The Master

The Master (2012), US Laufzeit 138 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 21.02.2013


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7.3
Kritiker
54 Bewertungen
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6.8
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von Paul Thomas Anderson, mit Joaquin Phoenix und Philip Seymour Hoffman

In The Master von P.T. Anderson (There Will Be Blood) verführt Philip Seymour Hoffman als Scientology-ähnlicher Sektengründer den Kriegsheimkehrer Joaquin Phoenix.

Das (ruhmlose) Ende des Zweiten Weltkrieges nach dem Abwurf der Atombombe über Japan riss ein tiefes Loch in das Selbstverständnis der US-amerikanischen Bevölkerung und lieferte den Nährboden für Heilsversprechungen aller Art. The Master wirft ein Schlaglicht auf einen besonders erfolgreichen Vertreter einer religiös ausgerichteten Bewegung, die sich The Cause nennt. Lancaster Dodd (Philip Seymour Hoffman) besitzt Charisma und Intellekt, die perfekten Voraussetzungen, um zu Beginn der 1950er Jahre Anhänger seines Wertesystems hinter sich zu scharen. Unterstützung findet er nicht zuletzt durch seine hingebungsvolle Frau Mary Sue (Amy Adams). Eines Tages trifft Lancaster Dodd auf den Kriegsveteran, Tunichtgut und Herumtreiber Freddie Quell (Joaquin Phoenix), erkennt sein Potential und nimmt ihn unter seine Fittiche. Es ist der Beginn einer intensiven Freundschaft, die immer wieder von den Dämonen Freddies überschattet wird. Nach anfänglicher Bewunderung bekommt Freddie immer größere Zweifel, ob The Master der Richtige ist, um an ihm seinen inneren Kompass auszurichten.

Hintergrund & Infos zu The Master
The Master ist Andersons filmische Antwort auf das fragwürdige Phänomen Scientology und dessen Gründer L. Ron Hubbard. Wie Lancaster Dodd gründete er seine Bewegung im Nachkriegsamerika, nachdem er eine Erleuchtung auf See hatte. Erste Bilder zu The Master wurden im Frühjahr 2012 bei den Filmfestspielen in Cannes von dem Verleiher The Weinstein Company präsentiert.
Sehr unüblich für ein Drama wird The Master auf 65mm Filmmaterial gedreht, statt des üblichen 35mm Kleinbildfilmes oder seiner digitalen Pendants. Mit gerade einer guten Handvoll Filme (The Master stellt erst seinen sechsten Film dar) hat sich Paul Thomas Anderson bereits einen respektablen Ruf als Filmemacher erarbeitet. Nach seinem Oscar-prämierten There Will Be Blood (Bester Hauptdarsteller für Daniel Day-Lewis und Beste Kamera für Robert Elswit) wurde das Nachfolgewerk The Master mit einer großen Erwartungshaltung antizipiert. Mit Ausnahme von There Will Be Blood hat The Master Philip Seymor Hoffman bereits in jedem Film Andersons mitgespielt, angefangen beim Debüt Last Exit Reno in einer unbenannten Nebenrolle.
Wie so oft bei großen Produktionen war auch bei The Master für die zweite Hauptrolle zunächst ein anderer Star im Gespräch. So sollte Jeremy Renner die Rolle des Zöglings übernehmen, bevor er durch Joaquin Phoenix ersetzt wurde, der nach der Mockumentary I’m Still Here mit The Master den endgültigen Beweis für den Rücktritt vom Rücktritt aus dem Filmgeschäft vorlegte. (EM)

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Cast & Crew

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Kommentare (152) — Film: The Master


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GeorgH

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Bewertung5.0Geht so

Dieser Film hat meiner Meinung nach mehrere Defizite. Das größte Defizit ist, dass er es nicht schafft, eine interessante Geschichte zu erzählen. Es bleibt weitgehend beim Aneinanderreihen von Szenen, die oft keinen Einfluss auf den weiteren Verlauf des Films haben, was letztlich dazu führt, dass der Film ziemlich belanglos vor sich hin plätschert.
Der Film kann nur zwei starke Charaktere aufweisen. Die Spannung zwischen beiden hätte den Film tragen können, meiner Meinung nach ist diese Spannung leider viel zu schwach ausgeprägt. Joaquin Phoenix spielt seine Rolle sehr gut, aber leider auch sehr anstrengend. Philip Seymour Hoffman kann mich in seiner Rolle überhaupt nicht überzeugen. Die restlichen Rollen sind schwach oder schwach gespielt.
Insgesamt ist dieser Film für mich deutlich scwächer als z.B. "There will be blood".

