Lost
Katastrophenfilm, Abenteuerfilm, Drama 2004 - 2010
Handlung von Lost
Lost beginnt mit einem tragischen Flugzeugabsturz im Südpazifik, bei dem es viele Tote und Verletzte gibt. Der Arzt Jack Sheperd stellt sich schnell als Mittelpunkt und Führer einer desorientierten Gruppe Menschen auf der einsamen Insel heraus. Nachdem die Überlebenden zunächst lange auf Rettung warten, finden sich die meisten damit ab, dass Rettung auf der exotischen Insel mitten im Nichts wohl nicht unmittelbar bevorsteht. Es beginnen seltsame Überfälle auf die Gruppe, die sich mit der Zeit als Angriffe durch eine weitere Gruppe Menschen herausstellt, die ‘Anderen’. Die ‘Anderen’ in Lost leben schon seit langem als organisierte, sekten-ähnliche Gruppe auf der Insel.
Zusätzlich zur aktuellen Handlung auf der Insel zeigt Lost immer wieder in Rückblicken das Leben der Überlebenden, bevor sie das Flugzeug bestiegen. Oft konzentriert sich eine Episode auf eine Figur. Im weiteren Verlauf der Serie werden nicht nur Rückblicke, sondern auch Blicke in die Zukunft und Zeitsprünge eingesetzt, um den Zuschauer zu verwirren. Das Ganze ergänzen die Macher mit Elementen aus dem Horror- und Mysterygenre. Fragen werden aufgetan, jedoch nicht unmittelbar beantwortet. Figuren aus der Serie scheinen in direktem Zusammenhang zu stehen, was jedoch nur der Lost-Zuschauer erfährt, nicht die Figur selbst.
Hauptcharaktere von Lost
Jack Shephard (Matthew Fox) ist Mittdreißiger und Chirurg. Er wächst schnell in die Rolle des Anführers der Gruppe hinein und zeichnet sich durch seine Unabdingbarkeit für die Gruppe, sein Verantwortungsbewusstsein und Krisenmanagement…
Handlung von Lost
Lost beginnt mit einem tragischen Flugzeugabsturz im Südpazifik, bei dem es viele Tote und Verletzte gibt. Der Arzt Jack Sheperd stellt sich schnell als Mittelpunkt und Führer einer desorientierten Gruppe Menschen auf der einsamen Insel heraus. Nachdem die Überlebenden zunächst lange auf Rettung warten, finden sich die meisten damit ab, dass Rettung auf der exotischen Insel mitten im Nichts wohl nicht unmittelbar bevorsteht. Es beginnen seltsame Überfälle auf die Gruppe, die sich mit der Zeit als Angriffe durch eine weitere Gruppe Menschen herausstellt, die ‘Anderen’. Die ‘Anderen’ in Lost leben schon seit langem als organisierte, sekten-ähnliche Gruppe auf der Insel.
Zusätzlich zur aktuellen Handlung auf der Insel zeigt Lost immer wieder in Rückblicken das Leben der Überlebenden, bevor sie das Flugzeug bestiegen. Oft konzentriert sich eine Episode auf eine Figur. Im weiteren Verlauf der Serie werden nicht nur Rückblicke, sondern auch Blicke in die Zukunft und Zeitsprünge eingesetzt, um den Zuschauer zu verwirren. Das Ganze ergänzen die Macher mit Elementen aus dem Horror- und Mysterygenre. Fragen werden aufgetan, jedoch nicht unmittelbar beantwortet. Figuren aus der Serie scheinen in direktem Zusammenhang zu stehen, was jedoch nur der Lost-Zuschauer erfährt, nicht die Figur selbst.
Hauptcharaktere von Lost
Jack Shephard (Matthew Fox) ist Mittdreißiger und Chirurg. Er wächst schnell in die Rolle des Anführers der Gruppe hinein und zeichnet sich durch seine Unabdingbarkeit für die Gruppe, sein Verantwortungsbewusstsein und Krisenmanagement aus.
Kate Austen (Evangeline Lilly) hat eine kriminelle Vergangenheit hinter sich, in die sie sich auf der Flucht vor der Polizei immer mehr verfing. Sie verbindet eine tiefe Freundschaft zu Jack und eine Leidenschaft für Sawyer.
John Locke (Terry O’Quinn) glaubt an die Insel und sieht den Flugzeugabsturz als Schicksal, dem er sich nun stellen muss. Er kann seit dem Absturz wieder laufen, obwohl er zuvor im Rollstuhl saß. Er will den Sinn der Insel erkennen.
