Public Enemies

Public Enemies (2009), US
Laufzeit 140 Minuten, FSK 12, Kriminalfilm, Kinostart 06.08.2009

5.9 Kritiker
46 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.6 Community
9067 Bewertungen
187 Kommentare
Public Enemies - Bild 1798959
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von Michael Mann, mit Johnny Depp und Christian Bale

“Public Enemies” macht eines der schillerndsten Kapitel amerikanischer Gangstergeschichte lebendig: John Dillingers legendäre Raubzüge, die ihn zum meistgesuchten Mann auf der Fahndungsliste des damals noch jungen FBIs und zum Helden für einen großen Teil der unterdrückten, benachteiligten Bevölkerung in den Zeiten der Großen Depression in den USA der 30er-Jahre machten. Niemand schien den charismatischen Dillinger und seine Gang stoppen zu können. Keine Gefängnismauer war hoch genug, um ihn zu halten, und sein dreister Charme machte ihn zum Helden, genauso für seine Freundin Billie Frechette, wie für viele Amerikaner, die in ihm einen gerechten Denkzettel für die Finanzwelt sahen, und Ursache für die Weltwirtschaftskrise war. Dillingers Gang, zu der später auch “Baby-Face” Nelson und Alvin Karpis gehörten, hielt die Menschen in Atem und gab dem ehrgeizigen J. Edgar Hoover auf der anderen Seite eine Chance, das FBI und dessen Macht auszubauen. Er ernannte Dillinger zu Amerikas erstem ‘Public Enemy’ und schickte ihm mit Melvin Purvis den “Clark Gable des FBI” auf die Fersen. Zunächst spielten Dillinger und seine Gang nur mit Purvis Agenten und entkamen immer wieder in wilden Verfolgungsjagden oder Schießereien. Erst als ein paar ehemalige Revolverhelden ins Agenten-Team geholt wurden und es gelang, Dillingers Organisation durch Verräter wie die ‘Lady in Red’ und den Gangsterboss Frank Nitti zu unterwandern, konnten Purvis und das FBI die Schlinge enger ziehen.

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Cast & Crew


Kritiken (23) — Film: Public Enemies

evants.com: eventsandtrends.com

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6.5Ganz gut

Regisseur Michael Mann eilt dank Filmen wie „Heat“, „Insider“ und „Colleteral“ ein sehr guter Ruf voraus. Wenn sich Mann eines Films annimmt, der sich um die Geschichte einer Gangsterlegende der USA dreht, dann ist die Erwartung hoch. Doch ein Klassiker wie „Heat“ ist „Public Enemies“ nicht geworden. Das liegt zum einen an der kühlen und oberflächlichen Charakterzeichnung, die keine Identifikation mit einer der Figuren zulässt. Zum anderen ist die Kameraarbeit gewöhnungsbedürftig: Die wackeligen Aufnahmen sind zwar modern, passen aber nicht zu einem Film, in dem sonst alles an die Zeit der Handlung angepasst wird. Insgesamt ist „Public Enemies“ ein guter Film, der die hohen Erwartungen aber nicht ganz erfüllt, zumal das Potenzial der Geschichte nicht voll ausgeschöpft wird.

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Elisabeth Maurer

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8.0Ausgezeichnet

...Kurz vor seinem Ende betritt Dillinger unbemerkt die Räume des Sonderkommandos des FBIs, das mit seinem Fall betraut ist. Für ihn ist es ein Gang in sein eigenes Museum. Hier wird ihm sein Leben vor Augen geführt, auch das nahende Ende. Der Zuschauer sieht auf den Pinnwänden die Stationen aus Dillingers Leben, die ihm der Film bisher präsentiert hat. Dabei versuchte der Film aber nicht wie ein Museumsbesuch zu wirken. Mann setzt HD-Technik und Handkamera ein, um die Aufnahmen möglichst realistisch und unmittelbar aussehen zu lassen. Die Bilder sagen aus, daß hier keine nostalgische Verklärung der Vergangenheit geboten werden soll. Sie bilden fast immer ausschließlich Reales und Gegenwärtiges ab, es gibt keine Rückblenden, keine inneren Bilder, die Kamera bleibt immer sehr dicht bei den Figuren....

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cArLos4evEr

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Also ich fand diese HD-Optik bei diesen Film nicht gut, auch wenn es realistischer sein soll gefällt mir die Kino-Üptik wirklich besser. Es wirkt zu glatt und oft zu plastisch und dadurch mehr wie eine Doku, das mag ich bei so etwas nicht! Ein Krisselfilter wär echt cooler!


Evie: www.inderzange.de

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2.0Ärgerlich

Micheal Mann bekannt durch Heat, Collateral oder The Insider, Johnny Depp bekannt durch Fluch der Karibik oder Sweeney Todd und Christan Bale bekannt durch den neuesten Terminator oder die neuen Batman Filmen drehten zusammen den Film Public Enemies. Allein der Cast schon ließ auf vieles hoffen dazu kamen dann noch Robert DeNiro als Produzent und Hans Zimmer als Berater für das Music Department. Ich ging also mit hohen Erwartungen in die Vorstellung, aber schon nach den ersten Minuten kaum so ein flaues Gefühl im Magen auf.

