Eiskalte Eindrücke aus den ersten Verblendung Reviews
BearbeitenVeröffentlicht am 13.12.2011, 18:00
Spürt ihr die Kälte?
© Sony Pictures
Das Informations-Embargo wurde von den amerikanischen Medien genommen. Nach dem Debakel mit David Denbys voreiliger Kritik wurde das auch Zeit. Nun haben der Hollywood Reporter und Movieline ihre ersten Eindrücke von Verblendung in die Welt gesetzt. Und diese Eindrücke sind gut, wenn sie auch nicht ganz an das Original heranreichen.
Todd McCarthy vom Hollywood Reporter bemerkt, dass David Fincher nicht viel zum ohnehin sehr guten Original Verblendung (Niels Arden Oplev) beitragen konnte. Zwar wird die Geschichte um einige Episoden erweitert, die zwar im Buch, aber nicht im schwedischen Film vorkamen, aber letztlich wird der Zuschauer kaum mit Neuem überrascht. Trotzdem lobt er die Darbietung von Rooney Mara als rächerische Hackerin Lisbeth Salander, deren rohe Brutalität mit der von Noomi Rapace mithalten kann. Auch S.T. Vanairsdale von Movieline lobt die amerikanische Lisbeth, hinter deren Augen ein stockdunkler Abgrund lauere.
Dem ausdrucksvollen Highlight des Films steht Daniel Craig als Journalist Mikael Blomkvist entgegen, der zwar sein Bestes gibt, um den schwedischen Akzent zu halten, letztendlich aber doch nur an der Oberfläche der Figur kratzt. Das liegt nicht nur an ihm, denn der politische Hintergrund seiner Figur spielt in der Neuadaption keine Rolle. Auf seiner Reise muss der von einem Industriemagnaten vor Gericht ruinierte Journalist den mutmaßlichen Mord an der Tochter des alternden Familienpatriarchen Henrik Vanger (Christopher Plummer) aufklären. Unweigerlich kreuzen sich dabei die Wege von Blomkvist und Salander und die große Verbindung beginnt, sich zu entfalten. Die Geschichte wird dabei in eine bei Movieline als Wie ist Schweden überhaupt bewohnbar? bezeichnete Kälte getaucht.
Letztendlich waren aber alle Darbietungen gut bis sehr gut, zumindest in den Augen von Movieline und Hollywood Reporter. Besonders Stellan Skarsgård fällt als einflussreicher Firmenchef durch die Kunst des bedrohlichen Weineingießens auf. Trotzdem fehle der Fincher-Spirit aus Filmen wie Fight Club oder Sieben, der die Grenzen des Unangenehmen und Erwartbaren weiter ausdehnt. Verblendung ist einen Tick, aber auch wirklich nur einen Tick zu zahm. Da die einzigen Rätsel und unbeantworteten Fragen nur Lisbeth selbst betreffen, ist Verblendung zu sauber aufgemacht, zu anspruchsvoll um wirklich unter die Haut zu gehen und dort zu bleiben, schließt Todd McCarthy ab. Ab dem 12. Januar 2012 können wir unsere eigenen Eindrücke sammeln.
quadzar (Malte Heckelen) 2011/12/13 18:00:00
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Kommentare
über Eiskalte Eindrücke aus den ersten Verblendung Reviews
Kommentar schreibenfluxberg 2011/12/15 11:03:17
Kommentar löschen"... letztendlich aber doch nur an der Oberfläche der Figur kratzt". Dabei wird leider vergessen, dass Blomkvist schon im Roman eine ziemlich oberflächliche Figur ist. Lisbeth war und bleibt der Grund, die Trilogie zu lesen, der facettenarme Gutmensch und behauptete Womanzier Blomkvist sicherlich nicht.
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m.laterne 2011/12/14 09:31:07
Kommentar löschenWie ein Veriss hört sich das nicht gerade an. Er scheint recht gut weg zu kommen. Und mir als Zuschauer bleibt es dabei überlassen welche Version ich bevorzugen werde ohne voreingenommen die Neuinterpretation zu verfluchen auf Grund schlechter Kritiken. Ich freu mich drauf. Und das nicht nur wegen der grandiosen Musik.
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Dalia 2011/12/14 01:01:49
Kommentar löschenHätte man Finch nicht eine Tasse Kaffee und das Geld geben können, damit er einen EIGENEN Film schafft und die Zuschauer weltweit damit begeistert, anstatt erneut auf einem Film herumzukauen und ihn verfremdet auszuspucken, obwohl viele von uns das Original kennen und lieben?
Bei dem Gedanken, wie viel Geld für Remakes verschwendet und nicht dafür genutzt werden, neue und innovative Filme zu drehen, möchte ich mit wedelnder Faust in einen Golf Cart steigen und gegen die Mauer eines Filmstudios fahren.
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Dalia 2011/12/14 01:47:26
Antwort löschenNein - denn der ist zu laut und dann übertönt er meine Hasstriaden, die ich hysterisch von mir schmettere.
slangbanger! 2011/12/14 01:00:55
Kommentar löschenIch halte dieses Remake immer noch für eines der unnötigsten der gesamten Filmgeschichte und für Verschwendung von Zeit, die Fincher nutzen könnte, um mal etwas produktives zu gestalten.
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ProjectChaos 2011/12/13 22:44:28
Kommentar löschenOhman bei jedem neuen Fincher ist meine Hoffnung immer so groß. Mir ist zwar egal was die Kritiker sagen, aber Finchers Verblendung wird wohl kein neuer FightClub. Was ist nur los mit dem Kerl.
Bei Social Network und Button habe ich mir eingeredet, dass er scharf auf einen Oscar war, aber scheint doch so als würd er erstmal auf dem Niveau bleiben wollen (was ja immernoch recht gut ist...aber halt kein FightClub/Sieben).
Naja vielleicht wird er ja doch ganz gut. Wird sich bald zeigen.
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Florian Albrecht 2011/12/13 21:41:15
Kommentar löschenmir egal was die Kritiken sagen, der Film wird trotzdem boykottiert. Ich hab nichts gegen Remakes, aber bitte nicht in so kurzer Zeit, nachdem das Original rauskam.
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Tyler__Durden 2011/12/13 18:58:11
Kommentar löschenArmselig was für oberflächliche Auseinandersetzungen sich heutzutage Kritiken schimpfen dürfen. Nichts weiter als temporäre Gefühlslagen reduziert auf gut, geht so und schlecht im Tarnmantel angeblichem analytischen Verständnis gegenüber der Materie. Vishnevetskys Kritik ist dar zwar ein schöner Lichtblick der Rest aber mal wieder ein Trauerzeugnis.
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FordFairlane 2011/12/13 18:51:43
Kommentar löschenIch hoffe die Amis fliegen sowas von auf die Fresse mit diesem Remake zu einem Film der noch nicht einmal 4 Jahre alt ist. Warum müssen sie alles amerikanisieren!
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Titaneus 2011/12/13 20:14:37
Antwort löschenDie "Amis", eine Filmorganisation mit über 300 Mio Mitarbeitern.
Florian Albrecht 2011/12/13 21:42:34
Antwort löschenwarscheinlich weil die meisten zu "ungebildet" sind um anspruchsvolle und gute Filme zu verstehen, auf sich wirken zu lassen.








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