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Broken Flowers

Broken Flowers (2005), FR/US Laufzeit 106 Minuten, FSK 0, Road Movie, Komödie, Kinostart 08.09.2005


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7.4
Kritiker
40 Bewertungen
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7.3
Community
5500 Bewertungen
71 Kommentare
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von Jim Jarmusch, mit Bill Murray und Jeffrey Wright

Bill Murray geht in Broken Flowers von Jim Jarmusch vergangenen Liebschaften auf den Grund und sucht verzweifelt die Mutter seines Sohnes.

Der Tag fängt gar nicht gut an für Don Johnston (Bill Murray). Erst wird er von seiner sehr viel jüngeren Freundin Sherry verlassen, dann flattert auch noch ein rosafarbener Brief ins Haus. Keine Liebesbotschaft, sondern die späte Quittung für eine frühere Liaison des ergrauten Don Juan: Sein inzwischen 19-jähriger Sohn werde ihn aufsuchen, droht die anonyme Schreiberin. Doch wer ist die Mutter? Ginge es allein nach Don – er würde gewiss weiter sein Sofa hüten und die Dinge auf sich zukommen lassen. Aber sein Nachbar Winston (Jeffrey Wright) kann die lethargische Couchpotato zu detektivischen Nachforschungen überreden. Und so startet Don eher widerwillig und mit rosa Blumen bewaffnet eine aberwitzige Reise in seine Vergangenheit. Vier Frauen in vier verschiedenen Städten kommen als Mutter des unbekannten Sprosses in Betracht.

Hintergrund & Infos zu Broken Flowers
Um den Ursprung des Briefes, der Don über seinen Sohn aufklärt, möglichst undurchschaubar zu machen, ließ Regisseur Jim Jarmusch jede der vier Frauen-Darstellerinnen (Sharon Stone, Frances Conroy, Jessica Lange und Tilda Swinton) einen Brief aus der Sicht ihrer Figur an Don schreiben, in denen sie mögliche Motive etc. nennen sollten. Diese vier Briefe schmolz er zu einem einzigen zusammen, in denen jede der Figuren zu Wort kommt.

Ein kleines Augenzwinkern ist auch die Szene, in der ein VW Käfer mit vier jugendlichen an Bill Murray vorbeifährt, und er eine ungewöhnliche Ähnlichkeit zu einem der Insassen erkennt. Diese Ähnlichkeit kommt nicht von ungefähr, denn der Jugendliche im Auto wurde von seinem Sohn Homer Murray gespielt.

Broken Flowers feierte seine Premier im Jahr 2005 beim Filmfestival Cannes. Dort gelang ihm auch eine Nominierung für die Goldene Palme und der Gewinn des Großen Jury-Preises. (ST)

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Cast & Crew


Kritiken (4) — Film: Broken Flowers

kobbi88: Die Drei Muscheln

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8.0Ausgezeichnet

Bill, du alter Charmebolzen, du kannst es also immer noch.
Du siehst zwar nicht besonders toll aus. Dein Gesicht hat ne merkwürdige Form, dein Körper noch mehr. Du kuckst immer so melancholisch, so traurig. Lächeln sieht man dich nur selten. Und oft schaust du auch so, als ob dich die Welt um dich herum nichts angeht. Und trotzdem kriegst du Sharon Stone ins Bett, schaffst es, dass dich Alexis Dziena in Unterwäsche beim Abschied nicht aus den Augen lassen will.
Auf deiner Reise zu deinen Verflossenen irrst du durch die Vereinigten Staaten. Lustlos, antriebslos. Und doch macht es eine solche Freude, dir dabei zuzusehen.
Obwohl du langsam durch die Gegend schleichst, meistens nur irgendwo rumsitzt und hin und wieder ne höfliche Antwort vor dich hingrummelst, so wirkst du so unglaublich sympathisch wie kaum ein anderer. Selbst im Trainingsanzug wirkst du nie lächerlich, du hast immer einen gewissen, sehr eigentümlichen Stil.
Und du schaffst es, diesem Film von Jim Jarmusch, diesem scheinbar bunt zusammen gewürfelten Haufen verschiedenster, zum Teil doch sehr merkwürdiger Damen, diesem Querschnitt durch die amerikanischen Sozialschichten, ein verbindendes Element zu geben. Ein (ziemlich zerknautschtes) Gesicht. Durch dich hält der melancholische und humorvolle Film, dieser untypische Roadmovie zusammen. Durch dich und, wie sollte es bei einem Jarmusch-Film auch anders sein, durch die Musik.
Du gibst der Jarmusch-Stimmung, dieser melancholisch-witzigen, ein bisschen swingend-jazzigen und einfach nur sympathischen Jarmusch-Stimmung in diesem Film ein Gesicht.

