I'm Not There
I'm Not There: Suppositions on a Film Concerning Dylan (2007), US Laufzeit 136 Minuten, FSK 12, Musikfilm, Drama, Kinostart 28.02.2008
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von Todd Haynes, mit Christian Bale und Cate Blanchett
Musiker, Geschichtenerzähler, Lichtgestalt, Diva, Visionär – Bob Dylan ist all das in einer Person und noch viel mehr. Jetzt übernehmen sechs hochkarätige Stars – darunter Richard Gere, Heath Ledger, Christian Bale und mit Cate Blanchett sogar eine Frau – die Rolle des exzentrischen Stars und porträtieren ihn in den unterschiedlichen Phasen und Stationen seines bewegten Lebens. Bob Dylan, schillernde Ikone des Folk, Rock und Pop, tritt in “I’m Not There” gleich sechsfach in Erscheinung. Als 11-jähriger Siner-Songwriter reist er Ende der 50er Jahre durchs Land wie einst die schwarzen Blues-Legenden. Mit 19 ist er ein scharfzüngiger Poet, wenig später ein erfolgreicher Folk-Troubadour im pulsierenden Greenwich Village der frühen 60er. Kaum als Stimme einer neuen Generation gefeiert, erfindet er sich als Bandleader neu und stößt seine Fans mit elektrifiziertem Rock vor den Kopf. Er reüssiert als Schauspieler, scheitert als Familienvater, gerät als christlicher Prediger in Vergessenheit – und taucht wieder auf im Hinterland von Missouri: als in die Jahre gekommener Outlaw, der sich noch einmal auf die Reise macht. Auf ebenso ungewöhnliche wie innovative Weise nähert sich Regisseur Todd Haynes dem Geheimnis hinter dem Mythos Bob Dylan. Kombiniert mit den darstellerischen Qualitäten eines sensationellen All-Star-Ensembles erreicht “I’m Not There” eine mitreißende Intensität, die der einzigartigen Bedeutung dieses herausragenden Künstlers voll und ganz gerecht wird. Ein Kino-Highlight, das nicht nur Dylan-Fans begeistern wird!
HandlungWoody Guthrie1959 zieht der elfjährige Woody Guthrie (Marcus Carl Franklin) durch die Landschaft, springt auf Güterzüge auf und trägt einen Gitarrenkoffer mit der Aufschrift Diese Maschine tötet Faschisten bei sich. Altklug belehrt er die Menschen, die er trifft, er wolle Musik machen, die von den Menschen verstanden wird – Folk. Eine Frau, die…
Musiker, Geschichtenerzähler, Lichtgestalt, Diva, Visionär – Bob Dylan ist all das in einer Person und noch viel mehr. Jetzt übernehmen sechs hochkarätige Stars – darunter Richard Gere, Heath Ledger, Christian Bale und mit Cate Blanchett sogar eine Frau – die Rolle des exzentrischen Stars und porträtieren ihn in den unterschiedlichen Phasen und Stationen seines bewegten Lebens. Bob Dylan, schillernde Ikone des Folk, Rock und Pop, tritt in “I’m Not There” gleich sechsfach in Erscheinung. Als 11-jähriger Siner-Songwriter reist er Ende der 50er Jahre durchs Land wie einst die schwarzen Blues-Legenden. Mit 19 ist er ein scharfzüngiger Poet, wenig später ein erfolgreicher Folk-Troubadour im pulsierenden Greenwich Village der frühen 60er. Kaum als Stimme einer neuen Generation gefeiert, erfindet er sich als Bandleader neu und stößt seine Fans mit elektrifiziertem Rock vor den Kopf. Er reüssiert als Schauspieler, scheitert als Familienvater, gerät als christlicher Prediger in Vergessenheit – und taucht wieder auf im Hinterland von Missouri: als in die Jahre gekommener Outlaw, der sich noch einmal auf die Reise macht. Auf ebenso ungewöhnliche wie innovative Weise nähert sich Regisseur Todd Haynes dem Geheimnis hinter dem Mythos Bob Dylan. Kombiniert mit den darstellerischen Qualitäten eines sensationellen All-Star-Ensembles erreicht “I’m Not There” eine mitreißende Intensität, die der einzigartigen Bedeutung dieses herausragenden Künstlers voll und ganz gerecht wird. Ein Kino-Highlight, das nicht nur Dylan-Fans begeistern wird!
HandlungWoody Guthrie1959 zieht der elfjährige Woody Guthrie (Marcus Carl Franklin) durch die Landschaft, springt auf Güterzüge auf und trägt einen Gitarrenkoffer mit der Aufschrift Diese Maschine tötet Faschisten bei sich. Altklug belehrt er die Menschen, die er trifft, er wolle Musik machen, die von den Menschen verstanden wird – Folk. Eine Frau, die für ihn kocht, rät ihm daraufhin, Musik zu machen, die von den aktuellen Zeitgeschehnissen berichtet.
Arthur RimbaudArthur Rimbaud (Ben Whishaw) ist 19 Jahre alt und sitzt vor einem Untersuchungsausschuss.
Jack RollinsJack Rollins (Christian Bale) spielt einfache Folkmusik und wird dafür geliebt. Jahre später wendet er sich plötzlich vom Rummel um seine Person ab. Alice (Julianne Moore), eine ehemalige Freundin – in Anspielung an Joan Baez – berichtet rückblickend von Rollins Verachtung für die damalige US-amerikanische Gesellschaft, die zerrissen zwischen Rassentrennung und Vietnamkrieg war. Rollins entschied sich schließlich dazu, in eine Kirchengemeinde einzutreten und dort spirituelle Lieder vorzutragen.
