Public Enemies - Kritik

Public Enemies

US · 2009 · Laufzeit 140 Minuten · FSK 12 · Historienfilm, Drama, Actionfilm, Thriller, Kriminalfilm · Kinostart
Du
  • 10

    verstehe die kritik nicht , geiler film! den film scheisse finden aber berlin tag und nacht gut finden! jack sparrow und batman haben es drauf

    • 8

      Um die ökonomischen und sozialen Veränderungen in den USA der 1930er-Jahre kreisender, den Stil des "Film noir" zitierender Gangsterfilm voll filmhistorischer & popkultureller Anspielungen.

      • 8 .5

        Mich hat der Film sehr gut unterhalten. Die Altersfreigabe finde ich bedenklich.Die Qualität der Scheibe war top. Grandioser Schwarzwert. Die Bildschärfe Referenzklasse. So muss eine Blu-ray aussehen. Volle Punktzahl von mir.

        • 7 .5
          Janosching 13.06.2018, 08:32 Geändert 13.06.2018, 08:49

          Unterhaltsames Gangstaeops. Mich haben die Hauptdarsteller (Depp und Bale) mit der faszinierenden Nebendarstellerin Cottilard sehr gut unterhalten. Der Hauch aus den 30er Jahren mit seinen Fahrzeugen, seinen Outfits und den guten Darstellern ist bei mir angekommen.

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          • 7 .5

            Sehenswert! Aber man hätte auf jeden Fall mehr draus machen können, besonders beim Ende. Ansonsten merkt man die Qualität der Kamera, Regie und Schauspieler sehr, sodass es sich wirklich lohnt den Film zu sehen - allein der Action wegen.

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            • 5 .5

              Erstaunlich - wenn ich mir für einen Film eine solch hochklassige Besetzung einkaufe, dann möchte ich mir doch sicher sein, dass da auch ein gutes Produkt herauskommt. Mehr als Mittelmaß (und das ist auch ein wenig geschmeichelt) kam hier aber nicht rum. Zwar ist das Setting und der historische Hintergrund grundsätzlich interessant, es wird aber zu wenig draus gemacht und zu wenig in einen soliden roten Faden investiert. Die First-Class-Besetzung Hollywoods kann hier auch nicht viel retten, da ihre Charaktere ziemlich zweidimensional geraten sind. So bleibt am Ende ein ganz okay unterhaltendes Katz- und Maus-Spiel zwischen John Dillinger und dem an Einfluss gewinnenden FBI.

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              • 8 .5

                Starker Streifen mit Johnny Depp und auch Marion Cotillard. Sehr gut inszeniert, stimmige Ausstattung, gute Bilder, passende gestalterische Musik - auch sehr gut produziert. Tempo Drama Kintop.

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                • 7
                  VinniVega73 26.01.2018, 18:03 Geändert 26.01.2018, 23:41

                  Erfolge können ein Fluch sein…

                  Michael Mann ein großer Name…die Leute erwarten jedesmal ein Klassiker.
                  Public Enemies gefiel mir nicht so wie er sollte. Aber mit Sicherheit nicht, weil Heat oder diverse Filme vielleicht besser wären.
                  Das Filmbusiness dürfte das einzige sein…wo ein Konsument so kleingeistig vorgeht.
                  Namen wie DeNiro, Pacino, Mann, Scorsese haben mit Sicherheit nicht auf der Agenda stehen…mit dem jedem Film den davor zu toppen.
                  Stehst du jeden Morgen auf, mehr und besser zu arbeiten als am Tag davor ? Schon klar.
                  Geht es nach der Vernunft…hätte Mann nie wieder einen Film drehen dürfen wo auch nur annährend eine Schießerei oder Gangster vorkommt. Denn sie sitzen dort im Kino und haben nur Heat im Kopf.