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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7.5Sehenswert

Wenn es nun an Public Enemies etwas ernsthaft auszusetzen gibt, dann nur zwei Dinge: Die digitale Ästhetik des auf High-Definition-Kameras gedrehten Films überzeugt ganz und gar nicht, in ihrer überrealistischen Klarheit, ihrer Flächigkeit, ihren verruckelten Bewegungsbildern, dem harten Licht und den starken Kontrasten. Da kann Michael Mann noch so sehr behaupten, auf 35-mm-Zelluloid »hätte es ausgesehen wie ein typisches 'period movie', ein Ausstattungsfilm. Das Publikum wird dadurch unweigerlich auf die Position von Betrachtern auf Abstand festgelegt.

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Kaltduscher: MoviezKult.de

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2.0Ärgerlich

[...]Zu oberflächlich bleibt die Geschichte, die deutlich angelehnt ist an die von "Heat", doch niemals dessen Intensität zu erreichen vermag. Ein Spannungsbogen existiert de facto überhaupt nicht, denn "Public Enemies" ist ein steter Wechsel zwischen typischen Mann’schen shoot outs und filmischem Füllmaterial, welches zwischen Bedeutungslosigkeit und Kitsch, Langeweile und fehlender Tiefe pendelt.[...]

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Timo K.: Blockbuster Entertainment

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4.5Uninteressant

[...] Summa summarum ist zu konstatieren, dass der zweite Versuch, einen Staatsfeind Nr. 1 in diesem Jahr ins Kino unterzubringen, gescheitert ist. Obwohl "Public Enemies" kein völliges Desaster repräsentiert, ist er doch, gemessen an den Erwartungen und seitens des Regisseurs, der nach "Ali" erst seinen zweiten historischen Film präsentiert, ein missglückter Versuch John Dillinger cineastisch zu würdigen. Michael Mann pfeift nicht nur auf historische Fakten und Authentizität – ohnehin stellt der Streifen mehr Fiktion denn Realität dar (man fragt sich, weshalb Mann den Stoff "Public Enemies: America’s Greatest Crime Wave And The Birth Of The FBI, 1933-34" von Bryan Burroughs überhaupt adaptierte) -, ihm ist es offenbar auch egal oder nicht ersichtlich, wie weit hier Form und Inhalt aufgrund seines neuen Looks auseinandergehen.

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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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5.0Geht so

«Public Enemies» ist eine teilweise faszinierendes Kriminaldrama, das durch die dreckige Kamera viel von seiner Wirkung einbüsst.

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C. Friedrich: aka Filmclub (a.D.)

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5.0Geht so

Michael Mann inszeniert diesen klassischen Gangsterfilm routiniert und rasant, so dass der Film nicht langweilig wird, aber letztlich bleibt der Film eine Aneinanderreihung von Szenen ohne wirkliche Dramatik. Selbst Depp ist bemüht der Rolle des Dillinger etwas Tatkraft zu geben. Während ihm das einigermaßen gelingt, sieht der neue Actionstar Christian Bale eher blass aus. Leider bleibt dieser Film nur ein sehr kleiner Ausschnitt aus Dillingers Leben und es wird auch nicht wirklich klar, weshalb Dillinger in der amerikanischen Bevölkerung so beliebt war - im Film jedenfalls überwiegen die äußerst brutalen Banküberfälle...

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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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4.0Uninteressant

[...]Neue Techniken sind eine gute Sache, wenn man weiß wie und vor allem warum man sie einzusetzen hat. Oder aber anders ausgedrückt: Die Wahl der technischen Mittel sollte immer der Sache dienen, und nicht einfach nur, weil sie vorhanden sind. „Public Enemies“ ist von Michael Mann komplett auf Digital Video gedreht worden, was dem Film nicht sonderlich gut zu Gesicht steht – Gelinde gesagt. Die schnelle, flexible und verwackelte Kamera, die vielleicht zu einem Jason Bourne aus dem 21. Jahrhundert passen mag, wirkt bei diesem Period Piece, das ja auch einen gewissen epischen Anspruch von Natur aus in sich trägt, erschreckend deplatziert wirkt. Mit der Entscheidung Manns für DV geht somit Einiges, man möchte fast sagen Alles von dem Flair verloren, was derartige Filme in der Vergangenheit ausgezeichnet hat. Wie man es richtig macht, hat nicht zuletzt Clint Eastwood in diesem Jahr mit seinem Period Piece „Der fremde Sohn“ aus inszenatorischer Sicht eindrucksvoll bewiesen.[...]

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Fricki76: Asianfilmweb.de

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5.5Geht so

Hatte an diesen Film wegen Mann, Bale und Depp große Erwartungen, die zum Glück durch die bisherigen Kommentare hier etwas heruntergeschraubt wurden.

