X-Men - Der Film

X-Men (2000), US Laufzeit 104 Minuten, FSK 12, Actionfilm, Science Fiction-Film, Kinostart 31.08.2000


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von Bryan Singer, mit Hugh Jackman und Patrick Stewart

Patrick Stewart und seine X-Men kämpfen im gleichnamigen Film für Anerkennung und Akzeptanz. Doch der böse Ian McKellen alias Magneto will alles und jeden beseitigen – egal ob Mensch oder Mutant.

Handlung von X-Men – Der Film
Sie sind das nächste Glied in der Evolutionskette: die X-Men, geboren mit einer einzigartigen genetischen Mutation, die ihnen außerordentliche Fähigkeiten verleiht. Die Augen von Cyclops (James Marsden) können einen Energiestrahl freisetzen, Jean Grey (Famke Janssen) besitzt die Fähigkeit Körperenergie von anderen Personen zu absorbieren, Wolverine (Hugh Jackman) besitzt unglaubliche Selbstheilungskräfte sowie ein durch Adamantium verstärktes Skelett und Storm (Halle Berry) kann das Wetter manipulieren. In einer mit Hass und Vorurteilen erfüllten Welt sind sie Ausgestoßene. Doch unter der Führung von Professor Charles Xavier (Patrick Stewart) haben sie gelernt, ihre Fähigkeiten zum Wohl der Menschheit einzusetzen. Gemeinsam kämpfen sie darum, eine Welt zu beschützen, die sie fürchtet. Sie stellen sich der gefährlichsten Bedrohung der menschlichen Zivilisation: Magneto (Ian McKellen), ein skrupelloser Mutant, der die Zukunft in seine Gewalt bringen will – auch wenn es das Ende bedeutet… der Menschheit… oder der Mutanten.

Hintergrund & Infos zu X-Men – Der Film
Mit X-Men – Der Film trat die Marvel-Comicreihe um Charles Xavier und seiner Schule für Mutanten erstmals auf die Kinoleinwand. Im Abstand von jeweils drei Jahren folgten die Fortsetzungen X-Men 2 und X-Men: Der letzte Widerstand. Kommerziell war der Film ein großer Erfolg. Allein am Eröffnungswochenende spielte der Film 57 Millionen Dollar ein – bei einem Budget von geschätzten 75 Millionen US-Dollar hatte er bereits seine Produktionskosten nahezu eingespielt.

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails X-Men - Der Film
Genre
Superhelden-Film, Science Fiction-Film, Actionfilm
Zeit
Gegenwart
Ort
Freiheitsstatue, Schule, Vereinigte Staaten von Amerika, Zug
Handlung
Ausbilder, Ausbildung, Außenseiter, Bahnhof, Blockbuster, Comic, Einzelgänger, Einzelkämpfer, Eltern-Kinder-Beziehung, Erzieher, Erziehung, Feuer, Gefängnisaufseher, Gefängniszelle, Gewitter, Held, Internat, Jugendlicher, Junge Leute, Kinder, Kindheit, Kraftfeld, Lehrer-Schüler-Beziehung, Magnet, Magnetfeld, Marvel Comics, Meister, Menschliche Evolution, Mentor, Mutant, Mutation, Pubertät, Regierung, Rollstuhl, Schuldirektor, Schüler, Spezialfähigkeiten, Sturm, Telepathie, Unglückliche Kindheit, Unverwundbarkeit, Verlust der Kräfte, Verrat, Übernatürliche Kräfte
Stimmung
Aufregend, Spannend
Zielgruppe
Männerfilm, Teenie-Film
Tag
Blockbuster, Comic oder Graphic Novel, Marvel Comics, X-Men
Verleiher
Twentieth Century Fox of Germany GmbH
Produktionsfirma
20th Century Fox, Bad Hat Harry, Donner/Schuler-Donner Productions, Genetics Productions, Marvel Films, Springwood Productions

Kommentare (110) — Film: X-Men - Der Film


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FlintPaper

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Bewertung6.0Ganz gut

Solider Mainstream-Einstieg in das X-Men-Universum. Völlig ernstgemeint und relativ humorlos mischt Bryan Singer Diskriminierungs-Parabel mit Superhelden-Epos. Das Ganze ist mehr oder weniger eine actionreiche Allegorie für gesellschaftliche Toleranz. Weder besonders komplex noch tiefsinnig, aber immerhin konsequent durchgezogen und nett gemeint. Die Trickeffekte sind in Ordnung, die Drahtseil-Action okay, aber leider auch auffällig, persönlicher Höhepunkt wohl eher: Patrick Stewart und Ian McKellen! Die Beiden sind einfach super.

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howartwollowitz

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Spannender Action Epos.Mit guten Ideen und anschaulicher Ausstattung.

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Friedsas

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Bewertung7.5Sehenswert

"Dieses bemerkenswerte Metall verläuft doch wohl nicht durch deinen ganzen Körper?"

Saturn: Alle drei X-Men Teile auf BluRay samt Bonusdisc für läppische 14,99? Wie könnte ich da widerstehen!

Vorsicht die Spoiler fahren ihre Krallen aus!!!

