There Will Be Blood

There Will Be Blood (2007), US
Laufzeit 158 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 14.02.2008

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8.1 Kritiker
59 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.4 Community
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von Paul Thomas Anderson, mit Daniel Day-Lewis und Paul Dano

Kalifornien, zu Beginn des 20. Jahrhunderts: Clever, gerissen und skrupellos setzt sich Daniel Plainview (Daniel Day-Lewis) an die Spitze des gerade einsetzenden Erdölbooms. Durch einen Tipp erfährt er von einem riesigen, nicht erschlossenen Ölfeld, das sich unter der Farm der Familie Sunday in der Kleinstadt Little Boston befindet. Wie immer will er den Farmern das Land billig abkaufen, das Öl fördern und weiterziehen. Doch dieses Ölfeld wird zu seinem Schicksal. Denn obwohl sie seinem Vorhaben erst zustimmen, stellen sich die Sundays Plainview im Laufe der Zeit immer mehr in den Weg, allen voran Sohn Eli (Paul Dano), der fanatische Laienprediger der Gemeinde. Der Öl-Multi Standard Oil treibt Plainview in die Enge, Unglücksfälle überschatten die Bohrarbeiten. Schließlich sind es zwei Katastrophen in Plainviews eigener Familie, die den Einzelgänger selbst, seine engsten Mitstreiter und die ganze Stadt mehr und mehr in den Untergang treiben. (omdb)

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Cast & Crew


Kritiken (14) — Film: There Will Be Blood

SoulReaver: CinemaForever

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10.0Herausragend

[...] Mit 'There Will Be Blood' verlangt Anderson dem Zuschauer viel ab. Er bietet ihm keinerlei Identifikationsmöglichkeiten. Viel zu abtrünnig und fremd scheinen alle Charaktere, viel zu entfernt vom eigenen Standpunkt. Er schafft es aber, dass die Charaktere den Zuschauer direkt in ihren Bann ziehen und man gebannt auf den Bildschirm starrt nur um zu wissen wie der nächste Schritt der Beteiligten aussehen wird. Er inszeniert eine Geschichte, getränkt in purem Neid und Missgunst. Gewürzt mit blankem Zorn und unbändiger Machtbesessenheit. Auch die Bibel kriegt ihr Fett weg, wenn auch nur in symbolischer Darstellung. All das Zusammen kann nur ins Verderben und in erdrückende Einsamkeit führen. [...]

Kritik im Original 32 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 16 Antworten

SoulReaver

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Oh, dann: Vielen Dank, liebe Frau Prechtl. :)


Prechtl

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Was überrascht dich? Dass ich ne Frau bin? Naja kann man ja nicht wissen wenn man das Geschlecht nicht angegeben hat ;)


Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...

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10.0Herausragend

"When ambition meets faith" -

Durch den nahezu zeitgleich gestarteten Coen-Langeweiler "No Country For Old Men" zu Unrecht an den Kinokassen ins Abseits gedrängt, erfährt Andersons Film nachwievor zu selten die ihm zustehende Würdigung: "There Will Be Blood" ist ein Meisterwerk, ein Film, der nahtlos an die großen Epen des letzten Jahrhunders anknüpfen kann, und mit seinem Dualismus aus inhaltlicher Komplexität und formaler Schlichtheit auch die Konkurrenz berühmter Bühnendramen nicht zu scheuen braucht.

Angefangen bei einer langen, nahezu wortlosen Introsequenz als Reminiszenz an die Werke Leones oder anderer Spätwestern, über zahlreiche symbolträchtige Motive bis hin zum düsteren Schlusspunkt - Anderson zelebriert jedes einzelne seiner Bilder in all ihrer Schönheit oder Tristesse, stets untermalt von einer atemberaubenden Soundkulisse.

Diese in die Breite angelegte Inszenierung ist so ruhig und hypnotisch, wie sie schleppend…

Kritik im Original 34 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 18 Antworten

Hitmanski

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Der Vorwurf der inhaltlichen Schlichtheit taucht zugegebenermaßen relativ oft in Reviews auf - aber so ganz nachvollziehen kann ich ihn nicht: Alleine die Tatsache, dass man quasi drei nahezu gleichberechtigte Lesarten auf die Handlung anwenden kann, finde ich sehr faszinierend, und erhebt "There will..." weit über den Standard.

Den Werdegang, den ich im Review angesprochen hatte, bezog sich eher auf den äußerlichen Werdegang, sprich seinen finanziellen Aufstieg, der verbunden ist mit allerlei Emotionen.
Sicherlich ist Plainview (und auch sein klerikales Pendant) dabei an manchen Stellen einer Karikatur ähnlich, aber ich finde schon, dass man seinen Zerfall zu jeder Zeit nachvollziehen kann: Viele Anzeichen seiner Herrschsucht und seiner Misanthropie zeigen sich ja bereits zu Beginn, und verdichten sich im weiteren Verlauf des Filmes nur noch. Eine Entwicklung, die man wohl am ehesten im Umgang bzw. der zunehmenden Entfremdung von seinem Sohn betrachten kann.


BigDi

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Von mir aus drei Lesarten, aber besonders aussagekräftig sind diese auch wieder nicht, finde ich - in ihrer Aussage bleibt die Prämisse für mich zu simpel für den Aufwand, mit dem sie einem präsentiert wird. Klar, das Thema ist universell und allgemein gültig, auf den verschiedensten Ebenen, aber von dieser inszenatorischen sowie schauspielerischen Größe kann man mMn wirklich mehr erwarten als ein paar altbekannte Weisheiten.

Für mich ist der Werdegang etwas zu schlicht dargestell - der Mensch Plainview blitzt in vllt. einer-zwei Szenen auf (beim Unfall von seinem Sohn bsp.), ansonsten sehen wir, wie aus einem kühl-ambitionierten Mann ein besessener Mann wird. Und das Ende - so wuchtig es auch ist - wirkt für mich wie Style-over-Substance, viel Kultpotenzial, aber erstaunlich wenig sagend, ich weiß noch, wie ich nach der ersten Sichtung mit dem Gedanken "War's das? Oo" zurückblieb.

Aber gut, vielleicht werde ich den Film nach einer dritten Sichtung (die bestimmt irgendwann folgen wird) anders sehen...


Julio Sacchi: Das Manifest

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6.5Ganz gut

THERE WILL BE BLOOD ist kein schlechter Film; er ist Andersons bester Film seit BOOGIE NIGHTS, und er streckt seine Finger mit ehrlicher Leidenschaft nach wahrer Größe aus. Aber er kann sie nicht erreichen, weil er auf tönernen Füßen steht: Seine Schönheit ist hohl.

