Heat

Heat (1995), US
Laufzeit 172 Minuten, FSK 16, Thriller, Kriminalfilm, Drama, Actionfilm, Kinostart 29.02.1996

8.3 Kritiker
73 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.9 Community
13020 Bewertungen
179 Kommentare
Heat - Bild 2489707
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von Michael Mann, mit Al Pacino und Robert De Niro

Heat ist die Geschichte von zwei Männern, die viel gemeinsam haben, obwohl sie auf entgegen gesetzten Seiten des Gesetzes stehen. Beide sind absolute Profis in ihren Jobs, doch müssen sie dafür einen hohen Preis zahlen.

Neil McCauley (Al Pacino) ist der König des Verbrechens von Los Angeles. Kein Job ist ihm zu gefährlich, denn mit seinen ausgetüftelten Plänen ist er für einige der spektakulärsten Raubüberfälle der Stadt verantwortlich. Doch als Verbrecher weiß er, dass er sich an nichts und niemanden binden kann, da er stets bereit zur Flucht bleiben muss.

Vincent Hanna (Robert De Niro) steht in Heat auf der Seite des Gesetzes, doch auch er opferte für seinen Job, der alles von ihm fordert, sein Privatleben. Bereits drei Ehen hat er hinter sich, doch er vertieft sich nur noch weiter in seine Arbeit. Als sich ein Raubüberfall auf einen Geldtransporter in ein Blutbad verwandelt, kreuzen sich die Wege der beiden Profis.

Mit Heat hat der Regisseur Michael Mann den ersten Film gedreht, in dem die beiden Kinogrößen Robert DeNiro und Al Pacino gemeinsam vor der Kamera standen und einen Klassiker des Actionkinos geschaffen. Legendär in Heat ist das Aufeinandertreffen von McCauley und Vincent Hanna in einem Diner, in dem beide Schauspieler den Dialog zur Kunstform erheben.

Doch natürlich setzt vor allem die Action in dem fast dreistündige Epos Heat neue Maßstäbe: Die zwanzigminutige Straßenschlacht zwischen der Polizei von Los Angeles und der Bande von DeNiro wurde während einer (echten) Rush-Hour in einer Metropole gedreht, was wohl nicht jeden Tag vorkommt. Auch der Showdown von Heat auf dem Flughafen wurde unüblicherweise während des normalen Flugverkehrs gedreht.

Auch wenn Heat in vielen Gebieten bahnbrechend ist, handelt es sich genau genommen trotzdem um ein Remake. Große Teile des Drehbuchs stammen von einer TV-Produktion namens Showdown in L.A., die Heat-Regisseur Michael Mann ursprünglich als Piloten einer Serie konzipiert hatte. Beide Charaktere und einige Vorkommnisse basieren wiederum auf realen Personen im Chicago der 1960er Jahre.

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Cast & Crew


Kritiken (5) — Film: Heat

Hitmanski: Reihe Sieben / MehrFilm / I...

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5.5Geht so

Von Michael Mann gewohnt brillant und kalt in Szene gesetzt, ist dieses zum Meisterwerk verklärte Gangsterepos hauptsächlich mit sich selbst und den overacting-Attacken seiner beiden eitlen Hauptdarsteller Pacino/De Niro beschäftigt. Der ausschlaggebende Heist als Aufhänger ist nett vorbereitet, kann den darauffolgenden, und im Grunde seines Herzens sehr konventionellen Plot samt dessen zur Überlänge breitgetretene Erzählstruktur jedoch keineswegs vollständig legitimieren.

34 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 197 Antworten

Shritz

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Jetzt meld ich mich auch mal kurz ;)
Kann Hitmanskis Kritikpunkte gut verstehen. Nur in punkto Overacting widerspreche ich deutlich, für mich spielen beide hervorragend. Aber trotzdem klasse geschrieben der Kommentar :P
Für mich ein glatter 10er der Film. Over und aus...


Andy Dufresne

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*das komplette Ding gelesen habend und euch alle mit Spam dafür strafend*


ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/

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10.0Herausragend

[...]In der ersten Hälfte des Films reißt Mann mehr als ein halbes Dutzend Handlungsstränge an, führt eine Vielzahl von handelnden und gewichtigen Charakteren ein und vollbringt das Kunststück, sich nicht in dieser Weitschweifigkeit heillos zu verlieren, sondern jeden Schnipsel, jede noch so scheinbar unbedeutende Momentaufnahme zur absoluten Ultimativität zusammenzuführen. Wirklich alles passt und sitzt bei „Heat“ an der richtigen Stelle. Dabei macht der Film die anwachsende Schwere, die er auf die Schultern der Protagonisten lädt ebenso ständig spürbar, wie die ungeheure Größe, die schiere Urgewalt, zu der er selbst im Verlauf der Story anwächst. Der Mechanismus, wie deren Einzelteile ineinandergreifen, ist von Mann perfekt konzipiert, trotz der Komplexität des Aufbaus verliert man nie die Übersicht über das Geschehen, jeder Randfigur gibt der Regisseur genügend Prägung mit, um ihren Handlungsstrang auch nach längerer Abstinenz sofort wieder aufgreifen zu können…

Kritik im Original 18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

Muffin Man

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Zur Sympathie: Stimmt, Neil weiss von Waingros Mord nichts. Wie du sagst, kriegt er vom Wissen des Zuschauers die Sympathien, aber (jetzt kommt der pragmatische Grund) auch weil Neil der weitaus "ausgearbeitetere" Charakter ist (und er von De Niro so charismatisch gespielt wird).
Aber jetzt erzähl ich was, was wohl schon klar ist.
Danke für die ausführliche Antwort; dass Waingro schon früher Prostituierte getötet hat, hab ich wohl nicht mitbekommen (nochmals anschauen!), und was die Vertiefung von Hannas eigentlicher Arbeit angeht, so ist das überzeugend. Waingros Erinnerungswürdigkeit wird durch die Szene ebenfalls zweifelsohne gesteigert.
Alles hat seine Gründe bei Michael Mann, könnte ich jetzt denken, auch wenn einem diese Gründe nicht sofort ersichtlich werden. Umso schöner, sich darüber auszutauschen.
(In der Koyotenszene in "Collateral" sitzt Vincent nicht an seinem gewöhnlichen Platz, von wo aus er Kontrolle über Max hat, sondern direkt hinter ihm (soviel ich mich erinnere), damit in der Szene subtil eine spontane Verbundenheit der Charaktere ausgedrückt wird. Oder "Titanic": Das Schiff sticht in hohe See, die Kamera beginnt, in der Vogelperspektive nach hinten zu schwenken. Warum ist das nötig? Weil man die Titanic als menschliche Meisterleistung schätzen muss, als "Schiff der Träume" (durch majestätisch schöne Aufnahmen von ihr), um den Untergang ebenso "würdigen" zu können. Das Schiff wird zu einem weiteren Charakter, die Titanic sinkt nicht, sie stirbt. Faszinierend, wie bei bei richtig guten Filmen (bei "Titanic" kann man sich darüber streiten, schon klar) nichts zufällig ist, weil sich grosse Regisseure alles genau überlegen. Fast wie bei den grossen Dramen der Literaturgeschichte, kein Dialog ist überflüssig.)
Aber ich schreibe schon wieder wie verrückt und sage dir nichts Neues.
Nochmals danke für die Antwort,
filmliebende Grüsse vom Muffin Man


serbia

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ich sag nur 2 legenden spielen film al pacino und robert de niro das musst doch was bedeuten


Timo K.: Blockbuster Entertainment

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10.0Herausragend

[...] Was kann man als Ergebnis festhalten, wenn zwei der größten Schauspiellegenden, deren Karrieren weitestgehend parallel verliefen, aus der Filmbranche aufeinandertreffen? Ganz einfach: "Heat". Michael Manns Actiondrama bedeutete für Al Pacino ("Scarface"; "Im Auftrag des Teufels") und Robert De Niro ("Taxi Driver", "Es war einmal in Amerika") den ersten gemeinsamen Leinwandauftritt. Natürlich haben beide schon in einem Film agiert, so wie in Coppolas Sequel seiner Mafiatrilogie "Der Pate" als Vater und Sohn, allerdings standen sie da aufgrund unterschiedlicher Zeitebenen in keiner einzigen Szene zusammen vor der Kamera. Bis zum Jahr 1995. [...]

