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Inception

Inception (2010), US Laufzeit 148 Minuten, FSK 12, Actionfilm, Science Fiction-Film, Thriller, Kinostart 29.07.2010


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8.0
Kritiker
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8.2
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59699 Bewertungen
1053 Kommentare
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von Christopher Nolan, mit Leonardo DiCaprio und Joseph Gordon-Levitt

Inception ist Christopher Nolans verschlungener Psycho-Thriller um Cyber-Diebe, die in die Träume ihrer Opfer eindringen, um dort Ideen zu stehlen – oder neue Ideen einzupflanzen.

Handlung von Inception
Inception ist eine Mischung aus Science-Fiction-Thriller und Heist-Movie: Dank modernster Technologie ist es in naher Zukunft möglich, in Träume und somit in das Unterbewusstsein von Menschen einzusteigen. Das Einsteigen bedeutet mithin auch die Möglichkeit des Stehlens fremder und bisher ureigenster Ideen. Ein Meisterdieb auf dem neuesten Gebiet der Firmenspionage ist Dom Cobb (Leonardo DiCaprio), was ihn nicht nur im positiven Sinn zu einem besonders gefragten Mann macht. Um endlich wieder ein normales Leben führen zu können, muss er nur noch den einen letzten Job erledigen: Diesmal soll er aber keine Idee stehlen, sondern eine Idee in das Unterbewusstsein eines Opfers einpflanzen. Was sich an den Einsatz anschließt, geht über sein Vorstellungsvermögen und das des Publikums bei weitem hinaus.

Hintergrund und Infos zu Inception
Regisseur Christopher Nolan kann nicht nur Remakes, Reboots oder Relaunches, wie er eindrucksvoll mit Insomnia – Schlaflos und vor allem den Batman-Neuverfilmungen Batman Begins und The Dark Knight bewiesen hat. Gerne verbindet er dabei Oldschool-Techniken mit den Möglichkeiten des digitalen Zeitalters. Dass dies ein visuell äußerst starker Film werden würde, darauf deuteten bereits die Trailer von Inception hin. Den Darstellern war dies allerdings bereits auf Drehbuch-Ebene klar. So äußerten die Nebendarsteller Cillian Murphy und Ken Watanabe in einem Interview unisono ihr Erstaunen über die Visualität des Films, nachdem sie das erste Mal das von Nolan selbst verfasste Drehbuch gelesen hatten. Inception stellt aber nicht nur unsere Sehgewohnheiten auf den Kopf. Er ist auch ein packender Thriller, der durch sein Schauspielerensemble zu überzeugen weiß (u.a. mit einem weiteren Nolan-Favoriten, nämlich Michael Caine). Komplex und vieldeutig, so müsse man laut Leonardo DiCaprio Inception bezeichnen, wolle man der Story und ihrer Umsetzung gerecht werden.

Für die Produktion von Inception standen Christopher Nolan geschätzte 200 Millionen Dollar zur Verfügung: Es ist sein bisher ehrgeizigstes Projekt, das in seiner Ästhetik an Matrix erinnert, darüber aber hinaus geht. Inception ist Nolans wahr gewordener Wunsch-Traum über die Möglichkeit, Träume nicht nur bildlich darstellbar zu machen, sondern auch zu manipulieren. Somit steht der Film auch für den Einblick, den ein Regisseur in sein Innerstes gewährt. (EM)

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Mehr Bilder (37) und Videos (7) zu Inception


Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Inception
Genre
Actionfilm, Science Fiction-Film, Mysterythriller
Zeit
Gegenwart, Zukunft
Ort
Fantasiewelt, Flugzeug, Paris, Vereinigte Staaten von Amerika
Handlung
Alleinerziehender Vater, Architektur, Autounfall, Bestechung, Blockbuster, Einbruch, Experten, Gegenwehr, Gehirn, Gehirnwellen, Heimweh, Industriespionage, Irrgarten, Kampf, Kampf auf Leben und Tod, Manipulation, Perfektes Verbrechen, Realitätsverlust, Rückkehr, Schießerei, Schlechter Vater, Schusswechsel, Schwerelosigkeit, Sehnsucht, Spionage, Suizid, Team, Traum, Traumwelt, Täuschung, Täuschungsmanöver, Unterbewusstsein, Vater-Sohn-Beziehung, Verbrechen, Verfolgung, Verfolgungsjagd, Verlust der Ehefrau, Verlust der Großen Liebe, Verlust des Vaters, Verlust einer geliebten Person, Verwicklungen, Verwirrung, Waffe, Widerstand, Wunschtraum, Zeitmangel
Stimmung
Aufregend, Geistreich, Spannend
Zielgruppe
Männerfilm
Tag
70mm und IMAX, Blockbuster, Epos, Mindgame-Film
Verleiher
Warner Bros. Pictures Germany
Produktionsfirma
Warner Bros.

Kritiken (59) — Film: Inception

DrAsokan: Filmstarts DrAsokan: Filmstarts

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5.0Geht so

Was mit Inception aber vorliegt, ist ein handwerklich makelloses, elegant und stilvoll gestaltetes Event-Movie, dessen bildgewaltigen Momente traumwandlerischer Schwerelosigkeit (Arthurs paradoxe Kampfakrobatik im sich drehenden Hotelkorridor) und optischer Tricks (die Straßen von Paris beugen sich im wahrsten Sinne des Wortes vor Adrianes Vorstellungskraft), unnachgiebig angetrieben von Hans Zimmers gewohnt majestätischer, dynamisch-rasanter und dabei doch romantisch-berührender Musik, allein schon das Kinoticket wert sind. Trotz einiger Längen, vor allem im actionlastigen letzten Drittel, kann sich der Film nach seinen ersten, rasant zwischen Realität und Traum, und zwischen Traum und Traum wechselnden Minuten bis zu seinem cleveren Schluss der Aufmerksamkeit seiner Zuschauer sicher sein. Was ihn allerdings davon abhält, der Film zu sein, für den er sich hält und als den ihn seine nicht wenigen Bewunderer momentan zelebrieren, ist – ironischerweise – seine mangelnde Imagination und Substanz. Die doch sehr abgedroschenen Traumatas des Protagonisten Cobb (die Schuldgefühle über den Tod seiner Frau, gespielt von der schön mysteriösen Marion Cotillard, erinnern uns zu sehr an Memento, Solaris, 2002, und an den anderen DiCaprio-spielt-einen-Besessenen-Streifen des Jahres, Shutter Island) und seines Opfers Fischer, Jr. (die ödipalen Schuldgefühle gegenüber seinem verstorbenen Vater, gegeben vom sträflich unterforderten Pete Postlethwaite) sind ebenso wenig interessant wie die enttäuschend farblosen Mitglieder von Cobbs Heist-Team, die allesamt sehr gut besetzt sind, aber nur wenig zu tun haben.

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sebastian.hallmann.77: Review-Corner.de sebastian.hallmann.77: Review-Corner.de

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9.0Herausragend

[...] Nolan versteht sich wieder einmal geschickt darauf, einen Spannungsbogen aufzubauen und auch permanent auf einem guten Niveau zu halten. Gerade zu Anfang gelingt es ihm auch oft noch, den Zuschauer im unklaren darüber zu lassen, in welcher Traumebene sich seine Protagonisten nun derzeit bewegen. Spätestens zur Hälfte jedoch wird durch stilistisch absolut unterschiedliche Settings und Stilmittel klar definiert, wo man sich derzeit befindet. Was manch einer als Manko sehen mag, ist für mich persönlich aber ein durchaus gutes Mittel, um den Film nicht zu undurchsichtig werden zu lassen. Hätte der Regisseur auf diesen Kniff verzichtet, wäre Inception wahrscheinlich wirklich zu dem Hirnfick geworden, als der er durch manche Berichte dargestellt wird. So jedoch hat man zu keiner Zeit den Eindruck, völlig allein gelassen vor der Leinwand zu sitzen und sich mühsam an der Handlung entlang hangeln zu müssen, wird aber auch nicht mit zu seichter Kost schnell und billig abgespeist. Neben dieser interessanten Idee setzt Nolan wie gehabt auch auf Action, die sich mit betont ruhigen Passagen abwechselt. Es ist also kein Effektoverflow zu befürchten, auch wenn die Schnitte in den knalligen Passagen gewohnt schnell und (teilweise schon zu) hektisch gesetzt wurden. [...]

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Movienerd: Movienerd.de Movienerd: Movienerd.de

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9.0Herausragend

Zweieinhalb Stunden, die noch nie so schnell vergangen sind. Ein Feuerwerk von visueller Magie, und ausgeklügelten Plotstrukturen, die sich dem Zuseher – wie es sich in nervenaufreibend gutem Kino gehört – nur nach und nach erschließen. Wenn die Protagonisten in die diversen Levels des Unterbewusstseins eindringen, ziehen sie das Publikum mit sich.

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Oceanic6: CinemaForever

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6.0Ganz gut

[...] Interessante Ansätze en masse, die jedoch in nichts Besseres münden, als die anhaltende Wiederholung der immer selben Erklärung: "Unterbewusstsein." Was ist Unterbewusstsein? Wie sehr ist unser Leben davon abhängig? Sehr oft bekommt der Zuschauer dieses Wort zu hören. Ein weiterer Beweis dafür, dass Nolan seinen eigenen Stoff nicht wirklich verstanden hat, ist, dass er für die Geschichte so gut wie zu keinem Zeitpunkt die richtigen Bilder zu finden scheint. Viele tun das mit der einfachen Erläuterung ab, alle Charaktere und die Welt seien Teile von Cobs Träumen. Nein, nein, nein, das ist zu einfach. Selbst wenn es so wäre, sollte sich jeder Mal einen Lynch anschauen, dort werden Träume wirklich zu Emotionen, Hölle und Grauen. !Etwas empfinden!... ist das Schlagwort, und dabei verliert sich 'Inception' in seiner eigenen Arroganz. Nolan glaubt, an der Oberfläche zu kratzen wäre ausreichend. [...]

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Oceanic6

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Vielen Dank euch allen! ;)
@Punsha: Ganz genau, 'Inception' ist halt doch noch besser als der Käse wie 'Transformers', daher halte ich Bewertungen unter 4 Punkte für etwas übertrieben. Aber jedem das Seine.^^


michael.roedlach

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@Oceanic6 tolle Kritik!


C. Friedrich: aka Filmclub (a.D.)

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6.0Ganz gut

Man hätte es eigentlich erwarten können, zumal DiCaprio gleich zu Beginn darauf hinweist, dass jeder Traum wie Wirklichkeit scheint. Aber man lässt sich dann doch von den vielen Sprüngen zwischen den Realitätsebenen verwirren, mitnehmen und ist dann am Ende zutiefst enttäuscht, dass es sich doch wieder nur um einen Film ohne jeglichen Tiefgang handelt, der aber immerhin durch einen intelligenten Aufbau glänzt. Fazit: Inception unterhält, aber mehr auch nicht.

6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

Robinson Nittke

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:D


The Pain

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die sprünge zwischen den träumen und nicht die handlung dahinter haben ihn verwirrt.


Andreas Stadler: http://darkagent.blogsit.net

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9.5Herausragend

Auch als man vom eigentlichen Film noch gar nichts wusste, ließ doch die Konstellation an Können und Talent einen außergewöhnlichen Film erwarten. Mit Christopher Nolan als Regisseur und Produzent, vor der Kamera erstklassige Schauspieler wie Leonardo DiCaprio, Ken Watanabe und Ellen Page (um an dieser Stelle nur ein paar zu nennen) und als akustischer Leckerbissen Hans Zimmer der sich wie immer für die Musik verantwortlich zeigt - da kann einfach nichts schief gehen - und ja der Film erfüllt sämtliche Erwartungen.

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Mr.Film: City of Cinema

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9.0Herausragend

„Du wartest auf einen Zug, ein Zug der dich weit weg bringen wird. Du weißt wohin der Zug dich hoffentlich bringen wird, aber du weißt es nicht sicher, aber das ist dir nicht wichtig, weil ihr zusammen sein werdet.“
"Inception" ist ein Film den man so noch nie gesehen hat, einfach Unterhaltung auf höchstem Niveau. Man folgt Dom Cobb(Leonardo Di Caprio) in sein tiefstes Inneres, man wird mit ihm zusammen seine Psyche erforschen.
Christoper Nolan nimmt sich viel Zeit um den Zuschauer zu erklären das eine Idee ganze Städte hervorbringen kann, das man instande ist eine Welt nach eigenen Regeln zu entwerfen. Wenn man das versteht, ist man noch faszinierter und der Film kommt einem noch unberechenbarer vor.
Die Idee von einem Traum der in einem Traum ist der wiederum in einem weiteren Traum spielt. Unglaublich. Und auch unglaublich umgesetzt.
Es werden einem unglaubliche Bilder geliefert, Bilder die man in Mainstreamfilmen niemals sehen würde. Die Zeitlupenszenen sind perfekt inszeniert und man genießt jedes einzelne Slow-Motion-Bild.
Neben den grandiosen Special-Effects kann man jedoch auch von einem perfekten Cast sprechen: Di Caprio hat mich schon in "Shutter Island" oder "Catch me if you can" sehr überzeugt, doch hier ist er noch einmal eine Klasse besser, ebenbürtig sind ihm Ken Watanabe und Joseph-Gordon Levitt, vorallem Levitt hat mir sehr gefallen, er hat wirklich Talent und weiß dies auch zu nutzen. Man darf auch hoffen das man Tom Hardy bald wieder bewundern darf, er hat viel Potenzial wie man hier schon sehen konnte. Aber auch die Frauen sollte man nicht vergessen, Marion Cotillard und Ellen Page kann man in jeglicher Hinsicht toll finden, hübsche und fantastische Schauspielerinnen.
Neben der ganzen exzellent gemachten Action und den ausgezeichneten phisolophischen Dialogen hat "Inception" auch eine emotionale Facette, Cobb muss noch immer etwas mit seiner Frau klären, etwas das er sehr lange verdrängt hat. Er kann es entweder schaffen sich endgültig von ihr zu trennen oder er wird für immer verloren sein. Verloren in seiner eigenen, unrealistischen Welt. Auch spielen Cobb`s Kinder eine große Rolle, er will alles tun damit er sie wieder in seine Arme schließen kann, jeder Mensch mit ein wenig Herz wird mit ihm mitfiebern.
Fazit: "Inception" ist ein von spannung gefüllter, visionärer Psychothriller, der wegen seinem außergewöhnlichem und komplexen Thema zum Nachdenken anregt.
Man kann Christopher Nolan für dieses Meisterwerk nur bewundern.
„Wir sollten keine Angst davor haben von Größerem zu träumen, Darling!“

20 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

hoffman587

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Isolation: Pass da lieber gut auf, denn wenn es um Alien(außer du magst ihn nicht) oder Michael Bay, dann wird es mit Mr Film interessant.
Mr.Film: Ich vergesse nie;)


Mr.Film

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Danke Iso :)
Jaja Hoffman, meine Meinung zu Alien wird sich auch nicht ändern und Bay ist auch nicht der Teufel als der er dargestellt wird :)


fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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9.5Herausragend

«Inception» ist ein intensives Erlebnis, das sich auf mindestens ebenso vielen Ebenen geniessen lässt, wie von den Figuren im Film durchforscht werden.

