Blade Runner
US 1982
- Genre
- Utopie & Dystopie, Cyberpunk, Actionfilm
- Inhalt
Deckard ist ein Blade Runner, ein Cop in der Zukunft, dessen Spezialität die Jagd auf Replikanten ist. Eigentlich will er sich aus diesem Geschäft zurückziehen, doch ein letzter Auftrag fordert seinen Einsatz: Fünf Replikanten haben ein ein Raumschiff gekapert und sind damit auf dem Weg zur Erde. Der Film zeichnet ein düsteres Bild einer möglichen Zukunft, und wirft die Frage auf, was Menschlichkeit eigentlich ausmacht, und warum das Leben so wertvoll ist.
- Cast
- Harrison Ford, Rutger Hauer, Sean Young, Edward James Olmos, M. Emmet Walsh, Daryl Hannah, William Sanderson — Mehr
- Regisseure
- Ridley Scott
- Autoren
- Hampton Fancher, David Webb Peoples
- Laufzeit
- 112 Minuten
- Zeit
- 2010er Jahre, Zukunft
- Ort
- Los Angeles , Mars
- Handlung
- Android, Auge, Barmherzigkeit, Dach, Duell, Dunkelheit, Ermittlung, Fahndung, Flüchtling, Gedächtnis, Gefühle und Charaktereigenschaften, Genetik, Gewissenskonflikt, Gnade, Hacker, Identität, Identitätskrise, Kampf, Kampf auf Leben und Tod, Kampfsport, Kopfgeldjäger, Künstliche Intelligenz, Leben und Tod, Lebensretter, Lebensverlängerung, Melancholie, Mensch gegen Maschine, Mitgefühl, Mord, Polizei, Polizist, Rettung, Selbsterkenntnis, Showdown, Suche, Suche nach Mörder, Test, Unterbewusstsein, Verfolgung, Verfolgungsjagd, Vergänglichkeit, Verhör, Verlieben, Verliebt in den Feind, Zweikampf
- Stimmung
- Spannend
Über diesen Film
Handlung
Los Angeles im Jahre 2019. Die Stadt ist ein einziger Moloch. Finstere, apokalyptische Stadtlandschaften, über denen gewaltige Höllenfeuer lodern, Gleiter zwischen riesigen Hochhaustürmen, Dauerregen, allgegenwärtige Rekl… — Mehr
Handlung
Los Angeles im Jahre 2019. Die Stadt ist ein einziger Moloch. Finstere, apokalyptische Stadtlandschaften, über denen gewaltige Höllenfeuer lodern, Gleiter zwischen riesigen Hochhaustürmen, Dauerregen, allgegenwärtige Reklametafeln und eine düstere Endzeit-Atmosphäre ohne Hoffnung. Ein besseres Leben wird den Menschen nur auf fernen Planeten versprochen. Erschlossen werden diese Welten durch Replikanten, Androiden, die über die mehrfache Kraft und Intelligenz von Menschen verfügen, äußerlich aber nicht von ihnen zu unterscheiden sind. Replikanten ist es bei Todesstrafe verboten, die Erde zu betreten.
Als vier Replikanten der hochentwickelten Nexus-6-Reihe Menschen töten und in einem gekaperten Shuttle auf die Erde fliegen, wendet sich die Polizei an den ehemaligen Blade-Runner Rick Deckard (Harrison Ford). Sein ehemaliger Chef (M. Emmet Walsh) eröffnen ihm, dass es sich bei den Replikanten um Roy Batty (Rutger Hauer), ihren Anführer, Leon (Brion James), einem Soldaten und Arbeiter, Zhora (Joanna Cassidy), einer Prostituierten und Attentäterin und um Pris (Daryl Hannah), einem Basis-Lustmodell, handelt.
