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Killer Joe

Killer Joe (2011), US Laufzeit 103 Minuten, FSK 18, Komödie, Kriminalfilm, Thriller


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7.0
Kritiker
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6.7
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1022 Bewertungen
112 Kommentare
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von William Friedkin, mit Matthew McConaughey und Emile Hirsch

William Friedkin (Der Exorzist) präsentiert mit Killer Joe nicht nur den ersten Film nach fünf Jahren Drehpause, sondern auch einen bestechenden Matthew McConaughey als Titel gebenden Profi.

Manche Menschen ziehen Probleme an, wie Kothaufen Fliegen. Chris (Emile Hirsch) ist eindeutig einer dieser Menschen. Als dem Kleingangster sein Deal-Koks ‘abhanden’ kommt und er beim Mobster Digger Soames (Marc Macauley) mit der Rückzahlung in Verzug gerät, fällt Chris nichts Besseres ein als seine Mutter umbringen zu lassen. Diese besitzt eine Lebensversicherung in Höhe von 50.000 Dollar. Einzige Begünstigte ist Chris’ Schwester Dottie (Juno Temple).

Chris teilt den Plan seinem Vater Ansel (Thomas Haden Church) mit, der, in seinem Denken immer etwas zurückhaltend, nach einigem Zureden sein Einverständnis erteilt. Und so kommt ins Spiel: Killer Joe (Matthew McConaughey).

Killer Joe ist eigentlich ein Cop, der sich aber durch den ein oder anderen Job, der gezieltes Töten involviert, gerne etwas hinzuverdient. Da weder Chris, noch Ansel oder seine zweite Frau Sharla (Gina Gershon) über das nötige Geld für sein Honorar verfügen, lässt sich Killer Joe auf ein Entgegenkommen ein. Dieses Entgegenkommen hört auf den Namen Dottie.

Killer Joe kommt seinem Auftrag mit der ihm eigenen Präzision nach. Doch danach läuft alles aus dem Ruder – mit gewissen Kollateralschäden…

Hintergrund & Infos zu Killer Joe
Grundlage für Killer Joe ist das gleichnamige Bühnenstück von Schauspieler und Autor Tracy Letts. Von ihm stammt auch Bug, ein Horrorthriller mit Ashley Judd und Michael Shannon in den Hauptrollen.

Dieser wie auch Killer Joe wurden von keinem Geringeren als New Hollywood Veteran William Friedkin inszeniert. Der Regisseur, der mit Filmen wie French Connection – Brennpunkt Brooklyn oder Der Exorzist Kinogeschichte geschrieben hat, muss sich nichts mehr beweisen und ließ sich dementsprechend zwischen seinen einzelnen Projekten immer mehr Zeit. Doch das Warten hat sich gelohnt: Killer Joe wurde bei den Filmfestspielen in Venedig 2011 ausgezeichnet aufgenommen, William Friedkin u.a. für den Goldenen Löwen nominiert.

Killer Joe ist eine Paraderolle für den gebürtigen und stolzen Texaner Matthew McConaughey, der nach einer gewissen Flaute Mitte der 2000er vermehrt mit markanten Auftritten wie in Der Mandant, Bernie – Leichen pflastern seinen Weg oder Magic Mike punkten konnte. (EM)

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Mehr Bilder (11) und Videos (4) zu Killer Joe


Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Killer Joe
Genre
Schwarze Komödie, Komödie, Kriminalfilm, Thriller
Handlung
Auftragskiller, Cop, Geschwister, Lebensversicherung, Mord an Mutter, Mutter, Mutterliebe, Mörder, Verlust der Mutter, Versicherungsbetrug
Produktionsfirma
Voltage Pictures

Kritiken (17) — Film: Killer Joe

CineKie: CineKie.de

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7.0Sehenswert

Interessanter Thriller mit toller Besetzung, dessen ruckartiger Erzählfluss mir leider ein wenig die Freude an dem Film genommen hat. Eine Empfehlung ist ”Killer Joe” aber allemal!

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stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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6.0Ganz gut

Vor dem fast schon lächerlichen exzessiven Finale darf McConaughey seinem Beau-Image gekonnt den Stinkefinger zeigen und Friedkin zaubert schmuddeligste Trailerpark-Atmosphäre. Das Beste an "Killer Joe" ist aber seine Beiläufigkeit. Da werden handlungsrelevante Personen schon mal zu McGuffins. Das ist ganz nett, leidet aber auch darunter, dass "Killer Joe" zu sehr auf - doch recht müde - *ui-jui-jui* Tabubrüche setzt. Der Rest? Ganz okay, wenn auch nicht sonderlich erinnerungswürdig, außer Juno Temple, die als Dottie mit zärtlichem Wahnsinn nicht nur der Titelfigur die Show stiehlt.

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SoulReaver

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Für alle, die noch einmal träumen wollen: http://www.youtube.com/watch?v=vwQ0IL2_UIQ


stuforcedyou

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Wie isst souli wohl: Pizza, Frühlingsrollen, Sahnesaucen oder Bratwürstchen? Uh, ganz übles Kopfkino :D


Medienjournal: Medienjournal-Blog.de

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9.0Herausragend

[...] Ich muss ja zugeben, dass mir Regisseur William Friedkin im Vorfeld überhaupt kein Begriff war, wenngleich ich natürlich manche seiner Werke wie eben Der Exzorzist oder French Connection kenne. Was er mit Killer Joe aber abgeliefert hat, lässt sich kaum mit diesen Filmen vergleichen, zumal dieser hier wirkt wie aus der Feder eines jungen Autors entsprungen, umgesetzt von einem kompromisslosen Regisseur. Mittlerweile ist Friedkin aber 77 Jahre alt und daher ist es umso erstaunlicher, mit welch brachialer Gewalt er dieses düstere Märchen inszeniert hat, dass vor fatalistischen Entscheidungen trotzt und sämtliche Charaktere mehr und mehr in den Abgrund reißt, denn selten hat mich ein Film in seiner atmosphärischen Ausgestaltung so gefangen nehmen können. Da kommt es ihm sogar zupass, dass er auf einem Theaterstück basiert, in diesem Falle von Pulitzer-Preisträger Tracy Letts, der auch direkt das Drehbuch zum Film verfasst hat. [...]

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Khitos: Kälte Reich

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7.5Sehenswert

[...]Manche werden sich an der überaus brutalen Darstellung stören, an der Kamera, die genüsslich auf den Körper von der oft halbnackten Dottie drauf hält oder an den schieren Grad des schwarzhumorigen, screwball-mäßigen Drehbuchs. [...] Insgesamt wird mir KILLER JOE als kleiner Überraschungshit noch im Gedächtnis bleiben.

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Julio Sacchi: Das Manifest

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8.5Ausgezeichnet

Ausgesprochen humorige Noir-Groteske, bei der einem das Schmunzeln allerdings im Halse stecken bleibt wie ein Hühnerbein. Für eine Stunde lang ist das eine von Friedkin umgemein sicher inszenierte, mitunter ausgesprochen sexy Krimikomödie mit einem unglaublichen McConaughey als Anführer einer Schauspielergruppe in Hochform. Danach löst der Altmeister alle Bremsen und zieht ein superfieses Ding durch, rücksichtslos und konsequent, bis zum wunderbaren Ende. Bei dem man irgendwie auch froh ist, diese Gang von Soziopathen hinter sich zu lassen. Der Einsatz des Songs "Strokin'" ist, an beiden Stellen, schlicht genial. Und Friedkin erweist sich als der woh einzige New Hollywood-Regisseur, der heute noch dicke Eier hat.

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JackoXL: Die Drei Muscheln

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8.0Ausgezeichnet

- "Töten sie meine Mum?"
- "Weiß ich nicht. Warum?"
- "Bin nur neugierig."

Joe im Gespräch mit Dottie. Dieser Auszug zeigt deutlich die Richtung des Films und es reicht schon, um die beiden zentralen Figuren kurz und knackig zu charakterisieren.

Man müsste William Friedkin für diesen Film eigentlich ohrfeigen. Weil das ein Scheißfilm ist? Im Gegenteil!

Warum denn nur hat der olle Friedkin so lange gebraucht, um endlich mal wieder aus dem Quark zu kommen? Friedkin war immer dann am besten, wenn er Eier gezeigt hat. "French Connection", "Der Exorzist", "Leben und Sterben in L.A.". Da hat er Dinger abgeliefert, die sich deutlich vom damaligen Status Quo abgehoben haben, die sich was getraut haben. Mit "Cruising" ja eigentlich auch, nur war da der eigentliche Thrillerplot zu schwach (was wohl an den radikalen Kürzungen lag, ein Directors Cut wäre interessant). Jetzt ist der Herr im demenzfähigen Alter und scheinbar so agil wie seit Ewigkeiten nicht mehr.

"Killer Joe" lässt sich fast in zwei Hälften spalten, wenn auch nicht konsequent. Friedkin fängt zum Anfang die schmutzige Atmosphäre eines White-Trash-Trailerparks ein, mit einer Familie aus der Gosse des amerikanischen Traums. Die Sippe wirkt schon fast zu klischeehaft, denen steht asozial so was von auf der Stirn, die kann man fast riechen. Aus einer Notsituation wird ein Plan geschmiedet, der zu diesem Erscheinungsbild passt. Damit kommt Joe ins Spiel, mustergültig verkörpert von Matthew McConaughey. Nix mit Waschbrett-Exhibitionisten-RomCom-Schleimer, der hat nie besser gespielt.
Nächste Ohrfeige, warum denn diesen ganzen Scheiß, mit dem er einen sonst foltert?

Locker 2/3 des Films lässt Friedkin das Tempo langsam laufen, was aber nicht stört. Die Stimmung passt einfach, die Situation verspricht viel, immer wieder blitzt staubtrockener, bitterböser Witz auf und neben McConaughey ist der Cast einfach klasse. Emile Hirsch hat schon mit "Into the Wild" sein Talent bewiesen und braucht das auch nicht mehr, macht es aber trotzdem. Thomas Haden Church ist in seiner zurückhaltenden Art ganz wunderbar und Gina Gershon hat man wohl selten so stark gesehen. Was mich bei Frauen immer freut: Eitelkeit scheint die nicht zu kennen. Die gibt wirklich alles, um sich so richtig dreckig zu präsentieren, ganz großartig.
Das pure Gold ist Juno Temple, der Engel aus der Mülltonne. Ihre ganze Figur scheint wie eine naive, liebenswerte Märchenprinzessin, die einzige Sympathiefigur, zauberhaft.