Kritik im Original 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin

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10.0Lieblingsfilm

Das Cop-/Gangster-Epos ist alleine schon optisch ein nie langweilender Genuss - eine brilliante, präzise Kamerarbeit die sich wunderbar mit Manns nüchterner Regie ergänzt. Ein dankbares Podium für DeNiro, Pacino, Kilmer und Voight, auch wenn Pacino manchmal kaum die Bremse findet. Die Frauenfiguren sind zwar immer noch austauschbares Helden-Beiwerk, aber zumindest in der Action wird Beispieloses geboten. Der Straßen-Shootout ist nicht gealtert und berstet regelrecht vor Wucht, aber erst in der letzten Einstellung bäumt sich "Heat" zum Moby-Score zu einer Größe auf, die ihn zeitlos macht. An diesen Film wird Michael Mann nie wieder anknüpfen können, was sein "Miami Vice" fast schon erschütternd untermauert...

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Flibbo: wieistderfilm.de

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6.5Ganz gut

"Heat" lebt einzig von den Giganten Pacino und De Niro. Die Szenen, in der beide aufeinandertreffen sind die Highlights, angetrieben von der puren Coolness und starken Ausstrahlung der beiden. Doch da hilft alles nichts, stellenweise wird es einfach langweilig. Für meinen Geschmack ist "Heat" nicht straff genug inszeniert.

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

real-rocknrolla

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genau das treffende Wort Dito...; Langweilig.....vorallem die Stelle wo die in der Caféteria zusammen reden...stimmts...


kyote

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Langweilig ist auch bei mi das erste Wort, dass mir beim schauen in den Sinn kam. Die Letzte Stunde nimmt dan doch noch etwas Fahrt auf. Insgesamt bin ich aber doch sehr enttäuscht.



Kommentare (174) — Film: Heat

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Molpi

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vorgemerkt

Robert De Niro und Al Pacino haben keine Szene des Films Heat wirklich zusammen gespielt. Es waren immer Bodydoubles.

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Molpi

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Naja, es stimmt. Schade ist einfach nur, dass ihre erste gemeinsame Szene nicht in Heat sondern in Kurzer Prozess war.


RoosterCogburn

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@Paolo Colella und Molpi: "Heat" ist der erste Film, der die beiden Schauspielergrößen Al Pacino und Robert De Niro zusammen auf der Leinwand zeigte.
Obwohl Pacino und De Niro in mehreren Szenen im Film gemeinsam zu sehen waren (auf der Autobahn, im Café und die Schlußszene), hat man die Gesichter der beiden Schauspieler nur ein einziges Mal im selben Bild ohne Schnittverfahren sehen können; das war die Szene auf der Autobahn: De Niro sitzt im Auto und Pacino lädt ihn zu einer Tasse Kaffee ein, nachdem er ihn angehalten hat.
Und das mit den Body Doubles ist nur ein legendäres Gerücht das immer mal wieder hochkommt. Das kommt daher, weil Nachdrehs gemacht wurden bei denen Doubles eingesetzt wurden.


Carmine

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Es ist einfach der beste Heist-Film on Earth!!!

Robert De Niro und Al Pacino in Höchsform unter der Regie des noch damaligen legendären Michael Mann. Val Kilmer war zu dieser Zeit der gelbe Stern Hollywoods und Al Pacino und Robert De Niro nahmen nicht alles an was ihnen in den Weg kam. Doch die Zeit war schön das Neuezeitalter war noch weit weit weg und zweit Kultdarsteller drehten das erste Mal auf einander...wie ein Boxkampf in den zwei Champs kämpfen...

Was soll man großartiges sagen der Film ist einfach bahnbrechend und kann noch oft genung angeschaut werden...

bedenklich? 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

xXxWantedxXx

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Bewertung9.5Herausragend

Eine unglaublich stilsichere und niemals überladene Inszenierung von Michael Mann, ein großartig aufspielendes Darstellerensemble, angeführt von zwei der wohl größten Schauspieler ihrer Generation, ein gut konstruierter Plot, ein psychologisch dichtes Drehbuch und ein absolutes Herzschlag-Finale. Trotz der ansehnlichen Länge kommt nicht der Hauch von Langeweile auf. Viel besser kann man es nicht machen.
"It's like you said. All I am is what I'm going after."

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Kreaexo

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Du musst den letzten Satz korrigieren. Der sollte nicht lauten 'viel besser' sondern 'BESSER kann man es nicht machen.' "Heat" ist bildgewaltige Perfektion. Und du musst deine Bewertung auch noch korrigieren. :D Aber ansonsten stimme ich deinem Kommentar zu. :)


xXxWantedxXx

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Die Wertung kann ja noch steigen, war ja erst die zweite Sichtung ;)


blockbusterandmore

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

"Wissen Sie, wir sitzen hier, Sie und ich, wie 2 ganz normale Typen… Sie machen, was Sie machen, und ich tue, was ich tun muss! Und jetzt, da wir uns in die Augen gesehen haben…"

"Wenn ich dabei sein sollte, wie man Sie aus dem Verkehr zieht, würd ich's nicht gern tun! Aber ich sage Ihnen: Wenn ich entscheiden muss zwischen Ihnen und irgend so einer armen Sau, dessen Frau Sie zur Witwe machen wollen, Bruder, dann hast du keine Chance!" –

Die Medaille hat noch ´ne Kehrseite: Was, wenn Sie's schaffen, mich einzukreisen? Und ich muss Sie umlegen? Denn egal was passiert: Du stellst dich mir nicht in den Weg! Jetzt haben wir uns gegenübergesessen, ja… Aber trotzdem würde ich nicht zögern, nicht mal eine Sekunde! – Möglicherweise wird's so kommen! Oder? Wer weiß… – Oder möglicherweise sehen wir uns nie wieder…" -

Die folgenden Abschnitte enthalten Spoiler:

Los Angeles ist für die bekanntesten Filmemacher bisher immer eine Art "Mekka" und "Paradies" gewesen, wenn es darum ging zu schildern, wie die Menschheit ihre ureigenen Grundwerte und Prinzipien verriet bzw. moralisch verfiel. Diese Stadt besitzt eine nahezu magische Anziehungskraft, vor allem Nachts, wenn das Leben pulsiert, sie wirkt seit jeher wie das Zentrum der Apokalypse und wie eine offengelegte Wunde der Menschheit, die man nicht mehr schließen kann, und definiert sich selbstgefällig in Recht und Unrecht bzw. in die sture Unterteilung in Verbrechen und Gesetz, die seit Ewigkeiten zwecks einer geregelten Koexistenz der Menschen ins Leben gerufen wurde. Aber was passiert, wenn Verbrechen und Gesetz sich drohen zu überschneiden und beide Milieus mit ihrer Art der Berufsdefinition ihre Darseinsberechtigung haben? Die Gesellschaft wird auch in Zukunft durch ihren unbändigen kulturellen und soziologischen Fortschritt bzw. ihren selbst auferlegten Gesellschafts, Erwartungs- und dem daraus resultierendem Leistungsdruck immer wieder wieder Individuen hervorbringen, die an diesen Normen scheitern werden, aber ebenso eine Existenzberechtigung wie der "Durchschnittsbürger" haben. Und selbst in den definierten Tagesabläufen unterscheiden sich definiertes Recht und Unrecht, Gesetz und Verbrechen nicht grundlegend voneinander. Meisterhafte Epen wie Coppolas "Der Pate" und erstklassige Filme wie Martin Scorceses "Good Fellas" und "Casino" lebten uns diesen Umstand bereits zur Genüge vor.