Also zu aller erst: Ist X-Men gut? Ja definitiv!! Aber trotzdem hat sich einiges getan seid damals, Comicverfilmungen, allgemein das Franchise der X-Men, haben sich verändert und weiterentwickelt. Das merkt man dem Film an... Aber das ist auch gut so!
Für mich erzählt der Film eine Story die man im echten Leben bloß anders auch so mitbekommt: Drängt man ein Tier zu sehr in die Ecke, dann beißt es oder zeigt seine Krallen. So auch (zumindest bei der Bruderschaft) den ehrlich gesagt ist Magneto hier noch nicht der Bösewicht, er ist jemand der als Jude das Regime der Nazis miterlebt hat und eher Angst hat. Angst wieder so behandelt zu werden, Magneto fühlt sich in die Ecke gedrängt und beißt zu! Die X-Men hingegen sind keine typischen Superhelden, sie versuchen einfach ein normales Leben zu führen. Doch werden sie immer wieder zum handeln gezwungen und auch dazu gezwungen das nicht alle Mutanten gleich sind. Ein Comicverfilmung über Vorurteile eben. Diese Helden und Schurken haben sich ihre Kräfte nicht ausgesucht, sie haben nicht gelernt oder einen Unfall überlebt. Auch hatten sie nicht die Wahl zu sagen: "Ich mach das!" Sondern es hieß: Du bist ein Mutant! Entscheide dich jetzt!

"Ihr traut euch in den Klamotten wirklich raus?" - "Was wäre dir lieber? Gelbes Latex?"

Von der Aufmachung und Ausstattung ist der Film natürlich top. Singer hat den X-Men einen passenden und auch realistischeren Anstrich verpasst. Hugh Jackman liefert hier eine Glanzleistung ab - damals war noch nicht abzusehen das dies SEINE ROLLE schlechthin wird - aber auch Patrick Stewart und Ian McKellen spielen grandios, besonders in den Szenen wo sie miteinander zusehen sind. Dieser schmale Grad zwischen "Hass", "Freundschaft" und "Unverständnis" für den anderen wird perfekt eingefangen.

"Tret ihm nicht in die Eier, sonst kannst du alles machen!" - "Du hast gesagt es gibt keine Regeln!?" - "Gibt"s auch nicht, aber sowas nimmt er persönlich!"

Der erste X-Men ist auch nach heutiger Sicht einer der besten Comicverfilmung, er macht Spaß und hat immer noch einen sehr coolen und eigenen Look. Die Anfänge von Wolverine und co. sind damit jedem zu empfehlen.

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Davdav

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Bewertung6.5Ganz gut

Gut aber der bisher schlechteste X-Men Film. Ich finde man hätte mehr Action rein bringen können. Außerdem hätte man Magneto viel stärker zeigen sollen. Ich meine er ist einer der Mächtigsten Mutanten und wenn man ihn nicht kennt sollte man etwas besseres zeigen können als einen Magneto der geschwächt aus einer einer seltsamen Maschine steigt.

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The Freewheelin Fonda

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Bewertung7.5Sehenswert

Vor kurzem schrieb ich hier, dass "Spiderman" von Sam Raimi Anfang des neuen Jahrtausends ja eine riesige Comicverfilmungswelle ausgelöst hätte, woraufhin ich von User JekHyde korrigiert wurde, dass es ja wohl eindeutig die "X-Men Reihe" gewesen wäre, die diesen Trend begonnen hätte.
Da musste ich wieder mal zugeben, noch nie einen Film dieser Reihe gesehen zu haben und wollte das schleunigst ändern, weshalb ich mir kurzerhand eine günstige X-Men Box ergatterte, um mir ein Bild von Wolverine und den restlichen X-Men zu machen.

Der erste Film der Reihe ließ mich den Kauf nicht bereuen, sondern lieferte mir einen sehr unterhaltsamen und kurzweiligen Comicfilm, der es von der ersten Minute an verstand, mich in ein neues Marvel Universum einzuführen.

Die Geschichte die hier erzählt wird, ist mehr als gelungen und unterhält durch coole Actionszenen, wenn man den Konflikt zwischen friedlichen und bösen Mutanten wie der US-Regierung geschildert bekommt.
Von der Inszenierung her stimmt hier alles für einen kurzweiligen Blockbuster aber was den Streifen besonders sehenswert macht, sind vor allem seine Figuren, die durch ihre großartigen Schauspieler so interessant gemacht werden.
Jackman als unnahbarer Wolverine-Badass, Patrick Stewart als weiser Professor X und vor allem Ian McKellen der als Magneto einen bleibenden Eindruck hinterlässt, wenn er seinem Bösewicht durch sein Charisma eine unglaubliche Präsens verleiht.

"X-Men" legt einen ziemlich starken Start für eine Filmreihe hin, schafft einen guten Ausgleich zwischen düsteren wie witzigen Szenen, hat eine gelungene Comicoptik und eine spannende Geschichte mit interessanten Charakteren und der richtigen Actiondosierung, was will man da mehr erwarten?

bedenklich? 21 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten

pischti

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Die X-Men Reihe ist eigentlich die Comicreihe, die mir am meisten bei der filmischen Umsetzung zusagt. Mit den restlichen Superhelden kann ich herzlich wenig anfangen, zumindest meistens :)


The Freewheelin Fonda

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De Gesellschaftskritischen Aspekte runden die Filme schon noch mit ab, das stimmt schon(im dritten Teil waren die mir allerdings viel zu platt umgesetzt!)
Und von den gesehenen Comcireihen ist XMEN jetzt auch eine meiner Liebsten :)


MemoriAria11

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Bewertung7.0Sehenswert

Guter Film mit tollen Animationen. Damals waren die X-Men Filme noch super.

