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Les Misérables

Les Misérables (2012), GB Laufzeit 158 Minuten, FSK 12, Drama, Historienfilm, Musikfilm, Kinostart 21.02.2013


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6.6
Kritiker
40 Bewertungen
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7.4
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2414 Bewertungen
197 Kommentare
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von Tom Hooper, mit Anne Hathaway und Amanda Seyfried

Mit dem hochkarätig besetzten Les Misérables verfilmt Tom Hooper die Musicalgeschichte eines ehemaligen Sträflings und dessen langjährige Fehde mit seinem Wärter, die während des Juniaufstands 1832 ein Ende nehmen soll.

Der Sträfling Jean Valjean (Hugh Jackman) wird nach 19 Jahren Plackerei im Steinbruch freigelassen und möchte sein Leben von Grund auf ändern. Er wird zum rechtschaffenden Mann und gibt Armen und Bettlern die Möglichkeit, sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Eine seiner Mitarbeiterinnen ist die junge Fantine (Anne Hathaway), die ein kleines Geheimnis hütet. Sie hat eine uneheliche Tochter, Cosette (Amanda Seyfried), in welche sich Jura-Student Marius Pontmercy (Eddie Redmayne) verliebt. Als Polizeiinspektor Javert (Russell Crowe) in die Stadt kommt, ist er nicht von Jeans plötzlicher Läuterung überzeugt.

Hintergrund & Infos zu Les Misérables
Les Misérables ist die Verfilmung des gleichnamigen Musicals, das wiederum auf dem berühmten Roman (1862, deutscher Titel: Die Elenden) von Victor Hugo basiert. Der Stoff ist schon mehrfach verfilmt worden, unter anderem mit Jean Gabin.

Tom Hooper gewann für The King’s Speech – Die Rede des Königs bereits einen Oscar als bester Regisseur. Les Misérables ist seine erste Musicalverfilmung. Die Darsteller sangen während der Dreharbeiten live. Das erlaubte ihnen, den Gesang während ihrer Performance zu verändern und anzupassen. Hugh Jackman überzeugte bereits bei der Oscarverleihung 2009 mit seinem Gesangstalent und Anne Hathaway unterstützte ihn bei seiner musikalischen Einlage. Amanda Seyfried sang an der Seite von Meryl Streep in der Musicalverfilmung Mamma Mia!. Auch Helena Bonham Carter, die Madame Thénardier spielt, zeigte bereits in Sweeney Todd – Der teuflische Barbier aus der Fleet Street ihr Stimmtalent. Anne Hathaway wurde direkt nach Veröffentlichung eines Clips von Les Misérables an den Broadway geholt und sang für eine Vorstellung von Cabaret.
Bei den Golden Globes 2013 wurde Les Misérables gleich dreimal ausgezeichnet: In der Kategorie Bester Film – Komödie oder Musical sowie in den Kategorien Bester Film – Komödie oder Musical (Hugh Jackman) und Beste Nebendarstellerin (Anne Hathaway).

Auch bei den Oscars 2013 ging Les Misérables nicht leer aus: Er gewann die Kategorie Bestes Make-Up und Hairstyling, Bester Ton und Beste Nebendarstellerin für Anne Hathaway. (LB)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Les Misérables
Genre
Gerechtigkeitsdrama, Historienfilm, Drama, Musikfilm, Liebesfilm
Zeit
18. Jahrhundert, 1830er Jahre, Französische Revolution
Ort
Frankreich, Paris
Handlung
Adoption, Armee, Armut, Aufstand, Ausbeutung, Barrikade, Besitz, Bettler, Bürgermeister, Diebstahl, Elend, Falsche Identität, Flucht, Französische Revolution, Gebrochenes Herz, Gefangenschaft, Gefängnis, Geheimnis, Heimliche Liebe, Hochzeit, Hunger, Identität, Inspektor, Jura, Kampf, Kriminalinspektor, Leben und Tod, Liebe, Liebe auf den ersten Blick, Läuterung, Mutter-Tochter-Beziehung, Mutterliebe, Neue Identität, Pflegefamilie, Pflegekind, Polizei, Priester, Prostituierte, Prostitution, Rebellion, Revolution, Roman, Soldat, Sträfling, Student, Suizid, Tod, Traum, Uneheliches Kind, Unerwiderte Liebe, Unschuldig Verfolgte Person, Verrat, Zuchthaus
Stimmung
Aufregend, Berührend, Ernst, Hart, Romantisch, Spannend, Traurig, Witzig
Zielgruppe
Familienfilm, Frauenfilm
Tag
Epos, Literaturverfilmung, Theaterverfilmung
Verleiher
Universal Pictures International Germany GmbH
Produktionsfirma
Cameron Mackintosh Ltd., Working Title Films

Kritiken (30) — Film: Les Misérables

kobbi88: Die Drei Muscheln

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10.0Lieblingsfilm

Oh Eponine

Ich glaube, ich bin verliebt. Zumindest ein kleines bisschen. Wenn dich Marius nicht will, dann komm doch zu mir.

Samantha Barks, der wahre Star in diesem fantastischen Cast. Samantha Barks, die auch im Londoner Musical die Rolle der Eponine spielt, sie singt und spielt sich hier die Seele aus dem Leib. Sie hat es geschafft, mir bei jedem einzelnen Mal die Tränen in die Augen zu treiben. Jedes. Einzelne. Mal.

Beim letzten Kommentar, da hab ich noch gesagt, dass vielleicht sogar zu viel gesungen wurde. Vergesst es. Stimmt nicht. War falsch. Ich wünschte mir, dass jede einzelne Sekunde nur gesungen wird. . Es ist wahnsinnig toll, die Musik, der Gesang, der von JEDEM Darsteller so einhundert Prozent perfekt zur Figur passt. Egal ob Fantine, Jean Valjean, Javert, Enjolras, Eponine, Marius, Cosette oder all die anderen. Grandios. Die Musik, diese eingängigen Melodien.
Mitreißend.
Traurig.
Emotional.
Lustig.
Triumphierend.
Wunderschön.
Die Kamera unterstreicht diese Gefühle noch, indem sie große Aufnahmen der Gesichter zeigt, der Augen, der Lippen, jeder kleinsten Regung im Gesicht.

Schauspielerisch kann ich keinen einzigen Makel feststellen. Hugh Jackman als Jean Valjean ist einmalig. Seine Augen. Diese Augen. Blutunterlaufen. Leicht zitternd und von Angst durchzogen und doch so viel Willen und Kraft, so viel Liebe. Er muss nur in die Kamera blicken, und man hat Jean Valjean vor sich.
Anne Hathaways „I dreamed a Dream“ ist so traurig, dass einem das Herz brechen möcht, und obwohl ihr Auftritt nun wirklich nicht lang andauerte, so ist sie doch den ganzen Film über präsent. Und der Oscar ist auch völlig verdient.
Russell Crowe passt ebenfalls hervorragend. Ja, seine Stimme mag vielleicht etwas merkwürdig klingen, wenn man ihn zum ersten Mal singen hört. Aber je öfter das der Fall ist, umso mehr wird klar, dass Javert keine andere Stimme haben kann. Mal davon abgesehen, dass er schauspielerisch sowieso makellos ist.
Eddie Redmayne mit seinen Sommersprossen ist zwar optisch nicht unbedingt so, wie ich mir Marius vorstellen würde. Aber er spielt es perfekt. Und wenn er gegen Ende zu seinem Lied „Empty chairs at empty tables“ ansetzt, dann möchte ich mal sehen, wer da trockene Augen behält. Amanda Seyfried, so oft sie auch gescholten wird, singt und spielt ihre Parts ebenso toll. Aaron Tveit als Enjolras, Daniel Huttlestone als Gavroche und Colm Wilkinson als Priester, der ebenfalls bereits im Musical mitsang, sind ebenso gut besetzt wie Sacha Baron Cohen und Helena Bonham Carter als so herrlich verrücktes Wirtsleute-Paar, dass man diese beiden Figuren einfach gern haben muss.
Achja. Beinahe vergessen. Eponine ♥ Samantha Barks. Ich kann es nicht oft genug sagen. Der absolute Höhepunkt in diesem Film. Emotional, gesanglich, optisch, schauspielerisch. Ein absoluter Traum. Ich hoffe sehr, dass man noch oft von Samantha Barks hören wird.