Auch Michael Manns Opus Magnum "Heat" aus dem Jahre 1995 knüpft nahtlos an die bekannten Traditionen und angesprochenen Aspekte an. "Heat" ist eine äußerst aufs Gemüt schlagende, konsequent brutale, schockierende, traurige und tragische Erzählung mit enorm starken Ausmaßen vom Leben und Sterben bzw. dem alltäglichen Wahnsinn in L.A, welche durch starke Bilder und ein exzellentes Script glänzt, für welches sich Michael Mann persönlich verantwortlich zeichnet. "Heat" ist "die" konsequente und perfekt umgesetzte Gratwanderung zwischen Charakter, Existenzial- und Crime-Drama, die nicht als "langweilig" einzustufen ist, sondern gekonnt zwischen RUHIGEN und DYNAMISCHEN Momenten hin- und herwechselt, sich Zeit für jeder ihrer Figuren nimmt und geschickt jeden bitter gebrauchten Handlungsstrang der Haupt- und Nebenerzählung am Ende zu einem ganzem verknüpft. Manch einer verwechselt Ruhe immer noch mit vorherrschender Langeweile. Langeweile ist in der Grundbedeutung das Gefühl, dass die Zeit ungewöhnlich langsam vergeht, hervorgerufen durch völlige Untätigkeit und fehlende Ablenkung. Und den Vorwurf, das "Heat" völlig untätig daher kommt, kann man nur postwendend zurückschicken. Die Ruhe hingegen ist die Abwesenheit von Ablenkung, Störung, Geräuschen und Bewegung und ein Zustand, indem man sich enorm und formal auf das wesentliche konzentriert. In Heat besteht das wesentliche darin, zu jeder Zeit der Handlung konzentriert zu folgen. Dafür ist ab und zu die Ruhe vom Betrachter erforderlich, und zwar bis sich "Heat" emotional (auch in aufgeheizten Actionmomenten) entlädt. De Niros und Pacinos Aufeinandertreffen in "Heat" ist ein moderner, psychologisch raffinierter "Clash Of The Titans", bei der zusehends, wie bereits erwähnt, die Grenzen zwischen "Gut" und "Böse" verschwimmen. Aber auch für das viel zitierte "The Good, The Bad and The Ugly" Prinzip ist kein Platz. In Punkto Figuren Zeichnung erweist sich das Script von Michael Manns "Heat" als einfach zu clever.

Al Pacino und Robert De Niro in ihren Rollen als leidlich eindimensional deklarieren und ihre Leistungen als fade, reine Over the top Darbietungen in eine bestimmte Schublade ablegen zu wollen, wäre fahrlässig und viel zu naiv. Al Pacino und Robert De Niro spielen mit der notwendigen Exaltiertheit, um dem menschlichen, inneren Wahnsinn, welcher in ihren gespielten Figuren tobt und dem über die strenge schlagenden Kampf zwischen Cop und Gangstern / den entsprechenden Gesellschaftsstrukturen entsprechend Ausdruck zu verleihen. Im Grunde verkörpern beide zwar sture und besessene Perfektionisten, deren Betätigung die persönliche, nicht nur materielle, sondern auch menschliche Existenz bedeutet, sie sind aber trotzdem als Charaktere mit Fehlern und Schwächen zu identifizieren. Vincent Hanna (Al Pacino) lebt nur noch für seinen Job, ist ständig auf Adrenalin, was ihn langsam um den Verstand bringt und die Vernachlässigung zur Beziehung und Familie bringt. Über 30 Jahre Betätigung im Mileu hinterlassen ihre geistigen Spuren. Neil McCauley (De Niro) hingegen wünscht sich den persönlichen Ausstieg aus dem Crime Business und nichts als das persönliche Glück am Ende... Aber dies wird scheitern, da er in einem kurzen Moment der Unüberlegtheit zu emotional (menschlich) reagiert und die falsche Entscheidung trifft, die fatale Konsequenzen nach sich zieht. Er verliert gegen das unbarmherzige Gesetz, welches fortan hinterfragt wird. Zahlreiche Twist machen das Duell "Hanna" gegen "McCauley" mit samt seinem Höhepunkt absolut sehenswert. Im Finale muß das persönliche Handeln, das Treffen jeder einzelnen Entscheidung, ob zum positiven oder negativen absolut glaubwürdig und nachvollziehbar sein. Und dafür wertet Michael Mann sein Werk mit den bitter benötigtem Rahmen an Nebenhandlungen auf. Man muß verstehen, warum ein Neil McCauley Sühne für dem am ihm begangenen Verrat fordert (weil es eigentlich das richtige ist), man muß begreifen, warum ein Vincent Hanna sich am Schluss nicht mehr den persönlichen, familiären Problemen sondern der eigenen Katharsis zuwendet und trotzdem als (schlechter) Gewinner darsteht. Al Pacino verkörpert in seiner Rolle nicht nur subtil und perfekt den menschlichen Ehrgeiz, welcher manchmal die Menschen langsam und allmählich im Berufsleben innerlich aufzufressen droht, sondern stellt eine Art manisch depressiven Kontrollfreak dar, welcher unter der persönlichen Neurose steht, die Menschheit bis ins allerletzte vom Abschaum befreien zu müssen. Al Pacino wirkt immer dann am besten, wenn er stets kaputte und bemitleidenswerte Individuen zur Schau stellt, welche einen Hang zum Workaholic und zur permanenten Müdigkeit aufzeigen , sich einzig und allein auf ihre Lebensaufgabe konzentrieren und dann ihren letzten Funken Menschlichkeit verlieren, wenn sie glauben, ihrer persönlichen Katharsis entflohen sein zu können. Al Pacino bekommt genug Entfaltungsmöglichkeiten in seiner Rolle, um diese Tragik überzeugend darstellen zu können Sein persönliches Leid und Dillema als getriebener und am Ende schlechter Gewinner nimmt man ihm zu jeder Zeit ab.

