Zu Listen hinzufügen

The Master

The Master (2012), US Laufzeit 138 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 21.02.2013


Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
7.4
Kritiker
51 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.8
Community
1771 Bewertungen
183 Kommentare
admin image admin trailer admin edit edit group memberships sweep cache Moviemaster:Movie

von Paul Thomas Anderson, mit Joaquin Phoenix und Philip Seymour Hoffman

In The Master von P.T. Anderson (There Will Be Blood) verführt Philip Seymour Hoffman als Scientology-ähnlicher Sektengründer den Kriegsheimkehrer Joaquin Phoenix.

Das (ruhmlose) Ende des Zweiten Weltkrieges nach dem Abwurf der Atombombe über Japan riss ein tiefes Loch in das Selbstverständnis der US-amerikanischen Bevölkerung und lieferte den Nährboden für Heilsversprechungen aller Art. The Master wirft ein Schlaglicht auf einen besonders erfolgreichen Vertreter einer religiös ausgerichteten Bewegung, die sich The Cause nennt. Lancaster Dodd (Philip Seymour Hoffman) besitzt Charisma und Intellekt, die perfekten Voraussetzungen, um zu Beginn der 1950er Jahre Anhänger seines Wertesystems hinter sich zu scharen. Unterstützung findet er nicht zuletzt durch seine hingebungsvolle Frau Mary Sue (Amy Adams). Eines Tages trifft Lancaster Dodd auf den Kriegsveteran, Tunichtgut und Herumtreiber Freddie Quell (Joaquin Phoenix), erkennt sein Potential und nimmt ihn unter seine Fittiche. Es ist der Beginn einer intensiven Freundschaft, die immer wieder von den Dämonen Freddies überschattet wird. Nach anfänglicher Bewunderung bekommt Freddie immer größere Zweifel, ob The Master der Richtige ist, um an ihm seinen inneren Kompass auszurichten.

Hintergrund & Infos zu The Master
The Master ist Andersons filmische Antwort auf das fragwürdige Phänomen Scientology und dessen Gründer L. Ron Hubbard. Wie Lancaster Dodd gründete er seine Bewegung im Nachkriegsamerika, nachdem er eine Erleuchtung auf See hatte. Erste Bilder zu The Master wurden im Frühjahr 2012 bei den Filmfestspielen in Cannes von dem Verleiher The Weinstein Company präsentiert.
Sehr unüblich für ein Drama wird The Master auf 65mm Filmmaterial gedreht, statt des üblichen 35mm Kleinbildfilmes oder seiner digitalen Pendants. Mit gerade einer guten Handvoll Filme (The Master stellt erst seinen sechsten Film dar) hat sich Paul Thomas Anderson bereits einen respektablen Ruf als Filmemacher erarbeitet. Nach seinem Oscar-prämierten There Will Be Blood (Bester Hauptdarsteller für Daniel Day-Lewis und Beste Kamera für Robert Elswit) wurde das Nachfolgewerk The Master mit einer großen Erwartungshaltung antizipiert. Mit Ausnahme von There Will Be Blood hat The Master Philip Seymor Hoffman bereits in jedem Film Andersons mitgespielt, angefangen beim Debüt Last Exit Reno in einer unbenannten Nebenrolle.
Wie so oft bei großen Produktionen war auch bei The Master für die zweite Hauptrolle zunächst ein anderer Star im Gespräch. So sollte Jeremy Renner die Rolle des Zöglings übernehmen, bevor er durch Joaquin Phoenix ersetzt wurde, der nach der Mockumentary I’m Still Here mit The Master den endgültigen Beweis für den Rücktritt vom Rücktritt aus dem Filmgeschäft vorlegte. (EM)

  • 37795279001_2108360302001_901868133-2623-1358772029379
  • 37795279001_1809533576001_th-503c6062d041b0e43282bb79-1672933296001
  • The Master
  • The Master
  • The Master

Mehr Bilder (38) und Videos (11) zu The Master


Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (40) — Film: The Master

Soraly: CEREALITY – Magazin für Fil...

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

[...] Wie ein meisterhafter Bildhauer arbeitet Anderson im negativen Raum, erlaubt seinen Darstellern durch ihre Entscheidungen und Interaktionen ihr Selbst zu definieren und die vagen Klötze abzukratzen, um hinter das Verborgene zu blicken. Dabei gewährt er keinen leichten Zugang zu jenen Flächen; vielmehr höflich aber entschieden steuert er durch die Feinheiten dieses Tanzes, begleitet seine Spieler und zwingt schließlich uns das Konstrukt unter der trügerischen Einfachheit der Oberfläche zu erkennen.
„The Master“ ist eine komplex verwickelte, strukturierte Charakterstudie und zugleich eine akribische, wohl überlegte Fingerübung, die Technik des Filmemachens bis zum Außergewöhnlichen zu treiben.

Kritik im Original 21 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

Kommentar löschen
6.0Ganz gut

Das war er also, „The Master“, das neue Meisterwerk (?) von Paul Thomas Anderson, dem Schöpfer großer, unsterblicher Filme wie „Boogie Nights“, „There will be blood“ und „Magnolia“.
Das war er also.
Es ist ein seltsames Gefühl, denn wie von PTA gewöhnt ist auch hier alles formidabel inszeniert und die Darsteller? Es braucht eigentlich keinerlei Erwähnung, dass sie uneingeschränkt überzeugen, aber es hilft alles nichts,, „The Master“ löst nichts bei mir aus. Alles was nach schweren 138 Minuten übrig blieb war eine fahle, kalte Gleichgültigkeit. Ja, es gab da diese Momente, Szenen die explosionsartig ihre Kraft zeigten, aber diesen gegenüber gab es auch so viel Leere, die als Tiefe getarnt wurde. PTA erzählt hier keine Geschichte, er hakt bloß einzelne Momente und Szenen ab. Eine mitreißende Entwicklung gibt es nicht und nach und nach verkamen die Figuren zu leblosen Kunstobjekten. „The Master“ ist kein Film, „The Master“ ist eine Vernissage der inszenierten Eitelkeiten. Schick in allen Belangen ohne gewiss auch voller Reize, aber am Ende nicht mehr als ein wunderbares Prestige-Objekt.
Schick, aber nicht schön.