Robbie ClarkRobbie Clark (Heath Ledger) lernt 1964 die Französin Claire (Charlotte Gainsbourg) kennen und lieben. Die beiden bekommen zwei Töchter, doch die Ehe scheitert, vor allem, weil Robbie sich immer mehr zu einem Chauvinisten entwickelt und Claire die Freiheit raubt, ihre Bilder zu malen. Nach der Trennung leben die Töchter bei Claire – Robbie verschwindet monatelang zu Dreharbeiten und beginnt ein Verhältnis mit seiner Kollegin. Als er die beiden Töchter zu einem Bootsauflug abholt, treffen sich die beiden zum ersten Mal seit langem wieder.
Jude QuinnJude Quinn (Cate Blanchett) ist ein bekannter Musiker, der sich nicht nur vor der Presse, sondern auch den eigenen Fans ständig rechtfertigen muss. Er leidet an der zerbrochenen Beziehung zu einem Model (Michelle Williams) und raucht 80 Zigaretten pro Tag – doch in den Pressekonferenzen und Interviews mit Kulturjournalisten zeigt er sich auffallend schlagfertig und lässig, sodass man meinen könnte, er sei an allem desinteressiert. Bei einem Festival spielt er laute Musik mit E-Gitarre und wird dafür von den Fans ausgebuht. Zerbrechlich, doch in gleichzeitiger Selbstüberschätzung zeigt der Sänger seine androgynen, aber auch zutiefst masochistischen Charakterzüge.
Billy the KidBilly the Kid (Richard Gere) ist alt geworden und möchte in der Einöde des Wilden Westens als eine Art Eremit in Ruhe gelassen werden, als plötzlich ein sechsspuriger Highway durch den (verwunschenen) Wohnort seiner Wahl gebaut werden soll. Der Mann, der ihn jahrelang verfolgt hat, Pat Garret, hält in diesem Ort eine Rede, doch Billy the Kid überlistet ihn und kann auf einem Güterzug entkommen.
Wissenswertes
I’m Not There wurde in Los Angeles, in Montreal und in einigen anderen Orten in Québec gedreht. Der Film hatte seine Weltpremiere am 3. September 2007 auf den Internationalen Filmfestspielen von Venedig 2007.
Cate Blanchett wurde 2007 für ihre schauspielerische Leistung mit der Coppa Volpi, dem Darstellerpreis der 64. Filmfestspiele von Venedig, ausgezeichnet. Zudem wurde sie 2008 mit dem Golden Globe Award in der Kategorie Beste Nebendarstellerin ausgezeichnet und ist für den Oscar in der in der Kategorie Beste Nebendarstellerin nominiert.
Todd Haynes gewann neben mit Abdellatif Kechiche (La Graine et le mulet) den Silbernen Löwen als Größte Entdeckung des Festivals.
Der Cutter Jay Rabinowitz, der seit Down By Law die Filme Jim Jarmuschs schneidet und für seine Leistung bei Requiem for a Dream ausgezeichnet wurde, montiert die sechs Episoden und Facetten aus Dylans Leben durch verschiedene Originalsongs des Künstlers, aber auch durch Coverversionen (z.B. durch die Gruppe Calexico) aneinander.
Der Film wurde in Quebec und Montreal gedreht.
I’m not there wurde auf dem Telluride Film Festival am 31. August 2007 uraufgeführt.
Weiterführende Informationen
Referenzen auf reale Personen
Festivalpreise
Weitere Informationen im Internet
Rezension von Lars Kosek auf KultHit.de
Gesammelte Rezensionen auf film-zeit.de
Gesammelte Rezensionen auf RottenTomatoes.com (engl.)
Boxoffice auf BoxofficeMojo.com
Zusammenstellung von Links auf filmz.de
Quellen
I’m Not There in der Wikipedia. (engl.)
Cast & Crew
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Todd Haynes
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Christian Bale
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Bob Dylan
-
Cate Blanchett
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Bob Dylan
-
Marcus Carl Franklin
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Bob Dylan
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Heath Ledger
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Bob Dylan
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Ben Whishaw
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Bob Dylan
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Julianne Moore
Regie
Schauspieler
-
Michelle Williams
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Coco Rivington
-
Richard Gere
-
David Cross
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Alan Ginsberg
-
Charlotte Gainsbourg
-
Kim Roberts
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mrs. Arvin
-
Marie-Julie Rivest
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) seltsame Frau
-
Kristen Hager
-
Max Walker
-
Dennis St John
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Captain Henry
-
Yolonda Ross
-
Benz Antoine
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Bobby Seale
-
Tim Post
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Nachrichtensprecher
-
Larry Day
-
Mark Camacho
-
Jessica Kardos
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Schwester
-
Garth Gilker
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Woody Guthrie
-
Thiéry Dubé
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Anhalter
-
Fanny La Croix
-
Craig Thomas
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Hewey Newton
-
Joe Cobden
-
Shaun Balbar
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Paparazzi
-
Peter Friedman
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Morris Bernstein / Barker
-
Oren Moverman
-
Todd Haynes
- Genre
- Musikfilm, Biopic
- Zeit
- 1950er Jahre, 1960er Jahre, 1970er Jahre, Vietnamkrieg
- Ort
- Greenwich Village, Kalifornien, London, Missouri, New York City, Vereinigte Staaten von Amerika, Zug
- Handlung
- Amerikanischer Traum, Aufstieg, Bandleader, Beat Generation , Billy the Kid, Biographie, Blues, Bob Dylan, Drogen, Ehe, Ehefrau-Ehemann-Beziehung, Ehepaar, Ehestreit, Erfolg, Familie, Familienkonflikte, Fan, Folk, Gesang, Gitarre, John F. Kennedy, Konzert, Lyrik, Motorradunfall, Musik, Musiker, Musikstil, Outlaw, Poet, Predigt, Priester, Reise, Reise in die Vergangenheit, Rock ’n’ Roll, Rockmusik, Rockstar, Schauspieler, Songwriter, Tournee, Trampen, Verlust der Familie, Zeitreise, Zerrüttete Beziehung, Zugfahrt
- Stimmung
- Eigenwillig, Ernst, Geistreich
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails I'm Not There
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Kritiken (10) — Film: I'm Not There
Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders
Kommentar löschenMit “I’m not there” hat Regisseur Todd Haynes ein filmisches Meisterwerk geschaffen. Der anspruchsvolle Film fordert die gesamte Aufmerksamkeit des Zuschauers und ist damit nicht unbedingt ein Film für einen feucht-fröhlichen Videoabend. Wer allerdings einen Film sehen möchte, bei dem man mitdenken muss und der zudem perfekt gespielt und inszeniert ist, der ist bei “I’m not there” richtig.