Kritik im Original 15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

draco2111

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Nicht gleich persönlich werden...


KingKoitus

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Mister, Mister...du musst den Film ja nicht mögen, aber wer ihn für "doof" hält, für den heißt es wohl intellektuell "von der Vega".


Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

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3.0Schwach

Die ersten Minuten: Bräsige Dröhnmucke von Hansi Hinterzimmer, dann spielende Kinder in Zeitlupe, dann ein am Meer gestrandeter Leonardo DiCaprio mit Schlaf in den Augen. Ob’s hier wohl um etwas total faszinierend Merkwürdiges gehen mag? Zum Beispiel Traum- und damit Identitätsfragen? Wow! Christopher Nolan, Meister des Subtilen. Philosophie wird mit Dauergeballer angereichert, Träume werden auf die denkbar fantasieloseste Art ausbuchstabiert und sind sowieso nur Zerstörung statt Kreation, vor Tiefgründigkeit flüchtet sich "Inception" mit schwergewichtiger Planlos-Action, Knalleffekten und nichts sagender Geschwätzigkeit. Und das Unterbewusstsein ist ein Fahrstuhl – doofer geht’s nimmer. Eine einzige Chose und in seiner sklavischen Erzählverliebtheit eigentlich überhaupt keiner Rede wert. Das Bemerkenswerte aber an diesem künstlich verschachtelten und unnötig aufgeblasenen Film, der letztlich nur eine uralte Fragestellung zweieinhalb Stunden lang zu Tode verschnörkelt, ist seine Fähigkeit, eine bildgewaltige Architektur aus reinem Nichts zu erschaffen und mit ihr ein Popcorn mampfendes Massenpublikum so zu begeistern, dass selbst noch der hinterletzte Vollhorst den Abspann in dem Glauben runterrasseln sieht, etwas außergewöhnlich Komplexes und Unbegreifliches gesehen zu haben. Das hat auch bei mir zumindest soweit funktioniert, als ich mich wider besseres Wissen nicht gelangweilt habe (Inception?), obwohl dieser Film bestenfalls die gestutzte gedankliche Schmalspurversion von David Cronenbergs "eXistenZ" ist. Inhaltloses Posing, reine Hülle, Kino fürs Ego. Bäh.

116 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 323 Antworten

der cineast

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Kann mir das jetzt noch mal jemand erklären bitte: Also war das am Ende alles ein Traum, oder nicht?


Kubrick_obscura

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<3 der cineast <3


Dietmar Kesten: Filmmag.de

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5.0Geht so

[...] Mit Sicherheit wird der Film überschätzt. Nolans Kunststück hat natürlich nichts mit der Realität zu tun. Und schon gar nichts mit einer Analyse von Träumen. Dass Nolan dann der Action in „Inception“ einen breiten Rahmen einräumt, sind dann eher Hinweise darauf, dass der Schein trügt und dass der schöne Schein obsiegt. [...]

Kritik im Original 19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten

Norriz

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@ocin1000
damit meine ich, dass der Film im ersten Anlauf, meiner Meinung nach, unnötig kompliziert wirkt, obwohl bei näherer Betrachtung die dadurch implizierte Tiefe nicht annähernd erreicht wird (man könnte die Story wahscheinlich locker in ein paar Sätzen zusammenfassen). Einfach ausgedrückt wird hier ein recht simpler Plot in ein aufwändiges Kostüm gesteckt, das meine ich mit "mangelhaft konstruiert". Die Fassade wird wichtiger genommen als der Inhalt. Das passt nicht zusammen, da wird man zwangsläufig entäuscht. Die Inszenierung von Inception wiederum finde ich gelungen. Als Beispiel, wie man mit dem Thema "Traum" besser umgehen kann, erwähne ich mal "Mullholland Drive" von Lynch. Der erschlägt einen auch (wie alle Filme Lynchs) mit einer Handlung, die sich einem nicht sofort erschließt, die aber eine solche Tiefe hat, das man auch beim zweiten und dritten Mal noch neue Facetten in der Geschichte entdeckt. "Inception" dagegen schau ich mir wenn, dann nur der Inszenierung wegen nochmal an.


Bigburgy

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Keiner der selbst schonmal einen Klartraum hatte gibt für diesen Film eine 5, den nur wer schonmal luizid geträumt hat, weis wie "real" dieser Film ist, bis auf die Tatsache, dass sie fremde Träume besuchen, ist alles real und wirklich perfekt umgesetzt.


Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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9.0Herausragend

Insgesamt ist Christopher Nolan der bislang beste Film des Jahres gelungen, was allerdings – ohne „Inception“ abqualifizieren zu wollen – weniger dem Film an sich, sondern dem in der Summe doch bislang recht schwachen Kinojahr zu verdanken ist. Nimmt sich Nolan zu Beginn angenehm viel Zeit um Welt und Figuren zu erklären, entspinnt sich in der Folge ein über weite Strecken packender Film, der in einzelnen Momenten eine geradezu atemberaubende Dynamik entfaltet, die Nolan allerdings nicht über die gesamte Spielzeit aufrechtzuerhalten vermag. Gerade in dem „Schnee-Level“ macht sich die weitestgehend kreativarme Umsetzung der jeweiligen Traumwelt negativ bemerkbar, ohne freilich zu einem Totalausfall zu werden Letztlich ist dies jedoch eine durchaus passende Analogie auf den gesamten Film an sich. Es ist bei Weitem nicht alles Gold was glänzt, doch wann immer es sich bei „Inception“ nicht um Gold handelt, ist es zumindest Silber. Dass dies weitaus mehr ist, als das mittlerweile fast nur noch Blech und Schrott produzierende Blockbusterkino Hollywoods für gewöhnlich hinbekommt, steht außer Frage. Gleichwohl täte man gut daran, sich in Erinnerung zu rufen, dass Nolans Streben nach intelligenter Unterhaltung sicherlich kein Grund für einen solch explodierenden Sturm der Euphorie ist, wie ihn der Feuilleton zum Kinostart dieses auch so ausgezeichneten Films entfesselt hat

Kritik im Original 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Teezy123

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Da muss das Kinojahr aber wirklich schwach gewesen sein.....


Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders

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10.0Lieblingsfilm

Christopher Nolan ist mit “Inception” erneut das Kunststück gelungen ein Meisterwerk zu produzieren. Mit imposanten Bildern, einer packenden Geschichte und einer guten Besetzung ist “Inception” bis jetzt der Film des Jahres und der Film, den man keinesfalls im Kino verpassen darf. Perfekt gelingt es Nolan anspruchsvolles Blockbusterkino zu erschaffen, dass den Zuschauer zum mitdenken animiert ihn aber nie überfordert. “Inception” ist das “The Matrix” des neuen Jahrtausends!

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Xander8112: Xanders Blog

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7.0Sehenswert

[...]
Inception, der Nolans Bedingung war, um Batman 3 zu realisieren, schafft es tatsächlich, auf eigenen Beinen zu stehen, Blockbuster-Kino mit ein wenig Nachdenken zu verbinden und dabei auch für ein breites Publikum viel zu bieten.

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Dr. Borstel

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3.5Schwach

INCEPTION mag vielleicht komplex sein, seine angebliche Intelligenz suggeriert er aber bloß. Eine philosophische Auseinandersetzung mit dem Thema Traum und Realität geschieht kaum, wenn überhaupt; statt eines Neuauflage der MATRIX nutzt Nolan seine phantastischen Auswüche für nicht mehr (und nicht weniger) als eine futuristische Version von OCEAN’S ELEVEN: Ein Heist-Movie in Gestalt eines Science-Fiction-Reißers, der optisch zu einhundert Prozent überzeugt, inhaltlich jedoch keineswegs so perfekt ist, wie die verträumten Kritiken und auch der Film selbst uns das glauben machen wollen. [...]

Kritik im Original 21 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

Dr. Borstel

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Ich muss auch unumwunden zugeben, dass die Kritik wirklich nicht zu meinen besten gehört. Urlaubsstress und so. Letztendlich läuft es auf folgendes hinaus: Als reiner Actionthriller ohne irgendeinen intellektuellen Anspruch hat mich "Inception" überdurchschnittlich gut unterhalten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Und ja, das hätte ich mit etwas mehr Zeit und Geduld sicherlich besser formulieren können. ;-) Lassen wir es dabei bewenden, dass ich den Kinobesuch dennoch empfehlen kann, auch wenn ich mehr erwartet hatte.


Norriz

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hast du den Film nochmal gesehen, oder warum fällt er nun krass von 8 auf 3,5 Punkte ab ? Verliert Inception beim erneuten Sehen noch mehr von seiner (angeblichen) Faszination? Oder fallen die doch eher langweiligen und aufdringlichen Actionsequenzen noch negativer ins Gewicht, da man die simple Story nun schon komplett durchschaut hat?
Sollte man dann nicht bei jedem Film mit einer endgültigen Wertung bis zur zweiten Sichtung warten?

Ich für meinen Teil behalte Inception lieber als einen soldiden Mittelmaß-Thriller in Erninnerung, als ihn nochmal zu sehen und schließlich mit leeren Händen dazustehen...


J. Buttgereit: epd-Film, TIP Berlin, ray, ...

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9.0Herausragend

Amtlich. DARK KNIGHT war aber noch besser!

Kritik im Original 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 20 Antworten

ninajune

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finde ihn unglaublich gut!! ich war wie geflasht als der film zuende war. am liebsten sofort nochmal!

leo ist für mich in die riege der ganz grossen gerutscht schauspielertechnisch.er wird besser und interessanter mit dem alter.endlich hat er das image des bubis verloren!


fkfilmkritik

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Inception ist besser nein The Dark Knight ist besser blah blah blah.
Sind doch Beide vol geil und meine absoluten Lieblingsfilme.


beetFreeQ: http://blog.freeqnet.de/

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10.0Herausragend

[...] Zu jeder Zeit merkt man dem Film das begnadete Können Nolans an, der neben der Regie auch das Drehbuch schrieb und als Produzent fungierte. Die Einführung der Charaktere, das spielerische Erklären des Ausgangszustands, alles greift perfekt ineinander. Ohne lange theoretische Erklärungen der komplexen Zusammenhänge zwischen Traum und Realität nimmt der Film sofort an Fahrt auf und lässt den Zuschauer fast bis zum Ende überraschend im Klaren. Obwohl die Story sich stellenweise über mehrere Traumebenen gleichzeitig ausbreitet, philosophische, ethische und psychologische Fragen aufwirft, findet sie immer wieder Zeit für atemberaubende Action und markige Sprüche, die Anspruch und Mainstream gekonnt miteinander verbinden. [...]

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stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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10.0Herausragend

Der britische Regisseur Christopher Nolan hat eine steile Karriere hingelegt. Sein Debütfilm, der Schwarzweiß-Thriller „Following“, entstand noch in seiner Heimat und wurde ausschließlich am Wochenende gedreht. Es folgten der komplizierte wie faszinierende Film „Memento“, der Alaska-Krimi „Insomnia“ und das Illusionistenduell „Prestige“. Dazwischen inszenierte Nolan noch „Batman Begins“, dem dann 2009 die fulminante Fortsetzung „The Dark Knight“ folgte. Wer sich die Œuvre von Nolan genauer betrachtet, sieht, dass „Inception“ eine logische wie konsequente Weiterführung seines Könnens ist, denn momentan gelingt es niemanden sonst Popcorn und Hintersinn technisch und erzählerisch so sensationell zu vereinen wie Christopher Nolan.

Nolans „Inception“ ist im Grunde ein Heist-Movie. Ein Film über Gauner und ihren großen Coup. Ein immer wieder gern gesehenes Motiv, das meist damit beginnt, dass der Dieb oder die Diebesbande an einem Projekt scheitern und nun versuchen müssen, ein noch größeres Ding über die Bühne zu bringen. „Inception“ hält sich an dieses Muster und dennoch wirkt der Film neu und anders, denn immerhin werden hier keine Casinos oder Banken ausgeraubt, sondern die Ideen eines Menschen und zwar direkt aus seinen Träumen. Die Diebe kommen also geradewegs durch die offen gelassene Tür des Unterbewusstseins.

