Killer Joe
Killer Joe (2011), US Laufzeit 103 Minuten, FSK 18, Komödie, Kriminalfilm, Thriller
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774 Bewertungen
107 Kommentare
Keine
von William Friedkin, mit Matthew McConaughey und Emile Hirsch
William Friedkin (Der Exorzist) präsentiert mit Killer Joe nicht nur den ersten Film nach fünf Jahren Drehpause, sondern auch einen bestechenden Matthew McConaughey als Titel gebenden Profi.
Manche Menschen ziehen Probleme an, wie Kothaufen Fliegen. Chris (Emile Hirsch) ist eindeutig einer dieser Menschen. Als dem Kleingangster sein Deal-Koks ‘abhanden’ kommt und er beim Mobster Digger Soames (Marc Macauley) mit der Rückzahlung in Verzug gerät, fällt Chris nichts Besseres ein als seine Mutter umbringen zu lassen. Diese besitzt eine Lebensversicherung in Höhe von 50.000 Dollar. Einzige Begünstigte ist Chris’ Schwester Dottie (Juno Temple).
Chris teilt den Plan seinem Vater Ansel (Thomas Haden Church) mit, der, in seinem Denken immer etwas zurückhaltend, nach einigem Zureden sein Einverständnis erteilt. Und so kommt ins Spiel: Killer Joe (Matthew McConaughey).
Killer Joe ist eigentlich ein Cop, der sich aber durch den ein oder anderen Job, der gezieltes Töten involviert, gerne etwas hinzuverdient. Da weder Chris, noch Ansel oder seine zweite Frau Sharla (Gina Gershon) über das nötige Geld für sein Honorar verfügen, lässt sich Killer Joe auf ein Entgegenkommen ein. Dieses Entgegenkommen hört auf den Namen Dottie.
Killer Joe kommt seinem Auftrag mit der ihm eigenen Präzision nach. Doch danach läuft alles aus dem Ruder – mit gewissen Kollateralschäden…
Hintergrund & Infos zu Killer Joe
Grundlage für Killer Joe ist das gleichnamige Bühnenstück von Schauspieler und Autor Tracy Letts. Von ihm stammt auch Bug, ein Horrorthriller mit Ashley Judd und Michael Shannon in den Hauptrollen.
Dieser wie auch Killer Joe wurden von keinem Geringeren als New Hollywood Veteran William Friedkin inszeniert. Der Regisseur, der mit Filmen wie French Connection – Brennpunkt Brooklyn oder Der Exorzist Kinogeschichte geschrieben hat, muss sich nichts mehr beweisen und ließ sich dementsprechend zwischen seinen einzelnen Projekten immer mehr Zeit. Doch das Warten hat sich gelohnt: Killer Joe wurde bei den Filmfestspielen in Venedig 2011 ausgezeichnet aufgenommen, William Friedkin u.a. für den Goldenen Löwen nominiert.
Killer Joe ist eine Paraderolle für den gebürtigen und stolzen Texaner Matthew McConaughey, der nach einer gewissen Flaute Mitte der 2000er vermehrt mit markanten Auftritten wie in Der Mandant, Bernie – Leichen pflastern seinen Weg oder Magic Mike punkten konnte. (EM)
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- Killer Joe: film-zeit.de






















Kritiken (15) — Film: Killer Joe
CineKie: CineKie.de
Kommentar löschenInteressanter Thriller mit toller Besetzung, dessen ruckartiger Erzählfluss mir leider ein wenig die Freude an dem Film genommen hat. Eine Empfehlung ist ”Killer Joe” aber allemal!
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Medienjournal: Medienjournal-Blog.de
Kommentar löschen[...] Ich muss ja zugeben, dass mir Regisseur William Friedkin im Vorfeld überhaupt kein Begriff war, wenngleich ich natürlich manche seiner Werke wie eben Der Exzorzist oder French Connection kenne. Was er mit Killer Joe aber abgeliefert hat, lässt sich kaum mit diesen Filmen vergleichen, zumal dieser hier wirkt wie aus der Feder eines jungen Autors entsprungen, umgesetzt von einem kompromisslosen Regisseur. Mittlerweile ist Friedkin aber 77 Jahre alt und daher ist es umso erstaunlicher, mit welch brachialer Gewalt er dieses düstere Märchen inszeniert hat, dass vor fatalistischen Entscheidungen trotzt und sämtliche Charaktere mehr und mehr in den Abgrund reißt, denn selten hat mich ein Film in seiner atmosphärischen Ausgestaltung so gefangen nehmen können. Da kommt es ihm sogar zupass, dass er auf einem Theaterstück basiert, in diesem Falle von Pulitzer-Preisträger Tracy Letts, der auch direkt das Drehbuch zum Film verfasst hat. [...]
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Khitos: Kälte Reich
Kommentar löschen[...]Manche werden sich an der überaus brutalen Darstellung stören, an der Kamera, die genüsslich auf den Körper von der oft halbnackten Dottie drauf hält oder an den schieren Grad des schwarzhumorigen, screwball-mäßigen Drehbuchs. [...] Insgesamt wird mir KILLER JOE als kleiner Überraschungshit noch im Gedächtnis bleiben.
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Julio Sacchi: Das Manifest
Kommentar löschenAusgesprochen humorige Noir-Groteske, bei der einem das Schmunzeln allerdings im Halse stecken bleibt wie ein Hühnerbein. Für eine Stunde lang ist das eine von Friedkin umgemein sicher inszenierte, mitunter ausgesprochen sexy Krimikomödie mit einem unglaublichen McConaughey als Anführer einer Schauspielergruppe in Hochform. Danach löst der Altmeister alle Bremsen und zieht ein superfieses Ding durch, rücksichtslos und konsequent, bis zum wunderbaren Ende. Bei dem man irgendwie auch froh ist, diese Gang von Soziopathen hinter sich zu lassen. Der Einsatz des Songs "Strokin'" ist, an beiden Stellen, schlicht genial. Und Friedkin erweist sich als der woh einzige New Hollywood-Regisseur, der heute noch dicke Eier hat.