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Dady

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Bewertung6.0Ganz gut

Es ist mindestens 6 Jahre her das ich diesen Film das letzte Mal gesehen habe. Doch seitdem habe ich auch einen großen Bogen um X-Men gemacht. Da ich damals einfach nicht überzeugt war und auch schon vorher keine Bindung oder Kontakt zu den Originalcomics hatte. Doch auch mein 2. Versuch mich dem X-Men Universum anzunähern war nicht ganz so erfolgreich. Zwar sind die Action und Effekte schon toll vorallem wenn man bedenkt das der Streifen schon gute 15 Jahre alt ist. Genauso ist Hugh Jackman schon ne coole Sau da er auch in seiner Rolle als Wolverine voll überzeugt. Doch das war es schon an positiven Dingen. Die eigentlich gute Besetzung bleibt eher blass wie auch die Story. Es fehlt einfach an großen Highlights die diesen Film zu einem Erlebniss machen würden. Andere Comicverfilmungen wie Spiderman und Batman sind um Längen besser und haben mehr zu bieten. Aber trotzdem werd ich mir die anderen Teile in naher Zukunft noch ansehen und hoffe einfach das die dann besser sind.

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Dady

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Danke da bin ich ja beruhigt ;)


J-Ross

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Professor X und Magneto sind aber auf keinen Fall blass. Bei den anderen Charakteren kommt auch noch viel dazu in den Fortsetzungen. Außerdem steckt in der Story so viel, dass man auf die reale Welt übertragen kann. Bei X-Men ist das ganz extrem. Inhaltlich sind die X-Men Filme mit am aussagekräftigsten unter all den Comic-Helden. Es geht darum, sich selbst zu akzeptieren, sich selbst zu finden, Toleranz ganz generell, die Angst vor dem Unbekannten. Sehr clever übertragen. Fortsetzungen auch unbedingt sehen. Große Empfehlung.


uncut123

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Bewertung6.5Ganz gut

den haben wir damals im kino gesehen und ich muss sagen er ist immer noch sehenswert...mich freut auch wie sich die filme entwickelt haben.mir gefallen die neuen sogar besser

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Leen.

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Bewertung9.5Herausragend

Als Fan der Serie von '92 war der Film für mich als Teenager die Offenbarung!

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Nikoprot

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Bewertung7.0Sehenswert

Die Tatsache berücksichtigend, dass X-MEN noch lange vor dem jetzt herrschenden Superheldenboom in die Kinos kam (und Fans ähnlich wie beim ersten SPIDER-MAN völlig unabhängig von der Qualität einfach froh waren, die Abenteuer ihrer Helden auf der Leinwand statt auf dem Papier zu sehen), ist es schon erstaunlich wie character driven der Film tatsächlich ist und wie er trotz (oder gerade wegen) eines Minimums an Spektakel durchgehend so gut unterhält. Bryan Singer gelingt es hervorragend, seine Figuren den Zuschauern vorzustellen und sie zu positionieren, ohne dabei aber in banale Schwarz-Weiß-Malerei zu verfallen und sich bei Gut und Böse auf bestimmte Stereotypen festzufahren. Rückendeckung bekommt er dabei von einem großartigen Cast, angeführt von Hugh Jackman, der sich bereits spürbar wohl in seiner späteren Paraderolle fühlt und abgerundet durch das Zusammenspiel von Patrick Stewart und Ian McKellen, die in der letzten Szene des Films beweisen, dass Singer sie auch einfach 104 Minuten beim Schachspiel hätte filmen können und das Ergebnis dadurch wahrscheinlich nicht schlechter geworden wäre. Abzug gibt es nur für die zum Teil schlecht gealterten Effekte und den vielleicht peinlichsten Oneliner in der Geschichte des (Comic-)Films (»Do you know what happens to a toad when it's struck by lightning? The same thing that happens to everything else.«).

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sachsenkrieger

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Bewertung5.0Geht so

Auch eine Zweitsichtung macht diesen Film nicht besser, als er nunmal ist. Auch die ansonsten meist genialen Charaktermimen Ian McKellen und Patrick Stewart schaffen es nicht, dem Film Substanz zu verleihen. Auch für damalige Verhältnisse gute CGI vermag es nicht, eine übelst schwache Story zu übertünchen, das ist leider mein Fazit.

Entweder macht man einen Film für Erwachsene oder für Kinder. Dieser Mischmasch aber ist auf Dauer entnervend. Patrick Stewart (Prof X) spielt, wen wundert´s, Captain Picard, Ian McKellen (Magneto) spielt den Typen mit der irren Badekappe, Halle Berry (Storm) spielt einen Hubot (nur mit weniger Gefühl), James Marsden (Cyklopps) spielt Geordi La Forge, Wolverine (Wolverine) spielt Hugh Jackman mit guter Laune und Anna Paquin (Rogue) spielt ein kleines Mädchen, das die Kinderquote des Filmes erfüllt.