22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 10 Antworten

stuforcedyou

Antwort löschen

Für dich vielleicht, mein schuhsohlenessender Freund.


The Freewheelin Fonda

Antwort löschen

Ging mir genauso wie dir Stu, PSH und JP in absoluter Höchstform aber der Film sonst...
hat von mir auch nur 6 Punkte bekommen.


JackoXL: Die Drei Muscheln

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Paul Thomas Anderson stellt bei "The Master" mal wieder eindrucksvoll unter Beweis, dass er aktuell zu den fähigsten und gleichzeitig unangepasstesten Regisseuren der USA zählt. Der grobe Stoff hätte sicherlich auch von anderen Leuten in Angriff genommen werden, nur auf diese Art und Weise würden sie es nicht versuchen oder würden dann gnadenlos scheitern.

Anderson verweigert sich bewusst gängiger Spannungs- und Entwicklungsmustern, erliegt nicht der Versuchung, die Tore seines Werks zwecks Lukrativität für die breite Masse zu öffnen. "The Master" ist zweifellos recht sperrig, will dies aber auch und es fällt nicht negativ ins Gewicht. Ähnlichkeiten zu Andersons letzten Film "There Will Be Blood" sind in diesem Punkt unverkennbar. Damals wie heute gewinnt der Streifen dadurch eigentlich nur. Er zwingt den Zuschauer zu voller Aufmerksamkeit, bestraft den beiläufigen Berieselungsgedanken und fordert dazu auf, sich voll auf ihn einlassen zu müssen. Das bedarf etwas Anstrengung, dafür wird es fürstlich belohnt.
"The Master" zählt ohne Frage zu den intensivsten, sinnlichsten und grandiosesten filmischen Erlebnissen der letzten Jahre. Sinnlich unter dem Aspekt, dass Bild, Akustik und die daraus resultierende Wirkung schlicht meisterlich sind. Wenn die Kamera sich auf die Fahrt begibt, erscheint es wahnsinnig virtuos, bis ins kleinste durchdacht und perfekt umgesetzt. Aber auch wenn sie still steht. Das ist eher der Regelfall, doch diese manchmal bedächtige Ruhe und Unaufgeregtheit fesselt um so mehr. Dazu untermalt der teils ungewöhnliche Score die Szenen mit einer Eindringlichkeit, das ist nicht nur Kulisse, das ist essentiell wichtig für die Stimmung.

Neben der nahezu perfekten Handwerkskunst besticht "The Master" aber in erster Linie durch sein durchdachtes, im konventionellen Sinn gewagten Script. Wie schon erwähnt wird viel vom Zuschauer verlangt, narrative Rettungsringe werden kaum ausgeworfen, wer nicht mitmacht, wird kaum Freude haben. Es wird geschildert, nicht vorgekaut oder unnötig erleutert, für so intelligent hält Anderson sein Publikum. Das spricht für ihn. Ohne überdeutlich erhobenen Zeigefinger, ohne klischeehaften Charakterzeichnungen, wird anhand der Figuren von Freddie Quell und Lancaster Dodd aufgezeigt, wie sich spirituell angehauchte, pseudo-wissenschaftliche "Glaubengemeinschaften" mit taktischem Kalkül die Falle aufstellen. Ihre Beute sind Männer wie Freddie. Ziellos, unzufrieden, einsam. Auf der Suche nach Zustimmung, Gemeinschaft, einer Aufgabe, einer Position, einem Grund für seine Existenz. Die Rattenfänger sind Männer wie Lancaster. Charismatisch, rethorisch begabt, intelligent, manipulativ, psychologisch geschult, Vaterfiguren und Anführer. Er ernährt sich durch die Angriffsfläche die seine Opfer bieten, lockt und nimmt sie ein, bis sie nicht mehr ohne ihn können. Dieser gesamte Prozess wird extrem glaubwürdig geschildert, erscheint erschreckend nachvollziehbar, obwohl der Zuschauer aus seiner Distanz jederzeit den Überblick über diese Methodik behält.

Das kann natürlich nur mit dem entsprechend Personal funktionieren. Anderson geht zum einen auf Nummer sicher und greift für die Rolle des Lancaster mal wieder auf Philip Seymour Hoffman zurück. Perfekte Wahl, wie eigentlich immer. Zum anderen reanimiert er Joaquin Phoenix, der wirklich selten besser war. Ohenhin ein großer Schauspieler, doch so impulsiv, explosiv und unfassbar hingebungsvoll ist er wohl noch nicht aufgetretten. Der pure Wahnsinn.

"The Master" erfordert einiges, gibt dafür noch mehr zurück. Ein Kunstwerk von einem Künstler, das bei wiederholter Sichtung eigentlich nur besser werden kann.

33 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 10 Antworten

vanilla

Antwort löschen

unfassbar gut geschrieben Jackson;-)


JackoXL

Antwort löschen

Vielen Dank. :-)


Flibbo: Wie ist der Film?