Aber außer den Künstlern hat der Film noch so viel mehr zu bieten.
Da sind traumhafte Kulissen von Paris im 19. Jahrhundert. Große Berge, riesige Schiffe mit gigantischen Wellen. Der Schmutz der Stadt, das Elend der Menschen, Ratten, Müll, Scheiße. Schon optisch merkt man, wie dreckig es der normalen und der armen Bevölkerung zu dieser Zeit geht. Die Kostüme, die ganze Optik der verschiedenen Figuren ist ebenso fantastisch.

Ja, und dann ist da noch die Geschichte.
Es ist zum einen die Geschichte des ehemaligen Sträflings Jean Valjean, der ein neues Leben beginnen möchte, aber immer wieder von seiner Vergangenheit und dem Polizisten Javert eingeholt wird, sodass er eigentlich auf ewig ein gehetzter Mann bleibt. Auf ewig auf der Flucht, ohne je zur Ruhe zu kommen.
Es ist die Geschichte von Fantine, die als alleinerziehende Mutter ihre Arbeit verliert und sich aus Verzweiflung in die Prostitution begibt, um ihr Kind ernähren zu können.

“Do you hear the people sing,
Singing the sing of angry men?
This is the Music of a people
Who will not be slaves again.
When the beating of the heart
Echoes the beating of the drums
There is a life about to start
When tomorrow comes.”

So kraftvoll, so motivierend, so aufwieglerisch. Eine Fanfare der Revolution, eine Fanfare für den Sieg. Es ist die Geschichte der unterdrückten Menschen in Frankreich. Der Menschen, die nichts mehr zu fressen haben, die auf der Straße beinahe verrecken. Es geht um Freiheit. Um Mut und Tapferkeit. Um Revolution. Darum, sich nicht alles gefallen zu lassen, aufzustehen, zu kämpfen.
Die Barrikaden-Kämpfe der Studenten in Paris um 1830 (etwa) bilden den Rahmen für den zweiten Teil der Geschichte.

“Tomorrow you'll be worlds away. And yet with you, my world has started!”

Und in dieser schwierigen, revolutionären Zeit suchen und finden ein paar junge Menschen ihre große Liebe. Eponine und Marius. Marius und Cosette. Drei Menschen, aber nur zwei können zueinander finden. Tragisch, dramatisch. Liebe im Krieg. Junge Liebe, die vielleicht durch Gewalt wieder getrennt wird, bevor sie richtig begonnen hat. Die vielleicht nie existieren kann. Und Liebe, die nie zustande kommen kann.

„One more day all on my own, one more day with him not caring.“

Und es gibt einige Szenen, bei denen sicher jeder kräftig Schlucken muss. Zum Beispiel das Lied der jungen Cosette oder das Ende, das so traurig macht und doch mehr als glücklich. Das Kraft gibt, dass mit der wunderbarsten Gänsehaut aller Zeiten den Zuschauer aus dem Film begleitet.

Ein wahnsinnig emotionaler Film, ein Historienepos, ein Film über Freiheit, über Liebe, über Flucht, über Angst und Mut. Grandiose Ohrwürmer, die mich einfach nicht mehr loslassen wollen. Das beste Musical, die tragischste und die schönste Liebesgeschichte aller Zeiten. Und Samantha Barks.

Oh, Eponine ♥

35 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 54 Antworten

kobbi88

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Keine schlechte Schauspielerin...


MrDurden

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Da kenn ich dann doch zu wenig Filme mit ihr, um das gut beurteilen zu können. Ich hab hier irgendwo noch "Das Leuchten der Stille" rumzuliegen, vielleicht gebe ich mir den mal in den nächsten Tagen. Aber in "Mamma Mia!" fand ich sie auch nicht schlecht.


StormXPadme: fandom observer StormXPadme: fandom observer

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5.0Geht so

eine Musicalverfilmung zu getreu dem Originalgenre

Viel Show wurde gemacht um die Verfilmung eines Musicalklassikers aus dem vorigen Jahr. Drei Oscar-Auszeichnungen krönen das hochkarätig besetzte Drama, und vor allem an Anne Hathaways hochgelobte Leistung als Nebendarstellerin kam man in den Medien kaum vorbei. Angesichts von Hathaways wirklich äußerst kurzlebigen Rolle im Verlauf der Handlung eine etwas irritierend erscheinende Glorifzierung. Wieviel oder nicht man auf den Wert von Academy Awards geben mag, dass es am Ende bei fünf weiteren Nominierungen blieb, mag im Fall von Les Misérables eine etwas realistischere Einschätzung des diesjährigen Paradebeispiels eines Hollywood-Hypes darstellen.

Les Misérables versucht in einer Laufzeit von 158 Minuten einen tiefgründigen Stoff zu verarbeiten, der sich auf der Leinwand leider schwer tut. Als mutig ist die kaum veränderte Übernahme des Soundtracks aus dem originalen Bühnenstück zu loben, doch der Durchschnitts-Kinogänger passt sich schwer einer fast ausschließ gesungen interpretierten Handling in diesem Medium an.

Nachzufragen ist ebenso, ob bei einem hunderte von Millionen schweren Projekt diese so umfangreiche musikalische Darstellung nicht hätte synchronisiert werden können, gerade bei einem international bekannten und beliebten Bühnenstück. An fähigen deutschen Musical-Darstellern hätte sicher kein Mangel geherrscht. Dadurch hätte man sich auch die langwierige Untertitelung erspart.

Nichts desto trotz sei die hervorragende gesangliche Leistung von Russell Crowe, Hugh Jackman und Hathaway an dieser Stelle nicht unerwähnt gelassen. Sowohl Hathaways körperliche Leistung im Vorfeld für ihre Rolle als auch ihre mimische und vokale Leistung ist zu würdigen. Als todkranke Prostituierte beschert sie den Zuschauern mit ihrer Version des berühmten ‚I dreamed a dream‘ schon zu Beginn des Films einen Moment des ergriffenen Schweigens. Ein monumentaler schauspielerischer Moment, der im Gedächtnis bleibt.

Zu diesem Zeitpunkt allerdings kämpft die Geschichte bereits mit ihrer Überlänge. Die Konzentration auf Jean Valjean erscheint nicht nur am Beginn in die Länge gezogen. Mit Fantines Ableben und Jeans Verantwortung für ihr Kind nimmt die Geschichte ebenfalls nur sehr langsam an Fahrt auf. Unterhaltsame Nebencharaktere wie Madame Thénardier, in ihrer üblichen ausgeflippten Besonderheit perfekt von Helena Bonham Carter interpretiert, hauchen der bedrückenden Geschichte nicht viel Leben ein und wirken teilweise deplatziert.