                  Public Enemies scheitert an sich selber…sofern man es überhaupt scheitern nennen kann…denn das ist subjektiv.
                  Depp ist hier durchaus gut gewählt auch Bale als sein Verfolger.
                  Im Grunde ist aber Depp/Dillinger die einzige Person mit einem gewissen Profil.
                  Alle anderen…gerade Bale sind blass fast schon profillos gezeichnet. Das kann nicht funktionieren.
                  Dazu kommt in der deutschen Version noch die Stimme bei Bale…die einfach schlechter nicht hätte gewählt sein können. Der Mann der das ok dafür gab…sofort entlassen.
                  Ansonsten bekommt Bale eigentlich nur Szene in denen man null glänzen kann…selbst ein Depp kann hier bedingt was ausrichten.
                  Sollte aber eigentlich jedem Zuschauer auffallen.
                  Liegt mit Sicherheit nicht an den Schauspielern.
                  Der Rest des Cast’s ist ebenso prominent besetzt…
                  Clarke, Wenham, Crudup, Dorff, Cotillard, Lang und Co. bleiben alle blass. Warum Mann das so wählte…sollte man Ihn fragen.

                  So bekommt man als Zuschauer nicht wirklich Verbindung zu den Figuren. Allenfalls zu Depp…was aber auch nicht ganz normal erscheint.
                  Kommt man wieder zu Hitcht's Zitat der meinte…der Zuschauer hält immer zum Hauptdarsteller…egal ob gut oder böse.

                  Die Kamera hier mal sehr unorthodox gewählt…Mann probiert sich in vielen Stilen…kommt das Publikum natürlich wieder nicht mit klar…Heat war ja anders. Ich hatte damit weniger Probleme.

                  Probleme aber mit der Geschichte…es gibt es den berühmten roten Faden…aber Mann hätte es durchaus günstiger für uns alle verfilmen können.
                  Einiges wirkt doch komisch gecuttet…vielleicht hat auch das Studio wieder reingefuscht.
                  Waren das die Stationen im Leben des Dillinger die man so zeigen sollte?
                  Der Faden ist da…aber er ist nicht sonderlich harmonisch.

                  Die Sets und Ausstattung sind gut gewählt, man ist in den 30ern.
                  Die Action steht eigentlich im Einklang zur Geschichte. Daran liegt es nicht. Der Soundtrack gut gewählt.

                  So wird Public Enemies für mich allein durch die Erzählung und die blassen Charaktere nicht zum Klassiker.
                  Hier hat sich Mann einfach verzockt…oder jemand hat Ihm reingeredet.
                  Filme in dem ein Hoover z.b. auftaucht…werden mit Sicherheit nicht einfach so abgesegnet.

                  Der Film ist aber mit Sicherheit nicht schlecht, weil es Heat oder Collateral gibt (dann schau dir nur noch Heat an) …oder Depp angeblich nicht gut genug wäre…Lächerlich!

                  Sehenswert aber nichts besonderes…es kann und muss aber auch nicht jeder Film etwas besonderes sein.

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                  • 3

                    Wirklich langweilig. Woran lags? Nicht am Setting. Die Kameraführung war seltsam, mal ziemlich cool mitten drin und manchmal einfach nur verwackelt wie bei nem Amateurfilmer. Die Story nimmt einen überhaupt nicht mit, Dillinger ist nicht sympathisch und sein Charakter wirkt sehr blass, was übrigens auf fast alle Darsteller zutrifft. Wer nen guten Michael Mann Film sehen will der schaue sich Heat oder Collateral an, Public Enemies ist ein Reinfall.

                    • 1

                      man, war der langweilig.

                      • 6 .5

                        Kann Michael Mann einem Leid tun? Naja, vielleicht ein ganz kleines bißchen. Immerhin hat der Mann ein paar absolut hervorragende Filme gemacht – nur daß alles was er seitdem macht automatisch daran gemessen wird. Und auch wenn dieser Film ein Gangsterfilm ist finde ichs ungerecht ihn an Manns Meisterwerk „Heat“ mit Al Pacino und Robert DeNiro zu messen. Wenn schon vergleichen dann eher mit Filmen wie „Ray“ oder „Walk the Line“. Der dargestellte Dillinger war zwar kein Musiker, aber abgesehen davon folgt der Film einer recht gängigen Biographie Struktur: die Hauptfigur kann hier zwar nicht zum strahlenden Helden hochgemotzt werden, aber perfekt von Johnny Depp verkörpert hat man schon den Eindruck daß dieser Dillinger kein so schlechter Kerl wa. Überprüfen kann mans eh nicht mehr. Aber sich zurücklehnen und einen herrlich altmodischen Film gucken in dem anzugtragende Gentlemenganster sich nonstop wilde Feuergefechte mit der Justiz liefern. Dabei hat Christian Bale eindeutig die schlechteren Karten, er spielt einen eotions und seelenlosen Vollstrecker im Anzug und obendrein hat die deutsche Synchronisation hierbei ein echtes Problem da Depp und Bale im Normalfall die gleiche Stimme haben. Warum Mann aber selbt bei einem so altmodischen Film nicht auf seine moderne Digitalfilmtechnik verzichten kann ist mir ein Rätsel – seis drum. Johnny Depp darf sich eine weitere Glanzleistung gutschreiben, ein weiterer Pluspunkt darin einen Außenseiter zu spielen – und für den Actionfan bietet der Film mal was anderes.