Schwache Charaktere, aus denen Wolverine alleine durch seine Unangepasstheit herausragt, eine schwache Story, schwache und kitschige Dialoge und Sprüche und ein einziger witziger Moment (Du bist ´n Arsch!), das ist selbst für eine gnädige, mittelmäßige Wertung zuwenig. Ich habe mir halt vorgenommen, alle Teile, bis auf "Origins: Wolverine" nochmal anzuschauen, nach dem ersten Teil sieht es nach Selbstkasteiung aus. Kann man gucken, muss man aber heute nicht mehr.

GOOD NIGHT AND GOOD LUCK

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DerWaldHerr

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Es ist der Film, der mehr oder weniger "Schuld" hat an der heutigen Comic Verfilmung Hyper Inflation. Heißt also dass der erste "X-Men" was hermachen müsste.
Vorweg, ich habe bisher nur einen einzigen X-Men Comic gelesen (irgend eins von 2007, kann mich nur noch an Charles Xavier unter der Dusche und Wolverine im Totenreich erinnern und einen Kampf am Eifelturm...), den Film erst heute auf DVD nachgeholt, meine erste Sichtung war vor 9 Jahren (mit 12). Also verzeiht wenn ich einige Dinge als nicht Comic Kenner anders bewerte:

"X-Men" beginnt mit einer, für einen auf einem Marvel Comic basierenden Film recht ungewöhnlichen, extrem düsteren Szene. Es ist Polen, 1944, Kinderleichen werden ohne große Motivation in ein Loch geschmissen, Leute werden in die Gaskammer geführt, ein Junge schreit weil seine Mutter eine von ihnen ist und durch seine Wut zerschmettert er mit purer Gedankenkraft ebenjenes Metalltor, was das Lager vom KZ trennt, nur schwerlich können mehrere Soldaten den Jungen aufhalten, letzendlich setzt ihn ein Gewehrkolben außer Gefecht. Schnitt Konferenzraum, New York im Jahre 2000, es geht um die Frage, ob Mutanten eine Gefahr für die Allgemeinheit wären, oder vielleicht doch eher gewinnbringend für die Gesellschaft sind. Wir sehen die Rednerin, Jean Grey, eine kluge Frau mit sinnvollen Argumenten und Wissenschaftlichen Ausführungen und einen Senator im Streit mit Miss Grey, der Senator schwingt Phrasen und Hypothesen, die die Angst in der Bevölkerung schnüren. Mutanten könnten unser Leben zerstören, uns beklauen, uns zu ihren Marionetten machen. Das Publikum klatscht und überhöhrt Jean Greys Standpunkte. Von oben schaut Professor Charles Xavier mit stoischer, doch besorgter Miene von seinem Rollstuhl hinein in die klatschende Menge. Ein hagerer Mann mit Hut verlässt den Raum, Xavier folgt ihm. Der Mann mit dem Hut ist Erik Lensherr, der Junge aus der Anfangsszene, es entspinnt sich ein kurzer, doch effektvoller Dialog über das gerade geschehene im Vergleich zu dem was damals (Holocaust) passiert ist.

Ich sitze vor dem Fernseher und bin beeindruckt. Schon ab dieser Sequenz hatte mich der Film. Ich erwartete ein "ironisches" Comic Werk mit Alibi Charakterzeichnung, und schon am Anfang kommt der Film mit einem solch gelungene Szenen Aufbau. Es geht um das anders sein und wie jeder von uns damit umgeht in einer Gesellschaft, wo Andersartigkeit nicht toleriert wird, also gebunden in das Korsett eines Action Blockbusters.
Man merkt, warum Patric Stewart und Ian McKellen in diesem Film mitspielen, wirkt es doch teilweise wie ein politisches Theaterstück (und wie Star Trek mit Mutanten und im 21. Jahrhundert, Stewart wirkt teilweise wie Picard im Rollstuhl).

Ab dem auftauchen von Hugh Jackman in der Handlung wird es aber dann doch Actionreicher. Sein John Logan, aka. "Wolverine", ist der klassische Einzelgänger, eine Figur die nicht nur teilweise aussieht wie Clint Eastwood in "Der Texaner", sondern sich auch genauso verhält. Er bringt auch ein paar ironische Seitenhiebe mit ein. Aber nun gut, es hält sich im Rahmen, er ist immer noch ein ernster, tief trauriger Charakter, der die Handlung durchaus bereichert, ich verstehe schon warum Hugh Jackman nach diesem Film ein so bekannter Schauspieler wurde, auch wenn mein Favorit im ganzen Ensemble dann doch eher der ruhige Humanist Charles Xavier ist.

