J.R. Ewing macht sich in GZSZ zum Affen
guggenheim (Nils Pape), Veröffentlicht am 09.06.2012, 08:05
Larry Hagman auf Abwegen
© RTL/TNT/moviepilot
Die Europameisterschaft ist mittlerweile in vollem Gange, wodurch der ein oder andere Fußballfan vollkommen paralysiert ist und nur noch das Spiel im Kopf hat. Da ist verständlicherweise wenig Platz für andere Themen. Trotzdem habe ich wieder etwas ausgegraben, das sogar die Aufmerksamkeit des größten Anhängers des Königssports wecken könnte.
Larry Hagmans möglicher Auftritt in Gute Zeiten, schlechte Zeiten dient als Ausgangspunkt für den Aufreger der Woche
Dallas war einmal
Was wären die Bezaubernde Jeannie ohne Major Tony Nelson oder Dallas ohne den Oberintriganten J.R. Ewing gewesen? Na, zumindest vollkommen anders, das steht fest. Aber durch Larry Hagman, der diese beiden Rollen aus besseren Fernsehzeiten mit Bravour verkörperte, wurden diese Serien zu dem, was sie sind: Kult. Dazu wurde auch der trinkfreudige Texaner. Weltweit ist er bekannt, oftmals sogar äußerst beliebt, auch wenn der stets mit ihm in Verbindung gebrachte Part als J.R. alles andere als ein Sympathieträger ist. Offenbar scheint Larry Hagman jedoch keine Lust zu haben, sich im Glanz alter Tage zu sonnen. In der Fortführung von Dallas ist er dabei, in Nip/Tuck – Schönheit hat ihren Preis hatte er Gastauftritte, sogar in Desperate Housewives war er zu bewundern. Alles noch mehr oder minder vertretbar. Nun scheint der Altstar aber all seinen Stolz über Bord zu werfen, denn offenbar ist er dazu bereit, in der RTL-Soap Gute Zeiten, schlechte Zeiten aufzutreten.
Karriere auf der Zielgeraden
Keinesfalls soll Larry Hagman ein Rückzug aus dem Showgeschäft nahegelegt werden, aber dieses Beispiel zeigt deutlich, wie schwer es Prominenten vergangener Tage offensichtlich fällt, in Würde zu altern. Einige verramschen zum Ende hin ihre Karriere, indem sie in so ziemlich jedem Schrott mitwirken, der ihnen angeboten wird. Telly Savalas war einst Kultglatze Kojak, trat später aber in Ein Schloß am Wörthersee und dem äußerst bescheidenen Film Backfire – Die total verrückte Feuerwehr (in dem sich noch andere Promis gehobenen Alters der Peinlichkeit preisgeben) auf. Die Schauspielerei ist eben nicht nur Beruf, sondern vor allen Dingen Passion. Jeder Darsteller hat aber auch eine Reputation, und die wird durch allzu laxe Rollenwahl aufs Spiel gesetzt. Dazu muss gar nicht einmal die ganz alte Garde betrachtet werden, denn es gibt einige (noch) halbwegs aktuelle Stars, die mit zunehmendem Alter ein wenig glückliches Händchen beweisen. Wer zum Beispiel an Al Pacino, immerhin Jahrgang 1940, denkt, hat sofort Meilensteine wie Scarface, Der Pate oder Heat im Kopf. Doch seit einiger Zeit wirkt der Mime in Gurken wie The Son of No One oder Kurzer Prozess – Righteous Kill mit, die sein Können nicht annähernd zeigen.
Weniger ist mehr
Fraglos könnte nun darüber diskutiert werden, ob nicht viel eher das Business, das Jugend immer höher bewertet, die Schuld daran trägt, dass verdiente Schauspieler nicht mehr die Rollenangebote bekommen, die ihnen vielleicht zustehen. Und zweifellos ist auch das ein Grund – aber eben nur einer. Wer jeden Job annimmt, verringert seinen Marktwert und somit auch sein Ansehen. Bevor das eigene Talent vor die Hunde geht, sollte der lobenswerte Arbeitseifer vielleicht etwas reduziert werden.