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GrammatonCleric: Equilibrium, X-RATED, DAS M...
Kommentar löschen"Killer Joe" ist ein Schlag in die Fresse, wie ihn Joe Cooper im Film des Öfteren austeilt. Man weiß manchmal nicht, ob das nun gerade wirklich so passiert oder ob man gerade einen surrealen Moment erlebt, wie jener in Neonfarben getauchte, wenn Emile Hirsch und Thomas Haden Church im Stripschuppen ein Bier trinken. Friedkin versteht es nämlich auch visuell ausgezeichnet eine permanent bedrohliche Atmosphäre aufrecht zu erhalten, die gleichzeitig abstößt, aber auch unglaublich fasziniert (der Regen, der kläffende Hund, das schmierige, asige Umfeld). Friedkin hat mit "Killer Joe" eine bitterböse Satire geschaffen, die brutaler Psychothriller, schwarze Komödie und packendes Schauspielkino zugleich ist. Nicht wundern, wenn man in einigen Wochen auf vielen Top-Ten-Listen "Suck it!" lesen wird – das passt so.
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SoulReaver: CinemaForever
Kommentar löschen[...] Ein sorgenfreies Leben ist für niemanden mehr denkbar und die egoistische Abgründigkeit, die das ganze Schlamassel ausgelöst hat, muss in einer persönlichen Katastrophe enden. Dennoch ist „Killer Joe“, trotz dieses klaren Aspektes, dass es hier kein gutes Ende geben wird, nie vorhersehbar, oder arbeitet sich an gewohnten Konventionen entlang, vielmehr lässt Friedkin den ungeschönten Tatsachen freien Lauf, schlägt immer wieder zynische Haken und explodiert in einem derart mutigen Finale, wie man es kaum erwarten hätte können. [...]
Kritik im Original 22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 21 Antworten
Joeyjoejoe17 Tue, 16 Oct 2012 19:09:18 -0000
Antwort löschenDer Friedkin kanns also doch noch. Schön zu wissen.
SoulReaver Tue, 16 Oct 2012 19:10:23 -0000
Antwort löschenIch hab immer an ihn geglaubt.
Bandrix Tue, 16 Oct 2012 19:43:15 -0000
Antwort löschenWunderbar. Der wird meiner Sammlung aber sofort einverleibt! :)
SoulReaver Tue, 16 Oct 2012 19:50:24 -0000
Antwort löschenEin Muss. :)
Hartigan85 Tue, 16 Oct 2012 19:56:30 -0000
Antwort löschenSchöner Kommentar, jetzt bin ich noch heißer auf den Film, der steht sowieso schon ganz weit oben auf meiner to watch-Liste :-)
SoulReaver Tue, 16 Oct 2012 20:03:47 -0000
Antwort löschenDanke. Ich kann mich jetzt entspannt zurücklehnen. Hab meinen Most-Wanted-Film gesehen und er hat mich nicht enttäuscht. :)
JackoXL Tue, 16 Oct 2012 20:42:26 -0000
Antwort löschenOh, ich freue mich sooo was von. Du bringst mich zum sabbern...
SoulReaver Tue, 16 Oct 2012 20:50:49 -0000
Antwort löschenUnd "Killer Joe" bringt mich zum sabbern...
JackoXL Tue, 16 Oct 2012 20:58:21 -0000
Antwort löschenDieser Friedkin...Macht Klassiker, Wegweiser, zwischendurch und speziell danach nur noch 08/15 und jetzt freue ich mich wieder so auf einen seiner Filme. Will den jetzt natürlich noch nicht loben, aber wenn ich dir zustimmen sollte, warum konnte der Kerl das nicht durchziehen? Erstaunlich.
SoulReaver Tue, 16 Oct 2012 21:17:10 -0000
Antwort löschenJa, aber besser, als gar nicht mehr in die Spur zu finden. Hauptsache man zeigt der Welt noch einmal, dass man noch ordentlich Tinte auf dem Stift hat.
JackoXL Tue, 16 Oct 2012 21:27:16 -0000
Antwort löschenRichtig, ich hoffe, die Tinte schreibt bei mir auch noch. ;)
SoulReaver Tue, 16 Oct 2012 21:31:19 -0000
Antwort löschenOch, du hast doch deine besten Jahre noch vor dir. :)
JackoXL Tue, 16 Oct 2012 21:48:45 -0000
Antwort löschenSEINE Tinte, meine ist waffenscheinpflichtig. ;)
SoulReaver Tue, 16 Oct 2012 21:51:09 -0000
Antwort löschenAchso. :D Naja, mal sehen, hoffentlich kommt noch was, ich mag den Will.
Roldur Wed, 17 Oct 2012 11:01:03 -0000
Antwort löschenGenau meine Meinung. Sehr schöne Kritik und ein ganz toller Film :)
SoulReaver Wed, 17 Oct 2012 15:45:39 -0000
Antwort löschenBedank mich und absolut. :)
Le Samourai Sat, 20 Oct 2012 13:16:33 -0000
Antwort löschenNaaaja. Ganz nett, ja. :)
SoulReaver Sat, 20 Oct 2012 13:29:10 -0000
Antwort löschen:)
Joeyjoejoe17 Sat, 20 Oct 2012 15:07:06 -0000
Antwort löschen"Ganz nett"= 7 Punkte. aha :)
Alle 21 Antworten zeigen
Le Samourai Sat, 20 Oct 2012 15:46:10 -0000
Antwort löschenSehenswert, ja. :)
SoulReaver Sat, 20 Oct 2012 18:30:06 -0000
Antwort löschen:)
Mr. D.: Manifest - Das Filmmagazin Mr. D.: Manifest - Das Filmmagazin
Kommentar löschenFriedkins Werk kann man für seine Schärfe abgöttisch lieben oder für seine Härte abgrundtief hassen. Aber egal, welches Gefühl überwiegt: Wenn man die Socken, aus denen KILLER JOE einen haut, wieder angezogen hat, hat man etwas erlebt. Im besten Fall eine zynische Schlampe von einem Film, die einen kopfschüttelnd zurücklässt und noch lange in Gedanken verfolgt.
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BuzzG: filmfutter.com, kino-zeit.d...
Kommentar löschen[...]Hätte Chris seinen Verstand schon vor Planung der Tat eingeschaltet, wäre der Schlamassel in dieser Form wohl nicht entstanden. Aber dann hätten auch wir auf diese kantige wie amüsante Kinoperle verzichten müssen, die neben den erwähnten Gemeinheiten vor allem von den Leistungen seiner bestens aufgelegten Darsteller lebt. Altmeister Friedkin hat während seiner über vierzigjährigen Karriere gute und auch schlechte Arbeiten abgeliefert. Der zügellose „Killer Joe“ gehört zu seinen Gewinnern.
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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times
Kommentar löschenDie Zuschauer haben an den richtigen Stellen gelacht, am Ende geklatscht und sind aus dem Kino gegangen und sprachen darüber wie widerlich es war.
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Peter Travers: Rolling Stone Peter Travers: Rolling Stone
Kommentar löschenAuch an Stellen, an denen der Film weit über das erträgliche geht, kann McConaughey beeindrucken.
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Ed Gonzalez: Slant Ed Gonzalez: Slant
Kommentar löschenEs macht Spaß zu sehen, wie idiotische Figuren ihre verdiente hyper-stilisierten Form von Gewalt zu spüren bekommen, und trotzdem fühlt sich nie verächtlich an.
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Michelle Orange: Movieline Michelle Orange: Movieline
Kommentar löschenAuf seine eigene Art und Weise, doch zu seinem eigenen Schaden, versucht William Friedkin mit seinem Splatter, Southern Gothic und seiner Rückkehr auf die Leinwand zu unterhalten sowie zu schütteln und zu rühren.
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Manohla Dargis: New York Times
Kommentar löschenHerr Friedkin, ein Regisseur mit einem Talent für Gewalt auf der Leinwand, findet nie seinen Groove mit Killer Joe, der vom realistischen zum absolut absurden und surrealistischen Exploitationfilm wird.
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Rex Reed: The New York Observer
Kommentar löschenAls dieser kranke und lächerliche Cocktail aus Sex, Gewalt und Chaos zum ersten Mal vor einem Jahr auf dem Toronto International Film Festival vorgestellt wurde, beschrieb ihn ein Witzbold treffend als "das Gespenst von Tennessee Williams trifft auf den Geist von Quentin Tarantino."
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Rochus Wolff: freier Journalist
Kommentar löschenEine unerträgliche Szene, und Alle sind dysfunktional bis ins bittere Ende hinein.
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Kommentare (92) — Film: Killer Joe
dasmitglied Sun, 19 May 2013 14:32:57 -0000
Kommentar löschenabgedreht
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Cayopei Tue, 30 Apr 2013 22:50:02 -0000
Kommentar löschenTrailer Park Noir.
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derblonde Sat, 27 Apr 2013 08:13:34 -0000
Kommentar löschenAus dem Leben einer White trash family.
Gut gespielte Thrillerkomödie, der zwischendurch mal die Puste ausgeht.
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Fu-Jay Mon, 08 Apr 2013 16:51:36 -0000
Kommentar löschenDie Geschichte von Killer Joe ist schlicht wirkt aber unverbraucht: Eine Familie bei der jeder mit Geldproblemen zu kämpfen hat, beschließt die von allen gehasste Mutter auf Grund ihrer Lebensversicherung töten zu lassen und somit Geld zu kassieren. Hierfür wenden sie sich an den professionellen Auftragsmörder mit dem titelverleihenden Namen "Killer Joe" gespielt von Matthew McConaughey. Der bemerkenswerteste Matthew McConaughey den ich je gesehen habe übrigens. Der Film lebt ausschließlich von seiner Performance. Seine Darstellung eines kalten, berechnenden Profilkillers ist faszinierend und beinahe angst einflößend während alle anderen Schauspieler eher unbesonders und unsympathisch vor sich hin overacten.
Allgemein wirkt der Film so, als würde er unbeabsichtigt zwischen klassischem Thriller bzw Drama und surrealen Exploitation hin und her schwanken ohne einen tatsächlich sinnvollen Rhythmus beizubehalten. Killer Joe ist nichts desto trotz spannend und kann mit einem brachialen, exzessiven und vorallem beinahe übertriebenen Finale nochmal punkten und sich in den Kopf des Zuschauers brennen.
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DieFilmguckerin Tue, 19 Mar 2013 09:35:59 -0000
Kommentar löschenZu der letzteren Sorte gehört auch der junge Drogendealer Chris, der, nachdem er von seiner Mutter um eine Menge Geld gebracht wurde, große Probleme mit dem örtlichen Drogenkartell hat. Als er erfährt, dass seine Mutter eine 50.000 Dollar schwere Lebensversicherung hat, beschließt er, sie umzubringen. Weil man sowas ja nicht so leicht selber kann, heuert er zusammen mit seinem Vater den Auftragskiller Joe Cooper an, der hauptberuflich Cop ist – durchaus praktisch bei der späteren Fahndung nach dem Mörder. Das einzige Problem ist nur, dass der Killer normalerweise Vorkasse erwartet, er macht dieses Mal aber eine Ausnahme und nimmt dafür als Pfand Chris jüngere Schwester Dottie – das Drama nimmt seinen Lauf.
