Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt
© 20th Century Fox
Zum Jahreswechsel berichteten wir Moviepilot-Analysten von den zwei Seuchen, die seit geraumer Zeit in Hollywood grassieren. Der Remakismus und die Sequelitis hat die Filmschmiede infiziert und erstickt neue Ideen unter unzähligen Neuauflagen von Filmen, die wir allesamt schon gesehen haben. Aus alt mach neu lautet die Devise, nach der im Moment in Hollywood Kino am Laufband produziert wird. Nur manche der Opfer überleben, viele verenden jämmerlich an leeren Kinosäälen und vernichtenden Kritiken. Der Remakismus und die Sequelitis werden jedoch kaum bekämpft – obwohl das Wunderheilmittel in jedem halbwegs funktionierenden Kopf zu finden ist. Um Hollywood von Remakismus und Sequelitis zu heilen, bedürfte es nur ein paar frischer und neuer Ideen. Aber davon gibt es scheinbar wenige. Nicht nur, dass Remakismus und Sequelitis weiter wüten – die Krankheiten entwickeln sich sogar weiter. Die Sequelitis hat einen neuen Stamm hervorgebracht, der dem ursprünglichen um Nichts nachsteht – die Prequelitis. Dort, wo Sequels wenig Sinn machen, werden eben Prequels erzählt. Hauptsache, niemand muss sich nichts Neues ausdenken.
Ein weiterer Verdachtsfall wurde nun bekannt. Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt soll unter Umständen mit der Prequelitis infiziert sein.Tom Rothman, der Chef von 20th Century Fox, ließ nun im Interview mit IESB.net verlauten, dass ein Prequel zum Science-Fiction-Klassiker im Gespräch sei. Im Zusammenhang mit Predators, einem Reboot von Predator, soll auch Ridley Scott über eine Neuauflage von Alien nachdenken. Sigourney Weaver wäre interessiert, wie /film.com letztes Jahr berichtete – jedoch wäre eine gealterte Ellen Ripley in einem Prequel reichlich fehl am Platze. Rothman betonte außerdem, dass eine Neuauflage von Alien nur unter der Mitwirkung von Ridley Scott entstehen könnte. Im Moment dreht Ridley Scott noch mit Russell Crowe an Robin Hood. Wir werden sehen, ob der Regisseur danach den Aliens neues Leben einhaucht und halten Euch auf dem Laufenden.
Die große Frage ist allerdings: Muss das sein? Muss denn jeder Film, der besonders gut lief oder irgendetwas Besonderes an sich hatte, neu aufgelegt werden? Was meint Ihr?
M. Kaiser (Mario Kaiser) 2009/04/29 09:45:00
0 Mitgliedern gefällt diese News
News aus der Rubrik Berlinale
Alle News aus der Rubrik Berlinale
Kommentare
über Dreht Ridley Scott ein Prequel zu Alien?
Kommentar schreibenKommentar schreiben
Deine Meinung zum Artikel Dreht Ridley Scott ein Prequel zu Alien?
Bitte logge dich ein oder registriere dich um einen Kommentar zu schreiben.



Unter gewissen Gesichtspunkten erscheint es reizvoll eine alte Geschichte mit neuen technischen möglichkeiten zu erzählen. Aber bei den Geldgebern ist da eher der wirtschaftliche Erfolg Vater des Gedanken.
Und die (Film-)Geschichte sollte mehrfach (besonders in den letzten Jahren) gelehrt haben, dass mangelnder Respekt vor dem "Kunstwerk" tendenziell zum Flop führt...und damit ist auch um die Wirtschaftlichkeit schlecht bestellt. Die sollten sich also gut überlegen was Sinn macht und wovon man besser die Finger läßt.
Dass Scott sich höchsselbst an sein Filmdenkmal heranmachen will zaubert mir ein kleines Runzeln auf die Stirn. Denn weniger noch als ihn könnte man auf den exzentrischen Künstler H.R. Giger verzichten.
frau Weaver würd ich durch Michelle Rodriguez ersetzen.
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten