Auf /Film wird The Killing Room beschreiben als “Ein Teil Saw (ohne den Folterporno) und ein Teil Cube (minus die Science Fiction Elemente). Das könnte hinkommen. Es geht um eine geheime militärische Versuchsreihe, in der vier zufällig ausgewählte Testpersonen) in einen Raum gesperrt und nach bizarren Regeln aufeinander gehetzt werden. Eine junge Wissenschaftlerin (Chloë Sevigny) entwickelt Gewissensbisse und lässt sich auf einen Psychokrieg mit ihrem Vorgesetzten (Peter Stormare) ein.
Regie führte Jonathan Liebesman, der bisher für soliden B-Horror wie Der Fluch von Darkness Falls oder Texas Chainsaw Massacre: The Beginning verantwortlich zeichnete. Auf YouTube tauchte jetzt ein – der Qualität nach zu urteilen nicht offiziell hochgeladener – Trailer auf.
Wenn es hier heißt, die Geschichte sei “inspiriert von wahren Begebenheiten” spielt das offenbar an Studien wie das Milgram Experiment oder das Stanford Prison Experiment an, in denen Versuchspersonen aufgefordert wurden, Mitmenschen vermeintlich tödliche Stromstöße zu versetzen oder willkürlich in Gefangene und Wärter aufgeteilt in ein täuschend echtes Gefängnis gesteckt wurden (daran angelehnt war u. a. der deutsche Film Das Experiment). In beiden Fällen waren die Probanden – einfache Durchschnittsleute – zu deutlich größeren Grausamkeiten fähig, als Experten vorher geschätzt hatten. Das Experiment in Stanford musste gar abgebrochen werden, weil es außer Kontrolle geriet. Vor diesem Hintergrund könnte der Film, wenn er die Dichte und Intensität des Trailers hält, mal wieder ein schöner psychologischer Schocker werden.
In den USA startet The Killing Room – nach erfolgreicher Premiere auf dem letzten Sundance Festival – am 13. Oktober als Direct-to-DVD-Release. Im Februar nächsten Jahres wird er dem europäischen Fachpublikum auf dem “European Film Market” im Rahmen der Berlinale vorgestellt. Bleibt zu hoffen, dass sich ein Verleih für Deutschland findet.
Cabuflé (Georg Kammerer) 2009/08/04 11:06:00
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Mein erster Gedanke (als ich den Absatz über dem Trailer gelesen hatte) war auch, dass es sich anhört wie 'Das Experiment'.
Direct-to-DVD spricht jedoch nicht unbedingt für die Qualität des Films. Jedenfalls in Deutschland. Keine Ahnung ob das in den Staaten auch so ist!?
Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
Cabuflé 2009/08/04 16:17:59
Antwort löschenDirect-to-DVD spricht (hier wie in den USA) in erster Linie für geringere Kommerzialität. Das hat häufig mit der Qualität zu tun, aber bei Leibe nicht immer. Es kommen immer wieder auch independent-Perlen direkt auf DVD raus, die schlicht keinen Kinoverleiher finden konnten. Dies passiert umso häufiger, je wichtiger der Heimkino-Markt wird.
Chris1981 2009/08/04 17:09:09
Antwort löschenAh, Danke für die Aufklärung.
Leider fällt mir, selbst wenn ich noch so krampfhaft überlege, kein Fall ein, in dem ich mit einem Dircet-to-DVD-Film schonmal Glück hatte! :-(