Regie-Legende William Friedkim zeigt mit der Verfilmung des Bühnenstücks von Tracy Letts, dass er noch lange nicht zum alten Eisen Hollywoods gehört. Der Film hat eine unglaublich intensive Atmosphäre und ist von einer unschlagbaren erzählerischen Dichte. Unbarmherzig wird die Handlung vorangetrieben, die gegen Ende hin immer abstruser und grauenhafter wird. Während des Films kann man es teilweise nicht fassen, wie absurd und wie grausam die jeweils gezeigte Szene ist. Auch die Settings, die Beleuchtung und die Kameraeinstellungen tragen zu der wunderbaren Atmosphäre bei. Die Szenen im Trailerpark sind nur angedeutet, man sieht eigentlich nie einen kompletten Wohnwagen, geschweige denn, mehrere davon. Nur durch das Andeuten bestimmter Dinge, durch Ausschnitte gewinnt man sofort einen Eindruck von der Umgebung und der Stimmung, der aber nicht auf der Kinoleinwand erzeugt wird, sondern im Hirn des Betrachters – so sollte es sein.
Besonders bemerkenswert sind aber die wunderbaren Charaktere des Films, die teilweise wirken wie lebende Klischees oder Personen, die man schon lange kennt, dann aber doch mit unerwarteten Handlungen oder Charakterzügen überraschen. Allen voran sei dabei natürlich der Hauptdarsteller Matthew McConaughey erwähnt, der als Killerjoe absolut überzeugend und glaubhaft agiert, den Wahnsinn hervorragend verkörpert und sich teilweise extrem enthemmt auf der Leinwand zeigt. Der gebürtige Texaner verkörpert die zwiespältige Persönlichkeit des Killers/Cops perfekt und verliert keine Sekunde seine abolute Bedrohlichkeit und Präsenz. Die Familie ist ebenfalls eine Bande von zerrütteten und zwiespältigen Persönlichkeiten, die Schwester Dottie offenbar verrückt oder zumindest gestört, der Vater ein hart arbeitender, einfacher Mann, die Stiefmutter eine inrigante Zicke, der Bruder ein Dealer, der seine kleine Schwester um jeden Preis beschützen möchte. Jeder hat sein Päckchen zu tragen in diesem wirklich spannenden und intensiven Film.
Insgesamt ist der Film wirklich empfehlenswert, die Darsteller durchweg überzeugend und interessant und die Atmosphäre düster und bedrohlich. Die Handlung ist bis zum (absolut perfekten!) Ende fesselnd und lässt keine Zeit zum Luftholen. Ich empfehle den Original-Ton wegen des schönen, breiten, texanischen Dialekts.
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TonyStark Wed, 13 Mar 2013 14:36:06 -0000
Kommentar löschenGestern abend geschaut. Böser Killer (Grandioser McConaughey) meets dämliche Rednecks (alle anderen). Der Fim hat mich sehr gut unterhalten und ich habe genau das bekommen was ich erwartet hatte. Nicht mehr und nich weniger. Ach ja, das Ende kommt etwas abrupt.
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HulktopF Mon, 11 Mar 2013 11:57:23 -0000
Kommentar löschender film sollte ne komödie sein, naja hab nichts lustiges gesehen, die schauorte waren leider auch leicht als studio zu entlarven und das ende ist die holzhammermethodik schlechthin
recht gut aber kein film den man unbedingt sehen muss, außer man will einen grandios spielenden mcConaughey sehen. das ist auch so ziemlich die einzig gute sache die ich hier entdecke, diese shameless meets auftragskiller verfilmung ist n derber brocken der verdaut werden muss.
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LenZinho Mon, 04 Mar 2013 13:07:12 -0000
Kommentar löschenOFF TOPIC: Keine Ahnung was los ist aber in letzter Zeit leih ich dank Moviepilot nur noch kack Filme aus der Videothek aus ... So wie auch zu Letzt Cabin of the Woods oder Guns and Girls .... ich steh vor dem Regal und schau mit meinen Handy welche Filme gute Bewertungen bekommen haben ... zuhause denke ich immer alter was los mit der Menschheit ... Aber vielleicht liegt es auch an mir? Gibt ja auch echt Leute die auf Techno stehen was ich auch nicht verstehen kann ... Vielleicht bewertet hier auch nur eine andere Generation oder Zielgruppe? Ich bin 30 männlich und in einer festen Hetero - Beziehung Bitte um Aufklärung... Danke.
ON TOPIC: Die Note sagt eigentlich alles ... eigentlich wollte ich nach 10 Minuten abschalten, glaub nach der Szene wo die alte mit Ihren Biber an der Wohnwagen Tür steht, aber irgendwie hat man auf Killer Joe gewartet ... dieser wurde auch gut gespielt aber warum muss der ne 12 Jährige schwängern? Und warum zeigen die eine 12 Jährige nackt im Film? (Schon klar das die in Wirklichkeit älter ist) Irgendwie hatte man in der Mitte gehofft jetzt wird gut aber es wurde schlimmer als am Anfang ... Highlight des Films war wo KillerJoe der alten eine aufe Nase haut ... :-)
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nightwishmarc Fri, 19 Apr 2013 21:28:47 -0000
Antwort löschensie war im film keine 12. das war eher symbolisch gemeint
ElMagico Tue, 26 Feb 2013 21:22:13 -0000
Kommentar löschenDas war ein.....sehr seltsames Ding. Und man hat all die Zutaten von "Killer Joe" schon einmal gesehen und richtet man seinen Blick auf die einzelnen Aspekte des Films, dann muss man sagen: Man hat sie alle schon besser gesehen. Selbst die Art wie diese einzelnen Teile zusammengefügt werden erscheint gar nicht so besonders. Trotzdem fühlt sich "Killer Joe" verdammt anders an. Er weckt ständig Erwartungen, erfüllt sie und erfüllt sie im selben Moment überhaupt nicht. Gibt einen offensichtlichen Weg vor, verschwindet plötzlich um eine Ecke, nur um Sekunden später wieder vor einem zu stehen und so zu tun als wäre nix gewesen.