Bei den Nexus 6 – Replikanten handelt es sich, bis auf ihre Gefühle, um vollkommene Kopien menschlicher Wesen. Da die Erbauer aber davon überzeugt waren, dass sie innerhalb weniger Jahre ihre eigenen Gefühle entwickeln würden, hat man sie nur mit einer vierjährigen Lebensspanne ausgestattet. Da sie mit Emotionen nicht umgehen können, sind sie nur durch einen speziellen Test zu entlarven, dem sogenannten Voight-Kampff Test. Hierbei werden die Reaktionen der Augen auf emotional aufwühlende Fragen gemessen
Deckard erhält den Auftrag, sie zu jagen und zu exekutieren. Diese Exekutionen werden euphemistisch “retirement” genannt. Ihm zur Seite wird der geheimnisvolle Gaff (Edward James Olmos) gestellt.
Seine Nachforschungen führen Deckart in die Tyrell-Corporation, wo die Replikanten entwickelt und gebaut werden. Er soll dort an einem Nexus 6 Modell die Tauglichkeit des Voight-Kampff Tests überprüfen. Tyrell (Joe Turkel) fordert Deckard auf, den Test an seiner Sekretärin Rachel (Sean Young) auszuprobieren. Er kann sie schließlich als Replikantin überführen, auch wenn er dafür ungewöhnlich lange braucht. Von Tyrell erfährt er, dass Rachel ein experimentelles Modell ist. Da sie über implantierte Erinnerungen verfügt, ist sie selbst davon überzeugt, ein Mensch zu sein.
Während Deckard und Gaff Leons Wohnung durchsuchen, sucht dieser zusammen mit Batty den Augenmacher Chew auf, um Informationen über ihre Lebensspanne zu erhalten. Dieser verweist sie an J.F. Sebastian (William Sanderson), einem Replikantendesigner, der sie zu Tyrell führen kann.
Als Decker später in seiner Wohnung erscheint, findet er dort Rachel, die auf ihn gewartet hat. Sie ist beunruhigt über den Ausgang des Tests. Um ihr Menschsein zu beweisen, zeigt sie ihm Bilder aus ihrer Kindheit und von ihrer Mutter. Deckard zerstört jedoch ihre letzte Hoffnung, indem er ihr eröffnet, dass es sich bei ihren Erinnerungen um künstliche Implantate von Tyrells Nichte handelt. Als sie merkt, dass sie nur ein Replikant ist, fängt Rachel an zu weinen, was Deckard sehr berührt. Er beginnt, an der Richtigkeit seines Tuns zu zweifeln.
Mit Hilfe von Photos, die er in Leons Wohnung gefunden hat, schafft er es, Zhora ausfindig zu machen. Sie arbeitet als exotische Tänzerin in einem Nachtclub. Deckard sucht sie auf und kann sie nach einer Verfolgungsjagd auch liquidieren. Bryant ist durchaus angetan von seinem Erfolg und eröffnet ihm, dass nun auch Rachel auf der Todesliste steht, da sie nach dem Test in der Tyrell-Corporation verschwunden ist.
Als Deckard sie daraufhin in einer Menschenmenge sieht, versucht er, zu ihr zu gelangen. Da wird er plötzlich von Leon angegriffen, der Zeuge von Zhoras Tod gewesen ist. In einem Kampf gelingt es ihm, Deckard die Waffe aus der Hand zu schlagen. Als er ihn kurz darauf töten will, wird er ausgerechnet von Rachel erschossen, die an Deckards Waffe gelangen konnte. Sie rettet somit dem Blade Runner das Leben.
Währenddessen konnten sich Roy und Pris in Sebastians Wohnung einquartieren. Sie können ihn davon überzeugen, ihnen zu helfen. Mit der Hilfe von Sebastian schafft es Roy, zu seinem Schöpfer Tyrell zu gelangen. Er verlangt von ihm, sein Leben zu verlängern. Tyrell hat jedoch keine Möglichkeit, Roys Leben zu verlängern und wird daraufhin von diesem umgebracht.