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JoeKramer

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Besser und vor allem treffender kann man den Film nicht kommentieren.


Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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10.0Lieblingsfilm

[...]Es sind jene ersten 6 Minuten, die diesen Film einleiten, die in den Protagnoisten von "There will be Blood" einführen und dabei schon so unendlich viel über seinen Charakter verraten. Mit atemloser Spannung folgen die Augen des Rezipienten diesen Bildern, die bis auf die ersten Sekunden bar jeglicher Ablenkung sind. Kein Wort, keine Musik, nichts ist weiter wichtig, in den Momenten in denen die Kamera auf Daniel Plainview fällt. Ein dramaturgischer Kunstgriff, keinesfalls neu, aber effektiv, wie er in der knapp zwanzigminütigen Raubsequenz von Jules Dassins „Du rififi chez les hommes“ kultiviert wurde, nämlich die Erzeugung von Spannung allein durch die Kraft der Bilder, sowie den anfallenden Geräuschen der Umgebung. Und so ist am Ende dieser knapp sechs minütigen Sequenz schon viel ausgesagt, ohne dass ein einzelner Satz gesprochen wurde: „There will be Blood“ , jene Phrase ist, dass ist seit dem Moment, als Plainview das erste mal für seine Beute geblutet hat, keine leere Drohung, sondern unvermeidliche Konsequenz und somit essentieller Bestandteil der Geschichte, die Paul Thomas Anderson in den folgenden 158 Minuten zu erzählen hat. Eine Parabel über den Aufstieg der USA, über den Fall zweier Männer, von der Gier nach Reichtum, dem Versagen der Menschlichkeit, von der gefährlichen und verführerischen Macht universeller Ideologien. Anderson ist, etwaige Kenner seines Meisterwerkes „Magnolia“ werden dies bestätigen können, einer jener Regisseure, die Kino nicht arbeiten, sondern gestalten und so ist gerade auch „There will be blood“ geradezu pragmatisches Exempel für einen Film, in welchem großartige handwerkliche Inszenierung, sprich die Komposition der Bilder und Töne, auf eine gleichfalls große Erzählung treffen.[...]

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Kaltduscher: MoviezKult.de

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10.0Herausragend

“There Will Be Blood” - das mit 2 Oscars ausgezeichnete Öl-Drama gilt bei vielen Kritikern als ein neues Meisterwerk der Filmkunst des neuen Jahrtausends. Andere wiederum halten dagegen und kritisieren zum Beispiel, dass Regisseur Paul Thomas Anderson bewusst ein solches Meisterwerk mit allen Mitteln heraufbeschwören wollte und bei diesem Versuch kläglich scheiterte. Gestern konnte ich mir mit der Sichtung des Dramas ein eigenes Bild machen. Eins vorweg: zu kritisieren habe ich in meiner Review zu “There Will Be Blood” fast gar nichts.

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Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...

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10.0Herausragend

Unfassbares Meisterwerk.

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Nahtigall

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Gott, hab ich mich gelangweilt. Wat ne Wucht wie Day Lewis bei mir eingeschlagen ist. einfach mieses Acting. Das perfide ist, je komplexer die Story wurde, desto schlechter wurde sie Insziniert. es wurde von Minute zu Minute unerträglicher. naja, vielleicht etwas für geistig minderbemittelte, die in so etwas die Erfüllung sehen.


Pyro 91

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Juhu, ich bin geistig minderbemittelt!


Hausmeister: Nerdtalk.de

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7.0Sehenswert

8 Oscar-Nominierungen, ein Silberner Bär auf der Berlinale… mit großen Erwartungen habe ich mir diesen Favoriten der diesjährigen Academa-Awards angesehen. Und diese Erwartungen wurden zwar erfüllt, aber…

Die Story: Daniel Plainview verdient sich seinen Lebensunterhalt mit einer kleinen Silbermine. Eines Tages stößt er bei seinen Arbeiten auf Erdöl und leckt – wie der Filmtitel vermuten lässt – Blut. Er wittert im Erdöl-Business das große Geschäft und eignet sich nach und nach immer mehr Land an. Auf seinem Weg zum reichen Öl-Baron handelt er skrupellos: er zieht arme Farmer über den Tisch und gibt sogar seinen Sohn in ein Internat, nachdem dieser durch einen Unfall zu einer Belastung geworden ist.

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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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10.0Herausragend

Paul Anderson gelang eines der großartigen Lebens-Dramen, aus deren Bildern Urkräfte strahlen. Wie in “Days of Heaven”, wie in “Citizen Kane” oder wie in George Stevens Öl-Drama “Giganten” mit James Dean und Elizabeth Taylor. Die Kamera fixiert kraftvolle Kompositionen, die zeitweise an die Kunstinstallationen eines Matthew Barney erinnern, fährt sie langsam ab und in sie hinein. Der Soundtrack von Radiohead-Gitarrist Jonny Greenwood wirkt mal mechanisch, mal nur organisch vibrierend ebenso eigen unvergleichlich, wie der gesamte Film. Daniel Day-Lewis spielt wieder sensationell-

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M. Klingbeil: filmfuchs.de M. Klingbeil: filmfuchs.de

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6.0Ganz gut

PT Andersons ambitioniertes Epos um einen Öltycoon, der seinem Streben nach Reichtum und Anerkennung alles unterordnet, ist zwar optisch gelungen und wirkt faktisch gut recherchiert es fehlen aber interessante, überraschende dramaturgischen Wendungen und Nebenfiguren, die der Ein-Mann-Show von Daniel Day-Lewis Paroli bieten können. Man wünscht sich mehr jener Abwechslungen, wie sie z.B. die Coen Brüder in ihrem aktuellen Werk ‚No Country For Old Men' liefern. Bei zu langen 158 Minuten hat man daher Mühe das Interesse an ‚There Will Be Blood' konstant wach zu halten.

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S Hentschel: Brigitte S Hentschel: Brigitte

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9.0Herausragend

[Der Regisseur] hat mit "There Will Be Blood" wieder ein beeindruckendes Epos geschaffen, in dem es um Schuld, Menschlichkeit und die Bedeutung von Familie geht, voller großartiger Bilder, mit altmodisch langen Szenen - und Raum für Stille: In der ersten Viertelstunde fällt kein Wort. Und Daniel Day-Lewis' ausdrucksstarke One-Man-Show ist so beeindruckend, dass man sogar mit dem Ekel Plainview leidet, als die Dinge aus dem Ruder laufen.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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6.5Ganz gut

Die Fähigkeit “There will be blood” wirklich zu mögen wird wohl bei jedem Zuschauer sehr stark davon abhängen, inwieweit er sich mit dem völlig überzogenen und mehrfach die Grenze zur Karikatur überschreitenden Spiel des Hauptdarstellers anfreunden kann.