Sayid Jarrah (Naveen Andrews) ist ein ehemaliger irakischer Geheimdienstmitarbeiter, der im Namen der Regierung Menschen folterte. Er ist zwar mittlerweile von diesem Weg abgekommen, hielt sich aber in Australien auf, um für die CIA eine Terroreinheit zu infiltrieren. Auf der Insel ist er einer der Anführer gegen die “Others”.
Hurley Reyes (Jorge García) ist eine übergewichtige, freundliche, relaxte Kumpel-Figur. Er hat eine besondere Affinität zu Zahlen.
Charlie Pace (Dominic Monaghan) war früher ein Rockstar, wurde dann heroinabhängig und verlor alles. Auf der Insel freundet er sich besonders mit Claire an bzw. verliebt sich in sie.
Karl Martin (Blake Bashoff) ist etwa 20 Jahre alt, lebt bei den Anderen, aber rebelliert schon seit geraumer Zeit gegen sie. Er ist mit Alex zusammen, weshalb auch sie gegen die Anderen rebelliert.
Mr. Eko (Adewale Akinnuoye-Agbaje) war früher ein nigerianischer Warlord, anschließend Priester.
Danielle Rousseau (Mira Furlan) kam sechzehn Jahre vor Jack und den anderen auf die Insel und gab dort einer Tochter das Leben, die daraufhin von den Anderen entführt wurde. Sie lebt alleine im Dschungel.
Juliet Burke (Elizabeth Mitchell) kam als Ärztin auf die Insel und arbeitete jahrelang für Ben. Als sie Jack kennenlernt, beginnt sie an den Methoden Bens zu zweifeln und wechselt die Seiten.
Hintergrundinfos zu Lost
Was zunächst als vier Staffeln angelegt war, hat sich mittlerweile zu sechs Staffel ausgeweitet. Angeblich endet Lost mit dem Finale der sechsten Staffel. Die 121. Folge soll die letzte sein und im Mai 2010 gesendet werden.
Beim Emmy, wichtigster Fernsehpreis in den USA, war Lost in der ersten Staffel mit zwölf Nominierungen und sechs Prämierungen erfolgreich (Auszeichnung Beste Dramaserie. Die zweite Staffel bekam neun Nominierungen ohne Prämierung. Für die dritte Staffel gab es sechs Nominierungen, von denen nur Terry O’Quinn als bester Nebendarsteller einen Preis erhielt. Bei der Emmy-Verleihung 2008 ging Lost mit acht Nominierungen ins Rennen und konnte den Preis einmal gewinnen.
Für den Golden Globe Award wurde Lost zwischen 2005 bis 2007 sechsmal nominiert. Dreimal davon in der Kategorie Beste dramatische Fernsehserie, wobei man den Preis im Jahr 2006 gewinnen konnte. Die drei weiteren Nominierungen erhielten Matthew Fox, Naveen Andrews, Evangeline Lilly für ihre Rollen in der Serie.
Bei den Satellite Awards wurde Lost zwischen 2004 und 2007 insgesamt achtmal nominiert, wovon nur Matthew Fox in der Kategorie Bester Darsteller in einer Serie (Drama) die Auszeichnung im Jahr 2004 gewinnen konnte.
Weitere Auszeichnungen und Nominierungen gab es unter anderem für den WGA Award, Screen Actors Guild Award und Young Artist Award.
Cast & Crew
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- Genre
- Katastrophenfilm, Abenteuerfilm, Drama, Thriller
- Zeit
- 2000er Jahre








Kommentare
über Lost
filmfreak180 Tue, 14 May 2013 18:31:17 -0000
Kommentar löschenACHTUNG SPOILER!
- Bewertung Staffel 1 (11/10)
Die erste Staffel von LOST hat wirklich einen tollen und ruhigen Einstieg in die Serie geboten. Es war bestimmt keine leichte Aufgabe, die Geschichte unzähliger Charaktere zu erzählen, die auch schon in Verbindung mit den Anderen standen, bevor sie sich auf der Insel trafen. Ich finde es bemerkenswert, dass der Zuschauer zu so gut wie jedem Charakter einen Bezug bzw. eine Verbindung aufbaut, obwohl es so viele Figuren gibt. Einfach genial, wie man langsam die Geheimnisse der einzelnen Gestrandeten erfährt. Die Staffel kommt, im Gegensatz zu den Anderen, mit sehr wenig Mysterien aus und ist trotzdem die beste Season der Serie. Weniger Mysterien in den darauffolgenden Staffeln (ab Season 3, 4) hätte ich begrüßt, da die Serie als Charakterstudie eben viel besser funktioniert.