Die großen Zeitsprünge durch die turbulente Epoche nach der französischen Revolution machen es schwer, die Fülle an Charaktere zu verinnerlichen. Trotz aller Ausführlichkeit hat man das Gefühl, Details zum Verhalten besonders von Valjeans Erzrivalen Inspektor Javert (Crowe) zu versäumen. Mit dem Treffen von Fantines Tochter Cosette (Amanda Seyfried) und ihrer großen Liebe Marius (Eddie Redmayne) wird ein überhastetes Element einer jungen Liebesgeschichte eingebaut, auf das man sich zwischen Barrikaden auf den Straßen Frankreichs und Valjeans ständiger Flucht vor Javert nur schwer einlassen kann.

xxx

Um den Rest der Kritik zu lesen, klickt den beigefügten Link zum Fandom Observer an!

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Beeblebrox: dasfilmfeuilleton.de

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7.5Sehenswert

[...] Es ist ein emotionales Ereignis, wenn Fantine, die aufgrund ihres unehelichen Kinds von der Gesellschaft verachtet und ausgeschlossen wird, ihr Leben niedergeschmettert ausbreitet. Sie ist eine der Elenden, verzweifelt auf der Suche nach einem Hoffnungsschimmer am Horizont. Doch all das ist nur ein Traum und die bittere Wirklichkeit holt die Fabrikarbeiterin unbarmherzig ein: Now life has killed the dream I dreamed. Die Traurigkeit des Augenblicks ist zum Greifen nahe und gehört definitiv zu den Szenen, die noch nach dem Kinobesuch aufgrund ihrer einnehmenden Darstellung nachhallen. Ganz klein und zerbrechlich steht dieser Moment im direkten Gegensatz zur aufbrausenden, unkontrollierten Inszenierung, die dennoch – oder gerade wegen ihrer Unvollkommenheit – etwas absolut Faszinierendes an sich hat.

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Oceanic6: CinemaForever

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5.0Geht so

Hoopers Variation von Victor Hugos "Die Elenden" scheint ambitioniert bis in die letzte Pore. Überambitioniert in Sachen Inszenierung und Schmalz, unterambitioniert in Sachen ehrlichen Geschichtenerzählens. Aus Hugos bedeutsamer Parabel wird ein auf fast drei Stunden aufgeblähtes Musical, welches viel zu wenig zu erzählen hat, um den Zuschauer über die volle Laufzeit zu fesseln. Was zudem aus dem französischen Revolutionsgedanken gemacht wurde, das verdeutlichen die eiskalten Verrisse der französischen Presse überdeutlich. Tom Hooper ist daran gescheitert, Hugos Roman in die Moderne zu transportieren und wahre Größe zu zeigen anstatt sich in klassischem Hollywoodheldentum und aufgesetzten Emotionen zu verlieren. Anne Hathaway, Hugh Jackman und dem jungen Daniel Huttlestone ist zu danken, denn ohne sie wäre "Les Misérables" ein noch viel größeres Ärgernis. Hooper ist einfallslos und wo es ihm ganz klar an einer eigenen Handschrift und Ideen mangelt, hätte es einen Visionär wie Baz Luhrmann gebraucht, der die Erzählung beispielsweise in die Pariser Banlieues verlegt hätte. Von diesem Meisterwerk werde ich aber wohl auf Ewig träumen müssen.

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LionelLuthor

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Deine Idee ist in der Tat gut. Aber das war ja auch nicht Hoppers erklärtes Ziel. Hopper wollte doch das Musical auf die Leinwand in oppulenter Ausstattung bringen und nicht komplett neu interpretieren. Und es sollte sehr Emotional werden.
Zumindestens war das die Aussage die ich vorher wargenommen habe.


Ba. Schweizerhof: taz, epd Film Ba. Schweizerhof: taz, epd Film

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6.0Ganz gut

Tom Hoopers macht aus dem Erfolgsmusical „Les Misérables“ einen erwartbar uninspirierten Film. Seine oscarnominierten Darsteller aber machen alles wieder wett.

Vollständige Kritik: http://www.taz.de/Victor-Hugo-als-Musical-verfilmt/!111449/

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I.Reicher: der Standard I.Reicher: der Standard

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5.0Geht so

Generell hat man sich für (digital unterstützen) Naturalismus entschieden und gewinnt dem Stoff in dieser Hinsicht nichts Neues ab. [...] Im weiteren Verlauf wirkt die Häufung von Close-ups - alternierend mit Panoramen und Heeren von sorgfältig eingeschmutzten Statisten - dann eher einfallslos und die Montage oft holprig.

Vollständige Kritik: http://derstandard.at/1360681876081/Les-Miserables-Die-Elenden-in-Massen-und-in-Grossaufnahme

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A.-C. Simon

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8.5Ausgezeichnet

Dem Zuschauer lässt „Les Misérables“ nur zwei vernünftige Möglichkeiten. Entweder er verweigert sich dem Affektansturm, dann verlässt er am besten schnell das Kino. Oder er nimmt viele Taschentücher mit, geht unter im reinigenden Meer der edlen Gefühle und steht am Ende benommen von so viel emotionaler Strapaz auf: erschöpft, aber auch glücklich.

Vollsändige Kritik:

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BirgitWalter

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6.0Ganz gut

Die Verfilmung des Musicals „Les Misérables“ folgt stur dem Bühnenstück. Das heißt: es wird gesungen. Beim Fliehen, Lieben, Sterben, Beten. Und im Abwasserkanal. Das hat des Öfteren eine ziemlich bizarre Anmutung und eigentlich immer zu viel Pathos. Einzig die Darsteller retten den Film.

Vollständige Kritik: http://www.berliner-zeitung.de/film/-les-mis-rables--zu-viel-fuer-einen-stringenten-film,10809184,21891704.html

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Jenni Zylka: fluter, sissy, spiegel online Jenni Zylka: fluter, sissy, spiegel online

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4.0Uninteressant

Die Musicalverfilmung "Les Misérables" ist missraten. Stars wie Anne Hathaway und Russell Crowe können spielen, aber leider nicht singen - in der nächsten Karaoke-Bar um die Ecke hat man mehr Spaß.

Vollständige Kritik: http://www.spiegel.de/kultur/kino/musicalverfilmung-les-miserables-oscar-favorit-mit-hathaway-jackman-a-884030.html

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F.-M. Helmke: Filmszene.de F.-M. Helmke: Filmszene.de

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7.5Sehenswert

Wer Musicals grundsätzlich nicht mag, wird vermutlich auch hiermit nicht warm werden können. Dank seiner Genre-untypischen Tragik, Dramatik und 'Schmutzigkeit' ist Les Misérables trotzdem das packendste und beste Film-Musical seit langer, langer Zeit.

Kritik im Original: http://drupal.filmszene.de/filme/les-misérables

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Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de

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8.0Ausgezeichnet

Hooper legte in Les Misérables unübersehbar seinen Fokus auf die Musik, Ausstattung und die Optik. Lässt man sich davon einnehmen, wird man mitgerissen werden, selbst wenn man kein ausgesprochener Musicalfan ist.