Robert De Niro hingegen verkörpert einen ganz anderen Typus in seiner Rolle. Zwar legt er auch kontrollhaftes Verhalten an den Tag, erweist sich gegenüber seinem Widersacher aber als zurückhaltender, unterkühlter, sympathischer und kalkulierender, also als absoluter Kopfmensch, welcher stets diszipliniert vorgeht, nebenbei auch noch Gefühle an den Tag legen darf und stets wie der fleischgewordene Pate bzw. wie ein glatter, nicht zu fassender Aal agiert. Robert De Niro erhält ganz bewußt die meisten Sympathien und im Gegenzug verspürt man eine Mischung aus Ablehnung und Mitleid für die Rolle von Al Pacino. Al Pacino ist der jenige, welcher gespielt eiskalt an den Häuserblöcken L.A´s erscheint, dabei ein Schild auf dem Kopf trägt mit der Aufschrift "ich bin das Gesetz" und weder persönliches zögern, noch erbarmen noch Mitleid kennt. Die Erkenntnis ist halt bitter, das das Gesetz uns immer wieder einengt, vordefinierte Grenzen aufzwingt und manchmal keine Rücksicht auf ein Menschenleben nimmt . Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muss die Gegend halt verlassen, wo sie gelten, es spielt keine Rolle ob es für den einzelnen manchmal tot oder lebendig geschieht. Der Ärger des Berachters am Ende des Filmes über Vincent Hanna, welcher in der persönlichen Wahrnehmung zu einem Unsympathen verkommt, ist zwangsläufig vorhanden, paradoxerweise befindet sich Vincent Hanna (Al Pacino) auf den ersten Blick im Recht, wenn er im unvergessenem Finale das (übertretene?) Gesetz vollstreckt. Aber wer definiert das "Recht", ab welchem Punkt wird dies übertreten und ist moralisch in seiner "Anwendung" noch vertretbar? Haben Cops und Gangster nicht gleichermaßen Schuld daran, das solche differenzierten Tragödien wie in "Heat", welche in Michael Manns Film inszenatorisch bewußt auf die Spitze getrieben werden, sich tatsächlich in unserem realem Umfeld Tag für Tag ereignen, passieren? Aber sind sie zum anderen nicht auch als Opfer ihres gesellschaftliches Umfeldes zu betrachten, in welches sie hineinrutschen und das ihnen ihr handeln vordefiniert? Dieser clevere Blickwinkel Michael Manns in "Heat" zwingt uns zum nachdenken, zu einer längeren Nachwirkung und bei dem einen oder anderen zu einem moralischem Diskurs über das gesehene.

"Du darfst dich niemals an was hängen, das du nicht innerhalb von 30 Sekunden problemlos wieder vergessen kannst, wenn du merkst, dass dir der Boden zu heiß wird."

Vincent Hanna und Neil McCauley sind am Ende diejenigen, die von der Hitze in L.A, auch in der Nacht, aufgefressen werden. Es gibt keine Kriminellen, sondern nur normale Menschen, die kriminell werden. Auch Vincent Hanna (Al Pacino) überschreitet die Grenze zwischen definiertem Recht und Unrecht und wird vom Verständnis her zu einem Kriminellen, da er kein Mitgefühl und keine moralische bzw. menschliche Grenze mehr kennt, wenn er Neil McMcCauley schlussendlich eliminiert. Er vergißt die wichtigsten ethischen Werte, bevor er sich an diese, nachdem er zur Selbsterkenntnis gelangt ist, was er angerichtet hat, zurückbesinnt. Erst grenzt sein Vorgehen gegen Neil McCauley an Selbstjustiz, dann kanalysiert sich seine ganze aufgestaute Wut und Energie in einem finalen, kriminellen Akt bzw. einer eiskalten Geste von Rechtsdurchsetzung. Solche Ereignisse passieren im amerikanischemm Sumpf des Verbrechens / im Kampf gegen das Verbrechen tagtäglich (nicht nur in L.A) , wenn zu keiner Zeit Rücksicht darauf genommen wird, ob ein Menschenleben im Kampf gegen das Verbrechen zählt...Am Ende wird nicht mehr danach gefragt...

Fazit: "Heat" erweist sich, da permanent die moralischen Standpunkte hinterfragt und diese am Ende als Eckpunkte vertauscht werden , als im höchsten Maße mutig und herausfordernd. Eine ähnliche Art der Erzählung, in welcher der Wert jeder einzelnen, menschlichen Existenz am Ende hinterfragt wurde, hat man zuletzt nur in Ridley Scotts Science-Fiction Meisterwerk "Blade Runner" erleben dürfen, da Harrison Ford in der Rolle des zynischen Auftragskillers Rick Deckard moralisch in Frage gestellt wurde, dem Betrachter für Rutger Hauer alias "Roy Batty" jedoch die Augen geöffnet wurden. Und auch seit "Heat" weiß man: auch Individuen abseits des Gesetzes erweisen sich als normale Menschen mit einem hohen, ethischem Wert, der trotz ihrer Taten respektiert werden muß. "Heat" ist ebenfalls ein moderner Klassiker, den man desöfteren schwer in Worte fassen kann. Dazu tragen nicht nur Robert De Niro und Al Pacino als tragende Säulen bei, auch beim Schnitt, bei den eingefangen, blaugefilterten Bildern durch Dante Spinottis Kamera und durch die legendäre Schießerei, die an die Auseinandersetzung am O.K. Corrall erinnert, durch den glaubwürdigen Nebencast wie Natalie Portman sowie durch Mobies u. Goldenthals stimmungsvollen Score hat man etwas schwer zu toppendes erreicht. Selbst Manns "Colleteral", obwohl nicht übel konzipiert, kann gegen"Heat" nicht bestehen. "Heat" ist wie ein Gigant, welcher sich während des emotionalem Finales mit viel Energie aufrichtet und anschließend wahre Größe ausstrahlt.

"Absolute Gerechtigkeit gibt es nicht, und wenn jemand absolute Gerechtigkeit anstrebt, wird es furchtbar ungerecht."

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seltmansa1991

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Bewertung9.0Herausragend

Der gegenseitige Händedruck am Ende mit der dazugehörigen Musik - Episch!

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gnipmac14

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Bewertung7.5Sehenswert

Al Pacino vs. Robert De Niro, wahrlich ein Kampf der Titanen. Mal wieder ein Werk, das Klischees verbaut, ohne dass sie zu overhyped wirken. Doch ‚Heat’ hat einen sehr großen Fehler gemacht. Der Film baut die Grundlage für eine explosive Mischung aus Heist, Krimi, Thriller und Action auf, und vernachlässigt mit dem Fortschreiten der Geschichte vor allem den Thrill-Faktor. Es gehört sich für einen Thriller die Spannung jederzeit auf einem gewissen Level zu halten. Doch leider thrillt es in ‚Heat’ so gar nicht, was jedoch nicht sehr viel aus macht, da Heat in weiß gott anderen Bereichen punkten kann. Es ist fast so, als hätte man eine sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr lange Dynamit-Kette, bei der die Zündschnur zwischen den vielen Krachern nur recht lang ist.

Der Film zwingt, wie später auch bei ‚Departed’, die Zuschauerschaft zu einer Entscheidung: Ist man nun auf Als oder auf Bobs Seite. Außerdem fällt auf, dass alle weiblichen Charaktere eher devot im Buche stehen, was aber in Ordnung ist, schließlich ist Al vs. Bob ein Männer-Derby, ohne das jetzt chouvinistisch meinen zu wollen.

Actionfans kommen hier auf eine sehr, sehr gesunde Portion Genuss, da die Gewalt und die Geschwindigkeit in ‚Heat’ auf ein nahezu perfektes Maß komprimiert werden. Pacino gibt den collen Bullen, der zuhause Probleme hat, weil er mehr oder weniger mit seiner Arbeit verheiratet ist. De Niro hingegen charakterisiert den coolen, gelassenen und gerechten Gesetzesbrecher, dem die Ehre, die seiner Kumpanen und auch die seiner Opfer mindestens eben so viel wert ist, wie die Beute. Sehr interessant in diesem Zusammenhang ist die Szene des „Gangsterdinners“ in einem schicken Restaurant, bei dem die Banditen samt Ehefrauen wie eine große Familie mit Papa De Niro als Rudelhirsch wirken.