                        Fazit: Altmodischer Gangsterfilm in modernem Look – etwas eigensinnig, aber Johnny Depp und Christian Bale sind souverän wie eh und je

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                        • 7

                          Ist ziemlich interessant, hätte man aber spannender machen können.

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                          • 7

                            In den 1920er und 1930er Jahren gehörte John Dillinger in den USA zu den Mafiabossen denen keiner was haben konnte und er erlangte durch seine Taten mit der Zeit auch die Anerkennung vieler Amerikaner.

                            Johnny Depp spielt in diesem Film John Dillinger. Die Inszenierung ist durchgehen sehr sehenswert, manche Kameraaufnahmen und Bilder sind sogar fantastisch. Auch der Cast kann mit einigen großartigen Darstellern überzeugen. Nicht nur Johnny Depp überzeugt auf ganzer Linie, sondern auch Marion Cotillard, Christian Bale und etliche andere darsteller liefern an sich eine gute Leistung ab.

                            Und dennoch bleibt die Spannung in "Public Enemies" ein bisschen auf der Strecke, was vielleicht an der Länge des Films liegen könnte. Aber auch die Umsetzung der Story ist etwas wirr. Auch wenn der Film darstellerisch absolut überzeugend ist, hätte man manche Charaktere in der gegebenen Zeit etwas detaillierter darstellen können. Schade drum, hier steckte etwas mehr Potential drin, aber ein durchaus sehenswerter Film ist "Public Enemies" dennoch.

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                            • 6 .5
                              Bletch 14.02.2017, 11:45 Geändert 14.02.2017, 11:47

                              Bei Michael Mann muss ich einfach unweigerlich an seinen Film 'Heat' denken – ein Meisterwerk des Genres „Gangsterfilme“. Der Regisseur und Drehbuchautor hat also längst bewiesen, was er wirklich drauf hat.

                              Bei 'Public Enemies' versucht er sich erneut an einer Kriminalgeschichte. Statt Pacino und de Niro spielen nun Bale und Depp Jäger und Gejagten.
                              Wenn man dann noch den weiteren Cast mit Marion Cotillard, Jason Clarke, Stephen Lang, Giovanni Ribisi und Stephen Dorff betrachtet, ist eigentlich alles für einen filmischen Leckerbissen angerichtet.

                              Doch leider gelingt es Mann zu kaum einer Zeit echte Spannung zu erzeugen.
                              Zwar ist das großartige Setting, welches durch eine ebenso meisterhafte Kameraarbeit perfekt in Szene gesetzt wird, ein echter Augenschmaus, aber die visuellen Eindrücke können nicht über eine ziemlich holprige Handlung hinwegtäuschen.

                              Von Beginn fiel es mir schwer eine Verbindung zu den Figuren aufzubauen.
                              Depp schafft es zwar im Film als Gangster Dillinger mit seinem Charme die Medien zu erheitern und das Volk für sich zu gewinnen, aber gegenüber dem Zuschauer bleibt bis auf wenige Momente eine gewisse Distanz gewahrt.
                              Lediglich Marion Cotillard gewährt dem Zuschauer einen tieferen Einblick in ihr Seelenleben, weshalb sie aus meiner Sicht am meisten überzeugt.
                              Alle anderen spielen sehr solide, können aber offensichtlich aufgrund des Drehbuchs nicht mehr von sich Preis geben.