- Bewertung Staffel 2 (10/10)
Noch brutaler und spannender als die erste Staffel. Nach dem genialen Staffelfinale der ersten Staffel wurde die Frage, was sich unter der Luke befindet, genial gelöst. Außerdem haben mir besonders die neuen Charaktere (Talies) sehr gut gefallen. Vor allem Mr. Eko entwickelt sich im Laufe der Zeit zu einem meiner absoluten Lieblingscharakteren. Schade, dass sein Charakter so schnell den Tod finden musste. Und dann wäre da noch Henry Gale, der so genial von Michael Emerson verkörpert wurde, dass er sobald er auf die Leinwand tritt, alle anderen in den Schatten stellt. Ich denke immer noch ein sein Grinsen, als John verzweifelt gegen die Tür geklopft hat.
- Bewertung Staffel 3 (10/10)
Diese Staffel fängt ruhig an und gewinnt dann im Laufe der Zeit sehr an Tempo. Das furiose Staffelfinale zählt meiner Meinung nach zu den Besten. Mit Juliet wird ein weiterer interessanter Charakter eingeführt und Ben und Desmond gehören endlich zum Main-Cast. Die Flashbacks verlieren zwar langsam ihren Reiz, zumindest die der Hauptcharaktere, dafür sind die Flashbacks von Ben und Juliet wiederum sehr interessant und gehören, wie ich finde, zu den besten der Serie. Der Fokus der Staffel liegt diesmal sehr stark auf "den Anderen", was mir sehr gefallen hat.
- Bewertung Staffel 4 (7,5/10)
In dieser Staffel wurden ja die Flash-Forwords statt Flashbacks verwendet. Mit diesem veränderten Erzählstil schafft man eine ganz neue Art von Spannung. Die ganze Staffel über konnte man Rätseln wer die Ocienic 6 sind und was mit den restlichen Personen passiert ist. Die Widmore/Ben Geschichte ist ein Highlight, wie ich finde. Leider geht LOST ab dieser Staffel in eine Richtung, die mir nicht gefallen hat (von der Wissenschaft zum Glauben). Dadurch haben die Macher in den letzten beiden Staffeln sehr starke Probleme bekommen, das ganze weiterhin glaubwürdig zu gestallten. Während die ersten zwei bis drei Staffeln eine Art Abenteuerserie im Stil von "Herr der Fliegen" waren, entwickelt sich LOST ab Staffel 4 zu einer Science-Fiction Serie, worunter oftmals auch die Charaktere leiden.
- Bewertung Staffel 5 (7/10)
Die Zeitreisen in dem ersten drittel der Staffel waren ganz nett, aber wie schon erwähnt passt Science-Fiction einfach nicht zu LOST. Die letzten zwei Drittel waren ebenfalls ganz nett, brachten die Story aber nicht wirklich voran. Die Dharma Initiative wurde in den vergangenen Staffeln immer sehr mysteriös dargestellt, in der fünften Staffel muss man allerdings feststellen, dass die meisten Mitglieder totale Schwachköpfe sind und völlig unüberlegt handeln (Radzinsky).
- Bewertung Staffel 6 (5/10)
Die 6. Staffel sollte eigentlich wieder Staffel 1 Feeling haben, das bei mir allerdings nie richtig ankam. Die Flash-Sideways fand ich eher langweilig, die Auflösung war genauso bescheuert, und auch sonst war die Hälfte der Staffel ziemlich schlecht. Insgesamt eine bisschen enttäuschend. Trotzdem bietet auch diese Staffel wieder sehr gute Folgen, auch wenn das allerdings eher selten vorkommt.
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Bloodhoven Thu, 09 May 2013 16:30:08 -0000
Kommentar löschenWären da nicht das schwache Ende, die vielen offenen Fragen und die Dharma Initiative, die sich im Endeffekt als völlig uninteressant herausgestellt hat, dann hätte ich hier meine 10,0 Serie gehabt... Aber so tut's auch eine 8,5
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WelcometotheKlap Sun, 05 May 2013 14:33:47 -0000
Kommentar löschenKrank zu Hause, viel zu viel Zeit, viel zu wenig Lust, kamen mir die leidigen, und ungeheuer langsam verstreichenden Tage gerade recht, um mich endlich mal über die Komplettbox herzumachen, die schon seit der Jahreswende im Regal auf mich lauert.