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Frankie Dunn

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"The Master" hat seine Momente und ist ganz sicher sehenswert. Die beiden Hauptdarsteller spielen grandios, die Inszenierung ist selbiges. Inhaltlich ist mir das nicht bedeutend genug. Wie eine Sekte funktioniert und wer ihre Zielgruppe ist, sind keine neuen Fragen, sodass "The Master" kaum Antworten bietet, auf die man nicht ohne Denkanstoß von allein ebenfalls käme. Selbiges gilt für die Charakterisierung der beiden Hauptfiguren, ihrer Sexualität und der starken Frau hinter ihnen. "The Master" wirkt ein wenig wie brotlose Kunst. An der Oberfläche passiert gar nichts. Wer Filme nur oberflächlich betrachtet, kann statt "The Master" auch einer Ente beim Schwimmen zuschauen. Denkt man hingegen ein bisschen über die Figuren und ihre Gedankenwelt in den jeweiligen Szenen nach und fokussiert sich auf Details, bekommt man schon recht viel Inhalt geliefert. Am ehesten könnte man das Thema wohl als "Kunst der Verführung" bezeichnen. Bislang reichen mir Menge, Tiefe und Bedeutsamkeit der Inhalte (bislang) nicht, um den Film als das Meisterwerk anzusehen, das er sein könnte. Bei "There Will Be Blood" ging es mir bislang (2 Mal angesehen) ähnlich. "The Master" ist ein vergleichbarer Film, nur dass der Vorgänger dank seiner Atmosphäre die etwas höhere Sogwirkung hatte. In diesem Fall muss man sich noch mehr auf jede Nuance von Schauspiel und Inszenierung konzentrieren. Schon irgendwie brotlose Kunst, aber immer noch besser als kunstloses Brot.

Diese Analyse zu "The Master" ist übrigens ebenso gelungen und lesenswert wie der Film selbst:
https://www.youtube.com/watch?v=06Jg1EoXSy4

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brainchild

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Seh ich ganz genau so, deshalb sind die beiden bei mir auch nicht über 7.0 bzw. 6.5 hinausgekommen. Nur finde ich halt, dass sie mit ganz unterschiedlichen Mitteln zu einem ähnlichen Ergebnis beim Zuschauer kommen. Sind auf jedenfall beide was besonderes :)


Frankie Dunn

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:) Je mehr ich drüber nachdenke, desto ähnlicher finde ich Mittel und Inhalte. Ist schwierig sie ins Verhältnis zu anderen Filmen zu setzen, aber mit jeweils 8.0 bin ich jetzt erst einmal zufrieden.


Canis Majoris

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Bewertung9.0Herausragend

http://www.youtube.com/watch?v=8UjhDUh5IYA

Eigentlich mag ich Wagner, Bruckner und Brahms... aber manchmal darf es eben auch Chopin sein.

Bitte keine Schelte, meine Eltern hören nur DJ Ötzi...

Ergänzung:

Der Bruder von River Phoenix spielt hier absolut grandios, auch Hoffman ist grundsolide.

Amy Adams ist eher nur eine Randerscheinung hier, trotz der Eindringlichkeit ihrer Person in diesem Film. Das allerdings sollte man differenzieren, finde ich.

Phoenix hätte einen Oscar verdient gehabt, aber gegen Day-Lewis, wer kann da schon bestehen??! Rule, Britannia! - Aber nicht mich, nicht hier, nicht jetzt... durch die hervorragenden GB-Schauspieler aber kann man den Song von T. A. Arne schon ernst nehmen.

Oh nain, ich schweife ab. Hat ja nichts zu tun mit dem Film.

Klappe zu. Affe frisst Bananen.