Deckard erfährt über Polizeifunk vom Tode Tyrells. Da auch Sebastian tot ist, wird er in dessen Wohnung geschickt. Dort wird er von Pris angegriffen, die er jedoch nach kurzem Kampf erschießen kann. Als Roy in die Wohnung zurückkehrt, findet er die tote Replikantin und weint um sie. Es beginnt nun ein finaler Kampf zwischen Deckard und Roy, wobei sehr schnell klar wird, dass er dem überlegenen Replikanten nicht gewachsen ist. Die Jagd endet schließlich auf dem Dach des Hauses, als der Blade Runner beinahe vom Dach stürzt und sich nur mit letzter Kraft an der Fassade festklammern kann. Als er sich nicht mehr halten kann, wird er jedoch von Roy gerettet, der ihn mühelos hochzieht. Doch die Zeit des Replikanten ist abgelaufen. In einem letzten Akt von Menschlichkeit hat er seine Bestimmung gefunden und stirbt vor den Augen des Blade Runners. Deckard selbst flieht mit Rachel aus der Stadt, auch wenn sie nicht wissen, wie viel Zeit ihnen noch bleibt.
Weiterführende Informationen
- Die Welt des Philip K. Dick
- Die unterschiedlichen Filmversionen des Blade Runner
- Wissenswertes zum Film
Weitere Informationen im Internet
Quellen
Poster und Merchandise zum Film im Fanshop
Kritiker — Ausgezeichnet 8.7
Der Film Blade Runner wurde von 52 Kritikern bewertet.
Ridley Scotts “Blade Runner” ist wohl etwas, das man ein Meisterwerk nennt - entweder man preist ihn, oder man hasst ihn. Doch woran liegt das?
Ich behaupte einmal, nicht an der Optik. Das der Film 26 Jahre alt ist, sieht man ihm zu keinem Zeitpunkt an. Opulente Kamerafahrten durch das Los Angeles der Zukunft und beeindruckende Bilder und Effekte setzen noch heute Maßstäbe. Dabei sind sämtliche Effekte nur Mittel zum Zweck - auf übermäßige Tricktechnik nur weil sie machbar wäre wird verzichtet, und das macht den Film so authentisch. Diese gezeigte Zukunft wirkt echt - keine CGI-Schlacht wie in neueren Science-Fiction Filmen.
Mit dem Soundtrack bin ich persönlich nicht ganz so glücklich. Auch wenn es in Filmen dieser Art damals wohl so üblich war, depressives Saxophon-Gedudel kann ich nicht leiden. Das verdirbt mir schon ziemlich den Film - der ansonsten aber gut ist. Was ansonsten an der Filmmusik von Vangelis so genial sein soll, erschließt sich mir n… — Mehr
Ridley Scotts “Blade Runner” ist wohl etwas, das man ein Meisterwerk nennt - entweder man preist ihn, oder man hasst ihn. Doch woran liegt das?
Ich behaupte einmal, nicht an der Optik. Das der Film 26 Jahre alt ist, sieht man ihm zu keinem Zeitpunkt an. Opulente Kamerafahrten durch das Los Angeles der Zukunft und beeindruckende Bilder und Effekte setzen noch heute Maßstäbe. Dabei sind sämtliche Effekte nur Mittel zum Zweck - auf übermäßige Tricktechnik nur weil sie machbar wäre wird verzichtet, und das macht den Film so authentisch. Diese gezeigte Zukunft wirkt echt - keine CGI-Schlacht wie in neueren Science-Fiction Filmen.
Mit dem Soundtrack bin ich persönlich nicht ganz so glücklich. Auch wenn es in Filmen dieser Art damals wohl so üblich war, depressives Saxophon-Gedudel kann ich nicht leiden. Das verdirbt mir schon ziemlich den Film - der ansonsten aber gut ist. Was ansonsten an der Filmmusik von Vangelis so genial sein soll, erschließt sich mir nicht so ganz.