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A. Sterneborg: epd film A. Sterneborg: epd film

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5.5Geht so

Trotz der einigermaßen gewagten Entscheidung, die Schauspieler unmittelbar und live singen zu lassen, und obwohl er sich immer wieder mit unruhig vibrierender Handkamera unter die Schauspieler mischt, gelingt es [Tom Hooper] nicht, dem Stoff echtes Leben einzuhauchen.

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Hannelore Heider: Deutschland Radio Hannelore Heider: Deutschland Radio

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7.5Sehenswert

Es wird nur wenig gesprochen in Les Misérables - und das muss man mögen. Doch der achtfach Oscar-nominierte Film ist hochkarätig besetzt, die Bilder gewaltig, die Darsteller überzeugen.

Kritik im Original: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/filme/2016363/

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Walli Müller: br-online, NDR Walli Müller: br-online, NDR

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8.0Ausgezeichnet

Les Misérables ist zwar erst etwas sperrig, doch dann zu Tränen rührend. Ein gelungenes und fast ausschließlich gesungenes Film-Musical in epischer Länge.

Kritik im Original: http://www.br.de/radio/bayern3/inhalt/kino-und-dvd/les-miserables-110.html

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José Garcia: Textezumfilm

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7.5Sehenswert

Trotz einiger Szenen, die an eine Theaterbühne denken lassen, nutzt die Kamera von Danny Cohen insgesamt die Möglichkeiten des Filmes voll aus, sei es durch Großaufnahmen der Schauspieler, um ihre Gefühle auszudrucken, sei es um Massenszenen in Totalen zu inszenieren, so beispielsweise die Sequenz des Trauerzuges vom wegen seiner Sympathie für die Armen populären General Lamarque, als Studenten die Revolte proben und sich den Armeetruppen eine Straßenschlacht liefern. Kostüme, Masken und das gesamte Produktionsdesign sind selbstverständlich hervorragend. Auch das Schauspielerensemble beeindruckt von den prominenten Darstellern bis hin zu den weniger bekannten Schauspielern, unter denen die Präsenz und die Stimmgewalt von Samantha Barks sowie die schelmische Unbekümmertheit des zu den Drehzeiten erst 12-jährigen Daniel Huttlestone in ihren tragischen Rollen als Éponine beziehungsweise Gavroche besonders in Erinnerung bleiben.

Laut der Produktion sangen die Schauspieler sämtliche Songs live ein, was auch Regisseur Tom Hooper in Interviews gerne betont. Gelingt es Anne Hathaway, im bekannten „I Dreamed A Dream“ den Zuschauer zu rühren, so besticht etwa auch das Ensemblelied „One Day More“, das mit filmischen Mitteln aus ganz verschiedenen Perspektiven seh- und hörbar wird. Allerdings überzeugen stimmlich nicht alle Akteure – so geht Russell Crows Baritonstimme leicht unter, die außerdem in den ersten Partien eigentümlich hoch erscheint. Auch als Musical-Verfilmung bleibt „Les Misérables“ ein herzerweichendes Melodram. Victor Hugo war ja ein Romantiker. Deshalb wirkt das Ende, als die im Kampf Gefallenen noch einmal „Das Lied des Volkes“ auf einer riesigen Barrikade anstimmen, zwar etwas kitschig. Dies drückt freilich den Glauben nicht nur an die Gerechtigkeit, sondern auch an ein Jenseits aus – nicht umsonst hilft Valjean nicht nur Fantine, sondern auch der Bischof, die Schwelle zu überschreiten.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Jörg Gerle: Filmdienst Jörg Gerle: Filmdienst

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7.0Sehenswert

Regisseur Tom Hooper („The King’s Speech“) hat seine Sache gut gemacht und die dramatischen, traurigen und erhabenen Musiknummern in intime Momente sowie epische Massenszenen übersetzt, sodass die melodiösen Chorstücke (die zumeist mit Kampfgemetzel einhergehen) aufwühlen und die Arien zu Herzen gehen, vor allem die von Anne Hathaway.

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Flibbo: Wie ist der Film?

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8.0Ausgezeichnet

[...] Es war eine gute Entscheidung, die nahezu ausschließlich gesungene Kommunikation zwischen den Figuren zu wählen. So taucht man nach kurzer Eingewöhnungsphase ganz in diese Welt der überlebensgroßen Gefühle ein. „Les Misérables“ ist schamloses Melodram und kitschig wie die fiesesten Seifenopern, dabei aber, durch die überhöhte Form und das hochprofessionelle Schauspiel, völlig authentisch und mitreißend. Von kleinen, vertretbaren Längen abgesehen ist „Les Misérables“ eine beeindruckende, tief im Kern zeitlose Geschichte von Stolz, Aufopferung und natürlich Liebe, visuell packend, trotz Musicalrahmen auch erzählerisch stringent, schauspielerisch dank der ohne Playback singenden Mimen gleich doppelt stark und musikalisch recht eingängig. Genrefremde sollen es hiermit ruhig einmal versuchen.

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Movienerd: Movienerd.de Movienerd: Movienerd.de

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6.0Ganz gut

Les Misérables erinnert mich an die riesenhaften Fabelwesen aus dem Videospielklassiker Shadow of the Colossus: Ein stumpf durch endloses Ödland staksendes, gigantisches Ungetüm, trotz massiven Schrittes von sonderbar sanftem Gepräge, schwerfällig und ungelenk, aber dennoch erhaben und schön in seiner monolithischen Einmaligkeit. Man möchte es von seinen Qualen erlösen, bringt’s aber fast nicht übers Herz.

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Petra Schrackmann: Outnow.ch Petra Schrackmann: Outnow.ch

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7.5Sehenswert

Trotz einiger Längen [...], ist Les Misérables grosses Gefühlskino mit mitreissender Musik, bei der man hemmungslos mitfiebern und -leiden und ja, auch ordentlich weinen kann.

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SoulReaver: CinemaForever, D3M

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6.0Ganz gut

[...] Das Problem an „Les Misérables“ ist letzten Endes die zuweilen ruckartige Inszenierung Hoopers. Viele Handlungsabschnitte, die sich auf tiefe, unermüdliche Emotionen stützen, geschehen hier quasi aus dem Nichts und die Nachvollziehbarkeit dieser Augenblicke ist kaum greifbar, sondern verdeutlichen sich als affektives Verhalten, dass ein bestimmtes Ziel vor Augen hat und dieses in möglichst wenigen Minuten erreichen soll. Die Dramaturgie leidet darunter, was nun nicht heißen soll, dass „Les Misérables“ keinen Zugang zum Zuschauer findet, gewiss nicht, viele Gesangseinlagen sind herzzerreißend und äußerst energisch. Doch die erzählerischen Durchhänger werfen der riesigen Bandbreite an lodernder Emotionalität immer wieder einen Stock zwischen die Beine, der die enorme Tragweite der expressiven (Charakter-)Wucht und der drakonischen Situation nicht auf die eruptive Krönung zusteuern lässt. „Les Misérables“ ist fraglos ein guter Film, gerade wegen seiner überzeugenden Schauspieler und ihrer gesanglichen Begabung, doch zu einem Meisterwerk hat es dieses Mal nicht gereicht.

