Insomnia - Schlaflos
Insomnia (2002), US Laufzeit 118 Minuten, FSK 16, Kriminalfilm, Thriller, Drama, Kinostart 10.10.2002
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97 Kommentare
Keine
- DVD
- VoD
von Christopher Nolan, mit Al Pacino und Robin Williams
In Insomnia leidet Cop Al Pacino nicht nur unter Schlafentzug. Nachdem er versehentlich seinen Kollegen erschießt, versucht er die Tat dem Mädchenmörder Robin Williams in die Schuhe zu schieben.
Der erfahrene Detective Dormer (Al Pacino) und sein Partner Hap (Martin Donovan) reisen in ein verschlafenes Städtchen in Alaska, einem Ort, wo die Sonne niemals untergeht. Die beiden sollen den Mord an einer 17-Jährigen untersuchen. Gleich am ersten Abend eröffnet Hap seinem Kollegen, dass er bei internen Untersuchungen gegen ihn aussagen wird. Als sie wenig später dem Killer (Robin Williams) eine Falle stellen, erschießt Dormer im dichten Nebel versehentlich seinen Partner. In die Enge getrieben, schiebt er die Schuld auf den Mörder. Der meldet sich bald darauf bei ihm und zwingt Dormer ein ausgeklügeltes Katz-und-Maus-Spiel auf. Die Situation spitzt sich zu als auch noch die intelligente Nachwuchspolizistin Ellie Burr (Hilary Swank) sein Vorgehen in Frage stellt. Verbrechen schläft nicht. Und es ist nicht nur die Mitternachtssonne die Dormers Schlaflosigkeit provoziert – hier geht es um seinen eigenen Kopf.
Hintergrund & Infos zu Insomnia – Schlaflos
Der Thriller Insomnia – Schlaflos (OT: Insomnia) ist ein Remake des norwegischen Films Todesschlaf von Erik Skjoldbjærg aus dem Jahr 1997. Christopher Nolan, der vor allem durch Filme wie Memento, Inception oder die Batman-Trilogie bekannt ist, inszenierte den Film mit Al Pacino und Robin Williams in den Hauptrollen neu. Pacino ist hier in der Rolle des Will Dormer zu sehen, der unter Schlaflosigkeit leidet. Sein Nachname ist deshalb vom französischen Wort für schlafen, nämlich dormir, abgeleitet.
Bei den London Critics Circle Film Awards gewann Nolan den ALFS-Award in der Kategorie Bester Regisseur. Außerdem erhielt Hilary Swank eine Nominierung für den Empire Award, doch Kirsten Dunst schnappte ihn ihr wegen ihrer Rolle in Spider-Man vor der Nase weg.
Mehr Bilder (7) und Videos (2) zu Insomnia - Schlaflos
Cast & Crew
- Genre
- Kriminalfilm, Thriller, Drama
- Zeit
- Gegenwart
- Ort
- Alaska, Kleinstadt, Los Angeles , Vereinigte Staaten von Amerika
- Handlung
- Ehre, Ermittler, Ermittlung, Fähre, Gewissenskonflikt, Halluzination, Katz- und Mausspiel, Licht, Moral, Mord, Mord an Polizist, Pistole, Polizist, Pädophilie, Schlaflosigkeit, Schlafstörung, Schnee, Schuld, Schusswechsel, Schüler, Serienmörder, Sexualstraftäter, Vermisste Person, Vertuschung
- Stimmung
- Aufregend, Ernst, Spannend

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Kritiken (5) — Film: Insomnia - Schlaflos
SoulReaver: CinemaForever
Kommentar löschen[...] Liest man sich die Inhaltsangabe von 'Insomnia' durch, wird einem schnell auffallen, dass man es nicht mit einem herkömmlichen Standardthriller zu tun bekommt. Wer sich dennoch auf ein wildes Raten nach dem Mörder einstellt, wird schnell enttäuscht. Die Frage nach dem Mörder war nie relevant. Hier geht es ganz klar um die hervorragenden Schauspieler und deren hochinteressante Figuren. Dormer ist ein Polizeiheld, sein Ruf eilt ihm weit voraus. Bei der Jagd auf den Mörder, irgendwo im dichtesten Nebel, tötet er aus Versehen seinen Partner. Ab diesem Punkt zeigt sich eine neue Seite in ihm. Der harte Ermittler fühlt sich eingeengt und wird vom Gesetzeshüter zum Gesetzesbrecher und steht nicht zu seinem Unfall. Immer mehr wird er zu einem Wrack, die innere Verzweiflung aufgrund seiner Tat und die schreckliche Schlaflosigkeit zerfressen Dormer von Tag zu Tag mehr. Finch ist Dormer gar nicht so unähnlich. Beide haben ein Geheimnis, wenn auch aus völlig verschiedenen Sichtweisen. Das Problem: Finch hat den Mord von Dormer beobachtet und nimmt Kontakt mit ihm auf, da Dormer ihm den Mord anhängen will. Beide lernen sich kennen, testen sich, analysieren sich und versuchen irgendwie aus ihrer Haut zu fliehen ohne einen Fehler zu begehen. Moralisch ist das nicht vertretbar und doch entwickelt man für beide Sympathie, die aber eher sprunghaft ist und so keinen festen Sympathieträger festmacht. So entwickelt sich ein spannendes und fesselndes Psychoduell zweier Fremder, die sich doch so nah sind. Diese Geschichte inszeniert Nolan fast durchgehend hervorragend. Bis auf das Ende, bei dem Nolan leider kein Risiko eingehen wollte. Nichtsdestotrotz bleibt 'Insomnia' erstklassig. [...]
Kritik im Original 21 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 10 Antworten
hoffman587 Wed, 09 Nov 2011 18:18:27 -0000
Antwort löschenGut! Zustimmung, größtenteils.^^
lieber_tee Wed, 09 Nov 2011 18:28:22 -0000
Antwort löschenFand das Original besser.
SoulReaver Wed, 09 Nov 2011 18:34:44 -0000
Antwort löschen@hoffi Danke, du verbesserer! Ich hab die Wahrheit genau gesehen xD
@lieber_tee Auch Schauspielerisch?
Prechtl Wed, 09 Nov 2011 18:37:02 -0000
Antwort löschenIch fand den Film zwar etwas schwächer als die anderen, aber trotzdem gut :)
hoffman587 Wed, 09 Nov 2011 18:37:35 -0000
Antwort löschen@SR: Nichts ist wie es scheint, die Schatten mögen die Vergangenheut verdecken, doch tief inn uns lodern sie. Doch immerhin wahre Lügen kann jeder verstecken nur nicht verbergen vor sich selbst. ;)
lieber_tee Wed, 09 Nov 2011 19:12:28 -0000
Antwort löschenSchauspielerisch eher gleichwertig, unterschiedlich interpretiert. Pacino und Williams haben einen leichten Hang zum over-acting, im Original wird das subtiler gespielt. Nolans Version ist mainstreamiger und hat die spektakuläreren Bilder das Original bringt noch mehr die kalte, schlaflose, nie-dunkle Atmosphäre rüber und geht konzentrierter an die Sache ran.
SoulReaver Wed, 09 Nov 2011 19:16:51 -0000
Antwort löschenAh, interessante Ansicht. Muss mir den wohl mal anschauen :)
lieber_tee Wed, 09 Nov 2011 19:32:06 -0000
Antwort löschenStellan Skarsgård ist im Original echt grandios. Ist sehr subjektiv, ich mag den düsteren (hier meine ich die Stimmung, nicht die Bilder...), trockenen Stil von (vielen) skandinavischen Filmen. Wird aber oft als langweilig abgetan. Das Original ist ein Blick wert. Wirkt so seltsam entrückt, fast surreal. Vielleicht nicht sofort anschauen, dafür ähneln sich die Filme zu sehr.
