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Blade Runner

Blade Runner (1982), GB/HK/US Laufzeit 112 Minuten, FSK 16, Science Fiction-Film, Kriminalfilm, Drama, Kinostart 14.10.1982


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8.7
Kritiker
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7.6
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276 Kommentare
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von Ridley Scott, mit Harrison Ford und Rutger Hauer

In dem Science-Fiction-Film Blade Runner macht sich Harrison Ford im Jahr 2019 als sogenannter Blade Runner auf die Suche nach Replilkanten.

In der Zukunft im Jahr 2019 sieht die Erde nicht mehr so aus, wie wir sie heute kennen. Die Menschheit wird von Dauerregen heimgesucht und die Städte sind dreckig und viel zu dicht besiedelt. Tiere gibt es fast keine mehr, dafür umso mehr künstliche Wesen. Einen Lichtschimmer bringt der Ausblick auf das Leben auf einem fremden Planeten, der bald bevölkert werden soll und durch sogenannte Replikanten gefunden wurde. Diese verfügen über große Kräfte und entwickeln von alleine Gefühle, sodass sie nur bis zu vier Jahre alt werden können. Außerdem ist es ihnen verboten, die Erde zu betreten. Inmitten dieser Welt lebt Rick Deckard (Harrison Ford), der als Blade Runner die Aufgabe hat, Replikanten aufzuspüren und sie anschließend auszulöschen. Eigentlich hat Deckard vor, seinen Job aufzugeben, doch muss er noch einen letzten Auftrag ausführen. Fünf Replikanten unter der Führung von Roy Batty (Rutger Hauer) und dessen Freundin Pris (Daryl Hannah) befinden sich in einem gestohlenen Raumschiff auf dem Weg zur Erde. Zusammen mit seinem zwielichtigen Kollegen Gaff (Edward James Olmos) soll er sie finden und ‘in den Ruhestand versetzen’. Während seinen Ermittlungen trifft Deckard auf Rachael (Sean Young) und verliebt sich in sie. Doch dann kommt er dahinter, dass sie selbst auch eine Replikantin ist.

Hintergrund & Infos zu Blade Runner
Der Roman ‘Träumen Androiden von elektrischen Schafen?’ von Philip K. Dick bietet die Vorlage für den Science-Fiction-Film Blade Runner. Später verkaufte man das Buch ebenfalls unter dem berühmten Namen Blade Runner. Der Film eröffnete für Ridley Scott, der bis dato durch den Horrorfilm Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt bekannt war, dessen Karriere in Hollywood als Regisseur. Obwohl Blade Runner bei der Veröffentlichung kein besonders großer Erfolg war, wurde er nachträglich zum Kultfilm. Er wurde vor allem für das visuelle Design der für uns heute sehr nahen Zukunft gelobt und eröffnete mit dem Film die Ära des sogenannten Cyberpunk für das Kino.

Blade Runner ebnete damals den Weg für Science-Fiction-Filme, die mit ihrer Handlung ethische Fragen aufwarfen, wie ob Androiden auch Menschen sind beziehungsweise wie wertvoll das Leben eines Androiden ist. Im Director’s Cut von Blade Runner wird das Ende des Films anders dargestellt und weitere Fragen aufgeworfen, die die Handlung nachhaltig verändern.

Im Jahr 1998 kam der Film Star Force Soldier von Regisseur Paul W.S. Anderson und Drehbuchautor David Webb Peoples in die Kinos, der im gleichen Universum wie Blade Runner spielt. (LM)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Blade Runner
Genre
Cyberpunk-Film, Film Noir, Utopie & Dystopie, Drama, Science Fiction-Film
Zeit
2010er Jahre, Zukunft
Ort
Los Angeles , Mars
Handlung
Android, Auge, Barmherzigkeit, Dach, Duell, Dunkelheit, Dystopie, Ermittlung, Fahndung, Femme Fatale, Flüchtling, Gedächtnis, Genetik, Gewissenskonflikt, Gnade, Hacker, Identität, Identitätskrise, Implantat, Kampf, Kampf auf Leben und Tod, Kampfsport, Kopfgeldjäger, Kultfilm, Künstliche Intelligenz, Leben und Tod, Lebensretter, Lebensverlängerung, Melancholie, Mensch gegen Maschine, Mensch-Maschine-Beziehung, Menschliche Schwäche, Menschlichkeit, Mitgefühl, Mord, Männlicher Held, Polizei, Polizist, Rettung, Selbsterkenntnis, Showdown, Sterblichkeit, Suche, Suche nach Mörder, Test, Unterbewusstsein, Verfolgung, Verfolgungsjagd, Vergänglichkeit, Verhör, Verlieben, Verliebt in den Feind, Zweikampf, Übermensch
Stimmung
Geistreich, Spannend
Zielgruppe
Männerfilm
Tag
70mm und IMAX, AFI Top 100, Kultfilm, Time's All TIME Top 100 Movies
Verleiher
Warner Bros.
Produktionsfirma
Blade Runner Partnership, Shaw Brothers, The Ladd Company, Warner Bros.

Kritiken (13) — Film: Blade Runner

kobbi88: Die Drei Muscheln

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7.5Sehenswert

[...]

Natürlich ist und bleibt „Blade Runner“ ein absolut sehenswerter Film, der filmhistorisch, optisch und generell im Bereich des Cyberpunk zu seiner Zeit auf jeden Fall neue Maßstäbe setzte. Allerdings sollte man sich auf einen langsamen Film einstellen, der emotionslos und kalt daher kommt. Ein Film, der bei seinen relevanten und zeitlosen Themen vergisst, dass es auch angemessen umgesetzt werden muss. Wer Freude an Science Fiction hat, der wird diesen Film lieben. Wer Freude am Stil der 80er Jahre hat, an synthetischer Musik, an Neonlicht-Optik, der wird diesen Film ebenfalls lieben. Wer aber das alles nicht hat, der wird zwar erkennen können, dass der Film auf keinen Fall schlecht ist. Aber der wird möglicherweise seine Probleme mit „Blade Runner“ bekommen.

Kritik im Original 24 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 35 Antworten

The Freewheelin Fonda

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Hatte ja damals nach Metropolis prophezeit, dass du den Film richtig toll finden würdest, da hab ich wohl versagt :/
Lustigerweise habe ich GENAU dieselbe Meinung zu dem Streifen wie du. Nach meiner Erstsichtung vor ein paar Monaten hätte ich dem wohl auch ne 7 gegeben. Aber wie hier einige schon schrieben, muss man den Streifen wohl öfters sehen, damit er seine volle Wirkung entfalten kann, daher kommt mein Kommi plus ENdwertung erst nach der zweiten Sichtung!


kobbi88

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Also, Metropolis ist schon ziemlich anders.


_Garfield: Blogbusters

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10.0Lieblingsfilm

Andauernder Regen. Die Stadt vergraben unter einer dunklen, immerwährenden Wolkendecke. Chronische Überbevölkerung gesellt sich zu moralischen Grundsatzdebatten. Die Welt ist verloren, die Technik längst auf ihrem Zenit angelangt. Die Bauten verkümmert, die Reklameschilder hell erleuchtet. Eine dunkle Stadt, ebenso heruntergekommen wie das soziale Gefüge, welches es beherbergt und ständiger Regen begleiten den Blade Runner (Harrison Ford) bei seinen Ermittlungen. Ein klassischer (Anti)-Held im Noir-typischen Trenchcoat. Wortkarg, manchmal verschmitzt lächelnd, meistens konzentriert.