Und dafür, lieber grummeliger, zerknautschter und so megasympathischer Bill, dafür wollte ich einfach mal Danke sagen.

29 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 13 Antworten

Lydia Huxley

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Eine sehr schöne Danksagung! Der Mann ist so großartig, in dem was er tut. Vor allem habe ich das Gefühl, dass er sich selbst immer treu bleibt :)


kobbi88

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Danke Lydi :D Murray ist wirklich immer er selbst. Ich glaub auch, dass er sich gar nicht groß verstellen braucht, eigentlich spielt er sich immer nur selbst. Aber wenn man so toll ist wie der Bill, warum sollte man dann was anderes spielen :D


Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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9.0Herausragend

Ich habe lange keinen Film mehr gesehen, der in seiner Narration so unaufgeregt und gemächlich daherkam wie Jim Jarmuschs Tragik-Komödie „Broken Flowers“. Natürlich, Bill Murray ist das zentrale Element dieses Film, der den gealterten Frauen-Held Don Johnston spielt, der sein Leben mittlerweile völlig antriebslos auf dem Sofa sitzend vor dem Fernseher verbringt, bis er eines Tages von einem rosa Brief aufgerüttelt wird, in dem geschrieben steht, dass er Vater eines nunmehr neunzehnjährigen Sohnes sein Angetrieben von seinem einzigen Freund Winston macht sich Don auf die Reise durch das Land um fünf Verflossene zu besuchen, die als Mutter seines angeblichen Sohnes in Frage kommen könnten. Diese Odyssee führt Don nicht nur durch das Land, gleichzeitig inszeniert Jarmusch eine Reise quer durch alle Schichten der amerikanischen Gesellschaft. Voller Melancholie erzählt, wird der Film zu keinem klaren Abschluss kommen, der Zuschauer bleibt ratlos zurück, mit mehr als nur eine offenen Frage im Kopf. Was von diesem Film bleibt sind ruhige, schöne Bilder und ein Bill Murray, der seinen Charakter mit seiner ihm eigenen Mimik vortrefflich zu verkörpern weiß. Nicht zu vergessen der schöne Score, der den ganzen Film mit einer melodisch-fröhlichen jazzigen Musik unterlegt, die somit die gezeigten Bilder wunderbar kontrastiert. „Broken Flowers“ ist ein ungeheuer intensiver Film, der seine Wirkung vor allem aus der Atmosphäre zieht, die er selbst erzeugt. Exemplarisch sei an dieser Stelle auf das Dinner mit einer seiner Ex-Frauen (Tilda Swinton) und deren Mann hingewiesen, welches auf Grund der vortrefflichen Inszenierung und des tollen Spiels der Schauspieler eine so unbehagliche Stimmung erzeugt, dass der Zuschauer am liebsten selber aufstehen und den Raum verlassen möchte

Kritik im Original 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

maria-ri-mann

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Hallo! Tilda Swinton spielt in diesem Film aber die Rockerbraut Penny, und nicht die Dora, mit der er zu Abend isst.


Bandrix

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Genau!


Flibbo: Wie ist der Film?

