er sicherlich ganz gut ist.

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el_presidente87

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Bewertung9.0Herausragend

Dalles Buyers Club ist zweifelsohne ein aufwühlender, mitreißender Film, der von seinem enorm präsentem Hauptdarsteller lebt, der dafür zu Recht den Academy Award erhalten hat. Jared Letos Auszeichnung sehe ich da etwas strittiger.
Zurück zum Film: Die Geschichte, die sich von AIDS, Homophobie zum skandalösen Gesundheitssystem der USA hangelt, ist eingängig erzählt, erzeugt Atmosphäre und erlaubt sich ein paar Längen. Die Bilder sind authentisch und vor allem der Schnitt ist ein absoluter Leckerbissen für Filmfreunde.
Dalles Buyers Club ist ein gut geschriebenes, noch besser inszeniertes vor allem fotografiertes Biopic-Drama, das durch seine Figuten atmet und ein immer noch relevantes Thema nicht verstörend aber eindringlich rüberbringt. Ein absolut wertvoller Hollywood-Film!

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vanilla

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Zunächst mal sollte der Oscar an Leo DiCaprio gehen, denn beide spielen stark, doch Leo war gigantisch und der Gradmesser war sicherlich die starke Gewichtsabnahme McConaugheys.
Wo war denn dann bitte der Oscar für Christian Bale in "Der Maschinist"??
Dafür ist der Oscar für Leto sowas von gerechtfertigt.
Der Film ist Zucker und beinhaltet viel Gefühl und Anspruch, auch wenn manche Szenen und Sprüche unter der Gürtellinie waren.
Jennifer Garner mag ich, doch hier ist sie etwas fehl am Platz.
Vielleicht auch wegen den grandiosen Darstellungen von Jared Leto und Matthew McConaughey.
Wie man so schön sagt, wenn es um die eigene Wurst geht, dann wacht man auf und wirft alle Vorurteile und Abneigungen gegen andere Menschen ab und beginnt zusammen für etwas zu kämpfen. Hier ist es AIDS.
Man lernt dann auch wer die wahren Freunde sind.
In schlechten Zeiten lernt man generell mehr über das Leben und sich selbst, als in den Guten.
Was mir sehr gefallen hat, ist dass man mit der Pharmaindustrie nicht so spaßig umgeht, denn die sind wahrlich oft die wahren Verbrecher und Abzocker, genau so wie so viele Ärzte. Das bekommt man immer öfter mit, wie käuflich doch alle sind.
Es geht nämlich sehr oft nur um die Kohle.
So geht es auch dem Hauptprotagonisten, der nicht die Wohltätigkeitstour fährt, nein, er möchte wie alle anderen die Kröten einsammeln.
Vielleicht etwas mehr Gefühl, etwas mehr Liebe und eventuell weniger Realität, das hätte mir den Film schmackhafter gemacht.
Dass der Film nach wahren Begebenheiten gedreht wurde wertet ihn nochmal auf.

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vanilla

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viel Vergnügen, der hat echt was auf dem Kasten;-)


BenAffenleck

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Schmatz,,,sabber,,,Vorfreude...


Lariari

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Matthew McConaughey bietet eine Darbietung, die im Schatten seiner physischen Verwandlung steht, das ist sehr Schade, denn er hat weitaus mehr geleistet, sein Schauspiel war bewegend, die Tatsache, dass er 15 Kilos abgenommen hat, ist für mich Nebensache und sollte kein Grund für einen Oscar sein. Der Film ist meiner bescheidenden Meinung nach kein Meisterwerk, aber die (wahre) Geschichte ist ergreifend und wurde von Jean-Marc Vallée und (vor Allem) sein Cast stark umgesetzt. Am Ende bleibt ein Film übrig, der einen zum Nachdenken anregt - über Vorurteile, Politik und Liebe.

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LowRidah

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Bewertung4.0Uninteressant

Bin ich der Einzige, der der Auffassung ist, dass Jenny G. nicht schauspielern kann?

Zum Film, joa, ein typischer "auf wahren Fakten basierend". Dass mehr als ein Fünkchen der Wahrheit enthalten ist, wage ich auch hier stark anzuzweifeln...

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swissroland

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Thomas Hetzel

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

So langsam kann ich verstehen, dass viele meinten Matthew McConaughey wäre ein gute Schauspieler, das hat er zumindest hier bewiesen. Ob er jedoch den Oscar wirklich verdient hat, wage ich nicht zu sagen, weil ich nicht gesehen habe wie Leo in "Wolf of Wal Street" war. Storytechnisch gesehen hat dieser mich aber mehr interessiert, und ich muss sagen, der Film ist wirklich gut. Das Thema AIDS wie es damals war, wird hier schon gut dargestellt, vor allem aber auch wie die Gesellschaft damit umging. McConaughey spielt die Wandlung vom arroganten Schwulenhasser zum netten Menschen der sich für AIDS-Kranke einsetz sehr glaubwürdig und es ist wirklich sehr bedrückend, wie seine falschen Freunde ihn behandeln wenn sie erfahren, dass er AIDS hat. Der heimliche Star des Films war aber meiner Meinung nach Jared Leto, mit seiner heiteren Art, sorgte er trotz des traurigen Themas doch hin und wieder für einige Lacher. Aber vor allem hat er auch sehr intensiv gespielt und auch für wirklich dramatische Momente gesorgt. Bei ihm kann ich sagen, er hat den Oscar wirklich verdient, war vielleicht, das erste Mal, dass jemand zurecht den Oscar als bester Nebendarsteller gewonnen hat.
Auch fand ich das McConaughey und Leto eine gute Chemie zusammen hatten. Toll fand ich auch die Szenen als McConaughey einen seiner früheren Kumpels an die Kehle ging, weil der Jared nicht die Hand geben wollte.