Fernab aller Genregrenzen und doch so sehr Genrefilm. „Blade Runner“ bedeutet ein sich allen dramaturgischen Mustern und herkömmlichen Konventionen versagendes Erlebnis. Stilistisch irgendwo zwischen schillernd-schmuddeliger Noir-Referenz und unablässig pulsierender Zukunftsversion angelegt, die trotz ihrer Reduktion auf wenige Charaktere den Anspruch von epischer Größe in sich trägt. Der Cyberpunk ist geboren. So essenziell, wie unfassbar. Konträr zu allem, was seinerzeit die Kinokassen und damit die Massen beherrschte und so anders in seiner Konzeption, dass das letztliche Scheitern vor einer Vielzahl von Zuschauern gerade zu logisch erscheint.

Avantgardistische Set-Konstruktionen treffen auf das reduzierte Schauspiel eines jungen Wilden, sinnlich-betörender Score auf makellos schöne Unschuld (Sean Young) und die nie wieder so zurückhaltend-geduldige Regie eines Ridley Scott auf einen wie entfesselt agierenden Rutger Hauer. „Blade Runner“ wird geboren aus der Zusammenkunft großer Talente und dem Zusammenspiel glücklicher Umstände.

Hoffnung existiert in diesem Großstadtmoloch nicht. Schöpfer und Konstruktion sind begriffen vom menschlichen und substanziellen Zerfall. Die Städte sind überbevölkert, Einzelschicksale sind bedeutungslos. Es existieren ungeahnte technische Möglichkeiten und doch geht die Erde und damit gleichbedeutend das Individuum dem Ende hinzu. Metropolen sind ethnisch-religiöse Slums, zerfressen von Egoismus und abhanden gekommener Empathie. Die Umwelt ist ausgebeutet, Hoffnung spendet einzig allein die Aussicht auf ein neues Leben, auf einem anderen Planeten. Grenzen verschwimmen innerhalb einer Wissenschaft, die keine Grenzen mehr kennt und Moral tritt ins Abseits in einer von individueller Geltungssucht dominierten Gruppierung schattenhafter Seelen.

Eine amoralische Gesellschaft spielt Gott. Aus dem Zusammenspiel von wissenschaftlichem Größenwahn und kollektiver Sehnsucht nach Menschlichkeit gehen schließlich die Replikanten hervor. Ebenso synthetisch, wie die Welt, die sie hervorgebracht hat; eine abermalige Reproduktion göttlichen Ebenbildes. Schöpfer und Kreation begegnen sich auf ein und derselben Ebene. Verantwortung übernimmt letztlich gerade jene vermeintlich nicht achtenswerte Kreatur, die im Grunde nur für das kämpft, was ein jeder Mensch begehrt: Leben. Ein Replikant sorgt für das prägende Moment in "Blade Runner"; ein Satz, der die Intention eines Meilensteins des Science Fiction-Genres perfekt zusammenfasst:

"It's too bad she won't live! But then again, who does?"

Kritik im Original 25 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

_Garfield

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Kann ich mit leben. Und dankeschön.


alex023

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Großartig!!! ♥


Mr.Film: City of Cinema

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8.0Ausgezeichnet

["All diese Momente werden verloren sein in der Zeit, wie...Tränen im Regen.“]

Eine zukünftige Welt so dreckig wie ich sie mir vorstelle, so wie Ridley Scott sie sich vorstellt, so wie wir beide es nicht haben wollen, so wie es aber höchstwahrscheinlich kommen wird. Eine Welt die sich weiter entwickelt, die in der Wissenschaft unglaubliche Leistungen erzielt, und dennoch verkommt und zugrunde geht. Tiere existieren kaum noch, die Exemplare die noch leben werden als Luxusgüter benutzt, eine grüne Wiese hat manch einer vielleicht in seinen Erinnerungen gespeichert. Nicht nur der Planet geht zugrunde, auch der Mensch an sich, das Musterbeispiel hier ist Rick Deckard (Harrison Ford) der als ein emotionsloses Etwas herumwandelt, mit der Aufgabe Replikanten (künstliche Menschen, mit einer unfassbaren Intelligenz und Stärke) auszulöschen die unerlaubter Weise die Erde betreten. Warum aber dürfen sie nicht auf die Erde? Sind sie kein Abbild der Menschheit? Nur in Perfektion eben? Ja stimmt, doch der Mensch hat Angst vor körperlich stärkeren, vor intelligenteren Lebewesen, Lebewesen die nicht so fühlen wie Menschen. Deckard ist einer der Krieger der Menschheit, einer derjenigen der das Töten muss was zu geheimnisvoll erscheint, mit eiserner Miene und einer angehauchten Coolness geht er auf die Jagd. Doch was Deckard und der Zuschauer feststellen muss: Es sind nicht die Replikanten die gefühllos sind, immer wieder sieht man sie die Stadien der Trauer, der Liebe, der Furcht durchleiden, Harrison Ford(das Spiegelbild der dort herrschenden Gesellschaft) empfindet nichts davon, Emotionen werden nur selten freigesetzt.
Es ist einfach erschreckend wie treffend Ridley Scott den Schlag in die Magengrube der Gesellschaft platziert, die Utopie in der die Geschichte spielt wird überwacht und kontrolliert, seien es die Polizisten dort oder die Suchlichter die durch den TV auf einen selber strahlen, Werbung wo man nur hinschaut…muss…Cola…kaufen.

["Wenn du mit deinen Augen sehen könntest, was ich gesehen habe, mit deinen Augen."]

Diese düstere Atmosphäre bringt dem Zuschauer die harte aber treffende Botschaft noch näher: Ich habe mich unwohl gefühlt. Das den ganzen Film über. Doch wenn man den Abspann sieht und sich nochmal Gedanken über den Film macht weiss man einfach dass es so sein musste und alles perfekt harmoniert hat. Die nicht vorhandene Natur, die Sonne die man nur ab und zu durch die dunklen Wolken schimmern sieht, das miefende Gesamtbild an sich, all das ist so abstoßend und doch perfekt. Und man erkennt schon, genau deswegen mag ich den Film, „Blade Runner“ ist in jeder Hinsicht eine knallharte Kritik am Menschen, einer der besten die ich je gesehen habe.
Was den Film ebenfalls glänzen lässt sind die stark herausstechenden Noir Elemente, diese werden durch Vangelis’ Score wunderschön unterstrichen. Was man aber sagen muss ist, das die Handlung an sich extrem dünn ist, das muss aber nicht in jedem Fall schlecht sein, denn hier wurde viel draus gemacht, es geht für mich auch nicht um die Handlung an sich, es geht um das Gesamtbild, um das was um diese Handlung herum aufgebaut wurde, und das wurde so ideal wie möglich getan. Natürlich wirkt „Blade Runner“ streckenweise dröge, doch das symbolisiert einfach nur den Verfall der Zivilisation, wie sollte man das bitte „actionreich“ inszenieren?
In meinen Augen ist der wahre Held aber kein Mensch, es ist der Replikant Roy(der Mensch: Rutger Hauer, Wahnsinn was der Kerl hier geleistet hat), der zwar anfangs fragwürdige Wege geht und genauso handelt, und dennoch zum Ende hin alles verständlich macht, so augenöffnend.
...und dann lässt er die Taube fliegen.