Viel Kritik klang schon an: Die Kamera wirkte auch auf mich oft unpassend und störend. Die Hauptdarsteller blieben bis auf wenige Ausnahmen deutlich unter ihrem Niveau, was wirklich schade ist, denn beide haben schon häufig bewiesen, daß sie das besser können. Da stell ich mir die Frage, ob Drehbuch und Regie einfach nicht das Potential der Darsteller abrufen konnten.

Alles in allem bleibt mir das nüchterne Fazit, das "Public Enemies" (leider) ein Film ist, bei dem, bis auf wenige Szenen nichts hängen bleibt. Er bietet keine Highlights, wenig Identifikation und Glaubwürdigkeit, letzters bei einem Film, der immerhin historische Persönlichkeiten und Geschehnisse nachbildet.

Für mich als wirklichen Michael Mann Fan eine ziemliche Enttäuschung. Aber "Inglorious Basterds" kommt ja bald....

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Der Redaktör: kino-zeit.de Der Redaktör: kino-zeit.de

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5.5Geht so

Überhaupt wirkt vieles an der Geschichte dramaturgisch wenig zwingend, die Liebesgeschichte zwischen Dillinger und dem Hutmädchen Billie osziliiert zwischen purem Kitsch und der Degradierung der großen Liebe des Gangsters zum schmückenden Beiwerk. Trotz der gewaltigen Länge von 140 Minuten und einem Handlungszeitraum von gerade mal einem Jahr wirkt vieles an Public Enemies bruchstückhaft, weist erhebliche Lücken und Glaubwürdigkeitsprobleme auf und lässt deshalb – außer in den und gewohnt grandios inszenierten Schießereien und Action-Szenen – den Zuschauer eher kalt.

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HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost

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7.0Sehenswert

Von einem Duell Depp/Bale à la De Niro/Pacino kann allerdings keine Rede sein, dafür fokussiert Mann seinen Blick nicht genug. "Public Enemies" will nämlich auch noch ein Film über die Politik sein, die damals in den Vereinigten Staaten mit der Verbrechensbekämpfung gemacht wurde. So gibt es die heimliche dritte Hauptfigur J. Edgar Hoover, den Chef der noch unerfahrenen Bundespolizei (aus der bald das FBI werden sollte), gespielt von Billy Crudup. Hoover mit seinen verdeckten Zielen ist die ganze Zeit im Hintergrund des Films präsent, und zu den eindrücklichsten Szenen gehört eine frühe (illegale) FBI-Telefonabhöraktion, bei der die Unterhaltungen auf Wachsschallplatten (!) aufgezeichnet werden. In das traditionelle Mann-Männerduell dringen also plötzlich Politik und Geschichte ein, was "Public Enemies" nicht gut tut, da sie ihm den klaren Fokus rauben.

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J. Buttgereit: epd-Film, TIP Berlin, ray, ...

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6.0Ganz gut

Ob Schauspielveteranen wie Robert DeNiro und Al Pacino in „Heat“, Energiebündel Tom Cruise in „Collateral“ oder die obercoolen Colin Farrell und Jamie Foxx in „Miami Vice“: In den stets stilvollen Action-Thrillern von Michael Mann dürfen die hochbezahltesten Schauspieler Hollywoods den starken Mann markieren ohne Angst haben zu müssen sich an bodenständiger Action-Gülle a la „Rambo“ die Finger schmutzig zu machen. Jetzt hat Johnny Depp als der legendäre Bankräuber John Dillinger den Finger am Abzug. Als Kontrahent steht Depp der zur Zeit unvermeidliche Christian Bale als FBI-Agent Melvin Purvis gegenüber. Ungeachtet des Terrors, den Dillinger mit seiner Maschinengewehrbande in den 30er Jahren in Chicago verbreitet hat, wird der charismatische Gangsterboss als schnuckeliger Sympathieträger präsentiert, dem die Damenwelt zu Füßen liegt. Als vogelfreier Outlaw, der aus jedem Knast ausbrechen kann und den Autoritäten auf der Nase herumtanzt genießt er die Sympathien…

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ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/

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7.0Sehenswert

[...]„Public Enemies“ braucht lange, beinahe zu lange, bis er seine Vorzüge voll zur Entfaltung bringt. Über weite Strecken stehen die recht ungenügend plausibel gemachten Figuren und der daraus resultierend eindimensionale Handlungsablauf dem Film im Weg, ehe er sich immerhin zu einer mächtigen audiovisuellen Wucht steigern kann. So etwas wie epische Weite erreicht die Geschichte aber nie, statt durchgehender fiebriger Hitze verbreitet das Geschehen zu oft nur leicht erhöhte Temperatur. Trotz der Top-Besetzung fehlt es auch an einer beherrschenden Präsenz, für die Depp und Bale normalerweise nicht mal die Hände aus den Taschen nehmen müssen, doch hier kann weder einer der beiden für sich uneingeschränkt glänzen, noch können sie einander in den wenigen gemeinsamen Szenen entscheidend pushen. Am Ende ist „Public Enemies“ vor allem ein 'sehens'werter, bei allen Mängeln auch immer noch guter Film; ein wirkliches Erlebnis, eine unverzichtbare Erfahrung ist er jedoch viel zu selten.[...]