Fazit:
Endlich mal eine Comicverfilmung die nicht nach dem Comic einmaleins gedreht wurde. Es gibt keine 5 Punkte Landung, die Story ist teilweise unvorhersehbar, es ist sehr dialoglastig und umrahmt mit einer sowohl visuell als auch erzählerisch gelungen eingefangene politische und humanistische Botschaft. Einer der besten Comicverfilmungen, wirkt aber in einigen Bereichen, selbst für das Jahr 2000, noch etwas zu billig und man merkt dass der Film nur als Auftakt einer Trilogie geplant war, vieles ist nicht zu Ende gedacht und gegen Ende dreht sich alles um Logans quasi Ziehtochter Rourke. Hoffe doch dass die restlichen Teile den begangenen Weg weitergehen und nicht in dumpfe Action versinken, oder besser noch eine goldene Mitte finden.

Übrigens ist der Film, trotz der sehr sehr guten Deutschen Synchro, im Original zu empfehlen, alleine wegen Ian McKellens und Patric Stewarts gewaltigen Stimmen.

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shazad.khokhar

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Bewertung9.0Herausragend

Auch nach all den Jahren wirkt der erste X-Men Teil weiterhin einfach nur Super!
Die Schauspieler sowie die Story ist super zusammengestellt und haben zurecht damals die Superheldenfilme wieder in gemacht.
Der Film stellt eine gute Einleitung in die X-Men Reihe dar und führt die vielen Mutanten ohne Probleme nacheinander ein, wobei halt der Fokus, wie in den weiteren Filmen, auf Wolverine liegt.

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Filmfreund1988

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Bewertung7.5Sehenswert

Der Start einer klasse Filmreihe. Schauspieler sind top, Geschichte ist auch gut erzählt und die Effekte sind für damalige Verhältnisse auch spitze. Der Film hat zwar ein paar Längen, ist aber trotzdem sehr unterhaltend.

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Deekin

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Bewertung7.0Sehenswert

Die Comicverfilmungen der letzten Jahre lassen sich ja mehr oder weniger zwischen zwei Extremen verorten. Auf der einen Seite haben wir die luftig-leichten, wenig gehaltvollen, aber dafür mit spaßigen Over-the-Top-Momenten ausgestatteten Vertreter wie etwa "The Avengers", und auf der anderen Seite jene Filme, welche ihre recht ausgefallene Superheldenprämisse so glaubwürdig und moralisch ambivalent wie möglich gestalten wollen, etwa Nolans "Batman"-Trilogie oder "Man of Steel". Bryan Singers "X-Men" aus dem Jahr 2000, welcher den Hype um Comicverfilmungen während der letzten 15 Jahre einleitete, schafft es, genau die Mitte zwischen beiden Extremen zu finden.
Einerseits wird in "X-Men" eine zwar einfache, aber mit interessanten moralischen Themen aufgeladene Geschichte erzählt. Die Mutanten, die für ihre genetische Besonderheit nichts können, werden von der "normalen" Mehrheit als Bedrohung wahrgenommen und werden zum Ausgangspunkt einer Hysterie, welche von dem Demagogen Senator Kelly (Bruce Davison) im Parlament noch zusätzlich angeheizt wird. Auch die für einen Comic-Sci-Fi-Film recht gewagte Eröffnungssequenz im Warschauer Getto 1944 unterstreicht noch einmal diese Thematik der Verfolgung von Minderheiten, die für ihre Gene/Rasse eigentlich nichts können. Das Interessante an dieser Themenlage ist jedoch, dass die Mutanten in der Tat eine potenzielle Bedrohung darstellen. Wenn sich herausstellen würde, dass sich in meiner Nachbarschaft eine Person befände, welche Gedankenkontrolle beherrscht oder durch Wände gehen könnte, würde ich mir auch anfangen, Sorgen um meine Sicherheit zu machen. Somit handelt es sich eben nicht um das übliche Thema, dass Minderheiten eben auch nur Menschen sind, sondern gewinnt durch die abgefahrenen Fähigkeiten innerhalb des "X-Men"-Universums eine nachvollziehbare Brisanz und Aktualität. Eine einfache Antwort lässt sich darauf so schnell nicht finden. Dieses politische Unterthema ist durch den ganzen Film hindurch wirksam, tritt allerdings zugunsten eines sehr klassischen Plots zurück, in welchem die radikalen Mutanten rund um Magneto (Ian McKellen) einen bösen Plan aushecken, welcher von den 'guten' Mutanten rund um Professor Xavier (Patrick Stewart) verhindert werden muss.
Die Bodenhaftung geht jedoch nie verloren, das Thema rund um Mutanten und Anderssein wird in unterschiedlichen Facetten erklärt und in teilweise sehr menschlichen Szenen dargestellt. Eine wirkliche Hauptfigur gibt es in diesem Film allerdings nicht und generell kommt bei der Unmenge an Charakteren die Figurenzeichnung nicht über das Maß von sympathisch geschriebenen und gespielten Archetypen hinaus. Jedoch gibt es auch hier nette kleine Elemente, wie etwa das Mysterium um Logans (Hugh Jackman) Vergangenheit und die immer wieder angedeutete Freundschaft zwischen Magneto und Charles Xavier. Generell wirkt dieses Universum sehr eingelebt und glaubwürdig und die Handlung des Films lediglich wie ein Kapitel aus einer ganzen Reihe von Geschichten.
Aber - und nun kommt das große 'Andererseits' - zugleich ist sich "X-Men" durchaus bewusst, dass es sich hier um einen Film handelt, der sein Mutantenszenario eben nur bis zu einem gewissen Grad Ernst nehmen kann. Namen wie Storm, Cyclops oder Sabertooth, völlig abgefahrene Kräfte wie die Manipulation des Wetters oder eine nahezu unbegrenzte Regenerationsfähigkeit, und schließlich das Herumlaufen in stylischen Uniformen und Kostümen; all das unterstreicht den comichaften Charakter von "X-Men", welcher durch Logans sarkastische Kommentare zudem auch mit einer Prise Selbstironie eingefangen wird. Die Macher sind sich der cartoonhaften Elemente bewusst, stehen dazu und spielen sie in ihrer leichten Albernheit liebevoll aus. Das Tolle an dem Ganzen, und das vermisse ich heute mitunter am Meisten, ist dass es schlicht Spass macht, einfach nur mitanzuschauen, wie die Mutanten coole Sachen mit ihren Kräften anstellen. Magneto, der sich vor seinen Füßen eine Brücke aus Metallplatten baut, Wolverine, der seine Klauen zu einer Stinkefingergeste anordnet oder Mystique, die sich auf Ellis Island als Tarnung in die Freizeitstatue verwandelt. Einfach super! Das Tolle aber ist, dass es "X-Men" gelingt, sowohl die ernste Seite als auch diesen sehr cartoonhaften Aspekt wunderbar miteinander zu verbinden. Diese beiden sehr gegensätzlichen Anteile beißen sich nicht an einer einzigen Stelle.
Trotzdem handelt es sich um einen letztendlich nur solide gemachten Film. Trotz einem Auge für Details und einem Sinn für Ausgewogenheit ist "X-Men" als quasi erster Film im Genre der modernen Comicverfilmungen noch etwas zaghaft inszeniert. Der Anfang ist mit seinen vielen Schauplätzen und auftauchenden Figuren etwas ungriffig, Wolverine und Rogue wuchsen mir erst so gegen Mitte des Films ans Herz und auch das große Finale hätte Alles in Allem etwas dynamischer ausfallen können. Dennoch, "X-Men" bietet im Grunde genau jenen Ansatz, den ich mir von einer Comic-Verfilmung wünschen würde: Nämlich eine gut getroffene Mischung aus Bodenständigkeit und schillerndem Spass.