["Ein Jammer, dass sie nicht leben wird... aber egal, wer tut das schon?"]

29 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten

Mr.Film

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8 ist eine Topwertung bei mir. Mehr punkte vergebe ich nach mehrmaligem sehen oder wenn ich beim ersten mal schaun unglaubliche Emotionen entwickelt habe :)


the traveler

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dann wirds bestimmt bald ne 10 :)


SoulReaver: CinemaForever, D3M

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10.0Lieblingsfilm

[...] „Blade Runner“ lässt den Zuschauer nicht vertrümmt zurück. Er lässt ihn nicht ins offene Messer laufen, doch 'Blade Runner' setzt das Messer von Anfang an immer wieder an, platziert es, nur um immer wieder die Position zu wechseln. Das erzeugt eine der dichtesten, bedrückendsten und stärksten Atmosphären überhaupt. Am Ende stellt sich die Frage, was die eigene Existenz wirklich bedeutet, was sie letztendlich ausmacht. Doch diese Antwort muss jeder für sich selbst finden, denn der Schein trügt nicht nur einmal und das wahre Ich offenbar sich nur selten und wenn, dann nur im Ansatz. [...]

Kritik im Original 32 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 14 Antworten

FilmFreeza

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Schön geschrieben :) .. hab ihn gelesen :D


SoulReaver

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Dankeee :)


fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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9.0Herausragend

1982 schuf Ridley Scott mit «Blade Runner» ein düsteres Science-Fiction-Meisterwerk.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...

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9.0Herausragend

"Commerce is our goal here at Tyrell. "More human than human" is our motto." -

Gestartet zwischen dem zweiten und dritten Teil der alten "Star Wars"-Saga, drei Jahre nach dem ebenfalls von Scott gedrehten "Alien" und zeitgleich mit "E.T. -The Extra-Terrestrial" fiel "Blade Runner" in eine schwierige Phase, und der Einbruch an den Kinokassen dürfte angesichts der Komplexität des Stoffes und der Inszenierung aus Retrospektive die wenigsten Analysten überraschen.

Warum nun diese Einleitung? -
Weil "Blade Runner" auch bei heutigen Rezipienten noch genauso scheitern kann, wie damals, denn selten zwingt ein Film so sehr dazu, mit den eigenen Erwartungshaltungen zu brechen, wie es das dritte Werk aus Scotts Œuvre verlangt: Die Zukunftsvision, die "Blade Runner" heraufbeschwört, ist eine substantiell andere, als alle vergleichbaren Welten und Galaxien, die bis dato geschaffen wurden - vorbei die märchenhafte Überhöhung des Zukünftigen; Scott zwingt seinen Zuschauer zum Abtauchen in einen slumähnlichen Moloch, der bewusste Parallelen zu den heutigen Großstädten evoziert.

Solche Äußerlichkeiten, ebenso wie der nahezu vollständige Verzicht auf Actionsequenzen, bescherten Scotts Werk zur damaligen Zeit ein absolutes Alleinstellungsmerkmal in der Sparte, unter der der Film vermarktet wurde, waren aber doch nur Fassade für einen viel tiefgreifenderen Bruch mit den Konventionen des Genres: Hinter den fliegenden Gefährten und der futuristischen Architektur gärt eine bedrohliche Atmosphäre, die jederzeit näher am klassischen Film-Noir, denn an den Space Operas vergangener Tage ist, und die vorallem die, in den Details - von der CocaCola-Reklame bis zur maskierten und dadurch anonymisierten Stripperin - hervortretende, satirische und zynische Abrechnung mit der Welt der Technokratie und der Großkonzerne, aufbietet.

Die philosophischen Anspekte, die "Blade Runner" dabei allgegenwärtig innehat, sind mannigfaltig, reichen von der Vergänglichkeit des emotionalen Erfahrens bis hin zu ethischen Fragen über den Wert des Individuums, und wären in solch einem Rahmen deutlich unterrepräsentiert, wenn man sie in wenigen Sätzen abhandeln würde - deshalb verweise ich an dieser Stelle bewusst und guten Gewissens auf die Zusatzliteratur, die jeder Interessent im Internet finden kann.

Somit ist "Blade Runner" definitiv weit von dem entfernt, was manche Zuschauer bei Titel, Cast und Trailer erwarten dürften - es ist kein Science-Fiction-Film, wie man ihn im Kontext seiner Zeit erwarten durfte, schon garnicht ist es ein Action-Reißer - vielmehr ist "Blade Runner" Scotts bestes Werk bis dato (woran sich aller Wahrscheinlichkeit nach nichts mehr ändern wird...), und einer der wenigen Produktionen, denen ich zugestehe, eine ernstzunehmende Meditation zu ihrem jeweiligen Thema darzustellen.

(Rezensiert wurde der "Blade Runner"-FinalCut von 2007)

Kritik im Original 40 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 16 Antworten

Hitmanski

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Dankeschön.


Le Samourai

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Da stand mal ne 5,0 ?! tztztz... ;)
Sehr gut geschrieben, ich finde allerdings ALIEN hauchdünn besser als BLADE RUNNER. Und es wird definitiv nichts besseres mehr von Scott geben. Ausgeschlossen.


sushi25: movie-fan.de

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9.0Herausragend

Einer der ersten SiFi-Filme, der seinerzeit die Zukunft nicht sauber/steril sondern schmutzig zeigte. Keine Raumschiff-Laserduelle, sondern Stadtleben machte den Film damals umso untypischer für das SiFi-Gerne.

Philip K. Dick ist mit seinen Buchvorlagen ist auch hier für eine interessante Grundidee gut.

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Xander8112: Xanders Blog

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8.0Ausgezeichnet

Ridley Scotts “Blade Runner” ist wohl etwas, das man ein Meisterwerk nennt - entweder man preist ihn, oder man hasst ihn. Doch woran liegt das?

Ich behaupte einmal, nicht an der Optik. Das der Film 26 Jahre alt ist, sieht man ihm zu keinem Zeitpunkt an. Opulente Kamerafahrten durch das Los Angeles der Zukunft und beeindruckende Bilder und Effekte setzen noch heute Maßstäbe. Dabei sind sämtliche Effekte nur Mittel zum Zweck - auf übermäßige Tricktechnik nur weil sie machbar wäre wird verzichtet, und das macht den Film so authentisch. Diese gezeigte Zukunft wirkt echt - keine CGI-Schlacht wie in neueren Science-Fiction Filmen.

Mit dem Soundtrack bin ich persönlich nicht ganz so glücklich. Auch wenn es in Filmen dieser Art damals wohl so üblich war, depressives Saxophon-Gedudel kann ich nicht leiden. Das verdirbt mir schon ziemlich den Film - der ansonsten aber gut ist. Was ansonsten an der Filmmusik von Vangelis so genial sein soll, erschließt sich mir nicht so ganz.

