My Son, My Son, What Have Ye Done
My Son, My Son, What Have Ye Done (2009), DE/US Laufzeit 87 Minuten, FSK 0, Kriminalfilm
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28 Kommentare
Keine ?
von Werner Herzog, mit Willem Dafoe und Chloë Sevigny
Polizisten werden zu einem Einsatz in einem typischen Mittelklasse-Vorort von San Diego gerufen. Der Verdächtige hat sich in seinem Haus verbarrikadiert und scheinbar Geiseln genommen. Zwei Freunde eilen herbei, doch sie kommen zu spät. In Rückblicken erschließt sich langsam die bizarre Geschichte von Brad McCullum.
Cast & Crew
-
Werner Herzog
-
Willem Dafoe
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Detective Havenhurst
-
Chloë Sevigny
-
Michael Shannon
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Brad McCullum
-
Michael Peña
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Detective Vargas
-
Brad Dourif
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Uncle Ted
-
Grace Zabriskie
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mrs. McCullum
Regie
Schauspieler
-
Udo Kier
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Lee Meyers
-
Braden Lynch
-
James C. Burns
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Swat Commander Brown
-
Candice Coke
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Officer Slocum
-
Werner Herzog
-
Herbert Golder
- Genre
- Kriminalfilm
- Ort
- San Diego
- Handlung
- College, Ermittlung, Flamingo, Geiselnahme, Gewalt, Inszenierung, Mord, Mord an Mutter, Mutter-Sohn-Beziehung, Orestes, Schauspieler, Theater, Theatergruppe, Theaterregisseur, Theaterstück, Wahnsinn
- Stimmung
- Spannend, Verstörend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails My Son, My Son, What Have Ye Done
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Kritiken (6) — Film: My Son, My Son, What Have Ye Done
Björn Lahrmann: Das Manifest
Kommentar löschenWahnsinn ist Weltsprache, Werner Herzog spricht sie fließend: Die wahre Geschichte eines muttermordenden Schauspieler lässt er fiktional auswuchern und sich über den halben Planeten verbreiten. So wird spinnerte Genrekunst zu bildmächtiger Kulturanthropologie.
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Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...
Kommentar löschenNach "Bad Lieutenant" hat Werner Herzog nun wieder einen typischen Herzog-Film über Gott und die Welt gemacht. Es geht um Wahnsinn, Menschsein und die Natur, um Himmel und Erde und Wolken und einen wilden Fluss. Dazu noch Tiere, Männer, Bibelzitate, Exotik, Theater und eagles in drag. Und ein paar Fragen danach, wie denn die Welt nun so beschaffen ist. Am Ende der verbürgten, aber recht irrelevanten Geschichte von "My Son, My Son, What Have Ye Done" übergibt Herzog das Schicksal wie so oft dem Zufall und inszeniert den Werdegang eines Basketballs zum Schlüsselmoment. Solch wohltuender Eso-Trash ist aber leider etwas rarer gesät als in seinem Vorgängerfilm, stattdessen verbinden sich Herzogs heitere Einblicke in die menschliche Natur mit den stilisierten Realismusbildern eines David Lynch, der hier ausführend produzierte. Etwas schade doch, dass Herzog sich unterm Strich nur wieder an alten Obsessionen abarbeitet, statt so ungeniert frei zu drehen wie in seinem letzten, diesem hier nicht ganz unähnlichen, Film – gerade oder trotz wegen einiger besonders schöner und amüsanter Regieeinfälle.
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Keith Uhlich: Time Out New York Keith Uhlich: Time Out New York
Kommentar löschenHerzog ist wohl der Einzige der sich trauen würde, und auch noch damit durchkommt, dieses einzigartige filmische Ziel so aufzulösen, dass er das Schicksal eines verlassenen Basketballs betrachtet.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten
adamma 2010/11/26 16:32:16
Antwort löschennein ist er nicht
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Leila57 2010/12/02 12:14:22
Antwort löschenda wären noch mindestens 3 die mir einfallen :D
pearlEX 2011/03/18 12:32:36
Antwort löschenIch verstehe das mal als übertriebenen Spoiler ohne Vorwarnung. Danke dafür!
Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times
Kommentar löschenMy Son, My Son, What Have Ye Done wirft sämtliche Konventionen auf den Haufen, verweigert alle erhofften Unterhaltungselemente, und bietet stattdessen das Vergnügen, Herzog dabei zuzusehen wie er das Polizei-Geisel-Schema dem Reich seiner Vorstellungskraft unterwirft. Es ist als ob er mit dem Entwurf eines höchst routinierten Polizei-Verfahrens angefangen und irgendwann einfach gesagt hätte, zum Teufel damit, ich will hier mein eigenes Ding drehen.
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Amy Biancolli: San Francisco Chronicle Amy Biancolli: San Francisco Chronicle
Kommentar löschenTeilweise daneben, lückenhaft und sogar ärgerlich wird My Son, My Son, What Have Ye Done doch zusammengehalten von zwei kraftvollen Exzentrikern: Regisseur und Co-Autor Werner Herzog, der hier einmal mehr die Grenzen des Wahnsinns austestet, und Michael Shannon, der seinen Status als gruseligster Schauspieler des 21. Jahrhunderts bestätigt.
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Filmering: Filmering.at
Kommentar löschenMy Son, My Son, What Have Ye Done ist ein faszinierender Psychotrip, bei dem Werner Herzog aufs Neue eindrucksvoll zeigt, warum er seit den späten 60er Jahren zu den großen Regisseuren dieser Welt gehört. Denn Herzog hat immer noch nichts von seiner Experimentierfreude eingebüßt und schafft es auch nach so vielen Jahren noch zu überraschen. Sein neuestes Werk ist dabei eine psychedelische Wanderung in den Untiefen einer gebrochenen Seele. Schräger Humor und bittere Ernsthaftigkeit gehen dabei Hand in Hand und Werner Herzog versteht es keines der Extreme zu verraten. Wie es nun mal so ist bei Filmexperimenten gehen manche Aspekte nicht vollständig auf, aber das sollte kein Grund sein dieses faszinierende Werk auszulassen.
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Kommentare (22) — Film: My Son, My Son, What Have Ye Done
Kommentar schreibenThom As 2011/09/24 17:18:10
Kommentar löschen"Ich hasse es, dass die Sonne immer im Osten aufgeht!" ---> Recht hat er!
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DerDude_ 2011/06/18 10:28:43
Kommentar löschenDavid Lynch meets Werner Herzog
das da nichts konventionelles herauskommt , weiß jedes Kind .
Aber eigentlich steht der Name Lynch nur zum Marketing auf dem Poster. Lynch war lediglich als Produzent zugange und der Film , an sich hat schon kaum etwas mit David Lynch alptraumähnlichen Filmen zu tun.Wessen Einfluss deutlich heftiger zu spühren ist , ist der Herzogs.Wie in seinem letztem Film "Bad Lieutenant - Cop ohne Gewissen" geht es auch hier , nicht um das Verbrechen selbst, sondern eher um das nicht sichtbare ,undeffinierbare Böse das tief in der Hauptfigur schlummert.Wo Herzog Nicolas Cage in seinem Vorgängerfilm , wie einen wahnsinnigen durch New Orleans hetzte, spielt hier der Film fast ausschließlich in Rückblenden.In diesen wird dem Zuschauer vor Augen geführt , wie wahnsinnig die Hauptfigur, interessant gespielt von Michael Shannon, ist.Am Ende wird die Frage des "Warum" nicht geklärt.Dieses Ende sowie die unkonventionelle Erzählstruktur sorgen dafür , das der Film nicht jedem gefallen kann.Mir persönlich hat er gefallen , da er gekonnte Abwechslung von der breiten Masse bietet.In Nebenrollen überzeugen zudem Willem Dafoe und Udo Kier.