Fast eine ganze Staffel, und ein ganzer Tag, flimmerte da Gestern an meinen Augen vorbei, bevor ich überhaupt merkte, dass man um kurz nach Vier wohl besser ins Bett gehört.
Und was für eine befriedigende, fesselnde, und auch neue Reise das wieder ist, jetzt da man nicht nur weiß, wie alles enden wird, sondern auch jetzt, da die Zeit langsam ihren gnädigen Revisionsstaub auf die großen Emotionen und Debatten über das Ende gelegt hat.
So viel war schon wieder vergessen, so viel konnte zwischen den Zeilen und deutlich auf dem Bildschirm neu entdeckt werden.
Wenn Anfang der zweiten Staffel schon ein Schwangerschaftstest mit dem Aufdruck „Widmore Laboritories“ auftaucht, freut sich das Geek-Herz und der Verstand rast.
Soviel Querverweise, soviel Herzblut in einem Haufen Nichts.
Denn, natürlich, eigentlich ist LOST ein riesengroßer Taschenspielertrick, eine aufgeblasene Parabel über das Leben, das Universum….ihr wisst schon.
Die größte Leistung die die Serie erbrachte war mitnichten ihr Unterbau, auch wenn Cuse und Lindeloff Meister darin waren, das Gegenteil zu behaupten und anzudeuten, es war der Versuch einen riesigen Cast zu bändigen, lebendig und gleichberechtigt werden zu lassen.
Bis heute kenne ich keine Serie, der es so mühelos gelang 20+ Charaktere lebendig, für den Zuschauer bedeutsam, und auch ambivalent werden zu lassen.
Es gibt kaum Ausfälle, und die wenigen Querschläger haben ja auch ziemlich schnell die Radieschen von unten gesehen.
Stichwort : Radieschen. LOST ist die erste, mir bekannte Mainstreamserie, die den Schneid hatte, nicht gerade zimperlich mit seinen Charakteren umzugehen. Und sie reihum ins Gras beißen zu lassen.
„Raising the stakes“ nannte LindeCuse das, und auch wenn Tode, wie die am Ende von Staffel 3, die Fanherzen bis heute in Rage versetzten können, als Spannungsmotor hat das Ganze prächtig funktioniert.
Wie sehr man also mit der Insel abtauchen kann, hängt weniger damit zusammen, ob man sich auf den HERR DER FLIEGEN meets TWIN PEAKS-Mystery-Plot einlassen kann, sondern vielmehr ob und wie weit man bereit ist, mit seinen Charakteren über mehr als hundert Folgen mitzugehen.
Im Rückblick hatte „Team Darlton“ völlig recht, als sie behaupteten, das LOST immer schon eine Geschichte ihre Charaktere gewesen sei, nicht der geheimnisvollen Insel, die nur Katalysator, nur Plotdevice, denn auch im Re-Run, und im Wissen um alle Mysterien, funktioniert LOST tadellos, wenn nicht sogar besser.
Den Druck der brennenden Neugier hinter sich lassend, ist die Tür noch ein ganzes Stück weiter offen für Hurleys heimliche Fressattacken, Sawyers Kampf mit einem Laubfrosch, und sogar die bei der Erstaustrahlung so herzlich gehasste Folge von Nicki und Paolo wird plötzlich zu einem sympathischen Juwel LOSTscher Geschichtsführung.
Das ein Cast, der neben einem Folterknecht der republikanischen Garde, einem afrikanischen Drogenbaron-Priester und einem unfreiwilligen , koreanischen HItman, haarscharf am Klischee vorbeischlitternd, gleichzeitig als Vermenschlichung der Klischees funktioniert, ist ein weiterer, nicht einmal kleiner Verdienst der Serie.
Ein Gespür für ihre Charaktere, die hatte „Team Darlton“ und die groß angelegten, oft verzweigtem Characterarcs sind es, die LOST auch heute noch funktionieren lassen.
Aber auch in „all things Mystery“ hatte LOST lange Zeit das Zepter in der Hand.
Gerade im Rückblick, mit dem Wissen um zehntausend schlechte Thrillerenden und Wendungen, wird klar, wie perfekt Cuse und Lindeloff lange Zeit ihre Erzählung in der Hand hatten, und gleichzeitig vor den Augen von Millionen von Zuschauern verstecken konnten.