Das furiose Feuerwerk zündet Friedkin dann in der letzten halben Stunde. Es beginnt mit einem wunderbar eingefangenen, toll geschriebenen und exzellent gespielten Trialog von McConaughey, Gershon und Church und mündet dann in einem Finale, das voll einschlägt. Ab dann outet sich "Killer Joe" endgültig (was ja schon vorher zu erahnen war) als pechschwarze Farce mit knüppeldicker Atmosphäre. Was da abgeht, unfassbar. Dialoge und Darsteller auf Topniveau, Kentucky Rape Chicken und eine Dinnerszene im "Chez TCM". Am Ende ist es so absurd-überspitzt, aber nie albern. Das arbeitet nur in so einem rasenden Tempo plötzlich darauf zu, dass einem die Kinnlade runterklappt. Es wird immer wilder, zynischer, der letzte Moment setzt dann dem ganzen Wahnsinn die Krone auf.

"Habt ihr schon gegessen?!"

26 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

JackoXL

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@jolly: Danke und der lohnt sich.


Prechtl

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Ich bin gerade jetzt zu der Überzeugung gekommen, dass ich den Film JETZT haben muss!


GrammatonCleric: Equilibrium, X-RATED, DAS M...

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9.0Herausragend

"Killer Joe" ist ein Schlag in die Fresse, wie ihn Joe Cooper im Film des Öfteren austeilt. Man weiß manchmal nicht, ob das nun gerade wirklich so passiert oder ob man gerade einen surrealen Moment erlebt, wie jener in Neonfarben getauchte, wenn Emile Hirsch und Thomas Haden Church im Stripschuppen ein Bier trinken. Friedkin versteht es nämlich auch visuell ausgezeichnet eine permanent bedrohliche Atmosphäre aufrecht zu erhalten, die gleichzeitig abstößt, aber auch unglaublich fasziniert (der Regen, der kläffende Hund, das schmierige, asige Umfeld). Friedkin hat mit "Killer Joe" eine bitterböse Satire geschaffen, die brutaler Psychothriller, schwarze Komödie und packendes Schauspielkino zugleich ist. Nicht wundern, wenn man in einigen Wochen auf vielen Top-Ten-Listen "Suck it!" lesen wird – das passt so.

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SoulReaver: CinemaForever, D3M

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8.5Ausgezeichnet

[...] Ein sorgenfreies Leben ist für niemanden mehr denkbar und die egoistische Abgründigkeit, die das ganze Schlamassel ausgelöst hat, muss in einer persönlichen Katastrophe enden. Dennoch ist „Killer Joe“, trotz dieses klaren Aspektes, dass es hier kein gutes Ende geben wird, nie vorhersehbar, oder arbeitet sich an gewohnten Konventionen entlang, vielmehr lässt Friedkin den ungeschönten Tatsachen freien Lauf, schlägt immer wieder zynische Haken und explodiert in einem derart mutigen Finale, wie man es kaum erwarten hätte können. [...]

Kritik im Original 22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 21 Antworten

Le Samourai

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Sehenswert, ja. :)


SoulReaver

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:)


Mr. D.: Manifest - Das Filmmagazin Mr. D.: Manifest - Das Filmmagazin

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9.0Herausragend

Friedkins Werk kann man für seine Schärfe abgöttisch lieben oder für seine Härte abgrundtief hassen. Aber egal, welches Gefühl überwiegt: Wenn man die Socken, aus denen KILLER JOE einen haut, wieder angezogen hat, hat man etwas erlebt. Im besten Fall eine zynische Schlampe von einem Film, die einen kopfschüttelnd zurücklässt und noch lange in Gedanken verfolgt.

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BuzzG: filmfutter.com, kino-zeit.d...

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8.0Ausgezeichnet

[...]Hätte Chris seinen Verstand schon vor Planung der Tat eingeschaltet, wäre der Schlamassel in dieser Form wohl nicht entstanden. Aber dann hätten auch wir auf diese kantige wie amüsante Kinoperle verzichten müssen, die neben den erwähnten Gemeinheiten vor allem von den Leistungen seiner bestens aufgelegten Darsteller lebt. Altmeister Friedkin hat während seiner über vierzigjährigen Karriere gute und auch schlechte Arbeiten abgeliefert. Der zügellose „Killer Joe“ gehört zu seinen Gewinnern.

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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times

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7.5Sehenswert

Die Zuschauer haben an den richtigen Stellen gelacht, am Ende geklatscht und sind aus dem Kino gegangen und sprachen darüber wie widerlich es war.

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Peter Travers: Rolling Stone Peter Travers: Rolling Stone

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7.5Sehenswert

Auch an Stellen, an denen der Film weit über das erträgliche geht, kann McConaughey beeindrucken.

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Ed Gonzalez: Slant Ed Gonzalez: Slant

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7.5Sehenswert

Es macht Spaß zu sehen, wie idiotische Figuren ihre verdiente hyper-stilisierten Form von Gewalt zu spüren bekommen, und trotzdem fühlt sich nie verächtlich an.

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Michelle Orange: Movieline Michelle Orange: Movieline

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6.5Ganz gut

Auf seine eigene Art und Weise, doch zu seinem eigenen Schaden, versucht William Friedkin mit seinem Splatter, Southern Gothic und seiner Rückkehr auf die Leinwand zu unterhalten sowie zu schütteln und zu rühren.

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Manohla Dargis: New York Times Manohla Dargis: New York Times

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5.0Geht so

Herr Friedkin, ein Regisseur mit einem Talent für Gewalt auf der Leinwand, findet nie seinen Groove mit Killer Joe, der vom realistischen zum absolut absurden und surrealistischen Exploitationfilm wird.