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TheDrPepperPower Thu, 04 Oct 2012 04:32:11 -0000
Antwort löschenIch habe gerade selbst einen Kommentar geschrieben und jetzt lese ich hier nochmal genau meine Meinung wiedergegeben. Wie üblich: großartig geschrieben, SoulReaver! Ich stimme mit dir 100%ig überein. Insomnia ist wundervoll - bis auf das Ende, das leider Finch's und Dormer's so toll aufgebautes Spannungsverhältnis auf etwas zu unergiebige Weise auflöst.
SoulReaver Thu, 04 Oct 2012 17:01:07 -0000
Antwort löschenFreut mich. :)
Xander8112: Xanders Blog
Kommentar löschenRobin Williams als Psychopath und Al Pacino hat was dagegen. Packender Psycho-Thriller, der durch sein ungewöhnliches Setting und die starke Besetzung punktet, dabei aber auch noch sehr spannend ist. Wenn auch Williams als “Böser” nicht jedem gefällt, so macht besonders der Gegensatz zu seinen vorherigen Rollen den Reiz des Films aus. Ein düsterer Film, der seine Spannung zwar langsam aufbaut, diese dann aber auch aufrecht erhalten kann, wenn das Ende auch etwas gewöhnlich ist. Immer mal wieder sehenswert.
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ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/
Kommentar löschenDer Folgefilm eines Regisseurs, der zuvor ein von Kritikern wie Publikum hochgelobtes Meisterwerk vorlegte, steht für gewöhnlich unter einem gewaltigen Erwartungsdruck. Etwas neues, aber möglichst mit den schätzten gelernten Zutaten, etwas mindestens gleichwertiges und wenn möglich besseres soll er bieten. So entzieht man einem Film (besonders einem, der nicht Sequel, Prequel oder wenigstens SpinOff ist) jedoch sein Recht auf Unvoreingenommenheit und sieht ihn nicht selten schlechter, als er ohne den prägenden Eindruck des Vorläufers wahrgenommen worden wäre. Trotz überwiegendem Wohlwollen erging es so auch Christopher Nolans ‚Insomnia‘, den der Brite 2002, zwei Jahre nach dem vertrakten Thriller-Geniestreich ‚Memento‘ in die Kinos brachte.
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Nolan entschied sich hierbei für ein Remake des gerade einmal fünf Jahre zuvor erschienenen ‚Todesschlaf‘ aus Norwegen. Außerdem schrieb er zum ersten und bisher einzigen…
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Kubrick_obscura: CinemaForever
Kommentar löschenIch habe das Original nicht gesehen und kann daher nicht beurteilen wie ich dieses Remake einschätzen soll, aber was der Herr Nolan, der Herr Pacino und vorallem der Herr Williams hier verzapfen gefällt mir.
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Rochus Wolff: freier Journalist
Kommentar löschenIntensiv und stimmungsvoll, aber in letzter Konsequenz vorhersehbar - nur so kann der Film enden, in einem letzten moralischen Aufflammen und Einschlafen.
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micomahn Wed, 01 Sep 2010 13:27:52 -0000
Antwort löschenObwohl mir die Idee an sich gefallen hat muss ich Rochus Wolf recht geben.
Kommentare (92) — Film: Insomnia - Schlaflos
florian.fiele Tue, 07 May 2013 14:12:13 -0000
Kommentar löschenInsomnia ist ein wenig komisch für mich. Ich kannte den Titel schon einige Jahre, aber von allen Nolans hatte er mich am wenigsten interessiert. Vielleicht, weil ich kein Fan von Robin Williams bin/war, vielleicht weil ich Hilary Swank nie als großartige Schauspielerin wahrgenommen hatte, vielleicht weil Al Pacino in massenhaft Filmen mitgespielt hat und darunter auch in weniger guten, vielleicht weil Insomnia mir immer so normal, so durchschnittlich erschien in Nolans Filmographie, und weil die Bewertungen dies auch nahe legten. Mein vorgefertigtes Bild von Insomnia war also das eines Durchschnittskrimis, ich schaute ihn mir an, und ich wurde Minute für Minute mehr in diesen Strudel aus Schuld und Schlaflosigkeit hineingezogen bis ich aus dem Staunen nicht mehr rauskam. Resultat: Ich gab ihm die 10.0. Dennoch blieb und bleibt nach wie vor dieses vorgefertigte Bild eines Durchschnittskrimis im Kopf. Die 10.0 erscheint zu hoch, der Film wirkt von außen nicht besonders. Ich habe ihn mittlerweile ein zweites Mal gesehen und war wieder fasziniert. Jetzt wird es Zeit für den Kommentar, bevor ich mir das mit der 10.0-Wertung noch mal anders überlege. Nach TDKR mein Lieblings-Nolan (ja, schlagt mich! ich steh drauf), der mir jedoch auf ganz andere Art gefällt. Insomnia ist eine gelungene Mischung aus Krimi, Thriller und Drama mit hervorragender Atmosphäre und großartigen Darstellern. Al Pacino gefiel mir selten besser, Robin Williams überzeugt mich in dieser Rolle vollkommen, Hilary Swank ist mittlerweile eine meiner Lieblingsdarstellerinnen. Meine absolute Lieblingsszene aber ist der Dialog zwischen Al Pacino und der Hotelbesitzerin in seinem Zimmer. Absolute Gänsehaut! Für das Ende gilt dasselbe. Die Atmosphäre, die Nolan mit seinen Bildern hier erzeugt, ist grandios. Vielleicht unscheinbarer als in anderen Filmen. Dasselbe gilt fürs Drehbuch. Unscheinbarer als das von Memento, Inception oder The Prestige, aber besser aus meiner Sicht. Die Figuren sind sehr gut charakterisiert und gespielt, Wendungen in der Story sind unscheinbar, aber passend und hochgradig spannend. Schwächen kann ich bei Insomnia überhaupt keine finden; jede Sekunde ist gelungen und atmosphärisch, sogar bei mehrfachem Ansehen, aus meiner Sicht ein perfekter Film.
10.0 - Drehbuch Story Figuren Regie Darsteller Settings Bilder Score Atmosphäre Spannung Dramatik Botschaft Dialoge Tempowechsel Action Wendungen Ende, hier stimmt einfach alles
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doctorgonzo Tue, 07 May 2013 17:22:01 -0000
Antwort löschenFür mich weiterhin wohl Nolans rundestes, stimmigstes und vor allem schauspielerisch überzeugendstes Gesamtwerk.
brainchild Tue, 07 May 2013 18:26:20 -0000
Antwort löschenDefinitiv unterschätzt.
Roach Fri, 03 May 2013 23:57:11 -0000
Kommentar löschen"Insomnia" - für die Verhältnisse eines Films, bei dem Christopher Nolan Regie geführt hat, wird er schon fast unverschämt oft übergangen. Ich selbst habe ihn eigentlich viel zu spät gesehen (vor zwei Monaten vielleicht...), bin nach der Zweitsichtung aber überzeugter denn je: "Insomnia" ist ein kleines aber feines Kunstwerk. Überhaupt nicht aufgeblasen!, nicht besonders bombastisch!, nicht überambitioniert!, sondern still ... bescheiden ... und melancholisch...