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sweetForgiveness

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Die holprige Erzählweise liegt aber auch am Musical würd ich sagen :) Hab es im Sommer in London gesehen und dachte auch es wurde etwas seltsam erzählt also...vielleicht liegts gar nicht an Hooper


SoulReaver

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Dann übernimmt Hooper offensichtliche Stolpersteine, obwohl er die Chance hatte, etwas zu ändern? Immerhin ist Film und Bühne ein Unterschied. Das kostet Punkte! :D Vor allem nachdem Hooper von einer eigenen Intention und Korrektur gesprochen hatte.


Alle Kritiken (30)


Kommentare (167) — Film: Les Misérables


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hundehaendla

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Bewertung7.0Sehenswert

Wer Musicals mag wird den Film wohl auch mögen,
mit Abstand der beste im Film: Russel Crowe, wie könnte es auch anders sein wenn der Gladiator singt. Aber Scherz beiseite, er hat im gesamten Ensemble die mit Abstand unverwechselbarste und ausdrucksstärkste Stimme.

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Frankenchrist

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Bewertung3.5Schwach

Les Misérables - warum auch immer oscar-prämiert - ist ein Film orientiert an eine gut-situierte u. brav-christliche Oberschicht, ein Wohlstandschristentum, das vielleicht auch kurz einmal sehen will, wie romantisch es doch sein kann, arm und elend zu sein - zeitweilig. Seine verkitschte Religiosität - etwa die naive Jenseitsvorstellung, nach welcher der Sterbende von seinen engelgleichen, geliebten Verstorbenen abgeholt wird - zieht sich durch den ganzen Film. Nicht dass Hugos Roman nicht auch und gewiss eindeutig christliche Themen beinhaltete - wie bspw. Gnade, Nächstenliebe und Vergebung -, doch sogar mir (als ein Theologie-Student) war der penetrante christliche (u. m.E. missionierende) Gottesbezug zu viel des Guten und auf die Dauer ein Ärgernis (wie müssen sich erst Ungläubige oder Atheisten o. ä. fühlen?). Die Soziotheologie des Romans, die Kontrastierung des gnadenlosen weltlichen Gesetzes mit dem gnadenvollen Zuspruch Gottes, leidet unter den im Film vordergründigen Sentimentalitätchen und der emotionalisierten Frömmelei der Filmdarsteller - die Genrekonventionen eines Musicals stellen hier der theologischen Tiefgründigkeit der Vorlage ein Bein. Ja und dann die liebe Anne Hathaway, die ich hiermit unlieb gewonnen habe. Solch eine Leistung, ihre sogenannte Leinwandpräsenz, die über die Dauer des Films unterzugehen drohen, und vielleicht ein unfreiwilliger Haarschnitt mehr als andere Preisanwärter, können also bereits eine Oscar Auszeichnung verheißen. Manch einer mag sich ja als der geborene Sänger fühlen. Man vergisst leicht, eine Gesangsausbildung hat heutzutage noch ihren Sinn, wobei außerdem zu fragen ist, weshalb nicht gleich sämtliche Original-Darsteller samt professionellem Gesang aus dem Musikschauspiel für die Rollen angeheuert wurden, zum Wohle der musikalischen Klasse, und eben nicht des - mithilfe großer Namen - finanziellen Erfolgs. So ergeben der nervtötende Singsang und eine Überlänge, die sich leider wie eine solche anfühlt, eine fatale Kombination, die mich wiedermal in meiner Abneigung gegen Musicals bestätigen (Sweeney Todd als positives Gegenbeispiel setzt mit vergleichbarer Gesangsinkompetenz nur sporadisch Gesang ein).
Übrigens: Der Sinn der deutschen Version ist nicht zu erschließen: zu geschätzten 95 % besteht der Film aus (teilweise fehlerhaft) dt.-untertitelten Gesangsnummern; der Rest sind deutsche Synchro-Einsprengsel, wodurch dissonante Verwirrung statt Harmonie gestiftet wird.
Ich höre V. Hugo, vermutlich unruhig im Grabe sich windend. An seiner Stelle würde ich nur Sacha Baron Cohen von seinem Zorn verschonen. Auch sind die Kompositionen an sich für ein Musical vergleichsweise gut gelungen: V. a. die Chöre auf den Barrikaden tun ihre Wirkung in den Kulissen der Revolution.

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Medardus

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vorgemerkt

Hab da irgendwie Bock drauf, auch wenn die Gesangsleistungen einiger ja wirklich schön bösartig sind...siehe Russel Crowe.

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Martin Oberndorf

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Bewertung7.0Sehenswert

Musicals.
Komischerweise gibt es viele Leute, die sie nicht mögen.
Dabei liegt gerade in der Kombination aus Musik und Film erst das Gefühl vieler Filme.
Man denke an Spiel mir das Lied vom Tod ohne Mundharmonika oder an Der weiße Hai ohne das typische Daaaaadam.
In Musicals wird halt zur instrumentalen Begleitung noch gesungen.
Aber kann das wirklich so schlimm sein?
Finden wir es heraus in meinem Kommentar zu "Les Misérables"!
...
"Les Misérables" fängt mal unheimlich stark an.
Bombastische Töne formen einen Melodiekörper, monumental aufgebaut wird ein Schiff von einem mit Schmutz bemaltem singenden Männerchor gezogen.
Es hat durchaus eine sehr eindrucksvolle, bühnenhafte Wirkung.
Danach gehört der Bildschirm nur mehr Anne Hathaway, die so unheinlich toll spielt und singt, dass wenngleich ihr Charakter nichtmal ein Viertel des Films existiert, sie den Oscar so was von verdient hat.
Das ist der Zeitpunkt, als der Film noch richtig stark wirkt.
Das Leitthema geht ins Ohr, und die darstellerische und gesangliche Leistung, sowie der monumentale Aufwand beeindrucken ungemein.

Aber, und das muss man sagen:
Während etwa des ersten Viertels.
Nach dem Ableben von Hathaways Charakter, der die Handlung erst einleitet (also nicht aufregen, ich habe nicht zu viel verraten) lässt der Film enorm nach.

Klar, die tollen schauspielerischen Leistungen bleiben. Vor Allem, wenn man bedenkt, dass die Darsteller alle live vor der Kamera gesungen haben - keine Studioaufnahmen.
Auch, dass die Bilder immer noch wahnsinnig stark und überrollend daherkommen, ist ein großes Plus.
Monumentalfilme hat man heutzutage selten.

Aber "Les Misérables" hat in meinen Augen eine große Schwäche: seine Länge.
Vor Allem in Kombination mit seiner Musik.
In dem Film wird selbst für ein Musical zu viel gesungen.
In den meisten Musicals gibt es auch Dialoge dazwischen, die gesprochen sind, hier wird alles zur Musicalnummer.
Und auf DIESE enorme Länge wirkt das doch zu viel.
Vor Allem, da der Soundtrack wenig abwechslungsreich daherkommt. Man hat die klassischste Musicaluntermalung: klassische Musik im Hintergrund, kräftiger Gesang im Vordergrund.
Nur das Leitthema hinterlässt hierbei einen bleibenden Eindruck, der Rest wirkt austauschbar.
Auch im Film Rent wird kaum geredet, dort bleiben die Songs aber im Ohr und sind alle sehr unterschiedlich.

Nach eineinhalb bis eineindreiviertelstunden hab ich dann begonnen, auf die Uhr zu schauen.
Ich finde, dass dadurch der gesamte Film sehr viel von seiner Faszination verliert.
Die an und für sich gute Story schafft es leider nicht, den Film über die ganze Länge zu tragen.