Der Schnitt ist wunderbar und auch an Kameraeinstellungen bekommt man oft etwas eher Außergewöhnlicheres zu sehen. Schade ist, dass die Filmmusik sich sehr zurüch hält. Angeführt wird der Film dennoch von De Niro als gevieften Gangsterboss und Pacino als unruhigen Kotzbrocken, die hier bis ins eigene Gewissen kontrahieren.

Und wie so oft bleibt am Ende die Frage: Schaffen alle, zu bekommen, was sie wollen oder wird es einen Showdown geben in dem der Bessere gewinnt?

‚Heat’ versuchte die 8.5 zu holen, doch alles über 8.0 ist für besondere Filme reserviert, deshalb verdient er sich stolze 7.5.

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Setric

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Hervorrangend weil schlicht. Keine übertriebene Action. Die Story nimmt sich die Zeit die sie braucht. Einer der besten Gunfights der Filmgeschichte. Pacino und De Niro in Höchstform. Was will man mehr.

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arues

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Da kann ich mich Dany nur anschließen!


Setric

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OK. Gebe mich geschlagen.


Weltensegler

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Bewertung7.0Sehenswert

„Don’t let yourself get attached to anything you are not willing to walk out on in 30 seconds flat if you feel the heat around the corner.”

Heat wagt etwas Eigenes. 2 ½ Stunden versucht Michael Mann hier das Schema des klassischen Robbers vs. Cops zu durchbrechen (was man aber bereits mit der fairen Verteilung der Intelligenz zwischen Neil und Vicent tat) und gibt den meisten Figuren eine persönliche Note, hier trifft Heist-Action auf privates Drama – an sich wäre das eine gute Idee. Ich muss allerdings sagen ich bin immer wieder über deutliche Längen gestolpert, einerseits war die Action stark und die Geschichte bot wirklich gute Ansätze, dann aber gab es zu viele Szenen die etwas schwerfällig wirkten, auf die interessanten Momente kamen immer wieder ein paar weniger überzeugende. So richtig Schwung kam nicht auf, weil man oftmals munter hin und her sprang. Besetzung zwar top, aber emotional sehr verhalten und distanziert, für mich konnte da niemand so richtig glänzen, natürlich alles solide gespielt, keine Frage. Ich weiß nicht, handwerklich hat’s gefallen und von der Story her interessant, Ende hat zur Wertung gepasst.

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Weltensegler

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Hahaha. :D Jetzt will ich mal nicht mal glauben du hast ein Fake-Alias erstellt um meine Nerven zu testen. :D Danke dir, je älter man wird, je mehr man sieht, je länger man dabei is, desto weniger versucht man sich stressen zu lassen. Klappt nicht immer, aber immer öfter. :)


duffy

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Nene, keine Sorge. :D
Aber sehr wahre Worte. :)


Kreaexo

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

„Du darfst dich niemals an etwas hängen, das du nicht innerhalb von 30 Sekunden problemlos wieder vergessen kannst, wenn du merkst, dass dir der Boden zu heiß wird.“
Diese Philosophie begleitet Neil McCauley (Robert De Niro) den ganzen Film hindurch. Wirklich bedeutend wird sie kurz vor dem Ende, als er seine Geliebte zurücklässt. Nicht etwa um sich selbst in Sicherheit zu bringen, nein, sondern um sie zu schützen. Er ist der selbstlose Gangster, er ist der eigentliche Held, er hat Ahnung und er weiß, wie er seine Leute im Zaum hält. Zumindest weiß er es zum Teil, nur als plötzlich ein Neuer auftaucht, gerät sein ganzes Schaffen ins Wanken.

Michael Mann hat mit "Heat" einen hochkarätigen Thriller geschaffen, den man sich problemlos immer wieder und zu jeder Tages- und Nachtzeit anschauen kann. In diesem Film steckt so viel Potenzial, was von den Schauspielern problemlos ausgeschöpft wird.
Hochgradig besetzt in jeder Rolle und trotz seiner doch langen Laufzeit vermag es "Heat" von Anfang bis Ende zu begeistern, zu fesseln und mitzureißen.
Robert De Niro und Al Pacino als Protagonist und Antagonist zu sehen hat mein Herz ins Flimmern gebracht. Zwei der besten Schauspieler unserer Zeit im wechselnden Katz-und-Maus-Spiel, einfach grandios. Die beiden sind in ihre Rollen versunken. Hat Laune gemacht dort zu zusehen.

Die Darstellung des Kevin Gages als psychisch kranker Killer hat mir Angst bereitet. Und ich bin wahrlich kein Feigling. Aber das war so authentisch, dass es mir eiskalt dem Rücken runter lief. Ausgelöst hat er dies vor allem durch seinen starren Blick nach: «Du weißt nicht was hier läuft? Du hast Besuch vom Sensenmann!» und dessen langsames und unmerkliches Vorrücken. Als ich dann noch bemerkte, dass ihm ein fettes Hakenkreuz auf die Brust tattoowiert wurde, war ich voll und ganz überzeugt: Dieser Typ ist verrückt!

Al Pacinos «MACH DAS MAUL ENDLICH AUF! MACH DAS MAUL ENDLICH AUF!» zu einem Informanten und seine Mimik danach ist unübertroffen.
Jeder Dialog ist perfekt, stichhaltig und auf den Punkt.
Herausragend ist das Aufeinandertreffen der beiden Hauptakteure, so viel schauspielerische Klasse bekommt man nicht jeden Tag vor der Kamera zu sehen.

Der Score von Elliot Goldenthal verleiht dem Geschehen dazu eine beachtliche und fast schon bedrohliche Wirkung, die sich den ganzen Film hindurch zieht und das Ganze einfach noch packender gestaltet.
Die Kameraarbeit von Dante Spinotti hätte meiner Meinung nach einen Oscar verdient. Solche gestochen scharfen Perspektiven und wunderbaren Bilder bekommt man nicht in jedem Film geboten. Ganz großes Kino.

Mir fällt keinerlei Kritikpunkt dazu ein, was man hätte anders machen können. Weswegen ich zu dem Entschluss komme, dass "Heat" ein Meisterwerk und ein [genrebezogener] Meilenstein ist.

«Weißt du, ich könnte vor Freude voll abkotzen. Was willst du dafür haben, vielleicht eine FBI-Marke?»

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Kreaexo

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Danke. (:


waltwhite

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"Mir fällt keinerlei Kritikpunkt dazu ein, was man hätte anders machen können." - So schauts aus. Mein absoluter Lieblingsfilm. Wohl für immer.


Prechtl

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Bewertung9.0Herausragend

„Heat“ ist ein guter und äußerst packender Thriller, der das typische Katz-und-Maus-Spiel zwischen Cop und Gangster ausbaut und um zahlreiche Facetten erweitert.
Die Handlung ist spannend inszeniert, ohne Längen oder gar unnötige Charaktere. Jede Szene und jede Person in der Handlung sitzt perfekt. Außerdem lässt der Film überhaupt keine Langeweile aufkommen.
Dies wird neben der packenden Handlung unter anderem durch den beispiellosen Cast bewirkt, der mit vielen namhaften Schauspielern aufwarten kann. Neben Robert de Niro und Al Pacino in den Hauptrollen kann man auch weitere bekannte Schauspieler wie Val Kilmer, Jon Voight, Tom Sizemore, Amy Brenneman oder die noch junge Natalie Portman bewundern.
Ohne Zweifel stellen die Szenen, in denen Robert de Niro und Al Pacino gemeinsam zu sehen sind, die Höhepunkte des Films dar. Sie sind zwar Feinde, aber beim Treffen im Café scheinen sie Respekt füreinander zu empfinden, ja vielleicht sogar etwas Verständnis für die Lage des anderen.