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8.0Ausgezeichnet

Bill Murrays resignierter Gesichtsausdruck ist schlichtweg grandios. Je älter er wird, desto tragikomischer scheint er spielen zu können. Genau das macht „Broken Flowers“ zu einem wunderbaren Film, da der Hauptdarsteller die Gesamtatmosphäre in sich vereint. Für leise Komik sorgen die verschiedenen (ebenfalls toll besetzten) Figuren, auf die Don trifft und die seine Reise zu einem fesselnden Erlebnis machen. Dabei zeigt Ausnahmeregisseur Jim Jarmusch alles höchst lakonisch und mit größter Ruhe, aber ohne Langeweile, perfekt untermalt mit einem träumerischen Soundtrack. Es werden viele Symbole und Anspielungen platziert, aber ohne zu erklären. Da ist dann der Zuschauer gefragt. [...]

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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...

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6.5Ganz gut

Der schönste, kauzigste, hinreißendste und lustigste Wettbewerbsbeitrag des diesjährigen Festivals von Cannes: Ein sensationell entspannter Jim Jarmusch schickt seinen ebenso lässigen Hauptdarsteller Bill Murray auf einen absurd-komischen Roadtrip durch seine Vergangenheit und gibt ihm alle Möglichkeiten, sein brillantes schauspielerisches Talent auszuspielen...

Kritik im Original 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Bandrix

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Da hat Moviepilot sich aber verklickt. Von Grass gibt "Broken Flowers" 4 von 5 Sternen. Das sind mehr als 6,5!



Kommentare (66) — Film: Broken Flowers


Sortierung

based_god

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Bewertung9.0Herausragend

Unterkühlt und doch herzerwärmend.

Die Suche Don Johnstons (dessen Name nicht zu unrecht Don Juan ähnelt, grandios gespielt von Bill Murray) nach seinem Sohn und den damit verbundenen Besuchen bei seinen Ex-Liebschaften ist eine Geschichte, die sich oft wiederholt. Anstatt auf seiner Reise etwas dazu zu lernen bleibt er immer gleich verschlossen und gleich verunsichert. Jim Jarmusch versteht es dabei wie eh und je, den Zuschauer keine Bindung zum Hauptcharakter aufbauen lassen und sich somit mehr auf die eigene Weisheits-Suche zu konzentrieren. Hoffentlich mit mehr Erfolg als der Protagonist. Gleichzeitig karikiert er das Bild eines Amerikas, in dem es von resignierten Persönlichkeiten nur so zu wimmeln scheint. Die Charaktere (allen voran Don Johnston und sein Nachbar Winston) sind wie man es sich vom Regisseur gewohnt ist toll gezeichnet und die Musik-Auswahl ist exzellent. In unterkühlter Atmosphäre und nicht ohne Humor tritt unser Held also von einem Fettnäpfchen zum nächsten und versteht am Ende, wie der Zuschauer die Welt nicht mehr.

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jacker

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Unvergleichlicher Film! Seitdem höre ich immer mal wieder Ethio-Jazz :)


CalrethTBL

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Bewertung7.0Sehenswert

Es erscheint merkwürdig, dass ein Gefühl wie Melancholie gelegentlich auch gute Laune hervorruft. Diese Verbindung gelingt Regisseur Jim Jarmusch mit "Broken Flowers" auf beeindruckende Art und Weise. Denn der Film ist genau das: ein toller, kurzlebiger Feel-Good-Movie, dessen Plot eigentlich alles andere vermuten lässt.

Gespickt mit zahlreichen bekannten Darstellern blickt Bill Murray als alternder Lebemann "Don Johnston" zurück in seine romantische Vergangenheit. Mit der unerwarteten Botschaft, einen Sohn zu haben, reist er durchs Land und besucht all seine ehemaligen Flammen, um Hinweise zu sammeln. Unterstützt wird er dabei vom großartigen Jeffrey Wright, den man unlängst auch in "Boardwalk Empire" bewundern kann.
Was womöglich etwas langatmig oder gar langweilig wirken könnte, entwickelt sich zu einem so liebevoll inszenierten Roadmovie, der so gut wie keine dramaturgischen Längen hat - getragen wird das Ganze selbstverständlich von Bill Murray, dem Großmeister der melancholisch-zynischen Auftritte.

