Toy Story 3

Toy Story 3 (2010), US
Laufzeit 103 Minuten, FSK 0, Komödie, Animationsfilm, Kinostart 29.07.2010

8.4 Kritiker
50 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.1 Community
5843 Bewertungen
189 Kommentare
Toy Story 3 - Bild 4165749
Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
noch nicht bewertet

von Lee Unkrich, mit Tom Hanks und Michael Herbig

Irgendwann geht jedes noch so gut produziertes Spielzeug kaputt, nicht aber hier: Das Franchise Toy Story zeigt nach wie vor keine Ermüdungserscheinungen: Nun also Toy Story 3. In Toy Story 3 ist Andy, dem die Spielzeuge gehören, dem Kindesalter endgültig entwachsen und seine Spielsachen werden bei einem Kinderhort abgegeben. Zunächst froh, dass wieder mit ihnen gespielt wird, merken der Spielzeug-Cowboy Woody (Tom Hanks), Space Ranger „Buzz Lightyear“ (Tim Allen), Herr Kartoffelmann (Don Rickles) und Co. In Toy Story 3 schnell, dass sie von hier flüchten müssen, wenn sie unter den patschigen Kinderhänden nicht ihr Leben verlieren wollen. Also planen sie gemeinsam mit neu gefundenen Spielzeugfreunden ihren Ausbruch…

Toy Story gebührt die Ehre, 1995 als der erste abendfüllende Animationsfilm in die Geschichte eingegangen zu sein, der komplett am Computer erzeugt wurde. Auch wenn mittlerweile 15 Jahre vergangen sind, merkt man dem Film immer noch den für das Genre des digitalen Animationsfilms wegweisenden Charakter an. Regisseur war damals John Lasseter, wie auch in Toy Story 2. Toy Story 3 nimmt nun Lee Unkrich auf dem Regie-Stuhl Platz. Toy Story 3 ist seine erste alleinige Regiearbeit, nachdem er u.a. bei Toy Story 2 und Findet Nemo Co-Regie geführt hatte.
Pixar verbindet Blockbuster-Qualitäten mit faszinierenden Geschichten für Jung und Alt, die mit Herz und Verstand gemacht sind. Mit Beginn der 90er arbeitete Pixar als Vertragspartner mit den Disney-Studios zusammen, um 2004 den Vertrag nach sieben gemeinsamen Filmen aufzukündigen. 2007 wurden die Pixar Animation Studios von Disney für 7,4 Milliarden Dollar in Aktien aufgekauft. Der kreative Geist von John Lasseter und der Pixar-Familie arbeitet seither ungebremst produktiv weiter – jüngstes Beispiel: Toy Story 3. Pixar hat den klassischen Animationfilm unbeschadet ins digitale Zeitalter hinüber gerettet. (EM)

  • DVD
Erscheinungstag: 02.12.10
  • Toy Story 3 - Bild 1606459
  • Toy Story 3 - Bild 3872806

Mehr Bilder und Videos zu Toy Story 3

Cast & Crew


Kritiken (31) — Film: Toy Story 3

Andreas Stadler: http://darkagent.blog.de

Kommentar löschen
9.5Herausragend

„Toy Story 3“ ist der bis jetzt beste Teil der Reihe (wenn man der IMDB glauben darf ist „Toy Story 4“ bereits für 2015 geplant).

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

Kommentar löschen
9.0Herausragend

«Toy Story 3» ist eine spannende Abenteuer-Komödie mit spektakulären Szenen und rührenden Momenten.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Dietmar Kesten: Filmmag.de

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

[...] „Toy Story 3“ ist tatsächlich geglückt. Mit vielen rasanten Zielen und Animationsaction, hier und da sogar mit Tiefgang, ist die Geschichte rundherum ein Gewinn. Es ist schwierig, Schwachstellen herauszufiltern. Es sei denn, dass man sich stets nach dem Gewinn der 3D-Technik fragt. Ansonsten gibt es kaum Kritik. [...]

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Es rappelt wieder in der Spielzeugkiste! Elf Jahre blieb sie verschlossen, jetzt hängt Pixar einen weiteren Teil an jene Animationssaga, der John Lasseter als Schöpfer des ersten vollständig computeranimierten Spielfilms seinen Pionierstatus verdankt. Regisseur Lee Unkrich darf sich disneyuntypisch nicht nur mit Begriffen wie Wegwerfgesellschaft und Materialismus beschäftigen; er leistet sich neben einem Höllenfeuer der Müllverbrennung außerdem so manche Anleihe aus dem Gruselfilm und dazu diverse neue Charakter wie das Big Baby, Barbies Ken (Christian Tramitz), ein Fisher-Price Plappertelefon oder den schwizerdütsch schwatzenden Igel Sepp Stachel. Diese „Story“ ist eine Fortsetzung, die es (in 3D sowieso) spielend mit ihren Vorgängern aufnimmt.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Corsovilla: SchönerDenken