Wenig Action, viel Spannung - eher eine subtile Bedrohlichkeit. Wer also einen "Blockbuster" der Marke "Inception" oder gar "The Dark Knight" erwartet, ist hier an der falschen Hausnummer! Vielleicht ist es von vornherein nicht das Ratsamste, den Film nur zu gucken, weil es ein Nolan ist, denn dann setzt man die falschen Erwartungen an ihn ... eher sollte man einen ... einen Krimi erwarten! Und zwar einen wirklich gut gemachten. Er ist intelligent, stellt komplizierte innere ... Konflikte der Charaktere dar. Pacino und Williams zeigen hier beide, was sie wert sind. Und dabei ... ist das ganze auch von einer Atmosphäre durchflutet, die nur zu gut zur ... Thematik passt.
Tatsächlich liegt eine gewisse ... Trostlosigkeit, die liegt über dem Streifen. Die tollen Landschaftsaufnahmen ... die Landschaftsaufnahmen tun ihr übriges: Das kalte, triste Alaska ist hier nicht nur ein Ort, es ist ein Zustand. Al Pacinos Blick, angestrengt ... und bemüht, die Aufmerksamkeit zu behalten ... der seichte Score, die Schnitte und die Kamera ... das alles gibt einem das Gefühl, mitten drin zu sein in der ... der Thematik...
... und dieses Gefühl der Schlaflosigkeit ... der Schlaflosigkeit, je länger man den Film sieht, desto mehr ... mehr spürt man es...
... und wenn er dann ... wenn er dann vorbei ist...
.... dann will man ... einfach nur noch ...
... einfach nur noch ...
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damian.thorne.3 Mon, 22 Apr 2013 16:40:24 -0000
Kommentar löschenRobin Williams als Psychopathischer Killer.Er kann auch anders. Nicht immer nur der nette Mork vom Ork
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bermuddha Wed, 10 Apr 2013 23:24:54 -0000
Kommentar löschenDer Film ist gut, keine Frage. Von einem Nolan hätte ich auch nichts anderes erwartet.
Gute glaubhafte Story, durchgehend spannend (wenn auch sehr vorhersehbar), schöne Landschaftsaufnahmen. Ganz zu schweigen von der Top- Besetzung.
Aber.... und ich kann nichtmal genau sagen warum,.. ich werd mit dem Film einfach nicht warm. Es fehlt einfach das gewisse Etwas.
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TinaCocaine Tue, 09 Apr 2013 17:36:53 -0000
Kommentar löschenMit Williams, Pacino und Swank ist der Film kolossal besetzt, die Kulissen sind hochkarätig und es kommt Spannung auf. Ich habe den Darstellern jedes Wort abgenommen und fühlte mich rundrum gut unterhalten, jedoch bin ich mit dem Thema einfach nicht richtig warm geworden und halte "Insomnia" auch für ein wenig zu seicht. Definitiv einer der besten Krimis, aber für einen Lieblingsfilm reicht´s bei mir dann doch nicht...
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Drehmumdiebolzen Thu, 11 Apr 2013 17:00:45 -0000
Antwort löschenSwank wirkt leider sehr verschenkt, Al Pacino ist allerdings spitze als schlafloser Cop ;)
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TinaCocaine Fri, 12 Apr 2013 06:22:09 -0000
Antwort löschenFindest du? Ich fand Swank grandios :-) Über Pacino kann man doch sowieso nichts gegenteiliges behaupten, er ist einfach ein Held!
Drehmumdiebolzen Fri, 12 Apr 2013 06:33:17 -0000
Antwort löschenMeiner einer ist bei dem Ding so oder so parteiisch, weil Christopher Nolan ;P
jacker Tue, 05 Mar 2013 10:47:38 -0000
Kommentar löschenEin melancholischer, unheilvoller Score setzt ein. Die ersten Bilder, eine karge Eiswüste, so zerfurcht und roh, dass sie fast surreal erscheint, ein Tuch saugt sich voll Blut, ein Mensch verreibt es auf einem Hemd - unscharf, mysteriös. Bereits diese ersten Sekunden in INSOMNIA lassen unmissverständlich durchscheinen, dass sich unheilvolles anbahnt.
Nolan inszeniert hier ein Remake eines norwegischen Thrillers - ein oft unnötiges Prozedere, denn die langsame, kühle nordische Machart wird in US-Remakes zumeist entschärft, wenn nicht sogar verkitscht - aber selbst ohne das Original zu kennen, kann man ohne Bedenken sagen: Er inszeniert es angemessen kühl. Durch die Art seiner Kameraführung, durch das Tempo der Geschichte, durch die Farbgebung und zuletzt (und vielleicht vor allem?) im wahrsten Sinne des Wortes durch die unglaublich imposante Kulisse.
Umringt von unüberblickbaren Bergen, grau in grau, nass, kalt. So sieht der Ort aus, an den es Pacino als Detective Dormer verschlägt - kurz gesagt: die vollkommene Tristesse. 'There are two kinds of people living in Alaska. Those who were born here, and those who wanted to escape something'. Regen und Nebel sind an der Tagesordnung, ob jedoch überhaupt gerade Tag ist, das vermag der kurzzeitige Gast nicht zu sagen, denn es wird einfach nicht dunkel. Der dichte Nebel ist es auch, der Dormer zum Verhängnis wird und zu einer fatalen Verwechslung führt. Doch war sie das wirklich - eine Verwechslung? Nach 5 Tagen voller schlafloser Nächte weiß Dormer es nicht mehr. Und wir auch nicht, denn man erfährt nicht viel über seinen Charakter, das gezeigte reicht jedoch um zu wissen: dieser Mann hat seine Prinzipien schon lange nach den eigenen Zielen ausgelegt, die Moral frei transformiert. 'The end justifies the means'.
Pacino und die Art wie er spielt muss man sicher mögen, doch sein leichter Hang zur Übertreibung, die explosiven Ausbrüche, all das trägt hier zu einer absoluten Glanzleistung bei. Den allmählichen Verfall der Sinne bringt er großartig rüber, jeder der schon mal sehr lange wach war wird hier einiges wiedererkennen. Gepaart mit der (für Nolan'sche Verhältnisse) geradezu feinfühligen Stilistik - die kurzen Flashs und Erscheinungen, aufgrund der Übermüdung werden keineswegs inflationär gesetzt und behalten so voll ihre Wirkung - tut sein Spiel sein übriges um die dichte und unklare Atmosphäre zu festigen. Atmosphärisch ist INSOMNIA nämlich allemal und hauptsächlich. Es handelt sich nicht um eine verschachtelte, undurchsichtige Mördersuche, viel mehr ist die Frage nach dem 'wer' recht schnell beantwortet und die Inszenierung kippt in ein intensives Ping-Pong Spiel auf psychologischer Ebene. Zwei Männer die ein gefährliches Geheimnis des anderen kennen, jeder darauf bedacht die Situation zu seinem Vorteil zu wandeln, unbemerkt und heil aus der Sache raus zu kommen.
Schade zwar, dass für das finale doch wieder die üblichen Schalter umgelegt werden, das trübt ein wenig. Ein wenig, denn INSOMNIA ist immernoch ein starker und bedrückender Psycho-Thriller!
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BattlemasterIZ Tue, 05 Mar 2013 19:08:16 -0000
Antwort löschenKlasse Kritik, Die positiven sowie negativen Dinge klar beschrieben :)
Mir persönlich gefiel auch die Hilary Swank nicht ganz so gut wie sonst. Mag aber auch an der kleinen Rolle liegen. Aber das ist meckern nur auf hohem Niveau. Denn 7-8 Punkte hat der Film schon verdient.