Denn eigentlich hat "Killer Joe" gar keine so überraschende Story. Im Gegenteil: Die fast schon absurd kaputte Familie aus dem White-Trash-Milieu will ans (relativ) große Geld und entscheidet, dass es sich doch lohnt dafür zumindest über ein Leiche zu gehen. Ein Auftragskiller muss da her und schon nehmen die Dinge ihren Lauf.... Das läuft alles eigentlich völlig linear auf ein Ende zu, welches dann natürlich auch noch mit ein paar kleinen Schwenkern aufwartet und mit einem vermeintlich großen Knall sein Finale findet. All das erwartet man und bekommt es auch von "Killer Joe". Nur das man ständig das Gefühl hat, der Film sei völlig neben der Spur. Als würde er ziemlich High den Film, der er eigentlich sein sollte, imitieren. Und mir kommen da sicherlich auch Tarantino und noch mehr die Coens in den Sinn, ich fühlte mich aber auch immer wieder an David Lynch erinnert. Ohne das es einen wirklichen Punkt der Überschneidung gibt, sagte mir mein Gefühl ständig, dass sich dies alles etwas wie "Blue Velvet" anfühlt. "Killer Joe" hatte für mich den selben ernstgemeinten Wahnsinn, pendelte auch ständig zwischen Gefährlich und absurder Übertreibung.
Und "Killer Joe" hat auch einige wirklich abstoßende Szenen. Damit meine ich noch nicht einmal die Gewalt, sondern eher diese ekelhafte Begierde Joes nach der kleinen, sehr einfach gestrickten Dottie. Ich tat mir hier echt schwer, vorallem da Matthew McConaughey den Killer Joe so kalt und abstoßend gibt, dieses schleimige Böse so zelebriert, dass man Dottie einfach nur bei der Hand nehmen will und aus diesem Film befreien. Aber alle Darsteller machen ihr Ding hier ausgesprochen gut, geben ihren Charakteren gerade genug Glaubhaftigkeit um der Geschichte zu dienen, lassen ihren Figuren aber auch immer eine sehr unwirkliche, übertriebene Seite anhaften.
Die Auflösung ist dann nochmal eine ganz eigene Geschichte. Ich selbst hätte sie so explizit gar nicht mehr gebraucht, aber Inkosequenz wollte sich Friedkin anscheinend nicht verwerfen lassen. Irgendwie zimelich abartig...aber mit Stil. Stil hat übrigens der ganze Film....toll fotografiert ist er nämlich obendrein.
Definitiv Geschmackssache und mit der Wertung tue ich mir grad auch etwas schwer. Ich denke ich lass da mal Luft nach oben....denn sehen muss ich "Killer Joe" auf alle Fälle noch mal!
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Markbln Wed, 06 Mar 2013 12:09:19 -0000
Antwort löschenToll!
Ich finde Matthew McVonaghey spektakulär. Aus meiner Sicht sollte er für dieses Monster mit Preisen überschüttet werden.
dmtjdc Sat, 23 Feb 2013 10:33:53 -0000
Kommentar löschenWer ein Faible für Filme wie "No Country For Old Men" hat, kann diese Mischung aus Thriller, Familiendrama und schwarzer Komödie ruhigen Gewissens in die Planung für den nächsten DVD-Abend miteinbeziehen. Allerdings ist hier der aus dem Film der Coen-Brüder bekannte Hyperrealismus in kalte Fiktion getaucht. "Killer Joe" erzählt eine ebenso märchenhafte wie harsche Geschichte aus dem ländlichen Texas, bekanntermaßen republikanisches Herzland und weltweit berühmt für lose Colts, blonde Cheerleader und impulsiven White Trash im Allgemeinen. Die Rollen der unglücklichen Patchworker sind mit Emile Hirsch, Gina Gershon, Juno Temple und Thomas Haiden Church wirklich ausgezeichnet besetzt, der Star des Films ist (neben dem Regisseur) allerdings ohne jeden Zweifel Matthew "Ich zieh dann mal mein T-Shirt aus" McConaughy.
Der hat sich in den letzten Jahren schauspielerisch deutlichst gesteigert, und stellt hier ein weiteres Mal seine Vorliebe für ungewöhnliche Rollen in ambitionierten Produktionen abseits des Mainstreams unter Beweis. Seine Interpretation des Profikillers ist zwar nicht so bedrohlich wie die von Javier Bardem als Chigurh, dafür legt er die Figur menschlicher und somit auch etwas facettenreicher an. Zwischendurch schon etwas langatmig, ist "Killer Joe" insgesamt ein außergewöhnlich guter Film für Freunde der schwarzen Kunst und des roten Bluts.
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Martin Jurgeluks Thu, 21 Feb 2013 18:51:42 -0000
Kommentar löschenSehr skurril, makaber und ein starker Matthew McConaughey machen den Film leider nicht zu einem großen und guten Thriller der einem umhaut. Anschaubar ist er aber auf jeden Fall!
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Jek-Hyde Mon, 18 Feb 2013 19:27:13 -0000
Kommentar löschenKiller Joe ist der Film, den ich schon sieht Ewigkeiten sehen wollte. Schon seit ich das erste mal von ihm hörte. Und dann, eines schönen Tages, steht er dort einfach so allein im Mediamarkt (ohne Preisschild). Da habe ich ihn mir natürlich gleich schnell weggesnakt, bevor es ein anderer tut und gleich am selben Abend reingezogen.