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

Immer noch großes (Animations-)Kino, zweifellos. Spannend, lustig, technisch auf denkbar höchstem Niveau – aber zum ersten Mal: konventionell. Toy Story ist am Ende der Spielstraße angekommen. Mit Cowboy und Saurier hat es sich nun ausgespielt. “Toy Story 3″ ist der erste Pixarfilm, der “nur” ganz prima ist, nicht mehr. Und 3D? Das kann man sich sparen. Dagegen ist “Avatar” 4D … mindestens. (Mehr im Podcast)

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

facepalm

Antwort löschen

Dann ist das ja ein schönes Ende für die Toy-Story-Serie :)


Uschis

Antwort löschen

ich finde der film ist eigentlich gut gelungen


J. Buttgereit: epd-Film, TIP Berlin, ray, ...

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Existenzphilosophie im Kinderzimmer. Zum weinen. Vor Freude!

Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Daniel Ronel: Bayerischer Rundfunk Daniel Ronel: Bayerischer Rundfunk

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Nicht mehr gebraucht zu werden. Davor hat also auch altes Spielzeug Angst. Sollten wir bedenken, bevor wir das nächste Mal den Flohmarkt ansteuern oder uns an den Frühjahrsputz machen. Und das ist es auch, was diesen dritten Teil der "Toy Story"-Reihe so auszeichnet: dass wir es mit der Gefühlswelt der Spielsachen zu tun bekommen, und mit einer Cowboypuppe, die vernünftig ist, erwachsen und selbst den Menschen immer einen Schritt voraus. Wie Woody (im Deutschen gekonnt von Bully Herbig synchronisiert) im Chaos versucht, einen kühlen Kopf zu bewahren, ist einfach nur tragisch-komisch.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

F.-M. Helmke: Filmszene.de F.-M. Helmke: Filmszene.de

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Einmal mehr gelingt es der Pixar-Crew mit "Toy Story 3", eine Geschichte zu erzählen, von der sich wirklich alle Altersgruppen angesprochen fühlen können. [...] Und wenn dann das Ende naht und es noch einmal unverhohlen nostalgisch wird, dann muss man sich auch der eigenen Träne im Augenwinkel nicht schämen. Denn hier geht ein großes, wegweisendes Stück Kinogeschichte wohl endgültig zu Ende.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Flibbo: wieistderfilm.de

Kommentar löschen
9.0Herausragend

[...] Ein komplett am Computer entwickelter Film bietet die Möglichkeit, die perfekten Kameraeinstellungen, Kamerafahrten, Lichtsetzungen und Schnitte zu wählen – „Toy Story 3“ ist dies merklich gelungen. Allein die Optik ist tadellos. Hinzu kommt die abenteuerliche Geschichte, die alles auffährt, was bei FSK 0 so geht, und dabei stringent bleibt. Bei einem „Toy Story“ Film hat man vorher nie so gelacht – allein die Barby-und-Ken-Geschichte ist schon ein Knüller; andere wichtige Stichworte sind „Spanier“ und „Tortilla“… Bei einem „Toy Story“ Film konnte man vorher aber auch nie so feuchte Augen kriegen, da ungemein viel Feingefühl und Empathie geboten ist. Und wer den Film nicht spätestens beim Soundtrack-Beitrag von den Gipsy Kings (!) in sein Herz schließt, dem ist nicht zu helfen. [...]

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Dirk Knipphals: taz Dirk Knipphals: taz

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Kann sein, dass man, wenn man jetzt nach "Toy Story 3" aus dem Kino kommt und sich kopfschüttelnd fragt, wie die das wieder hingekriegt haben, zunächst über Rechnerleistungen nachdenken muss. Wenn man die unglaublich komplexen Schattenstrukturen bedenkt, die inzwischen computergeneriert auf die Leinwand gezaubert werden, die Nuanciertheit der Lichtreflexionen und der Spiegelungen in der Iris der einzelnen Figuren bei Großaufnahmen, dann kommt man nicht umhin zu konstatieren: Jedes einzelne Gigabyte Arbeitsspeicher mehr (oder wie immer man das jetzt misst) ist hier gut angelegt. [...]
"Toy Story 3" ist damit - darüber hinaus, dass er wirklich lustig und leicht ist - ein direkter und genauer Film über psychische Ablösungsdramen von der Kindheit, die, Freud lässt grüßen, Teil jedes Individuationsprozesses sind. Und das Tolle ist, dass der Film das in Szene setzt, ohne es überhaupt nur einmal direkt anzusprechen. Bei diesem Setting hätte natürlich viel schiefgehen können: zu kitschig, zu platt, zu altbekannt. Aber die Pixar-Leute haben das alles eben ein weiteres Mal sehr berührend und mitreißend hingekriegt.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Asokan Nirmalarajah: Schnitt Asokan Nirmalarajah: Schnitt