Beide spielen gewohnt grandios; Robert de Niro kann als Neil McCauley sowohl in den ruhigen Szenen mit Eady als auch als knallharter Gangster überzeugen, der über Leichen gehen würde. Jedoch fand ich die Darstellung seines Gegners durch Al Pacino noch ein bisschen besser, da er in diesem Film zur Höchstform aufläuft.
Die Schusswechsel sind wirklich sehr gut und authentisch gemacht, aber besonders der große Showdown gegen Ende des Films hat es mir angetan, da hier die Spannung klar den Höhepunkt erreicht.

Spoiler!
Außerdem fand ich das Ende wirklich grandios, als Henna McCauleys Hand hielt, während dieser starb. Eine wirklich berührende Szene. Da findet man es glatt schade, dass die beiden auf verschiedenen Seiten kämpfen mussten.

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Kreaexo

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Wo hat doc denn bitte klug[ ]geschissen? Er hat doch recht.

Ansonsten, Prechtl, wirklich gut geschrieben. In allen Belangen mein Zuspruch.


doctorgonzo

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C_C konnte oder wollte den Verweis auf "Kurzer Prozess" nicht nachvollziehen, wo eben beide auf derselben Seite stehen und es an Reizpunkten fehlt.
Ich bin an Opposition gewöhnt, auch an schwache...


SoulReaver

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Bewertung10.0Herausragend

„Du weißt nicht was hier läuft? Du hast Besuch vom Sensenmann!“

1995 war es endlich soweit. Zwei absolute Größen des Filmgeschäftes standen endlich gemeinsam vor der Kamera. Zwar spielten Al Pacino und Robert De Niro schon in 'Der Pate 2' mit, hatten aber keine gemeinsame Szene. Michael Mann's 'Heat' ist ein perfekt inszenierter Kampf der Giganten und der beste Genre-Film.

Der geniale und eiskalte Bandenchef Neil McCauly ist ein gnadenloser Perfektionist. Seine Raubzüge durch L.A. sind bis ins kleinste Detail geplant und seine Gang hört zu 100% auf ihn. Als der Hitzkopf Waingro bei einem Transporter-Überfall durchdreht gerät das friedliche Bandenleben langsam außer Kontrolle. Cop Vincent Hannah hängt sich mit seinem Team an die Fersen von McCauly. Der eiskalte Gangster verliebt sich überraschend in die Grafikerin Eady. Ein allerletztes Ding soll noch gedreht werden - dann ist Schluss. Doch der millionenschwere Banküberfall geht schief und Hannah sitzt McCauly direkt im Nacken.

Die grandiose Kameraarbeit von Dante Spinotti, der starke Score von Elliot Goldenthal und das unterkühlte Blau, welches den ganzen Film durchzieht machen ihn zu einem visionären und optisch einmaligen Meisterwerk. Selten wurde ein Film so Stilsicher in Szene gesetzt.

Die Besetzung ist die absolute Spitzenklasse und bis in die kleinsten Rollen blendend besetzt. Robert De Niro als Bandenchef Neil McCauly bringt wieder eine hervorragende Leistung und überzeugt in den ruhigen Szenen mit Eady oder auch als kaltblütiger Mörder. Al Pacino als Vincent Hannah kann DeNiros Leistung sogar noch um ein kleines Stück schlagen. Pacino bringt eine seiner besten Leistungen und überzeugt ebenfalls in jeder Szene. Auch die Nebenrolle sind Namenhaft besetzt mit Val Kilmer, Jon Voight, Tom Sizemore, Ashley Judd, William Fichtner, Amy Brenneman, Kevin Gage, Natalie Portman und Danny Trejo. Eine unglaublich starker Cast bei dem es keine Ausfälle oder Schwächen gibt.

Die an sich recht simple Story vom "Cop jagt Gangster" wird mehr als genial ausgebaut. Alle Handlungsstränge, ob es nun Pacino ist dessen dritte Ehe zu scheitern droht, Val Kilmer's Eheprobleme mit Ashley Judd, De Niro's Liebesgeschichte oder auch Natalie Portman die von ihrem Vater vernachlässigt wird und nur noch einen Ausweg sieht, sind grandios inszeniert und nie scheint irgendetwas zu schnell abgegrast zu werden. Die ganz großen Szenen dürfen sich natürlich Al Pacino und Robert DeNiro teilen. Zum einen die Szene in der sie im Café sitzen und sich gegenseitig belauern und fast so etwas wie Sympathie für einander aufbauen. Die 10 Minütige Straßenschlacht nach dem missglückten Banküberfall oder der Showdown am Airport. Alles ist perfekt inszeniert und 'Heat' hat so einige der besten Filmszenen überhaupt zu bieten. Vor allem wird dem Zuschauer immer deutlicher wie ähnlich sich die beiden doch sind. Beide sind innerlich zerrissen, vom Ehrgeiz völlig zerfressen. Sie würden alle tun um an ihr Ziel zu erreichen. Der Unterschied besteht nur darin, dass die beiden auf verschiedenen Seiten des Gesetzes stehen. Der Film ist einfach ein unglaublich spannender Action-Thriller in dem die Action nicht überhandnimmt, sondern perfekt dosiert ist.

Fazit: 'Heat' ist ein einmaliges Gangster-Epos. Die geniale Kameraarbeit, die perfekten Schauspieler und der tolle Score machen 'Heat' zu einem absoluten Meisterwerk und begeistert in lauten sowie in leisen Szenen. Es stimmt einfach alles. Auch die knapp dreistündige Laufzeit vergeht wie im Flug. 'Heat' ist ein Meilenstein und der wohl beste Film des Genres.

„Mitgefühl war gestern, heute verplemperst du nur noch meine scheiß Zeit!“

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Andy Dufresne

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Super! Wusst ich doch das du auf "Heat abfahren wirst.Hab Heat sicher 10 mal gesehen und der bleibt perfekt,wird sogar immer besser...


Jack_Torrance

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Ich war schon überrascht als ich nach der Sichtung des Filmes gelesen habe, dass er sage und schreibe 172 Minuten dauert. Schön geschrieben !


sam_ace_rothstein

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Bewertung10.0Herausragend

Heat... Ein Film den man in der Schweiz unmöglich kaufen kann! Man kann ihn auch nicht bestellen. In jedem Laden, ( Der auch nur ansatzweise aussah als hätte er Filme im Angebot) habe ich danach gefragt. Einzige Antwort: "Den haben wir leider nicht"

Jetzt nach sehr langer Zeit ( und der Hilfe von Doctorgonzo) Bin ich in den Genuss dieses Meisterwerks gekommen und meine Erwartungen wurden voll und ganz erfüllt!

Robert De Niro Vs. Al Pacino ein Duell der (Schauspiel) Giganten. Heat ist die Perfekte Bühne um dieses Duell auszutragen.

Schauspielerisch stehen sich beide in nichts nach. De Niro spielt so gut das man meinen könnte er raube jeden Tag Banken aus und Pacino steht ihm als Ltd. Hanna in nichts nach. Schauspielerisches Topniveau das man selten in Filmen sieht.