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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschen«I’m Not There» ist eine in viele Richtungen mäandernde, mitreissende Annäherung an den Musiker Dylan, die den faszinierenden Mythos in vielen Facetten abbildet.
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ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/
Kommentar löschen[...]Trotz der sehr speziellen Herangehensweise, die Todd Haynes zur Findung Bob Dylans wählt, hat „I’m not there“ etwas universelles. Dylan als Mensch in stetigem Wandel zu begreifen, der sich über Veränderung ständig selbst neu findet und erfindet, könnte ebenso als Abhandlung über den Menschen als Wesen mit dem Willen zum Werden und dem Zweifel am Bleiben im Allgemeinen dienen. Dies hätte vielleicht mit nur einem Darsteller funktionieren können, hätte bei dem Reichtum an Facetten aber wohl konstruierter gewirkt, als es der Film in vorliegender Form tut, was wahrlich etwas heißen will. Allerdings ergeben die Episoden dank ungemein geschickten Schnitts tatsächlich einen Film, der im Gesamten genau so funktioniert, der sich gegenseitig anhand der verschiendenen Dylans immer wieder kommentiert, hinterfragt und beantwortet, über die Songs des Künstlers ein durchgängiges Bindeglied besitzt und mit seinen völlig unterschiedlichen Stilistiken dennoch eine gewisse Stringenz besitzt.[...]
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JimiHendrix 2009/06/03 16:38:16
Antwort löschentja hätte ich deine Kritik gelesen, bevor ich den Film gesehen hätte, wäre mir einiges klarer gewesen. Aber eine super wiederspielgelung des Films ;)
ChristiansFoyer 2009/06/04 01:32:42
Antwort löschenDanke! Ich hab das alles aber auch erst nach dem Film rausbekommen, weswegen ich ihn mir wohl demnächst, mit ein bißchen mehr Hintergrundwissen, nochmal ansehen werde ;)
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ChristiansFoyer 2009/10/31 18:58:27
Antwort löschenDanke ;)
alanger 2009/11/03 00:13:47
Antwort löschenbesser hätt ichs auch nicht sagen können:
"The guilty undertaker sighs,
The lonesome organ grinder cries,
The silver saxophones say I should refuse you."
J. Christopher: Times, BBC, Daily Mirror J. Christopher: Times, BBC, Daily Mirror
Kommentar löschenTodd Haynes Film I'm Not There, über Bob Dylan, ist einer der größten Rock'n'Roll Betrüge aller Zeiten. Der Held ist "nicht da". Er ist offiziell ein Geist. Jedoch ist dieser mysthische Zugang zu seinem Leben eines der sexiesten Streifen Kino, die ich je auf einem Festival gesehen habe. Sechs brilliante Darsteller spielen Dylan und diese sind so irre verschieden wie die Album Cover des Künstlers.
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Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten
Kommentar löschenWechselnde Darsteller verhindern jede Identifikation, das Pulikum - Dylan-Aficionados ausgenommen - bleibt unbeteiligt draußen. Eine Struktur oder gar Dramaturgie ist nicht zu erkennen, das Stückwerk wirkt über weite Stecken zäh und (sehr) lang. Dazu zieht Haynes alle Register, er kann in Farbe, schwarzweiß und Sepia, gestochen scharf und pixelig verwackelt, fiktional und pseudo-dokumentarisch, alles wild durcheinandergewürfelt. Das lässt sich so interpretieren, als zitiere er unterschiedliche Stile der jeweiligen Ära; mit demselben Recht könnte man aber auch behaupten, er führe prätentiös Fingerübungen vor.
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Mr.Vengeance: Lost In Imagination
Kommentar löschenDieses Jahr noch keinen großartigeren Film gesehen. Beweist nebenbei das ein Film keinen roten Faden haben muss, sondern auch als Gedankensammlung großes vollbringen kann. Meisterliches Teil. Lange lange ist es her, dass ich mit so häufiger Gänsehaut im Kino saß und aus dem Staunen nicht mehr heraus kam.