Ohne eindeutiges Ende, aber mit der schönen, alten Frage nach dem Sinn des Lebens (mit dem dankbaren Verzicht, diese nicht pathetisch zu beantworten!) folgt man Don Johnston durch seine Vergangenheit und beobachtet ihn sehr gern dabei, wie er darüber nachdenkt; Murray schafft das in den meisten Szenen sogar, ohne auch nur ein Wort zu sprechen!

Insgesamt erscheint "Broken Flowers" wie ein Musikvideo eines alten Bob Dylan-Hits: voller Melancholie und menschlicher Fehler, aber niemals die Hoffnung verlierend. Der Film verleiht ein angenehmes Gefühl - eine schöne, kurze Erfahrung. Mehr aber auch nicht.

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Kurono

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Bewertung7.5Sehenswert

Don Johnston (man beachte das t) hat die besten Jahre seines Lebens hinter sich, doch schlimm ist das für ihn nicht, hat er doch sein Leben genossen. Vor allem mit den Frauen hatte er seinen Spaß. Auch seine berufliche Lebensleistung kann sich durchaus sehen lassen.
Einzig mit einer eigenen Familie hat es nicht geklappt, wobei das auch nie ein Thema für ihn war, zumindest bis ihn ein Brief erreicht. Seine vielen Frauengeschichten hatten wohl doch Folgen, denn in dem Brief heißt es, er wäre Vater eines inzwischen 19-jährigen Sohns.
Die Glaubwürdigkeit des Briefes scheint zweifelhaft, erst recht da der Absender nicht bekannt ist. Dennoch macht sich Don widerstreben auf die Reise, um die Mutter seines hypothetischen Sohnes zu finden oder zumindest die Autorin des Briefes. Eine Reise durch Dons Vergangenheit und Amerikas Gegenwart beginnt.

„Broken Flowers“ kommt im bekannten Indie-Schick daher. Gemächliches Tempo, verschrobener, scheinbar emotionsloser Protagonist, lange Einstellungen, und das fast schon zelebrieren des Alltäglichen. Das dabei keine Langeweile aufkommt, liegt an der interessanten Geschichten und am Humor, der sich zwar nie stark in den Vordergrund drängt aber dem Ganzen doch eine gewisse Leichtigkeit verleiht. Das ist auch ganz gut so, denn je länger wir mit Don zusammen sind, desto deutlicher spüren wir seine Einsamkeit aber auch die Einsamkeit der Menschen, die er auf seiner Reise begegnet. Auch der Jugend scheint man nachzutrauern. Das ist ja aber auch verständlich. In der Jugend gibt es nur die Zukunft. Sie ist voller Hoffnung und Träume. Diese Hoffnungen und Träume sind nun von der nüchternen Realität verdrängt und es gibt nicht nur die Zukunft, sonder auch eine inzwischen recht große Vergangenheit. Vielleicht hat man inzwischen sogar schon mehr Vergangenheit als Zukunft.

„Broken Flowers“ ist insgesamt sehr nüchtern. Wirklich dramatisch wird es nie, andererseits ist es auch kein Feelgoodmovie. Unaufgeregt reisen wir mit Don durch die USA und fragen uns vielleicht dabei selbst, was wir vom Leben eigentlich erwarten.
Ein irgendwie schöner Film.