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Moviegod

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der Film ist wirklich alles andere als leichte Kost. Aber wenn ich mir ein Werk von PT Anderson ansehe, erwarte ich das auch auf eine gewisse Art und Weise. Die Story und die Dialoge werden von grandiosen Darstellern zum Leben erweckt und hier kann man Phoenix und Seymour Hoffman nichts anderes als grandiose oscarwürdige Leistungen bestätigen. Die restlichen Darsteller bleiben allerdings ein wenig blass. Ich denke, dies ist ihren Rollen geschuldet, da das Drehbuch zum Großteil den reinen Schlagabtausch zwischen dem Master und Freddie beinhaltet. Und hier überzeugt "The Master" auf ganzer Linie. Ich werde, nein ich muss ihn mir aber noch einmal anschauen. Denn ich habe beim ersten Mal nicht alles verstanden. Doch das gebe ich bei einem Anderson Film gern zu.

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Fu-Jay

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Bewertung9.0Herausragend

The Master ist nun nach Boogie Nights und Magnolia (zwei der besten Filme die ich je gesehen habe) mein dritter Paul Thomas Anderson.
The Master hat eine unheimliche und faszinierende Schwere, die nicht zuletzt Joaquin Phoenix in seiner unberechenbaren Verkörperung eines aus dem Krieg zurückgekehrten Geisteskranken zu verdanken ist. Ich habe jedes Gespräch, jedes Dialogschnipselchen zwischen ihm und Hoffman absorbiert. Wahrhafte und perfekte Schauspielkunst wie man sie nur noch selten sieht. Kein Overacting sondern pure natürliche Leidenschaft strömt aus jede Pore des Charakters. Darüber hinaus ist The Master trotz seiner beklemmenden und irgendwie irrealen Atmosphäre und seiner Art mit explosionsartiger Wucht meisterhafte Szenen zu erzeugen so ruhig und vor allem aber eines: unglaublich schön. Diese Kameraeinstellungen, dieser Look, dieses Setdesign und diese Landschaftsbilder. Oh my lord, ich dachte diese Schönheit lässt mich erblinden weil ich solange auf das Geschehen starren musste, dass mir mein Blinzeln wie eine Sünde vorkam.
Größter Negativ-Kritikpunkt für die meisten ist wahrscheinlich diese Gewisse Unzugänglichkeit die sich für einige wie Langeweile anfühlen wird. Aber was soll ich sagen. Ich stehe auf Unzugänglichkeit, Schwere und Unbequemlichkeit bei Kunst.

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Toaster0107

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Bewertung6.5Ganz gut

Manchmal ganz interessant und mit Sicherheit auch toll gespielt. Aber dieser Film ist so unglaublich langatmig, dass das Interesse sich ganz schnell wieder legt.

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der cineast

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Bewertung6.5Ganz gut

Der Meister in THE MASTER ist Amy Adams Figur der Peggy Dodd. Sie ist der einzige Mensch in Andersons Film, der nie die Kontrolle verliert, sie ist die erkaltete Herrin ihrer Emotionen. Und sie ist es, die Freddie Quell auch vollständig unter Kontrolle hat, sie hält seinen Schwanz stets umklammert. Sie hat ihn in der Hand.

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Punsha

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Mehr.


der cineast

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Sex.


OpusEst

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Bewertung6.0Ganz gut

In manchen Momenten ist dieser Film eine glatte 10.
Immer dann wenn Phoenix und Hoffmann alleine eine Szene bestreiten.
Am Anfang auf dem Boot, wenn Hoffmann Phoenix einigen Fragen unterzieht.
In der Mitte, wenn Phoenix und Hoffmann im Gefängnis aneinander geraten.
Am Ende, wenn Phoenix sich bei Hoffmann in England gegen ein weiters Leben bei dem "Master" entscheidet.

Der Rest allerdings ist mir oftmals zu abgedreht und ohne einer Linie folgend. Deswegen sehr langatmig und nicht gerade fesselnd.

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zmpfl

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Bewertung7.5Sehenswert

Joaquin Phoenix und Philip Seymour Hoffman hier zuzuschauen ist ein Genuss.