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

Am Ende steht [...] die Einsicht, daß es sich bei dem Film nicht nur um ein weiteres, beliebiges Spielzeug-Abenteuer handelt, sondern um den etwas durchwachsenen, aber letztlich herzerweichenden Abschluß einer Trilogie.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

[...] Aber nicht solcher Zitate wegen ist der Film so betörend, sondern aufgrund der Fallhöhen, die er bereithält, im physischen wie psychologischen Sinn. So verbirgt sich hinter dem rosafarbenen, nach Erdbeeren duftenden Bär Lotso (im Original von Ned Beatty gesprochen) ein Bösewicht, dessen Vorgeschichte ein Trauma von epischen Ausmaßen offenbart. An seiner Seite steht Big Baby, eine Gefängniswärter-Babypuppe mit hängendem Lid - mit solchen Einfälle beweist Pixar seine ungebrochene Originalität.
Die manchmal schon arg düster-beklemmenden Atmosphären konterkariert der Film stets mit dem richtigen Gegengewicht - sei es verblüffender Dialogwitz, sei es 3D-beschleunigte Attraktion -, bis die haarsträubenden Fluchtmanöver auf einem Mistplatz ihren Höhepunkt finden. Das Ende liegt für die Spielzeughelden natürlich anderswo; und darin steckt die vielleicht ein wenig sentimentale, aber reichlich gerechte Ökonomie eines Films, in dem ein jeder das bekommt, was er verdient.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Christoph Huber: Die Presse Christoph Huber: Die Presse

Kommentar löschen
8.5Ausgezeichnet

Die für die Filmserie typische, magische Balance von Charakterentwicklung und Action ist zwar ein wenig in letztere Richtung verschoben – aber viele Ideen sind einfach zu gut. [...]
So bietet ein Gutteil der Handlung heitere Variationen auf Gefängnisfilm-Standards, während Ken eine Modeshow für seine Barbie abzieht und Buzz im spanischsprachigen Modus den Don Juan in sich entdeckt. Bis ins infernalische Müllschredder-Finale wird die atemlose Jagd von visuellen Gags (Totoro, die knuddelige Kultfigur des japanischen Pixar-Animationsidols Hayao Miyazaki ist zu sehen) und dunklen Verlustgefühlen begleitet: Bemerkenswert, dass das flotte Konsumgüter-Entertainment die Kraft hat, sich noch mal zu einer melancholischen Meditation über Liebe und ihre Unbeständigkeit aufzuschwingen. Der sentimentale Schluss hat aber – ganz wie der endlose Abschied beim letzten Herr-der-Ringe-Film – seine emotionale Berechtigung eigentlich nur, wenn man die ganze Trilogie in Betracht zieht.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Jenni Zylka: fluter, sissy Jenni Zylka: fluter, sissy

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

"Toy Story 3" wirkt, als sei er nicht mehr für den kleinen, sondern für den großen Andy gemacht. Aber der wird sich bestens amüsieren, wenn er nur ein Fitzelchen Albernheit mit in die Juvenilität gerettet hat.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Chr. Buß: Spiegel Online Chr. Buß: Spiegel Online

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Regisseur Unkrich zitiert kunstvoll alte britische Hammer-Produktionen oder amerikanischen Horrortrash wie "Chucky - Die Mörderpuppe". Und dieser Gothic-Touch korrespondiert bestens mit dem existenziellen Drama der Helden, die unentwegt grausamen Szenarien der Ausmusterung, Zerlegung und Einäscherung zu entgehen versuchen, um endlich wieder in kompetente Kinderhände zu gelangen.
Das ist die ernste Botschaft hinter dem schreiend komischen Selbstbehauptungskampf der Fell-, Gummi- und Plastikfiguren: Wer seine Existenz nicht mit Sinn füllen kann, ist schon so gut wie tot. So lässt sich "Toy Story 3" durchaus als Plädoyer für ein Recht auf Arbeit lesen. Denn nur ein schwitzendes Spielzeug ist ein glückliches Spielzeug.

Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

“F.A.O. my Schwartz!”

Ich bin ja nicht eben als größter Fan der frühen Pixar-Werke bekannt. Toy Story fand ich als ersten echten CGI-Animationsfilm ganz schick, aber der hochgelobte zweite Teil war mir immer etwas zu rührseelig und noch heute bekomme ich leichten Ausschlag, wenn Cowgirl Jessie von Sarah McLachlans hypersülzigem “When she loved me” ihr Trauma aufarbeitet. Klar, es gab auch eine ganze Menge witziger Momente und die Einführung von Barbie war ein willkommener Neuzugang, aber die ganze Woodys Round-Up Bedrohung wirkte auf mich lange nicht so dramatisch, wie das Psychokind in Teil 1.