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Muffin Man

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"Public Enemies" hat aber auch das coolste Lied, das ich in einem Film dieses Jahr gehört habe:
http://www.youtube.com/watch?v=fhiO8rT_LnA
Leider wird es im Film nicht wirklich gewinnbringend eingesetzt.


ChristiansFoyer

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Ja, eins von mehreren Beispielen, wo die Musikuntermalung nicht 100%ig sitzt


KiNGU: Couchhero - Held auf dem Sofa

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6.0Ganz gut

"Public Enemies" ist kein grundsätzlich schlechter Film. Wenn aber Michael Mann auf der Verpackung steht, erwartet man als Zuschauer einfach andere Dimensionen als es hier zu sehen gibt. Bei einem Regisseur, der in der Vergangenheit dermaßen geniale und bis ins kleinste Detail durchdachte Meisterwerke präsentierte, liegt die Messlatte nun mal ein Stückchen höher. Hätte ein anderer Regisseur den Film auf diese Art verfilmt, die Bewertungen wären sicherlich besser ausgefallen. Mann wird sich damit abfinden müssen, stets an seinen bisherigen Filmen gemessen zu werden. Und die waren bisher meist deutlich besser als es "Public Enemies" nun ist.

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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

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8.0Ausgezeichnet

Michael Mann gehört zu den Regisseuren, die sich ganz der Digitalisierung der Kinobilder verschrieben haben und ihre Filme entsprechend mit einer Digitalkamera drehen. Machte dies bei Arbeiten wie „Collateral“ oder „Miami Vice“ noch Sinn, war hier doch aufgrund der Thematik ein durchaus zeitgemäßer und fiebriger Gestaltungsstil gefragt, wirkt es bei diesem, in den 1930er Jahren angesiedelten Gangsterepos ein wenig befremdlich. Das Auge stößt sich an den kalten, immer etwas überbelichtet wirkenden Bildern, es erwartet eher säuberlich durchstrukturierte, panoramaartige Aufnahmen in satten, dunklen Farben.
Dabei passt Michael Mann die Bildgestaltung ganz dem unsteten Leben seiner Hauptfigur an: Denn John Dillinger (Johnny Depp) ist als US-Staatsfeind Nummer Eins stets auf der Flucht. Zusammen mit Baby Face Nelson (Stephen Graham) und weiteren Komplizen führt er ein Leben, das aus Banküberfällen, Gefängnisausbrüchen und dem Untertauchen in immer wieder neuen Verstecken…

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David Edwards: Daily Mirror David Edwards: Daily Mirror

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10.0Lieblingsfilm

Gedreht in gestochen scharfem HD ist das hier ein beeindruckend aussehender Film, in dem sogar die einfachsten Szenen vor Energie und Suspense strotzen. Wie damals mit Heat hat mann nicht nur das Kriminaldrama des Jahres, sondern möglicherweise des Jahrzehnts gemacht.

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Le Samourai

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Sowas von überhaupt nicht!


Chris Tookey: Daily Mail Chris Tookey: Daily Mail

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4.5Uninteressant

Mann widmet sich ganz der Aufgabe, Dillinger cool aussehen zu lassen, und das ist das Problem mit dem ganzen Film. Er sieht aus, wie es sich gehört, doch hat keine Tiefe, nichts zu sagen, keinen neuen Blickwinkel. Er fühlt sich an wie eine Hommage an ältere, bessere Filme wie Scarface, White Heat und tatsächlich der Film Dillinger von 1945.

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Kenneth Turan: Los Angeles Times

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8.5Ausgezeichnet

Kunstfilm und Kriminalfilm zugleich, mag Manns letzte Arbeit dem Zuschauer nicht gerade viel bieten, woran man sich emotional binden kann, doch die Schönheit und das Geschick der Inszenierung nehmen einen sanft gefangen.

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Trevor Johnston: Time Out, Channel 4 Film

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6.5Ganz gut

So beeindruckend er auch ist, der Film wäre aufregender, wenn wir irgendeine aufrichtige emotionale Verbindung zu den Figuren hätten. Am Ende wissen wir mehr über den sozialen und politischen Kontext für die Verbrechensserie als über die Motivationen der Schlüsselfiguren: Depp's Dillinger wird getrieben von einem verallgemeinerten Wunsch, Christian Bales kernigem Gesetzeshüter Melvin Purvis zu entkommen, der unersetzbar seine Pflicht erfüllt. (...) Wie in Manns Miami Vice bleibt das beunruhigende Gefühl, dass dieser Film einfach über unsere Gefühle hinwegrast, ohne große Anziehungskraft zu entwickeln.