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

[...] Die ungekünstelten 40er- und 50er-Jahre-Sets lassen dem Ensemble stets die ganze Aufmerksamkeit. Das ist unspektakulär, aber die richtige Entscheidung. „The Master“ ist subtil, wie wohl auch die Vorgehensweise diverser Glaubensgemeinschaften, die sich als Kult beziehungsweise Sekte entpuppten, doch handelt es sich keineswegs um einen Sektenfilm, sondern um die unvoreingenommene Studie einer verlorenen Seele. Mindestens einer. Bestimmt kein Film, den man sich öfter ansehen will, aber während er läuft, weiß er nebst kleinen Durststrecken in seiner geheimnisvollen Langsamkeit durchaus zu bannen. Man muss sich allerdings damit anfreunden, dass in „The Master“ der Weg das Ziel ist.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Movienerd: Movienerd.de Movienerd: Movienerd.de

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Um The Master zu begreifen, muss man ihn wohl eher als etwas, das unbegreiflich bleibt, begreifen. Ein Labyrinth aus Zeichen, deren Bedeutung stellenweise nur deshalb so nahe liegt, damit man umso heftiger in die Irre geht. Aus all den aufgesammelten Bruchstücken lässt sich zumindest kein kohärentes Gesamtbild zusammenfügen. Wer es trotzdem tut, der hat zwar immer noch ein schön ausgestattetes Ensembledrama vor sich, aber auch die zum Himmel schreiende, mitunter äußerst amüsante Absurdität des ganzen Unterfangens übersehen.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Beeblebrox: dasfilmfeuilleton.de

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

[...] Wo Daniel Day-Lewis am Ende von 'There will be Blood' mit einem knappen I'm finished das unfassbare Epos zum gewaltigen Schluss bringt, entlässt 'The Master' mit offenen Gedanken. Obwohl vorab Moralvorstellungen dekonstruiert, Exkurse in die menschliche Natur unternommen und gesellschaftliche Aspekte des Lebens aufgedeckt wurden, beschäftigt Paul Thomas Andersons Kunstwerk weit über seine Laufzeit hinaus – sowohl inhaltlich als auch durch die formal beispiellose Gestaltung. Dadurch erreicht das Opus eine durchdringende Wucht, die sich – dem belebten Wellengang ähnlich – genauso befremdlich wie faszinierend auswirkt: Pulsierend.

Kritik im Original 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Filmering: Filmering.at

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

The Master ist ein beeindruckender und ambitionierter Film, der mit einigen Erwartungen bricht und sich auch seine Geheimnisse und Mysterien bewahrt. Paul Thomas Anderson hat einen kryptischen und monolithischen Film erschaffen, der sich förmlich in seinen Figuren verbeisst und dabei ein spannendes Seherlebnis bietet. Besonders die beiden Hauptdarsteller des Films sind atemberaubend, aber auch seine audiovisuelle Ebene ist schlicht aufsaugend. Wer sich aber von Anderson einen zweiten There Will Be Blood erhofft, könnte etwas enttäuscht werden, da The Master letzten Endes nicht über dessen unübersehbare Größe und Perfektion verfügt. Doch davon sollte man sich nicht abbringen lassen: The Master ist ein höchst eindrucksvoller und ambitionierter Film, der ein etwas anderes Seherlebnis bietet, als man es gewohnt ist.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

_Garfield: Blogbusters

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

Sperrig, zermürmend und auch ein bisschen anstrengend. Und doch scheint es so, als müsse ein Film zu diesem Thema genau so aussehen. Nächstes mal aber bitte wieder mehr für's Herz.

8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

Punsha

Antwort löschen

Ja, aber für einen Fanboy nicht doll genug. :( Aber zugegeben: Umso sperriger die Leute ihn machen, desto geiler werd ich auf ihn.


_Garfield

Antwort löschen

Also ich hätte keinen Film zu diesem Thema gebraucht. Umso höher rechne ich es P.T. an, dass er mich dennoch nicht im Regen hat stehen lassen.


Diedrich Diederichsen: taz Diedrich Diederichsen: taz

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Man hat von Beginn an das Gefühl, ein zuverlässig gewartetes, perfekt organisiertes ästhetisches Universum betreten zu haben, in dem an alles gedacht und alles geregelt ist, und zwar durch sehr spezifische Regeln.

Vollständige Kritik: http://www.taz.de/Kinostart-von-The-Master-/!111371/

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel Jan Schulz-Ojala: der Tagesspiegel

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Manchmal legt sich dieses Duell etwas matt in die Länge der fast zweieinhalb Stunden des Films, um dann wieder zu packen über eine Nebenfährte, ein unerhört trauriges oder auch flirrend frohes Ereignis. Und plötzlich reißt der prächtige 70-Millimeter-Horizont der Leinwand auf für eine Minute der wahren Empfindung, ganz gegen die monomanischen Monologe des Meisters, die sich als Dialoge tarnen.

Vollständige Kritik: http://www.tagesspiegel.de/kultur/the-master-ein-gott-namens-dodd/7807876.html

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

I.Reicher: der Standard I.Reicher: der Standard

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Rund um eine schicksalhafte Begegnung entwirft Paul Thomas Anderson in "The Master" ein Zeitbild der USA in den Fifties. Großes Kino mit Joaquin Phoenix und Philip Seymour Hoffman.

Vollständige Kritik: http://derstandard.at/1361240615837/Das-Ruestzeug-fuer-die-kommenden-Jahre

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Christoph Huber: Die Presse Christoph Huber: Die Presse

Kommentar löschen
4.0Uninteressant

Trotz satirischer Ansätze und gelungener Momente [...] werden einem Bedeutungsschwere und Kunstwille um die Ohren geschlagen, ohne den Anspruch wirklich einzulösen: Selbst im eigentlichen Kern – eine Liebesgeschichte der beiden ungleichen Männer – regiert Leerlauf.