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JokerReviews

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Sage und schreibe 14 Jahre ist der erste X-Men Film nun schon alt. Einfach unglaublich. Und dafür schon mal bravo an Bryan Singer : Auch heute sieht der Film optisch und effektemäßig noch fantastisch aus. Nun befinden wir uns also endlich in der Gegenwart. Irgendwie ist es ein wenig komisch einen so jungen Hugh Jackman zu sehen obwohl er in der Prequel Geschichte optisch wesentlich jünger hätte sein müssen. Aber als der X-Men Film kam dachte man noch lange nicht daran, dass dieses Franchise mal so riesig werden würde.

Hugh Jackman spielt hier also zum ersten mal Wolverine und dank dieser Rolle wurde er quasi über Nacht zum Star. Hier trifft Wolverine, der noch immer sein Gedächtnis verloren hat, zunächst auf Rogue, einem Mädchen das ebenfalls eine Mutantin ist. Beide landen durch einige Umstände in der X-Men Akademie, die von Charles Xavier geleitet wird. Aber auch Magneto scheint Interesse an den Beiden zu haben, der noch immer versucht die Mutanten als Führer über die Menschen zu erschaffen. Durch X-Men Erste Entscheidung wirkt Magneto gar nicht mehr so böse, da man zumindest seine Grundmotive nachvollziehen kann. Für mich ist dieser Film nicht das typische Schwarz/Weiß gut gegen böse Geplänkel. Comicleser werfen dem Film vor, dass Wolverine viel zu sehr als Hauptcharakter präsentiert wird. In der Tat, das könnte man durchaus als Kritikpunkt bringen, denn X-Men hat eigentlich keinen Hauptcharakter. Jeder Charakter, sei es Storm, Beast, Gambit oder Cyklops hat im Comic die gleiche Präsenz und in "The Avengers" hat man diese gleich gefüllte Präsenz wesentlich clevere inszeniert.

Dennoch muss ich sagen, dass mich das nicht bei der X-Men Reihe stört. Ich fand Wolverine schon im Comic toll und dass er hier zum Hauptcharakter aufsteigen darf ist gerade durch Hugh Jackmans toller Performance weit entfernt von einem Störfaktor. Auch alle anderen Darsteller sind toll. Die unfassbar süße Anna Paquin spielt toll und darf mit ihrem süßen Charme überzeugen. James Marsden als Cyklops bleibt zwar etwas trocken, füllt die Rolle aber gut aus. Ian McKellen und Patrick Stewart spielen Magneto und Charles Xavier und liefern sich dabei ein Duell auf Augenhöhe, wie schon Michael Fassbender und James McAvoy. Halle Berry spielt Storm, eine irre starke Figur, die hier aber nicht ganz ihre Schauspielqualitäten zeigen kann.

Fazit : Das Finale geht etwas zu einfach von statten und ich persönlich hätte mir mehr Rogue und Wolverine gewünscht. Ansonsten ist dieser X-Men Film fast schon legendär, denn er legte zusammen mit Spider-Man den Grundstein für zahlreiche weitere Comicverfilmungen.