In “Blade Runner” geht es um die Frage - was macht den Menschen zum Menschen? Darf sich der Mensch zum Schöpfer ernennen und wenn ja - darf er dann gleichzeitig über den Tod bestimmen? Wenn die Replikanten dem Menschen gleichen, wenn sie eine Erinnerung haben, Emotionen - was unterscheidet sie dann noch vom Menschen, sind sie vielleicht sogar menschlicher, als der Mensch je sein wird? Der Film ist kein Action-Reißer, benutzt wie gesagt seine Effekte und sein Setting nur als Mittel zum Zweck und erzählt in erster Linie nur seine Geschichte. Das ist Science-Fiction, wie sie sein sollte. Die Thematik ist immer noch aktuell und wird sie im Zeitalter des Klonens wohl immer bleiben. Harrison Fords Charakter ist dabei nicht der strahlende Held, eigentlich ist er ein Verlierer - den ganzen Film über steckt er nur ein, wird am Ende gar von seinem Gegner gerettet und erhält von ihm die Einsicht, dass sein Handeln vielleicht nicht so richtig ist, wie er es vielleicht einmal dachte. Am Ende kommen ihm (und dem Zuschauer) auch Zweifel, ob nicht vielleicht er selber ein Replikant ist, denn um zur Eingangsfrage zurückzukommen: Was macht einen Menschen zum Menschen? Und so bleiben bei Deckard die Zweifel, und das offene Ende stellt bewusst die Fragen, die in der “Original”-Version nicht gestellt wurden und scheinbar erst durch die Änderungen im Directors Cut auftauchten. Und das ist auch gut so. Denn so ein Film bedarf keines Happy Ends, denn es kann keines geben.
Sicherlich kann “Blade Runner” zu den Highlights der Filmgeschichte gezählt werden. Doch hat er auch seine Schwächen, hier und da kleine Längen, die eine 10er Punktzahl verhindern. Dies ist mit Sicherheit eine rein subjektive Wertung meinerseits die keinesfalls heißen soll, das man den Film als Filmfan nicht gesehen haben sollte, denn das ist auf jeden Fall so.

http://xander81.wordpress.com/2008/07/20/kritik-blade-runner-final-cut/

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The-Duke: Dukesmovieblog/powermetal/s... The-Duke: Dukesmovieblog/powermetal/s...

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10.0Lieblingsfilm

Als der beste Sciencefictionfilm aller Zeiten wird er oftmals tituliert. Eine Bezeichnung, die aber zugegebenermaßen unumstößlich ist, hat man den Film auch nur schon ein einziges Mal gesichtet.

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GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin

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10.0Lieblingsfilm

"Augenschmaus", "Fest der Sinne", "Monumentaler Bilderrausch" - keine Ahnung, welche Superlative noch nicht bemüht wurde, um Ridley Scotts Sci-Fi-Epos über die Jagd von Blade Runner Harrison Ford nach dem Replikanten Rutger Hauer zu umschreiben. Auch heute noch bietet der Film eine überragende, atemberaubend durchgestylte Optik und sofern mir bekannt ist, wurde dieser Look zwischen Endzeit, Fantasy und Sci-Fi nie wieder in dieser Konsequenz aufgegriffen. Leider. Dabei ergeht sich "Blade Runner" nicht nur in einem schnöden Bilderrausch, sondern weiss auch mit einer doppelbödigen Story und einem beträchtlichen Anteil an ...Poesie zu gefallen.
Rutger Hauer hat damit seinen stärksten Moment - vielleicht in seiner gesamten Karriere. Wenn er sich zum Schluß dem Blade Runner offenbart, bäumt sich der Film für einen Moment zu einer ungeahnten Größe auf, die von Rutger alleine getragen wird und vollkommen zu Recht einen der großen magischen Kino-Momente darstellt...

Das ist Film!

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Kubrick_obscura: CinemaForever, arte

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10.0Herausragend

Ridley Scotts bester Film!

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Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

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10.0Herausragend

Auf zahlreichen Ebenen wurde Ridley Scotts Arbeit betrachtet und erforscht, doch keine komplexe Theorie war je so stark wie die simpelste und eindringlichste These des Films: „Blade Runner“ zeigt eine zutiefst inhumane Welt, personifiziert durch einen ungreifbaren Großstadtmoloch, der Replikanten, künstliche Menschen, generiert. Deren Schutzbedürftigkeit und Wunsch nach einfachem Menschsein kulminiert in einem zutiefst humanen Grundappell, der in einem grandiosen Schlussmonolog Rutger Hauers Ausdruck findet. Fragen nach objektiver Realität und medialer Kodierung stehen der tragischen Erkenntnis gegenüber, dass mit jedem vergangenen Leben ein unschätzbarer Wissensverlust einhergeht. Ein filmisches Meisterwerk, herausragend inszeniert. Der beste Science-Fiction-Film aller Zeiten.

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Synopsis: zeitgeist Print & Online

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8.5Ausgezeichnet

Damals wie heute bahnbrechend. Das düstere Zukunftsszenario, in den meisten SciFi-Produktionen heute State of the Art, fand in "Blade Runner" seinen Anfang ...

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Kommentare (263) — Film: Blade Runner


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shazad.khokhar

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Bewertung1.0Ärgerlich

So habe mir über die Jahre immer mal wieder vorgenommen Blade Runner zu sehen und bin endlich dazu gekommen und bin enttäuscht.
Im Generellen bin ich ein Ridley Scott Fan und mag auch generell viele ältere Science Fiction Werke, aber mit dem Film kann und konnte ich nichts anfangen. Der Film wirkt für die heutige Zeit zu langwierig. Ohne Frage war er zu der damaligen Zeit etwas komplett neues, aber ich denke, wer in der heutigen Zeit aufgewachsen ist, der könnte mit dem Film Probleme haben.

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BlackLevel

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Bewertung9.0Herausragend

BLADE RUNNER ist zweifelsohne einer der bedeutendsten Werke, der dystopischen Filme.. Genauer gesagt, es ist DER Cyberpunk-Film schlechthin.

Verregnete Schauplätze, düstere Kulissen und eine konstant kühle und pessimistische Atmosphäre.. Das natürliche Grün fehlt gänzlich, hier dominiert nur das maschinelle Grau..

Das gesamte Setting des Filmes, sieht fantastisch aus.
Man muss sich vor Augen führen, dass der Film auch schon über 30 Jahre auf dem Buckel hat, was man ihm aber (abgesehen vielleicht von Frisuren der weiblichen Darsteller) nicht ansieht.

Die Darsteller gefallen allesamt in ihren Rollen.
Rutger Hauer allerdings.. überragt in seiner Rolle! Seine geniale Performance trägt maßgeblich dazu bei, das der Film seinen Kontext voll entfalten kann. Er trägt dieses Schauwerk fast allein auf seinen Schultern.

Nüchtern betrachtet ist der Plot, eine vergleichsweise dünne Handlung.
Die Tiefe bzw Bedeutsamkeit des Filmes, liegt im Detail.. inhaltlich ist BLADE RUNNER, aktueller denn je!