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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschenKein Biopic. Vergessen wir hehre Werke wie "Ray" oder "Walk the Line" über Johnny Cash, die mit den üblichen Vor- und Rückblenden Eckpunkte einer Star-Biographie abhaken. Dylan ist so nicht zu fassen. Haynes hat es gar nicht erst versucht. Er nähert sich auf andere Weise. Extro- und Introspektion, Nahaufnahme und Panoramablick in einem.
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Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...
Kommentar löschenOb es nicht eigentlich einem subversiven Kunststück gleichkommt, aus einem Bio-Pic herauszuspazieren, und noch weniger über die porträtierte Figur zu wissen, als vor dem Kinobesuch, muss jeder selbst entscheiden – Todd Haynes ist indes so sehr darum bemüht, die Konventionen des Genres zu vermeiden, dass man sich bei all den assoziativen, unverständlichen Puzzleteilen irgendwann doch ein wenig roter Fäden wünscht. Als grundsätzliche Idee, Bob Dylan aus verschiedenen Perspektiven zu zeigen, durchaus faszinierend, langweilt "I’m not there." in seiner meditativ chiffrierten Kunstpose deshalb zusehends, trotz hübscher Godard- und Fellini-Zitate und einer überragenden Cate Blanchett, die irgendwie mehr Dylan ist, als Dylan selbst.
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Lukas Foerster: taz / cargo / perlentaucher...
Kommentar löschenNatürlich besteht immer die Gefahr, dass der Film ins Dekorative abgleitet. In seinen besten Momenten jedoch macht I'm Not There mit Popmusik das gleiche, was Godard in der Histoire mit Filmgeschichte macht.
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al-x: blog:x - Royal with cheese
Kommentar löschenGenannt wird Bob Dylan nie und doch ist er allzeit present, seine verschiedenen Persönlichkeiten verkörpert von Menschen die unterschiedlicher nicht sein können und natürlich seine Musik.
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Kommentare (39) — Film: I'm Not There
Kommentar schreibengwessel87 2012/01/17 02:07:29
Kommentar löschenman nehme eine großartige musikerbiographie, einen großartigen cast und was kommt dabei heraus? großartiger mist!! das krampfhaft auf kunstfilm getrimmte drehbuch mit einer penetrant nervigen vielzahl an überflüssigen personen, sidestories sowie kamera- und aufnahmespielereien nimmt der story jegliche spannung. ein zügelloses sperrfeuer an fast minütlich zum besten gegebenen glückskeksweisheiten versucht dem fim eine deutungsebene zu geben die er einfach nicht hat, nicht zuletzt dadurch ist er jeglicher ernsthaftigkeit beraubt.
wirklich nur was für eingefleischte dylan-fans...... schade.......
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ThomasBenle 2011/08/28 02:19:59
Kommentar löschenEinen Film drehen über eine Legende und die Legende gar nicht erwähnen - geht das? Na und wie das geht! Was außerdem noch so alles geht, demonstriert der Film dann quasi als Fingerübung im Vorbeigehen: Roter Faden – überflüßig. Chronologie – überflüßig. Fester Stil – überflüßig. Mit „I'm Not There“ präsentiert Haynes ein ganz und gar ungewöhnliches Biopic, dass jeder Genre-Konvention aus dem Weg geht. Statt nachzuerzählen und Revue passieren zu lassen, stampft er einen wahren Urwald an Gedanken, Impressionen und Kontroversen aus dem Boden und hetzt anschließend seine gleich sechsfache Bobness mit atemberaubendem Tempo hindurch, um dem ganzen Leben einzuhauchen. Das funktioniert mal mehr (Blanchett, Franklin, Whishaw, Ledger), mal weniger gut (Bale, Gere), ist aber alles in allem so erfrischend anders, das man gar nicht anders kann, als gebannt zuzuschauen. Unterlegt von einem großartigen Soundtrack exerziert der Film so nach und nach (und nicht selten auch mal gleichzeitig) die Facetten, Charakterzüge und Eigenheiten des Mythos Dylan durch. Und macht so auch unmissverständlich deutlich, was im Gegenzug für einen solchen Film NICHT überflüßig ist: Hintergrundwissen. Großartig, wenn man ihn richtig zu nehmen weiß (trotzdem gefühlte 10 Minuten zu lang).
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Jason Bourne 2011/05/23 09:42:57
Kommentar löschenEntweder man liebt diesen Film oder nicht. Leider hinterläst I'm Not There bei mir das gefühl das ich hier meine Zeit verschwendet habe. Eine sinnlose Szene folgt der anderen. Ein sinnloser Dialog folgt dem anderen. Bei diesem Film wir Künstlerische freiheit ganz groß geschrieben und Regisseur Todd Haynes bedient sich dieser gerne. Leider zimmert er nur ein Werk zusammen das mir nach einer halben Stunde jede sinnlosigkeit präsentiert hat die es gibt. Fakten und Fiktion werden hier volkommen übertrieben Dargestellt. Viele Verwirrende Szenen und über weite strecken bescheidene Schauspielerische leistungen leisten ihr übriges (wobei es hier auch viele ansichten geben wird). Cate Blanchett ist hier auszuschliesse sie war der lichtblick in diesem Film. Natürlich wird es wieder leute geben die mir erzählen das ich diesen Film und seine grundidee nicht verstanden habe. Und meine klare Antwort ist JA. Ich hab ihn wirklich nicht verstanden. Und so kann ich diesen Film nur empfählen. Denn I'm Not There ist einer dieser Filme über die man selbst Urteilen sollte. Deswegen sage ich nicht gut oder schlecht. Ich sage mir hat I'm Not There persönlich überhauptnicht gefallen und wie siehts bei dir aus ?.