Qualität statt Quantität lautet das Motto, das sich manch einer in die Jahre gekommener Schauspieler auf die Fahne schreiben sollte. Besonders Larry Hagman sollte für ein bisschen Ruhm nicht seinen Ruf opfern. Er hat es doch wirklich nicht nötig, neben ein paar besseren Laiendarstellern billiges Schmierentheater aufzuführen – auch wenn es vielleicht nur ein Werbegag für Dallas ist.
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Kommentare
über J.R. Ewing macht sich in GZSZ zum Affen
Prechtl Mon, 11 Jun 2012 04:30:17 -0000
Kommentar löschenAch, ich finde die Rollenauswahl von Robert de Niro weit schlimmer als die von Al Pacino.
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Peoples Mon, 11 Jun 2012 02:21:44 -0000
Kommentar löschen150.000 Euro für maximal 2-3 Drehtage ist doch in unserer Kapitalgesellschaft leicht verdientes Geld?!?
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doctorgonzo Sun, 10 Jun 2012 19:54:10 -0000
Kommentar löschenWenn er ein paar der GZSZ "Darsteller" in der texanischen Wüste verbuddeln würde, wäre ich eventuell bereit, ihm zu vergeben.
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cro_ani Sun, 10 Jun 2012 13:31:36 -0000
Kommentar löschenalso ich würde sagen so verzweifelt ist er nocht nicht..
so richtig am tiefpunkt ist man erst dann wenn man reality-tv macht....
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karma-karman Sun, 10 Jun 2012 12:41:58 -0000
Kommentar löschenUnd wieder kein Thema über das ich mich aufregen könnte... Dieses mal ist das gewählte Thema sogar ziemlich lächerlich.
Also wenns nach mir geht, müsst ihr wirklich keine regelmäßigen Aufreger bringen. Ich habe tausendmal lieber unregelmäßig, also immer mal wieder, einen guten, verständlichen Aufreger, als so ein Quatsch wie dieser Artikel.
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spirit88 Sun, 10 Jun 2012 03:35:41 -0000
Kommentar löschenDer Artikel ist für mich der größere Aufreger. LOL
Von "GZSZ" mag man halten was man will. Man schaut es oder man tut es halt nicht. Ich finde es nur ein bisschen anmaßend, wenn man hier eine Serie in den Dreck zieht, die seit 20 Jahren läuft, eine große Fangemeinde hat und sich auch auf professioneller Ebene, was sowohl die Akteure aber auch die Leute hinter der Kamera betrifft, gesteigert hat.
Larry Hagman ist jemand, der aus dem Soap-Bereich kommt. Warum also nicht einen internationalen Soap-Star in der erfolgreichsten deutschen Soap auftreten lassen?
Er hat in täglichen Seifenopern wie "Search for Tomorrow" und "The Edge of Night" seine Karriere begonnen und ist schließlich als J.R. Ewing in der Kult-SOAP "Dallas" einem Millionenpublikum bekannt geworden.
Ich habe Hagman nie als eine Art Al Pacino gesehen. Ich halte Hagman nicht einmal für einen herausragenden Schauspieler. Er hat mir J.R. einfach eine Rolle gefunden, die ihm wie auf den Leib geschneidert scheint. Gut für ihn! Aber das macht ihn doch jetzt nicht zum Altstar, der - so macht der Artikel den Eindruck - sich nach jeder erdenklichen Rolle sehnt. Es ist hier von einem Gastspiel die Rede. Ähnlich wie dann wohl damals bei "Ein Schloss am Wörthersee" oder in der "Lindenstraße".
Verstehe den Aufreger da nicht wirklich. Noch dazu wo es doch in der vergangenen Woche andere Sachen in der Medienwelt gab, worüber man sich mehr beklagen könnte als über einen Soap-Star, der in einer Soap auftritt.
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TerminatorCHRIS Sun, 10 Jun 2012 15:50:28 -0000
Antwort löschensehr guter beitrag. du bringst es aufm punkt!