Aber das ist nicht falsch zu verstehen: "Les Misérables" ist ein guter Film, der durch seinen monumentalen Aufwand, seine riesigen Bilder und den tollen Schauspielern - alle, aber im Besonderen Anne Hathaway, die wirklich großartig spielt - durchaus eine Sichtung wert ist.
Dennoch finde ich, dass der Film nach seinem starken Anfang es irgendwie nicht schafft, den Zuschauer im Bann zu halten, und dessen Faszination auch mit der Laufzeit abnimmt.
Aber vielleicht seht ihr das ja ganz anders.

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Filmromantikerin

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"Ich schreibe nur gerne den Leuten zurück, wenn sie meinen Kommentar kommentieren". - Also mir hast du nicht zurückgeschrieben. ^^
Aber dafür bin ich nun von euch und eurer ermüdenden Diskussion (Habt ihr nicht gemerkt, wie ihr ständig aneinander vorbei schreibt?) vollgespammt worden ...
@kobbi: Ich versteh' dich ja vollkommen, nur es kann halt nicht jeder Les Mis so sehen wie wir. Dafür beschreibt Martin seinen Eindruck noch relativ ordentlich, wenn ich an ein Gespräch vom Wochenende denke:
- Was für Filme hast du letztes Jahr gesehen?
- Les Misérabl...
- Was, na, echt, den?! Da singen's ja!
- Ähm, es ist ja auch ein Musical...
- Und warum verfilmt man des dann?
...


Martin Oberndorf

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Hoppsala.
Das hab ich dann einfach übersehen. Tut mir Leid.

Der Dialog war ja...
Mich würde interessieren, wieviele Lieblingsfilme von dem auch auf einer Vorlage basieren, z.b. einem Buch oder Comic.


Troublemaker69

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein sehr bewegender Film und meiner Meinung auch der perfekte Film.
Guter Gesang, sehr viel Gefühl und trotz enormer Überlänge keine Sekunde zu lang.
Ich könnte Anne Hathaway, Russel Crowe und Hugh Jackman noch Stunden zusehen. Mein absoluter Lieblingsfilm

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WoodyB

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Bewertung7.5Sehenswert

Als ich den Film im Kino sah, wusste ich nicht direkt, was auf mich zu kam.
Ich wusste zwar das sie ständig singen werden aber ich kannte die Originalgeschichte nicht... das dachte ich zumindest, bis mir auffiel das ich die Geschichte aus nem Lustigen Taschenbuch kannte xD

Vom musikalischen Standpunkt her fand ich die meisten Stimmen zwar gut aber auf dauer nicht tragbar, die einzige Stimme die ich die ganze Zeit erträglich fand war und alle werden mich dafür hassen... Russel Crowe, er klingt anders, da er im Gegensatz zu seinen Schauspielkollegen mehr Rock und Folk-Erfahrung besitzt aber das fand ich gut.
Grade Ann Hathaways Stimme fand ich teilweise ziemlich nervig, oder Amanda Seynfried und ihr Loverboy, dessen Name mir entfallen ist.

Außerdem ist die Geschichte ziemlich gepresst, sie zeigt uns nur drei einzelne Tage von mehr als einem Jahrzehnt und gerade was ihn der übersprungenen Zeit geschehen ist fände ich wahrscheinlich interessanter als das was ich sah (Jackmann ist ein Ausgestossener und in der nächsten Szene auf einmal Bürgermeister, wie geht das?)

Alles in allem ist es aber trotzdem ein wunderschöner Film mit gutem Gesang und einer schönen Story

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Imortary

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Bewertung4.0Uninteressant

Ich habe diesen Film, meiner Mitbewohnerin zu liebe, angeschaut. Ich ahnte schlimmes, hatte ich doch gehört, dass permanent gesungen wird. Meine Befürchtung wurde wahr und ich konnte mich einfach nicht an das ständige Gesinge gewöhnen. (Schlimmer als bei Disneys Eiskönigin.) Hinzu kam der schlechte Schnitt, die abrupten Szenenwechsel und die übersättigten Farben, die den Film auch nicht besser machten.

Während bei Anne Hathaway eine Träne nach der anderen floss und meine Mitbewohnerin berührt zum Fernseher schaute, konnte sich bei mir einfach kein Gefühl der Betroffenheit einstellen. Hathaways Spiel hatte für mich eher Ähnlichkeit mit dem eines Clowns und das wiederholte sich später auch bei Eddie Redmayne. Aber irgendwann habe ich gemerkt, dass diese hanebüchene Handlung, die unglaubwürdigen Bilder, das theatralische Gesinge und lauter unerklärlichen Kleinigkeiten den Film zu einer der besten Komödien machten, die ich in letzter Zeit gesehen habe!

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EclairLovesRatings

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Bewertung9.0Herausragend

ENTHÄLT SPOILER.
Eine Freundin von mir hat uns diesen Film auf ihrer Geburtstagsfeier vorgeführt. Wir - 20 Mädels und ein paar Verwandte - saßen gespannt vor der Leinwand. Es ging los...
"Look down, look down..." eine beeindruckende Anfangszene. Spannend und mit geschickt gemachten Zeitsprüngen ging es weiter. Auch die Musik gefiel mir. Etwa ab Fantines Tod hörte man leises Schluchzen aus dem Publikum. Ein trauriger Film war es, das merkte auch ich schon. Doch ich disziplinierte mich und hielt die Tränen zurück, als die kleine Cosette von ihrem imaginären Wolkenschloss sang, und auch sonst. Das fiel mir umso leichter, als dann das "One Day More"-Medley angestimmt wurde, das mich an "La Resistance", meinen Lieblingssong aus meinem Lieblingsfilm "South Park - Bigger, Longer & Uncut", erinnerte, und somit ein breites Lächeln auf meinem Gesicht verursachte. Sacha Baron Cohen ("Our dear Colette!" - "Cosette.") und Russell Crowe ("Number 24601!") sorgten hin und wieder für allgemeine Lacher. Ernster wurde es dann erst wieder in der Runde, als Cosette erwachsen war und die Rebellionen begannen. Ich hielt emotional weiterhin durch. Bis das Ende kam.
Jean Valjean im Kloster, kurz vor seinem Tod. Fantine, die ihn in den Himmel bringen wollte. Die letzte Beichte, die bevorstand. Cosette und Marius, die nicht wollten, dass er starb. Die Tränen, die mir übers Gesicht rollten.
Ich weine NIE bei Filmen. "Les Misérables" hatte es geschafft, dass ich nach etwa 11 Jahren tränenfreien Filmschauens wieder bei einem Movie heulte. Doch das entgültige Ende war so positiv und hoffnungsvoll, dass ich bald wieder zu weinen aufhörte.
GESAMT:
Negativ:
Zu viel Gesang, zu wenig Dialog. (Wer sich schon bei "South Park - Bigger, Longer & Uncut" über "das viele Gesinge" beschwert, kennt wohl "Les Misérables" nicht. Man hätte letzteren Streifen eigentlich gar nicht deutsch synchronisieren brauchen, da er zu 90% aus englischem Gesang mit deutschen Untertiteln besteht.)
Positiv:
Ein berührender, ehrlicher, brutaler, tragischer, aber gleichzeitig auf seine Weise schöner Film, toll gespielt, toll gesungen.