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one winged angel 2011/05/14 01:01:39
Kommentar löschenMehr Schein als Sein.
Irgendwie fragt man sich dauernd nach dem Sinn dieses Filmes. Was hat der Film, was eine Doku mit dem eigentlichen Videomaterial nicht hat? Die Frage lies sich bis zum Schluss nicht klären. Was aber auffällt ist, dass die interpretierten Versionen im Film doch den Geist der eigentlichen Aufnahme verfehlen und teilweise arg überspitzt sind. Gerade Bale gefällt mir in seiner Rolle gar nicht, der dem Jungen Dylan einfach eine auffällige Nervosität mit gibt, die ich so z.B. bei den echten Aufnahme nie empfunden habe.
Ganz im Gegenteil eigentlich. Verlegen war der junge Dylan sicherlich, aber in seinem Singen blühte er auf. Davon ist im Film nichts zu sehen oder spühren.
Und Grundsätzlich bin ich ein Feind von übermäßigen Interpretationsversuchen jeglicher Art - und speziell, wenn es genug "echtes" Material gibt.
Sieht man von all dem ab und versucht den Film als Film zu sehen, ist man irgendwie auch alles andere als begeistert.
Die Charaktere sprechen sicherlich relevante Dinge an und machen dies zum Teil auch gut (darum die 4.0), aber es entsteht einfach kein rundes Gesamtwerk. Man fühlt sich hin und her geschleudert von Ereignissen. Einige sind relevant einige sind gelungen dargestellt und einige dann wieder das genaue Gegenteil. Es bleibt aber kaum etwas Hängen.
Und die Frage ist doch: Muss das bei so einem Film sein? Muss man komplexe Phänomene im Pop Geschäft noch komplexer darstellen als sie sind?
Die Antwort: Man kann! Aber dann bitte mit etwas mehr Tiefe und Fingerspitzengefühl.
Da dies ein unheimlich schweres unterfangen ist, verstehe ich aber nicht, wieso man das überhaupt gewagt hat.
Unterm strich bleibt leider nur ein solider Film, der meiner Meinung nach den Geist dessen, was er versucht ab zu bilden, nicht wiederspiegeln kann.
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dantesque 2011/01/16 13:30:52
Kommentar löschenI'm Not There ist durchaus ein komplexer Film, und ich war nach dem ersten Ansehen auch nicht wirklich überzeugt davon...selbst als großer Bob Dylan Bewunderer. Aber dann hab ich mich entschieden ihn mir nochmals anzusehen, und nochmals, und ich muss sagen, mit jedem Ansehen gefällt mir der Film mehr und mehr. Es sind soviele Kleinigkeiten und Anspielungen auf Dylans Werk und Leben darin versteckt, die auf den ersten Blick nicht offensichtlich sind. Versteckte Zitate und absurde Ereignisse, die man nur versteht, wenn man vollkommen in die Dylan-Materie eintaucht. Ich finde es darüber hinaus auch gut, dass Todd Haynes auch mehrere Schauspieler eingesetzt hat, um Dylan zu portraitieren. Immerhin ist Bob Dylan ein Mensch, der sich so oft neuerfunden und so viele 180-Grad-Wendungen gemacht hat, wie kein anderer. Und was Heath Ledger und auch Cate Blanchett hier abliefern ist große Kunst. Einzig Richard Geres Part halte ich für etwas schwach. Aber das änder für mich nichts an dem durchweg positivem Gesamtbild über das Musikgenie des letzten Jahrhunderts.
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J!GS4W 2010/10/29 20:38:24
Kommentar löschenNun gut, Bob Dylan ist eine umstrittene Persönlichkeit und ähnlich wird es auch mit diesem Film sein. Es ist keine wirkliche Handlung erkennbar, da der Wert vor allem auf den menschlichen Eigenschaften Dylans liegt, welche durch die verschiedenen Charaktere präsentiert werden. Mir persönlich waren die Darstellungen jeden Fall teilweise zu abstrus und manche wurden im Vergleich zu anderen zu sehr vorgeführt. Ich hätte gerne mehr von Bale gesehen und dafür etwas weniger Blanchett. Der Film scheint sich wie ein Nebel langsam bis zum Ende zu kriechen. Dabei nimmt er wie Dylan viele Facetten an, ist jedoch für meinen Geschmack etwas zu .. nunja .. langweilig würde ich nicht sagen, aber doch teilweise fast uninteressant. Die Facetten hätten sich sicher spannender darstellen lassen, da Dylan nun einmal nicht langweilig ist.
Mehr Spannung, mehr Ausgeglichenheit und mehr von den prägenden Liedern Dylans, dann hätte aus auch mehr Punkte gegeben.