Ich war also etwas skeptisch, als ich Teil 3 ansah – den bislang hatte sich Pixar ja gerade durch neue Ideen ausgezeichnet und nicht als Firma profiliert, die Franchises bis zum letzten ausschlachtet, sondern gerade in den letzten Jahren durch genial-verschrobene Filme wie “Up” den Animationsfilm nochmal auf ein neues Level gehoben hatten. Meine Sorge hielt jedoch…

Kritik im Original 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Sonse

Antwort löschen

Lotso würde doch nur Mr. Grumpy versklaven!


José Garcia: Textezumfilm

Kommentar löschen
9.5Herausragend

Dass „Toy Story 3“ nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch an die früheren „Toy Story“-Filme anzuknüpfen hatte, stellte einen gewissen Nachteil gegenüber den deutlich weiter entwickelten, teilweise fotorealistischen Bildern in den letzten Pixar-Filmen dar. Wie die Filmemacher dieses Handicap meistern, zeigt bereits die Eröffnungssequenz im Wilden Westen, die den Charme der Vorgänger mit unübersehbarer Brillanz verknüpft. Diese erste Sequenz gibt ebenfalls einen Rhythmus vor, der sich zusammen mit einem allgegenwärtigen Witz durch den ganzen Film zieht.

Denn bei aller bildlichen Vollkommenheit und perfekter Animation liegt die Stärke von „Toy Story 3“ in der Dramaturgie, mit der ein überaus komplexes Drehbuch umgesetzt wird, sowie in den ungemein vielschichtigen Figuren. So ist etwa in Lotso der Unterschied zwischen Charakterisierung und Charakter mustergültig entwickelt. Lotsos Story wird darüber hinaus ebenso hervorragend mit seiner Lebensgeschichte verzahnt, so dass diese Figur eine beispiellose Tiefe erhält. Jeder Charakter von „Toy Story 3“ besitzt mehr Persönlichkeit, mehr Tiefe, mehr Seele als beispielsweise alle Figuren von „Eclipse – Bis(s) zum Abendrot“ zusammen. Das ist das Geheimnis von Pixar, wie die Animationsschmiede mit „Toy Story 3“ wieder einmal unter Beweis stellt. Deshalb bringen Pixar-Filme den Zuschauer nicht nur zum Lachen, sondern rühren ihn ohne jeden falschen Ton und ohne falsche Gefühle zu Tränen.

Über die Hommage an Hayao Miyazaki hinaus, die im Zitat einer der Lieblingsfiguren des japanischen Animationsmeisters, „Totoro“ zum Ausdruck kommt, macht „Toy Story 3“ wieder einmal deutlich, wie wichtig John Lasseter und der ganzen Pixar-Mannschaft Werte wie Familie und Freundschaft sind. „Toy Story 3“ ist nicht nur einer der ergreifendsten Filme des bisherigen Kinojahres, sondern zweifelsohne eine der besten Fortsetzungsfilme der Kinogeschichte

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Man konnte schon etwas skeptisch sein, als nach elf Jahren Pause noch ein weiterer „Toy Story“-Film produziert wurde. Das klang eher nach Kassenmache mit einem bestens eingeführten Namen. Wenn man jedoch dieses dritte (und wohl auch letzte) Nachzüglerwerk gesehen hat, kann man all diese Bedenken getrost vergessen. Denn entstanden ist hier nicht irgendein bemühter Abklatsch, sondern ein großartiger Film mit einer originellen und spannenden Geschichte und einer Vielzahl an neuen (Spielzeug)figuren.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Filmering: Filmering.at

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Toy Story 3 ist Pixar in Reinkultur. Die Geschichte der Spielzeuge wird zu einem stimmigen Ende geführt und mit viel Charme und Humor wird der Film zu einem Unterhaltungsfeuerwerk der Extraklasse. Auch mutige Entscheidungen, wie der Einbau einiger Horrorelemente und der gigantische Sammelpool an neuen Spielzeugen fügt sich stimmig in den Film ein. Visuell ist Toy Story 3 ein Fest, aber man vergisst auch nicht auf den Charme der Geschichte. Und diese schafft es tatsächlich für Spannung und Gefühl zu sorgen. Toy Story 3 ist ein neuerlicher Beweis, dass der Kreativitätspool von Pixar noch lange nicht erschöpft ist und eigentlich sollte sich absolut niemand diesen großartigen und liebevollen Film entgehen lassen. Unterhaltungskino in Reinkultur. Ein Besuch der englischen Version ist jedoch zu empfehlen, um in den Genuss der Stimmen von Tom Hanks, Tim Allen, Michael Keaton und Timothy Dalton zu kommen.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

sorgenkint

Antwort löschen

100 % meine meinung!!!