Judith Tubbesing Sat, 24 Nov 2012 11:45:32 -0000
Antwort löschenjup dem schließe ich mich voll und ganz an
Flibbo Sun, 10 Jun 2012 02:15:26 -0000
Kommentar löschenNaja, noch hat J.R. es nicht getan, da will ich erst mal den Beweis haben. Und: Wieso Pacino erwähnen, wenn man Cage erwähnen kann? http://www.youtube.com/watch?v=eExfV_xKaiM
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Narrisch Sun, 10 Jun 2012 01:06:48 -0000
Kommentar löschenIch mag Gute Zeiten, schlechte Zeiten nicht. Aber ich stelle fest das GZSZ eine ausserordentlich gut gemachte, professionelle D A I L Y soap ist. Ich bin nicht deren Zielgruppe und finde die Geschichten auch alles andere als orginell oder gar spannend nichts desto trotz ist GZSZ beim Zielpublikum sehr erfolgreich. Mittlerweile haben die dort so etwas ähnliches wie Schauspieler die zumindest ihren Text aufsagen können. Die Sets sind vergleichsweise gut und der Look insgesamt stimmt auch. Mehr wollen die nicht und damit fahren sie gut. Wenn Larry Hagman nun dort Kasse machen will ist das sein gutes Recht und regt mich sicher nicht auf. Ich find dieses anmaßende mit dem Zeigefinger herumgefuchtel ziemlich übertrieben und in diesem Fall völlig unnötig!
Mann, Larry Hagman hat DALLAS gespielt, als ob das soviel besser gewesen wäre!
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Der Herr Graf Sat, 09 Jun 2012 12:15:28 -0000
Kommentar löschenMichael Caine wurde mal auf seine Mitwirkung in "Der weiße Hai 4" angesprochen. Er meinte nur lapidar, dass er den Film nie gesehen habe, aber er würde das Haus kennen, das er sich von der Gage gekauft hat. Ein wenig Pragmatismus hat noch niemandem geschadet.
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FordFairlane Sat, 09 Jun 2012 11:53:43 -0000
Kommentar löschenUnd auch wenn er es möchte, dann soll er es doch tun ich stehe im mit Sicherheit nicht im Weg. Und ich erinnere mich in eurem Text gelesen zuhaben "In würde zu alten", heißt das eurer Meinung nach er hat kein Recht mehr in Filme mitzuwirken nur weil er alt ist? Trauriger und lausiger Text von euch!
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Mikael Blomkvist Sat, 09 Jun 2012 11:23:39 -0000
Kommentar löschenEr war doch schon mal in der "Lindenstraße" zu Gast.
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*frenzy_punk<3 Sat, 09 Jun 2012 10:44:13 -0000
Kommentar löschenWitzig, gestern hab ich meinen Pa noch gefragt wer der Typ aus der Serie "Die bezaubernde Jeannie" war und heute ist er im "Aufreger der Woche". :)
Langsam glaube ich wirklich meine Wohnung wird überwacht. Das sind mittlerweile zu viele Zufälle oO
Nun. Ich finde die Überschrift ist etwas unpassend gewählt "... macht sich zum Affen" da dachte ich wohl, er wäre dort schon aufgetreten und hätte sich auf das lächerlichste blamiert. Das wäre wohl doch ein Aufreger geworden, denn ich habe die letzte Zeit schon festgestellt, dass sich viele ältere Darsteller für eine Rolle hergeben, die sie in keinster Weise fördert.
Diane Keaton hat mittlerweile immer die zwei gleichen Rollen. Entweder ist sie die liebe Mutti oder die biestige Geschäftsfrau. Robert De Niro macht sich hin und wieder zum Idioten und Jack Nicholson spielt auch nur noch das gleiche Schema von Mann.
Schon schade, dass die älteren Darsteller nur noch auf solche Rollen degradiert werden und den jungen der Vortritt gewährt wird. Man kann sich da doch in der Mitte treffen.
Klar ist "GZSZ" eine unterdurchschnittliche Sendung, aber der Mann scheint einfach das Geld zu brauchen. Ich persönlich hatte ihn ja schon wieder vergessen und hab auch gar nicht so viel von ihm gesehen.