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aimee

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Bewertung6.5Ganz gut

Ich mag Bill Murray, sehr sogar. Und ich mag auch seine 100 Variationen des Gesichtsausdrucks "Zero Fucks Given". Im Ernst, dem Mann dabei zuzusehen wie er scheinbar seine Emotionslosigkeit ins Unendliche perfektioniert, dabei wird es mir nie langweilig. Dann sagt er auch noch einige Worte und die treffen lakonisch, wie sie daherkommen, immer auch noch ins Schwarze, so oder so. - "Ich hab nichts gesagt."

Leider ändert das nichts daran, dass der Film insgesamt etwas lahmt und irgendwie zwischen Tür und Angel herumsteht ohne was zu sein. Der eigentlich tolle Plot hat sich besser gelesen, als er für meinen Geschmack letztlich inszeniert wurde. Alles ist um die Figur Don herum arrangiert, grundsätzlich der richtige Ansatz für diese Story. Mir scheint jedoch, als färbte die Figur zu sehr auf alles andere ab. Leicht behäbig wie Don, schleppt sich der Film dann gleichfalls so dahin, und die Szenerie ist allenfalls so grau wie des Protagonisten Haarpracht. Wenn das so gewollt war, dann funktioniert es für mich nicht hundertprozentig. Die Figur der Tilda Swinton erschließt sich mir leider gar nicht und die letzten 15 Minuten, die sich Jim Jarmusch zudem überlegt hat, sind mir dann auch leider etwas zu konfus. Das Ende empfinde ich als unbefriedigend. Was will man mir sagen? Mir fehlt hier einfach die Aussage und -- Achtung Spoiler -- ich bleibe ähnlich ratlos zurück, wie ein Don Johnston in der letzten Einstellung.

(Der Soundtrack ist toll!)

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aljoscha.overkamp

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Bewertung7.0Sehenswert

Der Streifen strahlt eine angenehme melancholische Ruhe aus... passt gut wenn man selbst in einer ähnlichen Stimmung ist, weder erheiternd noch unangenehm. Schöne Bilder und natürlich Bill Murray machen das ganze ziemlich sehenswert.

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Bassewitz

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Bewertung5.0Geht so

Dieser Film hat mir vor Augen geführt, wie ungeduldig ich sein kann. Ich habe nichts gegen Filme oder Bücher die sich etwas Zeit nehmen um beispielsweise Charakteren mehr Tiefe zu verleihen oder eine Atmosphäre rund um eine bestimmte Gegend zu schaffen oder ein Gefühl zu vermitteln. Dieser Film wirkte auf mich wie eine Version von mir, die an einem Sonntag mit Kater vorm Fernseher liegt. Es ist irgendwie Gang und Gebe geworden in Indie-Filmen Charaktere so zu zeigen, wie sie völlig emotionslos und steif irgendwo rumstehen, aber Bill Murray treibt es meiner Meinung nach auf die Spitze damit, hier wurde echt etwas übertrieben. Das blöde ist nämlich, dass sein Charakter als Don Juan bezeichnet wird, aber ich musste mich ganze Zeit während dem Film fragen, wie zum Teufel er mit seiner tranigen Art all diese Frauen überhaupt verführen konnte.
Dazu kommt der Rest, der einfach nicht meins ist: sehr unnötig lange Szenen in denen nichts passiert (Autofahrten, Wartereien etc.), generell hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte eigentlich sehr spannend ist, wenn man sie von diesen unnötigen nichtssagenden Szenen (besonders die am Anfang) befreit hätte. Denn die Szenen in denen er die Frauen trifft, fand ich grandios, vor allem durch die vielen weiblichen Darsteller (auch wenn Tilda Swinton gerade mal einen zwei Minütigen Auftritt hinlegt). Als schließlich der Abspann kam, dachte ich nur: Achso, das war's jetzt, ja? Ok... Schade.

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Moncineo

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Exakt meine Empfindungen über dieses Werk wiedergegeben.
Schließe mich daher wortlos an.


KAbitz

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Stoisch getaktet präsentiert der Independant-Guru Jim Jarmusch eine melancholische und grotesk verzerrte Heldenreise, in der Bill Murray auf den Spuren der Vergangenheit stichprobenartige Einblicke in amerikanische Haushälte erhält.