Killer Joe war ganz anders als ich erwartete hatte. Im Vorraus habe ich mich aus Absicht um jeder Speulerung entgegen zu wirken nur rudimentär informiert und desto größer war die Überraschung. Ehrlich gesagt ist es sehr schwer jemanden zu finden, auf dessen Seite man im Film steht. Jeder ist auf seine ganz persönliche Art verdorben und verkommen. Sei es Leute für Geld zu töten, oder die eigene Mutter töten zu lassen um seine Schulden bezahlen zu können. Killer Joe ist irgendwo auch eine Parodie auf alle Hillbillis da draußen. Lustig, aber so bitterböse. Man könnte fast vergleiche zu „Mann beißt Hund“ sehen, bloß dass Killer Joe besser ist. Überraschender, und kein anderes Ende wäre angebracht gewesen...lasst euch überraschen und freut euch auf den Geschmack von Hähnchen und Blut! XD
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Mr. Laurel Sun, 10 Feb 2013 11:05:44 -0000
Kommentar löschenDer alte Haudegen William „Der Exorzist“ Friedkin haut in seinem neuem Film richtig auf die Kacke: gleich am Anfang gibt es einen „Bieber“ zu sehen (und weitere werden folgen), es gibt also Nudity, Sex mit Minderjährigen, Gewalt, Drogen und vulgäre Sprache, schließlich will Herr Friendkin keinen sauberen Hollywood Film abliefern.
Da der Film auf einem Theaterstück basiert, gibt es nur wenige Schauplätze und viele Dialoge.
Filme, in denen die kriminelle Pläne der Redneck Protagonisten aus dem Ruder laufen, kennt man ja zur Genüge von den Coen Brüdern – und ich denke, die Coen Brüder hätten aus der Story von Tracy Letts einen besseren Film gemacht.
Ich konnte mit dieser Groteske nichts anfangen, ich fand den Film weder spannend, noch witzig und auch nicht wirklich schockierend (dürfte wohl eher Amerikaner schockieren, die im Bible Belt zu Hause sind)
Kommt bei weitem nicht an die großen Klassiker von Friedkin ran. Hut ab, dass die Schauspieler sich dafür hergeben haben (vor allem Juno Temple als frühreifes, grenzdebiles Früchtchen).
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jp@movies Sun, 03 Feb 2013 11:28:08 -0000
Kommentar löschen"Your eyes hurt." (Dottie)
Nach BUG schon William Friedkin's zweite Adaption eines Stücks von Tracy Letts - eine dritte Verfilmung ist schon im Kasten, nur leider mit jemand anderem auf dem Regiestuhl (John Wells, der sich wohl mit der US Version der Serie SHAMELESS empfohlen hat). Das ist vermutlich schade, da mir bestimmt die lieb gewonnene Kompromißlosigkeit von Friedkins Inszenierung fehlen wird.
Auch bei diesem Film wird in die Irre geleitet, wer ihn sich aufgrund des Trailers angesehen hat. Die porträtierte Familie ist übelster White Trash, und man mag gar nicht an ihrem Leben Teil haben, genauso wie zunächst Matthew McConaughey (der hier als "Killer Joe" eine schauspielerische Leistung zeigt, die ich ihm gar nicht zugetraut hätte), der angeheuert wird, um alle Probleme der Smiths auf einen Streich zu lösen. Überhaupt ist die Ensemble-Leistung (wie schon in BUG) überwältigend. Regelrecht lieb gewonnen habe ich im Verlauf des Films Thomas Haden Church in seiner Darstellung des überforderten Vaters mit IQ auf Zimmertemperatur.
Wer bitterböse Kammerspiele mag, wird mit diesem Film warm werden. Aber es werden einem nach dem Ansehen nicht nur die Augen weh tun, denn ein "humorvoller Gewaltporno" ist KILLER JOE ganz bestimmt nicht.
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jp@movies Sun, 03 Feb 2013 11:31:49 -0000
Antwort löschenUnd wem KILLER JOE und BUG gefallen haben, der sollte sich noch THE KILLER INSIDE ME http://www.moviepilot.de/movies/the-killer-inside-me ansehen. Danach ist man zum Ausgleich aber sowas von reif für irgendwas locker-flockiges wie die Teletubbies :)
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John.Matrix Sun, 03 Feb 2013 12:03:41 -0000
Antwort löschenich glaub den muss ich mir dann wohl noch mal ansehen. Beim ersten Mal gingen mir die Charaktere einfach nur auf den Senkel. Aber aus der Perpektive der schauspielerischen Leistung dahinter sollte ich vielleicht noch einen Blick wagen.
jp@movies Sun, 03 Feb 2013 14:40:45 -0000
Antwort löschenDie Charaktere werden auch bei einer Zweitsichtung nicht viel sympathischer...
kai.tee.7 Wed, 30 Jan 2013 16:14:34 -0000
Kommentar löschenSozialchauvinistischer Sondermüll, der die Mechanismen des RTL-Nachmittagsprogramms mit hämischen Vergewaltigungsszenarien und William Friedkins Vorliebe für junge Dinger vereint. Da kann auch das Stuntcasting von McConaughey nichts mehr retten.