HerrLehmann: Das Manifest

Kommentar löschen
10.0Lieblingsfilm

Die eigentliche Stärke des Films liegt im Ton der Erzählung: Man hat den Eindruck, dass der große Erfolg von Up nochmal einen Durchbruch für Pixar dargestellt hat. Dem "Wir haben uns alle lieb." der vergangenen Filme wird jetzt zumindest ein kleines "obwohl..." hinzugefügt, bei all dem Cuteness-Overkill gibt es jetzt eben doch die bitteren Zwischentöne. Toy Story 3 offenbart sich so letztlich als ein erstaunlich erwachsener Film übers Älterwerden, sich Verändern und Abschiednehmen. Es mag ein Bisschen nerven, dass der Film nicht so richtig zum Schluss kommen will, das ist aber vergessen angesichts des bittersüßen Ende.

Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Alle Kritiken (31)


Kommentare (158) — Film: Toy Story 3

Kommentar schreiben
Sortierung

Gaston

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Was für ein schöner Film!!
Ins Kino hatten wir es leider nicht geschafft, also nun endlich als DVD - ohne 3D, ohne Schnickschnack.
Ich mochte die ersten beiden Toy Story Teile ganz gerne, aber sie waren für mich keine Überflieger Filme. Aber Teil 3 ist großes Kino.
Die Handlung ist gespickt mit Pointen, geht zügig und spannend voran - vor allem gibt es tatsächlich eine nennenswerte Handlung, die geschickt eingefädelt wird.
Klar ist es an vielen Stellen ein wenig vorhersehbar, aber deshalb nicht weniger charmant. Die vielen wunderbaren Details reissen es jedenfalls in jedem Fall zigfach raus.
Besonders gelungen ist der Schluß des Filmes. So ein wunderbares Ende, dass sich viel Zeit nimmt und uns Zuschauer wirklich mitnimmt gab es schon lange nicht mehr.

Ich habe gelacht, ein paar Tränen weg gedrückt und spannend war es auch.

Warum dann nicht die 10?
Nun, bei manchen Sachen wird ein wenig zu sehr auf die Tube gedrückt. Das war wohl den Kino-3D-Effekten geschuldet.
Der Film ist übrigens nichts für ganz kleine Kinder.
Eine Freigabe ab 6 wäre OK gewesen, aber da sollten die Eltern hinterher noch mal ein paar Worte über den Erdbeerbären reden.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Stammfunktion

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Durchaus interessant, mal kein "2-Minuten" Ende vor die Nase gesetzt zu bekommen weil dem Drehbuchautor nichts mehr eingefallen ist. Ein Ende, das ganz konservativ, vom Zeitumfang her dem Anfang identisch ist und komplett abschließt, so wie man es noch aus der Schule gelernt hat: Schön abrundend.

Der Film hätte ruhig etwas tiefgründiger sein können, gerade bei diesem doch eher selten melancholisch aufgefassten Thema, aber die Zielgruppe von Toy Story liegt doch eher unter 16, in der Hinsicht mache ich Toy Story hier keinen Vorwurf. Gerade da ich es mag, wenn ein Film einen Gedanken aufwirft, aber ihn nicht für mich zuende kaut, das mache ich im Schnitt lieber selber.

Das Fehlen der deutsche Originalsynchronstimme von Woody (Peer Augustinski) fiel mir nicht direkt auf, da Bully Herbig sehr gute Arbeit geleistet hat, leider hatte Augustinski einen Schlaganfall kombiniert mit einer Lähmung und da ist der Ausfall nicht weiter verwunderlich.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Hanno Jones

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

ein klasse film für das kind in uns allen!
ist und bleibt meine lieblingsreihe der pixarfilme =)

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kino-TV

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Toy Story 3 der letzte Film der Toy Story Reihe und damit geht auch ein Stück Filmgeschichte verloren weil,damals die Technik und heute die Technik das kann man nicht vergleichen natürlich meine ich die ersten beiden Teile zurück.

Pluspunkte gibt es dafür :
Der Film ist wesentlich länger als die anderen beiden Teile
Wie bei den anderen Teilen ist die Synchronisation wieder einmal Top diesmal auf alles beiden Seiten damit meine ich auf deutscher sowie englischer Seite.
Das Drehbuch also die Story ist die beste und damit auch die lustigste.
Ist für jeden Geschmack gemacht und auch für alle Altersklassen.