                              Trotz der hohen Schauwerte und sogar einiger sehr gelungener Szenen schafft es 'Public Enemies' also nur ins graue Mittelfeld der Gangsterfilm-Liga. Michael Mann schien offenbar mit aller Macht einen weiteren Klassiker erschaffen zu wollen. Leider ist ihm das trotz des durchaus vorhandenen Potenzials nur im Ansatz gelungen…

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                              • 3 .5

                                Ein langweiliger Mafia Film der zwar realistisch wirkt aber trotzdem durch Band versagt. Michael Mann versage mit diesem Film komplett.
                                Depp spielt wie ein Amateur, ich dachte gar nicht das man so schlecht spielen kann. Null Emotionen in seiner Rolle. Bale spielt gut und auch seine Figur ist interessant aber das rettet der Film auch nicht mehr .

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                                • 6 .5

                                  also jetzt hat der mir richtig gut gefallen...hat aber gedauert bis ich mit dem warm wurde

                                  • 9 .5

                                    Eines ist klar: Wenn Michael Mann (Heat) auf dem Regiestuhl Platz nimmt, rummst es gewaltig im Karton. So auch hier.
                                    Mann lässt John Dillinger (Klasse: Johnny Depp) aus allen Rohren feuern. Es kegelt einen fast aus dem Sitz, so massiv sind die Feuergefechte. Aber das war eben auch das Wesen von Dillinger. Ihm war es piepegal, wen er zur Witwe machte. Er schoss sofort mit seinen Kumpanen, das unterschied ihn von fast allen anderen Bankräubern.

                                    Sein Gegenspieler - FBI-Mann Purvis (Klasse: Christian Bale) - entpuppt sich jedoch als ernstzunehmender tougher Gegner. Er schart Männer um sich, die zu allem bereit sind, vor allem auch sofort scharf zu schießen, und sich damit massiv von normalen Polizisten unterschieden.

                                    Höhepunkt ist sicher auch der unglaublich dreiste Besuch einer Polizeiwache, obwohl Dillinger bereits als Staatsfeind Nr. 1 galt. Obwohl sein Konterfei die Wände ziert, latscht er cool durchs Büro der Sondereinheit, als diese einem Football-Game im Radio lauschen. Egal ob diese Abgebrühtheit frei erfunden ist, sie zeigt, mit wem es das FBI zu tun hatte. Letztlich riskierte Dillinger einfach immer alles, das machte ihn so brandgefährlich. Kein anderer als Johnny Depp könnte das besser verkörpern. Depp ist Dillinger – er ist die Figur mit Leib und Seele.

                                    Der Score von Elliot Goldenthal (Heat) ist allererste Sahne.

                                    Die schwarzen Limousinen sind wunderschön anzuschauen – ebenso wie die gesamte Ausstattung. Mann katapultiert uns gekonnt in die 30er Jahre des letzten Jahrhunderts. Die Frage bleibt, warum man letztlich immer wieder mit den Verbrechern sympathisiert, obwohl sie die schlimmsten Morde begehen. Liegt es daran, dass wir selbst so normal in unserem Leben sind ? Oder fädeln das die Regisseure nur so geschickt ein ?

                                    Man müsste Dillinger eigentlich hassen für das, was er tut. Aber wir sympathisieren immer wieder mit den Bankräubern, als würden sie das leben, was wir uns nie trauen würden. Dabei sind ihre Taten moralisch und gesellschaftlich absolut verwerflich, daran besteht kein Zweifel. Keiner von uns geht mit einer Kalaschnikow in den Supermarkt, um einzukaufen. Wir stellen uns alle an der Kasse an, um zu bezahlen. Diese kultivierte Zivilisation, die uns die IS mit ihren Anschlägen ja wieder austreiben will, hat uns über 500 Jahre gekostet, um uns endlich von der Barbarei zu verabschieden. Wir enthaupten niemanden mehr auf dem Marktplatz, und das ist auch gut so.

