Die Unbestechlichen

The Untouchables (1987), US Laufzeit 119 Minuten, FSK 16, Drama, Kriminalfilm, Kinostart 15.10.1987


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7.6
Kritiker
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7.7
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134 Kommentare
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von Brian de Palma, mit Kevin Costner und Robert De Niro

In Brian De Palmas Gangster-Epos Die Unbestechlichen nimmt es Kevin Costner und seine Einheit eingeschworener Cops mit Mafiaboss Robert De Niro alias Al Capone auf.

Chicago 1931: Die Stadt wird von einem Mann beherrscht: Al Capone (Robert De Niro). Und er kennt nur ein Recht – das des Stärkeren. Das organisierte Verbrechen verwandelte die Stadt in ein blutiges Schlachtfeld und Eliot Ness (Kevin Costner), ein idealistischer Polizist, stellt sich dem ungleichen Kampf. Er hat nur drei Männer, auf die er sich verlassen kann: den alten Haudegen Jim Malone (Sean Connery), den Jungspund George Stone (Andy Garcia) und Oscar Wallace (Charles Martin Smith), der auf Steuerrecht spezialisiert ist. Sie kennen keine Angst und sie sind unbestechlich. Um Capone den Prozess machen zu können, brauchen sie einen Zeugen. Der König der Unterwelt setzt seine Killer auf sie an. Doch sein Triumph ist von kurzer Dauer. Die Unbestechlichen sind ernstzunehmende Gegner. Mut und Gerechtigkeitssinn sind ihr Kapital. Nach mehr als einem Jahrzehnt uneingeschränkter Herrschaft geht es Capone an den Kragen.

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Kommentare (131) — Film: Die Unbestechlichen


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ElmStreet84

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

* DER BRIAN DE PALMA

UND

* DAS GANGSTER-UNIVERSUM

Kraft meines hier verliehenen Amtes des Staates "Filmbeziehungen für immer" erkläre ich euch hiermit offizeiell zu Mann und Frau... Sie dürfen die Braut jetzt küssen! :)

Obwohl Brian de Palma doch weitaus mehr Filme in weitaus mehr Genres gedreht hat, kann man schon sagen das er und das Gangster-Universum eine Art Ehe für die Ewigkeit darstellen, in der er uns immer in Erinnerung bleibt. Mir kommen keine Horrorfilme oder Actionfilme blitzschnell in den Kopf wenn ich irgendwo den Namen Brian de Palma lese oder höre, sondern direkt Gangster- und Mafiafilme! Ich weiß nicht warum es so ist, so hat uns Brian doch auch die Perle "Carrie" geschenkt und bewiesen dass Tom Cruise es als Agent in einem Thriller auch drauf hat. Aber irgendwie wird er mir immer mit Filmen wie "Untouchables" oder auch "Scarface in Erinnerung bleiben, und es werden wahrscheinlich auch immer die Gangsterfilme sein, die mir bei seinem Namen als erstes in den Sinn kommen werden.

Aber er kann es ja auch soo gut! :) Und das hat er auch mit "The Untouchables" bewiesen, zwar hat er es auf eine andere Art und Weise bewiesen, weil man bei Gangsterfilmen immer direkt auf die Idee kommt, es würden sich zwei Banden bekriegen, und nicht, dass ausgerechnet die Justiz höchstpersönlich den Krieg gegen eine dieser Banden erklären würde, aber dennoch auf eine sehr sehr gelungene und sehenswerte Weise. "The Untouchables" besticht vielleicht nicht so sehr durch seine Story oder der Spannung, vielmehr ist es hier Kevin Costner, ein sowieso von mir gern gesehener Mann, der unter anderem dieser Gangsterlegende soviel Leben einhaucht.
Der Plan ist schnell eklärt, der Agent Eliot Ness (hier gespielt von Kostner) will sich gegen Al Capones und die Welt der Kriminalität in den Straßen von Chicage wehren und macht es sich zum Ziel ihn höchstpersönlich zur Strecke zu bringen. Schnell klappert er eine Truppe zusammen, die ihm dabei helfen soll, und schon haben wir einen tollen Mafiafilm auf die besondere Art, wenn die Justiz selbst nähmlich zu eine dieser Banden mutiert. Zwar konzentriert sich "THe Untouchables" nicht hauptsächlich auf das Genre "Gangsterfilm", was einem auffällt, wenn man an dem Punkt angekommen ist, als sie Capone und seine Schoßhündchen auf den Rücken der Pferde wie in einem Western das erste mal erwarten und zur Strecke bringen wollen. Hier läßt sich schon etwas erahnen, wer wohl auf die Idee mit dem kurzen Westernfeeling gekommen ist! ;) Ich kann's mir jedenfalls denken! :)