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Rex Reed: The New York Observer Rex Reed: The New York Observer

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5.0Geht so

Als dieser kranke und lächerliche Cocktail aus Sex, Gewalt und Chaos zum ersten Mal vor einem Jahr auf dem Toronto International Film Festival vorgestellt wurde, beschrieb ihn ein Witzbold treffend als "das Gespenst von Tennessee Williams trifft auf den Geist von Quentin Tarantino."

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Rochus Wolff: freier Journalist

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7.5Sehenswert

Eine unerträgliche Szene, und Alle sind dysfunktional bis ins bittere Ende hinein.

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Kommentare (95) — Film: Killer Joe


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LowRidah

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Bewertung5.5Geht so

Schön unkonventionell, entfaltet sein Potential aber erst im letzten Viertel um es dann mit dem Ende vollkommen zu zerstören. Aber das vor allem das letzte Viertel war sehr unterhaltsam und sogar witzig!

Alles in allem dann doch ganz nett, vor allem die nackte Haut zu Anfang lässt über den langweiligen Mittelteil hinwegsehen :)

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Boogers666

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Killer Joe" ist ein bösartiger Faustschlag mitten in das Herz von Texas. Hier werden zurückgebliebene Minderjährige gevögelt eine Frau fast mit einem Hänchen erstickt , Frauen geschlagen, Familienmitglieder umgebracht, Geld verzockt und Cops werden korrupt, das volle Programm. Hier wird gnadenlos mit dem White-Trash Gesocks und dem Staat Texas abgerechnet, denn die Oberfläche des Staats bröckelt an allen Ecken und Kanten.
Friedkin inszeniert hier einen sehr ruhigen und dennoch unfassbar spannenden Thriller, dessen Bösartigkeit aus allen Poren quillt. Die Spannungskurve steigt erst unfassbar langsam an, baut aber dennoch eine enorme Atmosphäre auf und am Ende steigt sie fast im 90 Grad Winkel und endet genau so abrupt wie sie begonnen hat. Die Tatsache das das ganze dabei auf einem Theatherstück beruht, wirkt sich natürlich enorm auf den Film und seinen Aufbau aus, wenig Action, viel Dialoge, das wirkt vielleicht für viele abschreckend tut dem Film aber keinen Abbruch sondern verstärkt seinen bösartigen Grundton in jeder Silbe.
Selten war McConaughey besser als hier, die Rolle des perversen, stilvollen und brualten korruptem Bullen steht ihm unfassbar gut. Auch der weitere Cast, insbesondere Emile Hirsch, machen ihre Arbeit grandios.
"Killer Joe" ist außergewöhnlich in allen Belangen und die offen dargebotene Kritik an der (texanischen) Unterschicht passt dazu wie die Faust aufs Auge, es hätte für diese Geschichte kein besseres Setting geben können.

"You want some chicken? I stopped by the K-fried-C."

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Dimiytry

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Wenn du dir weitere Werke von Friedkin geben möchtest, solltest du dir auf jeden Fall sein "Lohn der Angst" Remake, "The Sorcerer" anschauen. Am Anfang etwas schwierig, reinzukommen und das Gefühl für den Film zu entwickeln, was sich allerdings im Laufe des Films mit nervebelastender Spannung ausgeglichen wird. (meiner Meinung nach)
Hab den Film Oktober in Venedig gesehen, als Friedkin seinen goldenen Löwen für sein Lebenswerk erhalten hat.


Boogers666

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Jup danke, werde mal sehen ob ich den irgendwo auftreiben kann ^^


Bandrix

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Düster, dreckig, bisweilen ekelerregend.
Das ist das Umfeld, in dem „Killer Joe“ angesiedelt ist. Mitten im White Trash Amerikas, voll von verkommenen Versagern, inmitten von Armut, sozial Benachteiligten und wenig Hoffnung.
Die Story dreht sich um einen Killer, der im Auftrag einer kleinen Familie jemanden umbringen soll. Natürlich geht irgendetwas schief und der Zuschauer darf gespannt sein, wie das Ganze endet.
Nun bin ich dank vieler Moviepiloten hier auf diesen Film gekommen. Von der FSK aus den Regalen verbannt und hier oftmals Gegenstand langer Diskussionen erstand ich ihn also auf einer DVD- Börse.
Was soll ich sagen?
Zum Einen machte sich bei mir doch Überraschung breit, schließlich ist das Gezeigte nicht allzu brutal. Natürlich wird hier und da schon mal ein Konflikt durch Gewalt gelöst – ist aber alles im Rahmen. Gut, es ist nicht gerade schön, einen unfassbar großen… Busch schon in Minute 1 in die Kamera gehalten zu bekommen. Wer „Killer Joe“ gesehen hat, weiß, was ich meine.
Aber meine Güte, da können sich die Amerikaner meinetwegen aufregen. Aber doch nicht hier in Europa.
Was ich stattdessen geboten bekam, war, abgesehen einiger Klischees, feinstes Schauspielkino. Regisseur William Friedkin räumt seinem Ensemble trotz kurzer Laufzeit viel Zeit ein um zu glänzen. Da hätten wir Emile Hirsch, Thomas Haden Church, Gina Gershon und die wundervoll unschuldige Juno Temple. Richtig an Fahrt gewinnt der Film jedoch erst dank dem titelgebenden Killer Joe Matthew McConaghey. Was er hier abliefert, ist in der Tat großes Kino und der unumstößliche Beweis, dass er tatsächlich gut schauspielern kann. Er spielt seine Rolle mit dermaßen viel Inbrunst, dass es einem schon Angst und Bange werden kann. Vor allem im Finale wird das deutlich.
Überhaupt, das Finale.
Gerade wenn der Film anfängt auf der Stelle zu treten, wenn die langen Dialoge gepaart mit dem tiefmöglichstem schwarzen Humor nicht mehr so recht wirken wollen, dreht Friedkin dermaßen auf, dass es eine helle Freude ist. McConaghey darf nach Herzenslust böse, unberechenbar und ekelhaft sein. „Killer Joe“ entwickelt eine hohe Intensität und erhöht seinen Ekelfaktor um ein Vielfaches. Die Art, wie der Film dann endet, dürfte einigen sauer aufstoßen, was ich auch voll und ganz verstehen kann. Ich empfand allerdings nicht so, meine Fantasie erledigt den Rest…
„Killer Joe“ wird die Filmgemeinde sicherlich auch weiterhin spalten. Frei von Fehlern ist er sicherlich nicht, zu spät beginnt er auf voller Drehzahl zu laufen, dafür lohnt sich das Durchhalten aber.
Seltsam, gewaltig und unheimlich böse. Ein kleiner, fieser Film, der – unter Garantie – noch länger im Magen liegt.
PS: Die KFC- Jünger unter euch Moviepiloten tun mir ehrlich leid. ;)