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Mesokosmos 2011/03/27 23:12:55
Kommentar löschenHandlungsweise des Protagonisten: Ruhig. Wahnsinnig. Eskapistisch. Depressiv. Unheimlich. Rätselhaft.
Kamera: Ästhetisch. Observierend.
Soundtrack: Gesänge. Hypnotisch. Mystisch.
Schnitt: Bedächtig. Ruhig.
Drehbuch: Substantiell. Authentisch.
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Moe Szyslak 2011/03/06 11:57:44
Kommentar löschenLynch + Herzog.
Dass da was Schräges bei raus kommt konnte man erwarten und dass es nicht gerade leichtgängige Unterhaltung sein wird auch. Dementsprechend habe ich mich auf ein bizarres und schräges Psychospiel eingestellt, aber geboten wurde die pure Langeweile. Das in Rückblicken Ergründen der Psyche des Protagonisten und somit die Umstände, die ihn zu seiner Tat getrieben haben war an und für sich interessant, aber so unendlich schleppend und zum Einschlafen erzählt, dass es eine Tortur war, diesen Film zu schauen. Von der Kamera und den Bildern sicherlich gut weil außergewöhnlich gemacht, es gab einige bizarre und groteske Szenen und die Darsteller waren auch gut, vor allem Michael Shannon spielt beängstigend gut, aber das wars dann auch schon.
Lynch + Herzog. Das war nichts, obwohl es vielversprechend klang. Schade drum.
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xXxWantedxXx 2011/03/06 12:02:33
Antwort löschenWirklich so schlimm?
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Moe Szyslak 2011/03/06 12:04:22
Antwort löschenNaja, es ist auf jeden Fall Geschmackssache. Ich fand ihn halt grausam langweilig, hab mir jetzt erstmal nen starken Kaffee gemacht, damit ich wieder aufwache....
stevenwolff 2011/03/18 21:09:06
Antwort löschenDer Film ist wirklich langweilig. Und ich liebe Gus Van Sant ;)
audio 2011/02/18 13:18:16
Kommentar löschenIck weeß nich, ick weeß nich...
Zwei Fragen, die sich mir stellen: Was ist nur los mit mir? (d.h. Warum finde ich keinen Zugang, was ist es, dass ich den ganzen Film über auf den Count geschaut habe "Wie lange noch?"?)
Und: Was ist los mit Herzog? (Was macht er da? Die überaus brillanten Schauspieler lässt drosselt er soweit, dass man sie kaum noch erkennt. Die Schnitte erscheinen deletantisch, die Story schein gerade mal was für eine Ballade oder einen Kurzfilm herzugeben.)
Sei es drum - ich kann mich nicht entscheiden. Entweder ist der Film blöd oder ich. Ich kann mit beidem leben, sei's drum! Daher ne glatte 5,0.
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stalker 2011/02/09 14:40:44
Kommentar löschenTwin Peaks reloaded.
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Ripley1 2011/02/06 12:23:30
Kommentar löschen"Vergiss Flamingos! Ich sehe Strauße rennen..."
Wenn ein Altphilologe, seines Zeichens Professor in Boston, sich mit dem Orestes-Mythos (Muttermord, Wahnsinn...) auseinandersetzt, dann einen echten durchgeknallten (Mutter-) Mörder interviewt, weil er diesen Mythos und seine Poesie in diesem Fall wiederzufinden meint, dann gemeinsam mit Werner Herzog, dem Spezialisten für die Poesie des Wahnsinns, ein Drehbuch verfasst, das dann von David Lynch produziert wird, dann ergibt das für den Cineasten wirklich amüsante 90 Minuten. (Unbedingt auch das Featurette auf der DVD und den Audiokommentar hören!)
Der reale Mörder hat übrigens in dem Wohnwagen, in dem er haust, ein Plakat mit Kinski als "Aguirre" aufgehängt. Noch Fragen?