Aber auch in Sachen Humor büßt der Film nicht ein, als sich zum Beispiel der junge, noch etwas unerfahren wirkende Oscar Wallace mit seinem riesengroßen Nasenfahrrad gegen einen der Anhänger Capones behaupten will. Da hat man noch Hoffnung, dass er mit sehr viel Enthosiasmus an die Sache ran geht und mit echtem Herzblut dabei ist... bevor ihm schließlich seine Munition in die Binsen geht! Aber das heißt für ihn noch lange nicht das Ende, denn er weiß wie ein richtiger Mann kämpft. Er stürmt schreiend nach vorne, wärhend der Feind mittlerweile hinter dem Laster hervorgekommen ist und seine Knarre auf ihn richtet, aber ebenfalls Probleme mit dem Nachladen hat, und der kleine Oscar nimmt seine Waffe und stießt dem Schoßhündchen mal gehörig in die Magengrube, bevor er nichtssagend zu Boden fällt. Und zum Abschluss genehmigt sich unser Oscar noch einen gehörigen Schluck Wein. Na DAS ist doch mal kämpfen, der Mann hat's echt drauf! :))

"The Untouchables" ist einfach ein mit nicht allzu viel Spannung behafteter Vertreter, aber durchaus überzeugender Gangsterbruder. Wo sich die meiste Spannung des Films verteckt hat, wird einem natürlich bei der Bahnhofsszene klar, als es nur so davon sprudelt. Außerdem musste ich gestern, als ich diese Szene sah, mal wieder an "Die Nackte Kanone" denken! Wie kann es auch ander sein! :D Außerdem hab ich auch noch erfahren, das DePalma wohl ein riesen Fan von John Carpenter und seinem Halloween sein muss! :) *ihr wisst warum, oder?*

Einfach ein gut erzählter Film, der sich gut nachvollziehen läßt und sehr viel Spaß macht, auch wenn ich letztendendes immer wieder merke, wie wichtig und toll solche Filmsammlungen, DVDs und BluRays sind, wenn ich mich schon wieder darüber aufrege und realisiere, dass der Film bestimmt um ne gute halbe Stunde kürzer hätte sein können, ohne diese ganzen nervigen Refinanzierungsphasen! :)

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Val Vega

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Das war er jetzt also.
Brian de Palmas großer Klassiker. Von Mafiafilm bis Krimi, jede Beschreibung, zu jedem Genre passend habe ich schon gelesen, was meine Erwartungshaltung nicht gerade auf ein niedriges Level gesenkt hatte.

Mit de Palma hatte ich bisher immer ein kleines Problem. Er wirkte auf mich immer ein wenig wie ein Schlamper, der hie und da gerne mal Inszenatorisch aufdreht und hie und da gerne mal Schrott fabriziert. Doch nichts da. In „The Untouchables“ sitzt einfach alles. Brian de Palma fügt die ihm zur Verfügung gestellten an sich schon großartigen Komponenten, wie den Cast, die Ausstattung und eigentlich alles andere (außer der Soundtrack von Meister Morricone, der mich hier etwas enttäuscht hat, aber immer noch klar im überdurchschnittlichen Bereich liegt) virtuos zusammen, vor allem dann wenn es darum geht Spannung auf zu bauen, oder den Zuschauer zu überraschen.
Mit Kevin Costner, bekleidet einer meiner absoluten Lieblingsschauspieler die Hauptrolle, von dem ich sagen muss, dass es mir so schien, als würde er im Schatten des großen Connery leicht schlottrige Knie bekommen. Connery, übrigens, ist hier der Wahnsinn. Er hat mir gezeigt, dass ich viel aus seiner Filmografie nachzuholen habe. Und zu guter letzt Robert de Niro. Overacting ist ja immer so eine Sache. Manche haben es drauf und manche nicht. Robert de Niro kann es.

De Palma zieht klare Linien zwischen dem guten und dem bösen, lobt die Zivilcourage in hohen Tönen, und zeigt das zwischen der von einem Richter gesprochenen Gerechtigkeit und zwischen tatsächlicher oft ein großer Unterschied liegt. Doch Gewinner gibt es auch im Krieg gegen das Verbrechen keine. Deutlich gemacht ist dieser Umstand an Kostner wenn er gegen Ende des Films seine moralische Erhabenheit vollends einbüßt.

„The Untouchables“ ist von De Palma perfekt inszeniert. Alleine das Treppenhaus und der Bahnhof sind Gänsehautmomente par excellence, die zwei Stunden des Films schauen sich wie eine, an diesem großen Cast kann man sich einfach ergötzen und zu guter letzt währe die fabelhafte Ausstattung und das Kostümdesign (by Giorgio Armani).