Daniel Day Lewis grimmassiert ab der ersten Sekunde, rollt die Augen, lüpft die üppigen Augenbrauen und spricht mit einer Stimme die mich mehr als einmal an Hans-Dieter Hüsch als Erzähler von “Väter der Klamotte” erinnerte. Eine gepresst, forciert raue Stimme, die nie eine Sekunde natürlich klingt und Plainview durchgängig wie die Schurkenbesetzung eines Charlie Chaplin-Films oder eines drittklassigen Boulevard-Theaters wirken lässt. Das er sich nicht noch am Schlips zutzelt oder den Ganovenschnurrbart zwirbelt ist eigentlich alles.

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jardem

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(http://www.fuenf-filmfreunde.de/2008/02/11/there-will-be-blood-2/#Batz) Damit ist alles gesagt *thumbs up*


Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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9.0Herausragend

Anderson gelingt das, was Martin Scorsese mit "Gangs of New York" nicht wirklich gelang, nämlich einen modernen Mythos zu erzählen, eine Fabel über den in Amerika untrennbaren Zusammenhang von Barbarei und Zivilisation. Andersons Film handelt weniger von Fakten als von der Psychologie des Fortschritts, mit welcher der amerikanische Westen kolonisiert und verwandelt wurde - er handelt von einem Menschentypus, den Nietzsche "Übermensch" genannt hatte - und Plainview ist in jeder Hinsicht kein Einzelfall, sondern eine repräsentative Figur.

Kritik im Original 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Lukas Foerster: taz / cargo / perlentaucher...

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6.0Ganz gut

Hier setzt Daniel Day-Lewis zum konzentrierten Großangriff auf den Darsteller-Oskar an. Und Paul Dano auf den Nebendarsteller-Oskar. Und die Landschaft verschwindet zugunsten eines unzusammenhängenden Nebeneinanders von Szenen, die nur auf den Effekt hinprogrammiert erscheinen. Und der Haupteffekt soll eben der Oskargewinn Day Lewis' sein. Und der Nebeneffekt wahrscheinlich irgendein Kommentar zur Verstrickung von Religion, Amerika und Kapitalismus. Doch sobald dieser Kommentar sich von der Landschaft und den Löchern in der Erde löst, wird er zur bloßen Behauptung, die ihren einzigen Halt im exzentrischen Schauspiel der Figuren findet. Und also eigentlich gar keinen.

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Chuchaqui: Critic.de

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8.0Ausgezeichnet

Das mehrfach oscar-nominierte Werk des Magnolia-Regisseurs beeindruckt in vielerlei Hinsicht und es erscheint schwer, so kurz nach der Vorstellung schon über den Film nachdenken zu müssen. Ein episch angelegter Film, der an Vorbilder wie Citizen Kane erinnert. Vor allem Andersons Wahl der Einstellungen ist absolut fabelhaft, filmisch ist das Werk eine Offenbarung. Leichte Probleme hatte ich mit dem religiösen Gegenpart zur Figur des Ölbaronen und Jungschauspieler Paul Dano. Dieser ist zwar verdammt stark, aber wegen der tatsächlich grandiosen Performance von Daniel Day-Lewis immer noch zu schwach, um in der großen Abschlussszene wirklich gegenhalten zu können. Diese ist dennoch großartig gelungen, ebenso wie der Film. Ein opulentes Werk, das jede Oscar-Nominierung verdient hat.

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Kommentare (168) — Film: There Will Be Blood

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chox

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein Film wie ein einziges riesiger Monument. Es ist immer schwierig über einen seiner absoluten Lieblingsfilme zu schreiben. Selten hat mich ein Film von der ersten Sekunde in den Bann gezogen und ich kann mich nicht erinnern, dass sich Tage danach einzelne Szenen immer wieder vor meinem geistigen Auge abspielten.

Hier stimmt einfach alles! Schauspielkunst auf aller höchstem Niveau, eine Inszenierung, die seines Gleichen sucht und nach meiner Auffassung nie wieder so erreicht wurde. Anderson ist nicht nur Perfektionist, er ist hier einfach virtuos. Es ist schwer zu glauben, dass er irgendwann noch einmal dieses Niveau erreichen wird. Unrealistisch, dass er je einen besseren Film als diesen machen wird. Aber bei einem solchen Regiseur ist auch einfach alles möglich.

Besonders herauszustellen ist die Leistung des jungen Paul Dano. Dass Day-Lewis Rollen verkörpern kann, die den Zuschauer bis ins Mark erschüttern ist hinlänglich bekannt. Aber nie hätte ich damit gerechnet, dass ich nach James Dean wieder einen derart jungen Schauspieler sehe, der mir die Gänsehaut auf den Rücken treibt.

Pompöses und episches Kino, dass einem mehr als einmal die Kinnlade bis zu den Füßen herunter fallen lässt.

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N. Hornblower

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Er hat schon längst einen besseren Film gemacht: "Boogie Nights"!


Butch7

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Bewertung10.0Herausragend

>Mögliche Spoiler enthalten!<

"I can't keep doing this on my own, with these "People"."

Mit "There Will Be Blood" liefert Paul Thomas Anderson sein bildgewaltiges Meisterwerk ab. Er zeigt die Geschichte des Ölmannes Daniel Plainview; dessen Aufstieg und Fall, den Kampf um Macht und Reichtum, seinen körperlichen und psychischen Verfall und die Unabwendbarkeit von Verlust, Entfremdung, Erniedrigung und Verachtung.
Eben diesen Menschen spielt Daniel Day-Lewis mit einer Tiefe und Intensität, die einen den Atem raubt. Zu Anfang, ehrgeizig und entschlossen, immer weiter steigend, bis er schließlich der gefühlskalte Soziopath wird. Er gehört zu der Kategorie von Menschen die, wenn sie alles besitzen, dann doch überhaupt nichts besitzen würden.
Und als Daniel Day-Lewis in der letzten Einstellung auf dem Boden sitzend, uns seine Abschlussworte mitteilt, während die ersten Töne des dritten Satzes aus Brahms Violinkonzert erklingen, spürt man wie er mit dem einen Menschen, der ihn gedemütigt hat abgeschlossen und damit seine letzte Aufgabe vollbracht hat.