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deadofnight 2011/01/12 09:18:48
Kommentar löschenEnttäuschend! Verstehe nicht, wie man so etwas langweiliges positiv bewerten kann. Geschmäcker sind halt verschieden.
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dr. steck 2010/12/24 01:24:39
Kommentar löschen"Why is the whole world staring at me?"
Genau das fragt sich Brad McCullum. Brad (Michael Shannon) hat soeben 2 Geiseln genommen und sich in einem Haus verschanzt.
Nach einem Peruurlaub mit Freunden begann der junge Mann, zusehends mehr außer Kontrolle zu geraten. Während der Proben zu einem Theaterstück fängt er an, sich mit der Hauptfigur zu identifizieren und ersticht mit dem Requisitenschwert seine Mutter auf offener Straße. Seine durchaus gespenstisch anmutende Mutter (creepy: Grace Zabriskie), die den Verlust des Vaters in frühen Kindsjahren mit ihrem obsessiven Verhalten quittiert und eine große Leidenschaft für Flamingos zu haben scheint.
Nun ist Brad also im Haus, mit zwei Geiseln, und hält die örtliche Polizei (Willem Dafoe und Michael Pena, hervorragende Hommage an die Polizistenfiguren David Lynchs) auf Trab, mit Pizzabestellungen zum Beispiel.
Mit vielen Rückblenden, die sich perfekt in den Filmfluss einbinden (handwerklich großartig), erfahren wir nach und nach mehr über all das, was zu dieser Situation führte.
Am Ende des Films stehen wir grübelnd und vielleicht auch mitgerissen vor Bibelzitaten und griechischer Mythologie, Flamingos, Straußen, und vor Brads Lebensgefährtin, gespielt von Chloë Sevigny, die stehts an seiner Seite bleibt, egal, wie merkwürdig sein Verhalten sich auch äußert.
"My Son, My Son, What have ye done?" ist einer dieser Filme, die sich dem Zuschauer wie eine Zwiebel nach und nach öffnen. Nach dem Schälen, im Kern der Zwiebel angekommen, erwartet den Betrachter die übliche herzogsche Größe und Transzendenz. Sofern man sich bis dorthin vorwagt.
Denn der Zuschauer wird zum neutralen Beobachter und darf selbst denken. Niemals wird verurteilt. McCullum wird nicht als wahnsinnig hingestellt. Das bei ihm etwas nicht stimmt, ist offensichtlich. Doch sind die Gründe dafür vom Zuseher selbst zu füllen - die mögliche Identifikation ein Lückentext.
Auch wenn wir es hier mit einen Film um einen Mord zu tun haben, ist "My Son..." weit von einem Krimi entfernt. Der konventionsgefütterte Betrachter könnte und wird sich hier teilweise langweilen, dafür "passiert" im Endeffekt vielleicht zuwenig. Wer ein großes Finale mit Showdown und mehreren Wendungen erwartet, wird hier enttäuscht. Wer sich hingegen gerne auf Ungewöhnliches einlässt, könnte seine Freude an diesem Kleinod haben.
Denn ein großer Film ist es beileibe nicht. Viel mehr ist es ein kleines, aber feines hypnotisches Drama, keine leichte Kost, dennoch mit ironischem Unterton und auch witzigen Szenen. Und insbesondere zum mehrmaligen Sehen tauglich.
Herzog versteht es wieder einmal, mit seinen Bildern eine ganz eigene Welt zu erschaffen, beweist sich als leidenschaftlicher Filmer. Hier lässt man sich unter Umständen gerne anderthalb Stunden Fallen. Vorrausgesetzt, man kann sich mit seiner "Welt des Wahnsinns" anfreunden.
Die Musik, die größtenteils aus gesungenen Stücken besteht, ist definitiv hervozuheben. Miit ihrer eigentlich permanenten Präsenz zieht sie den Betrachter noch tiefer in den ohnehin schon atmosphärisch sehr dichten Film hinein.