                                    Fazit: Zwar bleiben die Figuren allesamt emotional unterkühlt, und eine echte Identifikation mit den Helden findet nicht statt. Aber das ist gewollt von Mann, und ist dem Thema angemessen. Warum sollte er Dillinger oder Purvis übertrieben menschlich zeigen ? Sie waren beide auf ihre Art eiskalt. Auch die hochauflösende Digitaltechnik kann ich nicht beanstanden. Mir fällt kein wirklicher Kritikpunkt ein, daher fast volle Punktzahl. Allerdings keine 10 Punkte, denn es ist kein Lieblingsfilm von mir.

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                                    • 4 .5

                                      Das Blu-Ray Steelbook für 3 € im Mönchengladbacher Tedi gefunden.

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                                      • 4

                                        Depp/Bale vor der Kamera, Michael Mann dahinter. Eigentlich perfekte Zutaten für ein Meisterwerk von einem Film. Leider wollte das alles damals nicht so wirklich funktionieren und heraus kam nur ein langatmiger Thriller, ohne echte Höhepunkte und mit einem Bale weit unter seinem Können (wenigstens Depp war gut) .

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                                          Leider langweiliger als erwartet..

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                                            Heckenritter 10.04.2016, 06:27 Geändert 10.04.2016, 16:34

                                            Ist schon passiert, alle Gewürze und Zutaten werden in den
                                            Topf geworfen, fleißig umgerührt und trotzdem schmeckt
                                            die Soße so merkwürdig fade. Dabei wurde alles wie immer
                                            gemacht oder doch nicht? Zu wenig Salz, nicht scharf genug, vom Thymian schmecke ich so gut wie nichts... Michael Mann macht weder etwas Neues oder Überraschendes, John Dillinger auf Raubzug fehlt ein wenig die Feinabstimmung. Grandios ist Public Enemies in den Nebenrollen, vom eisernen FBI-Schergen über Baby Face Nelson bis hin zur famosen Marion passt es, was Cotillard aus dem "Black Bird" rausholt ist wunderbar anzusehen, da sollten alle Models die sich ins Filmbiz verirrt haben vor Scham im Boden versinken. Chicago der 30er steht aus der Asche der Geschichte wieder auf, tolles Setting, kleine magische Filmmomente, die Action zieht und ist begeisternd in Szene gesetzt. Ganz tolle Kameraarbeit inklusive, rein optisch ist der Film ein kleiner Traum und Oldtimerherzen fangen an zu pulsieren.

                                            Doch bei John mit der Tommygun fehlt mir was, der Sprung vom
                                            gewissenlosen Gewalttäter zum Sympathieträger ist zu weit, da kann Johnny Depp noch so smart den Lebensgenießer und Charmeur miemen. Der "Gegenentwurf" seines Jägers ist viel zu blass, der echte Purvis brachte sich um, Bale kommt durch das Drehbuch gar nicht zum Zuge. Kritiker haben Public Enemies in der Luft zerrissen, dabei ist Michael Mann der gleiche geblieben. Nur leider weniger erstklassig diesmal. An einem brutzelnden Sommertag hing schräg über dem beliebten Asiaimbiss in meiner Gegend ein gigantisches Werbeplakat zu Public Enemies. Hätte mich sehr gewundert wenn dies bei dem fabelhaften Wetter Gegenstand für Tischgespräche geworden wäre, während alle ermattet in die Wölkchen lugten. Dillinger ist nicht das unvergessliche 3-Gänge Menü, von dem jeder mal gekostet haben sollte. Das ist kein Grund für mich gleich auf die Barrikaden zu gehen, denn auch ein mittelmäßiger Michael Mann sorgt für entzückendes Filmvergnügen, das Potential zum großartigen Film ist spürbar. Blackhat ist da ein ganz anderes Kaliber, der musste zu Recht kräftigst Prügel einstecken.

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                                            • 9
                                              MeisterYoda 11.12.2015, 14:15 Geändert 11.12.2015, 14:18

                                              „Goodbye, Blacky“....
                                              …..Clarke Gable: „Stirb so, wie du gelebt hast“.....

                                              die letzten Worte in dem Film „Manhattan Melodram“ mit Clarke Gable, den John Dillinger gesehen hat, bevor er erschossen wird.