Minuspunkte gebe ich für:
Der Film hätte fortgesetzt werden sollen
Man hätte mal wieder mehr auf Action achten soll aber , es soll ja noch ein Animationsfilm bleiben.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Tyler__Durden

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Pixars divina ludibrio im Abstieg zur kindlich akzeptablen Höllendurchschreitung der Existenzerkennung ist tatsächlich das bis dato gelungenste Werk der amerikanischen Produktionsfirma. Nun mag es immer noch ein Problem sein solch tief wurzelnde Emotionen in sentimentaler Abhandlung zu kreieren, da ein Kind ja angeblich mehr nicht versteht, doch um schippert Disney zeitgenössische Splittergruppe mit äußerster Feinfühligkeit und manchmal vielleicht auch gut platzierten Versatzstücken anderer Materialien solch ein wirkliches Fiasko. Im Gegenteil Toy Story 3 vermag es dank der kurzen Laufzeit diesmal sogar einiges an Momentum zu erschaffen ohne einen ständigen und stets unnatürlichen Seiltanz zwischen kinderfreundlich und tiefgründig absolvieren zu müssen. Pixar gelingt es diesmal nämlich an einzelnen Stellen nicht wie üblich offensichtlich konstruiertes Drama in der heilen Welt zu platzieren sondern natürliche Konflikte resultierend aus der sich nun abschließenden Serie auf die Charaktere zu legen. Das macht Spaß, erschreckt in seiner Deutlichkeit und schafft es nun endlich Resonanz aus mir dem mit Vorurteilen nicht leicht bepacktem Zuschauer zu bekommen. Da kann man sogar das enorm glitschige Ende durchgehen lassen sowie den ein oder anderen Schönheitsfehler.

10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

alanger

Antwort löschen

schöne weihnacht.


Tyler__Durden

Antwort löschen

Dir auch. :)


Keky

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

Die absolut beste Toy Story jemals! Ich bin froh darüber, froh darüber, das es noch solche guten Animationsfilme gibt, Toy Story 3 hat mich gerührt mich zum lachen gebracht und zum nachdenken. Es ist einfach eine Komposition von Detailhaftigkeit und guter Story, das besondere daran ist, man hat einfach so echt gemacht, es mit der Freundschaft so wie es wirklich ist so dass man es mit sich selbst verbindet. So eine Freundschaft vermisst man oft in "Kinderfilmen". Und hinzu, Toy Story 3 ist sehr Kinderfreundlich, es ist keiner dieser "Gammelstreifen" es ist ein guter Film der den Kinder auch verdeutlicht, wie wichtig Freundschaft ist, und wie wichtig es ist als Kind Spaß zu haben, vielleicht trägt der Film ein wenig dazu bei dass Kinder mehr mit ihren Spielzeug spielen anstatt Stundenlang vor dem PC zu hocken. - Das ende ist sehr gut, das wohl beste nach langer Zeit der Animationen, es ist einfach der lange Wunsch dieser kleinen Spielzeuge, und dieser Wunsch wird ihnen ein letztes mal gewährt, ein letztes mal! Es hat mich Stolz gemacht, ich bin Stolz darauf das Pixar noch weiß, was gut ist und was nicht.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

sporting1906

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

ich hätte mehr Punkte gegeben, wenn die Szene in der Müllverbrennungsanlage anders geendet wäre. Außerdem zieht sich der Schluss so arg lang hin.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

änna_banana

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Meiner Meinung nach ist Toy Story 3 einfach von der abenteuerlichen Geschichte und den Gags her etwas besser gelungen als der erste Teil. Trotzdem gibt es genauso viele Punkte, wie für Teil 1, einfach weil der erste etwas ganz Neues war. Ich bin wirklich froh, dass es Toy Story geschafft hat zwei Fortsetzungen zu haben, die an Niveau nicht verloren haben. Großes Lob an Pixar!

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Framesurfer

Kommentar löschen
Bewertung9.5Herausragend

Für mich einer der härtesten Horrorfilme aller Zeiten. Überlegt mal... Vertrieben, von einem rasenden Mob zerfetzt, anschließend den übelsten Psychopathen seit Hannibal Lecter und Norman Bates ausgesetzt und zuletzt noch im Kz, lebend in den Ofen. Und das alles vor einem Publikum, das vor Lachen biegt.
Aber holla, stellt euch das als Realverfilmung vor!

3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

Eigenbrötler

Antwort löschen

Ähm... Ok... o_O WTF?


Dominique1990

Kommentar löschen
Bewertung10.0Lieblingsfilm

Das ist wahrscheinlich der niedlichste Animationsfilm den ich kenne. Bin sowieso ein Fan von solchen Animationen,finde ich richtig niedlich. Diesen Film schaue ich mir sehr gerne mit meinen kelinen Geschwistern an,ist witzig.niedlich und am Ende auch ein bisschen traurig,da musste ich selbst meine Taschentücher auspacken:-D

Fazit: Nicht nur für Kinder geeignet

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Nayuma

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Immernoch schoen bunt und wunderbar animiert und auch niedlich witzig und alles, aber eben "schon wieder". Wenig ueberraschend und nix neues...eben eine Fortsetzung, aber defintiv eine Empfehlung fuer alle Familienfilmfreunde und Fans der Toy Story-Reihe.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

horro

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Und da soll noch einer sagen, das Konzept läuft langsam aus - better than ever!