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jacker Tue, 05 Mar 2013 20:15:00 -0000
Antwort löschenDanke! So richtig viel mit ihr hab ich jetzt mental gar nicht präsent (lediglich MILLION DOLLAR BABY), ich fand sie und auch Robin Williams hier aber auch super. Die übermotivierte Absolventien, die noch ganz grün hinter den Ohren ist stand ihr. Auch der innere Konflikt, den sie durchlebt weil durch den Fehltritt ihres Vorbildes ja quasi eine gar nicht so kleine Welt zusammenbricht kommt im Nolan'schen Rahmen gut rüber. Nolan deutet sowas ja meist eher an, bzw. lässt seinen Cast eher kühl agieren. Und da liegen dann die Qualitäten, denn es kommt trotzdem bei uns an :)
BattlemasterIZ Tue, 05 Mar 2013 21:47:01 -0000
Antwort löschenJa, recht hast du - Nolan hat da so seine Stilsicherheit :). Also so viele hervorragende Rollen hat die Frau Swank jetzt auch nicht, neben Million Dollar Baby hat sie mir in Boys Don’t Cry auch sehr gefallen, Die Rolle von ihr spielt sie dort wieder sehr emotional und authentisch.
vuvuzela Sat, 23 Feb 2013 01:22:48 -0000
Kommentar löschenKlasse Krimi / Thriller, spannend von Anfang bis Ende. Aller Rollen sind mit hervorragenden Schauspielern besetzt, die die Story auf höchsten Niveau umgesetzt haben.
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Rob Stark Sat, 16 Feb 2013 10:27:17 -0000
Kommentar löschenAl Pacino vs. Robin Williams. Ungewöhnliche Gegner. Doch der Film ist gelungen. Ein wirklich guter Thriller. Er ist bodenständig und definitiv sehenswert. Die Atmosphäre hat die eines guten Krimis. Klar, von Nolan ist man anderes gewöhnt und auch besseres. Die Anderen sind aber auch nicht mit "Insomnia" zu vergleichen. Auf jeden Fall einer der guten Filme für zwischendurch.
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beast667 Sun, 03 Feb 2013 15:56:34 -0000
Kommentar löschenGuter Film, gute Idee, aber von Pacino, Williams und Nolan hab ich mehr erwartet. Wirkt mir ein wenig zu glatt, allerdings waren die Ansprüche extrem hoch....
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Dady Wed, 16 Jan 2013 22:11:40 -0000
Kommentar löschenRichtig guter Thriller vor einzigartiger Kulisse. Die Story kann überzeugen und ist auch richtig spannend. Al Pacino ist wie immer klasse und Robin Willams hat mich positiv überrascht auch wenn er diesmal nicht ganz so lustig ist. Ein Film von Cristopher Nolan der zwar noch kein so großer Blockbuster ist wie seine späteren Werke, aber trotzdem überzeugen kann!!
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heiko.buschhaus Tue, 01 Jan 2013 15:56:33 -0000
Kommentar löschenMir ist nach Gucken dieses Filmes alles aus dem Gesicht gefallen! Christopher Nolan macht einen beschissenen Film? Gut, wirklich beschissen ist der Film an sich nicht; es ist ein spannender, aufreibender Psycho-Thriller mit zwei Topstars in Höchstform! Aber das war´s! Und bei einem Christopher Nolan, dem genialen Schöpfer von Sachen wie 'Memento', 'Inception', 'Following' oder 'The Prestige' reicht das einfach nicht! Der Film wirkt zu beliebig! Es ist nur einer von Vielen! Vor allem hätte man mehr aus der Grundidee des Filmes herausholen können, mehr damit spielen können! Ich war so enttäuscht von dem Film!
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Blindguardian94 Tue, 01 Jan 2013 16:11:09 -0000
Antwort löschenNach dem ersten gucken, hast du gesagt der ist genial :D
heiko.buschhaus Tue, 01 Jan 2013 21:56:47 -0000
Antwort löschenDer Begriff "Nach dem Gucken" ist sehr weit gefasst, sehr relativ! (Ich persönlich meine eher den nächsten Tag, an dem ich dich von meiner Meinungsbildung in Kenntnis gesetzt habe!)
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Blindguardian94 Tue, 01 Jan 2013 22:27:45 -0000
Antwort löschenDas war n paar Wochen später, als du ihn nochmal gesehen hast :D
heiko.buschhaus Wed, 02 Jan 2013 15:23:42 -0000
Antwort löschenIch habe den Film disen Mai und dan erst im August wieder gesehen, und da hatte ich meine Meinung schon! Bonner, das war ein oder zweit Tage nach dem Gucken mit dir, glaub mir!
Lester Burnham Fri, 28 Dec 2012 18:09:00 -0000
Kommentar löschenHerausragend photografiertes (perfekte Kulisse!), exzellent besetztes Psychoduell, das die Grenzen von Gut und Böse - Schwarz und Weiß - im Verlauf der Handlung immer mehr zum Schwimmen bringt: Ist der Cop wirklich der Gute? Wer kann über Unrecht entscheiden, wenn er selbst wider das Gesetz handelt? Eine Hand wäscht die andere? Auf welcher Seite sind die Sympathien des Zuschauers?
Das Ende fällt ein wenig aus dem Rahmen, da macht es sich Christopher Nolan dann etwas einfach.
Fazit: Weniger Krimi als dunkler Psychothriller!
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Schmoney Fri, 30 Nov 2012 22:09:36 -0000
Kommentar löschenBang - da ist Al Pacinos Partner tot und jener kann fortan nicht mehr schlafen. Und das auch noch in Alaska. Daneben gibt es auch noch ein totes Mädchen, einen mörderischen Schriftsteller und eine mysteriöse dunkle Vergangenheit, aber all das ist eigentlich nur Beiwerk
Der Film dümpelt am Anfang seltsam vor sich hin, Al Pacino ist zwar ein eisenharter Cop, trotzdem liegt der Fokus nicht auf der eigentlichen Polizeiarbeit, die eher so nebenbei Abgehandelt wird und mehr auf den Beziehungen der Charaktere in Bezug auf Al Pacino, so bekommt Hilary Swank genug Zeit in mehreren Szenen ihre Bewunderung für den Hauptdarsteller auszusprechen. Die Erklärung fällt mit der anfangs erwähnten Szenen, der Film zeigt sein wahres Gesicht in den zwar nebligen, aber doch irgendwie unaufgeregten Sekunden nach dem entscheidenden Schuss.
Und diese Unaufgeregtheit, vielleicht kann man es auch Bodenständigkeit nennen, bleibt. So suggeriert der Film zwar kurz, dass es auf ein psychologisches Spiel zwischen 2 Männern, die beide Dreck am Stecken haben, hinauslaufen wird, rudert dann aber Gott sei Dank zurück, entlarvt Robin Williams als einen erbärmlichen, zu viele Krimis guckenden Wicht und überlässt klischeehafte Rivalitäten anderen Thrillern.
Genauso wenig sind es ethische oder gesellschaftliche Fragen, die in Frage gestellt wird. Natürlich, am Ende kommt die langerwartet Auflösung Al Pacinos Vergangenheit und der Grund für das interne Verfahren gegen ihn, aber mit diesen Dingen hat der Polizist, so scheint es, abgeschlossen, die sich daraus ergebenden moralischen Fragen, mögen sie auch noch so interessant sein, werden nicht weiter behandelt. Es ist die gegenwärtige Schuld, die Pacino belastet und so dient sein Geständnis nur als Aufhänger für das schöne Zitat der Wirtin:
"I can't judge. There are two kinds of people in Alaska: those who were born here and those who come here to escape something. I wasn't born here."