David Lynch "präsentiert" diesen Film und taucht als ausführender Produzent auf. Einige Kritiker meinen, seine Handschrift sei überhaupt nicht zu erkennen, andere sprechen ihm mehr Einfluss zu. Zum digitalen Filmstil der neueren Lynchwerke und auch in der Charakterzeichnung lassen sich Parallelen erkennen. Hier oder dort könnte er seine Finger im Spiel gehabt haben. Dennoch bleibt es ein Werner Herzog-Film. Und das ist auch gut so.
Nicht alles stimmt in diesem Film. Und zwischenzeitig gibt es ein oder zwei Momente, an denen man nicht weiß, ob man nun am Ball bleiben sollte oder nicht. Ob einem Udo Kiers Akzent gefallen sollte oder nicht.
Doch auch diese kleinen Hänger lassen den Film nach 91 Minuten das bleiben, was er ist. Spannend. Faszinierend. Und in sich geschlossen als Werk hervorragend. Sehenswert.
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Pygar 2010/12/14 08:53:35
Kommentar löschenMöglicherweise inspiriert von Orest, bestimmt den Wahnsinn aus Peru mitgebracht. Gepeinigt wie verwirrt mit Vorstellungen von Verlust, die umsorgende Erzeugerin scheinbar grundlos zur Strecke gebracht. Seelische Abgründe nebenher beleuchtet, real Geschehenes liebevoll ausgeschmückt und ebenso belanglos verkauft wie erzählt. Der Augenblick als einzig wahre Einsicht in den Schlund einer vergifteten Seele, und nur vielfältig Dargelegtes als Lösungsersatz. Herzogs berauschender wie unspektakulärer Abstieg in die dunklen Erlebnisse eines Gebrochenen, vergisst so vergnüglich wie gekonnt, erzählerische Konventionen mitsamt seinen Figuren und enthüllt abwegig Nebensächliches als einzige Erfüllung.
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mattxl 2010/12/01 14:22:40
Kommentar löschenRiesenenttäuschung - die Kombi Herzog/Lynch funktioniert überhaupt nicht. Einer von diesem Filmen, wo 90 Minuten zu 90 Stunden werden, aber eine angeborene cineatische Zwanghaftigkeit einen dann doch nicht die Stop-Tate drücken lässt. Was dabei am meisten stört ist nicht die quasi nicht-existente Handlung. Irritierend ist vor allem, dass sich Herzog/Lynch kein bischen für ihren Protagonisten zu interessieren. Fast läppisch hingehauen werfen die blassen Pinselstriche, die seine Vorgeschichte illustrieren sollen. Denoch 2 Punkte, weil Herzog einige eindrückliche Bilder in blass-graue Farbigkeit gelingen, die man sich durchaus einprägen wird. Leider vergisst er diese "Standbilder" zu einer Story zu verbinden.
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mitchandhell 2010/12/01 12:58:07
Kommentar löschenNach zirka 30 min musste ich meinen Dvd Player erlösen, da er weinerlich darum bettelte!
Herzog hin oder her das ganze "Geschwafel" macht den Film auch nicht besser . Ich fand in nur schrecklich,langweilig, ätzend, schlecht.
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JackoXL 2010/11/17 17:37:25
Kommentar löschenTut mir leid, ich kann damit nichts anfangen. Schimpft mich ruhig Banause, dass einzige was ich dem Film abgewinnen kann sind die hervorragenden Darsteller. Der Rest ist mir einfach zu kunstverliebt und eigen. Diese Art von Kunst gehört in eine Galerie, nicht in meinen DVD-Player. 4 Punkte, da das sicherlich nicht schlecht ist, aber eben total an mir vorbeigeht.