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Jxnx1312

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein sehr liebevoll gestalteter Film.
Ich habe vorher den Trailer gesehen und die Kurzbeschreibung gelesen und dachte eigentlich ,dass er mich etwas langweilen würde, dem war aber nicht so.
Bill Murray ist ein großartiger Schauspieler, der auch hier wieder sein Können unter Beweis stellt.

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Kalkwerker

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein unbeteiligt und leicht somnambul wirkender Bill Murray erhält in seinem tristen Heim einen Brief mit einer Nachricht, welche sein Leben verändern könnte. - Spoiler ! -Die Hoffnung auf etwas Lebenssinn erfüllt sich auf seiner großen Reise aber nicht. Alle ehemaligen Partnerinnen scheinen aber ein gleichfalls banales und tristes Dasein zu fristen. Es wird weder das Geheimnis gelüftet, noch eine verpasste Chance erkennbar.
Ein Film, den man sich ohne den grandiosen Bill Murray mit seinem desillusionierten, traurigen Blick, schwer vorstellen kann.

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thraka

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Bewertung5.0Geht so

Konsequent für und in einem Jarmusch-Film: SLEEP´s beseelte Hymne "Dopesmoker"!

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Alienator

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Bewertung5.5Geht so

Das alte Problem bei Jarmuschfilmen ist, das sich die Art der Betrachtungsweise eines Jarmusch dem normnalen Betrachtungswinkel eines üblichen Films entzieht. Seine Art zu drehen ist sehr langsam. Die Kamera verharrt auf Gesichtern oder Situationen ohne wirklich was zu sagen. Eine gradlinige Geschichte ist selten der Fall. Aber genau das ist ja der Reiz solch eines Filmes. Jarmusch betont selbst, dass das Leben nicht rational sondern emotional verläuft. Und so dreht er auch seine Filme. Sie folgen eher den Emotionen statt dem Rationalen. Hauptaugenmerk seiner Filme liegt nunmal auf den Charakteren. Auch wenn Figuren nur für ein paar Minuten auf der Leindwand zu sehen sind (wie hier die Reihe der weiblichen Schauspieler), gibt noch jede kleine Nuance die Chance auf Charakteriserung. Das ist manchmal schwer verdaulich, weil man beim ersten Hinsehen keine Intention der Figuren entdeckt. Nur später wird einen klar, was dort passiert ist.Die stärkste Szene in diesem Film ist die Friedhofsszene.

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The Freewheelin Fonda

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Bin da hundertprozentig bei dir! Ich liebe Murray in all seinen Comedy Filmen durch seine einzigartige Art. Will nicht behaupten er knn nichts anderes aber mir gefällt der bei Komödien am Besten. Und zum Glück erfreut er uns Fans alle paar Jahre immer wieder durch Produktionen mit Wes Anderson :D


Alienator

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Muss ich auch so unterstreichen.


BigGizzle

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Bewertung5.0Geht so

Mein Kollege meinte, denn muss ich mir einfach anschauen. Klasse Film und so weiter. Als der Abspann lief habe ich mich gefragt warum eigentlich. Ganz ehrlich, ich glaube es liegt daran das er 30 Jahre älter ist als ich und somit viel mehr paralellen zu Don Juan sieht als ich.
Klar Murray spielt wie gewohnt den gelangweilten Frauenheld, dass funktionert auch. Die Mimik ist einfach Klasse, daher auch meine mittelmäßige Bewertung.
Aber der Rest war doch extrem langweilig und ich konnte mich einfach null mit Murray´s zerrissenheit identifizieren.

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makemyday

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

netter, ruhiger film mit vielen trockenen, witzigen situationen. schön.