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mikkean Mon, 28 Jan 2013 22:07:00 -0000
Kommentar löschenWas hat er sich gewunden, was hat er Zeter und Mordio geschrien? Als Film hat mich "Killer Joe" schon interessiert, weit bevor ich überhaupt wusste, worum es darin geht. Denn William Friedkin ließ, wie kein Zweiter, mächtig Dampf ab, als die Zensur-Behörden mögliche Eingriffe in sein Werk androhten. Ist ja auch eine unterhaltsame Form der Publicity. Gerade dann, wenn ein Film so minimal budgetiert und released wird, dass er eigentlich glatt untergehen müsste. Und wie schon bei "Bug", Friedkin's Quasi-Auferstehung und Ruf-Revitalisierung, ist "Killer Joe" ein echt zwiespältiges "Vergnügen" - kein in Watten gepacktes Ansehen, kein politisch korrektes Indie-Filmchen. Bei "Killer Joe" gibt es statt Seife und Bleiche beinahe jede Form von Schmutz, Abschaum. Blut, Intrigen und sogar nackte Schwänze. Also schön im Dreck wälzen bitte, wir stapeln tief. Und werden von William Friedkin's Stiefel mit dem Gesicht in die Jauche-Grube einer texanischen Trailer Trash-Familie gedrückt. Genau genommen eine Patchwork-Familie, bei der ein nichtsnutziger Dealer-Sohn lieber zum saudummen Vater und dessen neuen, dauergeilen Braut flüchtet. Die Mama ist nämlich unerträglich und so würde es allen Beteiligten sehr gelegen kommen, wenn Mum vorzeitig ins Grab beißt. Von wegen Lebensversicherung und so. Für den Job gibt es auch schon den scheinbar besten Mann: Killer Joe, der tagsüber Detective ist und sich blutig was dazu verdient. Aber Killer Joe hat seinen Preis, und mit Geld kann die mordlüsterne Sippe nicht so recht dienen.
Jepp, ganz tief im Dreck spielt dieser Film. Wie schon bei "Bug", greift Réalisateur Friedkin auf ein Stück des Autors Tracey Letts zurück. Und so ist auch "Killer Joe" äußerst reduziert, spielt sich vieles in und knapp um den Trailer der "Familie" Smith ab. Eine abgefuckte Sippe, die ihre Bezeichnung eigentlich nicht verdient. Hier ist keiner unschuldig, herzensrein oder besonders gutmütig. "Killer Joe" gibt sich ganz dem moralischen Morast hin. Die Typen sind hochgradig verschlagen, haben 'ne Klatsche und ein, zwei perverse Adern. Werden uns von Friedkin aber auch weniger näher gebracht als sonst. Klingt etwas komisch, ich versuch es mal auszudrücken: "Killer Joe" legt das Vergrößerungsglas an, wahrt im Gegensatz zur beinahe minutiösen Charakterzeichnung in "French Connection" oder "Der Exorzist", eine spürbare Distanz. Als wären die Figuren getreu dem Motto "Schmutz bleibt Schmutz" entworfen und das ganze eher ein hinterlistiges Spielfeld für das Strapazieren der Zuschauer-Nerven. Für alle, die sich bei ungezwungenem Rum-Huren, Kinder-an-Freier-Vermitteln und brutalem Fresse-Polieren, eher abwenden möchten, ist es definitiv ein schön fieser Gedulds-Test. Zur Krönung garniert mit dem vielleicht widerlichsten Blowjob der jüngsten Kino-Geschichte. Ich habe jedenfalls keine Lust mehr auf KFC, bäh. Und das allerschönste: In "Killer Joe" verabschiedet sich ein Matthew McConaughey mal so richtig vom Sunnyboy-Image, dem ganzen Rom-Com-Prototypen mit strahlendem Lächeln und gebräuntem Sixpack. Killer Joe ist höchstens ein Teufel mit Engels-Gesicht. Während die restliche Besetzung mit Emile Hirsch, Thomas Haden Church und Gina Gershon, als Abschaum-Familie eher zu einer homogenen Masse vermengt, brilliert McConaughey geradezu. Die wohl erste, wirklich abgründig fiese Rolle seit dem "Texas Chainsaw Massacre '94", steht ihm erstaunlich gut. Mit diabolischem Eifer jagt der böse McConaughey dem guten McConaughey den Dreizack in den Bauch. Lässt sich so richtig gehen, weil Killer Joe kaltblütig, abartig und stellenweise schön unberechenbar ist. Das ist nicht nur ein Schweinehund, sondern ein Monstrum vor dem Herrn. Genau die Art von Monstrum, die einen solchen Film trägt. Das macht auch beinahe vergessen, dass "Killer Joe" nicht in allen Belangen der Königsklasse vergangener Friedkin-Filme gerecht werden kann. Die Geschichte ist nicht so ganz überraschend und klug konstruiert - ja fast sogar schon straight, - lebt aber auch vom wundervollem Jauche-Teint. Sehr fahrlässig sind die Mängel der Gewalt-Choreografie, in anderen Filmen wird deutlich kunstvoller Blut vergossen. Aber hey, wer sich den Abend mit richtig fiesen Stoffen vertreiben will, liegt bei "Killer Joe" schon ganz richtig. Es hätte auch schicker aussehen können. Keine Frage. Vermutlich wäre "Killer Joe" dann aber auch weitaus mehr auf "massenkompatibel" und "gut zu Verkaufen" getrimmt worden. Schön, dass sich gute Darsteller nicht nur mit anspruchsvollen, kleinen feinen Autoren-Filmen Ablenkung von ihren Mainstream-Verpflichtungen gönnen. Ist das Getue um "Killer Joe" letztlich gerechtfertigt? Ja und nein, wie bei einem guten William Friedkin eben durchaus üblich.
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Markbln Sun, 27 Jan 2013 18:22:08 -0000
Kommentar löschenIch wollte dem Film zunächst eine glatte 5 geben. Aber ich war zu voreilig, denn er steigert sich von Minute zu Minute und was in der letzten halben Stunde passiert, ist umwerfend. Zudem gibt Matthew McDingsbums wohl die Performance seines Lebens. Holy Shit, was gruselt mich seine Figur, fantastisch was Altmeister Friedkin aus ihm herausholt!