19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Falkenfluegel

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Für mich auf jeden Fall der beste der Toy Story Trilogie. Großartige Animationen, spannende Story, guter Sound, schöne Bilder, schöner Abschluss. Ich persönlich bin aber einfach nicht so ein Fan der Pixar Filme, weil mir das ganze zu weichgekocht ist. Der Humor schafft es ab und an mir nen Schenkelklopfer oder ein leichtes Kichern zu entlocken, mehr aber nicht. Und das ewige Geschnulze ... seufz, es ist nicht meines.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

heikschn

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein Positivbeispiel einer extrem gut gelunge Fortsetzung. Toy Story 2 ist nicht schlecht, kann aber mit seinem Nachfolger nicht mithalten. Manchmal lohnt es sich eben ein paar Jahre zu warten, bis das Drehbuch stimmt, anstatt übereilte Sequels nachzuschießen. Denn letztlich ist es nun einmal die Story, die den Unterschied macht. Lediglich als Kinderfilm ist Toy Story 3 absolut nicht geeignet. Der Überwachungsaffe und die Baby Doll sind extrem beängstigend dargestellt.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

-Schulte-

Kommentar löschen
Bewertung8.5Ausgezeichnet

Tolle Animation meets klassische Pixar Charaktere! Woody und Buzz brillieren hier mal wieder in ihrem Kapf gegen den bösen Erdbeer-Bär und nicht zuletzt in der traurigen Erkenntnis, dass ihr Besitzer Andy "em Kindesalter endgültig entwachsen" zu sein scheint. Ein toller Film, bei dem es sich, entgegen meiner anfänglichen Befürchtung, nicht um eine haltlose Fortsetzung handelt, an denen in letzter Zeit allzu viele Regisseure scheitern, sondern um einen witzigen und durchaus sehenswerten Animationsfilm handelt.

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

CousinFly

Kommentar löschen
Bewertung4.0Uninteressant

Kann den Enthusiasmus leider nicht teilen. Bin ein großer Fan von Teil 1 und 2, aber der dritte konnte mich so gar nicht überzeugen. Mit den neu eingeführten Charakteren konnte ich nicht wirklich etwas anfangen und die Gags hinken den Vorgängerfilmen krass hinterher. Natürlich hatte Toy Story auch immer dramatische Elemente, aber Teil 3 ging mir diesbezüglich einfach zu weit. Die intriganten Kindergartenspielzeuge und vor allem der stumme Beschluss am Ende, sich gemeinsam dem Tod zu ergeben, waren mir echt zu häftig für einen Film, der sowohl Kindern als auch Erwachsenen gut Laune machen sollte :/
Schade war natürlich auch, dass Woody nicht mehr durch Peer Augustinski, sondern Bully gesprochen wurde ... dadurch entstand irgendwie eine völlig neue Figur, mit der ich mich nicht so recht anfreunden konnte.

1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

J23

Antwort löschen

100 % Agree.


BigDi

Kommentar löschen
Bewertung9.0Herausragend

Am Anfang steht eine Einleitungssequenz, welche kindliche Spielzeugfantasien mehr als perfekt auf den Punkt bringt und in ihrer Lust am sich-selbst-Übertreffen und der daraus enststehenden Dramaturgie den Ideeneskapaden der eigenen Kindheit näher kommt als es herkömmlichen Blockbuster je gelingen könnte - doch anschließend bewegt sich "Toy Story 3" immer mehr weg von Actionkomödie und hin zum Actiondrama, so grotesk diese Genrezuordnung auch erscheinen mag.
Dass sie dennoch passt, merkt man an den memorabelsten Szenen des Films, welche eben nicht die humorischen Höhepunkte sind (tatsächlich bietet der Film eher weniger wirkliche Lacher, was aber nicht heißen muss, dass er nicht amüsant wäre), sondern die emotionalen. Bis zum unvermeidbaren, aber in dieser Form völlig angebrachten und unheimlich erfüllenden Happy End wird kaum ein mögliches Hindernis - physisch wie psychisch - ausgelassen und der "Fight Club"-würdige Ausruf Lotsos "We are all just trash!" hallt noch lange nach, bevor er endgültig hinterfragt wird. Überhaupt ist Lotso eine große Stärke des Films, ein nicht etwa physischer, sondern ein politischer Bösewicht, der zwar nicht um eine Vergangenheitserklärung auskommt, aber auch mit dieser erfreulich wenig Sympathiewerte dazugewinnt. Ned Beatty macht sich als sein Sprecher alle Mühe, ihn zum nach Erdbeeren duftenden Teufel zu stilisieren, welcher über den korrupten Himmel und die Hölle des Unverständnisses zu wachen und zu bestimmen vermag.