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Val Vega

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@HerrGurlitt: Wie Recht du doch hast :)

@Ben: Hmmm... Von Morricone hab ich halt gedacht, dass da irgendein Fettes Ding à la "Es war einmal in Amerika" oder der Italos kommt und wurde leider enttäuscht, da bisher alles von ihm einfach hammer mega ober affen geil war. Selbst dieses eine Lied in Django Unchained war Weltklasse.


BenAffenleck

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Viel Müll hat der aber auch gemacht. Mir gefiel der UNTOUCHABLES Score sehr gut. Ist natürlich auch eine Frage des persönlichen Geschmacks...


Jack Bearfoot

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Alter Falter - der Baldwin hat ja nen ganz-körper-Pelz wie ein sibirischer BÄR ^^

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MemoriAria11

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

spannender Mafiafilm mit toller Besetzung ... Sean Connery in seiner besten Rolle, Robert De Niro als Al Capone (sehr gut gespielt) und Kevin Costner und Andy Garcia als Eliot und George ... Leider nicht hundertporzentig historisch, dafür mein Lieblingsfilmzitat

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vega_vincent

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ganz grosse Klasse! Die Inszenierung mit allem drum und dran sowie die Schauspieler spielen in der höchsten Liga. Vergleichbares sucht man unter den neueren Produktionen trotz irrsinniger Budgets vergebens. Besonders positiv negativ aufgefallen ist mir Billy Drage als Frank Nitti. Was für eine fiese Visage! Geil! Die Verhörmethoden von Sean Connery sind auch grosses Kino. ^^ An die Godfather-Trilogie kommt der Film trotz allem nicht heran, finde ich. Dafür fehlt ihm trotz allem das gewisse Extra. Sollte man aber dennoch unbedingt mal gesehen haben.

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heiko.buschhaus

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Bewertung9.5Herausragend

WOW!!!
Was 'ne Bombe! Meiner Meinung nach hat Brian DePalma mit "Scarface" schon den besten Mafiafilm aller Zeiten geschaffen (sogar noch vor "The Godfather - Der Pate"), weshalb ich auch bei diesem Film unbeschwingt zugegriffen habe! Und ich wurde nicht enttäuscht. Der Film hat herausragende Schauspieler, wie zB Kevin Costner, Rober DeNiro, Andy Garcia, Sean Connery, Charles Martin Smith und Richard Bradford; vor allem steht hier aber einer meiner heimlichen Lieblinge mehr im Vordergrund als gewohnt: Billy Drago, auf den ich zuerst im Musikvideo zu Michael Jacksons "Rock My World" aufmerksam wurde, in welchem er u.a. an der Seite von Marlon Brando, Chris Rock und Michael Madsen spielt. Diesen sieht man nämlich nur selten, oftmals spielt er Chameorollen oder spielt in irgendwelchen Serien für eine Folge den Bösewicht (zB in "Charmed" oder "Supernatural"). Jedoch merkt man, sobald er etwas länger spielt (wie in diesem Film zum Beispiel), dass er der prädestinierte Bösewicht-Schauspieler ist, der in der Rolle des Antipathen aufgeht, und aufgrund seiner schmierigen Art zu spielen in Zusammenspiel mit seinem markanten Gesicht und seinem 1A-hinterhältigen Lächeln den ein oder anderen Thriller oder Actionfilm in der Gegnerrolle stark nach oben gezogen hätte! Da hat Hollywood eindetig Potential verspielt, welches wenigstens DePalma in diesem Film erkennt und ausspielt. Dabei mangelt es dem Film zu keiner Zeit an Spannung, die Srüche sind genial ("Sowas kriegt auch nur ihr Spaghettifresser hin; kommt mit einem Messer zu einer Schießerei!") und die Shootouts legendär. Ich hatte "Scarface" ebenfalls 9,5 Punkte gegeben, was daran lag, dass er eigentlich DER 10-Punkte-Film ist, jedoch einen solch grausigen Soundtrack hat, dass es kaum auszuhalten ist; in "The Untouchables" stimmt Bild, Spiel und Drehbuch mit dem Soundtrack überein, auch wenn es "Scarface" nicht ganz erreicht! Einer der besten Mafiafilme aller Zeiten und DER beste Copfilm aller Zeiten!
Lang leben die Unbestechlichen!!!

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albi0211

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Bewertung6.5Ganz gut

Der Film war ganz ok. Aber teilweise etwas langatmig und spannungsarm. Die Schauspieler sind gut. Vor allem Kevin Costner.