Vollständige Kritik: http://diepresse.com/home/kultur/film/filmkritik/1346675/Sektenfilm-The-Master_Auf-Sand-gebaut?_vl_backlink=/home/kultur/film/index.do

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Andreas Borcholte: Spiegel Online Andreas Borcholte: Spiegel Online

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Vielleicht liegt im schieren Größenwahn und mutwillig Verkünstelten dieses Films, in seiner Uneindeutigkeit und dem Vertrauen auf die Schauspielkunst seiner beiden Hauptdarsteller aber auch genau das, was Anderson selbst zu einem Meister macht, dessen siebtes Werk man nach angemessener Zeit und Rückschau vielleicht in einem Atemzug mit "Citizen Kane" nennen darf.

Vollständige Kritik: http://www.spiegel.de/kultur/kino/film-rezension-the-master-sektenfuehrer-drama-von-p-t-anderson-a-884386.html

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

kobbi88: Die Drei Muscheln

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Hervorragendes Darstellerkino, grandiose Bilder, unheimlich intensive musikalische Untermalung. Oder Übermalung? Es passt zumindest alles perfekt zusammen.
Bis vor ein paar Stunden war ich ja noch der Meinung, dass Daniel Day-Lewis am Sonntag den Oscar einsacken würde. Doch jetzt wünsche ich mir nur noch, dass es Joaquin Phoenix ist. Mimik, Gestik, Sprache – einfach perfekt. Und das sage ich, obwohl ich Phoenix bisher nicht wirklich gemocht habe. Und eigentlich mag ich ihn immer noch nicht, immerhin spielt er hier einen ständig saufenden, extrem reizbaren Arsch. Aber dieser Arsch ist einfach so genial, dass es einfach belohnt werden muss
Auf der anderen Seite haben wir Philip Seymour Hoffman als Meister Lancaster Dott. Und was soll ich sagen: er hat wirklich etwas unheimlich anziehendes an sich. Man hängt förmlich an seinen Lippen. Er bringt so viele Facetten in sein Spiel, man kann sie gar nicht alle aufzählen. Und ich bin mir sicher, wenn Hoffman eine Sekte gründen würde, ich wäre einer seiner ersten Jünger.
Amy Adams als Lancaster Dotts Ehefrau Peggy bleibt sehr im Hintergrund. Und doch ist sie irgendwie das Hirn der Sekte, sie trägt die eigentliche Idee dahinter. Dieser Drahtseilakt gelingt ihr hervorragend. Um ehrlich zu sein, habe ich Frau Adams noch nie so gut gesehen wie in diesem Film. Und auch der übrige Cast ist eigentlich richtig gut. Ich bin noch immer begeistert, was PTA aus Rami Malek, den ich nur als Pharao in „Nachts im Museum“ kenne, herausholt. Laura Dern war vielleicht etwas zu überdreht, aber gut, vielleicht sind Anhänger solcher Sekten einfach so.
Die Musik und die Geräusche harmonieren wie schon zum Beispiel bei „There Will Be Blood“ perfekt miteinander, unterstützen die Gefühle, die der Film in den verschiedenen Phasen in mir erzeugt hat, haben stellenweise fast schon hypnotische Wirkung. Und allgemein kann man den Soundtrack sowieso wohl als meisterhaft einschätzen.
Tja, und dann ist da noch die Story. Die Geschichte. Oder die Geschichten. Da gibt es die Geschichte des Freddie Quell, der traumatisiert aus dem Krieg nach Hause kommt und sein Leben nicht mehr auf die Reihe bekommt. Der säuft und herumvögelt. Da haben wir eine junge, noch kleine Sekte, die sich mit allerlei Problemen herumschlagen muss und dabei nicht nur negativ dargestellt wird. Und da gibt es die Beziehung von Lancaster Dott zu seinem „Ziehsohn“ Freddie.
Aber letztlich geht es in „The Master“ immer um Orientierung. Um Identität. Wer bin ich? Wer war ich? Wer werde ich sein? Und was tue ich dafür? Freddie, auf der Suche zu sich selbst. Peggy Dott, als für mich Kopf hinter der Sekte, will ihre Überzeugungen durch „The Cause“ auch anderen vermitteln. Und Lancaster Dott? Ja, was will der eigentlich? Vielleicht einfach nur im Mittelpunkt stehen, einfach nur reden, erzählen und
Manchmal kommt die Geschichte ein bisschen zu sperrig daher, vor allem findet man nicht immer sofort Zugang zu den Szenen. Vielleicht auch, weil ich mich nur sehr schwer mit einer Figur aus dem Film identifizieren konnte.
Aber trotzdem hat dieser Film etwas Faszinierendes, sodass man leicht über kleinere

Unter dem Strich ist Paul Thomas Anderson mit „The Master“ wieder ein hervorragender Film gelungen mit ausgezeichneten Darstellern und grandioser Musik (achja: Danke, Jonny Greenwood). Ein Film, der einem, je länger man über dessen Inhalt nachdenkt und je öfter man ihn sieht, immer wieder neue Ansätze, Denkanstöße und Interpretationen liefert.

9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 9 Antworten

kobbi88

Antwort löschen

Da sagst was. Ist bei uns im Cinestar angekündigt worden, aber dann: Fehlanzeige (Das Filmplakat hängt immer noch im Schaufenster). Und auch das andere Kino, das sonst für die etwas massenuntauglicheren Filme zuständig ist, hat es nur groß angekündigt. Aber zum Glück gibts bei uns ein kleines, feines Kino von einem Filmförderverein. Auf die Leute dort ist dann doch meistens Verlass.