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simvlacrvm 2010/11/13 13:06:48
Kommentar löschenWas heutzutage nicht alles Independent ist... Der Plot ist nach den ersten 5 Minuten absehbar und auf Wendungen, Atmosphäre oder ernsthafte Charaktere wartet man vergebens. Stattdessen fließt der Film zäh an einem vorbei. Die einzige Frage, die bleibt, ist, warum keiner von den Protagonisten hat kommen sehen, was so absehbar war.
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annaberlin 2010/11/15 11:46:06
Antwort löschenWieso hätte Herzog die wahren Begebenheiten verändern sollen? Das Schockierende ist ja, dass es tatsächlich so zustandekam. Nur Kleinigkeiten wurden geändert: Der Täter war in Pakistan, nicht Peru zB.
simvlacrvm 2010/11/17 00:01:10
Antwort löschenVielleicht, um einen interessanten Film zu drehen?
statist 2010/11/06 23:09:08
Kommentar löschenNun, um ehrlich zu sein - Filme von Werner Herzog waren nie meine Lieblinge. Seine Art, in bemüht locker wirkenden Kameraeinstellungen eine Natürlichkeit hervorzaubern zu wollen, ist für meinen Geschmack noch nie ganz aufgegangen. Das Ergebnis ist stets eine vom Deckmäntelchen des intelektuellen Autorenfilms verhüllte Langeweile. Filme dieser Art - ich erinnere nur an ebenso stark überschätzte Zeitgenossen wie Jim Jarmusch - vermögen dem Zuschauer ein gewisses Gefühl von Intelligenz zu verleihen. Dieses ist aber nur kurzzeitig und gewinnbringend, denn die wirklich tiefergehenden Fragen werden nicht angesprochen oder behandelt. Dennoch - zu dieser DVD hat es mich hingezogen. Einzig und allein aus dem Grunde, da der großartige Michael Shannon hier die Hauptrolle spielt. Er ist natürlich prädestiniert dafür: Seine klare, innere Haltung, seine sinnliche Überzeugtheit von dem komplexen System, das in ihm wütet - das alles bringt er gezielt zum Ausdruck. Wohingegen das Konzept des Films so gar nicht zu überzeugen vermag: Lieblos aufgerollt und nachbearbeitet wird da ein Fall, dem man sich im Drehbuch unter der stets leuchtenden Alarmlampe "Bitte nicht pathetisch werden!" gewidmet hat. Die gewollte Unbeteiligtheit der Regie an den äusseren Ereignissen führt mitnichten zu dem Ergebnis, dass die inneren Prozesse umso grauenvoller daherkommen - im Gegenteil: Nach der Hälfte des Films verliert man einfach das Interesse daran. Die einzige Szene, in der mir selbst wirklich angst und bange wurde, war jene, in der Michael Shannon in vollkommenster Überzeugung seiner Freundin beweist, dass er in der Küche Gott gefunden hat: Er lächelt selig-hinterfotzig von einer Haferflockendose. Ein weiteres schauspielerisches Highlight soll nicht verschwiegen werden: Grace Zabriskie klimpert exaltiert mit den Augen, presst ihren angespannten Mund zusammen - alles Verbildlichungen des Sich-Zusammennehmens, die grandioser nicht gespielt werden können. Immer meint man: Gleich zersprengt es diese Frau, sie wird nicht mehr an sich halten können vor Vornehmheit und künstlicher Zurückgenommenheit. Da irrt man sich, denn das Ende erledigt ihr Sohn. Natürlich ein intelligenter Einfall, die Bluttat selbst ungesehen auszulassen - doch geschieht dies alles mit einer Coolness, die nicht wirklich cool ist, sondern es nur sein will. Jedes Bild, jeder Satz will etwas in seiner Intellektualität, in seinem scheinbar intertextuellen Zusammenhang bedeuten. Leider sind die Bilder - wie der Basketball im Bäumchen - aber am Ende nur schwache, krampfhafte Versuche, eine Sinnlichkeit zu evozieren - ohne Erfolg.