Natürlich sind Träume keine verschlossenen Häuser, in die ohne weiteres eingebrochen werden kann. Im Film ist es ein ominöser Koffer, der im inneren die Gerätschaft hat, um sich in den Kopf des schlafenden Opfers einzuschleusen. Hier erfordert „Inception“ vom Zuschauer ein gewisses Maß von Akzeptanz, denn wie genau der Koffer funktioniert, wird nicht erklärt. Gut so, schließlich ist der Film schon komplex genug. Jedes weitere Detail mehr und „Inception“ wäre aus allen Nähten geplatzt. Dies soll aber nicht heißen, dass er zu voll gestopft ist. Nein, er besitzt genau das richtige Format. Eine bemerkenswerte Leistung.

Bemerkenswert, wenn nicht sogar phantastisch ist so einiges bei „Inception“. Nolan und sein Team beweisen, dass sich tricktechnische Perfektion und anspruchsvolle Erzählung nicht ausschließen müssen. Die Kombination aus beidem macht den Film so unerhört sehenswert, denn während bei anderen Blockbustern schnell und einfach die wichtigsten Dinge gezeigt, erklärt oder von Anfang an ausgeschlossen werden, lässt „Inception“ den Zuschauer lange Zeit im Dunkeln hinsichtlich einiger wichtiger Facetten der Geschichte. Erst nach und nach wird das Mosaik freigelegt. So gelingt es dem Film mühelos auch als Thriller zu überzeugen, ohne seinen thematischen Kern aus dem Fokus zu verlieren.

Hinter all dem perfekt funktionierenden und harmonierenden Entertainment steckt auch ein Film mit dem prägnanten Charakter des Arthouse-Kinos, der den Verstand des Zuschauers auf eine Reise durchs Unbekannte schickt. Es gibt einige Filme die solch eine Reise anbieten: „Lost Highway“ von David Lynch, „Donnie Darko“ von Richard Kelly oder „Videodrome“ von David Cronenberg. „Inception“ ist jedoch der einzige, der auch als groß angelegtes Unterhaltungskino funktioniert. Damit dieses Kino im Gedächtnis haften bleibt und zu einem Erlebnis wird, nutzt „Inception“ erstklassige Montagen und virtuos komponierte Bilder, die einmal komplett jenseits der Realität und ein anderes Mal direkt aus einem James-Bond-Film entsprungen zu sein scheinen. All dies unterlegt mit dem dröhnenden und brummenden Score des Komponisten Hans Zimmer. Im Gesamtbild betrachtet, ergibt dies alles ein imposantes und eindringliches Filmereignis, das Actionfans genauso ansprechen sollte, wie Freunde des verquerten Gedanken. Dabei sollte eines aber nicht vergessen werden: „Inception“ will im Endeffekt nicht wirklich zum nachdenken anregen, er will vielmehr unterhalten und dies tut er in superber Qualität.

Auch Freunde des ehemaligen Teenie-Schwarms Leonardo DiCaprio dürfen sich freuen. Er spielt den Traumdieb Dom Cobb (in „Following“ heißt eine der Hauptfiguren übrigens auch Cobb und ist Einbrecher, ein netter Verweis) überzeugend und verzichtet darauf, den gebrochen Helden ganzzeitig raushängen zu lassen. An seiner Seite Ellen Page („Juno“), Ken Watanebe („Last Samurai“), Dileep Rao („Avatar“) und Tom Hardy („RocknRolla“). Allesamt begnadete Darsteller, denen der Film klare und, zugegeben sehr berechenbare, Rollen zuteilt. Aber in dieser klaren Linie steckt auch ein großer Gewinn, denn wegen der komplexen Handlung und Regularien des Dreamsharings würden differenzierte Figuren neben Held Cobb den Film nur aufhalten und ausbremsen. Außerdem machen alle Darsteller das Beste aus ihrer Rolle. Die französische Oscargewinnerin Marion Cortillard („La vien en rose“) sorgt als Ehefrau von Cobb darüber hinaus für einige subtile, teils verstörende Spannungsmomente. Eine besondere Erwähnung soll noch Joseph Gordon-Levitt erhalten, der als stilistischer, treuer Sidekick sehr sympathisch, aber gleichzeitig auch sehr professionell dargestellt wird und sich so perfekt in das Team einfügt. Auch Regisseur Nolan scheint von Gordon-Levitt überzeugt zu sein. Er soll im neuen Batman (Drehstart April 2011) den Schurken The Riddler spielen.

Nolans Traumthriller gehört zweifelsohne zu den Highlights des Kinojahres 2010. Der Erfolg des Films zeigt, dass es heutzutage auch Filme gibt, die Kritiker und Zuschauer überzeugen können und weder auf einem Erfolgsroman, noch auf einem Comic oder auf einer TV-Serie beruhen. „Inception“ ist originär. Selbstverständlich gab es schon früher Filme, die sich mit dem Thema Traum und Realität oder dem Eindringen in die Welt des Verstandes und der Gedanken auseinandersetzten, so etwa der Horrorklassiker „Nightmare on Elm Street“, das früher kultisch verehrte Actionspektakel „The Matrix“ oder die schräge Romanze „Vergiss mein nicht“. Wie auch „Inception“ sind dies Filme, die mit ihrer Originalität zu beeindrucken wussten. In Zeiten, in denen Hollywood das Gefühl hat, mehr Fortsetzungen, Remakes und Reboots serviert zu bekommen, als neue Geschichten, wirkt „Inception“ so noch stärker wie ein cineastischer Befreiungsschlag, der seinen finanziellen Erfolg absolut verdient hat.

„Inception“ verfügt über eine enorme Anziehungskraft. Die ersten Teaser und Trailer waren bei so manchem verkorksten Kinofilm der eigentliche Höhepunkt. Auch wenn die letzten Promos online, im Kino oder im TV einiges zu viel gezeigt und verraten haben, gibt es keine einzige Sekunde im Film, in der der Zuschauer nicht gespannt und konzentriert auf die Leinwand starrt und sich hier und da verwundert die Augen reibt. Sei es wegen der enormen Schauwerte, die so sicherlich nur auf einer großen Kinoleinwand zur Geltung kommen, oder weil es der Film schafft, mit einer emotionalen Wucht, hervorgerufen durch die Geschichte und die Leistung der Darsteller, die tricktechnischen Szenen zu parieren. Wie bereits erwähnt, Christopher Nolan weiß, wie er die Kräfte des Kinos bündeln kann.

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Dolly Zoom

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Ich finde die Verweise durchaus sinnvoll. Natürlich schließen sich Vergleiche mit Inception aus dem vom Filmsüchtigen genannten Grund aus, doch du ziehst ja auch keinen, stuforcedyou, sondern wirfst die Frage auf, ob Nolans (womöglich höher zu bewertende) Leistung nicht eben darin bestand, die sogenannte "Reise durchs Unbekannte" als großes Unterhaltungskino zu inszenieren.


wernerbremen

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mir gefällt dein satz: "jedes weiter detail und der film wäre aus allen nähten geplatzt" ich find genau das ist er :) ich hätts nicht besser beschreiben können


the gaffer: the-gaffer.de

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4.0Uninteressant

Ob man im Nachhinein gern das Geld für die Kinokarte ausgegeben hat, wird nicht unwesentlich davon abhängen, wie man zu den anderen Filmen des Regisseurs steht. Das eigentlich Traurige ist nun, dass “Inception” in Bezug auf die Fähigkeiten seines Machers keinerlei Neuigkeiten bereithält.

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Kubrick_obscura: CinemaForever, arte

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7.0Sehenswert

Blockbuster aus Hollywood haben ein Ziel. Sie wollen Massen erreichen. Dementsprechend ist der Erfolg eines Blockbusters nichts anderes als die Reflektion des Massengeschmacks. Es ist daher schon fast zynisch oder kulturpessimistisch, dass die grassierende Abwesenheit von Originalität, die Hollywood heutzutage dominiert und sich in endlosen Mustern aus Sequels, Prequels, Reboots, Remakes und Franchises präsentiert, solch kommerziell erfolgreiche Blüten trägt. Dass Kino auch immer schon Ware war, die verkauft werden muss, will keiner bestreiten. Schon zu Urtagen musste man einen Penny einwerfen um auf dem Jahrmarkt die Bilder tanzen zu sehen. Schaut man aber auf die Entwicklung des Massengeschmacks (und welche Genres er beeinflusst hat), so zeichnet sich ein Bild, dass die heutige Zuschauerschaft wie eine Herde Schafe wirken lässt.

Wie so oft scheint früher alles besser gewesen zu sein. Nun gehört es aber zum Verlauf der Geschichte, dass schlechte Ereignisse gerne verdrängt werden. Manchmal ist das gut, meistens eher nicht. Denn zu den wenigen Meilensteinen der Filmgeschichte gesellten sich zur damaligen Zeit ebenso eine Masse von hirnloser Fließbandware, die heute wie vergessen scheint. Logischerweise zeigt ein Blick in die Vergangenheit (je nach Betrachtung) mehr gute Filme als schlechte.

Nun hängt der Überlebensgrad eines guten Films (respektive Meisterwerks) stark vom kommerziellen Erfolg oder der Gönnerschaft einflussreicher Menschen ab. Ein Film kann noch so grandios, persönlich und künstlerisch wertvoll sein, wenn ihn niemand sehen will, gibt es selten eine Perspektive.

Ungerechterweise wird dieses Schicksal wohl viele gute Filme ereilt haben. Deshalb war und sollte es auch im Interesse eines jeden Filmemachers sein, sich auch ein Stück weit die Eigenschaften eines Produzenten anzueignen, damit sein Film auch gesehen wird oder er verzichtet gänzlich auf sein Publikum, was nicht unbedingt einen schlechteren Film bedeutet.

Die großen Blockbuster der Vergangenheit waren oftmals auch Meilensteine der Filmkunst, z.B. „Birth of a nation“, „Wizard of Oz“, „Lawrence of Arabia“ oder „Jaws“. Das waren ungemein erfolgreiche Filme, die genau den Massengeschmack trafen und trotzdem künstlerisch wertvoll waren.

Ein Blick in die Zukunft ist immer spannend. Denn wie werden die Blockbuster unserer Zeit später rezipiert? Wird man „Pirates of the Caribbean“ als Meilenstein bezeichnen? Kommt Michael Bay durch „Transformers“ doch noch zu unverhofften Regie-Ehren und wird in Zukunft mit Eisenstein verglichen? Es ist eindeutig eine spannende Angelegenheit. Welche Filme überleben die Zeit und was ist mehr daran beteiligt, der Erfolg oder das Werk?

Selbst „2001“ wurde zum Release verrissen. Damals sahen nur wenige den Klassiker, der er heute ist. Allerdings wurde Kubricks abnorme Weltraum-Reise von unerwartetem Erfolg gekrönt. Überlebte er nur weil er bis „Star Wars“ der erfolgreichste Sci-Fi-Film war? Das scheint fragwürdig.

Filme können nur durch ihr Publikum überleben, über Generationen hinweg. „Fantasia“ (ein kommerzieller Flop) war bis in die 70er fast komplett vergessen und gelangte nur durch den Release auf VHS zu neuen Ehren. Die damalige Studentenschaft erkannte das enorme Potenzial des Films beim Konsum von LSD. „Fantasia“ wurde so zu Disneys erfolgreichstem Drogenfilm.

Auch nachfolgende Filmemacher-Generationen sind stark am Überleben eines Films beteiligt. „2001“ gilt als Lieblingsfilm der jungen New-Hollywood-Bande (Scorsese, Coppola, Spielberg), die stets Bezug auf ihre Vorbilder nahmen und damit konkret ihren Ruf förderten und ihre Werke bekannter machten. Tarantino macht doch nichts anderes, für ihn ist Kino nur Zeitmaschine. Ginge es nach Tarantino bräuchte man gar keine neuen Filme mehr drehen. Dementsprechend wird man ihn später auch als den Archivar des Kinos begreifen, der er ist.

Schlussendlich, es geht also um Inspiration. Ein Film muss inspirierend sein für nachfolgende Generationen um sein Überleben zu sichern. Wenn ich also möglichst viele Menschen mit meinem Film erreiche und mein Film auch das künstlerische Format hat Menschen zu fesseln und nicht mehr los zu lassen, dann kann ich mich doch beruhigt zurücklehnen und hoffen, dass ich in 1000 Jahren wiedergeboren werde um meinen eigenen Namen in den Filmbüchern lesen zu können.

Ich bin kein Orakel, doch ich wage zu behaupten, dass Christopher Nolan mit „Inception“ eben dies erreicht hat. Jenseits des großen Hypes (der vor allem „The Dark Knight“ zu verdanken ist), sieht man gerade an den Reviews und Publikumsreaktionen, dass hiervon niemand unberührt bleibt. Nolan wirkt wie ein Messias im Dunst der Exkremente, die Hollyood in den letzten Jahren über uns gegossen hat. Er ist kein Messias. Er ist kein Wunderkind (schon lange nicht mehr). Nolan scheint wohl einfach, dass zu machen, was jeder ehrliche Filmemacher tun sollte, nämlich seinen Film zu drehen. Denn bei allem cineastischen Brimborium bleibt „Inception“ angenehm persönlich und zeigt sich als klares Produkt seines Schöpfers.