The Freewheelin Fonda

Antwort löschen

Ich müsste selbst eigentlich viel öfters in kleinere Kinos gehen anstatt in die großen teuren Blockbusterkinos. Finde bei kleineren Kinos die ganze Atmosphäre schon sehr viel besser und auch das Personal ist da meistens klasse!
@MaxN91 Werd ich machen, danke ging mir auch schon bei einigen Filmen so die ich erst beim zweiten Mal im OTon gesehen habe, die dann um Längen besser wurden!


goodspeed: ANIch / UFA Fiction / OLOsBLOG

Kommentar löschen
6.0Ganz gut

Es gibt so viele Ansätze, diesen Film schön zu reden, aufs Podest zu stellen. Wahrlich. Aber so euphorisch mein Verstand bereits anfing mit Schachtelsätzen um sich zu werfen, mein Körper verschloss sich ganz und gar. Dieses streng formatierte, frigide Vakuum über Charaktere, in einem Leben danach, von symbolträchtigen Bildern umrahmt zu einem frei interpretierbaren Kontext (Scientology ja, nein, ich mag Toast?) verschmolzen. Nein, bei aller Liebe, nein. So einfach mache ich es Paul Thomas Anderson nicht. Und das schmerzt besonders. Schade um die in Mark und Bein gehenden schauspielerischen Leistungen. The Master wird auf meinem Anderson-Schrein keinen Platz finden. Nur eine Trauerkerze... klein und fahl.

9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Sonse

Antwort löschen

"Nein, bei aller Liebe, nein" war auch mein Fazit. Volle Zustimmung. Leider.


Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung

Kommentar löschen
6.5Ganz gut

In Sachen Bildstärke steht auch The Master Andersons früheren Großtaten sicherlich in nichts nach. Eine ähnliche Wucht will diese introvertierte Erforschung von Macht und Manipulation letztlich allerdings nicht entwickeln. Eher wird man durch einen seltsamen Sog in diesen Film gezogen, an dem sich trotz einiger Schwächen einiges uneingeschränkt bewundern lässt.

Kritik im Original: http://www.fluter.de/de/119/thema/11372/

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

V. Robrahn: Filmszene.de V. Robrahn: Filmszene.de

Kommentar löschen
5.5Geht so

Bemerkenswert und ziemlich einzigartig ist The Master auf jeden Fall und eventuell wird man ihm erst später und mit einigem Abstand den Stempel 'Meisterwerk' verpassen. Wir bleiben dagegen heute und hier erst mal ein wenig ratlos zurück. Ratlos und erschöpft.

Kritik im Original: http://www.filmszene.de/filme/the-master

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Michael Meyns: programmkino.de Michael Meyns: programmkino.de

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Ein bemerkenswerter Film ist „The Master“ ohne Frage, ob man ihn schätzt oder banal findet hängt wohl in erster Linie davon ab, wie man selbst die losen Versatztücke, die Anderson auf Hochglanz inszeniert hat, zusammensetzt und mit Bedeutung füllt.

Kritik im Original: http://www.programmkino.de/cms/links.php?id=2020

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Andreas Fischer: Radio Köln Andreas Fischer: Radio Köln

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Obwohl die Figur Lancaster Dodd lose an den Scientology-Gründer L. Ron Hubbard angelehnt ist, hat The Master wenig mit historischen Begebenheiten bei Scientology zu tun. Aber der Film funktioniert eben auch ohne den klaren historischen Verweis bestens - und ist ziemlich modern. [...] The Master ist ein universelles Lehrstück über die Macht der Verführung.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kai Mihm: epd Film Kai Mihm: epd Film

Kommentar löschen
6.5Ganz gut

Man kann The Master in vielerlei Hinsicht bewundern, sich von der hochkonzentrierten Inszenierung, den Bildern im atemberaubenden 65-Millimeter-Format und überhaupt faszinieren lassen – in jeder Hinsicht ist dieser Film 'meisterhaft' gemacht und für intellektuelle Reflexionen eine Spielweise sondergleichen. Zu berühren aber vermag er einen nicht.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Alle Kritiken (40)


Kommentare (141) — Film: The Master


Sortierung

TheNumber

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Unmittelbar nach dem Film war ich nicht ganz überzeugt, auch weil ich den Film nicht wirklich verstanden habe. Nach einigem Lesen und Nachdenken über den Film sind mir dann aber einige Sachen klarer geworden, sodass ich ihn insgesamt doch sehenswert finde. Die erste Hälfte ist deutlich besser, weil packender und intensiver, die zweite Hälfte zieht sich etwas. Man könnte sagen, der Film verschießt sein Pulver zu früh, denn das wirkliche Highlight ist die unfassbar intensive Auditing Szene zwischen den generell wunderbar aufspielenden Hoffman und Phoenix. PTA zeigt u.a., wie und warum Leute in Sekten abrutschen; viele sagen, es wär der Film über die Entstehung von Scientology, das stimmt so glaub ich nicht, aber man kann einige Parallelen zwischen dem Film und Scientology erkennen. Der Film, der übrigens eine wieder mal gute Amy Adams in einer Nebenrolle bietet, ist nicht einfach zu gucken und kann auch danach nicht direkt abgestempelt werden. Insgesamt kriegt er eine Empfehlung von mir

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Spielberg_Fan

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Das die Filme von Regisseur Paul Thomas Anderson sperrig sind, aber dennoch wirklich sehenswert, ist kein Geheimnis. Und so verhält es sich auch mit „The Master“. Die Geschichte über einen aggressiven und alkoholkranken Herumtreiber, der durch Zufall auf einen Sektengründer trifft, der ihn dann zu seiner rechten Hand macht, ist ruhig und langatmig erzählt. Trotz dem fehlenden flüssigen Ablauf des Films, hat der Streifen etwas Sehenswertes. Vor allem die beiden Hauptdarsteller Philip Seymour Hoffman und Joaquín Phoenix spielen sich immer wieder den Ball zu und überzeugen mit einer grandiosen Performance. Anderson’s Regiearbeit ist natürlich auch wieder positiv hervorzuheben. Gedreht auf 65mm Filmmaterial, fängt Anderson mit seiner Inszenierung wundervolle Bilder ein, die so ausdrucksstark sind, dass in dem Film eigentlich kein einziges Wort fallen müsste.