Ruhestand ist zwar auch noch eine Option, aber bei der Rente heutzutage. Da würde ich auch noch bis ich sterbe, jede Möglichkeit nutzen um mein Leben noch zu genießen, statt mich mit Harzt 4 und diesen dummen Ämtern rumzuplagen.
Außerdem geht es ja auch nicht immer um Geld, sonder rein aus Spaß an der Freude.
Wenn es ihm noch so viel Freude im Showbiz macht, dann soll er doch machen :)
Ob er sich dann zum Affen gemacht hat, kann man ja nach der Ausstrahlung noch absehen und wer weis, vielleicht hebt er dadurch auch ein wenig das Niveau bei diesen zahlreichen unterqualifizierten und drittklassigen Darstellern.
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brainchild Sat, 09 Jun 2012 12:36:02 -0000
Antwort löschen"Spaß an der Freude" - ich denke und hoffe auch, dass es ihm bloß darum geht.
*frenzy_punk<3 Sat, 09 Jun 2012 16:54:22 -0000
Antwort löschen@Le Chuck: Danke sehr.
@brainchild: Das wäre natürlich das schönste, aber wissen tut es nur er selbst.
Markbln Sat, 09 Jun 2012 09:31:42 -0000
Kommentar löschenWas ist das bloß für ein anmaßender Artikel.
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Le Chuck Sat, 09 Jun 2012 09:17:16 -0000
Kommentar löschenMir würde jetzt keiner der alternden Stars, jenseits der 60 einfallen, der nicht schonmal in irgendeiner Gurke mitgespielt hat, also was solls. Und bei ihm wird die angebotene Rollenauswahl nicht gerade umfangreich ausfallen.
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Dschadie Sat, 09 Jun 2012 09:11:09 -0000
Kommentar löschensoll er doch, ich guck das eh nicht^^
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Filmkenner77 Sat, 09 Jun 2012 08:52:27 -0000
Kommentar löschenAußer zwei erfolgreichen TV-Serien und einigen mäßigen Filmen hat er leider nicht viel vorzuweisen.
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stuforcedyou Sat, 09 Jun 2012 10:15:58 -0000
Antwort löschenBin zwar auch nicht guggenheims Meinung, aber dies nun mal seine Kolumne. Deswegen steht sein Text ja auch unter "Meinung".
stuforcedyou Sat, 09 Jun 2012 10:21:13 -0000
Antwort löschenDann bewirb dich bei MP, oder nimm die kleinere Variante und schreib einen Kommentar zu Larry Hagman oder "GZSZ".
Andy78 Sun, 24 Jun 2012 05:46:22 -0000
Antwort löschen@Filmkenner77: "Außer zwei erfolgreichen TV-Serien...hat er leider nicht viel vorzuweisen." Gut, das du dich nur als Filmkenner bezeichnest...über die schnöde TV Unterhaltung bist du anscheinend nicht so genau informiert...Sonst wüsstest du, dass Larry Hagman mit DALLAS die Fernsehlandschaft seit 1978! bis zum heutigen Zeitpunkt revolutioniert hat. Er hat Kult geschaffen - im Grunde aus dem "Nichts"...Weltweit! Da finde ich so eine Aussage vom Tenor her einfach zu anmaßend...Dass dies so beabsichtigt war, kann ich mir bei dir eigentlich nicht vorstellen.
Filmkenner77 Sun, 24 Jun 2012 07:52:26 -0000
Antwort löschenFür mich ist entscheidend, was ein Schauspieler auf der Kinoleinwand vorzuweisen hat und da muss man einfach nüchtern sagen, dass da bei Larry Hagman nichts zu finden ist. Mehr habe ich nicht geschrieben. Warum dies so ist, sollen andere beurteilen. "Schnöde TV-Unterhaltung", wie du so schön sagst, ist mir da einfach zu wenig. Kult hin oder her. Schau dir mal die eine oder andere TV-Serie an, die heute "Kult" genannt wird. Von vielen dieser Schauspieler hat man nichts mehr gehört außerhalb ihres "Serienkosmos". Und wie gesagt: Da frage ich mich immer, warum dies so ist. Ich habe da so meine Theorie.