In Nolans Werk geht es immer um Schöpfung und um das Verirrt-sein seiner Protagonisten. Seine Helden sind immer Reisende. Sie laufen durch Labyrinthe ihrer eigens geschaffenen Hölle. Dabei ist Nolan zudem ein so brillanter Stilist, dass er sich sogar die Mühe macht eben dieses Gefühl der Verirrtheit durch ausgeklügelte Story-Konstruktionen auf den Zuschauer zu übertragen, was seine Filme dazu noch ungemein unterhaltsam macht.

„Following“ handelte von einem ideenlosen Schriftsteller, der mehr Inspiration bekommt als er erwartet hat und letztendlich zum beinah griechischen Helden wird, den die Story des Lebens überlistet. In „Memento“ läuft der Protagonist durch das Labyrinth seiner eigenen Erinnerungen, die er sich mit kleinen Zetteln und Fotografien konserviert hat, da er selbst zur keiner eigenen Erinnerung mehr fähig ist. „Insomnia“ nimmt fast schon seinen neuesten Film ein wenig vorweg und begleitete einen Pacino, der traumwandlerisch der Wahrheit hinterherjagt. „Batman begins“ stellt den gebrochenen Helden wiederum als Schöpfer seines eigenen Schicksals dar. Zur höheren Aufgabe berufen, versucht er seinen Dämonen zu entfliehen, kann sich aber letztendlich nur als Spiegelbild seiner eigenen Ängste manifestieren. „The Prestige“ geht da noch viel weiter und zeigt zwei Männer wie zwei Seiten einer Medaille, die sich mit ihren eigenen Schöpfungen gegenseitig überbieten wollen. Dabei argumentiert Nolan mit seltener Leidenschaft was eine wahre Vision einen Künstler kosten kann. „The Dark Knight“ fügt die Idee des gespaltenen Helden dem Batman-Franchise hinzu und zeigt das Duell zwischen Schurke und Held als verzerrtes Spiegelkabinett.

Mit „Inception“ scheint Nolan nun seinem eigenen Schaffen einen Kommentar hinzuzufügen. Denn der Film liest sich auch als Metapher über den Prozess des Filmemachens. Wie arbeitet die Traumfabrik? Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Sci-Fi-Komponente des Films eher rudimentär wirkt. Die großen technischen Erklärungen lässt Nolan zum Glück aus. Ebenso vermeidet er die Zeichnung einer Utopie. Die Welt in „Inception“ ist die gleiche wie heute. Das Traum-sharing entpuppt sich dementsprechend wirklich als Gang ins Kino.

Man könnte „Inception“ also auch als das aufwendigste Making-Of aller Zeiten lesen. Das Making-Of, was alle Filme gemein haben. Denn all die Regeln die Ariadne zu Beginn des Films erklärt werden wirken wie Umschreibungen vieler Tipps aus bekannten Büchern über das Filmhandwerk.
Der Träumende und seine Projektionen stellen somit das Publikum dar, was überlistet und unterhalten werden möchte ohne dass es merkt, dass es träumt oder dass es einen Film sieht. Nolan gibt hiermit nicht nur Einblick in seine Arbeitsweise, sondern formuliert auch schonungslos den Sinn eines jeden Films. Es geht nicht um Ideendiebstahl, sondern um die Einpflanzung einer Idee. Filme, wie andere Kunstwerke, sollen Ideen vermitteln, die wuchern und gedeihen, Inspiration!

Wirklich neu ist „Inception“ eher nicht und bis auf „Following“ und „Memento“ trifft das auch auf seine anderen Filme zu. Der Reiz seines ganzen Werk ist folglich eher mit dem Reiz eines guten Handwerkers zu vergleichen. Er ist niemand, der auf die Idee kommen würde zur Verbesserung der Stabilität einen Küchentisch um ein Bein zu erweitern, aber er baut den Tisch so als würde er eine Horde Elefanten aushalten.

So ist auch „Inception“ ein handwerkliches Wunderwerk, was besonders auf der dramaturgischen Ebene begeistert und so elegant durch die Geschichte, seine vielen Handlungsfäden und Set-Pieces führt, dass man als Träumender nie auf die Idee kommen würde aufzuwachen.
Dennoch, trotz seines erkennbaren Alleinstellungsmerkmal in der heutigen Filmlandschaft, schwimmt dieses Floß „Inception“ auf einem Meer von Schwächen, was überwiegend dem Mainstream geschuldet ist.

Wie eingangs erwähnt sollte ein jeder Filmemacher auch ein wenig Produzent sein. Nolan verortet seine komplexe Reise durch den Schöpfungsprozess eines Films fest im Unterhaltungskino der heutigen Zeit. „Inception“ wird zum Actionfilm. Nun zeigte sich schon in „The Dark Knight“ Nolans große Schwäche für Action-Szenen. Auch „Inception“ fehlt in den vielen Schießereien einfach der Überblick. Wally Pfisters Kamera klebt mit dem Teleobjektiv an den Gewehren ohne auch nur zu zeigen wer sie bedient und wohin sie schießen.
Zudem raubt diese Action-Komponente dem Film einige seiner besten Einfälle. Während Ariadne in ihrer Trainingsphase noch mit immer aufmüpfiger werdenden Passanten zu kämpfen hatte, was im späteren Heist-Plot eine ungemein dynamische Bedrohlichkeitssteigerung dargestellt hätte, verzichtet Nolan darauf komplett und lässt gleich zu Beginn des Coups die Projektionen mit Gewehren auflaufen.

Eine andere verständliche Schwachstelle ist die erste Stunde des Films, die sich fast ausschließlich mit der Erklärung der Spielregeln auseinandersetzen muss. Nolan hat zwar genug handwerkliches Geschick um sein Tutorial filmisch umzusetzen, aber ohne einseitige Erklärungsmonologe, die sich wie Propaganda anhören, kommt auch „Inception“ nicht aus. Es gilt somit die erste Stunde zu überstehen, hinterher zukommen und alles kapiert zu haben. Denn sobald die titelgebende Inception beginnt, gibt es kein zurück mehr. Gerade in der zweiten Hälfte fesselt und inspiriert der Film, da er vieles dem Zuschauer überlässt und nur noch wenig erklärt.

Die oftmals erwähnten flachen Figuren des Films sind in Nolans Filmen keine Seltenheit und werden durch die ausführlich designten Plots verursacht. Es sind halt nur Nebenfiguren. Denn gerade von Nolans Hauptfiguren kann man nicht behaupten sie seien flach. Oftmals liegt der Schlüssel zur Lösung von Nolans Plots in der Entschlüsselung seiner Helden. Erst mit der Auflösung von Memento bekam Guy Pearces Figur endgültig Tiefe und sein ganzer Konflikt breitete sich vor unseren Augen aus.
„Inception“ blickt auch wieder gezielt auf seinen Helden und vernachlässigt absichtlich den Rest. Das kann man kritisieren, wobei es clever war so talentierte Darsteller wie Page, Murphy, Levitt und Hardy zu besetzen, die allein durch Ausstrahlung ihre Figuren füllen.

Hier geht es eindeutig um Dom Cobb, gespielt von Leonardo DiCaprio, und seine Frau, die von der grandiosen Marion Cottilard verkörpert wird. Wie im sehr ähnlichen „Shutter Island“, spielt DiCaprio auch hier einen gebrochenen Mann mit problematischem Eheleben. Allerdings während DiCaprio in Scorsese Seelentraktat eine ungemeine Bandbreite an emotionalen Facetten abliefern konnte, kommt Cobbs Figur unangenehm angespannt daher. Besonders die vielen Erklärungen im Film verwehren den emotionalen Zugang zur Figur und auch DiCaprio wirkt so als wüsste er nicht ob jetzt sein Erklärungen wichtig sind oder seine Figur.

Marion Cottilard ist dagegen fest mit ihrer Figur verbunden. Nichts erinnert mehr an ihre schwache Frauenrolle in Manns „Public Enemies“ und schon gar nicht an ihre burleske Edith Piaf in „La Vie en Rose“. Nein, Cottilard liefert eine hinreißende Performance als Femme Fatale, die sogar in den größten melodramatischen Szenen berührt und glaubwürdig bleibt. Allein ihre Ausstrahlung bindet alle Blicke. Ja, es gibt Momente, da spielt sie DiCaprio fast an die Wand.
Es sind gerade die Szenen zwischen DiCaprio und Cottilard, die den Film reicher machen. Besonders die letzte Szene der beiden hat mich zutiefst berührt und illustriert Nolans Händchen für Schauspielerei.

Was viele Kritiker an „Inception“ bemängeln ist seine logische Struktur im Bezug auf sein Sujet. Bei einer Story die sich um Träume und die Kraft des Unterbewussten dreht, wirken Nolans Traumwelten wie Level eines Videospiels das klaren Regeln folgt. Es fehlt das Lückenhafte, Unlogische und vorallem Surreale, was das echte Träumen bestimmt.
Diese Schwäche muss sich „Inception“ eingestehen und sie wäre auch viel gravierender, wenn es denn wirklich ums Träumen ginge. Wie gesagt, es geht letztendlich ums Filmemachen, ums Erschaffen von Traumwelten, welche nicht als Träume enttarnt werden wollen und somit den Gesetzen unserer Welt gehorchen.

Ich werde dagegen etwas kritisieren, was viele als große Stärke interpretieren, die Optik des Films. „Inception“ wird ja schon als Kamera-Glanzleistung gefeiert, die neue Wege geht. Wally Pfisters Kamera geht viele Wege, aber keiner ist neu. Die Zeitlupen-Sequenzen und der Schwerelos-Kampf führen nur die Arbeit der Wachowsky-Brüder konsequent fort. Zudem gelingt dem Film kaum eine Einstellung, die etwas mit Poesie zu tun hat. Pfister filmt alles so, wie es schon etliche vor ihm gemacht haben. Seine Bilder vermitteln selten Ideen. Meistens sind dafür die Dialoge und der Schnitt verantwortlich. Auch die Lichtsetzung und Farbpalette sind die gleiche Sülze wie schon bei „The Dark Knight“. Entweder ist alles orange oder blau und das Licht ist meistens eine undefinierbare Schmiere. Einzig und allein „The Prestige“ zeigte ein aufregendes Kamera-Konzept. Warum kann Pfister das nicht wiederholen?

Letztendlich ist „Inception“ dennoch eine Wohltat des Blockbuster-Kinos und der beste Hollywood-Film der letzten Jahre. Die unübersehbaren Schwächen können zwar nicht ignoriert werden, aber Nolans fulminante Inszenierung lässt einen kaum darüber nachdenken.
Obwohl die Thematik der trügerischen Realitäten schon ein alter Hut ist und frühere Filme wie „Matrix“, „ExixtenZ“ und „Welt am Draht“ es bereits besser gemacht haben, gelingt es Nolan dem ganzen sogar noch etwas hinzuzufügen. Er verwertet das Dilemma um Traum und Wirklichkeit zur philosophischen Auseinandersetzung über den Prozess des Filmemachens.
Wir werden sehen, ob Nolan es gelungen ist genügend Menschen zu infizieren und sein Film noch in Zukunft mit staunenden Augen betrachtet wird. Im Angesicht der aktuellen kreativen Flaute Hollywoods, gönnt man „Inception“ einen Eintrag in die Filmgeschichtsbücher. Der Erfolg des Films zeigt schon mal, der Geschmack des Massenpublikums ist noch nicht verloren.

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DerFilmeKenner

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"Der Erfolg des Films zeigt schon mal, der Geschmack des Massenpublikums ist noch nicht verloren." - Das muss nicht unbedingt stimmen. Ich hab nach dem Film oft folgenden Satz von den Zuschauern gehört: "Ich hab nichts gecheckt, aber die Action war geil"


DerFilmeKenner

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"Der Erfolg des Films zeigt schon mal, der Geschmack des Massenpublikums ist noch nicht verloren." - Das muss nicht unbedingt stimmen. Ich hab nach dem Film oft folgenden Satz von den Zuschauern gehört: "Ich hab nichts gecheckt, aber die Action war geil"


Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...

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4.5Uninteressant

OhOhOh, wenn man sich hier so umsieht, dann fühlt man schon eine gewisse geistige Seelenverwandschaft mit Ronald Reagen aufkeimen - man ist umgeben von Roten...

Es wäre natürlich billig und ungerechtfertigt, wenn man einem Produkt den Hype vorwerfen würde, der es umweht - trotz alledem beeinflusst eine solche Omnipräsenz das eigene Sehverhalten und die Wertung dessen was man sieht. Ich wäre niemand, der „Inception“ wegen des Hypes als solches schlecht findet, aber ich gebe zu, es wurden bei mir - sowohl bewusst als auch unbewusst - Erwartungen geweckt, denen er nicht standhalten kann.

Das liegt nicht etwa an der Geschichte oder den Winkelzügen, denen sich Nolan hingibt. Bezüglich dessen habe ich genau das bekommen, was ich erwartet habe: Eine in sich logische Konstruktion, die für den geneigten Zuschauer genügend Ansätze zur weiteren Interpretation und Deutung beinhaltet, aber nicht gerade vor Kreativität platzt. „Inception“ ist bei aufmerksamer Betrachtung in jedem Moment logisch - aber besonders intelligent oder kreativ ist er dabei noch lange nicht, da helfen auch ein paar bedeutungsschwere Kreiseldreher nicht. Sicherlich, man kann über vieles spekulieren, und ich bin überzeugt es gibt freundliche Menschen hier, die mir besondere Deutungen vorstellen werden - aber in Essenz ist der Grundplot nichts weiter als „Oceans Eleven“ mit negativen Vorzeichen und einem Hauch „Matrix“. Sicherlich, das Ende ist der Hinweis mit dem Vorschlaghammer, das Internet mit Theorien zu überfluten - aber es wirkt seltsam unpassend, hat Nolan sich bis zu diesem Schlusspunkt doch ständig dazu berufen gefühlt, dem Zuschauer alles haarklein zu erläutern und/oder deutlich unsubtil vorzusetzen. Damit man mich nicht falsch versteht: Mir persönlich macht das nichts aus, aber ob es wahrhaft so komplex ist, wie manche vielleicht erwarten, wage ich in Frage zu stellen.