Regisseur Anderson hat mit seinem „The Master“ mal wieder anspruchvolles und mainstreamfeindliches Kino geschaffen, das schauspielerisch und visuell echt klasse gerade ist und sich dem Thema Sekte auf interessante Art und Weise nährt. Dass sich Anderson mit seinem Drehbuch vielleicht doch ein wenig über Scientology lustig machen wollte bzw. das Problem Sekte schon ernst seinem Publikum aufzeigen wollte, ist nicht von der Hand zu weisen.

bedenklich? 12 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

bonjovi84

Kommentar löschen
Bewertung4.0Uninteressant

einfach nicht mein ding diese drama-verfilmungen... ich kann mit dem film und der Story nix anfangen. einfach nur öde. ohne ziel dümpelt die Story vor mir her. ich weiß nicht wohin die Story sich entwickelt. die sektenähnliche gruppe langweilt mich zu tode. die Story ist eben nicht die meine, obwohl ich von phoenix und Hoffman viel halte und ihnen hier nur ein lob aussprechen kann, gibt der filmverlauf einfach nix her... ohne die zwei tollen Darsteller, wären die 4 punkte sogar überbewertet.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

KAbitz

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Und wieder einmal kombiniert Anderson herausragende Charaktere mit ausgeführten Metaphern zum Abgrund der menschlichen Psyche und Existenz. Macht nicht jeder seine Weltansicht von einem "Master" abhängig? An was klammert man sich, wenn alles zerbricht? Absurde Aufklärung vom "Master" Anderson.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Sufu

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

O Daddy where art thou?
Seit er weg is' kann er nur noch Dada, ich bin mir nicht so sicher.
Es flirtet ein feister Seymour mit improvisiertem Buddha um statt mit dickem Prügel zu winken, ein Versprechen brechen: Sie alle, die verlorenen Kinder in seine große, warme Karmöse aufzunehmen.
Doch der Sauerstoff geht schnell aus unter einer Decke und so droht die Erstickungsgefahr! Vater bleibt Fata Morgana und die Träumata per Post bleiben auch aus. Lediglich Erinnerungen an Fetzen pietistischer Halluzinationsstifter lassen das arme Kind am Ende nicht kreis- dafür immerhin mehr oder weniger kreischlos glücklich erschlaffen.
Ein Hoch auf kostenlos Verarbeitete (?) + undeutliche Aufarbeitungskosten !

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Mr. Pink

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Meisterhaft.

bedenklich? 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

keskushermoston.pesakekovettumatauti

Kommentar löschen
Bewertung5.0Geht so

The Master

Filmdrama. Scientologyparabel. Zweimannstück. Underacting vs. (beinahe) Overacting. Arthouse. Paul Thomas Anderson.

Ein Rumtreiber, der nach dem Krieg kein Zuhause findet und sich im Alkohol ertränkt, trifft zufällig auf einen charismatischen Mann gesetzten Alters. Es entsteht eine Mischung aus Angesteller/Vorgesetzter, Freund/Freund, Feind/Feind, Naivität/Manipulation und latenter Homosexualität.

Der Film baut also auf diesen beiden Charakteren und ihrem Verhältnis zueinander. Der Rest steht daneben und gibt hier und da Kommentare ab. Am Ende löst sich die Freundschaft auf und wird ins nächste Leben vertagt, dort aber unter Umständen als Feindschaft reinkarniert.

Der Film ist vor allem eines: anstrengend. Richtig, richtig, richtig, richtig, richtig, richtig, richtig, richtig [...] richtig, richtig anstrengend. Grandiose Szenen wechseln mit statischer Kamera, wenigen Worten und einem Verweigern der Weiterentwicklung der Geschichte. So positiv ich den Film sehen will - es ist ja schließlich ein Paul Thomas Anderson - so wenig habe ich Zugang zu ihm gefunden. Handwerklich ist das alles wirklich mehr als solide, insbesondere dank der beiden grandiosen Hauptdarsteller. Aber Paul Thomas Anderson mutet mir in den 137 Minuten einfach zu viel zu. Das ist vllt. toll für das Feuilleton, das sich ja teilweise überschlägt mit Lobeshymnen, aber auch ich möchte wenigstens ein kleines wenig an Unterhaltung. Dem hat sich der Film beinahe komplett verschlossen. So bleibt am Ende ein irgendwie zähes, steriles, so ganz und gar nicht berührendes Werk, das so viel mehr hätte sein können.

Handwerklich, wie gesagt, mehr als solide und zwei grandiose Hauptdarsteller reichen für

5/10

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

TomThurau

Antwort löschen

Auf den Punkt.


uncut123

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

der film ist ! aber auch ?
genauso wie mein kommentar...g

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Zak

Antwort löschen

§$@@@~~µµ! sag ich dazu nur


Shentenza

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

The Master ist ein Film, der nicht dem breiten Publikum gefällt und ich kann auch die Gründe nachvollziehen wieso. Ich fand ihn aber trotzdem ganz gut und das lag in erster Linie natürlich an die beiden hervorragenden Haupt-Protagonisten.