8,5/10

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SweetnessRomanoff91

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

CGI / Special Effects/ Fight: 8/10
Klasse Fights, sehr gute Effekte, gutes CGI

Story: 8/10
Gute Menschen mit besonderen Fahigkeiten [Mutanten]( Wetterbeherschung, Krallen, Energie, Telepathie) gegen bose Menschen mit besonderen Fähigkeiten (Magnetismus-Beherschung, Formwandlerin, Säbelzahnmensch). Außerdem Menschen die die Mutanten "verbieten" wollen.

Schauspieler: 9/10
Hugh Jackman als Wolverine
Patrick Stewart als Professor X
Ian McKellen als Magneto
Famke Janssen als Jean Grey
James Marsters als Cyclops
Halle Berry als Storm
Anna Paquin als Roque
Tyler Mane als Sabretooth
Ray Park als Toad
Rebecca Romijn als Mystique

Ein super Cast mit guter Leistung.

Spannung:8/10

Ist gut gemacht, spannend , über den gesamten Zeitraum

Humor: 8/10

Kommt auch nicht zu kurz.

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darkbluerob

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

" Du bist'n Arsch. " ... " OK. "
Der zweite Teil war auch noch super und man hatte Wolverine richtig lieb gewonnen.
Irgendwie war da der Zenit überschritten und die Marvelmaschinerie produzierte dann einen schrägen X-Ableger nach dem anderen. Mit X-Men Origins Wolverine wurde man zwar unterhalten jedoch nicht wirklich berührt und man schöpfte Hoffnung, die mit dem grauenhaften Machwerk " Weg des Kriegers " derart drastisch im Keim erstickt wurde, daß einem Hugh Jackman fast leid tun kann. Wenigstens wurde er dafür gut bezahlt.

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boob124

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Bewertung5.5Geht so

Mit „X-Men“ wurde im Jahre 2000 (!) der erste aus meiner Sicht ernstzunehmender Marvel Film präsentiert. Die Idee um die Mutanten, welche die neue Spezies der Menschen darstellen, ist wirklich toll. Jedoch ist dies nicht verdienst des Filmes sondern der genialen Marvel Autoren, hier hatte es Fox recht einfach. Der Film bringt jedoch die Comics auf eine sehr plausible Weise in unsere Realität, hier hüpft kein Wolverine im gelben Latex durch die Gegend, nein, hier ist alles nachvollziehbar. Ein weiteres großes + ist die Besetzung. Mit Hugh Jackman, Patrick Stewart, Ian McKellen und Halle Berry ist hier für den ersten Teil einer Reihe das Angebot nicht ohne. Warum dann nicht mehr Punkte? Nun ja, der große Negativpunkt, und das ist wirklich höchst selten in einem Marvel Film, ist die fehlende Aktion. An Special Effekts wurde zu sehr gespart und vor allem fehlen große Kämpfe. Klar, die Story ist spannend, aber über den `Endkampf´ kann man 15 Jahre später nur noch lächeln. Alles in allem ist „X-Men“ eine nette Einleitung in eine großartige Filmreihe, bereits in „X-Men 2“ wurde alles besser gemacht, was hier noch fehlte, nicht umsonst kommt nach 14 Jahren der inzwischen 7. Teil in die Kinos wobei alle storytechnisch nahtlos zusammen passen. Und für die Superschlauen, welche mich nun darauf hinweisen wollen, dass es doch Fehler gibt, z.B. warum Professor X in den Rückblenden wieder laufen kann – in einem Monat werdet ihr in „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ aufgeklärt ;)

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alex023

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Bewertung5.0Geht so

alex023 schaut die X-Men (bis auf den neuen Wolverine, weil er darauf keine Lust hat) und das alles ist irgendwann schon mal passiert und wird jetzt veröffentlicht in Vorbereitung auf den Kinostart vom neuen Film #1

»Mutation: it is the key to our evolution.«

Ich bin ja nicht der allergrößte Fan von „Superhelden“/„Comic“-Verfilmungen, gelegentlich findet sich mal ein gutes, selten ein sehr gutes Werk, aber es gibt sie, die meisten sind jedoch eher Durchschnitt und es gibt auch ein paar, die wirklich schlecht sind. X-MEN gehört leider nicht zu den Guten, das habe ich schon vor einiger Zeit feststellen müssen, wodurch mir auch die Lust auf die weiteren Filme verdorben wurde. Jetzt starte ich einen erneuten Versuch, muss aber eben zugeben, dass dieser Beginn, diese Einführung in die Mutanten-Welt auch beim zweiten Mal nicht besser wird. Es gibt ein paar schicke, ganz nette Dinge, zum Beispiel hat Ian McKellen einen relativ großen Anteil an der Screentime, was zu begrüßen ist, zum anderen sind solch „neue“ (im Sinne von: ich habe darüber noch keinen Film gesehen) Themen und Aspekte immer wieder einen Blick wert, selbst wenn sie derart umgesetzt werden.

