Vor 50 Jahren erschienen Asterix und Obelix erstmals auf Papier und seit immerhin schon 1967 haben die beiden Gallier auch die Leinwand erobert. Mehrere Filme sind entstanden über ihre Abenteuer, die sie an verschiedene Stätten der Welt führte, immer im Gepäck den vom Druiden gebrauten Zaubertrank, der übermenschliche Kraft verleiht. Der Erfolg auf der großen Leinwand war nicht immer so groß wie jener auf dem Papier, trotzdem haben Asterix und Obelix auch unter den Filmkennern Millionen Fans.
Zunächst waren es Zeichentrickfilme, mit denen Asterix und Obelix die Massen in die Kinos lockten. Asterix, der Gallier (1967) erzählt vom verkleideten Spion Caligula Minus, der von den Römern ins Dorf geschleust wird, um es endlich zu erobern. Er entdeckt den Zaubertrank und berichtet den Römern, die nun natürlich an das Geheimnis kommen wollen. Fans waren zwar begeistert von dem ersten Asterix und Obelix-Film, aber einige Kritiker vermissten damals den Dialogwitz und die Spritzigkeit der Vorlagen. Mit Asterix und Kleopatra (1968) wurde es besser, die Gags wurden gelobt, ebenso wie das rasante Tempo des Films. Hier geht es um eine Wette zwischen Kleopatra und Caesar. Das ägyptische Volk soll beweisen, das es nicht faul und dekadent ist und in drei Monaten einen prächtigen Palast bauen. Allerdings gelingt dies nur mit Hilfe von Asterix und Obelix.
Damit hatten sich Asterix und Obelix im Kino durchgesetzt, es folgten diverse Zeichentrickfilme. Die beiden Gallier eroberten Rom fast im Alleingang und bewiesen geschickt ihre Göttlichkeit (Asterix erobert Rom), nahmen es mit dem größten Herrscher der damaligen Zeit auf (Asterix – Sieg über Cäsar), halfen ihren Nachbarn aus der Patsche (Asterix bei den Briten), mussten sich auch mal um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern (Asterix – Operation Hinkelstein), entdeckten im Nichts am Ende der Weltscheibe die Indianer (Asterix in Amerika) und kämpften sogar gegen die starken nordischen Männer (Asterix und die Wikinger).
Es hätte endlos so weiter gehen können. Aber es kam zu einer Steigerung des Asterix und Obelix-Franchise mit Realverfilmungen und damit irgendwie auch zum Niedergang der beiden auf der Leinwand. Bisher gibt es drei Filme, in denen Asterix zweimal von Christian Clavier sowie einmal von Clovis Cornillac und Obelix immer von Gérard Depardieu verkörpert wurde. Asterix & Obelix gegen Caesar kam 1999 in die Kinos und war die bis dato teuerste europäische Filmproduktion. Kritiker sprachen vom Euro-Pudding, der den Zuschauer da serviert wurde, aber diesem schmeckte die Sache in ganz Europa. Richtige Fans konnten aber dem Film nicht viel abgewinnen, auch wenn er in seinen Nebenrollen (Gottfried John als Julius Caesar) begeisterte. Auch beim Nachfolgerfilm Asterix & Obelix: Mission Cleopatra (2002) ließen sich die französischen und deutschen Produzenten nicht lumpen. Viele Filmfördergelder flossen. Das war bei Asterix bei den Olympischen Spielen (2006) ähnlich. Die wurden allerdings in den Sand gesetzt, die Kritiker zerrissen den Film förmlich. Die Fans fanden die Sache auch nicht mehr interessant und blieben dem neuen Abenteuer von Asterix und Obelix fern. Bisher sind noch keine Pläne bekannt, eine weitere Realverfilmung auf die Leinwand zu bringen.
Aber mit 50 Jahren sind Astrix und Obelix noch keine alten Herren. Wahrscheinlich werden sie irgendwann ein neues filmisches Abenteuer erleben.
Ines Walk (Ines Walk) 2009/10/29 10:45:00
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