Fazit: "Dallas Buyers Club" ist schon fast eine kleine Filmperle, die einen wirklich sehr berührt, aber in keiner Weise kitschig oder gar langweilig ist. Normalerweise bin ich auch nicht so der große Fan von Dramen, aber diesen Film fand ich wirklich super.

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Punk

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Bewertung7.5Sehenswert

Im Kino nicht gesehen, keine Zeit gehabt. Aber jetz auf Blu-Ray gekauft. Mittlerweile ist Kino ja so teuer, das man sich ungesehen eine Blu-Ray kaufen kann. Solides Drama mit einem herausragenden Jared Leto, der meiner Meinung auch den Oscar verdient hat. Wenn ich jetzt aber den Hauptdarsteller Oscar nehme, und Matthew McConaughey und Leo vergleiche, muss ich sagen, hätte Leo ihn verdient gahabt. Ich will jetzt nicht sagen, das Matthew schlecht war, aber wenn man sich für eine Rolle Maltretiert, wie jetzt in diesem Beispiel massiv runtergehungert, das wird eben von der Academy belohnt. Aber jetzt ein wenig zum Film. Er ist sehr Dialoglastig, was ich persönlich richtig gut finde, dadurch passiert immer irgend etwas, auch wenn mal keiner umgenietet wird. Wer Dramen gerne mal schaut, kann getrost zugreifen-ungesehen. Der Film hält nach und man wird ihn sicher nochmal schauen, weil beim ersten Mal schauen sicher das eine oder andere Übersehen wird.

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Bandrix

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Bewertung7.0Sehenswert

Die 80er. Jene Zeit, in der Aids vielerorts noch als Schwulenseuche bezeichnet wurde und jede Menge Gerüchte und Hirngespinste darüber ihren Weg in die Medien fanden. In diesen Jahren lebt auch Ron Woodroof – ein Vorzeigetexaner – der sich für eine große Nummer hält. Plötzlich bricht er zusammen, die Diagnose: HIV. Für Woodroof bricht eine Welt zusammen, bescheinigen ihm die Ärzte nur eine weitere Lebensdauer von 30 Tagen. Was also tun?
„Dallas Buyers Club“ des Regisseurs Jean-Marc Valee ist wieder einmal der beste Beweis, dass die besten Geschichten das Leben schreibt. Woodroofs Wandlung vom Homophob hin zu einem Menschen, dem die Gesundheit seiner Leidensgenossen am Herzen liegt, wirkt echt und ungeschönt. Schnörkellos setzt Valee seinen Hauptdarsteller Matthew McConaughey in Szene, für den das Jahr 2013 wohl das Durchbruchsjahr darstellt. Im Fernsehen mit der Serie „True Detective“ über alle Zweifel erhaben, konnte er im Kino mit „Wolf of Wall Street“ und eben „Dallas Buyers Club“ sein Surferdude-Image komplett ablegen. Und tatsächlich, er verleibt sich die Rolle des Woodroof dermaßen ein, dass das Zusehen fast weh tut. Schlimmer bzw. noch aufopferungsvoller stiehlt ihm der „30 Seconds To Mars“-Frontmann Jared Leto beinahe die Show. In der Rolle des transsexuellen Rayon besteht er förmlich nur noch aus Haut und Knochen und beherrscht seine Szenen mühelos. Kein Wunder, dass es für Beide einen Oscar gab.
Dramaturgisch ist „Dallas Buyers Club“ durchweg routiniert. Die Story selbst ist natürlich ein Geschenk für jeden Filmemacher und Valee weiß damit umzugehen. Zwar ist der Film mit seinen zwei Stunden etwas zu lang, dank seiner bravourösen Darsteller fällt das aber nicht stark ins Gewicht. Löblich, dass Regisseur und Autoren völlig auf sentimentale oder kitschige Momente verzichten. Kein einziges Mal wird unnötig auf die Tränendrüse gedrückt, obwohl sich genügend Gelegenheiten bieten. Deshalb fühlt sich „Dallas Buyers Club“ angenehm echt und realistisch an – eben wie eine Geschichte, die tatsächlich stattgefunden hat. Keine Romantisierungen, letztendlich nur der Tod durch HIV. Eine Krankheit, unheilbar, zersetzend. Da bleibt kein Platz für Kitsch, die Umstände selbst sind schon schlimm genug.
Zwar kann „Dallas Buyers Club“ dem Thema Aids nur wenig Neues hinzufügen, nichtsdestotrotz zeigt er seine Wirkung. Eben auch dank des perfekten Schauspiels seiner zwei Darsteller, die die Angst vor dem Virus eindringlich auf die Leinwand transportieren. Nebenbei noch ein kleiner Seitenhieb gen Pharmaindustrie und Drogenaufsichtsbehörde, was allerdings ein wenig unter geht. Doch was ist das schon im Vergleich zweier Schauspieler, die ihr Innerstes nach Außen kehren?

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