In Zeiten in denen das Wörtchen „Blödwist“ schon ein eigenes Trademark-Zeichen verdient, das eigentlich auf jeder zweiten DVD-Hülle auftauchen müsste, wird die Leistung der Autoren umso deutlicher.
Waren die ersten beiden Staffeln noch gemäßigte, sich langsam entwickelnde Mysteryplots zwischen Soap und Thriller, die dem Zuschauer nur hin und wieder ein gepflegtes „WTF?“ entlockte, riss es einem spätestens ab der Eröffnungsszene von Staffel 3 regelmäßig die Beine unter dem Boden weg.
Mit Wucht und Elan und auch Raffinesse, das selbst große Kinoproduktionen sich vor Neid ganz tief in den Dschungel verkrochen.
Und diese Leistung steht bis heute.
Ein Ende wie Staffel 5 es hinlegte, das mal locker, flockig einen der größten Twists der Serie hinlegte, damit gleichzeitig die komplette Serie auf den Kopf stellte, OHNE ihr zu wiedersprechen, dem Zuschauer genauso viel neue Antworten wie Fragen auf den Tisch knallte, ist bis heute in Film und TV unerreicht.
Denn, es ist eine Sache einen derartigen Haken nach zwei Stunden hinzulegen, etwas woran heute noch 99 % aller Blödtwist-Thriller scheitern, das ganze nach rund hundert Stunden, und zum wiederholten Mal, so gezielt aufs Parkett zu zimmern verdient auch als TV-Serie wahrlich das Prädikat „ganz großes Kino“.
Hätte man die Serie dort, um mit Karacho beendet und gegen die Wand gefahren, LOST würde heute in einem Atemzug mit Lynchs mutigen TV-Selbstmordkommando TWIN PEAKS genannt werden.
Doch leider (und zum Glück) ging Team Darlton die Extrameile, und schrieben in Staffel 6 LOST auf das Ende zu, das sie vor Augen hatten, und von dem sie wohl spätestens seit Staffel 3 geträumt hatten.
Und mit der finalen Staffel erwiesen sich dann gleich mehrerer Dinge.
Die Meister der Suspense und der WTf-Endings hatten nur wenig Lust und Elan die langersehnten Antworten genauso gewaltig vor die Haustür zu liefern, wie in der Vergangenheit ihre cleveren Verwirrspielchen. Plötzlich herrschte statt „show don´t tell“ ein endloses Laberspielchen, bei denen viele der von Fans erwarteten Antworten ganz beiläufig, geradezu lustlos in die Menge geworfen wurden.
Dude, I know what the whispers are….
Darlton war nur noch an dem Endgame gelegen, der letzten handvoll Episoden die LOST endgültig in den Olymp der Fernsehserien hieven sollte.
Und jetzt, aus dem Off der Vergangenheit, aus dem Wissen der Gegenwart, erscheint das Ende um einiges mutiger, schlüssiger und verständlicher, als bei seiner Erstaustrahlung, als es reihenweise für offene Münder sorgte. Oft nicht aus positiven Gründen.
Cuse und Lindeloff hatten schlicht das gemacht, was sie eigentlich schon immer gemacht hatten, sie hatten etwas unerwartetes abgeliefert. Das es weniger zynisch, spannend, reißerischer war, sondern vielmehr Drama, Happy End und „downright cheesy“, das brach ihnen, in den Augen vieler Fans, das Genick.
Aus einer Serie über Monster, Mord, Experimente und Abgründe wurde auf den Schlussmetern ein Heilserlösungsmärchen mit tonnenweise religiösen Untertönen.
Lieber hätte man alle Charaktere in einer riesigen Atomexplosion, im ewigen Fegefeuer, als in dem Gang durch den, wortwörtlich, strahlenden Happy-End-Ausgangs gewusst.
Sagt das jetzt mehr über die Serie, oder seine Zuschauer aus ?
Aber nicht nur, weil sich das Ende ganz dem Zeitgeist verwehrte, dessen liebste Helden immer die gescheiterten sind, sondern auch in seiner sonstigen Konzeption, setzte sich THE END zwischen alle Stühle. Den Mystery-Fans wurde ihr finaler TWIN-PEAKS-Schuss verwehrt, die Drama-Jünger , die nur noch einmal Sawyer ohne Shirt fluchen sehen wollten, wurden mit einer riesigen Ladung Spiritualität und Halb-Philosophie überschüttet. Und das so gut wie alle Antworten zwar geliefert, aber nie klar ausgesprochen wurden, das verschreckte zusätzlich alle Casual-Schauer, die auf eine große Schlußoffensive gehofft hatten.