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Mr. Pink

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Hier gefallen mir vor allem die kleinen Dinge. Minimale Gesten in Schauspiel und Inszenierung, subtiler Humor, wie wenn Winstons Frau ihm sagt, dass er nicht mehr rauchen soll und er gleich darauf um die Ecke geht, um sich einen Joint anzuzünden, oder wenn er Don dann sagt, er solle auf rosafarbenes achten, und es das natürlich bei allen Frauen zu finden gibt, die Herz-Ohrringe von Lolita und so weiter und so fort. Solche und viele andere Details machen diesen Film zu etwas ganz Besonderem. Und auch sonst ist das Ganze überaus gelungen und gefällt mir sehr. Ein alternder Don Juan begibt sich ungewollt auf einen bewegenden Road Trip, um seine vergangenen Beziehungen aufzuarbeiten. "Broken Flowers" ist dabei ein sehr ruhiger, leiser Film, der weniger durch eine spannende Geschichte oder ausgefeilte Dialoge überzeugt, sondern eher durch die magische Atmosphäre, die Dons Reise durch die Weltgeschichte hier umgibt. Und natürlich liegt es auch an Bill Murray, dass alles so gut funktioniert. Er passt hier mit seiner lakonischen Art perfekt rein. Unterstützt von ebenso tollen Nebendarstellern spielt er seine Rolle immer mit einer hervorragenden Mischung aus trockenem Humor und dramatischem Ernst, sodass es auf mich absolut faszinierend wirkt, wenn Don Johnston (mit 't'!) sinniert, reflektiert und versucht, sich selbst zu finden.

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The Freewheelin Fonda

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Bewertung5.0Geht so

Für alle die diesen Film sehen, sollte als erstes klar sein, dass es sich hier nicht um eine typische Murray Komödie handelt, sondern um einen Roadmovie in dem der alternde Don Johnston, der nichts mit seinem Leben anzufangen weiß. auf der Suche nach seinem Sohn ist, was mit unter auch recht deprimierend ist.
Der Streifen lässt sich insgesamt viel Zeit(trotz keiner zwei Stunden Laufzeit) um die Charaktere einzuführen und es kommen auch viele Szenen vor in denen man einfach nur eine Aufnahme von Bill Murray hat, der schweigend irgendwo sitzt und nichts sagt. Solche Szenen die den Zuschauer kaum unterhalten kommen des öfteren vor und dienen in meinen Augen dazu eine Tiefe im Film zu gestalten auch wenn er in meinen Augen nicht unbedingt sehr tiefgründig war. Der Film ist in gewisser Weise gut inszeniert, da mir STELLENWEISE der Stil des Films auch zusagt aber insgesamt ist der Film recht nichtssagend auch wenn mir meine zweite Sichtung um um einiges besser gefallen hat als die erste und ich mich hier auch mit dem Soundtrack des Films anfreunden konnte der zum Thema des Films passt.
Trotzdem sollte man bei dieser Thematik, dann doch eher auf Lost in Translation zurückgreifen der ein paar Nummern besser ist. Dort passt die ,,passive" Art von Bill Murray auch um einiges besser den ich hier zum aller ersten mal in einem Film, nicht unbedingt fehlbesetzt aber schon als austauschbar bezeichnen würde.

Das Ende des Films mag keine gute Auflösung liefern aber der leicht ironische Ausgang passt zu diesem Streifen und ist recht gut gelungen.

Der Film will durchgehen Melancholie vermitteln, was durch seinen einseitigen Darsteler und die einseitige Erzählweise für mich aber doch eher in Langeweile ausartete.