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deregenerator

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Bewertung4.5Uninteressant

Die Instrumentalisierung dupliziert einen Versuch und schematisiert deshalb die portablen Gegenwartskünste. Vielleicht übersetzt die Einrichtung des Kunstbetriebs variable Apparate und vereint akausale Arbeitsprozesse in ironischen Bildsprachen. Es ist jener Schaffensprozess der Annäherung an Begriffe und Definitionen welcher anstelle eines Loops einen Adapter rationalisiert. Konflikt wird methodisch im und für Handlungsansätze des skulpturalen Beitrags assoziiert. Die Rhythmen sind geprägt von einem dialektischen Zusammenhang des Strukturalismus und dessen Clusters aus Annäherungs- und Erfahrungswerten. Alles was übrig bleibt sind jene Individuen, minimal parametrisiert von kommutablen Schlüsselbegriffen ausserhalb des Korrektivs.

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Andy the X

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Du kommst dir bestimmt sehr schlau vor...


MaceWindu1998

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Mag den Film zwar auch nicht besonders, aber der Andy hat recht mit dem was er sagt:D


SpicyMåcHaggis

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wundervoll- beklemmende Dystopie in einschneidendem 50's- Sci-Fi - Look: durch bedrückend düsteres Set- Design wird eine surreale und doch nahbare Welt erschaffen welche den Spagat zwischen Zukunftsvision und post- apokalyptischer Gegenwartsästhetik außerordentlich stilvoll meistert.
Die vorherrschende Atmosphäre wirkt dermaßen dicht, dass kein einziger Atmer zum grandiosen Finale hin mehr übrig zu sein scheint. Die kunstvolle Leistung aller Schauspieler passt sich beängstigend gut in jede Phase dieses Films ein, wobei besonders die emotionale Entwicklung des von Rutger Hauer gespielten Charakters eine zentrale Rolle im Gesamtkonzept des Films einnimmt.
Beeindruckende Bilder, ein packender Plot und ein grandioser Soundtrack lassen Menschen wie Tiere darüber zweifeln, ob sich das Medium Film in den letzten 3 Jahrzehnten weiterentwickelt hat.

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Zak

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

"Das war irrational! Ganz abgesehen davon, daß es unsportlich war"
Gestern abend durfte ich zum ersten mal BLADE RUNNER sehen
Bin völig geplättet und begeistert...ich meine der Streifen hat 30 jahre auf dem Buckel und steckt jeden heutigen SF Film locker in die Tasche...GENIAL

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Zak

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JA!! JAA !!! JAAA!!!


Jaime_Ginstik

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Und ... äh ... JA!


The Freewheelin Fonda

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Zukunftsfilme der vergangenen Jahrzehnte,- nicht zu fassen wieviel Angst mir deren Bilder heute im Jahr 2014 machen.

2014, wenn man sich das mal überlegt, welches Bild sich Filmproduzenten in den 60ern, 70ern oder 80ern, schon für dieses Jahr ausgemalt haben.
Und genau das macht mir Angst, wieviel Zukunftsvisionen bereits wahr geworden sind.
Wie abhängig wir Menschen von Maschinen geworden sind, wie unser Bestreben für die Zukunft darin besteht diese Maschinen noch intelligenter zu machen.
Das wir in einer Zeit leben wo Großkonzerne eine noch nie dagewesene Macht erlangt haben und alles über das Individuum Mensch wissen, was aus Bequemlichkeit immer mehr individuale Züge verliert.
Natürlich, wir haben bis zum nächsten Jahr keine fliegenden Autos auf den Straßen und keine Kolonien auf den Mars aber das was in Science-Fiction Filmen wie dem „Blade Runner“ über unser gesellschaftliches Zusammenleben ausgesagt wird, ist bereits wahr geworden.

Ich schaue mir den Blade Runner an, Menschen die keine Menschen mehr sind, die keine Werte mehr haben, eine Gesellschaft in ihrer letzten dekadenten Zügen, der Mensch in seiner letzten Selbstüberschätzung als Krönung der Schöpfung, der selbst zum Schöpfer wird!
Was macht uns menschlich?
Weder eine gute noch eine schlechte Tat, sondern eine Tat die man frei wählt, aus eigener Überzeugung heraus, etwas was man auch manchmal gegen jede Vernunft unternimmt, nur um sich als Mensch zu fühlen.
Und das einzige was in dieser Welt, die hier gezeigt wird, noch frei wählt, was sich MENSCHLICH zeigt, ist eine von Menschen erschaffene Maschine.
Die Menschen sind nur noch leere Hüllen, die ihren Aufgaben nachgehen ohne sie zu hinterfragen, abgestumpft durch ihren Hochmut und ihre eigenen Errungenschaften, durch ihre Selbstanpreisung und die Werbung von Müll die übergangslos in den Alltag eingebaut wurde!

Man sieht diesen Film und sieht ein angebliches Zukunftsbild, ich sehe diesen Streifen und bekomme Angst, da wird doch schon in der gezeigten Gesellschaft leben, in dem System wo es uns egal ist keine Privatsphäre mehr zu haben, wo wir so geil darauf sind, dass alles immer schneller und reibungsloser von statten geht, dass wir vergessen haben zu leben, wo wir es hinnehmen von Werbung ÜBERALL zugemüllt zu werden.

Zu der Inszenierung, wie dieses Werk verpackt wurde, muss man wohl nichts mehr sagen.
Düstere Noir Stimmung, opulentes Setdesign, unglaublich starke Musikuntermalung und ein Ende, was einen noch lange verfolgen wird:

"All diese Momente werden verloren sein in der Zeit, wie die Tränen im Regen...
Zeit zu sterben."

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Martin Oberndorf

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Um die Uhrzeit auch nicht mehr, Fonda. :3
Gute Nacht :D


brucelee76

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Ein großartiger Kommentar Fonda, zu einem großartigen und düsteren Film :).


Zensemann

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Bewertung5.0Geht so

Schwierig wenn man das/die Bücher von Dick liebt, diesen Film zu mögen... Denke Dick hätte dieser Streifen nicht gefallen. Gute Litetatur zu verfilmmen ist halt ein Unterfangen, das fast immer in die Hose geht. Was in Büchern tiefsinnig ist wikt in Filmen oft als pseudointelektuelles Nichts welches sich hinter imposanten Bildern versteckt. Blendwek bleibt dennoch Blendwerk...

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Zensemann

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OK... mag aber lieber das Buch ;)


gunnar.wilhelmi

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Sowas soll ja nicht gerade selten vorkommen ;), zumal sich Buch und Film auch sehr deutlich von einander unterscheiden.


Jesba

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Bewertung7.5Sehenswert

Kann dem Buch leider, wie so oft, nicht das Wasser reichen.
Wenn man seine Erwartungen aber für den Moment vergessen kann oder wenn man das Buch noch nicht kennt, erwartet einen hier trotzdem ein ziemlich guter Film.

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thoen

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

und für alle denen der zusammenhang zwischen mode, film (hier speziell mugler und der blade runner) und kunst allgemein, bisher nicht klar war - hier ein kleine, großartige hilfe:
http://www.youtube.com/watch?v=3-rKoSJgriE
g e n i a l! ;)

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dannydiaz

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ich denke da immer an die Dior Show, in der die Models alle aussahen wie die Gesichter von Pitt und Norton nach dem Fight Club.
ich denke bei mir ist bald mal wieder an der zeit pret-a-porter zu gucken.


doeme28

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Bewertung4.0Uninteressant

Ich versuchte mich echt anzustrengen, dass ich diesen Film gut finde ;) aber hat mich leider nicht überzogen. Fand den Film nicht interessant. Die Hintergrundmusik fand ich sehr speziell, hat mir gefallen. Auch einige Szenen / Dialoge haben mir ebenfalls gefallen. Aber übers Ganze hat mir der Film nicht sehr gefallen.