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simvlacrvm 2010/11/13 13:08:10
Antwort löschenHerzog in einem Satz mit Jarmusch zu erwähnen macht den Hulk wütend...
simvlacrvm 2010/11/13 13:10:32
Antwort löschenJarmusch einen überschätzten Zeitgenossen zu nennen macht den HULK WÜTEND!
annaberlin 2010/11/15 11:53:43
Antwort löschenDas klingt mir eher wie eine Rezension zu American Beauty :-)
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statist 2010/11/15 21:50:11
Antwort löschenJaja, ich kenne die hochnäsigen Argumente gegen American Beauty:-)). Aber: American Beauty ist unglaublich gut gemacht, er unterhält fantastisch und ist gnadenlos gut gespielt. Das schlimmste, was einem Kunstwerk passieren kann, ist doch die Bescheinigung, dass es langweilig ist, oder?
LynchFan1706 2011/04/02 20:18:04
Antwort löschenWer hat denn diese Bescheinigung ausgestellt? Du?
Das ist doch eher deine Meinung. Mich hat dieser Film nicht gelangweilt, er ist für mich ebenfalls fantastisch gemacht, hat mich auf seine Weise gut unterhalten und die Darsteller waren hervorragend! Aber Kunstwerk war richtig!
shiva2012 2010/10/26 20:48:36
Kommentar löschenFür Freunde der Langeweile unbedingt empfehlenswert. Der Sohn tut es, dann erstreckt sich der Film fast ausschließlich über Rückblenden, wie es dazu gekommen ist. Vier Punkte nur für den Fall, dass es verkannte Kunst ist.
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spanky 2010/10/26 11:39:05
Kommentar löschenWährend des Films umschwirrt mich das andauernde Gefühl, als wäre die Story im Laufe der Dreharbeiten skurriler geworden, als sie vielleicht ursprünglich angelegt war. Z.B. weil sich David Lynch immer häufiger zum Kaffeekränzchen am Set angekündigt hat und seinen Senf hinzugeben musste. Und dann stelle ich mir vor, wie Werner Herzog mit Michael Shannon hinauf in die peruanischen Anden fährt, nur um diesen einen Shot zu bekommen, wo die Hauptfigur über den nebligen Bergen umherblickt. Klaus Kinski hat mal über Werner Herzog gesagt: "Sie sind ein Zwergenregisseur!" Zwerge kommen auch vor. Und Flamingos. Vielleicht hatte Kinski recht. Ich bin jedenfalls ganz Razzle Dazzle.
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Demetrius 2010/10/24 20:00:04
Kommentar löschenWas will dieser Film mir sagen? Ich weiß es nicht! Ich habe mir den Film angeschaut, habe darüber nachgedacht und bleibe am Ende ratlos.
Trotz klasse Darstellung war der Film für mich einfach nur Zeitverschwendung.
Zwei Punkte für den grandiosen Michael.
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maslobojew 2010/10/23 22:50:58
Kommentar löschenBesonders grotesk wird es, wenn die SWAT anrückt. Einerseits nachvollziehbar, andererseits ein Beleg dafür, wie sich unsere Gesellschaft über die Maßen gewappnet hat, um mit irritierenden, nicht-konformen Phänomenen umzugehen. So bekommt der Zuschauer auch kein stylisches Geiseldrama zu sehen, sondern wird mit der mysteriösen Geschichte eines psychisch kranken Menschen konfrontiert. Wie so oft bei Herzog, erzählt er die Geschichte höchst inspiriert und bietet dem Zuschauer viel Raum für eigene Reflexionen an.
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Der Franzose 2010/10/21 00:19:40
Kommentar löschenDer Film ist eine schöne Überbrückung zum nächsten David Lynch Film, der hoffentlich nicht so lange auf sich warten lässt. David Lynch hat Werner Herzog sicherlich auf die Schulter geklopft und gesagt "Das hast du gut gemacht", dass finde ich auch .
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