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_Garfield

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Selten fiel mir eine Rezension schwerer. Selten ließ mich ein Film derart unentschlossen zurück. Und selten war es mir wichtiger etwas zu einem Film zu schreiben, um all das, was ich gefühlt und gedacht habe, unter dem Gebrauch eines viel zu limitierten Wortschatzes zu artikulieren. „There Will Be Blood“ ist etwas Besonderes, ohne Frage. Und doch befinde ich mich in einer Miesere, wenn ich versuche dieses Werk in ein Bewertungsmuster zu quetschen. Zu universell ist er in seiner Lesart und zu ahnungslos erscheine ich mir als Zuschauer. Ich belasse es dabei Anderson's Werk auf jenen Konflikt zu reduzieren, der mir am ursprünglichsten, am wichtigsten erscheint: Religion gegen Atheismus. Die deterministische Weltanschauung des aufstrebenden, jungen Pfarrers gegen das unberechenbare Profit-Streben eines einsamen, alten Mannes. Ein Konflikt, der sich in seinem unvermittelt konsequenten Finale entlädt. Bis zu diesem Zeitpunkt von beiden Parteien unfassbar beeindruckend gespielt, überragend in Bild und Ton und in seinem nihilistischen Grundtenor fortwährend mitreißend. „There Will Be Blood“, ein Film der Konflikte: Gnadenloser Kapitalismus vs. religiöser Fanatismus, Rationalität vs. Emotionalität und schließlich Vater vs. Sohn - Vereinsamter Kapitalist vs. ambitionierter Jung-Unternehmer. Ein Film, so wenig fassbar wie seine einzigartige Atmosphäre. In jedem Fall etwas Besonderes.

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dustyOn3

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Schön zusammengefasst.


_Garfield

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Danke. :)


snu-snu

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Bewertung7.0Sehenswert

solider und guter Film, für mich allerdings ein bischen zu steriel, stellenweise zu langsam (nein, ich mag action filme nicht wirklich) aber kein Film den ich mir sofort nochmal anschauen muss

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JackoXL

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Bewertung10.0Herausragend

Ich muss diesen Kommentar eigentlich mit einer Rechtfertigung beginnen. Warum habe ich dieses Meisterwerk erst jetzt gesehen? Zum Kinostart habe ich mehrere Kritiken gelesen, die den Film zwar lobten, aber auch als "langatmig" und "schwierig" beschrieben haben. Das ist normalerweise kein Grund für mich, einen Film auszusortieren, gerade hier hat es paradoxerweise funktioniert. Und das obwohl Paul Thomas Anderson mit "Boogie Nights" einen meiner Lieblingsfilme geschaffen hat, und Daniel Day-Lewis eine seltene Ausnahmeerscheinung unter den Schauspielern ist. Tja, es lässt sich logisch gar nicht begründen, ich wahr wohl immer zeitlich sehr eingespannt (diese Entschuldigung zieht leider nicht, wenn ich mir den unzähligen Bullshit ins Gedächtniss rufe, den ich stattdessen gesehen habe). Aus Fehlern wird man klug, hoffe ich.
"There Will Be Blood" ist ganz großes Kino. Ein epischer, sensationell inszenierter Geniestreich, der von den ersten Minute an seine Ausnahmestellung unter Beweiß stellt. Genauer gesagt die ersten 14 Minuten. Da wird kein Wort gesprochen, warum auch? Kein Bedarf, das hat mich schon voll gefesselt. Und das war erst der Anfang. Inszenatorisch ist das gesamte Werk auf höchstem Niveau. Eine so dichte, einnehmende Stimmung haben nur ganz wenige Filme. Die Bilder sind fantastisch, der Score so auf den Punkt brilliant (ich achte in der Regel nicht so darauf, hier ist die Musik oft der ausschlaggebende Punkt, dass die Szene mir unter die Haut geht). Paul Thomas Anderson erschafft ein Gesamtkunstwerk. Atmosphärisch, optisch, akustisch und abgerundet durch grandiose Darsteller. Über allem steht natürlich Daniel Day-Lewis, eine Naturgewalt. Er verkörpert diesen hochinteressanten Charakter nicht nur, er lebt und zelebriert ihn. Ich habe zwischenzeitlich geglaubt, er spielt diese Person nicht, er IST sie. Da ist so viel Emotion, so viel Wucht, so viel Tiefe, das ist der Wahnsinn. Oscar gerechtfertigt? Ach was, Oscar für viele andere Leistungen in Frage gestellt. Das, genau das, muss ein Schauspieler bringen, um als "der Beste" ausgezeichnet zu werden. Eigentlich kann man gegen ihn nur verblassen, um so bemerkenswerter, dass mich Paul Dano genau so beeindrucken konnte. Der holt aus seinen Szenen das Optimum raus, kann mit Day-Lewis auf Augenhöhe mithalten. Das ist wirklich mehr als beachtlich.
Um den Kreis zu schließen: Ich kann jetzt leicht verstehen, warum manche Leute "There Will Be Blood" als "langatmig" und "schwierig" beschreiben, aber definitiv nicht bestätigen. Das ist mit Sicherheit nicht der Film für Jedermann, aber sind das Ausnahmefilme in der Regel? Eher nicht. Langatmig war das für mich nie, im Gegenteil. 2 1/2 Stunden an den Bildschirm gefesselt, dank Klasse in allen Bereichen. Und "schwierig"? Tja, wenn man Popcornkino erwartet, mag das zutreffen. Wer das bei so einem Film erwartet, selbst schuld.
Fazit: Schwer begeistert. Stand unter den "deine Top 100 Filme", jetzt weiß ich warum. Danke MP, mit euren Einschätzungen liegt ihr bei mir oft goldrichtig.

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JackoXL

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Darauf werde ich bei nächsten Mal achten, ist mir jetzt nicht so im Gedächtniss geblieben, das macht Zweitsichtungen ja so schön.;)


cacavas61

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Zu Paul Thomas Anderson noch eine musikalische Anmerkung - falls es jemand interessiert ;-) - : die Musik zu seinen Filmen "Hard Eight" und "Boogie Nights" stammt von Michael Penn, dem Bruder von Sean Penn. Michael Penn hat auch einen Kurzauftritt als Tontechniker in "Boogie Nights". Michael Penn ist mit der Sängerin Aimee Mann verheiratet, die für "Magnalia" 8 Songs beigesteuert hat und in "The Big Lebowski" einen Kurzauftritt als deutsche Nihilistin hat.


Thewlis

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Bewertung10.0Herausragend

Es ist keineswegs zu weit hergeholt zu behaupten, dass P. T. Anderson mit seinem Film "There Will Be Blood" ein formvollendetes Meisterwerk geschaffen hat. Betrachtet man das letzte Jahrzehnt Rückblickend, erkennt man schnell, dass dieses Werk auf Platz 1 der besten Filme steht.