Ein Knall, ein Serienende das tatsächlich keinerlei Erwartungen, sondern nur die Ansprüche ihrer Macher erfüllte, und lange Zeit tatsächlich wie ein Fremdkörper auf der sonst so solide dahinschnurrenden Mysterymietze anmutete.
Gestern allerdings, gestern hat es mir zum ersten Mal fast die Tränendrüsen zerissen, als ich Bernards und Rose Wiedervereinigung, als ich Hurley bei der Beerdigung seiner großen Liebe beiwohnen durfte und musste, und im Hinblick auf das große Ganze, erschien mir hier nichts mehr forciert, gewollt und angeklatscht.
Gestern wurde mir zum ersten Mal wirklich klar, was Darlton damit meinte, als sie auf die Relevanz ihres Endes im Hinblick auf die ganze Serie verwiesen. Nicht nur die Charaktere waren für einander das notwendige Bindeglied, das ihr Überleben sicherte, sie waren es auch für die Show, und am Ende war es gar der Zuschauer, der da in den letzten Minuten angesprochen wurde, und wie seine Bindung zu ihnen das Experiment LOST erst möglich und lauffähig machte.
So kitschig das klingen mag, so ist hier doch endlich das nur zu verdiente Herz, die Zehn, um die ich ziemlich lange gerungen habe. Aber endlich konnte ich Frieden schließen.
Wenn mir der Zwist zwischen Charlie und Claire schon einen Kloß im Hals verpasst, jetzt, und noch viel mehr als bei der Erstsichtung, dann kann ich kaum die Taschentuchberge erwarten, die THE END hinterlassen wird.
LOST ist in vielerlei Hinsicht das Anti-TWIN PEAKS, ist auserzählt, hell, sentimental, geradlinig, überkonzipiert und badet in dem Soap, den Frost und Lynch dem Fernsehen damals ausexorzieren wollte, aber genau aus diesen Gründen auch (fast) perfekt.
Die heile, amerikanische Fernsehserie trifft auf seine dunklen Abgründe, um sich durch sie am Ende nur selbst zu bestätigen : Hier sind die Monster, die Monster bist du, aber das ist okay, wir sind alle Monster und zusammen können wir sie in Zaun halten und das ganze Zivilisation nennen.
Kein Abgesang auf die Zivilisation, sondern auf alle Filme, Kunst und Erzählweisen die sich auf diesen Abgesang spezialisierten haben.
Post-9/11 war das wahrlich subversiv, und natürlich ein riesiger, vermeintlicher Zuckerschock.
Es macht mir die Serie nur umso wertvoller, liebenswerter, ehrlicher.
All in all is all we all are.
And we are all LOST.
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Broda Sun, 05 May 2013 14:47:46 -0000
Antwort löschen100 Likes für diesen Wundervollen Text. Danke.
WelcometotheKlap Sun, 05 May 2013 14:49:04 -0000
Antwort löschenBitte, bitte ! Werden einen gehörigen Anteil der Likes an Team "Darlton" weiterreichen.
Johnzy Sun, 05 May 2013 15:22:37 -0000
Antwort löschenHab während der 2ten Staffel abgebrochen...und plötzlich soo viel Lust bekommen weiterzuschaun... Danke! für diesen Text :)
WelcometotheKlap Sun, 05 May 2013 15:25:18 -0000
Antwort löschenNa, da war mir den Zeitaufwand doch glatt wert. LOST erfordert sicherlich manchmal etwas Geduld, aber in seinen besten Momenten (und du stehst mit Staffel 2 kurz vor so einem) macht die Serie einfach alles platt.
Mimuschka Sun, 05 May 2013 15:57:32 -0000
Antwort löschenich hab damals nach staffel 5 aufgehört weil ich angst vor dem ende hatte auf das alle geflucht haben, aber vielleicht probier ich es nun doch nochmal, nach deiner schönen liebeserklärung :-)
DTokarsky Sun, 05 May 2013 15:59:58 -0000
Antwort löschenMir geht es genauso wie dir Johnzy. Vielleicht sollte ich der Serie doch nochmal eine Chance geben. Ich werde ja sicherlich noch oft genug krank zu Hause im bett liegen und somit auch genügend Zeit.