                                              100 Minuten Prolog, bevor ein großartiges, dramatisches Ende erfolgt.
                                              Eine einzigartig, intensiv geführte Kamera mit atmosphärischem Tempo, verbunden mit einer stimmungssteigernden Musik gestalten ein Filmende, wie es ergreifender und einzigartiger nicht sein kann. Ein Ende vom Leben erschaffen, das eine Fiktion nicht toppen kann.
                                              Das muss es gewesen sein, was Michael Mann wahrnahm und DIESES Film-Ende schuf.

                                              Michael Mann präsentiert mit ungewöhnlichen Mitteln seine Sichtweise auf die wahre Story von John Dillinger. Mit dem Verzicht der spektakulären Action und einer glasklaren Bildauflösung sowie einer Entschleunigung der dramaturgischen Tiefe entsteht eine filmischen Ambivalenz auf die man sich einstellen muss. In der kühnen, unkonventionellen Gestaltung des Films passen seine Charaktere in keine greifbare Schablonen.
                                              Die Protagonisten erscheinen vielschichtig und widersprüchlich deren sichtbare Merkmale mit verschiedenen Grauzonen verwischt werden. Man hat nicht das Gefühl sie irgendwie fassen zu können. Ob Dillinger, Purvais, Billie, Hoover sie wirken charismatisch und doch kühl. Die schauspielerische Leistung von Johnny Depp, Christain Bale, Marion Cotillard, Billie Crudrup, Stephan Lang und Giovanni Ribisi ,der sich auf eine kleine Rolle einließ, ist großartig.
                                              Ebenso bleibt in der Handlung einiges ungeklärt, es entstehen Sprünge und der Spannungsbogen wird immer wieder unterbrochen, was alles eine hohe Aufmerksamkeit erfordert.
                                              Diese Widersprüchlichkeit ist jedoch gewollt und bringt den Betrachter dazu, wirklich in den Film einzutauchen oder uninteressiert „auszusteigen“.
                                              Einen großen Anteil für die ambivalente Stimmung des Films hat der Kameramann Dante Spinotti. Er drehte wie schon zuvor (Heat, Collateral) mit einer digitalen HD-Handkamera. Mit HD-Video ist eine opulente Bildgestaltung mit einem sehr hohem Schärfegrad und Farbkontrast möglich und lässt Spinotti die Realität zu einem filmischen Overflow erscheinen. Jedes Bild, jede Szene ist mit so viel Informationen voll gestopft, dass weitere Sichtungen des Films zur Herausforderung werden, noch mehr offensichtliche oder versteckte Details zu entdecken. Der Schärfegrad lässt alles so echt erscheinen und ist auf mehreren Ebenen noch glasklar präsent. Die fett aufgetragenen Klischees der 30er, die Texturen, das Licht und die Bewegung wirken teilweise surreal und können auch nur so gesehen werden.
                                              Dann das Ende des Films: alles zusammen fließt und wird zum Höhepunkt.

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                                              • 8

                                                Michael Mann erzählt von der Jagd auf den legendären Bankräuber John Dillinger. Formal experimentierfreudig, bis in die kleinsten Rollen hervorragend besetzt und in den Actionszenen atemberaubend, bleibt der Film leider erstaunlich emotionsarm. [Kai Mihm]

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                                                • 4

                                                  Action Krimi im alten Chicago ,von dem man nicht sehr viel sieht ,ohne Höhepunkte,Glanzpunkte.Interessant ist lediglich ,das Anfangsstadium des FBI zu sehen(mitgeschnittene Telefonanrufe auf Schallplatten aufgezeichnet).
                                                  Verwirrend finde ich auch ,dass Johnny Depp die Synchronstimme von Christian Bale hat,oder haben die beiden sonst dieselbe deutsche Synchronstimme?

                                                  • 5

                                                    PUBLIC ENEMIES Das ist Gangsterfilm mit fast schon dokumentarischem Charakter. Die Geschichte wird stimmungsvoll erzählt und trotzdem bleibt es einem selbst überlassen, Sympathiewerte für die Handelnden zu entwickeln. Seltsam, wie unbewegt es einen lässt, wenn gar viel geschossen und auch recht viel gequatscht wird. Enttäuschend bis langweilig :-(