Der Film ist spannend und perfekt inszeniert. Man wird von der ersten Minute gepackt, die knapp 170 Minuten vergehen wie im Flug, weil nie auch nur im Ansatz Langeweile aufkommt. Die Story ist so gut, dass man dem Duell De Niro Vs. Pacino gerne noch länger zugesehen hätte.

Spoiler!!

Das Ende fand ich nicht so toll, als De Niro Fan habe ich mir natärlich gewünscht das er entkommt aber als er ins Hotel ging um Waingro umzubringen, da habe ich es geahnt das es nicht gut für ihn ausgehen wird.

Spoiler Ende !!

Heat ist ganz grosses Kino, mit grandioser Besetzung bis in die Nebenrollen ( Michael Sizemore, Val Kilmer, John Voigt) einer der besten ( wenn nichts sogar der beste) Action Film der 90er Jahre.

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arues

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Ein Freund von mir verwechselt immer Michael Madsen mit Tom Sizemore...


sam_ace_rothstein

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haha wieso den das? ich finde nicht das die beiden sich ähnlich sehen.


tomte1971

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Hier stimmt einfach alles,
die Darsteller, die Handlung einfach die 170 minuten sind eine Wucht und schlägt ein wei eine Bombe.

Diesen Film habe ich zum ersten male auf VHS gesehen. Später habe ich mir die DVD besorgt (Single DVD), als die Special Edition raus kam kaufte ich mir auch diese.
Die 3 Stunden vergehen wie im Flug und einer der grösseren Höhepunkte ist die grosse Strassenschiesserei die vom Sound her rein Knallt wie der Titel des Films.

Der Schluss ist einfach Klasse.

Diesen Flm habe ich zich male angesehen und kein anderer Film konnte bisher mithalten.

Der Soundtrack ist spitze vor allem der Schlusstitel von Moby

Daumen hoch und absolute Kaufempfehlung.
Die Bonus DVD auf der Special Edition ist absolut Sehenswert

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Bullenhasser

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Bewertung9.5Herausragend

phantastische Schauspieler und gute Geschichte.

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Joker_

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Das Meisterwerk von Mann, namens "Heat", ist kein Film, nein nein, ganz und gar nicht, es ist eine Schlacht - eine Schlacht die durch das moderne Auge aufgezeichnet, konvertiert und schließlich auf die Leinwand projiziert wurde.
So erscheint es nämlich wenn man sich "Heat" zu Gemüte führt. Mit den wohl spektakulärsten und fesselndsten Banküberfall Szene und eine der interessantesten und packendsten Dialoge in einem Action-Thriller setzt "Heat" ein Messpunkt, der es bis dato kein einziger Film zu brechen vermochte.
Er saugt einem buchstäblich auf, zieht einem in das Drama hinein und baut eine Buckel- sodass man sich, wie ein stiller ständiger Begleiter fühlt. Zu verdanken hat man dies auch der Kameraführung, die Blickwinkel, alles, was eine Sicht in deren Welt bietet.
Und letztendlich kombiniert mit einer Schlusssequenz, die dramatischer und grandioser nicht sein kann - untermalt ihn Mann mit ein einem Sound, der tief in die Ohren durch das Herz geht und dort haftet.

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DerDude_

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

"Told you Im never going back..."

Es war einmal vor langer Zeit , in einem wundersamen Land: Michael Mann drehte noch keine Massenwahre ("Public Enemies") und Robert De Niro war noch nicht der Familienkomödie verfallen. In diesem Jahr erblickte "Heat" von Mann , das Licht der Welt. Hollywoods Kampf der Giganten: De Niro gegen Al Pacino. Ein Meisterwerk der Filmgeschichte!

Eigentlich ist die Story von "Heat" sehr simpel. Was den Film erst ausmacht sind die kleinen Nebenhandlungen , die alle Stoff für einen eigenen Film bieten würden.
Sei es Pacinos Verhältnis zu seiner selbstmordgefärdeten Adoptiv Tochter oder Val Kilmers Eheprobleme. All das ist Mann wichtig und all das ergibt den Film "Heat".

Was den Film jedoch ausmacht ist der Kampf zwischen Pacino und De Niro. Dieser Aspekt des Films ist der interesanteste : Mann beleuchtet beide Figuren höchst geschickt. Zum Ausdruck kommt das in der hervorregenden Szene in denen Pacino und De Niro in einem Diner sich das erste Mal gegenüber sitzen. Hier wird beiden bewusst , wie ähnlich sie sich sind : Sie beide geben alles um, ihr Ziel zu erreichen. Ihre Ähnlichkeiten werden nur von der jeweiligen Seite des Gesetzes unterbrochen.

Fazit: Hier stimmt einfach alles. Die lange Laufzeit vergeht wie im Flug und keine Szene ist überflüssig. Ein moderner Klassiker!

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Athlet

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Bewertung9.5Herausragend

Es ist schwer einen Film zu beschreiben, für Welchen es keinen legitimen Vorreiter gibt, solche sind quasi Meilensteine, etwas Einzigartiges! Sollte einmal der apokalyptische Weltuntergang drohen, möchte ich eine Kopie von "Heat" im Atombunker lagern, um diese Paarung und Zusammenkommen an Talent und "Schaffensdrang" zu bewahren und weiterzugeben.
Du musst eins zugeben Michael Mann, beim Schaffen von "Heat" kreisten sich all deine Gedanken nur um Eines: Das perfekte, vollkommene, in Ewigkeit beständige Meisterwerk zu schaffen, das kam nicht von ungefähr, alles ist darauf ausgerichtet: De Niros und Pacinos maßgeschneiderte Rollen, eine überbeladene Anreihung von Nebenhandlungen, alle menschlichen und zwischenmenschlichen Gefühlsebenen, die kultverdächtigen Szenen wie das Aufeinandertreffen beim Kaffee, diese alleserfassende, einzigartig erdrückende Atmosphäre in L.A.
Noch nie wurde das Flair einer Stadt so atemberaubend intensiv eingefasst, der Mundwinkel hängt selbst dann runter, wenn gerade nicht so viel zu passieren scheint. Ganz selten war ich so bedacht darauf, jedes Schnipsel, jeden Atemzug der Protagonisten mitzubekommen.
Die gelegentliche Abkühlung zwischen den zerreißenden Szenen bauen einen dermaßen großen Druck auf den Zuseher aus, dass man es kaum erträgt, bis der Hauptleitfaden endlich weitergeht. Man ladet sich auf mit Erwartungen, Neugier und Mitgefühl. Genau das beabsichtigt Mann mit diesem Timing und Szenarienverteilung, dies führt er aus wie kein anderer. In solch einer Qualität in jedem Aspekt kann das nur von einem Meister kommen.

Immer wieder wird gerne auf die tatsächlich stattgefundene Konfrontation zwischen einem Chicagoer Polizisten und einem Gangster namens ... richtig, McCauley! Die Szenen, in der sich beide im Lokal auf einen Kaffee treffen und in welcher der überwachte McCauley wegen eines Geräusches einen Einbruch abbricht und verschwindert, beruhten auf waren Erlebnissen! Die Schwächen, die manche Kritiker aufzählen, wie etwa die angebliche Langatmigkeit und das "Dahingeplätschere der Story", sind im Grunde genommen die wahren Vorzüge von "Heat". Die Leute, die sich nicht die Geduld, Energie und den Enthusiasmus nehmen, diese so wichtigen und wertvollen Erzählungen dazwischen aufzusaugen und sich ihnen hingeben, um das komplette Spektrum des Films zu erfahren und erleben, die sind es nicht wert, ihn zu sehen.