Das wirkliche Problem von „Inception“ ist aber nicht die Handlung, sondern vielmehr die Tatsache, dass Nolan diese nur als Aufhänger für überlange Actionsequenzen missbraucht. Diese erinnern zum Teil frappierend an schonmal Dagewesenes, von James Bond bis hin zu „Matrix“, sind vorallem aber das ermüdende Zugeständnis an das einnahmenträchtige Popcornpublikum. Der Verweis, solch eine rasante Abfahrt inklusive Granatwerfer-Biathlon sei doch nunmal ein "typischer Traum" ist doch recht einfach und passt so garnicht in die sonstige durchkalkulierte und unpersönliche Traumarchitektur. Natürlich, es gibt formell nichts zu beklagen an der Explosionsfront, technisch ist das alles einwandfrei - aber es berührt mich zu keinem Zeitpunkt. Da wären zum einen die Träume selber, die eindeutig die Handschrift Nolans tragen - nämlich die eines kalkulierenden Technokraten. Es ist diese klinische Perfektion, die akribische Planung der ganzen Traumwelt, die jeglichen emotionalen Zugang zu ihr verbaut - ein paar lieblose Physik- und Schwerkraftsspielreien ist das Maximum an Möglichkeiten im nolan´schen Kosmos. Dieses Konzept der Sterilität mag bei „The Dark Knight“ funktioniert haben, aber nicht hier, wo der Dreh- und Angelpunkt doch letztendlich die Fantasie und das Unterbewusstsein sind. Die surrealen Einschübe kommen da ähnlich galant um die Ecke, wie der Güterzug, der sie darstellen soll.
Zum anderen sind es die Akteure, die sich innerhalb des Traumkonstrukts bewegen: Es gibt keinen emotionale Bindung zu ihnen; genau wie die Traumwelten begegnen sie einem seltsam kalt, distanziert und trotz (langweiligem und pathetischen) Liebesgedöns komplett asexuell. Durch dieses Defizit bei den Figuren kommt es auch dazu, dass sich keinerlei wirkliche Dramatik entwickelt: Da kann der Score noch so laut rumdonnern und noch soviel Kameratrickerei auf dem Schirm zu sehen sein - solange mir die Figuren herzlich egal sind, solange stellt sich auch kein Gefühl des Mitfieberns ein, zumal es bei DiCaprio reichlich Parallelen zu seiner - auch nicht gerade vor Kreativität strotzenden - Rolle in Scorseses „Shutter Island“ gibt.

Ich habe lange überlegt, welche Punktzahl denn „Inception“ nun schlussendlich angemessen ist: Zum einen mag der Film für Leute mit überdurchschnittlichen Hang zur Interpretation vielleicht die eine oder andere Ebene offenbaren, über die er glücklich ist und die höhere Wertungssphären rechtfertigt. Wer dieser Vorliebe jedoch nicht frönt (was herzlich wenig mit dem Verständnis des Films als solches zu tun hat - nur um diesem Vorwurf vorzubeugen), der bekommt klinisch-perfektes Actionkino neuerer Bauart. Für zweitere Gattung gilt: Man kann sich „Inception“ ansehen, aber ich wüsste wirklich nicht, was einem fehlen würde, wenn man es nicht täte.

Kritik im Original 44 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 21 Antworten

Hitmanski

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Joa, nochmal auf DVD gesehen, hat den Film nicht besser gemacht...


Hirnfrost

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Der Vergleich mit Ronald hat mich echt zum lachen gebracht.
Ich mag dich.


Alle Kritiken (59)


Kommentare (994) — Film: Inception


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Felix.DjTunefish.Fischer

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Bewertung9.5Herausragend

Ein toller Film, wo am Ende wirklich der Mund offen stehen bleibt und man sich einfach nur die Frage stellt: "Wie? Und nun?".
Man muss definitiv den Kopf einschalten und sollte so gut wie möglich keine einzelne Stelle verpassen!
Wirklich zu empfehlen! Starke Leistung von den Schauspielern, wie vom Regisseur.

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craax

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Bewertung10.0Herausragend

Ok ich geb’s zu, ich hab Erkenntnistheorie studiert. Und einer muß es ja tun, zu dem Film stehen und sich outen, und sich nackt auf den Marktplatz stellen und schreien und sagen: einer der besten Filme, die je gemacht (gedacht) wurden. Wer, wenn nicht – du? ich? – >Ich< -? –also gut... los denn.

Okay, nicht gerade der Herztaschenwärmer. Nolan will nicht unbedingt ein Drama schaffen, in diesem Werk (da kann man das Wort wenigstens noch mal gebrauchen), er will einen Mind – zum Fucken. Und das tut er ziemlich raffiniert,- und überaus effektiv, und über alle Maßen getoppt. Geradezu atemberaubend. Warum kriegt das keiner mit? Weil der Gedanke, der dahinter steht, einerseits, so verblüffend einfach, andererseits so nahezu verzweigt verästelt verkünstelt, wohl nicht – und schon gar nicht auf die Schnelle – mitgeteilt werden kann,- und schon gar nicht in zwei Stunden Filmzeit,- die sich ähnlich komplex verhält wie die im >Traum<. (Und tatsächlich besteht zwischen >Traum< und >Film< durchaus auch weitere Wesensaffinität, wenn man sie so betrachtet wie Nolan es tut). Und ich möchte den Kreis sogar erweitern: denn das Dritte, Fehlende, um den Circulus vitiosus (ein Begriff der Schwarzen Messen-Magie, stellen Sie sich Kreidestriche auf Steinböden, verteilte Schädel, flackernde Wachskerzen, hohen Hallenschall, eine schamanende Stimme und vielleicht sogar ein schwarzgefiedertes Hokuspokusgeflügel vor-) um den Kreis vollzumachen, was noch fehlt (und den meisten auch NACH dem Genuß dieses Werks beim Hinaustorkeln abgehen wird), ist – fehlt – REALITÄT. Nolan meint’s ernst, und das ist es, was dieses Mindfuck-Drama auszeichnet : er meint es wirklich so. Jemand, der Philosophie (ernsthaft recht) studiert hat, wäre ein schlechter Schüler, wenn er es nicht nachvollziehen und ähnlich sehen könnte, dürfte, nein MÜßTE : Realität ist nicht real. Sie kommt uns zwar so vor : jeder Schmerz, jede Wand die sich unserem Kopf entgegenstellt, jede Höhe, von der wir nicht zu fallen wünschen (außer im Traum), belehrt uns zwar eines schein-Besseren : aber, Realität ist das, was in unserem Kopf konstruiert wird,- soviel ist nach fünf Jahrhunderten abendländischer Wissenschaft ziemlich weitgehend feststehend eingekesselt,- im Üblichen Kreis der Verdächtigen : Die Welt ist groß,- der Kopf ‘denkt sich alles bloß. Eine kurze Kreisel-Hilfsvorstellung: Realität ist hart, anfaßbar, ein Stuhl, ein Tisch. Sie können nicht da durch. Jedoch: was ist der Stuhl, der Tisch, Materie, Gegenstands-‚Echtheit‘ (das Gegenteil des Traumes?) – sie sind: wahrgenommen mit den Augen, vielleicht meterweit entfernt, oder die Augen geschlossen, von ausgestreckter Hand berührt. Unsere Hände spüren die Härte, die Temperatur, die vertraute Form. Nervenzellen an ihren Tastsensoren registrieren einen Druck, und lösen ein elektrochemisches Gefälle-Signal aus: ein Nervenreiz rast die Bahn entlang, überspringt an Endknollen der Nerve eine Raumtrenung durch Lösung durchschwimmende Transmitterstoffe, die wiederum weiteren Elektroimpuls auslösen, erreichen + verteilen sich im Gehirn als, können Sie sich vorstellen, lichtschauerartige Reizflut ihres Synapsengewebes in Millisekunden-Zeiträumen: was Sie für reale Härte, Undurchdringlichkeit halten, ist letztlich nur ein subsummierter >Eindruck< - eher logischdifferenter Art – purer Elektromagnetie, deren, wenn Sie so wollen, >mathematisches< Gerüst sich unterscheidet von einer anderen Verteilkerze eines gleichähnlichen Impulsschauers,- den Sie „daneben“ – oder auch „später“ – als „Tisch“ neben dem vorherigen „Stuhl“ „identifizieren“ – im Grunde ist die Materie in Ihrer Hand nur ein Gemisch von Elektro-BioChemie an einem molekularen Ort, den Sie, wenn Sie Ihre Sinneswahrnehmung auf sich selbst richten (der Blick in den Spiegel dürfte Ihnen eine vertraute Gestalt zeigen) als Ihr G E H I R N (hinter dem harten Gewohnheitsschalen-Knochen) lokalisieren können -könnten (aber: haben Sie's schon mal gesehen?-). Der Stuhl – wie ihr Körper – wie Ihre Vorstellung eines Atoms - entsteht in Ihrem Gehirn als materiegestütztes metamathematologisches Konstrukt : .... d o r t.... „steht“ er („auch“?) zunächst in Wirklichkeit, neben allem anderen. Der Tisch, die Freude: bewegen sich als Impuls selbenorts,- ja inein- und miteinander, oft zugleich, in selber Empfindung (und inselber engdurchwebter Gehirn-Arealität) verschachtelt. Nun, natürlich können Sie Ihren Körper einen Raum – oder auch einen Planeten – oder Fahrstuhl - weiter beweglich dirigieren, und Ihr Gehirn dabei mitnehmen. Ein Beweis für die Überlegenheit, der Wirklichkeit, gegenüber Ihren Einbildungen? – Keineswegs. Im Grunde bewegt sich Ihr Gehirn nicht durch den Raum – im Grunde kreist der Raum, die Welt, die Existenz, um Ihr Gehirn, vorstellungsgenerierende –und -evozierende Ströme in Ihrem Kopf. An seine Grenzen gelangt Ihr Gehirn erst in dem Moment, wo seine Vorstellungen nicht konform gehen mit >erwarteter< Realität und der >Krieg< entscheiden muß: wenn Sie sich etwa entschlößen, den Weg in den nächsten Raum (der sich um Ihr feststehendes Gehirn dreht) mit dem Kopf voran mitten durch die Mauer zu nehmen; erst dann erfahren Sie (überlegene, anerkennenswertige) „Andersartigkeit“,- und zwar Überlegenheits-Diktat,- der „Welt“. Diese plumpe Ebene der Widersetzlichkeit werden Sie sehr schnell verlassen : und akzeptieren lernen. Und wenn Sie Akzeptanz >erlernt< haben: sich an Erwartungsmäßigkeiten orientieren - ohne, außer ausnahmsweise, eher irritiert, überprüft worden zu sein finden /öfter als selbst absichtlich sich zu prüfen. Damit ist ein Blankoscheck ausgestellt: zu Automatismus-Konstruktion mit nur gelegentlich verifizierter Rückkopplung; das treibt Erwartungen (trau schau wem) ganz schön schnell ganz schon weit in Höhen - der "Abstraktion", wie ein Parlament, dem Wahlen fehlen - oder die nur noch erwartungsgemäß ausgeklüngelt ausfallen, mit welchen Folgen- ?-
Jedoch:
Leben können Sie nicht (nein: Sie Können es Nicht!), ohne sich auf ein weitergehendes Wagnis einzulassen: Sie konstruieren unablässig an elektrobiochemischen Produkten WEIT jenseits von bloßer Materie umrissener Begrenzung, welche Ihnen – freundlicherweise – jeden Moment den Lackmustest der >realen< Überprüfbarkeit zuverlässig garantierte. Sie wären nicht lebensfähig. Ihr Alltag steckt voller („geistiger“, Kant nannte sie synthetische) Konstruktionen zwischen „Realität“ und „Traum“,- nennen wir sie Vorstellungen. Z.B. sind Sie überzeugt, ein Unglück wäre möglich, würden Sie die Hinweise Ihres Chefs auf Ihrem Weg zum Aktenstapel-Abarbeiten auf Ihrem Schreibtisch ignorieren – oder vielleicht auch den Wunsch Ihrer Frau, Ihren Hochzeitstag nicht zu vergessen, sondern ihr ein kleines Aufmerksamkeitszeichen Ihrer nicht nachlassenden Liebe zu offerieren. Das alles sind Grenzbereiche, wo Ihr Kopf Erwartungskonstruktionen erstellt (auch weit jenseits der Basis von David Hume), die Ihren Annahmen, was, positiv oder negativtendiert, aus „Realitäten“ sich entwickeln könnte ,- Ausgangspunkten von motivierten erwünschten oder vermeidens-befürchteten Realisierungen,- ... entsprechen. Sie arbeiten jeden Moment mit „Konstruktionen“, in Ihren Vorstellungen, die sich längst – weit – von der Ebene bloßer materieller Überprüfung (sogar Überprüfbarkeit),- Zusammenhang und Referenz entfernt haben. Sie : Ihre ganze Persönlichkeit : die Welt Ihrer Umgebung, Ihrer Wohnung, Ihrer Eigenschaften – ist ein lebenslanges Konstrukt Ihrer Bemühung, diese Welt zu schaffen und mit Ihren Vorstellungen – in Ihrem Sinne – zu beeinflussen. Die Zeitung, die Sie (eventuell) morgens studieren, hat mehr solange es gutgeht mit der Gestaltung Ihrer Welt zu tun, als der >Tisch<, an dem Sie dies tun, - oder das Rasierwasser, das Sie benutzen, welches Sie riechen können. Wir kommen zum Schluß.