In “Blade Runner” geht es um die Frage - was macht den Menschen zum Menschen? Darf sich der Mensch zum Schöpfer ernennen und wenn ja - darf er dann gleichzeitig über den Tod bestimmen? Wenn die Replikanten dem Menschen gleichen, wenn sie eine Erinnerung haben, Emotionen - was unterscheidet sie dann noch vom Menschen, sind sie vielleicht sogar menschlicher, als der Mensch je sein wird? Der Film ist kein Action-Reißer, benutzt wie gesagt seine Effekte und sein Setting nur als Mittel zum Zweck und erzählt in erster Linie nur seine Geschichte. Das ist Science-Fiction, wie sie sein sollte. Die Thematik ist immer noch aktuell und wird sie im Zeitalter des Klonens wohl immer bleiben. Harrison Fords Charakter ist dabei nicht der strahlende Held, eigentlich ist er ein Verlierer - den ganzen Film über steckt er nur ein, wird am Ende gar von seinem Gegner gerettet und erhält von ihm die Einsicht, dass sein Handeln vielleicht nicht so richtig ist, wie er es vielleicht einmal dachte. Am Ende kommen ihm (und dem Zuschauer) auch Zweifel, ob nicht vielleicht er selber ein Replikant ist, denn um zur Eingangsfrage zurückzukommen: Was macht einen Menschen zum Menschen? Und so bleiben bei Deckard die Zweifel, und das offene Ende stellt bewusst die Fragen, die in der “Original”-Version nicht gestellt wurden und scheinbar erst durch die Änderungen im Directors Cut auftauchten. Und das ist auch gut so. Denn so ein Film bedarf keines Happy Ends, denn es kann keines geben.
Sicherlich kann “Blade Runner” zu den Highlights der Filmgeschichte gezählt werden. Doch hat er auch seine Schwächen, hier und da kleine Längen, die eine 10er Punktzahl verhindern. Dies ist mit Sicherheit eine rein subjektive Wertung meinerseits die keinesfalls heißen soll, das man den Film als Filmfan nicht gesehen haben sollte, denn das ist auf jeden Fall so.
http://xander81.wordpress.com/2008/07/20/kritik-blade-runner-final-cut/
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The-Duke: Dukesmovieblog/powermetal/s...
Als der beste Sciencefictionfilm aller Zeiten wird er oftmals tituliert. Eine Bezeichnung, die aber zugegebenermaßen unumstößlich ist, hat man den Film auch nur schon ein einziges Mal gesichtet.
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Kommentare — Ausgezeichnet 8.1
Der Film Blade Runner wurde von 4544 Mitgliedern bewertet.
eXonic 2010/02/01 17:19:25
Ein bis ins letzte durchgestyltes und -detailliertes Science-Fiction-Meisterwerk. Unglaublich wieviele verschiedene Themen hier aufgegriffen werden, wie perfekt die komplette Optik ist und was für eine geniale Leistung Harrison Ford und Rutger Hauer abliefern. All das kann man als Zuschauer bei der ersten Sichtung überhaupt nicht wahrnehmen, wodorch sich Blade Runner noch viele weitere Male genießen lässt.
Zwar ist der Film manchmal ziemlich weit weg vom Roman und greift wichtige Dinge nicht auf, was jedoch kein Manko ist, denn als 1:1 Verfilmung hätte dies bestimmt nicht so gut funktioniert, v.a. der Endkampf.
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
schorry 2010/01/31 19:11:29
langweilig !
ein film ohne action !
reine zeitverschwendung
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SosiWaroo 2010/01/25 11:16:13
"Blade Runner" im Final Cut auf Blue Ray. Sehr feine Qualtät. Für mich ergab sich, obwohl ich den Film schon einige Male gesehen habe, ein neues Seherlebniss. Sehr empfehlenswert.
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Der Film Blade Runner gehört zum Genre Utopie & Dystopie, Cyberpunk. Regie führte Ridley Scott.
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Einer der ersten SiFi-Filme, der seinerzeit die Zukunft nicht sauber/steril sondern schmutzig zeigte. Keine Raumschiff-Laserduelle, sondern Stadtleben machte den Film damals umso untypischer für das SiFi-Gerne.
Philip K. Dick ist mit seinen Buchvorlagen ist auch hier für eine interessante Grundidee gut.
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