Andy78 Sun, 24 Jun 2012 16:43:32 -0000
Antwort löschenIch mache keine Abstufungen zwischen weltweitem TV Erfolg oder der Kinoleinwand. Beides muss erst einmal erreicht werden. Und sich über einen derart langen Zeitraum in der schnelllebigen Konsumwelt zu behaupten ist bewundernswert. Ich verstehe nicht, weshalb das eine mehr Wert sein soll, als das andere. Es geht in erster Linie um gute Unterhaltung...
Die Differenzierung zwischen trivial und anspruchsvoll hat mich immer gestört. Beides muss kein Widerspruch sein und wurde durch die Ewings nahezu perfekt kombiniert. Das wusste sogar Ingmar Bergman auf ironische Weise zu würdigen....
Das "schnöde" war ironisch gemeint. Ein Teil der Kritiker hat DALLAS immer unterschätzt und die Serie hat sich trotzdem durchgesetzt. Die Serie war innovativ und viele Formate würde es so ohne die Soap garnicht geben.
Welche Serie wird denn heute Kult genannt bei denen die Darsteller inzwischen unbekannt sind? Hä? Kult ist unsterblich. Das hat m.M. nach nichts damit zu tun, das sich die Zeit weiterentwickelt, die Darsteller altern, sich Sehgewohnheiten ändern oder Themen rückwirkend betrachtet anders bewertet werden. Jede Serie oder Film ist doch auch innerhalb seiner Zeit zu gewichten.
Mich würde deine These schon interessieren, ich habe nur etwas Bedenken meinen Blutdruck betreffend...;)
Filmkenner77 Sun, 24 Jun 2012 17:00:39 -0000
Antwort löschenNehmen wir "Ein Colt für alle Fälle". Lee Majors in der Rolle seines Lebens. Aber Kinofilme von Rang Fehlanzeige. Ich würde einfach sagen, dass die meisten, beileibe nicht alle, Schauspieler aus den Serien der 70er und 80er Jahre, heute mag dies anders sein, es im Prinzip nie weiter gebracht haben als auf den TV-Schirm, weil ihr schauspielerisches Potenzial eingeschränkt war und sie nur einen bestimmten Typus verkörpern konnten. Dies gibt es zwar auch im Kino, aber es ist schon ungleich schwerer, zunächst im TV zu sehen zu sein und dann erfolgreich den Absprung ins Kino zu schaffen. Es gibt Ausnahmen wie Johnny Depp, aber diese sind eher Ausnahmen denn die Regel. Wie gesagt, heute hat sich dies wohl geändert. Aber um zu Dallas zurückzukehren: Entweder spielten da Altstars mit, die kaum noch richtige Kinorollen bekamen oder halt Schauspieler, denen die große Karriere (Patrick Duffy etwa) aus welchen Gründen auch immer versagt blieb. Ich respektiere deine Auffassung zu Hagman, aber das ändert trotzdem nichts an meiner erster Aussage, dass Hagman in Sachen Kino so gut wie nichts vorzuweisen hat. Ich denke dies ist unbestritten. Natürlich sind seine Verdienste für das Fernsehen entsprechend hoch. Dies habe ich ja nie bestritten. Nur für mich ist das Kino halt die Königsdisziplin. Dies dürfen andere gerne anders sehen.
Filmkenner77 Mon, 25 Jun 2012 14:31:46 -0000
Antwort löschen@ Brigittes Helm: Karl Malden war ja schon ein Filmstar (ein Altstar wohlgemerkt) und Telly Savalas auch. Die sind ja nicht über die Serie ins Kino gekommen. Und Michael Douglas: Gut, bei so einem Vater ist es manchmal leichter. Robert Wagner war ebenfalls schon Kinostar, bevor er Serien machte. Und Roger Moore im Grunde genommen auch. Zeigt also, dass der Weg vom Kino zur Serie leichter ist als umgekehrt.
Andy78 Mon, 25 Jun 2012 20:48:11 -0000
Antwort löschen@Filmkenner: Ich habe nicht die Tatsache bezweifelt, dass Larry Hagman keine "großen" Kinofilme gedreht hat...Womöglich abgesehen von "Mit aller Macht"...Mich hat die Konotation "hat er leider nicht viel vorzuweisen..." gestört. Zwei international megaerfolgreiche Serien reichen mir persönlich, um ihm jegliches Mitleid bezüglich seiner Karriere zu entziehen...