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SoulReaver

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Geiler Film. Dem White Trash-Gesocks wird ihr eigener Fraß reingewürgt. Liebe.


razzo

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Bewertung3.0Schwach

Was zum Teufel war das denn???

Eine Familie aus zurückgebliebenen Hinterwäldlern heuert einen geisteskranken Killer-Cop an um die eigene Mutter um die Ecke zu bringen??!! Ne sorry, auch wenn ich eine Vorliebe für außergewöhnliche Filmkost habe, diese Groteske ist mir par Nummern zu strange. Was für die einen ein bizarer, surrealer Kunstgriff ist, ist für mich ein ein seltsamer, perverser Genremix ohne jeden Unterhaltungswert. Geschweige den von irgendwelcher Sozialkritik oder sonstigem geistigem Nährwert. Gesehen und vergessen.

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Hartigan85

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

William Friedkin hat es also doch noch drauf. In den letzten Jahren konnte er nicht mehr so überzeugen und hat auch nicht mehr häufig auf dem Regiestuhl gesessen. Mit seinem neuesten Film „Killer Joe“ hat er sich eindrucksvoll zurückgemeldet. Der makabre Streifen pfeift auf die gängigen Moralvorstellungen der Zuschauer und mündet in einem Finale, indem sich die Ereignisse nur so überschlagen und man während des Abspanns dasitzt und nur noch denkt: What the fuck! Was hab ich da gerade gesehen?
Mehr als einmal habe ich während des Schauens gedacht, ich bin in einem Film von David Lynch gelandet. „Killer Joe“ bietet jede Menge schräge Charaktere, die wirklich ausnahmslos einen an der Klatsche haben. Diese werden auch hervorragend gespielt, vor allem Matthew McConaughey agiert bärenstark in seiner kalten Rolle des abgrundtief bösen und wahnsinnigen Killers. Aber auch Juno Temple als süß-naives (oder doch nicht?) Töchterlein, Gina Gershon als geldgeile White-Trash-Bitch, Emile Hirsch als kleinkrimineller Loser und Thomas Haden Church als versoffener und geistig etwas zurückgebliebener Vater, der noch für den ein oder anderen Lacher sorgen kann, wissen sehr zu überzeugen. Der Streifen bietet auch eine Menge Interpretationsfreiraum, über einige Dinge wird man im Unklaren gelassen und muss versuchen, sie sich selbst zusammenzureimen.
„Killer Joe“ ist ein polarisierender, dreckiger und bitterböser Neo-Noir-Thriller, der ganz sicher nicht jedem gefallen wird. Ich kann die negativen Meinungen über diesen filmischen Schlag in die Fresse sogar nachvollziehen, denn er ist teilweise schon ziemlich grotesk-geschmacklos und auch definitiv keine leichte Kost. Mir hat er dennoch sehr gut gefallen, nicht zuletzt dank einer ordentlichen Portion rabenschwarzen Humors, des diabolisch-fiesen Finales und eines überragenden Matthew McConaughey in der Titelrolle als Killer Joe!

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JackoXL

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Die letzte halbe Stunde ist pures Gold! "Habt ihr schon gegessen?" xD


Hartigan85

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@Deathpool: Schon möglich...
@Prechtl: Kann ich dir nicht verdenken. ;)
@Schluss: Ja hab das mitbekommen, dass der indiziert wurde. Hab ihn mir jetzt uncut besorgt. Aber der ist definitiv uncut. Ich hab eben mal nachgeschaut bei schnittberichte.com. Hier ist ein Schnittbericht mit dem Unrated Director's Cut aus den USA. Lies dir das mal durch, die Szenen waren alle komplett drin in meiner deutschen Blu-ray.
http://www.schnittberichte.com/schnittbericht.php?ID=562787
@Jacko: Yeah, ging gut ab! :D


Donald Dungeon

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Bewertung7.5Sehenswert

"Killer Joe"

eine halbe dekade nach dem extrem verstörenden kammerspiel "Bug" präsentiert uns regisseur william "Der Exorzist" Friedkin einen neuen recht eigenwilligen film, den ich als schwarzhumorigen thriller bezeichnen würde.
der plot ist simpel gehalten. filmtechnisch driftet der film im letzten drittel, vor allem am ende komplett ab und fährt eine ganz andere schiene auf.
hier darf matthew mcconaughey richtig schön austicken und beschert dem zuschauer wohl eine seiner besten leistungen bis dato.