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Alle Kritiken (23)


Kommentare (164) — Film: Public Enemies

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hollygolightly1

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Bewertung6.0Ganz gut

Eher enttäuschend als spannend.

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Le Samourai

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Bewertung5.0Geht so

In so ziemlich allen Belangen enttäuschend. Michael Mann hat es tatsächlich irgendwie geschafft, diesen hochinteressanten Stoff zu vergeigen. Seine Inszenierung ist uninspiriert, größtenteils spannungsarm und das wirre HDV-Kamera-Gewackel nervt die meiste Zeit und erinnert eher an billige TV-Produktion als an atmosphärischen Gangsterfilm. Bei den elend langen Schießereien denkt man voller Wehmut an die großartig inszenierten Straßenschlachten aus "Heat" zurück.
Bale ist grottenschlecht, Depp solide, einzig Marion Cotillard überzeugt vollkommen.
Die letzten zwanzig Minuten bis hin zum Showdown fesseln dann letztendlich doch, was aber zum Teil auch am verwendeten Archivmaterial aus W.S. Van Dykes "Manhattan Melodrama" liegt.
Quo Vadis, Michael Mann?

23 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 8 Antworten

nilswachter

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Ich war auch bitter enttäuscht. Die Bilder haben mir zwar gefallen (Schiesserei im Wald) aber der Rest ist für den Müll.


Le Samourai

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Das Ende der Schießerei war gut (Der letzte Atemzug von Baby Face Nelson), aber generell konnte ich mit dieser HD-Wackel-Optik überhaupt nichts anfangen...


mikkean

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Bewertung6.0Ganz gut

Es hätte mich auch reichlich gewundert, wenn Michael Mann die Rede-Wendung "Aus alt mach neu" allzu stumpfsinnig befolgt hätte. "Public Enemies" versucht sich durch ausgewählte Brutalität und einer neuzeitlichen Kamera vom Glanz des Ausstattungs-Kinos zu entfernen. Tatsächlich hatte ich bei der ersten Vorstellung des Films erwartet, so etwas wie "The Untouchables" reloaded vorgesetzt zu bekommen. Diesem Bild wird Mann jedoch nur ansatzweise gerecht. Sein Duell zwischen dem meist gesuchten Bankräuber und Gangster der USA, John Dillinger alias Johnny Depp und dem FBI in Gestalt des Einsatzleiters Purvis alias Christian Bale, begnügt sich mit den Grundzügen des Ausstattungskinos. Look and Feel kommen aus den 1930ern, maßgeblich gebrochen wird die Ästhetik dann aber von Steadycam-Einsätzen, HD-Optik und dem Gefühl, hier oft so was wie eine direkt miterlebte Dokumentation zu sehen. Als Experiment durchaus gut gelungen, denn so erreicht Mann eine gern vernachlässigte Intensität. Schließlich ist in Wirklichkeit so ein Shootout alles andere als Slo-Mo, fetzig geschnitten oder mit fettem Score unterlegt. Mit geschlossenen Augen und ohne Blut wird da ja gar nicht. Was Mann da noch technisch gerissen hat, verpufft auf der anderen Seite dank der leicht überzogenen Länge. In zweieinhalb Stunden nicht ganz minutiöser Rekonstruktionen der Ermittlungs-Arbeit geht viel Spannung hier und da flöten. Und letztlich reichte nicht zu einem derart stechenden Porträt zweier entgegengesetzter Kontrahenten wie noch in "Heat". So überzeugend Bale als harter Bursche des Gesetzes auch sein kann, er ist ganz klar unterlegen. Denn Johnny Depp lässt seinen Künsten hier freien Lauf. Er darf der wenig zimperliche Gangster sein, darf töten und dann wiederum ganz der Ladysman werden, der die bezaubernde Marion Cottillard betört. Klar, dass "Public Enemies" in dieser Hinsicht Depps Film geworden ist. Und nicht gerade sein bester. Vom Untergang Dillingers hätte man sich mehr als einen geradlinigen Thriller erhofft, bei dem vor allem nur eben die Szenen überzeugen, in denen sich Räuber und Gendarm deftige Verfolgungs-Jagden oder Quasi-Showdowns bieten. Wäre das ganze nicht so gut gespielt, müsste man hier schon von einer merklichen Enttäuschung sprechen. Aber immerhin, die Action reißt es hier und da raus. Nur so ganz packend ist "Public Enemies" dann doch nicht geworden. Der Versuch ehrt die Macher trotzdem.

9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Deep Ford

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Bewertung7.5Sehenswert

Habe den Film über die Feiertage mit meiner Mama gesehen. Nach ungefähr einer halben Stunde stand sie auf und meinte, der Film sei ihr zu langweilig. Und das von einer Frau, die auf Rosamunde Pilcher steht, na ja... jedenfalls:
1. Ich fand ihn gut.
2. Für eingefleischte Pilcherfans definitiv zu lahm...