DTokarsky Sun, 05 May 2013 16:00:27 -0000
Antwort löschenhaben
WelcometotheKlap Sun, 05 May 2013 16:08:19 -0000
Antwort löschen@Mimuschka : Erstmal, Respekt ! Wie man nach dem grandiosen Ende der 5. Staffel einfach so aufhören kann ist "far beyond me". Weiterhin : Ich will hier nichts beschönigen, die 6. Staffel ist höchst diskutabel. Es hat auch bei mir lange Zeit gedauert, bis ich meine Erst-Emotionen hinter mir lassen konnte, um das Ende als "gelungen" anzusehen. Wobei es ja auch eine ganze Menge Leute gibt, die sich spontan darin verliebt haben. Also, wer weiß. Ohne Sprung ins Wasser findest du es nie heraus. Vielleicht wirst du es hassen, vielleicht wirst du (wie ich) Jahre brauchen um es neuzudeuten....auf alle Fälle wirst du mir wahrscheinlich zustimmen, das in seiner Konzeption anders...wenn nicht "mutig" ist.
onyxxx11 Sun, 05 May 2013 16:59:39 -0000
Antwort löschenWas für ein wunderschöner Kommentar, Klap!
Ich hab damals auch nach der 5.ten Staffel aufgehört, da die Zeitspanne bis zum Erscheinen der 6.ten einfach viel zu lang war. Als Junkie war das die Hölle auf Erden. Jetzt möcht ich das irgendwie so in Erinnerung behalten wie es war. Vielleicht irgendwann nochmal, mit den Enkeln zusammen... hach... das wird schön :)
WelcometotheKlap Sun, 05 May 2013 17:11:12 -0000
Antwort löschen*HEADEXPLOSION*
Zusammen mit den Enkeln, das kommt bestimmt richtig gut, die ganz bei Sawyer und Kate, während man sich selbst bei Rose und Bernard wiederfindet.
Deathpool Sun, 05 May 2013 17:58:21 -0000
Antwort löschenGroßes Danke an dich Klap,wundervoller Text und du sprichst mir aus der Seele.
Hab auch nach Staffel 5 aufgehört und werde jetzt nochmal von vorne anfangen;)
Bitte noch einen Text zu Buffy^^
WelcometotheKlap Sun, 05 May 2013 18:16:03 -0000
Antwort löschenSorry, bei Buffy bin ich raus !
Deathpool Sun, 05 May 2013 18:23:07 -0000
Antwort löschenNa gut dann schreib ich selber einen^^
Hisayasu S Mon, 06 May 2013 20:29:40 -0000
Antwort löschenFantastischer Text! Sehr gut!
Alle 16 Antworten zeigen
WelcometotheKlap Mon, 06 May 2013 22:02:32 -0000
Antwort löschenDankeschön, und : Namaste !
psychobasti Tue, 14 May 2013 12:42:59 -0000
Antwort löschenWahnsinng guter Text zu meiner absoluten Lieblingsserie! Bekommt man gleich wieder Lust auf ein Re-Run :) Mit dem Ende war ich übrigens schon bei der Erstsichtung sehr zufrieden, da blieb kein Auge trocken :)
Katja:) Fri, 03 May 2013 14:52:31 -0000
Kommentar löschenAls Lost anfing zu laufen, hatte ich kein Interesse an der Serie und hätte auch nie gedacht, dass sie etwas für mich sein könnte. Dann habe ich mir jedoch einfach mal die 1. Folge angeschaut und war extrem positiv überrascht! Und schwupp war ich gefesselt und musste immer weiter schauen..wobei ich zugeben muss, dass ich die 1. Staffel am besten fand..mit der Zeit wurde es immer kurioser in der Lost-Welt, aber dafür auch nie langweilig. Also insgesamt eine sehr gute Leistung von J.J.Abrams!
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Filmegucker84 Tue, 14 May 2013 12:22:17 -0000
Antwort löschenJa, die Pilotfolge war richtig klasse.
Ich fand 1-3 und Staffel 6 richtig gut.
4-5 waren nicht so schön.
realtd3 Sat, 27 Apr 2013 09:46:07 -0000
Kommentar löschenTruely you will never feel LOST how I felt it, it's like I will never see a book like you did. What I feel is myself reflecting my thoughts and I can say it really does feel amazingly unbelievably ... beautiful. Like falling for someones heart. Someone will see people crashing from a plane, someone will see people trying to survive on an island, I will see them falling for each other, learning from mistakes, and getting loved even after all bad things they did, living their life with the most important people in their life ... after their life, well maybe I dont know if they all died after that plane crash or what it is but what their souls felt was honest...it was truth.