Andy78 Mon, 25 Jun 2012 21:13:35 -0000
Antwort löschen@Brigittes Helm: Energischer Einspruch zu DALLAS sei lediglich Kult wegen verklärter Kindheitserinnerungen! Wenn du deine Aussage damit begründest, dass du dir Wiederholungen der Serien nicht mehr ansehen würdest, brichst du den "Kultbegriff" auf eine Ebene hinunter, die ihn völlig deformiert...
Und ich unterstelle einmal, dass dir über die Serie außer bestimmten Handlungselementen und Personen evt. nicht wirklich viel bekannt ist.
DALLAS war und ist ein Kulturphänomen, das eine riesige Gruppe von Menschen begeistern konnte und z.T.immer noch begeistert. Die Serie hat die TV-Kultur massiv beinflusst...Sie war in ihrer Zeit innovativ und provokant...
Die Qualität abzusprechen ist ein alter Hut. Seit Beginn der Soap gab es Kritiker, die die Serie verissen und ihr intellektuellen Anspruch absprachen...Es gab jedoch auch deutlich entgegengesetzte Positionen. Literatur und Wissenschaft beschäftigten sich mit dem TV-Phänomen...
Keiner sah es, aber die Quoten sprengten alle Rekorde.
Wie eine qualitativ schlecht gemachte Serie, das geschafft haben soll? Da müsstest du mal dein Qualitätsverständnis erläutern. Klar Nietzsche wurde nicht rezitiert, aber warum auch? Die Themenauswahl ( Brustkrebs, Sterbehilfe, Down Syndrom, Homosexualität, Abtreibung, Kindesmissbrauch, Altersunterschiede in der Partnerschaft...ect. )waren breit genug gefächert und nicht selten auch durchaus mutig angelegt.
Natürlich hat Kult nicht unbedingt etwas mit Qualität zu tun, aber diese DALLAS abzusprechen, weil du keine Wiederholungen sehen magst?
Ich sehe sie z.Zt. mit großen Interesse im englischen Originalton und ich empfinde die Inhalte als ebenso emotional ansprechend wie früher. Das dabei nostalgische Erinnerungen einfließen, versteht sich von selbst.
marty-f Sat, 09 Jun 2012 08:38:30 -0000
Kommentar löschenSeltsam, irgendwie musste ich während des Lesens des Artikels die ganze Zeit an Burt Reynolds denken.
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niceeddy Sat, 09 Jun 2012 08:29:51 -0000
Kommentar löschenDer ist sogar schon im Musikantenstadl aufgetreten, also was solls.
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Tytus Sat, 09 Jun 2012 06:55:28 -0000
Kommentar löschenWTF Oo
aber
"J.R. Ewing macht sich in GZSZ zum Affen"
macht sich dort nicht jeder zum Affen?
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Weiterführendes zum Artikel ?
Orlindo alias goodspeed liebt, lebt, hört, fühlt und atmet Filme. Er studierte Animation/VFX und betreibt mit ANIch einen eigenen Blog zum Thema. Im Aufreger der Woche lässt er sich über skurrile, unfassbare oder schlicht traurige News aus der Filmwelt aus. Wenn euch ein Aufregerthema auf der Seele brennt, dann meldet euch bei ihm.






Er dürfte nicht nach inhaltlicher Qualität ausgewählt haben. Aber wahrscheinlich bekommt er wieder einmal eine erholsame Deutschlandreise spendiert, während der er mal eben schnell seinen Gastauftritt absolviert. Ich bin überzeugt, dass er es locker sieht und sich keine Gedanken darüber macht, ob er in einer deutschen Daily-Soap zum Kulturverfall beiträgt. In Amerika haben Seriendarsteller einen höheren Status als hier. Ich hab das typisch deutsche Naserümpfen darüber nie verstanden und halte es auch für absolut ungerechtfertigt.
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