Auch der Zuschauer soll nicht urteilen, sondern die Al Pacinos Krise miterleben. Und das ist manchmal gar nicht so einfach, denn wenn es mal wieder Beweise zu platzieren oder zu vertuschen gibt, so muss man schon genauer hingucken, um Al Pacino den Wunsch anzusehen, endlich entdeckt zu werden. So gesehen haben wir es hier mit einem Drama, versteckt im Korsett eines Thrillers zu tun.
Deswegen ist das Ende auch ohne Zweifel ein Happy End, schöner hätte Al Pacino seinen Frieden nicht finden können!
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cruzha Tue, 27 Nov 2012 16:40:26 -0000
Kommentar löschenGelungener Krimi, der den Zuschauer mit moralischen Fragen konfrontiert, ohne den Holzhammer zu nutzen: Wann wiegt Schuld schwerer? Und kann eine Schuld überhaupt schwerer wiegen als die andere?
Christopher Nolan kann sich hier auf Pacino und Williams verlassen, die beide grandios gut spielen. Auch die fiebrige Athmosphäre der ewig taghellen Kleinstadt in Alaska ist wunderbar eingefangen und trägt ihren Teil zur gelungenen Stimmung bei.
Leider ist die erste Hälfte inszenatorisch recht zäh und teilweise langweilig geraten. Sobald Robin Williams aber auf die Bildfläche tritt, gewinnt Insomnia an Tempo und hat seine stärksten Momente.
Durchaus zufriedenstellende Kost, der man eine Chance geben sollte.
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craax Fri, 23 Nov 2012 03:04:25 -0000
Kommentar löschen„Die Wahrheit ist eine unerbittliche Geliebte“
Zu Füßen der unvergleichlichen, wahrhaft grandiosen Monumentalität Alaskas entwickelt sich ein Drama inmitten winzigen menschlichen Krautwuchses zur Gestalt von antik griechischen Ausmaßen. Es geht um Wahrheit; es geht darum, sich den Göttern zu nähern - dienend – oder im Gestus anmaßender Selbstüberhebung, als wäre man einer von ihnen. Die Braue hebt sich; zerschmettert liegt er da, der Moment, als einmal unachtsam abgewichen wurde, von dem Pfad, auf dem zu bleiben ist, wie der letzte Rat lautet, den Jung- Agentin Ellie Burr von ihrem Mentor erhält.
Christopher Nolan hat in diesem Film, der von allen seinen mir bekannt gewordenen Werken am besten gefällt (jawohl !inkl.‚ Interception‘ ) eine wundervolle Intensität auf mehreren Ebenen, aber zu einem gebieterisch erlauchtem Thema geschaffen: Wahrhaftigkeit.
Sie ist wohl wert, das man sich ihr schaudernd, in gebührender Demut, in jedem Fall aber auf ihrem Niveau nähere: wenn nicht auf Augenhöhe, so doch in annähernder Rangfolge und mit Respekt, der durch Können erwiesen wird. Christopher Nolan hat es geschafft: besser als in seinen vorhergehenden Projekten, steckt in diesem Vornehmen mehr : also genügend, proportioniertes Fleisch an den Knochen, um tatsächlich genau einem lebenden,- und erlebenden Menschen zu entsprechen. Dies Drama, so nördlich elementhaft es ist, erscheint in Menschengestalt,- und nach ihrem Maß, vor Augen,- faßbar die Hand reichend, so das wir nicht das Gefühl haben, einen bloßen Fingerumfang zu umschließen oder auf der Hand Cyclops gehoben zu werden. Die Verhältnisse stimmen; bzw. (denn sonst nichts zu berichten wäre) sie stimmen überhaupt nicht.
Gäbe es keine Unwahrheit, müßte man nach der Wahrhaftigkeit nicht forschen. „Der“ Wahrheit sowieso nicht; wie immer erscheint nur ein Saum ihres Gewandes, hier in der Frage nach dem Mörder von Kay, einer Siebzehnjährigen, die erschlagen,- dann aber liebevoll hergerichtet wurde. Der Täter schien nicht wirklich zu seiner Tat zu stehen; auf jeden Fall war er nicht jemand, der Zerstörung um ihrer selbst willen sucht. In der unberührbar erhabenen Einsamkeit Alaskas, in der menschliche Dinge eher Ungeschick erfahren, spürt ein in der Aufdeckung dessen weitfort – oder herab- gestiegener Spezialist aus einem der diesbezüglichen globalen Experimentier-Schmelztiegel eingeflogen -, aus L.A. -, diesem Verbrechen nach - und den Umständen und Verwicklungen, die in dieser abstinenten Ecke der Welt zu ihm geführt haben können. Den altbewährten Cop stellt Pacino – überwältigend in seiner Präsens und Intensität, wie immer. Ein ganz Großer; ein herrlicher Darsteller, beeindruckend, welche Rolle immer er mit Gegenwart, und Vergangenheit, erfüllt. Wüßte man auch um ihre Zukunft, müßte man den Film nicht mehr sehen ; aber, da bei wahrhaft triftigen menschlichen Geschichten immer interessiert, wohin es führen wird mit uns, bleiben wir achtsam in Bann.
Die Entfaltung der Ereignisse nimmt, ganz wie von selbst, erstaunlich unvorhergesehene verschlungene Pfade und endet,- zumindest des frühen Mittings der Geschichte,- da, wo Cop und Täter sich auf Augenhöhe begegnen: denn an beider Hände klebt mittlerweile unwillentlich (zumindest so die Behauptung) vergossenes unschuldiges Blut – der Cop erschoß zuvor im unsichtigen Nebel versehentlich? seinen zerstrittenen Teampartner-Kollegen („Ehrlich, ich weiß es nicht, ob ich es wollte“ oder- ), und der andere – ein zivilisierter, bücherverkrochener Literat – behauptet von seinem Tathergang dasselbe: auch er „hat es nicht gewollt“. Auf dieser Ebene und an dieser Stelle des Films ziehen Jäger und Gejagter gleich – genug für manch anderen Film dieser Strickart – aber es wäre keiner (Film) von C. Nolan, würde es bei dieser Sicht der Dinge stehenbleiben.
Es ist immer gut, wenn man versichert sei, wer die Guten sind („die ... zuviel zweifeln, die Bösen zu wenig“...) ; und hier ist Pacino ‚eigentlich‘, wie wir spüren wollen?, der Gute. Oder? Zumindest glaubt er, das er riechen kann („...Dobbs!“) wenn jemand schuldig , zumindest der Tatverursacher, ist. Und der so bequem domestiziert erscheinende Literat? – “jemand schlug zehn Minuten auf dieses Mädchen ein, bis es starb‘. Affekt eines „zehnminütigen“ „Augenblicks“? – Zumindest zweifelt auch der Literat – mit aller Macht seiner Imagination – nicht daran, das „es“ passierte, nicht, das er „es tat“. Er sieht sich gleichgestellt; kann es, zumindest äußerlich im Recht,- da er Zeuge war, wenige Meter entfernt im Nebel verborgen (immerhin als verfolgtes Wild), wie der Unfall oder was immer es war, zwischen „Dormer“ (‚dormer“ frz. „träumen“) und seinem – dissidenten - Kollegen passierte, der diesen das Leben kostete.