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Davki90

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Bewertung6.5Ganz gut

Ich verstehe die Leute, die diesen Film lieben. Er ist schon ein echt guter Gangsterfilm. Star besetzt! Aber für mich reicht er nicht an Goodfellas, der Pate & co heran! Für mich ist er trotz Erinnerungswürdigen Szenen zu Spannungsarm. Auch, dass Robert de Niro nicht die Original deutsche Stimme hat, stört mich sehr!

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timmoe

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Brian de Palma konzentriert sich erfolgreich auf's Wesentliche: die Geschichte. Die ist nicht innovativ, aber spannend inszeniert und die hervorragende Besetzung tut das Übrige. Ich hätte mir lediglich gewünscht, dass die treibende Musik des Intros noch öfter genutzt wird. Die anderen Stücke waren zwar auch o.k., klangen aber sehr nach "Cinema Paradiso".

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MikeDares

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Bewertung7.0Sehenswert

Einer der unpassendsten Soundtracks, die ich je erlebt hab und das auch noch von Morricone. Fand den Film insgesamt recht enttäuschend. Nur ein paar Szenen reißen es insgesamt dann nochmal raus.

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DasHandschuh

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Und ich dachte nur mir wäre das mit dem Soundtrack aufgefallen. Gut, dass ich da nicht der einzige bin.


MikeDares

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Fand den echt störend.


Kohax

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Bewertung3.5Schwach

Erstmal vorweg: Schön, dass Sean Connery hierfür einen Oscar als bester männlicher Nebendarsteller bekam. Ist ja immer schön wenn irgendwer irgendwas gewinnt.
Allerdings ist der Film für mich sterbenslangweilig. Der Anfang ging ja noch ganz nett los, aber dann für mich ist einfach keine Spannung aufgebaut worden. Ich musste wirklich den Drang widerstehen, einfach nur wegzuschalten.
Der Cast mag ja wirklich grandios sein, die schauspielerischen Fähigkeiten auch in Ordnung, allerdings waren manche Sachen einfach nur überdramatisiert und manche Szenen fandich vollkommen fehl am Platz (Cowboys in den 30ern, und dann auch noch innem Mafiafilm??).
Es gefiel mir insgesamt ein Szene und das war die im Bahnhof, die einzigst spannende, und deswegen die 3,5.

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PaJeRo

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Bewertung5.5Geht so

Irgendwas stört mich immer ganz doll an De Palmas Filmen. Hier ist es beispielsweise der in meinen Augen ungeschickte Musikeinsatz. Vermutlich war es "damals" (so alt ist der Streifen gar nicht mal) noch total in und "gut", Szenen mit so 'nem Gestreiche und Getröte zu unterlegen. Hat mir einfach sehr viel am Film versaut. Costner gab mir dann den Rest. Nicht mein Bier, aber ich kann verstehen, wieso er Anklang gefunden hat.

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doeme28

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Grandiose Darsteller, gut inszeniert, interessantes Thema und interessante Charakteren.

Vorhersage: 8.0
Meine Bewertung: 8.0

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uncut123

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Bewertung7.0Sehenswert

kommt zwar hart aber nicht so spannend rüber...

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Einar

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Bewertung9.5Herausragend

WEIHNACHTSWICHTELN – DRITTER ADVENT

***Dieser Kommentar ist ein Geschenk an Hfonda15 (Andreas), im Rahmen der Userwichtelkommentaraktion2013. Jeder, der für den nächsten Sonntag noch aufspringen möchte, soll sich doch bei Andy Dufresne melden.***

Lieber Andreas (Hfonda15), ich wünsche dir einen schönen dritten Advent. Allen anderen Usern natürlich auch, aber ganz besonders dir, denn das ist dein Geschenk. Ein Kommentar zu „The Untouchables – Die Unbestechlichen“, einen Film, den wir Beide mit einer 9,5 bedenken. Wenn ich nicht an meinem Prinzip festhalten würde, dass ich nur meine absoluten Lieblingsfilme („Der Pate“ und „Es war einmal in Amerika“) ,mit einer 10 und einem Herzchen versehe, dann wäre dieser Streifen hier wohl im Bunde der Dritte.
Ich weiß gar nicht, wie ich so ein Wichtel-Geschenk aufbauen soll, dass es dem Empfänger gerecht wird – ich versuche einfach so viel Liebe in diesen Kommentar zu stecken, wie ich diesen Film liebe, wie Hfonda diesen Film liebt. Mit so viel Liebe, wie mit dieser Film gemacht wurde. Denn „The Untouchables“ ist ein Meisterwerk von Brian De Palma, Liebe zu jedem Detail: Den Charakteren, der Story, der Szenerie, dem optischen Rahmen, der akustischen Untermalung des großen Maestros Ennio Morricone… man kann gar nicht aufhören zu schwelgen. Dieser Film an sich ist schon ein Geschenk!