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rranzen

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Bewertung9.0Herausragend

Meiner Meinung nach ist der Film zu schlecht bewertet worden. Eine Verzerrung des geschichtlichen Hintergrundes ist zwar unverkennbar, was aber hier, wie ich finde, auch keine Rolle spielt. Der Film ist ein klassischer Gangster-Streifen mit genügend Action und Spannung, sowie einer guten Geschichte und einem tollen Ende. Das genügt mir! Einfach Klasse!!

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christof.s

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Bewertung4.5Uninteressant

Viel Stil, keine Substanz. Schade...

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Hooded Justice

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Bewertung4.0Uninteressant

Wohl anzuschauen, musikalisch untermalt und solide gespielt. Andernfalls kramt Mann den gängig typischen Gangsterstoff von gestern nochmal in modern-antik aus der Filmgeschichtskiste und bringt ihn schön dick aufgetragen vor Augen; gibt seinen vielen Charakteren keinen Charakter und vergisst pauschal eigene Innovation. Wahre Begebenheit hin oder her, denn er macht sich selbst völlig banal und zu nicht mehr als dem Herkömmlichen aus frühen Gangstereposzeiten. Das rettet auch kein Johnny Depp.

10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

*frenzy_punk<3

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Ich fand den auch ziemlich langweilig. Hatte mehr erwartet.


Hooded Justice

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Japs, spannungsarm ist er auch noch.


raffHews

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Auch wenn dieser Film sehr viel schlechte Kritik einstecken musste, ist er meiner Meinung nach ein sehr brillanter Film. Abgesehen davon dass die Schauspieler nicht gerade ihr bestes gegeben haben und an wenigen Stellen etwas ermüdend ist, hat dieser Film eine gute Regie, ein gutes Drehbuch, einen epischen Anfang und ein Dramatisches Ende. Für Diejenigen die aufs Gangster Genre abfahren, ist dieser Film genau das richtige. Einfach eine sehr gute Geschichtsverfilmung.

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Hagen Hagen

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Bewertung5.0Geht so

Wenn Bale und Depp die jeweils andere Rolle gespielt hätten und ohne die Wackelkamera hätte es guter Film werden können.

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stuforcedyou

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Bewertung4.5Uninteressant

Während der Weltwirtschaftskrise von 1933 galt Bankräuber John Dillinger als Gentleman-Ganove, als amerikanischer Robin Hood, weil er "nur das Geld der Banken raubt, nicht dass der Menschen". Gewiss eine Zwiespältigkeit, die der Film von Michael Mann jedoch zu keiner Zeit wirklich in Frage stellt. "Public Enemies" fokussiert sich lieber auf die reine Figur Dillinger und weniger auf seine Symbolik. Das ist durchaus verschenktes Potenzial, vor allem weil Hauptdarsteller Johnny Depp sein Spiel drosselt und der Film so noch viel Raum hätte, wie etwa für den historischen Aspekte der wahren Geschichte. Des Weiteren hätte es sich Angeboten Dillingers Gegenspieler, den FBI Agenten Melvin Purvis, größer auszubauen. Dies wäre der Dynamik zu Gute gekommen, so aber verkommt Christian Bales Rolle des Gaunerjägers leider zur blassen Nebenfigur, ähnlich blass und mutlos bleibt übrigens auch die Romanze zwischen Dillinger und seiner Billie Frechette, gespielt von der unterforderten (oder doch überforderten?) Marion Cortillard.

Michael Manns Entscheidung seinen Kameramann Dante Spinotti den Film mit modernen Digitalkamera zu filmen ging leider nach hinten los, denn die modernen Bilder mit ihrer mal klaren mal eher grobkörnigen Komposition passen nie so ganz zur Atmosphäre des Films und lassen ihn oft zu kühl, emotionslos und vor allem künstlich erscheinen. Zum Glück versteht es Regisseur Mann aber aus seinem Gangster-Drama eine große Hand spannender und interessanter Momente zu filtern. So beweist Mann erneut, dass er ein Großmeister der Gewalt ist. Wenn in seinen Filmen Gewalt ausbricht, dann ist diese immer kraftvoll, energisch, impulsiv und erinnert oft genug an die kompromisslosen Werke eines Sam Peckinpah. Diese raue, fesselnde Energie der Actionszenen bleibt aber nur schmuckes Beiwerk und wird von den vielen trägen, ruhigeren Szenen plattgewalzt.

"Public Enemies" ist bei weitem nicht das Gangster- Epos geworden, was es hätte werden können, aber zumindest einen Johnny Depp, der diesmal nicht den Kasper spielen muss, sondern der seine Rolle ernsthaft angeht und so durchaus überzeugt. Wenn er am Ende wie das modernes Duplikat eines Clark Gable seinem Schicksal entgegen sieht, dann hat man den Star Johnny Depp längst vergessen und sich ganz und gar auf John Dillinger eingestellt. Für einen so gefragten, beliebten und exzentrischen Schauspieler ist dies wirklich eine Glanzleistung erster Güte, schade dass sie nicht auf den kompletten Film abfärbt.