Was erst ein wenig zäh und durcheinander anläuft, wird, wenn es sich aus Tarantino und Lynch-Versatzstücken befreit hat, zu William Friedkins bestem Film seit DER EXORZIST. Es freut mich tierisch für den alten Herrn und ist für mich der beste Film, den ich seit Monaten gesehen habe. Besonders das vermeintlich behinderte Schwesterchen, grandios gespielt von Juno Temple und die Stiefmutter Gina Gershon haben schwere Begeisterungsstürme bei mir ausgelöst. Man merkt, dass der Film auf einem Theaterstück basiert. Die kammerspielartige Szenerie ist von Friedkin hervorragend eingefangen, die erstklassige Dramaturgie auf wenige Räume begrenzt war genau nach meinem Geschmack, die Spannung wird zum Schluss unerträglich und im Gegensatz zum erst erwähnten Regisseur gibts hier kein überflüssig aufgeblasenes Geschwafel über Schlager oder Dönerzubereitung. In 100 Minuten erlebe ich eine raffinierte, puristische Geschichte um Liebe, Hass, Gier und Verrat, die auf der Höhe der Zeit ist und mich vollkommen zufrieden aus meinem Home cinema entlässt.
William, ich danke Ihnen, das war geil!
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JackoXL Sun, 27 Jan 2013 18:25:28 -0000
Antwort löschenAuch meine Meinung: Seit "Der Exorzist" war Friedkin nicht besser, trotz "Leben und sterben in LA". Die letzte halbe Stunde ist großartig mit Sternchen. :)
Markbln Sun, 27 Jan 2013 18:27:18 -0000
Antwort löschenSabber, das hat mich echt gethrillt, wie lange nichts! ; )
JackoXL Sun, 27 Jan 2013 18:31:22 -0000
Antwort löschen"Habt ihr schon gegessen?"
Hab ich gelacht... :) Was da abgeht, grandios!
Punsha Sun, 27 Jan 2013 18:33:15 -0000
Antwort löschenEkelhafter Film. Aber wenigstens zeigt Friedkin, dass er im Unterschied zu (eigentlich allen) anderen New Hollywood-Regisseuren wenigstens noch Eier hat.
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JackoXL Sun, 27 Jan 2013 18:37:22 -0000
Antwort löschenEkelhafe Eier sind immerhin noch Eier. ;)
Markbln Sun, 27 Jan 2013 18:44:20 -0000
Antwort löschenwas soll denn daran ekelhaft sein....ts....
Dr.Hasenbein Thu, 24 Jan 2013 22:46:40 -0000
Kommentar löschenKiller Joe ist absoluter white Trash und verdammt abgefuckte, sinnlose Scheiße um es mal beim Namen zu nennen.
Wenn man sich das von vorne herein klarmacht (und bestenfalls gut findet),
und gute Schauspieler in verrückten Rollen in absoluter Spiellaune mag
wird man hier trotzdem seinen Spaß haben.
Dazu darf man aber natürlich nicht zimperlich sein und sich weder an sinnloser Gewalt, sexzistischen Szenen oder obzönen Ausdrücken stören.
Das alles ist hier sehr viel vertreten und ist das eigendliche Grundgerüst des kompletten Films.
Da Der auf einem Theaterstück basiert darf man hier nicht allzu viel Action erwarten.
Es passiert nie wirklich viel und die meiste Zeit wird einfach nur gequatscht.
Trotzdem macht es auf eine sehr primitive Art Spaß diesen Assi-Vögeln zuzugucken wie sie ihren Plan durchziehen.
Matthew McConaughey stellt endlich mal wieder unter Beweis dass er nicht nur auf Autopilot diese 08/15 Larifari Liebeskomödien runter kurbeln kann
sondern ein guter aber durch falsche Rollenauswahl unterschätzter Schauspieler ist.
Ich fand den Film recht witzig und gut gespielt.
Kann aber auch diejenigen verstehen die mit ihm nichts anfangen können,
oder wollen!
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102milo Mon, 21 Jan 2013 23:09:26 -0000
Kommentar löschenMatthew McConaughey ist abstoßend, mitsamt dem Film. Die Szenen waren mal richtig krank. Solche Drecksfilme gehören verboten. Und diejenigen die solche Filme feiern...die haben sie eh nicht mehr alle (ganz, ganz, ganz milde ausgedrückt!).
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movie.max Tue, 22 Jan 2013 09:20:29 -0000
Antwort löschenHaha! Ja wirklich! Schauspiel ist schon was abstoßendes! Wie kann man nur so eine Figur mit solcher Perfektion spielen?
So! Jetzt erstmal Bloodsport gucken...
Schinkenbrot Mon, 28 Jan 2013 10:53:06 -0000
Antwort löschenLooooL ^^ Sehr gut!
Diggler27 Thu, 03 Jan 2013 22:56:02 -0000
Kommentar löschen"Killer Joe" ist ein durchaus spannender, top gespielter Thriller/Drama/Schwarze Komödie-Mix, der bis zum Schluss mit einem gemächlich-hypnotischen Erzählfluss fasziniert.
Von extremen Gewaltausbrüchen habe ich nicht viel mitbekommen, dafür schockt der Film thematisch und mit ein paar der gefühlskältesten Protagonisten, die in der cineastischen Welt zu finden sind. Leider führt das auch zu einer grundsätzlichen Distanz zu allen Figuren; ich konnte jedenfalls mit keinem so richtig mitfiebern.
SPOILER Den Schluss empfand ich aber als "too much". Plötzlich eskaliert die Gewalt und vor allem die Gewaltbereitschaft aller Beteiligten in nicht nachvollziehbarem Maße und das Einsetzen des Abspanns wirkt wie ein misslungener Kunstgriff-Versuch. So wurde ich auf eine extrem merkwürdige Art aus dem Film entlassen; eine Art, die der Film mit Sicherheit nicht erzielen wollte, weil sie nicht schockiert, sondern irritiert.
Ganz schön seltsamer Film mit tollem Cast.
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