Da es sich um keine übliche Strickmuster-Krimipersiflage handelt, wird auch ausführlich darauf eingegangen, wie dieser überbliebene altgediente Seniorpartner – der Cop, welcher hier ‚der Täter‘ ist, zum Hörer greift, um die Familie – ein Kind nimmt den Anruf entgegen, bevor es an seine ‚Mutter‘ weiterreicht – in Kenntnis zu setzen. Warum soviel Aufwand? Weil es adäquat zeigt und auf die Höhe des Geschehens hebt, von der dieses Werk eigentlich zehrt – Wahrhaftigkeit, die man erleben, spüren können soll. Wahrhaftigkeit oder eben das Gegeneil, die Versagung ihrer, eben : Unwahrhaftigkeit: müßte er nicht sagen: Ich war es, es tut mir leid, es war ein Unfall, ich wollte es nicht? – warum hier Schweigen? – weil „er sich selbst nicht sicher war?“ – dies Reden: wenn „du das Schwein stellst, Will – nimm ihn nicht fest, hörst du, nimm ihn nicht fest!“ – hört derjenige, der sich selbst exekutieren sollte, von Gerechtigkeits--Beauftragung willen?
- Man muß zugeben: das Dilemma ist geschickt und nachvollziehbar gestellt, das Rutschen - und immer –tiefer –Hineingeraten in den Sogzwiespalt der Lüge, des verfehlten Moments der Wahrheitsverpflichtung,- der unverstellten Ergebung zumindest bis zum unausweichlichen Punkt der Eigendynamik der Geschehnisse, die uns Menschen „passieren“, Prüfsendung der Götter,- des Zugegebenen der Ohnmacht dem Fatum gegenüber, das wir immer zu steuern und steuern zu können uns einbilden - ist hervorragend gelungen. Bald weiß man nicht mehr, wer (noch) gut und wer eigentlich nie wahrhaft böse war oder ist oder werden wird oder warum, zum Teufel, wir es auf diese Weise nicht auch werden können sollten; nun gut, bequem, wer nur dem Drama „anderer Personen“ zuzugucken können meint. Der empfindsamere Teil der Menschheit: ist sich (seiner?) vielleicht nicht ganz so sicher. „Die Guten zuviel, die Bösen zu wenig...“ - .
Es kommt soweit, das der „gute“ Cop dem Wunschkandidaten seiner Täterliste ein Corpus malefactum unterschieben will, um ihn ans Messer zu liefern – dieser aber, typisch Nolan, a) die Sache (ohne das Cop oder wir es bis zum beabsichtigten Augenblick es ahnen) spitz kriegt, und b) im Fluß der sich rasch fortspulenden Ereignisse diesen (Cop) dazu kriegt, einem gänzlich Unschuldigen wenn auch Verdächtigen (dem prügelnden, zerstrittenen Freund des Opfers) die Tat in die Schuhe zu schieben – was dieser nicht ablehnt, da er selbst zunächst in der Erpresserfalle steckt, und zudem (ohne das er, wir aber es ahnen (& gezeigt kriegen),- (denn Nolan, wie gesagt, versteht sein Handwerk) – also: zudem ...eine junge Azubi-MissMarple, eben jene junge Polizistin Ellie Burr - wiederum ihm, mißtrauisch geworden, auf der Spur ist und im Begriff, ihm dem Aufrechten auf die Schliche zu kommen – wozu er sie, selbst, vorstößt, als sie im Begriff steht zu erlahmen,- als wollte er von ihr (nicht unbedingt von ihr, aber von jemand), überführt werden,- denn er scheint sich durchaus zu wünschen: das die Wahrheit, die so fragile Schönheit,- unbefleckt und aufrecht bleibe.
Immer wenn er den Wunsch äußert,- gar selbst zu gestehen und sich zu stellen, dem sanften Bösewicht gegenüber (und wir dabei nie zu fassen kriegen, wer und was der, das oder dies Böse es eigentlich nun wäre),- während sich das verantwortliche Übel fortwährend vor unserem Zugriff auflöst und verflüchtigt um an anderer Stelle wieder zu materialisieren – etwa wenn der tote Hund beschossen wird, oder, ganz anders, der von Schlaflosigkeit – Insomnia- gequälte Polizist, seine Tatvisionen wiedererlebend, vor Augen hat – unser empathisches Mitleid erweckt,- immer wenn dieses flüchtige Böse, in unseren oder des Polizisten Augen, tatsächlich kurz wieder Gestalt annimmt und wie er den einmaligen Täter: den Schriftsteller – an seiner statt - stellen, vernichten und nicht entkommen lassen will in aufflackerndem Behauptungswillen – wird er von diesem zu weiterer Lüge, ja noch einem Schritt mehr auf abschüssigem Gelände, gezwungen, um sich weiter zu verstricken. Dabei geht es ihm (dem altgedienten Gerechtigkeitsgläubigen) beileibe nicht nur um persönliche Ungeschorenheit; nein er weiß, sein Fall würde zu Revisionsverfahren vieler aufgrund seiner Glaubwürdigkeit verurteilter Gewalttäter führen – und anschaulich beschreibt er seiner Hotelwärterin gegenüber in einer Szene, die einem Tatgeständnis seiner Verstrickung gleichkommt, einen besonders abscheulichen Fall eines Kindschänder-Täters, dem er durch untergeschobenes Belastungsmaterial zur Verurteilung im Sinne einer „Höheren Gerechtigkeit“ verholfen hat („...Dobbs!“), der – und mit ihm viele andere Einsitzende seines polizeilichen ‚Lebenswerks‘- vermutlich im Falle seiner Verurteilung wieder freikommen würde - Ausrufezeichen. Er kann also so einfach nicht aufgeben und sich stellen, denn es geht nicht allein um ihn, als Person – er ist oder sieht sich gleichsam als Haftpolice des Rechtssystems der gesellschaftlichen Versicherung auf Gerechtigkeit – zumindest Sicherheit, für kleine achtjährige Jungen, beispielsweise. Der Witz ist, das Nolan solche Argumentation nie glaubwürdig danebengeht. Bereitwillig glauben wir der Weltsicht des alten Verbrechensverhüters aus Überzeugungsleidenschaft, von denen wohl gut ist, das es sie tatsächlich gibt.