7.510

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MarkWinter

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Bewertung9.0Herausragend

Hammer Film mit sehr guten Schauspielern. Matthew McConaughey hat den Killer perfekt gespielt, Thomas Haden Church hat mir bei dem Film ein paar Lacher beschert und sehr gute Leistung gebracht, Emile Hirsch als der hellste der Rednecks überzeugte wie so oft, Juno Temple hatte ihre Figur auch sehr glaubwürdig gespielt, was man von ihr ja sonst auch gewohnt ist. Gina Gershon war auch gut gecastet. Overall war ich sehr zufrieden mit dem Film, hat mir einige Lacher (Schwarzer Humor) gebracht. Ich stehe auf solche Filme, nicht immer aber als ich ihn gesehen habe, war ich genau richtig drauf ihn zu sehen. Unbedingt ansehen.

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Wilson_Blunt

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Bewertung7.0Sehenswert

"A totally twisted deep-fried Texas redneck Trailer park murder Story".
Das ist wohl die passende (original) Kurzbeschreibung des Films "Killer Joe".
Er läuft hier unter "Komödie, Kriminalfilm, Thriller", was stark an der Realität vorbeigeht. Zu sehen ist ein beinahe klassisches Drama. Der einzige Thrill, den ich verspürt habe, war meine ratlose Fratze während des Abspanns. Irgendwie ist der Film simpel. Trotzdem ist er schwer verdaulich. Matthew McConaughey und Juno Temple stechen aus dem durchweg guten Cast heraus - weil sie großartig spielen. Beeindruckende Leistung. Wer vom Filmkonsum der letzten Zeit gelangweilt ist, weil viele Streifen sich gleichen, sollte mal hier hineinschauen.
Fazit: bitter-böse

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dasmitglied

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Bewertung6.0Ganz gut

abgedreht

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Cayopei

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Bewertung7.0Sehenswert

Trailer Park Noir.

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derblonde

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Bewertung6.5Ganz gut

Aus dem Leben einer White trash family.

Gut gespielte Thrillerkomödie, der zwischendurch mal die Puste ausgeht.

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Fu-Jay

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Bewertung7.5Sehenswert

Die Geschichte von Killer Joe ist schlicht wirkt aber unverbraucht: Eine Familie bei der jeder mit Geldproblemen zu kämpfen hat, beschließt die von allen gehasste Mutter auf Grund ihrer Lebensversicherung töten zu lassen und somit Geld zu kassieren. Hierfür wenden sie sich an den professionellen Auftragsmörder mit dem titelverleihenden Namen "Killer Joe" gespielt von Matthew McConaughey. Der bemerkenswerteste Matthew McConaughey den ich je gesehen habe übrigens. Der Film lebt ausschließlich von seiner Performance. Seine Darstellung eines kalten, berechnenden Profilkillers ist faszinierend und beinahe angst einflößend während alle anderen Schauspieler eher unbesonders und unsympathisch vor sich hin overacten.
Allgemein wirkt der Film so, als würde er unbeabsichtigt zwischen klassischem Thriller bzw Drama und surrealen Exploitation hin und her schwanken ohne einen tatsächlich sinnvollen Rhythmus beizubehalten. Killer Joe ist nichts desto trotz spannend und kann mit einem brachialen, exzessiven und vorallem beinahe übertriebenen Finale nochmal punkten und sich in den Kopf des Zuschauers brennen.

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DieFilmguckerin

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Zu der letzteren Sorte gehört auch der junge Drogendealer Chris, der, nachdem er von seiner Mutter um eine Menge Geld gebracht wurde, große Probleme mit dem örtlichen Drogenkartell hat. Als er erfährt, dass seine Mutter eine 50.000 Dollar schwere Lebensversicherung hat, beschließt er, sie umzubringen. Weil man sowas ja nicht so leicht selber kann, heuert er zusammen mit seinem Vater den Auftragskiller Joe Cooper an, der hauptberuflich Cop ist – durchaus praktisch bei der späteren Fahndung nach dem Mörder. Das einzige Problem ist nur, dass der Killer normalerweise Vorkasse erwartet, er macht dieses Mal aber eine Ausnahme und nimmt dafür als Pfand Chris jüngere Schwester Dottie – das Drama nimmt seinen Lauf.

Regie-Legende William Friedkim zeigt mit der Verfilmung des Bühnenstücks von Tracy Letts, dass er noch lange nicht zum alten Eisen Hollywoods gehört. Der Film hat eine unglaublich intensive Atmosphäre und ist von einer unschlagbaren erzählerischen Dichte. Unbarmherzig wird die Handlung vorangetrieben, die gegen Ende hin immer abstruser und grauenhafter wird. Während des Films kann man es teilweise nicht fassen, wie absurd und wie grausam die jeweils gezeigte Szene ist. Auch die Settings, die Beleuchtung und die Kameraeinstellungen tragen zu der wunderbaren Atmosphäre bei. Die Szenen im Trailerpark sind nur angedeutet, man sieht eigentlich nie einen kompletten Wohnwagen, geschweige denn, mehrere davon. Nur durch das Andeuten bestimmter Dinge, durch Ausschnitte gewinnt man sofort einen Eindruck von der Umgebung und der Stimmung, der aber nicht auf der Kinoleinwand erzeugt wird, sondern im Hirn des Betrachters – so sollte es sein.