PSH und Phoenix spielen hier beide sehr briliant in ihren jeweils sehr unterschiedlichen Rollen. Gerade PSH als Anführer einer Sekte ist fantastisch. Sein Charisma und auch seine Stimme macht hier sehr viel aus und zeigt wie großartig er doch war. Aber auch Joaquin Phoenix weiß zu überzeugen als ehemaliger Kriegsveteran mit all seinen psychischen Problemen.

Die Story selber ist auf dem ersten Blick nicht mit sehr viel Spannung besetzt, auf dem zweiten Blick aber merkt man, wie intensiv die Geschichte rund um Phoenix, der Sekte und PSH ist.

Die Kritik an die Art und Weise der Sekte ist hier nicht mit einem Presslufthammer, sondern sehr subtil enthalten. Und wenn man nicht genau drauf achtet kann man sogar meinen, es gäbe überhaupt keine Kritik. Doch gerade in Szenen, in denen Phoenix bearbeitet wird und immer mehr in den Sog der Sekte gezogen wird, merkt man eigentlich wie grausam das Ganze eigentlich ist. Wie hier mit der Psyche des Menschen gespielt wird um sie so zu formen wie man es gerne hätte.

The Master ist kein Meisterwerk von Anderson, trotzdem ein starker Film, der sehr über seine beiden Hauptdarsteller kommt und seiner subtilen Kritik.

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

kobbi88

Antwort löschen

Nicht zu vergessen Amy Adams! Fantastisch, die Frau. Gehört zum Besten, was wir aktuell haben!


Shentenza

Antwort löschen

Schande über mein Haupt, wie konnte ich sie nur vergessen! Aber du hast da natürlich Recht, ganz tolle Schauspielerin.


Peter Hofbauer

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Film war durchaus sehenswert, hervorragende Schauspielperformances von Phoenix und Hoffman, aber dennoch konnte mich der Film nicht wirklich packen. Hätte erheblich Sektenkritischer sein dürfen....naja....Boogie Nights und Magnolia bleiben Andersons bislang unerreichte Meisterwerke!!!!

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Baumkopf Holzfaust

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Es bedarf durchaus Mut und Durchhaltevermögen, sich diesen Film anzusehen. Vor allem dann, wenn man noch nie etwas von einem Herrn Hubbard gehört hat, dessen Name aus diesem Film tunlichst heraus gehalten wurde.
Hoffmann/Phoenix sind jedenfalls auf einem schauspieleirischem Niveau angelangt, das den einstigen Giganten wie Grant, Lancaster und Burton genüge tut.

Er hat seine Strecken aber als Kontrastprogramm zum CGI-Overkill ist das wirklich mal erfrischend.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

off.jonas

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein hoch auf das 70mm Format!
Für Fans von Joaquin Phoenix und Philip Seymour Hoffman ein muss. Selten eine so passende Musikalische Untermalung erlebt. Glaubwürdig, mitreißend und keine Minute langweilig. Dennoch hätte man meiner Meinung nach mehr in die Tiefe der einzelnen Charaktere gehen können. Dies wäre aber auch schon mein einziger Kritikpunkt der mir zu The Master einfällt. Alles in allem ein sehenswerter Film mit hoher Schauspielkunst aber leider auch dem fehlenden gewissen etwas.
Für mich acht von zehn möglichen Punkten.

Dies ist meine erster Kommentar hier auf Moviepilot, bitte verzeiht mir die fehlende Erfahrung. Übung macht ja bekanntlich den Meister.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Markbln

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Während der ersten Hälfte des Films dachte ich ein paar mal: ok, schön, aber komm auf den Punkt. Doch je mehr Minuten verstrichen, umso mehr hat mich Regisseur Anderson gekriegt. Ähnlich wie sein hypnotisierender Menschenverführer Lancaster Dodd sog mich der Film immer tiefer in sich hinein. Fast wie in einer Wagner-Oper.
A propos Komponisten: die impressionistische Musik in THE MASTER ist schlichtweg brillant. Selten habe ich innere Spannung so kongenial in Musik umgesetzt gehört wie hier. Kein konventioneller Orchesterbrei, sondern sensibel auskomponierte Töne, die den Seelenzustand der Protagonisten vorzüglich nachempfinden.
Die Kamera ist exzellent, visuell ist das das Schönste, was ich 2013 gesehen habe, weil es nicht nur schön ist, sondern selbstbewusst und stark, die Aussage hinter den Bildern ist voller Kraft und trotzdem sehr subtil. Das hier angewandte 70mm-Format, in dem schon Lawrence of Arabia oder 2001- Odyssee im Weltraum gedreht wurden, ist spektakulär. Wenn 2013 ein Film das Attribut "virtuos" verdient hat, dann war es dieser hier.