Immer, wenn also der Drang in ihm übermächtig wird, diesen Täter, den er bereits für sich - und seiner eigenen zugegebenen Aussage nach – überführt hat,- doch dingfest und unschädlich machen will, schnappt die Falle, in der sich selbst gefangen hält durch begangene Unwahrhaftigkeit: er haßt sie, und er muß ihr dienen -. Der Mörder will entkommen; er soll entkommen lassen, und dabei alles verraten, was (glaubhaft) als Wert in ihm (dem tatsächlich aufrechten Sühneritter) steckt (Telefonat mit seinem Vorgesetzten: „Ich verachte euch alle, die ihr nie den Mut hattet, echte Cops zu sein!“)
An diesem Punkt der Verzwickung wissen wir selbst nicht mehr, wie sich die Geschichte zu einem akzeptablen lösbaren Ende hinneigen soll – Mord? Der selbsteigene, des Polizisten, unter Hinzu-Mitnahme vielleicht seines Alter Ergos? – die Polizistin : wird sie gar „den Guten“ im letzten Moment wegschnappen, und das unerkannte Übel entrinnt, triumphierend? Wird noch aus dem ‚unschuldig Schuldigem‘ im weiteren Verlauf der Verstrickend ein ganz und gar, wissent- und willentlich ‚Ganz-Schuldiger‘, der Selbstschutz-Mörder an seiner jungen aufrechten Kollegin? Zuvor kommt alles noch zu einem unaufgedeckten,- doch alle Welt scheinbar befriedigendem Ende: der junge Mann (wie wir wissen, unschuldig, ist verhaftet, Friede Freude Eierkuchen, Gratulationen und Schulterklopfen, der Rückflug gebucht – die Kollegin knapp vor, aber noch nicht am Ziel – und sehr ambivalent (hervorragende Spielleistung!) unsicher, ob sie den Fall durchschauen „soll“ oder nicht – denn Cop ist ihr bewunderter Mentor, und was wir nicht wissen, macht sie nicht heiß, und setzt er sie nicht immer weiter auf die, d.i. denn seine, Spur? Soll sie ihm folgsam sein oder nicht? Wie gesagt, an diesem Punkt maximaler Verzwickung – und Erschöpfung,- denn er der Schuldig-Unschuldige, hat seit sechs glaubhaften Tagen nicht geschlafen (was für eine Metapher eines Ausnahmezustands!), könnte alles, in der offiziellen Beilegung und dem „Gelöst-Status“ des Falls, in einen wie so oft anzutreffenden Dornröschen-Dämmerzustand der Dame Rechtsame hinübergleiten – und ehrlich gesagt, soll man den Spagat noch länger aushalten – da zückt der Regisseur Nolan unerbittlich die Regieklappe und steigert die Wahrheitslösung ins furiose Finale – den Zuschauer, ob er will oder nicht, an den Haaren hinterherschleppend,- welcher selbst längst nicht mehr weiß, ob er den Fall der Einfachheit /und Erschöpfung halber nicht zu den (nur offiziell) ausgestandenen Akten legen soll. Soll er nicht. „Die Wahrheit ist eine unerbittliche Geliebte“. Sie muß und will ans Licht, auch wenn wir die Augen kaum noch, auf gerader Strecke nicht, offenhalten können,- uns eingebildete Truckhupen wie Trompeten von seien wir Jerichos Mauern - schrecken.
Der Cop, schwebend zwischen gut und böse, die noch unbescholtene, unverweste Wahrheitstrapperin (unmerklich) dicht auf den Fersen (die Hoteliersconcierge, der er in seinem Drang nach Wahrheit quasi ein Geständnis ablegte, wie zuvor der Täter ihm gegenüber es tat, bereits weit hinter sich gelassen) („es tut gut, darüber zu sprechen, ich glaube, heute Nacht werde ich (das Böse)(?) schlafen können“),- der mittlerweile zwischen Wachtraum und Schlaf wie zwischen Rein und Unrein schwebende Cop macht sich instinktiv – statt zu einem Rückflug – auf den Weg zum Verbrecher – simultan mit der anderweitig aufklärenden Polizistin. Wie so oft, wenn Ödipus selbst nicht mehr weiter weiß – bahnt das Schicksal sich höchsteigen seinen Weg zwischen all den verflochtenen Gestalten und nimmt sein Ding selbst in die Hand: Bewährungschancen – sind es nicht Pflichten? - gibt es immer wieder, nie die einmal-für-immer festlegende Situation,- das Leben - verharrt nicht tot :
der bis hierhin unschuldig unentschieden scheinende Aus-Versehen-Verbrecher- und -Mädchenmörder erweist sein wahres Wesen und Gesicht: die junge Agentin, angesichts des überführenden gesuchten Opfer-Tatkleides, wird im Augenblick der beabsichtigten Festnahme vom nunmehr skrupellosen Wieder-Tatwilligen überwältigt, um sich ihrerseits als nächstes taugliches Delikt zu erweisen; da erhält der ankommende, unentschiedene schwebende Gutwillige abermals die Bewährungsprobe. Wird er den (zukünftigen weiteren) Totschläger abermals decken um mit ihm sich zu schützen, oder wird er sein, was er in seiner Herzensüberzeugung von sich zu sein glaubt – einer, der das Böse, um seiner selbst willen, haßt und verneint,- und nicht ‚sich geschehen‘ zu lassen duldet? – Ein Weg öffnet sich, und der Cop erweist sein Schicksal; zu Nolans und unserer Befriedigung gibt er der Story an diesem Punkt die von uns allen gewünschte und einzig ertragbare Wendung – denn wir alle wollen doch leben in einer Welt, von der wir glauben, das sie eine gute sei,- oder?
Und fünf Minuten vor (Film)Schluß, sei uns auch einfach nur, endlich, Erholung und Abspannung gegönnt,- wenn die auch in einer wütigen Schießer- und Knallerballerei wildert; so doch haben wir die Genugtuung, eine „moralisch saubere“ Lösung, bis eben noch unmöglich außerhalb eines Desasters, wie durch Zauberei a la Nolan, präsentiert zu bekommen,- zumindest einen Augenblick lang in greifbare Nähe gerückt für möglich zu halten. Er der nunmehr endlich aus der Schwebe entschiedene Gute hätte nicht einmal dabei draufgehen müssen, wenn die Polizistin einfach der Stimme der Einfühlung gefolgt wäre, und die belastende den Cop der sie rettete- überführende Patronenhülse, wie sie es nun sogar selber will,- in der See verschwinden lassen würde. Die Schauspieler agieren so überzeugend, das Nolan selbst uns zur Ordnung rufen muß: hier geht es nicht um gefühlte, sondern um blinde – hart aber wahr- Gerechtigkeit, und so läßt er den sterbenden Cop die wurfbereite Hand von Jung-Ellie, der bis hierhin unbestechlich reinen Wahrheitsforscherin, unversucht statt seiner, innehalten -, und zuletzt sagen, was wir bereits zuvor vernahmen: „...bleiben Sie nur immer.. auf Ihrem Pfad“.
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Freidenker Tue, 06 Nov 2012 11:28:48 -0000
Kommentar löschenWen man an Christopher Nolan denkt,denkt man vor allem an Inception und seine Batman Filme,"Insomnia" wird dabei leider oft vergessen,wobei deiser im Vergleich zu den anderen genannten Filmen kaum schlechter ist.
Am Anfang erscheint der Film eher als ein normaler
Krimi doch schnell entwickelt sich der Film zu einen packenden und hochspannenden Psycho-Thriller.
Vor allem das Psychoduell zwischen Al Pacino und Robin Williams ist einfach großartig.
Robin Williams zeigt auch hier wie schon in One Hour Photo(ebenfalls 2002) das er auch ernste Rollen und insbesondere psychopathische Mörder hervorragend spielen kann.
Al Pacino ist ebenfalls hervorragend in seiner Rolle als Cop Dormer,es gelingt ihm wirklich beeindruckend die innere Zerrissenheit und Schlaflosigkeit darzustellen.
Hilary Swank die hier eine neue und noch recht unerfahrene Polizistin spielt,ist auch wen sie sehr solide spielt nur eine Nebenfigur.
Daneben Punktet der Film vor allem durch eine wirklich grandiosen Atmosphäre und spektakulären Aufnahmen von Alaska,ein Handlungsort der einfach genial gewählt ist.
Auch wen ich das norwegische Original " Todesschlaf" nicht gesehen habe so scheint "Insomnia" doch ein sehr gelungenes US-Remake zu sein
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cpt. chaos Tue, 06 Nov 2012 17:27:59 -0000
Antwort löschenDen muss ich mir wohl auch nochmal ansehen... ;o)
Dr.Hasenbein Mon, 05 Nov 2012 23:40:29 -0000
Kommentar löschenInsomnia hat es trotz hochkarätiger Stars wie "Al Pacino" oder "Robin Williams" nicht gerade leicht in der "Christopher Nolan" Filmographie.