Als zu Beginn des 20. Jahrhunderts der große Erdölboom einsetzt versteht es der intelligente und gerissene Daniel Plainview sich an die Spitze der Ölgesellschaften zu setzen. Durch einen Tipp erfährt Daniel Plainview von einer von einem großen, nicht erschlossenen Ölfeld in Little Boston. Familie Sunday lebt über dem Ölfeld und so ist es Plainview, ihnen ihr Land abzukaufen und eine Bohrstation zu errichten. Ist die Familie Sunday zu Beginn noch einverstanden mischen sie diese dennoch immer mehr in die Arbeiten ein, allen voran der fanatische Prediger Eli, und stellen die Arbeiten somit unter immer größere Probleme. Durch weitere Zwischenfälle in der eigenen Familie scheint Daniel Plainview dem Untergang geweiht.

In epischem Ausmaße, welches sich mit Leichtigkeit mit den großen Epen des vergangen Jahrhunderts messen kann, erzählt "There Will Be Blood" die Geschichte eines kapitalistischen und misanthropischen Mannes, der einzig auf seinen Profit aus ist und dessen Gegenspieler, dem jungen Prediger. Es scheint ein in die moderne verlegter Kampf der Religion gegen den Kapitalismus zu sein. Mit einer schier unfassbaren dichten Atmosphäre ist dieser Film ein Charakterstudie einer Person, von Habgier und Macht bestimmt, der mit seinem Verlust der Menschlichkeit sich und das gesamte Dorf leiden lässt. Zwar ist die Handlungszeit des Films der Beginn des 20. Jahrhunderts so verliert die Geschichte nie an Aktualität oder Brisanz. Sie schildert auf eine eingängige, verzwickte, aber doch verständliche Art und Weise den Machtkampf zweier Parteien, deren Untergang mit tiefer Demütigung und Verachtung bestraft wird.
Daniel Day-Lewis spielt hier vermutlich die Rolle seines Lebens; als Arschloch überzeugt er auf breiter Ebene und steht ganz klar im Mittelpunkt des Geschehens. Er verleiht seinem Charakter eine unbändige Tiefe und Entschlossenheit und verdient den gewonnen Oscar ohne Zweifel. Dass Day-Lewis zu überzeugend weiß, ist nicht erst seit diesem Werk bekannt und so ist es umso erstaunlicher, dass er zwar die beste Leistung aber nicht die einprägsamste spielt. Diese Ehre wird dem jungen, bis Dato noch recht unbekannten, Paul Dano zu teil. Er schafft es, trotz seiner Unerfahrenheit, exzentrischen und fanatischen Laienprediger den nötigen Wahnsinn und Durchhaltevermögen. Ein Jammer, wenn er einfach von der Bildfläche verschwinden würde. Diese beiden Schauspieler tragen maßgeblich zu der emotionalen Tiefe dieses Films bei und statuieren durch ihr Schauspiel ein Maß an schauspielerischer Güte, die es bis zu Letzt niemand gelungen ist zu toppen.
Nebenfaktoren wie die atemberaubende Kulisse oder der leider etwas zu flache Score rücken in den Hintergrund des Geschehens. Man ist zu gefesselt von der Atmosphäre um auf solche Dinge achten zu können.

Ein klares Meisterwerk eines meisterhaften, jungen Regisseurs, von dem wir hoffentlich noch so einige Wunderwerke erwarten dürfen.

Außerdem zu lesen auf:

http://filmstuff-thewlis.blogspot.de/

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KonTaicho

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Mich durchweg unweigerlich an "Citizen Kane" erinnernd, diesem jedoch nicht ganz das Wasser reichen könnend, wartet "There will be blood" mit exzentrischem Schauspiel, das weit über jedwedes Lehrbuch hinausgeht, sowie mit den prekären Motiven Öl, Gott, Vater-Sohn-Beziehung, auf und besticht durch seine Entwicklung beziehungsweise Zuspitzung, die am Ende in einem dogmatischen, quasi physischen Teufel- gegen Gott - Kampf gipfelt, welcher das Antiprodukt einer menschlichen Metamorphose in seiner absoluten Vollkommenheit zur Schau stellt.

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Uli Kunkel

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Bewertung10.0Herausragend

Episches Drama ist episch.

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Baumkopf Holzfaust

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Dabei ist der Film langweilig film der ist dabei


Uli Kunkel

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@Maracaibo: haha, warum hab' ich den nicht kommen sehen?
Manchmal drängt es einen nach Ausdruck, aber es fehlen schlicht die Worte. Also beläßt man es bei einer lustigen Twitter-Phrase. Aus Gründen.
Zumal ein bißchen weiter unten z.B. Punsha oder phoenix409 das Nötige bereits in rhetorisch versierte Pixelform brachten.


U-Turn

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Bewertung0.0Hassfilm

Abartiger kranker Film.

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Toblerone

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Abartig kranker Kommentar.


Sepf

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trololo


Kreaexo

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Bewertung10.0Herausragend

Ist ja schon gut! Ich werte dich jetzt von 9.5 auf 10.0 Punkte rauf. Zufrieden?
Und bitte, spuk mir danach nicht wieder jeden Tag mit deiner glorreichen Intensität im Kopf rum. Ich brauch meine Gedanken gerade woanders. Es nervt langsam.
Schon seltsam, dass ich nach über einem Monat immer noch Tag ein, Tag aus an dich denken muss. Es ist ja schon fast so, als würden wir eine Beziehung führen. Dieser Gedanke macht mir gerade etwas Angst. Ja, Daniel Day-Lewis spielt perfekt, intensiv, authentisch, autoritär und genial, aber liebliche Gefühle hege ich trotzdem nicht für ihn. Seine dargebotene Rolle ist zwar der machtgierige Menschenhasser Nummero Uno, welcher auch von Hobbes in seinem Manifest Leviathan ("Der Mensch ist von Natur aus böse [...] strebt zu seinem eigenen Nutzen den Nachteil des anderen an") beschrieben wurde, aber das gibt ihm und dem Film, den ich schlichtweg als Meisterwerk ansehe, noch lange nicht das recht in meinem Kopf Schabernack zu treiben.

Also ich hoffe, dass wir durch diese geringe Aufwertung in Frieden koexistieren können.
Ich bitte darum.