„Realität“ ist in weiten Bereichen eine unhaltbare Annahme,- ganz entgegen unserem selbstverständlichen Dafürhalten. Selten erweist sie uns die Freundlichkeit, sich auf allerunterster ‚materieller‘ Ebene verifizierbar vorzubereiten – was NATURwissenschaften – gegenüber denen der sog. GEISTESwissenschaften – zu einem von Betreibern der Letzeren sehr simplifiziert um das >Experiment< beneideten Luxusgewerbe macht, wohingegen diese ersten recht eher verlockt wären (mittels erschwerter >Falsifizierbarkeit<, Popper),- das „-wissenschaften“ nach dem des 'Geistes' in Anführungsstriche instinktiv zu setzen.

Nichtsdestotrotz bleibt das Kreuz: versuchen Sie mal, Weile lang, nur auf Ebene unterster Materialität, der lieben Wahrheit willen, zu existieren, ohne höhere Sphären Ihres Geistes zu bemühen. Mach (der Mach Ernst) träumte davon – denwelchen Einstein witzigerweise früh einmal gewagt für einen möglichen Alternativentdecker der (Speziellen) Relativitätstheorie hatte großzügig genug in Erwägung ziehen wollen. E. Mach, einen weiträumig entgegenkommenden Physiker der (eher existenzphilosophischen Idee-)Theorie des >Positivismus< - welchen man kurz als „Ungläubige-Thomas“-Theorie („glaubt nur was man sieht fühlt anfaßt“) zukurz zusammenfassen könnte (gestatten Sie, nur Hier für jetzt einmal augenblicklich).

Also: Sie würden nicht weit kommen. All dies, als Exposition für Inception,- ist Ihnen natürlich längst be- & erkannt,- soweit ist Ihnen Inception‘s Anliegenheit natürlich nicht entgangen, Sie wissen, daß es um Träume geht,- und natürlich auch, darum das wir nicht wissen können was Realität wirklich bedeutet, und, ob Sie wissen, das die Realität, in der Sie sich jeden Morgen Erwachens, wirklich in welcher Form von „wahrer“ Existenz exakt konkret befinden,- sich rasieren, frühstücken, ankleiden, ins Büro oder Lagerhalle bemühen,- um abends erschöpft nach Hause zurückzukehren - existiert wie? Ist das Ihre Realität? Inwieweit sind Ihre Gedanken und Wünsche – oder auch Abneigungen Fluchten und Widerwilligkeit, Annäherungs- und Veränderungsversuche beteiligt? Erstreben >glücklicherer< Konstellationen (eventuell auch indem Sie einen konkurrierenden Firmenkorpus zerschlagen durch Manipulation des Erben?)? Sehen Sie, dieser Cobb aus dem Film – der will doch auch nur seine Kinder – seine „wahren“ – wiedersehen (die andern schaut er gar nicht erst an). Oder am liebsten bei seiner – verstorbenen?- Frau bleiben, entbehrlich geliebt – die ihrerseits – andererseits tatsächlich in fünfzigjähriger Ein-Ehe mit ihm verschmolzen – anderseits doch auch ausbrechen,- und zu ihrer >wahren< Exstenz – am besten mitsamt >ihrer< Liebe zu ihm seiner leibhaftigen Begleitgestalt – zurückkehren- erreichen – „überzeugen“ wollte (auch wieder so ein „höheres“ denn niederungs-materielles Konstrukt). Wie war das noch? Menschliche Dimension? Drama? wohl kaum „wahre Personen“. In der Tat: Drama als Definition zwischen verschiedenen beteiligten Personen und gegenstehenden Willen gibt es hier, in diesem Nolan-Werk, nicht; es handelt sich wohl eher um den Dramens-Konflikt INNERHALB EINER 1er Person,- so eine Art Hamlet-Seelenbrust-Effekt (allerdings rasant beschleunigt, und, auch etwas unelisabethanisch mit einem wupperndem Score von Hans Zimmer ziemlich vollbusig unterlegt).
Aber das hat doch auch bei Shakespeare schon recht ahnsehnlich funktioniert. Orphelia (welche übrigens realitäts-desorientiert ist) übernimmt hier dankenswerterweise Marion Cotillard. Inwieweit sei sie nicht real? Nur weil sie tot ist? Sie agiert doch recht eigenständig und willensstark,- und durchaus nicht nur als Emanation des >Unterbewußten< seiner selbst (wieder so ein ausgiebig eingestricktes in die Struktur des Films/ Reizwort : unterbewußt). Also: blutleer? Keine Gefühle? (Keine Widersetzlichkeit) (Keine Menschen?) – Gedanken nur, über Menschen, oder, im Grunde (Intro) nur über dessen einen Körperteil, trotz Kopf- und Lungenschüssen,- Ersäufungen, Erdbeben, Volksaufständen, ausgiebig martialischer Bemühung Lampenwackeln Gebäudefackeln die man ganz bedenken-gewissenslos geniessen sollen darf weil es sich ja nur um Vorstellungen von -, - nicht um „wahre“ Menschen handelt) - ,- nur um dessen GEHIRN- Körperkonklusem?- Da hat sich Nolan wahrlich reichlich beschränkt, er hat sich, Verzicht auf alle anderen (Personenartigen), bei dem einen Menschen um den es ihm wahrlich geht,- nicht einmal um den ganzen Menschen gekümmert, sondern nur um seine Erfahrungen, und um die auch nur dort wo sie schubladenaufbewahrt werden, im Gedächtnis- und Vorstellungsgenerationsaparat seines (TEIL!-) Gehirns,- nicht mal da des ganzen,- sondern auch dort nur des Stirnlappen– NEOCORTEXES + ?!? – das sei wahrlich mager – empfinden einige.

Nun gut, kehren wir an den Anfang zurück, einer muß es ja tun. Ich mag es, ich stehe darauf, mindgefuckt zu werden. Irgendwie, mein Unterbewußtsein bewerkstelligt das, bringe ich das - wenn auch als Fragezeichen eben – mit der realen Existenz realer Menschen, wenn ich mich denn als solchen betrachten liebe (Fragezeichen) in Verbindung (Fragezeichen). Für mich sind solche Sorgen und Bedenken real. Ich finde fände es ganz interessant, was Menschen sich so denken (und in ihren Köpfen vorgeht)(Fragezeichen) wenn sie in vorstellungsdivergente Auseinandersetzungen ziehen (nicht zufällig: spritzt hier ziemlich viel bleihaltige Luft, kein Fragezeichen). Divergieren nicht unbedingt nur mit Waffen: auch mit Worten, und Gefühlen (siehe Cotillard) (kein Frage-, Ausrufe!zeichen, weil in solchen Filmen ‘sie Augenweide sowieso gern sehe). Also dramatisch : nicht genug? Die Dramaturgie, jedenfalls, find ich doch, wenn zum Schluß ineinander alle Traumebenengestalten nacheinander, verschachtelt, aufwachen, alle verschobenen gummimembranen logarithmischen Zeitebenen wieder zusammenschiessen, doch recht gekonnt. Der Nachteil: der Zuschauer rafft’s nicht, so fixe, und kommt (käme) erst beim fünften Sehen darauf, alle Verbindungen (in seinem Gehirn)(Ansichtssache, meiner Ansicht nach: KEIN Fragezeichen) fortzuknüpfen – und – herzustellen? Das ganze Konstrukt zu kompliziert und verstiegen? Dafür, daß man den Film nicht unbedingt zuerst verstehen braucht, um ihn a h n e n zu können (eine wichtige Funktion des Gehirns: ahnen und wittern, und er-fühlen, Intuition) (noch so ein öfter auftauchendes Reizwort),- dafür funktioniert er ganz gut.

Also: ich find’s löblich, einen Film zu existenzberechtigen, auch wenn man gezwungen ist, ihn fünfmal zu sehen zur Not um zu begreifen, wenn jedes Mal dieses Sehens Spaß macht, spannend bleibt (auf anderen Ebenen, des Erschliessens) und man es immer wieder gerne,- ja, ich wette mit Ihnen: eine ganze Anzahl fürder es mit z u n e h m e n d e n Genuß des immer-Mehr-Begreifens täte (was ein anderer Genuß ist als >es krachen< /die Materie nämlich, zu lassen). Der Geist, da ist er wieder, kann das nämlich auch „krachen“– weil die beiden eigentlich, ganz im Grunde, aus demselben bestehen: einem lichtschauerähnlich elektro-Biochemie-mathematischen Gebilde nämlich, das Synapsenbahnen Ihres Gehirns entlang arealeerfassend und stimulierend erschauert: Ihrem innerstgeheimen Seelenort nämlich: Ihrer Gehirnlokalität. Wo auch immer im Universum sich dieses genau befindet, und wer um was kreist. Wir wissen es nicht.
Wir wissen nur, das es Es, und es, (nämlich sowohl Ihr Gehirn wie Ihr Universum) hinweislich gibt, sogar in Einem Zusammen; wer auch immer zeitweilig gerade das Sagen hat bzw. sich dato unüberprüft (das Universum,- das echte, hätt's nicht nötig-) herausnimmt. Wer ist Hund und wer ist Herrchen? Und was das Stöckchen? – Ich finde, Nolan spielt damit ganz reizvoll – zumal es sich bei dem Stöckchen eindeutig um eine Frau, zumindest einen Menschen,- durchaus etwas Menschliches, und zwar zentral wichtiges: Glücksbestimmend-abhängiges,- handelt. Das ist mir Drama genug. So, nun ist es heraus. Ich mag nein >liebe< diesen Nolan-Mindfuck. Tja, vielleicht bin ich zu abhängig von meinem Gehirn und liebe reale Menschen und Wirklichkeit zu wenig? Moment – wollte ich nicht ins Kino gehen? Warum eigentlich – kommt Mensch auf sowas?

Gebt’s doch alle zu : ihr wißt, das ihr etwas Außergewöhnliches gesehen habt. Das ihr meint, es auch l i e b e n („“) zu müssen, daß DAS das Qualitätskriterium sei, ist Erziehungs- und Gewöhnungs:Ansichtssache. Es gibt doch zum Beispiel neben Liebesromanen auch Sachbücher,- sogar wissenschaftliche Literatur,- in der Welt der Druckerzeugnisse. Ist ...Kino der Ort berechtigt allein von Herzensschmerzlichkeit? Welche Verarmung! Ich bin’s zufrieden dort auch (passiert selten) einmal anders als nur in Teilen meines Körpers (Bauchgrimm Sorgenfalte oder Schwanz) zugetraut angesprochen zu werden: ich halte das für eine Ehre.

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dannydiaz

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was ein flash das zu lesen, mein Hirn ist gerade geplatzt.
ich hab richtig bock den mal wieder zu sehen. dabei war ich alles andere als begeistert vom film. mal neu-reincraaxen


craax

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das fänd ich wirklich ausgesprochen schade um dieses Gehirn, obwohl: um die Seele darin (ich glaube sie treibt sich irgendwo synthetisch da rum, als Summe untem 'Gedanken'strich) wär's in diesem Fall noch bedauerlicher... drum glaub ich's lieber nicht. Außerdem brauchst du's noch, möglichst intakt, wenn du diesen Film sehen willst...
(_Filmromantikerin: ...samt wie auch immer gebengeltem Unterbewußtsein, das auch so eine Art Fazit lebenslanger Bemühung ist!)
(und das scheint wie mit der Familie: man muß zurechtkommen mit der die man hat, und sollte sich's besser froh annehmen darüber /damit -)


ArtYunkie

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Bewertung7.5Sehenswert

Ja, der Film setzt sich mehr mit Sensationsgier, als mit Thematik auseinander. Und leider ist er nicht so kompliziert, wie es zu Anfang scheint. Trotz all dem, zieht der Film mehr Gedankengut mit sich als 80% des sonstigen Mainstream-Müll. Die Umsetzung weist ein paar Lücken auf, ist aber dennoch sehenswert.

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KingLee

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wer diesen Film im Kino verpasst hat
Sorry Bros ihr habt mein beileid.. ..!
Fazit: Was für ein geiler Film bester Film den ich jeh mals im Kino gesehen habe.......Ich liebe ihn...Christoph Nolan ich verneige mich
Ps: Leonardo,Micheal Cain,Tom Hardy,Joseph levit.der kann nur bombe sein!

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Kunstmut

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Filmbewertung

Filmtitel: Inception
Regisseur: Christopher Nolan
Jahr: 2010
Genre: Science Fiction / Action-Blockbuster
Laufzeit: 142 Minuten
FSK: 12

Kurzfazit: sehenswert

*** SPOILER ***

Prämisse:
Ein Extraktor (Spezialist für den Diebstahl von Gedankengut aus dem Unterbewusstsein anderer Menschen mittels Traummanipulation) wird damit beauftragt eine "Inception" (Einpflanzen einer spezifischen Idee in das Unterbewusstsein eines Menschen) für einen Großindustriellen durchzuführen, mit dem Ziel, einen Konkurrenten auszuschalten. Als Belohnung wird dem Extraktor in Aussicht gestellt, dass seine Reputation wieder hergestellt wird, wenn der Auftrag erfolgreich verläuft und er somit wieder in die USA einreisen und seine Kinder wiedersehen kann. Einziges Problem: Die "Inception" gilt unter Experten als unmögliches Unterfangen ...