Völlig umgehauen hat mich ausserdem der innovative Musikeinsatz: Die jazzig, atonalen(?) Akkorde sind doch mal was ganz anders und haben immensen Einfluss auf die Filmstimmung. Ausserdem fragt man sich mal wieder, warum eigentlich 95% aller Filmscores nach dem ewig gleichen OrchesterKlassikStrickmuster gebastelt werden. Das ist doch reaktionärer als Heavy Metal, Volksmusik und Country zusammen...;).

Thematik und eigentlicher Plot haben mich dagegen nur mittelprächtig unterhalten: Geistig bereits verfallener Hartcorespritti meets charismatischen Sektenguru, die sich aus verschiedenen Gründen brauchen/mögen/benutzen.
Dass die Sekte speziell Scientology als Vorbild haben soll, sehe ich nicht unbedingt. Die Problematik ist mMn nach viel umfassender (Religion, Machtstrukturen generell).
Bester Dialog: Die Auseinandersetzung des Gurus mit dem Skeptiker auf der Hypnoseveranstaltung, die nur durch Eskalation "gelöst" werden kann.

Punch-Drunk Love, Magnolia und Boogie Nights erzählen interressante Geschichten.
THE MASTER (und THERE WILL BE BLOOD) überzeugen mehr durch das WIE als durch das WAS.

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StylerVerteiler

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Bewertung6.0Ganz gut

Handwerklich Perfekt!
Besetzung und Schauspiel Perfekt!
Musik Grandios!
Aber was bringt mir das alles wenn es keinen Spaß macht diese Film zu schauen..

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heikschn

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Bewertung5.0Geht so

Paul Thomas Anderson ist ein Regisseur, der es versteht seine Filme so auszurichten, dass seine Darsteller in ihnen glänzen. Das war bei Magnolia und There will be blood so und ist auch bei The Master so. Wovon Anderson nichts versteht, ist, gute Geschichten zu erzählen und so zu inszenieren, dass das Zuschauen für das Publikum eine Freude ist. Das war bei Magnolia und There will be blood so und ist auch bei The Master so. Dementsprechend ist es hier gleichermaßen ein Fest Joaqúin Phoenix und Philip Seymour Hoffman beim Spiel zuzusehen, wie es anstrengend ist, den Film als gesamtes Werk zu sehen. Die Parallelen zum frühen Leben des Scientology-Gründers sind hier noch ein sehr interessanter Aspekt. Möglicherweise, um sich mit der Sekte nicht zu sehr anzulegen, wurde die gesamte Handlung jedoch rund um das Thema gebaut, wie ein Nach-Weltkriegs-Soldat das Erlebte verarbeitet, was weniger spannend ist.

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dannydiaz

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es ging gar nicht darum sich mit einer sekte anzuelegen es ging darum sich mit allen anzuelegen. selbst mit dem größten pyramid scheme der geschichte.
ob politiker oder guru, egal was für ein promi gerade als heilig gehypt wird und beim nächsten fehltritt skandalisiert wird.
es geht hier um ein universelles phänomen. marx diskussion sklaven herrenmoral, kant ethik alles mögliche steckt dadrin. das das zufällig auch scientology kritisert stimmt, aber es hinterfragt viel mehr essentielle mechanismen.
das der film in manchen reviews darauf reduziert wurde mag sein, aber er ist auf jeden Fall spannend. Hat ja auch die Moviepilot Community Awards 2013 als bester Film gewonnen ;)


GeorgH

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"Wovon Anderson nichts versteht, ist, gute Geschichten zu erzählen und so zu inszenieren, dass das Zuschauen für das Publikum eine Freude ist."
Das trifft es! Im übrigen ist der Film erzählerisch viel zu harmlos, um sich überhaupt mit irgendjemand oder -etwas anzulegen.