Besonders bemerkenswert sind aber die wunderbaren Charaktere des Films, die teilweise wirken wie lebende Klischees oder Personen, die man schon lange kennt, dann aber doch mit unerwarteten Handlungen oder Charakterzügen überraschen. Allen voran sei dabei natürlich der Hauptdarsteller Matthew McConaughey erwähnt, der als Killerjoe absolut überzeugend und glaubhaft agiert, den Wahnsinn hervorragend verkörpert und sich teilweise extrem enthemmt auf der Leinwand zeigt. Der gebürtige Texaner verkörpert die zwiespältige Persönlichkeit des Killers/Cops perfekt und verliert keine Sekunde seine abolute Bedrohlichkeit und Präsenz. Die Familie ist ebenfalls eine Bande von zerrütteten und zwiespältigen Persönlichkeiten, die Schwester Dottie offenbar verrückt oder zumindest gestört, der Vater ein hart arbeitender, einfacher Mann, die Stiefmutter eine inrigante Zicke, der Bruder ein Dealer, der seine kleine Schwester um jeden Preis beschützen möchte. Jeder hat sein Päckchen zu tragen in diesem wirklich spannenden und intensiven Film.

Insgesamt ist der Film wirklich empfehlenswert, die Darsteller durchweg überzeugend und interessant und die Atmosphäre düster und bedrohlich. Die Handlung ist bis zum (absolut perfekten!) Ende fesselnd und lässt keine Zeit zum Luftholen. Ich empfehle den Original-Ton wegen des schönen, breiten, texanischen Dialekts.

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TonyStark

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Bewertung7.0Sehenswert

Gestern abend geschaut. Böser Killer (Grandioser McConaughey) meets dämliche Rednecks (alle anderen). Der Fim hat mich sehr gut unterhalten und ich habe genau das bekommen was ich erwartet hatte. Nicht mehr und nich weniger. Ach ja, das Ende kommt etwas abrupt.

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HulktopF

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Bewertung6.5Ganz gut

der film sollte ne komödie sein, naja hab nichts lustiges gesehen, die schauorte waren leider auch leicht als studio zu entlarven und das ende ist die holzhammermethodik schlechthin

recht gut aber kein film den man unbedingt sehen muss, außer man will einen grandios spielenden mcConaughey sehen. das ist auch so ziemlich die einzig gute sache die ich hier entdecke, diese shameless meets auftragskiller verfilmung ist n derber brocken der verdaut werden muss.

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LenZinho

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Bewertung2.5Ärgerlich

OFF TOPIC: Keine Ahnung was los ist aber in letzter Zeit leih ich dank Moviepilot nur noch kack Filme aus der Videothek aus ... So wie auch zu Letzt Cabin of the Woods oder Guns and Girls .... ich steh vor dem Regal und schau mit meinen Handy welche Filme gute Bewertungen bekommen haben ... zuhause denke ich immer alter was los mit der Menschheit ... Aber vielleicht liegt es auch an mir? Gibt ja auch echt Leute die auf Techno stehen was ich auch nicht verstehen kann ... Vielleicht bewertet hier auch nur eine andere Generation oder Zielgruppe? Ich bin 30 männlich und in einer festen Hetero - Beziehung  Bitte um Aufklärung... Danke.

ON TOPIC: Die Note sagt eigentlich alles ... eigentlich wollte ich nach 10 Minuten abschalten, glaub nach der Szene wo die alte mit Ihren Biber an der Wohnwagen Tür steht, aber irgendwie hat man auf Killer Joe gewartet ... dieser wurde auch gut gespielt aber warum muss der ne 12 Jährige schwängern? Und warum zeigen die eine 12 Jährige nackt im Film? (Schon klar das die in Wirklichkeit älter ist) Irgendwie hatte man in der Mitte gehofft jetzt wird gut aber es wurde schlimmer als am Anfang ... Highlight des Films war wo KillerJoe der alten eine aufe Nase haut ... :-)

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lumpenerna

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super


DerStiffmeister

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Ärgerliche Bewertung. Im wahrsten Sinne.
Mal abgesehen von dem OffTopic Quatsch spoilerst du einfach mal das Ende.