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mikkean 2010/09/29 15:29:17
Kommentar löschenBob Dylan, Folk-Genie und ewiges Enigma, dessen größte Songs einen nicht unerheblichen Anteil am Gewissen Amerikas ausmachen. Wie soll sich nur ein Film diesem Mythos widmen, der sich manchmal so widersprüchlich und unscheinbar präsentiert. Martin Scorsese hat es im Doku-Format probiert und fast vier Stunden gebraucht. Todd Haynes zaubert lieber ein vielschichtiges Märchen aus dem Hut. In "I'm Not There" verlässt er sich auf eine ordentliche Ladung Glitter, der, im übertragenen Sinne, aus seinem "Velvet Goldmine" zu entstammen scheint. Große Bilder, die sich auf diverse Stile und Genres gründen und erst das gestandene Ensemble. Mann, Mann, Mann. Leider erweist sich das Ergebnis als Grenzgang zwischen Augen-Wischerei und Belanglosigkeit. So richtig zauberhaft und bedeutend sind nur wenige der Episoden, auf die Haynes das Objekt seiner Begierde aufteilt. Diverse Persönlichkeiten repräsentieren die bewunderten Eigenheiten Dylans. Den kleinen schwarzen Möchtegern-Rebellen, den alten Western-Held, den Schauspiel-Schönling, der seine Ehe zerstört, den androgynen Barden, der mit E-Gitarren um sich schießt oder den religiös bekehrten Prediger. Alles drin, alles dran, setzt eben auch verdammt viel Geduld voraus. Denn in den einzelnen Passagen wird viel sinniert (sowohl in den Dialogen, als auch in der Inszenierung), doch ein faszinierender Strom stellt sich selten ein. Vielleicht sollte dieser Film als eine Art "Short Cuts" der Entitäten verstanden werden. Aber auch aus diesem Standpunkt heraus bleibt nicht viel mehr, als ein buntes Kaleidoskop der gemischten Charaktere, die irgendwo inspiriert sind, aber auch wie Helium-Ballons in eigenen Sphären kreisen. Vor allem, weil schon einiges an Background-Wissen nötig ist, um die diversen Anspielungen nachzuvollziehen. Manches ist daher interessant, anderes weniger. Und trotzdem bleibt "I'm Not There" nur ein buntes Tribute-Spektakel, das Dylan mehr amüsieren dürfte, als den normalsterblichen Zuschauer.
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stuforcedyou 2010/10/01 14:17:48
Antwort löschenIch war sehr enttäuscht. Zum Ausgleich hab ich mir 'ne Dylan-Best-of CD gekauft. Dennoch eine schöne Kritik.
Chewbacca 2010/09/03 18:47:15
Kommentar löschenDer schwierigste, interessanteste, intelligenteste und künstlerisch wertvollste Film den ich kenne, über die vielschichtigste, facettenreichste Musik-Legende, die es gab, den einmaligen Bob Dylan, verkörpert von sechs unterschiedlichen Charakteren in sechs unterschiedlichen Episoden, die versuchen die Vielfalt dieses Genies zu erfassen und dabei einen unvergleichlichen Sound einfließen lassen.
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doc_flunder 2010/08/26 01:04:15
Kommentar löschenich mag bob dylan. und ich mag experimentelles kino, das mit linearer erzähltechnik und konventioneller dramaturgie bricht. als bodenständiger punkrocker unter den cineasten muss ich jedoch gestehen, dass mir "i'm not there" einfach zu artsy-fartsy ist. todd haynes' überbordend metaphorische und assoziative filmcollage ist an einigen stellen dermaßen kryptisch, dass man trotz guter kenntnisse des zeitgeschichtlichen backgrounds und der vita dylans kaum weiss, worum es jetzt eigentlich genau geht. mit 130 minuten laufzeit ist der film außerdem arg lang geraten. positiv hervorzuheben sind der erstklassige cast (v.a. cate blanchet ist überragend), die sehr kreative kameraarbeit und natürlich der vielfältige, umfassende soundtrack (anspieltipp: jim james & calexico mit ihrer mariachi-version von "goin' to acapulco"). trotzdem kann ich mich zu keiner hohen wertung durchringen.
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alanger 2010/08/26 02:48:43
Antwort löschenwelcher "bodenständiger punkrocker" schreibt son zeug wie: "todd haynes' überbordend metaphorische und assoziative filmcollage ist an einigen stellen dermaßen kryptisch..."?
DAS sind also heute punkrocker?
asscobra 2010/08/26 14:37:02
Antwort löschenHA! ;)
Alle 4 Antworten zeigen
doc_flunder 2010/09/09 07:33:56
Antwort löschenmeine saufkollegen schraube und natter hatten mich beim letzten pestpocken-konzert ja gewarnt: "super rezi, alter, aber die möchtegernkinofuzzis raffen dat nich! schreib am besten sowas wie: is' teilweise voll der studentenlaberkunstfilm."
HOoP3L 2010/11/10 16:54:07
Antwort löschen:DDD
Schönste jemals 2010/07/19 16:59:55
Kommentar löschenSehr anspruchsvoll und wunderbar augearbeitet.
Die Geschichte Dylans sollte allerdings bekannt sein, um den Film zu verstehen.
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Joe Gillis 2010/06/01 00:21:08
Kommentar löschenDas Schönste an »I’m Not There« ist, daß mit dem »I« des Titels sich der Film selbst meinen könnte: »I’m Not There« ist nicht dort, wo man ihn erwartet hätte, wo ihn der eine oder andere vielleicht gerne haben würde. Statt ödem Reenactment einer Biographie und doofem Lookalike-Contest bietet Todd Haynes sechs Inkarnationen einer schillernden Persönlichkeit der Zeit- und Kulturgeschichte (es handelt sich um Bob Dylan) – Portraits des Künstlers als junger Hund, als toller Hecht, als alter Sack, als Erwählter, als Erwecker, als Verweigerer. Daß Haynes formal manchmal arg epigonal wird (zumal in der Cate-Blanchett-Strecke, die wie eine Kopie von »8 ½« bzw. wie eine Kopie der »8 ½«-Kopie »Stardust Memories« anmutet) sei ihm verziehen, sucht er doch die Annäherung an seinen Protagonisten einmal nicht im melodramatisch lackierten Aufzählen lebensgeschichtlicher Eckdaten sondern im assoziativ imaginierten Luftraum der Seelenlagen und Weltsekunden. Übrigens: Auch wenn man von Bob Dylan keine Ahnung hat (so wie ich), kann man sein Vergnügen haben (so wie ich). (Und wenn der Film eine halbe Stunde kürzer geraten wäre, hätte das Vergnügen vielleicht doppelt so groß sein können.)