Dabei folgt »The Usual Suspects«-Regisseur Bryan Singer leider einem etwas uninspirierten, sehr schemenhaften Drehbuch: es gibt etwas in dem Film, was anders ist als in anderen Geschichten: Mutanten. Da gibt es dann natürlich „Gute“ und „Böse“, die einen wollen die Menschen beschützen, weil sie sie respektieren, die anderen wollen diese vernichten/selbst zu Mutanten machen, über die Welt regieren – irgendwie sowas. Zufällig kennen sich die beiden Chefs von früher, waren mal Kumpels, sind dann aber auseinander gedriftet und vertreten jetzt konträre Standpunkte. Die Bösen brauchen jemanden von den Guten für ihren Plan, es gibt ein paar Kämpfchen, Bum-Bum, alles geht zu Bruch, aber macht ja nichts, ist ja nur ein Bahnhof. Dann gibt es das große Finale, wo dann alles (die Welt?) unterzugehen droht, wenn die Bösen es schaffen, ihren meisterhaften Plan umzusetzen, aber halt, da gibt es ja noch diesen einen Typen, der jetzt eigentlich nicht auf der Seite von irgendwem ist und am Anfang in einem dunklen Loch aufgegriffen wurde, nur zum Mitmachen überredet wurde, weil er im Gegenzug Informationen über seine (ihm selbst unbekannte) Vergangenheit erhält. Der hält dann den Oberbösen (unter Mithilfe von seinem Lieblings-Kumpanen [der Typ, der ihn nervt, den er beleidigt, dessen Mädchen er haben will]) auf, alles wird wieder gut und er erkundet seine Vergangenheit.

Sicherlich irgendwie vielleicht spannend (mehr oder minder), aber schon sehr arg konstruiert nach einem bestimmten Muster. Es gibt wohl etliche Filme, die nach dem gleichen oder zumindest nach einem ähnlichen Schema verlaufen.
Nichtsdestotrotz ist eben der Inhalt spannend - ich hege Hoffnung für Besserung in der Fortsetzung, denn oft haben es erste Teile so an sich, dass sie nach einem bestimmten, vorherfestgesetzten Schema ablaufen müssen, damit Zuschauer gewonnen und für das Thema interessiert werden – man könnte fast davon sprechen, dass man derartige Aspekte im Zusammenhang mit generalisierter Gesellschaftsstudie gebrauchen könnte, aber ob die Filmreihe sich in solche Gefilde hinarbeiten kann, wage ich erst einmal zu bezweifeln, lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.

Zudem ist mir hier aufgefallen, dass X-MEN zwar aus dem Jahr 2000 ist, sich jedoch aber sehr wie ein Mitneunziger-Film anfühlt. Von der düsteren Inszenierung mit gewolltem Spannungs-Flair, bis zur ruhigen Erzählweise, mit actionreichen Einschnitten weiß der Film an etliche Vertreter der 1990er zu erinnern (nicht unbedingt sehr verwunderlich, da das Jahrzehnt ja nun mal gerade erst vorbei war, aber dennoch erwähnenswert). Das Problem ist bloß, dass diese Erzählweise nicht mit der Inszenierung funktionieren will, da sie eben (gleich mit dem Drehbuch) sehr öde und langweilig wirkt, eben genauso uninspiriert, sodass keine Begeisterung beim Zuschauer aufkommen kann. Einen solchen Film („Comic-Verfilmungs-Blockbuster-Dings“) muss man meines Erachtens nach breiter aufziehen, „epischer“ gestalten, ohne dabei in den Überhand nehmenden Gigantismus des neuen Jahrtausends zu verfallen. Ein waghalsiger und schwieriger Spagat, der nur selten gelingt, aber eben zu schaffen ist, wie man zuletzt bei »Thor: The Dark World« beobachten durfte.

Fazit: Bryan Singer schafft es mit X-MEN nicht, den Zuschauer für sein Werk zu begeistern, geht mit zu wenig Inspiration und Fantasie an das Thema heran, weshalb auch die Faszination fast zu wünschen übrig lässt, jedoch durch die Folgewerke gerettet werden könnte. Aufgrund schemenhaftem, abgepaustem Story- und Dramaturgieverlauf kann man schnell erahnen, worauf es hinauslaufen soll und ist in seiner Gesamtheit dann auch nicht wirklich gut umsetzt. Lediglich ein paar schicke Elemente, ein paar Nettigkeiten zwischendurch, die Präsenz von Ian McKellen retten den Film vor dem Abtauchen unter dem Durchschnitt hindurch.

[http://planetofpictures.blogspot.de/2014/04/x-men-us-2000-bryan-singer-der-auftakt.html]

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Morissa

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Ich mag den ja. Hat aber vielleicht auch nostalgische Gründe. Habe den damals in London im Kino gesehen. War meine erste Kinoerfahrung im O-Ton. Außerdem war ich als 13-jähriger natürlich von all der Action und den Effekten begeistert. Wolverine war natürlich sofort mein Idol ;).

Aber auch heute schau ich den noch, und ohne ihn hätten wir wohl kaum die meiner Meinung nach starken Folgefilme sehen können.


alex023

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Das ist dann durchaus verständlich. Ich hab mir den Film jetzt zwei Mal angesehen (einmal vor 2-3 Jahren und dann wieder vor ein paar Monaten) und konnte dem einfach nicht mehr abgewinnen. ~



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