ElMagico

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Bewertung7.5Sehenswert

Das war ein.....sehr seltsames Ding. Und man hat all die Zutaten von "Killer Joe" schon einmal gesehen und richtet man seinen Blick auf die einzelnen Aspekte des Films, dann muss man sagen: Man hat sie alle schon besser gesehen. Selbst die Art wie diese einzelnen Teile zusammengefügt werden erscheint gar nicht so besonders. Trotzdem fühlt sich "Killer Joe" verdammt anders an. Er weckt ständig Erwartungen, erfüllt sie und erfüllt sie im selben Moment überhaupt nicht. Gibt einen offensichtlichen Weg vor, verschwindet plötzlich um eine Ecke, nur um Sekunden später wieder vor einem zu stehen und so zu tun als wäre nix gewesen.
Denn eigentlich hat "Killer Joe" gar keine so überraschende Story. Im Gegenteil: Die fast schon absurd kaputte Familie aus dem White-Trash-Milieu will ans (relativ) große Geld und entscheidet, dass es sich doch lohnt dafür zumindest über ein Leiche zu gehen. Ein Auftragskiller muss da her und schon nehmen die Dinge ihren Lauf.... Das läuft alles eigentlich völlig linear auf ein Ende zu, welches dann natürlich auch noch mit ein paar kleinen Schwenkern aufwartet und mit einem vermeintlich großen Knall sein Finale findet. All das erwartet man und bekommt es auch von "Killer Joe". Nur das man ständig das Gefühl hat, der Film sei völlig neben der Spur. Als würde er ziemlich High den Film, der er eigentlich sein sollte, imitieren. Und mir kommen da sicherlich auch Tarantino und noch mehr die Coens in den Sinn, ich fühlte mich aber auch immer wieder an David Lynch erinnert. Ohne das es einen wirklichen Punkt der Überschneidung gibt, sagte mir mein Gefühl ständig, dass sich dies alles etwas wie "Blue Velvet" anfühlt. "Killer Joe" hatte für mich den selben ernstgemeinten Wahnsinn, pendelte auch ständig zwischen Gefährlich und absurder Übertreibung.
Und "Killer Joe" hat auch einige wirklich abstoßende Szenen. Damit meine ich noch nicht einmal die Gewalt, sondern eher diese ekelhafte Begierde Joes nach der kleinen, sehr einfach gestrickten Dottie. Ich tat mir hier echt schwer, vorallem da Matthew McConaughey den Killer Joe so kalt und abstoßend gibt, dieses schleimige Böse so zelebriert, dass man Dottie einfach nur bei der Hand nehmen will und aus diesem Film befreien. Aber alle Darsteller machen ihr Ding hier ausgesprochen gut, geben ihren Charakteren gerade genug Glaubhaftigkeit um der Geschichte zu dienen, lassen ihren Figuren aber auch immer eine sehr unwirkliche, übertriebene Seite anhaften.
Die Auflösung ist dann nochmal eine ganz eigene Geschichte. Ich selbst hätte sie so explizit gar nicht mehr gebraucht, aber Inkosequenz wollte sich Friedkin anscheinend nicht verwerfen lassen. Irgendwie zimelich abartig...aber mit Stil. Stil hat übrigens der ganze Film....toll fotografiert ist er nämlich obendrein.
Definitiv Geschmackssache und mit der Wertung tue ich mir grad auch etwas schwer. Ich denke ich lass da mal Luft nach oben....denn sehen muss ich "Killer Joe" auf alle Fälle noch mal!

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Markbln

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Toll!
Ich finde Matthew McVonaghey spektakulär. Aus meiner Sicht sollte er für dieses Monster mit Preisen überschüttet werden.


dmtjdc

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Bewertung7.5Sehenswert

Wer ein Faible für Filme wie "No Country For Old Men" hat, kann diese Mischung aus Thriller, Familiendrama und schwarzer Komödie ruhigen Gewissens in die Planung für den nächsten DVD-Abend miteinbeziehen. Allerdings ist hier der aus dem Film der Coen-Brüder bekannte Hyperrealismus in kalte Fiktion getaucht. "Killer Joe" erzählt eine ebenso märchenhafte wie harsche Geschichte aus dem ländlichen Texas, bekanntermaßen republikanisches Herzland und weltweit berühmt für lose Colts, blonde Cheerleader und impulsiven White Trash im Allgemeinen. Die Rollen der unglücklichen Patchworker sind mit Emile Hirsch, Gina Gershon, Juno Temple und Thomas Haiden Church wirklich ausgezeichnet besetzt, der Star des Films ist (neben dem Regisseur) allerdings ohne jeden Zweifel Matthew "Ich zieh dann mal mein T-Shirt aus" McConaughy.
Der hat sich in den letzten Jahren schauspielerisch deutlichst gesteigert, und stellt hier ein weiteres Mal seine Vorliebe für ungewöhnliche Rollen in ambitionierten Produktionen abseits des Mainstreams unter Beweis. Seine Interpretation des Profikillers ist zwar nicht so bedrohlich wie die von Javier Bardem als Chigurh, dafür legt er die Figur menschlicher und somit auch etwas facettenreicher an. Zwischendurch schon etwas langatmig, ist "Killer Joe" insgesamt ein außergewöhnlich guter Film für Freunde der schwarzen Kunst und des roten Bluts.

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Martin Jurgeluks

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Bewertung5.5Geht so

Sehr skurril, makaber und ein starker Matthew McConaughey machen den Film leider nicht zu einem großen und guten Thriller der einem umhaut. Anschaubar ist er aber auf jeden Fall!

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Jek-Hyde

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Killer Joe ist der Film, den ich schon sieht Ewigkeiten sehen wollte. Schon seit ich das erste mal von ihm hörte. Und dann, eines schönen Tages, steht er dort einfach so allein im Mediamarkt (ohne Preisschild). Da habe ich ihn mir natürlich gleich schnell weggesnakt, bevor es ein anderer tut und gleich am selben Abend reingezogen.
Killer Joe war ganz anders als ich erwartete hatte. Im Vorraus habe ich mich aus Absicht um jeder Speulerung entgegen zu wirken nur rudimentär informiert und desto größer war die Überraschung. Ehrlich gesagt ist es sehr schwer jemanden zu finden, auf dessen Seite man im Film steht. Jeder ist auf seine ganz persönliche Art verdorben und verkommen. Sei es Leute für Geld zu töten, oder die eigene Mutter töten zu lassen um seine Schulden bezahlen zu können. Killer Joe ist irgendwo auch eine Parodie auf alle Hillbillis da draußen. Lustig, aber so bitterböse. Man könnte fast vergleiche zu „Mann beißt Hund“ sehen, bloß dass Killer Joe besser ist. Überraschender, und kein anderes Ende wäre angebracht gewesen...lasst euch überraschen und freut euch auf den Geschmack von Hähnchen und Blut! XD

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