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stuforcedyou 2010/05/27 15:10:59
Kommentar löschenMusiklegende Bob Dylan inspirierte die Macher also zu diesem Film. Ein Film der jederzeit so tut als ob der künstlerisch hochwertig ist. Mal gibt es erlesene Bilder in schwarzweiß, dann wird’s mal kurz grobkörnig und dann kehrt die Pracht der Farben wieder zurück. Ähnlich sieht es mit der Hauptfigur aus. Klar dass soll Bob Dylan sein, das wird jeder Laie erkennen, nur wird die Hauptfigur, die von insgesamt sechs Darstellern gespielt, die jeweils eine andere Dylan Epoche darstellen. Dazu wirbelt der Film mit den Epochen um sich und kümmert sich nicht viel um Chronologie. Das klingt alles genauso überfrachtet wie es letzten Endes auf dem Bildschirm wirkt. »I'm Not There« ist viel zu bemüht darauf sich von der Masse abzuheben, dass die Macher die komplette filmische Harmonie aus den Augen verloren haben und so humpelt der Film von Szene zu Szene. Von einem Bob Dylan zum anderen und dass einzige was dieser krampfhaften Inszenierung zu gute kommt ist der erlesenen Soundtrack.
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GunSpeed 2010/04/14 17:03:27
Kommentar löschenIch schließe mich den hohen 8er Wertungen vollends an! Ein wirklich gelungenes Biopic über einen Ausnahmekünstler! Die 6 hochkarätigen Schauspieler tragen jeweils ihres dazu bei - das der Film so wunderbar geworden ist. Der Soundtrack ist top! ^_^
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klamotte 2009/12/08 09:31:31
Kommentar löschennNach einer halben Stunde haben wir gehofft, dass der Film nun endlich "beginnen" könnte. Zäh wie ein geschmackloses Kaugummi, schleppten wir uns nochmals 30 Minuten durch den Film, um dann zu kapitulieren.
Viel zu langatmig läßt einen der Film kalt.
Hier hat jemand viel zu viel gewollt.
Schade, haben wir uns doch auf eine spannend erzählte "Biografie" gefreut.
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Nevenka 2009/11/29 21:59:20
Kommentar löschenFür mich ist diese Bewertung eine Frage meiner inneren Haltung: Höre ich auf die Stimme, die sich gern intellektuell verkauft, dann ist der Film natürlich toll. Lass ich die Stimme reden, die bislang die Erwartung an einen Biopic hatte, informiert zu werden, und diesen Film als Biopic im Vorfeld einsortiert hat, dann war's blöd. Auf der anderen Seite hat er mich angeregt, über Bob Dylan nachzulesen, weshalb ich jetzt schon mehr weiß als vorher. Und unterhaltsam war der Film ja durchaus auch. Also doch wieder besser als mittel. Ich hab mal eine vorläufige Bewertung abgegeben und werde noch eine Weile der Diskussion meiner Einstellungen zuhören ...
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Blonder 2009/11/14 18:12:26
Kommentar löschenWer hier eine geradlinige Biographie von Dylan erwartet, der wird enttäuscht sein. Der Mann selbst und seine Songs sind ein Mysterium, gerade deshalb reflektiert die ungewöhnliche Erzählweise am besten die einzelnen Stationen seines Lebens. Aber der Film beschreibt auch das Lebensgefühl einer ganzen Generation.
Ich war von der ersten bis zur letzten Minute gefesselt. Endlich mal ein Biopic, das einem Musiker gerecht wird.
Ein Meisterwerk!
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cannibal83 2009/11/02 23:23:12
Kommentar löschenHätte man vor "I'm not there" gefragt ob man Bob Dylan's Leben verfilmen kann, ich bin mir sicher jeder halbwegs mit der Materie Vertraute hätte ein deutliches "Nein" von sich gegeben. Doch dann kommt dieser Todd Haynes und macht das Unmögliche möglich, mit einem Streifen, der so individuell auf Dylan zugeschnitten ist, das er dabei sogar das ganze Genre des Musiker-Biopics in ein anderes Licht rückt.
Dylan ist überall und nirgendwo, in diesem Film. 6 Personen verkörpern Eigenschaften bzw. Lebensabschnitte des Meisters, wobei wohl nur er selbst weiss wie viel genau davon der Wirklichkeit entspricht. Aber auch der Zuschauer wird vieles wieder erkennen, jedenfalls soweit er mit der Biographie des Sängers vertraut ist. Das was bekannten "Dylan-Momenten" nachempfunden ist, besticht jedenfalls durch seine großartige Inszenierung und die Kunst Fiktion mit Wirklichkeit zu vermischen. So komisch es klingen mag, Haynes macht mit dem Erfundenen, die Realität (gerade für Hardcore-Dylan-Anhänger) noch interessanter. Denn manche Wirklichkeit kennt der Fan bereits aus Büchern oder Doku's, doch keiner wusste je von den Maschinengewehr-Salven auf die Crowd des 65er Newport Folk Festivals oder vom kleinen schwarzen Bob, der aus einer Besserungsanstalt in Minnesota entflohen ist.