Favorisierte Sprachfassung:
Aufgrund der Komplexität der Handlung habe ich den Film bisher immer mit der deutschen Sprachfassung gesehen. Ob die englische Sprachfassung also deutlich besser ist, als die deutsche (ich gehe davon aus), kann ich an dieser Stelle (noch) nicht sagen.

Leistung der Schauspieler:
In "Inception" tummelt sich eine ganze Riege an Schauspielern - darunter Namen, wie Cillian Murphy, Marion Cotillard oder Michael Caine - aber die meisten dieser Schauspieler haben, meiner Meinung nach, nicht viel Charaktertiefe, beziehungsweise nicht viel Zeit, um sich nachhaltig in das Gedächtnis des Zuschauers zu spielen.
Das gelingt nur zwei Schauspielern: Leonardo DiCaprio (als Dominick "Dom" Cobb) und Ellen Page (als Ariadne). DiCaprio gelingt es glaubhaft, einen Mann zu mimen, der versucht den Tod seiner Frau zu verarbeiten, es aber einfach nicht schafft, weil er ständig von Schuldgefühlen geplagt wird. Man nimmt ihm außerdem ab, dass er alles tun würde, um seine Kinder wiederzusehen. Ellen Page spielt eine Studentin, die angeheuert wird, um Labyrinthe für die manipulierten Träume zu bauen. In ihrem Spiel nimmt man ihr ab, dass sie von den Möglichkeiten der Traummanipulation gleichermaßen fasziniert und angewidert ist. Überragend ist zudem ihr Zusammenspiel mit Leonardo DiCaprio, wenn es im Film darum geht, tiefer in die Psyche von Cobb einzudringen, um dessen Charakter besser verstehen zu können. Ariadne nimmt in diesen Szenen die Funktion einer Therapeutin ein, die Cobb dabei hilft, den Verlust seiner Frau psychisch zu verarbeiten. Dass diese Szenen nicht kitschig wirken, sondern emotionalisieren, zeigt eindrucksvoll, wie gut, die beiden Darsteller miteinander harmonieren.

OST:
Ich habe einmal gehört, wie jemand gesagt hat: "Kennst du einen Hans Zimmer Soundtrack kennst du alle"
Vom Prinzip her stimmt das auch. Vergleicht man verschiedene Hans Zimmer Soundtracks miteinander, so hört man immer wieder ähnliche Melodien (Vergleich: "The Dark Knight", "The DaVinci Code", "Beyond Two Souls" (da zusammen mit Lorne Balfe)). Aber ist das zwangsläufig schlecht? Meiner Meinung nach überhaupt nicht - solange die Art der Hans Zimmer Musik auf die Art des Filmes passt. (Man stelle sich beispielsweise "Twilight" "Der Hobbit" oder einen Ghibli Film mit Hans Zimmer Soundtrack vor - das wäre schrecklich und unpassend) Wenn der Film aber passt - und die meisten Hollywood Blockbuster sind wie für Hans Zimmer gemacht - dann funktioniert der Soundtrack einfach großartig. (Beispiele: "The Dark Knight" und "The DaVinci Code") Ich finde allerdings, dass Hans Zimmer Soundtracks nur mit den entsprechenden Filmen funktionieren und nicht alleine (im Gegensatz zum Blade Runner Soundtrack - als Beispiel - den kann man sich auch ohne den Film anhören)

Hier zwei interessante Zitate von Hans Zimmer bezüglich des "Inception" Soundtracks. Entnommen aus der deutschsprachigen Wikipedia Seite:

„Die Musik des Soundtracks besteht aus dem Teilen und dem Vervielfachen des Tempos des Édith-Piaf-Stücks [Non, je ne regrette rien, Anm.]. So konnte ich die Verlangsamung der Zeit deutlich machen. Zu jeder Zeit konnte ich in eine andere Zeitebene tauchen.“
– Hans Zimmer: In einem Interview der New York Times / Artsbeat vom 27. Juli 2010

„Ich bin nicht mehr an den gewaltigen, heroischen Einspielungen interessiert. Heute bin ich daran interessiert, zwei, drei oder vier Noten zu einer sehr komplexen emotionalen Struktur zu machen.“
– Hans Zimmer: Im Interview mit filmtracks.com[

Gerade das zweite Zitat von Hans Zimmer finde ich interessant. Weg vom Bombastischen - hin zum Minimalismus? Interessant. Bei "Inception" ist das schon ansatzweise hörbar, da der ganze Film musikalisch von der Variation eines (!) Tracks getragen wird. Mir kann jedoch kein Mensch erzählen, dass der "Inception" Soundtrack nicht gewaltig und heroisch ist. Ich meine, was hört man da die ganze Zeit über? Sind das nicht Posaunen und Hörner in fast jeder Szene? :D

Kamera / Schnitt:
Kamera und Schnitt sind mir weder besonders positiv, noch besonders negativ in Erinnerung geblieben.

Emotionale Wirkung:
Wow, was für ein Rausch - im ersten Moment. Die Geschichte fängt bereits mit einem Traum im Traum an und wenn man dann als Zuschauer in etwa die Handlung versteht, geht es auch schon ins Finale über - mit noch mehr Traum im Traum Ebenen. Ich behaupte einfach mal: Wer "Inception" das erste Mal sieht, wird geflasht sein.
Und dann ist da noch Cobbs traurige Vergangenheit, die Stück für Stück aufgedeckt und aufgearbeitet wird, bis der gerührte Zuchauer versteht, warum Cobb so überzeugt davon ist, dass "Inception" möglich ist ...
Die Endszene mit dem Kreisel dürfte zudem jeden Zuschauer beim ersten Durchgang überraschen und verwirren.

Rationale Wirkung:
Nun, ich habe "Inception" mittlerweile dreimal gesehen und auch diverse Analysen im Internet gelesen. Was danach übrig bleibt, ist ein gelungener und schön anzuschauender Film, aber kein Meisterwerk - dafür hat "Inception" ein paar Schwächen zu viel, die bei einem aufmerksamen Zuschauer einen faden Beigeschmack hinterlassen.

Schwäche Nummer 1: Die Schlussszene mit dem Kreisel
"Inception" versucht an dieser Stelle einen Nimbus aufzubauen und dem Zuschauer das Gefühl zu vermitteln, dass der Film tiefgründiger ist, als der Zuschauer im ersten Moment denkt. Es geht um die These: Träumt Cobb von Anfang an? Ist er gegen Ende des Filmes immer noch in einem Traumlevel gefangen? Hatte seine Frau doch Recht?
Im Internet gibt es Verschwörungstheorien, die Szenen aufzählen, die diesen Verdacht erhärten: (1) In Mombasa - die Szene mit dem ganz engen Durchgang (laut Film die Realität und kein Traumlevel) flieht Cobb vor einer Gruppe anonymer Männer, die ihn jagen (so wie es im Traumlevel üblich ist, wenn der Träumer merkt, dass sein Traum nicht echt ist und das Unterbewusstsein des Träumers Jagd auf den Extraktor macht - eben in Form von vielen anonymen Männern und Frauen, die mit Waffen und grober Gewalt auf den Extraktor losgehen)
(2) Im Film werden Schlafräume für Menschen gezeigt, die nur noch mittels Sedativum und Maschine träumen können. Liegt Cobb also in Wahrheit auf einer dieser Liegen und träumt das alles nur? (3) Als Cobb an der Universität ist, um einen neuen Architekten für die Labyrinthe anzuheuern, macht Miles (Michael Cain) subtile Andeutungen. Konkret geht es um den Satz: Komm endlich zurück. Damit soll, laut Hypothese nicht gemeint sein, dass Miles Cobb von dessen "Inception" Auftrag abhalten will, sondern diesen dazu ermutigen will, endlich aus seinem Traum aufzuwachen.
Ich halte diese Theorie für puren Schwachsinn. Ariadne geht ja extra zusammen mit Cobb in den Limbus, damit dieser endlich mit seiner Vergangenheit abschließen kann. Und Cobb schafft es nur, sich und Saito aus dem Limbus zu hieven, weil er vorher innerlich mit dem Tod seiner Frau abgeschlossen hat und nun psychisch mit sich im Reinen ist. Der "Inception" Auftrag gelingt damit also und Cobb kann wieder zu seinen Kindern. Der Kreisel in der Schlussszene müsste demzufolge umfallen. Alles andere wäre Blödsinn, weil so die Charakterentwicklung von Cobb (überwindet einen schmerzlichen Verlust und schaut positiv in die Zukunft - dank dem Wiedersehen mit seinen Kindern) mit Füßen getreten würde. Für mich ist die Kreiselszene in "Inception" ein genauso unnötiges Gimmick, wie der Versuch in Blade Runner die Frage aufzuwerfen, ob der Replikantenjäger nicht selber ein Replikant ist. Für mich eine völlig überflüssige Andeutung am Schluss, die lediglich pseudo-intellektuell wirken soll, in Wahrheit aber keinerlei Sinn hat. Daher: Schwäche Nummer 1

Schwäche Nummer 2: Überall nur Schusswaffen
Sobald der Träumer merkt, dass sein Traum nicht echt ist, reagiert sein Unterbewusstsein und macht Jagd auf die Eindringlinge. So weit, so gut. Aber kann mir bitte jemand erklären, warum sich die Verteidigung des Unterbewusstseins im Traum (!) immer nur als große Menschenmasse mit Schusswaffen manifestiert? Es gibt so viele schöne andere Möglichkeiten: Überdimensionale, menschenfressende Pflanzen, Säure- und Lavaseen, Räume, die plötzlich immer kleiner werden, Plattformen, die plötzlich über 100m hoch sind, plötzlich verschwinden, damit das Opfer den Traumfalltod stirbt usw. usw.
Aber nein, laut den Amerikanern kann man in Träumen nur durch die Macht von Schusswaffen sterben. Gähn. Langweilig. Nicht sehr kreativ. Und dass, wo doch Träume alle verrückten Möglichkeiten bieten.

Schwäche Nummer 3: Das Design der Traumlevel
Im Traum ist alles normal. Nur hinterher, nach dem Aufwachen merkt man, dass irgendetwas nicht gestimmt hat ...
Hmm, und warum sind die Settings dann so langweilig? "Inception" zeigt an zwei Stellen, wie viel Potenzial noch nach oben vorhanden ist: (1) Ariadne entwirft eine Welt und Zack, falten sich die Straßen und spiegeln sich die Durchgänge. Warum wird das nicht ausgebaut? Darf ein Traum nicht kreativ-abstrakt sein? Muss er sich zwangsläufig den Gesetzen der Physik beugen? Im Film wird zwar von Cobb angedeutet, dass das Unterbewusstsein des Träumers schneller aggressiv wird, wenn viele Veränderungen auf einmal passieren, aber was geschieht, wenn das Traumlevel von Anfang an der pure Wahnsinn ist? Müsste das der Träumende nicht als normalen Standard hinnehmen?
(2) Ein Zug platzt mitten in eine verregnete Stadt.
Ja, und das war es. Wie öde.
Wo bleiben die Menschen, die an der Decke laufen? Wo bleiben die schrillen Farben und die architektonischen Unmöglichkeiten? Warum wird keine extrem krasse Traumwelt gezeigt? (Man sehe sich als Beispiel die verrückten Gedankenwelten aus "Das Kabinett des Doktor Parnassus" an)
Wenn man sich das mal so überlegt, ist "Inception" zwar ein schöner Film, aber noch lange nicht bahnbrechend. Ich warte jetzt auf einen Film, der die Idee von "Inception" voll ausreizt. Vielleicht kommt ja so ein Film - irgendwann in der Zukunft.

Fazit:
"Inception" ist ein sehenswerter Film mit einer intelligenten Handlung. Der Film lebt von der glaubhaften Vermittlung der Thematik, wie ein Mensch psychisch mit dem Verlust eines geliebten Menschen umgeht. Was aber die eigentliche Grundidee angeht: Die Manipulation von Träumen - ist "Inception" noch sehr brav und zurückhaltend. Kreativität sucht man besser anderswo.

Gruß

Kunstmut

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craax

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PS toller Tip von Kurono, Paprika ist wirklich charmant. Ich würde noch Waking Life von Richard Linklater hinzufügen. Vielleicht auch das Wandelnde Schloß von Hayao Miyazaki. Viel Vergnügen! - und Pardon.


Kunstmut

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@craax

Vielen Dank für den interessanten Kommentar, denn er zeigt mir mal wieder, dass man als Schreiber seine Gedanken nie klar genug formulieren kann.

Mir ist nämlich vollkommen klar, dass die Frage, ob der Kreisel umfällt oder nicht, im Gesamtkontext des Filmes betrachtet, völlig uninteressant ist und vernachlässigt werden kann.

In Inception geht es schließlich darum, dass ein Mann eine enorm schwierige Phase in seinem Leben hat, diese schließlich mit Erfolg meistert und gegen Ende des Filmes positiv in die Zukunft blicken kann.