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Kreaexo

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Die Aufwertung hat echt was gebracht, seitdem spukt er mir nicht mehr im Kopf rum. :o Ein Fall für Galileo Mystery!


phoenix409

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Bewertung9.5Herausragend

P.T. Anderson's betörendes Meisterstück, berauschend düster und formvollendet dreckig. Die erneute Sichtung lies mich nochmal einen halben Punkt aufwerten, denn hier stimmt schon einiges, wenn nicht sogar alles: Die optische/handwerkliche Nähe zur Perfektion, die allein zu Anfang mehr erzählt als jedes Wort könnte, die dazugehörige, brillante Affektmusik von Radiohead-Gitarrist Jonny Greenwood, Paul Dano als manischer Bibelfundamentalist in seiner sicherlich besten Rolle und, natürlich, D-Day Lewis, der schier godlike den Teufel aus sich herausplätschern lässt, die Seele bald so schwarz wie das Öl, das er fördert. Nicht wenige haben es hier schon erwähnt: Zwischen den größten Werken der letzten 10-20 Jahre hat THERE WILL BE BLOOD seinen Platz schon längst gefunden.

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nerdkiller

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Bewertung10.0Herausragend

Ein toller Film! Ganz großes Kino!

Auch die Theamtik, oder besser gesagt die Epoche in der der Film spielt ist relativ unverbraucht, ein weiter Pluspunkt!

Wurde seinerzeit vom ebenfalls hervorragenden "No Country For Old Men" an den Kinokassen geplättet, eigentlich schade, da dieser Film mehr verdient...

Wenn hier manche schreiben, sie hätten den Film nicht verstanden, oder er war langweilig, so kann ich nur sagen schaut lieber wieder "Spiderman" oder so was, das wird euch gefallen.

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loveissuicide

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich weiß nicht wirklich, wie ich diesen Film bewerten soll. Daniel Day-Lewis spielt großartig, da kann man nix sagen. Was bei diesem Film extrem auffällt, ist dieser eigenartige Score. Eigentlich passt der in den meisten Szenen ja gar nicht dazu - oberflächlich betrachtet. Aber ihm gelingt es, durch den Einsatz der Geigen, der "Gefahrenmusik", des Orchesters, ständig eine Spannung aufzubauen, wodurch man von der Handlung etwas anderes erwartet, als man schließlich präsentiert bekommt. Da läuft man natürlich Gefahr, wirklich deplatziert zu wirken, aber bei "There will be blood" erkennt man das Rumoren unter dem Offensichtlichen. In den Szenen - einzeln betrachtet - passiert eigentlich recht wenig, das verfilmenswert gewesen wäre, aber das große Ganze ist schon ziemlich verstörend, und unter diesem Aspekt passt die Musik hervorragend.

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Punsha

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Bewertung10.0Herausragend

Das Bild wird hell. Bedrohliche, alarmierende Klänge schleichen über die staubigen Hügel Kaliforniens. Es ist die Warnung vor der Geldgier und vor der Scheinheiligkeit des Amerikanischen Traums. Schließlich entdeckt jemand Öl unter der Erde. Der Anfang vom Ende. Die Geburtsstunde eines Kapitalisten. Jede Warnung kommt zu spät.
Daniel Plainview (Daniel Day-Lewis) stieg zu einem mächtigen und reichen Ölunternehmer auf. Habgier, Lüge und Missgunst bestimmen sein Handeln. Doch alles läuft wie geschmiert, bis sich ihm der evangelische Prediger Eli Sunday (Paul Dano) zunehmends in den Weg stellt. Es beginnt ein erbarmungsloser Krieg Religion gegen Kapitalismus, geprägt von Macht, Einfluss und einer langen Reihe gegenseitiger Demütigungen, wodurch Daniel zusehends seine Menschlichkeit verliert und auch sein Umfeld, genau wie das ganze Dorf darunter leidet.
P.T. Andersons Charakterstudie eines von Gier und Besessenheit getriebenen Menschen ist, obwohl die Geschichte schon Anfang des 20. Jahrhunderts spielt, heute brisanter denn je, denn sie erklärt uns viele Zustände unserer modernen Gesellschaft und zeigt den frühen Zerfall religiöser und vor allem menschlicher Ideale, wie sie besonders heutzutage in ausgeprägter Form immer noch existieren. Zwar lässt die Story oftmals einiges unerklärt, aber dennoch werden dem Zuschauer viele simple Fakten vorgegeben, weshalb es nicht schwer fallen dürfte, ihre volle Aussagekraft zu erschließen. Vom Grundaufbau sehr einfach und verständlich gehalten, strotzt THERE WILL BE BLOOD nur so vor Metaphern und hat mit Andersons außergewöhnlich fesselnder und schockierender Inszenierung ein Element, das jeden herkömmlichen Rahmen sprengt und den Film auch äußerlich betrachtet einzigartig macht. Paul Dano und Daniel Day-Lewis haben an der Größe dieses Werks natürlich auch maßgeblichen Anteil, denn sie überbieten sich schauspielerisch gegenseitig, laufen so zur Höchstform auf und liefern wohl die beste Performance ihrer Karriere ab. Ein Meisterwerk, dessen Inhalt wohl in fünfzig Jahren noch präsent sein wird und dessen fesselnde Kraft den Zuschauer vermutlich für immer in seinen Bann zieht, fasziniert und begeistert.

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Punsha

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Der einzige Kubrick, der mich bisher komplett überzeugt hat. (*duck und weg*) ;)


Uli Kunkel

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Die zuweilen schräge und aufdringliche Musik sollte wohl zur Steigerung des Unbehagens und Vermittlung innerer Ruhelosigkeit beitragen. Gerade auch in ganz banalen Situationen.
Hat also funktioniert. ;)


Anoirja

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Bewertung7.0Sehenswert

Epische Hollywood-Dramen - gelegentlich wage auch ich mich da heran und in diesem Fall hat es gerade mal vier Jahre gebraucht, bis ich es nun doch riskiert habe. Tusch! Jaja, es hat sich schon gelohnt und dieses Epos um einen misanthropischen Öl-Tycoon ist besser als erwartet - vor allem weit weniger melodramatisch, pathetisch als befürchtet. Die Bilder, der Score, das Schauspiel - da gibt es eigentlich nichts zu bemängeln. All die Lobhudeleien, in denen von einem Meisterwerk die Rede ist, kann ich aber auch mal wieder nicht nachvollziehen, da dem Film das gewisse Etwas, um mich in Begeisterung zu versetzen, einfach gänzlich fehlt. Das hängt dann wohl unter anderem mit der kargen Story und den Drehbuchschwächen zusammen - mal abgesehen davon, dass mich das Ganze einfach ziemlich kalt gelassen hat. Demnach verbleibt ein immerhin sehenswerter Film, den ich mir aller Wahrscheinlichkeit nach nicht öfter als einmal ansehen werde.