Es geht letzten Endes um die Frage, was mit der eigenen Kindheit wird, wenn man erwachsen wird. Die Antwort, die "Toy Story 3" auf diese findet, könnte besser und berührender kaum sein, und das Ende bietet für alle Beteiligten (inklusive dem Zuschauer) die verdiente Konsequenz. Die Mischung aus Loyalitäts- und Identitätskrise, Gefängnisausbruch, Loslassen und Neuanfang funktioniert in Verbindung mit dem Charme der schrulligen Figuren, der tricktechnischen Perfektion und dem Slapstick wie Morbidität streifenden Humor prächtig und präsentiert sich als ein Blick zurück, doch letzten Endes nicht auf die Kindheit selbst, sondern viel eher auf das plötzliche Erwachsenwerden. Ein wunderschönes, zu Tränen rührendes Werk.

19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

pellekraut007

Kommentar löschen
Bewertung10.0Herausragend

So, lieber Woody, lieber Buzz, liebe Jessie, lieber Charlie, Rex, Slinky, Specky, Bully und all ihr anderen! Nach dem dritten Teil ist mir klar: ... ich war Andy. Oder besser, wäre es in eurem Fall gerne gewesen. Und ich habe in allen drei Storys...1995, 1999 und 2010... mitgekämpft, mitgeschwitzt und mitgelacht! Und es war immer... wunderbar! Ihr habt es verstanden in jeder Minute solche Haken zu schlagen, daß mir jetzt noch schwindelig ist. Und das Finale: Ken als Laufstegdiva, ein Bär als hinterlistiger Chef einer Spielzeugtruppe, der nach Erdbeeren riecht und Buzz als Latin Lover! Quieck! Nunja, was soll ich da noch grunzen? Ihr wart großartig! Und am Ende hatte ich wirklich Angst um euch! Ich werde heute noch sämtliches Spielzeug meiner Kindheit einsammeln und mit euren drei wunderbaren Storys in einen kleinen Schrein stellen. Also in den, mit den besten Kinderfilmen. Obwohl... grunz... hey... bei mir auf der Fussohle steht... moment...

7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

arues

Kommentar löschen
Bewertung8.0Ausgezeichnet

Cowboy Woody's letztes Abenteuer!
Sein Besitzer, das Kind Andy, ist keines mehr und es zieht ihn auf's College. Alle Spielzeuge sind traurig. Was soll denn nun aus ihnen werden...
Den Film kann man getrost als Abschied von der Kindheit bezeichnen. Jeder hat schöne Erinnerungen an die selbige und Toy Story 3 bringt den Erwachsenen Zuschauer nochmal an diese Schwelle, des Erwachsenwerdens, um doch noch einmal Jung zu sein und mit den liebenswerten Spielzeugen in ein letztes Abenteuer aufzubrechen.
Der Film selbst sprüht einfach nur so vor Ideen, wie ich es mir bei so manch anderem Real Film wünschen würde. Es gibt unzählige spaßige, komische aber auch traurige Momente und man weiß nie wirklich, was als nächstes passiert, weil Toy Story 3 es schafft, auch den erfahrenen Film Kenner immer wieder zu überraschen.
Natürlich ist es ein Film für Kinder, aber einer, den man sich als Erwachsener durchaus anschauen kann, da er einiges zu bieten hat.
Als Abschließendes Fazit und letzten Satz, kann ich nur sagen, dass Toy Story 3 wirklich ein richtig schöner Film ist!

Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

DeDavid

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Zum angehenden Kinostart von "Cars 2", auf den ich mit Freuden verzichten werde, war es an der Zeit, sich wenigstens selbst zu beweisen, dass Pixar auch ein Händchen für Fortsetzungen besitzt.
Dass zwischen Toy Story 1 & 3 knapp 13 Jahre auseinanderliegen, evozierte bei mir anfangs kleine Bedenken, ob Pixar es tatsächlich schafft, die verhältnismäßig hohe Qualität der Vorgänger zu halten, vor allem in dramaturgischer Hinsicht.
Doch "Toy Story 3" wirkt nicht nur optisch wie aus einem Guss, auch als Abschluss einer genialen Reihe überbietet er nochmal die Vorgänger und bringt die Story um einen Mikrokosmos aus Kinderträumen zu einem mehr als würdigen Ende.

Kleiner Bonus: Vor dem sinistren Babypüppchen würde selbst Slasherikone Chucky Reißaus nehmen.

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kommentar schreiben

Fans dieses Films gefiel auch