Es begab sich eines Tages, dass ein kluger Kopf – und zwar Produzent Art Linson – auf die Idee kam, eine alte und beliebte Mafia-Krimi-Serie wiederzubeleben, die mit Robert Stack ein Gassenfeger war: „The Untouchables“ (übrigens kann man die Serie immer noch erstehen – und es lohnt sich). Schnell fand man Interesse an der Idee und suchte sich nun die fähigen Leute aus, die das Projekt realisieren sollten. Ein Projekt, das wohl eines der eindrucksvollsten Mafia-Werke der Filmgeschichte ist und sich vor anderen Vertretern wie dem allmächtigen „Paten“ nicht zu scheuen braucht. David Mamet, ein Drehbruchautor der Extraklasse, schrieb das Script und Brian De Palma sollte Regie führen.
Man nehme nun noch talentierte Schauspieler und einen leicht kriselnden Altstar und es entsteht bestimmt etwas Großartiges.
Wie kann man das genug würdigen?

Vielleicht indem man alles aufdröselt? Aber dann raubt man den Mythos!
Vielleicht indem man einfach das große Ganze in höchsten Tönen immer weiter lobt? Zu abgedroschen…

Es ist wirklich schwierig einen Weg zu finden. Am besten geht es wohl, wenn man einfach nur versucht, das Gesehene und Genossene zu würdigen, simpel und angereichert mit Anekdoten. Schmackhaft machen braucht man den Film ohnehin nicht, dass sollte eigentlich jeder Filmfreund mit geschlossenen Augen sehen, dass man hier ein Must-See vor sich hat!

Man stelle sich zum Beispiel einfach nur eine Person vor, die den Film so etwas von trägt, obwohl sie nur sehr wenig Screen-Zeit erhält. Robert De Niro als Al Capone – eine Offenbarung. Niemals – und das trotz einer Reihe an hochkarätigen Rollen – ging De Niro wohl in einem Charakter so auf, wie in dem des berüchtigten Ober-Mafioso Al Capone. Er wird quasi diese Bestie Mensch, die dennoch immer versucht Stil und vor allem die Oberhand zu bewahren. De Niro bereitete sich akribisch auf seine Rolle vor. De Palma wollte ihn unbedingt, er drohte gar, das Projekt zu verlassen, wenn De Niro nicht die Rolle bekäme – was sich wegen der Gage schwierig gestalten sollte. Aber wenn ein De Niro an Bord ist (jedenfalls in seiner Glanzzeit), dann hat man ein Faustpfand, das sich sehen lässt. Wie gesagt, mit Akribie wurde De Niro zu Capone. Er verlegte seinen Haaransatz nach hinten, verbreiterte künstlich seine Nase und nahm 25 Pfund zu, um optisch der realen Vorlage so nahe wie möglich zu kommen. Und der Method Actor ging noch weiter: Er trug gar die gleiche seidene Unterwäsche, wie der Gangsterboss. So vorbereitet konnte er einfach nur eine Meisterleistung darbieten:
Schon in der Anfangssequenz nimmt er vorweg, dass er allen anderen die Show stehlen wird – und man muss sagen, da komme ich auch noch zu, dass Costner, Garcia, Connery und Co. ebenfalls auf höchstem Niveau spielen.
Kurz zurück zur Eingangsszene: Die Kamera hält von oben auf De Niro / Capone, wie er barbiert wird, dabei gibt er volksnah Interviews für die Presse. Plötzlich bewegt er sich, der Barbier schneidet ihn unbeabsichtigt und Capone fährt aus der Haut. Aber nur für eine Sekunde. Dann hat er sich wieder gefangen, schaut auf das Blut … und diese gewaltige Präsenz packt De Niro in diese zwei-drei Sekunden. Man erkennt auch schon, was für grenzwertiger Charakter Capone hier ist. Er ist ein unberechenbares Tier. Welches tödlich ist. Berühmt-berüchtigt die Baseballschläger-Szene, als er einem Untergebenen in Rage (nach vorheriger geselliger Runde!) den Schädel einschlägt. Was viele nicht wissen: Ursprünglich war diese Szene noch gewalttätiger gedreht worden – in diesem ohnehin harten Mafiafilm war sie aber dennoch die einzige Szene, die unter dem Schneidetisch leiden musste. Gerüchte besagen, es sollten drei eingeschlagene Schädel werden…
Doch weiter in der Tour, die De Niro anbietet: Ebenfalls unvergessen die Szene in der Oper, als er wiederum in Sekundenbruchteilen seine Stimmungslage vollkommen verändert. Noch gerührt vom Gesang des Pagliacci „Vesti la giubba“ – parallel zur Todesszene von Connery – erhält Capone die Nachricht vom Tod des Cops. Und ein diabolisches Lachen mischt sich in die Tränen der Rührung.
Zwei weitere Beispiele, auf die ich aber nur kurz eingehen werde – mit AndyDufresne habe ich jede der Szenen wohl irgendwie mal seziert, Hfonda das könnten wir ja auch mal machen ;-) – sind die Hoteltreppenszene und die Gerichtsszene. In Beiden wird Capone herausgefordert. Auge in Auge mit seinem unerbittlichen – unbestechlichen – Gegner, Eliot Ness.