Was mich anfangs wie viele Zuschauer irritierte, war die sehr unkonventionelle Erzählweise, die sich jeglichen Regeln entzieht. Wenn der Film eine Schwachstelle hat, dann ist sie im Skript zu suchen. Wer Probleme mit Langsamkeit hat oder der Weigerung sich steigernder Dramaturgie, sollte die Finger von diesem Werk lassen. Trotz der scheinenden Langatmigkeit und Ausbleiben von Höhepunkten ist Anderson unglaublich souverän in seiner Inszenierung. Szenen fügt er eher lose zusammen. Das stört mich jedoch mit zunehmender Länge erstaunlicherweise immer weniger. Im Gegenteil: genau das macht THE MASTER letztlich unglaublich stark. Die Wüstenszene gegen Ende fand ich so schlicht wie genial.
Das Schauspiel-Ensemble ist erlesen und bringt eine extrem stimmige Atmosphäre zustande. Die Höhepunkte sind natürlich die Wortduelle zwischen Philip Seymor Hoffman und Joaquin Phoenix. Letzteren finde ich als orientierungslosen Kriegs-Veteran Freddie Quell schlichtweg atemberaubend. Ich habe ihn trotz einiger sehr dick aufgetragener Momente nie besser gesehen (nein, auch nicht als Johnny Cash). Hier verschwimmen fast die Grenzen zwischen Spiel und Realität. Unglaublich und atemberaubend intensiv. Gut, dass er beim nächsten Anderson-Projekt wieder die Hauptrolle bekommt. Die erste Verfilmung eines Thomas Pynchon-Romans wird hoffentlich genauso die Erwartungen widerlegen wie THE MASTER.
Ich finde es richtig, dass hier nicht der von einem Teil der Presse prognostizierte Film über Scientology entstanden ist. Das wäre sehr öde, jeder kennt die Machenschaften dieser umstrittenenen Geschäftemacher. Der Kampf und die sich verändernde Beziehung zwischen zwei Männern, zwischen Anführer und Ziehsohn in den hier gezeigten fast kammerspielartigen Szenen sind viel aufregender. Einen klaren Vorteil beim Zusehen haben jedoch Cineasten, die auch mal ins Theater gehen.
Das Erstaunliche an dem Film ist, dass man zwar schon dramatischere und tiefergehende Bezieungsgeschichten im Kino erlebt hat. Aber der Nachhall war selten so beeindruckend.

Paul Thomas Anderson hat einen anspruchsvollen und eigenwilligen Film gedreht, der Disziplin und Konzentration verlangt. Mich hat der Film sehr überrascht. Inszenatorisch und formal ist er eines der wenigen Highlights des vergangenenen Jahres. Anderson wird immer besser und zählt nach THE MASTER endgültig zu den stärksten Regisseuren der Gegenwart.

bedenklich? 28 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Markbln

Antwort löschen

Ich verzeihe dir, weil du weißt, dass es nicht stimmt.


brainchild

Antwort löschen

Toller Kommentar! Findest du The Master echt besser als There Will Be Blood?


Dachsman

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich.
- Erich Kästner

bedenklich? 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Bollundus

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Phoenix und Hoffman brillieren.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

kasten-pils

Kommentar löschen
Bewertung5.0Geht so

Was war das denn (in den letzten gut zwei Stunden)!?!
The Master ist einfach nur stinklangweilig und am Ende weiß man gar nicht so genau was der Film einem nun vermitteln, bzw. sagen wollte.
Einzig die Leistung von Phoenix und Hoffmann retten den Film noch irgendwie über die Ziellinie.
Die positiven Bewertungen kann ich in keinster Weise nachvollziehen...

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kaleidoskopklimpern

Kommentar löschen
Bewertung0.0Hassfilm

Dass ich einem Film so wenig abgewinnen kann, dass die Langeweile schon wieder zu Aggression wird, kommt wirklich nur ganz selten vor. Absolut antidramaturgische zwei Stunden, was an sich nicht schlecht sein müsste, wenn es irgendeine Form von künstlerischem Gehalt gäbe. Bei so einem blutleeren Drehbuch kann auch ein Seymour-Hofmann nichts mehr retten.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

norkes

Kommentar löschen
Bewertung4.5Uninteressant

Sehr anstrengend, unübersichtlich und lang gezogen ... Falls das Midleiden des Zuschauers zur Absicht gehört, dann hat der Film gewirkt. Sehenswert nur wenn man auf Filme mit sehr spezielle Betrachtungsweise steht.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

ursusmajor

Kommentar löschen
Bewertung1.0Ärgerlich

Warum fand ich diesen Streifen so schlecht? Lag es an der Story, die nichts zu bieten hatte, lag es an der Musike, deren plärrendes Getacker mich an pseudohippe Heinis im karierten Pullover im Keller von Kraftwerk erinnerte, war es das hamplige Spiel Hrn. Phoenix, dessen schiefe Nuschelgusche mich ständig erschreckte und dessen krumme Rückenhaltung mich mehrmals ausriefen liess " Steh gerade Du Pfeife!", war es die Figur, die Hr. Phoenix verkörperte, die mir nach 3 Minuten unsymphatisch war und deren Verderben ich mir schnell wünschte, waren es die plötzlichen Einstellungswechsel nach langweiligen Szenen, die so wirkten, als ob der Regisseur meinte, es sei besonders künstlerisch, zumal der ganze Film so impressierte? Bestimmt alles zusammen.

bedenklich? 3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Tampopo

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Grandioses Schauspiel in einem Film der mich zum Nachdenken anregte und mir somit einige fremde Gedanken näher brachte...

wie sich zB jemand fühlt dem die Traumhochzeit versprochen wurde, der letzte gemeinsame Moment dann aber der Fick in nem dreckigen Hinterhof ist

oder wie man sich fühlt wenn man völlig besoffen seinen Strand-Wheinachtsurlaub Last-Minute bucht und dann mit absolutem Brummschädel und ohne jegliche Erinnerung, in Shorts und "I´m gonna make you sweat-Shirt" in Kitzbühel aufwacht

und wie ich mich nochmal fühle wenn ich mich brutalst auf nen Cuba Libre freue und dann sehe das sie den mit weißem Rum machen

Gut, nach dem Film habe ich nicht wie beim falsch gemixten Cuba-Libre hemmungslos zu weinen angefangen aber... die Leere und Traurigkeit die Nichterfüllung freudiger Erwartungen betreffend war absolut identisch!

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Fans dieses Films mögen auch