Zudem wird gekonnt veranlasst, den Seher an den von der Gesellschaft vergebenen "Gut-Böse" Rollen und moralischen Sieger zu hinterfragen. Oft kopiert ist dieser Film aber trotzdem der Einzige, bei welchem dieses Vorhaben in Bezug auf Psyche, Pflichtbewusstsein und menschliche Makel so komplex, hintergründig und authentisch dargestellt wird, dass viele sich "Heat" als Indikator für ihr Werk nehmen und mit bewussten Hintergedanken: Ihr Werk kommt nicht auch nur ansatzweise ans Original ran. Ich finde das ist das größte Kompliment an einen Film.

Außerdem muss man unterstreichen: Keine einzige Minute wirkt so, als wäre die Szene gerade selbstgerecht und gezwungen eingesetzt um das Gefühlsgewirr zu regeln. Es ist eines der durchdachtesten und vielfältigsten Dreistünder, die ich gesehen habe. Dazu haben einige Actionsequenzen einen Kultstatus (Straßenschießerei) und einen hohen Wiedererkennungswert. "Heat" wird also in jeglicher Hinsicht oft kopiert. Dazu kommen sehr viele parallele Handlungsstränge und man muss eingestehen, keiner davon ist fehl am Platz, sei es nun die emotionale Krise um die Lebenspartnerin und die Tochter des Einen oder die kaputte Beziehung des Anderen.
Keine Geschichte davon fühlt sich "aufgeschwatzt" und so an, als muss man es über sich ergehen lassen, damit es endlich mit dem Wesentlichen weitergeht. Nein! Jeder Faden, jeder Charakter ist so interessant und vielschichtig dargestellt, man könnte prinzipiell von jedem Strang davon ausgehen, es wäre die Haupthandlung des Films, weil so viel Ideen, Liebe und Detailtreue in "Heat" investiert wurde. Die drei Stunden vergehen somit schneller als einem lieb ist, man hält den Atem an, der Puls ist höher, man ist wieder erleichtert, dann die nächste Szene: Schockiert! Und dann wieder schwer beeindruckt. Der Zuseher kommt aus dem Schwitzen nicht mehr raus.

"Heat" lechzt regelrecht danach, Platzhirsch im Gangstermilieu zu werden. Von mir erhält er ohne jegliche Widerrede die volle Berechtigung dafür.

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La Bardot

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Bewertung9.5Herausragend

Die zwei größten Schauspieler unserer Zeit in einem Film vereint - das kann doch nicht schief gehen! (Tun wir einfach so, als gäbe es "Righteous Kill" überhaupt nicht). Fast eine Stunde vergeht, ehe die zwei Ikonen aufeinander treffen und dem Zuschauer eines der furiosesten Gespräche bieten, das je zwischen einem Cop und einem Gangster stattgefunden hat. Perfektes Kino!

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Andy Dufresne

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Also wagen wir uns an etwas ganz, ganz Großes ran…

Perfektion ist etwas erstrebenswertes,etwas nach dem man seine Ziele auslegt,etwas dem man sie entgegenrichtet,etwas das man manchmal fast berührt und das doch immer einen Schritt weit weg ist…

Heat allerdings packt diese Perfektion an den Eiern und lässt sie 171 min nicht mehr los…

Was hier gezeigt wird ist einfach nur tough,stringent und unübertroffen.
Dieser Film macht das ganz große Fass auf,er öffnet die Büchse der Pandora und schafft es sie tatsächlich auch noch zu kontrollieren.Er hat nicht 2 oder 3 Handlungsstränge sondern derer gleich ein Dutzend und auch hier:er schafft es sie zu bündeln und zu Ende zu erzählen.
Er Hat ein Konglomerat an High-End Schauspielern wie (in jüngerer Zeit) höchstens noch Pulp Fiction und er geht nicht fahrlässig damit um,im Gegenteil.Er lässt ihnen allen ihren Raum,jeder kann zeigen warum er ist was er ist und warum er so hoch angesehen ist.
Natürlich allen voran Pacino und De Niro.Beide gehören zu den und dem Besten was es im Medium Film je gab und hier können sich beide komplett entfalten.
Pacino als DER Cop von L.A.,als getriebener,perfektionistischer und doch zutiefst menschlicher Bulle,der seiner Arbeit wirklich alles unterordnet:schlicht grandios.
Ich hab irgendwo gelesen das er und Mann besprochen hatten das Hanna Kokser ist,das er dies so spielen soll,ohne das es erwähnt wird.Das (wie er das hinbekommt) und noch viele andere “Kleinigkeiten“ bringt Pacino so überzeugend rüber das man wirklich denken könnte er würde mir zweitem Namen Vincent heissen…
Und De Niro (wie schon oft erwähnt:der für mich beste lebende Schauspieler),was er abliefert ist einfach nur straight,perfekt,reine Lehre.Hart,brutal,fatalistisch und doch so ambivalent das er für die Liebe und für Rache alles aufs Spiel setzt (und verliert).

Dazu eine epische,dichte und mit extremer Sogwirkung ausgestattete Geschichte,wohldosierter,aber wenn dann explosiver,krachender Action und einem Ende das an Schlichtheit und Konsequenz kaum übertroffen werden kann.

Ganz einfach ein Großkaliber in jeglicher filmischer Disziplin,ein existierendes Beispiel für Perfektion, ein Perpetuum Mobile des Kinos !

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shadowhunting

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Räuber und Gendarme zelebriert von den besten Charakterdarstellern der Welt (natürlich neben Brando und Nicholson)


Andy Dufresne

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Das selbe hab ich sagen wollen...Hab nur länger dafür gebraucht...:)


Shritz

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Bewertung10.0Herausragend

Ein absolut perfekter Film. Jede Einstellung passt, alles sitzt genau da wo es sein muss, jede Szene ist wichtig und unerlässlich. Michael Mann hat es geschafft mit HEAT nicht nur einen modernen Klassiker zu liefern, sondern auch einen Film, der den Rahmen des Genres völlig sprengt. Oberflächlich stellt der Film ein Actionfeuerwerk dar, doch reichen seine Nuancen wesentlich tiefer als das. Denn der Film hat neben Bombastaction auch noch eine wahnsinnig detailierte Charakterzeichnung sämtlicher Akteure zu bieten. So funktioniert er mehr noch als Charakterstudie der beiden Hauptdarsteller, Pacino und deNiro, die alle beide eine herausragende Leistung abliefern (ebenso wie der Rest des Casts). Beide verkörpern im Grunde die gleiche Figur nur auf der anderen Seite des Gesetzes und eine Sympathie zwischen beiden Protagonisten ist dabei zu jeder Zeit spürbar. Doch nicht nur durch Vincent Hanna und Neil McCauly baut HEAT seine Spannung auf, sondern durch jeden Nebenplot und jede noch so winzige Szene, die sich am Ende doch alle irgendwie zu einem großartigen Gesamtbild zusammenfügen.
Die Figurenkonstellation ist unglaublich weitschweifend und einmalig inszeniert. Sie ist es die HEAT zu diesem herausragendem Werk macht, neben den perfekt gemachten Schießereien. Die beinahe drei Stunden Laufzeit vergehen wie im Flug und am Ende weiß man, etwas ganz großes gesehen zu haben. Ein Zweikampf zwischen zwei der größten Schauspieler aller Zeiten. Ein Film den niemand verpassen sollte. Kurz um: Ein wahres Meisterwerk des modernen Kinos!

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Oceanic6

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Word! ;)


Deaconn

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schön simpel geschrieben!


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