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The Freewheelin Fonda

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Als ich den Streifen hier das zweite Mal betrachtet hab, hat sich mir dieser Sinn der dahinter steckt auch erschlossen, doch trotzdem konnte ich mit diesem Film nichts richtiges anfangen. Der ganze Film hat mich leider nicht so berührt wie er es wollte und ich war leider eher gelangweilt als diese stillen Szenen als Kunst anzuerkennen.
Bei deinem Kommentar habe ich mich etwas an the Tree of life erinnert, auch ein ,,ereignisloser" Film der den Zuschauer ebenfalls nicht durch eine fesselnde Handlung unterhalten soll, sondern auch zum nachdenken anregen soll. Bei The Tree of life(der nicht umbedingt vergleichbar mit Broken Flowers ist, da TOL viel intensiver war) war ich nachhaltig beeindruckt und hinterher hat mich dieser Film auch dazu angeregt über das Leben nachzudenken aber zu Broken Flowers hab ich leider keinen wirklichen ,,Zugang" bekommen weshalb ich diesem Werk auch nicht mehr als 5 Punkte geben würde.


jacker

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Solch eine Ebene ist auch viel subjektiver, es gibt viel weniger greifbares, was man als Anker nutzen kann. Entweder die Stimmung schlägt über, oder eben nicht. Da gibt es keine Garantie für und es ist extrem typabhängig!


loveissuicide

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Bewertung7.5Sehenswert

Es passiert nicht viel, schon klar, aber trotzdem reicht das Wenige an Handlung, um unterhaltsam zu sein. Den Rest erledeigt eh Bill Murray. Der fasziniert mich: der hat immer nur einen Gesichtsausdruck auf Lager, und trotzdem ist er so kultig. Mir gefällt Bill Murray, mir gefällt der Film. Kein Meilenstein, aber dennoch sehenswert.

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GRAND

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Bewertung7.0Sehenswert

Kann mir vielleicht irgend jemand sagen, was am Ende klar bzw. nicht klar wird ?
hab das nicht so verstanden... wurde da nur ein Streich gespielt ???

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Markbln

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Bewertung4.0Uninteressant

Überflüssiges Filmchen mit dem dauergelangweilten Bill Murray als dauerunglaubwürdiger Womanizer. So heiß wie jede der besuchten Damen im Film aussieht, ist das ganze nur ein feuchter Traum eines Langweilers namens Don Johnston.

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DeZeiter

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vorgemerkt

???...keine Ahnung wie ich bewerten soll.Der Film hat tolle Darsteller einige amüsante Szenen, er ist durchaus sehenswert. Warum? Keine Ahnung. Er ist aber auch irgendwie lame. Warum? Keine Ahnung. Übrigens mein erster Jim Jarmusch. Ob ich noch mehr von ihm sehen werde? Keine Ahnung... er lässt mich zumindest nicht wirklich los. Warum? ... Naja, ihr wisst Bescheid.

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DeZeiter

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oh. das soll heißen "...tolle Darsteller und einige amüsante Szenen..."


Derboywiealleanderen

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Die leichten Längen sind nicht lame, die sind Jarmusch.


Mac_C_Tiro

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Bewertung9.0Herausragend

Ich lese Jim Jarmusch und bin versucht den Film nicht anzusehen. Jarmusch steht für mich seit "Coffe and Cigarettes" für Kunst der Kunst wegen, eitel inszeniert und mit großen Stars querbett garniert. Ganz anders als zu Anfang seines Schaffens als er mich echt begeisterte. Angesehen hab ich den Film dann doch, wegen Bill Murray. Diese Entscheidung war absolut korrekt denn er erinnerte mich in punkto Erzählweise und Bildsprache endlich mal wieder an Jarmuschs Klassiker "Stranger Than Paradise"! Im ersten Moment erscheint er gewöhnlich und sehr trocken, fast karg und lieblos, genau wie der Hauptdarsteller.. dies wandelt sich aber im Laufe der Handlung immer mehr und mit jeder mileulastigen Eigenart der zu besuchenden Person, mit jeder alltäglichen Absurdität gewinnen Film und Protagonist an Tiefe und Botschaft und (dank des göttlichen Murray) an der dem Hauptdarsteller eigenen tragischkomischen Note! Ein Film in den man hineinwächst und der einem so viel zu sagen hat über das Leben und den Sinn in scheinbarer Sinnlosigkeit wie es selten der Fall ist!

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