22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 6 Antworten

ElMagico

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Genauso ist das!


Oskar Gleit

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Ich hab mir auch wesentlich mehr erhofft


Oskar Gleit

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Bewertung3.0Schwach

Langweilig und ziemlich mies, seit der Piratenschwuchtel kriegt der nix mehr hin

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Filmkenner77

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Bewertung7.0Sehenswert

Allen Unkenrufen zum Trotz: "Public Enemies" ist besser als sein Ruf, wenngleich er weit von einem Meilenstein des Genre entfernt ist. Zeitkolorit, Ausstattung und Stil wirken äußerst stimmig, wohingegen die Schauspieler ihr Potenzial nicht richtig ausschöpfen können oder dürfen. Großartige Akteure wie Giovanni Ribisi (den man sich gut als Baby Face Nelson hätte vorstellen können) und David Wenham sind in ihren winzigen Nebenrollen regelrecht verschenkt. Christian Bale spielt den FBI-Beamten Melvin Purvis abgeklärt und souverän, aber ohne wirkliches Charisma. Geradezu wohltuend ist es, Johnny Depp endlich mal wieder in einer "normalen" Rolle abseits von Piratenklamauk und Tim Burtons Fantasywelten sehen zu können. Er meistert seine Rolle als Dillinger überzeugend, ohne jedoch über die Maßen gefordert zu werden. Hier zeigt er, dass die Reduktion eines Charakters manchmal mehr über diesen aussagt als eine aufgesetzte Exaltiertheit. Depp kann das, wenngleich Michael Mann ihm nur ein paar Knochen hinwirft, um die Figur Dillinger mit Leben zu füllen. Marion Cotillard als Geliebte bleibt insgesamt blass und fungiert mehr als Stichwortgeberin denn als tiefgründiger Charakter.
Fraglos ist es weniger die namhafte Besetzung als das Flair der 30er Jahre mit den rauchenden Maschinenpistolen, die den Film letztlich sehenswert erscheinen lassen. Beinahe wehmütig fühlt man sich in die Zeit zurückversetzt, in denen der Gangsterfilm mit Stars wie James Cagney, Humphrey Bogart und Mickey Rooney große Erfolge in den "Lichspielhäusern" feierte.
Die Shootouts in "Public Enemies" sind hervorragend choreographiert. Hier spielt Regisseur Mann eindeutig seine Stärken aus, während die emotionale Wucht einiger Klassiker aus vergangenen Tagen freilich nicht erreicht wird. Dafür bleibt "Public Enemies" in seiner Konzeption wie manches vorherige Werk von Michael Mann einfach zu unterkühlt. Michael Mann setzt auf die Distanz der Akteure zu den Zuschauern und lässt somit keine emotionale Bindung zu, was dem Film hier eher zum Nachteil gereicht. Weder im Gangster Dillinger noch im FBI-Beamten Purvis findet der Zuschauer letztlich eine Identifikationsfigur.
Zweifellos reicht "Pubic Enemies" nicht an die großen Gangsterepen eines Martin Scorsese, Francis Ford Coppola oder Brian dePalma heran. Dafür fehlt es dem Film einfach an einer genaueren Charakterisierung der Protagonisten und einer tiefgründigeren und damit packenderen Geschichte. Was bleibt, ist das Hineinführen des Zuschauers in eine Welt, die es vor 80 Jahren so oder so ähnlich gab. All dies erscheint heute unendlich fern und daher in gewisser Weise faszinierend.
"Public Enemies" ist letztlich ein altmodischer, zuweilen arg distanziert wirkender Gangsterfilm und einer der wenigen Vertreter eines in seiner klassischen Ausprägung nahezu untergegangenen Genres. Eine angenehme Abwechslung in Zeiten heutigen CGI-Wahns.

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bluebigpappa

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Hm! Der (Film) ist nicht schlecht aber auch nicht gut. Irgendwas passt mir nicht recht. Mit Bale und Depp sind auch sehr hochkarätige Mimen an Bord. Aber? Die bleiben irgendwie ein wenig blass! Schade eigentlich aber wenigstens keine Zeitverschwendung (und ich mag solche Mafia- und Verbrecher-Filme).

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joachino

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Bewertung4.0Uninteressant

Depp ausdruckslos, die Mädchen Klischee, die Handlung schwach, die Schiessereien übertrieben, die Kostüme aber saugut und zeitgemäss.

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Keky

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Bewertung6.5Ganz gut

Die Story von John Dillinger ist ein Movie wert, jedoch meiner Meinung nach mit Johnny Depp in der Hauptrolle fehlplaziert. Er hat einfach nicht den Gangsterblick und seine minimale Mimik überzeugt nicht. Ein Gangster hat kriminelle Energie, ist rastlos, überhitzt und all dies kommt mit J.Depps Character nicht rüber. Leider fehlbesetzt. Trotzdem ist die Handlung und der Schauplatz der grossen Depression immer wieder "klassisch" Eine Neuauflage von "Al Capone" oder "der Pate" mit Blick auf die Umstände (Stimmung) der Zeit,wäre ein Schmankerl in diesem Genre.