Tatsache ist, dass sich Al Capone und Eliot Ness in der Realität niemals persönlich begegnet sind!
Aber auch davon lebt dieser Film: Von der mythischen Überhöhung. De Palma wurden von der Produktion viele Zugeständnisse gemacht, um etwas Großes zu schaffen. Und so zeigt er auch stets große Gebäude, die Macht ausstrahlen. Oder die große weite Ebene, an der Grenze USA/Kanada, wenn ein westerngleicher Hauch über diesem Streifen liegt.
Alles wird groß in diesem Film, doch der kriminellen Übermacht stehen anscheinend nur vier kleine wackere Männchen gegenüber: Ness und seine Bande der Unbestechlichen.
Ein Buchhalter, ein Heißsporn von der Akademie und ein abgehalfterter Streifenpolizist, der zum Mentor für Ness werden soll – Sean Connery.

Connery war von der Besetzung her vielleicht der interessanteste Name, hatte er doch eigentlich nur Ruhm und Ehre durch seine Verkörperung des James Bond erlangt und wollte sich stets von diesem Bild lösen. Mit der Figur des Cop Malone, der gerne einen hebt, das Herz am rechten Fleck hat, die Regeln aber auch mal für sich auslegt, schaffte Connery ein Comeback auf die ganz große Bühne. Nicht zu Unrecht folgte der Oscar als Bester Nebendarsteller. Mit unorthodoxen Methoden reißt er Ness mit, zeigt ihm Tricks und Kniffe und stellt oft die entscheidende Frage: „Was sind Sie bereit zu tun?“ Auch im Augenblick seines Todes, der vorher fast künstlerisch inszeniert wird.
Ness wird gespielt von Kevin Costner, der in der Szene als aufstrebendes Talent galt und mit dem Film seinen Star-Status etablieren konnte – ebenso übrigens wie Andy Garcia, der die Rolle des Vollstreckers Frank Nitti ablehnte, um den ambitionierten jungen Polizisten zu spielen. Und wie er das gemacht hat. So grandios, dass man ihn in Zukunft oft und gerne in Mafia-Filmen sah.
Costner aber erlebte einen richtigen Sprung, er katapultierte sich mit „The Untouchables“ in die Liga der absoluten Granden dieser Zeit. Wenn man sieht, wie er hier spielt, dann weiß man auch, warum.

Was „The Untouchables“ aber insbesondere neben seinen Darstellern ausmacht, ist das Ambiente, dieses Flair der Prohibitionszeit. Doch der Alkohol ist tödlich: Jeder der Unbestechlichen, der nur einen Tropfen Alkohol zu sich nimmt, wird den Film nicht lebendig entgegensehen. Nahezu eine Referenz an das ungute Vorzeichen der Orangen in „Der Pate“.
Und davon gibt es so viele kleine liebevolle Szenen, die man erwähnen müsste und die den Rahmen sprengen würden.

Wie gesagt, der Film ist einfach groß. Großartig. Wie der Score von Ennio Morricone. Aber auch groß in seinen Summen. De Palma überschritt das Budget, Connery konnte nicht bezahlt werden – aber der war so geplättet vom Potential (er hatte den richtigen Riecher), dass er Einbußen in Kauf nahm und für einen prozentualen Anteil des Gewinns mitspielte. Trotzdem wurde das Budget so ausgereizt, dass eine finale Schlüsselszene nicht gedreht werden konnte: Eine Schießerei in einem Zug. 200.000 Dollar fehlten, man musste also improvisieren. Und wie das Schicksal so spielt, kommt dann auch noch eine Szene für die Ewigkeit dabei heraus, die es sonst nicht gegeben hätte. Die berühmte Treppenszene am Bahnhof, eine Hommage an „Panzerkreuzer Potemkin“. Welchen Ruhm, welchen Stellenwert diese eine Szene erlangt hat, ist Geschichte! Mit Glück und Können vollendete De Palma ein Meisterwerk. Und Capone wird am Ende noch einmal von Ness im Gerichtssaal zurecht gestutzt, das Gute siegt.