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lacsap.willis

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Bewertung7.0Sehenswert

Präsident Ford war der Hammer

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Kunstmut

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Bewertung9.0Herausragend

Filmbewertung

Filmtitel: Blade Runner - Final Cut
Regisseur: Ridley Scott
Jahr: 1982 / 2007
Genre: Science Fiction / Film Noir
Laufzeit: ca. 113 min
FSK: 16

Kurzfazit: sehenswert

***SPOILER***

Prämisse:
Los Angeles 2019. Ein Blade Runner erhält den Auftrag Replikanten zu eliminieren, die auf einer Raumstation Menschen getötet haben und auf die Erde geflohen sind.

Favorisierte Sprachfassung:
Englisch!!
Wer sich den Film nicht auf Englisch ansieht, braucht sich den Film gar nicht erst anzusehen. Blade Runner ist einer dieser Filme, die im Originalton einfach perfekt sind.
Beispielszene: Deckard isst Nudeln bei einem Straßenimbiss und plötzlich tauchen Polizisiten auf und wollen, dass er mitkommt. Im Deutschen erhält man den Eindruck Deckard sei ein Idiot und schwer von Begriff - erst im Englischen hört man, dass der Polizist einen asiatischen Mischmasch spricht und Deckard ihn gar nicht versteht, weil er nur Englisch kann. Solche entscheidenden Nuancen fehlen in der deutschen Version und jemand der Blade Runner zum ersten Mal sieht - und dann eben auf Deutsch - versteht nicht, warum der Film so sehenswert und hörenswert ist.

Leistung der Schauspieler:
Harrison Ford+Rutger Hauer!
Was die beiden abliefern ist meisterhaft. Rutger Hauer hat als Roy Batty die Rolle seines Lebens und spielt den Anführer der Bösen - allerdings ist er aus meiner Sicht eher der Held des Filmes und die schillerndste Figur. Bei seiner Mimik und Gestik nimmt man ihm sofort ab, dass er ein hochentwickelter und intelligenter Roboter ist und am Ende des Filmes wirkt er "more human than human". Jedenfalls hat keine andere Person in Blade Runner so viel Menschlichkeit in sich (Seine Trauer beim Tod von Leon und später Pris - seine Wut, als er seinem Schöpfer gegenübertritt und seine philosophischen Gedankengänge während er in der Wohnung von J.F. Sebastian ist und sein melancholisches Nachsinnen über die Endlichkeit in seinem Monolog gegen Ende des Filmes). Am wenigsten Menschlichkeit hat Rick Deckard. Harrison Ford spielt den "Guten" als Antihelden und im Gegensatz zu den Robotern ist er überhaupt nicht menschlich, da er kaltblütig einen Replikanten nach dem anderen ausschaltet ohne dabei großartig Emotionen zu zeigen - nur in der eindrucksvollsten Stelle des Filmes - Rutger Hauers zeitlosem Monolog ("I've seen things you people wouldn't believe ...") - zeigt Deckard mal Emotionen - ihm ist klar anzusehen, dass er von Roy Battys Monolog beeindruckt ist (An der Stelle: So ziemlich jeder Zuschauer dürfte hier auch beeindruckt sein)
In den Nebenrollen glänzen William Sanderson (als J.F. Sebastian - die sympathischste Figur im ganzen Film), Joe Turkel (als Dr. Eldon Tyrell - wissenschaftliches Genie und Schöpfer der Nexus 6 Replikanten) und Sean Young (als Rachael - die tragischste Figur im Film)

OST:
Der Blade Runner Soundtrack von Vangelis ist meiner Meinung nach einer der schönsten, wenn nicht sogar der schönste OST überhaupt (andere Favoriten im Vergleich: Peter Gabriel - Passion (The Last Temptation Of Christ); Garry Schyman - I am Rapture - Rapture is me (Bioshock); Howard Shore (Herr der Ringe Trilogie); Gustavo Santaolalla (The Last Of Us); Yann Tiersen (Die fabelhafte Welt der Amelie)
Ich kann jedem von euch nur empfehlen: Kauft euch diesen Soundtrack! (Ich höre den Blade Runner Soundtrack quasi wöchentlich - vor allem ab 23 Uhr entfaltet er seine volle Wirkung)

Kamera / Schnitt:
Gut. Genauso will ich Filme sehen. Unaufgeregt und mit interessanten Perspektiven.

Emotionale Wirkung:
Blade Runner ist wie ein Besuch im Museum. Es mag Menschen geben, die dabei einschlafen - mich hingegen hat der Film auf vielen Ebenen angesprochen:
Geschichte / Science Fiction / Fotografie / Psychologie / Religion / Philosophie usw.
Es gibt so vieles zu sehen und zu hören in dem Film, dass es eine Freude ist. Als Zuschauer muss man sich dafür aber auf die Melancholie und Traurigkeit des Filmes einlassen. Wer einfach nur Schießereien, Explosionen und CGI sehen möchte, dem rate ich, sich lieber Avengers, Transformers oder Avatar anzuschauen.

Rationale Wirkung:
Ein Blade Runner erschießt mehrere Roboter und das war es. Klingt langweilig - ist es auch. Jedenfalls aus Sicht der Handlung. Allerdings wird drumherum eine epische Kulisse aufgebaut, die Musik ist unglaublich schön und die Darsteller sind hervorragend. Die in Blade Runner gezeigte Zukunft ist düster und schmutzig - und ständig regnet es. Ganz ehrlich: Genauso könnte die Zukunft aussehen! (Ausnahmen: In der echten Zukunft wären Deckards Wohung und die Polizeistation wohl hell erleuchtet - das es draußen regnet und es ständig dunkel ist, kann man nachvollziehen und ist durchaus realistisch. Aber die Dunkelheit innerhalb der Gebäude ist eher Mittel der Ästhetik, um die besondere Blade Runner Atmosphäre aufzubauen - aus dem Blickwinkel des Hard Science Fiction Fans, der auch gerne Geschichten der Brüder Strugatzki liest, ist das Unsinn)
Eine Sache schätze ich an Blade Runner übrigens besonders: Die interessanten Themen die der Film anschneidet und über die man nach Sehen des Filmes debattieren kann.
"Sind die Roboter nicht menschlicher als die echten Menschen?"
"Wird Roy Batty zur Jesus Figur stilisiert? - immerhin haut er sich einen Nagel durch die Hand (Stigmata Anspielung?), hat mit den anderen Nexus 6 Robotern eine Anhängerschaft und alles was aus seinem Mund kommt sind beeindruckende Gedankengänge, die philosophische Intelligenz offenbaren.
"Kann der Mensch etwas gegen die Zerstörung und Vermüllung des Planeten Erde unternehmen?"
"Wie sieht das Leben in der Zukunft aus und ist es wirklich so deprimierend düster und regnerisch und schmutzig?"
Usw. Sehr interessant ist übrigens der Wikipedia Artikel des Filmes - unbedingt mal lesen. (Eine der wirklich lesenswerten Wikipedia Seiten)

Fazit:
Blade Runner ist ein zeitloses Meisterwerk und gehört zu den Filmen, die man sich beliebig oft ansehen kann und die bei jedem Schauen besser werden.
Tipp: Schaut euch den Film nachts an wenn es draußen regnet. (Englische Sprachfassung!!) Und dreht dazu die Lautstärke ruhig etwas höher - dann kommt auch der schöne OST von Vangelis zur Geltung.
Viel Vergnügen mit dem Film.