Steht er doch zwischen seinem ersten richtigen Achtungserfolg "Memento" und dem Anfang seiner Blockbusterkarriere mit "Batman Begins".
Es ist schade dass dieses Thriller/Drama so wenig Beachtung gefunden hat
und jetzt schon fast in vergessenheit geraten ist.
Von der Machart erinnert "Insomnia" natürlich eher an die Frühwerke des Regisseurs, und kann mit einer exzellenten Performance eines tollen "Al Pacino" aufwarten der schlaflos durch den Film taumelt während sich die Schlinge um seinen Hals immer weiter zu zieht.
Robin Williams scheint in dieser Phase seiner Karriere mal etwas anderes probieren zu wollen und spielte gleich in drei hintereinander folgenden Filmen einen "Bösewicht".
Da man ihn zwar eigendlich eher als Clown vom Dienst kennt mag es im ersten Moment schwer zu sein ihn sich in einer solchen Rolle vorzustellen,
da er aber auch in einigen ernsten Filmen sein Talent unter Beweis stellen durfte nimmt man ihm die Rolle des Schurken ohne Probleme ab und hebt sich so von anderen Filmbösewichten angenehm ab.
Hilary Swank gibt den vernünftigen Part in dieser Geschichte wo die Grenzen zwischen gut und böse immer weiter verschwimmen und erinnert als taffe Polizisten sogar manchmal an "Frances McDormand" aus Fargo.
Zwar kann der Film die Spannung nicht konstant aufrecht halten,
kann das aber dann mit den talentierten Schauspielern einer guten Regie und den schönen Landschaftsaufnahmen ausgleichen.
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cpt. chaos Tue, 06 Nov 2012 17:40:23 -0000
Antwort löschenHab leider verpasst, mir den nochmals anzusehen, wird aber nachgeholt... ;o)
Dr.Hasenbein Tue, 06 Nov 2012 19:38:47 -0000
Antwort löschenJa, mach das mal.
Es lohnt sich mal wieder, habe ihn gestern auch nach ca. 8 Jahren endlich mal wieder geguckt!
TheDrPepperPower Thu, 04 Oct 2012 04:27:18 -0000
Kommentar löschen"Insomnia" ist das vielleicht am wenigsten beachtete Werk von Christopher Nolan, einem der einflussreichsten Regisseure der letzten Jahre. Nichtsdestotrotz halte ich es für ein oft unterschätztes und fast fehlerfreies Meisterwerk, das sich gleich nach dem wahrhaft genialen und nahezu unerreichbaren "Memento" als zweitbester Film in sein Gesamtwerk einreiht. Diese Aussage dürfte den ein oder anderen sicher verwundern, denn schließlich ist Nolan heutzutage eher durch seine aktuelleren und erfolgreicheren Filme wie "Inception" oder die kürzlich vollendete Batman-Trilogie bekannt. Mit seiner dritten Regiearbeit ist Nolan aber ein ungewöhnlicher und in vielerlei Weise besonderer Mystery-Thriller gelungen, der seine großen Blockbuster an Klasse sogar noch übertrifft.
Der erfahrene Detective Will Dormer (AL Pacino) wird von Los Angeles nach Alaska beordert, um der lokalen Polizei bei der Aufkärung eines Mordes zu helfen. Das Opfer, ein 17-jähriges Mädchen, wurde ohne Indizien auf ihren Mörder auf einer Müllhalde gefunden. Neben seinen folgenschweren Ermittlungen sieht sich Dormer auch bald einem weiteren Problem ausgesetzt: Schlafstörungen. Denn zur momentanen Jahreszeit wird es in Alaska nie dunkel. Für den alteingessenen Polizisten beginnt ein schwieriger Weg zur Aufklärung eines grausamen Verbrechens, auf dem er selbst zunehmend in einen Strudel aus moralisch verwerflichen Taten gerät. Während bedingt durch seinen Schlafmangel Realität und Vorstellung allmählich zu verschwimmen beginnen, muss sich Dormer letztendlich fragen, ob er immer noch auf der richtigen Seite des Gesetzes steht: "The end justifies the means, right?"
Als Remake des 1997 erschienenen norwegischen gleichnamigen Werkes konzipiert, hat Nolan 2002 dessen interessante, aber nicht völlig ausgereizte Geschichte nach Alaska transferiert und mit einem fokussierteren Skript, einem Al Pacino in Höchstform und einer noch beeindruckenderen Atmosphäre als im Original der Story neues Leben eingehaucht. Was diesen Film neben seiner spannenden Geschichte so unglaublich wundervoll macht, ist die mit eindrucksvollen Bildern operierende und mit vielen tollen Schnitten verfeinerte Kameraarbeit, mit der Nolan auch zwei Jahre zuvor in "Memento" schon zu verzaubern verstand. Aber auch inhaltlich weiß der Film zu überzeugen. Nach der zunächst im Vordergrund stehenden Krimigeschichte, bewegt sich das Werk mit zunehmender Laufzeit immer mehr in Richtung der moralphilosophischen Frage: was bedeutet Gerechtigkeit und wie weit ist man bereit für sie zu gehen?
Leider scheint "Insomnia" bei vielen eher auf Ablehnung zu stoßen. Sein Plot wird als unspektakulär, seine Inszenierung als zu langatmig beschrieben. Ich kann diese Vorwürfe allerdings überhaupt nicht unterschreiben. Einzig das Ende erscheint im Vergleich zur vorher einwandfrei entwickelten Geschichte als ein wenig unbefriedigend. Trotzdem ist der vorliegende Film ein Meisterstück in Sachen Mystery-Thriller, eine besondere Art von Kunst, von der wir im zeitgenössischen, von Blockbustern dominierten Kino nicht mehr viel zu sehen bekommen. Filme wie dieser, die durch ihre Liebe zum Detail, ihre intelligente Geschichte und ihre glaubwürdig und ergiebig geschriebenen Charaktere bestechen, sind heutzutage eine Seltenheit geworden. Von daher kann ich "Insomnia" einem jeden für "ruhige" Filme aufgeschlossenen Cineasten kompromisslos empfehlen.
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vanilla Tue, 25 Sep 2012 07:19:03 -0000
Kommentar löschenfür mich einer der schwächeren Filme von Nolan, aber auf keinen Fall ein schlechter Film. Im Gegenteil, die Optik und die Schauspieler überzeugten mich auf ganzer Linie (vor allem Pacino spielt den schlaflosen Cop überragend). Das Setting ist auch perfekt gewählt, die schönen eisigen Landschaften, einfach traumhaft. Leider muss ich sagen das der Film mit der Zeit etwas abbaut und manchmal auch der Spannungsbogen nachlässt. Aber sehenswert ist er auf alle Fälle.
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Staffmann Tue, 04 Sep 2012 20:06:10 -0000
Kommentar löschenHat mich irgendwie an den Maschinist erinnert, wobei ich da die Umsetzung wesentlich besser fand. Trotzdem ein guter Film, auch wenn er im Vergleich zu Nolans anderen Filmen stark abfällt.
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TheDrPepperPower Thu, 04 Oct 2012 04:33:58 -0000
Antwort löschenWas hat dich denn hier an The Machinist erinnert?
Staffmann Thu, 04 Oct 2012 10:44:48 -0000
Antwort löschenDie ganze Thematik, nicht schlafen zu können. In beiden Fällen aus Schuldgefühlen.