Lieber Andreas (Hfonda15), ich weiß nicht, ob ich es dir mit meinem Kommentar Recht machen konnte. Wie konnte ich ihn dir personalisieren? Unsere Emotionen zu diesem Film sind aber sicherlich identisch und so schenke ich dir diesen Kommentar im Rahmen der Weihnachts-Wichtel-Aktion.
Und welch ein Glück, ich habe damals meine Filme nur bewertet und nicht kommentiert, damit ist diese Lücke auch geschlossen. Pragmatisch? Nein, es geht hier um den Geist des Schenkens. Dieser Kommentar ist für dich und dir gewidmet.

Auch wenn du nicht 1987 geboren bist: Dem Jahr in dem der Film entstand und ich das Licht der Welt erblickt habe. Ein Omen? Auch wenn du nicht so vernarrt in Norwegen bist: Eliot Ness Eltern waren Norweger, unser Held ist also norwegischer Abstammung…
Eine Schande, dass Ness 1957 genau dann an einem Herzinfarkt starb, als das Buch herauskam. Der nunmehr eher in bescheideneren Verhältnissen lebende Ness erlebte den Erfolg seines Buches, seiner Geschichte nicht mehr – er war erst 54. Dabei wollte er sich nur ein Glas Wasser holen – kein schlechtes Omen wie im Film also…

Aber was sagt Eliot Ness in „The Untouchables“ abschließend in der letzten Szene auf die Frage eines Journalisten, was er nun mache, da die Prohibition abgeschafft wird: „Ich werde etwas trinken!“

Skål!

Julehilsen, Einar

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Lydia Huxley

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Ja, da steckt wirklich Liebe drin :) Sehr schöner Kommentar, Einar!


Einar

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Vielen lieben Dank! :)


langerhans

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Bewertung3.0Schwach

Vorsicht Spoiler!

Einer der nervigsten Filme die ich je gesehen habe. Nicht nur, dass ich ihn als eher langweilig empfand und das Over-acting unglaublich ins Auge springt. Das bei weitem Schlimmste ist, dass der Film von vorn bis hinten extrem konstruiert wirkt.

Ein paar Beispiele:
Zunächst mal die Zusammenstellung seines Teams. Man erinnere sich, Ness hat den Auftrag Al Capone, den gefährlichsten Gangster der Stadt zu schnappen.
Dazu wählt er:
1) Völlig willkürlich einen gealterten Streifenpolizisten, der ihn anscheinend glaubhaft genug angestresst hat, als er ein Papier nicht richtig entsorgt hat. Das qualifiziert wohl für den Job.
2) Völlig wahllos einen Studenten aus der Academy, dessen einzige Auszeichnung seine Fähigkeiten mit der Waffe und geradeaus reden können sind.
3) Einen nerdigen Steuerrechtler, der ihn eigentlich nur nervt und den er am liebsten gleich wieder rausgeschmissen hätte, bevor der dann merkt, dass Waffen eigentlich ziemlich geil sind.
Desweiteren, wie Capone am Ende eigentlich nur deshalb verknackt wird, weil Ness völlig zufällig auf die Idee kommt, einen seiner Kumpanen zu durchsuchen. Wie der Gangster in der Treppenszene völlig sinnlos anfängt bis 5 zu zählen und sich abknallen zu lassen, anstatt einfach zu gehen. Wie Ness sich unglaublich bescheuert anstellt, den Kinderwagen nach oben zu befördern (von der Grenzdebilität der Mutter bei der ganzen Geschichte gar nicht zu sprechen..). Wie Capone anscheinend die größten Schlappschwänze, die nach Androhung einer Ohrfeige sofort alles beichten, engagiert hat, um seine geheimsten Geheimnisse zu verwalten. Wie der beknackte Killer mit einem Messer kommt um Malone zu meucheln, anstatt dass ihn sein Kumpel mit der Waffe einfach gleich durchs Fenster abknallt.
Die Liste ließe sich unendlich fortsetzen. An sich war der Film mehr oder weniger unterhaltsam, aber wenn mindestens alle 10 Minuten eine Szene kommt, in der sich die Protagonisten so unglaublich wahllos, willkürlich und dumm verhalten, der Filme ohne diese Szenen jedoch überhaupt nicht funktionieren würde, nervt das einfach.