brucelee76

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Bewertung4.0Uninteressant

Hallo zusammen,

irgendwie kann ich mit The Master überhaupt nicht viel anfangen. Die persönliche Geschichte von Freddie Quell ist so was von belanglos. Wie ein irrer Sexsüchtiger Alkoholiker, der planlos nach der Suche von keine Ahnung was ist. Dann Amy Adams als eigentliche Strippenzieherin holt mal geschwind dem Master einen runter um zu zeigen wer hier die Hosen an hat. The Master selbst ist zu arg mit dem kaputten Freddie beschäftigt und selbst keine Antworten hat zu seinen konfusen Vergangenheit, Existenz-Dasein, Psychospiel, Zeitreisen-Quatsch Schmarrn. Leute entweder bin ich einfältig und dumm oder dieser hoch intellektuelle Film überfordert nur mich. Was wollte Anderson mit diesen Film bezwecken?!
Dank den Schauspielern habe ich den Film zu Ende geschaut. Allen voran Mister Hofmann, zeigt mal wieder das er für mich zu den Top 10 männlichen Darstellern aller Zeiten gehört!
Seine Leinwandpräsenz ist atemberaubend.

Mein Fazit: Ein schlechter Filmversuch über Sekten Machenschaften. Wo ein Möchtegern Hirn die Kontrolle über seine Untertanen mit Erleuchtungsbüchern erreichen möchte. Da hat er einen schweren Stand, da die Bibel, der Koran und die Thora die unangefochtene Nr.1 unter den Hirnwäsche Bestseller seit über 2000 Jahren sind :).

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TheNumber

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Bewertung7.5Sehenswert

Unmittelbar nach dem Film war ich nicht ganz überzeugt, auch weil ich den Film nicht wirklich verstanden habe. Nach einigem Lesen und Nachdenken über den Film sind mir dann aber einige Sachen klarer geworden, sodass ich ihn insgesamt doch sehenswert finde. Die erste Hälfte ist deutlich besser, weil packender und intensiver, die zweite Hälfte zieht sich etwas. Man könnte sagen, der Film verschießt sein Pulver zu früh, denn das wirkliche Highlight ist die unfassbar intensive Auditing Szene zwischen den generell wunderbar aufspielenden Hoffman und Phoenix. PTA zeigt u.a., wie und warum Leute in Sekten abrutschen; viele sagen, es wär der Film über die Entstehung von Scientology, das stimmt so glaub ich nicht, aber man kann einige Parallelen zwischen dem Film und Scientology erkennen. Der Film, der übrigens eine wieder mal gute Amy Adams in einer Nebenrolle bietet, ist nicht einfach zu gucken und kann auch danach nicht direkt abgestempelt werden. Insgesamt kriegt er eine Empfehlung von mir

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Spielberg_Fan

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Bewertung7.0Sehenswert

Das die Filme von Regisseur Paul Thomas Anderson sperrig sind, aber dennoch wirklich sehenswert, ist kein Geheimnis. Und so verhält es sich auch mit „The Master“. Die Geschichte über einen aggressiven und alkoholkranken Herumtreiber, der durch Zufall auf einen Sektengründer trifft, der ihn dann zu seiner rechten Hand macht, ist ruhig und langatmig erzählt. Trotz dem fehlenden flüssigen Ablauf des Films, hat der Streifen etwas Sehenswertes. Vor allem die beiden Hauptdarsteller Philip Seymour Hoffman und Joaquín Phoenix spielen sich immer wieder den Ball zu und überzeugen mit einer grandiosen Performance. Anderson’s Regiearbeit ist natürlich auch wieder positiv hervorzuheben. Gedreht auf 65mm Filmmaterial, fängt Anderson mit seiner Inszenierung wundervolle Bilder ein, die so ausdrucksstark sind, dass in dem Film eigentlich kein einziges Wort fallen müsste.

Regisseur Anderson hat mit seinem „The Master“ mal wieder anspruchvolles und mainstreamfeindliches Kino geschaffen, das schauspielerisch und visuell echt klasse gerade ist und sich dem Thema Sekte auf interessante Art und Weise nährt. Dass sich Anderson mit seinem Drehbuch vielleicht doch ein wenig über Scientology lustig machen wollte bzw. das Problem Sekte schon ernst seinem Publikum aufzeigen wollte, ist nicht von der Hand zu weisen.