Gruß

Kunstmut

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Kunstmut

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@gunnar.wilhelmi

Danke für den interessanten Kommentar.

Bisher bin ich immer davon ausgegangen, dass die Beleuchtung in "Blade Runner" deshalb so düster gehalten ist, um die bedrohliche, dunkle Stimmung eines Film-Noir aufzubauen und den Zuschauer somit zu emotionalisieren. Bei mir (und ich denke auch bei vielen anderen Zuschauern) hat das prima funktioniert. Wenn ich "Blade Runner" sehe, tauche ich jedes mal in diese faszinierende Atmosphäre des Verfalls ein.

Energiepreise? Wohl auch Wirtschafts- und Energiekrisen? Hmm. Das ist der erste sinnvolle Grund, den ich bezüglich der mangelhaften Beleuchtung in "Blade Runner" höre / lese (mal abgesehen von dem absichtlichen Stilmitteleinsatz zum Aufbau der richtigen Stimmung).

Es ergibt Sinn, dass Lichtquellen "punktuell" da eingesetzt werden, wo sie wirklich notwendig sind, um Stromkosten zu sparen. Das würde erklären, warum zum Beispiel Deckards Wohnung oder die Eingangshalle der Polizeistation nicht lichtdurchflutet sind.
Allerdings stelle ich mir dann wiederum folgende Frage: Sind LEDs nicht eine extrem helle Lichtquelle - vor allem, wenn man diese bündelt - und sind LEDs wirklich dermaßen teuer, dass es einer staatlichen Behörde, wie der Polizei nicht möglich ist, wenigstens ihre Büroräume hell auszuleuchten? (Vorausgesetzt, die Behörde / die Stadt / der Staat hat Geld - bzw. das private Polizeiunternehmen (zweite Möglichkeit) hat Geld zur Verfügung)
(Damit stelle ich die Frage an alle Physik- und Technikspezialisten: Ist es in einem düsteren, pessimistischen Zukunftsszenario, wie es in "Blade Runner" gezeigt wird, wirklich nicht möglich Räume hell zu erleuchten? Unter der allgemeinen Bedingung, dass alle Staaten der Erde ein gewaltiges Energie- und Ökoproblem haben. Würde mich mal interessieren.)

Regenschirme mit LEDs? Was zum ...?! Ich habe "Blade Runner" bereits dreimal gesehen, aber dieses kleine Detail ist mir bisher entgangen. Oh Mann, es wird Zeit, dass ich mir den Film nochmal ansehe ... :D


gunnar.wilhelmi

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@Kunstmut

Zweifellos setzt Scott die düstere Stimmung stilistisch ein. Da hast Du völlig Recht. Er arbeitet in Blade Runner mit vielen solchen Verfahren und Stimmungen. So wird Deckard auch sehr oft mit einer Neonreklame gezeigt, auch welcher das Kanji für Original steht, was ja eine ständige Anspielung auf die Frage seiner Identität ist.

Immerhin scheint mir aber die dunkle Stimmung durchaus auch logisch bedingt zu sein. Da die Stadt sehr groß und eindeutig dicht besiedelt ist, werden vielleicht die Ressourcen nicht reichen. Dass die Erde mehrere Katastrophen hinter sich hat wird ja ständig angedeutet. Mangelnde Ressourcen würden sehr hohe Preise bedeuten und nein der öffentliche Sektor hat selten wirklich viel Geld übrig. Das Polizeirevier zu Beginn ist ja auch nicht gerade im besten Zustand.

Vor vielen Jahren habe ich auch mal eine andere SF-Kurzgeschichte gelesen, wo die Ressourcen-Problematik anders gelöst wurde. Dort wurde die Bevölkerung in Gruppen eingeteilt, die farbig codiert waren und die Zuteilung der öffentlichen Ressourcen wurden dann zeitlich begrenzt der jeweiligen Gruppe zugeteilt. Außerhalb ihrer zugewiesen Zeit hatten die dann keinen Anspruch. Ausweis für die jeweilige Gruppe waren entsprechend farbige Uhren.

Zu den Schirmen. Damals waren LEDs erst in der Anfangsphase. Sie waren sehr teuer und in weiß gar nicht zu haben. Scott hat das mit den Schirmen anders gelöst. Der Haltestab war eine Neonleuchte, welche über ein Kabel mit einer starken Batterie versorgt wurden. Das Kabel lief einfach durch den Ärmel und da die meisten Leute lange Mäntel trugen, konnte da die Batterie versteckt werden. Heute ist das natürlich kein Problem mehr.
Solche Schirme gibt´s z.B. hier:
http://www.binaryguys.de/led-regenschirm-blade-runner-design

Als Bladerunner-Fan ist so ein Schirm natürlich Pflicht. Allerdings verbrauchen die LEDs auch hier recht ordentlich Strom. Die Knopfzellen geben recht schnell den Geist auf.


SeBBa91

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Nachdem ich "Blade Runner" vor Kurzem mal wieder gesehen habe, bin ich zu dem Entschluss gekommen Ridley Scotts Meisterstück zu einem 10 von 10-Film zu beförden. Er hats verdient. "Blade Runner" stellt in meinen Augen die perfekte Symbiose aus Form und Inhalt dar. Der Einfluss des Films auf spätere Werke ist genauso wenig von der Hand zu weisen wie die Tatsache, dass Sir Ridley Scott nie mehr an diesen ganz großen Film anknüpfen konnte. Da darf man durchaus skeptisch sein, wenn man bedenkt, dass ein Sequel zu "Blade Runner" längst beschlossene Sache ist.

Please don't fuck it up, Ridley!

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MaceWindu1998

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Bewertung3.0Schwach

Schade, das mir dieser Film nicht gefallen hat ...
Harrison Ford ist ein so toller Schauspieler und Ridley Scott ist ein sooooo großer Regisseur!
Naja, meine Erwartungen waren, als ich die Kritiker-Bewertungen gesehen hatte sehr hoch (9). Ich hatte Hochspannung und tolle Effekte erwartet, die aber nicht dominierend sind.
Leider fand ich die Charaktere dumm und der Film war teils sehr kitschig.
Aber vlt schaue ich mir den eines Tages ein 2. Mal an, denn ich würde den Film sehr gerne mögen!

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zazoo

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Hab den Film in meinem Leben schon 3 oder 4 mal gesehen. Davon hab ich es nur einmal geschafft nicht vor dem Ende einzuschlafen. Vielleicht resultieren die vielen positiven Bewertungen auch eher aus nostalgischen Gründen und dem Status als Kult-Cyberpunk.


soylent.green

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Der definitive Cyberpunkfilm. Vielschichtig, anspruchsvoll, ästhetisch wegweisend. Ein moderner Klassiker und vielleicht der beste Science Fiction Film überhaupt.