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realtd3 Sat, 27 Apr 2013 09:47:07 -0000
Antwort löschen*I've watched the whole TvShow 3 times within 3 years
Patlok Fri, 26 Apr 2013 19:04:37 -0000
Kommentar löschenLOST ist die beste Serie, die ich je gesehen habe. Keine Serie hat es geschafft mich so zu fesseln, zum lachen zu bringen und zum weinen zu bringen. Daher absolut verdiente 10 Punkte. Bin momentan dabei Staffel 4 zu sehen. Mal sehen ob Staffel 4,5 und 6 es schaffen das Niveau zu halten.
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sweetForgiveness Fri, 26 Apr 2013 20:33:16 -0000
Antwort löschenfür mich...nein!
Alle 3 Antworten zeigen
Katja:) Fri, 03 May 2013 14:54:52 -0000
Antwort löschenSehe ich auch so! Leider gehört Lost zu den Serien, die mit den folgenden Staffeln immer etwas schlechter werden- jedoch ist sie für mich trotzdem eine top Serie! Also viel Spaß noch bei den letzten Staffeln :)
dynamictom2409 Fri, 03 May 2013 17:12:01 -0000
Antwort löschenSchließe mich dem vorbehaltlos an ... leider hatten die am Ende keine richtig guten Ideen und haben sich "um Kopf und Kragen" geschrieben...schade, die ersten 3-4 Staffeln sind total super!
M4tze123 Fri, 26 Apr 2013 15:58:31 -0000
Kommentar löschenDie einzellnen charakterre haben viel spass gemacht und viele sachen waren auch gut, teilweisse echt interresante ideen die, die umgesetzt wurden in der serie
aber letztendlich war vieles einfach unlogisch bzw. wurden viele dinger einfach nicht erklärrt, dazu kommt das echt sinnlose ende
die serie war alles anderre als durch und durch durchdacht
und beruhte zum grösstenteils auf cliffhänger die zu einer art sucht geführrt haben
alles im allen war lost zwar irgendwie schön, aber auch irgendwie eine grosse zeitverschwendung
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Spossi Fri, 26 Apr 2013 01:55:15 -0000
Kommentar löschenoh Mann ... die Unlogik - oder besser: Nicht-Logik - des Endes wird hier mit einer Art "Deus ex Machina" (v)erklärt ?
Reicht euch das wirklich für das Ende von Lost ?
naja ... andererseits: wenn es mir nicht gut geht, gehe ich ja auch in die Kirche und bete zu Gott, und danach ist alles wieder gut ... immer ... jedesmal !
Gott ist eben allmächtig und hilft mir immer ... was hab' ich doch für ein Glück ;o)
Mal im Ernst, wer die Fäden einer solchen Geschichte spinnt und dann selbst die Fäden auf der Insel verliert und nicht wiederfindet, hat sich des Faden spinnens schlichtweg als inkompetent erwiesen.
Aber am Ende waren ja alle glücklich ... wie schön !
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Merkel_52 Thu, 11 Apr 2013 13:29:37 -0000
Kommentar löschenLegendäre Serie. Hat am Ende leider auch etwas abgebaut. Immerhin mal eine Serie die eine vernünftige Sendezeit bekommen hat und gut promoted wurde. Wer erinnert sich nicht an die Zahlreichen Looooost Spots auf Pro 7 ;)
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NWO@Movie Thu, 25 Apr 2013 11:55:41 -0000
Antwort löschen"Sie laufen wieder - sie laufen wieder - sie laufen - Lost die neue staffel" xD
janninastas Mon, 01 Apr 2013 14:17:18 -0000
Kommentar löschenLost. Eine Serie mit einem sehr guten Idee. Die idee eines flugzeuabsturzes auf einer Insel nichts neues. Allerdings mit den fragen die man sich immer wieder stellt. Die nach und nach beantwortet werden.
im Großen und ganzen hat sie unterhalten und für Spannung gesorgt.
Sie wäre 8.0 (Ausgezeichnet) wenn es nicht das schlechteste ende ist, was ich je gesehn habe! Das war eine dermaßen große entäuschung das die serie aus Sehenswert fällt. schade eigtl.
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