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bonjovi84

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Bewertung4.0Uninteressant

einfach nicht mein ding diese drama-verfilmungen... ich kann mit dem film und der Story nix anfangen. einfach nur öde. ohne ziel dümpelt die Story vor mir her. ich weiß nicht wohin die Story sich entwickelt. die sektenähnliche gruppe langweilt mich zu tode. die Story ist eben nicht die meine, obwohl ich von phoenix und Hoffman viel halte und ihnen hier nur ein lob aussprechen kann, gibt der filmverlauf einfach nix her... ohne die zwei tollen Darsteller, wären die 4 punkte sogar überbewertet.

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KAbitz

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Bewertung9.0Herausragend

Und wieder einmal kombiniert Anderson herausragende Charaktere mit ausgeführten Metaphern zum Abgrund der menschlichen Psyche und Existenz. Macht nicht jeder seine Weltansicht von einem "Master" abhängig? An was klammert man sich, wenn alles zerbricht? Absurde Aufklärung vom "Master" Anderson.

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Sufu

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Bewertung6.0Ganz gut

O Daddy where art thou?
Seit er weg is' kann er nur noch Dada, ich bin mir nicht so sicher.
Es flirtet ein feister Seymour mit improvisiertem Buddha um statt mit dickem Prügel zu winken, ein Versprechen brechen: Sie alle, die verlorenen Kinder in seine große, warme Karmöse aufzunehmen.
Doch der Sauerstoff geht schnell aus unter einer Decke und so droht die Erstickungsgefahr! Vater bleibt Fata Morgana und die Träumata per Post bleiben auch aus. Lediglich Erinnerungen an Fetzen pietistischer Halluzinationsstifter lassen das arme Kind am Ende nicht kreis- dafür immerhin mehr oder weniger kreischlos glücklich erschlaffen.
Ein Hoch auf kostenlos Verarbeitete (?) + undeutliche Aufarbeitungskosten !

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Mr. Pink

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Meisterhaft.

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keskushermoston.pesakekovettumatauti

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Bewertung5.0Geht so

The Master

Filmdrama. Scientologyparabel. Zweimannstück. Underacting vs. (beinahe) Overacting. Arthouse. Paul Thomas Anderson.

Ein Rumtreiber, der nach dem Krieg kein Zuhause findet und sich im Alkohol ertränkt, trifft zufällig auf einen charismatischen Mann gesetzten Alters. Es entsteht eine Mischung aus Angesteller/Vorgesetzter, Freund/Freund, Feind/Feind, Naivität/Manipulation und latenter Homosexualität.

Der Film baut also auf diesen beiden Charakteren und ihrem Verhältnis zueinander. Der Rest steht daneben und gibt hier und da Kommentare ab. Am Ende löst sich die Freundschaft auf und wird ins nächste Leben vertagt, dort aber unter Umständen als Feindschaft reinkarniert.

Der Film ist vor allem eines: anstrengend. Richtig, richtig, richtig, richtig, richtig, richtig, richtig, richtig [...] richtig, richtig anstrengend. Grandiose Szenen wechseln mit statischer Kamera, wenigen Worten und einem Verweigern der Weiterentwicklung der Geschichte. So positiv ich den Film sehen will - es ist ja schließlich ein Paul Thomas Anderson - so wenig habe ich Zugang zu ihm gefunden. Handwerklich ist das alles wirklich mehr als solide, insbesondere dank der beiden grandiosen Hauptdarsteller. Aber Paul Thomas Anderson mutet mir in den 137 Minuten einfach zu viel zu. Das ist vllt. toll für das Feuilleton, das sich ja teilweise überschlägt mit Lobeshymnen, aber auch ich möchte wenigstens ein kleines wenig an Unterhaltung. Dem hat sich der Film beinahe komplett verschlossen. So bleibt am Ende ein irgendwie zähes, steriles, so ganz und gar nicht berührendes Werk, das so viel mehr hätte sein können.

Handwerklich, wie gesagt, mehr als solide und zwei grandiose Hauptdarsteller reichen für

5/10

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TomThurau

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Auf den Punkt.


uncut123

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Bewertung7.0Sehenswert

der film ist ! aber auch ?
genauso wie mein kommentar...g

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Zak

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§$@@@~~µµ! sag ich dazu nur



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