Viel (gerechtfertigtes) Lob hat "I'm Not There" für seine schauspielerischen Leistungen erfahren. Alle (!) 6 Vertreter Dylan's machen ihre Sache ausserordentlich, egal ob sie nun mit weniger Screentime bedacht (Ben Whishaw) - oder gar nicht einmal von Dylan's Geschlecht sind (Cate Blanchett). Insgesamt hätte diese ungewöhnliche Herangehensweise wohl weitaus weniger gut funktioniert wenn auch nur ein "fauler Apfel" unter jenen 6 gewesen wäre.
Ganz von der Hand zu weisen, sind jedoch auch nicht die Nachteile der unkonventionellen Inszenierung. Am Mainstream-Publikum rauscht dieser Film natürlich komplett vorbei... aber selbst jemand der auf alternatives Kino steht wird sich hiermit schwer tun, es sei denn er hat sich schon im Vorfeld über die Person Bob Dylan informiert. Deswegen würde ich empfehlen vorher entweder "No Direction Home" zu gucken oder sich zumindest ansatzweise im I-Net mit der Biographie des Folk/Rock Sängers vertraut zu machen. Ansonsten ist "I'm not There" für die Meisten, wohl nicht mehr als eine Aneinanderreihung von Episoden, die zudem noch keinerlei Dramaturgie beinhaltet.
Aus meiner Fan-Sicht kann ich abschließend sagen das ich sehr froh bin, das uns ein Biopic über einen der größten Songwriter aller Zeiten beschert wurde - und das dann auch noch so einzigartig in seiner Form ist (zugegebenermassen hätte es Dylan wohl auch nicht anders zugelassen).
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JimiHendrix 2009/06/03 16:29:24
Kommentar löschenEine ungewöhnliche und seltsame Filmbiografie über einen ungewöhnlichen und seltsamen Musikneuerfinder.
Ich kenn mich mit Bob Dylan und seinem leben nicht so gut aus und war etwas überfordert mit den vielen Wechseln und Zwischenschnitten.
Ich dachte durch diesen Film könnte ich mich vielleicht etwas schlauer über ihn und seinen Werdegang machen, aber es war eher das Gegenteil der Fall, ich bin jetzt noch verwirrter als vorher.
Ich denke mit ein paar Hintergrundinformationen über Dylan kann man aus diesem interessanten Biopic einiges rausholen, aber als unbefleckter, was Bob Dylan angeht, war es einfach nur eine schöne Bilder und Dialogflut, die einen fesselt.
Cate Blanchett war, für mich als Laie, der authentische Dylan. Heath Ledger fand ich irgendwie unpassend und fehlbesetzt. Alle anderen waren aber sonst recht überzeugend.
Viele Stars bereicherten diese Hommage an Dylan mit ihrem präzentivierten Auftreten. Wer genau aufgepasst hat, erkennt Richi Havens, der bei der Woodstockeröffnung spielte.
Für Fans von Bob Dylan ein Muss. Für moderat Interessierte empfehle ich eine kurze Hintergrundsession.
Ich hoffe, dass auch endlich Jimi Hendrix ein würdevolles Biopic bekommt, nachdem Legenden wie Johnny Cash, Bob Dylan oder The Doors ihrerseits schon den filmischen Gedenkstein bekommen haben...
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alanger 2009/06/03 16:36:51
Antwort löschendylan selber war sehr angetan von dem film und fand genau DIESE herangehensweise als die einzig mögliche. er hat sich ja selbst jahrzehntelang als unergründlich inszeniert.
Cingiz 2009/04/12 03:35:41
Kommentar löschenFazit: Ein Komischer Film, eine Szene nach der anderen, Schauspieler ohne Ende aber am Ende geht es eigentlich nur um eine Person. Einer Musik Legende. Jede Person spiegelt Dylan`s Charakter. Gelungene Bio auch wenn Komisch erzählt und verfilmt. :)
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dbeutner 2009/03/15 12:06:33
Kommentar löschenIch versuche, soweit möglich, auf Filme so wenig wie möglich "vorbereitet" zu sein. Das schlimmste, was einem in einer SneakPreview passieren dürfte, ist, dort auf "I'm not there" zu treffen - und fast so ist es mir ergangen; immerhin wusste ich noch, dass es um Bob Dylan gehen sollte, das war mein akutes Vorwissen aber auch schon. Und - damit funktioniert der Film leider nicht.
Allerdings ist die technische Brillianz nicht zu übersehen; die Musik ist toll. Und Charlotte Gainsbourg zu sehen, reicht mir ja schon, der Rest interessiert dann kaum noch :-) Also, wer sich den Film ansehen möchte: Unbedingt vorher (a) über die Machart des Films und (b) möglichst detailreich über das Leben von Bob Dylan informieren! Kann sein, dass es dann richtig gut wird.
Zwei Kritikpunkte muss ich noch los werden: Erstens Heath Ledger; spielt weniger Bob Dylan als mehr Leonardo Di Caprio (und macht mich mich schon deswegen rasend). Und: Der Hype um Cate Blanchett. Man lässt eine Frau einen (femininen) Mann spielen, mit viel Sonnenbrille und wenig (verratender) Körperbewegung (man achte mal drauf!), und freue sich über den fast reflexartig einsetzenden tosenden Applaus und die Oscar-Nominierung. Die Filmgemeinde ist mitunter schon arg einfach gestrickt...
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