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Aal.Pacino

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Hust Hust Alien... Hust


PiDerGrieche

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Bewertung10.0Herausragend

Dieser Film ist für mich wie eine Beethoven-Symphonie, ich kann ihn mir immer wieder ansehen.

Leider wird oft vergessen oder nicht gewusst, dass die Romanvorlage von Philip K. Dick stammt, aus dessen Phantasie die Filmindustrie immer wieder ihre Ideen schöpft, wie zum Beispiel: Total Recall, A Scanner Darkly, Minority Report, Next, The Adjustment Bureau (Der Plan) oder Paycheck.
Im Bladerunner ist sein Roman: "Träumen Androiden von elektrischen Schafen?" virtuos umgesetzt worden.

Dick beschäftigte sich häufig mit dem Bewußtsein, der Täuschung desselben und der Frage wie weit wir uns unsere Welt nur einbilden und wie man das ausnutzen könnte.
In dieser Geschichte geht er der Frage nach, ob Maschinen je ein Bewußstein, ähnlich dem des Menschen erlangen werden und wie sie sich dann verhalten mögen, was sie denken und wovon sie Träumen. Philip K. Dick starb während der Produktion des Films und konnte ihn leider nicht mehr sehen. Die Atmosphäre des Films hätte ihm sehr gefallen.

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Dual

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Bewertung4.0Uninteressant

Auch bei der Zweitsichtung wurde keine Liebe draus.
Wie gern würde ich 8 Punkte geben... Es ist Blade Runner, ja Blade Runner.
Leider hat mich das alles recht kalt gelassen.
Schade, sehr schade...

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MaceWindu1998

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Ging mir leider genauso:/


Kunstmut

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Wartet auf Regenwetter und schaut euch den Film dann nachts an - so zwischen 23 Uhr und 2 Uhr morgens. Dazu dann den englischen Originalton anmachen und die Lautstärke höher drehen als unbedingt notwendig.

Wenn euch dann nicht die Kombination aus dem detailverliebten Szenenbild und dem schönen OST (Vangelis!) beeindruckt, entsprechen die Themengebiete: Science Fiction / Philosophie / Fotografie / Menschlichkeit / Religion wohl einfach nicht eurem Geschmack ...


Cupio

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Bewertung10.0Herausragend

"Ein Jammer, daß sie nicht leben wird! Aber egal, wer tut das schon?"
- Gaff -

Sicher könnte ich jetzt einen Roman über all die Aspekte schreiben, die Ridley Scotts neuromantischem Cyberthriller zu seinem verdienten Kultstatus verholfen haben.
Aber was könnte ich noch hinzufügen, was nicht schon seit 30 Jahren immer wieder in den Lobeshymnen ganzer Kritikerheere anklang?!
"Blade Runner" ist unvergessliches, ganz, ganz großes Kino von technisch, inhaltlich und optisch zeitloser Perfektion. Eine düstere, tieftraurige Schönheit von einem Film, der uns auf unvergeßliche Weise die Vergänglichkeit aller Dinge lehrt - und, daß wir den Tod nicht ändern, wohl aber den bewußten Umgang mit der eigenen Sterblichkeit lernen können..und MÜSSEN!
Ein Film, der wohl auch in 50 Jahren noch so wirken wird, als wäre er erst gestern gedreht worden. Ein regnerisches Opus über Hoffnung, Vergebung, Sterben und Menschlichkeit.

Und wenn die Menschheit nur eine Auswahl von einem Dutzend artverwandter Kunstwerke treffen dürfte, um sie als versiegelte, Zeugnis über ihre Schöpfer ablegende Flaschenpost in die Tiefen des Alls zu schicken:

Blade Runner müßte dabei sein!

Solche Filme fühlt jeder, der ein Nervensystem besitzt!

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Poke709

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Bewertung10.0Herausragend

Der oft gequälte und genauso oft zu unrecht gegebene Titel"Kultfilm"hat hier seine Daseinsberechtigung.Auch in der Zukunft wird man Mozart,Bach oder die Beatles hören und diesen Film auf welchem Medium auch immer genießen.

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Velly

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Die wunderbare Userwichtelkommentaraktion 2013 kommt für mich mit diesem Kommentar zu einem Abschluss. Er ist ein Geschenk für T00BI und musste leider ein wenig auf sich warten lassen, weil mein kleiner Neffe eben nicht mehr auf sich warten lassen wollte ;-)
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Die Einsamkeit ist wie ein Regen.
Sie steigt vom Meer den Abenden entgegen;
von Ebenen, die fern sind und entlegen,
geht sie zum Himmel, der sie immer hat.
Und erst vom Himmel fällt sie auf die Stadt.

........................................................................................Rilke

Es regnet...
Es regnet ununterbrochen Ströme auf diesen Moloch hernieder. Aus einem Himmel, dem die Sonne fremd scheint.
Aber auch alle Regenströme könnten nicht den Schmutz und den Verfall aus den Straßen waschen.
Der Regen spült die Verderbtheit von den Dächern der Stadt hinunter auf die geschundenen Gesichter der Großstadt.

.

Hier unten ist die Zukunft ausverkauft.

Sie lesen und hören nur davon, wenn sie die Köpfe heben und die Reklamen einer besseren Welt ihnen höhnisch entgegen lachen.
Hier unten, in diesem multi-kulturellen Schmelztiegel der gescheiterten Existenzen, schieben sich die Menschenmassen aneinander vorbei. Körperlich näher als je zuvor, aber auch so allein.
Die Sprachen vermischen sich zu einer neuen und doch versteht sich keiner.
Menschen, die wie abgestumpft scheinen. Menschen, die Spielzeuge zu Freunden haben.

Und zwischen ihnen die Replikanten, die Angst haben, zu sterben.

"…more human than human…"

Wo hört die Künstlichkeit auf und wo fängt der Mensch an?

"I think, Sebastian, therefore I am."

.

BLADE RUNNER erinnert uns daran, was es bedeutet, menschlich zu sein. Und er tut dies nicht über die Menschen, sondern über die Replikanten.
Die Replikanten, die in dieser zukünftigen Welt vielleicht wirklich „menschlicher als der Mensch“ sind. Die um ihr Leben und für eine Zukunft kämpfen. Die sich um einander sorgen. Die Reue zeigen…

"I've done..questionable things.."

.

Und wenn Roy Batty am Ende Mitgefühl im Angesicht des Todes entwickelt, dann ist es für mich völlig bedeutungslos, wie er entstanden ist.

Denn er IST.

Und in seinen letzten Augenblicken ist nur die Erinnerung an Schönheit und Größe in ihm und vielleicht ein Verständnis von Endlichkeit und ihrer Bedeutung.

"I’ve seen things you people wouldn’t believe. Attack ships on fire off the shoulder of Orion. I watched C-beams glitter in the dark near the Tannhauser Gate. All those moments will be lost in time like tears in rain… Time to die."

.

Wo hört die Künstlichkeit auf und wo fängt der Mensch an…?

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Alienator

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Der Soundtrack läuft bei mir grad rauf und runter!


Andy Dufresne

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Hammer!



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