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Le Samourai

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Wie, was? Melancholia? Was hat diese verkünstelte Schnarchnase denn mit dem Obermeisterwerk Magnolia zu tun? :)


Anoirja

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Verkünstelte Schnarchnase "Magnolia" - danke schön, auch wenn ich das nicht ganz so krass sehe. :D


I_have_seen

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Bewertung9.5Herausragend

Mit "There will be blood" ist seine sehr faszinierende "Präzision" im Stile einer US-amerikanischer Charakter- und Zivilisationsstudie gelungen die einen Entwicklungsarm westlicher Zivilisationsgeschichte freilegt den die USA damals durchlaufen hat und heute für die gesamte westliche Welt prägend geworden ist: der "AMERICAN WAY OF LIFE".

Der Film begleitet uns ausgehend von den Anfangszuständen einer "industriellen Wohlstandsnation die auf dem Antriebsstoff Rohöl umsteigt" und endet mit dem Börsencrash ende der 20iger Jahre.

Der Film ist eine Ursprungsaufnahme zurück zu unseren westlichen WERTEN und unsere heutige westlichen LEBENSART. Wir bekommen einen direkten Einblick in die ("einstige vorherrschende") KULTUR und den Wohlstands-TRIEBFEDERN heutiger Zeit die damals wie heute miteinander konkurrieren nämlich (insbesondere) die Mentalität der VÄTER des us-amierkanischen UNTERNEHMERGEISTES (das UNSTILLBARE STREBEN nach REICHTUM) im Gefüge einer religiös besitzbewussten Bevölkerung die diesen VÄTERN dennoch JEDEN FREIRAUM lässt zu walten wie diese Herren wollen (DURCHSETZUNGSMENTALITÄT/(VERTRAGS-)FREIHEIT). Dabei werden die WERTE geradezu anschaulich bzw. deren widerstrebende Kräfte treten zu Tage: die RELIGION des einfachen Volkes, der Familienzusammenhalt in einem riesigem teils kargem Land und das freie UNTERNEHMERTUM.

Der Hauptakteur personifiziert einen UNTERNEHMER der unter Lebensgefahr zunächst versucht durch Gold reich zu werden und dann umsteigt auf der Suche nach und der Förderung von Erdöl. Also ein Mann der was wagt. Ein Mann mit eisernen Willen und Zielen. Ein Mann sehr loser bis losgelösten Familienwerten ohne Gemeinschaftssinn die ihn zu einer Religionsgemeinschaft treiben würde. Ein fast absoluter Einzelgänger. Er ist dennoch sehr geschickt darin den Menschen etwas vorzumachen um bei seinen eigenen Zielen weiter zu kommen [Bsp.: 1. Er benutzt den jungen um den Menschen ohne seine Verbundenheit zur Bodenständigkeit zu bezeugen unabhänig von einer Religiösen Einbindung 2. Er lässt sich vom Pfarrer der Gemeinde nötigen in die Kirche einzutreten mit dem einstieg er sei ein Sünder, danach nuschelt er alsbald vor sich hin: "Alles für Pipeline"].

Insgesamt ist der Eindruck vom Ur-Typen des erfolgsbewussten UNTERNEHMER:
Jede Form von Mitgefühl ist mittel zum Zweck!

Er wird Reich und sein Charakter wird argwöhnischer und skrupelloser: Alles was ihm in Weg steht ist im zutiefst verhasst! VERFEHLUNGEN werden hart und unbarmherzig abgehandelt (Bsp: 1. der "Sohn" der eine runtergekommenes Holzhütte aus Wut gegenüber seinem "Vater" anzündet wird verbannt, 2. die vorgetäuschte Bruderschaft wird Mord beantwortet). Konkurrenten werden ebenso bekämpft (ausgebootet, behindert oder zerstöt(Bsp.: Der "Sohn" bekommt kein einzigen Cent um eine eigenen Existenz im Ausland aufzubauen).

Nach und nach nimmt er sich wohl mehr heraus ohne belangt zu werden. Sein Umfeld weiß genug oder könnte genug wissen um ihn zu belangen, sie belässt es aber dabei ihn dafür zu belangen das er Selbstjustiz ausübt.

Zum Ende des Films sieht man den Hauptdarsteller vom Reichtum umgebenen. Er ist niedergeschlagen, nicht aber durch Alkoholkonsum sondern davon das ihn der Börsenkrach von 1929 sein Vermögen wohl erheblich geschmälert hat, genauso wie der Vorfall vielen die Existenzgrundlagen ganz und gar vernichtet hat. Eine für die USA typische Spekulationsblase ist geplatzt. Viele Vorkommanullen auf der Vermögensseite waren schlagartig weg. Dies ist die seine Stunde in der er sich für die Nötigung zum Eintritt in die Kirche rächt indem er ihn wiederrum zwingt sein "heuchlerisches Wohlmenschentum" zu bekennen. Das Schauspiel wird wiederum mit Mord beendet. Seine Unmenschlichkeit ist jetzt nun vollkommen. Die Frage ist nur: "Sind Sie Fertig, (Sir)?" ...isses das, oder gehts so (endlos) weiter?

GIBT ES ANZEICHEN DAFÜR DAS SICH ETWAS ÄNDERN WÜRDE. NEIN, ES GIBT KEIN EINZIGES ZEICHEN DER HOFFNUNG. DAS IST DIE ZUKUNFT. DIE ZUKUNFT GEHÖRT DEM UNTERNEHMER. UND DER ZYNISMUS WIRD ALLGEGENWÄRTIG.

Im Grunde ist es eine ganz einfache und schlichte Geschichte über die westliche Zivilisation und die Natur des Menschen westlicher Prägung: Money matters.

Frohe Ostern, Frohe Weihnacht.

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The Director

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Bewertung5.0Geht so

There will be Blood = The Shining 2
Ich weiß nicht, ob mir der Film zu anspruchvoll war, denn um das zu beurteilen, müsste ich ihn verstehen, aber eigentlich komm ich mit anspruchsvollen Filmen gut klar. Die Musik hat wieder mal überhaupt nicht zum Geschehen gepasst und die Gewaltdarstellungen waren wie schon im ersten Teil oft belustigend. Wo sich The Shining selbst nicht ganz ernst genommen hat, übertreibt es dieser Film ein wenig mit seiner Ernsthaftigkeit. Alles in allem etwas durchwachsen, aber die Stellen an denen Leute verprügelt werden und sterben schau ich mir immer wieder gerne an :)

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The Director

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die markante musikuntermalung und die gewaltszenen sind die einzigen eindrücke, die mir von dem film hängen geblieben sind. ich weiß, dass der vergleich schlichtweg unpassend ist aber ich wusste nich was ich sonst dazu sagen soll. bin ja selbst völlig verwirrt darüber. sorry, das meine rezension deswegen völlig unbrauchbar ist ;)


Vic Mackey

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Ich verstehs irgendwie immer noch nicht, aber es sei dir verziehen :)


Isolation

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Es wäre ein abwegiger Versuch, ganz gleich wie groß das Wagnis in seiner Ausführung und Wortwahl wäre, würde man annehmen, es sei möglich, einen solchen Film ordnungsgemäß zu rezensieren. Was bei anderen Werken von Paul Thomas Anderson schwierig war, steigert sich hier beinahe ins unermesslich Beschreibbare.