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BlubberKing

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Eclair, du kannst mein Taschentuch haben :)
Ich finde Musical-, Operetten- und Opernfilme auch sehr gut. Auf meiner Liste BERÜHMTE OPERN (ALS SPIELFILM/STUDIOPRODUKTION) hab ich ein paar Filme, die auf Opern beruhen, gelistet. Anhand der Bewertung siehst man schon, wie diese Filme mich berührt haben.


Filmfan30

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Unter die Haut gehender Film voller großer Dramatik, die zwar manchmal ein bisschen "over the top" wirkt -

Spoiler: Russel Crowe stürzt sich selbst in den Tod, nachdem er bemerkt, dass er seinem Intimfeind die ganze Zeit unrecht getan hat. Hugh Jackman geht ins Exil, sobald er endlich frei ist und anstatt die Hochzeit seiner Ziehtochter zu genießen, verzehrt er sich in Schuldgefühlen. /Spoiler.

- , aber ein tolles Gesamtpaket aus berührender Handlung, tollen Gesangseinlagen, herausragenden Darstellern und Sozialkritik bietet. Die Darsteller (mit Ausnahme von Amanda Seyfried. Die guckt wie ein Guppie mit Zahnweh aus der Wäsche) machen ihre Sache alle ausgezeichnet. Und das was heute übertrieben wirkt, passt eben in die Zeit,
in der das Ganze spielt.

Der Film hatte für mich sogar zwei große Überraschungen parat: Anne Hathaway, die man als Prinzessin kennt, spielt eine ernsthafte Rolle, sogar mit Mut zur Hässlichkeit, und ist dabei absolut brilliant! Hugh Jackmann, Held aus Wolverine, verkörpert den tragischen Charakter des Jean Valjan so überzeugend, als wäre er ihm auf den Leib geschneidert. Es gibt Schauspieler, die sind wie Chamäleons. Die können einfach alles!

Dass Russel Crowe auch Rollen mit viel Niveau und Tiefgang übernehmen kann, hat er in "A Beautiful Mind" bewiesen und tut es hier wieder als verblendeter Gesetzeshüter, den sein "Pflichtbewusstsein" zum Bösewicht macht.

Spoiler: Eine der tragischsten und am besten inszeniertesten Geschichten ist der Tod der Blockadebrecher, finde ich. Was für eine Kraft von allen Darstellern ausgeht - selbst und gerade von dem Kind - als sie sich verzweifelt gegen die Übermacht stellen und sterben, das war überwältigend. Wer da nicht weint, der hat kein Herz. Zum Schluss endet der Film sogar mit unerwarteten Heiterkeit, die ganz im Gegensatz zu der sonst düsteren Handlung steht. Das lässt einen mit neuer Energie nach Hause gehen, nachdem man vorher von der Tragik überwältigt worden ist. /Spoiler

Sehr sehr gut inszeniertes Drama und eine der besten Hollywoodverfilmungen der letzten Jahre!

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DN

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Bewertung4.0Uninteressant

Der Film ist prinzipiell gut gemacht, nur der ihn auszeichnende Gesang nervt.

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Moviegod

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Atemberaubend. Mehr fällt mir jetzt auch nach dem 10. Mal anschauen immer noch nicht ein. Ich bin eigentlich kein Fan von Musicals, doch dieses Meisterwerk hier hat mich eines besseren belehrt.

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GlenLantz

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Mit jedem Exemplar liebe ich sie mehr. Musicals.
Was mich hier anfänglich vielleicht ein bisschen gestört hat, war dass man quasi nur gesungen hat. Im ganzen Film gibt es gerade mal 3 (falls überhaupt) gesprochene Worte. Aber wenn man sich erstmal damit angefreundet hat, ist dieser Film einfach super. Die Darsteller sind allesamt eigentlich ziemlich gut, Anne Hathaway toppt trotz kurzem Teilhaben natürlich jeden, ja sogar Hugh und Helena.
Meine beiden Stimm-Favoriten sind (türlich) Eddie Redmayne und Samantha Barks. Ich glaub ich bin verliebt..--in beide. Ich hab von beiden noch nie zuvor gehört, aber sie verdienen allen Respekt für ihre tollen Singstimmen. Ich bekam sogar mehrmals Gänsehaut.
Trotz der üblichen Geschichte um Krieg und Liebe hat diese Interpretierung hier etwas Besonderes. Und hey, dass muss man einfach bedenken; Die Schauspieler haben das alles live am Dreh gesungen, da war nix mit Aufnahmen oder so! Also wenn dass nicht meegaa ist..
Und zu guter Letzt will ich noch um etwas bitten;
Bitte Bitte seht euch diese umwerfende Performance bei den Oscars an.
http://www.youtube.com/watch?v=Kv1C2HkWNfI
Ehrlich jetzt. Ist doch einfach umwerfend. Oder?

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littledrummerboy01

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Mit großen Emotionen, viel Pathos, toller Musik und einem grandiosen Darstellerensemble, liefert Tom Hooper hier eine hochinteressante und packende Arbeit ab, die einen einzigartigen Mix aus sehr filmischen und sehr theaterhaften Elementen bietet. Die Szenen sind toll aufgebaut, genial choreographiert und die Musik, die quasi 99% des Films ausmacht, wird niemals langweilig. Hier und da waren es mir persönlich ein oder zwei Tränen, bzw. ganz große Emotionen zu viel, aber das ist wohl Geschmackssache. Insgesamt ist das Ensemble überragend, allen voran Anne Hathaway, die sich ihrer Rolle völlig hingibt und hier wirklich jeden an die Wand spielt. Außerdem hervorstechend: Russell Crowe als Staatsdiener mit erwachendem Gewissen.

Die Geschichte kann sich manchmal nicht ganz entscheiden, ob sie nun von persönlichen Schicksalen oder einer fehlgegangenen Revolution erzählen will, die großartige Regie macht dieses kleinere Manko aber leicht vergessen. Insgesamt ist das Kino (und auch Theater) auf ganz hohem Niveau und selbst ich als jemand, der normalerweise nicht so sehr von Musicals angesprochen wird, bin vollkommen mitgerissen worden. Sehr stark. :)

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littleaga

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich glaube ich habe noch nie in meinem Leben bei einem Film so geweint. Mich hat jede einzelne Szene, jedes Lied so ergriffen, dass ich wirklich mit allen Charakteren von Anfang bis Ende mitfühlen konnte. Die schauspielerischen Leistungen waren großartig, genauso wie der Gesang. Mich hat es überhaupt nicht gestört, dass jedes Wort im Film gesungen wurde. Ganz im Gegenteil: Das hat dafür gesorgt, dass man sich emotional nie losreißen konnte. Die Länge des Films ist mir auch nicht negativ aufgefallen, da ich nach der ersten halben Stunde sowieso nicht mehr auf die Uhr geblickt habe, sondern einfach nur mitgefiebert, gelitten und geweint. Ein wirkliches Meisterwerk in meinen Augen.