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langerhans

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Nur für euch habe ich die 4 englischen Wörter entfernt :*
@Mr. Ogi: Tatsächlich sind an meiner Aufzählung die 2 von dir angesprochenen Punkte noch die, die man am ehesten erklären kann, auch wenn die Streifenpolizistenszene für mich wirklich grotesk anmutete. Der ganze Rest ist aber so jämmerlich konstruiert, dass man ungläubig vor dem PC sitzt...


daniel.ressel

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Die wahren Unbestechlichen waren wahrscheinlich genau so zusammengestellt worden und das wollte Brian De Palmer vermutlich auch ausdrücken. Dort gibt es laut Wiki eine Footballspieler, einen Polizisten, Soldaten, Privatdetektiv etc. Das was man BD vorwerfen kann, ist, dass er die Personen nicht Orginalgetreu dargestellt hat, aber das passiert in vielen Filmen und würde ich jetzt auch als künstlerische Freiheit sehen. Sean Connery bekam für den Film ein Oscar und sein Satz "Das kann nur ein Spagettifresser sein, kommt mit einem Messer zur Schiesserei" gilt doch als eines der schönsten Filmzitate.
Ich halte den Film insgesamt für ein wahres Meisterwerk, weil er einfach extrem Stimmungsvoll und nicht so überladen mit Action ist.


mikemacbean

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein Kampf für Gerechtigkeit bis aufs Blut, wie im Western. Vertreter des Gesetzes um jeden Preis, Versagen, Erfolg, Gewalt und immer wieder die Presse die mit ihrem Urteil bei alledem sofort zur Stelle ist. Gemalt in riesigen, ausdrucksstarken Zelluloidbildern, wie sie nur Kino liefern kann und dazu ein atemberaubender Zeitlupen-Shootout im Bahnhof. Toll.

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Nali

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Echt spannender Film...

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TinaCocaine

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Atemberaubend inszeniert, grandiose Darsteller, eine fesselnde Thematik und Spitzendialoge machen diesen Film für mich zu einem herrausragenden Werk. Ich wurde durchweg gefesselt und habe mich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt. Sehr realistisch dargestellt, absolut glaubwürdig und einfach komplett ausgereift! Schön :-)

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TobivanTobsen

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Bild 5/5
Durch das Alter des Films, was man ihm ansieht, besitzt er einen gewissen Charme. Charme, der aber auch davon lebt, dass einfach gewisse Filmtechniken noch nicht vorhanden waren und damit die Bildästhetik nicht die Story auffressen konnte. Allerdings, wenn man die möglichen technischen Mittel jener Zeit betrachtet, zögert der Film nicht, durch Kameraführung und Einsatz von blutigen Szenen, die Dramaturgie mittels "Härte" zu unterstützen. Wohl gemerkt: Unterstützen. Zwar auch irgendwie konstant vorhanden, was einfach an dem Thema des Films liegt, aber nicht, wie schon geschrieben, die Story auffressend.

Klang 3/5
Müsste mal den O-Ton hören. Hatte das Gefühl, dass die Synchro an manchen Stellen zu sehr ins Auge stach, wenn beispielsweise der Mund sich nicht wirklich bewegt aber man den Protagonisten weiter reden hört. Aber rundum passender Sound und Musik, sowie Klangeffekte.

Story/Plot 5/5
Schnell wird klar, dass sich der Plot schnürkellos auf die Verhaftung von Al Capone einschießt. Im wahrsten Sinne des Wortes "Einschießt". Diese zielgerichetheit und souveränität passt aber einwandfrei zu den Hauptcharakteren, ihren Interessen und dem Thema des Films:
Ein Gangsterfilm - Illegalität, Gesetzesbruch und Heuchlerei. Gepaart mit einem Polizeifilm - Legalität, Gesetzestreue und Integrität. Das wird deutlich an den moralischen Absichten der "Unbestechlichen". Beide Genres spielen sich glücklicherweise nicht nur einzeln/parallel in mehreren Protagonisten ab, sondern befinden sich im Kampf, mehr oder weniger, innerhalb jedes einzelnen Charakters. Am deutlichsten bei Eliot Ness (Kevin Costner).

Sonstiges 3/5
Die Besetzung fand ich super.
Dazu packe ich noch einen Punkt für rein unreflektiertes, emotionales und subjektives Hörvergnügen mit einem Sprücheklopfenden Sean Connery: "Wenn Sie sicher sein wollen, keinen faulen Apfel zu kriegen, holen Sie ihn nicht im Laden, sondern direkt vom Baum!" Und einen Punkt für das Sehvergnügen. Beispielsweise für den Einsatz von Westernelementen, die ich einfach nur liebe!

16/20 Punkte macht im MP-Maßstab 8 Punkte.
Ein ausgezeichneter Film!

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