Todd Haynes

Beteiligt an 6 Filmen und 1 Serien

US-amerikanischer Regisseur, der mit einem seiner ersten Filme, Safe (1995), die Kritiker begeisterte. Es folgten das gefeierten Velvet Goldmine (1998) und der Bob-Dylan-Biopic I’m not there (2007).

Leben und Werk

Der US-amerikanische Independent-Regisseur Todd Haynes wurde 1961 in Los Angeles geboren. Er galt schon als Kind als sehr künstlerisch und zeigte früh Interesse für den Film. An der Brown University in Rhode Island studierte er Kunst und Semiotik. Nach seinem Abschluss im Jahre 1985 zog er nach New York City und inszenierte mit einem Barbiepuppen-Kurzfilm einen Kultklassiker des Underground-Kinos. Es folgen die Kurzfilme Assassins: A Film Concerning Rimbaud (1985) und Superstar: The Karen Carpenter Story (1987).

Sechs Jahre später legte er mit Poison sein Debüt als Spielfilmregisseur vor. Poison erzählt die Geschichte dreier Männer: eines siebenjährigen Vatermörders, eines im Sterben liegenden Wissenschaftlers und eines homosexuellen Häftlings, der sich in einen Mitgefangenen verliebt. Der wegen seiner pornographischen Szenen kontrovers aufgenommene Film wurde beim Sundance Film Festival mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet.

Anschließend drehte Haynes den Fernsehkurzfilm Dottie Gets Spanked. Sein nächster Spielfilm, das Hausfrauendrama Safe mit Julianne Moore, wurde von den Kritikern des Boston Globe, des Interview Magazine und des Film Comment zum Besten Film des Jahres 1994 gekürt. 1997 machte Haynes mit Velvet Goldmine auf sich aufmerksam. Ewan McGregor spielt darin einen verschwundenen Rock-Star. Beim Festival von Cannes erhielt Haynes dafür eine Ehrung für den Besten künstlerischen Beitrag.

Nach einem Musikvideo für die Gruppe Sonic Youth, meldete sich Haynes 2002 mit Dem Himmel so fern zurück: Wiederum Julianne Moore, die für ihre Rolle bei den Filmfestspielen in Venedig ausgezeichnet und für den Oscar nominiert wurde, spielt die bürgerliche Hausfrau Cathy, die während der 1950er Jahre Freundschaft mit ihrem farbigen Gärtner schließt und entdeckt, dass ihr Ehemann schwul ist. Der Film erhielt noch drei weitere Oscar-Nominierungen: Neben Kameramann Edward Lachman und Komponist Elmer Bernstein wurde auch Haynes selbst als Drehbuchautor geehrt.

Bei den Filmfestspielen von Venedig reihte sich I’m Not There 2007 in die beeindruckende Liste von Haynes’ Festivalerfolgen ein. Der Film gewann den Spezialpreis der Jury sowie den Darstellerpreis für Cate Blanchett, die seither als Oscar-Favoritin gehandelt wird.

PrivatlebenHaynes ist homosexuell und lebt in Portland, Oregon. Er hat einen Hochschulabschluss in Semiotik.

Quellen
Essay zu Todd Haynes bei senseofcinema.com (engl.)
Presseheft zu I’m Not There
Biographie in der Wikipedia (engl.)


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