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Nerada

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Bewertung5.0Geht so

eigentlich steh ich total auf Musicals... aber das hier ist doch eher eine verfilmte Oper O.o fast jeder Satz ist nur gesungen und das leider meistens nicht mal allzu gut :(
Ich hätte nie gedacht, dass ich das mal sage, aber Russel Crowe ist das Beste an dem Film und dabei kann ich ihn eigentlich absolut nicht leiden ...
Aufgrund seiner Leistung hier, werde ich es nochmal überdenken müssen, ob ich weiterhin sagen kann, dass ich ihn als Schauspieler nicht mag O.o
Respekt zollen muss man den Akteuren aber dafür, dass sie wirklich Mut zur Häßlichkeit zeigen. Nur macht auch das den Film kein Stückchen besser :/

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icefire2206

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Bewertung3.0Schwach

Ich sehe mir gerne Musicals an, hauptsächlich aber auf einer richtigen Bühne.
Am meisten hat mich hier gestört, dass auch Dialoge in denen es eigentlich um gar nichts ging gesanglich vorgetragen werden mussten.
Hätte ich nicht einige sinnlose Gesangseinlagen vorgespult wäre ich vermutlich niemals beim Ende angekommen. Das ganze wurde durch die nicht enden wollende Laufzeit, zumindest für mich, zu einer kleinen Tortur.

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Kirschgreen

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Dem kann ich mich nur anschließen.


sarahtopia

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Man muss wirklich offen für diese Art von Film sein, denn in Les miserables singen die Darsteller bis auf einzelne Wörter durchgängig! Ich ging ohne große Erwartungen ins Kino und kannte die Geschichte von Les miserables bedauerlicherweise vorher noch gar nicht, wo sie doch schon so oft verfilmt wurde. Ich hätte außerdem auch nie gedacht das man durch das Singen noch mehr Emotionen herausholen kann, als es dem traurigsten Film nur durch das bloße Reden gelingt. Die Lieder schwirrten mir noch Tage später im Kopf herum und ich musste dauernd über den Film nachdenken. In Les miserables geht es hauptsächlich um Jean Valjean der durch das stehlen für ein stück Brot 19 jahre im Gefängnis verbrachte und das leben das er führt, nachdem er auf Bewährung entlassen wurde. der film spiegelt unter anderem aber auch verschiedene Schicksale wieder die alle auf irgendeiner weise miteinander verstrickt sind. Ich war von der "Brutalität" dieses filmes geschockt und hätte nicht erwartet, auf so ein Ende zu treffen! ich bin wirklich so begeistert von dem Film, dass ich wahrscheinlich anfange zu übertreiben. Absolute Empfehlung meinerseits für die Leute, die mal einen anderen typ film schauen wollen und offen für Musicals sind.

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malte.fischer.9404

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Viel Musik, aber auch viel Gutes und Anderes!"

Les Misérables fängt gleich nach den Logos mit der Musik an. Der erste Titel konnte mich überzeugen, genauso wie die anderen Titel! Ich werde mir bestimmt noch den Soundtrack besorgen. Die Musik ist wirklich sehr gut gesungen und man merkt, dass die Schauspieler nicht nur gut schauspielern können! Die Leistung der Schauspieler ist deswegen doppelt so gut, da sie nicht nur perfekt spielen, sondern auch perfekt singen. Der Cast ist sensationell! Hugh Jackman und Russell Crowe passen bestens in die Rollen und in den Film! Helena-Boham-Carter fand ich in ihrer Rolle gar nicht schlecht und sehr verrückt. Der Film hat auch so einige Oscars und andere Auszeichnungen bekommen, die auch wieder dieses Jahr (2014) vergeben werden! Erstmal ging der erste Preis an die beste Nebendarstellerin (Anne Hathaway), die Fantine spielte. Mit kurzen Haaren sieht sie zwar nur halb so schön aus, wie mit langen Haaren (wie auf dem Cover), aber ihre schauspielerische Leistung ist, genau wie die der anderen, perfekt. Dann bekam der Film noch einen Oscar für das beste Make-Up und Frisuren. Auch das ist dem Film genauso recht, wie der Oscar für die beste Regie! Die Frisuren sehen wirklich nicht schlecht aus (Sieht man sich mal die Frisur der Helena-Boham-Carter an!). Der Ton ist super, aber bei einem Musik-Film muss dieser einfach sitzen!
Was ist aber mit den Leuten, die keine Musicals mögen? Es wird ja gepriesen, dass auch keine Musical-Freunde ihren Spaß haben können. Das muss nicht unbedingt sein. Nicht jeder mag sich darüber freuen, einen Song nach dem anderen hören zu müssen, auch wenn Filmmusik-Freunde wie ich dann sehr viel Spaß haben können. Außerdem muss man ständig, wenn man kein Englisch kann, die Untertitel lesen. Obwohl ich nun mal die englische Sprache beherrsche, stören mich die verdammten Untertitel, die man andauernd lesen muss/kann, was wohl auch besser ist. Auch für Leute, die die Sprache beherrschen. Warum hat man den Film nicht gleich ganz in Englisch gelassen und hätte sich die Synchronisationen gespart? Man hört schon genug vom Original, dann kann man auch wenigstens alles so lassen. Der Film ist nach meinem Geschmack auch ziemlich lang für ein Musical oder schon ohnehin lang.

Fazit: Durchaus mal was anderes für gemütliche zu Hause!

Übersicht:
-fast nur Musik -zu lang
+sensationeller Cast +wunderbare Musik +gut gestylte Schauspieler +im Genre +gute Leistung der Schauspieler +sieht gut aus

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malte.fischer.9404

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Die DVD enthält leider keine Extras. Da bin ich von Universal ein bisschen enttäuscht. Das Beste ist noch das Wendecover! Ich spar mir in diesem DVDCheck, den ich fast vergessen habe, einfach mal die DVD Wertung! Das tut dem Gesamtbild des Films nicht so gut!
Deswegen will euch nur sagen, dass ihr lieber die BluRay kaufen sollten, wenn ihr einen solchen Player habt. Ich habe nur einen DVD-Player und die meisten Extras vergesse ich sowieso immer zu gucken!


Damon Salvatore

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Bewertung3.5Schwach

Aus meiner Sicht funktioniert die Filmadaption des Musicals nur bedingt. Es ist durchaus befremdlich, dass nahezu jede Bagatelle gesanglich vorgetragen wird, aber das ist nicht das einzige Problem der Filmversion. Neben der nervenzehrenden Lauflänge kommen dämliche Nebencharaktere (z. B. die Eltern von Éponine), die unglaubwürdig dargestellten Handlungen der Charaktere (z. B. Jalverts Ende, Valjeans Handlungen, die Liebesgeschichte zwischen Cosette und Marius) und die reißbretthafte und löchrige Handlung hinzu. Dazu gesellt sich eine nahezu unerträglich dick aufgetragene Schicht aus Kitsch und Pathos. Das mag als Musical auf der Bühne alles gut funktionieren, aber als Film fehlt einfach der stringente nachvollziehbare Handlungsverlauf. Lediglich optisch und schauspielerisch kann der Streifen überzeugen.
Alles in allem eine (für mich) mehr als unbefriedigende Musical-Adaption, die zu keinem Zeitpunkt wirklich überzeugen kann und sehr zäh und kitschig daherkommt und die Charaktere bietet, deren Motive nicht wirklich gut dargestellt werden.

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Blonder

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Bewertung10.0Herausragend

Überwältigend.........atemberaubend..........ergreifend..........episch
Das Epos macht einen schlicht sprachlos, was ich immer noch größtenteils bin.
Also kurzum: Ein berauschendes Filmerlebnis für Augen und Ohren.

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JimiHendrix

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gude andy! biste auch wieder etwas aktiver hier. wie lange haste noch urlaub? wollte euch mal wieder besuchen kommen :)



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