„There Will Be Blood“ schildert von gieriger Besessenheit und einer dogmatischen Ausweitung des gewissenlos-zürnenden Rechthabens. Es ist eine Erzählung über das Lebensbild des bedingungslosen Menschenhassers Daniel Plainview (Daniel Day-Lewis), eines sich selbst als Herrscher empfindenden Menschen, der sich über das Gute und Böse bestimmen sieht und sein eigenes Bestehen über die letzten Bruchstücke seines Familienbestandes triumphieren lässt. Regisseur und Drehbuchtautor P. T. Anderson beschreibt in seinem fünften Spielfilm das Vermächtnis eines einzelnen Mannes, welcher von den dunkelsten Trieben des in ihm und in uns alles Befindlichen beherrscht wird, ohne Plainview auch nur geringste Zweifel an seiner leitenden Fügung zu geben, ihn stattdessen in die eigene Seelendestruktion treiben zu lassen.

Die charakteristisch-krankhaften Züge, welche „There Will Be Blood“ in seiner sich über zwei Stunden hinziehenden Analyse eines von sich überzeugten, dennoch zum Scheitern verurteilten Individuums geltend wahrnehmbar macht, sind für die Verhältnisse üblicher Sehgewohnheiten eine verstörend-schwergewichtige Erfahrung, geschehen die Umschwünge des uns als anfänglich aufopferungsvoll vorgestellten Vaters, der scheinbar zum großen Teil den späteren Wohlstand seines Sohnes vorleisten möchte, doch in einer uns kaum erfassungsmöglichen Art und Weise. Daniel verliert sich in den Klauen der Habsucht, die den Zwang des nicht tolerierbaren Verlustes hervorrufen. Er schließt mit der Gier und seines um sie fließenden Blutes einen Vertrag, dass nichts unfehlbar sei, er allen beweisen müsse, dass er ein konkurrenzloses und unabhängiges Bestehen seitens aller führe. Mehr und mehr nimmt er sich einer anonymen Person gestörten und gefühlskalten Bildes an, die das düsterste Gemüt des Menschseins vorführt – ein Bild des ungeschönt Extremen.

Dabei quält uns Anderson mit genau jenem lodernden Geisteszustand. Das gelingt erstaunlich intensiv, da er den innerlichen Größenwahn des Daniel Plainview mit kargen, sich meilenweit erstreckende Kulissen sowie mit einem ungewöhnlich-tyrannisierenden Soundtrack, welcher sich mit seinen drangsalierenden Melodien ins Ohr einnistet, zu einem vernehmbaren Ausdruck bringt. Ein Vorhaben größten Mutes, riskiert Anderson doch, auf große Publikumsstürme zu verzichten, indem er ein Maß an stress- und anspruchsvoller Dynamik in sein Werk integriert. Schlussendlich könnte involviertes Sehen aber nicht besser aussehen und sich auch nicht besser anhören.

„There Will Be Blood“ ist eine Charakterstudie, die Geschichte eines in sich zerbröckelnden, wahnsinnigen Mannes. Es ist kaum in Worte zu fassen, mit welchen schauspielerisch emotionalen Verfassungen sich Daniel Day-Lewis diesem radikalen Auswuchs an ungeschönter Menschlichkeit hingibt, wie er diesen krankhaft auslebt und sich den machtvollen Kammern psychischen Verfalls unterwirft. Umso erstaunlicher ist es, dass die anderen Darsteller dennoch nicht verblassen. Paul Dano als ehrfürchtiger, genauso in sich verlogener Prediger ist beängstigend-brillant und ist für Daniels Denken und Handeln ein gegenspielend-feindliches Insekt, das die kirchliche Expansion und die Verbreitung des (richtigen) Glaubens über alles stellt - ein wichtiger Punkt der Handlung.

Anderson übt nicht nur Kritik an der ins uns verwurzelten Begehrlichkeit nach Ruhm und Anerkennung, sondern auch an der religiösen Unterwerfung und deren versprochenen „Reinigungen“ des mit uns verwurzelten Bösen. Ein Widerspruch, welcher sich ausweitet, bis er schließlich in blutender Vergeltung endet.
Die Erklärung des Filmtitels ist dann nicht mehr nötig, eine Bestätigung, dass dies einer der besten und angsteinflößendsten Filme der letzten Jahre ist, auch nicht. „There Will Be Blood“ ist ein brutales, rücksichtsloses Plädoyer an die Ruchlosigkeit der menschlichen Existenz und der schlummernden - hier ausbrechenden - Tobsucht in ihren einzelnen Adern. Bedeutungsvolles, unbarmherzig-gewagtes Kino.

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Broda

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Stark! :)


Dox

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Sehr schön!!


Audreyfan

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Bewertung2.0Ärgerlich

Für mich war der Film eine einzige Enttäuschung. Ich hatte einen Film erwartet, der mich fesselt und die Abgründe der menschlichen Gier zeigt.(Stand auch so in meiner Fernsehzeitschrift)
Und was habe ich gekriegt? Einen Film, der die ersten 2/3 langweilig und im letzten drittel zu kompliziert für meine eingeschläferten Nerven war.
Die 2 Punkte gibt es für die Teufelsaustreibungen in der Kirche. Die waren nämlich echt witzig.

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MUFC

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"There Will Be Blood" ist ein sehr gutes Drama!

Ich schaue normalerweise keine Western und schon gar nicht in Kombination mit Drama, aber weil mir dieser Film in meiner Top 100 Liste angezeigt wurde, hab ich mich überwunden und mir den Streifen angesehen.

Man sollte diesen Film auf jeden Fall gesehen habe. Abgesehen von der Filmmusik hat Paul Thomas Anderson ganze Arbeit geleistet und einen Oscar würdigen Film fabriziert! Die Schauspielerische Leistung von Daniel Day-Lewis ist unbeschreiblich. Ich finde aber auch, dass Paul Dano gezeigt hat, welche schauspielerischen Fähigkeiten in ihm stecken!

Egal ob Drama Fan oder nicht, diesen Film muss man gesehen haben!

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