Ob er sich jetzt in der "richtigen" oder "falschen" oder was auch immer für einer Realität befindet, ist vollkommen egal. Selbst wenn Inception nur ein langer Traum ist und Cobb in der Realität ein Wrack sein sollte, spielt das für das Ende des Filmes keine Rolle: Cobb hat psychisch mit dem Tod seiner Frau abgeschlossen - er hat es verarbeitet und wird darüber hinwegkommen. Außerdem kann er sich fortan mit seinen Kindern beschäftigen. Ob das jetzt in seiner Wahnvorstellung geschieht oder nicht, ist zweitrangig. Er, Cobb, lebt gänzlich im hier und jetzt SEINER PERSÖNLICHEN Wahrnehmung. Das ist es, was zählt.

P.S.: Der Film fordert den Verstand, meiner persönlichen Meinung nach, übrigens keine Minute lang. Die Handlung ist stets stringent und einfach nachzuvollziehen. Komplexe Themen werden oberflächlich angesprochen, aber nicht vertieft. Was ist ein Traum? Nehmen mehrere Individuen den gleichen Traum unterschiedlich wahr? Was geschieht im Unterbewusstsein und im Unbewussten wirklich? Wie kann man Träume deuten? Oder kann man sie gar nicht deuten? Wie stark ändern manipulierte Träume, die träumenden Personen langfristig wirklich? Ist das Leben nicht auch nur ein Traum? Ist es nicht egal, ob man wach ist oder träumt, so lange man fühlt und denkt? Was ist Wahrnehmung und was ist Realität - wie definieren sich diese Begriffe? Lassen sie sich überhaupt definieren?
Ich habe mal irgendwo gelesen (ich meine, es wäre in der Wikiedia gewesen), dass Realität all das ist, was außerhalb der menschlichen Wahrnehmung abläuft.
Wenn man diese Fragen im Hinterkopf hat und sich erhofft, dass der Film versucht interessante Antworten zu geben, wird man enttäuscht.


jurassicnerd

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Bewertung9.0Herausragend

Bildgewaltiger Film! Absolut verrückte Szenen wie die explodierende Stadt machen ihn spannend. Ein bisschen verwirrend ist er allerdings auch, da das Ende nicht wirklich vorhersehbar ist. Auch die schauspielerische Leistung ist sehr gut und die Hauptrolle mit Leo absolut perfekt besetzt.

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jp@movies

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Bewertung7.5Sehenswert

Gleich wach ich auf, gleich wach ich auf, gleich wach ich bestimmmmmmmmt auf, alles nur ein böser Traum in einem bösen Traum, in einem bösen Traum, in einem Traum, gleich wach ich auf, gleich WACH ich auf, gleich wach ich AUF, gleich wach ich AUF, GLEICH wach ich AUF, WACH AUF, WACHT AUF, WACHT AUF.

Der Traum ist aus.

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nerdkiller

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Kann ich nur zurückgeben. Bis dann, Held der Arbeit! Viel Erfolg Genosse, lass dich nicht ausbeuten von deinen kapitalistischen Unterdrückern! ;-)


Andy Dufresne

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Einmal Prolet, immer Prolet! ;)
Bis bald.


Troublemaker69

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Bewertung6.0Ganz gut

Ein Film, der einfach nur versucht zwanghaft das Publikum zu beeindrucken was ihm bei den Mainstreamzuschauern auch gelingt.
Der Film wird einfach zwanghaft kompliziert gemacht, um dem Zuschauer zu sugestieren, dass dies ein anspruchsvolles Meisterwerk ist, was dieser Film bei weitem nicht ist.
Natürlich hat Inception auch Lichtseiten, dazu gehören die brillanten Darsteller und die gut inszenierten Bilder.
Ein Film, der zwar durchaus mal einen Blick wert ist, aber völlig überschätzt wird

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craax

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ich bin Mainstream! bitte!


Troublemaker69

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Ist nur meine Meinung, sorry, ich denke so, aber ich weiß, dass das sehr viele Menschen anders sehen und das respektiere ich.


Zausel

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Bewertung9.5Herausragend

Ein richtig geiler Film den ich mir immer wieder anschauen kann.
Ich finde, es stimmt dabei einfach alles. Angefangen bei den Schauspielern ( besonders Leonardo :-) ) bis hin zu einer Story die es meiner Meinung nach so noch nie gab, und die Filmmusik ist auch einfach nur Bombe.

Muß man gesehen haben!!!

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karin.voorhees

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Bewertung0.0Hassfilm

Ja, liebe Inceptionisten ich gebe diesem Film allen Ernstes null Punkte. Hauptgrund dafür ist, was er in mir ausgelöst hat: Er hat mich wütend gemacht. Richtig wütend. Musste danach meinen Mitmenschen zu ihrem eigenen Schutz aus dem Weg gehen um sie nicht grundlos anzumotzen oder schlimmeres.
Ewig durfte ich mir von Bekannten anhören was für ein Meisterwerk dieser Film darstellt, wie traumhaft schön die Musik sein soll usw. Meine Erwartungen waren also hochgeschraubt. Auch Christopher Nolans Filme haben mir bis dato immer gefallen. Und dann kam der Film im Fernsehen und ich hab mir dieses cineastische Meisterwerk, welches es in meinen Augen damals noch war angesehen.
Zuerst die Hauptsache: Die Story. Gezwungen kompliziert um das Mainstreampublikum zu beeindrucken. Gähn. Ja, ich habe die achso komplexe Geschichte verstanden, fand sie aber langweilig. Mehr Spannung gibts übrigens in "Paprika".
Hans Zimmers Musik war einfach so present in jeder Szene vertreten, dass ich mir schon dachte Leo hätte so ein T-shirt mit Lautsprechern während des ganzen Films getragen. Zu viel des Guten.
Die Kirsche auf dem Eisberg, der diesen Film zu meinem Hassfilm macht ist aber immer noch das Ende. Kitschig bis zum geht nicht mehr stellte es meinen Würgreflex auf eine harte Probe.
Natürlich könnte ich dem Film ein paar Punkte für seine Special Effects und Schauspieler geben. Aber nein, dafür hat er mich zu wütend gemacht.
Ich verurteile niemanden der den Film mag, ich kanns sogar ein bisschen verstehen. Vielleicht werde ich ihm in ein paar Jahren, wenn Gras über die Sache gewachsen ist eine zweite Chance geben aber bis dahin bleibt es mein Hassfilm.

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Troublemaker69

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Kann dir größtenteils zustimmen


Hei

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Karin die Herzlose. Nein kann eigentlich nicht sein wenn du Jin-Roh als dein Lieblingsfilm markiert hast. Hmm vielleicht waren deine Erwartungen ja zu hoch, obwohl mich hat er trotzdem umgehauen. Und so kitschig fand ich ihn nicht, da war Avatar deutlich kitschiger wenn man das so sagen darf.


Dady

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Bewertung9.0Herausragend

Mit diesem Film hat Christopher Nolan mal wieder gezeigt das er mehr kann als nur Batman. "Inception" ist ein Meisterwerk was optisch einmalig ist. Das Zusammenführen von vorher nie gesehen Bildern und der Musik von Hans Zimmer machen diesen Film einzigartig. Bei einigen Szenen kann man einfach nur staunen über das was man hier zu sehen bekommt.
Der Streifen hat aber natürlich noch mehr zu bieten. Die Besetzung ist bis in die Nebenrollen erstklassig. Leo DiCaprio, Michael Caine, Ellen Page, Tom Hardy und die reizende Marion Cotillard und das sind noch nicht mal alle. Die Story ist von der ersten Minute an packend und lässt einen nicht mehr so schnell los. Da bis zum furiosen Finale die Spannung hoch gehalten wird. Ich kann nur sagen das man diesen Film gesehen haben sollte um die Faszination verstehen zu können.

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Hueftgold

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Komm Dady noch 1 Punkt mit <3 (;


Dady

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Ne sorry 9 Punkte müssen reichen auch wenn der Film richtig gut ist ;)


corinna.freiburg

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Bewertung9.5Herausragend

Alter Schwede, ich hatte zwar mal ne Weile ganz mächtig was gegen Leo, aber nachdem er sich von sowas wie Romeo und Julia oder Titanic ein wenig freigestrampelt hatte, kamen recht gute Stücke Kino dabei raus.
Ich glaube, der hier kam zeitnah mit Shutter's Island raus (den ich auch super fand) und beide haben etwas gemeinsam... solche Filme sind heute einfach zu rar im Kino gesät.
Inception war der erste Film nach langer Zeit, der eine interessante und überraschende Hintergrundgeschichte um Leo hatte (wie Shutter's Island auch), aber bei dem man auch höllisch aufpassen musste, um den Überblick über die ganzen Ebenen nicht zu verlieren. Filme zum mitdenken, sowas hätte ich heute gerne öfter.

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Kaighty

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Bewertung9.0Herausragend

Ich war erst ein bisschen verzweifelt, weil es doch recht komplex ist, aber der Film bietet einen hohen Spannungsgrad und wenn man einmal drin ist, dann ist er fantastisch!
Leo verdient einfach einen Oscar!
#giveLeoanOscar

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ElsaWaltz

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Bewertung9.0Herausragend

Diese Musik!!!!! Atemberaubend!!! Ich habe es der Academy immer noch nicht verziehen, dass sie Hans Zimmer dafür nicht den , meiner Meinung nach, hochverdienten Oscar gegeben haben.
Aber nun zum Film: Der Film ist durch und durch gut, das Drehbuch finde ich genial, genauso wie die Effekte und die Schauspieler: Leonardo Di Caprio, Marion Cotillard, die wunderbare Ellen Page, Joseph Gordon-Levitt, Tom Hardy und natürlich Michael Caine.
Selbst wenn man den Film zehn mal gesehen hat, entdeckt man etwas neues. Also Leute, guckt ihn euch an!!

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Woolfy

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

7 Punkte für eine gute ,aber nicht perfekt umgesetzte Story ,
10 Punkte für eine Ohrgasmusbringende Filmmusik

Ich werte mal beides gleich und mach ne 8 draus ! Gut gemacht Herr Zimmer

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ElsaWaltz

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Hans Zimmer war da mal wieder ein Genie. Der Soundtrack läuft bei mir in der Dauerschleife ;)


walter.demeijer

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Bewertung3.0Schwach

Total überbewertet und gähnend langweilig. Die Story: Bedingt interessant. Nolan war dafür jedenfalls der denkbar schlechteste Regisseur. Meine Wahl wäre auf gefallen.

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Grambambuli

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da fehlt was ^^


Roach

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Ich glaube, dass Nolan der bestmögliche Regisseur war, weil er als Drehbuchschreiber die genaueste Vorstellung hatte, in welche Richtung der Film gehen sollte.


Foxpictures

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Bewertung9.5Herausragend

Es ist witzig, für diesen Film braucht man wirklich ein funktionstüchtiges Gehirn, der Film ist genial aufgebaut, aber das Ende ist frei... was ja auch nicht so wichtig ist, der Film ist Klasse und alle Schauspieler machen ihre Arbeit perfekt, am besten gefallen mir alle weiblichen Darsteller insbesondere die der "Frau" von Leonardo (sorry weiß den Filmnamen nicht mehr).
Story: 10/10
Umsetzung: 9,5/10
Schauspielerische Leistung: 9/10
Insgesamt: 9,5/10, ein echt sehenswerter Film, :D

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kathrin.berger.9028

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Bewertung7.5Sehenswert

Guter Film. Viel Inhalt, witzige Parte und super Effekte. Im Großen und Ganzen eine sehr gute Wahl für einen Kino-kuschel Abend zu Hause.

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Riese96

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Bewertung7.0Sehenswert

Da mir der Film immer wieder empfohlen wurde, musste ich mir diesen Streifen einfach mal ansehen. Deshalb hatte ich auch entsprechend hohe Erwartungen an den Film. Ich wurde nicht enttäuscht!
Die Story ist ziemlich kompliziert, weshalb man auch sehr aufmerksam zusehen sollte!
Die Schauspieler, insbesondere ''Leonardo Dicaprio'', spielen überragend. Was den Film aber so sehenswert macht, sind die special effects; realistisch und überzeugent in Szene gesetzt.
Dennoch habe ich mir etwas anderes vorgestellt und auch wenn es nicht langweilig wird, so hat mir doch noch das gewisse Etwas gefehlt.
7 von 10 Punkten.
(Ich empfehle die Blu-ray)

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Haku

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Bewertung9.5Herausragend

Ein genialer Streifen mit einem genauso genialen DiCaprio.

Inception zählt definitiv zu einem meiner Lieblingsfilme.
Viele meinen hier, dass er nicht so intelligent ist. Für diese Leute habe ich einen guten Rat: Passt mal ein paar Sekunden nicht auf und sagt mir dann was passiert ist. Denn in diesem Film kann es passieren, dass man, wenn man auch nur kurz nicht aufpasst, eine wichtige Wendung verpasst hat oder ein wichtiges Detail überhört hat, dass zur Grundessenz des Filmes gehört.

DiCaprio ist sowieso ein großartiger Hollywood-Schauspieler und hätte schon seit Jahren einen Oscar verdient, denn so ziemlich jeder seiner Filme ist klug und niveauvoll. Stattdessen wird er jetzt für einen Film nominiert in dem es hauptsächlich um Sex geht. Oscar-Verleihung: Ich verstehe deine Logik nicht!

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Cineast_Driver

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Nominiert wurde er auch vorher schon 3 Mal (Gilbert Grape, Aviator, Blood Diamond), jedoch ist bekannt, dass DiCaprio nicht unbedingt der Liebling der Academy ist. Außerdem ist die schauspielerische Leistung von ihm als Wolf schier großartig, auch wenn dich anscheinend das Thema des Films, was nichtmal hauptsächlich aus Sex besteht, stört.



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