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doctorgonzo

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Bewertung6.5Ganz gut

"Heat" in den 1930ern?
Geil!
Tommy Guns, BARs, Winchester 30-30. 1911er Colt. Ford V8. Men with hats.
Alles super.

Problem: Historie passt schwerlich in einen Actionthriller. Dillinger, Purvis, `Baby Face´ Nelson, J.Edgar Hoover...
Alles schön und gut, auch durchaus ein solider Actionthriller. Aber verdammt nochmal, das ist ein Michael Mann Film, nicht irgendein Gangsterkracher.
Warum sieht man das dem Film nicht an?

Bergeweise historische Verzerrungen. Warum kann man, wenn man schon nicht auf reale Figuren verzichten möchte, diese nicht wenigstens korrekt behandeln, aber hier stimmen ja mitunter nicht mal Todeszeitpunkte.

Zudem ist man permanent zu weit weg von den Hauptfiguren. Es ist kein Duell auf Augenhöhe wie im Genreklassiker "Heat", sondern eher ein Duell mit Fernrohren und am weitesten entfernt sitzt der Zuschauer.
Wohl auch, weil Bale und Depp nicht wirklich das mitreißende Spiel bringen, das man berechtigterweise von ihnen erwarten dürfte.
Dass Cotillard in der Mode dieser Zeit herrlich aussieht, ist auch keine übermäßig neue Erkenntnis und viel mehr läßt ihre Rolle hier nicht zu.

Besänftigend wirken Goldenthals Score und die Leistungen einiger Nebendarsteller, allen voran Stephen Graham als `Baby Face´ Nelson, der der mäßig und unkorrekt geschriebenen Rolle auf wahnsinnig sehenswerte Weise Leben einhaucht.

Die Gefechte, die Waffen, die Autos, die Mode, all das ist toll eingefangen.
Aber was ist mit Michael Mann bloß los? Wo sind die Gangster Momente aus "The Thief" oder "Heat"?
Erst macht er "Miami Vice" zu einem Hiphop Video und jetzt läßt er hier die Luft weitenteils raus.
Ein Mann-Film muss doch mehr bieten als ein paar gut aufgelegte Nebendarsteller, einen starken Score und sehr ordentliche Bildersprache...

Meine Güte, was wäre hier alles möglich gewesen. So gehe ich aber lieber das gute alte "Mafia" am PC zocken, da habe ich mit Mogens von Gadow auch noch den Synchronsprecher von Joe Pesci und darf selbst Löcher in Polizeiwagen schießen...

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doctorgonzo

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@Jimi: bisher nicht


nikl 1987

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Der 2te Teil ist längst nicht so gut wie der erste


ProjectChaos

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Bewertung6.0Ganz gut

Heat, Insider und Collateral und schon war ich Mann Fan. Die Optik war immer besonders beeindruckend. Seine Filme waren sehr authentisch. So waren meine Erwartungen besonders hoch und die Enttäuschung danach besonders groß.
Die Wackelkamera hat er auch in seinen alten Filmen, aber nie so unpassend und störend. Die Schießereien ähnelten der von Heat, nur dass jene mich total kalt gelassen haben. Die Optik erschien ziemlich billig und ideenlos.
Die Schießerei war auch zu übertrieben, als wolle er zwanghaft das Heat-Feeling hervorrufen. Das ging total nach hinten los. Es scheint so als seien Manns Stärken nun seine Schwächen. Ich hoffe sehr, dass dies nur ein Experiment war und er seine früheren Qualitäten erreichen wird. Denn einen Nachfolger, der die Filme so ähnlich macht, habe bisher ich noch nicht gesehen.

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kennykiller

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Bewertung9.5Herausragend

Für mich Persönlich einer der besten Gangster Filme, deren Handlung vor dem 2 WK abläuft, die ich gesehen hab. Die Story ist gut, die Schauspieler geben zwar nicht ihr bestes trotzdem sind sie völlig glaubhaft und durch die Kameraführung hat man das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein.

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Karowdame

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Bewertung2.5Ärgerlich

Mich hat es erstaunt, dass sich so hochkarätige Schauspieler für einen so flachen Film hergegeben haben! Da wäre mehr drin gewesen - sehr schade!

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BaitfroN

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Bewertung0.5Schmerzhaft

Nach ca. 20 Minuten aufgehört, die absichtlich amateurhafte nervt einfach total, und die Schauspieler wirkten auch nicht so wirklich bemüht.

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nikl 1987

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Die amateurhafte was?


BaitfroN

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Ups^^ Kameraführung wollt ich schreiben, habs wohl irgendwie vergessen...


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